Olancer 5 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Olanzapin
Verfügbar ab:
Alchemia Limited
INN (Internationale Bezeichnung):
olanzapine
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Olanzapin 5.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
70095.00.00

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PB WortlautderfürdiePackungsbeilagevorgesehenenAngaben

PCX Gebrauchsinformation:InformationfürdenAnwender

OlanzapinHEXAL5mgFilmtabletten

Wirkstoff:Olanzapin

LesenSiediegesamtePackungsbeilagesorgfältigdurch,bevorSiemit

derEinnahmediesesArzneimittelsbeginnen.

- HebenSiediePackungsbeilageauf.VielleichtmöchtenSiediesespäter

nochmalslesen.

- WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichanIhrenArztoder

Apotheker.

- DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSiees

nichtanDritteweiter.EskannanderenMenschenschaden,auchwenn

diesedieselbenSymptomehabenwieSie.

WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigt

oderSieNebenwirkungenbemerken,dienichtindieser

Gebrauchsinformationangegebensind,informierenSiebitteIhrenArztoder

Apotheker.

DiesePackungsbeilagebeinhaltet:

1.WasistOlanzapinHEXALundwofürwirdesangewendet?

2.WasmüssenSievorderEinnahmevonOlanzapinHEXALbeachten?

3.WieistOlanzapinHEXALeinzunehmen?

4.WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5.WieistOlanzapinHEXALaufzubewahren?

6.WeitereInformationen

1. WASISTOLANZAPINHEXALUNDWOFÜRWIRDESANGEWENDET?

OlanzapinHEXALgehörtzueinerGruppevonArzneimitteln,dieAntipsychotika

genanntwerden.

OlanzapinHEXALwirdzurBehandlungeinerKrankheitmitSymptomenwie

Hören,SehenoderFühlenvonDingen,dienichtwirklichdasind,irrigen

Überzeugungen,ungewöhnlichemMisstrauenundRückzugvonderUmwelt

angewendet.PatientenmitdieserKrankheitkönnensichaußerdemdepressiv,

ängstlichoderangespanntfühlen.

OlanzapinHEXALwirdauchangewendetzurBehandlungeinesZustandsmit

übersteigertemHochgefühl,demGefühl,übermäßigeEnergiezuhaben,viel

wenigerSchlafzubrauchenalsgewöhnlich,sehrschnellemSprechenmitschnell

wechselndenIdeenundmanchmalstarkerReizbarkeit.Esistauchein

Stimmungsstabilisator,dereinemweiterenAuftretenderbeeinträchtigenden

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extremenStimmungshochsundStimmungstiefs(depressiv)vorbeugt,diemit

diesemZustandzusammenhängen.

2. WASMÜSSENSIEVORDEREINNAHMEVONOLANZAPINHEXAL

BEACHTEN?

OlanzapinHEXALdarfnichtangewendetwerden

wennSieüberempfindlich(allergisch)gegenOlanzapin,SojaErdnussoder

einendersonstigenBestandteilevonOlanzapinHEXALsind.Eineallergische

ReaktionkannsichalsHautausschlag,Juckreiz,geschwollenesGesicht,

geschwolleneLippenoderAtemnotbemerkbarmachen.WenndiesbeiIhnen

aufgetretenist,sagenSieesbitteIhremArzt.

wennbeiIhnenfrühereinEngwinkelglaukomfestgestelltwurde.

BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonOlanzapinHEXAListerforderlich

VergleichbareArzneimittelkönnenungewöhnlicheBewegungen,vorallemdes

GesichtsoderderZunge,auslösen.FallsdieswährendderEinnahmevon

OlanzapinHEXALauftritt,wendenSiesichbitteanIhrenArzt.

SehrseltenkönnenvergleichbareArzneimitteleineKombinationvonFieber,

raschemAtmen,Schwitzen,MuskelsteifheitundBenommenheitoderSchläfrigkeit

hervorrufen.Wenndieseintritt,setzenSiesichsofortmitIhremArztin

Verbindung.

BeiälterenPatientenmitDemenzwirddieAnwendungvonOlanzapinHEXAL

nichtempfohlen,daschwerwiegendeNebenwirkungenauftretenkönnen.

WennSieaneinerderfolgendenKrankheitenleiden,teilenSiediesbitteIhrem

Arztmit:

Diabetes

Herzerkrankungen

Leber-oderNierenerkrankungen

Parkinson’scheErkrankung

Epilepsie

SchwierigkeitenmitderProstata

Darmverschluss(paralytischerIleus)

Blutbildveränderungen

Schlaganfall(z.B.transitorischeischämischeAttacke)

BeiPatienten,dieunterDemenzleiden,müssendiefürihrePflegezuständigen

PersonenoderAngehörigendemArztmitteilen,obdiesejemalseinen

Schlaganfallhatten.

FallsSieüber65Jahrealtsind,wirdderArztIhrenBlutdruckalsroutinemäßige

Vorsichtsmaßnahmeüberwachen.

BeiEinnahmevonOlanzapinHEXALmitanderenArzneimitteln

BittenehmenSiewährendderBehandlungmitOlanzapinHEXALandere

Arzneimittelnurdannein,wennIhrArztesIhnenerlaubt.Siekönnensich

benommenfühlen,wennSieOlanzapinHEXALzusammenmitAntidepressiva

oderArzneimittelngegenAngstzuständeoderzumSchlafen(Tranquilizer)

nehmen.

SiesolltenIhremArztsagen,wennSieFluvoxamin(einAntidepressivum)oder

Ciprofloxacin(einAntibiotikum)einnehmen,daesnotwendigseinkann,Ihre

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OlanzapinHEXALDosiszuändern.

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimittel

anwendenbzw.vorkurzemangewendethaben,auchwennessichumnicht

verschreibungspflichtigeArzneimittelhandelt.SagenSieIhremArztinsbesondere,

wennSieArzneimittelfürdieParkinson’scheErkrankungeinnehmen.

BeiEinnahmevonOlanzapinHEXALzusammenmitNahrungsmittelnund

Getränken

TrinkenSiekeinenAlkohol,wennSiemitOlanzapinHEXALbehandeltwerden,da

OlanzapinHEXALinVerbindungmitAlkoholdazuführenkann,dassSiesich

benommenfühlen.

SchwangerschaftundStillzeit

FragenSievorderAnwendungvonallenArzneimittelnIhrenArztoderApotheker

umRat.

TeilenSieIhremArztumgehendmit,fallsSieschwangersindoderannehmen,

schwangerzusein.WennSieschwangersind,dürfenSiediesesArzneimittel

nichteinnehmen,esseidenn,SiehabendiesmitIhremArztbesprochen.

StillenSienichtwährendIhrerBehandlungmitOlanzapinHEXAL,dader

WirkstoffingeringenMengenindieMuttermilchausgeschiedenwird.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

EsbestehtdieGefahr,dassSiesichbenommenfühlen,wennSieOlanzapin

HEXALeingenommenhaben.Wenndieseintritt,dürfenSiesichnichtandas

SteuereinesKraftfahrzeugessetzenundkeineWerkzeugeoderMaschinen

bedienen.BittesprechenSiemitIhremArzt.

WichtigeInformationenüberbestimmtesonstigeBestandteilevon

OlanzapinHEXAL

DiesesArzneimittelenthältLactose.BittenehmenSieOlanzapinHEXALdaher

erstnachRücksprachemitIhremArztein,wennIhnenbekanntist,dassSieunter

einerUnverträglichkeitgegenüberbestimmtenZuckernleiden.

3. WIEISTOLANZAPINHEXALEINZUNEHMEN?

NehmenSieOlanzapinHEXALimmergenaunachAnweisungdesArztesein.

BittefragenSieIhrenArztoderApotheker,wennSiesichnichtganzsichersind.

IhrArztwirdIhnensagen,wievieleTablettenSietäglicheinnehmensollenund

wielangeSiedieseeinnehmensollen.DietäglicheDosisbeträgtzwischen5und

20mgOlanzapin.FallsIhreSymptomewiederauftreten,sprechenSiemitIhrem

Arzt,aberbeendenSiedieEinnahmenicht,esseidennIhrArztempfiehltes

Ihnen.

SiesolltendieTabletten1-maltäglichnachdenAnweisungenIhresArztes

einnehmen.

VersuchenSie,dieTablettenimmerzurgleichenTageszeiteinzunehmen.Sie

könnenOlanzapinHEXALunabhängigvondenMahlzeiteneinnehmen.

OlanzapinHEXALFilmtablettensindzumEinnehmen.BitteschluckenSiedie

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TablettenunzerkautmitausreichendWasser.

BeendenSiedieEinnahmenicht,nurweilSiesichbesserfühlen.Esistwichtig,

dassSieOlanzapinHEXALsolangeeinnehmen,wieIhrArztesIhnenempfiehlt.

OlanzapinHEXAListnichtfürPatientenunter18Jahrengeeignet.

WennSieeinegrößereMengevonOlanzapinHEXALeingenommen

haben,alsSiesollten

Patienten,dieeinegrößereMengeOlanzapineingenommenhabenalssiesollten,

hattenfolgendeSymptome:schnellerHerzschlag,Erregung/aggressives

Verhalten,Sprachstörungen,ungewöhnlicheBewegungen(besondersdes

GesichtsoderderZunge)undBewusstseinsverminderungen.AndereSymptome

könnensein:plötzlichauftretendeVerwirrtheit,Krampfanfälle(Epilepsie),Koma,

eineKombinationvonFieber,schnelleremAtmen,Schwitzen,Muskelsteifheitund

BenommenheitoderSchläfrigkeit,VerlangsamungderAtmung,Aspiration,hoher

oderniedrigerBlutdruck,Herzrhythmusstörungen.

BenachrichtigenSiebittesofortIhrenArztodereinKrankenhaus.ZeigenSiedem

ArztIhreTablettenpackung.

WennSiedieEinnahmevonOlanzapinHEXALvergessenhaben

NehmenSieIhreTabletten,sobaldSiesichdaranerinnern.NehmenSiejedoch

dieverordneteTagesdosisnichtzweimalaneinemTagein.

WennSieweitereFragenzurAnwendungdiesesArzneimittelshaben,fragenSie

IhrenArztoderApotheker.

4. WELCHENEBENWIRKUNGENSINDMÖGLICH?

WiealleArzneimittelkannOlanzapinHEXALNebenwirkungenhaben,dieaber

nichtbeijedemauftretenmüssen.

SehrhäufigeNebenwirkungen(mehrals1von10Behandelten):

SchläfrigkeitoderextremeMüdigkeit,Gewichtszunahme.Eine(indenmeisten

Fällen)vorübergehendeErhöhungdesProlaktinspiegels(einHormon,dasfürdie

MilchproduktionundMilchabsonderungverantwortlichist)wurdebeobachtet.Die

entsprechendenSymptome,z.B.VergrößerungderBrustbeiMännernund

FrauensowieMilchabsonderungtratenallerdingsnurseltenauf.

HäufigeNebenwirkungen(wenigerals1von10,abermehrals

1von100Behandelten):

ErhöhungderAnzahlbestimmterweißerBlutkörperchen.Schwindelgefühl,

Ruhelosigkeit,Zittern,MuskelsteifheitoderMuskelkrämpfe,,ungewöhnliche

Bewegungen,Verstopfung,eintrockenerMund,größeresHungergefühl,erhöhte

Blutzuckerspiegel,erhöhteBlutfettwerte.Blutdruckabfall,besondersbeim

AufstehenausliegenderodersitzenderPosition,derzuSchwindeloder

Ohnmachtführenkann.Schwäche,Wassereinlagerungen.Erhöhungbestimmter

Leberwerte(Transaminasen),insbesonderezuBeginnderBehandlung.

GelegentlicheNebenwirkungen(wenigerals1von100,abermehrals1von1000

Behandelten):

VerlangsamterHerzschlagmitoderohneBlutdruckabfalloderOhnmacht,

QT-Verlängerung(VeränderungenimEKG),Empfindlichkeitgegenüber

Sonnenlicht,erhöhteWertedesEnzymsCreatinphosphokinase.

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SelteneNebenwirkungen(wenigerals1von1000,abermehrals1von10000

Behandelten):ErniedrigungderAnzahlweißerBlutkörperchen,Krampfanfälle

(wobeiindenmeistenFällenbereitsKrampfanfälleinderVorgeschichteoder

RisikofaktorenfürKrampfanfällevorlagen),Hautauschlag,Leberentzündung.

SehrselteneNebenwirkungen(wenigerals1von10000Behandelten)odernicht

bekannt(HäufigkeitaufGrundlagederverfügbarenDatennichtabschätzbar):

SchwerwiegendeHerzfunktionsstörungen(ventrikuläre

Tachykardie/Herzflimmern,),erniedrigteBlutplättchenzahl,erhöhteWertedes

EnzymsalkalischePhosphataseunddesBilirubins,MalignesNeuroleptisches

SyndrommitSymptomenwieStörungderHerzfrequenz,desBlutdrucksundder

VerdauungsowieSchwitzen.ZusätzlichkönnenMuskeltonus,Körpertemperatur

undBewusstseinernsthaftbeeinträchtigtwerden.ÄnderungdesMuskeltonusund

unwillkürlicheBewegungenderZunge,Lippen,desGesichts,desRumpfesund

derGliedmaßen.EntzündungderBauchspeicheldrüse,Schwierigkeitenbeim

Wasserlassen,Muskelerkrankungmitz.B.Schmerzenaufgrundeinesschnellen

AbbausvonSkelettmuskelgewebe.EntwicklungoderVerschlechterungeiner

Zuckerkrankheit,gelegentlichinVerbindungmiteinerKetoazidose(KetoneimBlut

undUrin)oderKoma.ErniedrigungdernormalenKörpertemperatur.Blutgerinnsel,

diez.B.zueinertiefenBeinvenenthromboseoderLungenembolieführenkönnen.

AllergischeReaktionen,z.B.schwereallergischeReaktionen(anaphylaktoide

Reaktion),SchwellungvonMundundHals(Angioödem),starkerJuckreizoder

Nesselsucht.VerlängerteoderschmerzhafteErektion.

WennSieplötzlichaufhören,OlanzapinHEXALeinzunehmen,könnenSymptome

wieSchwitzen,Schlafstörungen,Zittern,Angst,ÜbelkeitoderErbrechenauftreten

IhrArztwirdIhnendahermöglicherweisevorschlagen,dieDosisschrittweisezu

reduzieren,bevorSiedieBehandlungbeenden.

BeiälterenPatientenmitDemenzkannesbeiderEinnahmevonOlanzapinzu

Schlaganfall,Lungenentzündung,Harninkontinenz,Stürzen,extremerMüdigkeit,

optischenHalluzinationen,ErhöhungderKörpertemperatur,Hautrötungund

SchwierigkeitenbeimGehenkommen.IndieserspeziellenPatientengruppe

wurdeneinigeTodesfälleberichtet.

BeiPatientenmitParkinson’scherErkrankungkannOlanzapinHEXALdie

Symptomeverschlechtern.

AnderemöglicheNebenwirkungen

EntöltePhospholipideausSojabohnenkönnensehrseltenallergischeReaktionen

hervorrufen.

InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wenneinederaufgeführten

NebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungen

bemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind.

5. WIEISTOLANZAPINHEXALAUFZUBEWAHREN?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

SiedürfendasArzneimittelnachdemaufderFaltschachtelundder

DurchdrückpackungangegebenenVerfallsdatumnichtmehranwenden.

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InderOriginalverpackungaufbewahren,umdenInhaltvorFeuchtigkeitzu

schützen.

DasArzneimitteldarfnichtimAbwasseroderHaushaltsabfallentsorgtwerden.

FragenSieIhrenApothekerwiedasArzneimittelzuentsorgenist,wennSiees

nichtmehrbenötigen.DieseMaßnahmehilftdieUmweltzuschützen.

6. WEITEREINFORMATIONEN

WasOlanzapinHEXALenthält

DerWirkstoffistOlanzapin.

1Filmtabletteenthält5mgOlanzapin.

DiesonstigenBestandteilesind

Tablettenkern:Lactose,mikrokristallineCellulose,Crospovidon,

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)

Filmüberzug:Poly(vinylalkohol),Titandioxid(E171),Talkum,entölte

PhospholipideausSojabohnen(E322),Xanthangummi(E415).

WieOlanzapinHEXALaussiehtundInhaltderPackung

Runde,bikonvexe,weißeFilmtablette,Durchmesser8mm,Prägung"O1"auf

einerSeite.

OlanzapinHEXAListinBlisterpackungenmit14,35,70und100Filmtabletten

erhältlich.

PharmazeutischerUnternehmer

AlchemiaLtd.

5thFloor,86JermynStreet

SW1Y6AWLondon

Großbritannien

Mitvertrieb:

HEXALAG

Industriestraße25

83607Holzkirchen

Telefon:(08024)908-0

Telefax:(08024)908-1290

E-mail:service@hexal.com

Hersteller

SalutasPharmaGmbH,

einUnternehmenderHEXALAG

Otto-von-Guericke-Allee1

39179Barleben

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztbearbeitetam

17.12.2007

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ENR2170095 7676

WortlautderfürdieFachinformationvorgesehenenAngaben

Fachinformation

BezeichnungdesArzneimittels

OlanzapinHEXAL2,5mgFilmtabletten

OlanzapinHEXAL5mgFilmtabletten

OlanzapinHEXAL7,5mgFilmtabletten

OlanzapinHEXAL10mgFilmtabletten

OlanzapinHEXAL15mgFilmtabletten

OlanzapinHEXAL20mgFilmtabletten

QualitativeundquantitativeZusammensetzung

OlanzapinHEXAL2,5mg:1Filmtabletteenthält2,5mgOlanzapin.

OlanzapinHEXAL5mg:1Filmtabletteenthält5mgOlanzapin.

OlanzapinHEXAL7,5mg:1Filmtabletteenthält7,5mgOlanzapin.

OlanzapinHEXAL10mg:1Filmtabletteenthält10mgOlanzapin.

OlanzapinHEXAL15mg:1Filmtabletteenthält15mgOlanzapin.

OlanzapinHEXAL20mg:1Filmtabletteenthält20mgOlanzapin.

SonstigeBestandteile:

OlanzapinHEXAL2,5mg:1Filmtabletteenthält58,3mgLactose.

OlanzapinHEXAL5mg:1Filmtabletteenthält116,6mgLactose.

OlanzapinHEXAL7,5mg:1Filmtabletteenthält174,9mgLactose.

OlanzapinHEXAL10mg:1Filmtabletteenthält233,2mgLactose.

OlanzapinHEXAL15mg:1Filmtabletteenthält228,2mgLactose.

OlanzapinHEXAL20mg:1Filmtabletteenthält304,3mgLactose.

DievollständigeAuflistungdersonstigenBestandteilesieheAbschnitt6.1.

Darreichungsform

Filmtablette

OlanzapinHEXAL2,5mg:

Runde,bikonvexe,weißeFilmtablette,Durchmesser6mm,Prägung"O"auf

einerSeite.

OlanzapinHEXAL5mg:

Runde,bikonvexe,weißeFilmtablette,Durchmesser8mm,Prägung"O1"auf

einerSeite.

OlanzapinHEXAL7,5mg:

Runde,bikonvexe,weißeFilmtabletteDurchmesser9mm,Prägung"O2"auf

einerSeite.

OlanzapinHEXAL10mg:

ENR 2170094-099 11912

Runde,bikonvexe,weißeFilmtabletteDurchmesser10mm,Prägung"O3"auf

einerSeite.

ENR 2170094-099 21922

OlanzapinHEXAL15mg:

Ovale,bikonvexe,hellblaueFilmtablette,Durchmesser7,35x13,35,Prägung

"O"aufeinerSeite.

OlanzapinHEXAL20mg:

Ovale,bikonvexe,hellrosaFilmtablette,Durchmesser7,5x14,5,Prägung"O"

aufeinerSeite.

KlinischeAngaben

Anwendungsgebiete

OlanzapinistzurBehandlungderSchizophrenieangezeigt.

BeiPatienten,dieinitialaufdieBehandlungangesprochenhaben,istOlanzapin

beifortgesetzterBehandlungzurAufrechterhaltungderklinischenBesserung

wirksam.

OlanzapinistzurBehandlungvonmäßigschwerenbisschwerenmanischen

Episodenangezeigt.

BeiPatienten,derenmanischeEpisodeaufeineBehandlungmitOlanzapin

angesprochenhat,istOlanzapinzurPhasenprophylaxebeiPatientenmit

bipolarerStörungangezeigt(sieheAbschnitt5.1).

Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

Schizophrenie

DieempfohleneAnfangsdosisbeträgt10mgOlanzapin/Tag.

ManischeEpisoden

DieAnfangsdosisbeträgtbeieinerMonotherapie15mgeinmaltäglich,bzw.10

mgeinmaltäglichbeieinerKombinationstherapie(sieheAbschnitt5.1).

PhasenprophylaxebeibipolarenStörungen

DieempfohleneAnfangsdosisbeträgt10mg/Tag.BeiPatienten,dieOlanzapin

zurBehandlungeinermanischenEpisodeerhaltenhaben,solltedie

BehandlungzurVorbeugungeinesRezidivsmitderselbenDosisfortgesetzt

werden.Fallserneuteinemanische,gemischteoderdepressiveEpisode

auftritt,solltedieOlanzapin-Behandlungfortgesetztwerden(Dosisoptimierung

entsprechenddenErfordernissen)miteinerergänzendenTherapieder

Stimmungssymptome,fallsklinischangezeigt.

WährendderBehandlungeinerSchizophrenie,einermanischenEpisodeund

zurPhasenprophylaxebeibipolarenStörungenkanndieDosisanschließend

innerhalbeinesBereichsvon5-20mg/TagaufderGrundlagedesindividuellen

klinischenZustandsangepasstwerden.EineErhöhungderDosisüberdie

empfohleneAnfangsdosishinaussolltenurnacheinerangemessenenerneuten

klinischenBeurteilungundimAllgemeineninAbständenvonnichtwenigerals

24Stundenerfolgen.

OlanzapinkannunabhängigvondenMahlzeiteneingenommenwerden,dadie

ResorptiondurchNahrungnichtbeeinflusstwird.BeiBeendigungder

Olanzapin-BehandlungsollteeineschrittweiseVerminderungderDosisin

Betrachtgezogenwerden.

ENR 2170094-099 31932

EsgibtkeineErfahrungenbeiKindern.

ÄlterePatienten

EineniedrigereAnfangsdosis(5mg/Tag)wirdüblicherweisenichtnotwendig

sein,solltejedochbeiüber65-jährigeninBetrachtgezogenwerden,wenn

klinischeGründedafürsprechen(sieheAbschnitt4.4).

PatientenmitNieren-und/oderLeberinsuffizienz

BeidiesenPatientensollteeineniedrigereAnfangsdosis(5mg)inBetracht

gezogenwerden.InFällenvonmittelgradigerLeberinsuffizienz(Zirrhose,Child-

PughKlasseAoderB)solltedieAnfangsdosis5mgbetragenundnurmit

Vorsichterhöhtwerden.

Geschlecht

AnfangsdosisundDosierungsbereichmüssenüblicherweisebeiFrauenim

VergleichzuMännernnichtverändertwerden.

Raucher

AnfangsdosisundDosierungsbereichmüssenüblicherweisebeiNichtrauchern

imVergleichzuRauchernnichtverändertwerden.

LiegtmehralseinFaktorvor,derdenMetabolismusverlangsamenkann

(weiblichesGeschlecht,höheresAlter,Nichtraucher),mussüberlegtwerden,

dieBehandlungmiteinerniedrigerenDosiszubeginnen.EineDosiserhöhung,

fallserforderlich,mussbeidiesenPatientenvorsichtigdurchgeführtwerden

(sieheauchAbschnitte4.5und5.2).

Gegenanzeigen

ÜberempfindlichkeitgegenOlanzapin,Soja,Erdnussodereinendersonstigen

Bestandteile

PatientenmitbekanntemRisikoeinesEngwinkelglaukoms.

BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

EineHyperglykämieund/oderEntwicklungoderVerschlechterungeines

Diabeteswurdensehrseltenberichtet,zeitweisebegleitetvonKetoazidose

oderKoma,einschließlicheinigerFällemittödlichemAusgang.IneinigenFällen

wurdeübereinevorherigeZunahmedesKörpergewichtsberichtet,wasein

prädisponierenderFaktorseinkönnte.EinegeeigneteärztlicheÜberwachung

istbesondersbeiPatientenmitDiabetesundRisikofaktorenfürdieEntwicklung

einesDiabetesratsam.

WennOlanzapinplötzlichabgesetztwurde,wurdensehrselten(<0,01%)akute

SymptomewieSchwitzen,Schlaflosigkeit,Zittern,Angst,Übelkeitoder

Erbrechenberichtet.WirddieOlanzapin-Behandlungbeendet,sollteeine

schrittweiseDosisreduktionerwogenwerden.

Begleiterkrankungen:ObwohlOlanzapininvitroeineanticholinergeWirkung

zeigte,wurdewährendderklinischenPrüfungeineniedrigeInzidenzdamit

zusammenhängenderEreignissenbeobachtet.

DaaberdieklinischeErfahrungbeiPatientenmitBegleiterkrankungenbegrenzt

ist,wirdbeiderVerordnungfürPatientenmitProstatahypertrophieoder

paralytischemIleusunddamitzusammenhängendenZuständenzurVorsicht

geraten.

ENR 2170094-099 41942

DieAnwendungvonOlanzapinwirdzurBehandlungvondurchArzneimittelmit

dopaminergerWirkungausgelöstePsychosenbeiPatientenmitParkinsonscher

Erkrankungnichtempfohlen.InklinischenPrüfungenwurdensehrhäufigund

häufigeralsunterPlaceboeineVerschlechterungderParkinson-Symptomeund

Halluzinationenberichtet(sieheauchAbschnitt4.8).Olanzapinwardabeiinder

BehandlungderpsychotischenSymptomenichtwirksameralsPlacebo.In

diesenStudienwarvorausgesetzt,dassderZustandderPatientenzuBeginn

mitderniedrigstenwirksamenDosiseinesAntiparkinson-Arzneimittels

(ArzneimittelmitdopaminergerWirkung)stabilwarunddiePatientenwährend

dergesamtenStudiemitdergleichenDosisdesgleichenAntiparkinson-

Arzneimittelsbehandeltwurden.DieOlanzapin-Behandlungwurdemit2,5

mg/TagbegonnenundentsprechendderBeurteilungdesPrüfarztesauf

höchstens15mg/Tagtitriert.

OlanzapinistfürdieBehandlungvonPsychosenund/oderVerhaltensstörungen

imZusammenhangmiteinerDemenznichtzugelassenunddieAnwendungin

dieserspeziellenPatientengruppewirdnichtempfohlen,dadieMortalitätund

dasRisikoeineszerebrovaskulärenZwischenfallserhöhtist.InPlacebo-

kontrolliertenStudien(über6-12Wochen)beiälterenPatienten

(Durchschnittsalter78Jahre)mitPsychosenund/oderVerhaltensstörungenim

RahmeneinerDemenzkamesbeimitOlanzapinbehandeltenPatientenim

VergleichzumitPlacebobehandeltenPatientenzueinerZunahmeder

HäufigkeitvonTodesfällenumdas2-fache(3,5%bzw.1,5%).Diehöhere

InzidenzvonTodesfällenwarnichtvonderOlanzapin-Dosis(durchschnittliche

täglicheDosis4,4mg)oderderDauerderBehandlungabhängig.

RisikofaktorenfüreinehöhereSterblichkeitindieserPatientengruppekönnen

Alter>65Jahre,Dysphagie,Sedierung,MangelernährungundDehydrierung,

ErkrankungenderLunge(z.B.PneumoniemitoderohneAspiration)oderdie

gleichzeitigeAnwendungvonBenzodiazepinensein.BeimitOlanzapin

behandeltenPatientenwardieInzidenzfürTodesfälleunabhängigvondiesen

RisikofaktorenhöheralsbeimitPlacebobehandeltenPatienten.

IndenselbenklinischenPrüfungenwurdenunerwünschtezerebrovaskuläre

Ereignisse(z.B.Schlaganfall,transitorischeischämischeAttacken),

einschließlichsolchermittödlichemVerlauf,berichtet.BeimitOlanzapin

behandeltenPatiententratenunerwünschtezerebrovaskuläreEreignisse3-mal

häufigeraufalsbeimitPlacebobehandeltenPatienten(1,3%bzw.0,4%).Bei

allenmitOlanzapinoderPlacebobehandeltenPatienten,beideneneszu

einemzerebrovaskulärenEreigniskam,bestandenbereitsvorderBehandlung

Risikofaktoren.AlsRisikofaktorenfüreinunerwünschteszerebrovaskuläres

EreignisimZusammenhangmiteinerOlanzapin-BehandlungwurdeneinAlter

>75JahreundeineDemenzvaskulärerodergemischterUrsacheidentifiziert.

DieWirksamkeitvonOlanzapinwurdeindiesenStudiennichtbelegt.

WährendderBehandlungmiteinemAntipsychotikumkannesmehrereTagebis

zueinigenWochendauern,bissichderklinischeZustanddesPatienten

bessert.DiePatientensolltendaherwährenddieserZeitengmaschig

überwachtwerden.

Vorübergehende,asymptomatischeErhöhungenderLebertransaminasenALT

(GPT)undAST(GOT)wurden,besonderszuBeginnderBehandlung,häufig

beobachtet.BeiPatientenmiterhöhtenALTund/oderAST-Werten,bei

PatientenmitAnzeicheneinerLeberfunktionseinschränkung,beiPatientenmit

vorbestehendenErkrankungen,diemiteinereingeschränktenLeberfunktion

einhergehenundPatienten,diemitmöglicherweisehepatotoxischen

Arzneimittelnbehandeltwerden,istdaherVorsichtangebracht.Fallses

währendderBehandlungzueinerErhöhungvonALT(GPT)und/oderAST

(GOT)kommt,müssenNachuntersuchungendurchgeführtundeine

Dosisreduktionerwogenwerden.InFällen,indeneneineHepatitis

ENR 2170094-099 51952

(einschließlicheinerhepatozellulärenodercholestatischenLeberschädigung

odereinerMischform)diagnostiziertwurde,mussdieOlanzapin-Therapie

beendetwerden.

WiebeianderenNeuroleptikaistVorsichtangebrachtbeiPatientenmit

niedrigenLeukozyten-und/oderNeutrophilenwertenjeglicherUrsache,bei

Patienten,dieArzneimittelerhaltenvondenenbekanntist,dasssieeine

Neutropenieverursachenkönnen,beiPatientenmitarzneimittelbedingter

Knochenmarkdepression/-toxizitätinderAnamnese,beiPatientenmit

KnochenmarkdepressionbedingtdurcheineBegleiterkrankung,

StrahlentherapieoderChemotherapieundbeiPatientenmithypereosinophilen

ZuständenodereinermyeloproliferativenErkrankung.WennOlanzapinund

Valproatgleichzeitigangewendetwurden,wurdehäufigüberNeutropenie

berichtet(sieheAbschnitt4.8).

EsliegennurwenigeDatenzurgleichzeitigenBehandlungmitLithiumund

Valproatvor(sieheAbschnitt5.1).ZurgleichzeitigenBehandlungmitOlanzapin

undCarbamazepinliegenkeineklinischenDatenvor,eswurdejedocheine

pharmakokinetischeStudiedurchgeführt(sieheAbschnitt4.5).

MalignesneuroleptischesSyndrom(MNS):MNSisteinpotentiell

lebensbedrohlicherZustand,dermitderEinnahmevonNeuroleptika

zusammenhängt.Seltene,alsMNSberichteteFällewurdenauchim

ZusammenhangmitOlanzapinerhalten.KlinischeManifestationeneinesMNS

sindeineErhöhungderKörpertemperatur,Muskelrigidität,wechselnde

BewusstseinslagenundAnzeichenautonomerInstabilität(unregelmäßigerPuls

oderBlutdruck,Tachykardie,SchwitzenundHerzrhythmusstörungen).Weitere

SymptomekönneneineErhöhungderKreatininphosphokinase,Myoglobinurie

(Rhabdomyolyse)undakutesNierenversagensein.WenneinPatient

Symptomeentwickelt,dieaufeinMNShindeutenoderhohesFieber

unbekannterUrsachebekommtohneeinezusätzlicheklinischeManifestation

vonMNSmüssenalleNeuroleptikaeinschließlichOlanzapinabgesetztwerden.

OlanzapinmussbeiPatientenmitKrampfanfälleninderAnamneseoderbei

Krampfschwellen-veränderndenZuständenvorsichtigangewendetwerden.Das

AuftretenvonKrampfanfällenwurdeseltenbeimitOlanzapinbehandelten

Patientenberichtet.BeidenmeistendieserFällewurdenKrampfanfälleinder

AnamneseoderRisikofaktorenfürKrampfanfälleberichtet.

Spätdyskinesien:InvergleichendenStudienvoneinerDauerbiszueinemJahr

wardieBehandlungmitOlanzapinmiteinerstatistischsignifikantgeringeren

InzidenzvonDyskinesienassoziiert.DasRisikoeinerSpätdyskinesienimmt

jedochwährendeinerLangzeitbehandlungzu.WennbeieinemmitOlanzapin

behandeltenPatientenAnzeicheneinerSpätdyskinesieauftreten,solltedaher

überlegtwerden,dieDosiszureduzierenoderdieBehandlungabzubrechen.

DieseSymptomekönnensichzeitweiligverschlechternoderaucherstnach

BeendigungderBehandlungauftreten.

DaOlanzapinhauptsächlichaufdasZentralnervensystemwirkt,istbei

gleichzeitigerEinnahmevonanderenzentralnervöswirksamenArzneimitteln

undAlkoholVorsichtangebracht.DaOlanzapininvitroeinenDopamin-

Antagonismuszeigt,kannesdieWirkungvondirektenoderindirekten

Dopamin-Agonistenabschwächen.

GelegentlichwurdeinklinischenPrüfungenbeiälterenPatientenorthostatische

Hypotoniebeobachtet.WiefürandereNeuroleptikawirdempfohlen,bei

Patientenüber65JahrendenBlutdruckinregelmäßigenAbständenzu

messen.

ENR 2170094-099 61962

InklinischenPrüfungenwurdenbeimitOlanzapinbehandeltenPatienten

gelegentlich(0,1-1%)klinischrelevanteQTc-Verlängerungengefunden(nach

FridericiakorrigiertesQT-Intervall[QTcF]≥500mseczubeliebigenZeitpunkten

nachdemAusgangswert,beieinemAusgangswertQTcF<500msec).Im

VergleichzuPlacebozeigtensichkeinesignifikantenUnterschiedebei

assoziiertenkardialenEreignissen.Jedochist,wiebeianderenAntipsychotika,

Vorsichtgeboten,wennOlanzapinzusammenmitanderenArzneimitteln

verschriebenwird,vondenenbekanntist,dasssiedasQTc-Intervall

verlängern,insbesonderebeiälterenPatienten,beiPatientenmitangeborener

VerlängerungderQT-Strecke,Herzinsuffizienz,HypertrophiedesHerzens,

Kalium-oderMagnesiummangelimBlut.

Sehrselten(<0,01%)wurdeeinzeitlicherZusammenhangzwischeneiner

Olanzapin-BehandlungundvenösenThromboembolien(VTE)berichtet.Ein

ursächlicherZusammenhangzwischendemAuftretenvonVTEundeiner

Olanzapin-Behandlungwurdenichtnachgewiesen.DajedochPatientenmit

SchizophreniehäufigRisikofaktorenfürvenöseThromboembolienentwickeln,

solltenallemöglichenRisikofaktorenfürVTE,wiez.B.Immobilisation

festgestelltundentsprechendeVorsichtsmaßnahmengetroffenwerden.

PatientenmitderseltenenhereditärenGalaktose-Intoleranz,Laktase-Mangel

oderGlukose-Galaktose-MalabsorptionsolltenOlanzapinHEXALnicht

einnehmen.

WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

BeiPatienten,dieArzneimittelmiteinerdasZentralnervensystemdämpfenden

Wirkungerhalten,istVorsichtangebracht.

MöglicheWechselwirkungen,dieOlanzapinbeeinflussen

DaOlanzapindurchCYP1A2metabolisiertwird,beeinflussenSubstanzen,die

spezifischdiesesIsoenzyminduzierenoderhemmenkönnen,möglicherweise

diePharmakokinetikvonOlanzapin.

InduktionvonCYP1A2

DerMetabolismusvonOlanzapinkanndurchRauchenundCarbamazepin

induziertwerden.DadurchkanneszuniedrigerenOlanzapin-Konzentrationen

kommen.BeobachtetwurdenureineleichtebismäßigeZunahmeder

Olanzapin-Clearance.DieklinischenKonsequenzensindwahrscheinlichgering,

eswirdjedocheineklinischeÜberwachungempfohlen.Fallserforderlich,kann

eineErhöhungderOlanzapin-Dosiserwogenwerden(sieheAbschnitt4.2).

HemmungvonCYP1A2

FürFluvoxamin,einspezifischerCYP1A2-Hemmstoff,wurdeeinesignifikante

HemmungdesOlanzapin-Metabolismusgezeigt.Diedurchschnittliche

ZunahmederOlanzapinC

nachFluvoxaminbetrugbeiweiblichen

Nichtrauchern54%undbeimännlichenRauchern77%.Diedurchschnittliche

ZunahmederOlanzapinAUCbetrug52%bzw.108%.BeiPatienten,die

FluvoxaminodereinenanderenCYP1A2-HemmerwieCiprofloxacinanwenden,

musseineniedrigereAnfangsdosisvonOlanzapininBetrachtgezogenwerden.

EineReduzierungderOlanzapin-DosismussinBetrachtgezogenwerden,

wenneineBehandlungmiteinemCYP1A2-Hemmerbegonnenwird.

VerminderteBioverfügbarkeit

AktivkohlevermindertdieBioverfügbarkeitvonoralemOlanzapinum50-60%

undsolltemindestenszweiStundenvorodernachOlanzapineingenommen

werden.Fluoxetin(einCYP2D6-Hemmstoff),EinzeldosenvonAntazida

ENR 2170094-099 71972

(Aluminium,Magnesium)oderCimetidinhabenkeinensignifikantenEinflussauf

diePharmakokinetikvonOlanzapin.

MöglicherEinflussvonOlanzapinaufandereArzneimittel

OlanzapinkanndieWirkungvondirektenundindirektenDopamin-Agonisten

abschwächen.

DiewichtigstenCYP450-Isoenzyme(z.B.1A2,2D6,2C9,2C19,3A4)werden

durchOlanzapininvitronichtgehemmt.Deshalbisthierkeinebesondere

Wechselwirkungzuerwarten,wasauchdurchinvivo-Studienbelegtwurde,in

denenkeineHemmungdesMetabolismusderfolgendenWirkstoffegefunden

wurde:tricyclischeAntidepressiva(imAllgemeinentypischfürdenCYP2D6-

Weg),Warfarin(CYP2C9),Theophylin(CYP1A2)oderDiazepam(CYP3A4und

2C19).

OlanzapinzeigtekeineWechselwirkungenbeigleichzeitigerGabevonLithium

oderBiperiden.

DietherapeutischeÜberwachungderValproat-Blutspiegelhatnichtgezeigt,

dassdieValproat-Dosisangepasstwerdenmuss,nachdemmitder

gleichzeitigenGabevonOlanzapinbegonnenwurde.

SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft

EsliegenkeineausreichendenundkontrolliertenStudienbeischwangeren

Frauenvor.DiePatientinnensollendaraufhingewiesenwerden,IhrenArztzu

unterrichten,wennsieschwangersindodereineSchwangerschaftwährendder

BehandlungmitOlanzapinplanen.DadieErfahrungbeiMenschenbegrenztist,

darfOlanzapininderSchwangerschaftnurangewendetwerden,wennder

möglicheNutzendaspotentielleRisikofürdenFetusrechtfertigt.

SehrseltengabesSpontanberichteüberZittern,Hypertonie,Lethargieund

SchläfrigkeitbeiKleinkindern,derenMütterwährenddes3.Trimenonder

SchwangerschaftOlanzapinangewendethatten.

Stillzeit

IneinerStudiemitstillenden,gesundenFrauenwurdeOlanzapinindie

Muttermilchausgeschieden.DiedurchschnittlichevomSäugling

aufgenommeneMenge(mg/kg)wurdeimSteadystatemitca.1,8%der

mütterlichenOlanzapin-Dosisbestimmt.DenPatientinnensollgeratenwerden,

ihrKindnichtzustillen,wennsieOlanzapineinnehmen.

AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienenvon

Maschinen

EswurdenkeineStudienzudenAuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitund

dieFähigkeitzumBedienenvonMaschinendurchgeführt.DaOlanzapin

SchläfrigkeitundSchwindelverursachenkann,mussderPatientvordem

BedienenvonMaschinengewarntwerden,diesgiltauchfürdasAutofahren.

ENR 2170094-099 81982

Nebenwirkungen

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgendeHäufigkeiten

zugrundegelegt:sehrhäufig(>1/10),häufig(>1/100bis<1/10),gelegentlich

(>1/1.000bis<1/100),selten(>1/10.000bis<1/1.000),sehrselten(<

1/10.000)odernichtbekannt(HäufigkeitaufgrundderverfügbarenDatennicht

abschätzbar).

SehrhäufigeNebenwirkungenimZusammenhangmitderAnwendungvon

OlanzapininklinischenPrüfungenwarenSchläfrigkeitundGewichtszunahme.

InklinischenPrüfungenbeiälterenPatientenmitDemenzwardieBehandlung

mitOlanzapinimVergleichzuPlacebomiteinerhöherenInzidenzan

TodesfällenundzerebrovaskulärenEreignissenverbunden(sieheAbschnitt

4.4).

SehrhäufigeNebenwirkungenimZusammenhangmitderAnwendungvon

OlanzapinindieserPatientengruppewarenabnormerGangundStürze.

Pneumonie,erhöhteKörpertemperatur,Lethargie,Erythem,visuelle

HalluzinationenundHarninkontinenzwurdenhäufigbeobachtet.

InklinischenPrüfungenbeiPatientenmiteinerdurchArzneimittelmit

dopaminergerWirkungausgelöstenPsychoseimZusammenhangmiteiner

Parkinson’schenErkrankungwurdesehrhäufigundhäufigeralsunterPlacebo

übereineVerschlechterungderParkinson-SymptomeundHalluzinationen

berichtet.

IneinerklinischenPrüfungbeiPatientenmitbipolarerManiebetrugbeieiner

gleichzeitigenBehandlungmitValproatundOlanzapindieHäufigkeiteiner

Neutropenie4,1%.MöglicherweisehabenhoheValproat-Plasmaspiegeldazu

beigetragen.BeigleichzeitigerGabevonOlanzapinundLithiumoderValproat

kamessehrhäufig(>10%)zuZittern,Mundtrockenheit,größeremAppetitund

Gewichtszunahme.HäufigwurdenSprachstörungenberichtet.Währendeiner

BehandlungmitOlanzapininKombinationmitLithiumoderDivalproexkames

bei17,4%derPatientenwährendderAkutbehandlung(biszu6Wochen)zu

einerZunahmedesKörpergewichtsvon>7%gegenüberdemAusgangswert.

DieLangzeitbehandlungmitOlanzapin(biszu12Monate)zur

PhasenprophylaxebeiPatientenmitbipolarenStörungenwarbei39,9%der

PatientenmiteinerZunahmedesKörpergewichtsvon>7%gegenüberdem

Ausgangswertverbunden.

DiefolgendeTabellemitNebenwirkungenberuhtaufBerichtenüber

unerwünschteEreignisseundaufErgebnissenklinisch-chemischer

UntersuchungenwährendderklinischenPrüfungen.

Untersuchungen

Sehrhäufig:ErhöhtePlasmaprolaktinspiegel,damitzusammenhängende

klinischeBefunde(Gynäkomastie,GalaktorrhöundBrustvergrößerung)waren

jedochselten.BeidenmeistenPatientennormalisiertensichdie

Prolaktinspiegel,ohnedassdieBehandlungabgebrochenwurde.

Gelegentlich:HoheKreatin-PhosphokinaseWerte.

Herzerkrankungen

Gelegentlich:BradykardiemitoderohneHypotonieoderSynkope,QT-

Verlängerung(sieheauchAbschnitt4.4).

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems

Häufig:Eosinophilie.

ENR 2170094-099 91992

1010

ErkrankungendesNervensystems

Sehrhäufig:Schläfrigkeit.

Häufig:Schwindelgefühl,Akathisie,Parkinsonismus,Dyskinesie(sieheauch

Anmerkung1weiterunten).

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Häufig:Leichte,vorübergehendeanticholinergeEffekteeinschließlich

VerstopfungundMundtrockenheit.

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes

Gelegentlich:Lichtüberempfindlichkeitsreaktionen.

Stoffwechsel-undErnährungsstörungen

Sehrhäufig:Gewichtszunahme.

Häufig:ZunahmedesAppetits,erhöhteGlukosespiegel(sieheAnmerkung2

weiterunten),erhöhteTriglyceridspiegel.

Gefäßerkrankungen

Häufig:OrthostatischeHypotonie.

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Häufig:Asthenie,Ödeme.

Leber-undGallenerkrankungen

Häufig:VorübergehendeasymptomatischeErhöhungenvon

Lebertransaminasen(ALT,AST),besonderszuBeginnderBehandlung(siehe

auchAbschnitt4.4).

1 InklinischenStudienwardieHäufigkeitvonParkinsonismusundDystoniebei

mitOlanzapinbehandeltenPatientennumerischgrößer,abernichtstatistisch

signifikantunterschiedlichimVergleichzuPlacebo.BeimitOlanzapin

behandeltenPatientenwardieHäufigkeitvonParkinsonismus,Akathisieund

Dystoniegeringeralsbeidenen,dietitrierteDosenHaloperidolerhielten.Da

keinegenauenInformationenüberindividuelleakuteoderspäte

extrapyramidaleBewegungsstörungeninderAnamnesevorliegen,kannzurzeit

nichtdavonausgegangenwerden,dassOlanzapinwenigerSpätdyskinesien

und/oderspätauftretendeextrapyramidaleBewegungsstörungenverursacht.

InklinischenPrüfungenmitOlanzapinbeiüber5000Patientenmitnicht-

nüchternenAusgangsglukosekonzentrationenvon≤7,8mmol/ltratennicht-

nüchternePlasmaglukosekonzentrationenvon≥11mmol/l(dieaufeinen

Diabeteshinweisen)miteinerHäufigkeitvon1.0%auf,imVergleichzu0,9%

unterPlacebo.Nicht-nüchternePlasmaglukosekonzentrationenvon≥8,9

mmol/lund<11mmol/l(dieaufeineHyperglykämiehinweisen)tratenmiteiner

Häufigkeitvon2%auf,imVergleichzu1,6%unterPlacebo.Hyperglykämiewird

auchalssehrseltenesspontanesEreignisberichtet.

DiefolgendeAuflistungvonNebenwirkungenberuhtaufSpontanberichtennach

derMarkteinführung:

Untersuchungen

ErhöhteTransaminasen.

Sehrselten:ErhöhtealkalischePhosphatase,erhöhtesGesamtbilirubin.

Herzerkrankungen

Sehrselten:QTc-Verlängerung,ventrikuläreTachykardie/Fibrillationund

plötzlicherHerztod(siehePkt.4.4).

ENR 2170094-099 1019102

1111

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems

Selten:Leukopenie.

Sehrselten:Thrombozytopenie,Neutropenie.

ErkrankungendesNervensystems

Selten:DasAuftretenvonKrampfanfällenwurdeseltenbeimitOlanzapin

behandeltenPatientenberichtet.BeidenmeistendieserFällewurden

KrampfanfälleinderAnamneseoderRisikofaktorenfürKrampfanfälleberichtet.

Sehrselten:ImZusammenhangmitOlanzapinwurdenalsmalignes

neuroleptischesSyndrom(MNS)berichteteFälleerhalten(sieheauchPkt.4.4).

Parkinsonismus,Dystonie,undSpätdyskinesienwurdensehrseltenim

ZusammenhangmitOlanzapinberichtet.

SehrseltenwurdenakuteSymptomewieSchwitzen,Schlaflosigkeit,Zittern,

Angst,ÜbelkeitoderErbrechenberichtet,wennOlanzapinplötzlichabgesetzt

wurde.

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Sehrselten:Pankreatitis.

ErkrankungenderNierenundHarnwege

Sehrselten:SchwierigkeitenbeimWasserlassen.

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes

Selten:Rash.

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-undKnochenerkrankungen

Sehrselten:Rhabdomyolyse.

Stoffwechsel-undErnährungsstörungen

Sehrselten:EineHyperglykämieund/oderdieEntwicklungoder

VerschlechterungeinesDiabeteswurdensehrseltenspontanberichtet,

gelegentlichbegleitetvonKetoazidoseoderKoma,einschließlicheiniger

tödlicherFälle(sieheauchAnmerkung2weiterobenundPkt.4.4).

Hypertriglyceridämie,HypercholesterinämieundHypothermie.

Gefäßerkrankungen

Sehrselten:Thromboembolien(einschließlichLungenembolienundtiefer

Venenthrombose).

ErkrankungendesImmunsystems

Sehrselten:AllergischeReaktion(z.B.anaphylaktoideReaktion,Angioödem,

PruritusoderUrtikaria).

Leber-undGallenerkrankungen

Selten:Hepatitis(einschließlicheinerhepatozellulärenodercholestatischen

LeberschädigungodereinerMischform).

ErkrankungenderGeschlechtsorganeundderBrustdrüse

Sehrselten:Priapismus.

EntöltePhospholipideausSojabohnenkönnensehrseltenallergische

Reaktionenhervorrufen.

Überdosierung

Symptome

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1212

ZudensehrhäufigenSymptomeneinerÜberdosierung(Häufigkeit>10%)

gehörenTachykardie,Agitation/Aggressivität,Dysarthrie,verschiedene

extrapyramidaleSymptomeundBewusstseinsverminderungen,dievon

SedierungbishinzumKomareichen.

AnderemedizinischrelevanteFolgeerscheinungeneinerÜberdosierungsind

Delirium,Krampfanfälle,Koma,möglichesmalignesneuroleptischesSyndrom,

Atemdepression,Aspiration,HypertonieoderHypotonie,Herzarrhythmien(<

2%derFällevonÜberdosierung)undHerz-Atemstillstand.EinletalerAusgang

wurdebeieinerakutenÜberdosisvonnichtmehrals450mg,einÜberleben

jedochauchnacheinerakutenÜberdosisvon1500mgberichtet.

BehandlungbeiÜberdosierung

EsgibtkeinspezifischesAntidotfürOlanzapin.DasHerbeiführenvon

Erbrechenwirdnichtempfohlen.StandardverfahrenzurBehandlungeiner

Überdosiskönnenangezeigtsein(d.h.Magenspülung,GabevonAktivkohle).

DiegleichzeitigeGabevonAktivkohlereduziertedieoraleBioverfügbarkeitvon

Olanzapinum50-60%.EntsprechenddemklinischenBildsollteneine

symptomatischeBehandlungundÜberwachungderlebenswichtigen

Organfunktioneneingeleitetwerden,einschließlichBehandlungvonHypotonie

undKreislaufkollapsundUnterstützungderAtemfunktion.Adrenalin,Dopamin,

oderandereSympathomimetikamitbetaagonistischerAktivitätsindnichtzu

verwenden,dadieBetastimulationeineHypotonieverschlimmernkann.

KardiovaskuläresMonitoringistnotwendig,ummöglicheArrhythmienzu

erkennen.

EineengmaschigeärztlicheÜberwachungsolltebiszurErholungdesPatienten

fortgesetztwerden.

PharmakologischeEigenschaften

PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:

Antipsychotika;Diazepine,OxazepineundThiazepine.

ATCCode:N05AH03

Olanzapinisteinneuroleptischer,antimanischerundstimmungsstabilisierender

Wirkstoff,dermiteinergrößerenAnzahlvonRezeptorsystemenreagiert.

InpräklinischenStudienzeigteOlanzapineineReihevonRezeptor-Affinitäten

(Ki;<100nM)aufSerotonin5HT

2A/2C ,5HT

,5HT

;DopaminD

,D

,D

,D

,D

;

cholinergeMuskarinrezeptoren(m

);α

adrenergeundHistaminH

Rezeptoren.InTierverhaltensstudienmitOlanzapinzeigtensichserotonerge,

dopaminergeundcholinergeantagonistischeWirkungen,diemitdenRezeptor-

Bindungs-Profilenkonsistentsind.Olanzapinzeigteinvitroeinegrößere

AffinitätzuSerotonin5HT

alszuDopaminD

-Rezeptorenundeinegrößere

-alsD

-Aktivitätinin-vivo-Modellen.

ElektrophysiologischeUntersuchungenzeigten,dassOlanzapinselektivdie

Reizübertragungvonmesolimbischen(A10)dopaminergenNeuronen

verringert,währendeswenigEinflussaufdiestriatalen(A9)Leitungender

motorischenFunktionennimmt.OlanzapinverringertedieAnsprechratein

einemkonditioniertenVermeidungs-Test,einemTest,deraufeine

antipsychotischeAktivitäthinweist,undzwarbeigeringerenDosenalsdenen,

dieeineKatalepsiehervorriefen,eineWirkung,dieaufmotorische

Nebenwirkungenhinweist.ImGegensatzzueinigenanderenantipsychotischen

ENR 2170094-099 1219122

1313

WirkstoffenerhöhtOlanzapindieAnsprechrateineinemTestzurErfassung

"anxiolytischer”Effekte.

BeieinerUntersuchungmiteineroralenEinzeldosis(10mg)mittelsPositronen-

Emissions-Tomografie(PET)angesundenProbandenführteOlanzapinzueiner

höheren5HT

alsDopaminD

-Rezeptor-Besetzung.Zusätzlichzeigtesichbei

schizophrenenPatientenineinerSPECT-Studie,dassPatienten,dieauf

Olanzapinansprachen,eineniedrigerestriataleD

-Besetzungaufwiesenals

Patienten,dieaufeinigeandereNeuroleptikaundRisperidonansprachen.

DiesewarjedochvergleichbarmitderbeiPatienten,dieaufClozapin

ansprachen.

InzweivonzweiplacebokontrolliertenStudienundzweivondreiStudienmit

wirksamerVergleichssubstanzbeiinsgesamtüber2900schizophrenen

Patienten,diesowohlpositivealsauchnegativeSymptomeaufwiesen,war

OlanzapinmiteinerstatistischsignifikantgrößerenBesserungdernegativen

sowieauchderpositivenSymptomeverbunden.

Ineinermultinationalen,vergleichendenDoppelblindstudiebeiSchizophrenie,

schizoaffektivenundverwandtenStörungenan1481Patientenmitdepressiven

BegleitsymptomenunterschiedlichenSchweregrades(Ausgangswert

durchschnittlich16,6aufderMontgomery-Asberg-Depressionsskala)erwies

sichOlanzapin(-6,0)ineinerprospektivenAnalysederDepressionsscore-

ÄnderungvomAusgangspunktzumEndpunkt(sekundäreFragestellung)

gegenüberHaloperidol(-3,1)alssignifikantüberlegen(p=0,001).

OlanzapinwarbeiPatientenmitmanischenodergemischtenEpisoden

bipolarerErkrankungenwirksameralsPlaceboundValproatseminatrium

(Divalproex)bzgl.BesserungdermanischenSymptomeübereinenZeitraum

von3Wochen.OlanzapinzeigteeinemitHaloperidolvergleichbare

WirksamkeitinBezugaufdenAnteilderPatientenmiteinersymptomatischen

RemissionderManieundDepressionnach6und12Wochen.IneinerStudie

mitderKombinationstherapie,inderPatientenmindestenszweiWochenmit

LithiumoderValproatbehandeltwurdenführtediezusätzlicheGabevon10mg

Olanzapin(gleichzeitigmitLithiumoderValproat)zueinergrößerenReduktion

dermanischenSymptomealsdieMonotherapiemitLithiumoderValproatnach

6Wochen.

Ineiner12-monatigenStudiezurPhasenprophylaxewurdenPatientenmit

manischenEpisoden,beidenenesunterOlanzapinzueinerRemissionkam,

randomisiertentwederOlanzapinoderPlacebozugeordnet.Olanzapinwar

hinsichtlichdesprimärenEndpunktseinesbipolarenRezidivsPlacebo

statistischsignifikantüberlegen.Olanzapinzeigteauchhinsichtlichdes

WiederauftretenseinerManieodereinerDepressioneinenstatistisch

signifikantenVorteilgegenüberPlacebo.

Ineinerzweiten12-monatigenStudiezurPhasenprophylaxewurdenPatienten

mitmanischenEpisoden,beidenenesuntereinerKombinationvonOlanzapin

undLithiumzueinerRemissionkam,randomisierteinerGruppezugeordnet,

dieentwedernurOlanzapinodernurLithiumbekam.Hinsichtlichdesprimären

EndpunktseinesbipolarenRezidivswarOlanzapinLithiumstatistischnicht

unterlegen(Olanzapin30,0%,Lithium38,3%;p=0,055).

Ineiner18-monatigenKombinationsstudiewurdenPatientenmitmanischen

odergemischtenEpisodenzunächstmitOlanzapinundeinem

Stimmungsstabilisator(LithiumoderValproat)stabilisiert.Die

LangzeitbehandlungmitOlanzapinundLithiumoderValproatwarhinsichtlich

derVerzögerungeinesbipolarenRezidivs-definiertentsprechendsyndromaler

diagnostischerKriterien-deralleinigenBehandlungmitLithiumoderValproat

nichtstatistischsignifikantüberlegen.

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1414

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1515

PharmakokinetischeEigenschaften

OlanzapinwirdnachoralerGabegutresorbiertunderreichtPlasmaspitzenspiegel

innerhalbvon5-8Std.DieResorptionwirdnichtdurchMahlzeitenbeeinflusst.Die

absoluteoraleBioverfügbarkeitimVergleichzueineri.v.-Applikationwurdenicht

untersucht.

OlanzapinwirdinderLeberdurchKonjugationundOxidationmetabolisiert.Der

Hauptmetabolitistdas10-N-Glukuronid,dasdieBluthirnschrankenichtpassiert.

DieCytochromeP450-CYP1A2undP450-CYP2D6tragenbeizurBildungvonN-

Desmethylund2-Hydroxymethylmetaboliten,diebeideinTierversuchsmodellen

signifikantwenigerin-vivo-pharmakologischeWirkungalsOlanzapinaufwiesen.

DiepharmakologischeHauptwirkungwirdunverändertemOlanzapin

zugeschrieben.NachoralerGabevariiertediemittlereterminale

EliminationshalbwertszeitvonOlanzapinbeigesundenProbandeninAbhängigkeit

vonAlterundGeschlecht.

BeigesundenälterenPersonen(65Jahreundälter)wardiemittlere

EliminationshalbwertszeitvonOlanzapinimVergleichzujüngerenPersonen

verlängert(51,8vs.33,8Stunden),dieClearancewarverringert(17,5vs.18,2

l/Std).DiepharmakokinetischeVariabilitätlagbeiälterenPersonenimgleichen

BereichwiebeiJüngeren.Bei44schizophrenenPatienten,dieälterals65Jahre

warenundDosenzwischen5und20mg/Tagerhielten,wurdekeinUnterschiedim

Nebenwirkungsprofilfestgestellt.

BeiweiblichenPersonen,verglichenmitmännlichenPersonen,wardiemittlere

Eliminationshalbwertszeitleichtverlängert(36,7vs.32,3Std.),dieClearancewar

verringert(18,9vs.27,3l/Std.).Olanzapin(5-20mg)zeigtejedochein

vergleichbaresSicherheitsprofilbeiweiblichen(n=467)undmännlichen(n=869)

Patienten.

BeieinemVergleichvonPatientenmiteingeschränkterNierenfunktion(Kreatinin-

Clearance<10ml/min)undgesundenProbandengabeskeinensignifikanten

UnterschieddermittlerenEliminationshalbwertszeit(37,7vs.32,4Std.)oderder

Clearance(21,2vs.25,0l/Std.).EineMassenbilanzierungsstudiezeigte,dassetwa

57%vonradioaktivmarkiertemOlanzapinimUrinausgeschiedenwerden,

vornehmlichalsMetabolite.

BeiRauchernmitleichterLeberfunktionseinschränkungwarendiemittlere

Eliminationshalbwertszeit(39,3Std.)unddieClearance(18,0l/Std.)imVergleich

mitnichtrauchenden,gesundenProbanden(48,8Std.bzw.14,1l/Std.)verlängert

bzw.verringert.

ImVergleichvonNichtrauchernzuRauchern(MännerundFrauen)wardiemittlere

Eliminationshalbwertszeitverlängert(38,6vs.30,4Std.)unddieClearance

verringert(18,6vs.27,7l/Std).

DiePlasma-ClearancevonOlanzapinistbeiälterenPersonen,verglichenmit

jüngerenPersonen,beiFrauen,verglichenmitMännern,undbeiNichtrauchern,

verglichenmitRauchern,geringer.DerEinflussvonAlter,Geschlechtoder

RauchenaufdieOlanzapin-Clearanceistjedochgering,verglichenmitder

gesamtenSchwankungsbreitezwischeneinzelnenPersonen.

IneinerUntersuchunganWeißen,JapanernundChinesenzeigtesichkeine

UnterschiedebezüglichderpharmakokinetischenParameterindiesen3

Populationen.

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1616

ENR 2170094-099 1619162

1717

DiePlasmaproteinbindungvonOlanzapinbetrugetwa93%übereinen

Konzentrationsbereichvonetwa7bisetwa1000ng/ml.Olanzapinwird

überwiegendanAlbuminundα

-sauresGlykoproteingebunden.

PräklinischeDatenzurSicherheit

AkuteToxizitätnachEinmalgabe

DieindenToxizitätsstudiennachoralerGabebeobachtetenSymptome

entsprachendenenfürpotenteantipsychotischeSubstanzen:Hypoaktivität,

Koma,Tremor,klonischeKrämpfe,SpeichelflussundverringerteZunahmedes

Körpergewichts.DiemittlereletaleDosislagbeica.210mg/kgKörpergewicht

(Maus)bzw.175mg/kgKörpergewicht(Ratte).Hundevertrugenorale

Einzeldosenvonbiszu100mg/kgKörpergewicht.Todesfälletratennichtauf.

KlinischeSymptomewarenSedierung,Ataxie,Tremor,Tachykardie,erschwerte

Atmung,MiosisundAnorexie.BeiAffenführtenoraleEinzeldosenvonbiszu

100mg/kgKörpergewichtzuErschöpfungszuständenundbeihöherenDosen

zuDämmerzuständen.

ChronischeToxizität

InStudienanMäusen(biszu3Monaten)undanRattenundHunden(biszu1

Jahr)warendievorherrschendenWirkungeneinezentralnervöseDämpfung,

anticholinergeEffekteundperipherehämatologischeStörungen.Gegenüber

derzentralnervösenDämpfungentwickeltesicheineToleranz.Beihohen

DosenwarenWachstumsparameterverringert.BeiRattenwurdenalsFolge

erhöhterProlaktinspiegelverringerteGewichtederOvarienunddesUterus

sowiemorphologischeVeränderungendesvaginalenEpithelsundder

Brustdrüsenbeobachtet.DieseVeränderungenwarenreversibel.

HämatologischeToxizität

EstratenbeiallenTierartenWirkungenaufhämatologischeParameterauf,

einschließlichdosisabhängigerVerminderungderzirkulierendenLeukozytenbei

MäusenundunspezifischerVerringerungderzirkulierendenLeukozytenbei

Ratten;eswurdenjedochkeineAnzeichenfüreineKnochenmarktoxizität

gefunden.BeieinigenHunden,diemit8oder10mg/kgKörpergewicht/Tag(die

GesamtmengeOlanzapin[AUC]ist12-bis15-fachgrößeralsnacheiner12mg

DosisbeimMenschen)behandeltwurden,entwickeltesicheinereversible

Neutropenie,ThrombozytopenieoderAnämie.BeizytopenischenHunden

tratenkeineunerwünschtenWirkungenaufStammzellenoderproliferierende

ZellenimKnochenmarkauf.

Reproduktionstoxizität

OlanzapinhattekeineteratogenenWirkungen.DieSedierungbeeinflusstedas

PaarungsverhaltenmännlicherRatten.ÖstrogenzyklenwurdenbeiDosenvon

1,1mg/kgKörpergewicht(das3-fachederHöchstdosisfürdenMenschen)und

ReproduktionsparameterwurdenbeiRatten,die3mg/kgKörpergewicht(das9-

fachederHöchstdosisfürdenMenschen)erhielten,beeinflusst.Die

NachkommenvonRatten,denenOlanzapingegebenwurde,zeigteneine

verzögertefetaleEntwicklungundvorübergehendeBeeinträchtigungder

Aktivität.

Mutagenität

OlanzapinwirkteineinerReihevonStandarduntersuchungen,diebakterielle

Mutationstestsundin-vitro-undin-vivo-TestsanSäugetierzelleneinschlossen,

nichtmutagenoderklastogen.

Karzinogenität

BasierendaufStudienbeiRattenundMäusenwurdegeschlossen,dass

Olanzapinnichtkanzerogenist.

ENR 2170094-099 1719172

1818

PharmazeutischeAngaben

ListedersonstigenBestandteile

Tablettenkern:

Lactose

MikrokristallineCellulose

Crospovidon

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)

Filmüberzug:

Poly(vinylalkohol)

Titandioxid(E171)

Talkum

EntöltePhospholipideausSojabohnen(E322)

Xanthangummi(E415)

Zusätzlich:

OlanzapinHEXAL15mg:Indigocarmin,Aluminiumsalz(E132)

OlanzapinHEXAL20mg:Eisen(III)-oxid(E172)

Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend.

DauerderHaltbarkeit

2Jahre

BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

InderOriginalverpackungaufbewahren,umdenInhaltvorFeuchtigkeitzu

schützen.

ArtundInhaltdesBehältnisses

Blisterpackungen(Aluminium/Aluminium).

Packungsgrößen:14,35,70und100Filmtabletten.

BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigung

KeinebesonderenAnforderungen.

ENR 2170094-099 1819182

1919

InhaberderZulassung

AlchemiaLtd.

Floor,86JermynStreet

SW1Y6AWLondon

Großbritannien

Mitvertrieb:

HEXALAG

Industriestraße25

83607Holzkirchen

Telefon:(08024)908-0

Telefax:(08024)908-1290

E-mail:medwiss@hexal.com

Zulassungsnummern

70094.00.00

70095.00.00

70096.00.00

70097.00.00

70098.00.00

70099.00.00

DatumderErteilungderZulassung

14.Dezember2007

F1010. StandderInformation

17.Dezember2007

F1111 Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

ENR 2170094-099 1919192

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