Melody® Combi

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

07-01-2022

Fachinformation Fachinformation (SPC)

07-01-2022

Sicherheitsdatenblatt Sicherheitsdatenblatt (SDS)

07-01-2022

Verfügbar ab:
Bayer AG
Darreichungsform:
Wasserdispergierbares Granulat
Zusammensetzung:
90 g/kg Iprovalicarb; 563 g/kg Folpet
Produktbesonderheiten:
Fungizid gegen pilzliche Krankheiten im Weinbau; Artikelnummer: 84097217 Verpackungsgröße: 5 kg Sack Paletteneinheit: 141
Zulassungsnummer:
3137

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combi

Fungizide

Musik in

Ihren Ohren: keine

Peronospora mehr

Das Hochleistungsfungizid gegen Peronospora,

Botrytis* und Co.: Melody Combi.

Melody Combi ist ein wirkungsstarkes Hochleistungsfungizid

gegen Peronospora, Botrytis*, Phomopsis und Roten Brenner.

Doppelter Schutz um die und ab der Blüte

gegen Peronospora und Botrytis*

Auch bei hohem Peronosporadruck eine

zuverlässige Wirkung

Vorbeugende, abstoppende und

myzelhemmende Wirkung

Flexibel in der Anwendung

Die Wirkung.

Iprovalicarb ist ein systemischer und tiefenwirksamer Wirkstoff

gegen Peronospora. Die Kombination mit Folpet bietet einen

lang anhaltenden Schutz auf der Pflanzenoberfläche. Melody

Combi eignet sich durch seinen abstoppenden Effekt auch in

Anlagen mit bereits erfolgter, aber noch nicht sichtbarer Pero-

nosporainfektion.

Die Vorteile.

Melody Combi bietet um die und ab der Blüte einen perfekten

Schutz vor Peronospora und hat darüber hinaus eine gute Zu-

satzwirkung gegen Botrytis*. Durch die systemische Verteilung

des Wirkstoffes Iprovalicarb in der Pflanze kommt es zu einem

zuverlässigen Schutz des Neuzuwachses.

Die Effekte.

Der empfohlene Einsatzbereich geht über die gesamte Saison.

Die Anwendung von Melody Combi sollte alternierend mit

Produkten aus anderen Wirkstoffgruppen (wie zum Beispiel

Profiler, Reboot und Cupravit) erfolgen.

Ölflecken

Fungizid

Kurzcharakteristik:

Systemisches Fungizid zur Bekämpfung von

Peronospora, Botrytis*, Phomopsis und

Rotem Brenner.

Pfl.Reg.Nr. 3137

Wirkstoffe:

Iprovalicarb, Folpet

Wirkungsweise (FRAC):

Gruppe 40, M4

Aufwandmenge:

Bis zur Blüte: 1,2 kg/ha

Nach der Blüte: 1,8 –2,2 kg/ha

Anwendungszeitraum:

Während der gesamten Saison möglich

Mischbar mit:

Luna Max, Flint Max, Prosper, Teldor WG,

Cosan Super Kolloid Netzschwefel, Sivanto

Prime

Zahl der Anwendungen:

Max. 3 Anwendungen mit Produkten aus der

Gruppe der Carbonsäureamide

Wartezeit: 28 Tage

Gewässerabstand:

50/30/20/15 m

Gebinde:

5 kg

VINO

* Zusatzwirkung nach eigenen Versuchserfahrungen

Melody

Combi

90 g/kg Iprovalicarb

563 g/kg Folpet

Formulierung: WG (Wasserdispergierbares Granulat)

Fungizid gegen pilzliche Krankheiten im Weinbau

Vorsicht Pflanzenschutzmittel!

Dieses Pflanzenschutzmittel ist gegen Sachkundenachweis erhältlich.

Artikel-

nummer

Produkt

Gebinde-

größe

Geb. je

Verkaufs-

einheit

Geb. je

Palette

Pfl. Reg. Nr.

Österreich

84097217 Melody

Combi

5 kg

3137

Wirkungsweise

Wirkungsweise (FRAC): Gruppe 40, M4

Melody Combi ist ein Fungizid mit zwei sich ergänzenden Wirkstoffen.

Folpet ist ein Kontaktwirkstoff und wirkt vorbeugend gegen Phomopsis, Roten Brenner und Peronospora.

Iprovalicarb aus der Gruppe der Amid-Carbamate ist ein (teil)systemischer Wirkstoff mit vorbeugender und abstoppender Wirkung gegen den

Falschen Mehltau der Rebe. Iprovalicarb dringt schnell ins Pflanzengewebe ein und wird zu einem großen Teil durch die Stoffleitbahnen in der

ganzen Pflanze systemisch verteilt. Der Wirkstoff ist auch translaminar, das heißt, er vermag das Blatt von der Oberseite zur Unterseite zu

durchdringen. Iprovalicarb verhindert die Sporenkeimung, zerstört den Keimschlauch und bereits eingedrungenes Pilzmyzel und verhindert

zudem die Sporulierung. Folpet ist ein so genanntes "multi site" Kontaktfungizid, welches verschiedene wichtige Enzyme der Schadpilzsporen

stört und dadurch deren Keimung verhindert. Die Kombination eines vorbeugenden (protektiven) mit einem abstoppenden (eradikativen) Wirkstoff

ergibt eine zuverlässige Wirkung mit einer langen Schutzdauer gegen den Falschen Mehltau der Rebe.

Registrierte Indikationen

Registrierte Indikationen im Weinbau, Freiland - Kultur Weinreben, Nutzung als Keltertraube

Gegen Falschen Mehltau (Peronospora), Rebenperonospora (Plasmopara viticola) max. 2,2 kg/ha bei Infektionsgefahr bzw. ab

Warndiensthinweis, Stadium 53 (<<Gescheine>>(Infloreszenzen) deutlich sichtbar) bis Stadium 81 (Beginn der Reife, Beeren beginnen hell zu

werden (bzw. beginnen sich zu verfärben)) im Abstand von min. 10 Tagen spritzen oder sprühen.

Wasseraufwandmenge: 1000 l/ha (Berechnungsbasis)

Max. Anzahl der Anwendungen: 3

Wartefrist: 28 Tage

Sonstige Auflagen und Hinweise:

Insgesamt nicht mehr als 3 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode mit Pflanzenschutzmitteln, die Wirkstoffe aus der Gruppe der

Carboxylsäureamide (CAA) enthalten (FRAC Code 40).

In Abhängigkeit vom Entwicklungsstadium der Kulturpflanze werden folgende Aufwandmengen

festgelegt:

BBCH-Entwicklungsstadium

Aufwandmenge

bis Stadium 61 (Austrieb bis Beginn der Blüte)

0,45 - 1,2 kg/ha

bis Stadium 71 (bis Fruchtansatz)

0,75 - 1,8 kg/ha

ab Stadium 71 (ab Fruchtansatz)

1,2 - 2,2 kg/ha

Gegen Schwarzfleckenkrankheit (Phomopsis viticola) max. 1,2 kg/ha bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis, bis vor der Blüte,

Stadium 05 (Wolle-Stadium: wolleartiger brauner Haarbesatz deutlich sichtbar) bis Stadium 61 (Beginn der Blüte: 10% der Blütenkäppchen

abgeworfen) im Abstand von min. 10 Tagen spritzen oder sprühen.

Wasseraufwandmenge: 800 l/ha (Berechnungsbasis)

Max. Anzahl der Anwendungen: 2

Wartefrist: 28 Tage

Sonstige Auflagen und Hinweise:

Insgesamt nicht mehr als 2 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode mit Pflanzenschutzmitteln, die Wirkstoffe aus der Gruppe der

Carboxylsäureamide (CAA) enthalten (FRAC Code 40).

In Abhängigkeit vom Entwicklungsstadium der Kulturpflanze werden folgende Aufwandmengen

festgelegt:

BBCH-Entwicklungsstadium

Aufwandmenge

ab Stadium 05 (Austriebsbeginn)

0,45 - 0,6 kg/ha

bis Stadium 61 (Beginn der Blüte)

0,75 kg/ha - 1,2 kg/ha

Gegen Roten Brenner (Pseudopezicula tracheiphila) max. 1,2 kg/ha bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis, bis vor der Blüte, Stadium

15 (5. Laubblatt entfaltet), bis Stadium 61 (Beginn der Blüte: 10% der Blütenkäppchen abgeworfen) im Abstand von min. 10 Tagen spritzen oder

sprühen.

Wasseraufwandmenge: 800 l/ha (Berechnungsbasis)

Max. Anzahl der Anwendungen: 2

Wartefrist: 28 Tage

Sonstige Auflagen und Hinweise:

Insgesamt nicht mehr als 2 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode mit Pflanzenschutzmitteln, die Wirkstoffe aus der Gruppe der

Carboxylsäureamide (CAA) enthalten (FRAC Code 40).

In Abhängigkeit vom Entwicklungsstadium der Kulturpflanze werden folgende Aufwandmengen

festgelegt:

BBCH-Entwicklungsstadium

Aufwandmenge

ab Stadium 15 (4 - 5 Laubblätter entfaltet)

0,45 - 0,6 kg/ha

bis Stadium 61 (Beginn der Blüte)

0,75 - 1,2 kg/ha

Sonstige Auflagen und Hinweise für alle registrierten Indikationen:

Die Anwendung des Mittels kann bei Spontangärung zu Gärverzögerungen führen.

Rührwerk auch während der Ausbringung nicht ausschalten.

Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe oder solcher mit Kreuzresistenz können

Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln anderer

Wirkstoffgruppen ohne Kreuzresistenz verwenden. Im Zweifel einen Beratungsdienst hinzuziehen.

Die maximale Anzahl der Anwendungen ist aus wirkstoffspezifischen Gründen eingeschränkt. Ausreichende Bekämpfung ist damit nicht in allen

Fällen zu erwarten. Gegebenenfalls deshalb anschließend oder im Wechsel Mittel mit anderen Wirkstoffen verwenden.

Klassifikation des/der Wirkstoffe(s) gemäß Fungicide Resistance Action Committee (FRAC): Wirkmechanismus (FRAC CODE): 40,

Wirkmechanismus (FRAC CODE): M4.

Anwendungshinweise/ Praxisempfehlung

Nützlingsverhalten:

Melody Combi zeigt ein positives Umweltverhalten und ist nicht schädigend für Nützlinge im Weinbau wie Raubmilben, Raubwanzen,

Regenwürmer und Bienen.

Gär- und Geschmacksbeeinflussung:

Melody Combi hat keinen Einfluss auf das Gärverhalten des Traubenmostes und auf den Geschmack des Weines.

Praxisempfehlung:

Schwerpunkt - Weinbauempfehlung:

Letzte Vorblütebehandlung (BBCH 57-61):

1,2 kg/ha

Abgehende Blüte (BBCH 65-69):

1,8 kg/ha

Kurz vor Traubenschluss (BBCH 75-79):

2,0 - 2,2 kg/ha

Melody Combi - der doppelte Schutz um und ab der Blüte gegen Peronospora + Botrytis.

Mischbarkeit

Melody Combi ist mischbar mit Envidor, Sivanto Prime, Luna Max, Luna Experience, Prosper, Flint, Flint Max, Cupravit, Cosan-Super-Kolloid

Netzschwefel und Teldor WG.

Anwendungstechnik

Die Spritztechnik ist bei der Bekämpfung der Krankheiten im Weinbau ausschlaggebend für den Erfolg.

Deshalb auf gute Benetzung aller Pflanzenteile achten. Werden Sprühgeräte verwendet, so ist die Konzentration entsprechend der eingesparten

Wassermenge zu erhöhen. Die Wassermenge von 400 Liter/ha sollte auch im Sprühverfahren nicht unterschritten werden. Bei

Tagestemperaturen über 30°C in den Abendstunden spritzen.

Herstellung der Spritzbrühe

Brühebehälter mit 3/4 der erforderlichen Wassermenge füllen, Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl), Produkt nach und nach ohne Verwendung

eines Siebeinsatzes in den Behälter schütten und fehlende Wassermenge auffüllen.

Spritzbehälter ohne Rührwerk müssen nach dem langsamen Einschütten von Melody Combi in den mit Wasser gefüllten Behälter unbedingt

manuell aufgerührt werden.

Nicht separat im Eimer anteigen!

Angesetzte Spritzbrühe möglichst noch am gleichen Tag verbrauchen, Standzeiten von mehr als einem Tag vermeiden.

Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Unvermeidlich anfallende Restbrühe im Verhältnis 1:10 verdünnen und auf der zuvor behandelten

Fläche ausbringen.

Spritzenreinigung

Spritzgerät und -leitungen nach Gebrauch gründlich mit Wasser reinigen.

Dazu ca. 20% des Tankinhaltes mit Wasser auffüllen und dabei Innenflächen des Tanks mit dem Wasserstrahl abspritzen.

Rührwerk für ca. 2 Minuten einschalten. Anschließend Reinigungsflüssigkeit bei laufendem Rührwerk durch die Düsen auf der zuvor behandelten

Fläche verspritzen.

Die regelmäßige Reinigung der Pflanzenschutzspritze von außen, insbesondere des Brühebehälters, Pumpenaggregates und Gestänges, sollte

Bestandteil des normalen betrieblichen Ablaufes sein und möglichst direkt auf dem Feld erfolgen. Hierzu werden von den Geräteherstellern

entsprechende Nachrüstsätze mit Wasservorratsbehältern und Reinigungsbürsten angeboten.

Mindestabstände zu Oberflächengewässern/Erklärung zu den Abdriftminderungsklassen

Zum Schutz von Gewässerorganismen nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern anwenden. In jedem Fall ist eine unbehandelte

Pufferzone mit folgendem Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten, wobei eine Anwendung nur mit Pflanzenschutzgeräten bzw. -

geräteteilen, die im Erlass des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft vom 10.07.2001, GZ 69.102/

13-VI/B9a/01 in der jeweils geltenden Fassung, gelistet sind, zulässig ist:

Weinbau - Spritzen 20 m (Abdriftminderungsklasse 90%)

Zum Schutz von Gewässerorganismen durch Abschwemmung von abtragsgefährdeten Flächen ist in jedem Fall eine unbehandelte Pufferzone

mit folgendem Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten, wobei eine Anwendung nur mit Pflanzenschutzgeräten bzw. -geräteteilen,

die im Erlass des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft vom 10.07.2001, GZ 69.102/13-VI/B9a/01 in

der jeweils geltenden Fassung, gelistet sind, zulässig ist:

Weinbau - Spritzen 20 m (Abdriftminderungsklasse 90%)

Bei Vorliegen der in der Liste der abdriftmindernden Pflanzenschutzgeräte bzw. -geräteteile (Erlass des BMLFUW vom 10.07.2001, GZ. 69.102/

13-VI/B9a/01 in der jeweils geltenden Fassung) genannten Voraussetzungen ist die Anwendung des jeweiligen, der Abdriftminderungsklasse

entsprechenden reduzierten Mindestabstandes zu Oberflächengewässern zulässig.

Bei der Ausbringung des Mittels muss zum Schutz von unbeteiligten Dritten verlustmindernde Technologie (Abdriftminderungsklasse 50% oder

höhergemäß Erlass des BMLFUW vom 10.07.2001, GZ. 69.102/13-VI/ B9a/01 in der jeweils geltenden Fassung) eingesetzt werden.

Erste-Hilfe-Maßnahmen/Hinweise für den Arzt

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Nach Einatmen: Sofort einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle verständigen. An die frische Luft bringen. Betroffenen warm

und ruhig lagern.

Nach Hautkontakt: Sofort mit viel Wasser abwaschen. Sofort einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle verständigen.

Nach Augenkontakt: Sofort mit viel Wasser mindestens 15 Minuten lang ausspülen, auch unter den Augenlidern. Falls Kontaktlinsen vorhanden,

diese nach den ersten 5 Minuten entfernen, dann das Auge weiter spülen. Sofort einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle

verständigen.

Nach Verschlucken: Sofort einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle verständigen. KEIN Erbrechen herbeiführen. Mund

ausspülen.

Hinweise für den Arzt

Symptomatische Behandlung. Eine Magenspülung sollte nicht erforderlich sein. Jedoch wird empfohlen, Medizinalkohle und Natriumsulfat zu

verabreichen, wenn eine größere Menge aufgenommen wurde. Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt.

Kennzeichnung gem. Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP)

GHS05 (Ätzwirkung)

GHS07 (dickes Ausrufesymbol)

GHS08 (Gesundheitsgefahr)

GHS09 (Umwelt)

Gefahr

Vorsicht, Pflanzenschutzmittel!

H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H318: Verursacht schwere Augenschäden.

H332: Gesundheitsschädlich beim Einatmen.

H351: Kann vermutlich Krebs erzeugen.

H400: Sehr giftig für Wasserorganismen.

H411: Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

EUH401: Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

P101: Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.

P102: Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.

P201: Vor Gebrauch besondere Anweisungen einholen.

P261: Einatmen von Staub / Rauch / Gas / Nebel / Dampf / Aerosol vermeiden.

P270: Bei Verwendung dieses Produkts nicht essen, trinken oder rauchen.

P280: Schutzhandschuhe, Schutzkleidung, Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.

P302+P352: BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen.

P304+P340: BEI EINATMEN: Die betroffene Person an die frische Luft bringen und in einer Position ruhigstellen, in der sie leicht atmet.

P305+P351+P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen

nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

P308+P313: BEI Exposition oder falls betroffen: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

P310: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

P312: Bei Unwohlsein Giftinformationszentrum/ Arzt anrufen.

P333+P313: Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

P362 + P364: Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen.

P391: Verschüttete Mengen aufnehmen.

P501: Inhalt/ Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

SP1: Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen. (Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von

Oberflächengewässern reinigen/indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe verhindern.)

SPe 4: Zum Schutz von Gewässerorganismen nicht auf versiegelten Oberflächen wie Asphalt, Beton, Kopfsteinpflaster (Gleisanlagen) bzw. in

anderen Fällen, die in hohes Abschwemmungsrisiko bergen, ausbringen.

Für Kinder und Haustiere unerreichbar aufbewahren.

Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.

Eine nicht bestimmungsgemäße Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

Bei Nachfolgearbeiten in behandelten Kulturen Schutzhandschuhe und Arbeitskleidung tragen.

Originalverpackung oder entleerte Behälter nicht zu anderen Zwecken verwenden.

Vergiftungsnotruf: 01 / 406 43 43:

Lagerung

Behälter dicht geschlossen an einem trockenen, kühlen und gut gelüfteten Ort aufbewahren. Im Originalbehälter lagern. An einem Platz lagern,

der nur berechtigten Personen zugänglich ist. Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Von Nahrungsmitteln, Getränken und Tiernahrung

fernhalten.

Für Folgen unsachgemäßer Lagerung haften wir nicht.

ist eine registrierte Marke von Bayer

Internetausgabe, Stand: 25.10.2021

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SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

MELODY COMBI

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Version 6 / A

Überarbeitet am: 25.10.2021

102000011659

Druckdatum: 25.10.2021

ABSCHNITT 1: BEZEICHNUNG DES STOFFS BEZIEHUNGSWEISE DES GEMISCHS

UND DES UNTERNEHMENS

1.1 Produktidentifikator

Handelsname

MELODY COMBI

UFI

URE0-506J-N006-PH9Q

Produktnummer (UVP)

06361579

1.2 Relevante identifizierte Verwendungen des Stoffs oder Gemischs und Verwendungen, von

denen abgeraten wird

Verwendung

Fungizid

1.3 Einzelheiten zum Lieferanten, der das Sicherheitsdatenblatt bereitstellt

Lieferant

Bayer Austria Ges.m.b.H.

Crop Science

Herbststraße 6-10

1160 Wien

Österreich

Telefon

01/71146-0

Telefax

01/71146-19

Auskunftsgebender Bereich

Crop Science

01/71146-2835 (nur während der Geschäftszeiten)

E-Mail: austria@bayercropscience.com

1.4 Notrufnummer

Notrufnummer Österreich

01/ 406 43 43

Vergiftungsinformationszentrale

Stubenring 6, 1010 Wien

ABSCHNITT 2: MÖGLICHE GEFAHREN

2.1 Einstufung des Stoffs oder Gemischs

Einstufung gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (und nachfolgende Änderungen) über die

Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen.

Schwere Augenschädigung: Kategorie 1

H318

Verursacht schwere Augenschäden.

Sensibilisierung durch Hautkontakt: Kategorie 1

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

Karzinogenität: Kategorie 2

H351

Kann vermutlich Krebs erzeugen.

Kurzfristig (akut) gewässergefährdend: Kategorie 1

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102000011659

Druckdatum: 25.10.2021

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

Einstufung gemäß der nationalen Gesetzgebung in Österreich:

Sensibilisierung durch Hautkontakt: Kategorie 1

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

Schwere Augenschädigung: Kategorie 1

H318

Verursacht schwere Augenschäden.

Akute Toxizität: Kategorie 4

H332

Gesundheitsschädlich bei Einatmen.

Karzinogenität: Kategorie 2

H351

Kann vermutlich Krebs erzeugen.

Kurzfristig (akut) gewässergefährdend: Kategorie 1

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

Langfristig (chronisch) gewässergefährdend: Kategorie 2

H411

Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

2.2 Kennzeichnungselemente

Kennzeichnung gemäß der nationalen Gesetzgebung in Österreich:

Kennzeichnungspflichtig.

Gefahrenbestimmende Komponente(n) zur Etikettierung:

Folpet

Iprovalicarb

Signalwort: Gefahr

Gefahrenhinweise

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H318

Verursacht schwere Augenschäden.

H332

Gesundheitsschädlich bei Einatmen.

H351

Kann vermutlich Krebs erzeugen.

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

H411

Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

EUH401

Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

SP 1

Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen.

(Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern

reinigen/Indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe verhindern.).

SPe 4

Zum Schutz von Gewässerorganismen/Nichtzielpflanzen nicht auf versiegelten

Oberflächen wie Asphalt, Beton, Kopfsteinpflaster (Gleisanlagen) bzw. in anderen

Fällen, die ein hohes Abschwemmungsrisiko bergen, ausbringen.

Sicherheitshinweise

P101

Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.

P102

Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.

P201

Vor Gebrauch besondere Anweisungen einholen.

P261

Einatmen von Staub/ Rauch/ Gas/ Nebel/ Dampf/ Aerosol vermeiden.

P270

Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen.

SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

MELODY COMBI

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Version 6 / A

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102000011659

Druckdatum: 25.10.2021

P280

Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen.

P302 + P352

BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser waschen.

P304 + P340

BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung

sorgen.

P305 + P351

+ P338

BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen.

Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

P308 + P313

BEI Exposition oder falls betroffen: Ärztlichen Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen.

P310

Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/ Arzt anrufen.

P312

Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.

P333 + P313

Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen.

P362 + P364

Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen.

P391

Verschüttete Mengen aufnehmen.

P501

Inhalt/Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

2.3 Sonstige Gefahren

Staub kann mit Luft explosive Mischungen bilden.

Folpet: Stoff wird nicht als persistent, bioakkumulierbar und toxisch (PBT) angesehen. Stoff wird nicht

als sehr persistent und sehr bioakkumulierbar (vPvB) angesehen. Iprovalicarb: Stoff wird nicht als

persistent, bioakkumulierbar und toxisch (PBT) angesehen. Stoff wird nicht als sehr persistent und

sehr bioakkumulierbar (vPvB) angesehen.

ABSCHNITT 3: ZUSAMMENSETZUNG/ANGABEN ZU BESTANDTEILEN

Inhaltsstoffe, sofern sie giftig oder sehr giftig sind, sind in der Giftliste sowie den laufenden Änderungs-

Verordnungen angeführt bzw. nachgemeldet oder angemeldet.

3.2 Gemische

Chemische Charakterisierung

Wasserdispergierbares Granulat (WG)

Folpet 56,3 %, Iprovalicarb 9 %

Gefährliche Inhaltsstoffe

Gefahrenhinweise gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008

Name

CAS-Nr. /

EG-Nr. /

REACH Reg. Nr.

Einstufung

Konz. [%]

VERORDNUNG (EG) Nr.

1272/2008

Folpet

133-07-3

205-088-6

Carc. 2, H351

Eye Irrit. 2, H319

Aquatic Acute 1, H400

Acute Tox. 4, H332

Skin Sens. 1, H317

56,30

Iprovalicarb

140923-17-7

Carc. 2, H351

9,00

Ligninsulfonsäure,

Natriumsalz,

sulfomethyliert

68512-34-5

614-547-3

Eye Irrit. 2, H319

>= 10 – < 25

Alkylarylsulfonat

91078-64-7

293-346-9

01-2119985167-25-XXXX

Acute Tox. 4, H302

Acute Tox. 4, H332

Eye Irrit. 2, H319

Aquatic Chronic 3, H412

>= 1 – < 5

SICHERHEITSDATENBLATT

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102000011659

Druckdatum: 25.10.2021

Weitere Information

Folpet

133-07-3

M-Faktor: 10 (acute)

Den Volltext der in diesem Abschnitt aufgeführten Gefahrenhinweise finden Sie unter Abschnitt 16.

ABSCHNITT 4: ERSTE-HILFE-MAßNAHMEN

4.1 Beschreibung der Erste-Hilfe-Maßnahmen

Allgemeine Hinweise

Betroffene aus dem Gefahrenbereich bringen. Verunreinigte Kleidung

sofort ausziehen und sicher entfernen. Betroffenen in stabile

Seitenlage legen und transportieren.

Einatmung

Sofort einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle

verständigen. An die frische Luft bringen. Betroffenen warm und ruhig

lagern.

Hautkontakt

Sofort mit Polyethylenglykol 400, anschließend mit viel Wasser

abwaschen. Sofort einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für

Vergiftungsfälle verständigen.

Augenkontakt

Sofort mit viel Wasser mindestens 15 Minuten lang ausspülen, auch

unter den Augenlidern. Falls Kontaktlinsen vorhanden, diese nach den

ersten 5 Minuten entfernen, dann das Auge weiter spülen. Sofort einen

Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle verständigen.

Verschlucken

Sofort einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle

verständigen. KEIN Erbrechen herbeiführen. Mund ausspülen.

4.2 Wichtigste akute und verzögert auftretende Symptome und Wirkungen

Symptome

Keine Symptome bekannt oder erwartet.

4.3 Hinweise auf ärztliche Soforthilfe oder Spezialbehandlung

Behandlung

Symptomatische Behandlung. Eine Magenspülung sollte nicht

erforderlich sein. Jedoch wird empfohlen, Medizinalkohle und

Natriumsulfat zu verabreichen, wenn eine größere Menge

aufgenommen wurde. Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt.

ABSCHNITT 5: MAßNAHMEN ZUR BRANDBEKÄMPFUNG

5.1 Löschmittel

Geeignet

Wassersprühnebel, alkoholbeständigen Schaum, Trockenlöschmittel

oder Kohlendioxid verwenden.

Ungeeignet

Wasservollstrahl

SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

MELODY COMBI

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Version 6 / A

Überarbeitet am: 25.10.2021

102000011659

Druckdatum: 25.10.2021

5.2 Besondere vom Stoff

oder Gemisch ausgehende

Gefahren

Bei Brand kann freigesetzt werden:, Chlorwasserstoff (HCl),

Kohlenmonoxid (CO), Kohlendioxid (CO2), Stickoxide (NOx),

Schwefeloxide

5.3 Hinweise für die Brandbekämpfung

Besondere

Schutzausrüstung für die

Brandbekämpfung

Explosions- und Brandgase nicht einatmen.

Umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät und

Chemieschutzanzug tragen.

Weitere Angaben

Ausbreitung der Löschflüssigkeiten begrenzen. Ablaufendes Wasser

von der Brandbekämpfung nicht ins Abwasser oder in Wasserläufe

gelangen lassen.

ABSCHNITT 6: MAßNAHMEN BEI UNBEABSICHTIGTER FREISETZUNG

6.1 Personenbezogene Vorsichtsmaßnahmen, Schutzausrüstungen und in Notfällen

anzuwendende Verfahren

Vorsichtsmaßnahmen

Berührung mit verschüttetem Produkt oder verunreinigten

Oberflächen vermeiden. Persönliche Schutzausrüstung verwenden.

6.2 Umweltschutz-

maßnahmen

Nicht in Oberflächenwasser, Kanalisation und Grundwasser gelangen

lassen.

6.3 Methoden und Material für Rückhaltung und Reinigung

Reinigungsverfahren

Mechanisch aufnehmen. Verschmutzte Gegenstände und Fußboden

unter Beachtung der Umweltvorschriften gründlich reinigen. Produkt

aufnehmen und in einen korrekt etikettierten und dicht

verschlossenen Behälter füllen.

6.4 Verweis auf andere

Abschnitte

Informationen zur sicheren Handhabung siehe Abschnitt 7.

Informationen zur persönlichen Schutzausrüstung siehe Abschnitt 8.

Informationen zur Entsorgung siehe Abschnitt 13.

ABSCHNITT 7: HANDHABUNG UND LAGERUNG

7.1 Schutzmaßnahmen zur sicheren Handhabung

Hinweise zum sicheren

Umgang

Nur in Räumen mit geeigneter Absaugvorrichtung verwenden.

Hinweise zum Brand- und

Explosionsschutz

Keine besonderen Maßnahmen erforderlich.

Hygienemaßnahmen

Kontakt mit Haut, Augen und Kleidung vermeiden. Arbeitskleidung

getrennt aufbewahren. Hände vor Pausen und sofort nach der

Handhabung des Produktes waschen. Beschmutzte Kleidung sofort

ausziehen und vor der Wiederverwendung gründlich reinigen. Nicht

reinigungsfähige Kleidungsstücke vernichten (verbrennen).

7.2 Bedingungen zur sicheren Lagerung unter Berücksichtigung von Unverträglichkeiten

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Anforderungen an

Lagerräume und Behälter

Behälter dicht geschlossen an einem trockenen, kühlen und gut

gelüfteten Ort aufbewahren. Im Originalbehälter lagern. An einem Platz

lagern, der nur berechtigten Personen zugänglich ist. Vor direkter

Sonneneinstrahlung schützen.

Zusammenlagerungs-

hinweise

Von Nahrungsmitteln, Getränken und Tiernahrung fernhalten.

Lagerklasse (LGK)

11 Brennbare Feststoffe

Geeignete Werkstoffe

Aluminiumverbundfolie (min. 0,007 mm Aluminium)

7.3 Spezifische

Endanwendungen

Die Anweisungen auf dem Etikett beachten.

ABSCHNITT 8: BEGRENZUNG UND ÜBERWACHUNG DER

EXPOSITION/PERSÖNLICHE SCHUTZAUSRÜSTUNGEN

8.1 Zu überwachende Parameter

Inhaltstoffe

CAS-Nr.

Zu überwachende

Parameter

Stand

Grundlage

Folpet

133-07-3

0,1 mg/m3

(TWA)

OES BCS*

Iprovalicarb

140923-17-7

0,36 mg/m3

(TWA)

OES BCS*

*OES BCS: Interner Bayer AG, Crop Science Division Arbeitsplatzgrenzwert (Occupational Exposure

Standard)

8.2 Begrenzung und Überwachung der Exposition

Atemschutz

Bei offenem Umgang und möglichem Produktkontakt:

Atemschutzgerät mit einem Partikelfilter (Schutzfaktor 4) gemäß der

Europäischen Norm EN149FFP1 oder gleichwertigen Schutz tragen.

Atemschutz sollte nur zum Beherrschen des Restrisikos bei

Kurzzeittätigkeiten dienen, wenn alle praktisch durchführbaren

Schritte zur Gefährdungsreduzierung an der Gefahrenquelle

eingehalten wurden, z.B. durch Zurückhaltung und/oder lokale

Absaugung. Die Anweisungen des Herstellers des

Atemschutzgerätes betreffend Benutzung und Wartung sind zu

befolgen.

Handschutz

CE gekennzeichnete Nitrilkautschuk Handschuhe (min. 0,40 mm

Dicke,Durchlässigkeitsrate min.480 Min.) tragen. Verunreinigte

Handschuhe waschen. Handschuhe entsorgen, wenn sie innen

verunreinigt oder perforiert sind oder wenn die äußere

Verunreinigung nicht entfernt werden kann. Hände regelmäßig und

immer waschen vor dem Essen, Trinken, Rauchen oder vor dem

Gang zur Toilette.

Bitte Angaben des Handschuhlieferanten in Bezug auf

Durchlässigkeit und Durchbruchzeit beachten. Auch die

spezifischen, ortsbezüglichen Bedingungen, unter welchen das

Produkt eingesetzt wird, in Betracht ziehen, wie Schnittgefahr,

Abrieb und Kontaktdauer.

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Verunreinigte Handschuhe waschen. Handschuhe entsorgen, wenn

sie innen verunreinigt oder perforiert sind oder wenn die äußere

Verunreinigung nicht entfernt werden kann. Hände regelmäßig und

immer waschen vor dem Essen, Trinken, Rauchen oder Gang zur

Toilette.

Material

Nitrilkautschuk

Durchlässigkeitsrate

> 480 min

Handschuhdicke

> 0,4 mm

Schutzindex

Klasse 6

Richtlinie

Schutzhandschuhe gemäß EN 374.

Augenschutz

Korbbrille tragen (gemäß EN166, Verwendungsbereich = 5 oder

gleichartig).

Haut- und Körperschutz

Standard-Overall und Schutzanzug Kategorie 3 Typ 4 tragen.

Bei dem Risiko einer signifikanten Exposition ist ein höherwertiger

Schutzanzug in Betracht zu ziehen.

Möglichst zwei Schichten Kleidung tragen: Unter einem

Chemieschutzanzug sollte ein Overall aus Polyester/Baumwolle oder

reiner Baumwolle getragen werden. Overalls regelmäßig

professionell reinigen lassen.

Allgemeine Schutzmaßnahmen

Bei offenem Umgang und möglichem Produktkontakt:

Vollständiger Chemikalienschutzanzug

ABSCHNITT 9: PHYSIKALISCHE UND CHEMISCHE EIGENSCHAFTEN

9.1 Angaben zu den grundlegenden physikalischen und chemischen Eigenschaften

Form

wasserdispergierbares Granulat

Farbe

dunkelbraun

Geruch

schwach, charakteristisch

Geruchsschwelle

Keine Daten verfügbar

pH-Wert

8,0 - 9,5 (1 %) (23 °C) (entmineralisiertes Wasser)

Schmelzpunkt/

Schmelzbereich

Keine Daten verfügbar

Siedepunkt

Keine Daten verfügbar

Flammpunkt

Keine Daten verfügbar

Entzündlichkeit

Das Produkt ist nicht leichtentzündlich.

Selbstentzündungs-

temperatur

Keine Daten verfügbar

Thermische Zersetzung

Zündtemperatur

305 °C

Minimale Zündenergie

Keine Daten verfügbar

Keine Daten verfügbar

Selbstbeschleunigende

Zersetzungstemperatur

(SADT)

Keine Daten verfügbar

Obere Explosionsgrenze

Keine Daten verfügbar

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Untere Explosionsgrenze

Keine Daten verfügbar

Dampfdruck

Keine Daten verfügbar

Verdampfungsgeschwindig

keit

Keine Daten verfügbar

Relative Dampfdichte

Keine Daten verfügbar

Relative Dichte

Keine Daten verfügbar

Dichte

Keine Daten verfügbar

Wasserlöslichkeit

dispergierbar

Verteilungskoeffizient: n-

Octanol/Wasser

Folpet: log Pow: 3,017

Iprovalicarb: log Pow: ca. 3,19 (20 °C)

Viskosität, dynamisch

Keine Daten verfügbar

Viskosität, kinematisch

Keine Daten verfügbar

Schlagempfindlichkeit

Nicht schlagempfindlich.

Oxidierende Eigenschaften

Keine brandfördernden Eigenschaften

Explosivität

Nicht explosiv

92/69/EWG, A.14 / OECD 113

9.2 Sonstige Angaben

Sonstige sicherheitsrelevante physikalisch-chemische Daten sind nicht

bekannt.

ABSCHNITT 10: STABILITÄT UND REAKTIVITÄT

10.1 Reaktivität

Stabil unter normalen Bedingungen.

Selbsterhitzungsfähigkeit

nicht selbsterhitzungsfähig

10.2 Chemische Stabilität

Stabil unter angegebenen Lagerungsbedingungen.

10.3 Möglichkeit

gefährlicher Reaktionen

Keine gefährlichen Reaktionen bei vorschriftsmäßiger Lagerung und

Handhabung.

10.4 Zu vermeidende

Bedingungen

Extreme Temperaturen und direkte Sonneneinstrahlung.

10.5 Unverträgliche

Materialien

Nur im Originalbehälter lagern.

10.6 Gefährliche

Zersetzungsprodukte

Keine Zersetzungsprodukte zu erwarten bei bestimmungsgemäßem

Umgang.

ABSCHNITT 11: TOXIKOLOGISCHE ANGABEN

11.1 Angaben zu toxikologischen Wirkungen

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Akute orale Toxizität

LD50 (Ratte) > 2.500 mg/kg

Test wurde mit einer ähnlichen Formulierung durchgeführt.

Akute inhalative Toxizität

Wegen geringer Staubbildung nicht relevant.

Akute dermale Toxizität

LD50 (Ratte) > 2.000 mg/kg

Test wurde mit einer ähnlichen Formulierung durchgeführt.

Ätz-/Reizwirkung auf die

Haut

Geringe Reizwirkung - nicht kennzeichnungspflichtig. (Kaninchen)

Test wurde mit einer ähnlichen Formulierung durchgeführt.

Schwere

Augenschädigung/-reizung

Starke Augenreizung. (Kaninchen)

Test wurde mit einer ähnlichen Formulierung durchgeführt.

Sensibilisierung der

Atemwege/Haut

Haut: Sensibilisierend (Meerschweinchen)

Der angegebene Wert bezieht sich auf den technischen Wirkstoff

Folpet.

Beurteilung STOT Spezifische Zielorgan-Toxizität - einmalige Exposition

Folpet: Aufgrund der verfügbaren Daten sind die Einstufungskriterien nicht erfüllt.

Iprovalicarb: Aufgrund der verfügbaren Daten sind die Einstufungskriterien nicht erfüllt.

Beurteilung STOT Spezifische Zielorgan-Toxizität - wiederholte Exposition

Folpet verursachte keine spezifische Zielorgan-Toxizität in Tierversuchen.

Iprovalicarb verursachte keine spezifische Zielorgan-Toxizität in Tierversuchen.

Beurteilung Mutagenität

Auf Basis einer Vielzahl von in vitro und in vivo Mutagenitätsstudien ist Folpet nicht mutagen oder

genotoxisch.

Iprovalicarb war nicht mutagen oder genotoxisch in einer Reihe von In-vitro- und In-vivo-

Mutagenitätsstudien.

Beurteilung Kanzerogenität

Folpet verursachte bei hohen Dosierungen bei Mäusen ein häufigeres Auftreten von Tumoren in den

folgenden Organen: Zwölffingerdarm. Der Mechanismus, welcher Tumore in Nagetieren auslöst, ist

nicht relevant bei den niedrigen Expositionswerten bei normaler Anwendung. Folpet war nicht

krebserzeugend in lebenslangen Fütterungsstudien an Ratten.

Iprovalicarb war nicht krebserzeugend in lebenslangen Fütterungsstudien an Ratten und Mäusen.

Beurteilung Reproduktionstoxizität

Folpet verursachte keine Reproduktionstoxizität in einer Zwei-Generationenstudie an der Ratte.

Iprovalicarb verursachte keine Reproduktionstoxizität in einer Zwei-Generationenstudie an der Ratte.

Beurteilung Entwicklungstoxizität

Folpet verursachte keine Entwicklungstoxzität in Ratten und Kaninchen.

Iprovalicarb verursachte keine Entwicklungstoxzität in Ratten und Kaninchen.

Aspirationsgefahr

Aufgrund der verfügbaren Daten sind die Einstufungskriterien nicht erfüllt.

ABSCHNITT 12: UMWELTBEZOGENE ANGABEN

12.1 Toxizität

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Toxizität gegenüber Fischen

LC50 (Oncorhynchus mykiss (Regenbogenforelle)) 0,088 mg/l

Expositionszeit: 96 h

Toxizität gegenüber

wirbellosen Wassertieren

EC50 (Daphnia magna (Großer Wasserfloh)) 1,6 mg/l

Expositionszeit: 48 h

Toxizität gegenüber

Wasserpflanzen

EC50 (Raphidocelis subcapitata (Grünalge)) > 100 mg/l

Wachstumsrate; Expositionszeit: 72 h

12.2 Persistenz und Abbaubarkeit

Biologische Abbaubarkeit

Folpet:

Leicht biologisch abbaubar

Iprovalicarb:

Nicht leicht biologisch abbaubar

Koc

Folpet: Koc: 304

Iprovalicarb: Koc: 106

12.3 Bioakkumulationspotenzial

Bioakkumulation

Folpet: Biokonzentrationsfaktor (BCF) 1,8

Keine Bioakkumulation.

Iprovalicarb: Biokonzentrationsfaktor (BCF) 10

Keine Bioakkumulation.

12.4 Mobilität im Boden

Mobilität im Boden

Folpet: Mäßig mobil in Böden

Iprovalicarb: Mäßig mobil in Böden

12.5 Ergebnisse der PBT- und vPvB-Beurteilung

Ermittlung der PBT- und

vPvB-Eigenschaften

Folpet: Stoff wird nicht als persistent, bioakkumulierbar und toxisch

(PBT) angesehen. Stoff wird nicht als sehr persistent und sehr

bioakkumulierbar (vPvB) angesehen.

Iprovalicarb: Stoff wird nicht als persistent, bioakkumulierbar und toxisch

(PBT) angesehen. Stoff wird nicht als sehr persistent und sehr

bioakkumulierbar (vPvB) angesehen.

12.6 Andere schädliche Wirkungen

Sonstige ökologische

Hinweise

Es sind keine anderen Wirkungen zu nennen.

ABSCHNITT 13: HINWEISE ZUR ENTSORGUNG

13.1 Verfahren der Abfallbehandlung

Nicht mit dem Hausmüll entsorgen. Reste nicht in den Ausguss oder

das WC leeren. Zur Problemstoffsammelstelle bringen. Dieses Produkt

und seinen Behälter der Problemabfallentsorgung zuführen.

Abfallschlüssel-Nr. 53103

Nach ÖNORM S 2100 vom 1.9.1997 bzw. Festsetzungsverordnung

i.d.g.F.

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