Luna® Max

Deutschland - Deutsch - BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit)

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Fachinformation Fachinformation (SPC)

07-01-2022

Sicherheitsdatenblatt Sicherheitsdatenblatt (SDS)

08-10-2021

Produktinformation Produktinformation (INF)

07-01-2022

Verfügbar ab:
Bayer AG
Darreichungsform:
Suspoemulsion
Zusammensetzung:
75 g/l Fluopyram; 200 g/l Spiroxamine
Therapiegruppe:
Top
Produktbesonderheiten:
Fungizid gegen Echten Mehltau an Keltertrauben; Artikelnummer: 84987441 Verpackungsgröße: Karton 12 x 1 l Flasche Paletteneinheit: 60; Artikelnummer: 84907073 Verpackungsgröße: Karton 4 x 5 l Kanister Paletteneinheit: 40
Zulassungsnummer:
008479-00

Luna

75 g/l Fluopyram

200 g/l Spiroxamine

Formulierung: SE (Suspoemulsion)

Fungizid gegen Echten Mehltau an Keltertrauben

008479-00

Gebinde

1 l Flasche

5 l Kanister

Wirkungsweise und -spektrum

Luna Max enthält die systemischen Wirkstoffe Fluopyram und Spiroxamine. Fluopyram gehört zu der chemischen Klasse der Benzamide und

wirkt als SDH-Hemmer (Wirkungsmechanismus [FRAC-Gruppe]: C2). Spiroxamine gehört zu den Aminen (Wirkungsmechanismus [FRAC-

Gruppe]: G2). Die unterschiedlichen Wirkungsmechanismen von Fluopyram und Spiroxamine hemmen den Aufbau sowie die Energieproduktion

der Pilzzellen und somit den Stoffwechsel des Schaderregers an mehreren Stellen.

Durch eine kombinierte Aktivität beider Wirkstoffe auf der Pflanzenoberfläche und im Pflanzengewebe wird bei vorbeugendem Einsatz eine hohe

und lang anhaltende Bekämpfungssicherheit gewährleistet.

Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsgebiete und -bestimmungen

Festgesetztes Anwendungsgebiet

Schadorganismus/Zweckbestimmung Pflanzen/-erzeugnisse/Objekte

Echter Mehltau (Uncinula necator)

Weinrebe

Festgesetzte Anwendungsbestimmungen

(NW468) Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und

Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie

Regen- und Abwasserkanäle.

(SS110-1) Beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel sind Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) zu tragen.

(SS2101) Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten

Mittel.

(SS530) Gesichtsschutz tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.

(SS610) Gummischürze tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.

(SS120-1) Bei Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels sind Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) zu tragen.

(SS2202) Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen bei der Ausbringung/Handhabung des

anwendungsfertigen Mittels.

(SS520) Kopfhaube mit Gesichtsschutz tragen bei der Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels.

(SF276-EEWE) Es ist sicherzustellen, dass bei Nachfolgearbeiten/Inspektionen mit direktem Kontakt zu den behandelten Pflanzen/Flächen nach

der Anwendung in Weinbau bis einschließlich Ernte lange Arbeitskleidung und festes Schuhwerk sowie Schutzhandschuhe getragen werden.

(SF278-2WE) Es ist sicherzustellen, dass die Arbeitszeit in den behandelten Kulturen innerhalb von 2 Tagen nach der Anwendung in Weinbau

auf maximal 2 Stunden täglich begrenzt ist. Dabei sind lange Arbeitskleidung und festes Schuhwerk sowie Schutzhandschuhe zu tragen.

Bitte beachten Sie auch die weiteren Kennzeichnungsauflagen unter "Anwenderschutz"!

Anwendungsbezogene Anwendungsbestimmungen

(NW607-1) Die Anwendung des Mittels auf Flächen in Nachbarschaft von Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich

wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer - muss mit einem Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis

"Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung eingetragen ist. Dabei

sind, in Abhängigkeit von den unten aufgeführten Abdriftminderungsklassen der verwendeten Geräte, die im Folgenden genannten Abstände zu

Oberflächengewässern einzuhalten. Für die mit "*" gekennzeichneten Abdriftminderungsklassen ist, neben dem gemäß Länderrecht verbindlich

vorgegebenen Mindestabstand zu Oberflächengewässern, das Verbot der Anwendung in oder unmittelbar an Gewässern in jedem Fall zu

beachten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.

reduzierte Abstände: 50% 20 m, 75% 15 m, 90% 10 m

(NW706) Zwischen behandelten Flächen mit einer Hangneigung von über 2 % und Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich

wasserführender, aber einschließlich periodisch wasserführender - muss ein mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsener Randstreifen

vorhanden sein. Dessen Schutzfunktion darf durch den Einsatz von Arbeitsgeräten nicht beeinträchtigt werden. Er muss eine Mindestbreite von

20 m haben. Dieser Randstreifen ist nicht erforderlich, wenn: - ausreichende Auffangsysteme für das abgeschwemmte Wasser bzw. den

abgeschwemmten Boden vorhanden sind, die nicht in ein Oberflächengewässer münden, bzw. mit der Kanalisation verbunden sind oder - die

Anwendung im Mulch- oder Direktsaatverfahren erfolgt.

Anwendung

WEINBAU

Weinrebe

Gegen Echten Mehltau (Uncinula necator) an der Weinrebe (Nutzung als Keltertrauben) im Freiland bei Infektionsgefahr bzw. ab

Warndiensthinweis von BBCH-Stadium 53 (Gescheine sind deutlich sichtbar) bis BBCH-Stadium 73 (Beeren sind schrotkorngroß) spritzen oder

sprühen.

Der Basisaufwand beträgt 0,33 l/ha in maximal 400 l Wasser/ha.

Rebstadium 61 nach BBCH Code: 0,66 l/ha in maximal 800 l Wasser/ha

ab Rebstadium 71 nach BBCH Code: 1,0 l/ha in maximal 1.200 l Wasser/ha

Maximal 2 Anwendungen für die Kultur bzw. je Jahr im Abstand von 10 bis 12 Tagen.

Unter dem Aspekt des Resistenzmanagements empfehlen wir, Luna Max grundsätzlich im Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen

einzusetzen.

Wartezeit Weinrebe Keltertrauben: 35 Tage

Wir empfehlen Luna Max bis auf Weiteres wie folgt anzuwenden:

- maximal einmal in der Saison bis BBCH 73 (Beeren sind schrotkorngroß)

- nur maximal eine Anwendung von Luna

Experience oder Luna Max in der Saison

- keine Tankmischung von Luna Max mit Profiler

Wir bitten um Einhaltung dieser Vorgehensweise, da bei Nichtbeachtung eventuell auftretende Pflanzenschädigungen im Verantwortungsbereich

des Anwenders liegen.

(NN134) Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Typhlodromus pyri (Raubmilbe) eingestuft.

(WG734) Die Anwendung des Mittels kann bei Spontangärung zu Gärverzögerungen führen.

(WW7091) Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe oder solcher mit Kreuzresistenz können

Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln anderer

Wirkstoffgruppen ohne Kreuzresistenz verwenden. Im Zweifel einen Beratungsdienst hinzuziehen.

(WW750) Die maximale Anzahl der Anwendungen ist aus wirkstoffspezifischen Gründen eingeschränkt. Ausreichende Bekämpfung ist damit

nicht in allen Fällen zu erwarten. Gegebenenfalls deshalb anschließend oder im Wechsel Mittel mit anderen Wirkstoffen verwenden.

Pflanzenverträglichkeit

Nach unseren Erfahrungen ist Luna Max in den empfohlenen Aufwandmengen gut verträglich.

Anwendungstechnik

Wichtige Hinweise

Nur abgetrocknete Bestände behandeln. Nicht in der größten Mittagshitze spritzen. Innerhalb von zwei Stunden nach der Anwendung sollte kein

Niederschlag fallen. Die Hinweise der guten fachlichen Praxis sind zu beachten.

Herstellung der Spritzbrühe

Brühebehälter mit der Hälfte der erforderlichen Wassermenge füllen, Produkt unter gründlichem Umrühren zugeben und fehlende Wassermenge

auffüllen.

Spritzbrühe unmittelbar nach dem Ansetzen ohne Unterbrechung ausbringen.

Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Unvermeidlich anfallende Restbrühe im Verhältnis 1:10 verdünnen und auf der zuvor behandelten

Fläche ausbringen.

Entleerte Produktbehälter gründlich mit Wasser ausspülen, Spülwasser der Spritzbrühe beigeben.

Spritztechnik

Die Qualität der Spritztechnik ist ausschlaggebend für den Erfolg. Spritzgeräte regelmäßig überprüfen. Werden Sprühgeräte verwendet, so ist die

Konzentration entsprechend der eingesparten Wassermenge zu erhöhen.

Spritzenreinigung

Spritzgerät und -leitungen nach Gebrauch gründlich mit Wasser reinigen.

Dazu ca. 20% des Tankinhaltes mit Wasser auffüllen und dabei Innenflächen des Tanks mit dem Wasserstrahl abspritzen. Die regelmäßige

Reinigung der Pflanzenschutzspritze von außen, insbesondere des Brühebehälters, Pumpaggregates und Gestänges, sollte Bestandteil des

normalen betrieblichen Ablaufes sein und möglichst direkt auf dem Feld erfolgen. Hierzu werden von den Geräteherstellern entsprechende

Nachrüstsätze mit Wasservorratsbehältern und Reinigungsbürsten angeboten.

Mischbarkeit

Luna Max ist mit zahlreichen Fungiziden und Insektiziden mischbar (z.B. Melody

Combi).

Keine Tankmischung von Luna Max mit Profiler

. Von Tankmischungen mit Additiven oder Netzmitteln raten wir ab.

Wenden Sie sich bei Fragen zur Mischung mit Blattdüngern an unser kostenloses Agrartelefon 0800-2202209.

Bei der Mischung mit anderen Pflanzenschutzmitteln die Anwendungshinweise der Mischpartner beachten.

Für eventuelle negative Auswirkungen von Tankmischungen mit von uns nicht als mischbar eingestuften Produkten haften wir nicht.

Nachbau

Wichtiger Hinweis: Kein Nachbau von Stangensellerie, Rhabarber, Fenchel und Gewürzpflanzen

Seit Januar 2018 gelten für den Wirkstoff Fluopyram in einigen Kulturen neue Rückstandhöchstmengen. Es kann nicht ausgeschlossen werden,

dass beim Nachbau von Stangensellerie, Rhabarber und Fenchel Rückstände über der gesetzlich festgelegten Bestimmungsgrenze von 0,01

mg/kg, bzw. 0,05 mg/kg in Gewürzpflanzen über einen mehrjährigen Zeitraum nachgewiesen werden können. Deshalb raten wir nach der

Anwendung von Luna Max speziell vom Nachbau dieser Kulturen ab.

Hinweis zum Nachbau von Gemüse (ausgenommen Stangensellerie, Rhabarber und Fenchel), frischen Kräutern, Arzneipflanzen und

Teekräutern

Auch bei sachgemäßer Anwendung von Luna Max kann nicht ausgeschlossen werden, dass in Nachbaukulturen Rückstände des Wirkstoffs

Fluopyram über einen mehrjährigen Zeitraum nachgewiesen werden können, selbst wenn in diesen Nachbaukulturen Luna Max nicht eingesetzt

wurde.

Es werden die gesetzlich festgelegten Rückstandshöchstmengen eingehalten und die erzeugten Lebensmittel sind in Deutschland verkehrsfähig,

sofern das Produkt entsprechend der Zulassung und wie in der Gebrauchsanleitung angegeben in der Zielkultur sachgerecht eingesetzt wird.

Insbesondere im Fall

- von speziellen Anforderungen der Abnehmer hinsichtlich der Anzahl der nachgewiesenen Wirkstoffe oder der prozentualen Ausschöpfung der

gesetzlich festgesetzten Rückstandshöchstmengen,

- des Anbaus von Kulturen für die Erzeugung von Babynahrung,

- eines Wechsels von konventionellem zu ökologischem Anbau,

muss vor der Anwendung sorgfältig geprüft werden, ob die jeweiligen spezifischen Anforderungen eingehalten werden können.

Hinweise für den sicheren Umgang

Anwenderschutz

(SB001) Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.

(SB005) Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Etikett des Produktes bereithalten.

(SB010) Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

(SB111) Für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel sind die Angaben im

Sicherheitsdatenblatt und in der Gebrauchsanweisung des Pflanzenschutzmittels sowie die BVL-Richtlinie "Persönliche Schutzausrüstung beim

Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (www.bvl.bund.de) zu beachten.

(SB166) Beim Umgang mit dem Produkt nicht essen, trinken oder rauchen.

(SB199) Wenn das Produkt mittels an den Traktor angebauten, gezogenen oder selbstfahrenden Anwendungsgeräten ausgebracht wird, dann

sind nur Fahrzeuge, die mit geschlossenen Überdruckkabinen (z. B. Kabinenkategorie 3, wenn keine Atemschutzgeräte oder partikelfiltrierenden

Masken benötigt werden oder Kabinenkategorie 4, wenn gasdichter Atemschutz erforderlich ist (gemäß EN 15695-1 und -2)) ausgestattet sind,

geeignet, um die persönliche Schutzausrüstung bei der Ausbringung zu ersetzen. Während aller anderen Tätigkeiten außerhalb der Kabine ist

die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung zu tragen. Um die Kontamination des Kabineninnenraumes zu vermeiden, ist es nicht erlaubt,

die Kabine mit kontaminierter persönlicher Schutzausrüstung zu betreten (diese sollte in einer entsprechenden Vorrichtung aufbewahrt werden).

Kontaminierte Handschuhe sollten vor dem Ausziehen abgewaschen werden, beziehungsweise sollten die Hände vor Wiederbetreten der Kabine

mit klarem Wasser gereinigt werden.

(SF245-02) Es ist sicherzustellen, dass behandelte Flächen/Kulturen erst nach dem Abtrocknen des Pflanzenschutzmittelbelages wieder betreten

werden.

Handschuhe vor dem Ausziehen waschen.

Die im Zusammenhang mit den "Festgesetzten Anwendungsgebieten" aufgeführten "Festgesetzten Anwendungsbestimmungen" zum

Anwenderschutz sind unbedingt einzuhalten.

Nutzorganismen

(NB6641) Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine

Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich eingestuft (B4).

(NN1001) Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen relevanter Nutzinsekten eingestuft.

(NN1002) Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen relevanter Raubmilben und Spinnen eingestuft.

Wasserorganismen

(NW262) Das Mittel ist giftig für Algen.

(NW264) Das Mittel ist giftig für Fische und Fischnährtiere.

Die im Zusammenhang mit den "Festgesetzten Anwendungsgebieten" aufgeführten "Festgesetzten Anwendungsbestimmungen" und

anwendungsbezogenen Anwendungsbestimmungen zum Gewässerschutz sind unbedingt einzuhalten.

Erste-Hilfe-Maßnahmen/Hinweise für den Arzt

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Nach Einatmen: An die frische Luft bringen. Betroffenen warm und ruhig lagern. Sofort einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für

Vergiftungsfälle verständigen.

Nach Hautkontakt: Mit viel Wasser und Seife abwaschen. Bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufsuchen.

Nach Augenkontakt: Sofort mit viel Wasser mindestens 15 Minuten lang ausspülen, auch unter den Augenlidern. Falls Kontaktlinsen vorhanden,

diese nach den ersten 5 Minuten entfernen, dann das Auge weiter spülen. Bei Auftreten einer andauernden Reizung, ärztliche Betreuung

aufsuchen.

Nach Verschlucken: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. Sofort einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle

verständigen.

Hinweise für den Arzt

Symptomatische Behandlung. Wenn eine größere Menge aufgenommen wird, sollte eine Magenspülung nur innerhalb der ersten beiden Stunden

in Betracht gezogen werden. Die Applikation von Aktivkohle und Natriumsulfat wird aber immer empfohlen. Ein spezifisches Antidot ist nicht

bekannt.

Kennzeichnung gem. Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP)

GHS07 (Ausrufezeichen)

GHS09 (Umwelt)

GHS08 (Gesundheitsgefahr)

Signalwort: Achtung

H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H361d: Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen.

H373: Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.

H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

EUH401: Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.

P333+P313: Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

P501: Inhalt/Behälter in Übereinstimmung mit örtlichen Vorschriften entsorgen.

Leere Behälter dürfen nicht wiederverwendet werden!

ist eine registrierte Marke von Bayer

Hersteller: Bayer AG, D-51368 Leverkusen

Allgemeine Hinweise zur Nutzung der Daten

Unbedingt die auf der Packung aufgedruckte bzw. beigegebene Gebrauchsanleitung lesen und beachten. Die Angaben entsprechen dem

heutigen Stand unserer Kenntnisse und sollen über die Präparate und deren Anwendungsmöglichkeiten informieren.

Bei Einhaltung der Gebrauchsanleitung sind die Präparate für die empfohlenen Zwecke geeignet.

Wir gewährleisten, dass die Zusammensetzung der Produkte in den verschlossenen Originalpackungen den auf den Etiketten gemachten

Angaben entspricht. Da Lagerhaltung und Anwendung eines Pflanzenschutzmittels jedoch außerhalb unseres Einflusses liegen, haften wir

nicht für direkte oder indirekte Folgen aus unsachgemäßer oder vorschriftswidriger Lagerung oder unsachgemäßer oder vorschriftswidriger

Anwendung der Produkte.

Eine Vielzahl von Faktoren sowohl örtlicher wie auch regionaler Natur, wie z.B. Witterungs- und Bodenverhältnisse, Pflanzensorten,

Anwendungstermin, Applikationstechnik, Resistenzen, Mischungen mit anderen Produkten etc., können Einfluss auf die Wirkung des

Produktes nehmen. Dies kann unter ungünstigen Bedingungen zur Folge haben, dass eine Veränderung in der Wirksamkeit des Produktes

oder eine Schädigung an Kulturpflanzen nicht ausgeschlossen werden kann.Für derartige Folgen können der Vertreiber oder Hersteller nicht

haften.

Die Daten dürfen nicht verändert und an Dritte nur dann vollständig oder auszugsweise weitergegeben werden, wenn sie folgende Hinweise

enthalten:

- Bayer CropScience ist Eigentümerin der Daten

- Stand der Daten

- Vorbehalt gemäß Bedingung 1

Bei einer auszugsweisen Weitergabe übernimmt der Weitergebende die Verantwortung für die sachliche Richtigkeit des Auszugs.

Internetausgabe, Stand: 25.10.2021

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Luna

Fluopyram 75 g/l & Spiroxamine 200 g/l, Zul. Nr. 008479-00

Zulassungsende: 31.12.2022

Zugelassene Indikationen

Kultur

Anwendungs-

bereich

Schadorganismus

Erläuterung

Stadium

Kultur

Anwendungs-

zeitpunkt

Max. Zahl der

Behandlungen in

dieser Anwendung

Max. Zahl der

Behandlungen für

die Kultur bzw. je

Jahr

Aufwandmenge

Sonstige

Kennzeichnungs-

auflagen

Wartezeit

in Tagen

Anwendungsbezogene

Anwendungsbestimmungen

Weinrebe

Freiland

Echter Mehltau

(Uncinula necator)

Nutzung als

Keltertraube

53 - 73

Infektionsgefahr

bzw. ab

Warndiensthinweis

Basisaufwand:

0,33 l/ha in

maximal 400 l

Wasser/ha

BBCH 61: 0,66 l/ha

in maximal 800 l

Wasser/ha

ab BBCH 71: 1,0 l/

ha in maximal

1.200 l Wasser/ha

WW7091,

WW750, WG734,

WH950, NN134

NW706, NW607-1

Für das Produkt Luna® Max gelten folgende Anwendungsbestimmungen:

(NW468) Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für

indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.

(NW607-1) Die Anwendung des Mittels auf Flächen in Nachbarschaft von Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender

Oberflächengewässer - muss mit einem Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung eingetragen ist.

Dabei sind, in Abhängigkeit von den unten aufgeführten Abdriftminderungsklassen der verwendeten Geräte, die im Folgenden genannten Abstände zu Oberflächengewässern einzuhalten. Für die mit "*"

gekennzeichneten Abdriftminderungsklassen ist, neben dem gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebenen Mindestabstand zu Oberflächengewässern, das Verbot der Anwendung in oder unmittelbar an Gewässern

in jedem Fall zu beachten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.

Weinrebe (Echter Mehltau (Uncinula necator)):

reduzierte Abstände: 50% 20 m, 75% 15 m, 90% 10 m

(NW706) Zwischen behandelten Flächen mit einer Hangneigung von über 2 % und Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführender, aber einschließlich periodisch wasserführender - muss

ein mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsener Randstreifen vorhanden sein. Dessen Schutzfunktion darf durch den Einsatz von Arbeitsgeräten nicht beeinträchtigt werden. Er muss eine Mindestbreite von

20 m haben. Dieser Randstreifen ist nicht erforderlich, wenn: - ausreichende Auffangsysteme für das abgeschwemmte Wasser bzw. den abgeschwemmten Boden vorhanden sind, die nicht in ein

Oberflächengewässer münden, bzw. mit der Kanalisation verbunden sind oder - die Anwendung im Mulch- oder Direktsaatverfahren erfolgt.

(SF276-EEWE) Es ist sicherzustellen, dass bei Nachfolgearbeiten/Inspektionen mit direktem Kontakt zu den behandelten Pflanzen/Flächen nach der Anwendung in Weinbau bis einschließlich Ernte lange

Arbeitskleidung und festes Schuhwerk sowie Schutzhandschuhe getragen werden.

(SF278-2WE) Es ist sicherzustellen, dass die Arbeitszeit in den behandelten Kulturen innerhalb von 2 Tagen nach der Anwendung in Weinbau auf maximal 2 Stunden täglich begrenzt ist. Dabei sind lange

Arbeitskleidung und festes Schuhwerk sowie Schutzhandschuhe zu tragen.

(SS110-1) Beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel sind Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) zu tragen.

(SS120-1) Bei Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels sind Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) zu tragen.

(SS2101) Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.

(SS2202) Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen bei der Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels.

(SS520) Kopfhaube mit Gesichtsschutz tragen bei der Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels.

(SS530) Gesichtsschutz tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.

(SS610) Gummischürze tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.

Für das Produkt Luna® Max gelten folgende Kennzeichnungsauflagen:

(NN134) Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Typhlodromus pyri (Raubmilbe) eingestuft.

(NW262) Das Mittel ist giftig für Algen.

(NW264) Das Mittel ist giftig für Fische und Fischnährtiere.

(SB001) Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.

(SB005) Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Etikett des Produktes bereithalten.

(SB010) Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

(SB111) Für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel sind die Angaben im Sicherheitsdatenblatt und in der Gebrauchsanweisung des

Pflanzenschutzmittels sowie die BVL-Richtlinie "Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (www.bvl.bund.de) zu

beachten.

(SB166) Beim Umgang mit dem Produkt nicht essen, trinken oder rauchen.

(SB199) Wenn das Produkt mittels an den Traktor angebauten, gezogenen oder selbstfahrenden Anwendungsgeräten ausgebracht wird, dann sind nur Fahrzeuge, die mit geschlossenen Überdruckkabinen (z. B.

Kabinenkategorie 3, wenn keine Atemschutzgeräte oder partikelfiltrierenden Masken benötigt werden oder Kabinenkategorie 4, wenn gasdichter Atemschutz erforderlich ist (gemäß EN 15695-1 und -2)) ausgestattet

sind, geeignet, um die persönliche Schutzausrüstung bei der Ausbringung zu ersetzen. Während aller anderen Tätigkeiten außerhalb der Kabine ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung zu tragen. Um

die Kontamination des Kabineninnenraumes zu vermeiden, ist es nicht erlaubt, die Kabine mit kontaminierter persönlicher Schutzausrüstung zu betreten (diese sollte in einer entsprechenden Vorrichtung aufbewahrt

werden). Kontaminierte Handschuhe sollten vor dem Ausziehen abgewaschen werden, beziehungsweise sollten die Hände vor Wiederbetreten der Kabine mit klarem Wasser gereinigt werden.

(SF245-02) Es ist sicherzustellen, dass behandelte Flächen/Kulturen erst nach dem Abtrocknen des Pflanzenschutzmittelbelages wieder betreten werden.

(WG734) Die Anwendung des Mittels kann bei Spontangärung zu Gärverzögerungen führen.

(WH950) Auf der Verpackung ist ein geeignetes Resistenzmanagement anzugeben.

(WH952) Auf der Verpackung und in der Gebrauchsanleitung ist die Angabe zur Kennzeichnung des Wirkungsmechanismus als zusätzliche Information direkt jedem entsprechenden Wirkstoffnamen zuzuordnen.

(WMFC2) Wirkungsmechanismus (FRAC-Gruppe): C2

(WMFG2) Wirkungsmechanismus (FRAC-Gruppe): G2

(WW7091) Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe oder solcher mit Kreuzresistenz können Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um

Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln anderer Wirkstoffgruppen ohne Kreuzresistenz verwenden. Im Zweifel einen Beratungsdienst hinzuziehen.

(WW750) Die maximale Anzahl der Anwendungen ist aus wirkstoffspezifischen Gründen eingeschränkt. Ausreichende Bekämpfung ist damit nicht in allen Fällen zu erwarten. Gegebenenfalls deshalb anschließend

oder im Wechsel Mittel mit anderen Wirkstoffen verwenden.

Für das Produkt Luna® Max gelten folgende Hinweise:

(NB6641) Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich eingestuft

(B4).

(NN1001) Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen relevanter Nutzinsekten eingestuft.

(NN1002) Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen relevanter Raubmilben und Spinnen eingestuft.

Kennzeichnung

Piktogramme:

GHS07 (Ausrufezeichen)

GHS08 (Gesundheitsgefahr)

GHS09 (Umwelt)

Signalwort: Achtung

H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H361d: Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen.

H373: Kann die Organe ( ) schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.

H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.

P333+P313: Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

P501: Inhalt/Behälter in Übereinstimmung mit örtlichen Vorschriften entsorgen.

EUH401: Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

Stand: 08.10.2021

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SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

LUNA MAX

1/14

Version 2 / D

Überarbeitet am: 12.08.2021

102000027141

Druckdatum: 16.08.2021

ABSCHNITT 1: BEZEICHNUNG DES STOFFS BEZIEHUNGSWEISE DES GEMISCHS

UND DES UNTERNEHMENS

1.1 Produktidentifikator

Handelsname

LUNA MAX

UFI

MPE0-N0H5-A00Q-05QN

Produktnummer (UVP)

80897332

1.2 Relevante identifizierte Verwendungen des Stoffs oder Gemischs und Verwendungen, von

denen abgeraten wird

Verwendung

Fungizid

1.3 Einzelheiten zum Lieferanten, der das Sicherheitsdatenblatt bereitstellt

Lieferant

Bayer AG

Kaiser-Wilhelm-Allee 1

51373 Leverkusen

Deutschland

Telefax

+49(0)2173-38-7394

Auskunftsgebender Bereich

Substance Classification & Registration

+49(0)2173-38-3409 (nur während der Geschäftszeiten)

E-Mail: BCS-SDS@bayer.com

Vertrieb

Bayer CropScience Deutschland GmbH

Elisabeth-Selbert-Straße 4a

D-40764 Langenfeld

Deutschland

Telefon: 02173 / 20760

Notfallnummer Vergiftung Mensch/Tier (24 Std./7 Tage):

+49 (0)214/30-20220

1.4 Notrufnummer

Notrufnummer

+49(0)2133-489-99300 (Sicherheitszentrale)

ABSCHNITT 2: MÖGLICHE GEFAHREN

2.1 Einstufung des Stoffs oder Gemischs

Einstufung gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (und nachfolgende Änderungen) über die

Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen.

Sensibilisierung durch Hautkontakt: Kategorie 1

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

Reproduktionstoxizität: Kategorie 2

SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

LUNA MAX

2/14

Version 2 / D

Überarbeitet am: 12.08.2021

102000027141

Druckdatum: 16.08.2021

H361d

Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen.

Spezifische Zielorgan-Toxizität - wiederholte Exposition: Kategorie 2

H373

Kann die Organe (Augen) schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.

Akute aquatische Toxizität: Kategorie 1

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

Langfristig (chronisch) gewässergefährdend: Kategorie 1

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

2.2 Kennzeichnungselemente

Kennzeichnung gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (und nachfolgende Änderungen) über die

Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen.

Kennzeichnungspflichtig.

Gefahrenbestimmende Komponente(n) zur Etikettierung:

Fluopyram

Spiroxamin

Signalwort: Achtung

Gefahrenhinweise

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H361d

Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen.

H373

Kann die Organe (Augen) schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

EUH401

Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

Sicherheitshinweise

P280

Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen.

P333 + P313

Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen.

P501

Inhalt/Behälter in Übereinstimmung mit örtlichen Vorschriften entsorgen.

2.3 Sonstige Gefahren

Neben den genannten Gefahren sind keine zusätzlichen Gefahren bekannt.

Fluopyram: Stoff wird nicht als persistent, bioakkumulierbar und toxisch (PBT) angesehen. Stoff wird

nicht als sehr persistent und sehr bioakkumulierbar (vPvB) angesehen. Spiroxamin: Stoff wird nicht als

persistent, bioakkumulierbar und toxisch (PBT) angesehen. Stoff wird nicht als sehr persistent und

sehr bioakkumulierbar (vPvB) angesehen.

ABSCHNITT 3: ZUSAMMENSETZUNG/ANGABEN ZU BESTANDTEILEN

3.2 Gemische

Chemische Charakterisierung

Suspoemulsion (SE)

Fluopyram 75 g/l + Spiroxamine 200 g/l

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Gefährliche Inhaltsstoffe

Gefahrenhinweise gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008

Name

CAS-Nr. /

EG-Nr. /

REACH Reg. Nr.

Einstufung

Konz. [%]

VERORDNUNG (EG) Nr.

1272/2008

Fluopyram

658066-35-4

619-797-7

Aquatic Chronic 2, H411

7,5

Spiroxamin

118134-30-8

Acute Tox. 4, H302

Acute Tox. 4, H312

Acute Tox. 4, H332

Skin Irrit. 2, H315

Skin Sens. 1, H317

STOT RE 2, H373

Repr. 2, H361d

Aquatic Acute 1, H400

Aquatic Chronic 1, H410

20,0

Reaktionsmasse aus 5-

Chlor-2- methyl-2H-

isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-on

(3:1)

55965-84-9

Acute Tox. 3, H301

Acute Tox. 2, H310

Acute Tox. 2, H330

Skin Corr. 1C, H314

Eye Dam. 1, H318

Skin Sens. 1A, H317

Aquatic Acute 1, H400

Aquatic Chronic 1, H410

> 0,0002 – <

0,0015

1,2-Benzisothiazol-3(2H)-

2634-33-5

220-120-9

01-2120761540-60-xxxx

Acute Tox. 4, H302

Acute Tox. 2, H330

Skin Irrit. 2, H315

Eye Dam. 1, H318

Skin Sens. 1, H317

Aquatic Acute 1, H400

Aquatic Chronic 2, H411

> 0,005 – <

0,05

Weitere Information

Spiroxamin

118134-30-8

M-Faktor: 100 (acute), 100 (chronic)

Reaktionsmasse aus 5-

Chlor-2- methyl-2H-

isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-

on (3:1)

55965-84-9

M-Faktor: 100 (acute), 100 (chronic)

Reaktionsmasse aus 5-

Chlor-2- methyl-2H-

isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-

on (3:1)

55965-84-9

SCL: Skin Corr. 1C; H314: SCL >= 0,6 %

Reaktionsmasse aus 5-

Chlor-2- methyl-2H-

isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-

on (3:1)

55965-84-9

SCL: Skin Irrit. 2; H315: SCL 0,06 - < 0,6 %

Reaktionsmasse aus 5-

Chlor-2- methyl-2H-

55965-84-9

SCL: Eye Dam. 1; H318: SCL >= 0,6 %

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isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-

on (3:1)

Reaktionsmasse aus 5-

Chlor-2- methyl-2H-

isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-

on (3:1)

55965-84-9

SCL: Eye Irrit. 2; H319: SCL 0,06 - < 0,6 %

Reaktionsmasse aus 5-

Chlor-2- methyl-2H-

isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-

on (3:1)

55965-84-9

SCL: Skin Sens. 1A; H317: SCL >= 0,0015 %

1,2-Benzisothiazol-

3(2H)-on

2634-33-5

M-Faktor: 1 (acute)

1,2-Benzisothiazol-

3(2H)-on

2634-33-5

SCL: Skin Sens. 1; H317: SCL >= 0,05 %

Den Volltext der in diesem Abschnitt aufgeführten Gefahrenhinweise finden Sie unter Abschnitt 16.

ABSCHNITT 4: ERSTE-HILFE-MAßNAHMEN

4.1 Beschreibung der Erste-Hilfe-Maßnahmen

Allgemeine Hinweise

Betroffene aus dem Gefahrenbereich bringen. Betroffenen in stabile

Seitenlage legen und transportieren. Verunreinigte Kleidung sofort

ausziehen und sicher entfernen.

Einatmung

An die frische Luft bringen. Betroffenen warm und ruhig lagern. Sofort

einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle

verständigen.

Hautkontakt

Mit viel Wasser und Seife abwaschen, wenn verfügbar mit viel

Polyethylenglycol 400 und anschließend Reinigung mit Wasser. Bei

anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufsuchen.

Augenkontakt

Sofort mit viel Wasser mindestens 15 Minuten lang ausspülen, auch

unter den Augenlidern. Falls Kontaktlinsen vorhanden, diese nach den

ersten 5 Minuten entfernen, dann das Auge weiter spülen. Bei

Auftreten einer andauernden Reizung, ärztliche Betreuung aufsuchen.

Verschlucken

Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. Sofort einen Arzt oder

ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle verständigen.

4.2 Wichtigste akute und verzögert auftretende Symptome und Wirkungen

Symptome

Keine Symptome bekannt oder erwartet.

4.3 Hinweise auf ärztliche Soforthilfe oder Spezialbehandlung

Behandlung

Symptomatische Behandlung. Wenn eine größere Menge

aufgenommen wird, sollte eine Magenspülung nur innerhalb der ersten

beiden Stunden in Betracht gezogen werden. Die Applikation von

Aktivkohle und Natriumsulfat wird aber immer empfohlen. Ein

spezifisches Antidot ist nicht bekannt.

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ABSCHNITT 5: MAßNAHMEN ZUR BRANDBEKÄMPFUNG

5.1 Löschmittel

Geeignet

Wassersprühstrahl, Kohlendioxid (CO2), Schaum, Sand

5.2 Besondere vom Stoff

oder Gemisch ausgehende

Gefahren

Bei Brand kann freigesetzt werden:, Chlorwasserstoff (HCl),

Cyanwasserstoff (Blausäure), Fluorwasserstoff, Kohlenmonoxid (CO),

Stickoxide (NOx)

5.3 Hinweise für die Brandbekämpfung

Besondere

Schutzausrüstung für die

Brandbekämpfung

Explosions- und Brandgase nicht einatmen. Im Brandfall

umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen.

Weitere Angaben

Ausbreitung der Löschflüssigkeiten begrenzen. Ablaufendes Wasser

von der Brandbekämpfung nicht ins Abwasser oder in Wasserläufe

gelangen lassen.

ABSCHNITT 6: MAßNAHMEN BEI UNBEABSICHTIGTER FREISETZUNG

6.1 Personenbezogene Vorsichtsmaßnahmen, Schutzausrüstungen und in Notfällen

anzuwendende Verfahren

Vorsichtsmaßnahmen

Berührung mit verschüttetem Produkt oder verunreinigten

Oberflächen vermeiden. Persönliche Schutzausrüstung verwenden.

6.2 Umweltschutz-

maßnahmen

Nicht in Oberflächenwasser, Kanalisation und Grundwasser gelangen

lassen.

6.3 Methoden und Material für Rückhaltung und Reinigung

Reinigungsverfahren

Mit inertem flüssigkeitsbindendem Material aufnehmen (z.B. Sand,

Silikagel, Säurebindemittel, Universalbindemittel, Sägemehl).

Verschmutzte Gegenstände und Fußboden unter Beachtung der

Umweltvorschriften gründlich reinigen. Zur Entsorgung in geeignete

und verschlossene Behälter geben.

6.4 Verweis auf andere

Abschnitte

Informationen zur sicheren Handhabung siehe Abschnitt 7.

Informationen zur persönlichen Schutzausrüstung siehe Abschnitt 8.

Informationen zur Entsorgung siehe Abschnitt 13.

ABSCHNITT 7: HANDHABUNG UND LAGERUNG

7.1 Schutzmaßnahmen zur sicheren Handhabung

Hinweise zum sicheren

Umgang

Nur in Räumen mit geeigneter Absaugvorrichtung verwenden.

Hygienemaßnahmen

Kontakt mit Haut, Augen und Kleidung vermeiden. Arbeitskleidung

getrennt aufbewahren. Nach der Arbeit sofort Hände waschen,

gegebenenfalls duschen. Beschmutzte Kleidung sofort ausziehen und

vor der Wiederverwendung gründlich reinigen. Nicht reinigungsfähige

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Kleidungsstücke vernichten (verbrennen).

7.2 Bedingungen zur sicheren Lagerung unter Berücksichtigung von Unverträglichkeiten

Wassergefährdungsklasse (Empfehlung des Industrieverbandes Agrar e.V.): Es wird empfohlen,

Pflanzenschutzmittel entsprechend den Sicherheitsanforderungen so zu lagern, wie sie für Stoffe der

WGK 3 zu erfüllen sind.

Anforderungen an

Lagerräume und Behälter

Im Originalbehälter lagern. Behälter dicht geschlossen an einem

trockenen, kühlen und gut gelüfteten Ort aufbewahren. An einem Platz

lagern, der nur berechtigten Personen zugänglich ist. Vor Frost

schützen. Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.

Zusammenlagerungs-

hinweise

Von Nahrungsmitteln, Getränken und Tiernahrung fernhalten.

Lagerklasse (LGK)

6.1D Nicht brennbare, akut toxische Kat. 3 / giftige oder chronisch

wirkende Gefahrstoffe flüssig

Geeignete Werkstoffe

HDPE (Polyethylen hoher Dichte)

Coex HDPE/EVOH/HDPE

7.3 Spezifische

Endanwendungen

Die Anweisungen auf dem Etikett beachten.

ABSCHNITT 8: BEGRENZUNG UND ÜBERWACHUNG DER

EXPOSITION/PERSÖNLICHE SCHUTZAUSRÜSTUNGEN

8.1 Zu überwachende Parameter

Inhaltstoffe

CAS-Nr.

Zu überwachende

Parameter

Stand

Grundlage

Fluopyram

658066-35-4

0,34 mg/m3

(TWA)

OES BCS*

Spiroxamin

118134-30-8

0,6 mg/m3

(SK-SEN)

OES BCS*

Reaktionsmasse aus 5-

Chlor-2- methyl-2H-

isothiazol-3-on und 2-

Methyl-2H-isothiazol-3-on

(3:1)

(einatembarer Anteil.)

55965-84-9

0,2 mg/m3

(MAK)

2013

DFG MAK

*OES BCS: Interner Bayer AG, Crop Science Division Arbeitsplatzgrenzwert (Occupational Exposure

Standard)

8.2 Begrenzung und Überwachung der Exposition

Persönliche Schutzausrüstung

Bei bestimmungsgemäßer Handhabung und Anwendung dieses Produktes bitte die Anweisungen auf

dem Etikett beachten. In allen anderen Fällen die aufgeführten persönlichen Schutzmaßnahmen

anwenden.

Atemschutz

Persönlicher Atemschutz ist unter den vorgesehenen

Expositionsbedingungen nicht notwendig.

Atemschutz sollte nur zum Beherrschen des Restrisikos bei

Kurzzeittätigkeiten dienen, wenn alle praktisch durchführbaren

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Schritte zur Gefährdungsreduzierung an der Gefahrenquelle

eingehalten wurden, z.B. durch Zurückhaltung und/oder lokale

Absaugung. Die Anweisungen des Herstellers des

Atemschutzgerätes betreffend Benutzung und Wartung sind zu

befolgen.

Handschutz

Bitte Angaben des Handschuhlieferanten in Bezug auf

Durchlässigkeit und Durchbruchzeit beachten. Auch die

spezifischen, ortsbezüglichen Bedingungen, unter welchen das

Produkt eingesetzt wird, in Betracht ziehen, wie Schnittgefahr,

Abrieb und Kontaktdauer.

Verunreinigte Handschuhe waschen. Handschuhe entsorgen, wenn

sie innen verunreinigt oder perforiert sind oder wenn die äußere

Verunreinigung nicht entfernt werden kann. Hände regelmäßig und

immer waschen vor dem Essen, Trinken, Rauchen oder Gang zur

Toilette.

Material

Nitrilkautschuk

Durchlässigkeitsrate

> 480 min

Handschuhdicke

> 0,4 mm

Schutzindex

Klasse 6

Richtlinie

Schutzhandschuhe gemäß EN 374.

Augenschutz

Korbbrille tragen (gemäß EN166, Verwendungsbereich = 5 oder

gleichartig).

Haut- und Körperschutz

Standard-Overall und Schutzanzug Kategorie 3 Typ 4 tragen.

Bei dem Risiko einer signifikanten Exposition ist ein höherwertiger

Schutzanzug in Betracht zu ziehen.

Möglichst zwei Schichten Kleidung tragen: Unter einem

Chemieschutzanzug sollte ein Overall aus Polyester/Baumwolle oder

reiner Baumwolle getragen werden. Overalls regelmäßig

professionell reinigen lassen.

Im Falle einer signifikanten Kontamination des Schutzanzuges durch

Spritzer die Verunreinigung soweit wie möglich entfernen und den

Anzug sorgfältig gemäß Anweisung des Herstellers entsorgen.

Allgemeine Schutzmaßnahmen

Bei offenem Umgang und möglichem Produktkontakt:

Vollständiger Chemikalienschutzanzug

ABSCHNITT 9: PHYSIKALISCHE UND CHEMISCHE EIGENSCHAFTEN

9.1 Angaben zu den grundlegenden physikalischen und chemischen Eigenschaften

Form

Flüssigkeit

Farbe

weiß bis beige

Geruch

charakteristisch

Geruchsschwelle

Keine Daten verfügbar

pH-Wert

7,0 - 9,0 (100 %) (23 °C)

Schmelzpunkt/

Schmelzbereich

Keine Daten verfügbar

Siedepunkt

Keine Daten verfügbar

Flammpunkt

> 100 °C

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Kein Flammpunkt - Messung wurde bis zur Siedetemperatur

durchgeführt.

Entzündlichkeit

Keine Daten verfügbar

Selbstentzündungs-

temperatur

Keine Daten verfügbar

Thermische Zersetzung

Keine Daten verfügbar

Zündtemperatur

395 °C

Minimale Zündenergie

Keine Daten verfügbar

Keine Daten verfügbar

Selbstbeschleunigende

Zersetzungstemperatur

(SADT)

Keine Daten verfügbar

Obere Explosionsgrenze

Keine Daten verfügbar

Untere Explosionsgrenze

Keine Daten verfügbar

Dampfdruck

Keine Daten verfügbar

Verdampfungsgeschwindig

keit

Keine Daten verfügbar

Relative Dampfdichte

Keine Daten verfügbar

Relative Dichte

Keine Daten verfügbar

Dichte

ca. 1,00 g/cm³ (20 °C)

Wasserlöslichkeit

mischbar

Verteilungskoeffizient: n-

Octanol/Wasser

Fluopyram: log Pow: 3,3

Spiroxamin: log Pow: 2,8 - 3,0 (20 °C) (pH-Wert 7)

Viskosität, dynamisch

200 - 400 mPa.s (20 °C)

Geschwindigkeitsgefälle 20 /s

Viskosität, kinematisch

Keine Daten verfügbar

Schlagempfindlichkeit

Nicht schlagempfindlich.

Oxidierende Eigenschaften

Keine brandfördernden Eigenschaften

Explosivität

Nicht explosiv

92/69/EWG, A.14 / OECD 113

9.2 Sonstige Angaben

Sonstige sicherheitsrelevante physikalisch-chemische Daten sind nicht

bekannt.

ABSCHNITT 10: STABILITÄT UND REAKTIVITÄT

10.1 Reaktivität

Stabil unter normalen Bedingungen.

10.2 Chemische Stabilität

Stabil unter angegebenen Lagerungsbedingungen.

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10.3 Möglichkeit

gefährlicher Reaktionen

Keine gefährlichen Reaktionen bei vorschriftsmäßiger Lagerung und

Handhabung.

10.4 Zu vermeidende

Bedingungen

Extreme Temperaturen und direkte Sonneneinstrahlung.

10.5 Unverträgliche

Materialien

Nur im Originalbehälter lagern.

10.6 Gefährliche

Zersetzungsprodukte

Keine Zersetzungsprodukte zu erwarten bei bestimmungsgemäßem

Umgang.

ABSCHNITT 11: TOXIKOLOGISCHE ANGABEN

11.1 Angaben zu toxikologischen Wirkungen

Akute orale Toxizität

LD50 (Ratte) > 2.000 mg/kg

Akute inhalative Toxizität

Bei bestimmungsgemäßer und vorausgesehener Verwendung wird kein

atembares Aerosol gebildet.

Akute dermale Toxizität

LD50 (Ratte) > 2.000 mg/kg

Ätz-/Reizwirkung auf die

Haut

Keine Hautreizung (Kaninchen)

Schwere

Augenschädigung/-reizung

Geringe Reizwirkung - nicht kennzeichnungspflichtig. (Kaninchen)

Sensibilisierung der

Atemwege/Haut

Haut: Sensibilisierend (Maus)

OECD Prüfungsrichtlinie 429, lokaler Lymphknotentest (LLNA)

Beurteilung STOT Spezifische Zielorgan-Toxizität - einmalige Exposition

Fluopyram: Aufgrund der verfügbaren Daten sind die Einstufungskriterien nicht erfüllt.

Spiroxamin: Aufgrund der verfügbaren Daten sind die Einstufungskriterien nicht erfüllt.

Beurteilung STOT Spezifische Zielorgan-Toxizität - wiederholte Exposition

Fluopyram verursachte keine spezifische Zielorgan-Toxizität in Tierversuchen.

Spiroxamin verursachte in Tierversuchen an Hunde eine spezifische Zielorgan-Toxizität in den

folgenden Organen: Augen.

Beurteilung Mutagenität

Fluopyram war nicht mutagen oder genotoxisch in einer Reihe von In-vitro- und In-vivo-

Mutagenitätsstudien.

Spiroxamin war nicht mutagen oder genotoxisch in einer Reihe von In-vitro- und In-vivo-

Mutagenitätsstudien.

Beurteilung Kanzerogenität

Fluopyram verursachte bei hohen Dosierungen bei Ratten ein häufigeres Auftreten von Tumoren in den

folgenden Organen: Leber.

Fluopyram verursachte bei hohen Dosierungen bei Mäusen ein häufigeres Auftreten von Tumoren in

den folgenden Organen: Schilddrüse.

Die bei Fluopyram beobachteten Tumore wurden durch einen nicht-genotoxischen Mechanismus, der

bei niedrigen Dosen nicht relevant ist verursacht. Der Mechanismus, der zu dieser Tumorbildung führt,

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ist nicht auf den Menschen übertragbar.

Spiroxamin war nicht krebserzeugend in lebenslangen Fütterungsstudien an Ratten und Mäusen.

Beurteilung Reproduktionstoxizität

Fluopyram verursachte Reproduktionstoxizität in einer Zweigenerationenstudie an der Ratte nur bei

Dosen, die auch für die Elterntiere giftig waren. Die bei Fluopyram beobachtete Reproduktionstoxizität

steht im Zusammenhang mit der parentalen Toxizität.

Spiroxamin verursachte Reproduktionstoxizität in einer Zweigenerationenstudie an der Ratte nur bei

Dosen, die auch für die Elterntiere giftig waren. Die bei Spiroxamin beobachtete Reproduktionstoxizität

steht im Zusammenhang mit der parentalen Toxizität.

Beurteilung Entwicklungstoxizität

Fluopyram verursachte Entwicklungstoxizität nur bei Dosen, die auch systemische Toxizität in den

Muttertieren erzeugten. Die bei Fluopyram beobachteten Entwicklungseffekte stehen im

Zusammenhang mit der maternalen Toxizität.

Spiroxamin verursachte Entwicklungstoxizität nur bei Dosen, die auch systemische Toxizität in den

Muttertieren erzeugten. Die bei Spiroxamin beobachteten Entwicklungseffekte stehen im

Zusammenhang mit der maternalen Toxizität.

Aspirationsgefahr

Aufgrund der verfügbaren Daten sind die Einstufungskriterien nicht erfüllt.

ABSCHNITT 12: UMWELTBEZOGENE ANGABEN

12.1 Toxizität

Toxizität gegenüber Fischen

LC50 (Oncorhynchus mykiss (Regenbogenforelle)) 21,2 mg/l

Expositionszeit: 96 h

Toxizität gegenüber

wirbellosen Wassertieren

EC50 (Daphnia magna (Großer Wasserfloh)) 11,1 mg/l

Expositionszeit: 48 h

Toxizität gegenüber

Wasserpflanzen

IC50 (Raphidocelis subcapitata (Grünalge)) 0,286 mg/l

Wachstumsrate; Expositionszeit: 72 h

12.2 Persistenz und Abbaubarkeit

Biologische Abbaubarkeit

Fluopyram:

Nicht leicht biologisch abbaubar

Spiroxamin:

Nicht leicht biologisch abbaubar

Koc

Fluopyram: Koc: 279

Spiroxamin: Koc: 2415

12.3 Bioakkumulationspotenzial

Bioakkumulation

Fluopyram: Biokonzentrationsfaktor (BCF) 18

Keine Bioakkumulation.

Spiroxamin: Biokonzentrationsfaktor (BCF) 87

Keine Bioakkumulation.

12.4 Mobilität im Boden

Mobilität im Boden

Fluopyram: Mäßig mobil in Böden

Spiroxamin: Schwach mobil in Böden

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12.5 Ergebnisse der PBT- und vPvB-Beurteilung

Ermittlung der PBT- und

vPvB-Eigenschaften

Fluopyram: Stoff wird nicht als persistent, bioakkumulierbar und toxisch

(PBT) angesehen. Stoff wird nicht als sehr persistent und sehr

bioakkumulierbar (vPvB) angesehen.

Spiroxamin: Stoff wird nicht als persistent, bioakkumulierbar und toxisch

(PBT) angesehen. Stoff wird nicht als sehr persistent und sehr

bioakkumulierbar (vPvB) angesehen.

12.6 Andere schädliche Wirkungen

Sonstige ökologische

Hinweise

Es sind keine anderen Wirkungen zu nennen.

ABSCHNITT 13: HINWEISE ZUR ENTSORGUNG

13.1 Verfahren der Abfallbehandlung

Produkt

Produkt kann unter Beachtung der geltenden Vorschriften und

gegebenenfalls nach Rücksprache mit dem Entsorger bzw. der

zuständigen Behörde einer Deponie oder einer Verbrennungsanlage

zugeführt werden.

Verunreinigte

Verpackungen

Nicht restentleerte Verpackungen sind als Sonderabfall zu entsorgen.

Vollständig entleerte und gespülte Behälter dem kostenlosen

Verpackungsrücknahmesystem PAMIRA (PAckMIttel Rücknahme

Agrar) zuführen.

Abfallschlüssel für das

ungebrauchte Produkt

02 01 08* Abfälle von Chemikalien für die Landwirtschaft, die

gefährliche Stoffe enthalten

ABSCHNITT 14: ANGABEN ZUM TRANSPORT

ADR/RID/ADN

14.1 UN-Nummer

3082

14.2 Ordnungsgemäße UN-

Versandbezeichnung

UMWELTGEFAEHRDENDER STOFF, FLUESSIG, N.A.G.

(SPIROXAMINE LOESUNG)

14.3 Transportgefahrenklassen

14.4 Verpackungsgruppe

14.5 Umweltgefährdend Mark

Gefahren-Nr.

Tunnel Code

Diese Klassifizierungsangabe gilt grundsätzlich nicht für die Beförderung im Binnentankschiff. Bitte

zusätzliche Informationen beim Hersteller anfordern.

IMDG

14.1 UN-Nummer

3082

14.2 Ordnungsgemäße UN-

Versandbezeichnung

ENVIRONMENTALLY HAZARDOUS SUBSTANCE, LIQUID,

N.O.S.

(SPIROXAMINE SOLUTION)

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14.3 Transportgefahrenklassen

14.4 Verpackungsgruppe

14.5 Meeresschadstoff

IATA

14.1 UN-Nummer

3082

14.2 Ordnungsgemäße UN-

Versandbezeichnung

ENVIRONMENTALLY HAZARDOUS SUBSTANCE, LIQUID,

N.O.S.

(SPIROXAMINE SOLUTION )

14.3 Transportgefahrenklassen

9

14.4 Verpackungsgruppe

14.5 Umweltgefährdend Mark

14.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Verwender

Siehe Abschnitte 6 bis 8 dieses Sicherheitsdatenblattes.

14.7 Massengutbeförderung gemäß Anhang II des MARPOL-Übereinkommens und gemäß IBC-

Code

Kein Bulktransport gemäss IBC Code.

ABSCHNITT 15: RECHTSVORSCHRIFTEN

15.1 Vorschriften zu Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz/spezifische

Rechtsvorschriften für den Stoff oder das Gemisch

Weitere Angaben

WHO-Klassifizierung: III (Leicht gefährlich)

Registrierungsnummer

008479-00

Wassergefährdungsklasse

WGK 3 stark wassergefährdend

Störfallverordnung

Unterliegt der Störfallverordnung.

Anhang I, Liste gefährlicher Stoffe, Nr. E1

Sonstige Vorschriften

TRGS 510 Lagerung von Gefahrstoffe in ortsbeweglichen Behältern

BG-Merkblatt M 050 "Umgang mit gesundheitsgefährlichen Stoffen"

BG-Merkblatt M 053 "Allgemeine Arbeitsschutzmaßnahmen für den Umgang mit Gefahrstoffen"

15.2 Stoffsicherheitsbeurteilung

Ein Stoffsicherheitsbericht (Chemical Safety Assessment) ist nicht erforderlich.

ABSCHNITT 16: SONSTIGE ANGABEN

Wortlaut der unter Abschnitt 3 aufgeführten Gefahrenhinweise

H301

Giftig bei Verschlucken.

H302

Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H310

Lebensgefahr bei Hautkontakt.

H312

Gesundheitsschädlich bei Hautkontakt.

H314

Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

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H315

Verursacht Hautreizungen.

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H318

Verursacht schwere Augenschäden.

H330

Lebensgefahr bei Einatmen.

H332

Gesundheitsschädlich bei Einatmen.

H361d

Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen.

H373

Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

H411

Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

Abkürzungen und Akronyme

Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung von gefährlichen

Gütern auf Binnenwasserstraßen

Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter

auf der Strasse

Schätzwert Akuter Toxizität

AwSV

Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen

CAS-Nr.

Chemical Abstracts Service Nummer

Effektive Konzentration von x %

EG-Nr.

Europäische Gemeinschaftsnummer

EINECS

Europäisches Verzeichnis der auf dem Markt vorhandenen chemischen Stoffe

ELINCS

European list of notified chemical substances

Europäische Norm

Europäische Union

IATA

International Air Transport Association

International Code for the Construction and Equipment of Ships Carrying Dangerous

Chemicals in Bulk (IBC Code)

Inhibitorische Konzentration von x %

IMDG

International Maritime Dangerous Goods

Konz.

Konzentration

Tödliche Konzentration von x %

Tödliche Dosis von x %

LOEC/LOEL

Niedrigste Konzentration/Dosierung mit beobachtetem Effekt

MARPOL

MARPOL: International Convention for the prevention of marine pollution from ships

N.O.S./N.A.G

Not otherwise specified/ Nicht anderweitig genannt

NOEC/NOEL

Höchste Konzentration/Dosis ohne beobachtete statistisch signifikante Wirkung

OECD

Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Internationale Regelung für den Transport gefährlicher Güter im Schienenverkehr

TA Luft

Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft

TRGS

Technische Regeln für Gefahrstoffe

Zeitbezogene Durchschnittskonzentration

Vereinte Nationen

Wassergefährdungsklasse

Weltgesundheitsorganisation

Die Angaben stützen sich auf den heutigen Stand unserer Kenntnisse. Sie sollen unsere Produkte im

Hinblick auf Sicherheitserfordernisse beschreiben und haben somit nicht die Bedeutung, bestimmte

Eigenschaften zuzusichern.

Die Angaben in diesem Datenblatt entsprechen den in der Verordnung (EU) Nr. 1907/2006 und in der

Verordnung (EU) Nr. 2015/830 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 1907/2006 festgelegten

Anforderungen sowie allen nachfolgenden Anpassungen. Dieses Datenblatt ergänzt die Anweisungen

der Herstellerfirma, ersetzt sie aber nicht. Den darin enthaltenen Angaben wurden die zur Zeit der

Erstellung des Datenblatts vorhandenen Kenntnisse zugrunde gelegt. Überdies werden Anwender an

SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

LUNA MAX

14/14

Version 2 / D

Überarbeitet am: 12.08.2021

102000027141

Druckdatum: 16.08.2021

die Gefahren erinnert, die aus einer zweckfremden Verwendung des Produktes entstehen können. Die

erforderlichen Angaben entsprechen der jeweils gültigen EWG-Gesetzgebung. Angesprochene Kreise

werden gebeten, etwaige darüber hinausgehende nationale Anforderungen zu beachten.

Grund der Überarbeitung:

Geprüft und überarbeitet zu redaktionellen Zwecken.

Abänderungen gegenüber der letzten Ausgabe werden am Rand hervorgehoben. Diese Version

ersetzt alle früheren Ausgaben.

Lesen Sie das vollständige Dokument

Stand: 07.01.2022

Luna

Zulassungsauflagen und Anwendungsbestimmungen in bezug auf Abstände zu Oberflächengewässern (NW-Sätze), Hangneigung und Nichtzielorganismen

Abstand zu Oberflächengewässern in m

zu Saumkulturen angrenzende 20 m mit mind. x %

driftmindernder Technik

abtriftmindernde

Technik

bewachsener

Randstreifen

abtriftmindernde Technik

Einstufung

Bienengefährdung

Kultur

Schadorganismus /

Indikation

Aufwandmenge

Anwendungstermin

Standard

bei > 2%

Hangneigung

Standard

Auflage für drainierte

Flächen

Wartezeit

solo

Auflagen

Weinrebe

Echter Mehltau (Uncinula

necator)

Basisaufwand: 0,33 l/ha in maximal 400

l Wasser/ha

BBCH 61: 0,66 l/ha in maximal 800 l

Wasser/ha

ab BBCH 71: 1,0 l/ha in maximal 1.200 l

Wasser/ha

bei Infektionsgefahr bzw. ab

Warndiensthinweis

20 m

15 m

10 m

20 m

NB6641

G: Genehmigung für Lückenindikation

*: Bundeslandspezifischen Mindestabstand zu Oberflächengewässern beachten.

NB6611: Das Mittel wird als bienengefährlich eingestuft (B1). Es darf nicht auf blühende oder von Bienen beflogene Pflanzen ausgebracht werden; dies gilt auch für Unkräuter. Bienenschutzverordnung vom 22. Juli 1992, BGBl. I S. 1410, beachten.

NB6621: Das Mittel wird als bienengefährlich, außer bei Anwendung nach dem Ende des täglichen Bienenfluges in dem zu behandelnden Bestand bis 23.00 Uhr, eingestuft(B2).Es darf außerhalb dieses Zeitraums nicht auf blühende oder von Bienen beflogene Pflanzen ausgebracht werden; dies gilt auch für

Unkräuter.Bienenschutzverordnung vom 22.Juli 1992, BGBl.I S. 1410, beachten.

NB663: Aufgrund der durch die Zulassung festgelegten Anwendungen des Mittels werden Bienen nicht gefährdet(B3).

NB6641: Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich eingestuft(B4).

NB6613: Das Mittel darf an blühenden Pflanzen und an Pflanzen, die von Bienen beflogen werden, nicht in Mischung mit Fungiziden aus der Gruppe der Ergosterol-Biosynthese - Hemmer angewendet werden, es sei denn, die Anwendung dieser Mischung an blühenden Pflanzen und an Pflanzen, die von Bienen

beflogen werden, ist ausweislich der Gebrauchsanleitung des Fungizids erlaubt.Die Bienenschutzverordnung in der geltenden Fassung ist zu beachten

NB6645: Das Mittel darf in Mischung mit einem als nicht bienengefährlich eingestuften Insektizid aus der Gruppe der Neonikotinoide an blühenden Pflanzen und Pflanzen, die von Bienen beflogen werden, angewendet werden, sofern dies ausweislich der Gebrauchsanleitung des Insektizids erlaubt ist.

F: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B.Ernte) verbleibt bzw.die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich.

N: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung.

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