Losartan Heumann 100 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

15-05-2018

Fachinformation Fachinformation (SPC)

21-02-2017

Wirkstoff:
Losartan-Kalium
Verfügbar ab:
Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG (8120809)
ATC-Code:
C09CA01
INN (Internationale Bezeichnung):
Losartan potassium
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Losartan-Kalium (26551) 100 Milligramm
Verabreichungsweg:
zum Einnehmen
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
96070.00.00
Berechtigungsdatum:
2016-11-02

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GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

Losartan Heumann 25 mg Filmtabletten

Losartan Heumann 50 mg Filmtabletten

Losartan Heumann 100 mg Filmtabletten

Losartan-Kalium

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie

Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch

für

Nebenwirkungen,

nicht

dieser

Packungsbeilage

angegeben

sind.

Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Losartan Heumann und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Losartan Heumann beachten?

Wie ist Losartan Heumann einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Losartan Heumann aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST LOSARTAN HEUMANN UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Losartan gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

bezeichnet werden. Die Substanz Angiotensin II wird im Körper gebildet und hilft, den Blutdruck zu

regulieren. Sie verbindet sich mit bestimmten Bindungsstellen (Rezeptoren) in den Blutgefäßen.

Dadurch werden diese enger und der Blutdruck steigt. Bei Bluthochdruck ist Angiotensin II an der

Aufrechterhaltung des überhöhten Blutdrucks beteiligt. Der Wirkstoff Losartan blockiert die Bindung

von Angiotensin II an diese Rezeptoren, so dass die Blutgefäße entspannt werden und der bei der

Bluthochdruckerkrankung überhöhte Blutdruck sinkt.

Losartan verlangsamt die Verschlechterung der Nierenfunktion bei Patienten mit hohem Blutdruck und

Zuckerkrankheit (Typ-2-Diabetes).

Losartan Heumann wird angewendet:

zur Behandlung von Patienten mit Bluthochdruck (Hypertonie), d. h. von Erwachsenen sowie

Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren;

zum Schutz der Nieren bei Patienten mit Bluthochdruck und Zuckerkrankheit (Typ-2-Diabetes

mellitus) und durch Laboruntersuchungen nachgewiesener beeinträchtigter Nierenfunktion mit

einer Eiweißausscheidung ≥ 0,5 g pro Tag im Urin (bei dieser Erkrankung enthält der Urin eine

krankhaft hohe Eiweißmenge);

zur Behandlung von Patienten mit Herzleistungsschwäche - wenn Ihrem Arzt die Behandlung mit

einem

ACE-Hemmer

(Angiotensin-Konversions-Enzym-Hemmer,

blutdrucksenkendes

Arzneimittel)

nicht

geeignet

erscheint.

Wenn

Ihre

Herzleistungsschwäche

einem

ACE-

Hemmer stabil eingestellt ist, sollten Sie nicht auf Losartan umgestellt werden.

Behandlung

Patienten

Bluthochdruck

einer

Wandverdickung

linken

Herzkammer. Losartan Heumann vermindert das Risiko eines Schlaganfalls.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON LOSARTAN HEUMANN BEACHTEN?

Losartan Heumann darf nicht eingenommen werden,

wenn

allergisch

gegen

Losartan

oder

einen

Abschnitt

genannten

sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Ihre Leberfunktion deutlich eingeschränkt ist.

wenn Sie mehr als 3 Monate schwanger sind. (Es wird empfohlen, Losartan Heumann auch in der

frühen Phase der Schwangerschaft nicht anzuwenden, siehe Abschnitt „Schwangerschaft und

Stillzeit“.)

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem

blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Losartan Heumann einnehmen.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten).

Einnahme

Losartan

Heumann

frühen

Phase

Schwangerschaft

wird

nicht

empfohlen,

Losartan

Heumann

darf

nicht

mehr

nach

dem dritten Schwangerschaftsmonat

eingenommen werden, da die Einnahme von Losartan Heumann in diesem Stadium zu schweren

Missbildungen

Ihres

ungeborenen

Kindes

führen

kann

(siehe

Abschnitt

„Schwangerschaft

Stillzeit“).

Halten Sie vor der Einnahme von Losartan Heumann Rücksprache mit Ihrem Arzt:

wenn Sie bereits einmal eine Überempfindlichkeitsreaktion mit Schwellungen von Gesicht, Lippen,

Rachen und/oder Zunge (Angioödem) hatten (siehe auch Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen

sind möglich?“).

wenn Sie unter starkem Erbrechen oder Durchfall mit einem großen Flüssigkeits- und/oder

Salzverlust Ihres Körpers leiden.

wenn Sie Arzneimittel zur Entwässerung, welche die Urinausscheidung über die Nieren erhöhen

(Diuretika), einnehmen oder eine kochsalzarme oder eine kaliumarme Diät einhalten, wodurch es

zu einem starken Flüssigkeits- und Salzverlust Ihres Körpers kommen kann (siehe Abschnitt 3.

„Dosierung bei speziellen Patientengruppen“).

wenn bei Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Verengung oder Blockade der zu den Nieren

führenden Blutgefäße (Nierenarterienstenose) leiden oder vor kurzem eine Nierentransplantation

hatten.

wenn Sie an einer Leberfunktionsstörung leiden (siehe Abschnitt 2. „Losartan Heumann darf nicht

eingenommen werden“ und 3. „Dosierung bei speziellen Patientengruppen“).

wenn Sie an Herzleistungsschwäche mit oder ohne Beeinträchtigung der Nierenfunktion oder

gleichzeitig an schweren lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen leiden. Besondere Vorsicht

ist notwendig, wenn Sie gleichzeitig mit bestimmten Blutdrucksenkern (Betablocker) behandelt

werden.

wenn Sie an einer Erkrankung der Herzklappen oder des Herzmuskels leiden.

wenn Sie an einer Erkrankung der Herzkranzgefäße (verursacht durch Mangeldurchblutung der

Blutgefäße des Herzens) oder der Blutgefäße des Gehirns (verursacht durch Mangeldurchblutung

des Gehirns) leiden.

wenn Sie an einer Erkrankung leiden, die mit einer erhöhten Ausschüttung des Hormons

Aldosteron aus der Nebenniere einhergeht (primärer Hyperaldosteronismus).

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

einen

ACE-Hemmer

Enalapril,

Lisinopril,

Ramipril),

insbesondere

wenn

Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B. Kalium)

in Ihrem Blut in regelmäβigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Losartan Heumann darf nicht eingenommen werden“.

Kinder und Jugendliche

Losartan wurde bei Kindern untersucht. Bitte besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob und in welcher

Dosierung Ihr Kind mit Losartan behandelt werden kann.

Die Anwendung von Losartan wird nicht für

Kinder empfohlen, die an Nieren- oder Lebererkrankungen leiden, da für diese Patientengruppen

begrenzt Daten zur Verfügung stehen.

Losartan

Heumann

wird

nicht

Anwendung

für

Kinder

unter

Jahren

empfohlen,

Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht erwiesen ist.

Einnahme von Losartan Heumann zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere

Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie zusätzlich zur Behandlung mit Losartan Heumann eines der

folgenden Arzneimittel anwenden:

andere Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks, da sie den Blutdruck zusätzlich senken

können. Der Blutdruck kann auch durch eines der folgenden Arzneimittel/Arzneimittelklassen

gesenkt

werden:

Arzneimittel

gegen

Depressionen

(trizyklische

Antidepressiva),

Arzneimittel

gegen

bestimmte

psychiatrische

Erkrankungen

(Antipsychotika),

Arzneimittel

muskelerschlaffender

Wirkung

(Baclofen),

Arzneimittel

Rahmen

einer

Krebsbehandlung

(Amifostin);

Arzneimittel, die Kalium im Körper zurückhalten oder den Kaliumspiegel im Blut erhöhen (z. B.

Kaliumergänzungsmittel, kaliumhaltige Salzersatzmittel oder kaliumsparende Arzneimittel wie

bestimmte Arzneimittel zur Entwässerung [Diuretika] [Amilorid, Spironolacton, Triamteren], oder

Heparin);

Arzneimittel gegen Entzündungen und gegen Schmerzen (nicht-steroidale Antirheumatika) wie

Indometacin,

einschließlich

COX-2-Hemmern,

blutdrucksenkende

Wirkung

Losartan vermindern können.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen

treffen:

wenn

einen

ACE-Hemmer

oder

Aliskiren

einnehmen (siehe auch Abschnitte „Losartan

Heumann darf nicht eingenommen werden“ und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann sich bei gleichzeitiger Einnahme dieser Arzneimittel die

Nierenfunktion weiter verschlechtern.

Lithiumhaltige Arzneimittel, z. B. gegen Depressionen, sollten ohne enge ärztliche Überwachung nicht

in Kombination mit Losartan eingenommen werden. Besondere Vorsichtsmaßnahmen, wie z. B.

Blutuntersuchungen, können angebracht sein.

Einnahme von Losartan Heumann zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Losartan Heumann kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn

schwanger

sind

oder

stillen,

oder

wenn

vermuten,

schwanger

sein

oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt

oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten).

In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Losartan Heumann vor einer Schwangerschaft bzw.

sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel

empfehlen. Die Anwendung von Losartan Heumann in der frühen Schwangerschaft wird nicht

empfohlen

Losartan

Heumann

darf

nicht

mehr

nach

dritten

Schwangerschaftsmonat

eingenommen werden, da die Einnahme von Losartan Heumann in diesem Stadium zu schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Losartan Heumann

wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen; Ihr Arzt kann eine andere Behandlung für

Sie wählen, wenn Sie stillen wollen, vor allem, solange Ihr Kind im Neugeborenenalter ist oder wenn

es eine Frühgeburt war.

Fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zur Verkehrstüchtigkeit und der Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

durchgeführt. Es ist unwahrscheinlich, dass Losartan Heumann die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflusst. Allerdings kann Losartan, wie viele andere

blutdrucksenkende Arzneimittel, Schwindel oder Müdigkeit bei einigen Personen verursachen. Sollten

bei Ihnen Schwindel oder Müdigkeit auftreten, fragen Sie Ihren Arzt um Rat, bevor Sie solchen

Tätigkeiten nachgehen.

Losartan Heumann enthält Lactose (Milchzucker)

Bitte nehmen Sie daher Losartan Heumann erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie an einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3.

WIE IST LOSARTAN HEUMANN EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt wird die für Sie geeignete Dosis auswählen, abhängig von Ihrer Erkrankung und davon, ob

Sie noch andere Arzneimittel einnehmen. Es ist wichtig, dass Sie Losartan Heumann so lange

einnehmen, wie Ihr Arzt es Ihnen verordnet hat. Dies führt zu einer reibungslosen Senkung des

Blutdrucks.

Erwachsene Patienten mit Bluthochdruck

Behandlung

beginnt

üblicherweise

Losartan

einmal

täglich.

maximale

blutdrucksenkende Wirkung wird gewöhnlich etwa 3 - 6 Wochen nach Behandlungsbeginn erreicht.

Bei einigen Patienten kann die Dosis auf 100 mg Losartan einmal täglich erhöht werden. Bitte

sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Losartan zu stark

oder zu schwach ist.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Kinder im Alter von unter 6 Jahren

Losartan

Heumann

wird

nicht

Anwendung

für

Kinder

unter

Jahren

empfohlen,

Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht erwiesen ist.

Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren

Die empfohlene Anfangsdosis bei Patienten zwischen 20 und 50 kg beträgt 0,7 mg Losartan pro

Kilogramm

Körpergewicht

einmal

täglich

angewendet,

entsprechend

Losartan;

unzureichender Senkung des Blutdrucks kann der Arzt die Dosis erhöhen.

Für Kinder sind andere Darreichungsformen bzw. Stärken dieses Arzneimittels möglicherweise besser

geeignet; bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach.

Erwachsene Patienten mit Bluthochdruck und Zuckerkrankheit (Typ-2-Diabetes mellitus)

Die Behandlung beginnt üblicherweise mit 50 mg Losartan einmal täglich. Die Dosis kann später auf

100 mg Losartan einmal täglich erhöht werden, in Abhängigkeit vom Ansprechen des Blutdrucks.

Losartan Tabletten können sowohl zusammen mit anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln (z. B.

Entwässerungsmitteln,

Calciumantagonisten,

Alpha-

oder

Betarezeptorenblockern

sowie

zentral

wirksamen Antihypertonika) als auch mit Insulin und anderen häufig verwendeten Arzneimitteln zur

Senkung

Blutzuckers

Sulfonylharnstoffen,

Glitazonen

Glucosidasehemmern)

eingenommen werden.

Erwachsene Patienten mit Herzleistungsschwäche

Die Behandlung beginnt üblicherweise mit 12,5 mg Losartan einmal täglich.

Im Allgemeinen solllte die Dosis schrittweise wöchentlich erhöht werden (d. h. 12,5 mg täglich

während der ersten Woche, 25 mg täglich während der 2. Woche, 50 mg täglich während der 3.

Woche) bis zur üblichen Erhaltungsdosis von 50 mg Losartan täglich, abhängig von Ihrer Erkrankung.

Bei der Behandlung der Herzschwäche wird Losartan üblicherweise mit einem Arzneimittel zur

Entwässerung

über

Nieren

Erhöhung

Urinmenge

(Diuretikum)

und/oder

einem

bestimmten Arzneimittel zur Stärkung des Herzens (Digitalis) und/oder einer bestimmten Gruppe

blutdrucksenkender Arzneimittel (Betablocker) kombiniert.

Dosierung bei speziellen Patientengruppen

Der Arzt kann zu einer niedrigeren Dosis raten, insbesondere zu Behandlungsbeginn bei Patienten,

die mit hohen Dosen harntreibender Arzneimittel behandelt werden, bei Patienten mit Störungen der

Leberfunktion oder bei Patienten über 75 Jahre. Die Anwendung von Losartan bei Patienten mit

schwerer Einschränkung der Leberfunktion wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt „Losartan Heumann

darf nicht eingenommen werden").

Einnahme

Die Tabletten sollten mit einem Glas Wasser geschluckt werden.

Versuchen Sie, Losartan Heumann täglich zur gleichen Zeit einzunehmen.

Es ist wichtig, dass Sie Losartan Heumann solange einnehmen, wie mit dem Arzt vereinbart ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Losartan Heumann eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viele Tabletten eingenommen haben, oder wenn ein Kind Tabletten

geschluckt hat, wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt. Anzeichen einer Überdosierung sind

niedriger Blutdruck, ein zu schneller, aber möglicherweise auch zu langsamer Herzschlag.

Wenn Sie die Einnahme von Losartan Heumann vergessen haben

Wenn Sie versehentlich die Einnahme Ihrer täglichen Dosis vergessen haben, nehmen Sie bitte die

nächste Dosis wie verordnet. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige

Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Nehmen Sie Losartan Heumann nicht mehr ein und informieren Sie sofort Ihren Arzt oder begeben

sich in das nächstgelegene medizinische Notfallzentrum, falls folgende Beschwerden bei Ihnen

auftreten:

Eine schwerwiegende allergische Reaktion, die gekennzeichnet ist durch Hautausschlag, Juckreiz,

Schwellung

Gesicht,

Lippen,

Mund

oder

Rachen,

Atembeschwerden

oder

Schluckbeschwerden verursachen kann.

Dies ist eine schwerwiegende, aber seltene Nebenwirkung (betrifft mehr als einen von 10.000, aber

weniger als einen von 1.000 Patienten). Sie benötigen möglicherweise notärztliche Versorgung oder

müssen in ein Krankenhaus eingewiesen werden.

Über folgende Nebenwirkungen wurde bei Losartan Heumann berichtet:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Schwindel

niedriger Blutdruck (besonders nach starkem Flüssigkeitsverlust, z. B. bei Patienten mit schwerer

Herzleistungsschwäche oder unter Behandlung mit hochdosierten Entwässerungstabletten)

dosisabhängige

Wirkungen

Blutdruckabfall

bzw.

Kreislaufstörungen

beim

Wechsel

Liegen oder Sitzen zum Stehen (orthostatische Wirkungen)

Schwächegefühl

Müdigkeit

zu niedriger Blutzucker (Hypoglykämie)

zu viel Kalium im Blut (Hyperkaliämie)

Verminderung der Anzahl der roten Blutzellen (Anämie)

Veränderungen der Nierenfunktion einschließlich Nierenversagen

Anstieg von Blutharnstoff, Anstieg von Serum-Kreatinin und Serum-Kalium bei Patienten mit

Herzleistungsschwäche

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Schläfrigkeit

Kopfschmerzen

Schlafstörungen

Herzklopfen oder -rasen (Palpitationen)

starke Schmerzen im Brustkorb/Herzengegefühl (Angina pectoris)

Kurzatmigkeit (Dyspnoe)

Bauchschmerzen

Verstopfung

Durchfall

Übelkeit

Erbrechen

Nesselsucht (Urtikaria)

Juckreiz (Pruritus)

Hautausschlag

auf bestimmte Körperregionen begrenzte Schwellungen (Ödeme)

Husten

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Überempfindlichkeitsreaktionen

schwerwiegende allergische Reaktion, die gekennzeichnet ist durch Hautausschlag, Juckreiz,

Schwellung

Gesicht,

Lippen,

Mund

oder

Rachen,

Atembeschwerden

oder

Schluckbeschwerden verursachen kann (Angioödem)

Gefäßentzündungen (Vaskulitis einschließlich Purpura Schoenlein-Henoch)

Taubheitsgefühl oder Kribbeln (Parästhesien)

Ohnmacht (Synkope)

Herzrasen und Herzrhythmusstörungen (z. B. Vorhofflimmern)

Schlaganfall

Leberentzündung (Hepatitis)

erhöhte Werte eines bestimmten Leberenzyms (Alaninaminotransferase, „ALT“; Labortest zur

Untersuchung

Leberfunktion)

Blut,

nach

Beendigung

Behandlung

üblicherweise

rückläufig

Häufigkeit nicht bekannt (da auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Verminderung der Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie)

Migräne

Störungen der Leberfunktion

Muskel- und Gelenkschmerzen

grippeähnliche Beschwerden

Rückenschmerzen und Harnwegsinfektionen

erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut, möglicherweise mit Rötungen nach Sonneneinstrahlung

(Photosensitivität)

unerklärliche Muskelschmerzen mit dunklem (teefarbenem) Urin (Rhabdomyolyse)

Impotenz

Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)

niedrige Blutnatriumspiegel (Hyponatriämie)

Depression

allgemeines Unwohlsein

Klingeln, Summen, Dröhnen oder Klicken in den Ohren (Tinnitus)

verändertes Geschmacksempfinden (Dysgeusie)

Die Nebenwirkungen bei Kindern ähneln den bei Erwachsenen beschriebenen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte,

Abt.

Pharmakovigilanz,

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee

53175

Bonn,

Website:

www.bfarm.de,

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST LOSARTAN HEUMANN AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

dürfen

dieses

Arzneimittel

nach

Umkarton

Blisterpackung

nach

„Verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich

auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Öffnen Sie die

Blisterpackung erst, wenn Sie das Arzneimittel einnehmen wollen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu

entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Losartan Heumann enthält

Der Wirkstoff ist: Losartan-Kalium.

Losartan Heumann 25 mg

Jede Losartan Heumann 25 mg Filmtablette enthält 25 mg Losartan-Kalium.

Losartan Heumann 50 mg

Jede Losartan Heumann 50 mg Filmtablette enthält 50 mg Losartan-Kalium.

Losartan Heumann 100 mg

Jede Losartan Heumann 100 mg Filmtablette enthält 100 mg Losartan-Kalium.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat,

vorverkleisterte

Maisstärke,

mikrokristalline

Cellulose,

Magnesiumstearat [pflanzlich] (Ph. Eur.).

Filmüberzug: Hyprolose, Hypromellose, Titandioxid (E 171).

Wie Losartan Heumann aussieht und Inhalt der Packung

Losartan Heumann ist in Form von runden, weißen, nicht-teilbaren Filmtabletten mit einem Losartan-

Kalium-Gehalt von 25 mg, 50 mg bzw. 100 mg erhältlich.

Losartan Heumann 25 mg ist in folgenden Packungsgrößen erhältlich:

PVC/PE/PVdC-Alu-Blisterpackungen mit 7, 10, 14, 15, 21, 28, 50, 56, 90, 98, 100, 210 oder 280

Filmtabletten.

Losartan Heumann 50 mg und 100 mg ist in folgenden Packungsgrößen erhältlich:

PVC/PE/PVdC-Alu-Blisterpackungen mit 7, 10, 14, 15, 21, 28, 30, 50, 56, 90, 98, 100, 210 oder 280

Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

HEUMANN PHARMA

GmbH & Co. Generica KG

Südwestpark 50 · 90449 Nürnberg

Telefon/Telefax: 0700 4386 2667

E-Mail: info@heumann.de

Mitvertrieb:

Heunet Pharma GmbH

Südwestpark 50

90449 Nürnberg

Hersteller

HEUMANN PHARMA

GmbH & Co. Generica KG

Südwestpark 50 · 90449 Nürnberg

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Dänemark

Losartankalium

„Liconsa"

filmovertrukne

tabletter

Niederlande

Losartankalium Xiromed 25 mg, 50 mg, 100 mg filmomhulde tabletten

Vereinigtes Königreich

Losartan potassium 25 mg, 50 mg, 100 mg film-coated tablets

Deutschland

Losartan Heumann 25 mg, 50 mg, 100 mg Filmtabletten

Frankreich

Losartan potassium Liconsa

Spanien

Losartan Mabo 50 mg, 100 mg comprimidos recubiertos con película

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Februar 2018.

Liebe Patientin,

lieber Patient,

Ihr Arzt hat Ihnen Losartan Heumann Filmtabletten, ein Arzneimittel mit dem bewährten Wirkstoff

Losartan, verordnet.

Dieses Arzneimittel soll Ihnen helfen, schneller beschwerdefrei zu werden. Damit Losartan Heumann

Filmtabletten ihre Wirkung optimal entfalten können, ist es wichtig, dass Sie sich genau an die

Einnahmevorschriften Ihres Arztes halten und die Angaben in der Gebrauchsinformation beachten.

Zur besseren Erinnerung können Sie die Anweisungen zur Anwendung in das dafür bestimmte Feld

auf der Packungsrückseite eintragen.

Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker, die Ihnen gerne weiterhelfen.

Wir wünschen Ihnen gute Besserung!

Verschreibungspflichtig

Fachinformation

1.

Bezeichnung der Arzneimittel

Losartan Heumann 25 mg Filmtabletten

Losartan Heumann 50 mg Filmtabletten

Losartan Heumann 100 mg Filmtabletten

2.

Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Losartan Heumann 25 mg Filmtabletten

Jede Losartan Heumann 25 mg Filmtablette enthält 25 mg Losartan-Kalium.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Losartan Heumann 25 mg Filmtablette enthält 12,75 mg Lactose-Monohydrat.

Losartan Heumann 50 mg Filmtabletten

Jede Losartan Heumann 50 mg Filmtablette enthält 50 mg Losartan-Kalium.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Losartan Heumann 50 mg Filmtablette enthält 25,50 mg Lactose-Monohydrat.

Losartan Heumann 100 mg Filmtabletten

Jede Losartan Heumann 100 mg Filmtablette enthält 100 mg Losartan-Kalium.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Losartan Heumann 100 mg Filmtablette enthält 51,00 mg Lactose-Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

Darreichungsform

Filmtablette

Losartan Heumann 25 mg Filmtabletten

Runde, weiße Filmtabletten.

Losartan Heumann 50 mg Filmtabletten

Runde, weiße Filmtabletten.

Losartan Heumann 100 mg Filmtabletten

Runde, weiße Filmtabletten.

4.

Klinische Angaben

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung der essentiellen Hypertonie bei Erwachsenen sowie bei Kindern und Jugendlichen im

Alter von 6 bis 18 Jahren.

Behandlung einer Nierenerkrankung bei erwachsenen Patienten mit Hypertonie und Typ-2-

Diabetes mellitus mit einer Proteinurie ≥ 0,5 g/Tag als Teil einer antihypertensiven Behandlung

(siehe Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1).

Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz bei erwachsenen Patienten, wenn die Behandlung

einem

„Angiotensin-Converting-Enzyme“

(ACE)-Hemmer

wegen

Unverträglichkeit,

insbesondere

Husten

oder

Gegenanzeige

nicht

geeignet

erachtet

wird.

Patienten

Herzinsuffizienz, die mit einem ACE-Hemmer stabil eingestellt sind, sollten nicht auf Losartan

umgestellt werden. Die Patienten sollen eine erniedrigte linksventrikuläre Ejektionsfraktion

40 %

aufweisen sowie unter bestehender Therapie der chronischen Herzinsuffizienz klinisch stabil sein.

Reduktion

Schlaganfallrisikos

erwachsenen

hypertonen

Patienten

EKG-

dokumentierter

linksventrikulärer

Hypertrophie

(siehe

Abschnitt

5.1:

LIFE-Studie,

ethnische

Zugehörigkeit).

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Hypertonie

Die übliche Anfangs- und Erhaltungsdosis beträgt für die meisten Patienten 50 mg einmal täglich. Die

maximale blutdrucksenkende Wirkung wird etwa 3 - 6 Wochen nach Therapiebeginn erreicht. Eine

Erhöhung der Dosis auf 100 mg einmal täglich (morgens) kann bei manchen Patienten zu einem

besseren Erfolg führen.

Losartan

kann

zusammen

anderen

Antihypertonika,

insbesondere

Diuretika

Hydrochlorothiazid), gegeben werden (siehe Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1).

Hypertoniepatienten mit Typ-2-Diabetes mellitus mit einer Proteinurie ≥ 0,5 g/Tag

übliche

Anfangsdosis

beträgt

einmal

täglich.

Dosis

kann,

abhängig

Blutdrucksenkung, ab einem Monat nach Behandlungsbeginn auf 100 mg einmal täglich erhöht

werden.

Losartan

kann

sowohl

zusammen

anderen

Antihypertonika

Diuretika,

Calciumantagonisten, Alpha- oder Betarezeptorenblockern sowie zentral wirksamen Antihypertonika)

(siehe Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1) als auch mit Insulin und anderen häufig angewendeten

Antidiabetika (z. B. Sulfonylharnstoffen, Glitazonen und Glucosidasehemmern) gegeben werden.

Herzinsuffizienz

Die übliche Anfangsdosis von Losartan bei Patienten mit Herzinsuffizienz beträgt 12,5 mg einmal

täglich. Im Allgemeinen sollte die Dosis, abhängig von der individuellen Verträglichkeit, im Abstand

von jeweils einer Woche (d. h. 12,5 mg täglich, 25 mg täglich, 50 mg täglich) bis auf die übliche

Erhaltungsdosis von 50 mg einmal täglich erhöht werden.

Reduktion

des

Schlaganfallrisikos

bei

hypertonen

Patienten

mit

EKG-dokumentierter

linksventrikulärer Hypertrophie

übliche

Anfangsdosis

Losartan

beträgt

einmal

täglich.

Abhängigkeit

Ansprechen des Blutdrucks sollte eine niedrige Dosis von Hydrochlorothiazid zusätzlich verabreicht

und/oder die Dosis von Losartan auf 100 mg einmal täglich erhöht werden.

Besondere Patientengruppen

Anwendung bei Patienten mit intravaskulärem Flüssigkeitsverlust

Bei Patienten mit intravaskulärem Flüssigkeitsverlust (z. B. Patienten, die mit Diuretika in hohen

Dosen behandelt werden), sollte eine Anfangsdosis von 25 mg einmal täglich in Betracht gezogen

werden (siehe Abschnitt 4.4).

Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und Patienten mit Hämodialyse

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und Patienten mit Hämodialyse ist keine Änderung

der Anfangsdosierung erforderlich.

Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion in der Vorgeschichte sollte eine niedrigere Dosis in

Betracht

gezogen

werden.

gibt keine therapeutische Erfahrung bei Patienten mit schwerer

Einschränkung der Leberfunktion. Daher ist Losartan bei Patienten mit schwerer Einschränkung der

Leberfunktion kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Kinder und Jugendliche

6 Monate bis unter 6 Jahren

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Losartan bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis unter 6 Jahren

ist nicht erwiesen. Zurzeit vorliegende Daten werden in den Abschnitten 5.1 und 5.2 beschrieben; eine

Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht gegeben werden.

6 Jahre bis 18 Jahre

Für Patienten, die Tabletten schlucken können, beträgt die empfohlene Dosierung 25 mg einmal

täglich bei einem Körpergewicht zwischen 20 kg und 50 kg (in Ausnahmefällen kann die Dosis bis

maximal

einmal

täglich

erhöht

werden).

Eine

Dosisanpassung

sollte

entsprechend

erreichten Blutdrucksenkung erfolgen.

Bei Patienten über 50 kg beträgt die übliche Dosis 50 mg einmal täglich. In Ausnahmefällen kann die

Dosis auf maximal 100 mg einmal täglich angehoben werden. Dosierungen über 1,4 mg/kg (oder über

100 mg) täglich wurden bei pädiatrischen Patienten nicht untersucht.

Die Anwendung von Losartan wird bei Kindern unter 6 Jahren nicht empfohlen, da für diese

Patientengruppe begrenzt Daten zur Verfügung stehen.

Aufgrund fehlender Daten wird Losartan bei Kindern mit einer glomerulären Filtrationsrate unter 30

ml/min/1,73 m² nicht empfohlen (siehe auch Abschnitt 4.4).

Losartan wird auch nicht bei Kindern mit eingeschränkter Leberfunktion empfohlen (siehe auch

Abschnitt 4.4).

Anwendung bei älteren Patienten

Obwohl bei Patienten über 75 Jahren eine niedrigere Initialdosis von 25 mg in Erwägung gezogen

werden sollte, ist eine Dosisanpassung bei älteren Patienten im Allgemeinen nicht notwendig.

Art der Anwendung

Losartan Tabletten sollten mit einem Glas Wasser geschluckt werden.

Losartan kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6)

Schwere Einschränkung der Leberfunktion

Die gleichzeitige Anwendung von Losartan mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei Patienten

Diabetes

mellitus

oder

eingeschränkter

Nierenfunktion

(GFR

<

ml/min/1,73

m²)

kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1)

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Überempfindlichkeit

Angioödem. Patienten mit einem angioneurotischen Ödem in der Vorgeschichte (Schwellungen von

Gesicht, Lippen, Rachen und/oder Zunge) sollten engmaschig überwacht werden (siehe Abschnitt

4.8).

Hypotonie und Störungen des Elektrolyt-/Flüssigkeitshaushalts

Eine symptomatische Hypotonie, insbesondere nach der ersten Einnahme oder nach Erhöhung der

Dosis, kann bei Patienten mit Flüssigkeitsverlust und/oder Salzverlust durch forcierte Diurese oder

hoch dosierte Diuretika-Therapie, salzarme Diät, Durchfall oder Erbrechen auftreten. Diese Zustände

sollten vor der Gabe von Losartan ausgeglichen werden oder es sollte eine niedrigere Anfangsdosis

verwendet werden (siehe Abschnitt 4.2). Dies gilt ebenso bei Kindern zwischen 6 und 18 Jahren.

Störungen des Elektrolythaushalts

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, mit oder ohne Diabetes mellitus, liegt häufig ein

Elektrolytungleichgewicht vor, das beachtet werden sollte. In einer klinischen Studie, die mit Typ-2-

Diabetikern

Nephropathie

durchgeführt

wurde,

trat

Losartan

behandelten

Patientengruppe eine Hyperkaliämie häufiger auf als in der Placebogruppe (siehe Abschnitt 4.8).

Deshalb sollten die Serum-Kaliumspiegel und Kreatinin-Clearance-Werte engmaschig überwacht

werden; besonders Patienten mit Herzinsuffizienz und einer Kreatinin-Clearance zwischen 30 - 50

ml/min sollten engmaschig überwacht werden.

gleichzeitige

Anwendung

kaliumsparenden

Diuretika,

Kaliumergänzungsmitteln

kaliumhaltigem Salzersatz mit Losartan wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Leberfunktionsstörungen

Auf Grundlage von pharmakokinetischen Daten, die zeigen, dass es zu einer signifikanten Erhöhung

der Plasmakonzentration von Losartan bei Patienten mit Leberzirrhose kommt, sollte eine niedrigere

Dosis bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion in der Vorgeschichte in Betracht gezogen

werden.

gibt

keine

therapeutische

Erfahrung

Losartan

Patienten

schwerer

Leberfunktionseinschränkung.

Daher

darf

Losartan

Patienten

schwerer

Leberfunktionseinschränkung nicht gegeben werden (siehe Abschnitte 4.2, 4.3 und 5.2).

Losartan wird bei Kindern mit eingeschränkter Leberfunktion nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).

Nierenfunktionsstörungen

Grund

Hemmung

Renin-Angiotensin-Systems

wurde

über

Veränderungen

Nierenfunktion einschließlich Nierenversagen berichtet (vor allem bei Patienten, deren Nierenfunktion

abhängig vom Renin-Angiotensin-Aldosteron-System ist, wie bei schwerer Herzinsuffizienz oder einer

vorbestehenden Nierenfunktionsstörung). Wie bei anderen Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-

Aldosteron-System beeinflussen, wurde bei Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder einer

Arterienstenose bei Einzelniere ein Anstieg von Blut-Harnstoff und Serum-Kreatinin beobachtet; diese

Veränderungen der Nierenfunktion können nach Beendigung der Therapie reversibel sein. Losartan

sollte bei Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei Einzelniere

mit Vorsicht eingesetzt werden.

Anwendung bei pädiatrischen Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Aufgrund fehlender Daten wird Losartan bei Kindern mit einer glomerulären Filtrationsrate unter 30

ml/min/1,73 m² nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).

Die Nierenfunktion sollte während der Behandlung mit Losartan regelmäßig überwacht werden, da sie

sich verschlechtern kann.

Dies

gilt

besonders

dann,

wenn

Losartan

unter

anderen,

Nierenfunktion

möglicherweise

beeinträchtigenden Bedingungen (Fieber, Dehydrierung) gegeben wird.

gleichzeitige

Anwendung

Losartan

ACE-Hemmern

beeinträchtigt

nachweislich

Nierenfunktion. Deshalb wird eine gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Nierentransplantation

Es gibt keine Erfahrungen bei Patienten mit kürzlich erfolgter Nierentransplantation.

Primärer Hyperaldosteronismus

Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf Antihypertonika an,

die über eine Inhibition des Renin-Angiotensin-Systems wirken. Daher wird die Anwendung von

Losartan nicht empfohlen.

Koronare Herzerkrankung und zerebrovaskuläre Erkrankung

Wie mit jeder antihypertensiven Therapie kann eine übermäßige Blutdrucksenkung bei Patienten mit

ischämischer

kardiovaskulärer

zerebrovaskulärer

Erkrankung

einen

Myokardinfarkt

oder

Schlaganfall zur Folge haben.

Herzinsuffizienz

Bei herzinsuffizienten Patienten, mit oder ohne Nierenfunktionsstörung, besteht, wie bei anderen

Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-System beeinflussen, das Risiko eines starken arteriellen

Blutdruckabfalls und einer (oft akuten) Beeinträchtigung der Nierenfunktion.

gibt

keine

ausreichenden

therapeutischen

Erfahrungen

Losartan

Patienten

Herzinsuffizienz

begleitender

schwerer

Nierenfunktionsstörung,

Patienten

schwerer

Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse IV) sowie bei Patienten mit Herzinsuffizienz und symptomatischen

oder lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen. Daher sollte Losartan bei diesen Patientengruppen

mit Vorsicht eingesetzt werden. Die Kombination von Losartan mit einem Betablocker sollte mit

Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitt 5.1).

Aorten- und Mitralklappenstenose, obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie

Wie mit anderen Vasodilatatoren ist bei Patienten mit Aorten- oder Mitralklappenstenose oder

obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie besondere Vorsicht geboten.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten

oder

Aliskiren

Risiko

für

Hypotonie,

Hyperkaliämie

eine

Abnahme

Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des RAAS

durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder

Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur

unter

Aufsicht

eines

Spezialisten

unter

Durchführung

engmaschiger

Kontrollen

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

sollten

Patienten

diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Sonstige Bestandteile

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz,

Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit Losartan sollte nicht während einer Schwangerschaft begonnen werden. Bei

Patientinnen

Schwangerschaftswunsch

sollte

eine

Umstellung

eine

alternative

blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei

denn,

eine

Fortführung

Behandlung

Losartan

zwingend

erforderlich.

Wird

eine

Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit AIIRA unverzüglich zu beenden und, wenn

erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Sonstige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wie bei ACE-Hemmern beobachtet, sind Losartan und andere Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe offensichtlich weniger wirksam in der Blutdrucksenkung als bei

Patienten nicht-schwarzer Hautfarbe.

Möglicherweise liegt das an einer höheren Prävalenz niedriger Renin-Spiegel in der Population von

Hypertonikern mit schwarzer Hautfarbe.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Die blutdrucksenkende Wirkung von Losartan kann durch andere Antihypertonika verstärkt werden.

gleichzeitige

Anwendung

anderen

Substanzen

(wie

trizyklische

Antidepressiva,

Antipsychotika,

Baclofen

Amifostin),

möglicherweise

eine

Hypotonie

Nebenwirkung

induzieren, kann das Risiko einer Hypotonie erhöhen.

Losartan wird überwiegend über Cytochrom P450 (CYP) 2C9 zum aktiven Carboxylsäuremetaboliten

metabolisiert. In einer klinischen Studie wurde berichtet, dass Fluconazol (ein CYP2C9-Hemmer) die

Plasmakonzentration des aktiven Metaboliten um ca. 50 % verringert. Eine begleitende Behandlung

Losartan

Rifampicin

(Induktor

metabolischer

Enzyme)

führte

einer

Reduktion

Plasmakonzentration des aktiven Metaboliten um 40 %. Die klinische Bedeutung dieses Effekts ist

nicht bekannt. Bei einer begleitenden Behandlung mit Fluvastatin (ein schwacher CYP2C9-Hemmer)

wurde keine Beeinflussung der Plasmakonzentration festgestellt.

anderen

Arzneimitteln,

Angiotensin

oder

seine

Wirkungen

hemmen,

kann

gleichzeitige Gabe von Arzneimitteln, die Kalium sparen (z. B. kaliumsparende Diuretika: Amilorid,

Triamteren,

Spironolacton)

oder

anderen

Arzneimitteln,

Serum-Kalium-Spiegel

erhöhen

können (z. B. Heparin), sowie von Kalium- oder kaliumhaltigen Salzergänzungsmitteln, zu einem

Anstieg der Serum-Kalium-Konzentration führen. Eine Komedikation ist nicht ratsam.

Bei gleichzeitiger Gabe von Lithium mit ACE-Hemmern wurde über reversible Anstiege der Serum-

Lithium-Konzentrationen

Toxizität

berichtet.

sehr

seltenen

Fällen

wurde

dies

auch

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten berichtet. Deshalb ist die gleichzeitige Gabe von Lithium und

Losartan mit Vorsicht durchzuführen. Falls diese Kombination notwendig ist, wird eine Überwachung

des Serum-Lithium-Spiegels während der gleichzeitigen Anwendung empfohlen.

Wenn

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

nicht-steroidale

Antirheumatika

(NSAR;

selektive COX-2-Hemmer, Acetylsalicylsäure in antiinflammatorischer Dosierung und nicht-selektive

NSAR) gleichzeitig angewendet werden, kann die antihypertensive Wirkung abgeschwächt werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Diuretika mit NSAR

kann besonders bei Patienten mit bestehender Einschränkung der Nierenfunktion zu einem erhöhten

Risiko einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion, einschließlich eines möglichen akuten

Nierenversagens und eines Anstiegs des Serum-Kaliums führen.

Diese Kombinationen sollten mit Vorsicht besonders bei älteren Patienten angewendet werden. Die

Patienten sollten ausreichend hydriert sein, eine Überwachung der Nierenfunktion nach Beginn der

Kombinationstherapie sowie in regelmäßigen Zeitabständen danach sollte in Erwägung gezogen

werden.

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems

(RAAS)

durch

gleichzeitige

Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf

das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie, Hyperkaliämie

und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) einher geht

(siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Anwendung

AIIRA

wird

ersten

Schwangerschaftstrimester

nicht

empfohlen

(siehe

Abschnitt 4.4). Die Anwendung von AIIRA im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester ist

kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach

Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfügig

erhöhtes

Risiko

kann

jedoch

nicht

ausgeschlossen

werden.

Auch

wenn

keine

kontrollierten

epidemiologischen Daten zum Risiko von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRA) vorliegen, so

bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken. Sofern ein Fortsetzen

der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu

werden,

eine

alternative

antihypertensive

Therapie

geeignetem

Sicherheitsprofil

für

Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit

AIIRA unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.

bekannt,

dass

eine

Therapie

AIIRA

während

zweiten

dritten

Schwangerschaftstrimesters

fetotoxische

Effekte

(verminderte

Nierenfunktion,

Oligohydramnion,

verzögerte

Schädelossifikation)

neonatal-toxische

Effekte

(Nierenversagen,

Hypotonie,

Hyperkaliämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3).

Falle

einer

Exposition

AIIRA

zweiten

Schwangerschaftstrimester

werden

Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge,

deren

Mütter

AIIRA

eingenommen

haben,

sollten

häufig

wiederholt

Hypotonie

untersucht werden (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.4).

Stillzeit

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Losartan in der Stillzeit vorliegen, wird Losartan nicht

empfohlen; eine alternative antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil

bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere, wenn Neugeborene oder Frühgeborene

gestillt werden.

4.7

Auswirkungen

auf

die

Verkehrstüchtigkeit

und

die

Fähigkeit

zum

Bedienen

von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen durchgeführt. Allerdings ist bei aktiver Teilnahme am Straßenverkehr oder

Bedienen von Maschinen zu berücksichtigen, dass unter antihypertensiver Therapie gelegentlich

Schwindel

oder

Müdigkeit

auftreten

können,

insbesondere

Behandlungsbeginn

oder

Dosiserhöhung.

4.8

Nebenwirkungen

Losartan wurde wie folgt in klinischen Studien untersucht:

in einer kontrollierten klinischen Studie mit > 3.000 erwachsenen Patienten ab 18 Jahren mit

essentieller Hypertonie

in einer kontrollierten klinischen Studie mit 177 hypertonen pädiatrischen Patienten zwischen 6

und 16 Jahren

in einer kontrollierten klinischen Studie mit > 9.000 hypertonen Patienten zwischen 55 und 80

Jahren mit linksventrikulärer Hypertrophie (siehe LIFE-Studie, Abschnitt 5.1)

kontrollierten

klinischen

Studien

>

7.700

erwachsenen

Patienten

chronischer

Herzinsuffizienz (siehe ELITE-I, ELITE-II und HEAAL-Studie, Abschnitt 5.1)

in einer kontrollierten klinischen Studie mit > 1.500 Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus ab 31

Jahren mit Proteinurie (siehe RENAAL-Studie, Abschnitt 5.1)

In diesen klinischen Studien war die häufigste Nebenwirkung Schwindel.

Die Häufigkeit der unten aufgeführten Nebenwirkungen wird wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10);

häufig (≥ 1/100, < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100); selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000); sehr selten

(< 1/10.000) und nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Tabelle 1: Die Häufigkeit der Nebenwirkungen in placebokontrollierten klinischen Studien und

nach Markteinführung

Nebenwirkung

Häufigkeit der Nebenwirkungen nach Indikation

Andere

Hypertonie

Hypertoniepatiente

n mit

linksventrikulärer

Hypertrophie

Chronische

Herzinsuffizien

z

Hypertonie

und Typ-2-

Diabetes

mellitus mit

renaler

Beteiligung

Erfahrungen

nach

Markteinführ

ung

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Anämie

Häufig

Häufigkeit

nicht bekannt

Thrombozytopenie

Häufigkeit

nicht bekannt

Erkrankungen des Immunsystems

Überempfindlichkeit,

anaphylaktische

Reaktionen,

Angioödem* und

Vaskulitis**

Selten

Psychiatrische Erkrankungen

Depression

Häufigkeit

nicht bekannt

Erkrankungen des Nervensystems

Schwindel

Häufig

Häufig

Häufig

Häufig

Somnolenz

Gelegent-

lich

Kopfschmerzen

Gelegent-

lich

Gelegentlich

Schlafstörungen

Gelegent-

lich

Parästhesien

Selten

Migräne

Häufigkeit

nicht bekannt

Dysgeusie

Häufigkeit

nicht bekannt

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Vertigo

Häufig

Häufig

Tinnitus

Häufigkeit

nicht bekannt

Herzerkrankungen

Palpitationen

Gelegent-

lich

Angina pectoris

Gelegent-

lich

Synkope

Selten

Vorhofflimmern

Selten

Zerebraler Insult

Selten

Gefäßerkrankungen

(Orthostatische)

Hypotonie

(einschließlich

dosisabhängiger

orthostatischer

Effekte)

Gelegent-

lich

Häufig

Häufig

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Dyspnoe

Gelegentlich

Husten

Gelegentlich

Häufigkeit

nicht bekannt

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Bauchschmerzen

Gelegent-

lich

Obstipation

Gelegent-

lich

Durchfall

Gelegentlich

Häufigkeit

nicht bekannt

Übelkeit

Gelegentlich

Erbrechen

Gelegentlich

Leber- und Gallenerkrankungen

Pankreatitis

Häufigkeit

nicht bekannt

Hepatitis

Selten

Leberfunktionsstö-

rungen

Häufigkeit

nicht bekannt

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Urtikaria

Gelegentlich

Häufigkeit

nicht bekannt

Pruritus

Gelegentlich

Häufigkeit

nicht bekannt

Hautausschlag

Gelegent-

lich

Gelegentlich

Häufigkeit

nicht bekannt

Photosensitivität

Häufigkeit

nicht bekannt

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Myalgie

Häufigkeit

nicht bekannt

Arthralgie

Häufigkeit

nicht bekannt

Rhabdomyolyse

Häufigkeit

nicht bekannt

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Nierenfunktionsstö-

rungen

Häufig

Nierenversagen

Häufig

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Erektile Dysfunk-

tion/Impotenz

Häufigkeit

nicht bekannt

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Asthenie

Gelegent-

lich

Häufig

Gelegentlich

Häufig

Müdigkeit

Gelegent-

lich

Häufig

Gelegentlich

Häufig

Ödeme

Gelegent-

lich

Unwohlsein

Häufigkeit

nicht bekannt

Untersuchungen

Hyperkaliämie

Häufig

Gelegentlich

Häufig

Anstieg der Alanin-

aminotransferase

(ALT)

Selten

Erhöhungen des

Harnstoffs im Blut,

des Serum-Kreatinins

und des Serum-

Kaliums

Häufig

Hyponatriämie

Häufigkeit

nicht bekannt

Hypoglykämie

Häufig

Einschließlich Schwellung von Larynx, Glottis, Gesicht, Lippen, Pharynx und/oder Zunge (mit

nachfolgender Atemwegsobstruktion); bei einigen dieser Patienten wurde über ein Angioödem in

der Vorgeschichte in Verbindung mit der Gabe anderer Arzneimittel einschließlich ACE-Hemmern

berichtet.

Einschließlich Purpura Schoenlein-Henoch.

Besonders

Patienten

intravasalem

Flüssigkeitsverlust,

Patienten

schwerer

Herzinsuffizienz oder unter Behandlung mit hochdosierten Diuretika.

Häufig bei Patienten, die 150 mg Losartan anstatt 50 mg Losartan bekamen.

In einer klinischen Studie, die mit Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus und einer Nephropathie

durchgeführt wurde, entwickelten 9,9 % der mit Losartan Tabletten behandelten Patienten und 3,4

% der Patienten unter Placebo eine Hyperkaliämie > 5,5 mmol/l.

Dieser war nach Absetzen der Therapie gewöhnlich reversibel.

Folgende

Nebenwirkungen

traten

Patienten

unter

Losartan

häufiger

unter

Placebo

(Häufigkeiten

nicht

bekannt):

Rückenschmerzen,

Harnwegsinfektionen

grippeähnliche

Symptome.

Erkrankungen der Nieren und der Harnwege

Als Folge einer Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems wurden bei Risikopatienten

Nierenfunktionsstörungen

einschließlich

Nierenversagen

berichtet,

nach

Absetzen

Behandlung reversibel sein können (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche

Das Nebenwirkungsprofil bei Kindern scheint jenem von Erwachsenen ähnlich zu sein.

Die Daten zur pädiatrischen Population sind begrenzt.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome einer Intoxikation

Bisher

liegen

begrenzte

Erfahrungen

Überdosierungen

beim

Menschen

vor.

wahrscheinlichsten Anzeichen einer Überdosierung sind Blutdruckabfall und Tachykardie. Durch

parasympathische (vagale) Stimulation kann eine Bradykardie auftreten.

Behandlung einer Intoxikation

Falls

symptomatischer

Blutdruckabfall

auftreten

sollte,

sollten

unterstützende

Maßnahmen

ergriffen werden.

Die Therapiemaßnahmen richten sich nach dem Zeitpunkt der Einnahme und Art und Schwere der

Symptome. Die Wiederherstellung stabiler Herzkreislaufverhältnisse sollte im Vordergrund stehen.

Nach oraler Aufnahme ist die Gabe ausreichender Mengen von Aktivkohle indiziert. Anschließend

müssen die Vitalparameter überwacht und Abweichungen ggf. korrigiert werden.

Weder Losartan noch der aktive Metabolit können durch Hämodialyse entfernt werden.

5.

Pharmakologische Eigenschaften

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-II-Antagonist, rein, ATC-Code: C09CA01.

Losartan

synthetisch

hergestellter

oraler

Angiotensin-II-Rezeptor(Typ

)-Antagonist.

Angiotensin-II, ein potenter Vasokonstriktor, ist das primär aktive Hormon des Renin-Angiotensin-

Systems und eine wichtige Determinante der Pathophysiologie der Hypertonie. Angiotensin-II bindet

an den AT

-Rezeptor, der in vielen Geweben zu finden ist (z. B. glatte Gefäßmuskulatur, Nebenniere,

Nieren, Herz), und ruft wichtige biologische Wirkungen hervor, wie beispielsweise Vasokonstriktion

und Freisetzung von Aldosteron. Angiotensin-II stimuliert auch die Proliferation glatter Muskelzellen.

Losartan blockiert selektiv den AT

-Rezeptor. In vitro und in vivo hemmen Losartan und sein

pharmakologisch aktiver Carboxylsäure-Metabolit E-3174 alle physiologisch relevanten Wirkungen

von Angiotensin-II, unabhängig von dessen Herkunft oder vom Weg seiner Entstehung.

Eine

agonistische

Wirkung

besitzt

Losartan

nicht,

auch

erfolgt

keine

Blockierung

anderer

Hormonrezeptoren oder Ionenkanäle, die bei der kardiovaskulären Regulation von Bedeutung sind.

Losartan hemmt auch nicht ACE (= Kininase II), das Enzym, welches Bradykinin abbaut. Somit kommt

es nicht zu einer Verstärkung bradykininvermittelter unerwünschter Wirkungen.

Während der Gabe von Losartan führt der Wegfall der negativen Rückkopplung von Angiotensin-II auf

die Reninbildung zum Anstieg der Plasma-Renin-Aktivität (PRA). Ein Anstieg der PRA führt zum

Anstieg von Angiotensin-II im Plasma. Trotz dieses Anstiegs bleiben die antihypertensive Wirkung

Suppression

Plasma-Aldosteron-Konzentration

erhalten,

eine

effektive

Angiotensin-II-Rezeptor-Blockade

hinweist. Nach Absetzen von Losartan sanken die PRA- und

Angiotensin-II-Werte binnen drei Tagen auf die Ausgangswerte.

Sowohl Losartan als auch sein aktiver Hauptmetabolit haben eine viel größere Affinität für den AT

Rezeptor

für

-Rezeptor.

aktive

Metabolit

40fach

wirksamer

Gewichtsbasis als Losartan.

Hypertoniestudien

In kontrollierten klinischen Studien reduzierte die einmal tägliche Gabe von Losartan bei Patienten mit

leichter

mittelschwerer

essentieller

Hypertonie

statistisch

signifikant

systolischen

diastolischen Blutdruck. Messungen der Blutdruckwerte 24 Stunden nach der Einnahme im Vergleich

zu 5 - 6 Stunden nach der Einnahme zeigten eine Blutdrucksenkung über 24 Stunden; der zirkadiane

Rhythmus blieb erhalten. Die Blutdrucksenkung am Ende des Dosierungsintervalls betrug etwa 70 -

80 % des Effekts, der 5 - 6 Stunden nach der Gabe zu sehen war.

Absetzen von Losartan führte bei Hypertonikern nicht zu einem abrupten Blutdruckanstieg (Rebound).

Trotz der deutlichen Blutdrucksenkung zeigte Losartan keine klinisch signifikanten Auswirkungen auf

die Herzfrequenz.

Losartan ist bei Männern ebenso wirksam wie bei Frauen, bei jüngeren Hypertonikern (unter 65

Jahren) ebenso wie bei älteren.

LIFE-Studie

Die Losartan-Interventionsstudie zur Endpunktreduktion bei Hypertonie (Losartan Intervention For

Endpoint Reduction in Hypertension, LIFE) war eine randomisierte, dreifach-verblindete und aktiv-

kontrollierte Studie mit 9.193 Hypertonikern zwischen 55 und 80 Jahren mit EKG-dokumentierter

linksventrikulärer Hypertrophie.

Die Patienten erhielten zu Beginn randomisiert entweder Losartan 50 mg oder Atenolol 50 mg einmal

täglich.

Wenn

Zielblutdruck

(<

140/90

mmHg)

nicht

erreicht

wurde,

wurde

zunächst

Hydrochlorothiazid (12,5 mg) zugegeben und dann gegebenenfalls die Losartan- oder Atenolol-Dosis

auf 100 mg einmal täglich erhöht. Falls notwendig, wurden andere Antihypertonika (nicht jedoch ACE-

Hemmer,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

oder

Betarezeptorenblocker)

beiden

Gruppen

zusätzlich gegeben, um das Ziel einer vergleichbaren Erniedrigung des Blutdrucks in beiden Gruppen

zu erreichen.

Die mittlere Beobachtungsdauer betrug 4,8 Jahre.

Der primäre Endpunkt war die Kombination aus kardiovaskulärer Morbidität und Mortalität gemessen

als Reduktion der kombinierten Inzidenz von kardiovaskulärem Tod, Schlaganfall und Myokardinfarkt.

In beiden Behandlungsgruppen kam es zu einer signifikanten, vergleichbaren Erniedrigung des

Blutdrucks. Die Behandlung mit Losartan führte im Vergleich zu Atenolol zu einer Risikoreduktion um

13,0

0,021,

Konfidenzintervall

0,77

0,98)

Bezug

primären

zusammengesetzten

Endpunkt.

Dies

hauptsächlich

Senkung

Schlaganfallsrate

zurückzuführen. Die Behandlung mit Losartan senkte das relative Risiko für einen Schlaganfall um 25

% (p = 0,001, 95 % Konfidenzintervall 0,63 - 0,89) im Vergleich zu Atenolol. Die Rate der Inzidenz

kardiovaskulärer Todesfälle und Myokardinfarkte unterschied sich nicht signifikant zwischen den

Behandlungsgruppen.

Ethnische Zugehörigkeit

In der LIFE-Studie hatten die mit Losartan behandelten Patienten schwarzer Hautfarbe ein höheres

Risiko, den primären zusammengesetzten Endpunkt, d. h. ein kardiovaskuläres Ereignis (z. B.

Herzinfarkt, kardiovaskulärer Tod) und insbesondere Schlaganfall zu erleiden, als die mit Atenolol

behandelten Patienten schwarzer Hautfarbe. Daher treffen die in der LIFE-Studie beobachteten

Ergebnisse von Losartan im Vergleich zu Atenolol bezüglich kardiovaskulärer Morbidität/Mortalität

nicht

für

Patienten

schwarzer

Hautfarbe

Bluthochdruck

linksventrikulärer

Hypertrophie leiden.

RENAAL-Studie

Die RENAAL-Studie (Reduction of Endpoints in NIDDM [Non Insulin Dependent Diabetes Mellitus]

with the Angiotensin-II-Receptor Antagonist Losartan) war eine kontrollierte, weltweit durchgeführte

klinische Studie mit 1.513 Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus und Proteinurie, mit oder ohne

Hypertonie. 751 Patienten erhielten Losartan.

Ziel der Studie war es, die über den Nutzen einer Blutdrucksenkung hinausgehende nephroprotektive

Wirkung von Losartan-Kalium zu zeigen.

Patienten mit Proteinurie und einem Serum-Kreatinin von 1,3 - 3,0 mg/dl wurden auf der Basis einer

konventionellen antihypertensiven Therapie unter Ausschluss von ACE-Hemmern und Angiotensin-II-

Antagonisten randomisiert und entweder mit Losartan 50 mg einmal täglich, das abhängig von der

Blutdrucksenkung titriert wurde, oder mit Placebo behandelt.

Die Prüfärzte wurden angehalten, gegebenenfalls auf 100 mg täglich zu titrieren; 72 % der Patienten

nahmen

meiste

Zeit

Tagesdosis

Andere

Antihypertonika

(Diuretika,

Calciumantagonisten, Alpha- oder Betarezeptorenblocker sowie zentral wirksame Antihypertonika)

konnten in beiden Gruppen je nach Bedarf zusätzlich gegeben werden. Die Patienten wurden bis zu

4,6 Jahre beobachtet (Mittelwert 3,4 Jahre).

Der primäre Endpunkt der Studie war ein zusammengesetzter Endpunkt aus Verdoppelung des

Serum-Kreatinins, terminaler Niereninsuffizienz (Dialysepflicht oder Transplantation) oder Tod.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Behandlung mit Losartan (327 Ereignisse) im Vergleich zu Placebo

(359 Ereignisse) für die Patienten zu einer Risikoreduktion von 16,1 % (p = 0,022) führte, den

primären zusammengesetzten Endpunkt zu erreichen. Für die folgenden einzelnen und kombinierten

Komponenten des primären Endpunkts ergab sich bei den mit Losartan behandelten Patienten eine

signifikante Risikoreduktion: 25,3 % Risikoreduktion für die Verdoppelung des Serum-Kreatinins (p =

0,006); 28,6 % Risikoreduktion für die terminale Niereninsuffizienz (p = 0,002); 19,9 % Risikoreduktion

für

terminale

Niereninsuffizienz

oder

0,009);

21,0

Risikoreduktion

für

eine

Verdoppelung des Serum-Kreatinins oder terminale Niereninsuffizienz (p = 0,01).

Rate

Gesamttodesfälle

zwischen

beiden

Behandlungsgruppen

nicht

signifikant

unterschiedlich.

In dieser Studie wurde Losartan im Allgemeinen gut vertragen, wie die Rate von Therapieabbrüchen

aufgrund von Nebenwirkungen im Vergleich zur Placebogruppe belegte.

HEAAL-Studie

Die „Heart Failure Endpoint Evaluation of Angiotensin II Antagonist Losartan“ (HEAAL)-Studie war

eine weltweit durchgeführte, kontrollierte klinische Studie mit 3.834 Patienten zwischen 18 und 98

Jahren mit Herzinsuffizienz (NYHA-Klassen II - IV), die eine Intoleranz gegenüber ACE-Hemmern

aufwiesen.

Patienten

bekamen

zusätzlich

einer

konventionellen

Basistherapie

unter

Ausschluss von ACE-Hemmern randomisiert entweder 50 mg Losartan einmal/Tag oder 150 mg

Losartan einmal/Tag.

Die Patienten wurden über 4 Jahre (Mittelwert [Median] 4,7 Jahre) beobachtet.

primäre

Endpunkt

Studie

kombinierter

Endpunkt

Gesamtmortalität

oder

Hospitalisierungen aufgrund von Herzinsuffizienz.

Die Ergebnisse zeigten, dass eine Behandlung mit 150 mg Losartan (828 Ereignisse) im Vergleich zu

Losartan

(889

Ereignisse)

einer

Risikoreduktion

10,1

0,027,

Konfidenzintervall

0,82

0,99) führte, hinsichtlich der Anzahl der Patienten, die den primären

kombinierten Endpunkt erreichten. Dies war hauptsächlich auf eine Verringerung der Häufigkeit der

Krankenhauseinweisungen aufgrund von Herzinsuffizienz zurückzuführen. Im Vergleich zu 50 mg

Losartan reduzierte die Behandlung mit 150 mg Losartan das Risiko für Krankenhauseinweisungen

um 13,5 % (p = 0,025, 95 % Konfidenzintervall 0,76 - 0,98). Die Gesamtmortalitätsrate war zwischen

beiden

Behandlungsgruppen

nicht

signifikant

unterschiedlich.

Niereninsuffizienz,

Hypotonie

Hyperkaliämie traten in der Gruppe unter 150 mg Losartan häufiger auf als in der Gruppe unter 50

mg, jedoch führten diese unerwünschten Ereignisse in der Gruppe unter 150 mg nicht signifikant

häufiger zu einem Therapieabbruch.

ELITE-I- und ELITE-II-Studie

In der ELITE-Studie über 48 Wochen bei 722 Patienten mit Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse II - IV)

wurde

kein

Unterschied

hinsichtlich

primären

Endpunkts

einer

langfristigen

Änderung

Nierenfunktion zwischen den mit Losartan und den mit Captopril behandelten Patienten beobachtet.

Die Beobachtung der ELITE-Studie, dass Losartan das Mortalitätsrisiko im Vergleich zu Captopril

verringerte, wurde in der anschließenden ELITE-II-Studie, die nachfolgend beschrieben wird, nicht

bestätigt.

In der ELITE-II-Studie wurde Losartan 50 mg einmal täglich (Anfangsdosis 12,5 mg, erhöht auf 25 mg,

dann 50 mg einmal täglich) mit Captopril 50 mg dreimal täglich (Anfangsdosis 12,5 mg, erhöht auf 25

mg, dann auf 50 mg dreimal täglich) verglichen. Der primäre Endpunkt dieser prospektiven Studie war

die Gesamtmortalität.

In dieser Studie wurden 3.152 Patienten mit Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse II - IV) fast zwei Jahre

beobachtet (Median: 1,5 Jahre), um festzustellen, ob Losartan Captopril bei der Senkung der

Gesamtmortalität

überlegen

ist.

primäre

Endpunkt

zeigte

keinen

statistisch

signifikanten

Unterschied zwischen Losartan und Captopril bei der Senkung der Gesamtmortalität.

beiden

Wirkstoff-kontrollierten

klinischen

Studien

(nicht

placebokontrolliert)

Patienten

Herzinsuffizienz war die Verträglichkeit von Losartan jener von Captopril überlegen, gemessen

anhand einer signifikant geringeren Therapieabbruchrate aufgrund unerwünschter Wirkungen und

einer signifikant geringeren Hustenhäufigkeit.

In der ELITE-II-Studie wurde in der kleinen Subgruppe (22 % aller HI-Patienten) unter Betablockern

bei Behandlungsbeginn eine erhöhte Mortalität beobachtet.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan Alone and

in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The Veterans Affairs

Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit einem

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

„ONTARGET“-Studie

wurde

Patienten

einer

kardiovaskulären

oder

einer

zerebrovaskulären

Erkrankung

Vorgeschichte

oder

Diabetes

mellitus

nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei Patienten

mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder kardiovaskuläre

Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie, akute Nierenschädigung

und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer

pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf andere ACE-Hemmer und

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit

diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal

Disease

Endpoints)

wurde

untersucht,

Anwendung

Aliskiren

zusätzlich

einer

Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten

Diabetes

mellitus

sowie

chronischer

Nierenerkrankung

und/oder

kardiovaskulärer

Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten Risikos unerwünschter

Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der

Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte Ereignisse

besondere

schwerwiegende

unerwünschte

Ereignisse

(Hyperkaliämie,

Hypotonie,

Nierenfunktionsstörung).

Studien bei Kindern

Hypertonie bei Kindern

Die antihypertensive Wirkung von Losartan wurde in einer klinischen Studie mit 177 hypertonen

Kindern zwischen 6 - 16 Jahren mit einem Körpergewicht über 20 kg und einer glomerulären

Filtrationsrate > 30 ml/min/1,73 m² untersucht. Patienten mit einem Körpergewicht zwischen 20 kg

und 50 kg erhielten täglich entweder 2,5 mg, 25 mg oder 50 mg Losartan. Patienten mit einem

Körpergewicht über 50 kg erhielten täglich entweder 5 mg, 50 mg oder 100 mg Losartan. Am Ende

der dritten Woche kam es durch die einmal tägliche Losartan-Gabe zu einer dosisabhängigen

Senkung des Blutdruckwertes am Ende des Dosierungsintervalls.

Insgesamt gesehen zeigte sich eine Dosis-Wirkungs-Beziehung. Die Dosis-Wirkungs-Beziehung war

im Vergleich der Gruppe mit der niedrigen Dosis zu der mit der mittleren Dosis (Studienabschnitt I: -

6,2 mmHg vs. -11,65 mmHg) sehr offensichtlich, schwächte sich aber im Vergleich der Gruppe mit der

mittleren Dosis zu der mit der hohen Dosis (Studienabschnitt I: -11,65 mmHg vs.-12,21 mmHg) ab.

Die niedrigsten in den Studien untersuchten Dosen von 2,5 mg und 5 mg, entsprechend einer

durchschnittlichen Tagesdosis von 0,07 mg/kg, zeigten offenbar keine konsistente antihypertensive

Wirkung.

Diese Ergebnisse wurden im Abschnitt II der Studie, in die die Patienten nach 3 Behandlungswochen

zur Weiterführung der Therapie mit Losartan oder Placebo randomisiert wurden, bestätigt. Der

Unterschied im Blutdruckanstieg im Vergleich zu Placebo war in der mittleren Dosierungsgruppe am

größten

(6,70

mmHg

mittlerer

Dosis

5,38

mmHg

hoher

Dosis).

Anstieg

diastolischen Blutdruckwerts am Ende des Dosierungsintervalls war in der Patientengruppe unter

Placebo und bei Patienten unter der niedrigsten Losartan-Dosis in jeder Gruppe gleich. Dies zeigt

ebenfalls, dass die niedrigste Dosis in allen Gruppen keine signifikante antihypertensive Wirkung

hatte.

Langzeitwirkungen von Losartan auf Wachstum, Pubertät und allgemeine Entwicklung wurden nicht

untersucht. Die Langzeitwirksamkeit der antihypertensiven Therapie mit Losartan in der Kindheit auf

die Senkung der kardiovaskulären Morbidität und Mortalität wurde ebenfalls nicht untersucht.

Die Wirkung von Losartan auf eine Proteinurie wurde bei hypertonen (n = 60) und normotonen (n =

246) Kindern mit einer Proteinurie in einer 12-wöchigen, Placebo- und aktiv-kontrollierten (Amlodipin)

klinischen Studie bestimmt. Eine Proteinurie wurde definiert als Verhältnis von Protein/Kreatinin ≥ 0,3

im Urin. Die hypertonen Patienten (im Alter von 6 bis 18 Jahren) wurden randomisiert entweder auf

Losartan (n = 30) oder Amlodipin (n = 30) eingestellt. Die normotonen Patienten (zwischen 1 und 18

Jahren) wurden randomisiert entweder auf Losartan (n = 122) oder Placebo (n = 124) eingestellt.

Losartan wurde in Dosierungen von 0,7 mg/kg bis 1,4 mg/kg (bis zu einer Maximaldosis von 100

mg/Tag) gegeben. Amlodipin wurde in Dosierungen von 0,05 mg/kg bis 0,2 mg/kg (bis zu einer

Maximaldosis von 5 mg/Tag) gegeben.

Insgesamt kam es bei den auf Losartan eingestellten Patienten nach 12-wöchiger Behandlung zu

einer statistisch signifikanten Reduktion der Proteinurie von 36 % bezogen auf den Ausgangswert

versus einer 1 %igen Zunahme in der Placebo-/Amlodipingruppe (p ≤ 0,001). Bei den auf Losartan

eingestellten hypertonen Patienten kam es zu einer Reduktion der Proteinurie von -41,5 % vom

Ausgangswert (95 % KI -29,9; -51,1) versus +2,4 % (95 % KI -22,2; 14,1) in der Amlodipingruppe. Die

Abnahme sowohl des systolischen als auch des diastolischen Blutdrucks war in der Losartangruppe (-

5,5/-3,8 mmHg) im Vergleich zur Amlodipingruppe (-0,1/+0,8 mmHg) stärker. Bei normotonen Kindern

wurde in der Losartangruppe eine geringfügige Abnahme des Blutdrucks (-3,7/-3,4 mmHg) im

Vergleich zu Placebo festgestellt. Eine signifikante Korrelation zwischen der Abnahme der Proteinurie

und der Abnahme des Blutdrucks wurde nicht beobachtet; es ist jedoch möglich, dass die Abnahme

des Blutdrucks teilweise für den Rückgang der Proteinurie in der mit Losartan behandelten Gruppe

verantwortlich war.

Die Langzeitwirkungen von Losartan bei Kindern mit Proteinurie wurden bis zu 3 Jahre in der offenen

Sicherheits-Verlängerungsphase

derselben

Studie

untersucht,

alle

Patienten

eingeladen

wurden, welche die 12-wöchige Behandlung der Basisstudie beendet hatten. Insgesamt nahmen 268

Patienten an der offenen Verlängerungsphase teil und wurden erneut zu Losartan (n = 134) oder

Enalapril

134)

randomisiert.

Patienten

wurden

mehr

Jahre

behandelt

nachbeobachtet

(vorab

definierte

Beendigung

Studie

Abschluss

3-jährigen

Verlängerungsphase durch mehr als 100 Patienten). Die Dosierungen von Losartan betrugen nach

Ermessen der Prüfärzte 0,30 - 4,42 mg/kg/Tag, die von Enalapril 0,02 - 1,13 mg/kg/Tag. Die

Tageshöchstdosen von 50 mg für ein Körpergewicht < 50 kg und 100 mg für ein Körpergewicht > 50

wurden

meisten

Patienten

während

Verlängerungsphase

Studie

nicht

überschritten.

Insgesamt zeigten die Daten der Sicherheits-Verlängerungsphase, dass Losartan gut vertragen wurde

und über 3 Jahre lang zu anhaltenden Reduktionen der Proteinurie ohne nennenswerte Veränderung

der glomerulären Filtrationsrate (GFR) führte. Bei normotonen Patienten (n = 205) hatte Enalapril eine

numerisch größere Wirkung auf die Proteinurie als Losartan (-33,0 % [95 % KI -47,2; -15,0] vs. -16,6

% [95 % KI -34,9; 6,8]) und GFR (9,4 [95 % KI 0,4; 18,4] vs. -4,0 [95 % KI -13,1; 5,0] ml/min/1,73 m²).

Bei hypertonen Patienten (n = 49) hatte Losartan eine numerisch größere Wirkung auf die Proteinurie

(-44,5 % [95 % KI -64,8; -12,4] vs. -39,5 % [95 % KI -62,5; -2,2]) und GFR (18,9 [95 % KI 5,2; 32,5] vs.

-13,4 [95 % KI -27,3; 0,6] ml/min/1,73 m²).

Eine

unverblindete

klinische

Dosisfindungsstudie

diente

Bewertung

Sicherheit

Wirksamkeit von Losartan bei Kindern von 6 Monaten bis 6 Jahren mit Hypertonie. Insgesamt wurden

Patienten

randomisiert

sollten

unverblindet

Losartan

einer

drei

verschiedenen

Anfangsdosierungen erhalten: eine niedrige Dosis von 0,1 mg/kg/Tag (n = 33), eine mittlere Dosis von

0,3 mg/kg/Tag (n = 34) oder eine hohe Dosis von 0,7 mg/kg/Tag (n = 34). Darunter waren 27

Kleinstkinder im Alter von 6 bis 23 Monaten. Die Studienmedikation wurde in den Wochen 3, 6 und 9

auf die nächste Stufe erhöht, wenn die Patienten ihren Blutdruck-Zielwert nicht erreichten und noch

nicht die Höchstdosis (1,4 mg/kg/Tag, wobei 100 mg/Tag nicht überschritten werden durften) von

Losartan erhalten hatten.

Patienten

unter

Studienmedikation

nahmen

(90,9

Patienten

Verlängerungsphase teil, in der alle 3 Monate Visiten zur Nachbeobachtung stattfanden. Die mittlere

Therapiedauer betrug 264 Tage.

Insgesamt kam es in allen Behandlungsgruppen zu einer ähnlichen mittleren Blutdrucksenkung vom

Ausgangswert (Veränderung vom Ausgangswert in Woche 3 für den systolischen Blutdruckwert: -7,3

mmHg für die niedrige Dosis, -7,6 mmHg für die mittlere Dosis und -6,7 mmHg für die hohe Dosis;

Veränderung vom Ausgangswert in Woche 3 für den diastolischen Blutdruckwert: -8,2 mmHg für die

niedrige Dosis, -5,1 mmHg für die mittlere Dosis und -6,7 mmHg für die hohe Dosis); allerdings gab es

keine

statistisch

signifikante

Dosis-Wirkungs-Beziehung

für

Ansprechen

sowohl

beim

systolischen als auch beim diastolischen Blutdruckwert.

Losartan in Dosierungen bis zu 1,4 mg/kg wurde bei Kindern mit Hypertonie im Alter von 6 Monaten

Jahren

Laufe

12-wöchigen

Therapie

Allgemeinen

vertragen.

Sicherheitsprofil erschien insgesamt zwischen den Behandlungsgruppen ähnlich zu sein.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach oraler Einnahme wird Losartan gut resorbiert und unterliegt einem First-pass-Metabolismus. Es

werden

aktiver

Carboxylsäure-Metabolit

weitere

inaktive

Metaboliten

gebildet.

systemische

Bioverfügbarkeit

Losartan-Filmtabletten

beträgt

Mittlere

maximale

Plasmakonzentrationen von Losartan werden in einer Stunde, des aktiven Metaboliten in 3 - 4

Stunden erreicht.

Verteilung

Losartan und sein aktiver Metabolit sind zu ≥ 99 % eiweißgebunden, primär an Albumin. Das

Verteilungsvolumen von Losartan beträgt 34 Liter.

Biotransformation

Etwa 14 % von intravenös oder oral verabreichtem Losartan werden zu seinem aktiven Metaboliten

umgewandelt. Die Untersuchungen mit

C-markiertem Losartan zeigten nach oraler und intravenöser

Gabe, dass die Radioaktivität im Plasma vorwiegend Losartan und seinem aktiven Metaboliten

zuzuschreiben ist. Bei etwa 1 % der Probanden war eine geringe Konversion von Losartan in seinen

aktiven Metaboliten festzustellen.

Zusätzlich zum aktiven Metaboliten werden inaktive Metaboliten gebildet.

Elimination

Die Plasma-Clearance von Losartan bzw. seines aktiven Metaboliten beträgt etwa 600 ml/min bzw. 50

ml/min. Die Werte für die renale Clearance liegen bei etwa 74 ml/min (Losartan) und 26 ml/min

(aktiver Metabolit). Nach oraler Einnahme werden etwa 4 % der Dosis unverändert mit dem Urin

ausgeschieden, etwa 6 % der Dosis erscheinen im Urin als aktiver Metabolit. Bis zu oralen Dosen von

200 mg Losartan-Kalium pro Tag ist die Pharmakokinetik von Losartan und dem aktiven Metaboliten

linear.

Nach

oraler

Einnahme

verlaufen

Plasmakonzentrationen

Losartan

seines

aktiven

Metaboliten polyexponentiell mit einer terminalen Halbwertszeit von ca. 2 Stunden bzw. 6 - 9 Stunden.

Bei einer Dosierung mit 100 mg einmal täglich akkumulieren weder Losartan noch sein aktiver

Metabolit signifikant im Plasma.

Ausscheidung

Losartan

seinen

Metaboliten

erfolgt

biliär

renal.

Nach

oraler/intravenöser Gabe von

C-markiertem Losartan werden beim Menschen etwa 35 %/43 % der

Radioaktivität im Urin und 58 %/50 % in den Faeces gefunden.

Besondere Patientengruppen

älteren

Hypertonikern

waren

Plasmakonzentrationen

Losartan

seines

aktiven

Metaboliten nicht wesentlich unterschiedlich zu jenen, die bei jungen männlichen Hypertonikern

beobachtet wurden.

Bei Frauen mit Hypertonie waren die Plasmaspiegel von Losartan bis zu 2fach höher als bei Männern

mit Hypertonie, während die Plasmaspiegel des aktiven Metaboliten bei Männern und Frauen nicht

unterschiedlich waren.

Bei Patienten mit leichter bis mäßiger alkoholinduzierter Leberzirrhose waren die Plasmaspiegel von

Losartan und seines aktiven Metaboliten nach oraler Gabe 5fach bzw. 1,7fach höher als bei jungen

männlichen Probanden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Die Plasmakonzentrationen von Losartan sind bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance über 10

ml/min unverändert. Im Vergleich zu Patienten mit normaler Nierenfunktion ist bei Dialysepatienten die

AUC für Losartan etwa 2fach höher.

Plasmakonzentrationen

aktiven

Metaboliten

sind

Patienten

Nierenfunktionseinschränkung ebenso wie bei Dialysepatienten unverändert.

Weder Losartan noch der aktive Metabolit können durch Hämodialyse entfernt werden.

Pharmakokinetik bei pädiatrischen Patienten

Die Pharmakokinetik von Losartan wurde bei 50 hypertensiven Kindern im Alter zwischen > 1 Monat

und < 16 Jahren untersucht. Es wurde eine tägliche orale Dosis von 0,54 - 0,77 mg Losartan/kg KG

gegeben (mittlere Dosen).

Die Ergebnisse zeigten, dass der aktive Metabolit von Losartan in allen Altersgruppen gebildet wird.

Die Ergebnisse zeigten für Losartan nach oraler Einnahme ungefähr ähnliche pharmakokinetische

Parameter

Säuglingen,

Kleinkindern,

Vorschulkindern,

Schulkindern

Jugendlichen.

pharmakokinetischen Parameter des Metaboliten unterschieden sich zwischen den Altersgruppen in

einem

größeren

Ausmaß.

Diese

Unterschiede

waren

Vergleich

Vorschulkindern

Jugendlichen statistisch signifikant. Die Exposition bei Säuglingen/Kleinkindern war vergleichsweise

hoch.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Die präklinischen Studien, einschließlich konventioneller Studien zur allgemeinen Pharmakologie, zur

Genotoxizität und zum kanzerogenen Potential lassen keine besonderen Gefahren für den Menschen

erkennen. In Studien zur Toxizität nach wiederholter Gabe induzierte die Verabreichung von Losartan

eine Abnahme der roten Blutzellparameter (Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit), einen Anstieg des

Harnstoff-Stickstoffs im Serum sowie gelegentliche Erhöhungen des Serumkreatinins, eine Abnahme

Herzgewicht

(ohne

histologisches

Korrelat)

gastrointestinale

Veränderungen

(Schleimhautläsionen, Ulcera, Erosionen, Hämorrhagien). Wie bei anderen Substanzen, die das

Renin-Angiotensin-System direkt beeinflussen, wurde bei Losartan die Induktion von unerwünschten

Wirkungen auf die späte fetale Entwicklung, die zu fetalem Tod und Missbildungen führen, gezeigt.

6.

Pharmazeutische Angaben

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern

Lactose-Monohydrat

Vorverkleisterte Maisstärke

Mikrokristalline Cellulose

Magnesiumstearat [pflanzlich] (Ph. Eur.)

Filmüberzug

Hyprolose

Hypromellose

Titandioxid (E 171)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Losartan Heumann 25 mg Filmtabletten

PVC/PE/PVdC-Alu-Blisterpackungen mit 7, 10, 14, 15, 21, 28, 50, 56, 90, 98, 100, 210 oder 280

Filmtabletten.

Losartan Heumann 50 mg Filmtabletten

Losartan Heumann 100 mg Filmtabletten

PVC/PE/PVdC-Alu-Blisterpackungen mit 7, 10, 14, 15, 21, 28, 30, 50, 56, 90, 98, 100, 210 oder 280

Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu

beseitigen.

7.

Inhaber der Zulassungen

HEUMANN PHARMA

GmbH & Co. Generica KG

Südwestpark 50

90449 Nürnberg

Telefon/Telefax: 0700 4386 2667

E-Mail: info@heumann.de

Mitvertrieb:

Heunet Pharma GmbH

Südwestpark 50

90449 Nürnberg

8.

Zulassungsnummern

Losartan Heumann 25 mg Filmtabletten:

96068.00.00

Losartan Heumann 50 mg Filmtabletten:

96069.00.00

Losartan Heumann 100 mg Filmtabletten:

96070.00.00

9.

Datum der Erteilung der Zulassungen

Datum der Erteilung der Zulassungen:

24. Oktober 2016

10.

Stand der Information

12/2016

11.

Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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