Isoptin RR retard 240 mg - Filmtabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

27-05-2019

Fachinformation Fachinformation (SPC)

27-05-2019

Wirkstoff:
VERAPAMIL HYDROCHLORID
Verfügbar ab:
Mylan Österreich GmbH
ATC-Code:
C08DA01
INN (Internationale Bezeichnung):
VERAPAMIL HYDROCHLORIDE
Einheiten im Paket:
30 Stück, Laufzeit: 36 Monate
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Therapiebereich:
Verapamil
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-18441
Berechtigungsdatum:
1988-05-30

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Isoptin

RR retard 240 mg - Filmtabletten

Wirkstoff: Verapamilhydrochlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Isoptin RR retard und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Isoptin RR retard beachten?

Wie ist Isoptin RR retard einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Isoptin RR retard aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Isoptin RR retard und wofür wird es angewendet?

Der Wirkstoff von Isoptin, der Kalziumantagonist Verapamilhydrochlorid, senkt den

Sauerstoffbedarf des Herzens, verbessert seine Durchblutung und verhindert damit das

Auftreten von Herzschmerzen (Angina pectoris-Anfällen).

Isoptin normalisiert bestimmte Herzrhythmusstörungen und senkt einen erhöhten Blutdruck.

Isoptin RR retard wird bei Erwachsenen und Jugendlichen über 50 kg Körpergewicht gegen

zu hohen Blutdruck (Hypertonie) angewendet.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Isoptin RR retard beachten?

Isoptin RR retard darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Verapamilhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

bei Herz-Kreislaufschock

nach akutem Herzinfarkt, der durch verlangsamten Pulsschlag, sehr niedrigem Blutdruck

oder Herzversagen kompliziert war

bei schwerer, nicht erfolgreich behandelter Herzschwäche (sofern nicht Folge einer

supraventrikulären Tachykardie, die auf Verapamil anspricht)

bei bestimmten schweren Störungen der Herzschlagfolge (schwere Erregungsbildungs-

und -leitungsstörungen), außer Patienten mit Herzschrittmacher

bei Vorhofflimmern /-flattern und gleichzeitigem Vorliegen von Herzerkrankungen, die

durch eine angeborene Störung im Reizleitungssystem des Herzens entstehen (Wolff-

Parkinson-White (WPW)- oder Lown-Ganong-Levine-Syndrom)

bei sehr niedrigem Blutdruck (Hypotonie, < 90 mmHg systolisch)

bei langsamer Herzschlagfolge (Bradykardie, Puls unter 50 Schläge pro Minute)

wenn Sie bereits ein Arzneimittel einnehmen, das zur Behandlung bestimmter

Herzerkrankungen den Wirkstoff Ivabradin enthält;

im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel (siehe „Schwangerschaft und Stillzeit“)

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Isoptin RR retard einnehmen.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn bei Ihnen folgende Krankheiten oder Umstände vorliegen:

bestimmte Herzrhythmusstörungen (Herzblock, AV-Block I. Grades, verlangsamter

Herzschlag (Bradykardie), Ausbleiben des Herzschlags (Asystolie)

bestimmte, häufig anlagebedingte Herzvergrößerung (hypertrophe Kardiomyopathie)

beeinträchtigte Leber- und/oder Nierenfunktion

bestimmte erbliche Stoffwechselerkrankung (Porphyrie)

Herzschwäche (Herzinsuffizienz)

niedriger Blutdruck

Tragen eines Herzschrittmachers oder Defibrillators

krankhafte Muskelschwäche (Myasthenia gravis, Lambert-Eaton-Syndrom,

fortgeschrittene Duchenne-Muskeldystrophie)

Einnahme bestimmter blutfettsenkender Arzneimittel (Statine)

Einnahme von Arzneimitteln zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (z.B.:

Chinidin, Flecainid, Disopyramid), Beta-Blocker

Einnahme von Arzneimitteln zur Behandlung von Herzschwäche (Digoxin)

Wenn Sie unter einer eingeschränkten Nierenfunktion leiden, wird Ihr behandelnder Arzt

vorsichtig bei der Behandlung mit Isoptin vorgehen und die Behandlung sorgfältig

überwachen.

Wenn Isoptin über einen längeren Zeitraum eingenommen wird, wird Ihr Arzt bestimmte

Laborwerte kontrollieren, z.B. Leberwerte oder Blutzuckerwerte.

Vor Eingriffen mit Narkose oder röntgenologischen Untersuchungen der Herzkranzgefäße ist

der zuständige Arzt über die Einnahme von Isoptin zu informieren.

Die Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern mit Verapamil sollte nur im Klinikbereich

erfolgen.

Einnahme von Isoptin RR retard zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Wenn mehrere Arzneimittel (oder Arzneimittel und Genussmittel, wie z.B. Alkohol,

Grapefruitsaft) eingenommen/angewendet werden, kann es zu einer Abschwächung oder

Verstärkung der Wirkung (oder auch der Nebenwirkungen) der Arzneimittel kommen, selbst

dann, wenn Sie die Arzneimittel zu unterschiedlichen Zeiten einnehmen/anwenden.

Die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die Ivabradin enthalten, darf aufgrund der

zusätzlichen herzfrequenzsenkenden Wirkung von Isoptin nicht erfolgen.

Die Einnahme/Anwendung der folgenden Arzneimittel gleichzeitig mit Isoptin RR retard

kann die Wirkung von Isoptin RR retard abschwächen:

bestimmte Arzneimittel gegen Tuberkulose (Rifampicin)

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie (Phenobarbital, Phenytoin)

Calciumsalze, Vitamin-D-Präparate

Medikamente zur Steigerung der Harnsäureausscheidung (Sulfinpyrazon)

Johanniskraut

Die Einnahme/Anwendung der folgenden Arzneimittel gleichzeitig mit Isoptin RR retard

kann die Wirkung von Isoptin RR retard beziehungsweise Isoptin RR retard und dem

Arzneimittel verstärken:

blutdrucksenkende Arzneimittel

bestimmte Arzneimittel gegen depressive Erkrankungen (Imipramin)

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen (Neuroleptika)

harntreibende Arzneimittel

gefäßerweiternde Arzneimittel

bestimmte Antibiotika (Clarithromycin, Erythromycin, Telithromycin)

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren

(Cimetidin)

Arzneimittel zur Behandlung von AIDS (Proteasehemmer wie z.B. Ritonavir)

bestimmte blutfettsenkende Arzneimittel (Atorvastatin, Lovastatin)

bestimmte Narkosemittel

bestimmte Röntgenkontrastmittel

Die Einnahme/Anwendung der folgenden Arzneimittel gleichzeitig mit Isoptin RR retard

kann die Wirkung und/oder Nebenwirkung dieser Arzneimittel steigern bzw. verlängern:

bestimmte gefäßerweiternde Arzneimittel (Terazosin, Prazosin)

andere herz- und kreislaufwirksame Arzneimittel (Betarezeptoren-Blocker)

Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Chinidin, Flecainid)

Arzneimittel gegen Asthma (Theophyllin)

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie (Carbamazepin)

Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Antidiabetika wie z.B. Glibenclamid)

bestimmte Arzneimittel gegen Krebs (Zytostatika wie z.B. Doxorubicin)

bestimmte Beruhigungsmittel (z.B. Benzodiazepine wie Midazolam, Buspiron)

herzstärkende Arzneimittel (Digitoxin, Digoxin)

Arzneimittel mit hemmender Wirkung auf die körpereigene Immunabwehr (Ciclosporin,

Sirolimus, Tacrolimus, Everolimus)

bestimmte blutfettsenkende Arzneimittel (Lovastatin, Simvastatin, Atorvastatin)

Arzneimittel gegen Migräne (Almotriptan)

bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (Lithium)

bestimmte Arzneimittel gegen Gicht (Colchizin)

bestimmte Arzneimittel mit muskelerschlaffender Wirkung (Muskelrelaxanzien)

Acetylsalicylsäure (Arzneimittel zur Schmerzbehandlung und zur Vorbeugung von

Blutgerinnselbildung)

Dabigatran (Arzneimittel zur Vorbeugung von Blutgerinnsel)

Einnahme von Isoptin RR retard zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und

Alkohol

Nehmen Sie zusammen mit Isoptin RR retard keinen Grapefruitsaft zu sich, da dadurch die

Wirkung von Isoptin RR retard verstärkt werden kann.

Vermeiden Sie bei Einnahme von Isoptin RR retard Alkoholkonsum, da Alkohol im Blut

nicht wie üblich abgebaut werden kann und sich die Wirkung von Alkohol verlängern würde.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren

Arzt oder Apotheker um Rat.

Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung von Verapamilhydrochlorid

während der Schwangerschaft vor.

Während der ersten 6 Monate einer Schwangerschaft darf Isoptin RR retard nicht

eingenommen werden. Über eine Einnahme im letzten Drittel der Schwangerschaft

entscheidet Ihr Arzt.

Isoptin RR retard ist plazentagängig und geht in die Muttermilch über. Über die Anwendung

während der Stillzeit entscheidet Ihr Arzt.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung:

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie im

Zusammenwirken mit Alkohol (siehe auch Abschnitt „Einnahme von Isoptin RR retard

zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol“).

3.

Wie ist Isoptin RR retard einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Zum Einnehmen.

Die Filmtabletten sind ungelutscht und unzerkaut am besten zu oder kurz nach den

Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit (nicht mit Grapefruitsaft oder Alkohol) einzunehmen.

Die Dosierung wird individuell vom Arzt verordnet, in Abhängigkeit von Art und Schwere

Ihrer Erkrankung.

In der Dauertherapie sollte eine Tagesdosis von 480 mg (= 2 Isoptin RR retard 240 mg -

Filmtabletten) nicht überschritten werden. Eine kurzfristige Dosiserhöhung ist nur auf

besondere Anordnung Ihres Arztes vorzunehmen.

Die Dauer der Anwendung ist nicht begrenzt. Nach einer längeren Therapie sollte Isoptin

grundsätzlich nicht plötzlich, sondern ausschleichend abgesetzt werden.

Erwachsene und Jugendliche über 50 kg Körpergewicht

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, beträgt die empfohlene Dosis morgens 1 Filmtablette.

Falls nach ca. 1 Woche eine Dosissteigerung erforderlich erscheint, kann Ihr Arzt die Dosis

bis auf 2 Filmtabletten täglich (je 1 Filmtablette morgens und abends im Abstand von ca. 12

Stunden) erhöhen.

Bei Patienten, bei denen eine besonders langsame Blutdrucksenkung erwünscht ist, kann die

Therapie mit einer ½ Filmtablette morgens begonnen werden.

Kinder und Jugendliche

Isoptin RR retard 240 mg ist nicht für Kinder und Jugendliche unter 50 kg Körpergewicht

bestimmt.

Für Säuglinge und Kleinkinder, Kinder und Jugendliche mit Herzrhythmusstörungen stehen

niedrigdosierte Formen (Isoptin 40 mg - Dragees und Isoptin 80 mg - Dragees) zur

Verfügung.

Die Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern mit Isoptin sollte nur im Klinikbereich

erfolgen.

Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Wenn Sie an einer eingeschränkten Leberfunktion leiden, sollten anfänglich niedrigere Dosen

eingenommen werden, abhängig vom Grad der eingeschränkten Leberfunktion und dem

Schweregrad der Krankheit, die behandelt wird.

Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Wenn bei Ihnen eine eingeschränkte Nierenfunktion vorliegt, wird Ihr Arzt Isoptin mit

Vorsicht und unter engmaschiger Überwachung anwenden.

Dosierung bei älteren Patienten

Die Dosierung bei älteren Patienten (> 65 Jahre) ist vorsichtig vorzunehmen. Eine

entsprechende Dosisanpassung soll basierend auf dem individuellen Ansprechen auf

Verapamil vorgenommen werden.

Für Erwachsene mit niedrigerem Verapamilbedarf (z.B. bei schweren

Leberfunktionsstörungen, bei älteren Patienten und bei Patienten mit niedrigem Gewicht)

stehen die niedrigdosierten Formen Isoptin 40 mg - Dragees, Isoptin 80 mg - Dragees und

Isoptin retard 120 mg - Filmtabletten zur Verfügung.

Wenn Sie eine größere Menge von Isoptin RR retard eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Überdosierung von Verapamil können stark erniedrigter Blutdruck, Herzschwäche,

Herzrhythmusstörungen (verlangsamte oder beschleunigte Herzschlagfolge) bis zum Herz-

Kreislaufschock mit Lungenödem (Wasseransammlung in der Lunge), und Herzstillstand,

Bewusstseinstrübung bis zum Koma, Hyperglykämie (erhöhter Blutzuckerspiegel),

Hypokaliämie (verminderte Kaliumkonzentration im Blut), Sauerstoffmangel im Blut

(Hypoxie), beeinträchtige Nierenfunktion, Muskelkrämpfe, Benommenheit und bestimmte

Stoffwechselentgleisungen (metabolische Azidose) auftreten. Es traten Todesfälle nach

Überdosierung auf.

Falls Sie versehentlich zu viele Filmtabletten eingenommen haben, nehmen Sie sofort

Kontakt mit einem Arzt / Notarzt auf oder suchen Sie das nächstgelegene Krankenhaus auf.

Wenn Sie die Einnahme von Isoptin RR retard vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben.

Nehmen Sie die nächste Tablette zum nächsten vorgesehenen Zeitpunkt ein.

Wenn Sie die Einnahme von Isoptin RR retard abbrechen

Eine Dosisänderung oder ein Absetzen der Behandlung sollte ohne vorherige Rückfrage beim

Arzt nicht vorgenommen werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen, Schwindel,

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes (Übelkeit, Verstopfung und Bauchschmerzen),

verlangsamter Herzschlag, beschleunigter Herzschlag, Herzklopfen, niedriger Blutdruck,

Hitzewallungen, Wasseransammlung im Gewebe (Ödeme) und Müdigkeit.

Nebenwirkungen aus klinischen Studien mit Verapamil und während der Vermarktung

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Schwindelgefühl, Kopfschmerzen

Verlangsamung der Herztätigkeit

Hitzewallungen, niedriger Blutdruck

Verstopfung, Übelkeit

Schwellung von Knöcheln, Füßen oder Fingern (periphere Ödeme)

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Nervosität

Herzklopfen, schnelle Herztätigkeit

Schmerzhafte Rötung der Füße/Hände nach Wärmeeinwirkung

Bauchschmerzen

Müdigkeit

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Zittern, Missempfindungen (Kribbeln, Taubheit)

Schläfrigkeit

Ohrensausen

Erbrechen

Vermehrtes Schwitzen

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Vorhofflimmern

Entzündung der Haut durch UV-Licht (Photodermatitis)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Überempfindlichkeit

Störungen der unwillkürlichen Bewegungsabläufe, Lähmung der Gliedmaßen

(Tetraparese), Krämpfe

Erhöhung der Kaliumspiegel im Blut

Drehschwindel

Erregungsleitungsstörungen (AV-Block I.-III. Grades), Herzversagen,

Rhythmusstörungen (Verlangsamung der Sinusknotentätigkeit, Sinusknotenausfall,

Systolenausfall)

Krampfzustand der Bronchialmuskulatur, Atemnot

Bauchbeschwerden

Krankhafte Wucherung des Zahnfleisches, Darmverschluss

Schwellung der Haut und Schleimhaut (Angioödem), schwere Hauterkrankung mit

Blasenbildung (Stevens-Johnson-Syndrom), Blutungen in die Haut (Purpura),

Makulopapulöses Exanthem (bestimmter Hautausschlag), Nesselausschlag,

Hautausschlag, Hautrötung (Erythema multiforme), Juckreiz, Haarausfall

Gelenkschmerzen, Muskelschwäche, Muskelschmerzen

Nierenversagen

Milchfluss bei Frauen, Vergrößerung der Brustdrüse beim Mann

Impotenz (Erektile Dysfunktion)

Erhöhung bestimmter Laborwerte (Prolaktin, Leberenzyme)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Isoptin retard aufzubewahren?

Nicht über 25 °C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis:“ oder

„Verw. bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht

sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Isoptin RR retard enthält

Der Wirkstoff ist: Verapamilhydrochlorid.

1 Filmtablette enthält 240 mg Verapamilhydrochlorid.

Die sonstigen Bestandteile sind: Mikrokristalline Cellulose, Natriumalginat, Povidon

K30, Magnesiumstearat, Hypromellose, Macrogol 400 und 6000, Talkum, Titandioxid

(E 171), Chinolingelb (E 104), Indigokarmin (E132), Montanglykolwachs.

Wie Isoptin RR retard aussieht und Inhalt der Packung

Hellgrüne, längliche Filmtabletten mit Bruchkerbe. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt

werden.

Blisterpackung zu 30 Stück.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Mylan Österreich GmbH

Guglgasse 15

1110 Wien

Hersteller

Famar A.V.E. Anthoussa Plant

Anthoussa Avenue 7,

Anthoussa Attiki, 15349

Griechenland

oder

AbbVie Deutschland GmbH & Co.KG

Knollstraße 50

67061 Ludwigshafen

Deutschland

Z.Nr.: 1-18441

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2019.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Therapiemaßnahmen bei Überdosierung:

Die Behandlung einer Verapamilhydrochlorid-Überdosierung sollte vorwiegend unterstützend

und individuell je nach Zeitpunkt und Art der Verabreichung, sowie Art und Schwere der

Vergiftungssymptome erfolgen.

Therapeutisch stehen die Elimination und die Wiederherstellung stabiler Herz-Kreislauf-

Verhältnisse im Vordergrund.

Bei Vergiftungen mit größeren Mengen von Retardpräparaten ist zu beachten, dass eine

Wirkstofffreisetzung und Resorption im Darm noch länger als 48 Stunden nach der Einnahme

erfolgen kann.

Eine Magenspülung ist nach oraler Intoxikation mit Verapamilhydrochlorid anzuraten, auch

noch später als 12 Stunden nach der Einnahme, falls keine Magen-Darm-Motilität

(Darmgeräusche) nachweisbar ist. Bei Verdacht auf Vergiftung mit Retardpräparaten sind

umfangreiche Eliminationsmaßnahmen indiziert, wie induziertes Erbrechen, Absaugen von

Magen- und Dünndarminhalt unter endoskopischer Kontrolle, Darmspülung, Abführen, hohe

Einläufe.

Eine Hämodialyse ist wegen fehlender Dialysierbarkeit von Verapamilhydrochlorid nicht

sinnvoll, eine Hämofiltration und evtl. eine Plasmapherese (hohe Plasmaeiweißbindung der

Calcium-Antagonisten) wird jedoch empfohlen.

Übliche intensivmedizinische Wiederbelebungsmaßnahmen, wie extrathorakale Herzmassage,

Beatmung, Defibrillation bzw. Schrittmachertherapie.

Spezifische Maßnahmen:

Bradykarde Herzrhythmusstörungen werden symptomatisch mit Atropin und/oder Beta-

Sympathomimetika (Isoprenalin, Orciprenalin) behandelt, bei bedrohlichen bradykarden

Herzrhythmusstörungen ist eine temporäre Schrittmachertherapie erforderlich.

Asystolie sollte mit den üblichen Maßnahmen einschließlich Beta-adrenerger Stimulation,

anderen vasopressorischen Arzneimitteln oder kardiopulmonaler Reanimation behandelt

werden.

Als spezifisches Antidot gilt Calcium, z.B. 10 -20 ml einer 10 %-igen Calciumgluconatlösung

intravenös (2,25 bis 4,5 mmol), erforderlichenfalls wiederholt oder als Dauertropfinfusion

(z.B. 5 mmol/Stunde).

Die Hypotonie, als Folge von kardiogenem Schock und arterieller Vasodilatation, wird mit

Dopamin (bis 25 µg je kg Körpergewicht je Minute), Dobutamin (bis 15 µg je kg

Körpergewicht je Minute), Epinephrin bzw. Norepinephrin behandelt. Die Dosierung dieser

Arzneimittel orientiert sich allein an der gezielten Wirkung. Der Serum-Calcium-Spiegel

sollte hochnormal bis leicht erhöht gehalten werden. In der Frühphase wird aufgrund der

arteriellen Vasodilatation zusätzlich Flüssigkeit substituiert (Ringer- oder

Natriumchloridlösung).

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Isoptin RR retard 240 mg - Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Filmtablette enthält 240 mg Verapamilhydrochlorid.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Hellgrüne, längliche Filmtablette mit veränderter Wirkstofffreisetzung und

Bruchkerbe.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Isoptin RR retard 240 mg wird angewendet bei Erwachsenen und Jugendlichen über

50 kg Körpergewicht zur Behandlung von:

Essentielle Hypertonie

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Verapamilhydrochlorid, der Wirkstoff von Isoptin, ist individuell, dem Schweregrad

der Erkrankung angepasst, zu dosieren. Nach langjähriger klinischer Erfahrung liegt

die durchschnittliche Tagesdosis bei fast allen Indikationen zwischen 240 mg und 360

Eine Tagesdosis von 480 mg sollte als Dauertherapie nicht überschritten werden; eine

kurzfristige Erhöhung ist möglich.

Erwachsene und Jugendliche über 50 kg Körpergewicht

Die empfohlene Dosierung liegt bei 240 mg – 480 mg Verapamilhydrochlorid pro

Tag.

Im Allgemeinen erhalten Erwachsene morgens 1 Filmtablette. Falls nach ca. 1 Woche

eine Dosissteigerung erforderlich erscheint, kann die Dosis bis auf 2 Filmtabletten

täglich (je 1 Filmtablette morgens und abends im Abstand von ca. 12 Stunden) erhöht

werden.

Bei Patienten, bei denen eine besonders langsame Blutdrucksenkung erwünscht ist,

kann die Therapie mit einer 1/2 Filmtablette morgens begonnen werden.

Kinder und Jugendliche

Isoptin RR retard 240 mg ist nicht für Kinder und Jugendliche unter 50 kg

Körpergewicht bestimmt.

Bei Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahren wird Verapamilhydrochlorid nur zu

Behandlung von Herzrhythmusstörungen eingesetzt. Hierfür stehen niedrigdosierte

Darreichungsformen (Isoptin 40 mg - Dragees und Isoptin 80 mg - Dragees) zur

Verfügung.

Besondere Patientengruppen

Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Verapamilhydrochlorid soll bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit

Vorsicht und unter engmaschiger Überwachung angewendet werden (siehe Abschnitt

4.4).

Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion kommt es, abhängig vom Grad der

eingeschränkten Leberfunktion, zu einer mehr oder weniger verzögerten

Metabolisierung des Arzneimittels, wodurch es zu einer verstärkten und verlängerten

Wirkung von Verapamilhydrochlorid kommen kann. Daher muss die Dosis bei

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion mit besonderer Vorsicht angepasst

werden und anfänglich sollten niedrigere Dosen eingenommen werden (siehe

Abschnitt 4.4).

Dosierung bei älteren Patienten

Die Dosierung bei älteren Patienten (> 65 Jahre) ist vorsichtig vorzunehmen. Eine

entsprechende Dosisanpassung soll basierend auf dem individuellen Ansprechen auf

Verapamil vorgenommen werden.

Hinweis: Für Erwachsene mit niedrigerem Verapamilbedarf (z.B. bei schweren

Leberfunktionsstörungen, bei älteren Patienten und bei Patienten mit niedrigem

Gewicht) stehen nicht-retardierte und retardierte Darreichungsformen (Isoptin 40 mg -

Dragees, Isoptin 80 mg - Dragees und Isoptin retard 120 mg - Filmtabletten) zur

Verfügung. Patienten, die höhere Dosierungen benötigen (z.B.: 240 mg bis 480 mg

Verapamilhydrochlorid/Tag), sollten Formulierungen mit passenderem

Wirkstoffgehalt verwenden.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Filmtabletten sind ungelutscht und unzerkaut am besten zu oder kurz nach den

Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit (nicht mit Grapefruitsaft) einzunehmen.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Anwendung ist nicht begrenzt. Nach einer längeren Therapie sollte

Isoptin grundsätzlich nicht plötzlich, sondern ausschleichend abgesetzt werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile

Herz-Kreislauf-Schock

akuter Myokardinfarkt, kompliziert durch Bradykardie, Hypotonie oder

Linksherzversagen;

AV-Block II. oder III. Grades (außer Patienten mit Herzschrittmacher)

Sick-Sinus Syndrom, SA-Block (außer Patienten mit Herzschrittmacher)

Herzinsuffizienz mit verminderter Auswurffraktion von weniger als 35 % und/oder

einem Lungenkapillardruck von über 20 mmHg (außer wenn die Herzinsuffizienz die

Folge einer supraventrikulären Tachykardie ist, welche auf Verapamil anspricht)

Vorhofflimmern/-flattern und gleichzeitigem Vorliegen eines akzessorischen Bypass-

Traktes (z.B. Wolff-Parkinson-White-, Lown-Ganong-Levine Syndrom). Diese

Patienten haben bei Anwendung von Verapamilhydrochlorid ein erhöhtes Risiko, eine

Kammertachyarrhythmie einschließlich Kammerflimmern zu entwickeln.

Kombination mit Ivabradin (siehe Abschnitt 4.5)

schwere Hypotonie (< 90 mmHg systolisch)

Bradykardie (< 50 Schläge pro Minute)

1. und 2. Schwangerschaftstrimenon (siehe Abschnitt 4.6)

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Herzblock / AV-Block I. Grades / Bradykardie/Asystolie

Verapamilhydrochlorid wirkt auf den AV- und den SA-Knoten und verlängert die AV

Leitungszeit. Isoptin ist daher mit Vorsicht anzuwenden, da die Ausbildung eines AV-

Blocks II. und III. Grades (siehe Abschnitt 4.3) oder eines unifaszikulären,

bifaszikulären oder trifaszikulären Schenkelblocks ein Absetzen von

Verapamilhydrochlorid sowie die Einleitung einer angemessenen Therapie erfordert.

Verapamilhydrochlorid wirkt auf den AV- und den SA-Knoten und kann selten einen

AV-Block II. oder III. Grades, Bradykardie und in extremen Fällen, Asystolie

hervorrufen. Dies ist wahrscheinlicher bei Patienten mit einem Sick-Sinus Syndrom

(SA-Knoten Störung), welches bei älteren Patienten häufiger vorkommt.

Eine Asystolie ist bei Patienten ohne Sick-Sinus Syndrom gewöhnlich nur von kurzer

Dauer (ein paar Sekunden und kürzer) mit spontaner Rückkehr zu AV-Knoten oder

normalem Sinus-Rhythmus. Wenn dies nicht umgehend eintritt, muss unverzüglich

eine geeignete Behandlung eingeleitet werden (siehe auch Abschnitt 4.8).

Antiarrhythmika, Beta-Blocker

Gegenseitige Verstärkung von kardiovaskulären Ereignissen (höhergradiger AV-

Block, höhergradiger Abfall der Herzfrequenz, Auslösung einer Herzinsuffizienz und

verstärkte Hypotonie). Bei einem Patienten, der Timolol-haltige Augentropfen (ein

Beta-Rezeptoren Blocker) gemeinsam mit oralem Verapamilhydrochlorid erhalten hat,

wurde eine asymptomatische Bradykardie (36 Schläge/Minute) mit einem wandernden

atrialen Schrittmacher beobachtet.

Digoxin

Wenn Verapamilhydrochlorid gemeinsam mit Digoxin angewendet wird, ist die

Digoxindosis zu reduzieren (siehe Abschnitt 4.5).

Herzinsuffizienz

Herzinsuffizienzpatienten mit einer Auswurfleistung von mehr als 35% sollten vor der

Verapamil Behandlung kompensiert und durchgehend ausreichend behandelt werden.

Hypotonie

Intravenöses Verapamilhydrochlorid bewirkt oft einen Abfall des Blutdruckes unter

das Basisniveau, welcher aber gewöhnlich vorübergehend und asymptomatisch

verläuft, aber zu Schwindel führen kann.

HMG-CoA Reduktasehemmer („Statine“)

Siehe Abschnitt 4.5.

Erkrankungen mit beeinträchtigter neuromuskulärer Transmission

Verapamilhydrochlorid sollte bei Vorhandensein einer Erkrankung, welche die

neuromuskuläre Transmission betrifft (Myasthenia gravis, Lambert-Eaton-Syndrom,

fortgeschrittene Duchenne-Muskeldystrophie), mit Vorsicht angewendet werden.

Besondere Patientengruppen

Nierenfunktionsstörung

Obwohl in Vergleichsstudien keine Auswirkung auf die Pharmakokinetik von

Verapamil bei chronischem Nierenversagen nachgewiesen werden konnte, wird

aufgrund einzelner Berichte empfohlen die Behandlung mit Verapamil bei

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit Vorsicht und unter genauer

Beobachtung durchzuführen. Verapamil kann durch Hämodialyse nicht eliminiert

werden.

Leberfunktionsstörung

Vorsicht ist geboten bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (siehe

Abschnitt 4.2).

Andere

Bei Patienten mit hypertropher Kardiomyopathie können kardiale Nebenwirkungen

vermehrt auftreten.

Bei Langzeittherapie empfiehlt sich die gelegentliche Kontrolle der Leberparameter

bei prädisponierten Patienten sowie des Blutzuckerspiegels bei Diabetikern und

gegebenenfalls des Digoxin- oder Chinidinspiegels.

Unter Verapamilbehandlung traten akute Fälle von Porphyrien auf. Die Behandlung

wird bei Patienten mit Porphyrien als unsicher betrachtet.

Bei Patienten mit Herzschrittmacher oder Defibrillator kann eine Erhöhung der

Pacing- und Sensingschwelle unter Verapamilhydrochlorid-Therapie nicht

ausgeschlossen werden.

Die Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern mit Verapamil sollte nur im

Klinikbereich erfolgen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

In seltenen Einzelfällen, eingeschlossen Patienten mit schwerer Kardiomyopathie,

Stauungsinsuffizienz oder vor kurzem aufgetretenem Herzinfarkt, traten bei

gleichzeitiger Verabreichung von Beta-Adrenorezeptoren-Antagonisten oder

Disopyramid zusammen mit intravenösem Verapamilhydrochlorid schwere

Nebenwirkungen auf.

Die gleichzeitige Anwendung von Verapamilhydrochlorid und Arzneimitteln, die die

adrenerge Funktion reduzieren, kann zu einem übermäßigen Blutdruckabfall führen.

Mögliche Wechselwirkungen verbunden mit dem CYP450 System

In-vitro metabolische Studien deuten darauf hin, dass Verapamilhydrochlorid von

Cytochrom P450 CYP3A4, CYP1A2, CYP2C8, CYP2C9 und CYP2C18 metabolisiert

wird. Es wurde gezeigt, dass Verapamil ein Hemmer des Enzyms CYP3A4 und P-

Glycoprotein (P-gp) ist. Klinisch signifikante Wechselwirkungen wurden einerseits

durch Hemmung des CYP3A4, das zur Erhöhung des Verapamilplasmaspiegels führt

und andererseits durch Induktion von CYP3A4, das zur Senkung des

Verapamilplasmaspiegels führt, und durch Hemmen des P-Glycoproteins berichtet.

Aus diesem Grund sind Patienten bezüglich Wechselwirkungen zu überwachen.

In der folgenden Tabelle werden potentielle Arzneimittelwechselwirkungen aufgrund

pharmakokinetischer Ursachen aufgelistet:

Gleichzeitig verabreichtes Arzneimittel

mögliche Wechselwirkung

Alpha-Blocker

Prazosin

Erhöhung der Prazosin Cmax (~40%) ohne

Wirkung auf die Halbwertszeit, Verstärkung des

blutdrucksenkenden Effekts

Terazosin

Anstieg der AUC (~24%) und Cmax (~25%) von

Terazosin, Verstärkung des blutdrucksenkenden

Effekts

Antiarrhythmika

Flecainid

Geringer Effekt auf die Flecainid

Plasmaclearance (<~10%); Kein Effekt auf die

Verapamil Plasmaclearance.

Siehe weiters Abschnitt 4.4

Chinidin

Erniedrigung der oralen Chinidin Clearance

(~35%)

Verstärkter Blutdruckabfall ist möglich.

Bei Patienten mit hypertropher obstruktiver

Kardiomyopathie kann das Auftreten eines

Lungenödems möglich sein.

Antiasthmatika

Theophyllin

Reduktion der oralen und systemischen

Theophyllin Clearance um ~20%. Geringere

Reduktion der Clearance bei Rauchern (~11%).

Antikonvulsiva/Antiepileptika

Carbamazepin

Anstieg der Carbamazepin AUC (~46%) bei

Patienten mit refraktärer partieller Epilepsie.

Erhöhte Carbamazepinspiegel können zu

Carbamazepin- Nebenwirkungen wie Diplopie,

Kopfschmerzen, Ataxie oder Schwindel führen.

Phenytoin

Reduktion der Verapamil-Plasmakonzentrationen

Antidepressiva

Imipramin

Anstieg der Imipramin AUC (~15%), jedoch

keine Auswirkung auf den Gehalt des aktiven

Metaboliten Desipramin.

Der hypotensive Effekt von Verapamil kann bei

gleichzeitiger Anwendung verstärkt werden.

Antidiabetika

Sulfonylharnstoffderivate (Glibenclamid)

Erhöhung der Plasmaspiegel dieser Arzneistoffe

Antigichtmittel

Colchizin

Colchizin ist ein Substrat für CYP3A und den

Abflusstransporter P-Glykoprotein. Verapamil

hemmt bekanntermaßen CYP3A und P-

Glykoprotein. Wenn Verapamil und Colchizin

gemeinsam eingenommen werden, kann die

Hemmung von P-Glykoprotein und/oder CYP3A

zu einer erhöhten Aufnahme von Colchizin

führen. Die gleichzeitige Einnahme wird daher

nicht empfohlen (siehe auch Abschnitt 4.8).

Wenn die gleichzeitige Behandlung nötig ist, soll

die Colchizin-Dosis reduziert und der Patient

besonders sorgfältig überwacht werden.

Antiinfektiva

Clarithromycin

Erythromycin

Telithromycin

Mögliche Erhöhung der Verapamilplasmaspiegel

Rifampicin

Erniedrigung der Verapamil AUC (~ 97%),

Cmax (~ 94%) und der oralen Bioverfügbarkeit

(~ 92%), wodurch die blutdrucksenkende

Wirkung reduziert sein kann.

Keine Auswirkung nach intravenöser Verapamil

Anwendung.

Antikoagulanzien

Dabigatran

Bei gemeinsamer Verabreichung von Verapamil

oral und Dabigatranetexilat (150 mg), einem P-

Gp Substrat, steigen Cmax und AUC von

Dabigatran an, jedoch unterscheidet sich das

Ausmaß dieser Änderung abhängig von der

Zeitspanne zwischen der Verabreichung und der

Formulierung von Verapamil. Die gleichzeitige

Verabreichung von 240 mg Verapamil mit

verzögerter Wirkstofffreisetzung und

Dabigatranetexilat führte zu einer Erhöhung der

Dabigatran Exposition (Erhöhung von Cmax um

etwa 90% und AUC um etwa 70 % an.

Bei gemeinsamer Verabreichung von Verapamil

und Dabigatranetexilat, wird eine engmaschige

klinische Überwachung empfohlen, insbesondere

bei Auftreten von Blutungen, vor allem bei

Patienten mit leichter bis mäßiger

Nierenfunktionsstörung.

Antineoplastika

Doxorubicin

Bei gleichzeitiger Anwendung von Doxorubicin

und Verapamil oral kam es bei Patienten mit

kleinzelligem Lungenkarzinom zu einer

Erhöhung der Bioverfügbarkeit und der

maximalen Plasmaspiegel von Doxorubicin.

Bei Patienten in fortgeschrittenen Tumorstadien

wurden bei gleichzeitiger intravenöser

Applikation von Verapamil keine signifikanten

Änderungen der Pharmakokinetik von

Doxorubicin beobachtet.

Barbiturate

Phenobarbital

Nach oraler Einnahme von Phenobarbital

zugleich mit Verapamil erhöht sich die

Verapamil-Clearance (~5-fach). Dadurch kann

die Wirksamkeit von Verapamil besonders bei

Herzrhythmusstörungen abgeschwächt sein.

Benzodiazepine und andere Anxiolytika

Midazolam

Buspiron

Erhöhung der Midazolam- und

Buspironplasmaspiegel.

Betablocker

Metoprolol

Propranolol

Erhöhung der Metoprolol AUC (~32,5%) und

Cmax (~41%) in Patienten mit Angina pectoris

(siehe Abschnitt 4.4)

Erhöhung der Propranolol AUC (~65%) und

Cmax (~94%) in Patienten mit Angina pectoris

(siehe Abschnitt 4.4)

Herzglykoside

Digoxin

Bei gesunden Probanden wurde ein Anstieg der

von Digoxin um ~44%, der C

um ~53%,

der C

um ~44% und der AUC um ~50%

beobachtet; die Digoxin-Dosis ist zu reduzieren

(siehe auch Abschnitt 4.4).

Digitoxin

Erniedrigung der Gesamtclearance (~27%) und

der extrarenalen Clearance (~29%) von Digitoxin

Histamin-H2-Rezeptorantagonisten

Cimetidin

Anstieg der AUC von R-(~25%) und S-(~40%)

Verapamil mit korrespondierender Senkung der

R- und S-Verapamil Clearance.

Cimetidin reduziert die Verapamil-Clearance

nach intravenöser Verapamil-Anwendung.

Immunsuppressiva

Cyclosporin

Anstieg der Cyclosporin AUC, C

~45% bei nierentransplantierten Patienten.

Sirolimus

Everolimus

Erhöhung der AUC von Sirolimus um etwa das

2,2-fache; Erhöhung der AUC von S-Verapamil

um etwa das 1,5-fache.

Anstieg der Everolimus Spiegel (C

2,3fach,

AUC 3,5fach); Erhöhung der C

trough

Verapamil um etwa das 2,3-fache.

Konzentrationsbestimmung und Dosisanpassung

dieser Arzneistoffe kann notwendig sein.

Tacrolimus

Mögliche Erhöhung der

Tacrolimusplasmaspiegel.

Lipidsenker/HMG Co-A Reduktase

Inhibitoren

Atorvastatin

Möglicher Anstieg der Atorvastatin Spiegel,

Anstieg der Verapamil AUC um ~43%

Lovastatin

Simvastatin

Möglicher Anstieg der Lovastatin Spiegel, die

AUC von Verapamil wird um etwa 63% und C

um etwa 32% erhöht.

Anstieg der Simvastatin AUC (~2,6fach), C

(~4,6fach)

Die Behandlung mit einem HMG-CoA

Reduktase Hemmer (z.B.: Simvastatin,

Atorvastatin oder Lovastatin) bei Patienten, die

mit Verapamil behandelt werden, sollte mit der

niedrigsten möglichen Dosis begonnen und dann

gesteigert werden. Bei Patienten, die bereits

einen HMG-CoA Reduktase Hemmer

einnehmen, sollte bei Beginn der Verapamil-

Behandlung darauf geachtet werden, dass die

Statindosis reduziert wird und erst nach Kontrolle

der Serum-Cholesterin-Konzentration wieder

erhöht wird.

Fluvastatin, Pravastatin und Rosuvastatin werden

nicht von CYP3A4 metabolisiert und interagieren

wahrscheinlich nicht mit Verapamil.

Urikostatika

Sulfinpyrazon

Anstieg der oralen Verapamil-Clearance (~3-

fach) und Erniedrigung der Bioverfügbarkeit

(~60%). Der blutdrucksenkende Effekt kann

vermindert sein.

Keine Auswirkung auf die Pharmakokinetik nach

intravenöser Verapamil Anwendung.

Selektive Serotonin-5HT1-Agonisten

Almotriptan

Anstieg der Almotriptan AUC (~20%), Anstieg

der C

(~24%).

Andere

Ivabradin

Die gemeinsame Anwendung mit Ivabradin

ist kontraindiziert, da Verapamil einen

zusätzlichen herzfrequenzsenkenden Effekt

auf Ivabradin hat (siehe Abschnitt 4.3).

Grapefruitsaft

Anstieg der R-(~49%) und S-(~37%) Verapamil

AUC; Anstieg der R-(~75%) und S-(~51%)

Verapamil C

Die Eliminationshalbwertszeit und renale

Clearance sind nicht beeinträchtigt.

Grapefruitsaft sollte daher nicht mit Verapamil

eingenommen werden.

Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Reduktion der R-(~78%) und S-(~80%)

Verapamil AUC mit korrespondierender

Reduktion in C

Andere Wechselwirkungen und zusätzliche Informationen zu den

Wechselwirkungen

HIV antivirale Wirkstoffe

Wegen des Potentials einiger HIV antiviraler Wirkstoffe, wie z. B. Ritonavir, den

Verapamil-Metabolismus zu hemmen, können die Verapamilplasmaspiegel steigen.

Diese Wirkstoffe sind mit Vorsicht zu verwenden und die Verapamildosierung in

Abhängigkeit vom Ausmaß der Blutdrucksenkung zu vermindern.

Lithium

Bei gleichzeitiger Verapamilhydrochlorid-Lithium-Therapie kann es zu einer erhöhten

Sensibilität gegenüber der Lithium-Wirkung (Neurotoxizität) kommen, die entweder

mit keiner Veränderung oder mit einem erhöhten Serum-Lithium-Spiegel einhergeht.

Die Zugabe von Verapamilhydrochlorid führte bei Patienten, die dauerhaft orales

Lithium erhalten, jedoch auch zu einer Senkung des Serum-Lithium-Spiegels.

Patienten, die beide Arzneimittel erhalten, sollten sorgfältig überwacht werden.

Neuromuskuläre Blocker

Klinische Daten und Tierstudien deuten darauf hin, dass Verapamilhydrochlorid die

Aktivität von neuromuskulären Blockern verstärken kann (Curare-ähnlich und

depolarisierend). Es kann erforderlich sein, die Dosis von Verapamilhydrochlorid

und/oder die Dosis des neuromuskulären Blockers zu verringern, wenn die

Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden.

Acetylsalicylsäure

Erhöhte Blutungsneigung.

Ethanol (Alkohol)

Erhöhung der Ethanolplasmaspiegel, daher Verstärkung der Alkoholwirkung durch

Verapamil.

Antihypertonika, Neuroleptika, Diuretika und Vasodilatatoren

Der hypotensive Effekt von Verapamil kann bei gleichzeitiger Anwendung verstärkt

werden.

Inhalationsanästhetika, Röntgenkontrastmittel

Gleichzeitige

Gabe

Verapamil

Inhalationsanästhetika

oder

Röntgenkontrastmitteln

(zur

Koronarangiographie)

kann

verstärkten

kardiodepressorischen

Effekten

führen

(Überleitungsstörungen,

AV-Blockierung,

Bradykardie, Hypotonie, Herzinsuffizienz).

Sonstige

Die gleichzeitige Einnahme von Calciumsalzen und Vitamin D kann die Wirksamkeit

von Verapamil besonders bei Herzrhythmusstörungen abschwächen.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Einnahme von Verapamilhydrochlorid ist im ersten und zweiten Trimenon der

Schwangerschaft kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3). Verapamil ist plazentagängig

und kann bei der Entbindung im Blut der Nabelvene nachgewiesen werden.

Teratogene Wirkungen

Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen und Daten von Studien mit der

Anwendung von Verapamilhydrochlorid während der Schwangerschaft vor.

Tierexperimentelle Studien haben keine direkten oder indirekten

gesundheitsschädlichen Wirkungen bezogen auf die Reproduktionstoxizität gezeigt.

Da Tierreproduktionsstudien nicht immer auf den menschlichen Organismus

übertragbar sind, darf die Einnahme von Verapamilhydrochlorid im dritten Trimenon

der Schwangerschaft nur bei zwingender Indikation, unter Berücksichtigung des

Risikos für Mutter und Kind, erfolgen (siehe Abschnitt 5.3).

Stillzeit

Verapamilhydrochlorid und seine Metaboliten gehen in die Muttermilch über. Bei

oraler Verabreichung von Verapamil an einer begrenzten Anzahl stillender Mütter

wurde gezeigt, dass die relative Dosis Verapamil, die der Säugling erhält, sehr gering

ist (0,1 – 1% der oral verabreichten Menge der Mutter) und dass die Verabreichung

von Verapamil während der Stillzeit möglich ist.

Ein Risiko für Neugeborene und Kleinkinder kann nicht ausgeschlossen werden.

Aufgrund möglicher unerwünschter Nebenwirkungen bei Säuglingen sollte Verapamil

nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt angewendet

werden.

Fertilität

Ein Einfluss auf die Fertilität beim Menschen wurde bislang nicht beobachtet.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen

Aufgrund seiner blutdrucksenkenden Wirkung kann Verapamilhydrochlorid -

abhängig vom individuellen Ansprechen - die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am

Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten unter gefährlichen

Bedingungen beeinträchtigen. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn,

bei Erhöhung der Dosis, bei einem Präparatewechsel und im Zusammenwirken mit

Alkohol. Verapamil kann den Blutalkoholspiegel erhöhen und die Ausscheidung

verlangsamen. Die Auswirkungen des Alkohols können daher verstärkt sein.

4.8

Nebenwirkungen

a)

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen, Schwindel,

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (Nausea, Verstopfung und abdominaler

Schmerz), Bradykardie, Tachykardie, Palpitationen, Hypotonie, Hitzewallungen,

periphäre Ödeme und Müdigkeit.

b)

Tabellarische Zusammenfassung der Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen wurden mit Verapamil aus klinischen Studien, im Zuge

der Überwachung nach Vermarktung oder aus Phase IV Studien berichtet und werden

unten nach Systemorganklassen gelistet.

Die Häufigkeiten werden wie folgt klassifiziert:

Sehr häufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100, <1/10)

Gelegentlich (≥1/1.000, <1/100)

Selten (≥1/10.000, <1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Nebenwirkungen aus klinischen Studien mit Verapamil und Überwachungen nach

Vermarktung

Systemorganklasse

Häufig

Gelegentlich

Selten

Sehr selten

nicht bekannt

Erkrankungen des

Immunsystems

Hypersensitivi

tät

Erkrankungen des

Nervensystems

Schwindelge-

fühl

Kopfschmer-

Tremor

Parästhesie

Extrapyrami-

dales Syndrom

Paralyse

(Tetraparese)

Krämpfe

Stoffwechsel und

Ernährungsstörun-

gen

Hyperkaliämie

Psychiatrische

Erkrankungen

Nervosität

Somnolenz

Erkrankungen des

Ohrs und des

Labyrinths

Tinnitus

Vertigo

Herzerkrankungen

Bradykardie

Palpitationen

Tachykardie

Vorhofflim-

mern

AV-Block I.-

III. Grades

Herzversagen

Sinusbrady-

kardie

Sinusarrest

Asystolie

Gefäßerkrankun-

gen

Hitzewallun-

Hypotonie

Erythrome-

lalgie

Erkrankungen der

Atemwege, des

Brustraums und

Mediastinums

Broncho-

spasmus

Dyspnoe

Erkrankungen des

Gastrointestinal-

trakts

Obstipation

Nausea

Bauch-

schmerzen

Erbrechen

Bauchbe-

schwerden

Gingivahyper-

plasie

Ileus

Erkrankungen der

Haut und des

Unterhautzellge-

webes

Hyper-

hidrose

Photo-

dermatitis

Angioödem

Stevens-

Johnson

Syndrom

Makulopapu-

löses

Exanthem

Urtikaria

Rash

Erythema

multiforme

Alopezie

Pruritus

Juckreiz

Purpura

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkran-

kungen

Arthralgie

Muskel-

schwäche

Myalgie

Erkrankungen der

Nieren und

Harnwege

Nierenver-

sagen

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane

und der Brustdrüse

Galaktorrhoe

Gynäkomastie

Erektile

Dysfunktion

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Periphere

Ödeme

Müdigkeit

Untersuchungen

Erhöhung der

Prolaktin-

Spiegel im

Blut

Erhöhung der

Leberenzyme

c)

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Nach Markteinführung von Isoptin wurde ein einziges Mal beobachtet, dass bei

kombinierter Behandlung von Verapamil und Colchizin eine Paralyse (Tetraparese)

auftrat. Durch Verapamil werden CYP3A4 und P-Glycoprotein gehemmt, weshalb

Colchizin die Blut-Hirn-Schranke passieren und zur Tetraparese führen kann. Siehe

Abschnitt 4.5.

d)

Kinder und Jugendliche

Es wird erwartet, dass die Häufigkeit, Art und Schwere von Nebenwirkungen bei

Kindern und Jugendlichen gleich wie bei Erwachsenen ist.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind

aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem

anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Symptome einer Überdosierung:

Die Intoxikationssymptome nach Überdosierung von Verapamilhydrochlorid

verlaufen in Abhängigkeit von der zugeführten Menge, dem Zeitpunkt der

Entgiftungsmaßnahmen und der kontraktilen Funktionsfähigkeit des Myokards

(Altersabhängigkeit).

Folgende Symptome werden bei einer schweren Vergiftung mit

Verapamilhydrochlorid beobachtet:

Schwerer Blutdruckabfall, Herzinsuffizienz, bradykarde oder tachykarde

Herzrhythmusstörungen (z. B. junktionaler Rhythmus mit AV-Dissoziation und

höhergradigem AV-Block), die zum Herz-Kreislauf-Schock und Herzstillstand führen

können.

Bewusstseinstrübung bis zum Koma, Hyperglykämie, Hypokaliämie, metabolische

Azidose, Hypoxie, Beeinträchtigung der Nierenfunktion und Konvulsionen. Todesfälle

sind als Resultat von Überdosierungen aufgetreten.

Therapiemaßnahmen bei Überdosierung:

Die Behandlung einer Verapamilhydrochlorid-Überdosierung sollte vorwiegend

unterstützend und individuell je nach Zeitpunkt und Art der Verabreichung, sowie Art

und Schwere der Vergiftungssymptome erfolgen.

Therapeutisch stehen die Elimination und die Wiederherstellung stabiler Herz-

Kreislauf-Verhältnisse im Vordergrund.

Bei Vergiftungen mit größeren Mengen von Retardpräparaten ist zu beachten, dass

eine Wirkstofffreisetzung und Resorption im Darm noch länger als 48 Stunden nach

der Einnahme erfolgen kann.

Eine Magenspülung ist nach oraler Intoxikation mit Verapamilhydrochlorid anzuraten,

auch noch später als 12 Stunden nach der Einnahme, falls keine Magen-Darm-

Motilität (Darmgeräusche) nachweisbar ist. Bei Verdacht auf Vergiftung mit

Retardpräparaten sind umfangreiche Eliminationsmaßnahmen indiziert, wie

induziertes Erbrechen, Absaugen von Magen- und Dünndarminhalt unter

endoskopischer Kontrolle, Darmspülung, Abführen, hohe Einläufe.

Eine Hämodialyse ist wegen fehlender Dialysierbarkeit von Verapamilhydrochlorid

nicht sinnvoll, eine Hämofiltration und evtl. eine Plasmapherese (hohe

Plasmaeiweißbindung der Calcium-Antagonisten) wird jedoch empfohlen.

Übliche intensivmedizinische Wiederbelebungsmaßnahmen, wie extrathorakale

Herzmassage, Beatmung, Defibrillation bzw. Schrittmachertherapie.

Spezifische Maßnahmen:

Bradykarde Herzrhythmusstörungen werden symptomatisch mit Atropin und/oder

Beta-Sympathomimetika (Isoprenalin, Orciprenalin) behandelt, bei bedrohlichen

bradykarden Herzrhythmusstörungen ist eine temporäre Schrittmachertherapie

erforderlich.

Asystolie sollte mit den üblichen Maßnahmen einschließlich Beta-adrenerger

Stimulation, anderen vasopressorischen Arzneimitteln oder kardiopulmonaler

Reanimation behandelt werden.

Als spezifisches Antidot gilt Calcium, z. B. 10–20 ml einer 10 %-igen

Calciumgluconatlösung intravenös (2,25 bis 4,5 mmol), erforderlichenfalls wiederholt

oder als Dauertropfinfusion (z. B. 5 mmol/Stunde).

Die Hypotonie, als Folge von kardiogenem Schock und arterieller Vasodilatation, wird

mit Dopamin (bis 25 µg je kg Körpergewicht je Minute), Dobutamin (bis 15 µg je kg

Körpergewicht je Minute), Epinephrin bzw. Norepinephrin behandelt. Die Dosierung

dieser Arzneimittel orientiert sich allein an der gezielten Wirkung. Der Serum-

Calcium-Spiegel sollte hochnormal bis leicht erhöht gehalten werden. In der

Frühphase wird aufgrund der arteriellen Vasodilatation zusätzlich Flüssigkeit

substituiert (Ringer- oder Natriumchloridlösung).

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Selektive Calciumkanalblocker mit vorwiegender

Herzwirkung, Phenylalkylamin-Derivate

ATC-Code: C08DA01

Wirkprinzip und pharmakodynamische Wirkungen

Verapamil vermindert als Calciumantagonist (Calciumkanalblocker) die Kontraktilität

und die Wandspannung des Herzmuskels sowie den Tonus der glatten

Gefäßmuskulatur. Außerdem wird die Erregungsbildung im Sinusknoten und

Erregungsleitung im AV-Knoten gehemmt.

Verapamil hemmt das langsame Einströmen von Calcium in das normale Herzgewebe

und in den AV- und den Sinusknoten. Elektrophysiologische Untersuchungen ergaben,

dass oral oder intravenös verabreichtes Verapamil die Reizleitung durch den AV-

Knoten um bis zu einem Drittel verlangsamt, die Reizleitung innerhalb der Vorhöfe

und der Ventrikel jedoch nicht beeinträchtigt. Auch auf den normalen Sinus-Rhythmus

hat Verapamil geringe Auswirkungen. Bei Patienten mit Funktionsstörungen des

Sinusknotens jedoch kann es zu einem Sinus-Stillstand oder zu einem sinuaurikulären

Block führen.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Nach oraler oder intravenöser Applikation senkt Verapamil bei Hypertonikern den

mittleren arteriellen Blutdruck in Ruhe und nach körperlicher Belastung. Bei

normotonen Patienten dagegen hat oral verabreichtes Verapamil gewöhnlich keine

blutdrucksenkende Wirkung.

Diese ausgeprägte antihypertensive Wirkung wird hauptsächlich durch periphere

Vasodilatation und Senkung des systemischen Gefäßwiderstandes erreicht. Die

meisten Studien haben gezeigt, dass der Abfall des systemischen Gefäßwiderstandes

nicht mit einer Veränderung des Herzzeitvolumens einhergeht.

Da diese Senkung der Nachlast ohne reflektorische Frequenz- oder

Kontraktilitätserhöhung einhergeht, kann Verapamil auch bei hypertropher

Kardiomyopathie eingesetzt werden.

Verapamilgaben senken bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit durch Dilatation

den Widerstand der großen und der kleinen Koronargefäße.

In einer Spätinterventionsstudie an Patienten mit Myokardinfarkt (DAVIT II) kam es

bei Langzeitgabe über bis zu 18 Monate zu einer signifikanten Reduktion der

Reinfarktrate. Die positive Wirkung war jedoch nur bei der Subgruppe von Patienten,

die vor Therapiebeginn nicht wegen akuter Herzinsuffizienz behandelt wurden,

nachweisbar.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Verapamilhydrochlorid ist ein racemisches Gemisch aus gleichen Teilen R-

Enantiomer und S-Enantiomer. Verapamil wird fast vollständig metabolisiert.

Norverapamil, einer der 12 Metaboliten, der im Urin identifiziert wurde, besitzt 10 %

bis 20 % der pharmakologischen Aktivität von Verapamil und macht 6 % der

ausgeschiedenen Substanz aus. Die Steady-State Plasmakonzentrationen von

Norverapamil und Verapamil sind ähnlich.

Der Steady-State wird nach 3 bis 4 Tagen nach mehrmaliger täglicher Dosierung

erreicht.

Resorption:

Verapamil wird schnell und fast ausschließlich im Dünndarm resorbiert. Die

Resorptionsquote liegt über 90%.

Die Bioverfügbarkeit liegt nach einmaliger oraler Verabreichung von Formulierungen

mit sofortiger Wirkstofffreisetzung bei 22% und von Retard-Formulierungen bei 33

%, bedingt durch einen ausgeprägten First-pass-Metabolismus über die Leber. Bei

Mehrfachapplikation erhöht sich die Bioverfügbarkeit auf ca. das Doppelte des Wertes

nach Einmalapplikation.

Verapamil Plasmaspitzenspiegel werden nach oraler Verabreichung von

Formulierungen mit sofortiger Wirkstofffreisetzung nach 1 bis 2 Stunden erreicht und

bei Retard-Formulierungen nach 4 bis 5 Stunden. Die Plasmaspitzenkonzentration von

Norverapamil wird ungefähr 1 Stunde nach einer oralen Verabreichung von

Formulierungen mit sofortiger Wirkstofffreisetzung und 5 Stunden nach einer oralen

Verabreichung von Retard-Formulierungen erreicht.

Nahrung hat keine Wirkung auf die Bioverfügbarkeit von Verapamil.

Verteilung:

Verapamil wird weitgehend in alle Gewebe des Körpers verteilt, das

Verteilungsvolumen beträgt bei gesunden Menschen 1,8 bis 6,8 l/kg.

Verapamil wird zu ca. 90 % an Plasmaeiweiß gebunden.

Biotransformation:

Verapamil

wird

fast

vollständig

Leber

metabolisiert.

In-vitro

Biotransformationsstudien zeigten, dass Verapamil hauptsächlich über Cytochrom

P450 CYP3A4, CYP1A2, CYP2C8, CYP2C9 und CYP2C18 metabolisiert wird. Bei

gesunden Männern durchläuft das oral verabreichte Verapamilhydrochlorid einen

extensiven Metabolismus in der Leber. Es wurden 12 Metaboliten identifiziert, die

meisten kommen nur in geringen Mengen vor. Die Hauptmetaboliten wurden als

verschiedene N und O-dealkylierte Produkte von Verapamil identifiziert. In einer

Studie an Hunden wurde beobachtet, dass von diesen Metaboliten nur Norverapamil

eine merkliche Wirksamkeit (rund 20 % vom Ausgangsstoff) besitzt.

Elimination:

Nach einer intravenösen Infusion wird Verapamil bi-exponentiell eliminiert, mit einer

schnellen frühen Verteilungsphase (Halbwertszeit ungefähr 4 Minuten) und einer

langsameren terminalen Eliminationsphase (Halbwertszeit 2 bis 5 Stunden).

Für die Elimination der unveränderten Substanz aus dem Plasma nach einmaliger

oraler Applikation sind Halbwertszeiten zwischen 3 und 7 Stunden bestimmt worden.

Rund 50 % einer Dosis werden renal innerhalb von 24 Stunden ausgeschieden, 70 %

innerhalb von 5 Tagen. Mit den Faeces werden etwa 16 % der verabreichten Dosis

eliminiert. Ungefähr 3 % bis 4 % einer Dosis werden unverändert über die Nieren

ausgeschieden. Die Gesamtclearance von Verapamil ist fast so hoch wie der

Leberblutfluss ca. 1l/h/kg (0,7 bis 1,3 l/h/kg).

Verapamil passiert die Plazentaschranke und wird in die Muttermilch ausgeschieden.

Spezielle Patientengruppen:

Kinder und Jugendliche

Es sind nur limitierte Informationen über die Pharmakokinetik bei Kindern und

Jugendlichen verfügbar. Nach einer intravenösen Gabe war die mittlere Halbwertszeit

von Verapamil 9,17 Stunden und die mittlere Clearance 30 l/h, wobei ungefähr 70 l/h

für einen Erwachsenen von 70 kg/KG zutreffen. Nach oraler Gabe erscheinen die

Steady-State Plasmakonzentrationen in der pädiatrischen Population etwas niedriger

zu sein, verglichen mit denen von Erwachsenen.

Ältere Patienten

Das Alter kann einen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Verapamil bei

Hypertonikern haben. Bei älteren Patienten (≥ 65 Jahre) wurden eine im Vergleich zu

jungen Patienten (≤ 43 Jahre) verminderte Verapamil-Clearance und eine verlängerte

Eliminationshalbwertszeit gefunden. Es wurde gezeigt, dass die blutdrucksenkende

Wirkung von Verapamil nicht altersabhängig ist.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Eine Nierenfunktionsstörung hat keinen Effekt auf die Pharmakokinetik von

Verapamilhydrochlorid, wie vergleichende Studien bei Patienten im Endstadium der

Nierenfunktionsstörung und bei Patienten mit gesunden Nieren zeigen.

Verapamil und Norverapamil werden durch Hämodialyse nicht in signifikanten

Mengen eliminiert.

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei Patienten mit Leberinsuffizienz wurden eine deutlich höhere Bioverfügbarkeit von

Verapamil sowie eine verzögerte Elimination beobachtet. Die Halbwertszeit von

Verapamil wird bei Patienten mit Leberfunktionsstörung aufgrund niedrigerer oraler

Clearance und eines höheren Verteilungsvolumens verlängert.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

In-vitro und in-vivo Untersuchungen erbrachten keine Hinweise auf mutagene

Wirkungen von Verapamilhydrochlorid.

Eine Langzeitstudie an der Ratte ergab keine Hinweise auf ein tumorerzeugendes

Potential von Verapamilhydrochlorid.

Reproduktionsstudien an Kaninchen und Ratten mit oral verabreichten Verapamil

Dosen von bis zum 1,5 (15 mg/kg) bzw. 6 (60 mg/kg) –fachen der oralen humanen

Tagesdosis ergaben keine Hinweise auf ein teratogenes Potential. Bei der Ratte traten

bei diesem Vielfachen der humanen Dosis jedoch Embryoletalität und Wachstums-

und Entwicklungsretardierungen auf, wahrscheinlich wegen der negativen

Auswirkung bezogen auf die Gewichtszunahme des Muttertiers. Diese orale Dosis hat

ebenso gezeigt, dass diese bei Ratten Hypotonie verursachen kann.

Es liegen jedoch keine ausreichenden und gut kontrollierten Studien bei Schwangeren

vor.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

mikrokristalline Cellulose

Natriumalginat

Povidon K30

Magnesiumstearat

Hypromellose

Macrogol 400

Macrogol 6000

Talkum

Titandioxid (E 171)

Chinolingelb (E 104)

Indigokarmin (E 132)

Montanglykolwachs

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Blisterpackung zu 30 Stück

Die Blisterpackung besteht aus einer PVC/PVDC-Folie und einer Aluminiumfolie.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Mylan Österreich GmbH

Guglgasse 15

1110 Wien

8.

ZULASSUNGSNUMMER

Z.Nr.: 1-18441

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 30. Mai 1988

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 14. Juni 2012

10.

STAND DER INFORMATION

Mai 2019

REZEPTPFLICHTIG / APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig.

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Für diese Arzneispezialität steht kein NPAR zur Verfügung. Alle relevanten

Änderungen seit 01.07.2011 finden sich in der Life – Cycle Tabelle.

Relevante Änderungen

Art der Änderung

Genehmigun

gs-Datum

Fachinformation

Gebrauchsinformation

Kennzeichnung

betroffen

Zusammenfassung der

Änderung bzw.

wissenschaftliche

Information

Änderung des

Herstellers

23.01.13

Änderung des Namens von

Abbott Deutschland GmbH &

Co.KG auf AbbVie

Deutschland GmbH & Co.KG,

67061 Ludwigshafen,

Deutschland

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