Fluvastatin Sandoz 40 mg Hartkapseln

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Fluvastatin-Natrium
Verfügbar ab:
Hexal Aktiengesellschaft
INN (Internationale Bezeichnung):
Fluvastatin sodium
Darreichungsform:
Hartkapsel
Zusammensetzung:
Fluvastatin-Natrium 42.12mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
66373.00.00

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Fluvastatin Sandoz

®

40 mg Hartkapseln

Wirkstoff: Fluvastatin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit

der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese

später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben

Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch

wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich

beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser

Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt

oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

Was ist Fluvastatin Sandoz 40 mg und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Einnahme von Fluvastatin Sandoz 40 mg

beachten?

Wie ist Fluvastatin Sandoz 40 mg einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Fluvastatin Sandoz 40 mg aufzubewahren?

Weitere Informationen

1.

Was ist Fluvastatin Sandoz 40 mg und wofür wird es angewendet?

Fluvastatin Sandoz 40 mg gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Statine

bezeichnet werden und die den Cholesterinspiegel regulieren.

Ihr Arzt hat Ihnen Fluvastatin Sandoz 40 mg verschrieben, um Ihr Cholesterin zu

senken, und Ihnen gleichzeitig Empfehlungen zu einer Änderung Ihres Lebensstils

und Ihrer Ernährungsgewohnheiten gegeben. Hohe Cholesterinspiegel im Blut sind

mit einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle verbunden.

Fluvastatin Sandoz 40 mg hat sich außerdem bei der Verhinderung von

Herzinfarkten bei Patienten als wirksam erwiesen, bei denen vor Kurzem eine

Katheterbehandlung einer Verengung der Herzkranzgefäße durchgeführt wurde.

palde-fluvastatin-s-40-mg-hkps-0910-m

Page 1 of 7

September 2010

2.

Was müssen Sie vor der Einnahme von Fluvastatin Sandoz 40 mg

beachten?

Sie sollten mit einer Cholesterin-senkenden Standarddiät angefangen haben, bevor

Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen. Halten Sie diese Diät auch

während der Einnahme von Fluvastatin Sandoz 40 mg weiter ein.

Befolgen Sie sorgfältig die Anweisungen Ihres Arztes. Diese können unter

Umständen von den in dieser Packungsbeilage enthaltenen Angaben abweichen.

Lesen Sie die folgenden Erläuterungen, bevor Sie mit der Einnahme von

Fluvastatin Sandoz 40 mg beginnen.

Fluvastatin Sandoz 40 mg darf nicht eingenommen werden

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Fluvastatin oder einen

der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind. Beachten Sie die Liste am

Ende dieser Packungsbeilage (Abschnitt 6).

wenn Sie an einer aktiven Lebererkrankung, einer Gelbfärbung der

Haut oder der Bindehäute des Auges infolge von Leberproblemen oder an

einer ungeklärten, anhaltenden Erhöhung der Leberwerte (Transaminasen)

leiden.

wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Wenn Sie glauben, dass Sie allergisch sein könnten, fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Fluvastatin Sandoz 40 mg ist

erforderlich

wenn Sie in der Vergangenheit eine Lebererkrankung hatten.

Untersuchungen der Leberfunktion werden gewöhnlich vor Beginn der

Behandlung mit Fluvastatin Sandoz 40 mg, bei Erhöhungen der Dosis sowie

in verschiedenen Abständen im Verlauf der Behandlung durchgeführt, um

mögliche Nebenwirkungen zu untersuchen.

wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden.

wenn Sie an einer Erkrankung der Schilddrüse leiden.

wenn bei

Ihnen oder in Ihrer Familie in der Vergangenheit

Muskelerkrankungen aufgetreten sind.

wenn Sie älter als 70 Jahre sind; Ihr Arzt wird dann unter Umständen

abklären, ob bei Ihnen ein erhöhtes Risiko für Muskelerkrankungen besteht.

wenn bei Ihnen bereits früher Muskelprobleme im Zusammenhang mit

blutfettsenkenden Mitteln aufgetreten sind.

wenn Sie regelmäßig große Mengen Alkohol konsumieren.

Wenn eine der oben aufgeführten Angaben auf Sie zutrifft, müssen Sie Ihren Arzt

darüber informieren, bevor Sie mit der Einnahme von Fluvastatin Sandoz 40 mg

beginnen.

In jedem der genannten Fälle wird Ihr Arzt eine Blutentnahme für entsprechende

Untersuchungen vornehmen, bevor er Ihnen Fluvastatin Sandoz 40 mg verschreibt.

Bei Einnahme von Fluvastatin Sandoz 40 mg mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch

wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

palde-fluvastatin-s-40-mg-hkps-0910-m

Page 2 of 7

September 2010

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines der folgenden

Arzneimittel einnehmen:

Ciclosporin (ein Mittel

zur Unterdrückung des Immunsystems),

Fluconazol (ein Mittel zur Behandlung von Pilzinfektionen) oder Colchizin (ein

Mittel zur Behandlung der Gicht): die Kombination kann zu einem erhöhten

Risiko für das Auftreten von Muskelproblemen führen.

Fibrate (z.B. Gemfibrozil) oder Nikotinsäure (Mittel zur Senkung des

Cholesterinspiegels): die Kombination kann zu einem erhöhten Risiko für das

Auftreten von Muskelproblemen führen.

Ionenaustauscherharze

Senkung

Ihres

Cholesterins

(z.B.

Colestyramin): die Kombination kann die Wirkung von Fluvastatin Sandoz 40

mg vermindern (siehe auch Abschnitt 3).

Rifampicin (ein Antibiotikum): die Kombination kann die Wirkung von

Fluvastatin Sandoz 40 mg vermindern.

Phenytoin (ein Mittel zur Behandlung der Epilepsie): die Kombination

kann zu einem erhöhten Phenytoin-Spiegel im Blut führen, wodurch es zu

Nebenwirkungen kommen kann.

Mittel zur Hemmung der Blutgerinnung wie Warfarin: die Kombination

kann die Wirkung von Warfarin verstärken und Blutungen verursachen.

Glibenclamid (ein Mittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit); sollte

Ihr Arzt diese Kombination für erforderlich halten, müssen Sie darauf achten,

dass hierbei die Glibenclamid-Konzentration im Blut ansteigen kann, wodurch

das Risiko für Unterzuckerungen (Hypoglykämien) erhöht werden kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Nehmen Sie Fluvastatin Sandoz 40 mg nicht ein, wenn Sie schwanger sind, wenn

Sie glauben, dass Sie schwanger sein könnten oder wenn Sie schwanger werden

möchten. Frauen im gebärfähigen Alter müssen eine zuverlässige Methode zur

Empfängnisverhütung anwenden.

Nehmen Sie Fluvastatin Sandoz 40 mg nicht ein, wenn Sie stillen.

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder

Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es liegen keine Informationen darüber vor, dass Fluvastatin Sandoz 40 mg Ihre

Verkehrstüchtigkeit

oder

Ihre

Fähigkeit

Bedienen

Maschinen

beeinträchtigt.

3.

Wie ist Fluvastatin Sandoz 40 mg einzunehmen?

Nehmen Sie Fluvastatin Sandoz 40 mg immer genau nach der Anweisung des

Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht

ganz sicher sind.

Ihr Arzt wird Ihnen raten, eine cholesterinarme Diät einzuhalten. Behalten Sie diese

Diät bei, während Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Wie viel Sie einnehmen müssen

palde-fluvastatin-s-40-mg-hkps-0910-m

Page 3 of 7

September 2010

Die übliche Dosis beträgt einmal täglich 20 bis 40 mg, die am Abend eingenommen

werden. Nach Einleitung der Behandlung wird Ihr Arzt in regelmäßigen Abständen

Ihren Cholesterinspiegel überprüfen und die Dosierung gegebenenfalls anpassen.

Die Höchstdosis beträgt 80 mg pro Tag. Wenn Sie diese Höchstdosis erhalten,

sollten Sie morgens und abends jeweils 40 mg einnehmen.

Wenn bei Ihnen in der Vergangenheit eine Katheterbehandlung wegen einer

Verengung der Herzkranzgefäße durchgeführt wurde, kann Ihr Arzt Ihnen 80 mg pro

Tag verordnen.

Befolgen Sie strikt die Anweisungen Ihres Arztes und ändern Sie niemals

eigenmächtig die Dosis.

Wie Fluvastatin Sandoz 40 mg einzunehmen ist

Die Kapseln werden im Ganzen mit einem Glas Wasser eingenommen.

Sie können mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Warten Sie mindestens 4 Stunden mit der Einnahme von Fluvastatin

Sandoz 40 mg, nachdem Sie ein Arzneimittel

aus der Gruppe der

Ionenaustauscherharze wie z.B. Colestyramin eingenommen haben. Dieser

Arzneimitteltyp hilft ebenfalls dabei, Ihren Cholesterinspiegel zu senken, kann

aber die Aufnahme von Fluvastatin Sandoz 40 mg in den Körper

beeinträchtigen.

Dieses Arzneimittel sollte nicht bei Patienten unter 18 Jahren angewendet werden,

da keine Erfahrungen in dieser Altersgruppe vorliegen.

Wenn Sie eine größere Menge Fluvastatin Sandoz 40 mg eingenommen

haben als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zuviel Fluvastatin Sandoz 40 mg eingenommen haben,

fragen Sie bei Ihrem Arzt oder im nächst gelegenen Krankenhaus um Rat.

Wenn Sie die Einnahme von Fluvastatin Sandoz 40 mg vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben sollten, nehmen Sie einfach

die nächste geplante Dosis zur korrekten Zeit ein.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme

vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Fluvastatin Sandoz 40 mg abbrechen

Bedenken Sie, dass dieses Arzneimittel Ihre Erkrankung zwar nicht heilen kann,

aber zu einer guten Kontrolle beiträgt. Daher müssen Sie mit der Einnahme von

Fluvastatin Sandoz 40 mg gemäß der Verordnung fortfahren, um den Spiegel des

„schlechten“ Cholesterins bei Ihnen niedrig zu halten. Ihr Cholesterinspiegel sollte

regelmäßig kontrolliert werden, um Ihren Behandlungsfortschritt zu überwachen.

Um den Nutzen Ihrer Behandlung aufrecht zu erhalten, sollten Sie die Einnahme

von Fluvastatin Sandoz 40 mg nicht abbrechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

palde-fluvastatin-s-40-mg-hkps-0910-m

Page 4 of 7

September 2010

Wie alle Arzneimittel kann Fluvastatin Sandoz 40 mg Nebenwirkungen haben, die

aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Schwere Nebenwirkungen:

Schwere Nebenwirkungen treten selten (bei weniger als 1 von 1000 Patienten) oder

sehr selten (bei weniger als 1 von 10 000 Patienten) auf.

Bei

den

nachfolgend

genannten

handelt

es

sich

um

schwere

Nebenwirkungen. Sollte eine von diesen bei Ihnen auftreten, benötigen Sie

möglicherweise dringende ärztliche Hilfe.

Wenn Sie an ungeklärten Schmerzen, gesteigerter Empfindlichkeit

oder Schwäche der Muskulatur leiden, vor allem wenn Sie sich gleichzeitig

unwohl fühlen oder Fieber haben. Hierbei kann es sich um frühe Anzeichen

eines schwer wiegenden Muskelzerfalls handeln, der vermieden werden kann,

wenn Ihr Arzt die Behandlung mit Fluvastatin so schnell wie möglich beendet.

Diese Nebenwirkungen wurden auch bei anderen Arzneimitteln aus dieser

Substanzklasse (Statine) beobachtet.

Wenn Sie ungewöhnliche Müdigkeit oder Fieber, Gelbfärbung der Haut

und der Augen und dunklen Urin bemerken (Zeichen einer Leberentzündung).

Wenn bei Ihnen Anzeichen von Hautreaktionen wie Hautausschlag,

Quaddeln, Rötung, Juckreiz oder Schwellungen des Gesichts, der Augenlider

und der Lippen auftreten.

Wenn Sie bluten oder leichter blaue Flecken bekommen als

normalerweise (Zeichen einer verminderten Anzahl an Blutplättchen).

Wenn bei Ihnen violette Hautveränderungen auftreten (Zeichen einer

Entzündung der Blutgefäße).

Wenn bei Ihnen ein rotfleckiger Hautausschlag überwiegend im

Bereich des Gesichts auftritt, der mit Erschöpfung, Fieber, Gelenkschmerzen

Muskelschmerzen

einhergehen

kann

(Zeichen

einer

Lupus

erythematodes-ähnlichen Reaktion).

Wenn Sie unter starken Schmerzen im Oberbauch leiden (Zeichen

einer Bauchspeicheldrüsenentzündung).

Wenn eine dieser Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt, müssen Sie unverzüglich

Ihren Arzt informieren.

Weitere Nebenwirkungen:

Häufig (bei weniger als 1 von 10 Patienten):

Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, Magenbeschwerden,

Bauchschmerzen, Verstopfung, Blähungen, Durchfall, Übelkeit, Gelenkschmerzen.

Sehr selten (bei weniger als 1 von 10 000 Patienten): Kribbeln oder Taubheit in

Händen und Füßen, gestörte oder verminderte Empfindungen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten

Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken,

die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

5.

Wie ist Fluvastatin Sandoz 40 mg aufzubewahren?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

palde-fluvastatin-s-40-mg-hkps-0910-m

Page 5 of 7

September 2010

Sie dürfen Fluvastatin Sandoz 40 mg nach dem auf der Verpackung hinter

„verwendbar

bis“

angegebenen

Verfalldatum

nicht

mehr

anwenden.

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht über 25C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es

nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

6.

Weitere Informationen

Was Fluvastatin Sandoz 40 mg enthält

Der Wirkstoff ist Fluvastatin-Natrium in einer Menge von 42,12 mg entsprechend 40

mg Fluvastatin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Inhalt der Kapsel:

Calciumcarbonat, mikrokristalline Cellulose, vorverkleisterte

Maisstärke, Talkum, Natriumhydrogencarbonat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Hartgelatinekapsel:

Gelatine,

Titandioxid

171),

Eisen(III)-oxid

172),

Natriumdodecylsulfat

Wie Fluvastatin Sandoz 40 mg aussieht und Inhalt der Packung

Fluvastatin Sandoz 40 mg sind braun gefärbte Hartgelatinekapseln, die ein

gebrochen weißes bis hellgelbes Pulver enthalten.

Fluvastatin Sandoz 40 mg ist in Blisterpackungen (OPA/ Al/ PVC/ Al) mit 30 (N1), 50

(N2) oder 100 (N3) Hartkapseln erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Sandoz Pharmaceuticals GmbH

Raiffeisenstraße 11

83607 Holzkirchen

E-Mail: info@sandoz.de

Hersteller*

Salutas Pharma GmbH

Otto-von-Guericke-Allee 1

39179 Barleben

oder

LEK S.A.

Ul. Podlipie 16 C

95 010 Stryków

Polen

oder

palde-fluvastatin-s-40-mg-hkps-0910-m

Page 6 of 7

September 2010

LEK Pharmaceuticals d.d.

Verovškova 57

1526 Ljubljana

Slovenia

oder

Sandoz S.R.L.

Str. Livezeni nr. 7A,

540472 Targu-Mures

Rumänien

* Es wird jeweils nur ein Hersteller in der Packungsbeilage angegeben.

Dieses Arzneimittel

ist

in

den

Mitgliedstaaten

des

Europäischen

Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Österreich:

Fluvastatin Sandoz 40 mg - Hartkapseln

Belgien:

Fluvastatin Sandoz 40 mg harde capsules

Tschechische Republik:

Fluvastatin Sandoz 40 mg, tvrdé tobolky

Dänemark:

Fluvastatin Sandoz

Finnland:

Fluvastatin Sandoz

Frankreich:

FLUVASTATINE SANDOZ 40 mg, gélule

Niederlande:

Fluvastatine Sandoz 40 mg, harde capsules

Polen:

FluvaLEK 40

Portugal:

FLUVASTATINA Sandoz 40 mg CÁPSULAS

Slowakische Republik:

Fluvastatin Sandoz 40 mg tvrdé kapsuly

Spanien:

Fluvastatina Sandoz 40 mg cápsulas EFG

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet: September 2010.

palde-fluvastatin-s-40-mg-hkps-0910-m

Page 7 of 7

September 2010

Fachinformation

1.

Bezeichnung der Arzneimittel

Fluvastatin Sandoz

20 mg Hartkapseln

Fluvastatin Sandoz

40 mg Hartkapseln

2.

Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Wirkstoff: Fluvastatin

Fluvastatin Sandoz 20 mg:

Eine Kapsel enthält 21,06 mg Fluvastatin-Natrium entsprechend 20 mg Fluvastatin.

Fluvastatin Sandoz 40 mg:

Eine Kapsel enthält 42,12 mg Fluvastatin-Natrium entsprechend 40 mg Fluvastatin.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

Darreichungsform

Hartkapsel

Braun gefärbte Kapsel, die ein cremefarbenes bis hellgelbes Pulver enthält.

4.

Klinische Angaben

4.1

Anwendungsgebiete

Fluvastatin ist bei Erwachsenen mit primärer Hypercholesterinämie (heterozygote Variante)

und gemischter Dyslipidämie (Fredrickson Typ IIa und IIb) angezeigt zur Senkung erhöhter

Gesamt-Cholesterin-(Gesamt-C)- und Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin-(LDL-C)-

Spiegel als Zusatz zu einer Diät, wenn das Ansprechen auf die Diät und andere nicht-phar-

makologische Maßnahmen (z.B. körperliches Training, Gewichtsreduktion) unzureichend

ist.

Fluvastatin ist außerdem indiziert zur Sekundärprävention schwerwiegender kardialer

Ereignisse (Herztod, nicht-tödlicher Herzinfarkt und koronare Revaskularisierung) bei Pa-

tienten mit koronarer Herzkrankheit im Anschluss an eine Herzkatheter-Therapie.

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Vor Beginn der Behandlung mit Fluvastatin sollte der Patient auf eine cholesterinarme

Standarddiät eingestellt werden, die auch während der Behandlung fortgesetzt werden

sollte.

spcde-fluvastatin-s-20-40-mg-0408-n

Seite 1 von 12

April 2008

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt einmal täglich 20 mg oder 40 mg. In leichten Fällen

kann eine Dosis von einmal täglich 20 mg ausreichend sein. Die meisten Patienten benöti-

gen eine Dosis von einmal täglich 20 bis 40 mg, die Dosierung kann jedoch entsprechend

dem individuellen Ausgangswert für LDL-Cholesterin (LDL-C) und dem angestrebten Be-

handlungsziel auf 80 mg pro Tag (zweimal täglich eine Kapsel Fluvastatin 40 mg) erhöht

werden.

Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit beträgt die geeignete Dosierung nach einer

Herzkatheter-Therapie 80 mg pro Tag.

Die Kapseln sollten abends oder vor dem Schlafengehen unabhängig von den Mahlzeiten

eingenommen werden. Die Kapseln sollten im Ganzen mit einem Glas Wasser eingenom-

men werden.

Der maximale lipidsenkende Effekt unter einer festgelegten Dosierung des Arzneimittels

tritt innerhalb von 4 Wochen ein. Dosisanpassungen sollten sich an dem Ansprechen des

Patienten auf die Behandlung orientieren und in Abständen von mindestens 4 Wochen er-

folgen. Die therapeutische Wirkung von Fluvastatin bleibt auch bei langzeitiger Einnahme

erhalten.

Fluvastatin ist als Monotherapie wirksam. Darüber hinaus liegen Daten vor, die die Wirk-

samkeit und Sicherheit von Fluvastatin in Kombination mit Nicotinsäure, Colestyramin oder

Fibraten belegen (siehe Abschnitt 4.5).

Wird Fluvastatin in Kombination mit Colestyramin oder anderen Ionenaustauscherharzen

angewendet, sollte es mindestens 4 Stunden nach einem dieser Arzneimittel eingenommen

werden, um Wechselwirkungen durch eine Bindung des Wirkstoffes an das Harz zu ver-

meiden.

Kinder und Jugendliche

Zur Anwendung von Fluvastatin bei Personen im Alter unter 18 Jahren liegen keine Er-

fahrungen vor. Das Präparat sollte in dieser Patientengruppe nicht angewendet werden.

Ältere Patienten

Es liegen keine Hinweise auf eine eingeschränkte Verträglichkeit oder auf veränderte

Dosierungserfordernisse bei älteren Patienten vor, so dass bei solchen Patienten keine Do-

sisanpassung erforderlich ist.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Fluvastatin wird über die Leber eliminiert, weniger als 6% einer verabreichten Dosis wer-

den mit dem Urin ausgeschieden. Die Pharmakokinetik von Fluvastatin ist bei Patienten mit

mäßiger bis schwerer Niereninsuffizienz unverändert. Daher ist bei diesen Patienten keine

Dosisanpassung erforderlich.

Eingeschränkte Leberfunktion

Fluvastatin ist bei Patienten mit aktiver Lebererkrankung oder persistierenden Erhöhungen

der Serum-Transaminasen unklarer Genese kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und

5.2).

4.3

Gegenanzeigen

Fluvastatin ist kontraindiziert

bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Fluvastatin oder einen

der sonstigen Bestandteile

spcde-fluvastatin-s-20-40-mg-0408-n

Seite 2 von 12

April 2008

bei Patienten mit aktiven Lebererkrankungen oder persistierenden Erhöhungen

der Serum-Transaminasen unklarer Genese (siehe Abschnitte 4.2, 4.4 und 4.8)

während Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Leberfunktion

Wie bei anderen Lipidsenkern wird empfohlen, die Leberfunktion bei allen Patienten vor

Beginn der Behandlung, 12 Wochen nach Behandlungsbeginn bzw. nach einer Dosiser-

höhung sowie in regelmäßigen Abständen während der Behandlung zu untersuchen. Bei

Patienten, deren Transaminasenwerte ansteigen, muss die Reaktion auf das Arzneimittel

besonders engmaschig überwacht werden, wobei die Bestimmungen umgehend wiederholt

und anschließend häufiger durchgeführt werden sollten. Sollte ein Anstieg der Aspartat-

Aminotransferase (AST) oder der Alanin-Aminotransferase (ALT) das 3-fache des oberen

Normwertes überschreiten und persistieren, sollte die Behandlung abgebrochen werden. In

sehr seltenen Fällen wurde eine möglicherweise im Zusammenhang mit dem Arzneimittel

stehende Hepatitis beobachtet, die sich nach dem Abbruch der Behandlung wieder zurück-

bildete.

Fluvastatin sollte bei Patienten mit anamnestisch bekannter Lebererkrankung oder hohem

Alkoholkonsum mit Vorsicht eingesetzt werden.

Skelettmuskulatur

Unter Fluvastatin wurde eine Myopathie selten berichtet, während Myositis und Rhabdomy-

olyse in sehr seltenen Fällen berichtet wurden. Bei Patienten mit ungeklärten, diffusen

Myalgien, Muskelempfindlichkeit oder Muskelschwäche und/oder einer deutlichen Er-

höhung der Kreatin-Kinase-(CK)-Werte müssen eine Myopathie, eine Myositis oder eine

Rhabdomyolyse in Betracht gezogen werden. Die Patienten sollten daher angewiesen wer-

den, umgehend über unerklärliche Muskelschmerzen, Muskelempfindlichkeit oder

Muskelschwäche zu berichten, insbesondere wenn diese mit Krankheitsgefühl oder Fieber

einhergehen.

Bestimmung der Kreatin-Kinase

Gegenwärtig gibt es keine Anhaltspunkte für die Notwendigkeit einer regelmäßigen Kon-

trolle der Gesamt-Kreatin-Kinase oder anderer Muskelenzymwerte im Plasma bei asymp-

tomatischen Patienten, die mit Statinen behandelt werden. Wenn die Kreatin-Kinase bes-

timmt werden muss, sollte dies nicht nach anstrengender Tätigkeit oder bei Vorliegen einer

anderen plausiblen Erklärung für eine CK-Erhöhung erfolgen, da hierdurch die Interpreta-

tion der Werte erschwert wird.

Vor Behandlungsbeginn

Ebenso wie alle anderen Statine sollten Ärzte auch Fluvastatin bei Patienten mit Prädispo-

sition für eine Rhabdomyolyse und deren Komplikationen nur mit Vorsicht verordnen. In

den folgenden Situationen sollte vor Beginn der Behandlung mit Fluvastatin eine Bestim-

mung der Kreatin-Kinase durchgeführt werden:

eingeschränkte Nierenfunktion

Hypothyroidismus

erbliche Muskelerkrankungen in der Eigen- oder der Familienanamnese

muskeltoxische Reaktionen auf eine vorangehende Behandlung mit einem

Statin oder Fibrat

Alkoholmissbrauch

Bei älteren Patienten (Alter > 70 Jahre) sollte die Notwendigkeit entsprechen-

der Bestimmungen anhand des Vorliegens weiterer Risikofaktoren für eine Rhab-

domyolyse ermittelt werden.

spcde-fluvastatin-s-20-40-mg-0408-n

Seite 3 von 12

April 2008

In diesen Situationen sollten die mit der Behandlung verbundenen Risiken sorgfältig gegen

den potentiellen Nutzen abgewogen werden und eine klinische Überwachung ist zu

empfehlen. Wenn die CK-Werte bereits vor Beginn der Behandlung signifikant auf mehr als

das 5-fache des oberen Normwertes erhöht sind, sollte die Messung innerhalb von 5 bis 7

Tagen wiederholt werden, um das Ergebnis zu bestätigen. Sind die CK-Werte dann weiter-

hin deutlich erhöht (mehr als das 5-fache des oberen Normwertes), sollte nicht mit der Be-

handlung begonnen werden.

Während der Behandlung

Wenn bei Patienten, die Fluvastatin einnehmen, Muskelbeschwerden wie Schmerzen,

Schwäche oder Krämpfe auftreten, sollten die CK-Werte bestimmt werden. Die Behandlung

sollte abgebrochen werden, wenn der Wert deutlich (mehr als das 5-fache des oberen

Normwertes) erhöht ist.

Wenn die Muskelbeschwerden schwer wiegend sind und tägliche Beschwerden verur-

sachen, sollte eine Beendigung der Behandlung in Erwägung gezogen werden, auch wenn

die CK-Werte um weniger als das 5-fache des oberen Normwertes erhöht sind.

Sollten sich die Muskelbeschwerden zurückbilden und die CK-Werte wieder auf den Norm-

bereich abfallen, kann eine erneute Behandlung mit Fluvastatin oder einem anderen Statin

in der niedrigsten Dosis und unter engmaschiger Überwachung in Erwägung gezogen wer-

den.

Bei Patienten, die Immunsuppressiva (einschließlich Ciclosporin), Fibrate, Nicotinsäure

oder Erythromycin in Kombination mit anderen HMG-CoA-Reduktase-Hemmern erhielten,

wurde über ein erhöhtes Risiko für Myopathien berichtet. In klinischen Studien an Patien-

ten, die Fluvastatin in Kombination mit Nicotinsäure, Fibraten oder Ciclosporin erhielten,

wurden jedoch keine Myopathien beobachtet. Nach der Markteinführung wurde über

Einzelfälle von Myopathien bei kombinierter Gabe von Fluvastatin mit Ciclosporin und Flu-

vastatin mit Colchizin berichtet. Die Vorteile einer Kombination von Fluvastatin mit Fibraten,

Niacin oder Colchizin müssen sorgfältig gegen die potentiellen Risiken derartiger Kombina-

tionen abgewogen werden und Fluvastatin sollte bei Patienten, die solche Begleitmedika-

mente erhalten, nur mit besonderer Vorsicht eingesetzt werden (siehe Abschnitt 4.5).

Hyperlipoproteinämie

Zur Anwendung von Fluvastatin bei Patienten mit Hyperlipoproteinämie mit einer starken

Erhöhung der Triglyzeride liegen keine Erfahrungen vor.

Homozygote familiäre Hypercholesterinämie

Es liegen keine Daten zur Anwendung von Fluvastatin bei Patienten mit einer seltenen

Erkrankung vor, die als homozygote familiäre Hypercholesterinämie bezeichnet wird. Auf-

grund des bei diesen Patienten bestehenden LDL–Rezeptor-Defekts ist lediglich mit einer

geringen Wirkung zu rechnen. Daher wird die Anwendung von Fluvastatin bei diesen Pa-

tienten nicht empfohlen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln

Der lipidsenkende Effekt von Fluvastatin ist unabhängig davon, ob die Einnahme mit dem

Abendessen oder 4 Stunden nach dem Abendessen erfolgt. Angesichts fehlender Wechsel-

wirkungen von Fluvastatin mit anderen CYP3A4-Substraten sind auch keine Wechsel-

wirkungen zwischen Fluvastatin und Grapefruitsaft zu erwarten.

spcde-fluvastatin-s-20-40-mg-0408-n

Seite 4 von 12

April 2008

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Fibrate und Niacin (Nikotinsäure)

Die gleichzeitige Verabreichung von Fluvastatin mit Bezafibrat, Gemfibrozil, Ciprofibrat

oder Niacin (Nikotinsäure) hat keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Bioverfügbarkeit

von Fluvastatin oder des anderen Lipidsenkers. Bei Patienten, die andere HMG-CoA-Re-

duktase-Hemmer zusammen mit irgendeinem dieser Moleküle einnahmen, wurde ein er-

höhtes Risiko für Myopathie und/oder Rhabdomyolyse festgestellt, vermutlich weil diese

auch bei alleiniger Gabe eine Myopathie auslösen können. Daher müssen die Vorteile und

Risiken einer kombinierten Behandlung sorgfältig abgewogen werden und solche Kombina-

tionen sollten nur mit besonderer Vorsicht eingesetzt werden (siehe Abschnitt 4.4).

Colchizin

Über Myotoxizität, einschließlich Muskelschmerzen, Muskelschwäche und Rhabdomyol-

yse, wurde in Einzelfällen bei gleichzeitiger Anwendung mit Colchizin berichtet. Daher soll-

ten die Vorteile und Risiken einer kombinierten Behandlung sorgfältig abgewogen werden

und solche Kombinationen sollten nur mit besonderer Vorsicht eingesetzt werden (siehe

Abschnitt 4.4).

Ciclosporin

Studien an nierentransplantierten Patienten deuten darauf hin, dass die Bioverfügbarkeit

von Fluvastatin (bis zu 40 mg/Tag) bei Patienten, die auf ein stabiles Ciclosporin-Schema

eingestellt sind, nicht in klinisch relevantem Umfang erhöht ist. Die Ergebnisse einer an-

deren Studie, in der nierentransplantierte Patienten unter einem stabilen Ciclosporin-

Schema 80 mg Fluvastatin erhielten, haben gezeigt, dass die Fluvastatin-Exposition (AUC)

und die maximale Plasmakonzentration (C

) im Vergleich zu historischen Daten von

gesunden Freiwilligen um den Faktor 2 erhöht waren. Obwohl diese Erhöhungen der Flu-

vastatinspiegel klinisch nicht signifikant waren, sollte diese Kombination mit Vorsicht

angewendet werden. In Kombination mit Ciclosporin sollte zu Beginn und während der

Aufrechterhaltung der Behandlung mit Fluvastatin die Dosierung so niedrig wie möglich

gewählt werden.

Fluvastatin (40 mg und 80 mg) hatte bei gleichzeitiger Gabe keinen Einfluss auf die Biover-

fügbarkeit von Ciclosporin.

Warfarin und andere Cumarin-Derivate

Bei gesunden Freiwilligen hatte die gemeinsame Gabe von Fluvastatin und Warfarin (als

Einmalgabe) im Vergleich zur alleinigen Gabe von Warfarin keinen nachteiligen Einfluss auf

die Warfarinkonzentration im Plasma und die Prothrombinzeit. In Einzelfällen wurde jedoch

bei Patienten, die gleichzeitig Fluvastatin und Warfarin oder andere Cumarin-Derivate er-

hielten, über Blutungen und/oder eine Zunahme der Prothrombinzeit berichtet. Daher wird

empfohlen, bei Patienten, die Warfarin oder andere Cumarin-Derivate einnehmen, die Pro-

thrombinzeit zu Beginn der Behandlung mit Fluvastatin, nach dem Absetzen oder bei Än-

derungen der Dosierung zu kontrollieren.

Rifampicin

Die Verabreichung von Fluvastatin an gesunde Freiwillige, die mit Rifampicin vorbehandelt

wurden, führte zu einer Abnahme der Bioverfügbarkeit von Fluvastatin um etwa 50%. Ob-

wohl bisher keine klinischen Hinweise dafür vorliegen, dass die lipidsenkende Wirksamkeit

von Fluvastatin dadurch verändert wird, kann bei Patienten unter einer langfristigen Be-

handlung mit Rifampicin (z.B. Tuberkulosebehandlung) eine adäquate Anpassung der Flu-

vastatin-Dosis erforderlich sein, um eine ausreichende Lipidsenkung zu gewährleisten.

Orale Antidiabetika

Bei Patienten, die zur Behandlung eines nicht-insulinabhängigen (Typ 2) Diabetes mellitus

(NIDDM) orale Sulfonylharnstoff-Präparate (Glibenclamid, Tolbutamid) erhalten, führt die

spcde-fluvastatin-s-20-40-mg-0408-n

Seite 5 von 12

April 2008

zusätzliche Gabe von Fluvastatin nicht zu klinisch relevanten Veränderungen der Blutzuck-

erkontrolle.

Bei mit Glibenclamid behandelten NIDDM-Patienten (n=32) führte die gleichzeitige Gabe

von Fluvastatin (zweimal täglich 40 mg über 14 Tage) zu einer Erhöhung der mittleren C

der AUC und der t

von Glibenclamid um jeweils etwa 50%, 69% bzw. 121%. Glibenclamid

(5 bis 20 mg pro Tag) erhöhte die mittlere C

und die AUC von Fluvastatin um jeweils

44% und 51%. In dieser Studie fanden sich keine Veränderungen der Glucose-, Insulin-

und C-Peptid-Spiegel. Patienten, die gleichzeitig mit Glibenclamid (Glyburid) und Fluvas-

tatin behandelt werden, sollten jedoch weiterhin in angemessener Form überwacht werden,

wenn die Fluvastatin-Dosis bei ihnen auf 80 mg pro Tag gesteigert wird.

Ionenaustauscherharze

Fluvastatin sollte frühestens 4 Stunden nach der Einnahme eines Resins (z.B. Colestyra-

min) verabreicht werden, um relevante Wechselwirkungen durch eine Bindung an das

Resin zu vermeiden.

Fluconazol

Die Verabreichung von Fluvastatin an gesunde Freiwillige, die mit Fluconazol (CYP 2C9-In-

hibitor) vorbehandelt wurden, führte zu einer Zunahme der Exposition und der Plas-

maspitzenkonzentration von Fluvastatin um ca. 84% bzw. 44%.

Obwohl es bei den über 4 Tage mit Fluconazol vorbehandelten Patienten keine klinischen

Anzeichen für eine Änderung des Sicherheitsprofils von Fluvastatin gab, ist bei der gemein-

samen Verabreichung von Fluvastatin und Fluconazol Vorsicht geboten.

Itraconazol und Erythromycin

Die gleichzeitige Verabreichung von Fluvastatin mit den potenten Cytochrom P450 (CYP)

3A4-Hemmern Itraconazol und Erythromycin hat nur einen minimalen Einfluss auf die

Bioverfügbarkeit von Fluvastatin. Angesichts des geringen Anteils dieses Enzyms an der

Metabolisierung von Fluvastatin ist eine Beeinflussung der Bioverfügbarkeit von Fluvastatin

durch andere CYP 3A4-Inhibitoren (z.B. Ketoconazol, Ciclosporin) unwahrscheinlich.

Histamin-H

2

-Rezeptorantagonisten und Protonenpumpen-Hemmer

Die gleichzeitige Verabreichung von Fluvastatin mit Cimetidin, Ranitidin oder Omeprazol

führt zu einer gesteigerten Bioverfügbarkeit von Fluvastatin, die allerdings klinisch nicht rel-

evant ist.

Phenytoin

Die bei gleichzeitiger Gabe von Fluvastatin eintretenden Änderungen der Pharmakokinetik

von Phenytoin sind insgesamt relativ gering ausgeprägt und klinisch nicht relevant. Daher

ist bei gleichzeitiger Einnahme mit Fluvastatin die routinemäßige Kontrolle der Plas-

maspiegel von Phenytoin ausreichend. Der minimale Effekt von Phenytoin auf die Phar-

makokinetik von Fluvastatin zeigt, dass eine Dosisanpassung für Fluvastatin bei gleichzeit-

iger Verabreichung mit Phenytoin nicht erforderlich ist.

Herz-Kreislauf-Mittel

Wird Fluvastatin gleichzeitig mit Propranolol, Digoxin, Losartan, Amlodipin oder ACE-Hem-

mern verabreicht, kommt es nicht zu klinisch relevanten Wechselwirkungen. Auf der Basis

der pharmakokinetischen Daten ist bei gleichzeitiger Gabe von Fluvastatin und diesen

Wirkstoffen keine spezifische Überwachung oder Anpassung der Dosis erforderlich.

4.6

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Fluvastatin ist in der Schwangerschaft kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

spcde-fluvastatin-s-20-40-mg-0408-n

Seite 6 von 12

April 2008

Es liegen nur unzureichende Erfahrungen mit der Anwendung von Fluvastatin während der

Schwangerschaft vor. Da HMG-CoA-Reduktase-Hemmer die Synthese von Cholesterin

und möglicherweise auch anderen vom Cholesterin abgeleiteten biologisch aktiven Stoffen

vermindern, könnten sie bei einer Verabreichung an Schwangere den Fetus schädigen.

Atherosklerose ist ein chronischer Prozess und das gewöhnliche Absetzen von lipidsenk-

enden Arzneimitteln während der Schwangerschaft dürfte nur geringe Auswirkungen auf

das mit einer primären Hypercholesterinämie verbundene Risiko haben. Aus diesen Grün-

den darf Fluvastatin an Frauen, die schwanger sind oder glauben schwanger zu sein sowie

an gebärfähige Frauen, die keine zuverlässige Methode zur Empfängnisverhütung anwen-

den, nicht verabreicht werden. Die Behandlung mit Fluvastatin muss für die Dauer der

Schwangerschaft bzw. bis zum Ausschluss einer Schwangerschaft abgesetzt werden

(siehe Abschnitt 4.3).

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Fluvastatin oder seine Metaboliten mit der Muttermilch aus-

geschieden werden. Da viele Arzneimittel mit der Muttermilch ausgeschieden werden und

es hierdurch möglicherweise zu schweren Nebenwirkungen kommen kann, dürfen Frauen

während der Einnahme von Fluvastatin nicht stillen (siehe Abschnitt 4.3).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Allerdings ist es angesichts

seiner pharmakodynamischen Eigenschaften unwahrscheinlich, dass Fluvastatin diese

Fertigkeiten beeinflusst. Beim Führen von Fahrzeugen und beim Bedienen von Maschi-

nen ist zu berücksichtigen, dass es während der Behandlung zu Schwindel kommen

kann.

4.8

Nebenwirkungen

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde

gelegt:

Sehr häufig(≥ 1/10)

Häufig

(≥ 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich

(≥ 1/1,000 bis < 1/100)

Selten

(≥ 1/10,000 bis < 1/1,000)

Sehr selten

(< 1/10,000)

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem

Schweregrad angegeben.

Die am häufigsten angegebenen unerwünschten Arzneimittelwirkungen sind leichte gas-

trointestinale Beschwerden, Schlafstörungen und Kopfschmerzen.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr selten: Thrombozytopenie.

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig: Schlaflosigkeit.

Erkrankungen des Nervsystems

Häufig: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel

spcde-fluvastatin-s-20-40-mg-0408-n

Seite 7 von 12

April 2008

Sehr selten: Parästhesie, Dysästhesie, Hypästhesie und periphere Neuropathie, die auch

im Zusammenhang mit den zu Grunde liegenden Fettstoffwechselstörungen auftreten kön-

nen.

Gefäßerkrankungen

Sehr selten: Vaskulitis.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Dyspepsie, Bauchschmerzen, Übelkeit, Obstipation, Flatulenz, Durchfall

Sehr selten: Pankreatitis.

Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr selten: Hepatitis.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag und Urtikaria

Sehr selten: Andere Hautreaktionen (z.B. Ekzem, Dermatitis, bullöses Exanthem), Gesicht-

södem, Angioödem.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Arthralgie

Selten: Myalgie, Schmerzempfindlichkeit der Muskulatur, Muskelschwäche, Myopathie

Sehr selten: Rhabdomyolyse, Myositis, Lupus erythematodes-ähnliche Reaktionen.

Untersuchungen

Biochemische Anomalien der Leberfunktion wurden mit HMG-CoA-Reduktase-Hemmern

und anderen Lipidsenkern in Zusammenhang gebracht. Bei 1 bis 2% der Patienten kam es

zu einem gesicherten Anstieg der Transaminasenspiegel auf mehr als das 3-fache des

oberen Normwertes.

Markante Erhöhungen des CK-Spiegels auf mehr als das 5-fache des oberen Normwertes

traten bei 0,3 bis 1,0% der Patienten auf.

4.9

Überdosierung

Im Fall einer Überdosierung wird die Gabe von Aktivkohle empfohlen und die Leberfunk-

tion sollte überwacht werden. Bei sehr kurz zurückliegender oraler Einnahme kann eine

Magenspülung erwogen werden. Die Behandlung sollte symptomatisch ausgerichtet

sein.

5.

Pharmakologische Eigenschaften

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: HMG-CoA-Reduktase-Hemmer

ATC-Code: C10AA04

Fluvastatin, ein vollsynthetischer Cholesterin-senkender Wirkstoff, ist ein kompetitiver In-

hibitor der HMG-CoA-Reduktase, die für die Umwandlung von HMG-CoA in Mevalonsäure,

einen Vorläufer der Sterole einschließlich Cholesterin, verantwortlich ist. Fluvastatin entfal-

tet seine Hauptwirkung in der Leber und liegt als Razemat von zwei Erythro-Enantiomeren

vor, von denen eines für die pharmakologische Wirkung verantwortlich ist. Die Hemmung

der Cholesterinbiosynthese vermindert den Cholesteringehalt in den Leberzellen, wodurch

die Synthese von LDL-Rezeptoren stimuliert und damit die Aufnahme von Cholesterin-

spcde-fluvastatin-s-20-40-mg-0408-n

Seite 8 von 12

April 2008

Molekülen gesteigert wird. Letztlich bewirken diese Mechanismen eine Senkung der

Cholesterinkonzentration im Plasma.

Insgesamt wird das Cholesterinprofil verbessert, wobei die Hauptwirkung in einer Senkung

des Gesamt-C und des LDL-C besteht. Fluvastatin führt außerdem zu einer mäßigen

Senkung der Triglyzeride (TG) und zu einem moderaten HDL-C-Anstieg.

In einer gemeinsamen Analyse aller Placebo-kontrollierten Studien an Patienten mit

primärer gemischter Dyslipidämie (Typ IIb), definiert als Baseline-TG-Spiegel ≥ 200 mg/dl,

führte die Behandlung mit Fluvastatin in einem Dosisbereich von 20 mg bis 80 mg pro Tag

(2-mal täglich 40 mg) einheitlich zu einer signifikanten Senkung von Gesamt-C, LDL-C und

Apolipoprotein-B sowie TG und zu einem Anstieg des HDL-C.

In der Lescol Intervention Prevention Study (LIPS) wurde der Einfluss von Fluvastatin auf

schwere kardiale Ereignisse bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit untersucht, bei de-

nen zuvor eine erfolgreiche Katheterintervention durchgeführt worden war. In die Studie

wurden männliche und weibliche Patienten (im Alter von 18 bis 80 Jahren) mit Gesamtc-

holesterinwerten vor Behandlungsbeginn im Bereich zwischen 3,5 und 7,0 mmol/l einbezo-

gen.

In dieser randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studie reduzierte Fluvas-

tatin (N=844) in einer Dosis von 80 mg pro Tag über einen Zeitraum von 4 Jahren das

Risiko für das Auftreten eines ersten schwerwiegenden kardialen Ereignisses im Vergleich

zu Placebo (N=833) signifikant um 22% (p = 0,013). Diese positiven Effekte waren bei Dia-

betikern und bei Patienten mit einer Mehrgefäßerkrankung besonders ausgeprägt. Die Be-

handlung mit Fluvastatin senkte das Risiko für Herztod und/oder Myokardinfarkt um 31% (p

= 0,065).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Fluvastatin wird bei nüchternen Freiwilligen nach oraler Einnahme rasch und vollständig

(98%) resorbiert. Nach einer Mahlzeit wird der Wirkstoff langsamer resorbiert. Nach der

Gabe von Fluvastatin mit der Abendmahlzeit oder 4 Stunden nach der Abendmahlzeit fand

sich kein signifikanter Unterschied in der jeweiligen AUC.

Verteilung

Die absolute Bioverfügbarkeit ist variabel und nimmt mit steigender Dosierung zu. Nach

Verabreichung einer Dosis von 10 mg betrug die absolute Bioverfügbarkeit von Fluvastatin

24% (Spannweite: 9% - 50%). Bei Dosen über 20 mg zeigt Fluvastatin zumindest bei

Nüchterneinnahme eine nicht-lineare Kinetik; das führt nach der Gabe von 40 mg zu do-

siskorrigierten AUC-Werten, die um 20% - 40% höher sind als zu erwarten wäre. Das effek-

tive Verteilungsvolumen der Substanz beträgt 330 l. Mehr als 98% des zirkulierenden Wirk-

stoffes sind an Plasmaeiweiße gebunden, wobei das Ausmaß der Proteinbindung weder

durch die Fluvastatin-Konzentration noch durch Warfarin, Salicylsäure oder Glibenclamid

beeinflusst wird.

Metabolisierung

Fluvastatin wird hauptsächlich in der Leber metabolisiert. Bei den im Blut zirkulierenden

Substanzen handelt es sich hauptsächlich um Fluvastatin und den pharmakologisch inak-

tiven Metaboliten N-Desisopropylpropionsäure. Die hydroxylierten Metaboliten sind phar-

makologisch aktiv, zirkulieren jedoch nicht im systemischen Kreislauf. Der hepatische

spcde-fluvastatin-s-20-40-mg-0408-n

Seite 9 von 12

April 2008

Metabolismus von Fluvastatin beim Menschen wurde umfassend aufgeklärt. Für die Bio-

transformation von Fluvastatin stehen mehrere alternative Stoffwechselwege über Cy-

tochrom-P450-(CYP450)-Isoenzyme zur Verfügung; der Metabolismus von Fluvastatin ist

daher relativ unempfindlich gegenüber einer CYP450-Hemmung, einer der Hauptursachen

für nachteilige Wechselwirkungen zwischen Arzneistoffen.

In mehreren ausführlichen in vitro-Studien wurde das Potential von Fluvastatin zur Hem-

mung geläufiger CYP-Isoenzyme untersucht. Fluvastatin hemmte nur die Metabolisierung

von Substanzen, die über CYP2C9 metabolisiert werden. Ungeachtet der daher bestehen-

den Möglichkeit für kompetitive Wechselwirkungen zwischen Fluvastatin und Substanzen,

die als CYP 2C9-Substrate bekannt sind (z.B. Diclofenac, Phenytoin, Tolbutamid und War-

farin), deuten klinische Daten darauf hin, dass eine solche Wechselwirkung unwahrschein-

lich ist.

Elimination

Nach der Verabreichung von

H-Fluvastatin an gesunde Freiwillige werden etwa 6% der

Radioaktivität im Urin und etwa 93% in den Fäces wiedergefunden, wobei weniger als 2%

der ausgeschiedenen Radioaktivität auf Fluvastatin entfallen. Die Plasmaclearance von

Fluvastatin wurde beim Menschen mit 1,8 ± 0,8 l/min berechnet. Steady-state-Konzentra-

tionen im Plasma ergeben keine Hinweise auf eine Kumulation von Fluvastatin bei einer

täglichen Verabreichung von 40 mg. Nach oraler Gabe von 40 mg Fluvastatin betrug die

terminale Halbwertszeit 2,3 ± 0,9 Stunden.

Charakteristika bei Patienten

Die Plasmakonzentrationen von Fluvastatin sind in der Allgemeinbevölkerung unabhängig

von Alter oder Geschlecht. Allerdings wurde bei Frauen und älteren Menschen ein verstärk-

tes Ansprechen auf die Behandlung beobachtet.

Da Fluvastatin hauptsächlich biliär eliminiert wird und einem ausgeprägten first-pass-Effekt

unterliegt, besteht bei Patienten mit Leberinsuffizienz ein erhöhtes Kumulationsrisiko (siehe

Abschnitte 4.3 und 4.4).

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Studien zur chronischen Toxizität mit Fluvastatin zeigten eine Reihe von Veränderungen,

die typisch für die gesamte Klasse der HMG-CoA-Reduktase-Hemmer sind, nämlich Hy-

perplasie und Hyperkeratose im nichtglandulären Teil des Magens von Nagetieren,

Katarakte bei Hunden, Myopathie bei Nagetieren, leichte Leberveränderungen bei den

meisten Versuchstieren, bei Hunden, Affen und Hamstern begleitet von Veränderungen der

Gallenblase, Zunahme des Schilddrüsengewichts bei der Ratte und degenerative Hoden-

veränderungen bei Hamstern. Die im Zusammenhang mit anderen Wirkstoffen aus dieser

Substanzklasse beobachteten vaskulären und degenerativen ZNS-Veränderungen bei

Hunden traten unter Fluvastatin nicht auf.

Karzinogenitätsstudien an Ratten und Mäusen zeigten eine niedrige Inzidenz von

squamösen Papillomen im Vormagen von Ratten und Mäusen sowie ein Karzinom bei

einer Ratte unter der höchsten Dosierung (18 mg/kg pro Tag, nach einem Jahr gesteigert

auf 24 mg/kg pro Tag). Die Neoplasien des Vormagens spiegeln eher die durch den direk-

ten Kontakt mit Fluvastatin verursachte chronische Hyperplasie als eine echte gentoxische

Wirkung des Arzneistoffes wider. Darüber hinaus wurde bei männlichen Ratten, die die

höchste Fluvastatin-Dosis erhielten, eine erhöhte Inzidenz follikulärer Neoplasien der

Schilddrüse beobachtet. Dies stimmt mit Spezies-spezifischen Befunden im Zusammen-

hang mit anderen HMG-CoA-Reduktase-Hemmern überein. Im Gegensatz zu anderen

spcde-fluvastatin-s-20-40-mg-0408-n

Seite 10 von 12

April 2008

HMG-CoA-Reduktase-Hemmern wurde jedoch keine behandlungsbedingte Zunahme von

Adenomen oder Karzinomen der Leber beobachtet.

In vitro- und in vivo-Studien zur Mutagenität ergaben keine Hinweise auf ein mutagenes

Potential.

Studien zur Reproduktionstoxizität haben gezeigt, dass Fluvastatin keinen nachteiligen Ein-

fluss auf die Fertilität und die Reproduktionsleistung männlicher und weiblicher Versuch-

stiere hat; es fanden sich auch keine Hinweise auf ein embryotoxisches oder teratogenes

Potential. In der Spätschwangerschaft führten hohe Dosen zu mütterlicher Sterblichkeit und

zu fötaler und neonataler Letalität. Dies ist auf die übersteigerten pharmakologischen

Wirkungen von Fluvastatin in der Schwangerschaft zurückzuführen.

6.

Pharmazeutische Angaben

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Inhalt der Kapsel:

Calciumcarbonat

Mikrokristalline Cellulose

Vorverkleisterte Maisstärke

Talkum

Natriumhydrogencarbonat

Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

Hartgelatinekapsel:

Gelatine

Titandioxid (E 171)

Eisen(III)-oxid rot (E 172)

Natriumdodecylsulfat

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

24 Monate

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

spcde-fluvastatin-s-20-40-mg-0408-n

Seite 11 von 12

April 2008

Fluvastatin Sandoz ist in Blisterpackungen (OPA/ Al/ PVC/ Al) abgepackt; es stehen ver-

schiedene Packungsgrößen zur Verfügung.

Fluvastatin Sandoz 20 mg:

30 (N1), 50 (N2), 100 (N3) Kapseln

Fluvastatin Sandoz 40 mg:

30 (N1), 50 (N2), 100 (N3) Kapseln

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

Inhaber der Zulassung

Sandoz Pharmaceuticals GmbH

Raiffeisenstraße 11

83607 Holzkirchen

E-Mail: info@sandoz.de

8.

Zulassungsnummern

Fluvastatin Sandoz 20 mg Hartkapseln: 66372.00.00

Fluvastatin Sandoz 40 mg Hartkapseln: 66373.00.00

9.

Datum der Erteilung der Zulassungen

14.01.2008

10.

Stand der Information

April 2008

11.

Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

spcde-fluvastatin-s-20-40-mg-0408-n

Seite 12 von 12

April 2008

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Teilen Sie diese Informationen