Epirubicin Medicopharm 2 mg/ml Injektionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Epirubicinhydrochlorid
Verfügbar ab:
Medicopharm AG Arzneimittel & Medikal Produkte
ATC-Code:
L01DB03
INN (Internationale Bezeichnung):
Epirubicin hydrochloride
Darreichungsform:
Injektionslösung
Zusammensetzung:
Epirubicinhydrochlorid 2.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
68401.00.00

Gebrauchsinformation

August 2019

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GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

Epirubicin Medicopharm 2 mg/ml Injektionslösung

Epirubicinhydrochlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Ihnen dieses

Arzneimittel verabreicht wird, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker oder

das medizinische Fachpersonal.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker

oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in

dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

1. Was ist Epirubicin Medicopharm und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Epirubicin Medicopharm beachten?

3. Wie ist Epirubicin Medicopharm anzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Epirubicin Medicopharm aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST EPIRUBICIN MEDICOPHARM UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Epirubicinhydrochlorid – der Wirkstoff in Epirubicin Medicopharm – gehört zu einer Gruppe

von Wirkstoffen, die Anthrazykline genannt werden. Diese zellschädigenden Wirkstoffe

werden zur Behandlung von Krebs angewendet.

Epirubicin Medicopharm wird angewendet zur Behandlung von

Brustkrebs,

fortgeschrittenem Eierstockkrebs,

Magenkrebs,

kleinzelligem Lungenkrebs (eine bestimmte Art von Lungenkrebs),

oberflächlichem oder örtlich sehr begrenztem Blasenkrebs.

Gebrauchsinformation

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2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON EPIRUBICIN MEDICOPHARM

BEACHTEN?

Sie sollten Epirubicin Medicopharm nicht erhalten,

wenn Sie allergisch gegen Epirubicinhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels oder Anthrazykline (z.B.

Doxorubicin und Daunorubicin) sind.

wenn Sie allergisch gegen Anthracendione sind (Arzneimittel, die zur Behandlung von

Krebs angewendet werden).

wenn bei Ihnen die Bildung von Blutzellen im Knochenmark aufgrund einer

vorherigen Behandlung mit anderen zellschädigenden Arzneimitteln oder einer

Strahlentherapie dauerhaft gehemmt ist.

wenn Sie Epirubicin oder andere Anthrazykline (z. B. Doxorubicin und

Daunorubicin) sowie Anthracendione (Arzneimittel, die zur Behandlung von Krebs

angewendet werden) in der Höchstdosis erhalten haben.

wenn Sie Herzbeschwerden haben oder hatten (z. B. Herzrhythmusstörungen,

Herzschwäche, Herzinfarkt, Erkrankung des Herzmuskels, akute Entzündung des

Herzens, instabile Angina pectoris).

wenn Sie eine schwere Lebererkrankung haben.

wenn Sie an einer systemischen Infektion leiden.

wenn Sie stillen.

Bei der Anwendung in der Blase sollten Sie Epirubicin Medicopharm nicht erhalten,

wenn Sie an einer Entzündung der Harnwege leiden.

wenn der Tumor in die Blasenwand eingedrungen ist.

wenn es Schwierigkeiten gibt, den Katheter in die Blase einzuführen,

wenn Sie an einer Blasenentzündung leiden.

wenn Sie Blut im Urin haben.

wenn Sie eine Schrumpfblase haben,

wenn in Ihrer Blase nach dem Wasserlassen eine große Menge Urin zurückbleibt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Epirubicin Medicopharm ist erforderlich

(fragen Sie Ihren Arzt),

wenn Ihre Leber oder Nieren nicht richtig arbeiten.

Wenn Sie während der Infusion ein unangenehmes Gefühl im Bereich der oder an der

Injektionsstelle verspüren (mögliches Auslaufen in das umliegende Gewebe).

wenn die Anzahl Ihrer weißen und roten Blutkörperchen sowie die Ihrer Blutplättchen

vermindert ist.

wenn Sie an einer Schleimhaut- oder Mundschleimhautentzündung (wunde Lippen

oder Geschwüre im Mund) leiden.

wenn Sie zuvor im Brustbereich mit einer Strahlentherapie behandelt wurden oder

Medikamente erhalten haben, die Nebenwirkungen auf Ihr Herz haben könnten.

wenn Sie vor kurzem geimpft wurden oder geimpft werden möchten.

Wenn Sie zuvor Trastuzumab (ein Arzneimittel, das zur Behandlung von Krebs

angewendet wird) erhalten haben.

Kinder

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Epirubicin Medicopharm bei Kindern wurde nicht

untersucht.

Anwendung von Epirubicin Medicopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln

Gebrauchsinformation

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Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben, oder beabsichtigen, andere Arzneimittel

einzunehmen einschließlich rezeptfreier Arzneimittel, insbesondere

andere Arzneimittel, die Ihr Herz beeinträchtigen können; zum Beispiel andere

Arzneimittel zur Behandlung von Krebs (wie etwa 5-Fluoruracil, Cyclophosphamid,

Cisplatin oder Taxane) oder Calciumkanalblocker (z.B. Dexverapamil) sowie eine

gleichzeitig oder zuvor verabreichte Strahlentherapie

andere Arzneimittel, die Ihre Leberfunktion beeinträchtigen können.

Trastuzumab (ein Arzneimittel zur Behandlung von Krebs; Epirubicin sollte innerhalb

von 27 Wochen nach Anwendung von Trastuzumab nicht angewendet werden.

Cimetidin (ein Arzneimittel, das in der Regel zur Behandlung von Magengeschwüren

und Sodbrennen angewendet wird); Cimetidin kann die Wirkung von Epirubicin

verstärken.

Paclitaxel (ein Arzneimittel zur Behandlung von Krebs): Zwischen der Behandlung mit

Epirubicin und der Behandlung mit Paclitaxel sollten mindestens 24 Stunden vergehen.

Docetaxel (ein Arzneimittel zur Behandlung von Krebs).

Chinin (ein Arzneimittel zur Behandlung von Malaria und Krämpfen in den Beinen).

Interferon alpha-2b (ein Arzneimittel zur Behandlung einiger Krebsformen und

Lymphome sowie einiger Formen von Hepatitis).

Arzneimittel, die das Blutbild beeinflussen können (z.B. andere zytotoxische

Arzneimittel, Antibiotika, wie etwa Sulfonamide und Chloramphenicol, Arzneimittel zur

Behandlung von Epilepsie, wie etwa Diphenylhydanthoin, antiretrovirale Arzneimittel,

die üblicherweise zur Behandlung von HIV-Infektionen angewendet werden, sowie

Schmerzmittel, wie etwa Aminopyrin-Derivate

Dexrazoxan (zur Vorbeugung einer chronischen kumulativen Kardiotoxizität aufgrund

von Epirubicin).

Wenn Sie geimpft werden sollen, müssen Sie Ihren Arzt vor der Impfung darüber

informieren, dass Sie mit Epirubicin behandelt werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Epirubicinhydrochlorid, der Wirkstoff von Epirubicin Medicopharm, kann Fehlbildungen

verursachen. Daher ist es wichtig, dass Sie Ihrem Arzt mitteilen, wenn Sie vermuten,

schwanger zu sein. Während der Schwangerschaft dürfen Sie Epirubicin Medicopharm

nicht anwenden, es sei denn, es wurde Ihnen ausdrücklich von Ihrem Arzt verordnet.

Vermeiden Sie schwanger zu werden, während Sie oder Ihr Partner mit Epirubicin

Medicopharm behandelt werden. Falls Sie während der Behandlung mit Epirubicin

Medicopharm schwanger werden, wird Ihnen eine genetische Beratung empfohlen.

Männern, die in der Zukunft ein Kind zeugen möchten, wird empfohlen, sich vor Beginn der

Behandlung mit Epirubicin Medicopharm hinsichtlich der Möglichkeit einer

Spermienkonservierung beraten zu lassen.

Sie müssen vor und während der Behandlung mit Epirubicin Medicopharm eine Stillpause

einlegen.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Gebrauchsinformation

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Epirubicin Medicopharm kann zu Übelkeit und Erbrechen führen, wodurch Ihre

Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen zeitweise

beeinträchtigt werden können.

Epirubicin Medicopharm enthält Natrium.

Dieses Arzneimittel enthält 0,154 mmol (oder 3,54 mg) Natrium pro ml Injektionslösung.

Die verschiedenen Packungsgrößen von Epirubicin Medicopharm enthalten die folgenden

Mengen an Natrium:

5-ml-Durchstechflasche:

0,77 mmol (oder 17,7 mg)

10-ml-Durchstechflasche:

1,54 mmol (oder 35,4 mg)

25-ml-Durchstechflasche:

3,85 mmol (oder 88,5 mg)

50-ml-Durchstechflasche:

7,70 mmol (oder 177,0 mg)

100-ml-Durchstechflasche:

15,40 mmol (oder 354,0 mg)

Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

3.

WIE IST EPIRUBICIN MEDICOPHARM ANZUWENDEN?

Epirubicin Medicopharm wird Ihnen nur unter Aufsicht eines Arztes verabreicht, der auf

diese Art der Behandlung spezialisiert ist. Vor und während der Behandlung mit Epirubicin

Medicopharm wird Ihr Arzt bei Ihnen verschiedene Laborwerte untersuchen (z.B. eine

Zählung der roten und weißen Blutzellen, den Harnsäurespiegel im Blut, die Leberfunktion)

und sorgfältig Ihre Herzfunktion überwachen. Auch nach Abschluss der Behandlung mit

Epirubicin Medicopharm wird Ihre Herzfunktion noch einige Wochen lang überwacht

werden.

Die Dosis von Epirubicin Medicopharm hängt von der Art Ihrer Erkrankung ab, von Ihrem

Ansprechen auf die Behandlung sowie davon, welche anderen Arzneimittel Sie erhalten.

Die Dosis von Epirubicin Medicopharm wird anhand Ihrer Körperoberfläche bestimmt.

Diese wird aus Ihrer Körpergröße und Ihrem Körpergewicht ermittelt.

Die empfohlene Dosis von Epirubicin Medicopharm beträgt 60-90 mg pro Quadratmeter

Körperoberfläche. Sie wird Ihnen als intravenöse Injektion, d.h. in ein Blutgefäß, über drei

bis fünf Minuten verabreicht. Sie erhalten alle drei Wochen eine Injektion.

Zur Behandlung von kleinzelligem Lungenkrebs wird Ihnen alle drei Wochen eine höhere

Dosis von 120 mg pro Quadratmeter Körperoberfläche als Injektion in eine Vene über drei

bis fünf Minuten oder als Infusion (Tropf) über bis zu 30 Minuten verabreicht.

Zur Behandlung von Brustkrebs entscheidet Ihr Arzt über die Dosis und das

Behandlungsschema.

Die Dosis wird reduziert, wenn die Anzahl der weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen

in Ihrem Körper vermindert ist, wenn Sie Leber- oder Nierenbeschwerden haben oder

wenn das Arzneimittel zusammen mit anderen zellschädigenden Arzneimitteln angewendet

wird.

Epirubicin Medicopharm kann Ihnen auch direkt in die Blase verabreicht werden, um

oberflächlichen Blasenkrebs zu behandeln oder um ein erneutes Auftreten dieses Tumors

nach seiner operativen Entfernung zu verhindern. Die Dosis hängt von der Art Ihrer

Blasenkrebserkrankung ab.

Um eine zu starke Verdünnung von Epirubicin Medicopharm durch Urin zu vermeiden wird

Ihnen geraten, in den 12 Stunden vor der Behandlung nichts mehr zu trinken.

Gebrauchsinformation

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Ihr Allgemeinzustand wird vor, während und nach der Behandlung mit Epirubicin

Medicopharm sorgfältig überwacht.

Wenn Sie eine größere Menge von Epirubicin Medicopharm erhalten haben, als Sie

sollten

Wurde Ihnen eine höhere Dosis von Epirubicin Medicopharm verabreicht als erforderlich,

werden Ihre Herzfunktion und die Anzahl Ihrer Blutkörperchen besonders sorgfältig

überwacht werden. Die auftretenden Nebenwirkungen können ausgeprägter sein.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt, wenn Sie Nebenwirkungen bei sich bemerken, und

besprechen Sie das weitere Vorgehen mit ihm.

Epirubicin Medicopharm kann für ein bis zwei Tage nach der Verabreichung den Urin rot

färben. Dies ist jedoch ganz normal und sollte Sie nicht beunruhigen.

Sehr häufige Nebenwirkungen (können bei mehr als 1 Behandelten von 10 auftreten):

Infektionen

Hemmung der Bildung von Blutzellen im Knochenmark (Myelosuppression),

verminderte Anzahl weißer Blutzellen (Leukopenie), verminderte Anzahl einer

bestimmten Art weißer Blutzellen (Granulozytopenie und Neutropenie), verminderte

Anzahl von roten Blutzellen (Anämie) sowie niedriger Spiegel bestimmter weißer

Blutzellen begleitet von Fieber (febrile Neutropenie), verminderte Anzahl von

Blutplättchen (Thrombozytopenie)

verminderter Appetit/Appetitlosigkeit

Schleimhautentzündung (Mukositis), Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis),

Erbrechen, wässriger Stuhl oder häufiger Stuhlgang (Durchfall), Übelkeit, was zu

Appetitlosigkeit und Bauchschmerzen führen kann

Haarausfall, in der Regel reversibel

Rotfärbung des Urins für 1 bis 2 Tage nach Verabreichung des Arzneimittels

Häufige Nebenwirkungen (können bei 1 bis 10 Behandelten von 100 auftreten):

Flüssigkeitsverlust (Dehydratation)

beeinträchtigte Herzfunktion (kongestive Herzinsuffizienz), die zu Atemnot (Dyspnoe),

Wasseransammlung in den Beinen (Ödeme), Vergrößerung der Leber,

Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle (Aszites), Flüssigkeitsansammlung in der

Lunge (Lungenödem), Flüssigkeitsansammlung zwischen Brustkorb und Lunge

(Pleuraerguss) oder einem dritten Herzton (Galopprhythmus) führen kann

Hitzewallungen

Entzündung der Speiseröhre, Mundschleimhautentzündung mit Brennen und

Schmerzen

Lokale Hauttoxizität, Ausschlag, Juckreiz

Ausbleiben der Monatsblutung

Rötungen entlang der Vene (Erythem an der Infusionsstelle), schwere Gewebeschäden

nach Austreten von Injektionsflüssigkeit in das umliegende Gewebe

Gefühl von Unbehagen (Unwohlsein), Schwächegefühl (Asthenie), Fieber

Veränderung bestimmter Leberenzyme (sogenannte Transaminasen)

Veränderung der Herzfunktion ohne Beschwerden (asymptomatischer Abfall der

linksventrikulären Auswurffraktion)

Gebrauchsinformation

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Blasenentzündung (chemische Zystitis), manchmal mit Blut im Urin (wurde nach

Verabreichung in die Blase beobachtet)

Gelegentliche Nebenwirkungen (können bei 1 bis 10 Behandelten von 1.000

auftreten):

bestimmte Arten von Blutkrebs (akute lymphatische Leukämie, akute myeloische

Leukämie)

Bindehautentzündung (Konjunktivitis), Entzündung der Hornhaut des Auges (Keratitis)

Erosionen und Verletzungen im Magen, Blutungen im Magen-Darm-Trakt, verstärkte

Pigmentierung der Mundschleimhaut

Hautveränderungen, Hautrötung (Erythem), Flush, verstärkte Pigmentierung der Haut

und der Nägel, erhöhte Lichtempfindlichkeit (Photosensibilität), erhöhte Empfindlichkeit

bestrahlter Hautpartien („Recall-Phänomen“)

Venenentzündung (Phlebitis), Venenentzündung aufgrund eines Blutgerinnsels

(Thrombophlebitis)

Seltene Nebenwirkungen (können bei 1 bis 10 Behandelten von 10.000 auftreten):

schwere Überempfindlichkeitsreaktion (Anaphylaxie) einschließlich allergieartiger

Reaktion (anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen mit oder ohne Schock,

einschließlich Hautausschlag, Juckreiz, Fieber und Schüttelfrost);

Überempfindlichkeitsreaktionen nach Verabreichung des Arzneimittels in die Blase

erhöhte Harnsäurespiegel im Blut

Schwindel

toxische Wirkungen auf das Herz wie Veränderungen im EKG (Elektrokardiogramm),

verschiedene Formen von unregelmäßigem Herzschlag (Arrhythmien) oder

Erkrankungen des Herzmuskels (Kardiomyopathie), lebensbedrohlicher unregelmäßiger

Herzschlag (ventrikuläre Tachykardie), langsamer Herzschlag, Störung des

Erregungsleitungssystems des Herzens (AV-Block, Schenkelblock)

Nesselsucht

verminderte Anzahl von Samenzellen im Sperma

Schüttelfrost

Sehr seltene Nebenwirkungen (können bei bis zu 1 Behandelten von 10.000

auftreten):

Schock

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Septischer Schock, systemische Infektion (Sepsis), Lungeninfektion (Pneumonie)

Blutungen und unzureichende Sauerstoffversorgung des Gewebes können als Folge

einer Hemmung der Bildung von Blutzellen im Knochenmark (Myelosuppression)

auftreten

Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel, das sich gelöst hat

(Thromboembolie), einschließlich Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel

in der Lunge, das sich gelöst hat (Lungenembolie)

Verhärtungen der Venenwände, lokale Schmerzen, schwere Entzündungen des

Unterhautfettgewebes

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu

beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung

gestellt werden.

Gebrauchsinformation

August 2019

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5.

WIE IST EPIRUBICIN MEDICOPHARM AUFZUBEWAHREN?

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C).

Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Durchstechflasche und dem Umkarton

nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Epirubicin Medicopharm enthält:

Der Wirkstoff ist Epirubicinhydrochlorid.

Die sonstigen Bestandteile sind Natriumchlorid, Salzsäure und Wasser für

Injektionszwecke.

1 ml Lösung enthält 2 mg Epirubicinhydrochlorid.

Eine Durchstechflasche mit 5 ml (10 ml, 25 ml, 50 ml, 100 ml) enthält 10 mg (20 mg, 50 mg,

100 mg, 200 mg) Epirubicinhydrochlorid.

Wie Epirubicin Medicopharm aussieht und Inhalt der Packung:

Epirubicin Medicopharm ist eine klare rote Lösung.

Es wird als einzelne Durchstechflasche geliefert.

Pharmazeutischer Unternehmer:

Hersteller:

Medicopharm AG

medac

Stangenreiterstraße 4

Gesellschaft für klinische

D-83131 Nußdorf am Inn

Spezialpräparate mbH

Theaterstraße 6

22880 Wedel

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im August 2019

Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte und medizinisches Fachpersonal

bestimmt:

Epirubicin Medicopharm kann mit 5%iger Glukoselösung oder 0,9%iger

Natriumchloridlösung weiter verdünnt und als intravenöse Infusion verabreicht werden. Die

Infusionslösung sollte unmittelbar vor Gebrauch zubereitet werden.

Die Injektionslösung enthält keine Konservierungsstoffe. Nicht verbrauchte Mengen sind

sofort und entsprechend den lokalen Anforderungen zu entsorgen.

Inkompatibilitäten

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Längerer Kontakt des Arzneimittels mit Lösungen mit einem alkalischen pH-Wert

(einschließlich Natriumbikarbonat-Lösungen) muss vermieden werden. Dies würde zur

Hydrolyse (Abbau) des Wirkstoffs führen. Nur die unten genannten Lösungsmittel dürfen

verwendet werden.

Es wurde über eine physikalische Inkompatibilität des Arzneimittels mit Heparin berichtet.

Das Arzneimittel darf, außer mit den unten aufgeführten, nicht mit anderen Arzneimitteln

gemischt werden.

Stabilität der gebrauchsfertigen Lösung

Epirubicin Medicopharm kann unter aseptischen Bedingungen mit 5%iger Glukoselösung

oder 0,9%iger Natriumchloridlösung weiterverdünnt und als intravenöse Infusion

verabreicht werden. Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen

Lösung wurde für 48 Stunden nachgewiesen, sofern die Lösung bei 25 °C und vor Licht

geschützt aufbewahrt wird.

Aus mikrobiologischer Sicht jedoch sollte die Lösung sofort verwendet werden. Wird die

Lösung nicht sofort verwendet, liegt die Verantwortlichkeit für die Aufbewahrung beim

Anwender. Die Aufbewahrungsdauer sollte normalerweise nicht mehr als 24 Stunden bei 2

°C – 8 °C betragen, es sei denn, die Lösung wurde unter kontrollierten und validierten

aseptischen Bedingungen hergestellt.

Richtlinien für die sichere Handhabung und Entsorgung antineoplastischer

Wirkstoffe:

Muss eine Infusionslösung zubereitet werden, so muss dies durch speziell

ausgebildetes Personal unter aseptischen Bedingungen erfolgen.

Die Zubereitung von Infusionslösungen muss in einem dafür vorgesehenen

aseptischen Bereich erfolgen.

Angemessene Schutzkleidung (Einmalhandschuhe, Schutzbrille, Kittel und

Schutzmaske) muss getragen werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen sollten getroffen werden, damit das Arzneimittel

nicht versehentlich mit den Augen in Kontakt kommt. Sollte dies dennoch

geschehen, so ist mit viel Wasser und/oder 0,9%iger Natriumchloridlösung zu

spülen, und ein Arzt sollte aufgesucht werden.

Sollte das Arzneimittel mit der Haut in Kontakt kommen, so ist der betroffene

Bereich sorgfältig mit Wasser und Seife oder mit Natriumbikarbonat-Lösung zu

waschen. Jedoch sollte die Haut nicht durch die Verwendung einer Scheuerbürste

verletzt werden. Nach dem Ausziehen der Handschuhe immer die Hände waschen.

Verschüttetes oder ausgelaufenes Arzneimittel sollte mit verdünnter

Natriumhypochlorit-Lösung (1% verfügbares Chlor), vorzugsweise durch

einweichen, und anschließend mit Wasser behandelt werden. Alle

Reinigungsmaterialien müssen wie unten beschrieben entsorgt werden.

Schwangere Mitarbeiterinnen dürfen nicht mit der zytotoxischen Zubereitung

arbeiten.

Bei der Entsorgung von Materialien (Spritzen, Nadeln usw.), die zur Rekonstitution

und/oder Verdünnung von zytotoxischen Arzneimitteln verwendet wurden, ist

Vorsicht geboten, und angemessene Vorsichtsmaßnahmen müssen getroffen

werden. Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfälle müssen gemäß den örtlichen

Vorschriften entsorgt werden.

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Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Epirubicin Medicopharm 2 mg/ml Injektionslösung

Epirubicinhydrochlorid

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 ml Lösung enthält 2 mg Epirubicinhydrochlorid.

Eine Durchstechflasche mit 5 ml / 10 ml / 25 ml / 50 ml / 100 ml enthält 10 mg / 20 mg /

50 mg / 100 mg / 200 mg Epirubicinhydrochlorid.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung

Eine klare rote Lösung.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Epirubicin wird zur Behandlung folgender neoplastischer Erkrankungen eingesetzt:

Mammakarzinom,

fortgeschrittenes Ovarialkarzinom,

Magenkarzinom,

kleinzelliges Lungenkarzinom.

Bei intravesikaler Anwendung hat sich Epirubicin bei der Behandlung folgender

Erkrankungen als wirksam erwiesen:

papilläres Übergangszellkarzinom der Harnblase

Carcinoma in situ der Harnblase

intravesikale Instillation zur Rezidivprophylaxe von oberflächlichem

Harnblasenkarzinom nach transurethraler Resektion.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Epirubicin Medicopharm ist ausschließlich zur intravenösen oder intravesikalen

Anwendung bestimmt.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Epirubicin Medicopharm bei Kindern ist nicht

erwiesen.

Intravenöse Verabreichung

Es wird empfohlen, Epirubicin Medicopharm über den Schlauch einer laufenden

intravenösen Natriumchlorid-Infusion zu verabreichen, nachdem die korrekte Lage der

Nadel in der Vene überprüft wurde. Besondere Sorgfalt ist erforderlich, um Extravasate

zu vermeiden (siehe Abschnitt 4.4). Im Falle eines Extravasats muss die Verabreichung

sofort beendet werden.

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Dosierung

Um eine kardiale Toxizität zu vermeiden sollte eine kumulative Gesamtdosis von 900-

1000 mg/m² Epirubicinhydrochlorid nicht überschritten werden (siehe Abschnitt 4.4).

Standarddosierung

Wird Epirubicin Medicopharm als Monotherapie verabreicht, beträgt die empfohlene

Dosierung für Erwachsene 60-90 mg/m² Körperoberfläche. Epirubicinhydrochlorid sollte

intravenös über 3-5 Minuten injiziert werden. In Abhängigkeit vom Blutbild und der

Knochenmarksfunktion des Patienten sollte diese Dosierung alle 21 Tage intervallartig

wiederholt werden.

Treten Toxizitätsanzeichen auf, einschließlich schwerer Neutropenie, neutropenischem

Fieber und Thrombozytopenie (die bis Tag 21 anhalten können), kann eine

Dosisanpassung oder eine Verlängerung des Dosierungsintervalls erforderlich sein.

Hochdosis-Behandlung

Epirubicin Medicopharm als Monotherapie in der Hochdosisbehandlung von

Lungenkrebs sollte nach den folgenden Therapieschemata verabreicht werden:

kleinzelliges Lungenkarzinom (nicht vorbehandelt): 120 mg/m

Epirubicinhydrochlorid

an Tag 1, alle 3 Wochen.

In der Hochdosisbehandlung kann Epirubicin Medicopharm als intravenöse

Bolusinjektion über 3-5 Minuten oder als Infusion über bis zu 30 Minuten verabreicht

werden.

Mammakarzinom

Für die adjuvante Behandlung von Patienten mit Mammakarzinom in frühem

Erkrankungsstadium mit positivem Lymphknoten-Befall werden Epirubicinhydrochlorid-

Dosierungen zwischen 100 mg/m² (als Einzeldosis an Tag 1) und 120 mg/m² (verteilt auf

zwei Dosen an Tag 1 und Tag 8) alle 3-4 Wochen in Kombination mit intravenöser Gabe

von Cyclophosphamid und 5-Fluorouracil sowie oraler Gabe von Tamoxifen empfohlen.

Niedrigere Dosierungen (60-75 mg/m² bei Standarddosierung und 105-120 mg/m² bei

Hochdosierung) wird bei Patienten empfohlen, deren Knochenmarksfunktion durch eine

vorangegangene Chemotherapie oder Strahlentherapie, durch das Alter oder durch

neoplastische Infiltration des Knochenmarks beeinträchtigt wurde. Die Gesamtdosis für

einen Zyklus kann aufgeteilt an 2-3 aufeinander folgenden Tagen verabreicht werden.

Die folgenden Dosierungen von Epirubicin Medicopharm werden für gewöhnlich in der

Monotherapie und der Kombinationschemotherapie zur Behandlung verschiedener

anderer Tumorarten wie folgt eingesetzt:

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Epirubicinhydrochlorid-Dosierung (mg/m

2

)

a

Krebsindikation

Monotherapie

Kombinationstherapie

fortgeschrittenes

Ovarialkarzinom

60–90

50–100

Magenkarzinom

60–90

kleinzelliges

Lungenkarzinom

Harnblasenkrebs

Intravesikale Verabreichung

von 50 mg/50 ml oder

80 mg/50 ml (Carcinoma in situ)

Prophylaxe:

50 mg/50 ml einmal wöchentlich

über 4 Wochen, dann einmal

monatlich über 11 Monate

Die Dosierungen werden normalerweise an Tag 1, oder an Tag 1, 2 und 3 in

21-Tage-Intervallen verabreicht.

Kombinationstherapie

Wird Epirubicinhydrochlorid in Kombination mit anderen zytotoxischen Arzneimitteln

angewendet, muss die Dosierung entsprechend reduziert werden. Die üblicherweise

verwendeten Dosierungen sind in der oben stehenden Tabelle dargestellt.

Leberinsuffizienz

Epirubicin wird hauptsächlich über das hepatobiliäre System eliminiert. Bei Patienten mit

eingeschränkter Leberfunktion sollte die Dosis in Abhängigkeit vom Wert des

Serumbilirubins wie folgt reduziert werden:

Serumbilirubin

SGOT

Dosisreduktion

1,4 – 3 mg/100 ml

> 3 mg/100 ml

> 4facher oberer Normwert

Niereninsuffizienz

In Anbetracht der Tatsache, dass nur ein geringer Teil von Epirubicin renal

ausgeschieden wird, scheint bei mäßig ausgeprägter Niereninsuffizienz keine

Dosisreduktion erforderlich zu sein. Jedoch kann eine Dosisanpassung bei Patienten mit

einem Serumkreatininwert von > 5 mg/dl erforderlich sein.

Intravesikale Verabreichung

Für die Behandlung von oberflächlichen oder in-situ Karzinomen der Harnblase kann

Epirubicin intravesikal verabreicht werden. Bei invasiven Tumoren, die in die

Harnblasenwand eingedrungen sind, sollte Epirubicin nicht intravesikal verabreicht

werden. In diesen Fällen ist eine systemische Behandlung oder eine Operation die

bessere Behandlungsalternative (siehe Abschnitt 4.3). Epirubicin wurde intravesikal

ebenfalls erfolgreich zur Rezidivprophylaxe von oberflächlichem Harnblasenkarzinom

nach transurethraler Resektion eingesetzt.

Für die Behandlung von oberflächlichem Blasenkrebs wird das folgende

Therapieschema unter Verwendung der unten stehenden Verdünnungstabelle

empfohlen:

Eine Instillation von 50 mg/50 ml (verdünnt mit Natriumchloridlösung oder Wasser für

Injektionszwecke) pro Woche über 8 Wochen.

Beim Auftreten lokaler Toxizität: Eine Dosisreduktion auf 30 mg/50 ml wird empfohlen.

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Bei Carcinoma in situ: bis zu 80 mg/50 ml (abhängig von der Verträglichkeit für den

Patienten)

Zur Rezidiv-Prophylaxe: Eine Instillation von 50 mg/50 ml pro Woche über 4 Wochen,

gefolgt von einer Instillation pro Monat mit der gleichen Dosis über 11 Monate.

VERDÜNNUNGSTABELLE FÜR LÖSUNGEN ZUR BLASENINSTILLATION

Erforderliche

Epirubicin-

hydrochlorid-

Dosis

Volumen der

2 mg/ml

Epirubicin

Medicopharm

-Injektion

Volumen des Lösungsmittels

(Wasser für Injektionszwecke oder

0,9%ige sterile

Natriumchloridlösung)

Gesamtvolumen

für die

Blaseninstillation

30 mg

15 ml

35 ml

50 ml

50 mg

25 ml

25 ml

50 ml

80 mg

40 ml

10 ml

50 ml

Die Lösung sollte 1-2 Stunden in der Blase verbleiben. Um eine unerwünschte

Verdünnung mit Urin zu vermeiden, muss der Patient angewiesen werden, 12 Stunden

vor der Instillation keine Flüssigkeit mehr zu sich zu nehmen. Während der Instillation

sollte der Patient gelegentlich gedreht werden. Nach Ende der Verweilzeit sollte der

Patient die Blase möglichst vollständig entleeren.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile sowie gegen andere Anthrazykline oder Anthracendione.

Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6).

Intravenöse Anwendung:

peristierende Myelosuppression

stark eingeschränkte Leberfunktion

schwere Herzinsuffizienz)

kürzlich erlittener Myokardinfarkt

schwere Arrhythmien

vorhergehende mit maximalen kumulativen Dosen von Epirubicin und/oder anderen

Anthrazyklinen oder Anthracendionen (siehe Abschnitt 4.4)

Patientien mit akuten systemischen Infektionen

instabile Angina pectoris

Myokardiopathie

akute entzündliche Herzerkrankungen

intravesikale Anwendung:

Harnwegsinfektionen

invasiven Tumoren, die in die Blasenwand eingedrungen sind

Problemen bei der Katheterisierung

Blasenentzündung

Hämaturie

Schrumpfblase

großen Restharnmengen

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5/17

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Allgemein – Epirubicin darf nur unter Aufsicht qualifizierter Ärzte, die in der Anwendung

zytotoxischer Therapien erfahren sind, verabreicht werden.

Die Patienten sollten sich vor Beginn der Behandlung mit Epirubicin von akuten Toxizitäten

(wie Stomatitis, Mukositis, Neutropenie, Thrombozytopenie und generalisierte Infektionen)

einer vorausgehenden zytotoxischen Behandlung erholt haben.

Obwohl die Behandlung mit hohen Dosierungen von Epirubicinhydrochlorid (z. B. ≥ 90

mg/m

alle 3 bis 4 Wochen) unerwünschte Ereignisse verursacht, die denen unter

Standarddosierungen (< 90 mg/m

alle 3 bis 4 Wochen) gesehenen vergleichbar sind, kann

der Schweregrad einer Neutropenie und Stomatitis/Mukositis erhöht sein. Die Behandlung

mit hohen Dosierungen von Epirubicinhydrochlorid erfordert besondere Aufmerksamkeit

hinsichtlich möglicher klinischer Komplikationen infolge einer ausgeprägten

Myelosuppression.

Herzfunktion - Kardiotoxizität ist ein Risiko einer Anthrazyklin-Behandlung, das sich durch

früh (d.h. akute) oder spät auftretende (d.h. verzögerte) Nebenwirkungen äußern kann.

Früh auftretende (d.h. akute) Nebenwirkungen: Früh auftretende Kardiotoxizität von

Epirubicin besteht vorwiegend aus einer Sinustachykardie und/oder Abweichungen im

Elektrokardiogramm (EKG) wie unspezifische ST-T-Wellenveränderungen.

Tachyarrhythmien einschließlich ventrikulärer Extrasystolen, ventrikuläre Tachykardie und

Bradykardie sowie atrioventrikulärer Block und Schenkelblock wurden ebenfalls berichtet.

Diese Wirkungen sagen gewöhnlich nichts über eine spätere Entwicklung verzögerter

Kardiotoxizität aus, sind selten von klinischer Bedeutung, im Allgemeinen vorübergehend

und umkehrbar und kein Grund für einen Abbruch der Behandlung mit Epirubicin.

Spät auftretende (d.h. verzögerte) Nebenwirkungen: Verzögerte Kardiotoxizität entwickelt

sich normalerweise im späteren Verlauf einer Behandlung mit Epirubicin oder innerhalb von

2 bis 3 Monaten nach Ende der Behandlung, jedoch wurde auch über später auftretende

Nebenwirkungen (mehrere Monate bis Jahre nach Abschluss der Behandlung) berichtet.

Verzögert auftretende Kardiomyopathie äußert sich durch eine verminderte

linksventrikuläre Auswurffraktion (LVEF) und/oder Anzeichen und Symptome einer

kongestiven Herzinsuffizienz wie Dyspnoe, Lungenödem, lageabhängige Ödeme ,

Kardiomegalie, Hepatomegalie, Oligurie, Aszites, Pleuraerguss und Galopprhythmus.

Lebensbedrohliche kongestive Herzinsuffizienz ist die schwerste Form anthrazyklin-

induzierter Kardiomyopathie und repräsentiert die kumulative dosislimitierende Toxizität des

Arzneimittels.

Das Risiko, eine kongestive Herzinsuffizienz zu entwickeln, steigt mit steigenden

kumulativen Epirubicinhydrochlorid-Gesamtdosen von mehr als 900 mg/m

rasch an. Diese

kumulative Dosis sollte nur mit äußerster Vorsicht überschritten werden (siehe Abschnitt

5.1).

Überwachung der Herzfunktion: Die Herzfunktion sollte beurteilt werden, bevor sich die

Patienten einer Behandlung mit Epirubicin unterziehen, und muss, um das Risiko zu

verringern, eine schwere kardiale Beeinträchtigung zu erleiden, während der gesamten

Behandlung überwacht werden.

Das Risiko kann durch eine regelmäßige Überwachung der LVEF im Verlauf der Behandlung

und ein

sofortiges Absetzen von Epirubicin beim ersten Anzeichen einer beeinträchtigten

Funktion verringert

werden. Die geeigneten quantitativen Methoden für die wiederholte

Beurteilung der Herzfunktion

(Bestimmung der LVEF) schließen die Multigate

Radionuklidangiographie (MUGA) oder die Echokardiographie (ECHO) ein. Vor Beginn der

Behandlung wird eine kardiale Beurteilung mittels EKG und entweder MUGA oder ECHO

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empfohlen, insbesondere bei Patienten mit Risikofaktoren für eine erhöhte Kardiotoxizität.

Insbesondere bei höheren, kumulativen Anthrazyklin-Dosen sollten wiederholte MUGA-

oder ECHO-Bestimmungen der LVEF durchgeführt werden. Die zur Beurteilung

verwendete Methode sollte bei allen Verlaufskontrollen gleich bleiben.

In Anbetracht des Risikos einer Kardiomyopathie sollte eine kumulative

Epirubicinhydrochlorid–Dosis von 900 mg/m

nur mit äußerster Vorsicht überschritten

werden.

Eine durch Anthrazykline induzierte Kardiomyopathie ist verbunden mit einer

persistierenden QRS-Niedervoltage, einer Verlängerung des systolischen Zeitintervalls

über die normalen Werte hinaus (PEP) sowie mit einer Abnahme der Auswurffraktion

(LVEF). Veränderungen im Elektrokardiogramm (EKG) können auf eine durch

Anthrazykline induzierte Kardiomyopathie hindeuten, jedoch ist das EKG keine sensitive

oder spezifische Methode, eine durch Anthrazykline bedingte Kardiotoxizität

nachzuverfolgen.

Risikofaktoren für kardiale Toxizität schließen eine aktive oder latente Herz-Kreislauf-

Erkrankung, vorhergehende oder gleichzeitige Strahlentherapie im

mediastinalen/perikardialen Bereich, vorhergehende Behandlung mit anderen

Anthrazyklinen oder Anthracendionen sowie die gleichzeitige Anwendung anderer

Arzneimittel mit der Fähigkeit, die kardiale Kontraktilität zu unterdrücken oder

kardiotoxische Arzneimittel (z. B. Trastuzumab) ein (siehe Abschnitt 4.5). Bei älteren

Patienten besteht ein erhöhtes Risiko.

Die Herzfunktion muss besonders streng bei Patienten überwacht werden, die hohe

kumulative Dosen erhalten sowie bei denjenigen mit Risikofaktoren. Jedoch kann

Kardiotoxizität durch Epirubicin auch bei niedrigeren kumulativen Dosen auftreten,

unabhängig davon, ob Risikofaktoren vorhanden sind.

Es ist wahrscheinlich, dass die Toxizität von Epirubicin und anderen Anthrazyklinen oder

Anthracendionen additiv ist.

Kardiale Toxizität in Verbindung mit Trastuzumab

Bei Patienten, die Trastuzumab alleine oder in Kombination mit Anthrazyklinen wie

Epirubicin erhielten, wurde das Auftreten einer Herzinsuffizienz (New York Heart

Association [NYHA] Klasse II-IV) beobachtet. Diese kann mäßig bis schwer ausgeprägt

sein und wurde mit Todesfällen in Verbindung gebracht.

Trastuzumab und Anthrazykline wie Epirubicin dürfen derzeit nur im Rahmen streng

kontrollierter klinischer Studien mit kardiologischer Überwachung kombiniert werden. Für

mit Anthrazyklinen vorbehandelte Patienten besteht bei einer Trastuzumab-Behandlung

das Risiko einer Kardiotoxizität, auch wenn das Risiko geringer ist als bei einer

gleichzeitigen Anwendung von Anthrazyklinen und Trastuzumab.

Da die Halbwertszeit von Trastuzumab ca. 28 bis 38 Tage beträgt, kann die Substanz noch

bis zu 27 Wochen nach dem Absetzen im Blut des Patienten zirkulieren. Patienten, die

nach einer Behandlung mit Trastuzumab Anthrazykline wie Epirubicin erhalten, können

ebenfalls einem erhöhten Kardiotoxizitätsrisiko ausgesetzt sein. Wenn möglich, sollten

Ärzte eine Behandlung mit Anthrazyklinen bis zu 27 Wochen nach Beendigung der

Behandlung mit Trastuzumab vermeiden. Sollten Anthrazykline wie Epirubicin angewendet

werden, muss die Herzfunktion des Patienten sorgfältig überwacht werden.

Falls sich während einer Trastuzumab-Behandlung im Anschluss an eine Epirubicin-

Behandlung eine symptomatische Herzinsuffizienz entwickelt, sollte diese mit den üblichen

Maßnahmen behandelt werden.

Hämatologische Toxizität - Wie andere zytotoxische Wirkstoffe kann Epirubicin

Myelosuppression verursachen. Vor jedem Behandlungszyklus und während jedes

Behandlungszyklus mit Epirubicin sollten die hämatologischen Profile beurteilt werden,

einschließlich des Differenzialblutbild der weißen Blutzellen (WBK). Eine dosisabhängige

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reversible Leukopenie und/oder Granulozytopenie (Neutropenie) ist die vorherrschende

Manifestation der hämatologischen Toxizität von Epirubicin und die häufigste akute

dosislimitierende Toxizität dieses Arzneimittels. Leukopenie und Neutropenie sind im

Allgemeinen schwerer bei Hochdosisschemata, wobei der Nadir in den meisten Fällen

zwischen Tag 10 und Tag 14 nach Verabreichung des Arzneimittels erreicht wird. Dies ist

normalerweise vorübergehend, wobei die Anzahl der WBK/Neutrophilen in den meisten

Fällen bis Tag 21 auf normale Werte zurückgeht. Thrombozytopenie und Anämie können

ebenfalls auftreten. Klinische Folgen schwerer Myelosuppression schließen Fieber,

Infektion, Sepsis/Septikämie, septischen Schock, Blutungen, Gewebehypoxie oder Tod ein.

Sekundäre Leukämie - Bei Patienten, die mit Anthrazyklinen, einschließlich Epirubicin,

behandelt wurden, wurde über sekundäre Leukämie mit oder ohne präleukämische Phase

berichtet. Sekundäre Leukämie tritt häufiger auf, wenn solche Arzneimittel in Kombination

mit die DNA-schädigenden antineoplastischen Wirkstoffen in Kombination mit einer

Strahlentherapie gegeben werden, wenn Patienten mit zytotoxischen Arzneimitteln stark

vorbehandelt waren oder wenn die Dosierung der Anthrazykline gesteigert wurde. Diese

Leukämien können eine Latenzzeit von 1 bis 3 Jahren haben (siehe Abschnitt 5.1).

Gastrointestinal - Epirubicin ist emetogen. Mukositis/Stomatitis tritt im Allgemeinen kurz

nach Verabreichung des Arzneimittels auf und kann sich, wenn sie schwer ist, innerhalb

weniger Tage zu Schleimhautulzera entwickeln. Die meisten Patienten erholen sich von

dieser Nebenwirkung bis zur dritten Behandlungswoche.

Leberfunktion – Der hauptsächliche Eliminationsweg von Epirubicin ist das hepatobiliäre

System. Vor Beginn und während der Behandlung mit Epirubicin sollten die

Gesamtbilirubin- und AST-Spiegel im Serum untersucht werden. Patienten mit erhöhtem

Bilirubin oder AST können eine verlangsamte Arzneimittel-Clearance mit einem Anstieg der

Gesamttoxizität haben. Bei diesen Patienten werden niedrigere Dosen empfohlen (siehe

Abschnitte 4.2 und 5.2). Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion sollten kein

Epirubicin erhalten (siehe Abschnitt 4.3).

Nierenfunktion - Das Serumkreatinin sollte vor und während der Behandlung beurteilt

werden. Bei Patienten mit einem Serumkreatinin > 5 mg/dl ist eine Dosisanpassung

notwendig (siehe Abschnitt 4.2).

Nebenwirkungen an der Injektionsstelle - Eine Phlebosklerose kann aus einer Injektion

in eine kleine Vene oder wiederholten Injektionen in dieselbe Vene resultieren. Das

Befolgen der empfohlenen Verabreichungsprozedur kann das Risiko einer

Phlebitis/Thrombophlebitis an der Injektionsstelle minimieren (siehe Abschnitt 4.2).

Extravasation - Eine Extravasation von Epirubicin während der intravenösen Injektion

kann lokale Schmerzen, schwerwiegende Gewebeschädigungen (Bläschenbildung,

schwere Cellulitis) und Nekrose verursachen. Sollten während der intravenösen

Verabreichung von Epirubicin Anzeichen oder Symptome einer Extravasation auftreten,

muss die Infusion des Arzneimittels sofort abgebrochen werden. Die unerwünschten Folgen

einer Extravasation von Anthrazyklinen können durch die umgehende Einleitung einer

gezielten Behandlung mit z.B. Dexrazoxan (zur Anwendung siehe jeweilige

Produktinformation) verhindert oder verringert werden. Die Schmerzen des Patienten

können durch Abkühlen des Bereichs und Kühlhalten sowie Anwendung von Hyaluronsäure

und DMSO gelindert werden. Der Patient sollte während des Zeitabschnitts engmaschig

überwacht werden, da eine Nekrose auch nach mehreren Wochen auftreten kann. Wenn

eine Extravasation auftritt, sollte im Hinblick auf eine mögliche Exzision ein plastischer

Chirurg hinzugezogen werden.

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Sonstiges – Wie bei anderen zytotoxischen Wirkstoffen wurde gleichzeitig mit der

Anwendung von Epirubicin über Thrombophlebitis und thromboembolische Phänomene,

einschließlich Lungenembolie (in einigen Fällen mit tödlichem Verlauf) berichtet.

Tumorlyse-Syndrom - Epirubicin kann infolge des extensiven Purinkatabolismus, der mit

der raschen, arzneimittelinduzierten Lyse neoplastischer Zellen einhergeht (Tumor-Lyse-

Syndrom), eine Hyperurikämie verursachen. Nach der ersten Behandlung sollten die

Harnsäurespiegel, Kalium-, Calciumphosphat und Kreatinin im Blut beurteilt werden.

Hydratation, Alkalisierung des Urins und eine Prophylaxe mit Allopurinol, um eine

Hyperurikämie zu vermeiden, können mögliche Komplikationen eines Tumor-Lyse-

Syndroms minimieren.

Immunsupprimierende Wirkungen /Erhöhte Infektionsanfälligkeit - Auf die

Verabreichung von Lebendimpfstoffen sollte bei Patienten, die bereits durch

chemotherapeutische Wirkstoffe, einschließlich Epirubicin immungeschwächt sind,

verzichtet werden, da dies zu schweren oder tödlich verlaufenden Infektionen führen kann

(siehe Abschnitt 4.5). Totimpfstoffe bzw. inaktivierte Impfstoffe können verabreicht werden,

jedoch kann die Immunantwort auf solche Impfstoffe vermindert sein.

Geschlechtsorgane - Epirubicin kann genotoxisch sein. Männer und Frauen, die mit

Epirubicin behandelt werden, sollten eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.

Patienten, die nach Abschluss der Behandlung einen Kinderwunsch haben, sollte geraten

werden, genetische Beratung in Anspruch zu nehmen, falls erforderlich und möglich.

Zusätzliche Warnungen und Vorsichtsmaßnahmen für andere Arten der Anwendung

Intravesikale Anwendung – Die Verabreichung von Epirubicin kann zu Symptomen einer

chemischen Zystitis (wie Dysurie, Polyurie, Nykturie, Strangurie, Hämaturie,

Blasenbeschwerden, Nekrose der Blasenwand) und Blasenverengung führen. Besondere

Aufmerksamkeit ist auf Probleme bei der Katheterisierung (z. B. urethrale Obstruktion

aufgrund massiver Blasentumore) zu richten.

Ein Milliliter Epirubicin Medicopharm Injektionslösung enthält 0,154 mmol (3,54 mg)

Natrium. Dies ist zu berücksichtigen bei Personen unter natriumkontrollierter

(natriumarmer/kochsalzarmer) Diät.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Epirubicin wird hauptsächlich in Kombination mit anderen zytotoxischen Arzneimitteln

angewendet. Additive Toxizität kann auftreten, insbesondere hinsichtlich Wirkungen auf das

Knochenmark sowie hämatologischer und gastrointestinaler Wirkungen (siehe Abschnitt

4.4).

Bei Patienten, die gleichzeitig andere kardiotoxische Arzneimittel (z. B. 5-Fluorouracil,

Cyclophosphamid, Cisplatin, Taxane) oder die gleichzeitig (oder zuvor) eine

Strahlentherapie des mediastinalen Bereichs erhalten haben, kann sich das potentielle

Kardiotoxizitätsrisiko erhöhen. Sowohl die Anwendung von Epirubicin als

Kombinationschemotherapie mit anderen potentiell kardiotoxischen Arzneimitteln als auch

die gleichzeitige Anwendung anderer kardioaktiver Substanzen (z. B. Calcium-Kanal-

Blocker) erfordert eine Überwachung der Herzfunktion während der gesamten Behandlung.

Epirubicin wird extensiv über die Leber metabolisiert. Durch gleichzeitige Behandlungen

verursachte Veränderungen der Leberfunktion können den Metabolismus, die

Pharmakokinetik, die therapeutische Wirksamkeit und/oder Toxizität von Epirubicin

beeinflussen (siehe Abschnitt 4.4).

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Anthrazykline, einschließlich Epirubicin, sollten nicht in Kombination mit anderen

kardiotoxischen Wirkstoffen verabreicht werden, es sei denn, die Herzfunktion des

Patienten wird engmaschig überwacht. Patienten, die Anthrazykline erhalten, nachdem eine

Behandlung mit anderen kardiotoxischen Wirkstoffen, insbesondere solche mit langen

Halbwertszeiten wie Trastuzumab, beendet wurde, können ebenfalls ein erhöhtes Risiko

haben, eine Kardiotoxizität zu entwickeln. Die Halbwertszeit von Trastuzumab beträgt etwa

28 bis 38 Tage und es kann bis zu 27 Wochen im Blutkreislauf verbleiben. Daher sollten

Ärzte möglichst bis zu 27 Wochen nach Beendigung einer Behandlung mit Trastuzumab

eine anthrazyklinbasierte Behandlung vermeiden. Werden Anthrazykline vor Ablauf dieser

Frist angewendet, wird eine sorgfältige Überwachung der Herzfunktion empfohlen.

Eine Impfung mit Lebendimpfstoff ist bei Patienten, die Epirubicin erhalten, zu vermeiden.

Totimpfstoffe oder inaktivierte Impfstoffe können verabreicht werden, jedoch kann die

Immunantwort auf solche Impfstoffe vermindert sein.

Cimetidin erhöhte die AUC von Epirubicin um 50 % und sollte während der Behandlung mit

Epirubicin abgesetzt werden.

Paclitaxel kann, wenn es vor Epirubicin gegeben wird, zu erhöhten Plasmakonzentrationen

von unverändertem Epirubicin und seinen Metaboliten führen, wobei letztere jedoch weder

toxisch noch aktiv sind. Die gleichzeitige Verabreichung von Paclitaxel oder Docetaxel

beeinflusst die Pharmakokinetik von Epirubicin nicht, wenn Epirubicin vor dem Taxan

verabreicht wurde. Diese Kombination kann angewendet werden, wenn eine zeitlich

versetzte Verabreichung der beiden Wirkstoffe erfolgt. Die Infusion von Epirubicin und

Paclitaxel sollte mit einem Intervall von mindestens 24 Stunden zwischen den 2 Wirkstoffen

durchgeführt werden.

Eine Studie zeigte, dass Docetaxel die Plasmakonzentrationen von Epirubicin-Metaboliten

erhöhen kann, wenn es unmittelbar nach Epirubicin verabreicht wird.

Dexverapamil kann die Pharmakokinetik von Epirubicin verändern und möglicherweise

dessen knochenmarksupprimierenden Wirkungen erhöhen.

Chinin kann die initiale Verteilung von Epirubicin aus dem Blut in die Gewebe

beschleunigen und einen Einfluss auf die Aufnahme von Epirubicin in die roten

Blutkörperchen haben.

Die gleichzeitige Verabreichung von Interferon

kann eine Verminderung der terminalen

Eliminierungshalbwertzeit und der Gesamtclearance von Epirubicin verursachen.

Wenn Patienten zuvor mit Medikamenten behandelt wurden, die die Knochenmarkfunktion

beeinflussen (z. B. Zytostatika, Sulfonamide, Chloramphenicol, Diphenylhydantoin,

Amidopyrin-Derivate, antiretrovirale Arzneimittel), ist die Möglichkeit einer ausgeprägten

Störung der Hämatopoese zu beachten.

Bei Patienten, die Anthryzykline und Dexrazoxane in Kombination erhalten, kann eine

verstärkte Myelosuppression auftreten.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Siehe auch Abschnitt 5.3.

meisten

anderen

antineoplastischen

Wirkstoffe

zeigte

auch

Epirubicin

Tierversuchen

mutagene und karzinogene Eigenschaften. Männer und Frauen, die mit

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Epirubicin

behandelt

werden,

sollten

potenzielle

Risiko

nachteiligen

Wirkungen

Fortpflanzung

hingewiesen

werden

sollten

während

Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.

Schwangerschaft

Tierexperimentelle Studien deuten darauf hin, dass Epirubicin den Fötus schädigen kann,

wenn es bei Schwangeren angewendet wird. Frauen im gebärfähigen Alter sollten

angewiesen werden, während der Behandlung nicht schwanger zu werden. Weiterhin

sollten sie umfassend über die möglichen Gefahren für den Fötus informiert werden, und

die Möglichkeit einer genetischen Beratung sollte in Betracht gezogen werden, falls eine

Patientin während der Behandlung mit Epirubicin schwanger wird. Die

chemotherapeutische Behandlung von Krebs mit Epirubicin sollte nicht bei Schwangeren

oder Frauen im gebärfähigen Alter, die schwanger werden könnten, angewendet werden,

es sei denn, der potenzielle Nutzen für die Mutter ist größer als die möglichen Risiken für

den Fötus.

Es wurden keine Untersuchungen mit Schwangeren durchgeführt.

Stillzeit

Epirubicin geht in die Milch von Ratten über. Es ist nicht bekannt, ob Epirubicin in die

Muttermilch des Menschen übergeht. Da viele Arzneimittel, einschließlich anderer

Anthrazykline, in die Muttermilch ausgeschieden werden und aufgrund der möglichen

schweren Nebenwirkungen bei Säuglingen durch Epirubicin, sollte vor der Anwendung

dieses Arzneimittels abgestillt werden.

Fertilität

Epirubicin kann bei menschlichen Spermien zu chromosomalen Schäden führen.

Männlichen Patienten, die mit Epirubicin behandelt werden, wird empfohlen, während der

Behandlung kein Kind zu zeugen und sich vor einer Behandlung aufgrund der Möglichkeit

einer Infertilität durch die Behandlung mit Epirubicin hinsichtlich einer Spermakonservierung

beraten zu lassen.

Epirubicin kann bei prämenopausalen Frauen eine Amenorrhö oder vorzeitige Menopause

verursachen.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Die Auswirkungen von Epirubicin auf die Verkehrstüchtigkeit wurden nicht systematisch

ausgewertet.

Epirubicin kann Episoden von Übelkeit und Erbrechen hervorrufen, die zeitweise zu einer

Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit oder der Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

führen können.

4.8 Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen wurden während der Behandlung mit Epirubicin mit den

folgenden Häufigkeiten des Auftretens beobachtet und berichtet:

Sehr häufig

(≥1/10)

Häufig

(≥1/100 bis <1/10)

Gelegentlich

(≥1/1.000 bis <1/100)

Selten

(≥1/10.000 bis <1/1.000)

Sehr selten

(<1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

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Mehr als 10 % der behandelten Patienten können erwarten, dass Nebenwirkungen

auftreten. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Myelosuppression, gastrointestinale

Nebenwirkungen, Appetitlosigkeit, Alopezie und Infektionen.

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkungen

Infektionen und parasitäre

Erkrankungen

Sehr häufig

(≥1/10)

Infektionen

Nicht bekannt (Häufigkeit

auf Grundlage der

verfügbaren Daten nicht

abschätzbar)

septischer Schock, Sepsis,

Pneumonie

Gutartige, bösartige und

unspezifische

Neubildungen (einschl.

Zysten und Polypen)

Gelegentlich

(≥1/1.000 bis <1/100)

akute lymphatische Leukämie,

akute myeloische Leukämie

(siehe Abschnitt 4.4)

Erkrankungen des Blutes

und des Lymphsystems

Sehr häufig

(≥1/10)

Myelosuppression (Leukopenie,

Granulozytopenie und

Neutropenie, Anämie und febrile

Neutropenie,

Thrombozytopenie)

Nicht bekannt (Häufigkeit

auf Grundlage der

verfügbaren Daten nicht

abschätzbar)

Blutungen und Gewebshypoxie

als Folge einer

Myelosuppression

Erkrankungen des

Immunsystems

Selten

(≥1/10.000 bis <1/1.000)

Anaphylaxie

(anaphylaktische/anaphylaktoide

Reaktionen mit oder ohne

Schock, einschließlich

Hautausschlag, Pruritus, Fieber

und Schüttelfrost), allergische

Reaktionenen nach

intravesikaler Anwendung

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Sehr häufig

(≥1/10)

Appetitverlust

Häufig

(≥1/100 bis <1/10)

Dehydratation

Selten

(≥1/10.000 bis <1/1.000)

Hyperurikämie (siehe Abschnitt

4.4)

Erkrankungen des

Nervensystems

Selten

(≥1/10.000 bis <1/1.000)

Schwindel

Augenerkrankungen

Gelegentlich

(≥1/1.000 bis <1/100)

Konjunktivitis, Keratitis

Herzerkrankungen

Häufig

(≥1/100 bis <1/10)

Kongestive Herzinsuffizienz

(KHI) (Dyspnoe, Ödeme,

Hepatomegalie, Aszites,

Lungenödeme, Pleuraergüsse,

Extrasystolen)

Selten

(≥1/10.000 bis <1/1.000)

Kardiotoxizität (z. B.

Veränderungen im EKG,

Arrhythmien, Kardiomyopathie),

ventrikuläre Tachykardie,

Bradykardie, AV-Block,

Schenkelblock (siehe Abschnitt

4.4)

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Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkungen

Gefäßerkrankungen

Häufig

(≥1/100 bis <1/10)

Hitzewallungen

Gelegentlich

(≥1/1.000 bis <1/100)

Phlebitis, Thrombophlebitis

Selten

(≥1/10.000 bis <1/1.000)

Schock

Nicht bekannt (Häufigkeit

auf Grundlage der

verfügbaren Daten nicht

abschätzbar)

Thromboembolie (einschließlich

Lungenembolie)

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig

(≥1/10)

Mukositis, Stomatitis,

Erbrechen, Diarrhö, Übelkeit,

was zu Appetitverlust und

Bauchschmerzen führen kann

Häufig

(≥1/100 bis <1/10)

Schmerzen im Mund, Brennen

der Mundschleimhaut,

Ösophagitis

Gelegentlich

(≥1/1.000 bis <1/100)

Gastrische Erosionen und

Ulzerationen, gastrointestinale

Blutungen, Hyperpigmentation

der Mundschleimhaut

Erkrankungen der Haut

und des

Unterhautzellgewebes

Sehr häufig

(≥1/10)

Alopezie

Häufig

(≥1/100 bis <1/10)

lokale Haut- und

Gewebetoxizität, Ausschlag,

Juckreiz

Gelegentlich

(≥1/1.000 bis <1/100)

Hautveränderungen, Erytheme,

Flush, Hyperpigmentierung der

Haut und Nägel,

Lichtempfindlichkeit,

Überempfindlichkeit bestrahlter

Hautpartien („Recall-

Phänomen“)

Selten

(≥1/10.000 bis <1/1.000)

Urticaria

Erkrankungen der Nieren

und Harnwege

Sehr häufig

(≥1/10)

Rotfärbung des Urins für 1 bis 2

Tage nach der Verabreichung

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane und

der Brustdrüse

Häufig

(≥1/100 bis <1/10)

Amenorrhö

Selten

(≥1/10.000 bis <1/1.000)

Azoospermie

Allgemeine Erkrankungen

und Beschwerden am

Verabreichungsort

Häufig

(≥1/100 bis <1/10)

Rötungen an der Infusionsstelle,

paravenöse Injektion, die zu

Gewebsnekrose führen kann.

Unwohlsein, Asthenie, Fieber

Selten

(≥1/10.000 bis <1/1.000)

Schüttelfrost

Nicht bekannt (Häufigkeit

auf Grundlage der

verfügbaren Daten nicht

abschätzbar)

Phlebosklerose, lokale

Schmerzen, schwere Cellulitis

Untersuchungen

Häufig

(≥1/100 bis <1/10)

Veränderungen in den

Transaminasenspiegeln,

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13/17

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkungen

asymptomatische Abfälle der

linksventrikulären

Auswurffraktion (LVEF)

Verletzung, Vergiftung und

durch Eingriffe bedingte

Komplikationen

Häufig

(≥1/100 bis <1/10)

chemische Zystitis, manchmal

hämorrhagisch, wurde nach

intravesikaler Verabreichung

beobachtet (siehe Abschnitt 4.4)

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschließlich Zysten und Polypen):

Sekundäre akute myeloische Leukämie mit oder ohne präleukämische Phase bei

Patienten, die mit Epirubicin in Kombination mit die DNA schädigenden antineoplastischen

Wirkstoffen behandelt wurden.

Diese Leukämien haben eine kurze Latenzzeit (1 – 3 Jahre).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:

Hohe Dosierungen von Epirubicin wurden bei einer großen Anzahl nicht vorbehandelter

Patienten mit verschiedenen soliden Tumoren sicher verabreicht. Die auftretenden

Nebenwirkungen unterschieden sich nicht von denen bei Standarddosierungen, mit

Ausnahme von reversibler schwerer Neutropenie (< 500 Neutrophile/mm³ über < 7 Tage),

die bei der Mehrzahl der Patienten auftrat. Nur wenige Patienten mussten hospitalisiert

werden und benötigten eine supportive Therapie aufgrund schwerer infektiöser

Komplikationen bei Hochdosis-Behandlung.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Alopezie, die für gewöhnlich reversibel ist, tritt bei 60 – 90 % der Patienten auf; bei

Männern wird sie von vermindertem Bartwuchs begleitet.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Mukositis – kann 5 – 10 Tage nach Beginn der Behandlung auftreten und umfasst für

gewöhnlich Stomatitis mit Bereichen schmerzhafter Erosionen, Ulzeration und Blutungen,

vor allem entlang der Zungenseite und der Schleimhaut unterhalb der Zunge.

Lokale Schmerzen und Gewebsnekrose (infolge einer versehentlichen paravenösen

Injektion) können auftreten.

Intravesikale Verabreichung:

Da nach intravesikaler Instillation nur eine geringe Menge des Wirkstoffs resorbiert wird,

sind schwerwiegende systemische Nebenwirkungen sowie allergische Reaktionen selten.

Häufig wird über lokale Reaktionen wie Brennen oder häufiges Wasserlassen (Pollakisurie)

berichtet. Gelegentlich wurde über bakterielle oder chemische Zystitis berichtet (siehe

Abschnitt 4.4). Diese Nebenwirkungen sind meist umkehrbar.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert,

jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Akute Überdosierung mit Epirubicin führt zu schwerer Myelosuppression (innerhalb von 10-

14 Tagen, vorwiegend als Leukopenie und Thrombozytopenie), toxischen Wirkungen auf

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den Gastrointestinaltrakt (vorwiegend Mukositis) und akuten kardialen Komplikationen

(innerhalb von 24 Stunden). Latente Herzinsuffizienz im Zusammenhang mit der

Anwendung von Anthrazyklinen wurde einige Monate bis Jahre nach Abschluss der

Behandlung beobachtet (siehe Abschnitt 4.4). Die Patienten müssen sorgfältig überwacht

werden. Treten Anzeichen einer Herzinsuffizienz auf, sollten die Patienten nach

konventionellen Behandlungsleitlinien behandelt werden.

Behandlung:

Symptomatisch.

Epirubicin ist nicht dialysierbar.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: antineoplastischer Wirkstoff. ATC-Code: L01D B03

Epirubicin ist ein zytotoxisch wirksames Antibiotikum aus der Gruppe der Anthrazykline.

Der Wirkmechanismus von Epirubicin hängt mit dessen Fähigkeit zusammen, sich an DNA

zu binden. Studien mit Zellkulturen zeigten ein rasches Eindringen in die Zellen,

Lokalisierung im Zellkern sowie Hemmung der Nukleinsäuresynthese und der Mitose.

Epirubicin erwies sich bei einem weiten Spektrum experimenteller Tumoren als wirksam,

darunter die L1210- und P388-Leukämien, Sarkom SA180 (solide und aszitische Formen),

Melanom B16, Mammakarzinom, Lewis-Lungenkarzinom und Kolonkarzinom 38. Die

Wirksamkeit gegen humane Tumoren, die in athymische Nacktmäuse implantiert wurden

(Melanom, Mamma-, Lungen-, Prostata- und Ovarialkarzinom), konnte ebenfalls

nachgewiesen werden.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Bei Patienten mit normaler Leber- und Nierenfunktion nehmen die Plasmaspiegel nach der

intravenösen Injektion von 60-150 mg/m² des Arzneimittels triexponentiell ab, mit einer sehr

schnellen initialen Phase und einer langsamen terminalen Phase mit einer mittleren

Halbwertszeit von etwa 40 Stunden. In diesem Dosisspektrum liegt sowohl im Hinblick auf

die Plasmaclearance als auch auf den Abbauweg eine lineare Pharmakokinetik vor.

Zwischen 60 und 120 mg/m

besteht eine weitgehend lineare Pharmakokinetik, 150 mg/m²

liegen an der Grenze der Dosislinearität. Als Hauptmetaboliten wurden Epirubicinol (13-OH-

Epirubicin) und Glucuronide von Epirubicin und Epirubicinol identifiziert.

In pharmakokinetischen Untersuchungen an Patienten mit Carcinoma in situ der Blase

waren die Plasmaspiegel von Epirubicin nach intravesikaler Instillation typischerweise

niedrig (< 10 ng/ml). Eine signifikante systemische Resorption ist deshalb nicht

anzunehmen. Bei Patienten mit Läsionen der Blasenschleimhaut (z. B. Tumor, Zystitis,

Operationen) ist eine höhere Resorptionsrate zu erwarten.

Die 4’-O-Glukuronidierung unterscheidet Epirubicin von Doxorubicin und mag die

schnellere Elimination von Epirubicin und seine geringere Toxizität erklären. Die

Plasmaspiegel des Hauptmetaboliten, des 13-OH-Derivats (Epirubicinol), sind durchweg

niedriger und verlaufen nahezu parallel zu denen des unveränderten Wirkstoffs.

Epirubicin wird hauptsächlich über die Leber eliminiert. Hohe Plasmaclearancewerte

(0,9 l/min) deuten darauf hin, dass die langsame Ausscheidung auf eine ausgeprägte

Umverteilung ins Gewebe zurückzuführen ist. Etwa 9-10% der verabreichten Dosis werden

im Verlauf von 48 Stunden über die Harnwege ausgeschieden.

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Epirubicin wird hauptsächlich über die Gallenblase eliminiert. Ca. 40 % der verabreichten

Dosis werden in der 72-h-Galle nachgewiesen. Der Wirkstoff passiert nicht die Blut-Hirn-

Schranke.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Nach wiederholter Gabe von Epirubicin waren die Zielorgane bei Ratten, Kaninchen und

Hunden das blutbildende System, der Gastrointestinaltrakt, die Nieren, die Leber und die

Reproduktionsorgane. Bei Ratten, Kaninchen und Hunden erwies sich Epirubicin auch als

kardiotoxisch.

Wie andere Anthrazykline zeigte sich Epirubicin bei Ratten als mutagen, genotoxisch und

karzinogen. Embryotoxizität wurde bei Ratten in klinisch relevanten Dosierungen

beobachtet.

Bei Ratten und Kaninchen wurden keine Missbildungen beobachtet. Epirubicin muss jedoch

wie andere Anthrazykline und zytotoxische Wirkstoffe als potenziell teratogen angesehen

werden.

Eine lokale Toleranzstudie mit Ratten und Mäusen zeigte, dass Extravasate von Epirubicin

Gewebenekrosen verursachen.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumchlorid

Salzsäure (zur Einstellung des pH-Werts)

Wasser für Injektionszwecke

6.2 Inkompatibilitäten

Längerer Kontakt des Arzneimittels mit Lösungen mit einem alkalischen pH-Wert

(einschließlich Natriumbicarbonat-Lösungen) muss vermieden werden. Dies würde zur

Hydrolyse (Abbau) des Wirkstoffs führen. Nur die in Abschnitt 6.3 aufgeführten

Lösungsmittel dürfen verwendet werden.

Über eine physikalische Inkompatibilität des Arzneimittels mit Heparin wurde berichtet.

Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

36 Monate

Gebrauchsfertige Lösung:

Epirubicin Medicopharm 2 mg/ml Injektionslösung kann unter aseptischen Bedingungen mit

5%iger Glukoselösung oder 0,9%iger Natriumchloridlösung weiterverdünnt und als

intravenöse Infusion verabreicht werden. Die chemische und physikalische Stabilität der

gebrauchsfertigen Lösung wurde für 48 Stunden nachgewiesen, sofern die Lösung bei

25°C und vor Licht geschützt aufbewahrt wird.

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Aus mikrobiologischer Sicht sollte die Lösung jedoch sofort verwendet werden. Wird die

Lösung nicht sofort verwendet, liegt die Verantwortlichkeit für die Aufbewahrung beim

Anwender. Die Aufbewahrungsdauer sollte normalerweise nicht mehr als 24 Stunden bei

2°C-8°C betragen, es sei denn, die Lösung wurde unter kontrollierten und validierten

aseptischen Bedingungen hergestellt.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2°C - 8°C).

Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Lagerungsbedingungen des verdünnten Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Klare Durchstechflaschen aus Glas Typ I mit flourpolymerbeschichtetem Chlorobutyl-

Gummistopfen, die 5 ml, 10 ml, 25 ml, 50 ml oder 100 ml Epirubicinhydrochlorid-Lösung in

einer Konzentration von 2 mg/ml enthalten.

Packungsgröße: 1 Durchstechflasche.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Epirubicin Medicopharm 2 mg/ml Injektionslösung kann mit 5%iger Glukoselösung oder

0,9%iger Natriumchloridlösung weiterverdünnt und als intravenöse Infusion verabreicht

werden. Zu Angaben zur Stabilität der Infusionslösungen siehe Abschnitt 6.3.

Die Injektionslösung enthält keine Konservierungsstoffe. Nicht verbrauchte Mengen sind

sofort und entsprechend den lokalen Anforderungen zu entsorgen.

Richtlinien für die sichere Handhabung und Entsorgung antineoplastischer

Wirkstoffe:

1. Muss eine Infusionslösung zubereitet werden, so muss dies durch speziell ausgebildetes

Personal unter aseptischen Bedingungen erfolgen.

2. Die Zubereitung von Infusionslösungen muss in einem dafür vorgesehenen aseptischen

Bereich erfolgen.

3. Angemessene Schutzkleidung (Einmalhandschuhe, Schutzbrille, Kittel und

Schutzmaske) muss getragen werden.

4. Besondere Vorsichtsmaßnahmen sollten getroffen werden, damit das Arzneimittel nicht

versehentlich mit den Augen in Kontakt kommt. Sollte dies dennoch geschehen, so ist

mit viel Wasser und/oder 0,9%iger Natriumchloridlösung zu spülen, und ein Arzt sollte

aufgesucht werden.

5. Sollte das Arzneimittel mit der Haut in Kontakt kommen, so ist der betroffene Bereich

sorgfältig mit Wasser und Seife oder mit Natriumbikarbonat-Lösung zu waschen. Jedoch

sollte die Haut nicht durch die Verwendung einer Scheuerbürste verletzt werden. Nach

dem Ausziehen der Handschuhe immer die Hände waschen.

6. Verschüttetes oder ausgelaufenes Arzneimittel sollte mit verdünnter Natriumhypochlorit-

Lösung (1% verfügbares Chlor), vorzugsweise durch Einweichen, und anschließend mit

Wasser behandelt werden. Alle Reinigungsmaterialien müssen wie unten beschrieben

entsorgt werden.

7. Schwangere Mitarbeiterinnen dürfen nicht mit der zytotoxischen Zubereitung arbeiten.

8. Bei der Entsorgung von Materialien (Spritzen, Nadeln usw.), die zur Rekonstitution

und/oder Verdünnung von zytotoxischen Arzneimitteln verwendet wurden, ist Vorsicht

geboten, und angemessene Vorsichtsmaßnahmen müssen getroffen werden. Nicht

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verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen

Anforderungen zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Medicopharm AG

Stangenreiterstraße 4

D-83131 Nußdorf am Inn

8.

ZULASSUNGSNUMMER

68401.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

22.10.2008 / 25.11.2013

10.

STAND DER INFORMATION

August 2019

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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