Enalapril Sandoz 30 mg Tabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Enalaprilmaleat
Verfügbar ab:
Hexal Aktiengesellschaft
ATC-Code:
C09AA02
INN (Internationale Bezeichnung):
Enalaprilmaleat
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Enalaprilmaleat 30.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
67838.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Enalapril Sandoz

®

30 mg Tabletten

Enalaprilmaleat

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Enalapril Sandoz und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Enalapril Sandoz beachten?

Wie ist Enalapril Sandoz einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Enalapril Sandoz aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Enalapril Sandoz und wofür wird es angewendet?

Enalapril Sandoz wird angewendet

zur Blutdrucksenkung bei erhöhtem Blutdruck (Hypertonie)

bei ungenügender Pumpleistung des Herzens mit Beschwerden (symptomatische

Herzinsuffizienz)

bei ungenügender Pumpleistung des Herzens (Herzleistungsschwäche) ohne

Beschwerden, um das Auftreten von Symptomen zu verhindern (z.B. Atemnot,

geschwollene Knöchel und Füße sowie Müdigkeit nach leichten Anstrengungen wie z.B.

Gehen).

Enalaprilmaleat gehört zu der Arzneimittelgruppe der so genannten ACE-Hemmer

(Angiotensin-Conversions-Enzym-Hemmer). Enalapril verhindert, dass der Körper eine

bestimmte blutdrucksteigernde Substanz bildet. Dadurch kommt es zu einem Absinken des

Blutdrucks und/oder zu einer Verbesserung der Herztätigkeit.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Enalapril Sandoz 30 mg beachten?

Enalapril Sandoz darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch sind gegen

Enalapril oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses

Arzneimittels

andere ACE-Hemmer

wenn bei Ihnen nach einer früheren Einnahme eines ACE-Hemmers plötzliche

Flüssigkeitsansammlungen in Haut und Schleimhaut (z.B. Rachen oder Zunge),

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige

Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später

nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Atemprobleme und/oder Juckreiz und Hautausschlag aufgetreten sind, Beschwerden

also, die häufig Ausdruck einer allergischen Reaktion (Angioödem) sind. Auch wenn

derartige Reaktionen bei Ihnen ohne erkennbare Ursache aufgetreten sind oder wenn

nachgewiesen ist, dass Sie an einer erblichen oder einer sonstigen Form von

Angioödem (Flüssigkeitsansammlung) leiden, dürfen Sie Enalapril Sandoz nicht

einnehmen.

wenn Sie mehr als drei Monate schwanger sind. (Es wird empfohlen, Enalapril Sandoz

auch in der frühen Phase der Schwangerschaft nicht anzuwenden, siehe Abschnitt

„Schwangerschaft und Stillzeit“).

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit

einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Enalapril Sandoz

einnehmen,

Wenn Sie eine salzarme Diät halten, Dialyse-Patient sind, an Durchfall oder Erbrechen

leiden oder mit Wassertabletten behandelt werden, kann Ihr Blutdruck zu stark abfallen.

Wenn Sie Probleme mit Ihrem Herzen haben:

Wenn die Pumpleistung Ihres Herzens vermindert ist (Herzinsuffizienz), kann Ihr

Blutdruck zu stark absinken. Das Risiko hierfür ist größer, wenn die Herzinsuffizienz

schwer ist (und Sie deswegen Wassertabletten aus der Gruppe der so genannten

Schleifendiuretika in hoher Dosierung einnehmen), wenn Sie einen zu niedrigen

Natriumspiegel im Blut haben (Hyponatriämie) oder wenn Ihre Nierenfunktion

eingeschränkt ist. Ihr Arzt wird nötigenfalls bei Ihnen häufigere

Kontrolluntersuchungen durchführen.

Wenn Sie an einer Herzkrankheit infolge schlechter Durchblutung des Herzens oder

an einer Erkrankung der Blutgefäße im Gehirn leiden, wird Ihr Arzt die Dosis

besonders sorgfältig festlegen und nötigenfalls häufiger Kontrolluntersuchungen

durchführen. Bei der Behandlung ist besondere Vorsicht geboten, weil ein starker

Blutdruckabfall einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall auslösen könnte.

Wenn die Herzklappen in Ihrer linken Herzkammer verengt sind oder eine sonstige

Ausflussbehinderung aus der linken Herzkammer vorliegt. Bei herzbedingtem Schock

oder Blockade des Blutflusses darf Enalapril - Sandoz 30 mg nicht verabreicht

werden.

Wenn Ihr Blutdruck zu stark abfällt, müssen Sie sich flach hinlegen, und nötigenfalls

muss ein Arzt benachrichtigt werden. Das bedeutet nicht, dass die Behandlung

abgebrochen werden muss. Nach Ergänzung des Blutvolumens und Normalisierung

des Blutdrucks kann die Therapie möglicherweise wieder aufgenommen werden.

Wenn Sie Probleme mit Ihren Nieren haben:

Wenn Sie an einer Störung der Nierenfunktion leiden, muss die Dosierung

entsprechend angepasst werden und Ihr Arzt wird in regelmäßigen Abständen

Kontrolluntersuchungen durchführen.

Wenn Sie an einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion oder an Herzinsuffizienz

leiden, kann Enalapril die Nierenfunktion vorübergehend weiter verschlechtern und es

kann zum Nierenversagen kommen. Ihr Arzt wird Ihre Dosis verringern und bei

Bedarf häufiger Kontrolluntersuchungen durchführen.

Wenn bei Ihnen eine Nierentransplantation durchgeführt wurde, wird die Behandlung

mit Enalapril Sandoz nicht empfohlen.

Wenn Sie Dialyse-Patient sind und mithilfe einer sogenannten “High-flux”-Membran

dialysiert werden, wird Ihr Arzt entweder eine andere Membran wählen oder Ihnen ein

anderes Arzneimittel zur Blutdrucksenkung verschreiben.

Wenn Sie mit Wassertabletten (Diuretika) behandelt werden, hebt Enalapril Sandoz

bei manchen Patienten den Spiegel bestimmter Substanzen im Blut an (so genannte

Harnstoff- und Kreatininspiegel); dies kann ein Hinweis darauf sein, dass bei Ihnen

eine oder beide Nierenarterien verengt sind (Nierenarterienstenose). Ihr Arzt wird die

Dosierung verringern oder die Behandlung mit den Wassertabletten beenden.

Wenn Ihr Blutdruck erhöht ist, weil Ihre Nierenarterie verengt ist (renovaskuläre

Hypertonie), ist das Risiko eines starken Blutdruckabfalls und einer Verschlechterung

der Nierenfunktion besonders groß. Die Behandlung muss daher unter strikter

ärztlicher Aufsicht mit niedriger Dosierung und vorsichtigen Dosissteigerungen

erfolgen.

Wenn Sie Probleme mit Ihrer Leber haben:

Wenn sich z.B. bei Ihnen während der Behandlung mit Enalapril Sandoz eine

Gelbsucht entwickelt oder die Leberenzyme ansteigen, nehmen Sie diese Tabletten

nicht mehr ein und konsultieren Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie an einer bestimmten Gefäßkrankheit leiden oder mit bestimmten

Arzneimitteln, die das Immunsystem beeinflussen, Arzneimitteln gegen Gicht (z.B.

Allopurinol) oder Arzneimitteln gegen Herzrhythmusstörungen (z.B. Procainamid)

behandelt werden, können Blutbildveränderungen auftreten, die mit schweren

Infektionen einhergehen. Dies gilt besonders bei gleichzeitiger Beeinträchtigung der

Nierenfunktion. Ihr Arzt wird in diesem Fall Ihr Blutbild häufiger kontrollieren.

Wenn das Risiko für Angioödeme bei Ihnen erhöht ist:

- Wenn bei Ihnen während der Behandlung Überempfindlichkeitsreaktionen oder

plötzliche Flüssigkeitsansammlungen in Haut und Schleimhäuten (z.B. Rachen oder

Zunge), Atemprobleme und/oder Juckreiz und Hautausschlag auftreten –

Beschwerden, die häufig Ausdruck einer allergischen Reaktion (Angioödem) sind –

konsultieren Sie Ihren Arzt. Bei Schwellungen von Zunge, Rachen oder Kehlkopf

können die Atemwege blockiert sein, insbesondere wenn bei Ihnen eine Operation an

den Atemwegen durchgeführt wurde. In diesen Fällen ist eine sofortige Behandlung

erforderlich.

- Wenn Sie eine dunklere Hautfarbe haben, ist das Risiko für plötzliche

Flüssigkeitsansammlungen in Haut und Schleimhäuten (z.B. Rachen oder Zunge),

Atemprobleme und/oder Juckreiz und Hautausschlag – Beschwerden, die häufig

Ausdruck einer allergischen Reaktion sind – bei Ihnen erhöht. Darüber hinaus kann

die Wirkung von Enalapril Sandoz bei Ihnen schwächer sein.

- Wenn bei Ihnen in der Vergangenheit plötzliche Flüssigkeitsansammlungen in Haut

und Schleimhäuten (z.B. Rachen oder Zunge), Atemprobleme und/oder Juckreiz und

Hautausschlag – Beschwerden, die häufig Ausdruck einer allergischen Reaktion sind

– aufgetreten sind, ist das Risiko eines erneuten Auftretens derartiger Reaktionen

erhöht.

- wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden, erhöht sich das Risiko eines

Angioödems (rasche Schwellung unter der Haut in Bereichen wie dem Rachen):

Sirolimus, Everolimus und andere Arzneimittel, die zur Klasse der mTOR-Inhibitoren

gehören (werden zur Verhinderung einer Abstoßung des Organtransplantats

verwendet)

Wenn bei Ihnen eine Behandlung durchgeführt wird, die Sie unempfindlich gegen

Insektengifte (z.B. Bienen- oder Wespenstiche) machen soll, kann in seltenen Fällen

eine Überempfindlichkeitsreaktion auftreten. Durch rechtzeitige Unterbrechung der

Behandlung mit Enalapril Sandoz kann dies verhindert werden.

Wenn bei Ihnen eine Behandlung durchgeführt wird, um Cholesterin aus Ihrem Blut zu

entfernen (LDL-Apherese), können gefährliche Überempfindlichkeitsreaktionen

auftreten.

Wenn Sie Diabetiker sind, sollten Sie sorgfältig auf Anzeichen eines Blutzuckerabfalls

(Hypoglykämie) wie Schwäche, Schwitzen oder Durst achten, insbesondere im ersten

Monat der Einnahme von Enalapril Sandoz, da die blutzuckersenkende Wirkung

verstärkt werden kann.

Wenn Sie zu viel Kalium im Blut haben, sollten Ihre Kaliumwerte während der

Behandlung überwacht werden. Risikofaktoren für erhöhte Kaliumwerte schließen eine

Einschränkung der Nierenfunktion, Alter (> 70 Jahre), Zuckerkrankheit (Diabetes

mellitus), zusätzliche Ereignisse - insbesondere Flüssigkeitsmangel, akute

Herzdekompensation (Herzversagen, bei dem das Herz außer Stande ist, das Blut

richtig in Umlauf zu setzen, gekennzeichnet durch erschwertes Atmen und Ödeme),

metabolische Azidose (Störung im Säure-Base-Gleichgewicht des Körpers mit

Beschwerden wie schnelles Atmen, Verwirrtheit und Müdigkeit) und

die gleichzeitige

Einnahme von kaliumsparenden Wassertabletten (Diuretika), kaliumhaltigen

Nahrungsergänzungsmitteln oder kaliumhaltigen Salzersatzstoffen sowie von anderen

Arzneimitteln, die die Kaliumkonzentration im Blut erhöhen, ein.

Wenn Sie mit Lithium behandelt werden: Die gleichzeitige Anwendung von Lithium und

Enalapril Sandoz wird nicht empfohlen. Wenn die Kombination jedoch unbedingt

erforderlich ist, muss der Lithium-Spiegel im Blut engmaschig kontrolliert werden (siehe

auch Abschnitt „Einnahme von Enalapril Sandoz zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck

einnehmen:

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane

bezeichnet - z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie

Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte

(z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen. Siehe auch

Abschnitt „Enalapril Sandoz darf nicht eingenommen werden“.

Wenn Sie stillen, wird die Einnahme von Enalapril Sandoz nicht empfohlen.

Wenn Sie während der Behandlung mit Enalapril Sandoz einen trockenen andauernden

Husten bekommen, konsultieren Sie Ihren Arzt. Der Husten verschwindet häufig nach

dem Absetzen der Behandlung.

Wenn bei Ihnen eine größere Operation oder eine Narkose mit Substanzen durchgeführt

wird, die zu einem sehr niedrigen Blutdruck führen, kann Ihr Blutdruck zu stark abfallen.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden

könnten). Die Einnahme von Enalapril Sandoz in der frühen Phase der Schwangerschaft

wird nicht empfohlen, und Enalapril Sandoz 30 mg darf nicht mehr nach dem dritten

Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Enalapril Sandoz in

diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe

Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

Kinder und Jugendliche

Erfahrungen mit Enalaprilmaleat bei Kindern und Jugendlichen liegen nur für die

Anwendung bei erhöhtem Blutdruck vor. Außer zur Senkung eines erhöhten Blutdrucks

wird daher die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen.

Einnahme von Enalapril Sandoz zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Enalapril Sandoz und andere Arzneimittel können sich gegenseitig in ihren Wirkungen und

Nebenwirkungen beeinflussen.

Folgende Arzneimittel verstärken die blutdrucksenkende Wirkung:

Harntreibende Arzneimittel (Diuretika), andere blutdrucksenkende und

gefäßerweiternde Arzneimittel;

Anästhetika/Narkosemittel, bestimmte Arzneimittel gegen Depression sowie

Arzneimittel zur Behandlung schwerer psychiatrischer Erkrankungen.

Arzneimittel mit stimulierender Wirkung auf einen bestimmten Teil des Nervensystems

reduzieren die blutdrucksenkende und/oder harntreibende Wirkung.

Es kann erforderlich sein, die Dosierung von blutzuckersenkenden Arzneimitteln zu

kontrollieren bzw. zu verändern. Die gleichzeitige Anwendung mit Enalapril Sandoz

kann die Wirkung dieser Arzneimittel verstärken.

Kaliumsparende Diuretika wie z.B. Spironolacton, Eplerenon, Triamteren oder Amilorid,

kaliumhaltige Nahrungsergänzungsmittel, kaliumhaltige Salzersatzstoffe, andere

Arzneimittel, die den Kaliumspiegel in Ihrem Körper erhöhen können (wie Heparin und

Co-Trimoxazol, auch bekannt als Trimethoprim/Sulfamethoxazol). Eine leichte

Erhöhung der Kaliumwerte im Blut führt, wenn überhaupt, zu wenigen Beschwerden

und wird gewöhnlich durch eine Blutuntersuchung oder in einem Elektrokardiogramm

(EKG) festgestellt. Die Anwendung dieser Arzneimittel kann insbesondere bei

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion zu einem erheblichen Kaliumanstieg im

Blut mit ernsten Nebenwirkungen führen.

Arzneimittel, die sehr oft zur Verhinderung einer Abstoßung des Organtransplantats

verwendet werden (Sirolimus, Everolimus und andere Arzneimittel, die zur Klasse der

mTOR-Inhibitoren gehören). Siehe Abschnitt „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen”.

Nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel (NSAR), einschließlich

Acetylsalicylsäure in höheren Dosen (zur Schmerzlinderung und Fiebersenkung) und

COX-2-Hemmer (entzündungshemmende Arzneimittel, die auch zur Schmerzlinderung

eingesetzt werden können) können die Wirkung von Enalapril Sandoz vermindern.

Außerdem kann die gemeinsame Anwendung mit Enalapril Sandoz

Nierenfunktionsstörungen verursachen. Falls notwendig kann der Arzt während der

Behandlung mit Enalapril Sandoz, insbesondere bei älteren und an Flüssigkeitsmangel

leidenden Patienten (einschließlich derer, die Wassertabletten einnehmen), regelmäßig

die Nierenfunktion überprüfen. Die Patienten sollten während der Behandlung mit

diesem Arzneimittel genügend trinken.

Wenn Sie Lithium (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) einnehmen, kann

die Lithium-Konzentration im Blut ansteigen, und das Risiko toxischer Lithium-

Wirkungen kann zunehmen.

Natriumaurothiomalat, ein Arzneimittel zur Injektion zur Behandlung rheumatoider

Arthritis.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige

Vorsichtsmaßnahmen treffen:

wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren einnehmen (siehe

auch Abschnitte „Enalapril Sandoz darf nicht eingenommen werden" und „Warnhinweise

und Vorsichtsmaßnahmen“).

Einnahme von Enalapril Sandoz zusammen mit Alkohol

Wenn Sie während der Behandlung mit Enalapril Sandoz Alkohol trinken, kann die

blutdrucksenkende Wirkung dadurch verstärkt werden (und es kann infolgedessen zu

Schwindel beim Aufstehen und zu anderen Beschwerden kommen).

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden

könnten). In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Enalapril Sandoz vor einer

Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er

wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von Enalapril Sandoz in

der frühen Schwangerschaft wird nicht empfohlen und Enalapril Sandoz darf nicht mehr

nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von

Enalapril Sandoz in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen

Kindes führen kann.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Das

Stillen von Neugeborenen (in den ersten Wochen nach der Geburt) und besonders von

Frühgeburten wird nicht empfohlen, wenn Sie Enalapril Sandoz einnehmen.

Bei älteren Säuglingen sollte der Arzt Sie über Nutzen und mögliche Schäden der

Anwendung von Enalapril Sandoz in der Stillzeit im Vergleich zu

Behandlungsalternativen aufklären.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Enalapril Sandoz kann Nebenwirkungen wie z.B. Schwindel und Müdigkeit verursachen.

Dies kann negative Auswirkungen auf Ihr Reaktionsvermögen haben. Sie sollten sich

dessen bewusst sein, wenn Sie ein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen.

Enalapril Sandoz enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Enalapril Sandoz daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn

Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern

leiden.

3.

Wie ist Enalapril Sandoz einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder

Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht

sicher sind.

Bluthochdruck (Hypertonie):

Anfangsdosis: 5* mg bis maximal 20 mg Enalaprilmaleat (20 mg = 2/3 Tablette Enalapril

Sandoz 30 mg) 1-mal täglich, je nach Schweregrad des Bluthochdrucks. Bei manchen

Patienten kann eine niedrigere Anfangsdosis erforderlich sein (< 5* mg).

Erhaltungsdosis: 20 mg Enalaprilmaleat (20 mg = 2/3 Tablette Enalapril Sandoz 30 mg) pro

Tag bis zu einer Höchstdosis von 40 mg Enalaprilmaleat (40 mg = 1 Tablette Enalapril

Sandoz 30 mg + 1/3 Tablette Enalapril - Sandoz 30 mg) pro Tag.

Herzleistungsschwäche/spezielle Störung der Herzfunktion (asymptomatische

Funktionsstörung der linken Herzkammer):

An den Tagen 1 bis 3 beträgt die Anfangsdosis 2,5* mg 1-mal täglich.

An den Tagen 4 bis 7 beträgt die Dosis 5* mg, aufgeteilt auf 2 Dosen.

Wird die Behandlung gut vertragen, wird die Dosis im Laufe von 2 bis 4 Wochen allmählich

auf die übliche Erhaltungsdosis von 20 mg Enalaprilmaleat (20 mg = 2/3 Tablette Enalapril

Sandoz 30 mg) erhöht (in einer Gesamtdosis oder aufgeteilt auf 2 Dosen pro Tag). Die

maximale Dosis beträgt 40 mg Enalaprilmaleat (40 mg = 1 Tablette Enalapril Sandoz 30 mg

+ 1/3 Tablette Enalapril Sandoz 30 mg) pro Tag, aufgeteilt auf 2 Dosen.

Blutdruck, Nierenfunktion und Kaliumspiegel im Blut sollten von Ihrem Arzt vor und nach

der Behandlung mit Enalapril Sandoz kontrolliert werden.

Verminderte Nierenfunktion:

Im Allgemeinen wird Ihr Arzt die Zeit zwischen den einzelnen Enalapril Sandoz-Dosen

verlängern oder die Dosierung von Enalapril Sandoz reduzieren.

Anfangsdosis: 2,5* mg – 10 mg Enalaprilmaleat (10 mg = 1/3 Tablette Enalapril Sandoz

30 mg) pro Tag.

Ältere Patienten:

Die Dosierung hängt von Ihrer Nierenfunktion ab.

Kinder und Jugendliche:

Von Kindern und Jugendlichen liegen nur wenige Daten zur Anwendung von

Enalaprilmaleat bei Bluthochdruck (Hypertonie) vor.

Anfangsdosis:

2,5* mg Enalaprilmaleat 1-mal täglich bei Kindern mit 20 bis 50 kg Körpergewicht.

5* mg Enalaprilmaleat 1-mal täglich bei Kindern mit 50 kg Körpergewicht oder mehr.

Erhaltungsdosis:

Die weitere Dosierung wird von dem Arzt dem Bedarf des Kindes

angepasst. Dabei dürfen folgende Tageshöchstdosen nicht überschritten werden:

20 mg Enalaprilmaleat (20 mg = 2/3 Tablette Enalapril Sandoz 30 mg) 1-mal täglich bei

Kindern mit 20 bis 50 kg Körpergewicht

40 mg Enalaprilmaleat (40 mg = 1 Tablette Enalapril Sandoz 30 mg + 1/3 Tablette

Enalapril - Sandoz 30 mg) 1-mal täglich bei Kindern mit 50 kg Körpergewicht oder mehr.

Die Anwendung von Enalapril Sandoz bei Neugeborenen und bei Kindern mit verminderter

Nierenfunktion wird nicht empfohlen, weil für solche Patienten keine Daten vorliegen.

*Tabletten mit geringeren Wirkstoffmengen wie 2,5 mg oder 5 mg Enalaprilmaleat sind

verfügbar.

Art der Anwendung

Nehmen Sie die Tabletten bzw. Tablettenteile mit reichlich Wasser vor, während oder nach

dem Essen ein.

Bewahren Sie die Tablettenteile nach dem Teilen der Tablette an einem trockenen Ort vor

Licht und Feuchtigkeit geschützt auf.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass

die Wirkung von Enalapril - 1 A Pharma zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Enalapril Sandoz eingenommen haben als Sie

sollten

Wenn Sie mehr Enalapril Sandoz eingenommen haben, als Sie sollten, müssen Sie sofort

Kontakt mit Ihrem Arzt oder Apotheker aufnehmen.

Bei Überdosierung können folgende Symptome auftreten: Gefühl der Benommenheit oder

Schwindel, weil der Blutdruck abfällt, Unfähigkeit, sich zu bewegen (Stupor), Schock,

Störungen des Gleichgewichts der im Blut bzw. im Körper gelösten Salze

(Elektrolytgleichgewicht), verminderte Nierentätigkeit, heftiges Atmen (Hyperventilation),

Beschleunigung des Herzschlages (Tachykardie), starkes Herzklopfen (Palpitationen),

Verlangsamung des Herzschlages (Bradykardie), Schwindel, Angstgefühl, Husten.

Wenn Sie die Einnahme von Enalapril Sandoz vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, können Sie die Einnahme nachholen, sobald Sie

daran denken, es sei denn, es ist schon fast Zeit für die nächste Dosis. In diesem Fall

fahren Sie einfach ganz normal mit der Einnahme zum gewohnten Zeitpunkt fort.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben.

Wenn Sie die Einnahme von Enalapril Sandoz abbrechen

Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange Sie Enalapril Sandoz einnehmen müssen. Brechen Sie

die Behandlung nicht vorzeitig ab, weil die Beschwerden sonst erneut auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Brechen Sie die Einnahme dieses Arzneimittels ab und suchen Sie medizinische

Behandlung auf, wenn Sie Juckreiz, einen schweren Hautausschlag mit Blasenbildung

oder Abschälung bekommen, Kurzatmigkeit oder pfeifende Atemgeräusche auftreten

oder wenn Schwellungen des Gesichts, der Hände, Füße, des Mundes, Rachens oder

der Augen auftreten. Sie können auf dieses Arzneimittel allergisch sein

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an Halsschmerzen oder Geschwüren im Mund

mit häufigeren Infektionen oder Fieber leiden.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine Gelbfärbung Ihrer Haut oder des

Augenweißes bemerken oder wenn Bauchschmerzen auftreten

Weitere mögliche Nebenwirkungen:

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn sich eine der folgenden Nebenwirkungen verschlechtert

oder länger als einige Tage anhält.

Sehr häufig (kann mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen)

Verschwommenes Sehen

Schwindel

Husten

Übelkeit

Schwächegefühl (Asthenie)

Häufig (kann bis zu 1 Behandelten von 10 betreffen)

Kopfschmerzen, Depressionen

Schwindel und Benommenheit aufgrund niedrigen Blutdrucks (Hypotonie),

einschließlich Schwindel und Ohnmacht bei schnellem Aufrichten aus sitzender

oder liegender Position (orthostatische Hypotonie)

plötzlicher Bewusstseinsverlust (Synkope)

Brustschmerzen

Herzrhythmusstörungen

schmerzhaftes Brustengegefühl (Angina pectoris)

schneller Herzschlag (Tachykardie)

Kurzatmigkeit (Dyspnoe)

Durchfall, Bauchschmerzen,Geschmacksstörungen

Ausschlag

allergische Reaktionen mit Schwellung des Gesichts, der Lippen, der Zunge, des

Rachens, der Stimmritze (Glottis) und/oder des Kehlkopfes mit Schluck- oder

Atembeschwerden, und Schwellung der Arme und BeineMüdigkeit

(Abgeschlagenheit)

erhöhte Blutkaliumspiegel (Hyperkaliämie), die sich manchmal durch

Muskelkrämpfe, Durchfall, Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen äußern

Anstieg von Stoffwechselabbauprodukten im Blutserum (Serumkreatinin)

Gelegentlich (kann bis zu 1 Behandelten von 100 betreffen)

Blutarmut aufgrund eines Mangels an roten Blutkörperchen (aplastische Anämie)

oder eines Zerfalls roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie)

zu niedriger Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) mit Hungergefühl, Schwitzen,

Schwindel, Herzklopfen

Verwirrtheit, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Nervosität, Gefühl von Prickeln, Jucken

oder Kribbeln ohne erkennbaren Grund (Parästhesie), Drehschwindel (Vertigo)

plötzlicher Blutdruckabfall

schneller oder unregelmäßiger Herzschlag (Herzklopfen)

Herzinfarkt (vermutlich aufgrund sehr niedrigen Blutdrucks bei bestimmten

besonders gefährdeten Patienten wie z. B. Patienten mit Erkrankungen der

Herzkranzgefäße oder an den Blutgefäßen des Gehirns)

Schlaganfall (zerebrovaskuläres Ereignis) (vermutlich aufgrund sehr niedrigen

Blutdrucks bei besonders gefährdeten Patienten

laufende Nase (Rhinorrhö)

Halsschmerzen und Heiserkeit

Engegefühl in der Brust infolge einer Verkrampfung der Atemmuskulatur

(Bronchospasmus), Engegefühl in der Brust infolge von Muskelkrämpfen und

Schwellungen der Schleimhäute in den Atemwegen, häufig begleitet von Husten

und Schleimauswurf ((Bronchial-)-Asthma)

verlangsamte Darmpassage (Ileus), Entzündung der Bauchspeicheldrüse mit

starken Oberbauchschmerzen, die in den Rücken ausstrahlen, sowie Übelkeit und

Erbrechen (Pankreatitis)

Erbrechen

Verdauungsstörungen mit Symptomen wie Völlegefühl im Oberbauch, Schmerzen

in der Magengegend, Aufstoßen, Übelkeit, Erbrechen und Sodbrennen

(Dyspepsie)

Verstopfung, Appetitlosigkeit, Magenreizung, Mundtrockenheit, Magengeschwüre

übermäßiges Schwitzen (Diaphorese)

Juckreiz (Pruritus)

Hautausschlag mit starkem Juckreiz und Blasenbildung (Urtikaria)

Haarausfall

Nierenfunktionsstörungen

Nierenversagen

zu viel Eiweiß im Urin (Proteinurie)

Unfähigkeit zum Geschlechtsverkehr (Impotenz)

Muskelkrämpfe

Gesichtsrötung

Ohrensausen (Tinnitus)

allgemeines Krankheitsgefühl (Unwohlsein)

Fieber

Anstieg einer bestimmten Substanz (Harnstoff) im Blut

zu wenig Natrium im Blut (Hyponatriämie)

Selten (kann bis zu 1 Behandelten von 1.000 betreffen)

Blutbildveränderungen (Mangel an weißen Blutkörperchen) in Verbindung mit

erhöhter Infektanfälligkeit (Neutropenie)

Verringerung der roten Blutzellen (vermindertes Hämoglobin und Hämatokrit)

Blutbildveränderungen durch Verminderung der Blutplättchen in Verbindung mit

blauen Flecken und erhöhter Blutungsneigung (Thrombozytopenie)

sehr schwerwiegende Veränderung der Blutzusammensetzung in Form eines

Mangels an weißen Blutkörperchen in Verbindung mit plötzlich einsetzendem

hohen Fieber, starken Halsschmerzen und Geschwüren im Mund

(Agranulozytose): Sie sollten unverzüglich Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie

eine Infektion mit Symptomen wie Fieber und ernsthafter Verschlechterung

Ihres Allgemeinzustandes, oder Fieber mit Anzeichen lokaler Infektionen wie

Entzündung im Hals/Rachen/Mund oder Probleme beim Wasserlassen haben

Unterdrückung der Knochenmarksfunktion (Knochenmarkssuppression)

Verminderung aller Blutzellen (Panzytopenie)

Schwellung des Gesichts und Erkrankung der Lymphdrüsen (Lymphadenopathie)

Krankheit, bei der das eigene Gewebe des Patienten zerstört wird

(Autoimmunerkrankung)

abnorme Träume, Schlafstörungen

Blässe von Fingern oder Zehen (Raynaud’s Syndrom)

bestimmte Formen der Lungenentzündung (Lungeninfiltrate, allergische Alveolitis /

eosinophile Pneumonie)

Schwellung und Reizung im Inneren der Nase mit verstopfter Nase, Niesen und

Laufen der Nase (Rhinitis)

Schmerzen und Entzündung im Mund (Aphthen/Stomatitis), Entzündung der

Zunge

eingeschränkte Leberfunktion

Leberentzündung (Hepatitis) mit Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut oder Augen)

und Absterben von Gewebe (Nekrose)

Störung oder Blockade der Gallesekretion (Cholestase) mit Gelbsucht

Hautausschlag mit roten (nässenden) unregelmäßigen Flecken (Erythema

[exsudativum] mulitforme)

schwere Überempfindlichkeitsreaktion mit (hohem) Fieber, roten Flecken auf der

Haut, Gelenkschmerzen und/oder Augenentzündung (Stevens-Johnson-Syndrom)

Hautentzündung mit Schuppung der Haut (exfoliative Dermatitis)

schwere akute Überempfindlichkeitsreaktion mit Fieber und Blasenbildung auf der

Haut/ Schälen der Haut (toxische epidermale Nekrolyse)

mit Flüssigkeit gefüllte Blasen auf der Haut (Pemphigus)

sehr schwere Hauterkrankung mit Rötung, Flüssigkeitsansammlung und

Schuppenbildung am ganzen Körper (Erythrodermie).

verminderte Urinausscheidung

Entwicklung von Brüsten bei Männern

Anstieg bestimmter Substanzen in der Leber (Leberenzyme)

Anstieg des Gallenfarbstoffes (Bilirubin) im Blut

Sehr selten (kann bis zu 1 Behandelten von 10.000 betreffen)

Schwellung im Darm (intestinales Angioödem)

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

vermehrte Produktion von antidiuretischem Hormon, das

Flüssigkeitsansammlungen verursacht, was zu Schwäche, Müdigkeit und

Verwirrtheit bis hin zu Krampfattacken oder Koma führt

ein Zustand mit einem Symptomenkomplex einschließlich Fieber, Entzündung der

die Organe (z. B. Unterleibsorgane) überziehenden Gewebe (Serositis),

Entzündung eines Blutgefäßes (Vaskulitis), Muskelschmerzen (Myalgie) und

Muskelentzündung (Myositis), Gelenkschmerzen (Arthralgie) und

Gelenkentzündung (Arthritis) und bestimmte Blutauffälligkeiten (einschließlich

positive antinukleare Antikörper (ANA), erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit,

Zunahme der Zahl der weißen Blutkörperchen (Eosinophilie und Leukozytose).

Die Haut kann auch lichtempfindlich sein und ein Ausschlag oder andere

Hautreaktionen können auftreten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Enalapril Sandoz aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und der Faltschachtel nach

„verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 30 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht

und Feuchtigkeit zu schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Enalapril Sandoz enthält

Der Wirkstoff ist Enalaprilmaleat.

Jede Tablette enthält 30 mg Enalaprilmaleat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Natriumhydrogencarbonat, Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Talkum, Magnesiumstearat

(Ph.Eur.) [pflanzlich], Eisen (III)-oxid und Eisen (III)-hydroxid-oxid x H

Wie Enalapril Sandoz aussieht und Inhalt der Packung

Die Tabletten sind länglich, gewölbt, orangefarben mit zwei Bruchkerben und einer Prägung

„EN 30“ auf beiden Seiten. Die Tablette kann in drei gleiche Dosen geteilt werden.

Die Tabletten sind verpackt in Alumininium/Alumininium-Blisterpackungen mit 20, 30, 50

und 100 Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Hexal AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen

Hersteller

Salutas Pharma GmbH

Otto-von-Guericke-Allee 1

39179 Barleben

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des EWR unter den folgenden

Bezeichnungen zu gelassen:

Deutschland:

Enalapril Sandoz 30 mg Tabletten

Niederlande:

Enalaprilmaleaat 30 mg Tabletten

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2017.

Fachinformation

1.

Bezeichnung der Arzneimittel

Enalapril Sandoz

30 mg Tabletten

Enalapril Sandoz

40 mg Tabletten

2.

Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Enalapril Sandoz 30 mg

Jede Tablette enthält 30 mg Enalaprilmaleat.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Tablette enthält 167,9 mg

Lactose (als Lactose Monohydrat).

Enalapril Sandoz 40 mg

Jede Tablette enthält 40 mg Enalaprilmaleat.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Tablette enthält 223,8 mg

Lactose (als Lactose Monohydrat).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

Darreichungsform

Tablette

Enalapril Sandoz 30 mg

Oblonge, konvexe, orangefarbene Tabletten mit zwei Bruchkerben, auf beiden

Seiten gekennzeichnet mit der Prägung „EN 30“. Die Tablette kann in 3 gleiche

Dosen geteilt werden.

Enalapril Sandoz 40 mg

Runde, kleeblattförmige, orangefarbene, facettierte Tabletten mit Kreuzbruchkerbe

und der beidseitigen Prägung „EN 40“. Die Tablette kann in 4 gleiche Dosen geteilt

werden.

4.

Klinische Angaben

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung der Hypertonie

Behandlung der symptomatischen Herzinsuffizienz

Prävention der symptomatischen Herzinsuffizienz bei Patienten mit

asymptomatischer linksventrikulärer Dysfunktion (linksventrikuläre

Ejektionsfraktion [LVEF]

35 %) (siehe Abschnitt 5.1)

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die Resorption von Enalaprilmaleat wird durch die Nahrungsaufnahme nicht

beeinflusst.

Die Dosis sollte individuell dem Zustand des Patienten (siehe Abschnitt 4.4) und der

Wirkung auf den Blutdruck angepasst werden.

Kinder und Jugendliche

Es gibt nur begrenzt Daten aus klinischen Studien zur Anwendung von

Enalaprilmaleat bei pädiatrischen Patienten mit Hypertonie (siehe Abschnitte 4.4,

5.1 und 5.2).

Hypertonie

Die Anfangsdosis beträgt 5 mg bis maximal 20 mg Enalaprilmaleat, je nach

Schweregrad der Hypertonie und dem Zustand des Patienten (siehe unten).

Enalaprilmaleat wird 1-mal täglich verabreicht. Bei leichter Hypertonie beträgt die

empfohlene Anfangsdosis 5 - 10 mg. Bei Patienten mit stark aktiviertem Renin-

Angiotensin-Aldosteron-System (z. B. bei renovaskulärer Hypertonie, Salz-

und/oder Volumenmangel, Herzdekompensation oder schwerer Hypertonie) kann es

zu einem übermäßigen Blutdruckabfall bei Therapiebeginn kommen. Bei diesen

Patienten ist die Therapie mit 5 mg oder einer geringeren Dosis sowie unter

engmaschiger ärztlicher Überwachung einzuleiten.

Eine vorausgegangene Therapie mit hoch dosierten Diuretika kann zu

Volumenmangel führen, sodass die Gefahr einer Hypotonie bei Therapiebeginn mit

Enalaprilmaleat besteht. Bei diesen Patienten ist die Therapie mit 5 mg oder einer

geringeren Dosis einzuleiten. Wenn möglich sollten die Diuretika 2-3 Tage lang

abgesetzt werden, bevor die Therapie mit Enalapril Sandoz eingeleitet wird. Die

Nierenfunktion und Serum-Kalium-Werte sollten überwacht werden.

Die übliche Erhaltungsdosis beträgt 20 mg täglich. Die maximale Erhaltungsdosis

beträgt 40 mg pro Tag.

Herzinsuffizienz/Asymptomatische linksventrikuläre Dysfunktion

Enalapril Sandoz wird bei der Behandlung der symptomatischen Herzinsuffizienz

üblicherweise zusätzlich zu Diuretika und - wenn angezeigt - Digitalis oder

Betablockern angewendet. Bei Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz oder

asymptomatischer linksventrikulärer Dysfunktion beträgt die Anfangsdosis von

Enalaprilmaleat 2,5 mg. Die Therapie ist unter engmaschiger ärztlicher

Überwachung einzuleiten, um die anfängliche Wirkung auf den Blutdruck zu

ermitteln. Kommt es nach Einleitung einer Therapie mit Enalaprilmaleat bei

Herzinsuffizienz nicht zu einer symptomatischen Hypotonie oder ist diese behoben,

sollte die Dosis schrittweise auf die übliche Erhaltungsdosis von 20 mg gesteigert

werden. Die Erhaltungsdosis kann als Einzeldosis gegeben oder auf 2 Gaben

verteilt werden, je nach Verträglichkeit. Diese Dosistitration sollte über einen

Zeitraum von 2 - 4 Wochen erfolgen. Die Maximaldosis von 40 mg pro Tag wird auf

zwei Gaben verteilt.

Tabelle 1: Empfohlene Dosistitration von Enalaprilmaleat bei Patienten mit

Herzinsuffizienz/asymptomatischer linksventrikulärer Dysfunktion

Woche

Dosis

Woche 1

Tage 1-3

Tage 4-7

2,5 mg/Tag* als Einzeldosis

5 mg/Tag auf 2 Gaben verteilt

Woche 2

10 mg/Tag als Einzeldosis oder auf 2 Gaben verteilt

Woche 3 und 4

20 mg/Tag als Einzeldosis oder auf 2 Gaben verteilt

* Besondere Vorsichtsmaßnahmen für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

oder unter Diuretika sind zu beachten (siehe Abschnitt 4.4).

Vor und nach Beginn der Therapie mit Enalaprilmaleat sollten Blutdruck und

Nierenfunktion engmaschig überwacht werden (siehe Abschnitt 4.4), da über

Hypotonie und (seltener) nachfolgendem Nierenversagen berichtet wurde. Bei

Patienten, die mit Diuretika behandelt werden, sollte - falls möglich - deren Dosis

vor Beginn der Behandlung mit Enalaprilmaleat verringert werden. Eine hypotone

Reaktion bei Therapiebeginn mit Enalaprilmaleat bedeutet nicht, dass auch

während der Dauerbehandlung mit Enalaprilmaleat solche Reaktionen auftreten

werden und schließt die Weiterbehandlung mit dem Arzneimittel nicht aus. Serum-

Kalium und die Nierenfunktion sollten ebenfalls überwacht werden.

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion

Grundsätzlich sollten die Abstände zwischen den Anwendungen von

Enalaprilmaleat verlängert und/oder die Dosis reduziert werden.

Tabelle 2:

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion

Kreatinin-Clearance (Kr-Cl)

Anfangsdosis

30 < Kr-Cl < 80 ml/min

5 - 10 mg/Tag

10 < Kr-Cl

30 ml/min

2,5 mg/Tag

Kr-Cl

10 ml/min

2,5 mg an Dialyse-Tagen*

Siehe Abschnitt 4.4

* Enalaprilat ist dialysierbar. An dialysefreien Tagen richtet sich die Dosis nach der

Blutdrucksenkung.

Ältere Patienten

Die Dosis sollte sich nach der Nierenfunktion des Patienten richten (siehe Abschnitt

4.4).

Kinder und Jugendliche

Bei Patienten, die Tabletten schlucken können, sollte die Dosis individuell dem

Zustand des Patienten und der Blutdrucksenkung angepasst werden. Die

empfohlene Anfangsdosis beträgt 2,5 mg für Patienten mit einem Körpergewicht

von 20 bis < 50 kg und 5 mg für Patienten mit einem Körpergewicht

50 kg.

Enalapril Sandoz wird einmal täglich angewendet. Die Dosierung sollte gemäß den

Erfordernissen des Patienten angepasst werden, wobei ein Maximum von 20

mg/Tag für Patienten mit einem Körpergewicht von 20 bis < 50 kg und von 40

mg/Tag für Patienten mit einem Körpergewicht

50 kg nicht überschritten werden

sollte (siehe 4.4).

Enalapril Sandoz wird nicht für Neugeborene und pädiatrische Patienten mit einer

glomerulären Filtrationsrate < 30 ml/min/1,73 m

empfohlen, da keine Daten dazu

vorliegen.

Die Dosisstärken 30 mg und 40 mg sind für Patienten vorgesehen, die diese

Erhaltungsdosen benötigen. Für den Behandlungsbeginn, Dosistitration und

geringere Erhaltungsdosen sollten niedrigere Dosisstärken verwendet werden.

Tabletten mit einem niedrigeren Wirkstoffgehalt von 2,5 mg oder 5 mg

Enalaprilmaleat sind erhältlich. Dosierungen von weniger als 10 mg sind mit den 30

mg und 40 mg Dosisstärken nicht möglich

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile oder einen anderen ACE-Hemmer

Anamnestisch bekanntes, durch vorhergehende Therapie mit einem ACE-

Hemmer ausgelöstes Angioödem

Hereditäres oder idiopathisches Angioödem

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6).

Die gleichzeitige Anwendung von Enalapril Sandoz mit Aliskiren-haltigen

Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter

Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m2) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5

und 5.1).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Symptomatische Hypotonie

Bei komplikationsloser Hypertonie werden selten symptomatische Hypotonien

beobachtet. Bei hypertonen Patienten kommt es unter Therapie mit Enalaprilmaleat

eher zu einer symptomatischen Hypotonie, wenn ein Volumenmangel vorliegt, z. B.

aufgrund einer Diuretika-Therapie, salzarmer Diät, Dialyse, Durchfall oder

Erbrechen (siehe Abschnitte 4.5 und 4.8). Bei Patienten mit Herzinsuffizienz - mit

oder ohne einhergehender Niereninsuffizienz - wurden symptomatische Hypotonien

beobachtet. Insbesondere Patienten mit schweren Graden der Herzinsuffizienz, die

als Ausdruck des Schweregrades ihrer Erkrankung eine Therapie mit hoch

dosierten Schleifendiuretika, Hyponatriämie oder Nierenfunktionseinschränkungen

aufweisen, können davon betroffen sein. Bei diesen Patienten ist die Behandlung

unter ärztlicher Überwachung einzuleiten und im weiteren Verlauf immer dann

engmaschig zu überwachen, wenn die Dosis von Enalaprilmaleat und/oder des

Diuretikums neu eingestellt wird. Ähnlich ist auch bei Patienten mit ischämischer

Herzerkrankung oder zerebrovaskulären Erkrankungen vorzugehen, bei denen ein

übermäßiger Blutdruckabfall zu einem Myokardinfarkt oder einem zerebralen Insult

führen könnte.

Falls es zu einer Hypotonie kommt, sollte der Patient in eine liegende Position

gebracht werden und - falls erforderlich - eine intravenöse Kochsalzinfusion

erhalten. Eine vorübergehende hypotone Reaktion ist keine Kontraindikation für die

weitere Behandlung, die normalerweise problemlos durchgeführt werden kann,

sobald sich der Blutdruck nach einer Volumensubstitution normalisiert hat.

Bei manchen Herzinsuffizienz-Patienten mit normalem oder niedrigem Blutdruck

kann der systemische Blutdruck durch die Anwendung von Enalaprilmaleat noch

weiter absinken. Diese nicht unerwartete Wirkung ist normalerweise kein Grund,

das Arzneimittel abzusetzen. Wird der Blutdruckabfall symptomatisch, kann es

notwendig werden, die Dosis von Enalaprilmaleat zu reduzieren und/oder das

Diuretikum und/oder Enalaprilmaleat abzusetzen.

Aorten- oder Mitralklappenstenose/hypertrophe Kardiomyopathie

ACE-Hemmer sollten wie alle Vasodilatatoren bei Patienten mit einer

linksventrikulären Klappenobstruktion und Ausflussbehinderung mit besonderer

Vorsicht angewendet werden. Bei kardiogenem Schock und hämodynamisch

deutlicher Ausflussbehinderung sollte ihre Anwendung vermieden werden.

Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 80 ml/min)

sollte die Initialdosis von Enalaprilmaleat der Kreatinin-Clearance des Patienten

angepasst werden (siehe Abschnitt 4.2). Die Wahl der Erhaltungsdosis richtet sich

nach dem Ansprechen des Patienten auf die Behandlung. Eine routinemäßige

Kontrolle von Serum-Kalium und Serum-Kreatinin erfolgt im Rahmen der üblichen

medizinischen Betreuung dieser Patienten.

Insbesondere bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz oder zugrunde liegenden

Nierenerkrankungen, einschließlich Nierenarterienstenose, wurde über

Nierenversagen im Zusammenhang mit der Anwendung von Enalapril berichtet. Bei

rechtzeitiger Diagnose und entsprechender Therapie ist ein Nierenversagen unter

Enalapril-Therapie normalerweise reversibel.

Bei manchen Hypertonikern ohne vorbestehende Nierenerkrankung kann es unter

der Kombination von Enalapril mit einem Diuretikum zum Anstieg von Serum-

Harnstoff und -Kreatinin kommen. Eine Dosisreduktion von Enalaprilmaleat

und/oder ein Absetzen des Diuretikums können erforderlich sein. In diesen Fällen

ist an eine möglicherweise zugrunde liegende Nierenarterienstenose zu denken

(siehe Abschnitt 4.4 „Renovaskuläre Hypertonie“).

Renovaskuläre Hypertonie

Patienten mit beidseitiger Nierenarterienstenose oder Arterienstenose bei nur einer

funktionsfähigen Niere sind unter ACE-Hemmer-Therapie besonders gefährdet,

einen Blutdruckabfall oder eine Niereninsuffizienz zu entwickeln. Es kann zum

Verlust der Nierenfunktion kommen, wobei oft nur leichte Veränderungen des

Serum-Kreatinins bestehen. Bei diesen Patienten ist die Therapie unter

engmaschiger ärztlicher Überwachung mit niedrigen Dosen, vorsichtiger Titration

und unter Kontrolle der Nierenfunktion einzuleiten.

Nierentransplantation

Hinsichtlich der Behandlung mit Enalaprilmaleat von Patienten mit frischer

Nierentransplantation bestehen keine Erfahrungen. Daher wird die Behandlung mit

Enalapril Sandoz für diese Patienten nicht empfohlen.

Leberversagen

Selten wurde unter ACE-Hemmer-Behandlung ein Syndrom beobachtet, das mit

cholestatischem Ikterus oder Hepatitis beginnt und bis zur fulminanten hepatischen

Nekrose (manchmal mit letalem Ausgang) fortschreitet. Der Pathomechanismus

dieses Syndroms ist unklar. Patienten, die unter ACE-Hemmern einen Ikterus oder

einen deutlichen Anstieg der Leberenzyme entwickeln, müssen den ACE-Hemmer

absetzen und entsprechend behandelt werden.

Neutropenie/Agranulozytose

Unter ACE-Hemmer-Therapie wurden Neutropenie/Agranulozytose,

Thrombozytopenie und Anämie berichtet. Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion

und ohne besondere Risikofaktoren tritt selten eine Neutropenie auf. Enalapril soll

bei Patienten mit Kollagenosen mit Gefäßbeteiligung, unter Therapie mit

Immunsuppressiva, Allopurinol, Procainamid oder bei Vorliegen mehrerer dieser

Risikofaktoren mit äußerster Vorsicht angewendet werden, insbesondere bei

vorbestehender Einschränkung der Nierenfunktion. Bei manchen dieser Patienten

traten schwere Infektionen auf, die in einigen Fällen auch nicht auf intensive

Antibiotika-Therapie ansprachen. Wenn Enalapril bei solchen Patienten angewendet

wird, ist eine regelmäßige Kontrolle der Leukozytenzahl angeraten und die

Patienten sollten angewiesen werden, ihrem Arzt alle Anzeichen einer Infektion zu

berichten.

Überempfindlichkeit/Angioödem

Angioödeme mit Beteiligung von Gesicht, Extremitäten, Lippen, Zunge, Glottis

und/oder Kehlkopf wurden unter ACE-Hemmern einschließlich Enalapril berichtet.

Sie können zu jedem Zeitpunkt während der Therapie auftreten. In solchen Fällen

ist Enalapril Sandoz sofort abzusetzen. Der Patient ist sorgfältig zu überwachen, um

eine vollständige Rückbildung der Symptome vor der Entlassung aus der Klinik

sicherzustellen. Auch in jenen Fällen, in denen die Schwellung auf die Zunge

begrenzt ist, ohne Atembeschwerden zu verursachen, sollten die Patienten

gegebenenfalls länger beobachtet werden, da eine Behandlung mit Antihistaminika

und Kortikosteroiden unzureichend sein kann.

Sehr selten verliefen Angioödeme mit Beteiligung des Kehlkopfes oder der Zunge

letal. Bei Patienten, bei denen Zunge, Glottis oder Kehlkopf betroffen sind, besteht

das Risiko einer Atemwegsobstruktion, insbesondere bei jenen Patienten mit einem

operativen Eingriff an den Atemwegen in der Krankengeschichte.

Sobald Zunge, Glottis oder Kehlkopf betroffen sind, sodass eine

Atemwegsobstruktion droht, ist unverzüglich eine geeignete Therapie einzuleiten

(z. B. subkutane Gabe von 0,3 ml - 0,5 ml Adrenalin [1:1000 verdünnt]) und/oder

sind Maßnahmen zur Sicherung der Durchgängigkeit der Atemwege zu treffen.

Gleichzeitige Anwendung von mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Everolimus,

Temsirolimus): Bei Patienten, die eine gleichzeitige Therapie mit mTOR-Inhibitoren

(z. B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) erhalten, besteht eventuell ein erhöhtes

Risiko eines Angioödems (z. B. Schwellung der Atemwege oder der Zunge, mit oder

ohne Beeinträchtigung der Atemwege) (siehe Abschnitt 4.5).

Im Vergleich mit Patienten nicht-schwarzer Hautfarbe wurde bei Patienten

schwarzer Hautfarbe eine höhere Inzidenz von Angioödemen unter ACE-Hemmern

berichtet.

Patienten mit anamnestisch bekanntem, nicht durch einen ACE-Hemmer

ausgelösten Angioödem können besonders gefährdet sein, ein Angioödem zu

entwickeln, wenn sie einen ACE-Hemmer erhalten (siehe auch Abschnitt 4.3).

Anaphylaktoide Reaktionen während einer Desensibilisierungstherapie gegen

Insektengifte

Selten kam es während einer Desensibilisierungstherapie gegen Insektengifte und

gleichzeitiger Anwendung eines ACE-Hemmers zu lebensbedrohlichen

anaphylaktoiden Reaktionen. Diese Reaktionen können vermieden werden, indem

man die ACE-Hemmer-Therapie vor jeder Desensibilisierung zeitweise unterbricht.

Anaphylaktoide Reaktionen während einer LDL-Apherese

Selten kam es während einer Low-Density-Lipoprotein(LDL)-Apherese mit

Dextransulfat und gleichzeitiger Anwendung eines ACE-Hemmers zu

lebensbedrohlichen anaphylaktoiden Reaktionen. Diese Reaktionen können

vermieden werden, indem man die ACE-Hemmer-Therapie vor jeder Apherese

zeitweise unterbricht.

Hämodialyse-Patienten

Bei Anwendung von High-Flux-Membranen (z. B. AN 69

) im Rahmen einer Dialyse

und gleichzeitiger Behandlung mit einem ACE-Hemmer wurde über anaphylaktoide

Reaktionen berichtet. Bei diesen Patienten ist daher entweder eine andere

Dialysemembran oder ein Antihypertensivum einer anderen Substanzklasse zu

verwenden.

Hypoglykämie

Diabetische Patienten, die mit oralen Antidiabetika oder Insulin behandelt werden,

sollten bei Beginn einer ACE-Hemmer-Therapie angewiesen werden, auf

Hypoglykämien zu achten, insbesondere im ersten Monat der kombinierten

Therapie (siehe Abschnitt 4.5).

Husten

Im Zusammenhang mit der Anwendung von ACE-Hemmern wurde über Husten

berichtet. Typischerweise besteht kein Auswurf, der Husten ist hartnäckig und klingt

nach Absetzen der Therapie ab. Ein durch ACE-Hemmer induzierter Husten sollte

auch bei der Differentialdiagnose des Hustens in Betracht gezogen werden.

Operation/Anästhesie

Bei Patienten, die einer größeren Operation unterzogen werden oder eine

Anästhesie mit Substanzen, die den Blutdruck senken, erhalten, hemmt Enalapril

als Reaktion auf die kompensatorische Reninsekretion die Bildung von Angiotensin

II. Sollte es aufgrund dieses Mechanismus zu einer Hypotonie kommen, kann sie

durch Volumensubstitution korrigiert werden.

Hyperkaliämie

Ein Anstieg der Serum-Kalium-Konzentration wurde bei manchen Patienten unter

ACE-Hemmer-Therapie einschließlich Enalapril beobachtet. Risikofaktoren für die

Entwicklung einer Hyperkaliämie schließen ein: Niereninsuffizienz,

Verschlechterung der Nierenfunktion, Alter (>70 Jahre), Diabetes mellitus,

interkurrente Ereignisse - insbesondere Dehydratation, akute Herzdekompensation,

metabolische Azidose und eine gleichzeitige Therapie mit kaliumsparenden

Diuretika (z.B. Spironolacton, Eplerenon, Triamteren oder Amilorid),

Kaliumpräparaten oder Kaliumhaltiger Salzsubstitution sowie eine gleichzeitige

Therapie mit anderen Arzneimitteln, die zu einem Anstieg der Serum-Kalium-Werte

führen können (z. B. Heparin, Co-Trimoxazol, auch bekannt als

Trimethoprim/Sulfamethoxazol). Die Anwendung von Kaliumpräparaten, kalium-

sparenden Diuretika oder kaliumhaltiger Salzsubstitution kann insbesondere bei

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion zu einem signifikanten Kaliumanstieg

führen. Eine Hyperkaliämie kann schwerwiegende, manchmal auch letale

Arrhythmien verursachen. Ist die gleichzeitige Anwendung von Enalapril mit einer

der o.g. Substanzen angezeigt, sollte diese mit Vorsicht und unter regelmäßiger

Überwachung der Serum-Kalium-Werte erfolgen (siehe Abschnitt 4.5).

Lithium

Die Kombination von Lithium und Enalapril wird im Allgemeinen nicht empfohlen

(siehe Abschnitt 4.5).

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie,

Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten

Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige

Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder

Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird,

sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung

engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck

erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit

diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Lactose

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären

Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption

sollten Enalapril Sandoz nicht einnehmen.

Kinder und Jugendliche

Zur Anwendung von Enalaprilmaleat bei Kindern über 6 Jahren mit Hypertonie

liegen begrenzte Daten zur Wirksamkeit und Verträglichkeit vor. Zu den anderen

Indikationen gibt es keine Daten. Begrenzte Daten zur Pharmakokinetik liegen für

Kinder ab 2 Monaten vor (siehe auch Abschnitte 4.2, 5.1 und 5.2 ). Enalapril

Sandoz wird für Kinder ausschließlich für die Indikation Hypertonie empfohlen.

Enalapril Sandoz wird nicht für Neugeborene und für pädiatrische Patienten mit

einer glomerulären Filtrationsrate < 30 ml/min/1,73 m

empfohlen, da keine Daten

dazu vorliegen (siehe Abschnitt 4.2).

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit ACE-Hemmern sollte nicht während der Schwangerschaft

begonnen werden. Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine

Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem

Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der

Behandlung mit ACE-Hemmern ist zwingend erforderlich. Wird eine

Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu

beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe

Abschnitte 4.3 und 4.6).

Ethnische Unterschiede

Wie andere ACE-Hemmer senkt Enalapril offenbar bei Patienten schwarzer

Hautfarbe den Blutdruck weniger stark als bei Patienten nicht-schwarzer Hautfarbe,

vermutlich weil bei der schwarzen Bevölkerung mit Hypertonie häufig ein niedriger

Plasma-Renin-Spiegel vorliegt.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Kaliumsparende Diuretika oder Kaliumpräparate

ACE-Hemmer mildern den Kaliumverlust durch Diuretika. Kaliumsparende Diuretika

(z.B. Spironolacton, Eplerenon, Triamteren oder Amilorid), Kaliumpräparate oder

kaliumhaltige Salzersatzmittel können zu einem signifikanten Anstieg des Serum-

Kaliums führen. Wenn die gleichzeitige Anwendung aufgrund einer nachgewiesenen

Hypokaliämie angezeigt ist, sollte sie mit Vorsicht und unter häufiger Überprüfung

des Serum-Kaliums erfolgen (siehe Abschnitt 4.4).

Diuretika (Thiazide oder Schleifendiuretika)

Eine vorangegangene hoch dosierte Diuretika-Therapie kann zu Volumenmangel

und damit zum Risiko einer Hypotonie bei Therapiebeginn mit Enalapril führen

(siehe Abschnitt 4.4). Die hypotensive Wirkung kann durch Absetzen des

Diuretikums, einem Ausgleich des Volumenmangels bzw. Gabe von Salz oder durch

die Einleitung der Therapie mit Enalapril in niedriger Dosierung vermindert werden.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-

Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur

Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt, mit einer höheren

Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie, Hyperkaliämie und einer

Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) einher

geht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Andere Antihypertensiva

Die gleichzeitige Anwendung mit anderen Antihypertensiva kann die

blutdrucksenkende Wirkung von Enalapril verstärken. Auch die gleichzeitige

Anwendung von Nitroglycerin und anderen Nitraten oder anderen Vasodilatatoren

kann den Blutdruck weiter senken.

Lithium

Unter der gleichzeitigen Anwendung von ACE-Hemmern und Lithium wurden

reversible Anstiege der Serum-Lithium-Konzentrationen und toxische Effekte

berichtet. Eine gleichzeitige Therapie mit Thiazid-Diuretika kann die Serum-Lithium-

Konzentrationen und damit das Risiko einer Lithium-Toxizität unter einer ACE-

Hemmer-Therapie erhöhen. Die Anwendung von Enalapril mit Lithium wird deshalb

nicht empfohlen; sollte diese Kombination aber erforderlich sein, sind die Serum-

Lithium-Konzentrationen sorgfältig zu überwachen (siehe Abschnitt 4.4).

Trizyklische Antidepressiva/Neuroleptika/Anästhetika/Narkotika

Die gleichzeitige Anwendung bestimmter Narkosemittel, trizyklischer Antidepressiva

und Neuroleptika mit ACE-Hemmern kann zu einer verstärkten Blutdrucksenkung

führen (siehe Abschnitt 4.4).

Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) einschließlich selektiver Cyclooxygenase-

2(COX-2)-Hemmer

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) einschließlich selektiver Cyclooxygenase-

2(COX-2)-Hemmer können die Wirkungen von Diuretika und anderen Antihypertensiva

abschwächen. Daher kann die antihypertensive Wirkung von Angiotensin-II-

Antagonisten oder ACE-Hemmern durch NSAR einschließlich selektive COX-2-

Hemmer abgeschwächt werden.

Die gemeinsame Anwendung von NSAR (einschließlich COX-2-Hemmer) und

Angiotensin-II-Antagonisten oder ACE-Hemmern übt einen addtiven Effekt auf einen

Anstieg des Serum-Kaliums aus und kann so zu einer Verschlechterung der

Nierenfunktion führen. Diese ist gewöhnlich reversibel. Selten kann es auch zu akutem

Nierenversagen kommen, insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion (z. B. bei Älteren oder Patienten mit Volumenmangel, einschließlich der

Patienten unter Diuretikatherapie). Daher ist diese Kombination bei Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion mit Vorsicht anzuwenden. Die Patienten sind

ausreichend zu hydrieren und eine Überwachung der Nierenfunktion zu Beginn der

gemeinsamen Therapie sowie in regelmäßigen Abständen während der Therapie ist zu

erwägen.

Gold

Nitritoide Reaktionen (mit Symptomen wie Gesichtsrötung [Flush], Übelkeit, Erbrechen

und Hypotonie) wurden selten bei Patienten berichtet, die unter einer Therapie mit

Goldinjektionslösungen (Natriumaurothiomalat) gleichzeitig ACE-Hemmer

einschließlich Enalapril erhielten.

Sympathomimetika

Sympathomimetika können die blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern

abschwächen.

Antidiabetika

Epidemiologische Studien weisen auf eine mögliche Verstärkung der

blutzuckersenkenden Wirkung bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und

Antidiabetika (Insulin, orale Antidiabetika) hin, so dass das Risiko einer Hypoglykämie

besteht. Diese Fälle treten offenbar insbesondere in den ersten Wochen der

kombinierten Behandlung sowie bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion auf

(siehe Abschnitte 4.4 und 4.8 ).

mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus)

Bei Patienten, die gleichzeitig eine Therapie mit mTOR-Inhibitoren erhalten, besteht

eventuell ein erhöhtes Risiko für Angioödeme (siehe Abschnitt 4.4).

Co-Trimoxazol (Trimethoprim/Sulfamethoxazol)

Bei Patienten, die gleichzeitig Co-Trimoxazol (Trimethoprim/Sulfamethoxazol)

anwenden, besteht eventuell ein erhöhtes Risiko für Hyperkaliämie (siehe Abschnitt

4.4).

Alkohol

Alkohol verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern.

Acetylsalicylsäure, Thrombolytika und β-Blocker

Enalapril kann problemlos gleichzeitig mit Acetylsalicylsäure (in zur kardiovaskulären

Prophylaxe geeigneten Dosierungen), Thrombolytika und Betablockern angewendet

werden.

Kinder und Jugendliche

Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen

durchgeführt.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Anwendung von ACE-Hemmern wird im ersten Schwangerschaftstrimester

nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von ACE-Hemmern im

zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert (siehe

Abschnitte 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen

Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten

Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht

ausgeschlossen werden. Sofern ein Fortsetzen der ACE-Hemmer-Therapie nicht als

notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen schwanger zu werden, auf

eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für

Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine

Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine

alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern während des zweiten und

dritten Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte

Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-

toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (siehe Abschnitt

5.3). Mütterliche Oligohydramnion, vermutlich als Manifestation der verminderten

fetalen Nierenfunktion, trat auf und kann zu einer Kontraktur der Gliedmaßen,

kraniofazialen Deformationen oder einer Lungenhypoplasie führen.

Im Falle einer Exposition mit ACE-Hemmern ab dem zweiten

Schwangerschaftstrimester werden Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion

und des Schädels empfohlen. Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen

haben, sollten häufig wiederholt auf Hypotonie untersucht werden (siehe Abschnitte

4.3 und 4.4).

Stillzeit

Einige wenige pharmakokinetische Daten zeigen, dass sehr geringe

Konzentrationen von Enalapril Sandoz in der Muttermilch erreicht werden (siehe

Abschnitt 5.2). Auch wenn diese Konzentrationen als klinisch nicht relevant

erscheinen, wird die Anwendung von Enalapril Sandoz während des Stillens von

Frühgeborenen sowie in den ersten Wochen nach der Entbindung nicht empfohlen,

da ein mögliches Risiko von kardiovaskulären und renalen Effekten beim Säugling

besteht und für eine Anwendung in der Stillzeit keine ausreichende klinische

Erfahrung vorliegt. Wenn die Säuglinge älter sind, kann die Anwendung von

Enalapril Sandoz bei stillenden Müttern erwogen werden, wenn die Behandlung für

die Mutter als notwendig erachtet wird und der Säugling sorgfältig überwacht wird.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen

Bei der aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen ist

zu beachten, dass gelegentlich Schwindel oder Schwächegefühl auftreten können.

4.8

Nebenwirkungen

Folgende Nebenwirkungen wurden während klinischer Studien und nach

Markteinführung von Enalapril berichtet

Systemorgan

-klasse

Sehr

häufig

(

1/10)

Häufig

(

1/100

bis <

1/10)

Gelegent-

lich

(

1/1.000

bis <

1/100)

Selten

(

1/10.000

bis <

1/1.000)

Sehr

selten

(<

1/10.000)

Nicht

bekannt

(Häufig-

keit auf

Grundlag

e der

verfüg-

baren Da-

ten nicht

abschätz-

bar)

Erkrankunge

n des Blutes

und des

Lymphsyste

ms

Anämie

(einschlie

ßlich

aplastisch

er und

hämolytisc

Neutropenie

, Abnahmen

Hämoglobin

Hämatokrit,

Thrombozyt

Anämie)

openie,

Agranulozyt

ose,

Knochenma

rkdepressio

Panzytopen

Lymphknote

nschwellun

Autoimmun

erkrankung

Endokrine

Erkrankunge

n

Syndrom

inadäquat

en ADH-

Sekretion

(SIADH)

Stoffwechsel-

und

Ernährungsst

örungen

Hypoglykä

mie (siehe

Abschnitt

4.4)

Psychiatrisch

e

Erkrankunge

n

Depressio

Verwirrthei

tszuständ

e, Nervo-

sität,

Schlaflosi

gkeit,

verändertes

Träumen,

Schlafstöru

ngen

Erkrankunge

n des

Nervensyste

ms

Schwin

Kopfschm

erzen,

Synkope,

Geschma

cksänderu

Schläfrig-

keit,

Parästhesi

Vertigo

Augenerkran

kungen

Ver-

schwom

men-

sehen

Erkrankunge

n des Ohrs

und des

Labyrinths

Tinnitus

Herzerkrank-

ungen

Schmerze

n im

Brustkorb,

Herzrhyth

musstörun

g-en,

Angina

pectoris,

Tachykar-

Palpitatio-

nen, Myo-

kardinfarkt

oder

zerebraler

Insult*,

vermutlich

infolge

übermäß-

igen Blut-

druckabfal

ls bei

Hochrisiko

patienten

(siehe

Abschnitt

4.4)

Gefäßerkrank

ungen

Hypotonie

(einschlie

ßlich

ortho-

statische

Hypotonie

Flush,

orthostati-

sche

Hypotonie

Raynaud-

Syndrom

Erkrankunge

n der

Atemwege,

des

Brustraums

und

Mediastinum

s

Husten

Dyspnoe

Rhinorrhö,

Halsschm

erzen und

Heiserkeit,

Bronchosp

asmus/Ast

Pilmonale

Infiltrate,

Rhinitis,

allergische

Alveolitis/eo

sinophile

Pneumonie

Erkrankunge

n des

Gastrointesti

naltrakts

Übelkeit

Diarrhö,

Bauchsch

merzen

Ileus,

Pankreati-

tis,

Erbrechen

Dyspepsie

, Verstopf-

ung,

Anorexie,

Magenrei-

zung,

Mundtrock

enheit,

peptisches

Geschwür

Stomatitis/

aphthöse

Ulzeratione

n, Glossitis

intestinale

Angioöde

Leber- und

Gallenerkran

kungen

Leberversa-

gen, Hepati-

tis –

hepato-

zellulär oder

cholestatisc

einschließ-

lich

hepatische

Nekrose,

Cholestase

(einschließli

ch Ikterus)

Erkrankunge

n der Haut

und des

Unterhautzell

gewebes

Ausschlag

Überempfi

ndlichkeit/

Angioöde

Diaphores

Pruritus,

Urtikaria,

Alopezie

Erythema

multiforme,

Stevens-

Johnson-

Syndrom,

Symptome

nkomplex

wurde

berichtet,

Angioöde

me mit

Beteiligun

g von

Gesicht,

Extremitä-

ten,

Lippen,

Zunge,

Glottis

und/oder

Kehlkopf

wurde

berichtet

(siehe Ab-

schnitt 4.4

exfoliative

Dermatitis,

toxische

epidermale

Nekrolyse,

Pemphigus,

Erythroder

der mit

einigen

oder allen

folgenden

Nebenwirk

ungen

einhergeh

en kann:

Fieber,

Serositis,

Vaskulitis,

Myalgien/

Myositis,

Arthralgie

n/Arthritis,

positive

ANA-Titer,

erhöhte

BSG,

Eosinophi-

lie und

Leukozyto

-se. Aus-

schlag,

Photosens

ibilität

oder

andere

dermatolo

gische

Manifestat

ionen

können

auftreten

Skelettmusku

latur-,

Bindegewebs

- und

Knochenerkr

ankungen

Muskelkrä

mpfe

Erkrankunge

n der Nieren

und

Harnwege

Nierenfun

ktionsstö-

rung,

Nierenver

sagen,

Proteinuri

Oligurie

Erkrankunge

n der

Geschlechts

organe und

der

Brustdrüse

Impotenz

Gynäkomas

-tie

Allgemeine

Erkrankunge

Astheni

Müdigkeit

allgemein

n und

Beschwerden

am

Verabreichun

gsort

Unwohl-

sein,

Fieber

Untersuchun

gen

Hyperkaliä

mie,

Anstieg

Serum-

Kreatinin

Anstieg

von Blut-

Harnstoff,

Hyponatri

ämie

Anstieg der

Leberenzy-

me, Anstieg

von Serum-

Bilirubin

* Die Inzidenzen entsprachen in klinischen Studien denen der Kontrollgruppen unter

Plazebo oder einer aktiven Vergleichssubstanz.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind

aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Es liegen nur begrenzte Daten zu Überdosierungen beim Menschen vor. Als

auffälligste Merkmale einer Überdosierung wurden bisher schwere Hypotonie (Eintritt

etwa 6 Stunden nach Tabletteneinnahme) mit gleichzeitiger Blockade des Renin-

Angiotensin-Systems und Stupor berichtet. Als weitere Symptome im Zusammenhang

mit einer Überdosierung von ACE-Hemmern können Kreislaufversagen,

Elektrolytstörungen, Nierenversagen, Hyperventilation, Tachykardie, Palpitationen,

Bradykardie, Schwindel, Angstgefühl und Husten auftreten.

Nach Einnahme von 300 mg bzw. 440 mg Enalapril wurden 100- bzw. 200-fach höhere

Serum-Konzentrationen von Enalaprilat als unter therapeutischen Dosen festgestellt.

Zur Behandlung einer Überdosierung wird die intravenöse Infusion von isotoner

Kochsalzlösung empfohlen. Im Falle eines Blutdruckabfalls soll der Patient in

Schocklagerung gebracht werden. Falls verfügbar, kann auch eine Therapie mit einer

Angiotensin-II-Infusion und/oder einer intravenösen Katecholamin-Infusion in Erwägung

gezogen werden. Wurden die Tabletten erst kurz zuvor eingenommen, sollten

Maßnahmen zur Elimination von Enalaprilmaleat getroffen werden (z. B. Erbrechen,

Magenspülung, Anwendung von Adsorbentien oder Natriumsulfat). Enalaprilat kann

durch Hämodialyse aus dem Kreislauf entfernt werden (siehe Abschnitt 4.4). Bei

therapierefraktärer Bradykardie ist ein Schrittmacher indiziert. Die Vitalparameter,

Elektrolyt- und Kreatinin-Konzentrationen im Serum sind ständig zu überwachen.

5.

Pharmakologische Eigenschaften

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer

ATC-Code: C09AA02

Enalapril Sandoz ist das Maleatsalz von Enalapril, einem Abkömmling von 2

Aminosäuren, L-Alanin und L-Prolin. Das Angiotensin-Converting-Enzym (ACE) ist eine

Peptidyl-Dipeptidase, welche die Umwandlung von Angiotensin I zu der

vasokonstriktorisch wirksamen Substanz Angiotensin II katalysiert. Nach Resorption

wird Enalapril zu Enalaprilat hydrolysiert, welches ACE hemmt. Die ACE-Hemmung

bewirkt eine Abnahme von Angiotensin II im Plasma. Dies führt zu einer erhöhten

Plasmareninaktivität (infolge des Wegfalls der negativen Rückkopplung auf die

Reninsekretion) und einer Abnahme der Aldosteronsekretion.

ACE ist mit Kininase II identisch. Daher ist es möglich, dass Enalaprilmaleat auch den

Abbau von Bradykinin, einem stark vasodepressorischen Peptid, hemmt. Welche Rolle

dieser Mechanismus für die therapeutischen Wirkungen von Enalaprilmaleat spielt, ist

noch unklar.

Wirkmechanismus

Der blutdrucksenkende Mechanismus von Enalaprilmaleat wird zwar in erster Linie auf

die Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems zurückgeführt; dennoch

wirkt Enalaprilmaleat sogar bei Patienten mit niedrigem Reninspiegel antihypertensiv.

Pharmakodynamische Wirkungen

Die Anwendung von Enalaprilmaleat bei hypertonen Patienten führt zu einer

Blutdrucksenkung im Liegen und im Stehen, ohne dass die Herzfrequenz signifikant

ansteigt.

Eine symptomatische orthostatische Hypotonie tritt selten auf. Bei manchen Patienten

kann es einige Wochen dauern, bis die Behandlung zu einer optimalen

Blutdrucksenkung führt. Ein abruptes Absetzen von Enalaprilmaleat ging nicht mit

einem übermäßigen Blutdruckanstieg einher.

Eine wirksame Hemmung der ACE-Aktivität tritt normalerweise 2 - 4 Stunden nach

oraler Einnahme einer Einzeldosis von Enalapril ein. Das Einsetzen der

antihypertensiven Wirkung wurde meist nach 1 Stunde, die maximale

Blutdrucksenkung 4 - 6 Stunden nach Einnahme beobachtet. Die Wirkdauer ist

dosisabhängig. Unter den empfohlenen Dosierungen zeigte es sich jedoch, dass die

antihypertensive und hämodynamische Wirkung mindestens 24 Stunden lang anhielt.

Bei Patienten mit essenzieller Hypertonie zeigten hämodynamische Studien, dass die

Blutdrucksenkung mit einer Abnahme des peripheren arteriellen Widerstandes und

einer Zunahme des Herzminutenvolumens einherging, die Herzfrequenz aber kaum

verändert war. Nach Einnahme von Enalaprilmaleat nahm die Nierendurchblutung zu,

die glomeruläre Filtrationsrate blieb unverändert. Es gab keine Anzeichen einer Salz-

oder Flüssigkeitsretention. Bei Patienten, die vor Behandlung mit Enalaprilmaleat eine

niedrige glomeruläre Filtrationsrate hatten, stieg diese jedoch an.

In klinischen Kurzzeitstudien bei Patienten mit Nierenerkrankung mit und ohne

Diabetes wurde nach Einnahme von Enalapril eine Abnahme der Albuminurie sowie

der Urinausscheidung von IgG und Gesamtprotein beobachtet.

Bei gemeinsamer Anwendung mit Diuretika vom Thiazid-Typ sind die

blutdrucksenkenden Wirkungen von Enalaprilmaleat zumindest additiv. Enalaprilmaleat

kann die Entwicklung einer Thiazid-induzierten Hypokaliämie verringern oder

verhindern.

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz unter Therapie mit Digitalis und Diuretika führte die

Behandlung mit Enalaprilmaleat (oral oder i. v.) zu einer Abnahme des peripheren

Widerstandes und des Blutdruckes. Das Herzminutenvolumen nahm zu; die

Herzfrequenz, die bei Herzinsuffizienzpatienten normalerweise erhöht ist, dagegen

nahm ab. Der Lungenkapillardruck war ebenfalls reduziert. Die körperliche

Belastbarkeit und der Grad der Herzinsuffizienz (nach den Kriterien der New York

Heart Association) wurden ebenfalls verbessert. Diese Wirkungen blieben bei

Langzeittherapie erhalten.

Bei Patienten mit leichter bis mittlerer Herzinsuffizienz verzögerte Enalapril die

Progression der Dilatation/Vergrößerung des Herzens und der Herzinsuffizienz,

erkennbar an der Reduktion des linksventrikulären enddiastolischen und systolischen

Volumens und der Verbesserung der Ejektionsfraktion.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

In einer multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, plazebo-kontrollierten Studie

(SOLVD Präventionsstudie) wurde eine Population mit asymptomatischer

linksventrikulärer Dysfunktion (LVEF < 35 %) untersucht. 4 228 Patienten wurden

randomisiert und erhielten entweder Plazebo (n = 2 117) oder Enalapril (n = 2 111). In

der Plazebo-Gruppe kam es zu 818 Fällen von Herzinsuffizienz bzw. Todesfällen

(38,6 %), in der Enalapril-Gruppe dagegen in 630 Fällen (29,8 %) (Risikoreduktion:

29 %, 95%-Cl: 21 – 36 %; p<0,001). 518 Patienten der Plazebo-Gruppe (24,5 %) und

434 der Enalapril-Gruppe (20,6 %) starben an einer neu aufgetretenen oder sich

verschlechternden Herzinsuffizienz oder wurden deshalb ins Krankenhaus eingewiesen

(Risikoreduktion: 20 %; 95%-Cl: 9 – 30 %; p<0,001).

In einer multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, plazebo-kontrollierten Studie

(SOLVD Behandlungsstudie) wurde eine Population mit symptomatischer

Herzinsuffizienz aufgrund systolischer Dysfunktion (EF< 35 %) untersucht. 2 569

Patienten, deren symptomatische Herzinsuffizienz konventionell behandelt wurde,

wurden in eine Plazebo-Gruppe (n=1.284) oder eine Enalapril-Gruppe (n=1 285)

randomisiert. In der Plazebo-Gruppe kam es zu 510 Todesfällen (39,7 %), im Vergleich

dazu in der Enalapril-Gruppe zu 452 Todesfällen (35,2 %) (Risikoreduktion: 16 %; 95%-

Cl: 5 – 26 %; p=0,0036). In der Plazebo-Gruppe kam es zu 461 Todesfällen

kardiovaskulärer Ursache im Vergleich zu 399 Fällen in der Enalapril-Gruppe

(Risikoreduktion: 18 %; 95%-Cl: 6 - 28 %; p<0,002), dies ist vor allem auf eine

Abnahme der Todesfälle aufgrund fortschreitender Herzinsuffizienz zurückzuführen

(251 in der Plazebo-Gruppe vs. 209 in der Enalapril-Gruppe, Risikoreduktion 22 %,

95%-CI: 6 - 35 %). Weniger Patienten starben aufgrund einer Verschlechterung ihrer

Herzinsuffizienz oder wurden deshalb ins Krankenhaus eingewiesen (736 in der

Plazebo-Gruppe und 613 in der Enalapril-Gruppe; Risikoreduktion: 26 %; 95%-CI: 18-

34 %; p<0,0001). Insgesamt senkte Enalaprilmaleat in der SOLVD Studie bei Patienten

mit linksventrikulärer Dysfunktion das Risiko, einen Myokardinfarkt zu erleiden, um 23

% (95%-CI: 11 -34 %; p<0,001) und das Risiko, aufgrund einer instabilen Angina

pectoris ins Krankenhaus eingewiesen zu werden, um 20 % (95%-CI: 9 - 29 %, p<

0,001).

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing

Telmisartan Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA

NEPHRON-D” [The Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige

Anwendung eines ACE-Hemmers mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

untersucht.

Die „ONTARGET“–Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2

mit nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie

wurde bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie

durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder

kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für

Hyperkaliämie, akute Nierenschädigung und/oder Hypotonie im Vergleich zur

Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer pharmakodynamischer

Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf andere ACE-Hemmer und Angiotensin-

II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei

Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and

Renal Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren

zusätzlich zu einer Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer

Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulärer Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die

Studie wurde wegen eines erhöhten Risikos unerwünschter Ereignisse vorzeitig

beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der

Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-Gruppe, ebenso

unerwünschte Ereignisse und besondere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse

(Hyperkaliämie, Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).

Kinder und Jugendliche

Bei pädiatrischen Patienten über 6 Jahre mit Hypertonie liegen begrenzte Daten zur

Anwendung von Enalapril vor. In einer klinischen Studie mit 110 hypertonen

pädiatrischen Patienten im Alter von 6-16 Jahren mit Patienten mit einem Gewicht

20 kg und einer glomerulären Filtrationsrate > 30 ml/min/1,73 m

erhielten die

Patienten mit einem Gewicht < 50 kg entweder 0,625 mg, 2,5 mg oder 20 mg

Enalapril pro Tag; Patienten mit einem Gewicht

50 kg erhielten entweder 1,25 mg,

5 mg oder 40 mg Enalapril pro Tag. Die 1-mal tägliche Gabe von Enalapril senkte

den Midestwert des Blutdrucks in Abhängigkeit von der Dosis. Die dosisabhängige

Blutdrucksenkung von Enalapril zeigte sich übereinstimmend in allen Subgruppen

(Alter, Tanner-Stadium, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit). Allerdings scheinen

die niedrigsten Dosierungen von 0,625 mg bzw. 1,25 mg - entsprechend

durchschnittlich 0,02 mg/kg/Tag

keine gleichmäßige blutdrucksenkende

Wirksamkeit zu haben. Die Maximaldosis, die untersucht wurde, war 0,58 mg/kg/Tag

(bis zu 40 mg). Das Nebenwirkungsprofil bei pädiatrischen Patienten unterschied

sich nicht von dem bei Erwachsenen.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Enalapril wird nach oraler Einnahme rasch resorbiert, wobei die maximalen

Plasmakonzentrationen innerhalb einer Stunde erreicht werden. Nach oraler Einnahme

von Enalapril in Tablettenform beträgt die Resorption ungefähr 60 %, basierend auf der

Wiederfindungsrate im Urin. Die Resorptionsrate nach oraler Einnahme von

Enalaprilmaleat wird nicht durch das Vorhandensein von Nahrung im Magen-Darm-

Trakt beeinflusst.

Nach der Resorption wird oral aufgenommenes Enalapril rasch weitgehend zu

Enalaprilat hydrolysiert, einem potenten Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer. Die

Spitzen-Plasmakonzentrationen von Enalaprilat zeigen sich ca. 4 Stunden nach oraler

Gabe einer Enalapril-Tablette. Die effektive Akkumulationshalbwertszeit von Enalaprilat

nach oralen Mehrfachgaben beträgt 11 Stunden. Bei Probanden mit normaler

Nierenfunktion wurden die Steady-State-Serum-Konzentrationen von Enalaprilat ca. 4

Tage nach Therapiebeginn erreicht.

Verteilung

Im Bereich der therapeutisch relevanten Konzentrationen liegt die

Plasmaproteinbindung von Enalaprilat beim Menschen nicht über 60 %.

Biotransformation

Außer der Konversion zu Enalaprilat liegen keine weiteren Hinweise für einen

signifikanten Metabolismus von Enalapril vor.

Elimination

Die Ausscheidung von Enalaprilat erfolgt überwiegend renal. Die Hauptbestandteile im

Urin sind Enalaprilat, das ca. 40 % der Dosis ausmacht, und unverändertes Enalapril

(ca. 20 %).

Nierenfunktionseinschränkung

Die Enalapril- und Enalaprilat-Exposition sind bei Patienten mit Niereninsuffizienz

erhöht.

Bei Patienten mit leichter bis mäßiger Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 40 - 60

ml/min) war die Steady-State-AUC von Enalaprilat nach der Anwendung von 5 mg 1-

mal täglich ca. doppelt so groß wie bei Patienten mit normaler Nierenfunktion. Bei

schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance

30 ml/min), war die AUC ca. 8-mal

größer. Die effektive Halbwertszeit von Enalaprilat nach Mehrfachdosen ist bei

Niereninsuffizienz in diesem Stadium verlängert, das Erreichen des Steady-State ist

verzögert (siehe Abschnitt 4.2). Enalaprilat kann mittels Hämodialyse aus dem

Kreislauf entfernt werden. Enalaprilat ist mit einer Rate von 62 ml/min dialysierbar.

Kinder und Jugendliche

Eine pharmakokinetische Studie mit verschiedenen Dosierungen wurde bei 40

hypertonen Mädchen und Jungen im Alter von 2 Monaten bis zu 16 Jahren

durchgeführt, die oral 0,07 - 0,14 mg/kg KG Enalaprilmaleat/Tag erhielten. Insgesamt

ergab diese Studie bezüglich der Pharmakokinetik von Enalaprilat keine größeren

Unterschiede zwischen Kindern und den bekannten Daten von Erwachsenen. Die

Daten weisen auf eine Vergrößerung der AUC (bei Normierung auf Dosen pro

Körpergewicht) mit zunehmendem Alter hin; diese Vergrößerung der AUC ist jedoch

nicht zu beobachten, wenn die Daten auf die Körperoberfläche normiert werden. Im

Steady-State betrug die mittlere effektive Akkumulationshalbwertszeit von Enalaprilat

14 Stunden.

Stillzeit

Nach oraler Verabreichung von Einzeldosen zu 20 mg bei fünf Frauen postpartum

betrug der Spitzenwert der Konzentrationen von Enalapril in der Muttermilch nach vier

bis sechs Stunden im Durchschnitt 1,7 µg/L (Bereich 0,54 bis 5,9 µg/L). Auch zu

verschiedenen Zeitpunkten innerhalb von 24 Stunden betrugen im Durchschnitt die

Spitzenwerte der Konzentrationen von Enalapril 1,7 µg/L (Bereich 1,2 bis 2,3 µg/L).

Ausgehend

diesen

Daten

maximale

Menge

Enalapril

einem

ausschließlich gestillten Säugling auf etwa 0,16% der verabreichten mütterlichen Dosis

zu schätzen.

Bei einer Frau, die täglich 11 Monate lang 10 mg Enalapril oral einnahm, betrugen die

Spitzenwerte der Konzentrationen von Enalapril in der Muttermilch vier Stunden nach

Einnahme 2 µg/L und etwa neun Stunden nach Einnahme 0,75 µg/L. Im Verlaufe von

24 Stunden in der Milch gemessene Gesamtmenge von Enalapril und Enalaprilat

betrug 1,44 µg/L bzw. 0,63 µg/L.

Vier Stunden nach einer Einzeldosis von 5 mg Enalapril bei einer Mutter und 10 mg bei

zwei Müttern konnten keine Enalaprilat-Mengen in der Milch nachgewiesen werden

(<0,2µg/L).

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Aus den präklinischen Daten (übliche Untersuchungen zur pharmakologischen

Verträglichkeit, zur Toxizität bei wiederholt verabreichten Dosen, zur Genotoxizität und

zum kanzerogenen Potenzial) ergaben sich keine Hinweise auf eine besondere

Gefährdung für den Menschen. Entsprechend den Studien zur Reproduktionstoxizität

hat Enalapril keine Wirkungen auf Fruchtbarkeit und Fortpflanzung bei Ratten und wirkt

nicht teratogen. In einer Studie, in der weibliche Ratten Enalapril vor der Paarung und

während der Gestationszeit erhalten hatten, kam es während der Säugeperiode zu

einer erhöhten Todesrate bei den Jungtieren. Es wurde nachgewiesen, dass die

Substanz plazentagängig ist und in die Muttermilch übergeht. Die Klasse der ACE-

Hemmer wirkt nachweislich fetotoxisch (Schädigung und/oder Tod des Fetus), wenn

sie im 2. oder 3. Trimenon gegeben wird.

6.

Pharmazeutische Angaben

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumhydrogencarbonat

Lactose-Monohydrat

Maisstärke

Talkum

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Eisen(III)oxid, rot

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor

Licht und Feuchtigkeit zu schützen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Die Tabletten sind in einer Aluminium/Aluminium-Blisterpackung verpackt und in einen

Karton eingeschoben.

Die Packungen enthalten 20, 30, 50 und 100 Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

Inhaber der Zulassungen

Hexal AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen

8.

Zulassungsnummern

67838.00.00

67839.00.00

9.

Datum der Erteilung der Zulassungen/ Verlängerung der Zulassungen

Datum der Erteilung der Zulassungen

29. Juni 2007

Datum der letzten Verlängerung der Zulassungen

07. Juni 2011

10.

Stand der Information

Juni 2017

11.

Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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