Enalapril Sandoz 20 mg - Tabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

12-12-2019

Fachinformation Fachinformation (SPC)

12-12-2019

Wirkstoff:
ENALAPRIL MALEAT
Verfügbar ab:
Sandoz GmbH
ATC-Code:
C09AA
INN (Internationale Bezeichnung):
ENALAPRIL MALEAT
Einheiten im Paket:
10 Stück, Laufzeit: 36 Monate,28 Stück, Laufzeit: 36 Monate,30 Stück, Laufzeit: 36 Monate,50 Stück, Laufzeit: 36 Monate,56 Stück
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Therapiebereich:
ACE-inhibitors, plain
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-23627
Berechtigungsdatum:
2000-05-16

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GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

Enalapril Sandoz 5 mg - Tabletten

Enalapril Sandoz 10 mg - Tabletten

Enalapril Sandoz 20 mg - Tabletten

Wirkstoff: Enalaprilmaleat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Enalapril Sandoz und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Enalapril Sandoz beachten?

Wie ist Enalapril Sandoz einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Enalapril Sandoz aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST ENALAPRIL SANDOZ UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Enalapril Sandoz enthält Enalaprilmaleat. Enalapril gehört zur Gruppe von Arzneimitteln, die

als ACE (Angiotensin-Converting–Enzym)-Hemmer bekannt sind. Dieses Arzneimittel wirkt

gefäßerweiternd. Dies führt zur Senkung von erhöhtem Blutdruck.

Enalapril Sandoz wird zur Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie) eingesetzt.

wird

auch

Behandlung

bestimmten

Herzerkrankungen

verwendet,

auch

„Herzschwäche“ genannt. Das bedeutet, dass Ihr Herz nicht so gut arbeitet, wie es sollte, um

Blut

in Ihrem

Körper

verteilen,

was zu

Müdigkeit

nach geringer körperlicher

Anstrengung, Atemlosigkeit und Schwellungen der Knöchel und Beine führen kann. Enalapril

Sandoz kann bei der Behandlung dieser Beschwerden helfen.

Bei vielen Patienten mit einem geschädigten Herzmuskel, aber ohne Beschwerden, kann

Enalapril Sandoz helfen, Beschwerden wie Kurzatmigkeit oder Schwellungen zu vermeiden.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON ENALAPRIL SANDOZ BEACHTEN?

Enalapril Sandoz darf nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch sind gegen

Enalaprilmaleat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses

Arzneimittels

andere ACE-Hemmer. Anzeichen dafür können Jucken, Nesselausschlag, Keuchen

oder Schwellung von Ihren Händen, Rachen, Mund oder Augenlidern sein.

wenn

Sacubitril/Valsartan,

Arzneimittel

Behandlung

einer

chronischen

Herzschwäche bei Erwachsenen, eingenommen haben oder einnehmen, weil sich dadurch

das Risiko eines Angioödems (schnelle Schwellung der Haut z.B. im Rachenbereich) erhöht

nach dem 3. Schwangerschaftsmonat (es ist auch besser, die Einnahme von Enalapril

Sandoz in der frühen Schwangerschaft zu vermeiden – siehe Abschnitt „Schwangerschaft“)

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem

blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden

Nehmen Sie Enalapril Sandoz nicht ein, wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker vor der Einnahme von

Enalapril Sandoz.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Enalapril Sandoz einnehmen

wenn Sie Nierenprobleme haben, wenn Sie kürzlich eine Nierentransplantation hatten, wenn

Sie ein Dialysepatient sind oder Entwässerungstabletten (Diuretika) einnehmen

wenn Sie eine salzarme Diät einhalten oder kürzlich an starkem Erbrechen oder Durchfall

gelitten haben

wenn Sie an einer bestimmten Herzerkrankung, einer so genannten „Aortenstenose“,

„hypertrophen Kardiomyopathie“ oder „Ausflussbehinderung“ leiden

wenn Sie an Kollagenosen mit Gefäßbeteiligung leiden, Immunsuppressiva nehmen (zur

Behandlung von Autoimmunerkrankungen, wie rheumatoider Arthritis oder nach einer

Transplantation)

wenn Sie Allopurinol (zur Behandlung von Gicht) oder Procainamid (zur Behandlung von

Herzrhythmusstörungen) einnehmen. Wenn Sie eine Infektion entwickeln (Beschwerden

können erhöhte Temperatur oder Fieber sein), informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt. Ihr

Arzt wird von Zeit zu Zeit Blutproben nehmen, um die Anzahl Ihrer weißen Blutkörperchen

zu prüfen.

wenn Sie schon einmal ein Angioödem während der Einnahme von anderen Arzneimitteln

hatten. Anzeichen sind Juckreiz, Nesselausschlag, Atembeschwerden (Keuchen) oder

Schwellung der Hände, Rachen, Mund oder Augenlider.

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden, kann das Risiko eines Angioödems

(rasche Schwellung unter der Haut in Bereichen wie dem Rachen) erhöht sein:

Racecadotril (Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall)

Arzneimittel, die zur Verhinderung der Abstoßung von transplantierten Organen oder zur

Krebsbehandlung eingesetzt werden (z. B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus und

andere Arzneimittel, die zur Klasse der mTOR-Inhibitoren gehören

Vildagliptin (Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes)

wenn Sie Diabetes haben und Antidiabetika einschließlich Insulin einnehmen, um Ihren

Blutzuckerwert

kontrollieren

(Sie

müssen

Ihre

Blutzuckerspiegel

genauestens

Unterzuckerung kontrollieren, besonders während des ersten Monats der gemeinsamen

Anwendung)

wenn Sie Kaliumergänzungsmittel oder kaliumhältige Salzersatzstoffe einnehmen

wenn Sie Lithium zur Behandlung psychischer Erkrankungen einnehmen

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet

- z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme

aufgrund von Diabetes mellitus haben

Aliskiren

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte

(z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen. Siehe auch Abschnitt

„Enalapril Sandoz darf nicht eingenommen werden“.

wenn Sie von Ihrem Arzt informiert wurden, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit

leiden

Wenn Sie während der Einnahme von Enalapril Sandoz eine der folgenden Beschwerden

entwickeln, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt:

Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut oder des Augenweiß)

trockenen, lang anhaltenden Husten

Wenn eine der folgenden Maßnahmen durchgeführt werden soll, sprechen Sie mit dem

behandelnden Arzt darüber, dass Sie Enalapril Sandoz einnehmen:

jegliche Operation oder Erhalt von Narkosemitteln (auch bei einem Zahnarzt)

eine Behandlung, genannt LDL-Apherese, um Cholesterin mit einer Maschine aus Ihrem Blut

zu entfernen

Desensibilisierungsbehandlung, um die allergischen Reaktionen nach einem Bienen- oder

Wespenstich zu vermindern

Routinetests

Wenn Sie mit der Behandlung von Enalapril Sandoz beginnen, wird Ihr Arzt Ihren Blutdruck

regelmäßig überwachen, um sicherzustellen, dass Sie die richtige Dosis erhalten. Zusätzlich kann

Arzt

einigen

Patienten

Tests

Messung

Ihres

Kalium-,

Kreatinin-

Leberenzymspiegels durchführen.

Schwangerschaft

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder wenn

Sie schwanger werden könnten). Enalapril Sandoz wird in der frühen Schwangerschaft nicht

empfohlen und darf nach dem 3. Schwangerschaftsmonat nicht eingenommen werden, da es

Ihrem

Kind

diesem

Stadium

ernsthaften

Schaden

zufügen

kann

(siehe

Abschnitt

„Schwangerschaft“).

Kinder und Jugendliche

Die Daten für die Verwendung von Enalapril Sandoz bei Kindern über 6 Jahren mit hohem

Blutdruck sind limitiert, aber bei Kindern mit Herzproblemen gibt es keine Informationen. Enalapril

Sandoz darf nicht bei Babys oder Kindern mit eingeschränkter Nierenfunktion verwendet werden.

Einnahme von Enalapril Sandoz zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Enalapril Sandoz und andere Arzneimittel können sich

gegenseitig in Wirkung und Nebenwirkungen beeinflussen.

kaliumsparende

entwässernde

Arzneimittel

(Diuretika)

Spironolacton,

Eplerenon,

Triamteren

oder

Amilorid,

Kaliumergänzungsmittel

(einschließlich

Salzersatzmittel) oder andere Arzneimittel, die den Kaliumgehalt in Ihrem Blut erhöhen

können

Trimethoprim

Co-Trimoxazol,

auch

bekannt

Trimethoprim/Sulfamethoxazol, zur Behandlung von bakteriellen Infekten; Ciclosporin, ein

Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems, um die Abstoßung von transplantieren

Organen zu verhindern; und Heparin, ein Arzneimittel zur Blutverdünnung und Vermeidung

von Blutgerinnseln). Enalapril Sandoz kann den Kaliumspiegel in Ihrem Blut erhöhen und zu

Hyperkaliämie führen. Dies verursacht geringe Anzeichen und ist üblicherweise durch Tests

zu diagnostizieren.

Wassertabletten (Diuretika) wie Thiazide, Furosemid oder Bumetanid

Arzneimittel,

sehr

Verhinderung

einer

Abstoßung

Organtransplantats

verwendet werden (Sirolimus, Everolimus und andere Arzneimittel, die zur Klasse der

mTOR-Inhibitoren gehören). Siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“.

andere

blutdrucksenkende

Arzneimittel

Nitroglyzerin,

Nitrate

andere

gefäßerweiternde Mittel (Vasodilatatoren)

Lithium, ein Arzneimittel, das für die Behandlung von psychiatrischen Erkrankungen

verwendet wird. Die Anwendung von Enalapril Sandoz mit Lithium wird nicht empfohlen.

trizyklische

Antidepressiva

Amitriptylin

(zur

Behandlung

Depressionen),

Antipsychotika, wie Phenothiazine (zur Erleichterung schwerer Angstzustände)

Schmerzmittel wie Morphine oder Anästhetika, da Ihr Blutdruck zu niedrig sein könnte

Arzneimittel zur Linderung von Steifheit oder zur Entzündungshemmung verbunden mit

schmerzhaften

Zuständen,

besonders

jene,

Muskeln,

Knochen

Gelenke

beeinträchtigen:

einschließlich Goldtherapie, was bei gleichzeitiger Einnahme mit Enalapril Sandoz zu

einer Rötung des Gesichts, Übelkeit, Erbrechen und niederem Blutdruck führen kann

nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel (NSAR), wie z. B. Diflunisal

oder Diclofenac einschließlich COX-2-Hemmer. Diese Arzneimittel können eine gute

Blutdruckeinstellung verhindern und den Kaliumspiegel in Ihrem Blut erhöhen.

Acetylsalicylsäure (zur Schmerzlinderung)

Arzneimittel wie Ephedrin (verwendet in Hausmitteln gegen Husten und Schnupfen) oder

Noradrenalin

Adrenalin,

Behandlung

niedrigem

Blutdruck,

Schock,

Herzversagen, Asthma oder Allergien verwendet werden. Gemeinsam mit Enalapril Sandoz

eingenommen, können diese Arzneimittel zu einer ständigen Blutdruckerhöhung führen.

Allopurinol (zur Behandlung von Gicht)

Procainamid (zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)

Antidiabetika wie Insulin. Enalapril Sandoz kann eine weitere Senkung Ihres Blutzuckers

verursachen, wenn Sie es mit Antidiabetika einnehmen.

Arzt

muss

unter

Umständen

Ihre

Dosierung

anpassen

und/oder

sonstige

Vorsichtsmaßnahmen

treffen,

wenn

einen

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

oder

Aliskiren einnehmen (siehe auch Abschnitte „Enalapril Sandoz darf nicht eingenommen werden"

und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, ob einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft,

sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Enalapril Sandoz einnehmen.

Einnahme von Enalapril Sandoz zusammen mit Alkohol

Wenn Sie während der Einnahme von Enalapril Sandoz Alkohol trinken, kann dies bei Ihnen zu

einem zu hohen Blutdruckabfall und dadurch zu Schwindel, Benommenheit oder Mattigkeit

führen. Sie sollten Ihren Alkoholkonsum auf ein Minimum beschränken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft:

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren

Arzt oder Apotheker um Rat.

Ihr Arzt wird Ihnen normalerweise empfehlen, die Einnahme von Enalapril Sandoz zu beenden,

bevor Sie schwanger werden oder sobald Sie von der Schwangerschaft wissen und er wird Ihnen

die Einnahme eines anderen Arzneimittels an Stelle von Enalapril Sandoz empfehlen. Die

Einnahme von Enalapril Sandoz wird in der frühen Schwangerschaft nicht empfohlen und

Enalapril Sandoz darf nach dem 3. Schwangerschaftsmonat nicht eingenommen werden, da es

Ihrem

Kind

ernsthaft

schaden

kann,

wenn

nach

Schwangerschaftsmonat

eingenommen wird.

Stillzeit:

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie stillen oder wenn Sie stillen möchten. Es wird nicht

empfohlen, während der Einnahme von Enalapril Sandoz Neugeborene (erste Wochen nach der

Geburt) und besonders Frühgeborene zu stillen.

Im Falle älterer Säuglinge wird Sie Ihr Arzt über den Nutzen und das Risiko bei der Einnahme

von Enalapril Sandoz im Vergleich zu alternativen Therapien während der Stillzeit aufklären.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung:

Dieses

Arzneimittel

kann

Reaktionsfähigkeit

Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Bestimmte Nebenwirkungen, wie Schwindel oder Schwächegefühl, wurden bei Enalapril Sandoz

beobachtet, was einige Patienten bei der aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder beim

Bedienen von Maschinen beeinträchtigen könnte.

Enalapril Sandoz enthält Lactose.

Bitte nehmen Sie Enalapril Sandoz erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Enalapril Sandoz enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

3.

WIE IST ENALAPRIL SANDOZ EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker

ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Einnahme dieses Arzneimittels

Nehmen Sie dieses Arzneimittel über den Mund ein.

Die Anzahl der Tabletten, die Sie täglich einnehmen, hängt von Ihrem Zustand ab.

Enalapril Sandoz kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Dosis bei Bluthochdruck

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt abhängig von Ihrem Blutdruck 5 mg täglich bis 20 mg

täglich. Bei Patienten mit leicht erhöhtem Blutdruck wird eine Dosis von 5 - 10 mg täglich

empfohlen.

Für

Patienten

Nierenproblemen,

Herzproblemen,

niedrigen

Salz-

und/oder

Flüssigkeitsspiegeln sollte die Dosis zu Beginn 5 mg oder weniger betragen.

Wenn Sie derzeit hohe Dosen von Diuretika (Arzneimittel zur Entwässerung) nehmen, kann Ihr

Arzt Sie bitten, diese 2 - 3 Tage vor der Einnahme von Enalapril Sandoz abzusetzen. Eine

Anfangsdosis von 5 mg oder weniger wird empfohlen.

Wenn Ihr Blutdruck unter Kontrolle ist, beträgt die übliche Erhaltungsdosis 20 mg täglich bis zu

einem Maximum von 40 mg täglich.

Dosis bei Herzerkrankungen

Bei Patienten mit Herzproblemen wird Enalapril Sandoz zusätzlich zu Diuretika und, wo nötig, mit

Digitalis (ein Arzneimittel bei Herzinsuffizienz und unregelmäßigem Herzschlag) oder Beta-

Blockern (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck, Angina pectoris und Herzproblemen)

angewendet.

Anfangsdosis

beträgt

sollte

schrittweise

übliche

Erhaltungsdosis von 20 mg einmal täglich oder aufgeteilt auf zwei Gaben über eine Dauer von 2

- 4 Wochen gesteigert werden. Die Maximaldosis beträgt 40 mg pro Tag und wird auf zwei Gaben

aufgeteilt.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit Nierenproblemen muss die Dosis von Enalapril Sandoz abhängig von Ihrer

Nierenfunktion angepasst werden. Die Nierenfunktion wird durch die Menge an Kreatinin (ein

Abbauprodukt) in Ihrem Harn bestimmt und ebenso durch eine Blutuntersuchung. Wenn Sie zur

Dialyse gehen, wird Ihre Dosierung täglich variieren. Ihr Arzt wird Sie über Ihre Dosierung

aufklären.

Anwendung bei älteren Patienten

Die Dosierung wird vom Arzt entsprechend Ihrer Nierenfunktion angepasst.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Es gibt nur begrenzte Erfahrungen bei der Anwendung von Enalapril Sandoz bei Kindern und

Jugendlichen mit Bluthochdruck. Für Kinder, die Tabletten schlucken können, wird die Dosis

individuell, dem Körpergewicht und der Wirkung auf den Blutdruck entsprechend, angepasst

werden. Die empfohlene Anfangsdosis bei Kindern mit 20 bis weniger als 50 kg beträgt 2,5 mg

und 5 mg bei Kindern ab 50 kg. Enalapril Sandoz wird einmal am Tag eingenommen. Die Dosis

sollte den Bedürfnissen des Kindes angepasst werden und bis zu einem Maximum von 20 mg

pro Tag bei einem Körpergewicht von 20 bis weniger als 50 kg und 40 mg pro Tag bei einem

Körpergewicht ab 50 kg betragen.

Babys und Kinder mit Nierenproblemen

Enalapril

Sandoz

soll

Babys

Kindern

beeinträchtigter

Nierenfunktion

nicht

angewendet werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Enalapril Sandoz eingenommen haben als Sie sollten

Kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn Sie glauben, zu viele Tabletten eingenommen zu

haben als Sie sollten. Die meistbekannten Anzeichen und Merkmale einer Überdosierung sind

Blutdruckabfall und Stupor (ein Zustand eines fast kompletten Bewusstseinsverlusts). Andere

Symptome können Schwindel oder Benommenheit bis zu einem Blutdruckabfall, starkes und

schnelles Herzklopfen, schneller Puls, Angstgefühl, Husten, Nierenversagen und beschleunigte

Atmung beinhalten.

Wenn Sie die Einnahme von Enalapril Sandoz vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme einer Tablette vergessen haben, lassen Sie die vergessene Dosis aus.

Setzen Sie einfach die Einnahme mit der nächsten Dosis wie gewohnt fort.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Enalapril Sandoz abbrechen

Brechen Sie die Einnahme Ihres Arzneimittels nicht ab, bis Ihr Arzt es Ihnen empfiehlt. Wenn Sie

die Einnahme Ihres Arzneimittels abbrechen, kann Ihr Blutdruck ansteigen. Wenn Ihr Blutdruck

zu hoch wird, kann dies die Funktion Ihres Herzens und Ihrer Nieren beeinflussen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Die folgenden Nebenwirkungen können bei diesem Arzneimittel auftreten:

Es ist lebenswichtig, dass Sie unverzüglich die Einnahme dieses Arzneimittels abbrechen

und Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie die folgenden Beschwerden bei sich bemerken:

allergische Reaktionen – Sie haben möglicherweise Juckreiz, Kurzatmigkeit oder Keuchen

und entwickeln Schwellungen der Hände, Mund, Rachen, Gesicht oder Augen.

Hören Sie sofort mit der Einnahme von Enalapril Sandoz auf und informieren Sie Ihren

Arzt, wenn Sie folgende Nebenwirkungen haben:

schwerer Schwindel, Benommenheit, besonders am Beginn der Behandlung oder wenn die

Dosis erhöht wird oder wenn Sie aufstehen, starke Rötung Ihrer Haut, Blasenbildung,

Hautabschälung in Platten

Andere Nebenwirkungen:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Schwindel, verschwommenes Sehen, Husten, Übelkeit, Schwäche

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Kopfschmerzen, Depression, niedriger Blutdruck, Ohnmacht

Brustschmerzen,

Herzrhythmusstörungen,

Angina

pectoris,

schneller

Herzschlag,

Kurzatmigkeit

Diarrhoe, Bauchschmerzen, Veränderungen des Geschmackssinns, Müdigkeit

Hautausschlag, allergische Reaktionen mit Schwellungen von Armen und Beinen, Gesicht,

Lippen, Zunge oder Rachen mit Schluck- oder Atembeschwerden

erhöhte Kaliumspiegel im Blut, erhöhtes Serumkreatinin (beide werden üblicherweise durch

einen Bluttest festgestellt)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Blutarmut, Ängstlichkeit, ein Gefühl von erhöhter Aufmerksamkeit oder wackliges Gefühl

(verursacht

durch

niedrige

Blutzuckerwerte),

Verwirrung,

Schläfrigkeit,

Unfähigkeit

schlafen, Nervosität, Kribbeln oder Taubheitsgefühl, Schwindel (Drehempfindung)

niederer Blutdruck (wodurch Sie sich schwindlig fühlen könnten, wenn Sie aufstehen),

unregelmäßiger Herzschlag, Herzinfarkt oder Schlaganfall (bei Hochrisikopatienten)

Schnupfen, Halsweh und Heiserkeit, Atemprobleme oder Asthma

Darmverschluss, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Erbrechen, Magenverstimmung,

Verstopfung, Appetitverlust (Anorexie), Magenreizung, Mundtrockenheit

brennendes Schmerzgefühl mit einem Gefühl der Leere und Hunger, besonders wenn der

Magen leer ist (verursacht durch ein Magengeschwür), übermäßiges Schwitzen, Juckreiz,

Nesselsucht (Urtikaria), Haarverlust, Eiweißausscheidung im Harn (wird üblicherweise durch

einen Bluttest festgestellt)

Impotenz, Muskelkrämpfe, Hitzewallung, Klingeln in den Ohren/Ohrgeräusche (Tinnitus),

Antriebslosigkeit, Fieber

beeinträchtigte Nierenfunktion, Nierenversagen

Anstieg des Blutharnstoffs und verringerter Natriumspiegel (wird üblicherweise durch einen

Bluttest festgestellt)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

abnormales Träumen, Schlafstörungen

Veränderung des Blutbildes, wie verminderte Anzahl roter oder weißer Blutkörperchen,

verminderte Anzahl an Blutplättchen, Knochenmarksdepression (wird üblicherweise durch

einen Bluttest festgestellt)

Schwellung im Gesicht und Fehlbildungen der Lymphknoten (Lymphadenopatie)

geringer Blutfluss in Ihren Fingern und Zehen, was Rötung und Schmerzen verursacht

(Raynaud-Syndrom), Flüssigkeit in der Lunge, laufende oder entzündete Nase

erhöhte Immunabwehr (Autoimmunerkrankungen)

eosinophile Lungenentzündung (Anzeichen können Husten, Fieber und Atemprobleme sein)

Schmerzen, Schwellungen oder Geschwüre im Mund, Infektion oder Schmerzen und

Schwellung der Zunge, Nierenprobleme wie Verminderung der täglichen Harnausscheidung

Leberversagen oder Leberentzündung (Hepatitis), was zu einer Gelbfärbung der Haut führen

kann (Gelbsucht)

übermäßige Hautrötung, Blasenbildung, Hautabschälung in Platten

Vergrößerung der Brust beim Mann

erhöhte

Leberenzymwerte

oder

Blutbilirubin

(wird

üblicherweise

durch

einen

Bluttest

festgestellt), Abfall des Blutzuckerspiegels

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Schwellung (Ödeme) der Bauchorgane: Anzeichen können sein: Bauchschmerzen, Übelkeit

und Erbrechen, erhöhte Kalziumspiegel im Blut

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Unwohlsein, Verwirrtheit und/oder Schwäche, Krankheitsgefühl (Übelkeit), Appetitverlust,

Reizbarkeit. Dies könnten Anzeichen des sogenannten Syndroms der inadäquaten ADH-

Sekretion (SIADH) sein.

Es wurde ein Nebenwirkungskomplex berichtet, der einige oder alle der folgenden Anzeichen

einschließen kann:

Fieber, Entzündung der Blutgefäße, Schmerzen und Entzündung der Muskeln oder

Gelenke

Störungen des Blutsystems betreffend der Blutbestandteile, die man üblicherweise

durch Bluttests feststellt

Hautausschlag, Überempfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht und andere Auswirkungen

auf die Haut

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über

die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST ENALAPRIL SANDOZ AUFZUBEWAHREN?

Aluminium/OPA/Aluminium/PVC-Blister:

Nicht über 30°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

HDPE-Flasche:

Nicht über 30°C lagern (nach dem ersten Öffnen 6 Monate haltbar).

Flasche fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

dürfen

dieses

Arzneimittel

nach

Umkarton

bzw.

Blister/Flasche

nach

„Verwendbar bis“ oder „Verw. bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das

Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker,

wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Enalapril Sandoz enthält

Der Wirkstoff ist Enalaprilmaleat.

Jede Tablette enthält 5 mg, 10 mg oder 20 mg Enalaprilmaleat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Enalapril

Sandoz

Tabletten:

Hydroxypropylcellulose,

Lactose-Monohydrat,

Magnesiumstearat, Maisstärke, Natriumhydrogencarbonat und Talkum

Enalapril Sandoz 10 mg – Tabletten: Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat, Maisstärke,

Natriumhydrogencarbonat, Eisenoxid rot (E 172) und Talkum

Enalapril Sandoz 20 mg – Tabletten: Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat, Maisstärke,

Natriumhydrogencarbonat, Eisenoxid rot (E 172), Eisenoxid gelb (E 172) und Talkum

Wie Enalapril Sandoz aussieht und Inhalt der Packung

Enalapril Sandoz 5 mg – Tabletten: Runde, flache, weiße Tabletten mit abgerundeten Kanten,

einseitige Bruchrille.

Die Tabletten sind in Aluminium//OPA/Aluminium-PVC-Blisterpackungen mit 10, 20, 28, 30, 50,

60, 98, 100, 100 x 1, 300 oder 500 Tabletten verpackt.

Enalapril Sandoz 10 mg – Tabletten: Runde, flache, rot-braune Tabletten mit abgerundeten

Kanten, einseitige Bruchrille, mit weißen Punkten auf der Oberfläche und in der Masse der

Tablette.

Die Tabletten sind in Aluminium//OPA/Aluminium-PVC-Blisterpackungen mit 28, 30, 50, 98, 100

oder 100 x 1 Tabletten verpackt.

Enalapril Sandoz 20 mg – Tabletten: Runde, flache, hellorange Tabletten mit abgerundeten

Kanten, einseitige Bruchrille, mit weißen Punkten auf der Oberfläche und in der Masse der

Tablette.

Die Tabletten sind in Aluminium//OPA/Aluminium-PVC-Blisterpackungen mit 10, 14, 28, 30, 50,

56, 60, 98, 100, 100 x 1 oder 500 Tabletten verpackt.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das Schlucken zu erleichtern und nicht

zum Teilen in gleiche Dosen.

HDPE-Flasche mit PP-Verschluss, Sicherheitsring und integriertem Trockenmittel:

Packungsgrößen: 30, 100, 125 oder 250 Tabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Sandoz GmbH, 6250 Kundl, Österreich

Hersteller:

Salutas Pharma GmbH, 39179 Barleben, Deutschland

Lek Pharmaceuticals d.d., 1526 Laibach, Slowenien

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien:

Enalapril Sandoz 5/20 mg tabletten

Dänemark:

Enalapril Sandoz tabletter

Finnland:

Linatilsan

Italien:

Enalapril Sandoz

Norwegen:

Enalapril Sandoz 5/10/20 mg tabletter

Portugal:

Enalapril Sandoz 5/20 mg

Spanien:

Enalapril Sandoz 5/20 mg comprimidos EFG

Schweden:

Enalapril Sandoz 5/10/20 mg tabletter

Zulassungsnummern:

Enalapril Sandoz 5 mg – Tabletten Z.Nr.: 1-23625

Enalapril Sandoz 10 mg - Tabletten Z.Nr.: 1-23626

Enalapril Sandoz 20 mg - Tabletten Z.Nr.: 1-23627

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im November 2019.

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Enalapril Sandoz 5 mg - Tabletten

Enalapril Sandoz 10 mg - Tabletten

Enalapril Sandoz 20 mg - Tabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Tablette enthält 5 mg Enalaprilmaleat.

Jede Tablette enthält 10 mg Enalaprilmaleat.

Jede Tablette enthält 20 mg Enalaprilmaleat.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Enalapril Sandoz 5 mg - Tabletten: Jede Tablette enthält 123,3 mg Lactose (als Lactose-

Monohydrat).

Enalapril Sandoz 10 mg - Tabletten: Jede Tablette enthält 118,4 mg Lactose (als Lactose-

Monohydrat).

Enalapril Sandoz 20 mg - Tabletten: Jede Tablette enthält 111,9 mg Lactose (als Lactose-

Monohydrat).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Tabletten.

Enalapril Sandoz 5 mg - Tabletten: runde, flache, weiße Tabletten mit abgerundeten Kanten,

einseitige Bruchrille

Enalapril Sandoz 10 mg - Tabletten: runde, flache, rot-braune Tabletten mit abgerundeten

Kanten, einseitige Bruchrille, mit weißen Punkten auf der Oberfläche und in der Masse der

Tablette

Enalapril Sandoz 20 mg - Tabletten: runde, flache, hellorange Tabletten mit abgerundeten

Kanten, einseitige Bruchrille, mit weißen Punkten auf der Oberfläche und in der Masse der

Tablette

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das Schlucken zu erleichtern und nicht

zum Teilen in gleiche Dosen.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung der Hypertonie

Behandlung der symptomatischen Herzinsuffizienz

Prävention

symptomatischen

Herzinsuffizienz

Patienten

asymptomatischer

linksventrikulärer Dysfunktion (linksventrikuläre Ejektionsfraktion [LVEF] ≤ 35 %)

(Siehe Abschnitt 5.1)

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die Resorption von Enalaprilmaleat wird durch die Nahrungsaufnahme nicht beeinflusst.

Die Dosis sollte individuell dem Zustand des Patienten (siehe Abschnitt 4.4) und der Wirkung auf

den Blutdruck angepasst werden.

Hypertonie

Die Anfangsdosis beträgt 5 mg bis maximal 20 mg, je nach Schweregrad der Hypertonie und

dem Zustand des Patienten (siehe unten). Enalapril Sandoz wird einmal täglich verabreicht. Bei

leichter Hypertonie beträgt die empfohlene Anfangsdosis 5 - 10 mg. Bei Patienten mit stark

aktiviertem Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (z.B. bei renaler Hypertonie, Salz- und/oder

Volumenmangel,

Herzdekompensation

oder

schwerer

Hypertonie)

kann

einem

übermäßigen Blutdruckabfall bei Therapiebeginn kommen. Bei diesen Patienten ist die Therapie

mit 5 mg oder einer geringeren Dosis sowie unter engmaschiger ärztlicher Überwachung

einzuleiten.

Eine vorausgegangene Therapie mit hoch dosierten Diuretika kann zu Volumenmangel führen,

sodass die Gefahr einer Hypotonie bei Therapiebeginn mit Enalaprilmaleat besteht. Bei diesen

Patienten ist die Therapie mit 5 mg oder einer geringeren Dosis einzuleiten. Wenn möglich sollten

die Diuretika 2-3 Tage lang abgesetzt werden, bevor die Therapie mit Enalapril Sandoz eingeleitet

wird. Die Nierenfunktion und Serum-Kalium-Werte sollten überwacht werden.

Die übliche Erhaltungsdosis beträgt 20 mg täglich. Die maximale Erhaltungsdosis beträgt 40 mg

pro Tag.

Herzinsuffizienz/Asymptomatische linksventrikuläre Dysfunktion

Enalaprilmaleat wird bei der Behandlung der symptomatischen Herzinsuffizienz üblicherweise

zusätzlich zu Diuretika und - wenn angezeigt - Digitalis oder Betablockern angewendet. Bei

Patienten

symptomatischer

Herzinsuffizienz

oder

asymptomatischer

linksventrikulärer

Dysfunktion

beträgt

Anfangsdosis

Enalaprilmaleat.

Therapie

unter

engmaschiger ärztlicher Überwachung einzuleiten, um die anfängliche Wirkung auf den Blutdruck

zu ermitteln. Kommt es nach Einleitung einer Therapie mit Enalaprilmaleat bei Herzinsuffizienz

nicht zu einer symptomatischen Hypotonie oder ist diese behoben, sollte die Dosis schrittweise

auf die übliche Erhaltungsdosis von 20 mg gesteigert werden. Die Erhaltungsdosis kann als

Einzeldosis gegeben oder auf zwei Gaben verteilt werden, je nach Verträglichkeit. Diese

Dosistitration sollte über einen Zeitraum von 2-4 Wochen erfolgen. Die Maximaldosis von 40 mg

pro Tag wird auf zwei Gaben verteilt.

Tabelle

Empfohlene

Dosistitration

Enalaprilmaleat

Patienten

Herzinsuffizienz/asymptomatischer linksventrikulärer Dysfunktion

Woche

Dosis mg/Tag

Woche 1

Tage 1 - 3: 2,5 mg/Tag* als Einzeldosis

Tage 4 - 7: 5 mg/Tag auf 2 Gaben verteilt

Woche 2

10 mg/Tag als Einzeldosis oder auf 2 Gaben verteilt

Wochen 3 und 4

20 mg/Tag als Einzeldosis oder auf 2 Gaben verteilt

*Besondere Vorsichtsmaßnahmen für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder unter

Diuretika sind zu beachten (siehe Abschnitt 4.4).

Vor und nach Beginn der Therapie mit Enalaprilmaleat sollten Blutdruck und Nierenfunktion

engmaschig

überwacht

werden

(siehe

Abschnitt

4.4),

über

Hypotonie

(seltener)

nachfolgendem Nierenversagen berichtet wurde. Bei Patienten, die mit Diuretika behandelt

werden, sollte - falls möglich - deren Dosis vor Beginn der Behandlung mit Enalaprilmaleat

verringert werden. Eine hypotone Reaktion bei Therapiebeginn mit Enalaprilmaleat bedeutet

nicht, dass auch während der Dauerbehandlung mit Enalaprilmaleat solche Reaktionen auftreten

werden und schließt die Weiterbehandlung mit dem Arzneimittel nicht aus. Serum-Kalium und die

Nierenfunktion sollten ebenfalls überwacht werden.

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion

Grundsätzlich

sollten

Abstände

zwischen

Anwendungen

Enalapril

verlängert

und/oder die Dosis reduziert werden.

Tabelle 2: Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion

Kreatinin-Clearance (Kr-Cl) ml/min

Anfangsdosis mg/Tag

30 < Kr-Cl < 80 ml/min.

5 - 10 mg

10 < Kr-Cl ≤ 30 ml/min.

2,5 mg

Kr-Cl ≤10 ml/min.

2,5 mg an Dialyse-Tagen*

* Siehe Abschnitt 4.4 - Hämodialyse- Patienten.

Enalaprilat

dialysierbar.

dialysefreien

Tagen

richtet

sich

Dosis

nach

Blutdrucksenkung.

Ältere Patienten

Die Dosis sollte sich nach der Nierenfunktion des Patienten richten (siehe Abschnitt 4.4,

Nierenfunktionseinschränkung).

Kinder und Jugendliche

Bei Patienten, die Tabletten schlucken können, sollte die Dosis individuell dem Zustand des

Patienten und der Blutdrucksenkung angepasst werden. Die empfohlene Anfangsdosis beträgt

2,5 mg für Patienten mit einem Körpergewicht von 20 bis < 50 kg und 5 mg für Patienten mit

einem Körpergewicht ≥ 50 kg. Enalapril Sandoz wird einmal täglich angewendet. Die Dosierung

sollte sich nach den Erfordernissen des Patienten richten, wobei ein Maximum von 20 mg/Tag

für Patienten mit einem Körpergewicht von 20 bis < 50 kg und von 40 mg/Tag für Patienten ≥ 50

kg nicht überschritten werden sollte (siehe Abschnitt 4.4).

Enalaprilmaleat wird nicht für Neugeborene und pädiatrische Patienten mit einer glomerulären

Filtrationsrate < 30 ml/min/1,73 m² empfohlen, da keine Daten dazu vorliegen.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile oder einen anderen ACE-Hemmer

anamnestisch

bekanntes,

durch

vorhergehende

Therapie

einem

ACE-Hemmer

ausgelöstes angioneurotisches Ödem

hereditäres oder idiopathisches Angioödem

2. und 3. Trimenon der Schwangerschaft (siehe Abschnitt 4.4 und 4.6)

Die gleichzeitige Anwendung von Enalapril Sandoz mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei

Patienten

Diabetes

mellitus

oder

eingeschränkter

Nierenfunktion

(GFR < 60 ml/min/1,73 m²) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

gleichzeitige Anwendung einer Sacubitril/Valsartan-Therapie. Die Behandlung mit Enalapril

Sandoz darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan begonnen

werden (siehe auch Abschnitte 4.4 und 4.5).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Symptomatische Hypotonie

Patienten

unkomplizierter

Hypertonie

werden

selten

symptomatische

Hypotonien

beobachtet.

hypertonen

Patienten

kommt

unter

Therapie

Enalaprilmaleat

eher

einer

symptomatischen Hypotonie, wenn ein Volumenmangel vorliegt, z.B. aufgrund einer Diuretika-

Therapie, salzarmer Diät, Dialyse, Durchfall oder Erbrechen (siehe Abschnitte 4.5 und 4.8). Bei

Patienten

Herzinsuffizienz,

oder

ohne

einhergehender

Niereninsuffizienz,

wurden

symptomatische Hypotonien beobachtet.

Insbesondere Patienten mit höhergradiger Herzinsuffizienz, die als Ausdruck des Schweregrades

ihrer Erkrankung eine Therapie mit hoch dosierten Schleifendiuretika, Hyponatriämie oder

Nierenfunktionseinschränkungen aufweisen, können davon betroffen sein. Bei diesen Patienten

ist die Behandlung unter ärztlicher Überwachung einzuleiten und im weiteren Verlauf immer dann

engmaschig zu überwachen, wenn die Dosis von Enalaprilmaleat und/oder des Diuretikums neu

eingestellt

wird.

Ähnlich

auch

Patienten

ischämischer

Herzerkrankung

oder

zerebrovaskulären Erkrankungen vorzugehen, bei denen ein übermäßiger Blutdruckabfall zu

einem Myokardinfarkt oder einem zerebralen Insult führen könnte.

Falls es zu einer Hypotonie kommt, sollte der Patient in eine liegende Position gebracht und, falls

erforderlich,

eine

intravenöse

Kochsalzinfusion

verabreicht

werden.

Eine

vorübergehende

hypotone Reaktion ist keine Kontraindikation für die weitere Behandlung, die normalerweise

problemlos durchgeführt werden kann, sobald sich der Blutdruck nach einer Volumensubstitution

normalisiert hat.

Bei manchen Herzinsuffizienz-Patienten mit normalem oder niedrigem Blutdruck kann der

systemische Blutdruck durch die Anwendung von Enalaprilmaleat noch weiter absinken. Diese

zu erwartete Wirkung ist normalerweise kein Grund, das Arzneimittel abzusetzen. Wird der

Blutdruckabfall symptomatisch, kann es notwendig werden, die Dosis von Enalaprilmaleat zu

reduzieren und/oder das Diuretikum und/oder Enalaprilmaleat abzusetzen.

Aorten- oder Mitralklappenstenose/hypertrophe Kardiomyopathie

ACE-Hemmer

sollten

alle

Vasodilatatoren

Patienten

einer

linksventrikulären

Klappenobstruktion und Ausflussbehinderung mit besonderer Vorsicht angewendet werden. Bei

Kreislaufschock und hämodynamisch deutlicher Ausflussbehinderung sollte ihre Anwendung

vermieden werden.

Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 80 ml/min) sollte die

Initialdosis von Enalaprilmaleat der Kreatinin-Clearance des Patienten angepasst werden (siehe

Abschnitt 4.2). Die Wahl der Erhaltungsdosis richtet sich nach dem Ansprechen des Patienten

auf die Behandlung. Eine routinemäßige Kontrolle von Serum-Kalium und Serum-Kreatinin erfolgt

im Rahmen der üblichen medizinischen Betreuung dieser Patienten.

Insbesondere

Patienten

schwerer

Herzinsuffizienz

oder

zugrundeliegenden

Nierenerkrankungen,

einschließlich

Nierenarterienstenose,

wurde

über

Nierenversagen

Zusammenhang mit der Anwendung von Enalaprilmaleat berichtet. Bei rechtzeitiger Diagnose

entsprechender

Therapie

Nierenversagen

unter

Enalaprilmaleat-Therapie

normalerweise reversibel.

manchen

Hypertonikern

ohne

vorbestehende

Nierenerkrankung

kann

unter

Kombination von Enalaprilmaleat mit einem Diuretikum zum Anstieg von Serum-Harnstoff und

-Kreatinin

kommen.

Eine

Dosisreduktion

Enalaprilmaleat

und/oder

Absetzen

Diuretikums

können

erforderlich

sein.

diesen

Fällen

eine

möglicherweise

zugrundeliegende

Nierenarterienstenose

denken

(siehe

Abschnitt

4.4,

Renovaskuläre

Hypertonie).

Renovaskuläre Hypertonie

Patienten

beidseitiger

Nierenarterienstenose

oder

Arterienstenose

einer

funktionsfähigen

Niere

sind

unter

ACE-Hemmer-Therapie

besonders

gefährdet,

einen

Blutdruckabfall

oder

eine

Niereninsuffizienz

entwickeln.

kann

Verlust

Nierenfunktion kommen, wobei oft nur leichte Veränderungen des Serum-Kreatinins bestehen.

Bei diesen Patienten ist die Therapie unter engmaschiger ärztlicher Überwachung mit niedrigen

Dosen, vorsichtiger Titration und unter Kontrolle der Nierenfunktion einzuleiten.

Nierentransplantation

Hinsichtlich der Behandlung mit Enalaprilmaleat von Patienten mit frischer Nierentransplantation

bestehen keine Erfahrungen. Daher wird die Behandlung mit Enalaprilmaleat für diese Patienten

nicht empfohlen.

Leberversagen

Selten wurde unter ACE-Hemmer-Behandlung ein Syndrom beobachtet, das mit cholestatischem

Ikterus oder Hepatitis beginnt und bis zur fulminanten hepatischen Nekrose (manchmal mit

letalem Ausgang) fortschreitet. Der Pathomechanismus dieses Syndroms ist unklar. Patienten,

unter

ACE-Hemmern

einen

Ikterus

oder

einen

deutlichen

Anstieg

Leberenzyme

entwickeln, müssen den ACE-Hemmer absetzen und entsprechend behandelt werden.

Neutropenie/Agranulozytose

Unter

ACE-Hemmer-Therapie

wurden

Neutropenie/Agranulozytose,

Thrombozytopenie

Anämie berichtet. Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion und ohne besondere Risikofaktoren

tritt selten eine Neutropenie auf. Enalaprilmaleat soll bei Patienten mit Kollagenosen mit

Gefäßbeteiligung, unter Therapie mit Immunsuppressiva, Allopurinol, Procainamid oder bei

Vorliegen

mehrerer

dieser

Risikofaktoren

äußerster

Vorsicht

angewendet

werden,

insbesondere bei vorstehender Einschränkung der Nierenfunktion. Bei manchen dieser Patienten

traten schwere Infektionen auf, die in einigen Fällen auch nicht auf intensive Antibiotika-Therapie

ansprachen. Wenn Enalaprilmaleat bei solchen Patienten angewendet wird, ist eine regelmäßige

Kontrolle des weißen Blutbildes angeraten und die Patienten sollten angewiesen werden, ihrem

Arzt alle Anzeichen einer Infektion zu berichten.

Überempfindlichkeit/angioneurotisches Ödem

Angioödeme mit Beteiligung von Gesicht, Extremitäten, Lippen, Zunge, Glottis und/oder Kehlkopf

wurden unter ACE-Hemmern einschließlich Enalaprilmaleat berichtet. Sie können zu jedem

Zeitpunkt

während

Therapie

auftreten.

solchen

Fällen

Enalaprilmaleat

sofort

abzusetzen. Der Patient ist sorgfältig zu überwachen, um eine vollständige Rückbildung der

Symptome vor der Entlassung aus der Klinik sicherzustellen.

Selbst in Fällen, bei denen nur eine Schwellung der Zunge vorliegt, ohne Atembeschwerden,

kann

diesen

Patienten

längerer

Beobachtungszeitraum

erforderlich

sein,

Behandlung mit Antihistaminika und Kortikosteroiden nicht ausreichend sein kann.

Sehr selten wurde über Todesfälle als Folge von Angioödemen berichtet, die mit Kehlkopf- und

Zungenödem assoziiert waren. Bei Patienten mit Beteiligung der Zunge, Glottis oder Larynx,

insbesondere solche mit Operationen der Atemwege in der Anamnese, ist es wahrscheinlich,

dass eine Atemwegsobstruktion auftritt. Sobald Zunge, Glottis oder Kehlkopf betroffen sind und

eine Atemwegsobstruktion droht, ist unverzüglich eine geeignete Therapie einzuleiten (z.B.

subkutane Gabe von 0,3 ml-0,5 ml Adrenalin (1:1.000 verdünnt)) und/oder sind Maßnahmen zur

Sicherung der Durchgängigkeit der Atemwege zu treffen.

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist wegen des

erhöhten Risikos eines Angioödems kontraindiziert. Eine Behandlung mit Sacubitril/Valsartan

darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Enalapril Sandoz begonnen werden. Eine

Behandlung

Enalapril

Sandoz

darf

frühestens

Stunden

nach

letzten

Dosis

Sacubitril/Valsartan begonnen werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).

Die gleichzeitige Gabe vonACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus,

Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu einem erhöhten Risiko eines Angioödems

führen (z. B. Schwellung der Atemwege oder der Zunge mit oder ohne Atembeschwerden) (siehe

Abschnitt 4.5). Vorsicht ist geboten, wenn die Behandlung mit Racecadotril, mTOR-Inhibitoren

(z. B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin bei Patienten begonnen wird, die

bereits einen ACE-Hemmer einnehmen.

Im Vergleich mit Patienten nicht-schwarzer Hautfarbe wurde bei Patienten schwarzer Hautfarbe

eine höhere Inzidenz von Angioödemen unter ACE-Hemmern berichtet.

Patienten

anamnestisch

bekanntem,

nicht

durch

einen

ACE-Hemmer

ausgelöstem

Angioödem können besonders gefährdet sein, ein Angioödem zu entwickeln, wenn sie einen

ACE-Hemmer erhalten (siehe Abschnitt 4.3).

Anaphylaktoide

Reaktionen

während

einer

Desensibilisierungstherapie

gegen

Insektengifte

Selten kam es während einer Desensibilisierungstherapie gegen Insektengifte und gleichzeitiger

Anwendung eines ACE-Hemmers zu lebensbedrohlichen anaphylaktoiden Reaktionen. Diese

Reaktionen

können

vermieden

werden,

indem

ACE-Hemmer-Therapie

jeder

Desensibilisierung zeitweise unterbricht.

Anaphylaktoide Reaktionen während einer LDL-Apherese

Selten kam es während einer Low-Density-Lipoprotein(LDL)-Apherese mit Dextransulfat und

gleichzeitiger

Anwendung

eines

ACE-Hemmers

lebensbedrohlichen

anaphylaktoiden

Reaktionen. Diese Reaktionen können vermieden werden, indem man die ACE-Hemmer-

Therapie vor jeder Apherese zeitweise unterbricht.

Hämodialyse-Patienten

Bei Anwendung von High-Flux-Membranen (z.B. AN 69

) im Rahmen einer Dialyse und

gleichzeitiger Behandlung mit einem ACE-Hemmer wurde über anaphylaktoide Reaktionen

berichtet.

diesen

Patienten

daher

entweder

eine

andere

Dialysemembran

oder

Antihypertensivum einer anderen Substanzklasse zu verwenden.

Hypoglykamie

Diabetische Patienten, die mit oralen Antidiabetika oder Insulin behandelt werden und eine ACE-

Hemmer-Behandlung

beginnen,

müssen

darüber

aufgeklärt

werden,

genau

mögliche

Anzeichen einer Hypoglykämie zu achten, insbesonders während des ersten Monats der

gleichzeitigen Verwendung (siehe Abschnitt 4.5).

Husten

Im Zusammenhang mit der Anwendung von ACE-Hemmern wurde über Husten berichtet.

Typischerweise besteht kein Auswurf, der Husten ist hartnäckig und klingt nach Absetzen der

Therapie ab. Ein durch ACE-Hemmer induzierter Husten sollte auch bei der Differentialdiagnose

des Hustens in Betracht gezogen werden.

Operation/Anästhesie

Bei Patienten, die einer größeren Operation unterzogen werden oder eine Anästhesie mit

Substanzen,

Blutdruck

senken,

erhalten,

hemmt

Enalapril

Reaktion

kompensatorische Reninsekretion die Bildung von Angiotensin II. Sollte es aufgrund dieses

Mechanismus zu einer Hypotonie kommen, kann sie durch Volumensubstitution korrigiert

werden.

Hyperkaliämie

Ein Anstieg der Serum-Kalium-Konzentration wurde bei manchen Patienten unter ACE-Hemmer-

Therapie,

einschließlich

Enalapril,

beobachtet.

ACE-Hemmer

können

eine

Hyperkaliämie

bewirken, da sie die Freisetzung von Aldosteron verhindern. Die Wirkung ist im Allgemeinen bei

Patienten mit normaler Nierenfunktion nicht bedeutsam. Allerdings kann es bei Patienten mit

einer beeinträchtigten Nierenfunktion, Verschlechterung der Nierenfunktion, älteren Patienten

über 70 Jahre mit Diabetes mellitus, interkurrente Ereignisse wie Dehydratation, akute kardiale

Dekompensation,

metabolische

Azidose

Patienten,

Kalium-Ergänzungsmittel

(einschließlich Salzersatzmittel), kaliumsparende Diuretika (z. B. Spironolacton, Eplerenon,

Triamteren

oder

Amilorid)

oder

Patienten

gleichzeitiger

Therapie

anderen

Arzneimitteln, die zu einem Anstieg der Serum-Kalium-Werte führen können (z. B. Heparin,

Trimethoprim,

Co-Trimoxazol,

auch

bekannt

Trimethoprim/Sulfamethoxazol)

insbesondere Aldosteron-Antagonisten oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker einnehmen, zu einer

Hyperkaliämie kommen.

Die Gabe von Kaliumpräparaten, kaliumsparenden Diuretika oder kaliumhältigen Salzen kann,

insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion zu einer signifikanten Erhöhung

Serum-Kalium

führen.

Hyperkaliämie

kann

schwerwiegenden,

manchmal

letalen

Arrhythmien führen.

Wenn die gleichzeitiger Anwendung von Enalapril mit einer der oben angeführten Substanze als

notwendig erachtet wird, sollte diese mit Vorsicht und unter laufender Überwachung des Serum-

Kaliums

verwendet

werden.

Kaliumsparenede

Diuretika

Angiotensin-Rezeptor-Blocker

sollten bei Patienten, die ACE-Hemmer erhalten, mit Vorsicht angewendet werden. Serum-

Kalium und Nierenfunktion sind zu überwachen (siehe Abschnitt 4.5).

Lithium

Die Kombination von Lithium und Enalapril wird im Allgemeinen nicht empfohlen (siehe Abschnitt

4.5).

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten

oder

Aliskiren

Risiko

für

Hypotonie,

Hyperkaliämie

eine

Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale

Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und

5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur

unter

Aufsicht

eines

Spezialisten

unter

Durchführung

engmaschiger

Kontrollen

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Lactose

Patienten mit der seltenen, hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder

Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

Anwendung bei Kindern

Zur Anwendung von Enalapril Sandoz bei Kindern über 6 Jahren mit Hypertonie liegen begrenzte

Daten zur Wirksamkeit und Verträglichkeit vor.

Zu den anderen Indikationen gibt es keine Daten. Begrenzte Daten zur Pharmakokinetik liegen

für Kinder ab 2 Monaten vor (siehe auch Abschnitte 4.2, 5.1 und 5.2).

Enalaprilmaleat wird bei Kindern ausschließlich für die Indikation Hypertonie empfohlen.

Enalaprilmaleat wird nicht für Neugeborene und für Kinder mit einer glomerulären Filtrationsrate

< 30 ml/min/1,73 m

empfohlen, da keine Daten dazu vorliegen (siehe Abschnitt 4.2).

Schwangerschaft

Die Behandlung mit einem ACE-Hemmer sollte nicht während einer Schwangerschaft begonnen

werden. Sofern die Fortsetzung der Behandlung mit einem ACE-Hemmer nicht als unumgänglich

angesehen wird, sollte vor einer geplanten Schwangerschaft auf eine alternative antihypertensive

Behandlung umgestellt werden, die ein etabliertes Sicherheitsprofil für die Anwendung in der

Schwangerschaft besitzt.

Sobald eine Schwangerschaft festgestellt wird, sollte die Behandlung mit einem ACE–Hemmer

sofort abgesetzt und, falls erforderlich, mit einer Alternativbehandlung begonnen werden (siehe

auch Abschnitt 4.3 und 4.6).

Ethnische Unterschiede

Wie andere ACE-Hemmer senkt Enalapril bei Patienten schwarzer Hautfarbe den Blutdruck

weniger stark als bei Patienten nicht schwarzer Hautfarbe, vermutlich weil bei der schwarzen

Bevölkerung mit Hypertonie häufig ein niedriger Plasma-Renin-Spiegel vorliegt.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Systems (RAAS)

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die

auf das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten Ergebnissen wir Hypotonie,

Hyperkaliämie

einer

Abnahme

Nierenfunktion

(einschließlich

eines

akuten

Nierenversagens) einher geht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Arzneimittel, die das Risiko eines Angioödems erhöhen

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist wegen des

erhöhten

Risikos

eines

Angioödems

kontraindiziert

(siehe

Abschnitt

4.4).

Eine

gleichzeitige

Anwendung

ACE-Hemmern

Racecadotril,

mTOR-Inhibitoren

Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu einem erhöhten Risiko eines

Angioödems führen (siehe Abschnitt 4.4).

Kaliumsparende Diuretika, Kalium-Ergänzungsmittel oder kaliumhältige Salzersatzmittel

ACE-Hemmer

mildern

Kaliumverlust

durch

Diuretika.

Obwohl

Serumkaliumwert

üblicherweise im Normbereich bleibt, kann bei einigen Patienten, die mit Enalapril Sandoz

behandelt werden, eine Hyperkaliämie auftreten. Kaliumsparende Diuretika (z.B. Spironolacton,

Eplerenon,

Triamteren

oder

Amilorid),

Kalium-Ergänzungsmittel

oder

kaliumhaltige

Salzersatzmittel können zu einem signifikanten Anstieg des Serumkaliums führen. Vorsicht ist

auch geboten, wenn Enalapril Sandoz zusammen mit anderen Mitteln gegeben wird, die das

Serumkalium erhöhen, wie Trimethoprim und Cotrimoxazol (Trimethoprim/Sulfamethoxazol), weil

Trimethoprim bekanntermaßen wie ein kaliumsparendes Diuretikum wie Amilorid wirkt. Deshalb

wird die Kombination von Enalapril Sandoz mit den vorgenannten Arzneimitteln nicht empfohlen.

Wenn die gleichzeitige Anwendung angezeigt ist, muss sie mit Vorsicht und unter regelmäßiger

Kontrolle des Serumkaliums erfolgen (siehe Abschnitt 4.4).

Diuretika (Thiazide oder Schleifendiuretika)

Eine vorangegangene hoch dosierte Diuretika-Therapie kann zu Volumenmangel und damit zum

Risiko einer Hypotonie bei Therapiebeginn mit Enalapril führen (siehe Abschnitt 4.4). Die

hypotensive

Wirkung

kann

durch

Absetzen

Diuretikums,

einem

Ausgleich

Volumenmangels bzw. Gabe von Salz oder durch die Einleitung der Therapie mit Enalapril in

niedriger Dosierung vermindert werden.

Andere Antihypertensiva

Die gleichzeitige Anwendung mit anderen Antihypertensiva kann die blutdrucksenkende Wirkung

von Enalapril verstärken. Auch die gleichzeitige Anwendung von Nitroglyzerin und anderen

Nitraten oder anderen Vasodilatatoren kann den Blutdruck weiter senken.

Lithium

Unter der gleichzeitigen Anwendung von ACE-Hemmern und Lithium wurden reversible Anstiege

der Serum-Lithium-Konzentrationen und toxische Effekte berichtet. Eine gleichzeitige Therapie

mit Thiazid-Diuretika kann die Serum-Lithium-Konzentrationen und damit das Risiko einer

Lithium-Toxizität

unter

einer

ACE-Hemmer-Therapie

erhöhen.

Anwendung

Enalaprilmaleat mit Lithium wird deshalb nicht empfohlen; sollte diese Kombination aber

erforderlich sein, sind die Serum-Lithium-Konzentrationen sorgfältig zu überwachen (siehe

Abschnitt 4.4).

Trizyklische Antidepressiva/Neuroleptika/Anästhetika/Narkotika

gleichzeitige

Anwendung

bestimmter

Narkosemittel,

trizyklischer

Antidepressiva

Neuroleptika mit ACE-Hemmern kann zu einer verstärkten Blutdrucksenkung führen (siehe

Abschnitt 4.4).

Nichtsteroidale

antiinflammatorische

Arzneimittel

(NSAIDs)

einschließlich

selektiver

Cyclooxygenase-2 (COX-2)-Hemmer

Nicht

steroidale

antiinflammatorische

Arzneimittel

(NSAIDs)

einschließlich

selektiver

Cyclooxygenase-2

(COX-2)-Hemmer

können

Wirkung

Diuretika

oder

anderen

antihypertensiven Arzneimitteln abschwächen. Daher kann die antihypertensive Wirkung von

Angiotensin-II-Antagonisten oder ACE-Hemmern durch NSAIDs einschließlich selektiver COX-2-

Hemmer abgeschwächt werden.

Die gemeinsame Anwendung von NSAIDs (einschließlich COX-2 Hemmer) und Angiotensin-II-

Antagonisten oder ACE-Hemmern haben eine additive Wirkung im Hinblick auf die Erhöhung von

Serum-Kalium und können so zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion führen. Diese

Wirkungen sind normalerweise reversibel. Selten kann es auch zu akutem Nierenversagen

kommen, insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (z.B. bei älteren oder

Patienten mit Volumenmangel, einschließlich jener unter Therapie mit einem Diuretikum). Daher

ist die Kombination bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit Vorsicht anzuwenden.

Die Patienten sind ausreichend zu hydrieren und eine Überwachung der Nierenfunktion zu

Beginn der gleichzeitigen Therapie sowie in regelmäßigen Abständen während der Therapie ist

zu erwägen.

Gold

Es wurde selten über nitritoide Reaktionen (Symptome wie Hitzewallungen im Gesicht, Übelkeit,

Erbrechen und Hypotonie) bei Patienten berichtet, die eine Therapie mit injizierbarem Gold

(Natrium-Aurothiomalat) zusammen mit einem ACE-Hemmer, einschließlich Enalapril, erhalten

haben.

Sympathomimetika

Sympathomimetika können die blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern abschwächen.

Antidiabetika

Epidemiologische Studien weisen auf eine mögliche Verstärkung der blutzuckersenkenden

Wirkung bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Antidiabetika (Insulin, orale

Antidiabetika) hin, sodass das Risiko einer Hypoglykämie besteht. Diese Fälle treten offenbar

insbesondere in den ersten Wochen der kombinierten Behandlung sowie bei Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion auf (siehe Abschnitt 4.4 und 4.8).

Ciclosporin

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Ciclosporin kann eine Hyperkaliämie

auftreten. Es wird empfohlen, das Serumkalium zu überwachen.

Heparin

gleichzeitiger

Anwendung

ACE-Hemmern

Heparin

kann

eine

Hyperkaliämie

auftreten. Es wird empfohlen, das Serumkalium zu überwachen.

Alkohol

Alkohol verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern.

Acetylsalicylsäure, Thrombolytika und Betablocker

Enalaprilmaleat

kann

problemlos

gleichzeitig

Acetylsalicylsäure

kardiologischen

Dosierungen), Thrombolytika und Betablockern angewendet werden.

Kinder und Jugendliche

Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Anwendung von ACE-Hemmern wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen

(siehe auch Abschnitt 4.4).

Anwendung

ACE-Hemmern

während

zweiten

dritten

Schwangerschaftstrimesters kontraindiziert (siehe auch Abschnitt 4.3 und 4.4)

Die epidemiologische Evidenz bezüglich des Teratogenitätsrisikos nach einer Behandlung mit

einem ACE-Hemmer im ersten Schwangerschaftstrimester ist nicht schlüssig, jedoch kann ein

leicht erhöhtes Risiko nicht ausgeschlossen werden. Sofern die Fortsetzung der Behandlung mit

einem

ACE-Hemmer

nicht

unumgänglich

angesehen

wird,

einer

geplanten

Schwangerschaft

eine

alternative

antihypertensive

Behandlung

umzustellen,

etabliertes Sicherheitsprofil für die Anwendung in der Schwangerschaft besitzt.

Sobald eine Schwangerschaft festgestellt wird, ist die Behandlung mit einem ACE-Hemmer sofort

abzusetzen und falls erforderlich mit einer Alternativbehandlung zu beginnen.

Es ist bekannt, dass die Therapie mit einem ACE-Hemmer während des zweiten und dritten

Trimesters foetotoxisch wirkt (Nierenfunktionsstörung, Oligohydramnion, Verlangsamung der

Schädel-Ossifikation)

beim

Neugeborenen

toxische

Wirkungen

Nierenversagen,

Hypotension, Hyperkaliämie auslösen kann (siehe Abschnitt 5.3). Mütterliche Oligohydramnie,

die vermutlich eine verminderte fetale Nierenfunktion darstellt, ist aufgetreten und könnte zu

Kontrakturen der Gliedmaßen, kraniofazialen Deformierungen oder Lungenhypoplasie führen.

Sollte eine Exposition mit einem ACE-Hemmer im zweiten oder dritten Trimester stattgefunden

haben, werden Ultraschallkontrollen des Schädels und der Nierenfunktion empfohlen. Säuglinge,

deren

Mütter

ACE-Hemmer

eingenommen

haben,

müssen

engmaschig

Hinblick

Hypotension überwacht werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Stillzeit

Limitierende

pharmakokinetische

Daten

zeigen

eine

sehr

geringe

Konzentration

Muttermilch (siehe auch Abschnitt 5.2). Obwohl diese Konzentrationen klinisch nicht relevant

erscheinen, wird die Anwendung von Enalapril Sandoz aufgrund des hypothetischen Risikos

kardiovaskulärer

renaler

Auswirkungen

bzw.

aufgrund

unzureichender

klinischen

Erfahrungen bei stillenden Müttern von früh – und neugeborenen Kindern nicht empfohlen.

Im Falle älterer Säuglinge kanndie Behandlung von Enalapril Sandoz bei einer stillenden Mutter

in Betracht gezogen werden, wenn die Behandlung unumgänglich für die Mutter ist und das Kind

auf jegliche Nebenwirkungen überwacht wird.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Bei der aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen ist zu

beachten, dass gelegentlich Schwindel oder Müdigkeit auftreten können.

4.8

Nebenwirkungen

Folgende Nebenwirkungen wurden während klinischer Studien und nach Markteinführung von

Enalapril berichtet:

Tabelle 3: Nebenwirkungen von Enalapril

Systemorgan

klasse

Sehr

häufig

(

1/10)

Häufig

(

1/100 -

< 1/10)

Gelegentl

ich

(

1/1,000

- < 1/100)

Selten

(

1/10,000

- < 1/1,000)

Sehr

selten

(<

1/10,000)

Nicht

bekannt

(auf

Grundlag

e der

verfügbar

en Daten

nicht

abschätz

bar)

Erkrankunge

n des Blutes

und des

Lymphsyste

ms

Anämie

(einschlie

ßlich

aplastisch

e und

hämolytisc

Anämie)

Neutropenie

, Abnahmen

Hämoglobin

Hämatokrit,

Thrombozyt

openie,

Agranulozyt

ose,

Knochenma

rksdepressi

Panzytopen

Lymphaden

opathie,

Autoimmun

krankheiten

Endokrine

Erkrankunge

n

Syndrom

inadäquat

antidiureti

schen

Hormon

Sekretion

(SIADH)

Stoffwechsel-

und

Ernährungsst

örungen

Hypoglykä

mie (siehe

Abschnitt

4.4)

Psychiatrisch

e

Erkrankunge

n

Depressio

Verwirrthei

tszuständ

Schlaflosi

gkeit,

Nervosität

Abnorme

Träume,

Schlafstöru

ngen

Erkrankunge

n des

Nervensyste

ms

Schwin

Kopfschm

erzen,

Synkope,

Geschma

cksveränd

erungen

Schläfrigk

eit,

Parästhesi

Vertigo

Augenerkran

kungen

verschw

ommen

Sehen

Erkrankunge

n des Ohrs

und des

Labyrinths

Tinnitus

Herzerkranku

ngen

Brustschm

erz,

Herzrhyth

musstörun

gen,

Angina

pectoris,

Tachykard

Palpitation

Myokardin

farkt oder

zerebraler

Insult*,

vermutlich

infolge

übermäßig

Blutdrucka

bfalls bei

Patienten

mit hohem

Risiko

(siehe

Abschnitt

4.4)

Gefäßerkrank

ungen

Hypotonie

(einschlie

ßlich

orthostatis

Hypotonie

Flush,

orthostatis

Hypotonie

Raynaud-

Syndrom

Erkrankunge

n der

Atemwege,

des

Brustraums

und

Mediastinum

s

Husten

Dyspnoe

Rhinorrhö,

Halsschm

erzen und

Heiserkeit,

Bronchosp

asmus/

Asthma

Pulmonale

Infiltrate,

Rhinitis,

allergische

Alveolitis/

eosinophile

Pneumonie

Erkrankunge

n des Gastro-

intestinaltrak

tes

Übelkeit

Diarrhö,

Bauchsch

merzen

Ileus,

Pankreatiti

Erbrechen

Dyspepsie

Obstipatio

Appetitlosi

gkeit,

Magenreiz

ung,

Mundtrock

enheit,

peptischer

Ulkus

Stomatitis/

aphthöse

Ulzeratione

n, Glossitis

Intestinale

Angioöde

Leber- und

Gallenerkran

kungen

Leberversa

gen,

Hepatitis –

hepatozellul

är oder

cholestatisc

einschließlic

hepatische

Nekrose,

Cholestase

(einschließli

ch Ikterus)

Erkrankunge

n der Haut

und des

Unterhautzell

gewebes

Hautaussc

hlag,

Überempfi

ndlichkeit/

angioneur

otisches

Diaphores

Pruritus,

Urtikaria,

Alopezie

Erythema

multiforme,

Stevens-

Johnson-

Syndrom,

exfoliative

Symptome

nkomplex

wurde

berichtet,

der mit

Ödem:

angioneur

otische

Ödeme

Beteiligun

g von

Gesicht,

Extremität

Lippen,

Zunge,

Glottis

und/oder

Larynx

wurden

berichtet

(siehe

Abschnitt

4.4)

Dermatitis,

toxische

epidermale

Nekrolyse,

Pemphigus,

Erythroder

einigen

oder allen

folgenden

Nebenwirk

ungen

einhergeh

en kann:

Fieber,

Serositis,

Vaskulitis,

Myalgien/

Myositis,

Arthralgie

n/ Arthritis,

positive

ANA-Titer,

erhöhte

BSG,

Eosinophil

ie und

Leukozyto

Hautaussc

hlag,

Photosens

ibilität

oder

andere

dermatolo

gische

Manifestat

ionen

können

auftreten

Skelettmusku

latur-,

Bindegewebs

- und

Knochenerkr

ankungen

Muskelkrä

mpfe

Erkrankunge

n der Nieren

und der

Harnwege

Nierenfun

ktionsstör

ung,

Nierenver

sagen,

Proteinuri

Oligurie

Erkrankunge

n der

Geschlechts

organe und

der

Brustdrüse

Impotenz

Gynäkomas

Allgemeine

Erkrankunge

n und

Beschwerden

am

Verabreichun

gsort

Astheni

Müdigkeit

Unwohlsei

n, Fieber

Untersuchun

gen

Hyperkaliä

mie,

Anstieg

Serum-

Kreatinin

Anstieg

Serum-

Harnstoff,

Hyponatri

ämie

Anstieg der

Leberenzy

me, Anstieg

von Serum-

Bilirubin

* die Inzidenzraten waren in klinischen Studien vergleichbar mit jenen zu Placebo bzw. zum

aktiven Vergleichspräparat.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.

ermöglicht

eine

kontinuierliche

Überwachung

Nutzen-Risiko-Verhältnisses

Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer

Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Es liegen nur begrenzte Daten zu Überdosierungen beim Menschen vor. Die auffälligsten

Merkmale

einer

Überdosierung

waren

schwere

Hypotonie

(Eintritt

etwa

Stunden

nach

Tabletteneinnahme) mit gleichzeitiger Blockade des Renin-Angiotensin-Systems und Stupor.

Symptome, die im Zusammenhang mit einer Überdosierung von ACE-Hemmern stehen können,

sind

Kreislaufversagen,

Elektrolytverluste,

Nierenversagen,

Hyperventilation,

Tachykardie,

Palpitationen, Bradykardie, Schwindel, Angstgefühl und Husten.

Nach Einnahme von 300 mg bzw. 440 mg Enalapril wurden 100- bzw. 200-fach höhere Serum-

Konzentrationen von Enalaprilat als unter therapeutischen Dosen festgestellt.

Behandlung

einer

Überdosierung

wird

intravenöse

Infusion

einer

Kochsalzlösung

empfohlen. Im Falle eines Blutdruckabfalls soll der Patient in Schocklagerung gebracht werden.

Falls verfügbar, kann auch eine Therapie mit einer Angiotensin II-Infusion und/oder einer

intravenösen Katecholamin-Infusion in Erwägung gezogen werden. Wurden die Tabletten erst

kurz zuvor eingenommen, sollten Maßnahmen zur Elimination von Enalaprilmaleat getroffen

werden (z.B. Erbrechen, Magenspülung, Anwendung von Adsorbentien oder Natriumsulfat).

Enalaprilat kann durch Hämodialyse aus dem systemischen Kreislauf entfernt werden (siehe

Abschnitt 4.4, Hämodialyse-Patienten). Bei therapierefraktärer Bradykardie ist ein Schrittmacher

indiziert. Die Vitalparameter, Elektrolyt- und Kreatinin-Konzentrationen im Serum sind ständig zu

überwachen.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer,

ATC-Code: C09A A02

Enalapril Sandoz (Enalaprilmaleat) ist das Maleatsalz von Enalapril, einem Abkömmling von 2

Aminosäuren, L-Alanin und L-Prolin. Das Angiotensin-Converting-Enzym (ACE) ist eine Peptidyl-

Dipeptidase, welche die Umwandlung von Angiotensin I zu der vasokonstriktorisch wirksamen

Substanz

Angiotensin

katalysiert.

Nach

Resorption

wird

Enalaprilmaleat

Enalaprilat

hydrolisiert, welches ACE hemmt. Die ACE-Hemmung bewirkt eine Abnahme von Angiotensin II

im Plasma. Dies führt zu einer erhöhten Plasmareninaktivität (infolge des Wegfalls der negativen

Rückkopplung auf die Reninsekretion) und einer Abnahme der Aldosteronsekretion.

ACE ist mit Kininase II identisch. Daher ist es möglich, dass Enalaprilmaleat auch den Abbau von

Bradykinin, einem stark vasodepressorischen Peptid, hemmt. Welche Rolle dieser Mechanismus

für die therapeutischen Wirkungen von Enalaprilmaleat spielt, ist noch unklar.

Wirkmechanismus

Der blutdrucksenkende Mechanismus von Enalaprilmaleat wird zwar in erster Linie auf die

Hemmung

Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

zurückgeführt;

dennoch

wirkt

Enalaprilmaleat sogar bei Patienten mit niedrigem Reninspiegel antihypertensiv.

Pharmakodynamische Wirkungen

Die Anwendung von Enalaprilmaleat bei hypertonen Patienten führt zu einer Blutdrucksenkung

im Liegen und im Stehen, ohne dass die Herzfrequenz signifikant ansteigt.

Eine symptomatische orthostatische Hypotonie tritt selten auf. Bei manchen Patienten kann es

einige Wochen dauern, bis die Behandlung zu einer optimalen Blutdrucksenkung führt. Ein

abruptes Absetzen von Enalaprilmaleat ging nicht mit einem raschen Blutdruckanstieg einher.

Eine wirksame Hemmung der ACE-Aktivität tritt normalerweise 2-4 Stunden nach Einnahme einer

Einzeldosis von Enalapril ein. Das Einsetzen der antihypertensiven Wirkung wurde meist nach 1

Stunde, die maximale Blutdrucksenkung 4-6 Stunden nach Einnahme beobachtet. Die Wirkdauer

ist dosisabhängig. Unter den empfohlenen Dosierungen zeigte es sich jedoch, dass die

antihypertensive und hämodynamische Wirkung mindestens 24 Stunden lang anhielt.

Patienten

essenzieller

Hypertonie

zeigten

hämodynamische

Studien,

dass

Blutdrucksenkung

einer

Abnahme

peripheren

arteriellen

Widerstandes

einer

Zunahme des Herzminutenvolumens einherging, die Herzfrequenz aber kaum verändert war.

Nach

Einnahme

Enalaprilmaleat

nahm

Nierendurchblutung

glomeruläre

Filtrationsrate blieb unverändert. Es gab keine Anzeichen einer Salz- oder Flüssigkeitsretention.

Bei Patienten, die vor Behandlung mit Enalapril Sandoz eine niedrige glomeruläre Filtrationsrate

hatten, stieg diese jedoch üblicherweise an.

In klinischen Kurzzeitstudien bei Patienten mit Nierenerkrankung mit und ohne Diabetes wurde

nach Einnahme von Enalapril eine Abnahme der Albuminurie sowie der Urinausscheidung von

IgG und Gesamtprotein beobachtet.

gemeinsamer

Anwendung

Diuretika

Thiazidtyp

sind

blutdrucksenkenden

Wirkungen von Enalaprilmaleat zumindest additiv. Enalaprilmaleat kann die Entwicklung einer

thiazidinduzierten Hypokaliämie verringern oder verhindern.

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz unter Therapie mit Digitalis und Diuretika führte die Behandlung

mit Enalaprilmaleat (oral oder i. v.) zu einer Abnahme des peripheren Widerstandes und des

Blutdruckes.

Herzminutenvolumen

nahm

Herzfrequenz,

Herzinsuffizienzpatienten normalerweise erhöht ist, dagegen nahm ab. Der Lungenkapillardruck

war ebenfalls reduziert. Die körperliche Belastbarkeit und der Grad der Herzinsuffizienz (nach

den Kriterien der New York Heart Association) wurden ebenfalls verbessert. Diese Wirkungen

blieben bei Langzeittherapie erhalten.

Bei Patienten mit leichter bis mittlerer Herzinsuffizienz verzögerte Enalapril die Progression der

Dilatation/Vergrößerung des Herzens und der Herzinsuffizienz, erkennbar an der Reduktion des

linksventrikulären enddiastolischen und systolischen Volumens und der Verbesserung der

Ejektionsfraktion.

Duale Blockade des Renin-Angiontensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan Alone

and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The Veterans

Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit

einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

„ONTARGET“–Studie

wurde

Patienten

einer

kardiovaskulären

oder

einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit

nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese

Studien

zeigten

keinen

signifikanten

vorteilhaften

Effekt

renale

und/oder

kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie, akute

Nierenschädigung

und/oder

Hypotonie

Vergleich

Monotherapie

beobachtet

wurde.

Aufgrund vergleichbarer pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf

andere ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten

mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal

Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu einer

Standardtherapie

einem

ACE-Hemmer

oder

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

Patienten

Diabetes

mellitus

sowie

chronischer

Nierenerkrankung

und/oder

kardiovaskulärer Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten

Risikos unerwünschter Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als auch

Schlaganfälle traten in der Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-Gruppe,

ebenso unerwünschte Ereignisse und besondere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse

(Hyperkaliämie, Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

In einer multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, plazebo-kontrollierten Studie (SOLVD

Präventionsstudie) wurde eine Population mit asymptomatischer linksventrikulärer Dysfunktion

(LVEF < 35 %) untersucht. 4.228 Patienten wurden randomisiert und erhielten entweder Plazebo

(n=2.117)

oder

Enalapril

(n=2.111).

Plazebo-Gruppe

Fällen

Herzinsuffizienz bzw. Todesfällen (38,6 %), in der Enalapril-Gruppe dagegen in 630 Fällen (29,8

%) (Risikoreduktion: 29 %; 95 % CI; 21-36 %; p<0,001). 518 Patienten der Plazebo-Gruppe (24,5

%) und 434 der Enalapril-Gruppe (20,6 %) starben an einer neu aufgetretenen oder sich

verschlechternden

Herzinsuffizienz

oder

wurden

deshalb

Krankenhaus

eingewiesen

(Risikoreduktion: 20 %; 95 % CI; 9-30 %; p<0,001).

In einer multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, plazebo-kontrollierten Studie (SOLVD

Behandlungsstudie)

wurde

eine

Population

symptomatischer

dekompensierter

Herzinsuffizienz aufgrund systolischer Dysfunktion (EF< 35%) untersucht. 2.569 Patienten, deren

symptomatische Herzinsuffizienz konventionell behandelt wurde, wurden in eine Plazebo-Gruppe

(n=1.284) oder eine Enalapril-Gruppe (n=1.285) randomisiert. In der Plazebo-Gruppe kam es zu

510 Todesfällen (39,7 %), im Vergleich dazu in der Enalapril-Gruppe zu 452 Todesfällen (35,2

%) (Risikoreduktion: 16 %; 95 % CI; 5-26 %; p=0,0036). In der Plazebogruppe kam es zu 461

Todesfällen kardiovaskulärer Ursache im Vergleich zu 399 Fällen in der Enalapril-Gruppe

(Risikoreduktion: 18 %; 95 % CI; 6-28 %; p<0,002); dies ist vor allem auf eine Abnahme der

Todesfälle aufgrund fortschreitender Herzinsuffizienz zurückzuführen (251 in der Plazebo-

Gruppe vs. 209 in der Enalapril-Gruppe, Risikoreduktion 22 %, 95 % CI, 6-35 %). Weniger

Patienten starben aufgrund einer Verschlechterung ihrer Herzinsuffizienz oder wurden deshalb

ins Krankenhaus eingewiesen (736 in der Plazebo-Gruppe und 613 in der Enalapril-Gruppe;

Risikoreduktion 26 %; 95 % CI 18-34 %; p<0,0001). Insgesamt senkte Enalaprilmaleat in der

SOLVD Studie bei Patienten mit linksventrikulärer Dysfunktion das Risiko, einen Myokardinfarkt

zu erleiden um 23 % (95 % CI; 11-34 %; p<0,001) und das Risiko, aufgrund einer instabilen

Angina pectoris ins Krankenhaus eingewiesen zu werden, um 20 % (95 %CI; 9-29 %, p< 0,001).

Kinder und Jugendliche

Bei pädiatrischen Patienten über 6 Jahren mit Hypertonie liegen begrenzte Daten zur Anwendung

von Enalapril vor. In einer klinischen Studie mit 110 hypertonen pädiatrischen Patienten im Alter

von 6- 16 Jahren erhielten Patienten mit einem Gewicht ≥ 20 kg und einer glomerulären

Filtrationsrate > 30 ml/min/1,73m² und Patienten mit einem Gewicht < 50 kg entweder 0,625 mg,

2,5 mg oder 20 mg Enalapril pro Tag; Patienten mit einem Gewicht ≥ 50 kg erhielten entweder

1,25 mg, 5 mg oder 40 mg Enalapril pro Tag. Die Einmalgabe von Enalapril senkte den Blutdruck

in Abhängigkeit von der Dosis. Die dosisabhängige Blutdrucksenkung von Enalapril zeigte sich

übereinstimmend

allen

Subgruppen

(Alter,

Tanner-Stadium,

Geschlecht,

ethnische

Zugehörigkeit). Allerdings scheinen die niedrigsten Dosierungen von 0,625 mg bzw. 1,25 mg -

entsprechend

durchschnittlich

0,02

mg/kg/Tag

keine

gleichmäßige

blutdrucksenkende

Wirksamkeit zu haben. Die Maximaldosis, die untersucht wurde, war 0,58 mg/kg/Tag (bis zu 40

mg). Das Nebenwirkungsprofil bei Kindern unterschied sich nicht von dem bei Erwachsenen.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Enalapril

wird

nach

oraler

Einnahme

rasch

resorbiert,

wobei

maximalen

Plasmakonzentrationen innerhalb einer Stunde erreicht werden. Nach oraler Einnahme von

Enalapril

Tablettenform

beträgt

Resorption

ungefähr

basierend

Wiederfindungsrate im Urin. Die Resorptionsrate nach oraler Einnahme von Enalapril wird nicht

durch das Vorhandensein von Nahrung im Magendarmtrakt beeinflusst.

Nach der Resorption wird oral aufgenommenes Enalapril rasch weitgehend zu Enalaprilat

hydrolisiert,

einem

potenten

Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer.

Spitzenplasmakonzentrationen von Enalaprilat zeigen sich ca. 4 Stunden nach oraler Gabe einer

Enalapriltablette.

effektive

Akkumulationshalbwertszeit

Enalaprilat

nach

oralen

Mehrfachgaben beträgt 11 Stunden. Bei Probanden mit normaler Nierenfunktion wurden die

Steady-State-Serum-Konzentrationen von Enalaprilat ca. 4 Tage nach Therapiebeginn erreicht.

Verteilung

Im Bereich der therapeutisch relevanten Konzentrationen liegt die Plasmaproteinbindung von

Enalaprilat beim Menschen nicht über 60 %.

Biotransformation

Außer der Konversion zu Enalaprilat liegen keine weiteren Hinweise für einen signifikanten

Metabolismus von Enalapril vor.

Elimination

Die Ausscheidung von Enalaprilat erfolgt überwiegend renal. Die Hauptbestandteile im Urin sind

Enalaprilat, das ca. 40 % der Dosis ausmacht, und unverändertes Enalapril (ca. 20 %).

Nierenfunktionseinschränkung

Die Enalapril- und Enalaprilatexposition sind bei Patienten mit Niereninsuffizienz erhöht. Bei

Patienten mit leichter bis mäßiger Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 40-60 ml/min) war die

Steady-State-AUC von Enalaprilat nach der Anwendung von 5 mg einmal täglich ca. doppelt so

groß wie bei Patienten mit normaler Nierenfunktion. Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-

Clearance ≤ 30 ml/min), war die AUC ca. achtmal größer. Die effektive Halbwertszeit von

Enalaprilat nach Mehrfachdosen von Enalaprilmaleat ist bei Niereninsuffizienz in diesem Stadium

verlängert, das Erreichen des Steady- State ist verzögert (siehe Abschnitt 4.2). Enalaprilat kann

mittels Hämodialyse aus dem Kreislauf entfernt werden. Enalaprilat ist mit einer Rate von 62

ml/min dialysierbar.

Kinder und Jugendliche

Eine pharmakokinetische Studie mit verschiedenen Dosierungen wurde bei 40 hypertonen

Mädchen und Jungen im Alter von 2 Monaten bis zu 16 Jahren durchgeführt, die oral 0,07 - 0,14

mg/kg

Enalaprilmaleat/Tag

erhielten.

Insgesamt

ergab

diese

Studie

bezüglich

Pharmakokinetik

Enalprilat

keine

größeren

Unterschiede

zwischen

Kindern

bekannten Daten von Erwachsenen. Die Daten weisen auf eine Vergrößerung der AUC (bei

Normierung auf Dosen pro Körpergewicht) mit zunehmendem Alter hin; diese Vergrößerung der

AUC ist jedoch nicht zu beobachten, wenn die Daten auf die Körperoberfläche normiert werden.

Im Steady-State betrug die mittlere effektive Akkumulationshalbwertszeit von Enalaprilat 14

Stunden.

Stillzeit

Nach einer oralen Einzelgabe von 20 mg bei 5 Müttern nach der Geburt war die durchschnittliche

Enalapril Höchstkonzentration in der Milch 1,7 μg/l (Bereich 0,54 – 5,9 μg/l) 4-6 Stunden nach

der Einnahme. Die durchschnittliche Enalaprilat – Konzentration war 1,7 μg/l (Bereich 1,2 – 2,3

μg/l); Peaks traten zu verschiedenen Zeiten über eine Periode von 24 Stunden auf. In Anbetracht

der Konzentrationen in der Milch ist die geschätzte maximale Einnahme bei einem Säugling

ungefähr 0,16% bei einer an das Gewicht der Mutter angepassten Dosierung. Bei einer Frau, die

Enalapril 10 mg täglich über 11 Monate oral eingenommen hat, war der Enalapril-Peak 2 μg/l 4

Stunden nach der Einnahme und der Enalaprilat-Peak 0,75 μg/l ungefähr 9 Stunden nach der

Einnahme, Die Gesamtmenge an Enalapril und Enalaprilat hochgerechnet in der Milch über 24

Stunden war 1,44 μg/l und 0,63 μg/l. Enalaprilat konnte bei einer Mutter nach einer oralen

Einzelgabe von 5 mg Enalapril bzw. von 10 mg bei zwei Müttern 4 Stunden nach der Anwendung

nicht nachgewiesen werden (< 0,2 μg/l). Enalapril-Konzentrationen konnten nicht gemessen

werden.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Aus den präklinischen Daten (übliche Untersuchungen zur pharmakologischen Verträglichkeit,

zur Toxizität bei wiederholt verabreichten Dosen, zur Genotoxizität und zum kanzerogenen

Potenzial) ergaben sich keine Hinweise auf eine besondere Gefährdung für den Menschen.

Entsprechend

Studien

Reproduktionstoxizität

Enalapril

keine

Wirkungen

Fruchtbarkeit und Fortpflanzung bei Ratten und wirkt nicht teratogen. In einer Studie, in der

weibliche Ratten Enalapril vor der Paarung und während der Gestationszeit erhielten, kam es

während

Säugeperiode

einer

erhöhten

Todesrate

Jungtieren.

wurde

nachgewiesen, dass die Substanz plazentagängig ist und in die Muttermilch übergeht. Die Klasse

der ACE-Hemmer wirkt nachweislich fetotoxisch (Schädigung und/oder Tod des Feten), wenn sie

im 2. oder 3. Trimenon gegeben werden.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Enalapril Sandoz 5 mg – Tablette:

Hydroxypropylcellulose,

Lactose-Monohydrat,

Magnesiumstearat,

Maisstärke,

Natriumhydrogencarbonat und Talkum.

Enalapril Sandoz 10 mg – Tablette:

Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat, Maisstärke, Natriumhydrogencarbonat, Eisenoxid rot

(E-172) und Talkum.

Enalapril Sandoz 20 mg – Tablette:

Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat, Maisstärke, Natriumhydrogencarbonat, Eisenoxid rot

(E-172), Eisenoxid gelb (E-172) und Talkum.

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

Aluminium//OPA/Aluminium/PVC-Blister:

3 Jahre

HDPE-Flasche:

2 Jahre für ungeöffnete Flasche

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen: 6 Monate

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Aluminium//OPA/Aluminium/PVC-Blister:

Nicht über 30°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

HDPE-Flasche:

Nicht über 30°C lagern.

Flasche fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Aluminium//OPA/Aluminium/PVC Blister.

Packungsgrößen:

5 mg: 10, 20, 28, 30, 50, 60, 98, 100, 100x1, 300, 500 Tabletten.

10 mg: 28, 30, 50, 98, 100, 100x1 Tabletten.

20 mg: 10, 14, 28, 30, 50, 56, 60, 98, 100, 100x1, 500 Tabletten.

HDPE-Flasche mit PP-Verschluss, Sicherheitsring und integriertes Trockenmittel:

Packungsgrößen: 30, 100, 125 und 250 Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Nicht

verwendetes

Arzneimittel

oder

Abfallmaterial

entsprechend

nationalen

Anforderungen zu entsorgen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Sandoz GmbH, 6250 Kundl, Österreich

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Enalapril Sandoz 5 mg – Tabletten: 1-23625

Enalapril Sandoz 10 mg – Tabletten: 1-23626

Enalapril Sandoz 20 mg – Tabletten: 1-23627

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 16.05.2000

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 08.11.2009

10.

STAND DER INFORMATION

November 2019

REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig

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