Dysport 500 Einheiten, Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Botulinum-Toxin Typ A zur Injektion (Ph.Eur.)
Verfügbar ab:
IPSEN PHARMA GmbH
ATC-Code:
M03AX21
INN (Internationale Bezeichnung):
Botulinum toxin type A for injection (Ph. Eur.)
Darreichungsform:
Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung
Zusammensetzung:
Botulinum-Toxin Typ A zur Injektion (Ph.Eur.) 500.E-LD50M
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
50586.00.00

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GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Dysport

®

300 Einheiten / 500 Einheiten

Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Clostridium botulinum Toxin Typ A

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung

dieses Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind,

informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1. Was ist Dysport und wofür wird es angewendet?

2. Was müssen Sie vor der Anwendung von Dysport beachten?

3. Wie ist Dysport anzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Dysport aufzubewahren?

6. Weitere Informationen

1. WAS IST DYSPORT UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Dysport ist ein Arzneimittel, das den Wirkstoff

Clostridium botulinum

Toxin Typ A enthält.

Clostridium botulinum

Toxin Typ A hemmt die Erregungsübertragung von Nerven auf Muskeln. Es

wird direkt am Wirkort injiziert und hat muskelentspannende Wirkung.

Dysport wird angewendet zur symptomatischen Behandlung

von anhaltendem Lidkrampf, der zum unfreiwilligen Lidschluss führt (idiopathischer

Blepharospasmus

von halbseitigen Bewegungsstörungen im Gesicht (

hemifazialer Spasmus und koexistierende

dystone Bewegungsabläufe

eines von Krämpfen begleiteten Schiefhalses mit Beginn im Erwachsenenalter (

zervikale

Dystonie

bzw.

Torticollis spasmodicus

einer unwillkürlichen Verkrampfung der Arm- und Schultermuskulatur (

Spastik der oberen

Extremitäten

) bei Erwachsenen, die zu einer eingeschränkten Funktion des Arms und der

Schulter führen kann.

einer unwillkürlichen Verkrampfung der Unterschenkelmuskulatur (

Spastik des Fußgelenks

bei Erwachsenen nach Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma, die zu einer eingeschränkten

Funktion des Unterschenkels führen kann.

einer unwillkürlichen Verkrampfung der Unterschenkelmuskulatur (

Spastik mit dynamischer

Spitzfußstellung der unteren Extremitäten

) bei gehfähigen Patienten mit Bewegungsstörung

aufgrund einer frühkindlichen Hirnschädigung (infantile Zerebralparese) ab 2 Jahren, die zu

einer eingeschränkten Funktion der Beine und Füße führen kann.

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2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON DYSPORT BEACHTEN?

Dysport darf nicht angewendet werden,

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen

Clostridium botulinum

Toxin Typ A oder einen der

sonstigen Bestandteile von Dysport sind.

wenn Sie eine Infektion an der geplanten Injektionsstelle haben.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Dysport ist erforderlich,

da Sie möglicherweise mit einer übermäßigen Schwächung der Muskulatur reagieren können.

Dieses Risiko könnte reduziert werden, indem von Ihrem Arzt die minimal wirksame Dosis

angewendet und die empfohlene Dosis nicht überschritten wird.

da nach Behandlung mit

Clostridium botulinum

Toxin Typ A oder B sehr selten von Todesfällen

berichtet wurde. Diese waren vereinzelt von Schluckstörungen und/oder Lungenentzündung

durch Einatmen von Fremdstoffen (Aspirationspneumonie) begleitet und/oder traten bei

Patienten mit bedeutsamen Schwächezuständen (Asthenie) auf.

Patienten mit Erkrankungen wie gestörte Signalübertragung im Gehirn, Schluck- und

Atemschwierigkeiten haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten solcher Wirkungen, weswegen

die Behandlung unter fachärztlicher Kontrolle erfolgen muss und nur dann, wenn der Nutzen der

Behandlung das Risiko überwiegt.

wenn Sie bereits Schluck- und Atemschwierigkeiten haben, weil diese sich verstärken können,

falls sich die Toxinwirkung zu den betreffenden Muskeln ausbreitet. In seltenen Fällen trat das

Einatmen von Fremdstoffen (Aspiration) auf. Dies ist ein Risiko bei Patienten mit chronischen

Atemstörungen.

wenn Sie eine merklich gestörte Signalübertragung im Gehirn (z. B. Myasthenia gravis) haben,

weil Sie dann mit einer übermäßigen Schwächung der Muskulatur auf die Behandlung mit

Substanzen wie Dysport reagieren können.

Falls bei Ihnen Schluck-, Sprech- bzw. Atemstörungen auftreten, benachrichtigen Sie sofort den

ärztlichen Notdienst.

Vorsicht ist geboten bei der Behandlung erwachsener und besonders älterer Patienten mit

unwillkürlicher Verkrampfung der Unterschenkelmuskulatur (Spastik des Fußgelenks), die ein

erhöhtes Sturz-Risiko haben könnten.

Sie sollten Ihren Arzt über eine Blutgerinnungsstörung sowie Entzündungen bzw. Infektionen im

Bereich der geplanten Injektionsstelle informieren.

Dysport enthält eine geringe Menge eines Bluteiweißstoffes vom Menschen (Humanalbumin). Das

Risiko einer Übertragung von viralen Infektionen kann nach Verwendung von menschlichem Blut oder

Blutprodukten nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden.

Bei Anwendung von Dysport mit anderen Arzneimitteln:

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden

bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht

verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Informieren Sie Ihren Arzt insbesondere, wenn es sich bei den Arzneimitteln um Antibiotika gegen

Infektionen oder Arzneimittel mit muskelentspannender Wirkung (Muskelrelaxanzien/andere

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Botulinumtoxin-Präparate) handelt. Manche dieser Arzneimittel können die Wirkung von Dysport

verstärken.

Schwangerschaft und Stillzeit:

Dysport darf während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn Ihr Arzt dies für zwingend

erforderlich hält.

Die Anwendung von Dysport während der Stillzeit kann nicht empfohlen werden.

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:

Bei der Behandlung mit Dysport können Schwächung der Muskulatur und Ermüdung oder

Sehstörungen auftreten. Sollte dies auf Sie zutreffen, dürfen Sie kein Fahrzeug steuern und keine

Maschinen bedienen.

3. WIE IST DYSPORT ANZUWENDEN?

Dysport darf nur von Ärzten angewendet werden, die in der Behandlung mit

Clostridium botulinum

Toxin Typ A in dem jeweiligen Anwendungsgebiet Erfahrungen besitzen.

Ihr Arzt legt die für Ihr Krankheitsbild notwendige Dosierung individuell für Sie fest. Üblicherweise

wird Ihr Arzt Ihnen Dysport an mehreren Stellen im betroffenen Körperbereich injizieren.

Anwendung bei anhaltendem Lidkrampf (Blepharospasmus) oder halbseitigen

Bewegungsstörungen im Gesicht (hemifazialer Spasmus und koexistierende dystone

Bewegungsabläufe)

Dosierung bei Erwachsenen:

Bei Behandlungsbeginn insgesamt 40 Einheiten

Clostridium botulinum

Toxin Typ A pro Auge. Falls

erforderlich, kann bei Folgeinjektionen die Dosis auf 60 oder 80 oder maximal 120 Einheiten pro Auge

erhöht werden. Eine Erhöhung der Dosis kann jedoch das Risiko für lokale Nebenwirkungen,

insbesondere Herabhängen des Lids, erhöhen. Die Maximaldosis darf 120 Einheiten pro Auge nicht

überschreiten. Wenn nur ein Auge betroffen ist, wird die Injektion auf das betroffene Auge beschränkt.

Dosierung bei Kindern:

Sichere und wirksame Dosierungen von Dysport sind bei Kindern noch nicht ausreichend untersucht.

Art der Anwendung:

Ihr Arzt wird Ihnen Dysport im Bereich um das Auge unter die Haut injizieren (subkutane Injektion).

Dauer der Anwendung:

Eine Besserung der Symptome kann nach 2-4 Tagen, der maximale therapeutische Effekt innerhalb

von 2 Wochen erwartet werden.

Die Injektionen sollten ungefähr alle 12 Wochen wiederholt werden oder wenn erforderlich, um der

Rückkehr der Symptome vorzubeugen, jedoch nicht häufiger als alle 12 Wochen.

Tritt nach Verabreichung der Höchstdosis keine Wirkung ein, so ist die Behandlung zu beenden.

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Anwendung bei von Krämpfen begleitetem Schiefhals (zervikale Dystonie bzw. Torticollis

spasmodicus)

Dosierung bei Erwachsenen:

Insgesamt 500 Einheiten

Clostridium botulinum

Toxin Typ A.

Bei Folgeinjektionen kann es erforderlich sein, die Dosis, je nach dem, wie Sie auf das Arzneimittel

ansprechen, anzupassen, d. h. schrittweise um 100-250 Einheiten pro Sitzung zu verringern bzw. zu

erhöhen. Die Maximaldosis von 1.000 Einheiten darf nicht überschritten werden.

Eine Erhöhung der Dosis kann das Risiko für Nebenwirkungen, insbesondere Schluckstörungen,

erhöhen.

Die empfohlenen Dosierungen gelten nur für normalgewichtige Erwachsene, die keine Anzeichen

einer verminderten Nackenmuskulatur zeigen. Bei untergewichtigen Patienten und älteren Patienten

mit möglicher verminderter Nackenmuskulatur sollte die Dosis reduziert werden.

Dosierung bei Kindern:

Sichere und wirksame Dosierungen von Dysport sind bei Kindern noch nicht ausreichend untersucht.

Art der Anwendung:

Ihr Arzt wird Ihnen Dysport in die Hals- und Nackenmuskulatur injizieren (intramuskuläre Injektion).

Dauer der Anwendung:

Eine Besserung der Symptome kann innerhalb 1 Woche erwartet werden.

Die Injektionen sollten ungefähr alle 16 Wochen oder wenn erforderlich bei Rückkehr der Symptome

wiederholt werden, jedoch nicht häufiger als alle 12 Wochen.

Tritt nach Verabreichung der Höchstdosis keine Wirkung ein, so ist die Behandlung zu beenden.

Anwendung bei unwillkürlicher Verkrampfung der Muskulatur bei Erwachsenen

Arm- und Schultermuskulatur (Spastik der oberen Extremitäten)

Dosierung bei Erwachsenen:

Die Dosierung bei der Erstbehandlung sowie bei nachfolgenden Behandlungen sollte individuell

angepasst werden. In klinischen Studien wurden Dosierungen von 500 Einheiten, 1.000 Einheiten und

1.500 Einheiten bei bestimmten Behandlungssitzungen zwischen ausgewählten Muskeln aufgeteilt.

Art der Anwendung:

Ihr Arzt wird Ihnen Dysport in die Arm- oder Schultermuskulatur injizieren (intramuskuläre

Injektion).

Dauer der Anwendung:

Die Behandlung mit Dysport sollte wiederholt werden, wenn die Wirkung der vorhergehenden

Injektion nachgelassen hat, allerdings nicht früher als 12 Wochen nach der vorhergehenden Injektion.

Die Mehrheit der Patienten in klinischen Studien wurde nach etwa 12-16 Wochen erneut behandelt;

bei einigen Patienten trat jedoch eine länger andauernde Wirkung von bis zu 20 Wochen auf. Durch

den Grad und das Muster der Muskelverkrampfung zum Zeitpunkt der Wiederholungsinjektion können

Anpassungen der Dysport-Dosis und der zu injizierenden Muskeln notwendig sein. Klinische

Verbesserungen können etwa eine Woche nach der Behandlung mit Dysport erwartet werden.

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Unterschenkelmuskulatur (Spastik des Fußgelenks)

Dosierung bei Erwachsenen:

Die exakte Dosierung bei der Erstbehandlung sowie bei nachfolgenden Behandlungen sollte

individuell angepasst werden. Dosierungen von bis zu 1.500 Einheiten können in einer einzelnen

Behandlungssitzung intramuskulär verabreicht werden.

Art der Anwendung:

Ihr Arzt wird Ihnen Dysport in die Unterschenkelmuskulatur injizieren (intramuskuläre Injektion).

Dauer der Anwendung:

Die Behandlung mit Dysport sollte, abhängig vom Wiederauftreten der klinischen Symptome, alle 12-

16 Wochen wiederholt werden, gegebenenfalls länger, je nach Notwendigkeit, allerdings nicht früher

als 12 Wochen nach der vorhergehenden Injektion. Durch den Grad und das Muster der

Muskelverkrampfung zum Zeitpunkt der Wiederholungsinjektion können Anpassungen der Dysport-

Dosis und der zu injizierenden Muskeln notwendig sein.

Arm- und Schultermuskulatur (Spastik der oberen Extremitäten) sowie

Unterschenkelmuskulatur (Spastik des Fußgelenks)

Dosierung bei Kindern:

Sichere und wirksame Dosierungen von Dysport bei der Behandlung der unwillkürlichen

Verkrampfung der Arm- und Schultermuskulatur (Spastik der oberen Extremitäten) sind bei Kindern

noch nicht ausreichend untersucht.

Dosierung bei älteren Patienten (≥ 65 Jahre):

Klinische Erfahrungen haben keine Unterschiede in der Wirksamkeit zwischen älteren und jüngeren

erwachsenen Patienten gezeigt. Im Allgemeinen sollten ältere Patienten, aufgrund einer höheren

Häufigkeit von Begleiterkrankungen sowie weiteren medikamentösen Behandlungen, beobachtet

werden, um die Verträglichkeit von Dysport einzuschätzen.

Anwendung bei unwillkürlicher Verkrampfung der Unterschenkelmuskulatur (Spastik mit

dynamischer Spitzfußstellung der unteren Extremitäten) bei gehfähigen Patienten mit

Bewegungsstörung aufgrund einer frühkindlichen Hirnschädigung (infantile Zerebralparese) ab

2 Jahren

Dosierung:

Die Dosierung bei der Erstbehandlung sowie bei nachfolgenden Behandlungen sollte individuell

angepasst werden.

Art der Anwendung:

Ihr Arzt wird Ihnen Dysport in die Unterschenkelmuskulatur injizieren (intramuskuläre Injektion).

Dauer der Anwendung:

Die Behandlung mit Dysport sollte wiederholt werden, wenn die Wirkung der vorhergehenden

Injektion nachgelassen hat, allerdings nicht früher als 12 Wochen nach der vorhergehenden Injektion.

Die Mehrheit der Patienten in klinischen Studien wurde nach etwa 16-22 Wochen erneut behandelt;

bei einigen Patienten trat jedoch eine länger andauernde Wirkung von bis zu 28 Wochen auf. Durch

den Grad und das Muster der Muskelspastik zum Zeitpunkt der Wiederholungsinjektion können

Anpassungen der Dysport-Dosis und der zu injizierenden Muskeln notwendig sein.

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Wenn Sie eine größere Menge von Dysport erhalten haben, als Sie sollten:

Wenn Ihnen mehr Dysport verabreicht wurde, als von Ihnen benötigt, können andere Muskeln als die

behandelten geschwächt werden.

Wenn Sie dies bemerken, kontaktieren Sie bitte sofort Ihren Arzt.

Falls Sie Schwierigkeiten beim Atmen, Schlucken oder Sprechen haben, suchen Sie bitte den

ärztlichen Notdienst auf.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Dysport Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten

müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

Mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

Weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nebenwirkungen können aufgrund einer zu tief oder falsch platzierten Injektion von Dysport, die zu

einer vorübergehenden Lähmung nahe liegender Muskelgruppen führen kann, auftreten.

Nebenwirkungen, die alle Anwendungsgebiete betreffen

Häufig:

Allgemeines Schwächegefühl

Ermüdung

Grippeähnliche Erkrankung

Schmerzen/blauer Fleck an der Injektionsstelle

Gelegentlich: Juckreiz

Selten:

Schmerzen und Lähmung der Schulter- und Armmuskulatur

Ausschlag

Nebenwirkungen bei anhaltendem Lidkrampf (Blepharospasmus) oder halbseitigen

Bewegungsstörungen im Gesicht (hemifazialer Spasmus und koexistierende dystone

Bewegungsabläufe)

Sehr häufig:

Herabhängen des Lids

Häufig:

Lähmung der Gesichtsmuskulatur

Doppeltsehen

Augentrockenheit

tränende Augen

Schwellung des Augenlids

Gelegentlich: Lähmung des siebten Hirnnerven (Gesichtslähmung)

Selten:

Augenmuskellähmung

Einstülpen des Lids

Nebenwirkungen bei von Krämpfen begleitetem Schiefhals (zervikale Dystonie bzw. Torticollis

spasmodicus)

Sehr häufig:

Schluckstörungen

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Mundtrockenheit

Muskelschwäche

Häufig:

Kopfschmerzen

Schwindelgefühl

Lähmung der Gesichtsmuskulatur

Verschwommensehen

Verminderte Sehschärfe

Sprachstörungen

Atemnot

Nackenschmerzen

Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems

Muskelschmerzen

Schmerzen in den Gliedmaßen

Versteifung der Skelettmuskulatur

Gelegentlich: Doppeltsehen

Herabhängen des Lids

Übelkeit

Muskelschwund

Kiefererkrankung

Selten:

Einatmen von Fremdstoffen (Aspiration)

Die Schluckstörungen schienen dosisabhängig zu sein und traten am häufigsten nach Injektion in einen

bestimmten Muskel (M. sternocleidomastoideus) auf. Weiche Nahrung kann erforderlich sein bis die

Symptome abklingen.

Nebenwirkungen bei unwillkürlicher Verkrampfung der Muskulatur bei Erwachsenen

Arm- und Schultermuskulatur (Spastik der oberen Extremitäten)

Häufig:

Muskelschwäche

Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems

Schmerzen in den Gliedmaßen

Reaktionen an der Injektionsstelle (z. B. Schmerzen, Hautrötungen, Schwellungen usw.)

Kraftlosigkeit

Ermüdung

Grippeähnliche Erkrankung

Gelegentlich: Schluckstörung

Unterschenkelmuskulatur (Spastik des Fußgelenks)

Häufig:

Schluckstörungen

Muskelschwäche

Muskelschmerzen

Kraftlosigkeit

Ermüdung

Grippeähnliche Erkrankung

Reaktion an der Injektionsstelle (Schmerz, blauer Fleck, Ausschlag, Juckreiz)

Sturz

Nebenwirkungen bei unwillkürlicher Verkrampfung der Unterschenkelmuskulatur (Spastik mit

dynamischer Spitzfußstellung der unteren Extremitäten) bei gehfähigen Patienten mit

Bewegungsstörung aufgrund einer frühkindlichen Hirnschädigung (infantile Zerebralparese) ab

2 Jahren

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Häufig:

Muskelschmerzen

Muskelschwäche

Unwillkürlicher Harnverlust

Grippeähnliche Erkrankung

Reaktion an der Injektionsstelle (z. B. Schmerz, Hautrötung, Schwellung usw.),

Gangstörung

Ermüdung

Sturz

Gelegentlich: Kraftlosigkeit

Erfahrungen zur Sicherheit nach Markteinführung

Die Nebenwirkungen, die seit der Markteinführung auftraten, entsprechen den bekannten Wirkungen

des Produkts. Vereinzelt wurde über Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Nesselsucht,

Schwellungen (Angioödeme), Schwellung des Rachens, Atemprobleme) berichtet.

Suchen Sie den ärztlichen Notdienst auf, falls Sie Schwierigkeiten beim Atmen

mit oder ohne

Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Hals, Hautrötung oder Juckreiz

haben.

Dies kann

bedeuten, dass Sie auf Dysport allergisch reagieren.

Sehr selten wurde über Nebenwirkungen berichtet, für die eine sich von der Injektionsstelle

ausbreitende Toxinwirkung verantwortlich gemacht wird: Übermäßige Schwächung der Muskulatur,

Schluckstörungen, Lungenentzündung durch Einatmung von Fremdstoffen (Aspirationspneumonie),

die tödlich sein können.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3,

D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. WIE IST DYSPORT AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett nach „Verwendbar bis:“

bzw. „Verw. bis:“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich

auf den letzten Tag des Monats.

Im Kühlschrank lagern (2°C - 8°C).

Es wird empfohlen, die gebrauchsfertige Injektionslösung sofort anzuwenden. Sie kann jedoch bei 2°C

- 8°C bis zu 24 Stunden aufbewahrt werden.

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6. WEITERE INFORMATIONEN

Was Dysport enthält:

Der Wirkstoff ist

Clostridium botulinum

Toxin Typ A, 300 bzw. 500

Einheiten/Durchstechflasche.

Die sonstigen Bestandteile sind Humanalbumin und Lactose-Monohydrat.

Wie Dysport aussieht und Inhalt der Packung:

Dysport ist ein weißes Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung.

Dysport 300 Einheiten ist in Originalpackungen mit 1 oder 2 Durchstechflaschen und in

Bündelpackungen mit 6 x 1 Durchstechflasche erhältlich.

Dysport 500 Einheiten ist in Originalpackungen mit 1, 2 oder 3 Durchstechflaschen, in

Bündelpackungen mit 6 x 1 Durchstechflasche und in Klinikpackungen mit 6 oder 12

Durchstechflaschen erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer:

Ipsen Pharma GmbH

Einsteinstraße 174

D-81677 München

Tel.: +49 89 262043289

Hersteller:

Ipsen Biopharm Ltd

Ash Road, Wrexham Industrial Estate

Wrexham, LL13 9UF, UK

Ipsen Manufacturing Ireland Limited

Blanchardstown Industrial Park

Blanchardstown

Dublin 15

Irland

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2019.

IPSEN

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DIE FOLGENDEN INFORMATIONEN SIND FÜR ÄRZTE BZW. MEDIZINISCHES

FACHPERSONAL BESTIMMT:

Die nachfolgenden Informationen und Hinweise erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte

lesen Sie auch die für die Patienten vorgesehene Gebrauchsinformation sowie für detailliertere

Informationen die Fachinformation.

ANWENDUNG VON DYSPORT

Dysport darf nur von Ärzten angewendet werden, die in der Behandlung mit

Clostridium botulinum

Toxin Typ A in dem jeweiligen Anwendungsgebiet Erfahrungen besitzen und die erforderliche

Ausstattung zur Verfügung haben.

Dysport darf nach dem Auflösen nur für eine Behandlung pro Patient verwendet werden.

Die Einheiten von Dysport sind spezifisch für das Präparat Dysport und dürfen nicht auf andere

Präparate mit dem Wirkstoff

Clostridium botulinum

Toxin Typ A übertragen werden. Daher wird

empfohlen, bei Langzeitbehandlung nicht zwischen unterschiedlichen

Clostridium botulinum

Toxin

Typ A-Präparaten zu wechseln.

Auflösungsvorschrift:

Das Herstellen der gebrauchsfertigen Dysport-Injektionslösung erfolgt direkt nach Entnahme aus dem

Kühlschrank.

Die Anweisungen zur Herstellung der Injektionslösung sind jeweils spezifisch für die

Durchstechflaschen mit 300 Einheiten bzw. mit 500 Einheiten. Diese Volumina liefern

Konzentrationen, die spezifisch für die Anwendung für jedes der Anwendungsgebiete sind.

Erhaltene Dosis in

Einheiten pro ml

Lösungsmittel* pro

Durchstechflasche mit 500 Einheiten

Lösungsmittel* pro

Durchstechflasche mit 300 Einheiten

500 Einheiten

1 ml

0,6 ml

200 Einheiten

2,5 ml

1,5 ml

100 Einheiten

5 ml

3 ml

* Konservierungsmittelfreie 0,9%ige Natriumchlorid-Injektionslösung

Gebrauchsfertige Injektionslösung bei 2°C - 8°C maximal 24 Stunden aufbewahren.

Hinweis:

Wenn verschiedene Wirkstärken von Dysport während einer Behandlungssitzung angewendet

werden, muss darauf geachtet werden, die korrekte Menge an Lösungsmittel zur Auflösung zu

verwenden. Die zuzugebende Menge isotoner Natriumchloridlösung ist für Dysport 300

Einheiten und Dysport 500 Einheiten verschieden. Jede Spritze ist entsprechend zu

kennzeichnen.

Dauer der Anwendung:

Bitte beachten Sie die Abschnitte 3 der Gebrauchsinformation bzw. 4.2 der Fachinformation.

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Blepharospasmus, hemifazialer Spasmus und koexistierende dystone Bewegungsabläufe

Dosierung:

Die empfohlenen Dosierungen gelten für Erwachsene aller Altersgruppen einschließlich älterer

Patienten.

Sichere und wirksame Dosierungen von Dysport sind bei Kindern noch nicht ausreichend untersucht.

Bilateraler Blepharospasmus

Bei Behandlungsbeginn insgesamt 40 Einheiten

Clostridium botulinum

Toxin Typ A pro Auge als

Injektion unter die Haut (subkutane Injektion). Falls erforderlich, kann bei Folgeinjektionen die Dosis

auf 60 oder 80 oder maximal 120 Einheiten pro Auge erhöht werden. Eine Erhöhung der Dosis kann

jedoch das Risiko für lokale Nebenwirkungen, insbesondere Ptosis, erhöhen.

Die Maximaldosis darf 120 Einheiten pro Auge nicht überschreiten.

Unilateraler Blepharospasmus, hemifazialer Spasmus und koexistierende dystone Bewegungsabläufe

Wie bei bilateralem Blepharospasmus. Die Injektion wird jedoch auf das betroffene Auge beschränkt.

Art der Anwendung:

Subkutane Injektion von 10 Einheiten medial und 10 Einheiten lateral in die Verbindung zwischen

präseptalem und orbitalem Teil sowohl des oberen (siehe nachfolgende Abbildung, Nummer 1 und 2)

als auch des unteren (Nummer 3 und 4) Augenringmuskels (M. orbicularis oculi).

Um das Risiko eines herabhängenden Lids zu verringern, sollten Injektionen in der Nähe des

Lidhebers (Levator palpebrae superioris) vermieden werden, weshalb bei Injektionen in das obere Lid

die Kanüle vom Zentrum weg zu richten ist.

Falls erforderlich, kann bei Folgeinjektionen die Dosis pro Auge erhöht werden auf:

60 Einheiten: Es werden jeweils 10 Einheiten medial und 20 Einheiten lateral injiziert.

80 Einheiten: Es werden jeweils 20 Einheiten medial und 20 Einheiten lateral injiziert.

Maximal 120 Einheiten: Es werden jeweils 20 Einheiten medial und 40 Einheiten lateral injiziert.

Zusätzliche Injektionen können in den M. frontalis über der Augenbraue (siehe Abbildung, Nummer 5

und 6) erfolgen, wenn dort befindliche Spasmen das Sehvermögen beeinträchtigen.

Zervikale Dystonie (Torticollis spasmodicus)

Dosierung:

Insgesamt 500 Einheiten

Clostridium botulinum

Toxin Typ A in die Hals- und Nackenmuskulatur als

streng intramuskuläre Injektion.

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Bei wiederholten Injektionen kann es erforderlich sein, die Dosis je nach Ansprechen anzupassen, d. h.

entsprechend dem klinischen Zustand um 100-250 Einheiten pro Sitzung schrittweise zu verringern

bzw. zu erhöhen, wobei die Maximaldosis von 1.000 Einheiten nicht überschritten werden darf.

Eine Erhöhung der Dosis kann das Risiko für Nebenwirkungen, insbesondere Schluckstörungen,

erhöhen.

Die empfohlenen Dosierungen gelten nur für normalgewichtige Erwachsene, die keine Anzeichen

einer verminderten Nackenmuskulatur zeigen. Bei untergewichtigen Patienten und älteren Patienten

mit möglicher verminderter Nackenmuskulatur sollte die Dosis reduziert werden.

Sichere und wirksame Dosierungen von Dysport sind bei Kindern noch nicht ausreichend untersucht.

Art der Anwendung:

Streng intramuskuläre Injektion üblicherweise in den M. sternocleidomastoideus, M. levator scapulae,

M. scalenus, M. splenius capitis und/oder M. trapezius.

In den M. sternocleidomastoideus dürfen maximal 300 Einheiten injiziert werden.

Die Identifizierung der Muskeln, in die Dysport injiziert werden soll, richtet sich nach den klinischen

Merkmalen (abnorme sichtbare Muskelaktivität, tastbare Verhärtungen, Lokalisierung der

Muskelschmerzen) und nach dem Ergebnis im Elektromyogramm (Verteilung des dystonen EMG-

Musters).

Spastik bei Erwachsenen

Obere Extremitäten

Dosierung:

Die Dosierung bei der Erstbehandlung sowie bei nachfolgenden Behandlungen sollte individuell

angepasst werden, abhängig von Größe, Anzahl und Lage der beteiligten Muskeln, Schweregrad der

unwillkürlichen Verkrampfung (Spastik), Vorhandensein von lokaler Muskelschwäche, Ansprechen

des Patienten auf frühere Behandlungen und/oder Nebenwirkungen mit Dysport in der Anamnese. In

klinischen Studien wurden Dosierungen von 500 Einheiten, 1.000 Einheiten und 1.500 Einheiten bei

bestimmten Behandlungssitzungen zwischen ausgewählten Muskeln aufgeteilt, wie nachfolgend

beispielhaft gezeigt. Basierend auf den Reaktionen jedes einzelnen Patienten hinsichtlich Wirksamkeit

und Sicherheit in vorhergehenden Behandlungszyklen können, nach Ermessen des Arztes,

Dosierungen von mehr als 1.000 Einheiten bis zu 1.500 Einheiten verabreicht werden, wenn zusätzlich

zu anderen Muskeln der oberen Extremitäten ebenfalls in die Schultermuskeln injiziert wird. Die

empfohlene Gesamtdosis in die ausgewählten Schultermuskeln beträgt bis zu 500 Einheiten.

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Normalerweise sollte an einer einzelnen Injektionsstelle nicht mehr als 1 ml verabreicht werden.

Dosierungen von mehr als 1.500 Einheiten Dysport wurden für die Behandlung der Spastik der oberen

Extremitäten bei Erwachsenen nicht untersucht.

Injizierte Muskeln

Empfohlene Dosis

Dysport (Einheiten)

Flexor carpi radialis (FCR)

100-200

Flexor carpi ulnaris (FCU)

100-200

Flexor digitorum profundus (FDP)

100-200

Flexor digitorum superficialis (FDS)

100-200

Flexor pollicis longus

100-200

Adductor pollicis

25-50

Brachialis

200-400

Brachioradialis

100-200

Biceps brachii (BB)

200-400

Pronator teres

100-200

Triceps brachii (langer Kopf)

150-300

Pectoralis major

150-300

Subscapularis

150-300

Latissimus dorsi

150-300

Gesamtdosis

max. 1.500

Art der Anwendung:

Bei der Behandlung einer Spastik der oberen Extremitäten bei Erwachsenen wird Dysport in 0,9%iger

Natriumchlorid-Lösung rekonstituiert, um eine Injektionslösung mit entweder 100 Einheiten pro ml,

200 Einheiten pro ml oder 500 Einheiten pro ml zu erhalten. Dysport wird durch intramuskuläre

Injektion in die oben beispielhaft beschriebenen Muskeln verabreicht.

Es können weitere Muskeln beteiligt sein, die möglicherweise auch behandelt werden müssen.

In den Musculus biceps brachii wird an zwei Stellen injiziert, in alle anderen Muskeln an einer Stelle.

Obwohl die eigentlichen Injektionsstellen durch Abtasten festgelegt werden können, wird die

Verwendung einer die Injektion unterstützenden Technik, z. B. Elektromyographie, elektrische

Stimulation oder Ultraschall empfohlen, um die Injektionsstellen zu bestimmen.

Untere Extremitäten

Dosierung:

Dosierungen von bis zu 1.500 Einheiten können in einer einzelnen Behandlungssitzung intramuskulär

verabreicht werden. Die exakte Dosierung bei der Erstbehandlung sowie bei nachfolgenden

Behandlungen sollte individuell angepasst werden, abhängig von Größe und Anzahl der beteiligten

Muskeln sowie Schweregrad der Verkrampfung (Spastik) und ebenfalls das Vorhandensein von

lokaler Muskelschwäche und das Ansprechen des Patienten auf frühere Behandlungen

berücksichtigen. Allerdings sollte die Gesamtdosis 1.500 Einheiten nicht überschreiten.

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Normalerweise sollte an einer einzelnen Injektionsstelle nicht mehr als 1 ml verabreicht werden.

Muskel

Empfohlene Dosis

Dysport (Einheiten)

Anzahl der Injektionsstellen

pro Muskel

Soleus

300-550

Gastrocnemius

medialer Kopf

100-450

lateraler Kopf

100-450

Tibialis posterior

100-250

Flexor digitorum longus

50-200

Flexor digitorum brevis

50-200

Flexor hallucis longus

50-200

Flexor hallucis brevis

50-100

Art der Anwendung:

Bei der Behandlung einer fokalen Spastik der unteren Extremitäten bei Erwachsenen wird Dysport in

0,9%iger Natriumchlorid-Lösung rekonstituiert, um eine Injektionslösung mit entweder 100 Einheiten

pro ml, 200 Einheiten pro ml oder 500 Einheiten pro ml zu erhalten. Dysport wird durch

intramuskuläre Injektion in die oben beschriebenen Muskeln verabreicht.

Obwohl die eigentlichen Injektionsstellen durch Palpation festgelegt werden können, wird die

Verwendung einer die Injektion unterstützenden Technik, z. B. Elektromyographie, elektrische

Stimulation oder Ultraschall empfohlen, um die Injektionsstellen genau zu bestimmen.

Obere und untere Extremitäten

Wenn eine Behandlung der oberen und der unteren Extremitäten während derselben

Behandlungssitzung notwendig ist, sollte die Dysport-Dosis, die in die einzelnen Extremitäten injiziert

wird, individuell angepasst werden, ohne die Gesamtdosis von 1.500 Einheiten zu überschreiten.

Sichere und wirksame Dosierungen von Dysport bei der Behandlung der Spastik der oberen

Extremitäten bei Kindern sind noch nicht ausreichend untersucht.

Klinische Erfahrungen haben keine Unterschiede in der Wirksamkeit zwischen älteren (≥ 65 Jahre)

und jüngeren erwachsenen Patienten gezeigt. Im Allgemeinen sollten ältere Patienten, aufgrund einer

höheren Frequenz von Begleiterkrankungen sowie weiteren medikamentösen Therapien, beobachtet

werden, um die Verträglichkeit von Dysport einzuschätzen.

Spastik mit dynamischer Spitzfußstellung der unteren Extremitäten bei gehfähigen Patienten

mit infantiler Zerebralparese ab 2 Jahren

Dosierung:

Die Dosierung bei der Erstbehandlung sowie bei nachfolgenden Behandlungen sollte individuell

angepasst werden, abhängig von Größe, Anzahl und Lage der beteiligten Muskeln, Schweregrad der

Spastik, Vorhandensein von lokaler Muskelschwäche, Ansprechen des Patienten auf frühere

Behandlungen und/oder Nebenwirkungen mit Botulinumtoxin in der Anamnese.

Die maximale Gesamtdosis Dysport, die pro Behandlungssitzung verabreicht wird, darf 15

Einheiten/kg für unilaterale oder 30 Einheiten/kg für bilaterale Injektionen in die unteren Extremitäten

nicht überschreiten. Zusätzlich darf die Gesamtdosis Dysport pro Behandlungssitzung 1.000 Einheiten

oder 30 Einheiten/kg nicht überschreiten, je nachdem was niedriger ist. Die verabreichte Gesamtdosis

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sollte zwischen den betroffenen spastischen Muskeln der unteren Extremitäten aufgeteilt werden.

Wenn möglich sollte die Dosis auf mehr als eine Injektionsstelle in den einzelnen Muskeln verteilt

werden. An einer einzelnen Injektionsstelle sollten nicht mehr als 0,5 ml Dysport verabreicht werden.

Die empfohlenen Dosierungen finden sich in der nachfolgenden Tabelle.

Muskel

Empfohlener Dosisbereich pro Muskel

pro Bein (Einheiten/kg Körpergewicht)

Anzahl der Injektionsstellen

pro Muskel

Gastrocnemius

5 bis 15

bis zu 4

Soleus

4 bis 6

bis zu 2

Gesamtdosis

bis zu 15 Einheiten/kg/Bein

Art der Anwendung:

Bei der Behandlung einer Spastik mit dynamischer Spitzfußstellung der unteren Extremitäten bei

gehfähigen Patienten mit infantiler Zerebralparese wird Dysport in 0,9%iger Natriumchlorid-Lösung

rekonstituiert und durch intramuskuläre Injektion wie oben beschrieben verabreicht.

Obwohl die eigentlichen Injektionsstellen durch Palpation festgelegt werden können, wird die

Verwendung einer die Injektion unterstützenden Technik, z. B. Elektromyographie, elektrische

Stimulation oder Ultraschall empfohlen, um die Injektionsstellen zu bestimmen.

BESONDERE VORSICHTSMAßNAHMEN FÜR DIE BESEITIGUNG (bitte beachten Sie auch

Abschnitt 6.6 der Fachinformation für weitere Informationen)

Beseitigung:

Verschüttetes Dysport-Pulver muss mit einem saugfähigen Tuch, das mit verdünnter Hypochlorit-

Lösung (1 % freies Chlor) getränkt wurde, aufgewischt werden.

Verschüttete Dysport-Injektionslösung muss mit einem trockenen, saugfähigen Tuch aufgewischt

werden.

Die verunreinigten Oberflächen sollten mit einem saugfähigen Tuch, das mit verdünnter Hypochlorit-

Lösung (1 % freies Chlor) getränkt wurde, gereinigt und anschließend trockengerieben werden.

Nach Hautkontakt mit dem Produkt muss die betroffene Hautfläche mit reichlich Wasser gewaschen

werden.

Empfehlungen für die Beseitigung der kontaminierten Gegenstände:

Injektionsnadeln, Injektionsspritzen und Durchstechflaschen – die nicht geleert werden sollten –

müssen in einen geeigneten Behälter, der nach Gebrauch der Müllverbrennung zugeführt wird,

entsorgt werden.

Kontaminierte Materialien (saugfähige Tücher, Handschuhe, Glasscherben) sollten in einem für spitze

Gegenstände geeigneten Behälter der Müllverbrennung zugeführt werden.

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Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels)

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Dysport

300 Einheiten / 500 Einheiten Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Eine Durchstechflasche enthält 300 bzw. 500 Einheiten

Clostridium botulinum

Toxin Typ A.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Zur symptomatischen Alternativbehandlung von idiopathischem

Blepharospasmus, hemifazialem

Spasmus

und koexistierenden fokalen Dystonien.

Zur symptomatischen Behandlung einer

zervikalen Dystonie

(Torticollis spasmodicus) mit Beginn

im Erwachsenenalter.

Zur symptomatischen Behandlung einer

fokalen Spastik der oberen Extremitäten

Erwachsenen.

Zur symptomatischen Behandlung einer

fokalen Spastik des Fußgelenkes

bei erwachsenen

Patienten nach Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma.

Zur symptomatischen Behandlung einer

fokalen Spastik mit dynamischer Spitzfußstellung der

unteren Extremitäten

bei gehfähigen Patienten mit infantiler Zerebralparese ab 2 Jahren

Hinweis

Der Patient ist vor Beginn einer Therapie mit Dysport darauf hinzuweisen, dass daneben noch andere

(medikamentöse, chirurgische) Behandlungsmethoden bestehen, und dass nicht alle Patienten auf die

Behandlung mit Dysport ansprechen bzw. nur eine partielle Symptomlinderung eintritt. Voraussagbare

Faktoren für die nicht gegebene bzw. verminderte Ansprechbarkeit sind nicht bekannt.

4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Die Einheiten von Dysport sind spezifisch für das Präparat Dysport und dürfen nicht auf andere

Präparate mit dem Wirkstoff

Clostridium botulinum

Toxin übertragen werden. Daher wird empfohlen,

bei Langzeitbehandlung nicht zwischen unterschiedlichen

Clostridium botulinum

Toxin-Präparaten zu

wechseln.

Dysport darf nur von Ärzten angewendet werden, die in der Behandlung mit

Clostridium botulinum

Toxin Typ A in der jeweiligen Indikation Erfahrungen besitzen und die erforderliche Ausstattung zur

Verfügung haben.

Dysport darf nach Rekonstitution nur für eine Behandlung pro Patient verwendet werden.

Auflösungsvorschrift

Das Herstellen der gebrauchsfertigen Dysport-Injektionslösung erfolgt direkt nach Entnahme aus dem

Kühlschrank (siehe Abschnitt 6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung).

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Die Anweisungen zur Rekonstitution sind jeweils spezifisch für die Durchstechflaschen mit 300

Einheiten bzw. mit 500 Einheiten. Diese Volumina liefern Konzentrationen, die spezifisch für die

Anwendung für jede der Indikationen sind.

Erhaltene Dosis in

Einheiten pro ml

Lösungsmittel* pro

Durchstechflasche mit 500 Einheiten

Lösungsmittel* pro

Durchstechflasche mit 300 Einheiten

500 Einheiten

1 ml

0,6 ml

200 Einheiten

2,5 ml

1,5 ml

100 Einheiten

5 ml

3 ml

* Konservierungsmittelfreie 0,9%ige Natriumchlorid-Injektionslösung

Hinweis:

Wenn verschiedene Wirkstärken von Dysport während einer Behandlungssitzung angewendet

werden, muss darauf geachtet werden, die korrekte Menge an Lösungsmittel zur Auflösung zu

verwenden. Die zuzugebende Menge isotoner Natriumchloridlösung ist für Dysport 300

Einheiten und Dysport 500 Einheiten verschieden. Jede Spritze ist entsprechend zu

kennzeichnen.

Blepharospasmus, hemifazialer Spasmus und koexistierende fokale Dystonien

Dosierung

Die empfohlenen Dosierungen gelten für Erwachsene aller Altersgruppen einschließlich älterer

Patienten.

Kinder

Sichere und wirksame Dosierungen von Dysport bei der Behandlung von Blepharospasmus,

hemifazialem Spasmus und koexistierenden

fokalen Dystonien sind bei Kindern noch nicht

ausreichend untersucht.

Bilateraler Blepharospasmus

Bei Behandlungsbeginn insgesamt 40 Einheiten

Clostridium botulinum

Toxin Typ A pro Auge als

Injektion unter die Haut (subkutane Injektion).

Falls erforderlich, kann bei Folgeinjektionen die Dosis auf 60 oder 80 oder maximal 120 Einheiten pro

Auge erhöht werden. Eine Erhöhung der Dosis kann jedoch das Risiko für lokale Nebenwirkungen,

insbesondere Ptosis, erhöhen.

Die Maximaldosis darf 120 Einheiten pro Auge nicht überschreiten.

Unilateraler Blepharospasmus

Wie bei bilateralem Blepharospasmus. Die Injektion wird jedoch auf das betroffene Auge beschränkt.

Hemifazialer Spasmus und koexistierende fokale Dystonien

Wie bei bilateralem Blepharospasmus. Die Injektion wird jedoch auf das betroffene Auge beschränkt.

Art der Anwendung

Subkutane Injektion von 10 Einheiten medial und 10 Einheiten lateral in die Verbindung zwischen

präseptalem und orbitalem Teil sowohl des oberen (siehe nachfolgende Abbildung, Nummer 1 und 2)

als auch des unteren (Nummer 3 und 4) M. orbicularis oculi.

Um das Risiko einer Ptosis zu reduzieren, sollten Injektionen in der Nähe des Levators palpebrae

superioris vermieden werden, weshalb bei Injektionen in das obere Lid die Kanüle vom Zentrum weg

zu richten ist.

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Wenn die Anfangsdosis als nicht ausreichend bewertet wird, kann es bei Folgeinjektionen erforderlich

sein, die Dosis pro Auge zu erhöhen auf:

60 Einheiten: Es werden jeweils 10 Einheiten medial und 20 Einheiten lateral injiziert.

80 Einheiten: Es werden jeweils 20 Einheiten medial und 20 Einheiten lateral injiziert.

Maximal 120 Einheiten: Es werden jeweils 20 Einheiten medial und 40 Einheiten lateral injiziert.

Zusätzliche Injektionen können in den M. frontalis über der Augenbraue (siehe Abbildung, Nummer 5

und 6) erfolgen, wenn dort befindliche Spasmen das Sehvermögen beeinträchtigen.

Dauer der Anwendung

Eine Besserung der Symptome kann nach 2-4 Tagen, der maximale therapeutische Effekt innerhalb

von 2 Wochen erwartet werden.

Die Injektionen sollten ungefähr alle 12 Wochen wiederholt werden oder wann erforderlich, um der

Rückkehr der Symptome vorzubeugen, jedoch nicht häufiger als alle 12 Wochen.

Tritt nach Verabreichung der Höchstdosis keine Wirkung ein, so ist der Patient als Therapieversager

anzusehen und die Behandlung ist zu beenden.

Zervikale Dystonie (Torticollis spasmodicus)

Dosierung

Insgesamt 500 Einheiten

Clostridium botulinum

Toxin Typ A in die Hals- und Nackenmuskulatur als

streng intramuskuläre Injektion.

Bei wiederholten Injektionen kann es erforderlich sein, die Dosis je nach Ansprechen anzupassen, d. h.

entsprechend dem klinischen Zustand um 100-250 Einheiten pro Sitzung schrittweise zu verringern

bzw. zu erhöhen, wobei die Maximaldosis von 1.000 Einheiten nicht überschritten werden darf.

Eine Erhöhung der Dosis kann das Risiko für Nebenwirkungen, insbesondere Dysphagie, erhöhen.

Die empfohlenen Dosierungen gelten nur für normalgewichtige Erwachsene, die keine Anzeichen

einer verminderten Nackenmuskulatur zeigen. Bei untergewichtigen Patienten und älteren Patienten

mit möglicher verminderter Nackenmuskulatur sollte die Dosis reduziert werden.

Kinder

Sichere und wirksame Dosierungen von Dysport bei der Behandlung des Torticollis spasmodicus bei

Kindern sind noch nicht ausreichend untersucht.

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Art der Anwendung

Streng intramuskuläre Injektion üblicherweise in den M. sternocleidomastoideus, M. levator scapulae,

M. scalenus, M. splenius capitis und/oder M. trapezius.

In den M. sternocleidomastoideus dürfen maximal 300 Einheiten injiziert werden.

Die Identifizierung der Muskeln, in die Dysport injiziert werden soll, richtet sich nach den klinischen

Merkmalen (abnorme sichtbare Muskelaktivität, tastbare Verhärtungen, Lokalisierung der

Muskelschmerzen) und nach der Verteilung des dystonen EMG-Musters.

Dauer der Anwendung

Eine Besserung der Symptome kann innerhalb 1 Woche erwartet werden.

Die Injektionen sollten ungefähr alle 16 Wochen oder wenn erforderlich bei Rückkehr der Symptome

wiederholt werden, jedoch nicht häufiger als alle 12 Wochen.

Tritt nach Verabreichung der Höchstdosis keine Wirkung ein, so ist der Patient als Therapieversager

anzusehen und die Behandlung ist zu beenden.

Fokale Spastik bei Erwachsenen

Obere Extremitäten

Dosierung

Die Dosierung bei der Erstbehandlung sowie bei nachfolgenden Behandlungen sollte individuell

angepasst werden, abhängig von Größe, Anzahl und Lage der beteiligten Muskeln, Schweregrad der

Spastik, Vorhandensein von lokaler Muskelschwäche, Ansprechen des Patienten auf frühere

Behandlungen und/oder Nebenwirkungen mit Dysport in der Anamnese. In klinischen Studien wurden

Dosierungen von 500 Einheiten, 1.000 Einheiten und 1.500 Einheiten bei bestimmten

Behandlungssitzungen zwischen ausgewählten Muskeln aufgeteilt, wie nachfolgend beispielhaft

gezeigt. Basierend auf den Reaktionen jedes einzelnen Patienten hinsichtlich Wirksamkeit und

Sicherheit in vorhergehenden Behandlungszyklen können, nach Ermessen des Arztes, Dosierungen

von mehr als 1.000 Einheiten bis zu 1.500 Einheiten verabreicht werden, wenn zusätzlich zu anderen

Muskeln der oberen Extremitäten ebenfalls in die Schultermuskeln injiziert wird. Die empfohlene

Gesamtdosis in die ausgewählten Schultermuskeln beträgt bis zu 500 Einheiten.

Normalerweise sollte an einer einzelnen Injektionsstelle nicht mehr als 1 ml verabreicht werden.

Dosierungen von mehr als 1.500 Einheiten Dysport wurden für die Behandlung der Spastik der oberen

Extremitäten bei Erwachsenen nicht untersucht.

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Injizierte Muskeln

Empfohlene Dosis

Dysport (Einheiten)

Flexor carpi radialis (FCR)

100-200

Flexor carpi ulnaris (FCU)

100-200

Flexor digitorum profundus (FDP)

100-200

Flexor digitorum superficialis (FDS)

100-200

Flexor pollicis longus

100-200

Adductor pollicis

25-50

Brachialis

200-400

Brachioradialis

100-200

Biceps brachii (BB)

200-400

Pronator teres

100-200

Triceps brachii (langer Kopf)

150-300

Pectoralis major

150-300

Subscapularis

150-300

Latissimus dorsi

150-300

Gesamtdosis

max. 1.500

Art der Anwendung

Bei der Behandlung einer fokalen Spastik der oberen Extremitäten bei Erwachsenen wird Dysport in

0,9%iger Natriumchlorid-Lösung rekonstituiert, um eine Injektionslösung mit entweder 100 Einheiten

pro ml, 200 Einheiten pro ml oder 500 Einheiten pro ml zu erhalten. Dysport wird durch

intramuskuläre Injektion in die oben beispielhaft beschriebenen Muskeln verabreicht.

Es können weitere Muskeln beteiligt sein, die möglicherweise auch behandelt werden müssen.

In den Musculus biceps brachii wird an zwei Stellen injiziert, in alle anderen Muskeln an einer Stelle.

Obwohl die eigentlichen Injektionsstellen durch Palpation festgelegt werden können, wird die

Verwendung einer die Injektion unterstützenden Technik, z. B. Elektromyographie, elektrische

Stimulation oder Ultraschall empfohlen, um die Injektionsstellen zu bestimmen.

Dauer der Anwendung

Die Behandlung mit Dysport sollte wiederholt werden, wenn die Wirkung der vorhergehenden

Injektion nachgelassen hat, allerdings nicht früher als 12 Wochen nach der vorhergehenden Injektion.

Die Mehrheit der Patienten in klinischen Studien wurde nach etwa 12-16 Wochen erneut behandelt;

bei einigen Patienten trat jedoch eine länger andauernde Wirkung von bis zu 20 Wochen auf. Durch

den Grad und das Muster der Muskelspastik zum Zeitpunkt der Wiederholungsinjektion können

Anpassungen der Dysport-Dosis und der zu injizierenden Muskeln notwendig sein. Klinische

Verbesserungen können etwa eine Woche nach der Behandlung mit Dysport erwartet werden.

Untere Extremitäten

Dosierung

Dosierungen von bis zu 1.500 Einheiten können in einer einzelnen Behandlungssitzung intramuskulär

verabreicht werden. Die exakte Dosierung bei der Erstbehandlung sowie bei nachfolgenden

Behandlungen sollte individuell angepasst werden, abhängig von Größe und Anzahl der beteiligten

Muskeln sowie Schweregrad der Spastik und ebenfalls das Vorhandensein von lokaler

Muskelschwäche und das Ansprechen des Patienten auf frühere Behandlungen berücksichtigen.

Allerdings sollte die Gesamtdosis 1.500 Einheiten nicht überschreiten.

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Normalerweise sollte an einer einzelnen Injektionsstelle nicht mehr als 1 ml verabreicht werden.

Muskel

Empfohlene Dosis

Dysport (Einheiten)

Anzahl der Injektionsstellen

pro Muskel

Soleus

300-550

Gastrocnemius

medialer Kopf

100-450

lateraler Kopf

100-450

Tibialis posterior

100-250

Flexor digitorum longus

50-200

Flexor digitorum brevis

50-200

Flexor hallucis longus

50-200

Flexor hallucis brevis

50-100

Art der Anwendung

Bei der Behandlung einer fokalen Spastik der unteren Extremitäten bei Erwachsenen wird Dysport in

0,9%iger Natriumchlorid-Lösung rekonstituiert, um eine Injektionslösung mit entweder 100 Einheiten

pro ml, 200 Einheiten pro ml oder 500 Einheiten pro ml zu erhalten. Dysport wird durch

intramuskuläre Injektion in die oben beschriebenen Muskeln verabreicht.

Obwohl die eigentlichen Injektionsstellen durch Palpation festgelegt werden können, wird die

Verwendung einer die Injektion unterstützenden Technik, z. B. Elektromyographie, elektrische

Stimulation oder Ultraschall empfohlen, um die Injektionsstellen genau zu bestimmen.

Dauer der Anwendung

Die Behandlung mit Dysport sollte, abhängig vom Wiederauftreten der klinischen Symptome, alle 12-

16 Wochen wiederholt werden, gegebenenfalls länger, je nach Notwendigkeit, allerdings nicht früher

als 12 Wochen nach der vorhergehenden Injektion. Durch den Grad und das Muster der Muskelspastik

zum Zeitpunkt der Wiederholungsinjektion können Anpassungen der Dysport-Dosis und der zu

injizierenden Muskeln notwendig sein.

Obere und untere Extremitäten

Wenn eine Behandlung der oberen und der unteren Extremitäten während derselben

Behandlungssitzung notwendig ist, sollte die Dysport-Dosis, die in die einzelnen Extremitäten injiziert

wird, individuell angepasst werden, ohne die Gesamtdosis von 1.500 Einheiten zu überschreiten.

Kinder

Sichere und wirksame Dosierungen von Dysport bei der Behandlung der Spastik der oberen

Extremitäten bei Kindern sind noch nicht ausreichend untersucht.

Ältere Patienten (≥ 65 Jahre)

Klinische Erfahrungen haben keine Unterschiede in der Wirksamkeit zwischen älteren und jüngeren

erwachsenen Patienten gezeigt. Im Allgemeinen sollten ältere Patienten, aufgrund einer höheren

Frequenz von Begleiterkrankungen sowie weiteren medikamentösen Therapien, beobachtet werden,

um die Verträglichkeit von Dysport einzuschätzen.

Fokale Spastik mit dynamischer Spitzfußstellung der unteren Extremitäten bei gehfähigen

Patienten mit infantiler Zerebralparese ab 2 Jahren

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Dosierung

Die Dosierung bei der Erstbehandlung sowie bei nachfolgenden Behandlungen sollte individuell

angepasst werden, abhängig von Größe, Anzahl und Lage der beteiligten Muskeln, Schweregrad der

Spastik, Vorhandensein von lokaler Muskelschwäche, Ansprechen des Patienten auf frühere

Behandlungen und/oder Nebenwirkungen mit Botulinumtoxin in der Anamnese.

Die maximale Gesamtdosis Dysport, die pro Behandlungssitzung verabreicht wird, darf 15

Einheiten/kg für unilaterale oder 30 Einheiten/kg für bilaterale Injektionen in die unteren Extremitäten

nicht überschreiten. Zusätzlich darf die Gesamtdosis Dysport pro Behandlungssitzung 1.000 Einheiten

oder 30 Einheiten/kg nicht überschreiten, je nachdem was niedriger ist. Die verabreichte Gesamtdosis

sollte zwischen den betroffenen spastischen Muskeln der unteren Extremitäten aufgeteilt werden.

Wenn möglich sollte die Dosis auf mehr als eine Injektionsstelle in den einzelnen Muskeln verteilt

werden. An einer einzelnen Injektionsstelle sollten nicht mehr als 0,5 ml Dysport verabreicht werden.

Die empfohlenen Dosierungen finden sich in der nachfolgenden Tabelle.

Muskel

Empfohlener Dosisbereich pro Muskel

pro Bein (Einheiten/kg Körpergewicht)

Anzahl der Injektionsstellen

pro Muskel

Gastrocnemius

5 bis 15

bis zu 4

Soleus

4 bis 6

bis zu 2

Gesamtdosis

bis zu 15 Einheiten/kg/Bein

Art der Anwendung

Bei der Behandlung einer Spastik mit dynamischer Spitzfußstellung der unteren Extremitäten bei

gehfähigen Patienten mit infantiler Zerebralparese wird Dysport in 0,9%iger Natriumchlorid-Lösung

rekonstituiert und durch intramuskuläre Injektion wie oben beschrieben verabreicht.

Obwohl die eigentlichen Injektionsstellen durch Palpation festgelegt werden können, wird die

Verwendung einer die Injektion unterstützenden Technik, z. B. Elektromyographie, elektrische

Stimulation oder Ultraschall empfohlen, um die Injektionsstellen zu bestimmen.

Dauer der Anwendung

Die Behandlung mit Dysport sollte wiederholt werden, wenn die Wirkung der vorhergehenden

Injektion nachgelassen hat, allerdings nicht früher als 12 Wochen nach der vorhergehenden Injektion.

Die Mehrheit der Patienten in klinischen Studien wurde nach etwa 16-22 Wochen erneut behandelt;

bei einigen Patienten trat jedoch eine länger andauernde Wirkung von bis zu 28 Wochen auf. Durch

den Grad und das Muster der Muskelspastik zum Zeitpunkt der Wiederholungsinjektion können

Anpassungen der Dysport-Dosis und der zu injizierenden Muskeln notwendig sein.

4.3 Gegenanzeigen

Dysport darf nicht angewendet werden bei

nachgewiesener Überempfindlichkeit gegen

Clostridium botulinum

Toxin Typ A oder einen der

sonstigen Bestandteile.

Infektionen an der Injektionsstelle.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Über Nebenwirkungen, für die eine sich von der Injektionsstelle ausbreitende Toxinwirkung

verantwortlich gemacht wird, wurde berichtet (siehe Abschnitt 4.8 Nebenwirkungen). Patienten, die

mit therapeutischen Dosen behandelt werden, können möglicherweise mit einer übermäßigen

Schwächung der Muskulatur reagieren. Das Risiko für das Auftreten solcher Nebenwirkungen könnte

reduziert werden, indem die minimal wirksame Dosis angewendet und die empfohlene Dosis nicht

überschritten wird.

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Nach Behandlung mit

Clostridium botulinum

Toxin Typ A oder B wurde sehr selten von Todesfällen

berichtet, die vereinzelt mit Dysphagie und/oder Aspirationspneumonie (unter anderem Dyspnoe,

Lungeninsuffizienz, Atemstillstand) assoziiert waren und/oder bei Patienten mit bedeutsamer Asthenie

auftraten.

Bei Patienten mit Erkrankungen wie gestörter neuromuskulärer Übertragung, Schluck- und

Atemschwierigkeiten besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten solcher Wirkungen. Bei diesen

Patienten muss die Behandlung unter fachärztlicher Kontrolle erfolgen und nur dann, wenn der Nutzen

der Behandlung das Risiko überwiegt.

Bei Patienten mit bestehenden Schluck- und Atemschwierigkeiten sollte Dysport mit Vorsicht

angewendet werden, weil diese sich verstärken können, falls sich die Toxinwirkung zu den

betreffenden Muskeln ausbreitet. Aspiration trat in seltenen Fällen auf und ist ein Risiko, wenn

Patienten behandelt werden, die eine chronische Atemstörung haben.

Bei Patienten mit subklinischem oder klinischem Befund einer merklich gestörten neuromuskulären

Übertragung (z. B. Myasthenia gravis) sollte Dysport nur mit Vorsicht und unter enger Überwachung

angewendet werden. Diese Patienten können mit einer erhöhten Empfindlichkeit auf Substanzen wie

Dysport reagieren, was zu einer übermäßigen Schwächung der Muskulatur führen kann.

Die empfohlene Dosierung und Häufigkeit der Anwendung von Dysport darf nicht überschritten

werden (siehe Abschnitt 4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung).

Der Patient und pflegende Personen sind darauf hinzuweisen, dass der ärztliche Notdienst sofort zu

benachrichtigen ist, wenn Schluck-, Sprech- bzw. Atemstörungen auftreten.

Dysport ist ein Arzneimittel zur Behandlung der fokalen Spastik, das für die Anwendung als Teil eines

integrierten Ansatzes zur Spastik-Behandlung vorgesehen ist.

Dysport sollte bei Patienten, die eine fixe Kontraktur entwickelt haben, nicht angewendet werden.

Vorsicht ist geboten bei der Behandlung erwachsener und besonders älterer Patienten mit fokaler

Spastik der unteren Extremitäten, die ein erhöhtes Sturz-Risiko haben könnten. In

placebokontrollierten klinischen Studien, in denen Patienten aufgrund fokaler Spastik der unteren

Extremitäten behandelt wurden, traten Stürze in 6,3 % und 3,7 % der Patienten in der Dysport-

beziehungsweise der Placebo-Gruppe auf.

Wechselhaftes klinisches Ansprechen, wie es bei Folgeinjektionen mit Dysport (und allen anderen

Botulinumtoxinen) auftreten kann, ist möglicherweise auf unterschiedliches Vorgehen beim

Rekonstituieren, die gewählten Injektionsintervalle, die injizierten Muskeln und eine geringfügig

variierende Aktivität des Toxins, bedingt durch die verwendete biologische Testmethode,

zurückzuführen.

Wie bei jeder intramuskulären Injektion, sollte Dysport bei Patienten mit Blutgerinnungsstörungen

oder Infektionen bzw. Entzündungen an der geplanten Injektionsstelle nur angewendet werden, wenn

dies eindeutig erforderlich ist.

Eine Durchstechflasche Dysport darf nur bei einem einzigen Patienten, während einer einzigen

Behandlung angewendet werden. Nicht verwendetes Dysport muss, wie in Abschnitt 6.6 Besondere

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Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung beschrieben,

entsorgt werden. Bestimmte Vorsichtsmaßnahmen müssen bei der Zubereitung und Verabreichung des

Produkts beachtet werden, wie auch bei der Inaktivierung und Entsorgung von nicht verwendeter

Injektionslösung (siehe Abschnitt 6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und

sonstige Hinweise zur Handhabung).

Dysport enthält eine geringe Menge Humanalbumin. Das Risiko einer Übertragung von viralen

Infektionen kann nach Verwendung von menschlichem Blut oder Blutprodukten nicht mit absoluter

Sicherheit ausgeschlossen werden.

Antikörperbildung gegenüber

Clostridium botulinum

Toxin ist bei mit Dysport behandelten Patienten

selten beobachtet worden. Klinisch können neutralisierende Antikörper durch eine deutliche

Verminderung des Therapieerfolges und/oder die Notwendigkeit stetiger Dosiserhöhungen vermutet

werden. Da das Risiko der Antikörperbildung bei höheren Dosen und kurzen Dosierungsintervallen

ansteigt, sollte die minimal wirksame Dosis innerhalb größtmöglicher Therapieintervalle angewendet

werden.

Kinder und Jugendliche

Dysport sollte nur bei Kindern ab 2 Jahren zur Behandlung einer Spastik, die mit infantiler

Zerebralparese assoziiert ist, eingesetzt werden. Berichte nach Markteinführung über eine mögliche

Ausbreitung des Toxins an vom Applikationsort entfernte Stellen wurden bei Kindern und

Jugendlichen mit Begleiterkrankungen, hauptsächlich mit infantiler Zerebralparese, sehr selten

berichtet. Im Allgemeinen lag die Dosierung, die in diesen Fällen verwendet wurde, über der

empfohlenen Dosierung (siehe Abschnitt 4.8).

Selten wurde bei Kindern mit schwerer Zerebralparese nach einer Behandlung mit Botulinumtoxin

über Todesfälle berichtet, die bisweilen mit Aspirationspneumonie im Zusammenhang stehen, darunter

auch nach nicht-zugelassener (off-label) Anwendung (z. B. im Nackenbereich). Äußerste Vorsicht ist

bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit ausgeprägten neurologischen

Schwächezuständen, Dysphagie oder einer Vorgeschichte von Aspirationspneumonie bzw.

Lungenerkrankung geboten. Die Behandlung von Patienten mit schlechtem zugrundeliegendem

Gesundheitszustand sollte nur erfolgen, wenn eingeschätzt wird, dass der potentielle Nutzen für den

einzelnen Patienten die Risiken überwiegt.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Die Wirkung von Clostridium botulinum Toxin kann durch Arzneimittel, die direkt oder indirekt die

neuromuskuläre Übertragung beeinträchtigen (z. B. Aminoglykoside; Curare-artige, nicht

depolarisierende Blocker), theoretisch verstärkt werden. Solche Arzneimittel sollten bei mit

Clostridium botulinum Toxin behandelten Patienten mit Vorsicht angewendet werden.

4.6 Schwangerschaft und Stillzeit

Es gibt nur wenige Daten zur Anwendung von

Clostridium botulinum

Toxin Typ A beim Menschen

während der Schwangerschaft. Abgesehen von hohen Dosen, die mütterliche Toxizität bewirken,

lassen tierexperimentelle Studien nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf

Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen

(siehe Abschnitt 5.3).

Dysport darf während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn es eindeutig erforderlich ist.

Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

Es ist nicht bekannt, ob

Clostridium botulinum

Toxin Typ A in die Muttermilch übergeht.

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Die Anwendung von

Clostridium botulinum

Toxin Typ A während der Stillzeit kann daher nicht

empfohlen werden.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Schwächung der Muskulatur und Ermüdung oder Sehstörungen sind mögliche Risiken, die, sofern sie

auftreten, vorübergehend die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

beeinträchtigen können.

4.8 Nebenwirkungen

Nebenwirkungen können aufgrund einer zu tief oder falsch platzierten Injektion von Dysport, die zu

einer vorübergehenden Paralyse nahe liegender Muskelgruppen führen kann, auftreten.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100, < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100); selten (≥ 1/10.000,

< 1/1.000); sehr selten (< 1/10.000).

Im Allgemeinen unterscheiden sich die beobachteten Nebenwirkungen bei den Indikationen. Bei allen

Indikationen sind die häufigsten Nebenwirkungen nach der Behandlung allgemeines Schwächegefühl

(Asthenie), Ermüdung, grippeähnliche Erkrankung und Schmerzen/blauer Fleck an der

Injektionsstelle. Diese Nebenwirkungen verschwinden üblicherweise innerhalb von wenigen Wochen

der Behandlung. Über Nebenwirkungen, für die eine sich von der Injektionsstelle ausbreitende

Toxinwirkung verantwortlich gemacht wird, wurde selten berichtet. Das Risiko für das Auftreten

solcher unerwünschter Wirkungen kann reduziert werden, indem die minimal mögliche wirksame

Dosis angewendet und die maximale empfohlene Dosis nicht überschritten wird.

Alle Indikationen

Während klinischer Studien trat bei ungefähr 25 % der mit Dysport behandelten Patienten eine

unerwünschte Wirkung auf. Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei Patienten beobachtet, die

aufgrund verschiedener Indikationen, einschließlich der nachfolgend im Einzelnen aufgeführten,

behandelt wurden:

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkung

Erkrankungen des Nervensystems

Selten

Neuralgische Schulteramyotrophie

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Gelegentlich

Pruritus

Selten

Ausschlag

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig

Asthenie, Ermüdung, grippeähnliche

Erkrankung, Schmerzen/blauer Fleck an der

Injektionsstelle

Seite 11 von 22

Zusätzlich wurde über folgende indikationsspezifische Nebenwirkungen berichtet:

Blepharospasmus, hemifazialer Spasmus und koexistierende fokale Dystonien

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkung

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig

Gesichtsparese

Gelegentlich

Lähmung des siebten Hirnnerven

Augenerkrankungen

Sehr häufig

Ptose

Häufig

Doppeltsehen, trockenes Auge,

Tränensekretion verstärkt

Selten

Ophthalmoplegie

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Häufig

Augenlidödem

Selten

Entropium

Zervikale Dystonie (Torticollis spasmodicus)

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkung

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig

Kopfschmerz, Schwindelgefühl,

Gesichtsparese

Augenerkrankungen

Häufig

Sehen verschwommen, Sehschärfe vermindert

Gelegentlich

Doppeltsehen, Ptose

Erkrankungen der Atemwege, des

Brustraums und Mediastinums

Häufig

Dysphonie, Dyspnoe

Selten

Aspiration

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig

Dysphagie, Mundtrockenheit

Gelegentlich

Übelkeit

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-

und Knochenerkrankungen

Sehr häufig

Muskelschwäche

Häufig

Nackenschmerzen, Schmerzen des Muskel-

und Skelettsystems, Myalgie, Schmerz in

einer Extremität, muskuloskelettale Steifigkeit

Gelegentlich

Muskelatrophie, Kiefererkrankung

Die Dysphagie schien dosisabhängig zu sein und trat am häufigsten nach Injektion in den M.

sternocleidomastoideus auf. Weiche Nahrung kann erforderlich sein bis die Symptome abklingen.

Seite 12 von 22

Fokale Spastik bei Erwachsenen

Obere Extremitäten

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkung

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich

Dysphagie*

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-

und Knochenerkrankungen

Häufig

Muskelschwäche, Schmerzen des Muskel-

und Skelettsystems, Schmerz in einer

Extremität

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig

Reaktionen an der Injektionsstelle (z. B.

Schmerzen, Erytheme, Schwellung usw.),

Asthenie, Ermüdung, grippeähnliche

Erkrankung

* Die Häufigkeit der Dysphagie wurde aus den gepoolten Daten der unverblindeten Studien

abgeleitet. Dysphagie wurde in den doppelblinden Studien zur Indikation „Spastik der oberen

Extremitäten bei Erwachsenen“ nicht beobachtet.

Untere Extremitäten

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkung

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Häufig

Dysphagie

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-

und Knochenerkrankungen

Häufig

Muskelschwäche, Myalgie

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig

Asthenie, Ermüdung, grippeähnliche

Erkrankung, Reaktion an der Injektionsstelle

(Schmerz, blauer Fleck, Ausschlag, Pruritus)

Verletzung, Vergiftung und durch

Eingriffe bedingte Komplikationen

Häufig

Sturz

Das Sicherheitsprofil von Dysport bei einer Gesamtdosis von bis zu 1.500 Einheiten war bei der

gleichzeitigen Behandlung von oberen und unteren Extremitäten ähnlich zu dem bei der separaten

Behandlung der oberen oder der unteren Extremitäten.

Seite 13 von 22

Fokale Spastik mit dynamischer Spitzfußstellung der unteren Extremitäten bei gehfähigen

Patienten mit infantiler Zerebralparese ab 2 Jahren

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkung

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-

und Knochenerkrankungen

Häufig

Myalgie, Muskelschwäche

Erkrankungen der Nieren und

Harnwege

Häufig

Harninkontinenz

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig

Grippeähnliche Erkrankung, Reaktion an der

Injektionsstelle (z. B. Schmerz, Erythem,

Schwellung usw.), Gangstörung, Ermüdung

Gelegentlich

Asthenie

Verletzung, Vergiftung und durch

Eingriffe bedingte Komplikationen

Häufig

Sturz

Erfahrungen zur Sicherheit nach Markteinführung

Das Nebenwirkungsprofil, das dem Zulassungsinhaber seit Markteinführung übermittelt wurde,

spiegelt die Pharmakologie des Produkts wider und entspricht dem während klinischer Studien

beobachteten.

Es gab vereinzelt Berichte über Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Urtikaria, Angioödem,

Pharyngealödem, Atemprobleme).

Über Nebenwirkungen, für die eine sich von der Injektionsstelle ausbreitende Toxinwirkung

verantwortlich gemacht wird (übermäßige Schwächung der Muskulatur, Dysphagie,

Aspirationspneumonie, die tödlich sein können), wurde sehr selten berichtet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Exzessive Dosierungen können von der Injektionsstelle entfernte und ausgeprägte neuromuskuläre

Lähmungen erzeugen. Bei Überdosierungen besteht ein erhöhtes Risiko, dass das Neurotoxin in die

Blutbahn gelangt und zu Komplikationen führt, wie sie nach oralen Botulinum-Intoxikationen

auftreten (z. B. Dysphagie und Dysphonie). Künstliche Beatmung kann erforderlich sein, wenn

exzessive Dosen die Atemmuskeln lähmen. Es gibt kein spezifisches Antidot; vom Antitoxin ist keine

therapeutische Wirkung zu erwarten. Es werden allgemeine unterstützende Maßnahmen empfohlen.

Im Fall einer Überdosierung sollte der Patient auf Symptome übermäßiger Muskelschwäche oder

Muskelparalyse medizinisch überwacht werden. Eine symptomatische Behandlung sollte, falls

notwendig, durchgeführt werden.

Symptome der Überdosierung treten möglicherweise nicht sofort nach Injektion auf. Bei

versehentlicher Überdosierung oder oraler Aufnahme sollte die Person über mehrere Wochen auf

Seite 14 von 22

Anzeichen und Symptome übermäßiger Muskelschwäche oder Muskelparalyse medizinisch überwacht

werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere peripher wirkende Muskelrelaxanzien

ATC-Code: M03AX21

Clostridium botulinum

Toxin Typ A blockiert die cholinerge Übertragung an der motorischen

Endplatte durch eine Unterbindung der Freisetzung von Acetylcholin. Der Wirkungsmechanismus des

Neurotoxins umfasst zunächst eine spezifische und sättigbare Bindung an die extrazellulären

Rezeptoren. Durch einen pinozytoseähnlichen, energieabhängigen Prozess wird das Neurotoxin dann

ins Zellinnere (Internalisation des Toxins) aufgenommen. Im Zellinnern wirkt das Neurotoxin

wahrscheinlich als Enzym auf eine zelluläre Komponente ein, deren Funktion in der Regulierung der

Calcium-abhängigen Exozytose von Acetylcholin besteht. Die Nervenendigungen der motorischen

Endplatte sprechen auf die Nervenimpulse nicht mehr an und es erfolgt keine Sekretion des

Chemotransmitters (chemische Denervierung des Muskels). Nach Eindringen des Neurotoxins ins

Zellinnere erfolgt wahrscheinlich eine enzymatische Zersetzung der Strukturen der motorischen

Endplatte.

Die Wiederherstellung der Impulsübertragung erfolgt über die neu gebildeten Nervenendigungen und

motorischen Endplatten, die während der Regenerationsprozesse entstehen. Der Prozess der

Neubildung von Nervenendigungen beginnt ca. 8 Wochen nach Toxinverabreichung. Diese Strukturen

weichen anatomisch teilweise von den bisherigen ab, sind jedoch ausreichend funktionsfähig. Nach

wiederholter Verabreichung des Neurotoxins werden die neu gebildeten Nervenendigungen und

motorischen Endplatten erneut lädiert. Die Langzeitfolgen dieser kumulativen Schädigung sind nicht

bekannt.

Tierexperimentelle Untersuchungen zeigen, dass

Clostridium botulinum

Toxin Typ A die cholinerge

sympathische und parasympathische Impulsübertragung blockieren kann. Die Impulsleitung entlang

der Nerven wird wahrscheinlich nicht beeinflusst. Das Neurotoxin hat keinen Einfluss auf die Funktion

sensibler Nervenendigungen.

In vitro

-Untersuchungen zeigen, dass

Clostridium botulinum

Toxin Typ A die Freisetzung anderer

Neurotransmitter als Acetylcholin hemmen kann. Unbeeinflusst bleibt lediglich die purinerge und

peptiderge Impulsübertragung.

Symptomatische Behandlung der fokalen Spastik bei Erwachsenen

Obere Extremitäten

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Dysport für die Behandlung der Spastik der oberen Extremitäten

wurde in einer randomisierten, multizentrischen, doppelblinden, placebokontrollierten Studie

untersucht. In der Studie waren 238 Patienten (159 Dysport und 79 Placebo) mit Spastik der oberen

Extremitäten eingeschlossen, bei denen ein Schlaganfall oder eine traumatische Hirnverletzung

mindestens 6 Monate zurücklag.

Die primäre Wirksamkeitsvariable war der Muskeltonus der primären Ziel-Muskelgruppe (primary

targeted muscle group, PTMG) in der 4. Woche, gemessen anhand der Modifizierten Ashworth-Skala

(MAS) und der erste sekundäre Endpunkt war das globale Arzturteil (Physician Global Assessment,

Seite 15 von 22

PGA) zum Ansprechen auf die Behandlung. Die Hauptergebnisse, die in der 4. und der 12. Woche

erzielt wurden, sind unten dargestellt:

4. Woche

12. Woche

Placebo

(N=79)

Dysport

(500

Einh.)

(N=80)

Dysport

(1.000

Einh.)

(N=79)

Placebo

(N=79)

Dysport

(500 Einh.)

(N=80)

Dysport

(1.000

Einh.)

(N=79)

LS mittlere Änderung von der

Basislinie für den Muskeltonus

der PTMG auf der MAS

-0,3

-1,2**

-1,4**

-0,1

n=75

-0,7**

n=76

-0,8**

n=76

LS mittleres PGA zum

Ansprechen auf die

Behandlung

1,4*

1,8**

n=75

n=76

1,0*

n=76

LS mittlere Änderung von der

Basislinie für den Muskeltonus

der Handgelenksbeuger auf

der MAS

-0,3

n=54

-1,4**

n=57

-1,6**

n=58

-0,3

n=52

-0,7*

n=54

-0,9*

n=56

LS mittlere Änderung von der

Basislinie für den Muskeltonus

der Fingerbeuger auf der MAS

-0,3

n=70

-0,9*

n=66

-1,2**

n=73

-0,1

n=67

-0,4*

n=62

-0,6*

n=70

LS mittlere Änderung von der

Basislinie für den Muskeltonus

der Ellenbogenbeuger auf der

-0,3

n=56

-1,0*

n=61

-1,2**

n=48

-0,3

n=53

-0,7*

n=58

-0,8*

n=46

Mittlere Änderung von der

Basislinie für den Muskeltonus

des Schulterstreckers auf der

MAS (1)

-0,4

n=12

-0,6

-0,7

n=12

-0,9

*p<0,05; ** p<0,0001;

LS = Least Square (kleinstes Quadrat)

(1) Aufgrund der niedrigen Frequenz in der Behandlungs- und Placebo-Gruppe wurden keine statistischen Prüfungen

durchgeführt.

Seite 16 von 22

Um die Auswirkungen der Behandlung auf die funktionellen Einschränkungen zu untersuchen,

wurden Bewertungen anhand der Disability Assessment Scale (DAS) durchgeführt. Die DAS-Werte

der Responder für das eigentliche Ziel der Behandlung (intention-to-treat-, ITT-Population) sind unten

dargestellt:

Behandlungs-

gruppe

4. Woche

% Responder

12. Woche

% Responder

Dysport 500

Einh.

50,0

n=80

p = 0,13

41,3

n=76

p = 0,11

Dysport 1.000

Einh.

62,0

n=78

p = 0,0018

55,7

n=76

p = 0,0004

Placebo

39,2

n=79

32,9

n=75

* In DAS eingeschlossene Bereiche sind Hygiene, Position der

Extremitäten, Ankleiden und Schmerz.

Sowohl 500 Einheiten als auch 1.000 Einheiten resultierten in statistisch signifikanten Verbesserungen

in Winkel und Grad der Spastik, bewertet anhand der Tardieu-Skala in der 4. Woche in allen

Muskelgruppen (Finger, Handgelenke oder Ellenbogenbeuger), verglichen mit Placebo.

Verringerungen des Grades der Spastik waren auch in der 12. Woche signifikant für alle

Muskelgruppen für 1.000 Einheiten, verglichen mit Placebo.

1.000 Einheiten Dysport verbesserten in der 4. Woche statistisch den aktiven Bewegungsbereich

(active range of motion, AROM) um klinisch bedeutsame Spannen in Ellenbogen (+18,3 Grad),

Handgelenk (+35,2 Grad) und Finger-Muskeln (+11,8 Grad) während es keine Verbesserung in der

Placebo-Gruppe gab. 500 Einheiten Dysport zeigten einen ähnlichen Nutzen auf den aktiven

Bewegungsbereich der Finger-Muskeln.

Verbesserungen hinsichtlich einer Erleichterung des Anbringens einer Schiene durch den Probanden

waren nach 4 und 12 Wochen statistisch signifikant größer bei den Behandlungsgruppen mit 500

Einheiten und 1.000 Einheiten gegenüber der Placebo-Gruppe.

In einer nachfolgenden unverblindeten Erweiterungsstudie wurde die erneute Behandlung anhand der

klinischen Bedürfnisse nach mindestens 12 Wochen festgelegt. Dosierungen von mehr als 1.000

Einheiten bis zu 1.500 Einheiten waren zulässig, wenn ebenfalls in die Schultermuskeln injiziert

wurde. Patienten mit gleichzeitig bestehender Spastik der unteren Extremitäten konnten Injektionen

von 500 Einheiten Dysport in die betroffenen unteren Extremitäten erhalten, zusätzlich zu den 1.000

Einheiten in die oberen Extremitäten, mit einer Maximaldosis von 1.500 Einheiten. Nach wiederholter

Verabreichung bleibt die Wirksamkeit von Dysport über den Beobachtungszeitraum von bis zu 1 Jahr

erhalten. Die Bewertung erfolgt anhand von MAS (wie durch die Responder-Raten im Bereich von

75% bis 80% in der unverblindeten Studie im Vergleich zu 75% in der placebokontrollierten Studie

nachgewiesen) und globalem Arzturteil (Physician Global Assessment, PGA) bei Injektion in die

Muskeln der oberen Extremitäten. Die Wirkung von Dysport blieb ebenfalls erhalten oder verbesserte

sich bezogen auf passive Funktion (Disability Assessment Scale, DAS), Spastik (Tardieu-Skala),

AROM und Erleichterung des Anbringens einer Schiene.

Untere Extremitäten

Seite 17 von 22

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Dysport für die Behandlung der Spastik der unteren Extremitäten

wurde in einer pivotalen randomisierten, multizentrischen, doppelblinden, placebokontrollierten

Studie untersucht. In der Studie waren 385 Patienten (255 mit Dysport und 130 mit Placebo

behandelte Patienten) mit Spastik der unteren Extremitäten nach einem Schlaganfall oder einer

Hirnverletzung eingeschlossen. Der primäre Endpunkt war der für das Sprunggelenk bewertete Wert

auf der Modifizierten Ashworth-Skala (MAS).

Das Gesamtvolumen von 7,5 ml entweder Dysport 1.000 Einheiten (N=127), Dysport 1.500 Einheiten

(N=128) oder Placebo (N=128) wurde zwischen den Muskeln Gastrocnemius und Soleus sowie

mindestens einem weiteren distalen oder proximalen Muskel der unteren Extremitäten entsprechend

der klinischen Einordnung aufgeteilt.

Bei der Bewertung des Sprunggelenks bei gestrecktem Knie (alle Plantarflexoren involviert) anhand

von MAS wurde eine statistisch signifikante Verbesserung für 1.500 Einheiten beobachtet. Bei der

Bewertung des Sprunggelenks bei gebeugtem Knie (alle Plantarflexoren außer Gastrocnemius

involviert) anhand von MAS wurde eine statistisch signifikante Verbesserung sowohl für 1.000

Einheiten als auch für 1.500 Einheiten beobachtet.

Verbesserungen bei der Spastik des Sprunggelenks wurden ebenfalls bei Verwendung der Tardieu-

Skala (TS) nachgewiesen, mit signifikanten Verbesserungen im Schweregrad der Spastik, die sowohl

bei Dosierungen von 1.000 Einheiten als auch bei 1.500 Einheiten beobachtet wurden. Die Dysport

Behandlung war bei beiden Dosierungen auch mit einer statistisch signifikanten klinischen

Verbesserung, gemessen anhand des Werts für das globale Arzturteil (Physician Global Assessment,

PGA), verbunden.

Nach dem Abschluss dieser Studie traten 345 Patienten in eine unverblindete Erweiterungsstudie ein,

in der die erneute Behandlung mit Dysport 1.000 Einheiten oder 1.500 Einheiten anhand der

klinischen Bedürfnisse festgelegt wurde. Patienten mit gleichzeitig bestehender Spastik der oberen

Extremitäten konnten Injektionen von 500 Einheiten Dysport in die betroffenen oberen Extremitäten

erhalten, zusätzlich zu den 1.000 Einheiten in die unteren Extremitäten, mit einer Maximaldosis von

1.500 Einheiten. Verbesserungen bei den Wirksamkeits-Parametern (MAS, PGA, TS), die nach 4

Wochen doppelblinder Behandlung mit Dysport in den unteren Extremitäten erkennbar waren,

verbesserten sich kontinuierlich während der erneuten Behandlungen. Verbesserungen der

Geschwindigkeit beim Gehen traten nach einer einzelnen Behandlung in der doppelblinden Studie

nicht auf, wurden allerdings nach erneuten Behandlungen beobachtet.

Symptomatische Behandlung der fokalen Spastik der unteren Extremitäten bei Kindern ab 2

Jahren

Eine doppelblinde, placebokontrollierte, multizentrische Studie (Y-55-52120-141) wurde bei Kindern

mit dynamischer Spitzfußstellung (Equinovalgus-Deformität) aufgrund einer Spastik durch

Zerebralparese durchgeführt. Insgesamt wurden 235 Patienten (sowohl mit Botulinumtoxin

vorbehandelt als auch nicht vorbehandelt) mit einem Grad von 2 oder höher auf der Modifizierten

Ashworth-Skala (MAS) eingeschlossen, um 10 Einheiten Dysport/kg/Bein, 15 Einheiten

Dysport/kg/Bein oder Placebo zu erhalten. 41 % der Patienten wurden bilateral behandelt, was eine

Gesamtdosis Dysport von entweder 20 Einheiten/kg oder 30 Einheiten/kg ergab. Die primäre

Wirksamkeitsvariable war die mittlere Änderung von der Basislinie auf der MAS für die

Plantarflexoren des oberen Sprunggelenks in der 4. Woche. Sekundäre Wirksamkeitsvariablen waren

die durchschnittlichen Werte für das globale Arzturteil (Physician Global Assessment, PGA) und den

Zielerreichungsgrad (Goal Attainment Scaling, GAS) in der 4. Woche. Die Patienten wurden nach der

Behandlung für mindestens 12 Wochen bis zu maximal 28 Wochen nachverfolgt. Nach Abschluss

Seite 18 von 22

dieser Studie wurde den Patienten der Eintritt in eine unverblindete Erweiterungsstudie (Y-55-52120-

147) angeboten.

MAS-Änderung von der Basislinie in der 4. und der 12. Woche, PGA und GAS in der 4. und der 12.

Woche (ITT (intention-to-treat)-Population)

Parameter

Placebo

(N=77)

Dysport

10 Einh./kg/Bein

(N=79)

15 Einh./kg/Bein

(N=79)

LS mittlere Änderung von der Basislinie

für den MAS Wert der Plantarflexoren des

oberen Sprunggelenks

4. Woche

-0,5

-0,9 **

-1,0 ***

12. Woche

-0,5

-0,8 *

-1,0 ***

LS durchschnittlicher Wert für PGA zum

Ansprechen auf die Behandlung

4. Woche

1,5 ***

1,5 ***

12. Woche

0,8 *

1,0 **

LS durchschnittlicher GAS Wert [a]

4. Woche

46,2

51,5 ***

50,9 **

12. Woche

45,9

52,5 ***

50,5 *

*p≤ 0,05; **p≤ 0,003; ***p≤ 0,0006 verglichen mit Placebo;

LS=least square (kleinstes Quadrat)

[a] Der GAS Wert misst den Fortschritt in Bezug auf die Ziele, die an der Basislinie aus einer Liste von zwölf

Kategorien ausgewählt wurden. Die fünf am häufigsten gewählten Ziele waren ein verbessertes Gehmuster (70,2 %),

verbessertes Gleichgewicht (32,3 %), verringerte Häufigkeit von Stürzen (31,1 %), verringerte Häufigkeit zu stolpern

(19,6 %) und verbesserte Ausdauer (17,0 %).

Bewertet anhand der Tardieu-Skala wurde eine Verbesserung der Spastik der Plantarflexoren des

oberen Sprunggelenks beobachtet. Der Grad der Spastik (Y) war in beiden Dysport

Behandlungsgruppen, sowohl für 10 Einheiten/kg/Bein als auch für 15 Einheiten/kg/Bein, in der 4.

und der 12. Woche gegenüber Placebo statistisch signifikant verbessert. Der Stoppwinkel (Catch,

Xv3) war signifikant verbessert für die Dysport-Gruppe mit 10 Einheiten/kg/Bein in der 12. Woche

sowie für die Dysport-Gruppe mit 15 Einheiten/kg/Bein in der 4. und der 12. Woche.

Beide Dysport Behandlungsgruppen, 10 Einheiten/kg/Bein und 15 Einheiten/kg/Bein, zeigten eine

signifikante Verbesserung gegenüber der Basislinie beim Gesamtwert auf der Ganganalyse-Skala

(Observational Gait Scale, OGS) in der 4. Woche verglichen mit Placebo. Weiterhin sprach ein

statistisch signifikant höherer Anteil an Patienten auf die Behandlung (Responder) hinsichtlich des

initialen Fußkontakts auf der OGS in der 4. und der 12. Woche an.

Eltern füllten das Modul zum spezifischen Befinden bei Zerebralparese aus dem Inventar zur

Pädiatrischen Lebensqualität (Paediatric Quality of Life Inventory) aus. Dabei gab es eine statistisch

signifikante Verbesserung gegenüber der Basislinie hinsichtlich der Ermüdung in der 12. Woche in

den Dysport Behandlungsgruppen 10 Einheiten/kg/Bein und 15 Einheiten/kg/Bein gegenüber Placebo.

In den anderen Unterskalen wurden keine weiteren statistisch signifikanten Verbesserungen

beobachtet.

Nach dem Abschluss dieser Studie traten 216 Patienten in eine unverblindete Studie (Y 55 52120-147)

ein, wo sie eine erneute Behandlung basierend auf dem klinischen Bedarf erhalten konnten. Es war

zulässig, sowohl in distale (Gastrocnemius, Soleus und Tibialis posterior) als auch in proximale

Seite 19 von 22

(ischiocrurale Muskeln und Hüftadduktoren) Muskeln zu injizieren, einschließlich kombinierte

Injektionen. Die Wirksamkeit wurde über wiederholte Behandlungen und einen Zeitraum von bis zu 1

Jahr beobachtet, bewertet anhand von MAS, PGA und GAS.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Die pharmakologischen Effekte, die nach oraler und parenteraler Verabreichung von

Clostridium

botulinum

Toxin Typ A beim Menschen beobachtet werden, zeigen, dass das Neurotoxin aus dem

Gastrointestinaltrakt und Muskelgewebe umfangreich absorbiert wird.

Die hinreichenden pharmakokinetischen Untersuchungen am Tier sind dadurch erschwert, dass das

Neurotoxin eine hohe Wirkpotenz entwickelt, die anzuwendenden Dosen sehr klein sind und die

Markierung des Neurotoxins zur Erzeugung einer ausreichend hohen spezifischen Aktivität sehr

schwer ist.

Untersuchungen zu Dosis/Zeit/Wirkungsbeziehungen an Affen zeigten, dass die Wirkung bei niedriger

Dosierung mit einer Latenz von 2 bis 3 Tagen nach Injektion auftrat. Die Wirkdauer schwankte

zwischen 2 Wochen und 8 Monaten. Ähnliche Dosis/Zeit/Wirkungsbeziehungen wurden auch am

Menschen beobachtet.

Das Neurotoxin diffundiert von der Injektionsstelle in das benachbarte Gewebe. Der Umfang der

Diffusion ist von den anatomischen Gegebenheiten (Aponeurosen und Faszien stellen ein

mechanisches Hindernis dar), vom Injektionsvolumen und von der Dosis abhängig (je größer das

Injektionsvolumen und je höher die Dosis, desto ausgeprägter und häufiger sind die unerwünschten

Wirkungen, die aus der Toxinverbreitung resultieren).

Das Neurotoxin, das in die Nervenfortsätze der motorischen Nervenzellen aufgenommen wird, wird

intraaxonal retrograd transportiert. Radioaktiv markiertes Material wurde im Soma der Motoneurone

im Rückenmark nachgewiesen, aber ohne funktionelle Aktivität des Materials. Dagegen konnte das

Neurotoxin nicht in den sensiblen Nervenfasern gefunden werden.

Autoradiographische Untersuchungen unter Anwendung des

I markierten

Clostridium botulinum

Toxin Typ A zeigten, dass die Radioaktivität nach Verabreichung niedrigerer Dosen des Neurotoxins

auf die motorischen Endplatten an bzw. in der Nähe der Injektionsstelle beschränkt ist. Höhere Dosen

führten zur breiteren Verteilung des Neurotoxins mit darauf folgender Paralyse von Muskeln, die von

der Injektionsstelle entfernt lagen.

Untersuchungen zum Metabolismus und zur Ausscheidung des Neurotoxins liegen nicht vor. Es wird

angenommen, dass das Neurotoxin möglicherweise durch extra- und intrazelluläre Proteolyse abgebaut

wird. Es wird vermutet, dass die durch Proteolyse im Zellinnern entstandenen Aminosäuren in den

eigenen Aminosäuren-Pool aufgenommen werden könnten.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Eine chronische Toxizitätsstudie, die an Ratten mit bis zu 12 Einheiten/Tier durchgeführt wurde, ergab

keine Anzeichen für eine systemische Toxizität.

Studien zur Reproduktionstoxizität an trächtigen Ratten und Kaninchen, bei denen jeweils täglich

Clostridium botulinum

Toxin Typ A in Dosen bis zu 79 Einheiten/kg und 42 Einheiten/kg

intramuskulär angewendet wurde, ergaben keine embryonale/fetale Toxizität. Bei höheren Dosen trat

bei beiden Spezies eine schwere mütterliche Toxizität auf, die mit ausbleibender embryonaler

Einnistung verbunden war.

Clostridium botulinum

Toxin Typ A zeigte weder bei Ratten noch bei

Kaninchen teratogene Eigenschaften; auch in prä- und postnatalen Studien wurden bei Ratten in der

Seite 20 von 22

F1-Generation keine Effekte beobachtet. Die Fertilität war bei männlichen und weiblichen Tieren

aufgrund eingeschränkter Paarung vermindert, was bei hohen Dosen auf die Muskelparalyse

zurückzuführen ist.

In einer Toxizitätsstudie an juvenilen Ratten, in der Clostridium botulinum Toxin Typ A vom

Zeitpunkt der Entwöhnung am 21. postnatalen Tag wöchentlich über 10 Wochen injiziert wurde

(kumulierte Gesamtdosen von bis zu 75,1 Einheiten/kg entsprechend der bis zu 2,5-fachen

Maximaldosis bei Kindern von 30 Einheiten/kg), was einer Alterspanne beim Menschen von 2 Jahren

bis ins junge Erwachsenenalter entspricht, zeigten sich keine unerwünschten Effekte auf postnatales

Wachstum (einschließlich des Skeletts), reproduktive und neurologische Entwicklung sowie keine

Verhaltensänderungen.

Effekte in Tierstudien zur Reproduktions-, juvenilen und chronischen Toxizität waren überwiegend auf

die mit der Wirkung von

Clostridium botulinum

Toxin Typ A zusammenhängenden Änderungen am

injizierten Muskel begrenzt. An Kaninchenaugen wurde nach Anwendung von

Clostridium botulinum

Toxin Typ A keine Reizung beobachtet.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Humanalbumin und Lactose-Monohydrat.

6.2 Inkompatibilitäten

Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 4.2 Auflösungsvorschrift aufgeführten, nicht mit

anderen Arzneimitteln gemischt werden. Es sind keine Kompatibilitätsstudien mit anderen

Arzneimitteln, außer den unter Abschnitt 4.2 Auflösungsvorschrift genannten, durchgeführt worden.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

Haltbarkeit des Pulvers im unversehrten Behältnis: 2 Jahre.

Haltbarkeit nach Herstellung der gebrauchsfertigen Injektionslösung:

Nach Rekonstitution wurde die Haltbarkeit bei 2°C - 8°C für 24 Stunden nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Injektionslösung sofort angewendet werden.

Wenn sie nicht sofort angewendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der

Lagerung verantwortlich, die nicht länger als 24 Stunden bei 2°C - 8°C betragen sollte.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2°C - 8°C).

Gebrauchsfertige Injektionslösung bei 2°C - 8°C maximal 24 Stunden aufbewahren.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Durchstechflasche (Glas Typ I) mit einem Butylgummistopfen und einer Aluminium-Bördelkappe mit

Plastikabdeckung.

Dysport 300 Einheiten: Originalpackung mit 1 oder 2 Durchstechflaschen, Bündelpackung mit 6 x 1

Durchstechflasche.

Dysport 500 Einheiten: Originalpackung mit 1, 2 oder 3 Durchstechflaschen, Bündelpackung mit 6 x 1

Durchstechflasche, Klinikpackung mit 6 oder 12 Durchstechflaschen.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

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6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung

Siehe Abschnitt 4.2 Auflösungsvorschrift.

Beseitigung

Clostridium botulinum

Toxin ist sehr empfindlich gegenüber Hitze und Chemikalien.

Verschüttetes Dysport-Pulver muss mit einem saugfähigen Tuch, das mit verdünnter Hypochlorit-

Lösung (1 % freies Chlor) getränkt wurde, aufgewischt werden. Verschüttete Dysport-Injektionslösung

muss mit einem trockenen, saugfähigen Tuch aufgewischt werden.

Die verunreinigten Oberflächen sollten mit einem saugfähigen Tuch, das mit verdünnter Hypochlorit-

Lösung (1 % freies Chlor) getränkt wurde, gereinigt und anschließend trockengerieben werden.

Falls eine Durchstechflasche zerbrochen ist, sollten die Glasscherben vorsichtig gesammelt und das

Pulver bzw. die Flüssigkeit wie oben angegeben aufgewischt werden, wobei Hautverletzungen

vermieden werden müssen.

Nach Hautkontakt mit dem Produkt muss die betroffene Hautfläche mit reichlich Wasser gewaschen

werden.

Nach Augenkontakt mit dem Produkt muss das betroffene Auge 15 Minuten mit viel Wasser oder

steriler isotoner Natriumchloridlösung gespült werden.

Im Fall einer Verletzung des Anwenders (durch Schnitt oder Injektion) muss die betroffene Hautfläche

mit reichlich Wasser gewaschen werden. Abhängig von der injizierten Dosis sollten entsprechende

medizinische Maßnahmen ergriffen werden.

Empfehlungen für die Beseitigung der kontaminierten Gegenstände

Injektionsnadeln, Injektionsspritzen und Durchstechflaschen - die nicht geleert werden sollten –

müssen in einen geeigneten Behälter, der nach Gebrauch der Müllverbrennung zugeführt wird,

entsorgt werden.

Kontaminierte Materialien (saugfähige Tücher, Handschuhe, Glasscherben) sollten in einem für spitze

Gegenstände geeigneten Behälter der Müllverbrennung zugeführt werden.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Ipsen Pharma GmbH

Einsteinstraße 174

D-81677 München

Tel.: +49 89 262043289

8. ZULASSUNGSNUMMER

Dysport 300 Einheiten: 81122.00.00

Dysport 500 Einheiten: 50586.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG

Dysport 300 Einheiten: 03. April 2012

Dysport 500 Einheiten: 04. Juni 2002

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10. STAND DER INFORMATION

Juli 2019

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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