Duloxetin Aurobindo 20 mg magensaftresistente Hartkapseln

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

28-07-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

28-07-2021

Wirkstoff:
Duloxetin
Verfügbar ab:
Aurobindo Pharma GmbH
ATC-Code:
N06AX21
INN (Internationale Bezeichnung):
Duloxetine
Dosierung:
20mg
Darreichungsform:
magensaftresistente Hartkapsel
Verabreichungsweg:
Zum Einnehmen
Einheiten im Paket:
Packungen mit 14, 28, 56 und 98 Hartkapseln
Verschreibungstyp:
Verschreibungspflichtig
Hergestellt von:
APL Swift Services (Malta) Limited
Therapiegruppe:
Psychoanaleptika, andere Antidepressiva.
Anwendungsgebiete:
Duloxetin Aurobindo ist angezeigt zur Behandlung von Frauen mit mittelschwerer bis schwerer Belastungs(harn)inkontinenz (englisch Stress Urinary Incontinence – SUI).
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähig
Zulassungsnummer:
93587.00.00
Berechtigungsdatum:
2015-09-23

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Wortlautderfür diePackungsbeilage vorgesehenenAngaben

Gebrauchsinformation: InformationfürPatienten

Duloxetin Aurobindo20mgmagensaftresistente Hartkapseln

DuloxetinAurobindo40 mg magensaftresistenteHartkapseln

Duloxetin

LesenSie die gesamtePackungsbeilage sorgfältigdurch,bevor Sie mitder Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen,dennsie enthältwichtige Informationen.

- HebenSie die Packungsbeilage auf.VielleichtmöchtenSie diese späternochmalslesen.

- WennSie weitere Fragenhaben, wenden Siesichan Ihren ArztoderApotheker.

- Dieses ArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSiees nichtanDritte weiter.Es

kann anderen Menschen schaden,auch wenn diesediegleichen Beschwerden haben wieSie.

- WennSie Nebenwirkungen bemerken, wenden Siesich an Ihren ArztoderApotheker. Diesgilt

auchfürNebenwirkungen, dienichtin dieserPackungsbeilageangegeben sind. SieheAbschnitt4.

Was indieserPackungsbeilage steht

1.Was istDuloxetin Aurobindound wofürwird esangewendet?

2.Wassollten SievorderEinnahmevonDuloxetin Aurobindobeachten?

3.WieistDuloxetin Aurobindoeinzunehmen?

4.Welche Nebenwirkungensindmöglich?

5.WieistDuloxetin Aurobindoaufzubewahren?

6.InhaltderPackungund weitereInformationen

1. WasistDuloxetin Aurobindound wofürwirdesangewendet?

Duloxetin Aurobindoenthältden WirkstoffDuloxetin.DuloxetinerhöhtdieSpiegelvon Serotonin und

NoradrenalinimNervensystem.

Duloxetin Aurobindoistein Arzneimittel, daszurBehandlungvon Frauenmiteiner

Belastungs(harn)inkontinenzeingesetztwird.

Belastungsinkontinenzistein medizinischesLeiden beidemdiePatientin einen unwillkürlichen

HarnverlustoderHarnabgangbeikörperlicherAnstrengungoderAktivitätenwieLachen,Husten,

Niesen, Hebenodersportlichen Betätigungen hat.

Eswirdangenommen, dassDuloxetindieKraftdesHarnröhrenmuskelserhöht, derUrin zurückhält,

wenn Sielachen,niesen odersich körperlich betätigen.

Die WirksamkeitvonDuloxetin Aurobindowird durch dieKombinationmit einemTrainingsprogramm,

demsogenannten Beckenbodentraining, verstärkt.

2. WassolltenSievorderEinnahmevonDuloxetin Aurobindobeachten?

Duloxetin Aurobindodarfnichteingenommenwerden,wenn Sie

- allergischgegenDuloxetin odereinen derinAbschnitt6. genannten sonstigen Bestandteiledieses

Arzneimittelssind.

- eineLebererkrankunghaben.

- eineschwere Nierenerkrankunghaben.

- einenMonoaminoxidase-Hemmer(MAO-Hemmer)einnehmen oderin den letzten 14Tagen

eingenommen haben (siehe„EinnahmevonDuloxetin Aurobindozusammen mitanderen

Arzneimitteln“).

- Fluvoxamin einnehmen, dasüblicherweisezurBehandlungvon Depressionangewendetwird oder

Ciprofloxacin oderEnoxacin, diezurBehandlungverschiedenerInfektionenangewendetwerden.

Sprechen SiemitIhremArzt, wenn SieBluthochdruckodereineHerzerkrankunghaben. IhrArztwird

Ihnen sagen, ob SieDuloxetin Aurobindoeinnehmen können.

Warnhinweiseund Vorsichtsmaßnahmen

ImFolgenden werden weitereGründeangegeben, warumDuloxetin AurobindofürSienichtgeeignet

sein könnte. Sprechen SievorderEinnahmevonDuloxetin AurobindomitIhremArzt, wenn Sie:

- ArzneimittelzurBehandlungvon Depressionen einnehmen (siehe„EinnahmevonDuloxetin

AurobindozusammenmitanderenArzneimitteln“).

- einpflanzliches Johanniskraut-Arzneimitteleinnehmen (Hypericumperforatum).

- eineNierenerkrankunghaben.

- epileptischeAnfälle hattenoderhaben.

- anManielittenoderleiden.

- aneinermanisch-depressiven Erkrankungleiden.

- eineAugenerkrankunghaben, wieeinespezielleArtdesGlaukoms(erhöhterAugeninnendruck).

- in derVergangenheitBlutungsstörungen(NeigungzurBildungvon Blutergüssen)hatten.

- einRisikofürniedrigeNatrium-Blutspiegelhaben(z. B. wenn SieDiuretikaeinnehmen,

insbesonderewenn Sieältersind).

- momentanmiteinemanderenArzneimittelbehandeltwerden,das die Leberschädigenkann.

- andereArzneimitteleinnehmen, dieDuloxetin enthalten (siehe„EinnahmevonDuloxetin

Aurobindozusammen mitanderen Arzneimitteln“).

Duloxetin Aurobindokannein Empfinden von innererUnruheoderein Unvermögen, stillzu sitzen oder

zu stehen,verursachen. Wenn diesbeiIhnen auftretensollte,danninformieren SieIhren Arzt.

SuizidgedankenundVerschlechterungIhrer Depressionoder generalisiertenAngststörung

ObwohlDuloxetin Aurobindo20 mgund 40mgnichtzurBehandlungderDepression zugelassensind,

wirdderWirkstoff(Duloxetin)auchals Antidepressivumeingesetzt.WennSie depressivsindoder

unterAngststörungen leiden, können SiemanchmalGedanken daran haben,sichselbstzu verletzen

oderSuizid zu begehen. SolcheGedanken können beidererstmaligen Anwendungvon Antidepressiva

verstärktsein,dennallediese Arzneimittelbraucheneinige Zeitbis sie wirken,gewöhnlich etwazwei

Wochen, manchmalauchlänger.

Das AuftretenderartigerGedankenistwahrscheinlicher,wennSie:

- frühereinmalGedanken daran hatten,sich dasLebenzu nehmen oderdaran gedachthaben, sich

selbstzuverletzen.

- einjungerErwachsenersind. Ergebnisseausklinischen Studien habeneinerhöhtesRisiko fürdas

AuftretenvonSuizidverhaltenbeijungenErwachsenenimAlterbis 25Jahre gezeigt,die unter

einerpsychiatrischen Erkrankunglittenund miteinemAntidepressivumbehandeltwurden.

Gehen Siezu einemArztodersuchenSieunverzüglich einKrankenhausauf, wenn Siezu irgendeinem

ZeitpunktGedanken daranentwickeln, sichselbstzu verletzen odersich dasLeben zu nehmen.

Eskann hilfreich sein, wenn SieeinemFreund oderVerwandtenerzählen,dass Sie depressivsindoder

untereinerAngststörungleiden. Bitten SiediesePersonen, diesePackungsbeilagezu lesen. Fordern Sie

sieaufIhnen mitzuteilen, wenn sieden Eindruckhaben, dasssich IhreDepressionoderAngstzustände

verschlimmernoderwenn siesich Sorgen überVerhaltensänderungen beiIhnen machen.

KinderundJugendlicheunter18Jahren

Duloxetin AurobindodarfbeiKindernund Jugendlichenunter18 Jahrennichtangewendetwerden.

ZudemsolltenSie wissen,dass Patientenunter18JahrenbeiEinnahme dieserKlasse vonArzneimitteln

ein erhöhtesRisiko fürNebenwirkungen wieSuizidversuch, suizidaleGedanken und Feindseligkeit

(vorwiegend Aggressivität,oppositionellesVerhalten und Wut)aufweisen. Darüberhinaussinddie

langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen vonDuloxetin Aurobindoin BezugaufWachstum,

ReifungsowiekognitiveEntwicklungundVerhaltensentwicklungin dieserAltersgruppenoch nicht

nachgewiesen worden.

EinnahmevonDuloxetin Aurobindozusammen mitanderenArzneimitteln

Informieren SieIhren ArztoderApotheker, wenn SieandereArzneimitteleinnehmen,kürzlich andere

Arzneimitteleingenommenhaben oderbeabsichtigenandereArzneimitteleinzunehmen.

Der Wirkstoff vonDuloxetin Aurobindo, Duloxetin, wirdinunterschiedlichen Arzneimitteln zur

BehandlungverschiedenerErkrankungeneingesetzt:SchmerzenbeidiabetischerNeuropathie,

Depression, generalisierterAngststörungund Belastungsharninkontinenz.

Die gleichzeitige AnwendungmehrererdieserArzneimittelistzu vermeiden. Fragen SieIhren Arzt, ob

Siebereitsein anderesArzneimittel, dasDuloxetin enthält, einnehmen.

IhrArztsollteentscheiden,ob SieDuloxetin Aurobindozusammenmitanderen Arzneimitteln

einnehmen dürfen.

Beginnen SiekeineBehandlungoderbrechen SiekeineBehandlungmiteinemArzneimittelab, bevor

Sie mitIhremArztgesprochenhaben.Dies giltauchfürrezeptfreie Arzneimittelundfürpflanzliche

Heilmittel.

TeilenSie IhremArztebenfalls mit,wennSie einesderfolgendenArzneimittel einnehmen:

Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer):SiedürfenDuloxetin Aurobindonichteinnehmen, wenn

Sieein ArzneimittelzurBehandlungvon depressivenErkrankungen, einensogenannten

Monoaminoxidase-Hemmer(MAO-Hemmer), einnehmen oderinnerhalbderletzten14Tage

eingenommenhaben.Beispiele fürMAO-Hemmersind Moclobemid (ein Antidepressivum)und

Linezolid (ein Antibiotikum). DieAnwendungeinesMAO-Hemmers zusammenmitDuloxetin

Aurobindo, kann zu gefährlichenoderlebensbedrohlichen Nebenwirkungen führen. WennSieeinen

MAO-Hemmereingenommen haben, müssen SienachBeendigungderEinnahmenoch mindestens14

Tage warten,bevorSieDuloxetin Aurobindoeinnehmen. Ebenso sollten wenigstens5Tagenach

BeendigungderDuloxetinAurobindo-Einnahmevergehen,bevorSie mitderEinnahme einesMAO-

Hemmers beginnen.

Arzneimittel,die Schläfrigkeitverursachen:Hierzu gehören Arzneimittel,dieIhnen IhrArzt

verschreibt,einschließlichBenzodiazepine,starke Schmerzmittel,Antipsychotika,Phenobarbitalund

sedierende(Müdigkeithervorrufende)Antihistaminika.

Arzneimittel,die denSerotoninspiegelerhöhen:Triptane, Tramadol, Tryptophan,selektiveSerotonin-

Wiederaufnahmehemmer(wiez.B. Paroxetin und Fluoxetin),Serotonin-Noradrenalin-

Wiederaufnahmehemmer(wiez. B. Venlafaxin), trizyklischeAntidepressiva(wiez.B. Clomipramin,

Amitriptylin), Pethidin,Johanniskrautund MAO-Hemmer(wiez. B. Moclobemidund Linezolid). Diese

Arzneimittelerhöhen dieMöglichkeitvon Nebenwirkungen. Wenn Sienach Einnahmedieser

Arzneimittel zusammenmitDuloxetinAurobindoungewöhnlicheAnzeichenan sich bemerken, müssen

Sie IhrenArztaufsuchen.

Orale Antikoagulantienoder Thrombozytenaggregationshemmer:ArzneimittelzurBlutverdünnung

oderzurHemmungderBlutgerinnung. DieseArzneimittelkönnten dieGefahrfürBlutungen erhöhen.

EinnahmevonDuloxetin Aurobindozusammen mitAlkohol

Duloxetin Aurobindokannunabhängigvon den Mahlzeiten eingenommen werden.

Während derBehandlungmitDuloxetin AurobindosolltenSiebesondersvorsichtigsein, wenn Sie

Alkoholtrinken.

Schwangerschaft,Stillzeitund Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sieschwangersindoderstillen, oderwenn Sievermuten, schwangerzu seinoderbeabsichtigen

schwangerzuwerden,fragenSie vorderEinnahmedieses Arzneimittels IhrenArztoderApothekerum

Rat.

TeilenSiebitteIhremArztmit,wennSie:

währendderBehandlungmitDuloxetinAurobindoschwangerwerden oderwennSiebeabsichtigen

schwangerzu werden. SiedürfenDuloxetin Aurobindonureinnehmen, nachdemSiemitIhremArzt

übereinen möglichen Nutzen derBehandlungund möglicheRisikenfürIhrungeborenesKind

gesprochen haben.

Bittestellen Siesicher, dassIhreHebammeund/oderIhrArzt/IhreÄrztin darüberinformiertsind, dass

SiemitDuloxetin Aurobindobehandeltwerden.ÄhnlicheArzneimittelwiedieses(so genannteSSRI)

können, wenn siewährendderSchwangerschafteingenommen werden, zu einerernsthaften

Gesundheitsbeeinträchtigungdes Neugeborenenführen,die primäre oderpersistierende pulmonale

HypertoniedesNeugeborenen (PPHN)genanntwirdund diesich darin zeigt, dassdasNeugeborene

schnelleratmetundeineBlaufärbungderHautaufweist. DieseSymptomebeginnen normalerweise

währendderersten 24 Stunden nach derGeburt. BittenehmenSie ineinemsolchenFallsofortmitIhrer

Hebammeund/oderIhremArztKontaktauf.

WennSieDuloxetinAurobindogegenEnde IhrerSchwangerschafteinnehmenkannes sein,dass Ihr

BabybeiderGeburtbestimmteSymptomezeigt. Diesebeginnen gewöhnlichunmittelbarnachder

Geburtoderinnerhalb wenigerTagedanach. Zu diesenAnzeichen gehören:schlaffeMuskulatur,

Zittern, nervöseUnruhe, Schwierigkeiten beimFüttern,ProblemebeimAtmen sowieKrampfanfälle.

WennIhrBabybeiderGeburteines dieserSymptomezeigtoderwennSiesichumden

Gesundheitszustand IhresBabyssorgen, fragen SieIhren ArztoderIhreHebammeumRat.

Teilen SieIhremArztmit, wenn Siestillen.DieAnwendungvonDuloxetin AurobindoinderStillzeit

wird nichtempfohlen. Fragen SieIhren ArztoderApothekerumRat.

VerkehrstüchtigkeitundFähigkeitzumBedienen von Maschinen

Duloxetin Aurobindokanndazu führen, dassSiesichmüdeoderschwindligfühlen. Siedürfen kein

Fahrzeugführen, keineWerkzeugeoderMaschinen bedienen, bevorSie wissen,wieDuloxetin

AurobindobeiIhnen wirkt.

Duloxetin AurobindoenthältSucrose

Nehmen SiediesesArzneimittelerstnach RücksprachemitIhremArztein, wennIhnen bekanntist,

dass Sie untereinerUnverträglichkeitgegenüberbestimmtenZuckern leiden.

3. WieistDuloxetin Aurobindoeinzunehmen?

NehmenSie diesesArzneimittelimmergenaunachAbsprache mitIhremArztoderApothekerein.

Fragen SiebeiIhremArztoderApothekernach, wennSiesichnichtsichersind.

Falls vomArztnichtandersverordnet,istdieüblicheDosisvonDuloxetin Aurobindozweimal täglich

40 mg(amMorgen und amspäten Nachmittagoderfrühen Abend). IhrArztkann entscheiden, Ihre

Behandlungmit20 mgzweimaltäglich indenersten zweiWochen zu beginnen, bevordieDosis auf

zweimaltäglich 40 mgerhöhtwird.

Duloxetin AurobindoistzumEinnehmenbestimmt.SchluckenSie Ihre KapselunzerkautmitWasser.

Duloxetin Aurobindokannunabhängigvon den Mahlzeiten eingenommen werden.

DamitSieandieEinnahmevonDuloxetin Aurobindodenken, istesfürSiemöglicherweiseeinfacher,

wenn SiedieHartkapseln täglich etwazu den gleichenZeiten einnehmen.

BeendenSie dieTherapie oderändernSie Ihre DosismitDuloxetin AurobindonichtohneRücksprache

mitIhremArzt.EineordnungsgemäßeBehandlungIhrerErkrankungistwichtig, umIhnen zu helfen,

sichbesserzu fühlen. OhneBehandlungkann essein,dassIhrZustand sichnichtverbessert,sondern

verschlechtert,undeine spätere Behandlungerschwert.

Wenn SieeinegrößereMengeDuloxetin Aurobindoeingenommenhaben,als Siesollten

Sollten SiemehrDuloxetinAurobindoals vorgeseheneingenommenhaben,setzenSiesichbitte

unverzüglich mitIhremArztoderApothekerinVerbindung. Zu den Symptomen einerÜberdosierung

zählenSchläfrigkeit,Koma,Serotonin-Syndrom(eineselteneReaktion, diezu Glücksgefühlen,

Benommenheit, Schwerfälligkeit, Rastlosigkeit, demGefühlbetrunken zu sein, Fieber, Schwitzen oder

steifen Muskeln führen kann),Krampfanfälle, Erbrechen und schnellerHerzschlag.

Wenn SiedieEinnahmevonDuloxetin Aurobindovergessenhaben

WennSie vergessenhabeneine Dosis einzunehmen,dannholenSie diese sobaldes Ihnenauffälltnach.

IstaberinzwischenschonZeitfürdie nächste Dosis,dannfahrenSie beiderEinnahmewiegewohnt

fort,ohne die vergessene Kapselzusätzlicheinzunehmen.NehmenSie nichtdie doppelte Dosisein,

wenn SiedievorherigeEinnahmevergessen haben. Nehmen SienichtmehralsdieIhnen verschriebene

Tagesmenge anDuloxetin Aurobindoein.

Wenn SiedieEinnahmevonDuloxetin Aurobindoabbrechen

BeendenSie die Einnahme derHartkapselnnichtohnedenRatIhres Arztes,auchnicht,wennSiesich

besserfühlen. Wenn IhrArztderMeinungist,dassSieDuloxetinAurobindonichtlängerbenötigen,

dann wird erIhreDosislangsamüber2 Wochen verringern.

EinigePatientinnen, dieplötzlichdieEinnahmevon Duloxetin nach mehrals1-wöchiger

Behandlungsdauerbeendeten, zeigten Symptomewie:

Schwindel, kribbelndesGefühlwieAmeisenlaufen oderEmpfindungen ähnlich einemelektrischen

Schlag(vorallemimKopf), Schlafstörungen (lebhafteTräume, Albträume, Schlaflosigkeit), Müdigkeit,

Schläfrigkeit, Gefühlvon UnruheoderErregtheit, Angstgefühle, ÜbelkeitoderErbrechen, Zittern

(Tremor),Kopfschmerzen,Muskelschmerzen, Reizbarkeit, Durchfall, übermäßigesSchwitzen oder

Drehschwindel.

Diese Beschwerdensindnormalerweise nichtschwerwiegendundverschwindeninnerhalbeinigerTage.

Fragen SieaberIhren ArztumRat, wenn beiIhnen Beschwerden auftreten.

Wenn SieweitereFragen zurAnwendungdiesesArzneimittelshaben, wenden Siesich an Ihren Arzt

oderApotheker.

4.Welche Nebenwirkungensindmöglich?

Wiealle Arzneimittelkannauchdieses ArzneimittelNebenwirkungenhaben,dieabernichtbeijedem

auftretenmüssen.Diese Nebenwirkungensindnormalerweise leichtbis mittelschwerausgeprägtund

verschwindenoftnachkurzerZeit.

SehrhäufigeNebenwirkungen (kann mehrals1 von 10 Behandelten betreffen)

- Übelkeit, Mundtrockenheit,Verstopfung

- Müdigkeit

HäufigeNebenwirkungen (kann biszu 1 von 10 Behandelten betreffen)

- verminderterAppetit

- Schlafstörungen,sichaufgeregtfühlen,vermindertes sexuellesVerlangen,Angst,einenschlechten

Schlafhaben

- Kopfschmerzen, Schwindel, sichantriebslosfühlen,sich schläfrigfühlen,Zittern,Taubheitsgefühl,

einschließlich TaubheitsgefühloderKribbeln derHaut

- verschwommenes Sehen

- sichschwindligfühlen oderDrehschwindel

- erhöhterBlutdruck, Erröten

- Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit(Erbrechen), Sodbrennen oderVerdauungsstörungen

- vermehrtes Schwitzen

- Schwäche,Schüttelfrost

GelegentlicheNebenwirkungen (kann biszu 1 von 100 Behandelten betreffen)

- Halsentzündung,dieHeiserkeitverursacht

- AllergischeReaktionen

- verminderteSchilddrüsenfunktion, dieMüdigkeitoderGewichtszunahme verursachenkann

- Flüssigkeitsverlust

- Zähneknirschen oderZusammenbeißen derZähne, sich verwirrtfühlen, Antriebslosigkeit,

SchwierigkeitenoderUnvermögen einen Orgasmuszubekommen, ungewöhnlicheTräume

- Gefühlvon Nervosität,Konzentrationsstörung,Geschmacksstörung,schlechterSchlaf

- vergrößertePupillen(diedunkleStelleinderMittedesAuges), Sehstörungen, Gefühltrockener

Augen

- Tinnitus(WahrnehmungvonOhrgeräuschen ohneein tatsächlichesvorhandenesGeräusch),

Ohrenschmerzen

- Herzklopfen, schnellerund/oderunregelmäßigerHerzschlag

- Ohnmacht

- vermehrtes Gähnen

- blutiges Erbrechenoderschwarze teerige Stühle,Magen-Darm-Entzündung, Entzündungen im

Mund, Aufstoßen, Schwierigkeiten beimSchlucken, Blähungen, Mundgeruch

- Leberentzündung, diezu Bauchschmerzen und zurGelbfärbungderHautoderdesWeißen des

Augesführen kann

- (juckender)Ausschlag, nächtlichesSchwitzen, Nesselsucht, kalterSchweiß, erhöhteNeigungzu

Blutergüssen

- Muskelschmerzen,Muskelverhärtung,Muskelkrämpfe,KrämpfederKaumuskulatur

- SchwierigkeitenHarnlassenzukönnen,SchmerzenbeimHarnlassen,nächtlichesHarnlassen,

häufigerHarndrang, ungewöhnlicherHarngeruch

- ungewöhnlicheVaginalblutungen, menopausaleSymptome

- Brustschmerzen,Kältegefühl,Durst,Hitzegefühl

- Gewichtsabnahme,Gewichtszunahme

- Duloxetin AurobindokannunerwünschteWirkungen haben, dieSienichtbemerken, wiez.B.

ErhöhungderLeberwerteoderderBlutspiegelvon Kalium, Kreatinphosphokinase, Zuckeroder

von Cholesterin.

SelteneNebenwirkungen (kann biszu 1 von 1000 Behandelten betreffen)

- schwere allergische Reaktion,dieAtembeschwerdenoderSchwindelverursachtmitAnschwellung

derZungeoderderLippen

- niedrige Natrium-Blutspiegel(hauptsächlichbeiälterenPatienten).Anzeichenhierfürkönnen sein:

Gefühlevon Schwindel,Schwäche,Verwirrtheit, SchläfrigkeitoderstarkerMüdigkeitodersich

krankfühlen oderkranksein. SchwerwiegendereSymptomesind Ohnmacht,Krampfanfälleoder

Stürze, SyndromderinadäquatenSekretion desantidiuretischen Hormons(SIADH)

-SuizidalesVerhalten, Suizidgedanken, Manie(Überaktivität,rasendeGedanken und

vermindertesSchlafbedürfnis),Sinnestäuschungen, AggressionundWut

- „Serotonin-Syndrom“(eineselteneReaktion, diezu Glücksgefühlen, Benommenheit,

Schwerfälligkeit, Rastlosigkeit, demGefühlbetrunkenzu sein, Fieber, Schwitzenodersteifen

Muskelnführen kann),Krampfanfälle, plötzlicheungewollteMuskelkrämpfeoder

Muskelzuckungen, Empfindungen von innererUnruheoderUnvermögen stillzu sitzen bzw. still

zu stehen,SchwierigkeitenbeiderKontrollevon Körperbewegungen, z.B. Koordinationsstörungen

oderungewollteMuskelbewegungen, Syndromderunruhigen Beine

- erhöhterAugeninnendruck(Glaukom)

- Schwindel, BenommenheitoderOhnmacht(besondersnach demAufstehen), kalteFingerund/oder

Zehen

- EngegefühlimHals,Nasenbluten

- hellrotesBlutimStuhl

- Leberversagen,GelbfärbungderHautoderdesWeißendes Auges (Gelbsucht)

- Stevens-Johnson-Syndrom,(schwereErkrankungmitBlasenbildungaufHaut,Mund, Augen und

Genitalien),schwereallergische Reaktiondieeinplötzliches Anschwellendes Gesichts oderdes

Rachenraums(Angioödem)verursacht, Lichtüberempfindlichkeit

- Muskelzuckungen

- SchwierigkeitenbeimoderUnfähigkeitzumHarnlassen,vermehrte Harnausscheidung,

verminderter Harnfluss

- unregelmäßige Menstruation,einschließlichschwerer,schmerzhafter,unregelmäßigeroder

verlängerterMenstruationsblutungen,ungewöhnlich schwacheoderausbleibende

Menstruationsblutungen, abnormeMilchsekretion ausderBrustdrüse

- Stürze(hauptsächlich beiälterenPatienten), ungewohnterGang

Meldungvon Nebenwirkungen

Wenn SieNebenwirkungen bemerken, wenden Siesich an Ihren ArztoderApotheker. Diesgiltauchfür

Nebenwirkungen,die nichtindieserPackungsbeilage angegebensind.

Siekönnen Nebenwirkungen auch direktdemBundesinstitutfürArzneimittelundMedizinprodukte,

Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-KiesingerAllee 3,D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzeigen.

IndemSieNebenwirkungen melden, können Siedazubeitragen, dassmehrInformationen überdie

SicherheitdiesesArzneimittelszurVerfügunggestelltwerden.

5. WieistDuloxetin Aurobindoaufzubewahren?

BewahrenSiedieses ArzneimittelfürKinderunzugänglichauf.

Siedürfendieses ArzneimittelnachdemaufUmkartonundderBlisterpackung/Flascheangegebenen

Verfalldatumnichtmehrverwenden.DasVerfalldatumbeziehtsichaufdenletztenTagdes

angegebenenMonats.

Fürdieses Arzneimittelsindkeine besonderenLagerungsbedingungen erforderlich.

EntsorgenSie ArzneimittelnichtimAbwasser.FragenSie IhrenApothekerwiedas Arzneimittelzu

entsorgenist,wennSie esnichtmehrverwenden.SietragendamitzumSchutzderUmweltbei.

6.InhaltderPackungund weitereInformationen

WasDuloxetin Aurobindoenthält

- Der Wirkstoffist Duloxetin.

DuloxetinAurobindo20 mg

Jede magensaftresistente Hartkapselenthält20mgDuloxetin(als Hydrochlorid).

DuloxetinAurobindo40 mg

Jede magensaftresistente Hartkapselenthält40mgDuloxetin (alsHydrochlorid).

- Die sonstigenBestandteilesind:

Kapselinhalt:Zucker-Stärke-Pellets(Sucroseund Maisstärke),Hypromellose,Hyprolose(5.0-16.0

%m/mHydroxypropoxy-Gruppen), Crospovidon(TypeB),Talkum, Triethylcitrat, Titandioxid(E

171), Hypromellosephthalat

Kapselhülle:Gelatine,Titandioxid (E171), Indigocarmin (E132), Natriumdodecylsulfat,

Eisen(III)-hydroxid-oxidx H

O(E172), Eisen(III)-oxid (E172)(nurDuloxetin Aurobindo 40 mg)

Drucktinte:Schellack, Propylenglycol, Eisen(II,III)-oxid (E172),Kaliumhydroxid

WieDuloxetin Aurobindoaussiehtund InhaltderPackung

Duloxetin Aurobindoisteine magensaftresistente Hartkapsel.

DuloxetinAurobindo20 mg

Hartgelatinekapseln derGröße"4"mitundurchsichtiggrünemKapseloberteilund-unterteil,gefüllt mit

weißenbisweißlichen Pelletsund demschwarzen Aufdruck"X"aufdemOberteilund "01"aufdem

Unterteil.

DuloxetinAurobindo40 mg

Hartgelatinekapseln derGröße"2"mitundurchsichtigblauemKapseloberteilundundurchsichtig

orangefarbenemKapselunterteil,gefülltmitweißenbis weißlichenPellets unddemschwarzen

Aufdruck"X" aufdemOberteilund"90" aufdemUnterteil.

Duloxetin AurobindoisterhältlichinPVC/Polyamid/Aluminium/PVC//Aluminium-Blisterpackungen

und inHDPE-FlaschenmitPolypropylen-Verschluss mitTrockenmittel-Beuteln(Silicagel).

Packungsgrößen:

Blisterpackungen:Packungen mit14, 28,56 und98 Hartkapseln

HDPE-Flaschen:Packungen mit30, 98, 250 und 1000Hartkapseln

Es werdenmöglicherweisenichtallePackungsgrößen in denVerkehrgebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Aurobindo PharmaGmbH

Willy-Brandt-Allee 2

81829 München

Telefon:089/3700338-0

Telefax:089/3700338-22

Hersteller

APLSwift Services(Malta)Limited

HF26, HalFarIndustrialEstate

HalFar, Birzebbugia, BBG3000

Malta

oder

MilpharmLimited

Ares Block,OdysseyBusiness Park,WestEndRoad

HA4 6QDSouth Ruislip,Middlesex

VereinigtesKönigreich

Dieses ArzneimittelistindenMitgliedsstaatendesEuropäischenWirtschaftsraumes (EWR)unter

denfolgendenBezeichnungenzugelassen:

Belgien: DuloxetineAB20 mg/40 mg,maagsapresistentecapsules,hard

Deutschland: Duloxetin Aurobindo 20 mg/40 mgmagensaftresistenteHartkapseln

Portugal: DuloxetinaAurobindo

VereinigtesKönigreich: DuloxetineMilpharm20 mg/40 mggastro-resistantcapsules,hard

Diese Packungsbeilage wurdezuletztüberarbeitetim{MM.JJJJ}

Wortlautderfür dieFachinformationvorgesehenenAngaben

FACHINFORMATION

1. BEZEICHNUNGDESARZNEIMITTELS

Duloxetin Aurobindo20mgmagensaftresistente Hartkapseln

Duloxetin Aurobindo40mgmagensaftresistente Hartkapseln

2. QUALITATIVEUND QUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

DuloxetinAurobindo20 mg

Jede magensaftresistente Hartkapselenthält20mgDuloxetin(als Hydrochlorid).

SonstigerBestandteil mit bekannterWirkung:

JedeHartkapselenthält47,84 mgSucrose.

DuloxetinAurobindo40 mg

Jede magensaftresistenteHartkapselenthält40 mgDuloxetin (alsHydrochlorid).

SonstigerBestandteil mit bekannterWirkung:

Jede Hartkapselenthält95,68mgSucrose.

VollständigeAuflistungdersonstigen Bestandteile,sieheAbschnitt6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Magensaftresistente Hartkapsel

DuloxetinAurobindo20 mg

Hartgelatinekapseln derGröße"4"mitundurchsichtiggrünemKapseloberteilund-unterteil,gefülltmit

weißenbis weißlichenPellets unddemschwarzenAufdruck"X"aufdemOberteilund "01"aufdem

Unterteil.

DuloxetinAurobindo40 mg

Hartgelatinekapseln derGröße"2"mitundurchsichtigblauemKapseloberteilundundurchsichtig

orangefarbenemKapselunterteil,gefülltmitweißenbis weißlichenPellets unddemschwarzen

Aufdruck"X"aufdemOberteilund"90"aufdemUnterteil.

4. KLINISCHEANGABEN

4.1Anwendungsgebiete

Duloxetin AurobindoistangezeigtzurBehandlungvonFrauenmitmittelschwererbis schwerer

Belastungs(harn)inkontinenz(englischStress UrinaryIncontinence–SUI).

Duloxetin AurobindowirdangewendetbeiErwachsenen.

WeitereInformationen sieheAbschnitt5.1.

4.2Dosierungund ArtderAnwendung

Dosierung

DieempfohleneDosisvonDuloxetinbeträgt40 mgzweimaltäglich, dieunabhängigvon den

Mahlzeiten eingenommenwerden kann. Nach 2-4 Wochen mussdieBehandlungderPatientinnen

bezüglich Nutzen und Verträglichkeitüberprüftwerden. ManchePatientinnen können von einer

Startdosisvon zweimaltäglich 20 mgin den ersten zweiBehandlungswochen profitieren,bevorauf die

Zieldosisvon zweimaltäglich 40 mgerhöhtwird. Ein solchesAuftitrieren kann dasRisiko von

unerwünschtenEreignissen,insbesondere ÜbelkeitundSchwindel,zwarnichteliminieren,aber

reduzieren.

Es sindjedochnurbegrenztDatenverfügbar,die dieWirksamkeitvon Duloxetin 20 mgzweimal

täglichbelegen.

Die WirksamkeitvonDuloxetinwurde inplacebokontrolliertenStudiennichtlängerals 3Monate

untersucht. DerNutzen derBehandlungmussin regelmäßigen Abständenüberprüftwerden.

EineKombination von Duloxetin miteinemBeckenbodentrainings-Programmkann wirkungsvoller

sein,alsjedeeinzelneBehandlungsmethodealleine. Eswird empfohlen,einbegleitendes

Beckenbodentrainingin Betrachtzu ziehen.

Leberfunktionsstörungen

DuloxetindarfnichtbeiFrauenmiteinerLebererkrankung, diezu einerLeberfunktionseinschränkung

führt, eingesetztwerden (sieheAbschnitte4.3 und 5.2).

Nierenfunktionsstörungen

Bei Patientinnenmit leichterodermittelschwererNierenfunktionsstörung(Kreatinin-Clearance 30bis

80ml/min)istkeineDosisanpassungnotwendig. Duloxetin darfnichtbeiPatientinnen mitschwerer

Nierenfunktionseinschränkungangewendetwerden(Kreatinin-Clearance <30ml/min;siehe Abschnitt

4.3).

KinderundJugendliche

DieSicherheitund dieWirksamkeitvon Duloxetin zurBehandlungeinerBelastungs(harn)inkontinenz

wurden nichtuntersucht. Esliegen keineDaten vor.

ÄlterePatientinnen

DieBehandlungvon älteren Patientinnen solltemitVorsichterfolgen.

Absetzen derBehandlung

AbruptesAbsetzen mussvermieden werden. SolldieBehandlungmitDuloxetinbeendetwerden, muss

die Dosis übermindestens2Wochenschrittweisereduziertwerden,umdas Risikomöglicher

Absetzphänomenezu minimieren (sieheAbschnitte4.4 und 4.8). Wenn nach derReduktion derDosis

odernach Absetzen derBehandlungSymptomeauftreten, dienichttolerierbarsind, dannsolltein

Erwägunggezogen werden,dievorhergehendeDosiswiedereinzunehmen. Anschließend kann derArzt

das AusschleichenderDosis fortsetzen,allerdings ineinerlangsameren Abstufung.

ArtderAnwendung

ZumEinnehmen

4.3Gegenanzeigen

Überempfindlichkeitgegen den Wirkstoffodereinen derin Abschnitt6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

EineLebererkrankung, diezu einerLeberfunktionseinschränkungführt(sieheAbschnitt5.2).

DuloxetindarfnichtinKombination mitnichtselektiven, irreversiblenMonoaminoxidase-Hemmern

(MAO-Hemmern)angewendetwerden(sieheAbschnitt4.5).

DuloxetindarfnichtinKombination mitCYP1A2-Inhibitoren, wieFluvoxamin, Ciprofloxacin oder

Enoxacin angewendetwerden, dadieKombinationzu erhöhten Plasmaspiegeln von Duloxetin führt

(sieheAbschnitt4.5).

SchwereNierenfunktionseinschränkung(Kreatinin-Clearance<30 ml/min)(sieheAbschnitt4.4).

DerBeginn einerBehandlungmitDuloxetin istbeiPatientinnen mitunkontrolliertemBluthochdruck,

derdiePatientinnen dermöglichen GefahreinerhypertensivenKriseaussetzen könnte, kontraindiziert

(sieheAbschnitte4.4 und 4.8).

4.4BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmen fürdieAnwendung

ManieundepileptischeKrampfanfälle

DuloxetindarfnurmitVorsichtbeiPatientinnen mitManiein derAnamnese, diagnostizierterbipolarer

affektiverStörungund/oderepileptischenKrampfanfällen angewendetwerden.

Serotonin-Syndrom

BeiderBehandlungmitDuloxetin kanndasSerotonin-Syndrom, ein potentielllebensbedrohlicher

Zustand, auftreten,insbesonderebeigleichzeitigerAnwendungvon weiteren serotonergen

Arzneimitteln(einschließlichSSRIs,SNRIs,trizyklische Antidepressiva oderTriptane), mit

Arzneimitteln, dieden Serotoninstoffwechselbeeinträchtigen (wiez. B. MAO-Hemmer), odermit

Antipsychotikaoderanderen Dopaminantagonisten, diedieserotonergen Neurotransmittersysteme

beeinflussen könnten (sieheAbschnitte4.3und 4.5).

SymptomedesSerotonin-Syndromskönnen Veränderungen desmentalen Zustands(z. B. Agitation,

Halluzinationen, Koma), autonomeInstabilität(z. B. Tachykardie,labilerBlutdruck, Hyperthermie),

neuromuskuläreVeränderungen (z. B. Hyperreflexie,Koordinationsstörungen)und/oder

gastrointestinaleSymptome(z. B. Übelkeit,Erbrechen,Durchfall)beinhalten.

WenneineKombination von Duloxetin mitanderenserotonergen Arzneimitteln,welchedie

serotonergen und/oderdopaminergen Neurotransmittersystemebeeinflussen können, klinisch angezeigt

ist,wird einesorgfältigeBeobachtungdesPatienten empfohlen, insbesonderezuBeginn der

Behandlungund beieinerDosiserhöhung.

Johanniskraut

Nebenwirkungen könnten häufigerauftreten, wenn Duloxetin zusammen mitpflanzlichen

Zubereitungen angewendetwird, dieJohanniskraut(Hypericumperforatum)enthalten.

Mydriasis

MydriasiswurdeimZusammenhangmitderDuloxetin-Einnahme berichtet.Deshalbistbeider

Verschreibungvon Duloxetin fürPatientinnen miterhöhtemAugeninnendruckoderPatientinnen mit

einemRisiko fürein akutesEngwinkelglaukomVorsichtgeboten.

BlutdruckundHerzfrequenz

Beieinigen Patientinnen stand Duloxetinin ZusammenhangmitBlutdruckanstiegen und klinisch

signifikantemBluthochdruck. Daskönnteaufdennoradrenergen Effektvon Duloxetin zurückzuführen

sein.Fällevon hypertensiven Krisen wurdenimZusammenhangmitDuloxetin berichtet, besondersbei

Patientinnen mitvorbestehendemBluthochdruck. Deshalb wird beiPatientinnen mitbekanntem

Bluthochdruckund/oderanderenHerzerkrankungeneine angemessene Überwachungdes Blutdrucks

empfohlen, besonderswährend desersten Behandlungsmonats. Duloxetin mussbeiPatientinnen,deren

Zustand durch eineerhöhteHerzfrequenzodereinen erhöhtenBlutdruckbeeinträchtigtwerden könnte,

mitVorsichtangewendetwerden. BeigleichzeitigerAnwendungmitArzneimitteln, dieden

Metabolismusvon Duloxetin beeinträchtigten könnten, istVorsichtgeboten (sieheAbschnitt4.5). Bei

Patientinnen mitanhaltendemBlutdruckanstiegwährend derDuloxetin-Einnahme sollteentwedereine

Dosisreduktion oderein schrittweisesAbsetzen in Erwägunggezogen werden (sieheAbschnitt4.8).

Bei Patientinnenmit unkontrolliertemBluthochdruckdarfeineBehandlungmit Duloxetinnicht

begonnen werden (sieheAbschnitt4.3).

Nierenfunktionseinschränkung

ErhöhteDuloxetin-PlasmaspiegeltretenbeiPatientinnenmitschwererNierenfunktionseinschränkung

auf,dieeine Hämodialyse erhalten(Kreatinin-Clearance

<30 ml/min). Bezüglich Patientinnen mitschwererNierenfunktionseinschränkungsieheAbschnitt4.3.

Bezüglich Patientinnen mitleichterodermittelschwererNierenfunktionsstörungsieheAbschnitt4.2.

Blutungen

ImZusammenhangmitSSRI(engl. SelectiveSerotonin ReuptakeInhibitor)undSNRI(engl.

Serotonin/NoradrenalineReuptakeInhibitor), einschließlich Duloxetin, wurden Blutungen wie

Ekchymosen, PurpuraundgastrointestinaleBlutungen berichtet.Vorsichtistgeboten beiPatientinnen,

dieAntikoagulantienund/oderArzneimittel erhalten,diebekanntermaßendieThrombozytenfunktion

beeinflussen (z.B. NichtsteroidaleAntiphlogistika(NSAIDs)oderAcetylsalicylsäure(ASS)),und bei

Patientinnen mitbekannterBlutungsneigung.

Absetzen derBehandlung

Absetzphänomenetretenhäufignach Beenden derBehandlungauf, insbesonderedann, wenndie

Behandlungabruptbeendetwird(sieheAbschnitt4.8).In einerklinischen Studietraten nach einem

abrupten Behandlungsabbruch beietwa44%dermitDuloxetinbehandelten und24 %dermitPlacebo

behandeltenPatientenunerwünschte Ereignisse auf.

DasRisiko fürAbsetzsymptomebeiSSRIsund SNRIskann aufverschiedenen Faktoren beruhen, dazu

zählen dieTherapiedauerund dieDosierungsowiederGrad derDosisreduktion.Dieamhäufigsten

berichtetenReaktionensindinAbschnitt4.8 aufgeführt. DieSymptomesind normalerweiseleichtbis

mittelschwer, beieinigen Patienten können siejedochauch schwerwiegend sein.Üblicherweisetreten

sieinnerhalbdererstenTage nachAbsetzenauf.Sehrseltenwurde auchberichtet,dass

Absetzsymptome beiPatientenauftraten,die versehentlicheineeinzelne Dosisausgelassenhatten.Im

Allgemeinen sind dieseSymptomeselbstlimitierendund verschwindengewöhnlichinnerhalb von 2

Wochen,obgleichsiebeieinigenPatienten auch länger(2-3Monateodermehr)anhalten können.

Deshalb wird empfohlen, Duloxetin unterBerücksichtigungderBedürfnissedesPatienten langsam

stufenweise übereinenZeitraumvonmindestens 2Wochenauszuschleichen(siehe Abschnitt4.2).

Hyponatriämie

Während derAnwendungvon Duloxetin wurden Hyponatriämien berichtet,einschließlich Fällemit

einemNatriumspiegelimSerumvon unter110 mmol/l. Hyponatriämiekann FolgedesSyndromsder

inadäquaten ADHSekretion (engl. Syndromeof InappropriateAnti-DiureticHormoneSecretion–

SIADH)sein. DieMehrzahlderFällevon Hyponatriämiewurdebeiälteren Patienten berichtet,

insbesonderewenn siein ZusammenhangmiteinerinderVergangenheitaufgetretenenodereiner

PrädispositionfüreinenverändertenFlüssigkeitshaushaltauftraten. Vorsichtistgeboten bei

Patientinnenmit erhöhtemRisikofürHyponatriämie,wiez.B.: älterePatientinnen,Patientinnenmit

ZirrhoseoderdehydriertePatientinnen oderPatientinnen, diemitDiuretikabehandeltwerden.

Depression,Suizid/Suizidgedanken und Verhalten

ObwohlDuloxetin Aurobindo20 mgund 40mgnichtzurBehandlungderDepression zugelassensind,

wirdderWirkstoff(Duloxetin)auchals Antidepressivumeingesetzt.

DepressiveErkrankungen sind miteinemerhöhten Risiko fürdieAuslösungvon Suizidgedanken,

selbstschädigendemVerhaltenundSuizid(Suizid-bezogene Ereignisse)verbunden.Dieses erhöhte

Risiko besteht, biseszu einersignifikanten LinderungderSymptomekommt. Dadiesenichtunbedingt

schon während derersten Behandlungswochenauftritt,sollten diePatienten daherbiszumEintritteiner

Besserungengmaschigüberwachtwerden.Die bisherige klinische Erfahrungzeigt,dass das

Suizidrisiko zu Beginn einerBehandlungansteigen kann. BeiPatienten mitsuizidalemVerhalteninder

Anamnese odersolchen,die vorderTherapie ausgeprägte Suizidabsichtenhatten,istdas Risikofürdie

Auslösungvon Suizidgedanken oder-versuchen erhöht. Siesollten daherwährendderBehandlung

besonderssorgfältigüberwachtwerden.Eine Meta-Analysevon Placebo-kontrollierten klinischen

Studien zurAnwendungvon AntidepressivabeiErwachsenenmitpsychiatrischenStörungen zeigtebei

Patienten unter25Jahren, dieAntidepressivaeinnahmen, einerhöhtesRisiko fürsuizidalesVerhalten

imVergleichzuPlacebo.

Fällevon suizidalen Gedanken und suizidalemVerhalten während derTherapiemitDuloxetinoder

kurzeZeitnach BeendigungderBehandlungsind berichtetworden(sieheAbschnitt4.8).

Ärztesollten IhrePatientinnen ermuntern, dasAuftreten vondeprimierenden Gedanken oderGefühlen

sowie SymptomeneinerDepressionjederzeitmitdemArztzubesprechen.Wenneine Patientin

während derDuloxetin AurobindoBehandlungeine AgitationoderSymptome einerDepression

entwickelt,muss einFacharztzuRategezogenwerden,da Depressioneine schwerwiegende

Erkrankungist. Wenn entschieden wird, miteinermedikamentösenantidepressiven Behandlungzu

beginnen, wird einschrittweisesAbsetzen vonDuloxetin Aurobindoempfohlen (sieheAbschnitt4.2).

Anwendung beiKindern und Jugendlichen unter18 Jahren

Duloxetin AurobindodarfbeiKindernund Jugendlichenunter18 Jahrennichtangewendetwerden.

SuizidalesVerhalten(Suizidversucheund–gedanken)undFeindseligkeit(hauptsächlichAggression,

herausforderndesVerhaltenund Zorn)wurdenin klinischen Studien mitKindernundJugendlichen

häufigeruntereinerTherapiemitAntidepressivabeobachtetals unterPlacebo.Wirdaufgrundeiner

klinischen NotwendigkeitdennochdieEntscheidungzurBehandlunggetroffen, mussderPatient

sorgfältigaufAnzeichen von suizidalen Symptomen überwachtwerden.Weiterhinfehlen Langzeitdaten

zurSicherheitbeiKindernundJugendlichen unter18Jahren hinsichtlich desWachstums, der

körperlichen EntwicklungsowiederEntwicklungvon Kognitionund Verhalten.

Arzneimittel,dieDuloxetinenthalten

Duloxetin wirdunterverschiedenen Handelsnamen inverschiedenen Indikationen(Behandlungvon

Schmerzen beidiabetischerPolyneuropathie, Depression, generalisierterAngststörungund

Belastungs(harn)inkontinenz)angewendet. DiegleichzeitigeAnwendungvon mehralseinemdieser

Arzneimittelsollte vermiedenwerden.

Hepatitis/erhöhte Leberenzymwerte

UnterDuloxetin-Therapiewurden Fällevon Leberschädigung, einschließlich schwerwiegender

Erhöhungvon Leberenzymwerten (>10-facheErhöhunggegenüberden Normalwerten), Hepatitisund

Gelbsuchtberichtet(sieheAbschnitt4.8).Die meistenFälle tratenindenerstenBehandlungsmonaten

auf. DieFormderLeberschädigungwarüberwiegend hepatozellulär. Duloxetinsolltemit Vorsicht

angewendetwerden beiPatientinnen, dieeineLeberschädigunghaben oderdieandereArzneimittel

einnehmen, diezu Leberschädigungführen können.

Akathisie/psychomotorische Unruhe

DieAnwendungvon Duloxetin wurdemitdemAuftreten einerAkathisieinVerbindunggebracht. Diese

istdurch einesubjektivunangenehmeoderbelastendeUnruhe, Bewegungsdrang, häufigbegleitetvon

demUnvermögen stillzu sitzen oderzu stehen, gekennzeichnet. Diestrittvornehmlich inden ersten

Wochen derBehandlungauf. BeiPatienten,diesolcheSymptomeentwickeln, kann dieErhöhungder

Dosis nachteiligsein.

Sucrose

Duloxetin AurobindoenthältSucrose.Patientinnen mitderseltenen hereditären Fructose-Intoleranz,

Glucose-Galactose-Malabsorption oderSaccharase-Isomaltase-Mangel solltendiesesArzneimittel nicht

einnehmen.

4.5WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

Monoaminoxidase-Hemmer(MAO-Hemmer):Wegendes Risikos eines Serotonin-Syndromsdarf

Duloxetin nichtinKombination mitnichtselektiven, irreversiblen Monoaminoxidase-Hemmern(MAO-

Hemmern)oderinnerhalb derersten 14Tagenach BeendigungderBehandlungmiteinemMAO-

Hemmereingenommen werden. AufgrundderHalbwertszeitvon Duloxetin müssen mindestens5Tage

nach BeendigungderDuloxetin AurobindoEinnahmevergehen, bevormitderEinnahmeeinesMAO-

Hemmersbegonnen wird(sieheAbschnitt4.3).

DieKombination von Duloxetin miteinemselektiven,reversiblen MAO-Hemmerwie Moclobemid

wird nichtempfohlen (sieheAbschnitt4.4). DasAntibiotikumLinezolid isteinreversibler,nicht-

selektiverMAO-Hemmerund solltebeiPatienten, diemitDuloxetin Aurobindobehandeltwerden,

nichtangewendetwerden(sieheAbschnitt4.4).

CYP1A2 Inhibitoren:Da CYP1A2amMetabolismusvon Duloxetin beteiligtist,isteswahrscheinlich,

dasseinegleichzeitigeAnwendungvon Duloxetin mitstarken CYP1A2 Inhibitoren zu einerhöheren

Konzentration von Duloxetin führen kann. Fluvoxamin (100 mgeinmaltäglich),ein potenterInhibitor

vonCYP1A2,senkte diePlasma-Clearancevon Duloxetin um77 %underhöhtedieAUC

0-t umdas

6fache.DeshalbdarfDuloxetin Aurobindonicht gleichzeitigmit einempotentenInhibitorvon

CYP1A2, wieFluvoxamin,angewendetwerden (sieheAbschnitt4.3).

ZNSwirksame Arzneimittel:BeiKombination von Duloxetin mitanderen zentralwirksamen

Arzneimitteln oderSubstanzen, einschließlich Alkoholund Sedativa(z. B. Benzodiazepine, Opiode,

Antipsychotika,Phenobarbital,sedativeAntihistaminika)istVorsicht geboten.

SerotonergeArzneimittel:In seltenen Fällen wurdeeinSerotonin-SyndrombeiPatientenberichtet,die

gleichzeitigSSRIs/SNRIsmitserotonergen Arzneimitteln eingenommen haben.Vorsichtistgeboten,

wennDuloxetingleichzeitigmitserotonergenArzneimitteln wieSSRIs, SNRIs, trizyklischen

Antidepressiva(wieClomipraminoderAmitriptylin),MAO-Hemmern (wieMoclobemid oder

Linezolid), Johanniskraut(Hypericumperforatum)oderTriptanen, Tramadol,Pethidinund Tryptophan

eingenommen wird (sieheAbschnitt4.4).

WirkungenvonDuloxetinaufandere Arzneimittel

ÜberCYP1A2metabolisierteArzneimittel:DiePharmakokinetikvon Theophyllin, einemCYP1A2

Substrat, wurdedurch diegleichzeitigeGabevon Duloxetin (60 mgzweimaltäglich)nichtsignifikant

beeinträchtigt.

ÜberCYP2D6 metabolisierteArzneimittel:Duloxetin istein moderaterInhibitorvon CYP2D6. Bei

Anwendungvon Duloxetinin einerDosierungvon zweimaltäglich 60 mgund einerEinzeldosis

Desipramin, einemCYP2D6 Substrat, erhöhtesichdieAUCvon Desipramin umdas3fache. Die

gleichzeitigeAnwendungvon Duloxetin (40 mgzweimaltäglich)erhöhtedieSteadyStateAUCvon

Tolterodin(2mgzweimaltäglich)um71%,beeinflussteaberdie Pharmakokinetikseinesaktiven5-

Hydroxy-Metaboliten nicht. Eswird keineDosisanpassungempfohlen.Vorsichtistgeboten, wenn

Duloxetin zusammenmitArzneimitteln angewendetwird, dievorwiegend überCYP2D6 metabolisiert

werden,(z. B.:Risperidonund trizyklischeAntidepressiva(TZA)wieNortriptylin, Amitriptylin und

Imipramin)insbesondere,wenndieseeine geringe therapeutische Breite aufweisen(wie z.B.Flecainid,

Propafenon und Metoprolol).

Orale Kontrazeptivaundanderesteroidale Arzneimittel:Ergebnissevon in vitroUntersuchungen

zeigen,dass DuloxetindiekatalytischeAktivität vonCYP3Anichtinduziert.Spezifischeinvivo

Arzneimittelwechselwirkungsstudien wurden nichtdurchgeführt.

Antikoagulantien und Thrombozytenaggregationshemmer:DiegleichzeitigeAnwendungvon Duloxetin

und Antikoagulantien oderThrombozytenaggregationshemmern darfaufgrunddererhöhten

Blutungsgefahr, dieaufeinepharmakodynamischeInteraktion zurückzuführen ist, nurmitVorsicht

erfolgen. BeigleichzeitigerGabevon Duloxetin beiPatienten, diemitWarfarinbehandeltwurden,

wurden erhöhteGerinnungswerte(INR)berichtet. DiegleichzeitigeGabevon Duloxetin undWarfarin

unterSteadyState-Bedingungen imRahmen einerklinisch-pharmakologischen Studiebeigesunden

Probanden zeigtejedoch keineklinisch signifikanteVeränderungderINRimVergleichzum

AusgangswertoderderPharmakokinetikvon R-oderS-Warfarin.

Wirkungen vonanderen Arzneimitteln aufDuloxetin

Antazida und H2-Antagonisten:DiegleichzeitigeAnwendungvon Duloxetin und Aluminium-und

Magnesium-haltigenAntazidaoderFamotidin,hattekeinensignifikanten EinflussaufdasAusmaß oder

dieGeschwindigkeitderResorption von Duloxetin nach oralerGabeeiner40mgDosis.

CYP1A2 Induktoren:Pharmakokinetische Analysenhabengezeigt,dass RaucherimVergleichzu

Nichtrauchern eineumnahezu 50 %reduziertePlasmakonzentration von Duloxetin aufwiesen.

4.6Fertilität,Schwangerschaftund Stillzeit

Fertilität

Duloxetin zeigtekeineWirkungaufdiemännlicheFertilität. DieWirkungaufdieweiblicheFertilität

wurdenurbeiDosen, die zurmaternalenToxizitätführten,nachgewiesen.

Schwangerschaft

Esliegen keinehinreichenden Daten zurAnwendungvon Duloxetin beiSchwangeren vor.

TierexperimentelleStudienhaben Reproduktionstoxizitätbeieinersystemischen Exposition (AUC)von

Duloxetin,dieunterhalbdermaximalen klinischen Exposition lag, gezeigt(sieheAbschnitt5.3).

DaspotentielleRisiko fürden Menschen istnichtbekannt.

Datenausepidemiologischen Studiendeuten daraufhin, dassdieAnwendungvon Selektiven Serotonin-

Wiederaufnahme-Inhibitoren (SSRI)in derSchwangerschaft,insbesondereimspäten Stadiumeiner

Schwangerschaft, dasRisiko fürdasAuftreten einerprimären pulmonalen Hypertoniebei

Neugeborenen(PPHN, auch persistierendepulmonaleHypertoniegenannt)erhöhen kann. Obwohles

keineStudiengibt, dieeinen ZusammenhangzwischenderBehandlungmitSNRIund demAuftreten

von PPHNuntersuchthaben, kann diesespotentielleRisiko fürDuloxetinnichtausgeschlossen werden,

wenn man den zugehörigen Wirkmechanismus(Inhibition derWiederaufnahmevon Serotonin)

berücksichtigt.

EntzugssymptomebeiNeugeborenen könnenauftreten, wenn dieMutterkurzvordem

Entbindungstermin Duloxetin eingenommen hat. Zu diesen Entzugssymptomen, dieimZusammenhang

mitderDuloxetin-Einnahmebeobachtetwurden, können Hypotonie,Tremor, nervöseUnruhe,

SchwierigkeitenbeimFüttern, Atemnotund zerebraleKrampfanfällegehören.InderMehrzahlderFälle

tratendieseentwederbeiderEntbindungoderinnerhalb wenigerTagedanachauf.

DuloxetindarfwährendderSchwangerschaftnureingenommen werden, wenn derpotentielleNutzen

daspotentielleRisiko fürden Fötusrechtfertigt. Frauen sollten angewiesen werden, ihren Arztdavon in

Kenntnis zusetzen,wennsie schwangerwerdenoderwennsie beabsichtigen, während derTherapie

schwangerzuwerden.

Stillzeit

BasierendaufeinerStudiemit6laktierendenFrauen,dieihre Kindernichtgestillthaben,geht

Duloxetinnurin sehrgeringerMengein dieMuttermilch über.

DievoneinemSäugling prokgKörpergewichtaufgenommene Menge,liegtbeietwa 0,14%dervon

derMuttereingenommenen Dosis(sieheAbschnitt5.2). DakeineInformation überdieSicherheitvon

DuloxetinbeiSäuglingen und Kindern vorliegtwird dieAnwendungvon Duloxetin während der

Stillzeit nicht empfohlen.

4.7AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitund dieFähigkeitzumBedienen von Maschinen

EswurdenkeineStudien zuden Auswirkungen aufdieVerkehrstüchtigkeitund dieFähigkeitzum

BedienenvonMaschinendurchgeführt.MitderAnwendungvon Duloxetin kannmöglicherweise

Müdigkeitund Schwindeleinhergehen. Patienten sollten daraufhingewiesen werden, dasssieimFalle

eines Auftretens vonMüdigkeitundSchwindelpotentiellgefährlicheTätigkeiten,wie z.B.das Führen

von Fahrzeugenoderdas BedienenvonMaschinenvermeidensollen.

4.8Nebenwirkungen

Zusammenfassung desNebenwirkungsprofils

Dieamhäufigsten berichteten Nebenwirkungen beiPatientinnen, diein klinischenStudien zu SUIund

zu anderenErkrankungen desunterenHarntraktesmitDuloxetinbehandeltwurden, waren Übelkeit,

Mundtrockenheit, Müdigkeitund Obstipation. DieAnalysederDaten ausvierplacebokontrollierten

klinischen Studien überjeweils12Wochen an Patientinnen mitBelastungsinkontinenzmitinsgesamt

958 Patientinnen,dieDuloxetin und955 Patientinnen,diePlacebo erhielten,zeigte, dassdieberichteten

Nebenwirkungenmeistens innerhalbdererstenBehandlungswocheauftraten.Die häufigsten

unerwünschtenWirkungen warenjedoch in derMehrzahlleichtbismittelschwerundverschwanden

innerhalb von 30Tagen nach ihremAuftreten(z.B. Übelkeit).

TabellarischeZusammenfassung derNebenwirkungen

Tabelle 1beinhaltetNebenwirkungenaus Spontanberichtensowie aus placebokontrolliertenklinischen

Studien (insgesamt8241 Patienten, von denen4504 Patienten Duloxetinund 3737Placebo erhielten)

zurBehandlungvon Belastungs(harn)inkontinenzundanderen Erkrankungen desunteren Harntraktes.

Tabelle1:Nebenwirkungen

Häufigkeitseinteilung:Sehrhäufig(≥1/10), häufig(≥1/100 bis<1/10), gelegentlich (≥1/1000 bis

<1/100), selten(≥1/10000bis<1/1.000),sehrselten(<1/10000).

InnerhalbjederHäufigkeitsgruppewerden dieNebenwirkungen nachabnehmendemSchweregrad

angegeben.

Sehrhäufig Häufig Gelegentlich Selten

Infektionen und parasitäreErkrankungen

Laryngitis

Erkrankungen desImmunsystems

Überempfindlichkeits-

reaktion Anaphylaktische Reaktion

EndokrineErkrankungen

Hypothyreose

Stoffwechsel-und Ernährungsstörungen

Verminder-

terAppetit Dehydratation

Hyperglykämie

(hauptsächlichbei

Diabetes-Patienten

berichtet)

Hyponatriämie

SIADH (Syndromder

äquaten ADH-Sekretion) 6

Psychiatrische Erkrankungen

Schlaflosigk

eit

Agitiertheit

Libido-

verminde-

rung

Angst

Schlaf-

störungen

Zähneknirschen

Verwirrtheit

Apathie

AnormalerOrgasmus

AnormaleTräume SuizidalesVerhalten 5

Suizidgedanken 5,7

Manie 6

Halluzinationen

Aggression und Wut 4,6

ErkrankungendesNervensystems

Kopf-

schmerzen

Schwindel

Lethargie

Schläfrigkeit

Tremor

Parästhesien Nervosität

Aufmerksamkeitsstörung

Geschmacksstörung

SchlechterSchlaf Serotonin-Syndrom 6

Krampfanfälle 1,6

Myoklonus

Akathisie 6

PsychomotorischeUnruhe 6

Extrapyramidale

Symptome 6

Dyskinesie

Restless Legs-Syndrom

Augenerkrankungen

Unscharfes

Sehen Mydriasis

Sehstörungen

Trockenes Auge Glaukom

Erkrankungen desOhrsund desLabyrinths

Vertigo Tinnitus 1

Ohrenschmerzen

Herzerkrankungen

Herzklopfen

Tachykardie

Supraventrikuläre

Arrhythmien, überwiegend

Vorhofflimmern 6

Gefäßerkrankungen

Hypertonie 3,7

Erröten Synkope 2

Blutdruckanstieg 3

Hypertensive Krise 3

Orthostatische

Hypotension 2

KalteExtremitäten

Erkrankungen derAtemwege, desBrustraumsundMediastinums

Gähnen EngegefühlimRachen

Epistaxis

Erkrankungen desGastrointestinaltrakts

Übelkeit

(22.8%)

Mund-

trockenheit

(12.1%)

Obstipation

(10.3%) Diarrhoe

Abdominal-

schmerzen

Erbrechen

Dyspepsie

Gastrointestinale

ungen 7

Gastroenteritis

Stomatitis

Aufstoßen

Gastritis

Dysphagie

Flatulenz

Hämatochezie

Leber-und Gallenerkrankungen

Hepatitis 3

ErhöhteLeberenzymwerte

(ALT,AST,alkalische

Phosphatase)

AkuteLeberschädigung Leberinsuffizienz 6

Ikterus 6

Erkrankungen derHautund desUnterhautzellgewebes

Vermehrtes

Schwitzen

Hautausschlag

Nachtschweiß

Urtikaria

Kontakt-Dermatitis

KalterSchweiß

ErhöhteNeigungzu

Blutergüssen Stevens-Johnson-Syndrom 6

Angioödem 6

Lichtüberempfindlichkeit

derHaut

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-und Knochenerkrankungen

Muskuloskeletale

Schmerzen

Muskelsteifigkeit

Muskelkrämpfe Krampf

derKaumuskulatur Muskelzuckungen

Erkrankungen derNieren und Harnwege

Harnverzögerung

Dysurie

Nykturie

Pollakisurie

AbnormalerUringeruch Harnverhalten 6

Polyurie

Verminderter Harnfluss

ErkrankungenderGeschlechtsorgane undder Brustdrüse

GynäkologischeBlutungen

MenopausaleSymptome Menstruations-

störungen

Galaktorrhoe

Hyperprolaktinämie

Allgemeine ErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Müdigkeit Asthenie

Schüttelfrost Brustschmerzen 7

Stürze 8

Unbehagen

Kältegefühl

Durst

Unwohlsein

Hitzegefühl

Gangstörung

Untersuchungen

Gewichtsabnahme

Gewichtszunahme

Erhöhter

Cholesterinspiegel imBlut

Kreatininphosphokinase-

AnstiegimBlut

ErhöhterKaliumspiegel

imBlut

1

Eswurden auch nach Absetzen derTherapieFällevon Krampfanfällen und Fällevon Tinnitus

berichtet.

2 Fällevon orthostatischerHypotensionund Synkopewurden besonderszu Beginn derTherapie

berichtet.

3 SieheAbschnitt4.4.

4 Eswurden Fällevon Aggression undWutinsbesonderezu Beginn odernach Absetzen derTherapie

berichtet.

5 Fälle vonsuizidalen Gedanken und suizidalemVerhalten während derTherapiemitDuloxetin oder

kurzeZeitnach BeendigungderBehandlungsind berichtetworden(sieheAbschnitt4.4).

6 Geschätzte HäufigkeitanhandvonNebenwirkungsberichtennachMarkteinführung;nichtin

placebokontrollierten klinischen Studien beobachtet.

7 Statistischnichtsignifikantanders alsPlacebo.

8 Stürzetratenbeiälteren Patienten (≥65Jahre)häufigerauf.

Beschreibungeinzelner bestimmter Nebenwirkungen

Das Absetzen(besondersabruptes Absetzen)von Duloxetin führthäufigzu Absetzphänomenen.

Schwindel, sensorischeBeeinträchtigungen (Parästhesien oderEmpfindungen ähnlich einem

elektrischen Schlag, insbesondereimKopf), Schlafstörungen (einschließlich Schlaflosigkeitund

intensives Träumen),Müdigkeit, Somnolenz, AgitiertheitoderÄngstlichkeit, Übelkeitund/oder

Erbrechen,Tremor,Kopfschmerzen, Myalgie, Reizbarkeit, Diarrhoe, vermehrtesSchwitzen und

Drehschwindelsinddieamhäufigsten berichteten Reaktionen.

ImAllgemeinen sindfürSSRIs undSNRIs diese Ereignisse leichtbis mittelschwerund

selbstlimitierend,beieinigenPatientenjedochschwerund/oderlängerandauernd.Isteine

Duloxetintherapienichtmehrnotwendig, wird daherein Ausschleichen inFormeinerschrittweisen

Dosisreduktion empfohlen(sieheAbschnitte4.2 und 4.4).

DieherzfrequenzkorrigiertenQT-IntervalledermitDuloxetin behandelten Patienten unterschiedensich

nichtvon denendermitPlacebo behandelten Patienten. Eswurden keineklinischsignifikanten

Unterschiede zwischenmitDuloxetinundmitPlacebobehandeltenPatientenbeidenMessintervallen

QT, PR, QRS, QTcBbeobachtet.

Während der12-wöchigenakuten Phasevon dreiDuloxetin-StudienbeiPatientenmitSchmerzenbei

diabetischerNeuropathie,wurdenbeimitDuloxetinbehandeltenPatienten,geringfügige aberstatistisch

signifikanteErhöhungen derNüchternblutzuckerwertebeobachtet. DieHbA

-Werte warensowohlbei

Duloxetin-alsauch Placebobehandlungstabil. In den biszu 52 Wochen dauernden

Verlängerungsphasen dieserStudienwurdeeineErhöhungderHbA

-Wertein beiden

Patientengruppen(Duloxetin-und Standardbehandlung)beobachtet, wobeidiemittlereErhöhungbeimit

Duloxetinbehandelten Patientenum0,3 %stärkerausgeprägtwar. DesWeiterentrateinegeringfügige

ErhöhungderNüchternblutzucker-und Gesamtcholesterinwertein derDuloxetin-Gruppeauf. Bei

Standardbehandlungzeigten dieseWerteeinen leichten Rückgang.

Meldungdes Verdachts aufNebenwirkungen

Die Meldungdes Verdachts aufNebenwirkungennach derZulassungistvon großerWichtigkeit. Sie

ermöglichteinekontinuierlicheÜberwachungdesNutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörigevon Gesundheitsberufen sindaufgefordert,jeden VerdachtsfalleinerNebenwirkungdem

BundesinstitutfürArzneimittelundMedizinprodukte,Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger

Allee3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9Überdosierung

Fällevon Überdosierungmit5400 mgDuloxetin wurden allein oderinKombination mitanderen

Arzneimitteln berichtet. EinigeTodesfällesind aufgetreten, überwiegend beiÜberdosierungin

Kombination mitanderenArzneimitteln, aberauch mitDuloxetinallein beieinerDosierungvon

ungefähr1000 mg. Anzeichen undSymptomederÜberdosierung(Duloxetinalleineoderin

Kombination mitanderenArzneimitteln)beinhaltetendasAuftreten von Schläfrigkeit,Koma,

Serotonin-Syndrom,zerebralen Krampfanfällen,Erbrechenund Tachykardie.

Esist keinspezifischesAntidotfürDuloxetinbekannt, solltejedoch einSerotonin-Syndromauftreten,

kann eineentsprechendeBehandlung(mitz. B. Cyproheptadinund/oderTemperaturkontrolle)in

Erwägunggezogenwerden.Die AufrechterhaltungderAtmungsollte sichergestelltwerden.Die

ÜberwachungderHerz-und Vitalfunktionen wird empfohlen, neben weiteren angemessenen

symptomatischenund unterstützendenMaßnahmen. EineMagenspülungkann sinnvollsein, wenn sie

bald nach derEinnahmeoderbeisymptomatischen Patientinnen durchgeführtwird. Die Gabe von

Aktivkohlekann helfen, dieResorption zu vermindern.Duloxetinhatein großesVerteilungsvolumen

und eineforcierteDiurese,Haemoperfusion und Austauschperfusion (Peritonealdialyse)sind

wahrscheinlich wenighilfreich.

5. PHARMAKOLOGISCHEEIGENSCHAFTEN

5.1PharmakodynamischeEigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:Psychoanaleptika,andere Antidepressiva.

ATC-Code:N06AX21

Wirkmechanismus

Duloxetinist einkombinierterSerotonin(5-HT)und Noradrenalin (NA)Wiederaufnahmehemmer. Es

zeigteinegeringeWiederaufnahmehemmungvon Dopamin ohnesignifikanteAffinitätfür

histaminerge, dopaminerge, cholinergeund adrenergeRezeptoren.

PharmakodynamischeWirkungen

In tierexperimentellen StudienführteeineerhöhteKonzentrationvon 5-HTundNAimsakralen

Rückenmarkzu einemerhöhten Urethratonusdurch eineverstärkteN. pudendus-Stimulationdes

quergestreiften Harnröhrenschließmuskels, dernurwährendderSpeicherungsphasedesMiktionszyklus

auftrat.BeiFrauenwirdeinähnlicherMechanismusangenommen, derunterkörperlicherBelastungzu

einemstärkerenVerschlussderHarnröhrewährend derSpeicherungsphaseführt;dieskönntedie

Wirkungvon Duloxetin beiderBehandlungvon Frauen mitBelastungsinkontinenzerklären.

Klinische Wirksamkeitund Sicherheit

DieWirksamkeitvon zweimaltäglich 40 mgDuloxetin in derBehandlungderBelastungsinkontinenz

wurdein vierdoppelblinden, placebokontrollierten Studien gezeigt. An diesen Studien nahmen 1913

Frauen(imAltervon 22 bis83Jahren)miteinerBelastungsinkontinenzteil;von diesen erhielten

randomisiert958 Patientinnen Duloxetin und955 Patientinnen Placebo. Dieprimären

Wirksamkeitsparameterwarenzumeinendie HäufigkeitvonInkontinenz-Episoden (IEF)aus

Tagebuchaufzeichnungen und zumanderen dieAuswertungeinesspeziellfürdieHarninkontinenz

entwickelten FragebogenszurLebensqualität(engl. incontinencespecificqualityoflifequestionnaire

(I-QOL)).

Inkontinenz-Episoden-Frequenz(IEF):InallenvierStudienzeigtediemit Duloxetinbehandelte

Patientengruppeeine50%igeoderhöheremedianeAbnahmederIEFimVergleich zu 33 %in dermit

Placebo behandelten Gruppe. Unterschiedewurden beijederKontrollvisitebeobachtet, nach 4-wöchiger

Behandlungsdauer(Duloxetin 54 %und Placebo22%), nach 8-wöchigerBehandlungsdauer(52 %und

29 %)und nach 12-wöchigerBehandlungsdauer(52%und 33%).

IneinerweiterenStudie,die ausschließlichPatientinnenmitschwererBelastungsinkontinenz umfasste,

wurdeein AnsprechenaufdieBehandlungmitDuloxetininnerhalb von 2 Wochenerreicht.

Die WirksamkeitvonDuloxetinwurde inplacebokontrolliertenStudiennichtlängerals 3Monate

untersucht.DerklinischeNutzenvonDuloxetinimVergleichzuPlacebobei Frauenmit leichter

Belastungsinkontinenz, diein denrandomisierten Studien alsIEF<14 proWochedefiniertwar, wurde

nichtbelegt. Beidiesen Frauen könnteDuloxetin keinen überden mitherkömmlichen

Verhaltensänderungen hinausgehenden Nutzen bewirken.

Lebensqualität:Die mitdemFragebogenzurLebensqualitätbeiBelastungsinkontinenz(engl.

IncontinenceQualityofLife(I-QOL))ermittelteBewertungwurdebeiden mitDuloxetinbehandelten

Patientinnen imVergleichzu den mitPlacebo behandelten Patientinnen signifikantverbessert(9,2 vs.

5,9 Verbesserungspunkte,p<0,001). SignifikantmehrFrauenunterDuloxetin-als unterPlacebo-

Behandlungschätzten ihreBelastungsinkontinenz-Symptomatikals verbessertein,wenneine

allgemeine Beurteilungsskala (engl.PatientGlobalImprovementscale–PGIscale)verwendetwurde

(64,6%vs. 50,1%, p <0,001).

Duloxetinund vorangegangeneInkontinenzoperationen:Es gibtbegrenzte Hinweise darauf,dassder

klinischeNutzen von Duloxetin fürPatientinnen, beidenen zuvoreinchirurgischerEingriff

stattgefundenhatte,nichtvermindertist.

Duloxetinund Beckenbodentraining:In einer12-wöchigen, verblindeten,randomisierten, kontrollierten

StudiezeigteDuloxetineinegrößereReduktion derIEFimVergleich zu Placebooderzu

Beckenbodentrainingalleine. DiekombinierteBehandlung(Duloxetinund Beckenbodentraining)zeigte

einegrößereVerbesserungbezüglich derVerwendungvonInkontinenzeinlagen und derLebensqualität

beiBelastungsinkontinenzimVergleich zu DuloxetinoderBeckenbodentrainingalleine.

KinderundJugendliche

Die Europäische Arzneimittel-AgenturhatfürdasReferenzarzneimittel, dasDuloxetin enthält,eine

Freistellungvon derVerpflichtungzurVorlagevon Ergebnissenzu Studienin allen pädiatrischen

Altersklassenin derBehandlungvonBelastungs(harn)inkontinenzgewährt(sieheAbschnitt4.2 bzgl.

Informationen zurAnwendungbeiKindern undJugendlichen).

5.2PharmakokinetischeEigenschaften

Duloxetin wirdalsein einzelnesEnantiomerangewendet. Duloxetin wird durchOxidation(CYP1A2

und polymorphesCYP2D6)mitanschließenderKonjugation umfangreich metabolisiert. Die

PharmakokinetikvonDuloxetinzeigt einegroßeinterindividuelleVariabilität(allgemein50-60 %),

zumTeilbedingtdurch Geschlecht, Alter, Raucherstatusund CYP2D6 Metabolisierungsstatus.

Resorption:Duloxetin wirdnach oralerGabegutresorbiert, nach 6 Stunden wirddiemaximale

Konzentration C

max erreicht. DieabsoluteoraleBioverfügbarkeitvon Duloxetin liegtzwischen 32%

und 80%(imMittel50%).Nahrungsaufnahme verzögertdie Zeitbis zumErreichendermaximalen

Konzentration von 6 auf10Stunden und vermindertgeringfügigdasAusmaß derResorption (etwa11

%). DieseÄnderungen haben keineklinischeBedeutung.

Verteilung:Duloxetin wirdbeimMenschen zu etwa96%an Plasmaproteinegebunden. Duloxetin

bindetsowohlan Albuminalsauchan alpha-1 sauresGlykoprotein. DieProteinbindungwirdnicht

durcheineNieren-oderLeberfunktionsstörungbeeinträchtigt.

Biotransformation:Duloxetinwirdstarkmetabolisiert unddie Metabolite werdenhauptsächlichüber

den Urin ausgeschieden. CYP2D6 und CYP1A2 katalysierenbeidedieEntstehungderzwei

Hauptmetabolite, dasGlucuronsäure-Konjugatdes4-Hydroxyduloxetinsund dasSulfat-Konjugatdes5-

Hydroxy-6-methoxyduloxetins.In vitroStudien weisen daraufhin, dassdiezirkulierendenMetabolite

desDuloxetinsalspharmakologischinaktivanzusehensind. DiePharmakokinetikvon Duloxetin bei

PatientenmitgeringemCYP2D6-Metabolismus wurdenichtspezielluntersucht.Eine begrenzteAnzahl

an Daten lässtvermuten, dassderPlasmaspiegelvon Duloxetin beidiesen Patienten höherist.

Elimination:DieEliminationshalbwertszeitnach oralerGabevon Duloxetin bewegtsich zwischen 8

und 17 Stunden(imMittel12 Stunden).NacheinerintravenösenDosis lagdie Plasma-Clearance von

Duloxetin zwischen22 l/hund 46l/h(imMittel36l/h). Nach oralerGabelagdiePlasma-Clearance von

Duloxetin zwischen33 und261 l/h (imMittel101l/h).

BesonderePatientengruppen

Geschlecht:ZwischenMännernundFrauenwurdenpharmakokinetischeUnterschiedefestgestellt(die

Plasma-ClearancewarbeiFrauennäherungsweise50%niedriger). Aufgrund derÜberlappungder

Clearance-Bereicherechtfertigendie geschlechtsspezifischenpharmakokinetischenUnterschiede keine

EmpfehlungzurVerwendungeinergeringeren DosisbeiFrauen.

Alter:PharmakokinetischeUnterschiede wurdenzwischenjüngerenundälteren(>65Jahren)Frauen

festgestellt(beiälterenFrauenistdie AUCca.25%größerunddie Halbwertszeitca.25 %länger),

dennochreichtderUmfangdieserVeränderungen nichtaus,eineDosisanpassungzu rechtfertigen.

Grundsätzlich wird empfohlen, älterePatienten mitVorsichtzu behandeln(sieheAbschnitt4.2 und 4.4).

Nierenfunktionseinschränkung:DialysepflichtigePatientenmit terminalerNiereninsuffizienzhatten

eine 2-fach höhereC

max undAUCvon Duloxetin verglichen mitgesunden Probanden.

Pharmakokinetische DatenzuDuloxetinbeiPatientenmitleichterodermittelschwerer

Nierenfunktionseinschränkungsind begrenzt.

Leberfunktionseinschränkung:MittelschwereErkrankungen derLeber(Child Pugh ClassB)

beeinflusstendiePharmakokinetikvon Duloxetin.Verglichen mitgesunden Probanden warbei

Patientenmit mittelschwererLebererkrankungdiePlasma-Clearancevon Duloxetin 79 %niedriger, die

terminaleHalbwertszeit 2,3-mallängerund dieAUC3,7-malgrößer. DiePharmakokinetikvon

Duloxetinund seinen MetabolitenbeiPatientenmitleichteroderschwererLeberinsuffizienzwurde

nichtuntersucht.

StillendeMütter:DieMetabolisierungund Ausscheidungvon Duloxetinwurdebei6 stillenden Müttern,

diemindestens12Wochenpostpartumwaren, untersucht. Duloxetin wurdein derMuttermilch

nachgewiesen,wobeidie Gleichgewichtskonzentration(SteadyState)inderMuttermilcheinemViertel

derPlasmakonzentrationentsprach. BeieinerDosierungvon 40 mgzweimaltäglich gehen ca. 7μg/Tag

Duloxetinin dieMuttermilch über. Stillenhattekeinen EinflussaufdiePharmakokinetikvon Duloxetin.

5.3Präklinische Datenzur Sicherheit

DuloxetinzeigteinStandard-Testreihenkeine genotoxische WirkungundbeiRattenkeine

Karzinogenität. In einerKarzinogenitätsstudiean Ratten wurdenin derLebermehrkernigeZellen bei

AbwesenheitandererhistopathologischerVeränderungenbeobachtet. Derzugrundeliegende

Mechanismusund dieklinischeRelevanzsindunbekannt.

Beiweiblichen Mäusen, dieüber2JahreeineHochdosistherapievon Duloxetin(144 mg/kg/d)

erhielten,traten vermehrthepatozelluläreAdenomeund Karzinomeauf;abereswirdangenommen, dass

diesesekundäralsFolgeeinerLeberenzyminduktion entstanden sind. DieklinischeRelevanzdieser

Datenaus UntersuchungenanMäusenfürdenMenschenistunbekannt.WeiblicheRatten,die

Duloxetin vorund währendderBefruchtungsowieinderFrühphase derTrächtigkeiterhielten,zeigten

beieinersystemischenExposition,die schätzungsweise bis zumMaximumderklinischenExposition

(AUC)reichte eineverminderte maternaleNahrungsaufnahme undeingeringeresKörpergewicht,eine

UnterbrechungdesEstrogenzyklus, eineSenkungderLebendgeburtratesowiederÜberlebensrateder

Nachkommen und eineWachstumsretardierungderNachkommen.In einerEmbryotoxizitätsstudiean

Kaninchen wurdebeisystemischerExposition unterhalb dermaximalen klinischen Exposition eine

höhereInzidenzvon kardiovaskulären undskeletalenMissbildungen beobachtet.In anderen Studien mit

höheren Dosen einesanderen Salzesvon Duloxetin wurden keineMissbildungenbeobachtet. In einer

prä-/postnatalenToxizitätsstudieanRatten induzierteDuloxetin Verhaltensanormalitätenbeiden

Nachkommen nach systemischerExpositionunterhalbdermaximalen klinischenExposition (AUC).

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1Listeder sonstigenBestandteile

Kapselinhalt:

Zucker-Stärke-Pellets(SucroseundMaisstärke)

Hypromellose

Hyprolose(5.0-16.0 %m/mHydroxypropoxy-Gruppen)

Crospovidon (TypeB)

Talkum

Triethylcitrat

Titandioxid (E171)

Hypromellosephthalat

Kapselhülle:

Gelatine

Titandioxid (E171)

Indigocarmin (E132)

Natriumdodecylsulfat

Eisen(III)-hydroxid-oxidx H

O(E172)

Eisen(III)-oxid (E172)(nurDuloxetin Aurobindo40 mg)

Drucktinte:

Schellack

Propylenglycol

Eisen(II,III)-oxid (E172)

Kaliumhydroxid

6.2Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend.

6.3Dauerder Haltbarkeit

3Jahre

6.4BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

FürdiesesArzneimittelsind keinebesonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5ArtundInhaltdesBehältnisses

PVC/Polyamid/Aluminium/PVC//Aluminium-Blisterpackungen

HDPE-FlaschenmitPolypropylen-Verschluss mitTrockenmittel-Beuteln(Silicagel)

Packungsgrößen:

Blisterpackungen:Packungen mit14, 28,56und98 Hartkapseln

HDPE-Flaschen:Packungen mit30, 98, 250 und 1000Hartkapseln

Es werdenmöglicherweisenichtallePackungsgrößen in denVerkehrgebracht.

6.6BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdie Beseitigung

NichtverwendetesArzneimitteloderAbfallmaterialistentsprechendden nationalen Anforderungen zu

beseitigen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Aurobindo PharmaGmbH

Willy-Brandt-Allee 2

81829 München

Telefon:089/3700338-0

Telefax:089/3700338-22

8. ZULASSUNGSNUMMERN

93587.00.00

93589.00.00

9. DATUMDER ERTEILUNGDERZULASSUNG

[siehe Unterschrift]

10.STAND DER INFORMATION

11.VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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