Doxorubicin Sandoz 200 mg Injektionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Doxorubicinhydrochlorid
Verfügbar ab:
Sandoz Pharmaceuticals GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
doxorubicin hydrochloride
Darreichungsform:
Injektionslösung
Zusammensetzung:
Doxorubicinhydrochlorid 2.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
57740.00.00

Gebrauchsinformation:InformationfürdenAnwender

DoxorubicinSandoz ® 200mgInjektionslösung

Wirkstoff:Doxorubicinhydrochlorid

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WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichanIhrenArztoderApotheker.

DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSieesnichtanDritte

weiter.EskannanderenMenschenschaden,auchwenndiesedieselbenSymptome

habenwieSie.

WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSie

Nebenwirkungenbemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind,

informierenSiebitteIhrenArztoderApotheker.

1.WasistDoxorubicinSandoz200mgundwofürwirdesangewendet?

2.WasmüssenSievorderAnwendungvonDoxorubicinSandoz200mgbeachten?

3.WieistDoxorubicinSandoz200mganzuwenden?

4.WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5.WieistDoxorubicinSandoz200mgaufzubewahren?

6.WeitereInformationen

1.WasistDoxorubicinSandoz200mgundwofürwirdesangewendet?

DoxorubicinSandoz200mgisteinAntitumormittel(ZytostatikumausderGruppeder

Antibiotika).

Eswirdangewendet

- beikleinzelligemBronchialkarzinom(SCLC)

- beifortgeschrittenemoderrezidiviertemEndometriumkarzinom

- beiEwing-Sarkom

- zursystemischenBehandlunglokalfortgeschrittenerodermetastasierter

Harnblasenkarzinome

- zurintravesikalenRezidivprophylaxeoberflächlicherHarnblasentumorenachTUR

beiPatientenmithohemRezidivrisiko

- beiFrühstadiumdesHodgkin-Lymphoms(StadiumI-II)beischlechterPrognose

- beifortgeschrittenemHodgkin-Lymphom(StadiumIII-IV)

- zurRemissionsinduktionbeiakuterlymphatischerLeukämie

- zurRemissionsinduktionbeiakutermyeloischerLeukämie

- beifortgeschrittenemMagenkarzinom

- beimetastasierendemMammakarzinom

- beifortgeschrittenemNeuroblastom

- beihochmalignenNon-Hodgkin-Lymphomen

- zurneoadjuvantenundadjuvantenTherapiedesOsteosarkoms

- beifortgeschrittenemOvarialkarzinom

- beifortgeschrittenemWeichteilsarkomdesErwachsenenalters

- beiWilms-Tumor(imStadiumIIbeihochmalignenVarianten,allefortgeschrittenen

Stadien(III-IV))

beifortgeschrittenemmultiplemMyelom

beifortgeschrittenempapillärem/follikuläremSchilddrüsenkarzinom

beianaplastischemSchilddrüsenkarzinom.

2.WasmüssenSievorderAnwendungvonDoxorubicinSandoz200mg

beachten?

DoxorubicinSandoz200mgdarfnichtangewendetwerdenbei

ÜberempfindlichkeitgegenDoxorubicinoderandereAnthrazykline

ausgeprägterKnochenmarkdepression(z.B.nacherfolgterVorbehandlungmit

Strahlen-und/oderChemotherapie)

HerzinsuffizienzGradIV

akutemoderabgelaufenemHerzinfarkt

akutenentzündlichenHerzerkrankungen

RhythmusstörungenmitnegativemEinflussaufdieHämodynamik

vorangegangenenBehandlungenmitAnthrazyklinenbiszurmaximalenkumulativen

Gesamtdosis

erhöhterBlutungsneigung

EntzündungenderMundschleimhaut

akutenInfektionen

starkeingeschränkterLeberfunktion.

BeiintravesikalerAnwendung

Harnblasenentzündung,Harnblaseninfektion

BeiPatientenmiturethralerStenose,dienichtkatheterisiertwerdenkönnensollte

DoxorubicinnichtintravesikalzurBehandlungvonBlasenkarzinomeneingesetztwerden.

EbensosolltedieintravesikaleVerabreichungbeiPatientenmitinvasivendie

BlasenwandpenetrierendenTumoren,beiInfektionendesHarntraktesoder

EntzündungenderHarnblasenichtversuchtwerden.

SchwangerschaftundStillzeit

DoxorubicinkannerbgutschädigendwirkenunddieEntwicklungeinesEmbryos

beeinträchtigen.DoxorubicinsolltenichtwährendderSchwangerschaftangewendet

werden.

DoxorubicingehtindieMuttermilchüber.WährendderBehandlungdarfnichtgestillt

werden.(sieheauchAbschnitt„SchwangerschaftundStillzeit“).

BesondereVorsichtbeiderAnwendungvonDoxorubicinSandoz200mgist

erforderlich

BesondereVorsichtistbeiPatientenmitvorangegangener,gleichzeitigerodergeplanter

Radiotherapiegeboten.DiesehabenbeiderAnwendungvonDoxorubicinSandoz200mg

einerhöhtesRisikovonLokalreaktionenimBestrahlungsfeld(Recall-Phänomen).Indiesem

ZusammenhangwurdeüberdasAuftretenschwerer,zumTeiltödlicherHepatotoxizität

berichtet.

EinevorangegangeneBestrahlungdesBrustkorbserhöhtdieKardiotoxizitätvon

Doxorubicin.DiemaximalekumulativeGesamtdosisvon400mg

Doxorubicinhydrochlorid/m2Körperoberfläche(KOF)sollteindiesemFallnicht

überschrittenwerden.

AktiveImpfungensolltenimzeitlichenZusammenhangmiteinerDoxorubicintherapienicht

durchgeführtwerden.DerKontaktdesPatientenmitPolioimpflingensolltevermieden

werden.

VoroderwährendderTherapiemitDoxorubicinSandoz200mgwerdendiefolgenden

Verlaufsuntersuchungen(HäufigkeitdieserUntersuchungeninAbhängigkeitvon

Allgemeinzustand,DosisundBegleitmedikation)empfohlen:

Thorax-Röntgenaufnahme

regelmäßigeKontrollenderlinksventrikulärenAuswurffraktion(LVEF)z.B.mittels

RadionuklidangiographieundEchokardiographie

TäglicheInspektionderMundhöhleunddesPharynxauf

Schleimhautveränderungen

Blutuntersuchungen:

Hämatokrit,Thrombozyten,Differentialblutbild,SGPT,SGOT,LDH,Bilirubin,

Harnsäure.

DoxorubicinSandoz200mgistzurintravenösenundintravesikalenApplikationbestimmt

unddarfwederoral,nochsubkutan,intramuskulär,intraarterielloderintrathekalverabreicht

werden.

DieintravenöseAnwendungvonDoxorubicinhydrochloridhatmitbesondererSorgfaltzu

erfolgen.EineparavenöseApplikationmussunbedingtausgeschlossenwerden,dahierbei

regelmäßigschwersteGewebsnekrosenentstehen(sieheAbschnitt2.„WasmüssenSie

vorderAnwendungvonDoxorubicinSandoz200mgbeachten?“).

BeiAnwendungvonDoxorubicinSandoz200mgmitanderenArzneimitteln

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimittel

einnehmen/anwendenbzw.vorKurzemeingenommen/angewendethaben,auchwennes

sichumnichtverschreibungspflichtigeArzneimittelhandelt.

DoxorubicinisteinstarkerradiosensibilisierenderWirkstoff(“Radiosensitizer”)unddie

hierdurchinduziertenRecall-Phänomenekönnenlebensbedrohlichsein.Eine

vorangegangene,gleichzeitigeodergeplanteBestrahlungstherapiekanndieKardio-(Herz-)

oderHepatotoxizität(Leberschädigung)vonDoxorubicinverstärken.Diesgiltauchfüreine

gleichzeitigeBehandlungmitkardio-oderhepatotoxischenArzneimitteln.Wenneine

Doxorubicin-TherapieandieBehandlungmitCyclophosphamidangeschlossenwird,kann

diesnebeneinerVerstärkungderKardiotoxizitätauchzurVerschlimmerungeiner

hämorrhagischenZystitis(mitBlutungeneinhergehendenHarnblasenentzündung)führen.

Beieiner(Vor-)BehandlungmitMedikamenten,welchedieKnochenmarkfunktion

beeinflussen(z.B.Zytostatika,Sulfonamide,Chloramphenicol,Phenytoin,

Amidopyrin-Derivate,antiretroviraleArzneimittel),kanneszueinerausgeprägtenStörung

derHämatopoese(Blutbildung)kommen.DieDosierungvonDoxorubicinSandoz200mg

istgegebenenfallszumodifizieren.BeiKombinationmitanderenZytostatika(z.B.

Cytarabin,Cisplatin,Cyclophosphamid)könnendietoxischenWirkungeneiner

Doxorubicin-Therapieverstärktwerden.

DieKombinationvonDoxorubicinmitAmphothericinBsolltevermiedenwerden,dasiezu

ausgeprägterNephrotoxizität(Nierenschädigung)führenkann.

BeigleichzeitigerGabevonDoxorubicinundRitonavirwurdeübererhöhte

Doxorubicin-Serumspiegelberichtet.

BeidergleichzeitigenGabevonCiclosporinundDoxorubicinkanneszueiner

wechselseitigenReduzierungderMetabolisierungundClearancebeiderSubstanzenmit

konsekutiverErhöhungdesBlutspiegelskommen.

BarbituratekönnenzueinerbeschleunigtenPlasmaclearancevonDoxorubicin,die

gleichzeitigeGabevonDoxorubicinundPhenytoinzuverringerten

Phenytoin-Plasmaspiegelnführen.

DoxorubicinkanndieoraleBioverfügbarkeitvonDigoxinverringern.WährendderTherapie

mitDoxorubicinsolltedaherderDigoxin-Plasmaspiegelregelmäßigüberprüftwerden.

DoxorubicinbindetanHeparin.EskannzuPräzipitationenundWirkungsverlustbeider

Wirkstoffekommen.

BeachtenSiebitte,dassdieseAngabenauchfürvorKurzemangewendeteArzneimittel

geltenkönnen.

WichtigsteInkompatibilitäten(chemischeUnverträglichkeiten)

DoxorubicinSandoz200mgdarfnichtmitHeparinoderanderenZytostatikaineiner

Infusiongemischtwerden.DasMischenmiteineralkalischenLösungistzuvermeiden.

ÜberInkompatibilitätenmitfolgendenSubstanzenwurdeberichtet:

Allopurinol,Aluminium,Cefalotin,Dexamethason,Diazepam,5-Fluorouracil,Furosemid,

Galliumnitrat,Heparin,Hydrocortison,Methotrexat,parenteraleErnährungslösungen,

Piperacillin,TheophyllinundVincristin.

SchwangerschaftundStillzeit

DoxorubicinkannerbgutschädigendwirkenunddieEntwicklungeinesEmbryos

beeinträchtigen.DoxorubicinsolltenichtwährendderSchwangerschaftangewendet

werden.BeivitalerIndikationzurBehandlungeinerschwangerenPatientinsollteeine

medizinischeBeratungüberdasmitderBehandlungverbundeneRisikovon

schädigendenWirkungenfürdasKinderfolgen.

DoxorubicingehtindieMuttermilchüber.WährendderBehandlungdarfnichtgestillt

werden.

Doxorubicinkannerbgutschädigendwirken.Männer,diemitDoxorubicinbehandeltwerden,

wirddaherempfohlen,währendderBehandlungundbiszu6MonatedanachkeinKindzu

zeugenundsichvorTherapiebeginnwegenderMöglichkeiteinerirreversiblenInfertilität

durchdieTherapiemitDoxorubicinübereineSpermakonservierungberatenzulassen.

FrauensolltenwährendderBehandlungmitDoxorubicinnichtschwangerwerden.

FragenSievorderEinnahme/AnwendungvonallenArzneimittelnIhrenArztoderApotheker

umRat.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

BeiderBehandlungmitDoxorubicinSandoz200mgkanneszuÜbelkeitundErbrechen

kommenunddamitindirektzueinerBeeinträchtigungderFahrtüchtigkeitoderderFähigkeit

zumBedienenvonMaschinen.FahrenSiedannnichtAutooderandereFahrzeuge!

BedienenSiekeineelektrischenWerkzeugeoderMaschinen!ArbeitenSienichtohne

sicherenHalt!

WichtigeInformationenüberbestimmtesonstigeBestandteilevonDoxorubicin

Sandoz200mg

1mlDoxorubicinSandoz200mgenthält0,15mmol(3,5mg)Natrium.WennSieeine

kochsalzarmeDiäteinhaltenmüssen,solltenSiediesberücksichtigen.

3.WieistDoxorubicinSandoz200mganzuwenden?

WendenSieDoxorubicinSandoz200mgimmergenaunachderAnweisungdesArztes

an.BittefragenSiebeiIhremArztoderApothekernach,wennSiesichnichtganzsicher

sind.

DieBehandlungmitDoxorubicinSandoz200mgsolltenurvonÄrzten,dieinder

Tumortherapieerfahrensind,ineinerKlinikoderinKooperationmiteinerKlinikerfolgen.

DoxorubicinwirdinderMonochemotherapie(beiWeichteilsarkomen,

Endometriumkarzinomenundpapillären/follikulärenSchilddrüsenkarzinomen)sowieals

BestandteileinerKombinationschemotherapieinetabliertenTherapie-Protokollen

angewendet.

DadieEmpfehlungenzurApplikationundDosierungvonDoxorubicinstarkvariieren,

könnennurallgemeineRichtwerteangegebenwerden.Einzelheitenbittenwir,der

Fachliteraturzuentnehmen.

Hinweis

DieDosierungenvonS-liposomalemDoxorubicinund(herkömmlichem)

Doxorubicinhydrochloridsindunterschiedlich,unddiebeidenFormulierungenkönnennicht

gegeneinanderausgetauschtwerden.

IntravenöseAnwendung

Monotherapie

DoxorubicinwirdzurMonotherapieinderRegelineinerDosierungvon50-80mg/m2

Körperoberfläche(KOF)alsEinzeldosisi.v.alle3Wochenangewendet.

Polychemotherapie

DoxorubicinwirdimRahmeneinerPolychemotherapieineinerDosierungvon30-60

mg/m2KOFi.v.alle3-4Wochenangewendet.

DieexakteDosierungistBehandlungsprotokollenzuentnehmen,diesichinderTherapie

derjeweiligenErkrankungalswirksamerwiesenhaben.

DosisanpassungbeiintravenöserAnwendung

BeiNiereninsuffizienzmiteinerGFR<10ml/minsollten75%derkalkuliertenDosis

appliziertwerden.BeieingeschränkterLeberfunktionsolltenDosismodifikationen

vorgenommenwerden.BeieinerErhöhungdesSerumbilirubinsauf1,2-3mg/100ml

sollten50%undbeieinerSerumbilirubinerhöhungvon3,1-5mg/100mlsollten25%der

kalkuliertenDosisgegebenwerden.BeiBilirubinkonzentrationenüber5mg/100mlsollte

keineAnwendungvonDoxorubicinerfolgen.

BeiMyelosuppressionsowiebeiälterenPatientenmiteingeschränkter

KnochenmarkreservesolltenebenfallsDosisanpassungenerfolgen.

IntravesikaleAnwendung

EingebräuchlichesDosierungsregimebestehtinderzunächstwöchentlichenintravesikalen

Instillationvon50-60mgDoxorubicinhydrochlorid,gelöstin30-50mlisotonischer

Kochsalzlösung,anschließendInstillationalle4Wochenüber6Zyklen.EineVerweildauer

desInstillatsinderBlasevon1-2StundenistimAllgemeinenausreichend.

MaximalekumulativeGesamtdosis

DiemaximalekumulativeGesamtdosisfürDoxorubicinbeträgt450-maximal550mg/m2

KOF.SiesolltebeiPatientenmitvorangegangenerBestrahlungvonMediastinumund/oder

desHerzens,VorbehandlungmitAlkylanziensowieanderenHochrisiko-Patienten

(vorbestehendearterielleHypertonie>5Jahre,vorbestehendekoronare,valvuläreoder

myokardialeSchädigung,Alter>70Jahre)400mg/m2nichtübersteigen.

FürKinderbeträgtdiemaximalekumulativeGesamtdosis400mg/m2KOF.

ArtderAnwendung

DieArtderAnwendungrichtetsichnachdemverwendetenTherapieprotokoll,dabei

solltediemaximalekumulativeGesamtdosisnurnachstrengerNutzen-Risiko-Abwägung

überschrittenwerden.

DiesystemischeApplikationkannalsintravenöseBolusinjektioninnerhalbvonMinuten,als

intravenöseKurzinfusionbiszueinerStundeundalsintravenöseDauerinfusionbiszu96

Stundenerfolgen.

VorVerabreichungsolltedieInjektionslösungaufRaumtemperaturgebrachtwerden.

ZurintravenösenInfusionkannDoxorubicinSandoz200mgmitphysiologischer

Kochsalzlösungodermit5%igerGlucoselösungverdünntwerden.

DoxorubicinSandoz200mgistzurintravenösenundintravesikalenApplikationbestimmt

unddarfwederoral,nochsubkutan,intramuskulär,intraarterielloderintrathekalverabreicht

werden.

DieintravenöseAnwendungvonDoxorubicinhydrochloridhatmitbesondererSorgfaltzu

erfolgen.EineparavenöseApplikationmussunbedingtausgeschlossenwerden,dahierbei

regelmäßigschwersteGewebsnekrosenentstehen.DieVerabreichungerfolgtüberden

SchlaucheinerangelegtenInfusionoderübereinegelegteInjektionsnadel.Vor

VerabreichungvonDoxorubicinhydrochloridsolltemit5mlphysiologischerKochsalzlösung

diekorrekteLagederNadelbzw.dieLagedesVenenkathetersüberprüftwerden.Auch

nachVerabreichungsinddieInjektionsnadelbzw.derVenenkatheterzuspülen.Hierfürist

physiologischeKochsalzlösungoder5%igeGlucoselösungzuverwenden.Einewiederholte

VerabreichungindieselbeVenebzw.eineVerabreichunginzukleineVenensolltewegen

derGefahrvonEntzündungbzw.SklerosierungundGewebsnekrosenvermiedenwerden.

Paravasate

EineparavenöseFehlinjektionführtzulokalerNekroseundThrombophlebitis.Sollteim

BereichderInfusionsnadeleinbrennendesGefühlentstehen,deutetdiesaufeine

paravenöseApplikationhin.

TherapievonParavasaten

BeierfolgtenParavasatenistdieInfusionoderInjektionsofortzustoppen;dieKanülesollte

zunächstbelassenwerden,umdiesenacheinerkurzenAspirationzuentfernen.Eswird

empfohlen,DMSO99%übereinArealzweifachsogroßwiedasbetroffeneAreallokalzu

applizieren(4Tropfenauf10cm2Hautoberfläche)unddiesdreimaltäglichübereinen

Zeitraumvon14Tagenzuwiederholen.GegebenenfallssollteeinDébridementin

Erwägunggezogenwerden.WegendesgegensätzlichenMechanismussollteeineKühlung

desAreals,z.B.zurSchmerzreduktion,sequentiellmitderDMSO-Applikationerfolgen

(Vasokonstriktionvs.Vasodilatation).AndereMaßnahmensindinderLiteraturumstritten

undvonnichteindeutigemWert.

JederKontaktmitDoxorubiciningelösterFormistzuvermeiden.DieZubereitungmussmit

HilfeeinesabsolutaseptischenArbeitsverfahrenserfolgen.WeitereSchutzmaßnahmen

sindHandschuhe,Schutzmasken,SicherheitsbrillenundSchutzkleidung.DieZubereitung

solltedurchgeschultesPersonalinSicherheitswerkbänkenmitLaminarflowerfolgen.Beim

UmgangmitDoxorubicinsolltendieInhalationsowieHaut-undSchleimhautkontakte

vermiedenwerden(Handschuhetragen!).AuchbeiderEntsorgungistdieZytotoxizitätder

Stoffezuberücksichtigen.WennDoxorubiciningelösterFormmitderHaut,Schleimhaut

oderdenAugeninBerührungkommt,musssofortgründlichmitWassergespültwerden.

ZurReinigungderHautkannmanSeifeverwenden.

DieInjektionslösunghateinenpH-Wertvon3,3–4,0.

DauerderAnwendung

DieDauerderBehandlungbestimmtderbehandelndeArztunterBerücksichtigungdes

Krankheitsbildes,desangewendetenTherapieprotokolls(Therapieplans)undder

individuellenTherapiesituation.BeiNichtansprechendesTumors,progressiverErkrankung

und/oderbeimAuftretennichtmehrtolerierbarerNebenwirkungensollteDoxorubicin

Sandoz200mgabgesetztwerden.

BittesprechenSiemitIhremArztoderApotheker,wennSiedenEindruckhaben,dassdie

WirkungvonDoxorubicinSandoz200mgzustarkoderzuschwachist.

WennSieeinegrößereMengeDoxorubicinSandoz200mgangewendet

haben,alsSiesollten

EinspezifischesAntidot(Gegenmittel)fürDoxorubicinhydrochloridistnichtbekannt.

EineakuteIntoxikation(Vergiftung)mitDoxorubicinkannsichz.B.innerhalbvon24

StundenalsHerzinsuffizienzeinschließlichStenokardien,Anginapectorisund

Myokardinfarktäußern.IndiesenFällenisteinKardiologehinzuzuziehen.WeitereZeichen

derÜberdosierungsindschwereMyelosuppression,dieimAllgemeinen10-14Tagenach

Therapiebeginnauftritt,sowieschwereSchleimhautentzündungen.DieTherapieeiner

ausgeprägtenMyelosuppressionmussunterstationärenBedingungenerfolgen.Siebesteht

unterUmständeninderSubstitutionderfehlendenBlutbestandteileundantibiotischer

Therapie.DieVerlegungdesPatientenineinenkeimfreienRaumkannnotwendigwerden.

BeimAuftretenvonIntoxikationserscheinungensolltedieApplikationvonDoxorubicin

Sandoz200mgsofortabgebrochenwerden.

DiechronischeIntoxikationäußertsichinsbesonderemitdenobengenanntenZeichender

Kardiotoxizität(Herzschädigung).BeimAuftreteneinerHerzinsuffizienzsollteein

Kardiologehinzugezogenwerden.

EineHämodialysebehandlungistbeiIntoxikationenmitDoxorubicinSandoz200mg

vermutlichnutzlos,daDoxorubicineinsehrgroßesVerteilungsvolumenhatundnurca.5%

derappliziertenDosisrenaleliminiertwerden.

4.WelcheNebenwirkungensindmöglich?

WiealleArzneimittelkannDoxorubicinSandoz200mgNebenwirkungenhaben,die

abernichtbeijedemauftretenmüssen.

BeidenHäufigkeitsangabenzuNebenwirkungenwerdenfolgendeKategorien

zugrundegelegt:

Sehrhäufig:mehrals1Behandeltervon10

Häufig: 1bis10Behandeltevon100

Gelegentlich:1bis10Behandeltevon1000

Selten:1bis10Behandeltevon10000

Sehrselten:wenigerals1Behandeltervon10000

Nichtbekannt: HäufigkeitaufGrundlagederverfügbarenDatennicht

abschätzbar

ErkrankungendenBlutesunddesLymphsystemsSehrhäufig:

Myelosuppression(Knochenmarkschädigung)isteinederdosislimitierenden

(dosisbegrenzenden)NebenwirkungenundistzumTeilgravierend.Sieäußertsichvor

allemineinemAbfallderLeukozytenzahl(AbfallderweißenBlutkörperchen).Eine

Leukopeniewurdebeiannähernd75%derPatientenmitadäquaterKnochenmarkreserve

beobachtet,welchealle21Tagemit60mg/m2KOFbehandeltwurden.Wennauch

wenigerhäufigwurdendarüberhinausebenfallsauchAnämie(Verringerungderroten

Blutkörperchen)undThrombopenie(VerringerungderBlutplättchen)berichtet.

SuperinfektionenundBlutungenwurdenimZusammenhangmitdemAuftreteneiner

Knochenmarksuppressionebenfallsbeobachtet.EineMyelosuppressionerreichtim

Allgemeinen10-14TagenachAnwendungvonDoxorubicinSandoz200mgihren

HöhepunktundklingtinderRegelbiszueinemZeitpunktzwischendem21.und28.Tag

ab.EineetwaigeThrombopenieoderAnämietretengegebenenfallsimgleichenZeitraum

auf,sindinderRegelaberwenigerschwer.SolangeeinegravierendeMyelosuppression

besteht,sollteaufdieAnwendungvonDoxorubicinSandoz200mgverzichtetwerden,

gegebenenfallsisteineDosisreduktionoderVerzögerungderAnwendungnotwendig.

BeiPatienten,diegleichzeitigmitDoxorubicinundDNA-(Erbgut-)veränderndenZytostatika

(z.B.alkylierendeSubstanzen,Platinderivate)behandeltwurden,wurdeinEinzelfällendas

AuftreteneinersekundärenLeukämie(zumTeilauchmitpräleukämischerPhase)

beobachtet.DieskannauchnacheinerkurzenLatenzzeit(1-3Jahre)auftreten.

Herzerkrankungen

Sehrhäufig:

Doxorubicinistkardiotoxisch(herzschädigend).DasManifestationsrisikoder

kardiotoxischenNebenwirkungenistwährendundnacheinerBestrahlungsbehandlungdes

mediastinalenBereichs,nachVorbehandlungmitpotentiellkardiotoxischenMitteln(z.B.

Anthrazykline,Cyclophosphamid)sowiebeiälterenPatienten(über60Jahre)undbei

manifesterarteriellerHypertonieerhöht.

BesondereVorsichtistbeiKindernunter2JahrenundPatientenmitkardiologischen

Vorerkrankungen(koronareHerzkrankheit,Herzinsuffizienz)sowiebeiderAnwendungim

zeitlichenZusammenhangmiteinerHyperthermiebehandlunggeboten.

BeiÜberschreitendermaximalenkumulativenGesamtdosis(Erwachsene:550mg/m2KOF,

beivorhergehenderThoraxbestrahlungoderbegleitenderAlkylanstherapie:400mg/m2

KOF,Kinder:400mg/m2KOF)steigtdieHäufigkeitderanthrazyklininduzierten

KardiomyopathieauchohnevorbestehendeRisikofaktorenraschan.InEinzelfällenwurde

dasAuftreteneinerKardiotoxizitätauchbeiwesentlichgeringererGesamtdosisbeobachtet.

NacheinerkumulativenGesamtdosisvon550mg/m2KOFbestehteinRisikovonetwa5%

fürdasAuftreteneinerschwerenHerzinsuffizienz.

DiekardiotoxischenNebenwirkungenvonDoxorubicinkönnensichinzwei

Erscheinungsformenmanifestieren:

Soforttyp

DieNebenwirkungenvomSoforttyptretenzumeistinnerhalbderersten24-48Stunden

nachEinleitenderTherapieauf,sinddosisunabhängigunddurchfolgendeSymptome

gekennzeichnet:

vorrübergehendeArrhythmien(Herzrhythmusstörungen)(insbesondere

Sinustachykardien)

supraventrikuläreundventrikuläreExtrasystolen.

SiewerdendurchunspezifischeEKG-Veränderungen(ST-Strecken-Veränderungen,

NiedervoltageundverlängerteQT-Zeit)charakterisiert.DieseVeränderungensindim

AllgemeinenreversibelundihrAuftretenstelltkeineKontraindikation(Gegenanzeige)bei

erneuterAnwendungvonDoxorubicindar.Eswurdenjedochauchlebensbedrohliche

ArrhythmienwährendoderwenigeStundennachderAnwendungvonDoxorubicin

beobachtet.InEinzelfällenauchüberakutesLinksherzversagen,Perikarditisoderein

tödlichesPerikarditis-Myokarditis-Syndromberichtet.

Spättyp

DieNebenwirkungenvomSpättyprepräsentiereneinedosisabhängige,kumulative

Organtoxizität(Organschädigung),dieimAllgemeinenirreversibel(nichtrückbildungsfähig)

undhäufiglebensbedrohlichist.Siemanifestiertsichhäufigalskongestive(dilatative)

KardiomyopathiemitdenZeicheneinerLinksherzinsuffizienzinnerhalbwenigerMonate

nachBeendigungderTherapie.

DieKardiotoxizität(Herzschädigung)kannsichaberauchJahrenachBeendigungder

TherapieerstmalsmanifestierenundihreInzidenz(Häufigkeit)steigtmitHöheder

kumulativenGesamtdosis.DiesistinsbesonderebeiderAnwendungbeiKindernzu

berücksichtigen,welcheinsgesamtniedrigereLebensgesamtdosentolerierenunddurch

zusätzlicheBestrahlungsbehandlungen,jungesAlterbeiTherapiebeginnundaggressive

Begleittherapienbesondersgefährdetsind,einespätauftretendelebensbedrohliche

kardialeOrgantoxizitätmitventrikulärerDysfunktion,Herzversagenund/oderArrhythmien

zuentwickeln.DarüberhinausscheinenMädchengegenüberJungenbesonders

prädestiniertfürdasAuftretenspäterKardiotoxizitätnachDoxorubicin-Therapiezusein.

Vor,währendundnacheinerChemotherapiemitDoxorubicinsolltedieHerzfunktionmittels

EKG,UKGundMUGA-Scanüberwachtwerden.

ErkrankungenderAtemwege,desBrustraumsundMediastinums

Sehrselten:

NachintravesikalerInstillation(EinbringenindieBlase)vonDoxorubicinwurdenin

EinzelfällenschweresystemischeReaktionen(ReaktionenimübrigenKörper)einschließlich

AnschwellenderNasenschleimhaut,Tachypnoe(SteigerungderAtemfrequenz)und

Dyspnoe(Luftnot)beobachtet.

StrahlenpneumonitismittödlichenKomplikationenwurdebeisystemischer

KombinationschemotherapievonDoxorubicinmitMethotrexatundCyclophosphamidin

einerStudiebeobachtet.BeimAuftretenvonDyspnoesolltediesezunächstalsHinweisauf

eineanthrazyklininduzierteHerzmuskelschädigunggewertetwerden.

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Sehrhäufig:

DieemetogenePotenzvonDoxorubicinisthoch.RelativschwereÜbelkeitundErbrechen

tretenbeica.80%derPatientenamerstenTagderBehandlung,aberauchdanachauf.

EineantiemetischeProphylaxewirdempfohlen.DarüberhinauskönnenAppetitlosigkeit,

SchleimhautulzerationeninMundundRachensowieimÖsophagusundDarmtrakt

auftreten.DiesekönnenbeischwererAusprägungdenEintrittvonInfektionenbedingen.Zu

DiarrhöenkannesalsFolgeeinerProliferationshemmungimDarmepithelkommen.

Sehrselten:

InEinzelfällenwurdeimZusammenhangmitderKombinationvonCytarabinüberNekrosen

desDickdarmsmitmassivenBlutungenundschweren,zumTeillebensbedrohlichen

Infektionenberichtet.

NachStrahlentherapiekönnenunterAnwendungvonDoxorubicinÖsophagitiden

(Speiseröhrenentzündungen)auftreten,dieunterUmständenzuÖsophagusstrikturen

(Speiseröhrenverengungen)führenkönnen.

Hinweis

SolangeEntzündungen,UlzerationenoderDiarrhöenbestehen,sollteaufdieAnwendung

vonDoxorubicinSandoz200mgverzichtetwerden.

Leber-undGallenerkrankungen

Häufig:

EinevorübergehendemeistgeringfügigeErhöhungvonSGOT,SGPTund/oderBilirubin

wirdhäufigbeobachtet.Sietrittmeist10-14TagenachDoxorubicin-Applikationaufundist

nachAbsetzenimAllgemeinenreversibel(rückbildungsfähig).

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes

Sehrhäufig:

DieregelmäßigauftretendetotaleodersubtotaleAlopezieistnachAbsetzenderTherapie

inderRegelrückbildungsfähig.Weiterhinwurden(z.T.inseltenenEinzelfällen)

beobachtet:

farblicheVeränderungen(Hyperpigmentierung)anArmenund/oderBeinenundden

Nägeln,AblösungderNagelplatte,Bläschenbildung,Rötung,Nesselsuchtund

VenenentzündungbeiInjektioninkleineVenen.

ParavasaleInjektionen(InjektionennebendieVeneindasumliegendeGewebe)führen

regelmäßigzuschwerstenGewebsnekrosen(AbsterbendesGewebes).DasAusmaßder

Gewebsulzerationen(Geschwüre)istvonderParavasatmengeabhängig.Folgeeines

ParavasatessindSchmerzensowieschlechtheilendeUlzerationen(Geschwüre).

ErkrankungenderNierenundHarnwege

Häufig:

NachintravesikalerAnwendung(EinbringenindieBlase)wurdehäufigüberdasAuftreten

vonBlasenentzündungmitBeschwerdenbeimWasserlassen(Schmerzen,häufiges

Wasserlassen,BlutimUrinundBlasenspasmen)berichtet.

Innerhalbvon24StundennachAnwendungvonDoxorubicinkommteshäufigzueiner

bedeutungslosenRotfärbungdesUrins,welcheaufdenFarbstoffdesAnthrazyklins

zurückzuführenist.

Sehrselten:

VereinzeltwurdedasAuftreteneinesakutenNierenversagensbeobachtet.

ErkrankungenderGeschlechtsorganeundderBrustdrüse

Gelegentlich:

IrreversibleStörungenderKeimzellbildungsindmöglich.Doxorubicinistmutagenund

teratogen(erbgut-undfruchtschädigend).

Stoffwechsel-undErnährungsstörungen

Häufig

EineHyperurikämie(ErhöhungderHarnsäurewerteimBlut)undkonsekutive

Harnsäurenephropathie(SchädigungderNieredurchdieErhöhungderHarnsäurewerte)

könnenalsFolgeeinesmassivenTumorzellzerfallsauftreten.

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Gelegentlich:

Gelenkschmerzen,SchmerzenanderInjektionsstelle

Sehrselten:

generalisierteMuskelschwäche.

ErkrankungendesImmunsystems

Selten:

ÜberempfindlichkeitsreaktionenmitUrtikaria,vorübergehendemPruritus(Juckreiz),

AngioödemderAugenliderundZungeundrespiratorischeBeeinträchtigungwurdenselten

beobachtet.

Augenerkrankungen

Selten:

Konjunktivitis,verstärkteSekretionvonTränenflüssigkeit.

BereitsinderAbheilungbefindlicheStrahlenläsionen(Haut,Lunge,Speiseröhre,

SchleimhäutedesMagen-Darm-Traktes,Herz)könnendurchdieAnwendungvon

Doxorubicinerneutauftreten.

DieEntwicklungvonZweitneoplasienalsspäteNebenwirkungistnichtauszuschließen.

InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wenneinederaufgeführten

NebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungenbemerken,dienicht

indieserGebrauchsinformationangeführtsind.

5.WieistDoxorubicinSandoz200mgaufzubewahren?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

SiedürfendasArzneimittelnachdemaufderDurchstechflascheundderFaltschachtel

nach„verwendbarbis“angegebenenVerfalldatumnichtmehrverwenden.

Aufbewahrungsbedingungen

ImKühlschranklagern(2-8°C).

DieDurchstechflascheimUmkartonaufbewahren,umdenInhaltvorLichtzuschützen.

HinweisaufHaltbarkeitnachAnbruchoderZubereitung

NurzureinmaligenEntnahme.NachAnbruchverwerfen.

NurfrischzubereiteteVerdünnungen(nichtälterals24Stunden)verwenden.

BeiallenManipulationenistaufdieGefahreinermikrobiellenKontaminationzuachten.

DasArzneimitteldarfnichtimAbwasseroderimHaushaltsabfallentsorgtwerden.

FragenSieIhrenApothekerwiedasArzneimittelzuentsorgenist,wennSieesnicht

mehrbenötigen.DieseMaßnahmehilft,dieUmweltzuschützen.

6.WeitereInformationen

WasDoxorubicinSandoz200mgenthält

DerWirkstoffistDoxorubicinhydrochlorid.

100mlInjektionslösungenthalten200mgDoxorubicinhydrochlorid.

DiesonstigenBestandteilesind:

Natriumchlorid,Salzsäure10%,WasserfürInjektionszwecke.

WieDoxorubicinSandoz200mgaussiehtundInhaltderPackung

DoxorubicinSandoz200mgInjektionslösungistrotgefärbt.

DoxorubicinSandoz200mgistinOriginalpackungenmit1Durchstechflaschemit100ml

Injektionslösung(N1)erhältlich.

DoxorubicinSandoz200mgistinOriginalpackungenmit5Durchstechflaschenà100ml

Injektionslösung(N1)erhältlich.

PharmazeutischerUnternehmer

SandozPharmaceuticalsGmbH

Raiffeisenstraße11

83607Holzkirchen

E-Mail: info@sandoz.de

Hersteller

EBEWEPharmaGes.m.b.H.Nfg.KG

Mondseestrasse11

A-4866Unterach

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztüberarbeitetimNovember2008.

Fachinformation

1. BezeichnungderArzneimittel

DoxorubicinSandoz10mgInjektionslösung

DoxorubicinSandoz50mgInjektionslösung

DoxorubicinSandoz100mgInjektionslösung

DoxorubicinSandoz200mgInjektionslösung

2.QualitativeundquantitativeZusammensetzung

Wirkstoff:Doxorubicinhydrochlorid

1mlInjektionslösungenthält2mgDoxorubicinhydrochlorid

DoxorubicinSandoz10mgInjektionslösung:

5mlInjektionslösungenthalten10mgDoxorubicinhydrochlorid.

DoxorubicinSandoz50mgInjektionslösung:

25mlInjektionslösungenthalten50mgDoxorubicinhydrochlorid.

DoxorubicinSandoz100mgInjektionslösung:

50mlInjektionslösungenthalten100mgDoxorubicinhydrochlorid.

DoxorubicinSandoz200mgInjektionslösung:

100mlInjektionslösungenthalten200mgDoxorubicinhydrochlorid.

DievollständigeAuflistungdersonstigenBestandteilesieheAbschnitt6.1.

3.Darreichungsform

Injektionslösung

KlareroteLösung

4.KlinischeAngaben

4.1 Anwendungsgebiete

kleinzelligesBronchialkarzinom(SCLC)

fortgeschrittenesoderrezidiviertesEndometriumkarzinom

Ewing-Sarkom

zursystemischenBehandlunglokalfortgeschrittenerodermetastasierter

Harnblasenkarzinome

zurintravesikalenRezidivprophylaxeoberflächlicherHarnblasentumorenachTURbei

PatientenmithohemRezidivrisiko

FrühstadiumdesHodgkin-Lymphoms(StadiumI-II)beischlechterPrognose

fortgeschrittenesHodgkin-Lymphom(StadiumIII-IV)

RemissionsinduktionbeiakuterlymphatischerLeukämie

RemissionsinduktionbeiakutermyeloischerLeukämie

de_50548 1/14 November2008

fortgeschrittenesMagenkarzinom

metastasierendesMammakarzinom

fortgeschrittenesNeuroblastom

hochmaligneNon-Hodgkin-Lymphome

neoadjuvanteundadjuvanteTherapiedesOsteosarkoms

fortgeschrittenesOvarialkarzinom

fortgeschrittenesWeichteilsarkomdesErwachsenenalters

Wilms-Tumor(imStadiumIIbeihochmalignenVarianten,allefortgeschrittenenStadien

(III-IV))

fortgeschrittenesMultiplesMyelom

fortgeschrittenespapilläres/follikuläresSchilddrüsenkarzinom

anaplastischesSchilddrüsenkarzinom

4.2Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

DieBehandlungmitDoxorubicinsolltenurvonÄrzten,dieinderTumortherapieerfahren

sindineinerKlinikoderinKooperationmiteinerKlinikerfolgen.

DoxorubicinwirdinderMonochemotherapie(beiWeichteilsarkomen,

Endometriumkarzinomenundpapillären/follikulärenSchilddrüsenkarzinomen)sowieals

BestandteileinerKombinationschemotherapieinetabliertenTherapie-Protokollen

angewendet.

DadieApplikationsweiseundDosierungsempfehlungenfürDoxorubicinstarkvariieren,

könnennurallgemeineRichtwerteangegebenwerden.

Hinweis:

DieDosierungenvonS-liposomalemDoxorubicinund(herkömmlichem)

Doxorubicinhydrochloridsindunterschiedlich,unddiebeidenFormulierungenkönnen

nichtgegeneinanderausgetauschtwerden.

IntravenöseAnwendung:

Monotherapie

DoxorubicinwirdalsMonotherapiei.d.R.ineinerDosierungvon50-80mg/m²

Körperoberfläche(KOF)alsEinzeldosisi.v.alle3Wochenangewendet.

Polychemotherapie

DoxorubicinwirdimRahmeneinerPolychemotherapieineinerDosierungvon30-

60mg/m²KOFi.v.alle3bis4Wochenangewendet.

DieexakteDosierungistBehandlungsprotokollenzuentnehmen,diesichinderTherapie

derjeweiligenErkrankungalswirksamerwiesenhaben.

IntravesikaleInstillation:

ZurintravesikalenRezidivprophylaxeoberflächlicherHarnblasenkarzinomenachTURbei

PatientenmithohemRezidivrisiko.

EingebräuchlichesDosierungsregimebestehtinderzunächstwöchentlichen

intravesikalenInstillationvon50-60mgDoxorubicinhydrochlorid,gelöstin30-50ml

isotonischerKochsalzlösung,anschließendInstillationalle4Wochenüber6Zyklen.Eine

VerweildauerdesInstillatsinderBlasevon1-2StundenistimAllgemeinenausreichend.

DosisanpassungbeiintravenöserAnwendung:

BeiNiereninsuffizienzmiteinerGFR<10ml/minsollten75%derkalkuliertenDosis

appliziertwerden.

de_50548 2/14 November2008

BeieingeschränkterLeberfunktionsolltenDosismodifikationenvorgenommenwerden.Bei

einerErhöhungdesSerumbilirubinsauf1,2-3mg/100mlsollten50%undbeieiner

Serumbilirubinerhöhungvon3,1-5mg/100mlsollten25%derkalkuliertenDosis

gegebenwerden.BeiBilirubinkonzentrationenüber5mg/100mlsolltekeineAnwendung

vonDoxorubicinerfolgen.

BeiMyelosuppressionsowiebeiälterenPatientenmiteingeschränkter

KnochenmarksreservesolltenebenfallsDosisanpassungenerfolgen.

MaximalekumulativeGesamtdosis:

DiemaximalekumulativeGesamtdosisfürDoxorubicinbeträgt450bismaximal

550mg/m²KOF.SiesolltebeiPatientenmitvorangegangenenBestrahlungenvon

Mediastinumund/oderdesHerzens,VorbehandlungmitAlkylantiensowieanderen

Hochrisiko-Patienten(vorbestehendearterielleHypertonie>5Jahre,vorbestehende

koronare,valvuläreodermyokardialeSchädigung,Alter>70Jahre)400mg/m²nicht

übersteigen.

ArtundDauerderAnwendung

DieAnwendungiststrengnachVorschriftdurchzuführen.DieDauerderAnwendung

richtetsichnachdemBehandlungsprotokoll,dabeisolltediemaximalekumulative

GesamtdosisnurnachstrengerNutzen-Risiko-Abwägungüberschrittenwerden.

DoxorubicinkannintravenösalsBolusinjektioninnerhalbvonMinuten,alsKurzinfusionbis

zueinerStundeundalsDauerinfusionbiszu96Stundengegebenwerden.

ZurintravenösenInfusionkannDoxorubicinSandozmitphysiologischerKochsalzlösung

odermit5%igerGlucoselösungverdünntwerden.

FürKinderbeträgtdiemaximalekumulativeGesamtdosis400mg/m²KOF.

VorsichtsmaßnahmenimUmgangmitundbeiderAnwendungvonDoxorubicin:

Doxorubicinistzurintravenösenbzw.intravesikalenApplikationbestimmtunddarfweder

oral,subkutan,intramuskulärnochintrathekalverabreichtwerden.

DieintravenöseAnwendungvonDoxorubicinhatmitbesondererSorgfaltzuerfolgen.

EineparavenöseApplikationmussunbedingtausgeschlossenwerden,dahierbei

regelmäßigschwersteGewebsnekrosenerfolgen.DieVerabreichungerfolgtüberden

SchlaucheinerangelegtenInfusionoderübereinegelegteInjektionsnadel.Vor

VerabreichungvonDoxorubicinsolltemit5mlisotonischerNatriumchloridlösungdie

korrekteLagederNadelbzw.desVenenkathetersüberprüftwerden.Auchnach

BeendigungderApplikationsindInjektionsnadelbzw.Venenkathetermitisotonischer

Natriumchloridlösungoder5%igerGlucoselösungzuspülen.

EinewiederholteApplikationindieselbeVenebzw.eineApplikationinzukleineVenen

oderVenendesHandrückenssolltewegenderGefahrvonEntzündungenbzw.

SklerosierungundGewebsnekrosenvermiedenwerden.

Paravasate

EineparavenöseFehlinjektionführtzulokalerNekroseundThrombophlebitis.Sollteim

BereichderInfusionsnadeleinbrennendesGefühlentstehen,deutetdiesaufeine

paravenöseApplikationhin.

TherapievonParavasaten

de_50548 3/14 November2008

BeierfolgtenParavasatenistdieInfusionoderInjektionsofortzustoppen:dieKanüle

solltezunächstbelassenwerden,umsienacheinerkurzenAspirationzuentfernen.Es

wirdempfohlen,DMSO99%übereinArealzweifachsogroßwiedasbetroffeneAreal

lokalzuapplizieren(4Tropfenauf10cm²Hautoberfläche)unddiesdreimaltäglichüber

einenZeitraumvonmindestens14Tagenzuwiederholen.Gegebenenfallssollteein

DébridementinErwägunggezogenwerden.WegendesgegensätzlichenMechanismus

sollteeineKühlungdesAreals,z.B.zurSchmerzreduktion,sequentiellmitderDMSO-

Applikationerfolgen(Vasokonstriktionvs.Vasodilatation).AndereMaßnahmensindinder

LiteraturumstrittenundvonnichteindeutigemWert.

HinweisezurHandhabungsieheAbschnitt6.6.

4.3Gegenanzeigen

DoxorubicinSandozdarfnichtangewendetwerden,wenneineÜberempfindlichkeitgegen

DoxorubicinoderandereAnthrazyklinebekanntistodereineausgeprägte

Knochenmarkdepression(z.B.nacherfolgterVorbehandlungmitChemo-und/oder

Strahlentherapie)vorliegt.BeiHerzinsuffizienzGradIV,akutemoderabgelaufenen

Herzinfarkt,akutenentzündlichenHerzerkrankungen,beiRhythmusstörungenmit

negativemEinflussaufdieHämodynamik,VorbehandlungmitAnthrazyklinenbiszur

kumulativenHöchstdosis,erhöhterBlutungsneigung,akutenInfektionenundstark

eingeschränkterLeberfunktionistDoxorubicinebenfallskontraindiziert.

BeiintravesikalerAnwendung:

Harnblasenentzündungen

Harnwegsinfektionen

BeiPatientenmiturethralerStenose,dienichtkatheterisiertwerdenkönnensollte

DoxorubicinnichtintravesikalzurBehandlungvonBlasenkarzinomeneingesetztwerden.

EbensosolltedieintravesikaleVerabreichungbeiPatientenmitinvasivendieBlasenwand

penetrierendenTumoren,beiInfektionendesHarntraktesoderEntzündungender

Harnblasenichtversuchtwerden.

SchwangerschaftundStillzeit

DoxorubicinkannerbgutschädigendwirkenunddieEntwicklungeinesEmbryos

beeinträchtigen.DoxorubicinsolltenichtwährendderSchwangerschaftangewendet

werden.

DoxorubicingehtindieMuttermilchüber.WährendderBehandlungdarfnichtgestilltwerden.

(sieheauchAbschnitte4.6und5.2/5.3).

4.4BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

BesondereVorsichtistbeiPatientenmitvorangegangener,gleichzeitigerodergeplanter

Radiotherapiegeboten.DiesehabenbeiderAnwendungvonDoxorubicineinerhöhtes

RisikovonLokalreaktionenimBestrahlungsfeld(Recall-Phänomen).Indiesem

ZusammenhangwurdeüberdasAuftretenschwerer,zumTeiltödlicherHepatotoxizität

berichtet.

EinevorangegangeneBestrahlungdesMediastinumserhöhtdieKardiotoxizitätvon

Doxorubicin.InsbesondereindiesemFalldarfeinemaximalekumulativeGesamtdosis

von400mg/m²KOF(Körperoberfläche)nichtüberschrittenwerden.

de_50548 4/14 November2008

AktiveImpfungensolltenimzeitlichenZusammenhangmiteinerDoxorubicintherapienicht

durchgeführtwerden.DerKontaktdesPatientenmitPolioimpflingensolltevermieden

werden.

VorundwährendderTherapiemitDoxorubicinwerdendiefolgenden

Verlaufsuntersuchungenempfohlen(HäufigkeitdieserUntersuchungeninAbhängigkeit

vonAllgemeinzustand,DosisundBegleitmedikation):

Thorax-Röntgenaufnahme

regelmäßigeKontrollenderlinksventrikulärenAuswurffraktion(LVEF)z.B.mittels

RadionuklidangiographieundEchokardiographie

täglicheInspektionderMundhöhleunddesPharynxaufSchleimhautveränderungen

Blutuntersuchungen:Hämatokrit,Thrombozyten,Differentialblutbild,SGPT,SGOT,

LDH,Bilirubin,Harnsäure.

VorsichtsmaßnahmenimUmgangmitundbeiderAnwendungvonDoxorubicin:

Doxorubicinistzurintravenösenbzw.intravesikalenApplikationbestimmtunddarfweder

oral,subkutan,intramuskulärnochintrathekalverabreichtwerden.

DieintravenöseAnwendungvonDoxorubicinhatmitbesondererSorgfaltzuerfolgen.

EineparavenöseApplikationmussunbedingtausgeschlossenwerden,dahierbei

regelmäßigschwersteGewebsnekrosenerfolgen(sieheauchAbschnitt4.2).

1mlDoxorubicinSandozenthält3,5mgNatrium.DiessolltebeieinerkochsalzarmenDiät

berücksichtigwerden.

4.5WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

DoxorubicinisteinstarkerradiosensibilisierenderWirkstoff("Radiosensitizer")unddie

hierdurchinduziertenRecall-Phänomenekönnenlebensbedrohlichsein.Eine

vorangegangene,gleichzeitigeoderspätereBestrahlungstherapiekanndieKardio-oder

HepatotoxizitätvonDoxorubicinverstärken.Diesgiltauchfüreinegleichzeitige

Behandlungmitkardio-oderhepatotoxischenArzneimitteln.Wenneine

DoxorubicintherapieandieBehandlungmitCyclophosphamidangeschlossenwird,kann

diesnebeneinerVerstärkungderKardiotoxizitätauchzurVerschlimmerungeiner

hämorrhagischenZystitisführen.

Beieiner(Vor-)BehandlungmitMedikamenten,welchedieKnochenmarksfunktion

beeinflussen(z.B.Zytostatika,Sulfonamide,Chloramphenicol,Phenytoin,Amidopyrin-

Derivate,antiretroviraleArzneimittel),istdieMöglichkeiteinerausgeprägtenStörungder

Hämatopoesezubeachten.DieDosierungvonDoxorubicinistgegebenenfallszu

modifizieren.BeiKombinationmitanderenZytostatika(z.B.Cytarabin,Cisplatin,

Cyclophosphamid)könnendietoxischenWirkungenderDoxorubicintherapieverstärkt

werden.

DieKombinationvonDoxorubicinmitAmphotericinBsolltevermiedenwerden,dasiezu

ausgeprägterNephrotoxizitätführenkann.

BeigleichzeitigerGabevonDoxorubicinundRitonavirwurdeübererhöhteDoxorubicin

Serumspiegelberichtet.

BeigleichzeitigerGabevonCiclosporinundDoxorubicinkanneszueinerwechselseitigen

ReduzierungderMetabolisierungundClearancebeiderSubstanzenmitkonsekutiver

ErhöhungderBlutspiegelkommen.

BarbituratekönnenzueinerbeschleunigtenPlasmaclearancevonDoxorubicinführen,die

gleichzeitigeGabemitPhenytoinzuverringertenPhenytoinplasmaspiegeln.

de_50548 5/14 November2008

DoxorubicinkanndieoraleBioverfügbarkeitvonDigoxinverringern.Währendder

TherapiemitDoxorubicinsolltedaherderDigoxin-Plasmaspiegelregelmäßigüberprüft

werden.

DoxorubicinbindetanHeparin;eskannzuPräzipitationenundWirkungsverlustbeider

Wirkstoffekommen.

4.6SchwangerschaftundStillzeit

DoxorubicinkannerbgutschädigendwirkenunddieEntwicklungeinesEmbryos

beeinträchtigen.DoxorubicinsolltenichtwährendderSchwangerschaftangewendet

werden.BeivitalerIndikationzurBehandlungeinerschwangerenPatientinsollteeine

medizinischeBeratungüberdasmitderBehandlungverbundeneRisikovon

schädigendenWirkungenfürdasKinderfolgen.

TrittwährendderBehandlungeineSchwangerschaftein,soistdieMöglichkeiteiner

genetischenBeratungzunutzen.

DoxorubicingehtindieMuttermilchüber.WährendderBehandlungdarfnichtgestillt

werden.

Doxorubicinkannerbgutschädigendwirken.Männern,diemitDoxorubicinbehandelt

werden,wirddaherempfohlen,währendderBehandlungundbiszu6Monatedanach

keinKindzuzeugenundsichvorTherapiebeginnwegenderMöglichkeiteiner

irreversiblenInfertilitätdurchdieTherapiemitDoxorubicinübereine

Spermakonservierungberatenzulassen.FrauensolltenwährendderBehandlungmit

Doxorubicinnichtschwangerwerden.

4.7AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienenvon

Maschinen

WegendeshäufigenAuftretensvonÜbelkeitundErbrechenwirdvomFührenvon

KraftfahrzeugenundBedienenvonMaschinenabgeraten.

4.8Nebenwirkungen

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgendeHäufigkeitenzugrundegelegt:

Sehrhäufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100bis<1/10)

Gelegentlich (≥1/1000bis<1/100)

Selten (≥1/10000bis<1/1000)

Sehrselten (<1/10000)

Nichtbekannt (HäufigkeitaufGrundlagederverfügbarenDatennichtabschätzbar)

Herzerkrankungen

Sehrhäufig:

Doxorubicinistkardiotoxisch.DasManifestationsrisikoderkardiotoxischen

NebenwirkungenistwährendundnacheinerBestrahlungstherapiedesmediastinalen

Bereiches,nachVorbehandlungmitpotentiellkardiotoxischenMitteln(z.B.

Anthrazyklinen,Cyclophosphamid)sowiebeiälterenPatienten(über60Jahre)undbei

manifesterarteriellerHypertonieerhöht.BesondereVorsichtistauchbeiKindernunter

2JahrenundPatientenmitkardiologischenVorerkrankungen(koronareHerzkrankheit,

Herzinsuffizienz)sowiebeiderAnwendungimzeitlichenZusammenhangmiteiner

Hyperthermiebehandlunggeboten.

BeiÜberschreitendermaximalenkumulativenGesamtdosis(Erwachsene550mg/m²

KOF,beivorhergehenderThoraxbestrahlungoderbegleitenderAlkylanstherapie

400mg/m²;Kinder400mg/m²KOF)steigtdieHäufigkeitderanthrazyklininduzierten

KardiomyopathieauchohnevorbestehendeRisikofaktorenraschan.InEinzelfällenwurde

de_50548 6/14 November2008

dasAuftreteneinerKardiotoxizitätjedochauchbeiwesentlichgeringererGesamtdosis

beobachtet.NacheinerkumulativenGesamtdosisvon550mg/m²bestehtz.B.fürdie

BehandelteneinRisikovonetwa5%fürdasAuftreteneinerschwerenHerzinsuffizienz.

DiekardiotoxischenNebenwirkungenvonDoxorubicinkönnensichinzwei

Erscheinungsformenmanifestieren:

Soforttyp

DieNebenwirkungenvomSoforttyptretenzumeistinnerhalbderersten24bis48Stunden

nachEinleitenderTherapieauf,sinddosisunabhängigunddurchfolgendeSymptome

gekennzeichnet:vorübergehendeArrhythmien(insbesondereSinustachykardien)sowie

supraventrikuläreundventrikuläreExtrasystolenundwerdendurchunspezifischeEKG-

Veränderungen(ST-Strecken-Veränderungen,NiedervoltageundverlängerteQT-Zeit)

charakterisiert.DieseVeränderungensindimAllgemeinenreversibelundihrAuftreten

stelltkeineKontraindikationbeidererneutenAnwendungvonDoxorubicindar.Eswurden

jedochauchlebensbedrohlicheArrhythmienwährendoderwenigeStundennachder

AnwendungvonDoxorubicinbeobachtet,inEinzelfällenauchakutesLinksherzversagen,

PerikarditisodereintödlichesPerikarditis-Myokarditis-Syndromberichtet.

Spättyp

DieNebenwirkungenvomSpättyprepräsentiereneinedosisabhängigekumulative

Organtoxizität,welcheimAllgemeinenirreversibelundhäufiglebensbedrohlichist.Sie

manifestierensichhäufigalskongestive(dilatative)KardiomyopathiemitdenZeichen

einerLinksherzinsuffizienzinnerhalbwenigerMonatenachBeendigungderTherapie.Die

KardiotoxizitätkannsichaberauchJahrenachBeendigungderTherapieerstmals

manifestierenundihreInzidenzsteigtmitHöhederkumulativenGesamtdosis.Diesist

insbesonderebeiderAnwendungbeiKindernzuberücksichtigen,welcheinsgesamt

niedrigereLebensgesamtdosentolerierenunddurchzusätzliche

Bestrahlungsbehandlungen,jungesAlterbeiTherapiebeginnundaggressive

Begleittherapienbesondersgefährdetsind,einespätauftretende,lebensbedrohliche

kardialeOrgantoxizitätmitventrikulärerDysfunktion,Herzversagenund/oderArrhythmien

zuentwickeln.DarüberhinausscheinenMädchengegenüberJungenbesonders

prädestiniertfürdasAuftretenspäterKardiotoxizitätnachDoxorubicintherapiezusein.

Vor,währendundnacheinerChemotherapiemitDoxorubicinsolltedieHerzfunktion

mittelsEKG,UKGundMUGA-Scanüberwachtwerden.

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems

Sehrhäufig:

MyelosuppressionisteinederdosislimitierendenNebenwirkungenundistz.T.gravierend.

SieäußertsichvorallemineinemAbfallderLeukozytenzahl.EineLeukopeniewurdebei

annährend75%derPatientenmitadäquaterKnochenmarkreservebeobachtet,welche

alle21Tagemit60mg/m²behandeltwurden.Wennauchwenigerhäufigwurdendarüber

hinausebenfallsThrombozytopenieundAnämieberichtet.Superinfektionenund

BlutungenwurdenimZusammenhangmitdemAuftreteneinerKnochenmarksuppression

ebenfallsbeobachtet.DieMyelosuppressionerreichtimAllgemeinen10bis14Tagenach

AnwendungvonDoxorubicinihrenHöhepunktundklingtinderRegelbiszumZeitpunkt

zwischendem21.und28.Tagab.EineetwaigeThrombozytopenieoderAnämietreten

ggfs.imgleichenZeitraumauf,sindinderRegelaberwenigerschwer.BeimAuftreten

einergravierendenMyelosuppressionsollteaufdieAnwendungvonDoxorubicin

verzichtetwerden,ggfs.isteineDosisreduktionoderVerzögerungderAnwendung

notwendig.

de_50548 7/14 November2008

Esmusssichergestelltwerden,dasseineschwereInfektionund/oderBlutungsepisode

raschundwirksambehandeltwerdenkann.BestehendeInfektionensolltenvor

Therapiebeginnbehandeltwerden.

Augenerkrankungen

Selten:

Konjunktivitis,verstärkteSekretionvonTränenflüssigkeit

ErkrankungenderAtemwege,desBrustraumsundMediastinums

Sehrselten:

NachintravesikalerInstillationvonDoxorubicinwurdeninEinzelfällenschwere

systemischeReaktioneneinschließlichAnschwellenderNasenschleimhaut,Tachypnoe

undDyspnoebeobachtet.

StrahlenpneumonitismittödlichenKomplikationenwurdebeisystemischer

KombinationschemotherapievonDoxorubicinmitMethotrexatundCyclophosphamidin

einerStudiebeobachtet.BeimAuftretenvonDyspnoesolltediesezunächstalsHinweis

aufeineanthrazyklininduzierteHerzmuskelschädigunggewertetwerden.

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Sehrhäufig:

DasemetogenePotentialvonDoxorubicinisthoch,relativschwereÜbelkeitund

Erbrechentretenbeica.80%derPatientenamerstenTagderBehandlungaberauch

danachauf.EineantiemetischeProphylaxewirdempfohlen.Darüberhinauskönnen

AppetitlosigkeitsowieSchleimhautulzerationeninMundundRachensowieimÖsophagus

undDarmtraktauftreten.DiesekönnenbeischwererAusprägungdenEintrittvon

Infektionenbedingen.ZuDiarrhoenkannesalsFolgeeinerProliferationshemmungim

Darmepithelkommen.

Sehrselten:

InEinzelfällenwurdenimZusammenhangmitderKombinationvonCytarabinüber

NekrosendesDickdarmsmitmassivenBlutungenundschwerenInfektionenberichtet.

NachStrahlentherapiekönnenunterderAnwendungvonDoxorubicinÖsophagitiden

auftreten,dieu.U.zuÖsophagusstrikturenführen.

Hinweis

SolangeEntzündungen,UlzerationenoderDiarrhoenbestehen,sollteaufdieAnwendung

vonDoxorubicinverzichtetwerden.

ErkrankungenderNierenundderHarnwege

Häufig:

NachintravesikalerAnwendungwurdehäufigüberZystitismitdysurischenBeschwerden

wieDysurie,Pollakisurie,HämaturieundBlasenspasmenberichtet.

Innerhalbvon24StundennachAnwendungvonDoxorubicinkommteshäufigzueiner

bedeutungslosenRotfärbungdesUrins,welcheaufdenFarbstoffdesAnthrazyklins

zurückzuführenist.

Sehrselten:

VereinzeltwurdedasAuftreteneinesakutenNierenversagensbeobachtet.

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes

Sehrhäufig:

DieregelmäßigauftretendetotaleodersubtotaleAlopezieistnachAbsetzenderTherapie

inderRegelreversibel.HyperpigmentierungderExtremitätenundNägel,Ablösungder

Nagelplatte,Bläschenbildung,Rötung,NesselsuchtundVenenentzündungbeiInjektionin

kleineVenen.

ParavasaleInjektionenführenregelmäßigzuschwerstenGewebsnekrosen.DasAusmaß

derGewebsulzerationistvonderParavasatmengeabhängig.FolgeeinesParavasates

sindSchmerzensowieschlechtheilendeUlzerationen.

de_50548 8/14 November2008

Stoffwechsel-undErnährungsstörungen

Häufig:

EineHyperurikämieundkonsekutiveHarnsäurenephropathiekönnenalsFolgeeines

massivenTumorzellzerfallsauftreten.

Gutartige,bösartigeundunspezifischeNeubildungen(einschl.ZystenundPolypen)

Selten:

BeiPatienten,diegleichzeitigmitDoxorubicinundDNAveränderndenZytostatika(z.B.

alkylierendeSubstanzen,Platinderivate)behandeltwurden,wurdeinEinzelfällendas

AuftreteneinersekundärenLeukämie(z.T.auchmitpräleukämischerPhase)beobachtet.

DieskannauchnacheinerkurzenLatenzzeit(1-3Jahre)auftreten.

AlsspäteNebenwirkungistdieEntwicklungvonZweitneoplasiennichtauszuschließen.

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Gelegentlich:

Gelenkschmerzen,SchmerzenanderInjektionsstelle

Sehrselten:

generalisierteMuskelschwäche

ErkrankungendesImmunsystems

Selten:

ÜberempfindlichkeitsreaktionenmitUrtikaria,vorübergehendemPruritus,Angiödemder

AugenliderundZungeundrespiratorischerBeeinträchtigungwurdenseltenbeobachtet.

Leber-undGallenerkrankungen

Häufig:

Einevorübergehende,meistgeringfügigeErhöhungvonSGOT,SGPTund/oderBilirubin

wirdhäufigbeobachtet.Sietrittmeist10bis14TagenachDoxorubicinApplikationaufund

istnachAbsetzenimAllgemeinenbinneneinerWochereversibel.

ErkrankungenderGeschlechtsorganeundderBrustdrüse

Gelegentlich:

irreversibleStörungenderKeimzellbildungsindmöglich,Doxorubicinistmutagenund

teratogen.

BereitsinAbheilungbefindlicheStrahlenschäden(Haut,Lunge,Speiseröhre,

SchleimhäutedesMagen-Darm-Traktes,Herz)könnendurchdieAnwendungvon

Doxorubicinerneutauftreten.

4.9Überdosierung

EinspezifischesAntidotfürDoxorubicinhydrochloridistnichtbekannt.

EineakuteIntoxikationkannsichz.B.innerhalbvon24StundenalsHerzinsuffizienz

einschließlichStenokardien,AnginapectorisundMyokardinfarktäußern.IndiesenFällen

isteinKardiologehinzuzuziehen.WeitereZeichenderÜberdosierungsindschwere

Myelosuppression,dieimAllgemeinen10-14TagenachTherapiebeginnauftrittsowie

schwereSchleimhautentzündungen.DieTherapieeinerausgeprägtenMyelosuppression

mussunterstationärenBedingungenerfolgen.SiebestehtunterUmständeninder

SubstitutionderfehlendenBlutbestandteileundantibiotischerTherapie.DieVerlegung

desPatientenineinenkeimfreienRaumkannnotwendigwerden.BeimAuftretenvon

IntoxikationserscheinungensolltedieApplikationvonDoxorubicinsofortabgebrochen

werden.

DiechronischeIntoxikationäußertsichinsbesonderemitdeno.g.Zeichender

Kardiotoxizität.BeimAuftreteneinerHerzinsuffizienzisteinKardiologehinzuzuziehen.

de_50548 9/14 November2008

EineHämodialysebehandlungistbeiIntoxikationenmitDoxorubicinvermutlichnutzlos,da

DoxorubicineinsehrgroßesVerteilungsvolumenhatundnurca.5%derapplizierten

Dosisrenaleliminiertwerden.

5.PharmakologischeEigenschaften

5.1PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Anthrazyklin;ZytostatikumausderGruppeder

Antibiotika

ATC-Code:L01DB01

DoxorubicinisteinFermentationsproduktdesPilzesStreptomycespeucetiusundgehört

zurGruppederAnthracyclinantibiotikamitantineoplastischenEigenschaften.Esistdirekt

wirksamundbedarfkeinermetabolischenAktivierung,umzytostatischwirksamzusein.

DurchSpaltungderGlykosidbindungwirdesinaktiviert.DergenaueWirkmechanismusist

unklar.

Diskutiertwerden:

DNA-BindungsfähigkeitunddarausfolgendeInterkalationzwischenBasenpaaren,

waszueinersterischenBehinderungderDNA-undRNA-Syntheseführt

BildungfreierRadikale

einedirekteMembranwirkungsowie

HemmungderTopoisomerase-II-Aktivität.

5.2PharmakokinetischeEigenschaften

Verteilung

DasVerteilungsvolumenvonDoxorubicinliegtdeutlichüberdemVolumendes

Gesamtkörperwassers,wobeiübereineerheblicheinterindividuelleVariabilitätmitWerten

von500-2900l/m²KOFberichtetwurde.Nachi.v.ApplikationverteiltsichDoxorubicin

demnachsehrschnellimOrganismus.DiehöchstenKonzentrationenwurdenbeim

MenscheninLeber,Milz,Niere,LungeundHerzgefunden.

DieVerteilungshalbwertzeitbeträgtnachi.v.Applikationetwa12Minuten.Dieserfolgteine

biphasischeEliminationmitHalbwertzeitenvonetwa3und30-50Stunden.

DoxorubicinverteiltsichraschimAszitesunderreichtdortKonzentrationenüberdem

Plasmaspiegel("thirdspace";Toxizitätssteigerung!).DieLiquorgängigkeitscheint

vernachlässigbargering,istaberbeiHirnmetastasenoderleukämischemBefalldes

Cerebrumserhöht.

ÜbergangindieMuttermilch

DoxorubicintrittindieMuttermilchüber.

Metabolisierung/Elimination

DieMetabolisierungvonDoxorubicinerfolgthauptsächlichinderLeber.Derwichtigste

MetabolitistdasebenfallszytotoxischaktiveDoxorubicinol.Darüberhinauswurden

weitere,inaktiveMetabolitengefunden.

DieEliminationerfolgthauptsächlichviaLeberundGalleüberdieFäzes,mitdenen40-

50%derverabreichtenDosisbinnen7Tagenausgeschiedenwerden.Lediglich5-15%

derappliziertenDosiswerdenüberdieNierenausgeschieden.Eingeschränkte

LeberfunktionoderGalleabflußbehinderungenhabeneineverzögerteEliminationund

damiteineToxizitätssteigerungzurFolge,dieeineDosismodifikationnotwendigmacht.

DiePlasmaproteinbindungvonDoxorubicinbeträgtca.75%.

de_50548 10/14 November2008

InderLiteraturwirdnachwievordiskutiert,obdiePlasmaspitzenkonzentrationenoderdie

FlächeunterderKonzentration-Zeit-Kurve(AUC)fürdietherapeutischenundtoxischen

EffektevonDoxorubicinverantwortlichzumachensind.AngesichtsdieserÜberlegungen

istzuberücksichtigen,dassAUCundPlasmaspitzenkonzentrationentscheidenddurchdie

ApplikationsartvonDoxorubicin(BolusinjektionversusDauerinfusion)beeinflusstwerden

5.3PräklinischeDatenzurSicherheit

AkuteToxizität

ToxizitätsuntersuchungenwurdenanRattenundMäusendurchgeführt(i.v.Applikation

unterschiedlicherDosierungenmg/kg).DieLD50beiderMausliegtbeietwa22mg/kg.

BeiderRattezwischen8und14mg/kginAbhängigkeitvonderBeobachtungsdauer

(Maus28-91Tage,Ratte56-182Tage).DiesetierexperimentellenUntersuchungen

zeigteneinedeutlichedosisabhängigeAkuttoxizität.

ChronischeToxizität

DiechronischeToxizitätvonDoxorubicinSandozentsprichtinihrerklinischen

ManifestationderandererinderChemotherapiemalignerNeoplasienangewendeter

Substanzen.DurchdiebesonderekardiotoxischeWirkung(Frühmanifestationsowie

Kardiomyopathie)unterscheidetsichDoxorubicinSandozjedochvonanderen

zytotoxischenSubstanzen.

MutagenesundtumorerzeugendesPotential

DoxorubicinSandozzeigtindenverschiedenstenSystemendeutlicheerbgutverändernde

Eigenschaften.SowerdeninBakterien-undSäugerzellkulturenGenmutationen

hervorgerufen.AufgrunddieserDatenmussangenommenwerden,dassDoxorubicin

SandozimMenschenerbgutveränderndwirkt.

NacheinmaligerintravenöserGabeanRattenwurdenachAblaufeinerlängeren

EntwicklungszeitbeidenTiereneinAnstiegderTumorratebeobachtet.

Reproduktionstoxizität

DieAuswirkungenaufreproduktionstoxikologischeParameterwurdenanRattenund

Kaninchenuntersucht.AnweiblichenRattenwurdeDoxorubicininDosierungenvon

0,025,0,050und0,200mg/kgKörpergewichti.v.täglichvom14.TagvorderVerpaarung

biszurLaktationsperiodeverabreicht.EswurdenkeinematernaltoxischenEffekte

beobachtet.DerFertilitätsindexdermittlerenundhohenDosisgruppewarvermindert,

allerdingsnichtsignifikant.MännlichenRatten,denenDoxorubicinandenTagen6,16,24

und45postnatalverabreichtwurde,zeigtenbiszum16.TagschwereBeeinträchtigungen

derFortpflanzungsorganeundFertilität.AbTag24warendieEffekteauf

ReproduktionsorgangewichteundSpermienanzahlreversibel,abTag45warenkeine

Effekteerkennbar.

EmbryotoxischeEffektetratenimDosisbereichvon0,2mg/kgbeiRattenundKaninchen

auf.

6.PharmazeutischeAngaben

6.1ListedersonstigenBestandteile

Salzsäure10%,Natriumchlorid,WasserfürInjektionszwecke

6.2Inkompatibilitäten

DoxorubicindarfnichtmitHeparinoderanderenZytostatikaineinerInfusionvermischt

werden.AuchdasMischenineineralkalischenLösungistzuvermeiden.

de_50548 11/14 November2008

ÜberInkompatibilitätenmitfolgendenSubstanzenwurdeberichtet:Allopurinol,Aluminium,

Cephalotin,Dexamethason,Diazepam,Fluorouracil,Furosemid,Galliumnitrat,Heparin,

Hydrocortison,Methotrexat,parenteraleErnährungslösungen,Piperacillin,Theophyllin,

Vincristin.

6.3DauerderHaltbarkeit

2Jahre

NurzureinmaligenEntnahme.NachAnbruchverwerfen.

NurfrischzubereiteteVerdünnungen(nichtälterals24Stunden)verwenden.

BeiallenManipulationenistaufdieGefahreinermikrobiellenKontaminationzuachten.

6.4BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

ImKühlschranklagern(2-8°C).

DieDurchstechflascheimUmkartonaufbewahren,umdenInhaltvorLichtzuschützen.

6.5ArtundInhaltdesBehältnisses

DurchstechflascheaushydrolytischemGlasderKlasseI,miteinemteflonbeschichteten

ChlorbutylgummistopfenundeinerAluminiumkappe,verpacktineinemKarton.

DoxorubicinSandoz10mgInjektionslösung:

Originalpackungmit1Durchstechflaschemit5ml

Infusionslösung(N1)

DoxorubicinSandoz50mgInjektionslösung:

Originalpackungmit1Durchstechflaschemit25ml

Infusionslösung(N1)

Originalpackungmit1Durchstechflaschemit25mlInfusionslösung(N1)plus

BlaseninstillationssystemplusBlasenkatheter

DoxorubicinSandoz100mgInjektionslösung:

Originalpackungmit1Durchstechflaschemit50ml

Infusionslösung(N1)

de_50548 12/14 November2008

DoxorubicinSandoz200mgInjektionslösung:

Originalpackungmit1Durchstechflaschemit100ml

Infusionslösung(N1)

6.6BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigungundsonstigeHinweisezur

Handhabung

EntnehmenSiedieLösungerstkurzvorGebrauchausderInjektionsflasche.

HinweisezurHandhabung:

JederKontaktmitDoxorubiciningelösterFormistzuvermeiden.

DieZubereitungmussmitHilfeeinesabsolutaseptischenArbeitsverfahrenserfolgen.Die

VerwendungeinerWerkbankmitvertikalerLuftströmung(LAF)wirdempfohlen.Beim

UmgangmitDoxorubicinmussSchutzkleidunggetragenwerden.Haut-und

SchleimhautkontaktemitDoxorubicinsindzuvermeiden(Handschuhetragen!).

WennDoxorubiciningelösterFormmitderHaut,SchleimhautoderdenAugenin

Berührungkommt,musssofortgründlichmitWassergespültwerden.ZurReinigungder

HautkannSeifeverwendetwerden.

DieInjektionslösunghateinenpH-Wertvon3,3–4,0.VorVerabreichungsolltesieauf

Raumtemperaturgebrachtwerden.SieenthältkeineKonservierungsstoffeundistdaher

nichtzurMehrfachentnahmevorgesehen.

HinweisezurBeseitigung:

DieEmpfehlungen"SichereHandhabungvonZytostatika"desMerkblattesM620der

BerufsgenossenschaftGesundheitsdienstundWohlfahrtspflegesolltenbeachtetwerden.

7.InhaberderZulassung

SandozPharmaceuticalsGmbH

Raiffeisenstraße11

83607Holzkirchen

E-Mail:info@sandoz.de

8.Zulassungsnummern

DoxorubicinSandoz10mgInjektionslösung: 57737.00.00

DoxorubicinSandoz50mgInjektionslösung: 57738.00.00

DoxorubicinSandoz100mgInjektionslösung: 57739.00.00

DoxorubicinSandoz200mgInjektionslösung:57740.00.00

9.DatumderErteilungderZulassungen

25.10.2005

10.StandderInformation

de_50548 13/14 November2008

November2008

11.Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

de_50548 14/14 November2008

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