Dolocarp flavour, 100 mg, Kautabletten für Hunde

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

25-11-2020

Fachinformation Fachinformation (SPC)

23-02-2021

Wirkstoff:
CARPROFEN
Verfügbar ab:
aniMedica GmbH
ATC-Code:
QM01AE91
INN (Internationale Bezeichnung):
carprofen
Einheiten im Paket:
20 Tabletten, Laufzeit: 36 Monate 100 Tabletten, Laufzeit: 36 Monate
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Therapiegruppe:
Carprofen
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
8-01022
Berechtigungsdatum:
2011-12-22

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B. PACKUNGSBEILAGE

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GEBRAUCHSINFORMATION

Dolocarp flavour, 100 mg, Kautabletten für Hunde

1.

NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND, WENN

UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE

VERANTWORTLICH IST

Zulassungsinhaber und Hersteller der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist:

aniMedica GmbH

Im Südfeld 9

48308 Senden-Bösensell

Deutschland

Mitvertrieb:

Ogris Pharma Vertriebs-G.m.b.H.

Hinderhoferstr. 1-3

A-4600 Wels

2.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

Dolocarp flavour, 100 mg, Kautabletten für Hunde

Carprofen

3.

WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE

1 Kautablette enthält:

Wirkstoff:

Carprofen

100 mg

Sonstige Bestandteile, deren Kenntnis für eine zweckmäßige Verabreichung des Mittels erforderlich

ist:

Leberaroma, flüssig

5 mg

Spezialaroma für Hunde

50 mg

Beige-braune Tablette mit einer Bruchkerbe.

4.

ANWENDUNGSGEBIET(E)

Hund:

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Zur Linderung von Entzündungen und Schmerzen bei akuten und chronischen Erkrankungen des

Bewegungsapparates (z.B. Osteoarthritis). Zur Weiterbehandlung postoperativer Schmerzen nach

vorangegangener parenteraler Analgesie.

5.

GEGENANZEIGEN

Nicht anwenden bei Katzen.

Nicht anwenden bei trächtigen oder säugenden Hündinnen.

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff, anderen NSAIDs und

einem der sonstigen Bestandteile.

Nicht anwenden bei Tieren, die an Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen leiden oder wenn bereits

ein Verdacht auf gastrointestinale Ulzeration oder Blutungsneigung besteht.

6.

NEBENWIRKUNGEN

Typische mit NSAIDs assoziierte Nebenwirkungen wie Erbrechen, weiche Fäzes / Diarrhoe, fäkales

okkultes Blut (erkennbare Schwarzfärbung des Kotes), Nierenfunktionsstörungen (gesteigerter Durst,

erhöhtes oder erniedrigtes Harnvolumen), Appetitverlust und Lethargie wurden beobachtet. Diese

Nebenwirkungen treten generell in der ersten Behandlungswoche auf. Sie sind meistens

vorübergehender Art und verschwinden nach Beendigung der Behandlung. In sehr seltenen Fällen

können sie jedoch schwerwiegend oder tödlich sein.

Bei Auftreten von Nebenwirkungen sollte die Behandlung abgebrochen und der Rat des Tierarztes

eingeholt werden. Ein vorübergehender Anstieg der ALT-Werte ist möglich. In sehr seltenen Fällen

können Leberschädigung und Leberfunktionsstörungen auftreten.

Falls Sie Nebenwirkungen insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei

Ihrem Tier feststellen, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

7.

ZIELTIERART(EN)

Hund

8.

DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Kautablette zum Eingeben. Die angegebene Dosierung sollte nicht erhöht werden.

Die Dosis von 4,0 mg je kg Körpergewicht ist einmal täglich zu verabreichen. Im Falle einer

Langzeitbehandlung kann die initiale Dosis, je nach klinischem Verlauf, auf 2 mg pro kg

Körpergewicht einmal täglich reduziert werden.

Die meisten Hunde nehmen Dolocarp Kautabletten freiwillig auf.

Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem klinischen Verlauf der Erkrankung. Eine

Langzeitbehandlung sollte nur unter tierärztlicher Kontrolle erfolgen.

Die Tabletten können entlang der Bruchrille geteilt werden.

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9.

HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

Nicht zutreffend.

10.

WARTEZEIT

Nicht zutreffend.

11.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Trocken lagern.

Die Dose fest verschlossen halten.

Das Arzneimittel nach Ablauf des auf Behältnis und äußerer Umhüllung angegebenen Verfalldatums

nicht mehr anwenden.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen der Dose:

1 Jahr

Haltbarkeit der halben Tabletten:

48 Stunden

Wenn das Behältnis zum ersten Mal geöffnet wird, ist das Datum, an dem im Behältnis verbleibende

Produktreste verworfen werden müssen, anhand der in dieser Packungsbeilage gemachten Angaben

zur Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen zu ermitteln. Dieses Entsorgungsdatum ist auf dem Etikett an

der dafür vorgesehenen Stelle einzutragen.

12.

BESONDERE WARNHINWEISE

Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart

Keine.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren

Die Anwendung bei Hunden, die jünger als 6 Wochen sind oder bei älteren Tieren stellt ein erhöhtes

Risiko dar. Falls die Anwendung nicht vermieden werden kann, sollte die Dosis verringert und der

Hund sorgfältig klinisch überwacht werden.

Wegen der guten Schmackhaftigkeit der Kautabletten sollten diese an einem für Tiere sicheren Ort

aufbewahrt werden. Bei Aufnahme von mehr als der empfohlenen Anzahl von Kautabletten kann es zu

schweren Nebenwirkungen kommen. In diesem Fall sollte sofort tierärztliche Hilfe in Anspruch

genommen werden.

Wegen der Gefahr einer erhöhten renalen Toxizität ist die Anwendung bei dehydrierten,

hypovolämischen oder hypotensiven Hunden zu vermeiden. Die gleichzeitige Verabreichung von

potenziell nephrotoxischen Arzneimitteln ist zu vermeiden.

Nichtsteroidale Antiphlogistika können die Phagozytose beeinflussen. Daher sollte bei einer

Behandlung von Entzündungen, die in Zusammenhang mit einer bakteriellen Infektion bestehen,

gleichzeitig antimikrobiell behandelt werden.

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Nicht gleichzeitig mit oder innerhalb von 24 Stunden nach einem anderen nichtsteroidalen

Antiphlogistikum oder Glukokortikoiden anwenden.

Einige NSAIDs weisen eine hohe Plasmaproteinbindung auf und können mit anderen ebenfalls stark

gebundenen Arzneimitteln konkurrieren, was toxische Effekte hervorrufen kann.

Während der Behandlung kann intensive Lichteinwirkung bei Tieren mit geringer Hautpigmentierung

möglicherweise Photodermatitiden hervorrufen. Entsprechende Nebenwirkungen von Carprofen traten

bei Labortieren sowie beim Menschen auf. Beim Hund wurden diese Hautreaktionen bisher noch nicht

beobachtet, können derzeit jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender

Carprofen kann in seltenen Fällen eine Photodermatitis verursachen.

Der direkte Hautkontakt mit

dem Wirkstoff ist zu vermeiden. Bei einer versehentlichen Einnahme ist unverzüglich ein Arzt zu Rate

zu ziehen und die Packungsbeilage vorzuzeigen. Nach der Anwendung Hände waschen.

Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode

Studien an Versuchstieren (Ratten und Kaninchen) ergaben Hinweise auf fetotoxische Wirkungen von

Carprofen nahe der therapeutischen Dosis.

Die Sicherheit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation bei Hündinnen wurde

nicht untersucht.

Nicht bei trächtigen und laktierenden Hündinnen anwenden.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen

Nicht gleichzeitig mit oder innerhalb von 24 Stunden nach einem anderen nichtsteroidalen

Antiphlogistikum oder Glukokortikoid anwenden.

Die gleichzeitige Verabreichung von potenziell nephrotoxischen Arzneimitteln ist zu vermeiden. Siehe

“Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren“.

Carprofen hat eine hohe Affinität zum Plasma-Eiweiß (99 % Bindung). Es sollte daher nicht

gleichzeitig mit anderen Substanzen, die ebenfalls eine hohe Plasma-Eiweißbindung haben,

verabreicht werden.

Bei Vorbehandlung mit steroidalen oder nichtsteroidalen Antiphlogistika sollte unbedingt eine

behandlungsfreie Periode eingehalten werden, da es sonst zur Verstärkung eventueller

Nebenwirkungen kommen kann.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen und Gegenmittel), falls erforderlich

Bei Auftreten der typischen Nebenwirkungen der nichtsteroidalen Antiphlogistika wie

gastrointestinale Störungen (Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, Ulzeration), gastrointestinale

Blutungen (erkennbar an einer Schwarzfärbung des Kotes) oder Anzeichen von

Nierenfunktionsstörungen (gesteigerter Durst, erhöhtes oder erniedrigtes Harnvolumen) ist die

Behandlung sofort abzubrechen und umgehend der Tierarzt aufzusuchen.

In Verträglichkeitsstudien mit Überdosierungen wurden keine Anzeichen von Toxizität bei Hunden

beobachtet, die mit Carprofen in einer Dosierung bis zu 6 mg/kg zweimal täglich für 7 Tage (3-faches

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der empfohlenen Dosis von 4 mg/kg) und in einer Dosierung von 6 mg/kg einmal täglich für weitere 7

Tage (1,5-faches der empfohlenen Dosis von 4 mg / kg) behandelt wurden.

Im Falle einer Überdosierung von Carprofen gibt es kein spezifisches Gegenmittel; daher ist die bei

einer NSAID-Überdosierung übliche symptomatische Behandlung einzuleiten.

13.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT

VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN

ERFORDERLICH

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen

abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein

missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem

Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen

Sie Ihren Tierarzt, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind. Diese Maßnahmen

dienen dem Umweltschutz.

14.

GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE

25.04.2017

05/2017

15.

WEITERE ANGABEN

Weiße Dose aus Polyethylen (HDPE) mit einem kindersicheren Verschluss in einer Faltschachtel. Das

Produkt ist verschlossen mit einer weißen Polypropylenkappe mit oder ohne Trockenmittelstopfen.

Packungsgrößen: 20 und 100 Kautabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Hinweis zur Öffnung des kindersicheren Verschlusses: Drücken Sie den Verschluss nach unten und

drehen Sie diesen gleichzeitig. Die Dose fest verschlossen halten.

DE: Zul.-Nr: 401365.02.00

Verschreibungspflichtig

AT: Zul.Nr.: 8-01022

Rezept- und apothekenpflichtig

FACHINFORMATION IN FORM DER ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES

TIERARZNEIMITTELS (SUMMARY OF PRODUCT CHARACTERISTICS)

1.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

Dolocarp flavour, 100 mg, Kautabletten für Hunde

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Kautablette enthält:

Wirkstoff:

Carprofen

100 mg

Sonstige Bestandteile:

Leberaroma, flüssig

5 mg

Spezialaroma für Hunde

50 mg

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie unter Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Kautablette

Beige-braune Tablette mit einer Bruchkerbe

Die Tablette kann in zwei Hälften geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Zieltierart(en)

Hund

4.2

Anwendungsgebiete unter Angabe der Zieltierart(en)

Zur Linderung von Entzündungen und Schmerzen bei akuten und chronischen Erkrankungen

des Bewegungsapparates (z.B. Osteoarthritis). Zur Behandlung postoperativer Schmerzen nach

vorangegangener parenteraler Analgesie.

4.3

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Katzen.

Nicht anwenden bei trächtigen oder säugenden Hündinnen.

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff, anderen NSAIDs

oder einem der sonstigen Bestandteile.

Nicht anwenden bei Tieren, die an Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen leiden oder wenn

bereits ein Verdacht auf gastrointestinale Ulzeration oder Blutungsneigung besteht.

4.4

Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart

Keine.

4.5

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:

Die Anwendung bei Hunden, die jünger als 6 Wochen sind oder bei älteren Tieren stellt ein

erhöhtes Risiko dar. Falls die Anwendung nicht vermieden werden kann, sollte die Dosis

verringert und der Hund sorgfältig klinisch überwacht werden.

Wegen der guten Schmackhaftigkeit der Kautabletten sollten diese an einem für Tiere sicheren

Ort aufbewahrt werden. Bei Aufnahme von mehr als der empfohlenen Anzahl von Kautabletten,

kann es zu schweren Nebenwirkungen kommen. In diesem Fall sollte sofort tierärztliche Hilfe

in Anspruch genommen werden.

Wegen der Gefahr einer erhöhten renalen Toxizität ist die Anwendung bei dehydrierten,

hypovolämischen oder hypotensiven Hunden zu vermeiden. Die gleichzeitige Verabreichung

von potenziell nephrotoxischen Arzneimitteln ist zu vermeiden.

Nichtsteroidale Antiphlogistika können die Phagozytose beeinflussen. Daher sollte bei einer

Behandlung

Entzündungen,

Zusammenhang

einer

bakteriellen

Infektion

bestehen, gleichzeitig antimikrobiell behandelt werden.

Nicht gleichzeitig mit oder innerhalb von 24 Stunden nach einem anderen nichtsteroidalen

Antiphlogistikum (NSAID) oder Glukokortikoid anwenden.

Einige NSAIDs weisen eine hohe Plasmaproteinbindung auf und können mit anderen ebenfalls

stark gebundenen Arzneimitteln konkurrieren, was toxische Effekte hervorrufen kann.

Während

Behandlung

kann

intensive

Lichteinwirkung

Tieren

geringer

Hautpigmentierung

möglicherweise

Photodermatitiden

hervorrufen.

Entsprechende

Nebenwirkungen von Carprofen traten bei Labortieren sowie beim Menschen auf. Beim Hund

wurden

diese

Hautreaktionen

bisher

noch

nicht

beobachtet,

können

derzeit

jedoch

nicht

ausgeschlossen werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender

Carprofen kann in seltenen Fällen eine Photodermatitis verursachen.

direkte

Hautkontakt mit dem Wirkstoff ist zu vermeiden.

Bei einer versehentlichen Einnahme ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die

Packungsbeilage vorzuzeigen.

Nach der Anwendung Hände waschen.

4.6

Nebenwirkungen (Häufigkeit und Schwere)

Typische mit NSAIDs assoziierte Nebenwirkungen wie Erbrechen, weiche Fäzes / Diarrhoe,

fäkales

okkultes

Blut

(erkennbare

Schwarzfärbung

Kotes),

Nierenfunktionsstörungen

(gesteigerter Durst, erhöhtes oder erniedrigtes Harnvolumen), Appetitverlust und Lethargie

wurden beobachtet. Diese Nebenwirkungen treten generell in der ersten Behandlungswoche auf.

Sie sind meistens vorübergehender Art und verschwinden nach Beendigung der Behandlung. In

sehr seltenen Fällen können sie jedoch schwerwiegend oder tödlich sein.

Beim Auftreten von Nebenwirkungen sollte die Behandlung abgebrochen und der Rat des

Tierarztes eingeholt werden. Ein vorübergehender Anstieg der ALT-Werte ist möglich. In sehr

seltenen Fällen können Leberschädigung und Leberfunktionsstörungen auftreten.

4.7

Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode

Studien

Versuchstieren

(Ratten

Kaninchen)

ergaben

Hinweise

fetotoxische

Wirkungen von Carprofen nahe der therapeutischen Dosis.

Die Sicherheit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation wurde nicht

untersucht.

Nicht bei trächtigen und laktierenden Hündinnen anwenden.

4.8

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen

Nicht gleichzeitig mit oder innerhalb von 24 Stunden nach einem anderen nichtsteroidalen

Antiphlogistikum oder Glukokortikoid anwenden.

gleichzeitige

Verabreichung

potenziell

nephrotoxischen

Arzneimitteln

vermeiden. Siehe auch Punkt 4.5.

Carprofen hat eine hohe Affinität zum Plasma-Eiweiß (99 % Einweißbindung). Es sollte daher

nicht gleichzeitig mit anderen Substanzen, die ebenfalls eine hohe Plasma-Eiweißbindung

haben, verabreicht werden.

Bei Vorbehandlung mit steroidalen oder nichtsteroidalen Antiphlogistika sollte unbedingt eine

behandlungsfreie

Periode

eingehalten

werden,

sonst

Verstärkung

eventueller

Nebenwirkungen kommen kann.

4.9

Dosierung und Art der Anwendung

Kautablette zum Eingeben. Die angegebene Dosierung sollte nicht erhöht werden.

Die Dosis von 4,0 mg je kg Körpergewicht ist einmal täglich zu verabreichen. Im Falle einer

Langzeitbehandlung kann die initiale Dosis, je nach klinischem Verlauf, auf 2 mg pro kg

Körpergewicht einmal täglich reduziert werden.

Die meisten Hunde nehmen die Kautabletten freiwillig auf.

Behandlungsdauer

richtet

sich

nach

klinischen

Verlauf

Erkrankung.

Eine

Langzeitbehandlung sollte nur unter tierärztlicher Kontrolle erfolgen.

Die Tabletten können entlang der Bruchrille geteilt werden.

4.10

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen und Gegenmittel), falls erforderlich

Auftreten

typischen

Nebenwirkungen

nichtsteroidalen

Antiphlogistika

gastrointestinale

Störungen

(Appetitlosigkeit,

Erbrechen,

Durchfall,

Ulzeration),

gastrointestinale Blutungen (erkennbar an einer Schwarzfärbung des Kotes) oder Anzeichen von

Nierenfunktionsstörungen (gesteigerter Durst, erhöhtes oder erniedrigtes Harnvolumen) ist die

Behandlung sofort abzubrechen und umgehend der Tierarzt aufzusuchen.

In Verträglichkeitsstudien mit Überdosierungen wurden keine Anzeichen von Toxizität bei

Hunden beobachtet, die mit Carprofen in einer Dosierung bis zu 6 mg / kg zweimal täglich für

7 Tage (3-faches der empfohlenen Dosis von 4 mg/kg) und in einer Dosierung von 6 mg/kg

einmal täglich für weitere 7 Tage (1,5-faches der empfohlenen Dosis von 4 mg / kg) behandelt

wurden.

Im Falle einer Überdosierung von Carprofen gibt es kein spezifisches Gegenmittel; daher ist die

bei einer NSAID-Überdosierung übliche symptomatische Behandlung einzuleiten.

4.11

Wartezeit(en)

Nicht zutreffend.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

Pharmakotherapeutische Gruppe:

Nicht-steroidale Antiphlogistika u. Antirheumatika,

Propionsäurederivate

ATCvet code:

QM 01 AE 91

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Carprofen

nichtsteroidales

Antiphlogistikum

(NSAID)

Gruppe

Arylpropionsäuren. Es wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und fiebersenkend.

Carprofen ist wie die meisten NSAIDs ein spezifischer Hemmer der Cyclooxygenase in der

Arachidonsäure-Kaskade.

Dadurch

wird

Prostaglandin-Synthese

unterbrochen.

Prostaglandine spielen eine wichtige Rolle bei der Ausbildung von Entzündungsreaktionen und

als einer der Schutzmechanismen für die Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes vor Ulzeration.

Die Cyclooxygenase (COX) hat zwei Isoenzyme, die COX-1 und die COX-2. Das COX-1

Enzym ist ständig im Blut und hat autoregulatorische Funktionen (z. B. Mucosa-Schutz im

Magen-Darm-Trakt und Nierenschutz).

Im Gegensatz dazu ist COX-2 nicht ständig im Blut. Es wird vermutet, dass dieses Enzym durch

den Entzündungsprozess induziert wird. Daraus wird gefolgert, dass das Ausmaß der Hemmung

von COX-1 die Rate der Magen-Darm-Ulzeration und das Verhältnis der Isoenzyme zueinander

Rate

Nebenwirkungen

bzw.

Wirksamkeit

bestimmt.

Für

Carprofen

gilt

Verhältnis COX-2: COX-1 von 1,0.

genauen

weiteren

Wirkungsmechanismen

Carprofen

sind

noch

nicht

vollständig

aufgeklärt.

5.2

Angaben zur Pharmakokinetik

Die Resorption erfolgt rasch und komplett. Das Körperverteilungsvolumen ist gering, da die

Bindung an Plasmaproteine 99 % beträgt. Nach Verabreichung der Kautabletten an Hunde

wurde

eine

durchschnittliche

Cmax

(höchste

Plasmakonzentration)

23,2

µg/ml

für

Carprofen nach ca. 3 Stunden erreicht. Beim Hund wird Carprofen überwiegend (60 – 70 %)

metabolisiert

(Glucuronsäure-Ester

zwei

phenolische

Metaboliten)

über

Gallenflüssigkeit mit dem Kot ausgeschieden. Die Halbwertszeit (t½) beträgt im Mittel acht

Stunden.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Verzeichnis der sonstigen Bestandteile

Maisstärke

Lactose-Monohydrat

Sucrose

Weizenkeim-Hydrolysat Pulver

Magnesiumstearat

Calciumhydrogenphosphat

Protein-Hydrolysat aus Sojabohnen

Povidon

Leber Aroma, flüssig

Hochdisperses Siliciumdioxid

Spezialaroma für Hunde

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

Haltbarkeit des Tierarzneimittels im unversehrten Behältnis:

5 Jahre

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen der Dose:

1 Jahr

Haltbarkeit der halben Tabletten:

48 Stunden

6.4.

Besondere Lagerungshinweise

Trocken lagern.

Die Dose fest verschlossen halten.

6.5

Art und Beschaffenheit des Behältnisses

Weiße

Dose

Polyethylen

(HDPE)

einem

kindersicheren

Verschluss

einer

Faltschachtel. Das Produkt ist verschlossen mit einer weißen Polypropylenkappe mit oder ohne

Trockenmittelstopfen.

Packungsgrößen: 20 und 100 Kautabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel

oder bei der Anwendung entstehender Abfälle

Nicht verwendete Tierarzneimittel oder davon stammende Abfallmaterialien sind entsprechend

den nationalen Vorschriften zu entsorgen.

7.

ZULASSUNGSINHABER

aniMedica GmbH

Im Südfeld 9

48308 Senden-Bösensell

Deutschland

8.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

Z.Nr.: 8-01022

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ERSTZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

22.12.2011

10.

STAND DER INFORMATION

02/2017

11.

VERBOT DES VERKAUFS, DER ABGABE UND/ODER DER ANWENDUNG

Nicht zutreffend.

12.

VERSCHREIBUNGSSTATUS/ APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig.

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