Co-Perindopril Spirig HC Tabletten

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

25-10-2018

Fachinformation Fachinformation (SPC)

25-10-2018

Wirkstoff:
perindoprilum, indapamidum
Verfügbar ab:
Spirig HealthCare AG
ATC-Code:
C09BA04
INN (Internationale Bezeichnung):
perindoprilum, indapamidum
Darreichungsform:
Tabletten
Zusammensetzung:
tert-butylamini perindoprilum 4 mg corresp. perindoprilum 3.338 mg, indapamidum 1.25 mg, excipiens pro compresso.
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Antihypertonikum
Zulassungsnummer:
58113
Berechtigungsdatum:
2009-03-25

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

23-10-2018

Fachinformation Fachinformation - Französisch

23-10-2018

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

19-10-2018

Patienteninformation

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden, und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden. Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht

später nochmals lesen.

Co-Perindopril Spirig HC®

Was ist Co-Perindopril Spirig HC und wann wird es angewendet?

Bei Co-Perindopril Spirig HC handelt es sich um eine feste Kombination aus einem Angiotensin

Converting Enzym-Hemmer (ACE-Hemmer) und einem Diuretikum.

Dieses Arzneimittel ist zur Behandlung der essentiellen Hypertonie bestimmt, sofern eine

Kombinationstherapie angezeigt ist.

Perindopril gehört zur Arzneimittelklasse der Angiotensin Converting Enzym-Hemmer (ACE-

Hemmer). Es wirkt über eine Erweiterung der Blutgefässe und erleichtert dadurch die Arbeit des

Herzens, die darin besteht, das Blut in die Gefässe zu befördern. Indapamid ist ein Diuretikum

(Entwässerungsmittel). Diuretika erhöhen die von den Nieren produzierte Urinmenge. Indapamid

unterscheidet sich von anderen Diuretika jedoch dadurch, dass es nur eine leichte Erhöhung der

produzierten Urinmenge bewirkt. Gemeinsam verringern und regulieren diese beiden Wirkstoffe den

Blutdruck.

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Was sollte dazu beachtet werden?

Über die von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin veranlassten Massnahmen hinaus sind keine weiteren

Massnahmen erforderlich.

Wann darf Co-Perindopril Spirig HC nicht angewendet werden?

Co-Perindopril Spirig HC darf in folgenden Fällen nicht angewendet werden:

·Wenn Sie allergisch sind gegen Perindopril oder andere ACE-Hemmer, gegen Indapamid oder

andere Sulfonamid-Derivate oder gegen einen anderen in Co-Perindopril Spirig HC enthaltenen

Inhaltsstoff

·wenn Sie in der Vergangenheit bei einer Behandlung mit ACE-Hemmern bereits Symptome wie

pfeifenden Atem, Anschwellen des Gesichts oder der Zunge, intensiven Juckreiz oder schweren

Hautausschlag beobachtet haben oder wenn Sie oder ein Mitglied Ihrer Familie unter beliebigen

Umständen bereits solche Symptome (ein sogenanntes Angioödem) aufgewiesen haben,

·wenn Sie eine schwerwiegende Störung der Nierenfunktion aufweisen oder Dialysepatient/in sind,

·wenn Sie ein schweres Leberleiden haben oder unter hepatischer Enzephalopathie (degenerative

Erkrankung des Gehirns) leiden,

·wenn Sie eine Hypokaliämie (abnorme Senkung des Kaliumspiegels im Blut) haben,

·wenn Verdacht auf eine unbehandelte Herzdekompensation besteht (bedeutende

Wasseransammlung, Atembeschwerden),

·wenn Sie an Diabetes (Typ 1 oder Typ 2) oder an Niereninsuffizienz leiden und Sie mit Aliskiren

(zum Beispiel Rasilez) oder mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln behandelt werden,

·wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie stillen (siehe Abschnitt «Darf Co-Perindopril Spirig HC

während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?»).

·Sofern vom Arzt bzw. von der Ärztin nicht anders verordnet, darf dieses Arzneimittel nicht

angewendet werden in Kombination mit bestimmten nicht zu den Antiarrhythmika zählenden

Medikamenten, die Torsades de pointes verursachen können,

·wenn Sie kürzlich einen Schlaganfall erlitten haben.

Wann ist bei der Einnahme von Co-Perindopril Spirig HC Vorsicht geboten?

In den folgenden Fällen sollten Sie vor der Einnahme von Co-Perindopril Spirig HC Ihren Arzt oder

Ihre Ärztin verständigen:

·wenn Sie eine Aortenstenose (Verengung des wichtigsten vom Herzen ausgehenden Blutgefässes),

eine hypertrophe Kardiomyopathie (Herzmuskelerkrankung) oder eine Stenose der Nierenarterie

(Verengung der Arterie, die das Blut in die Nieren transportiert) aufweisen,

·wenn sie irgendeine andere Herzerkrankung haben,

·wenn Sie Nierenprobleme haben,

·wenn Sie Leberprobleme haben,

·wenn Sie an einer Kollagenerkrankung (Hautkrankheit), zum Beispiel an disseminiertem Lupus

erythematodes oder an Sklerodermie leiden,

·wenn Sie Anzeichen einer Infektion (zum Beispiel Halsschmerzen, Fieber) aufweisen,

·wenn Sie an Arteriosklerose (Arterienverkalkung) leiden,

·wenn Sie an Hyperparathyreose (Überfunktion der Nebenschilddrüse) leiden,

·wenn Sie an Gicht leiden,

·wenn Sie Diabetiker/in sind,

·wenn Sie eine salzarme Diät einhalten oder kaliumhaltige Salzersatzprodukte verwenden oder wenn

Sie andere Arzneimittel, die den Kaliumspiegel im Blut erhöhen, verwenden (siehe Abschnitt

«Einnahme anderer Arzneimittel»),

·wenn Sie Lithium oder kaliumsparende Arzneimittel (Spironolacton, Triamteren) oder

Kaliumzusätze einnehmen, da die gleichzeitige Verwendung dieser Produkte mit Co-Perindopril

Spirig HC zu vermeiden ist (siehe Abschnitt «Einnahme anderer Arzneimittel»),

·wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck anwenden:

oeinen «Angiotensin II-Rezeptorantagonisten» (ARA II) (auch bekannt unter dem Namen Sartane -

zum Beispiel Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), besonders wenn Sie aufgrund eines Diabetes

Nierenprobleme haben,

oAliskiren.

Unter Umständen wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin regelmässige Kontrollen Ihrer Nierenfunktionen,

Ihres arteriellen Blutdrucks und der Elektrolytspiegel (z.B. von Kalium) in Ihrem Blut anordnen.

Siehe auch die Informationen im Abschnitt «Wann darf Co-Perindopril Spirig HC nicht angewendet

werden?».

·wenn Sie eine ältere Person sind

·wenn Sie eine Galaktose-Intoleranz, einen Lapp-Laktase-Mangel, eine Malabsorption von Glukose

oder Galaktose haben (seltene Erbkrankheit),

·wenn Sie eine erhöhte Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenlicht gehabt haben,

·wenn Sie eine schwere allergische Reaktion haben mit Symptomen wie Anschwellen des Gesichts,

der Lippen, des Mundes, der Zunge oder der Kehle, Atembeschwerden (Angioödem); dies kann zu

jedem Zeitpunkt während der Behandlung auftreten. Wenn Sie solche Symptome feststellen, müssen

Sie die Einnahme dieses Arzneimittels sofort unterbrechen und unverzüglich mit Ihrem Arzt oder

Ihrer Ärztin Kontakt aufnehmen.

Das Angioödem kann bei Patienten mit ethnischer Herkunft aus Afrika häufiger auftreten.

Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, kann das Angioödem Risiko erhöht sein:

·Racecadotril (benützt zur Behandlung von Durchfall),

·Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus und andere Medikamente die zu der Klasse der mTOR-

Inhibitoren gehören (benützt zur Verhinderung der Abstossung transplantierter Organe).

Bei Verdacht auf Schwangerschaft (oder bei geplanter Schwangerschaft) ist ebenfalls Ihr Arzt oder

Ihre Ärztin zu verständigen.

Auch in den folgenden Fällen sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin oder das Pflegepersonal darüber

in Kenntnis setzen, dass Sie Co-Perindopril Spirig HC einnehmen:

·wenn bei Ihnen eine Narkose und/oder eine Operation geplant ist,

·wenn Sie kürzlich unter Durchfall oder Erbrechen gelitten haben oder dehydriert sind,

·wenn Sie sich einer Dialyse oder einer LDL (Low Density Lipoprotein)-Apherese (das heisst einer

maschinellen Entfernung des in Ihrem Blut enthaltenen Cholesterins) unterziehen müssen,

·wenn Sie eine Desensibilisierungsbehandlung zur Verringerung der allergischen Reaktion auf

Bienen- oder Wespenstiche erhalten,

·wenn Sie sich einer ärztlichen Untersuchung unterziehen müssen, die die Injektion eines jodhaltigen

Kontrastmittels (einer Substanz, die die Organe, wie beispielsweise die Nieren oder den Magen für

Röntgenstrahlen sichtbar macht) beinhaltet,

·wenn Sie Hämodialyse-Patient/in sind. Im Falle einer Dialyse informieren Sie bitte den Arzt bzw.

die Ärztin und seine/ihre Mitarbeitenden über Ihre Behandlung mit ACE-Hemmern; die Verwendung

gewisser Membranfilter ist dann nicht möglich.

Sportler müssen darauf aufmerksam gemacht werden, dass Co-Perindopril Spirig HC einen

Wirkstoff (Indapamid) enthält, der bei Dopingkontrollen zu positiven Testergebnissen führen kann.

Durch die Senkung des arteriellen Blutdrucks können bei bestimmten Patienten individuelle

Reaktionen vorkommen. Dadurch kann die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu

bedienen, eingeschränkt sein.

Die Behandlung mit diesem Arzneimittel sollte unter regelmässiger ärztlicher Aufsicht erfolgen. Bei

Auftreten einer Leberschädigung muss Co-Perindopril Spirig HC abgesetzt werden.

Gelegentlich kann ein trockener Reizhusten auftreten. In diesem Fall muss erneut der Arzt bzw. die

Ärztin konsultiert werden um zu entscheiden, ob die Behandlung weitergeführt werden sollte.

Einnahme anderer Arzneimittel

Wenn Sie ein anderes Arzneimittel einnehmen oder kürzlich eingenommen haben, selbst wenn es

sich hierbei um ein rezeptfreies Arzneimittel handelt, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bzw.

Ihre Ärztin oder Apothekerin hierüber in Kenntnis setzen.

Vermeiden Sie die Einnahme von Co-Perindopril Spirig HC in Kombination mit:

·Lithium (zur Behandlung von manisch-depressiven Erkrankungen),

·Aliskiren (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck),

·kaliumsparenden Diuretika (Triamteren, Amilorid), Kaliumsalzen,

·Estramustin (zur Krebsbehandlung verwendet),

·Medikamente, die meistens zur Behandlung von Durchfall benützt sind (Racecadotril) oder zur

Verhinderung der Abstossung transplantierter Organe (Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus und

andere Medikamente die zu der Klasse der mTOR-Inhibitoren gehören),

·anderen zur Behandlung des Bluthochdrucks verwendeten Arzneimitteln, einschliesslich ACE-

Hemmern und Angiotensin-Rezeptorantagonisten (ARA).

Die Behandlung mit Co-Perindopril Spirig HC kann durch andere Arzneimittel beeinflusst werden.

Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, verständigen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin,

weil bei der Anwendung besondere Vorsicht geboten ist:

·Andere zur Behandlung des Bluthochdrucks verwendete Arzneimittel, einschliesslich Diuretika

(Arzneimittel, welche die von der Niere produzierte Urinmenge steigern),

·kaliumsparende Diuretika, die in der Behandlung von Herzinsuffizienz eingesetzt werden:

Eplerenon und Spironolacton, in Dosierungen zwischen 12.5 mg und 50 mg pro Tag,

·jodhaltige Kontrastmittel,

·Vasodilatatoren, einschliesslich Nitratderivate (Arzneimittel, die eine Erweiterung der Blutgefässe

bewirken),

·Arzneimittel zur Behandlung von Kollaps oder Asthma (Ephedrin, Noradrenalin oder Adrenalin),

·Procainamid (zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen),

·Allopurinol (zur Behandlung von Gicht),

·Terfenadin, Mizolastin oder Astemizol (Antihistaminika zur Behandlung von Heuschnupfen oder

Allergien),

·Kortikosteroide zur Behandlung unterschiedlicher Störungen, darunter schweres Asthma und

rheumatoide Polyarthritis,

·Immunsuppressiva zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen oder im Anschluss an eine

chirurgische Transplantation zur Verhinderung von Abstossungsreaktionen (z.B. Ciclosporin,

Tacrolimus),

·Arzneimittel zur Krebsbehandlung,

·Erythromycin zur Injektion (ein Antibiotikum),

·Halofantrin (zur Behandlung bestimmter Formen von Malaria),

·Pentamidin (zur Behandlung von Lungenentzündungen),

·Goldsalze, insbesondere bei intravenöser Verabreichung (symptomatische Behandlung von

rheumatoider Arthritis),

·Vincamin (zur Behandlung symptomatischer kognitiver Störungen bei älteren Patienten,

einschliesslich Gedächtnisverlust),

·Bepridil (zur Behandlung von Angina Pectoris),

·Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (z.B. Chinidin, Hydrochinidin,

Disopyramid, Amiodaron, Sotalol),

·Cisaprid, Diphemanil (zur Behandlung von Magen-Darmstörungen),

·Baclofen (zur Behandlung von Muskelstarre bei Krankheiten wie multipler Sklerose),

·Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes wie Insulin, Metformin oder Gliptine,

·Kalzium, einschliesslich Kalziumzusätze,

·anregende Abführmittel (z.B. Senna),

·nicht-steroidale Entzündungshemmer (z.B. Ibuprofen) oder hohe Dosen von Salicylaten (z.B.

Aspirin),

·Amphotericin B zur Injektion (zur Behandlung schwerer Pilzinfektionen),

·Arzneimittel zur Behandlung von geistigen Störungen wie Depressionen, Angstzuständen,

Schizophrenie ... (z.B. trizyklische Antidepressiva, Neuroleptika),

·Tetracosactid (zur Behandlung der Crohnschen Krankheit),

·Trimethoprim (zur Behandlung gewisser Infektionen),

·Heparin (Arzneimittel zur Blutverdünnung),

·Moxifloxacin, Sparfloxacin (Antibiotika zur Infektionsbehandlung),

·Methadon.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Co-Perindopril Spirig HC enthält Laktose. Wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin gesagt hat, dass Sie eine

Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckerarten haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer

Ärztin, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Darf Co-Perindopril Spirig HC während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen

werden?

Co-Perindopril Spirig HC darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden.

Setzen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über eine eventuell gewünschte Schwangerschaft in Kenntnis.

Dieses Arzneimittel darf während der Stillzeit nicht eingenommen werden. Verständigen Sie bitte

sofort Ihren Arzt, wenn sie stillen oder mit dem Stillen beginnen möchten.

Wie verwenden Sie Co-Perindopril Spirig HC?

Die übliche Dosierung beträgt eine Tablette täglich vorzugsweise morgens mit einem Glas Wasser.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Wenn Sie mehr Co-Perindopril Spirig HC als verordnet eingenommen haben

Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, nehmen Sie sofort mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer

Ärztin oder dem nächsten Krankenhaus Kontakt auf.

Die wahrscheinlichste Reaktion auf eine Überdosierung ist ein niedriger Blutdruck (Hypotonie). Bei

bedeutender Hypotonie (in Verbindung mit Übelkeit, Erbrechen, Muskelkrämpfen, Schwindel,

Schläfrigkeit, Verwirrtheit oder Veränderungen in der durch die Nieren produzierten Urinmenge),

legen Sie sich hin und lagern Sie die Beine hoch.

Wenn Sie die Einnahme von Co-Perindopril Spirig HC vergessen haben

Es ist wichtig, Ihr Arzneimittel täglich einzunehmen, denn eine regelmässige Behandlung ist

wirksamer. Sollten Sie aber doch einmal eine Einnahme von Co-Perindopril Spirig HC vergessen

haben, nehmen Sie ganz einfach Ihre Behandlung am darauf folgenden Tag wie gewohnt wieder auf.

Nehmen Sie keinesfalls eine doppelte Dosis, um die vergessene Dosis auszugleichen.

Wenn Sie mit der Einnahme von Co-Perindopril Spirig HC aufhören

Da Bluthochdruck in der Regel eine langfristige Behandlung erfordert, müssen Sie vor dem Absetzen

der Behandlung Ihren Arzt oder Ihre Ärztin um Rat fragen.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Co-Perindopril Spirig HC bei Kindern und Jugendlichen ist

bisher nicht geprüft worden. Das Arzneimittel darf bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet

werden.

Welche Nebenwirkungen kann Co-Perindopril Spirig HC haben?

Bei der Einnahme von Co-Perindopril Spirig HC können Nebenwirkungen auftreten.

Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen feststellen, müssen Sie die Einnahme des

Arzneimittels sofort unterbrechen und unverzüglich mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin Kontakt

aufnehmen:

·Bronchospasmus (Engegefühl in der Brust, lauter und kurzer Atem) (gelegentlich, kann bis zu 1 von

100 Behandelten betreffen),

·Anschwellen des Gesichts, der Lippen, des Mundes, der Zunge oder der Kehle, oder der

Gliedmassen (Angioödem), Atembeschwerden, (gelegentlich, kann bis zu 1 von 100 Behandelten

betreffen),

·schwere Hautreaktionen, insbesondere starker Hautausschlag, Nesselsucht, Hautrötung am ganzen

Körper, starker Juckreiz, Bläschenbildung, anschwellende und sich schälende Haut,

Schleimhautentzündungen (Stevens Johnson-Syndrom) oder andere allergische Reaktionen (sehr

selten, kann bis zu 1 von 10'000 Behandelten betreffen),

·Herz-Kreislaufstörungen (Herzrhythmusstörungen, Angina pectoris, Herzanfall) (sehr selten, kann

bis zu 1 von 10'000 Behandelten betreffen),

·Entzündung der Bauchspeicheldrüse (mit schweren Bauch- und Rückenschmerzen als Folge,

begleitet von sehr starkem Unwohlsein) (sehr selten, kann bis zu 1 von 10'000 Behandelten

betreffen),

·Leberentzündung (Hepatitis) (sehr selten, kann bis zu 1 von 10'000 Behandelten betreffen),

·Erkrankung des Gehirns, verursacht durch eine Leberfunktionsstörung (hepatische Enzephalopathie)

(sehr selten, kann bis zu 1 von 10'000 Behandelten betreffen),

·lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen (Torsades de pointes) (Häufigkeit unbekannt).

Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen nach abnehmender Häufigkeit:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen): Kopfschmerzen, Benommenheit, Schwindel,

Kribbeln und Ameisenlaufen, Sehstörungen, Tinnitus (Ohrgeräusche), Benommenheit bedingt durch

tiefen arteriellen Blutdruck, Husten, Kurzatmigkeit, Magen-Darmbeschwerden (Übelkeit, Erbrechen,

Bauchschmerzen, gestörtes Geschmacksempfinden, Mundtrockenheit, Dyspepsie oder

Verdauungsstörungen, Durchfall, Verstopfung), Appetitverlust, allergische Reaktionen (wie

Hautausschlag, Juckreiz), Muskelkrämpfe, Müdigkeit.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen): Stimmungsschwankungen,

Schlafstörungen, allergische Reaktionen vor allem der Haut bei Patienten mit einer Neigung zu

Allergien oder Asthma, Nesselsucht, Purpura (rote Punkte auf der Haut), Schwellungen und

Blasenbildung auf der Haut, Nierenprobleme, Impotenz, Schwitzen, erhöhte Anzahl Eosinophilen

(eine Art weisser Blutkörperchen), Veränderung der biologischen Parameter wie erhöhter

Kaliumspiegel im Blut (reversibel beim Absetzen der Behandlung) oder niedriger Natriumspiegel,

Schläfrigkeit, Ohnmacht, Palpitation (spürbares Herzklopfen), Tachykardie (Pulsbeschleunigung),

Hypoglykämie (sehr niedriger Blutzuckerspiegel) bei Diabetespatienten, Vaskulitis

(Blutgefässentzündung), Photosensibilitätsreaktionen (erhöhte Empfindlichkeit der Haut auf

Sonnenlicht), Arthralgie (Gelenkschmerzen), Myalgien (Muskelschmerzen), Brustschmerzen,

Unwohlsein, peripheres Ödem, Fieber, erhöhter Harnstoffspiegel im Blut und erhöhter

Kreatininspiegel im Blut, Stürze. Möglichkeit der Verschlimmerung eines vorbestehenden akuten

disseminierten Lupus erythematodes (Kollagenkrankheit).

Selten (kann bis zu 1 von 1'000 Behandelten betreffen): Veränderung der biologischen Parameter:

Erhöhte Leberenzym- und Bilirubinwerte, erhöhter Kalziumspiegel im Blut, Verschlimmerung der

Psoriasis.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10'000 Behandelten betreffen): Verwirrtheit, eosinophile Pneumonie

(eine seltene Form der Lungenentzündung), Rhinitis (verstopfte oder laufende Nase), akute

Niereninsuffizienz, Veränderungen im Blutbild wie verminderte Zahl weisser und roter

Blutkörperchen, verminderte Hämoglobinwerte, verminderte Blutplättchenzahl,

Leberfunktionsstörungen, Schlaganfall.

Häufigkeit unbekannt (Häufigkeit konnte aufgrund der verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden):

Kurzsichtigkeit, verschwommene Sicht, Erhöhung des Blutzuckerspiegels und Erhöhung des

Harnsäurespiegels im Blut.

Besonders bei älteren Patienten oder bei schlechtem Ernährungszustand kann es zu Veränderungen

gewisser Laborparameter kommen, vor allem zu Kaliumverlust.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann Laboruntersuchungen veranlassen, um diese Parameter zu

kontrollieren.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Co-Perindopril Spirig HC nicht über 30°C, in der Originalpackung und für Kinder unerreichbar

aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Verpackung mit «EXP» bezeichneten Datum

verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Co-Perindopril Spirig HC enthalten?

Jede teilbare Tablette Co-Perindopril Spirig HC enthält 4 mg Perindopril als Tertbutylaminsalz

(entspricht 3.338 mg reinem Perindopril) und 1,25 mg Indapamid sowie Laktose und weitere

Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

58113 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Co-Perindopril Spirig HC? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Schachtel mit 30 Tabletten (mit Bruchrille, teilbar) in Blister verpackt.

Schachtel mit 90 Tabletten (mit Bruchrille, teilbar) in Blister verpackt.

Zulassungsinhaberin

Spirig HealthCare AG, 4622 Egerkingen

Diese Packungsbeilage wurde im März 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Revisions-History

Version Revisionsgrund

Datum

Visum

1.0a

1. Entwurf für Einreichung

11.12.2009 Lom

Genehmigung Swissmedic

10.02.2010 Lom

2.0a

Einfügen Teilbarkeit Tabletten und Anpassen ans Original

26.02.2010 Hao

2.1a

Einfügen aktueller Stand für Übermittlung der Daten

11.08.2010 Hao

Genehmigung der Swissmedic vom 19.10.2010

20.10.2010 Hao

3.0a

Namensänderung

24.08.2012 Lom

Genehmigung

16.10.2012 Lom

Anpassung AI ans Original (Coversum N Combi anstatt Preterax forte)

mit Stand Aug 2015

24.04.2017 PS

Antwort auf Vorbescheid Gutheissung vom 20.06.2017

18.09.2017 PS

Genehmigung Anpassung AI ans Original (Coversum N Combi anstatt

Preterax forte) mit Stand Aug 2015

28.11.2017 PS

Anpassung PI ans Originalpräparat Coversum N Combi mit Stand

März 2017

12.12.2017 PS

Genehmigung SWM vom 03.01.2018 mit Stand März 2017

10.01.2018 PS

Fachinformation

Co-Perindopril Spirig HC®

Spirig HealthCare AG

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Perindopril-tert-Butylamin, Indapamid.

Hilfsstoffe: Laktose (wasserfrei), Excipiens pro compresso.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Tablette von 4 mg Perindopril-tert-Butylamin (entspricht 3.338 mg reinem Perindopril) und 1,25 mg

Indapamid (mit Bruchrille, teilbar).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Essentielle Hypertonie, falls eine kombinierte Behandlung angezeigt ist.

Dosierung/Anwendung

Übliche Einzel- oder Tagesdosis, Dosisintervall, Maximaldosis

Eine halbe Tablette Co-Perindopril Spirig HC (2 mg Perindopril-tert-Butylamin und 0,625 mg

Indapamid) pro Tag in einer Einnahme, vorzugsweise morgens. Bei unzureichender

Blutdruckkontrolle wird die Dosis verdoppelt, indem 1 Tablette Co-Perindopril Spirig HC (4 mg

Perindopril-tert-Butylamin und 1,25 mg Indapamid) verabreicht wird.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Dosierung bei älteren Patienten

Die übliche Anfangsdosis ist 2 mg Perindopril-tert-Butylamin und 0,625 mg Indapamid (½ Tablette

Co-Perindopril Spirig HC).

Patienten mit Niereninsuffizienz (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»)

Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <30 ml/min) ist die Behandlung

kontraindiziert. Bei einer Kreatinin-Clearance zwischen 30 und 60 ml/min kann ½ Tablette Co-

Perindopril Spirig HC (2 mg Perindopril-tert-Butylamin und 0,625 mg Indapamid)) pro Tag

verabreicht werden. Bei einer Kreatinin-Clearance >60 ml/min muss keine Dosisanpassung

vorgenommen werden.

Zur normalen ärztlichen Praxis gehört eine regelmässige Kreatinin- und Kaliumkontrolle.

Falls sich die elektrolytischen Konzentrationen (Natrium- und Kaliumwerte) ändern, muss die

Behandlung mit Co-Perindopril Spirig HC bis zur Normalisierung der Werte unterbrochen werden.

Patienten mit Leberinsuffizienz

Bei Patienten, die an einer Leberinsuffizienz leiden, kann das Risiko einer Hypotonie erhöht sein.

Co-Perindopril Spirig HC soll deshalb mit Vorsicht verabreicht werden (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Patienten mit starker Stimulierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Bei Patienten mit einer starken Stimulierung des RAAS (im Falle einer Hypovolämie,

renovaskulären Hypertonie oder schweren Herzinsuffizienz) kann das Risiko einer Hypotonie erhöht

sein. Co-Perindopril Spirig HC soll deshalb mit Vorsicht verabreicht werden (siehe «Warnhinweise

und Vorsichtsmassnahmen»).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und die Wirksamkeit von Co-Perindopril Spirig HC bei Kindern und Jugendlichen ist

bisher nicht geprüft worden. Co-Perindopril Spirig HC darf bei Kindern und Jugendlichen nicht

angewendet werden.

Therapiedauer

Die Dauer der Behandlung hängt von der betreffenden Pathologie ab; eine Begrenzung ist dabei

nicht zu beachten.

Korrekte Art der Einnahme

Einnahme mit einem Glas Wasser vor, während oder nach der Mahlzeit.

Kontraindikationen

Für Perindopril

Überempfindlichkeit gegen Perindopril oder einen anderen ACE-Hemmer.

Angioödem (Quincke-Ödem) in der Anamnese im Zusammenhang mit der Einnahme eines ACE-

Hemmers, (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»),

hereditäres oder idiopathisches Angioödem,

Schwangerschaft (siehe «Schwangerschaft/Stillzeit»),

gleichzeitige Anwendung Aliskiren-haltiger Arzneimittel bei Patienten, die an Diabetes oder

Niereninsuffizienz (GFR <60 ml/min/1.73 m2) leiden (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen» und «Interaktionen»).

Für Indapamid

·Überempfindlichkeit gegen Indapamid oder andere Sulfonamide,

·hepatische Enzephalopathie,

·schwere Leberinsuffizienz,

·Hypokaliämie

·kürzlich aufgetretene zerebrovaskuläre Insulte,

·im Allgemeinen wird davon abgeraten, dieses Medikament in Kombination mit nicht zu den

Antiarrhythmika zählenden Medikamenten einzusetzen, unter denen es zu Torsades de pointes

kommen kann (siehe «Interaktionen»).

Für Co-Perindopril Spirig HC:

·Überempfindlichkeit gegen einen der Hilfsstoffe, aufgeführt unter «Zusammensetzung»,

·schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <30 ml/min),

·Stillzeit (siehe «Schwangerschaft/Stillzeit»).

·Da keine ausreichenden therapeutischen Erfahrungen vorliegen, soll Co-Perindopril Spirig HC nicht

angewendet werden bei:

·Dialyse-Patienten,

·Patienten mit nicht behandelter dekompensierter Herzinsuffizienz.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Spezielle Warnhinweise

Für Perindopril und Indapamid

Lithium

Die Anwendung von Lithium zusammen mit der Kombination Perindopril/Indapamid wird im

Allgemeinen nicht empfohlen (siehe «Interaktionen»).

Für Perindopril

Doppelte Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Siehe «Interaktionen».

Neutropenie/Agranulozytose/Thrombozytopenie/Anämie

Bei Patienten, die mit ACE-Hemmern behandelt wurden, ist über Fälle von

Neutropenien/Agranulozytosen, Thrombozytopenien und Anämien berichtet worden. Bei Patienten

mit normaler Nierenfunktion und ohne weitere Risikofaktoren wird eine Neutropenie nur selten

beobachtet. Perindopril sollte bei Patienten mit vaskulären Kollagenerkrankungen,

immunsuppressiver Therapie, Behandlung mit Allopurinol oder Procainamid oder bei einer

Kombination dieser Risikofaktoren nur mit äusserster Vorsicht angewendet werden, vor allem wenn

schon eine Einschränkung der Nierenfunktion besteht. Manche dieser Patienten entwickelten

schwere Infektionen, die vereinzelt auch auf intensive Antibiotikatherapie nicht ansprachen. Falls

Perindopril bei solchen Patienten angewendet wird, wird geraten, die Leukozytenzahl regelmässig zu

überprüfen und die Patienten anzuhalten, jegliche Anzeichen einer Infektion (z.B. Halsschmerzen,

Fieber) zu melden.

Überempfindlichkeit/Angioödem

Bei Patienten, die mit ACE-Hemmern einschliesslich Perindopril behandelt wurden, wurde in

seltenen Fällen ein angioneurotisches Ödem des Gesichts, der Gliedmassen, Lippen, Zunge, Glottis

und/oder des Kehlkopfes beobachtet. (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Dies kann zu jedem

Zeitpunkt während der Behandlung auftreten. In solchen Fällen muss Perindopril unverzüglich

abgesetzt und der Patient bis zum vollständigen Verschwinden der Symptome beobachtet werden.

Wenn das Ödem auf das Gesicht und die Lippen beschränkt ist, bildet sich die Erscheinung im

Allgemeinen ohne Behandlung zurück. Es können Antihistaminika verwendet werden, um die

Symptome zu lindern.

In Verbindung mit einem Kehlkopfödem kann das angioneurotische Ödem fatal sein. Wenn die

Zunge, die Glottis oder der Kehlkopf betroffen sind und somit die Gefahr einer Obstruktion der

Atemwege besteht, müssen sofort die entsprechenden Notfallmassnahmen getroffen werden, wie z.B.

die subkutane Injektion von Adrenalin 1/1000 (0.3 bis 0.5 ml) und/oder Massnahmen zur Sicherung

freier Atemwege.

Die beobachtete Inzidenz für Angioödeme ist bei mit ACE-Hemmern behandelten Patienten

schwarzer Hautfarbe höher als bei Patienten anderer Hautfarbe.

Bei Patienten mit einem Angioödem in der Anamnese, das nicht durch einen ACE-Hemmer bedingt

war, besteht ein erhöhtes Risiko eines Angioödems bei der Anwendung von ACE-Hemmern (siehe

«Kontraindikationen»).

Selten wurde über ein intestinales Angioödem bei mit ACE-Hemmern behandelten Patienten

berichtet. Diese Patienten litten unter abdominalen Schmerzen (mit oder ohne Übelkeit und

Erbrechen); in manchen Fällen trat dabei vorher kein Angioödem des Gesichts auf, und die C1-

Esterase-Spiegel waren normal. Das Angioödem wurde mittels abdominaler CT-Untersuchung,

Ultraschall oder während einer Operation diagnostiziert; die Symptome verschwanden nach

Absetzen des ACE-Hemmers. Ein intestinales Angioödem sollte in die Differentialdiagnose von mit

ACE-Hemmern behandelten Patienten, die unter abdominalen Schmerzen leiden, mit einbezogen

werden.

Gleichzeitige Behandlung mit mTOR-Inhibitoren (z.B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus): Die

Patienten mit gleichzeitiger Behandlung mit mTOR-Inhibitoren können einem erhöhten Risiko für

Angioödem ausgesetzt werden (z.B. Schwellung der Atemwege oder der Zunge mit oder ohne

Atembeschwerden) (siehe «Interaktionen»).

Anaphylaktoide Reaktionen bei Desensibilisierung

Einzelne Fälle von langanhaltenden lebensbedrohlichen anaphylaktoiden Reaktionen wurden bei

Patienten beobachtet, denen während einer Desensibilisierungstherapie mit Hymenopterengift

(Bienen, Wespen) ACE-Hemmer verabreicht wurden. ACE-Hemmer müssen bei allergischen

Patienten unter einer Desensibilisierungsbehandlung mit Vorsicht angewendet werden und bei jenen,

die eine Immuntherapie mit Insektengift erhalten, ganz vermieden werden. Allerdings können diese

Reaktionen bei Patienten, die sowohl ACE-Hemmer als auch eine Desensibilisierungstherapie

benötigen, vermieden werden, wenn der ACE-Hemmer vorübergehend während mindestens 24

Stunden vor einer solchen Therapie abgesetzt wird.

Anaphylaktoide Reaktionen während der Low-Density-Lipoprotein-Apherese (LDL-Apherese)

Selten erlitten Patienten, welche ACE-Hemmer erhielten, während einer LDL-Apherese mit

Adsorption an Dextransulfat lebensbedrohliche anaphylaktoide Reaktionen. Diese Reaktionen

konnten durch vorübergehendes Absetzen der ACE-Hemmertherapie vor jeder Apherese vermieden

werden.

Hämodialyse-Patienten

Anaphylaktoide Reaktionen wurden bei Patienten beobachtet, welche eine Dialyse mit High-Flux-

Membranen (z.B. AN 69®) erhielten und begleitend mit einem ACE-Hemmer behandelt wurden. Bei

diesen Patienten muss die Anwendung eines anderen Dialysemembran-Typs oder von

antihypertensiven Mitteln einer anderen Wirkstoffklasse in Betracht gezogen werden.

Für Indapamid

Hepatische Enzephalopathie

Wenn die Leberfunktion beeinträchtigt ist, können Thiaziddiuretika und thiazidähnliche Diuretika

eine hepatische Enzephalopathie verursachen. Wenn dies auftritt, muss die Verabreichung von

Diuretika unverzüglich abgebrochen werden.

Photosensibilität

Fälle von Photosensibilität durch Thiaziddiuretika und thiazidähnliche Diuretika wurden gemeldet

(siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Wenn während der Behandlung eine Photosensibilitätsreaktion

auftritt, wird empfohlen, die Behandlung abzubrechen. Wenn die erneute Gabe eines Diuretikums als

unerlässlich erachtet wird, wird empfohlen, die der Sonne oder künstlicher UVA-Strahlung

ausgesetzten Körperpartien zu schützen.

Vorsichtsmassnahmen für die Anwendung

Für Perindopril und Indapamid

Niereninsuffizienz

Im Falle einer schweren Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <30 ml/min) ist die Behandlung

kontraindiziert. Bei Hypertonikern ohne vorbestehende manifeste Nierenläsion, bei denen jedoch

laborchemisch eine funktionelle Niereninsuffizienz festgestellt wird, sollte die Behandlung abgesetzt

und eventuell mit reduzierter Dosierung oder nur mit einem der beiden Wirkstoffe wieder

aufgenommen werden.

Bei diesen Patienten umfasst die normale ärztliche Kontrolle eine regelmässige Bestimmung der

Kalium- und Kreatininwerte, zunächst 14 Tage nach Therapiebeginn und dann alle 2 Monate bei

unveränderter Fortführung der Therapie. Niereninsuffizienz wurde vor allem bei Patienten mit

schwerer Herzinsuffizienz oder einer zugrunde liegenden Nierenerkrankung mit

Nierenarterienstenose beobachtet.

Die Anwendung dieses Arzneimittels wird bei einer bilateralen Nierenarterienstenose oder nur einer

funktionierenden Niere nicht empfohlen.

Hypotonie und Störungen des Wasser-Elektrolyt-Haushaltes

Liegt ein vorbestehender Natriummangel vor, besteht das Risiko einer plötzlichen Hypotonie

(insbesondere bei Patienten mit Nierenarterienstenose). Klinische Anzeichen für Störungen des

Wasser-Elektrolyt-Haushaltes, die bei einem interkurrenten Anfall von Diarrhoe oder Erbrechen

auftauchen können, werden systematisch gesucht. Bei solchen Patienten werden regelmässig die

Plasmaelektrolyte überwacht.

Eine starke Hypotonie kann die Verabreichung einer intravenösen Infusion mit isotonischer

Salzlösung erforderlich machen.

Bei vorübergehender Hypotonie muss die Behandlung unterbrochen werden. Nach

Wiederherstellung eines zufriedenstellenden Arterienvolumens und -drucks kann die Behandlung

entweder mit reduzierter Dosierung oder mit nur einem der beiden Wirkstoffe wieder aufgenommen

werden.

Kaliumspiegel

Die Kombination von Perindopril und Indapamid kann das Auftreten einer Hypokaliämie nicht

verhindern, insbesondere bei Diabetikern oder Patienten mit Niereninsuffizienz. Wie bei allen

antihypertensiven Arzneimitteln, welche ein Diuretikum enthalten, muss eine regelmässige

Überwachung der Kaliumblutspiegel erfolgen.

Hilfsstoffe

Dieses Medikament enthält Laktose. Co-Perindopril Spirig HC darf nicht angewendet werden bei

Patienten mit einer seltenen kongenitalen Galaktosämie, einem Lapp-Laktase-Mangel oder einer

Glukose- und Galaktose-Malabsorption.

Für Perindopril

Husten

Bei der Anwendung von ACE-Hemmern wurde von trockenem Husten berichtet, der durch seine

Persistenz sowie durch das Abklingen nach dem Absetzen der Behandlung gekennzeichnet ist. Bei

diesen Symptomen ist eine iatrogene Ätiologie in Betracht zu ziehen.

Wenn die Verschreibung eines ACE-Hemmers unvermeidlich ist, kann die Fortsetzung der

Behandlung in Erwägung gezogen werden.

Kinder und Jugendliche

Die Wirksamkeit und die Verträglichkeit von einzelnem oder in Kombination verabreichtem

Perindopril bei Kindern und Jugendlichen wurden nicht etabliert.

Risiko einer arteriellen Hypotonie und/oder Niereninsuffizienz (bei Herzinsuffizienz, Flüssigkeits-

und Natriummangel usw.)

Eine erhebliche Stimulierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems ist besonders zu

beobachten bei starkem Flüssigkeits- und Natriummangel (bei strikter salzarmer Kost oder

Langzeitbehandlung mit Diuretika), bei Patienten mit initial niedrigem Blutdruck, bei

Nierenarterienstenose, bei kongestiver Herzinsuffizienz oder Leberzirrhose mit Ödemen und Aszites.

In solchen Fällen, namentlich bei Erstgabe sowie innerhalb der ersten zwei Behandlungswochen,

kann die Blockierung dieses Systems durch einen ACE-Hemmer zu einem plötzlichen

Blutdruckabfall führen. In seltenen Fällen kann es auch über einen variableren Zeitraum zu einem

Anstieg des Plasmakreatininspiegels kommen, was ein Anzeichen für eine funktionelle, manchmal

akute Niereninsuffizienz ist. In all diesen Fällen muss die Behandlung progressiv begonnen werden.

Sonderpopulationen

Ältere Patienten

Die Nierenfunktion und der Kaliumspiegel werden vor Behandlungsbeginn überprüft. Die am

Anfang verabreichte Dosis wird später entsprechend den Blutdruckwerten angepasst, insbesondere

bei Flüssigkeits- und Natriummangel, um jede plötzliche Hypotonie zu vermeiden.

Atherosklerose

Das Risiko einer Hypotonie besteht bei allen Patienten, aber bei Patienten mit ischämischen

Herzerkrankungen oder zerebraler Durchblutungsstörung ist besondere Aufmerksamkeit geboten,

und die Behandlung muss mit niedriger Dosierung begonnen werden.

Renovaskuläre Hypertonie

Die angemessene Therapie zur Behandlung der renovaskulären Hypertonie ist die Revaskularisation.

Dennoch können ACE-Hemmer nützlich sein bei Patienten mit renovaskulärer Hypertonie, die auf

einen entsprechenden Eingriff warten oder bei denen eine chirurgische Korrektur nicht möglich ist.

Wenn Co-Perindopril Spirig HC an Patienten mit bekannter oder vermuteter Nierenarterienstenose

verschrieben wird, soll die Behandlung im Krankenhaus mit niedriger Dosis und unter Überwachung

der Nierenfunktion und des Kaliumspiegels begonnen werden, da manche Patienten eine funktionelle

Niereninsuffizienz entwickelten, die bei Behandlungsabbruch reversibel war.

Herzversagen/schwere Herzinsuffizienz

Bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz (Stadium IV) erfolgt der Behandlungsbeginn unter

medizinischer Überwachung mit reduzierter Anfangsdosis. Bei Hypertonikern mit

Koronarinsuffizienz sollte die Behandlung mit Betablockern nicht unterbrochen werden; ACE-

Hemmer können zusätzlich zum Betablocker verwendet werden.

Diabetiker

Bei Patienten mit insulinpflichtigem Diabetes (spontane Tendenz zur Hyperkaliämie) ist die

Behandlung unter medizinischer Überwachung mit einer reduzierten Anfangsdosis einzuleiten.

Bei Diabetikern, die mit oralen Antidiabetika oder Insulin behandelt werden, muss der

Blutzuckerspiegel eng überwacht werden, insbesondere im ersten Behandlungsmonat mit einem

ACE-Hemmer (siehe «Interaktionen»).

Ethnische Unterschiede

Wie andere ACE-Hemmer ist Perindopril offensichtlich weniger antihypertensiv wirksam bei

schwarzen Patienten als bei anderen Patienten, vermutlich aufgrund einer höheren Prävalenz

niedriger Reninspiegel in der schwarzen Population mit Hypertonie.

Chirurgischer Eingriff/Anästhesie

Im Falle einer Anästhesie, insbesondere, wenn das verwendete Anästhetikum eine Substanz mit

potentiell hypotensiver Wirkung ist, verursachen ACE-Hemmer eine Hypotonie. Wenn möglich,

empfiehlt es sich daher, die Therapie mit ACE-Hemmern mit Langzeitwirkung wie Perindopril einen

Tag vor der Operation abzusetzen.

Mitral- oder Aortenklappenstenose/hypertrophe Kardiomyopathie

ACE-Hemmer müssen bei Patienten mit einer Obstruktion im linksventrikulären Ausflusstrakt

vorsichtig angewendet werden.

Leberinsuffizienz

Selten wurden ACE-Hemmer mit einem Syndrom in Zusammenhang gebracht, das mit

cholestatischer Gelbsucht beginnt und zu fulminanter hepatischer Nekrose und (manchmal) zum Tod

führen kann. Der zugrundeliegende Mechanismus dieses Syndroms ist nicht geklärt. Patienten, die

unter ACE-Hemmertherapie eine Gelbsucht entwickeln oder eine deutliche Erhöhung der

Leberenzyme zeigen, müssen den ACE-Hemmer absetzen und eine geeignete medizinische

Überwachung muss eingeleitet werden (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).

Hyperkaliämie

Erhöhungen des Kaliumblutspiegels wurden bei manchen Patienten beobachtet, die mit ACE-

Hemmern, einschliesslich Perindopril, behandelt wurden. Risikofaktoren für die Entwicklung einer

Hyperkaliämie sind (unter anderem): Niereninsuffizienz, Verschlechterung der Nierenfunktion, Alter

(>70 Jahre), Diabetes mellitus, interkurrente Ereignisse wie Dehydration, akute

Herzdekompensation, metabolische Azidose, gleichzeitige Anwendung von kaliumsparenden

Diuretika (z.B. Spironolacton, Eplerenon, Triamteren oder Amilorid), Kaliumsupplementen oder

kaliumhaltigen Salzersatzstoffen oder anderen Behandlungen, die eine Erhöhung des

Kaliumblutspiegels hervorrufen (z.B.: Heparine, COX-2-Hemmer, nicht selektive NSAR,

Immunsuppressiva wie Ciclosporin oder Tacrolimus und Trimethoprim). Der Gebrauch von

Kaliumsupplementen, kaliumsparenden Diuretika oder kaliumhaltigen Salzersatzstoffen, besonders

bei Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion, kann zu einem signifikanten Anstieg des

Kaliumblutspiegels führen. Hyperkaliämie kann schwerwiegende, manchmal tödliche Arrhythmien

verursachen. Wenn die gleichzeitige Anwendung von Perindopril und der oben genannten

Arzneimittel als unbedingt notwendig erachtet wird, müssen diese mit Vorsicht und unter häufiger

Kontrolle des Kaliumblutspiegels angewendet werden (siehe «Interaktionen»).

Für Indapamid

Wasser- und Elektrolytgleichgewicht

Der Ionenblutspiegel muss vor Beginn der Therapie und im Laufe der Behandlung mindestens ein-

bis zweimal pro Jahr bestimmt werden.

Natriumspiegel

Der Natriumspiegel sollte vor Beginn der Behandlung und dann in regelmässigen Abständen

bestimmt werden. Jede Diuretikatherapie kann eine Hyponaträmie mit manchmal schwerwiegenden

Folgen bewirken. Da das Absinken des Natriumspiegels anfänglich asymptomatisch sein kann, ist

eine regelmässige Überprüfung unbedingt erforderlich und sollte bei Risikopopulationen wie älteren

Menschen und Zirrhosepatienten (siehe «Unerwünschte Wirkungen» und «Überdosierung») mit

verstärkter Häufigkeit erfolgen.

Kaliämie

Der Kaliumverlust mit Hypokaliämie ist das grösste Risiko bei Thiaziddiuretika und damit

verwandten Arzneimitteln. Das Risiko einer Hypokaliämie (<3,4 mmol/l) muss bei bestimmten

Risikopopulationen wie älteren und/oder unterernährten Patienten mit oder ohne mehrfache

medikamentöse Behandlung, Zirrhosepatienten mit Ödemen und Aszites, Patienten mit koronarer

Herzkrankheit und Patienten mit Herzinsuffizienz vermieden werden.

In diesen Fällen erhöht die Hypokaliämie die Kardiotoxizität der Digitalispräparate und das Risiko

von Herzrhythmusstörungen.

Patienten mit einem langen QT-Intervall, kongenitalen oder iatrogenen Ursprungs, gehören ebenfalls

zur Risikogruppe. Die Hypokaliämie wie auch die Bradykardie begünstigen in diesem Fall das

Auftreten schwerer Herzrhythmusstörungen, insbesondere potentiell fataler Torsades de pointes.

In diesen Fällen sind häufigere Untersuchungen des Kaliumspiegels erforderlich. Die erste Messung

des Plasmakaliumspiegels muss in der ersten Woche nach Beginn der Behandlung stattfinden.

Wird eine Hypokaliämie diagnostiziert, muss sie korrigiert werden.

Kalziumspiegel

Thiaziddiuretika und damit verwandte Arzneistoffe können die Kalziumausscheidung über den Urin

vermindern und zu einem geringen und vorübergehenden Anstieg des Kalziumspiegels führen. Eine

eindeutige Hyperkalzämie kann auf einen nicht erkannten Hyperparathyreoidismus zurückzuführen

sein. In diesem Fall sollte die Behandlung abgesetzt und die Nebenschilddrüsen-Funktion untersucht

werden.

Blutzucker

Bei Diabetikern muss der Blutzuckerspiegel kontrolliert werden, vor allem bei Hypokaliämie.

Harnsäure

Bei Patienten mit erhöhtem Harnsäurespiegel kann die Tendenz zu Gichtanfällen erhöht sein.

Nierenfunktion und Diuretika

Thiaziddiuretika und damit verwandte Arzneistoffe sind nur dann voll wirksam, wenn die

Nierenfunktion normal oder nur wenig beeinträchtigt ist (Kreatininspiegel unter ca. 25 mg/l, d.h. 220

µmol/l beim Erwachsenen).

Bei älteren Personen müssen die Plasmakreatininwerte in Bezug auf Alter, Gewicht und Geschlecht

gemäss der Formel von Cockroft berichtigt werden:

Clcr = (140 – Alter) × Gewicht / 0.814 × Plasmakreatininwert

mit:

Alter in Jahren

Gewicht in kg

Plasmakreatininwert in µmol/l

Diese Formel ist gültig für ältere Männer und muss für Frauen korrigiert werden, indem das Resultat

mit 0.85 multipliziert wird.

Die Hypovolämie als Folge von Wasser- und Natriumverlust durch das Diuretikum zu Beginn der

Behandlung bewirkt eine Reduktion der glomerulären Filtration. Daraus kann ein Anstieg des

Blutharnstoffs und des Kreatininspiegels entstehen. Diese vorübergehende funktionelle

Niereninsuffizienz hat bei Patienten mit normaler Nierenfunktion keine Konsequenzen, kann jedoch

eine vorbestehende Niereninsuffizienz verstärken.

Leistungssportler

Sportler sind darauf aufmerksam zu machen, dass dieses Arzneimittel einen Wirkstoff enthält, der

bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen kann.

Interaktionen

Für Perindopril und Indapamid:

Kombinationen, von denen abzuraten ist:

Lithium

Bei der gleichzeitigen Verabreichung von Lithium und ACE-Hemmern ist über reversible

Erhöhungen der Serumlithiumkonzentration und der Lithiumtoxizität berichtet worden. Die

Verabreichung von Perindopril mit Indapamid zusammen mit Lithium wird nicht empfohlen. Wenn

die Kombination dennoch als notwendig erachtet wird, müssen die Serumlithiumwerte sorgfältig

überwacht werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Kombinationen, die Vorsichtsmassnahmen erfordern:

Baclofen

Potenzierung der antihypertensiven Wirkung. Überwachung des arteriellen Blutdrucks und der

Nierenfunktion und, falls nötig, Dosisanpassung des Antihypertensivums.

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) (inklusive Aspirin ≥3 g/Tag)

Wenn ACE-Hemmer gleichzeitig mit NSAR (z.B. Acetylsalicylsäure als Entzündungshemmer,

COX-2-Hemmern und nicht selektiven NSAR) verabreicht werden, kann eine Abschwächung der

antihypertensiven Wirkung auftreten. Die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und NSAR

kann das Risiko einer Verschlechterung der Nierenfunktion, einschliesslich einer akuten

Niereninsuffizienz, erhöhen und zu einem Anstieg des Kaliumblutspiegels führen, vor allem bei

Patienten mit bereits bestehender Nierenfunktionsstörung. Diese Kombination sollte besonders bei

älteren Patienten mit Vorsicht verabreicht werden. Die Patienten müssen adäquat hydriert werden

und eine Kontrolle der Nierenfunktion sollte zu Beginn der Behandlung und danach periodisch

veranlasst werden.

Kombinationen, die berücksichtigt werden müssen

Antidepressiva vom Imipramin-Typ (trizyklische), Neuroleptika

Verstärkte blutdrucksenkende Wirkung und erhöhtes Risiko einer orthostatischen Hypotonie

(additive Wirkung).

Kortikosteroide, Tetracosactid

Verminderung der blutdrucksenkenden Wirkung (Natrium- und Wasserretention durch die

Kortikosteroide).

Andere Antihypertensiva

Die gleichzeitige Verabreichung von anderen Antihypertensiva mit Perindopril/Indapamid kann

einen additiven Effekt auf die Blutdrucksenkung haben.

Für Perindopril

Arzneimittel, die eine Hyperkaliämie verursachen

Gewisse Arzneimittel oder gewisse therapeutische Klassen können das Risiko für das Auftreten einer

Hyperkaliämie erhöhen: Aliskiren, Kaliumsalze, kaliumsparende Diuretika, ACE-Hemmer,

Angiotensin II-Rezeptor-Antagonisten (ARA II), nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR), Heparine,

Immunsuppressiva wie Ciclosporin oder Tacrolimus und Trimethoprim. Die Kombination dieser

Medikamente erhöht das Risiko einer Hyperkaliämie.

Kontraindizierte Kombinationen (siehe «Kontraindikationen»)

Aliskiren

Bei Diabetikern und Patienten mit Niereninsuffizienz besteht das Risiko von Hyperkaliämie,

Verschlechterung der Nierenfunktion, kardiovaskulärer Morbidität und erhöhter Mortalität.

Kombinationen, von denen abzuraten ist:

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme

der Nierenfunktion (einschliesslich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des

RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen.

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur

unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bien Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Estramustin

Risiko, dass unerwünschte Wirkungen wie angioneurotisches Ödem (Angioödem) zunehmen.

Racecadotril

ACE-Hemmer (z.B. Perindopril) sind bekannt, Angioödeme zu verursachen. Dieses Risiko kann

erhöht sein bei gleichzeitiger Behandlung mit Racecadotril (Medikament benützt zur Behandlung

von akutem Durchfall).

mTOR-Inhibitoren (z.B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus)

Die Patienten mit gleichzeitiger Behandlung mit mTOR-Inhibitoren können einem erhöhten Risiko

für Angioödem ausgesetzt werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Kaliumsparende Diuretika (z.B. Amilorid, …), Kaliumsalze

Potentiell letale Hyperkaliämie, vor allem bei Niereninsuffizienz (additive kaliumspiegelsenkende

Wirkung). Die Kombination von Perindopril mit den oben erwähnten Arzneimitteln wird nicht

empfohlen. Falls die gleichzeitige Anwendung trotzdem indiziert ist, müssen diese Medikamente mit

Vorsicht und unter regelmässiger Kontrolle des Kaliumblutspiegels eingesetzt werden. Für die

Anwendung von Spironolacton bei Herzinsuffizienz siehe weiter unten.

Kombinationen, die Vorsichtsmassnahmen erfordern:

Antidiabetika (Insulin, orale Antidiabetika)

Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass die Kombination von ACE-Hemmern und

Antidiabetika (Insuline, orale Antidiabetika) die blutzuckersenkende Wirkung verstärken kann, mit

dem Risiko von Hypoglykämien. Dieses Phänomen scheint vor allem in den ersten Wochen dieser

Kombinationsbehandlung und bei Patienten mit Niereninsuffizienz aufzutreten.

Nicht-kaliumsparende Diuretika:

Patienten, die mit Diuretika behandelt werden, besonders Patienten mit Hypovolämie und/oder Salz-

und Wassermangel, können nach Behandlungsbeginn mit einem ACE-Hemmer einen starken Abfall

des Blutdrucks erfahren. Die blutdrucksenkende Wirkung kann vermindert werden durch das

vorübergehende Absetzen des Diuretikums, durch Volumenerhöhung oder durch Salzeinnahme,

bevor die Behandlung mit niedrigen und progressiv erhöhten Dosen von Perindopril eingeleitet wird.

Bei der arteriellen Hypertonie, bei der die vorherige diuretische Behandlung eine Hypovolämie

und/oder einen Elektrolyt- und Wasserverlust verursacht haben kann, muss das Diuretikum vor der

Einleitung einer ACE-Hemmertherapie abgesetzt werden; in diesem Fall kann anschliessend

entweder die diuretische Behandlung mit einem nicht-kaliumsparenden Diuretikum wieder

aufgenommen werden oder dann muss der ACE-Hemmer in niedriger, progressiv ansteigender

Dosierung eingeleitet werden.

In der diuretischen Behandlung einer kongestiven Herzinsuffizienz muss der ACE-Hemmer in sehr

niedriger Dosierung eingeführt werden, nach vorheriger Reduzierung des gleichzeitig gegebenen

nicht-kaliumsparenden Diuretikums.

In all diesen Fällen muss die Nierenfunktion (Kreatininspiegel) während den ersten Wochen einer

Behandlung mit ACE-Hemmern überwacht werden.

Kaliumsparende Diuretika (Eplerenon, Spironolacton):

Mit Eplerenon und Spironolacton in Dosierungen zwischen 12.5 mg und 50 mg pro Tag und mit

niedrig dosierten ACE-Hemmern: Bei der Behandlung der Herzinsuffizienz der NYHA-Klasse II-IV

mit einer Auswurffraktion <40% und vorgängiger Behandlung mit einem ACE-Hemmer und einem

Schleifendiuretikum besteht das Risiko einer potentiell letalen Hyperkaliämie, besonders bei

Nichtbeachtung der Verschreibungsempfehlungen für diese Kombination. Vor dem Einsatz dieser

Kombination müssen Hyperkaliämie und Niereninsuffizienz ausgeschlossen werden.

Eine strenge Kontrolle der Kalium- und Kreatininblutspiegel wird empfohlen: einmal pro Woche im

ersten Monat der Behandlung und einmal pro Monat in den folgenden Monaten.

Kombinationen, die berücksichtigt werden müssen:

Antihypertensiva und Vasodilatatoren:

Die gleichzeitige Anwendung dieser Wirkstoffe kann die blutdrucksenkende Wirkung von

Perindopril verstärken. Die gleichzeitige Anwendung von Nitroglycerin und anderen Nitratderivaten

oder von anderen Vasodilatatoren kann den arteriellen Blutdruck senken.

Allopurinol, Zytostatika oder Immunsuppressiva, Kortikosteroide (systemisch) oder Procainamid

Die gleichzeitige Verabreichung von ACE-Hemmern kann das Risiko einer Leukopenie erhöhen.

Anästhetika

ACE-Hemmer können die blutdrucksenkende Wirkung von bestimmten Anästhetika verstärken.

Diuretika (Thiazid- oder Schleifendiuretika)

Eine vorgängige hochdosierte Diuretikatherapie kann bei Therapiebeginn mit Perindopril zu einem

Volumenmangel und einem erhöhten Hypotonierisiko führen.

Gliptine (Linagliptin, Saxagliptin, Sitagliptin, Vildagliptin)

Erhöhtes Angioödem-Risiko bei gleichzeitig mit einem ACE-Hemmer behandelten Patienten,

zurückzuführen auf eine durch Gliptin verursachte Verminderung der Aktivität der

Dipeptidylpeptidase IV (DPP-IV).

Sympathomimetika

Sympathomimetika können die blutdrucksenkende Wirkung der ACE-Hemmer vermindern.

Goldsalze

Bei Patienten, die gleichzeitig Goldsalz-Injektionen (Natriumaurothiomalat) und einen ACE-

Hemmer, einschliesslich Perindopril, erhielten, ist selten über nitritoide Reaktionen (mit Symptomen

wie Rötung des Gesichtes, Nausea, Erbrechen und Hypotonie) berichtet worden.

Für Indapamid

Kombinationen, die Vorsichtsmassnahmen erfordern:

Arzneimittel, die Torsades de pointes hervorrufen können:

Wegen der Gefahr einer Hypokaliämie muss Indapamid mit Vorsicht mit Medikamenten kombiniert

werden, die Torsades de pointes hervorrufen können, wie Antiarrhythmika der Klasse IA (Chinidin,

Hydrochinidin, Disopyramid), Antiarrhythmika der Klasse III (Amiodaron, Dofetilid, Ibutilid,

Bretylium, Sotalol); gewisse Neuroleptika (Chlorpromazin, Cyamemazin, Levomepromazin,

Thioridazin, Trifluoperazin), Benzamide (Amisulprid, Sulpirid, Sultoprid, Tiaprid), Butyrophenone

(Droperidol, Haloperidol), andere Neuroleptika (Pimozid); andere Substanzen wie Bepridil, Cisaprid,

Diphemanil, Erythromycin IV, Halofantrin, Mizolastin, Moxifloxacin, Pentamidin, Sparfloxacin,

Vincamin IV, Methadon, Astemizol, Terfenadin. Prophylaxe der Hypokaliämie und nötigenfalls

Korrektur: Überwachung des QT-Intervalls

Kaliumsenkende Arzneimittel

Amphotericin B (IV), Gluko- und Mineralokortikoide (systemisch), Tetracosactid, stimulierende

Laxativa: Erhöhtes Risiko von Hypokaliämie (additive Wirkung). Überwachung und nötigenfalls

Korrektur der Kaliumwerte im Blut. Dies ist insbesondere unter einer Behandlung mit

Herzglykosiden zu beachten. Nicht stimulierende Laxativa verwenden.

Herzglykoside

Tiefe Kaliumblutspiegel fördern die toxischen Wirkungen der Herzglykoside. Kaliumblutspiegel und

EKG müssen überwacht und nötigenfalls der Therapieansatz überprüft werden.

Allopurinol

Die gleichzeitige Anwendung mit Indapamid kann eine Zunahme der Inzidenz von

Überempfindlichkeitsreaktionen auf Allopurinol bewirken.

Kombinationen, die berücksichtigt werden müssen

Metformin

Metformin-bedingte Laktatazidose, ausgelöst durch eine eventuell vorhandene funktionelle

Niereninsuffizienz im Zusammenhang mit einer Diuretikatherapie, insbesondere bei einer

Behandlung mit Schleifendiuretika.

Metformin darf nicht verwendet werden, wenn der Kreatininspiegel beim Mann 15 mg/l (135

µmol/l), bei der Frau 12 mg/l (110 µmol/l) übersteigt.

Jodhaltige Kontrastmittel

Bei Diuretika-bedingter Dehydratation besteht insbesondere bei Anwendung hoher Dosen jodhaltiger

Kontrastmittel ein erhöhtes Risiko der Entwicklung einer akuten Niereninsuffizienz. Eine

Rehydratation muss vor Verabreichung des jodhaltigen Kontrastmittels erfolgen.

Kalzium(salze)

Risiko einer Hyperkalzämie durch verminderte Kalziumausscheidung im Urin.

Ciclosporin

Risiko eines erhöhten Kreatininspiegels ohne Änderung der zirkulierenden Ciclosporinkonzentration,

auch bei normalem Wasser- und Natriumhaushalt.

Andere Kombinationen

Antazida

Es wurde keine Wechselwirkung bei der Absorption festgestellt.

Atenolol

Es wurde keine pharmakokinetische Wechselwirkung festgestellt.

Warfarin

Es wurde keine pharmakokinetische oder pharmakodynamische Wechselwirkung festgestellt.

Schwangerschaft/Stillzeit

Aufgrund des darin enthaltenen ACE-Hemmers ist die Anwendung dieser Kombination während der

Schwangerschaft kontraindiziert.

Co-Perindopril Spirig HC ist während der Stillzeit kontraindiziert. Unter Berücksichtigung der

Wichtigkeit dieser Therapie für die Mutter muss daher entweder ein Unterbruch des Stillens oder ein

Unterbruch der Behandlung mit Co-Perindopril Spirig HC als Lösung gewählt werden.

Schwangerschaft

Perindopril

Die verfügbaren epidemiologischen Daten zum Missbildungsrisiko nach Exposition gegenüber ACE-

Hemmern während des ersten Trimenons der Schwangerschaft lassen keine Schlussfolgerung zu.

Allerdings kann eine geringe Risikoerhöhung für angeborene Missbildungen nicht ausgeschlossen

werden. Den Patientinnen, die eine Schwangerschaft planen, wird empfohlen, ihre antihypertensive

Behandlung auf ein Arzneimittel umzustellen, das ein gut etabliertes Sicherheitsprofil für die

Anwendung in der Schwangerschaft aufweist. Sobald eine Schwangerschaft festgestellt wird, muss

die ACE-Hemmer-Behandlung sofort abgesetzt werden und es muss, falls erforderlich, mit einer

Alternativbehandlung begonnen werden (siehe «Kontraindikationen»).

Die Einnahme eines ACE-Hemmers während des zweiten und dritten Trimenons kann beim Fötus

Schäden der Nieren und Missbildungen im Gesicht und am Schädel verursachen. Der Fötus im

Mutterleib ist dem Risiko einer Hypotonie ausgesetzt. Bei diesen Neugeborenen wurden ein

niedriges Geburtsgewicht, eine reduzierte Nierendurchblutung sowie Anurie beobachtet. Das bei den

Müttern festgestellte Oligohydramnion kann möglicherweise auf eine reduzierte Nierenfunktion des

Fötus zurückgeführt werden. Nach einer solchen Exposition im Uterus müssen die Neugeborenen

gründlich untersucht werden, um sich von einer ausreichenden Harnausscheidung zu überzeugen.

Zudem müssen die Kaliumspiegel und der arterielle Blutdruck kontrolliert werden. Falls erforderlich,

sollten entsprechende Massnahmen ergriffen werden. Beispielsweise eine Rehydratation oder eine

Dialyse, um den ACE-Hemmer aus dem Blutkreislauf zu eliminieren.

In Tierversuchen wurde eine erhöhte Fetotoxizität und peri-/postnatale Toxizität bei Nagern und

Kaninchen beobachtet (siehe «Präklinische Daten»).

Indapamid

Zur Anwendung von Indapamid bei schwangeren Frauen stehen nur begrenzte Daten zur Verfügung.

Reproduktionsstudien bei Tieren haben keine teratogenen Wirkungen bewiesen, aber eine geringe

Reproduktionstoxizität bei hohen Dosen festgestellt (siehe «Präklinische Daten»).

Eine verlängerte Exposition gegenüber Thiaziddiuretika während des 3. Trimenons der

Schwangerschaft kann das mütterliche Plasmavolumen und den uteroplazentären Blutfluss

reduzieren. Dies kann eine fetoplazentäre Ischämie mit Risiko einer fetalen Hypotrophie und einer

Verzögerung des intrauterinen Wachstums verursachen. Ausserdem wurden bei Neugeborenen

vereinzelt Fälle von Hypoglykämie und von Thrombozytopenie infolge einer geburtsnahen

Exposition gemeldet.

Stillzeit

Perindopril

Es liegen keine Informationen über den Gebrauch von Perindopril während der Stillzeit vor. In

tierexperimentellen Studien wurde das Auftreten von Perindopril in der Muttermilch bewiesen (siehe

«Präklinische Daten»). Daher ist die Anwendung von Co-Perindopril Spirig HC bei stillenden Frauen

kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen»).

Indapamid

Die Informationen betreffend den Übergang von Indapamid/Metaboliten in die Muttermilch sind

begrenzt. Dennoch darf es aus folgenden Gründen während der Stillzeit nicht angewendet werden:

·Verringerung bis Verhinderung der Milchsekretion,

·Nebenwirkungen insbesondere biologischer Art (Kaliumspiegel),

·Zugehörigkeit zu den Sulfonamiden mit Risiko für Kernikterus beim Neugeborenen und Risiko für

Allergie.

Fertilität

Perindopril

In Studien zur Reproduktionstoxizität bei Ratten zeigte Perindopril keinen Einfluss auf die

Reproduktionsfähigkeit oder Fertilität (siehe «Präklinische Daten»).

Indapamid

In Studien zur Reproduktionstoxizität bei Ratten zeigte Indapamid keinen Einfluss auf die

Reproduktionsfähigkeit oder Fertilität (siehe «Präklinische Daten»).

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Co-Perindopril Spirig HC verändert die Aufmerksamkeit nicht, aber bei bestimmten Patienten

können im Zusammenhang mit der Blutdrucksenkung individuelle Reaktionen auftreten, vor allem

zu Beginn der Behandlung oder bei Kombination mit einem anderen blutdrucksenkenden

Arzneimittel. Infolgedessen kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr und zum

Bedienen von Maschinen eingeschränkt sein.

Unerwünschte Wirkungen

Die Einnahme von Perindopril hemmt das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System, wobei der

Indapamid-bedingte Kaliumverlust tendenziell verringert wird. 2% der mit Perindopril-tert-

Butylamin -Indapamid 2/0,625 Präparaten behandelten Patienten und 4% der mit Perindopril-tert-

Butylamin-Indapamid 4/1,25 Präparaten behandelten Patienten entwickelten eine Hypokaliämie

(Kaliumwerte <3.4 mmol/l).

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die am häufigsten gemeldeten unerwünschten Ereignisse bei Verabreichung von Perindopril und

Indapamid sind Appetitverlust, Parästhesie, Asthenie, Kopfschmerzen, Benommenheit, Schwindel,

Geschmacksstörungen, Sehstörungen, Tinnitus, Hypotonie, Obstipation, Mundtrockenheit, Nausea,

Erbrechen, Abdominalschmerzen, Dyspepsie, Diarrhoe, Rash, makulopapulöser Ausschlag, Juckreiz,

Muskelkrämpfe, Husten, Dyspnoe.

Folgende unerwünschte Wirkungen wurden in klinischen Studien und/oder bei der Anwendung nach

Markteinführung beobachtet und sind nach ihrer Häufigkeit klassifiziert:

Sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1000, <1/100); selten (≥1/10'000,

<1/1000); sehr selten (<1/10'000).

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Sehr selten: Rhinitis.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich: Eosinophilie*.

Sehr selten: Thrombozytopenie, Leukopenie, Agranulozytose, Neutropenie (siehe «Warnhinweise

und Vorsichtsmassnahmen»), Panzytopenie, aplastische Anämie, hämolytische Anämie.

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen, vor allem dermatologische, bei Patienten mit

Neigung zu Allergien und Asthma.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Appetitverlust.

Gelegentlich: Hypoglykämie* (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und

«Interaktionen»), Hyperkaliämie, bei Absetzen der Therapie reversibel (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»), Hyponaträmie (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Selten: Hyperkalzämie.

Unbekannt: Kaliumverluste mit Hypokaliämie, besonders schwerwiegend bei gewissen

Hochrisikopopulationen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen.

Sehr selten: Verwirrtheit.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen, Benommenheit, Schwindel, Parästhesien, Geschmacksstörungen.

Gelegentlich: Schläfrigkeit* und Synkopen*.

Sehr selten: zerebrovaskulärer Insult, eventuell sekundär nach übermässiger Hypotonie bei

Hochrisikopatienten (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Unbekannt: Bei Patienten mit Leberinsuffizienz besteht die Möglichkeit einer hepatischen

Enzephalopathie (siehe «Kontraindikationen» und «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Augenerkrankungen

Häufig: Sehstörungen.

Unbekannt: Kurzsichtigkeit, verschwommene Sicht.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Häufig: Tinnitus.

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Tachykardie, Palpitationen.

Sehr selten: Herzrhythmusstörungen, einschliesslich Bradykardie, ventrikuläre Tachykardie,

Vorhofflimmern, Angina pectoris (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»),

Myokardinfarkt, eventuell sekundär nach übermässigem Blutdruckabfall bei Hochrisikopatienten

(siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»), transitorische ischämische Attacke, eventuell

infolge starker Hypotonie bei Hochrisikopatienten (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Unbekannt: (potentiell letale) Torsades de pointes (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»

und «Interaktionen»).

Gefässerkrankungen

Häufig: Hypotonie und Folgeerscheinungen einer Hypotonie (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Gelegentlich: Vaskulitis*.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: Husten, Dyspnoe.

Gelegentlich: Bronchospasmus.

Sehr selten: Eosinophile Pneumonie.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Obstipation, Mundtrockenheit, Nausea, Erbrechen, Magenschmerzen, Abdominalschmerzen,

Dyspepsie, Diarrhoe.

Sehr selten: Pankreatitis.

Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr selten: zytolytische oder cholestatische Hepatitis (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Juckreiz, makulopapulöser Ausschlag, Rash.

Gelegentlich: Purpura, Angioödem des Gesichts, der Gliedmassen, der Lippen, Schleimhäute, Zunge,

Glottis und/oder des Kehlkopfs, Urtikaria (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»),

Hyperhidrose, Photosensibilitätsreaktionen, Pemphigoid*.

Selten: Verschlimmerung der Psoriasis.

Sehr selten: Erythema multiforme, toxische epidermale Nekrolyse, Steven-Johnson-Syndrom.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Muskelkrämpfe.

Gelegentlich: Arthralgien*, Myalgien*, Möglichkeit, dass sich ein vorbestehender akuter

systemischer Lupus erythematodes verschlimmert.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Niereninsuffizienz.

Sehr selten: akute Niereninsuffizienz.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich: Impotenz.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Asthenie.

Gelegentlich: Thoraxschmerzen*, Unwohlsein*, peripheres Ödem*, Fieber*.

Untersuchungen

Gelegentlich: Erhöhung der Harnstoff- und Kreatininspiegel im Blut.

Selten: Erhöhung der Leberenzym- und Bilirubinwerte.

Sehr selten: Verminderung der Hämoglobin- und Hämatokritwerte (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Unbekannt: Verlängerung des QT-Intervalls im Elektrokardiogramm (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen» und «Interaktionen»), Erhöhung der Zucker- und Harnstoffspiegel im Blut.

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen

Gelegentlich: Stürze*.

* Unerwünschte Wirkungen, die nach Markteinführung gemeldet wurden (Spontanmeldungen) und

deren Häufigkeit aufgrund der Daten aus den klinischen Versuchen geschätzt wurde.

Meldung vermuteter unerwünschter Wirkungen

Die Meldung vermuteter unerwünschter Wirkungen nach Zulassung des Arzneimittels ist wichtig.

Sie erlaubt eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen/Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Die medizinischen Fachpersonen melden jede schwere oder neue unerwünschte Wirkung an das

Pharmakovigilanzzentrum ihrer Region.

Überdosierung

Symptome

Das wahrscheinlichste Ereignis bei Überdosierung ist die Hypotonie, die mit folgenden klinischen

Symptomen verbunden sein kann: Übelkeit, Erbrechen, arterielle Hypotonie, Krämpfe, Schwindel,

Schläfrigkeit, Verwirrungszustände, Oligurie bis hin zur Anurie (hypovolämisch bedingt). Es können

Störungen des Wasser-Elektrolyt-Haushalts auftreten (Hyponaträmie, Hypokaliämie). Daher muss

der Elektrolythaushalt mit besonderem Augenmerk auf den Kalium- und Kalziumspiegel überwacht

werden.

Bei Patienten mit Leberzirrhose kann eine Überdosierung rasch zu einem hepatischen Koma führen.

Behandlung

Sofortmassnahmen: Entgiftung durch Magenspülung und/oder Verabreichung von Aktivkohle.

Danach Wasser- und Elektrolyt-Substitution in einem darauf spezialisierten Zentrum bis zur

Normalisierung.

Sollte eine starke Hypotonie auftreten, so kann sie dadurch bekämpft werden, dass der Patient im

Liegen mit dem Kopf nach unten gelagert und eventuell mit isotonischer Kochsalzlösung (i.v.-

Infusion) oder mit einem anderen Mittel zur volämischen Expansion behandelt wird.

Perindoprilat, die aktive Form von Perindopril, ist dialysierbar (siehe «Pharmakokinetik»).

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C09BA04

Co-Perindopril Spirig HC ist die Kombination von Perindopril tert-Butylaminsalz, einem ACE-

Hemmer, und von Indapamid, einem Chlorosulfamoyl-Diuretikum. Die pharmakologischen

Eigenschaften des Arzneimittels ergeben sich aus den Eigenschaften der einzelnen Bestandteile

sowie aus der additiven Wirkung der beiden kombinierten Substanzen.

Wirkmechanismus und Pharmakodynamik

Perindoprilat, der aktive Metabolit von Perindopril, ist ein Hemmer des Angiotensin- Converting-

Enzyms (ACE), das Angiotensin I in Angiotensin II, eine vasokonstriktorische Substanz, umwandelt.

Zusätzlich stimuliert das Enzym die Sekretion von Aldosteron durch die Nebennierenrinde sowie den

Abbau von Bradykinin, einer vasodilatatorischen Substanz, zu inaktiven Heptapeptiden.

Perindopril ist in allen Stadien der arteriellen Hypertonie wirksam, bei leichter, bei mässiger, aber

auch bei schwerer Hypertonie: Sowohl im Liegen wie im Stehen ist ein Rückgang des systolischen

und diastolischen Blutdrucks zu verzeichnen.

Die maximale blutdrucksenkende Wirkung wird 4 bis 6 Stunden nach einmaliger Einnahme erreicht

und bleibt mindestens 24 Stunden lang bestehen.

Die Restblockierung des Konversionsenzyms ist hoch – sie beträgt nach 24 Stunden noch 80%.

Bei Patienten, die auf die Behandlung ansprechen, tritt die Normalisierung des Blutdrucks innerhalb

eines Monats nach Behandlungsbeginn ein und bleibt ohne Tachyphylaxie bestehen.

Bei Abbruch der Behandlung ist kein Reboundeffekt bezüglich Hypertonie zu beobachten.

Perindopril besitzt vasodilatatorische Eigenschaften, stellt die elastische Qualität der grossen

Arterien wieder her und bewirkt eine Reduktion der linksventrikulären Hypertrophie.

Die blutdrucksenkende Wirkung von Perindopril ist auch bei Patienten mit niedrigen oder normalen

Reninkonzentrationen zu beobachten.

Indapamid ist ein Sulfonamidderivat mit Indolkern und pharmakologisch mit den Thiaziddiuretika

eng verwandt. Der Wirkmechanismus beruht auf der Hemmung der Natriumrückresorption im

distalen Tubulus. Indapamid führt zu einer vermehrten Natrium- und Chloridausscheidung und in

geringerem Umfang auch zu einer vermehrten Kalium- und Magnesiumausscheidung im Urin.

Dadurch verstärkt es die Diurese und wirkt somit blutdrucksenkend.

Indapamid als Monotherapie hat eine 24 Stunden anhaltende blutdrucksenkende Wirkung. Diese

Wirkung tritt bereits bei Dosen auf, unter denen die diuretischen Eigenschaften erst schwach in

Erscheinung treten.

Die blutdrucksenkende Wirkung steht im Zusammenhang mit der Verbesserung der arteriellen

Compliance und mit der Verringerung des totalen peripheren Widerstands und des Widerstands der

Arteriolen.

Indapamid reduziert die linksventrikuläre Hypertrophie.

Bei Thiaziddiuretika und damit verwandten Substanzen wird ab einer bestimmten Dosis ein

Plateauwert der blutdrucksenkenden Wirkung erreicht, während die Nebenwirkungen mit steigender

Dosierung weiter zunehmen. Daher sollte bei fehlender Wirksamkeit der Behandlung eine

Dosiserhöhung unterbleiben.

Ausserdem wurde bei Hypertonikern nachgewiesen, dass Indapamid kurz-, mittel- und langfristig

·Lipidstoffwechsel-neutral in Bezug auf Triglyceride, LDL-Cholesterin und HDL-Cholesterin ist,

·den Kohlenhydratstoffwechsel nicht beeinflusst, selbst bei Hypertonikern mit Diabetes mellitus.

Beim Hypertoniker übt Co-Perindopril Spirig HC eine dosisabhängige blutdrucksenkende Wirkung

auf den diastolischen und systolischen Blutdruck im Liegen und im Stehen aus. Diese

blutdrucksenkende Wirkung hält 24 Stunden an. Die Blutdrucksenkung wird nach weniger als einem

Monat und ohne Anzeichen einer Tachyphylaxie erreicht. Bei Absetzen der Behandlung findet kein

Reboundeffekt statt.

In klinischen Studien führte die gleichzeitige Gabe von Perindopril und Indapamid im Vergleich zur

separaten Verabreichung gleicher Dosen der einzelnen Wirkstoffe zu einer synergistischen

blutdrucksenkenden Wirkung.

Pharmakokinetik

Die gleichzeitige Verabreichung von Perindopril und Indapamid hat keinen Einfluss auf die

pharmakokinetischen Parameter der einzelnen Substanzen.

Perindopril

Absorption und Bioverfügbarkeit

Nach peroraler Verabreichung wird Perindopril rasch resorbiert. Maximale Plasmaspiegel werden 1

Stunde nach Applikation erreicht. Die Plasma-Halbwertszeit von Perindopril beträgt 1 Stunde.

Distribution

Das Verteilungsvolumen der ungebundenen Fraktion von Perindoprilat beträgt etwa 0,2 l/kg. Die

Plasmaeiweiss-Bindung von Perindoprilat beträgt 20%, ist aber konzentrationsabhängig. Sie erfolgt

in erster Linie an das Angiotensin-Converting Enzym.

Metabolismus

Perindopril ist ein Prodrug. Die biologische Verfügbarkeit des aktiven Metaboliten Perindoprilat

beträgt 27%. Zusätzlich zum aktiven Perindoprilat wird Perindopril zu 5 weiteren, durchwegs

inaktiven Metaboliten abgebaut. Maximale Plasmaspiegel von Perindoprilat werden nach 3–

4 Stunden erreicht.

Da die Biotransformation von Perindopril tert Butylamin zu Perindoprilat und somit seine

biologische Verfügbarkeit durch die Nahrungsaufnahme verringert wird, ist das Arzneimittel per os

einmal täglich am Morgen vor dem Essen zu verabreichen.

Elimination

Perindoprilat wird renal eliminiert und die terminale Eliminationshalbwertszeit der ungebundenen

Fraktion beträgt etwa17 Stunden, weshalb ein Steady State in 4 Tagen erreicht wird.

Linearität

Es wurde ein lineares Verhältnis zwischen der verabreichten Perindopril-Dosis und seinem

Plasmaspiegel nachgewiesen.

Spezielle Patientengruppen

Anwendung bei älteren Patienten

Bei älteren Patienten, sowie bei Patienten mit Herz- oder Niereninsuffizienz ist die Ausscheidung

von Perindoprilat vermindert.

Patienten mit Niereninsuffizienz

Eine Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz ist wünschenswert, in Abhängigkeit von der Schwere

der Insuffizienz (Kreatinin-Clearance).

Die Dialyse-Clearance von Perindoprilat beträgt 70 ml/Min.

Bei Patienten mit Leberzirrhose

Zirrhose-Patienten weisen eine veränderte Kinetik von Perindopril auf: Die hepatische Clearance des

Muttermoleküls ist bei diesen Patienten um die Hälfte verringert. Dennoch ist die gebildete

Perindoprilatmenge nicht verringert.

Indapamid

Absorption

Indapamid wird rasch und vollständig aus dem Verdauungstrakt resorbiert. Die maximale

Plasmakonzentration wird beim Menschen ca. eine Stunde nach oraler Gabe erreicht.

Distribution

Die Verteilung erfolgt über den gesamten Organismus; ausgehend von den Plasmakonzentrationen

ergibt sich ein geschätztes Verteilungsvolumen von 1,6 l/kg. Die Plasmaproteinbindung liegt bei

79%. Weiterhin fixiert sich ein Grossteil an die Erythrozyten (intra-erythrozytäre Carboanhydrase).

Metabolismus/Elimination

Die Eliminationshalbwertszeit liegt zwischen 14 und 24 Stunden (durchschnittlich 18 Stunden). Die

wiederholte Verabreichung verursacht keine Kumulation. Die Ausscheidung erfolgt im Wesentlichen

über den Harn (70% der Dosis) und über die Faeces (22%) in Form inaktiver Metaboliten.

Kinetik bei besonderen Patientengruppen

Ältere Patienten: Die totale Indapamid-Clearance ist bei älteren Patienten signifikant niedriger (ca.

40%), auch wenn die Kreatinin-Clearance im normalen Bereich liegt. Bei über 75-jährigen Patienten

liegt der Indapamid-Wert ca. 2,5 mal höher, wobei der Wert mit einer Dosis von 0,625 mg

Indapamid erreicht wird. Dieser Wert (AUC und Cmax) ist mit demjenigen jüngerer Patienten (oder

gesunder Menschen) mit 1,25 mg Indapamid vergleichbar.

Geschlechtsspezifischer Unterschied: Die totale Indapamid-Clearance ist bei Männern signifikant

höher als bei Frauen (ca. 22%).

Patienten mit Niereninsuffizienz: Bei Niereninsuffizienz verdoppelt sich der Cmax-Indapamid-Wert.

Die Perindoprilat-Plasmakonzentrationen sind bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance unter 60

ml/min signifikant höher, unabhängig davon, ob die Patienten an Niereninsuffizienz leiden oder ob

es sich um ältere Patienten handelt.

Auch bei Patienten mit Herzinsuffizienz ist die Ausscheidung von Perindoprilat verlangsamt.

Die Dialyse-Clearance von Perindopril beträgt 70 ml/min.

Leberinsuffizienz: Zur Kinetik von Indapamid bei Patienten mit Leberinsuffizienz liegen keine

Angaben vor. Bei Zirrhosepatienten ist die Perindopril-Kinetik verändert; die Leber-Clearance der

Muttersubstanz ist um die Hälfte vermindert. Dennoch geht die gebildete Perindoprilatmenge nicht

zurück, so dass keine Dosisanpassung erforderlich ist.

Präklinische Daten

Co-Perindopril Spirig HC weist eine leicht höhere Toxizität als seine Inhaltstoffe auf. Bei Ratten

scheinen sich die renalen Ereignisse nicht zu intensivieren. Jedoch wurden mit dieser Kombination

im Vergleich zur alleinigen Gabe von Perindopril bei Hunden eine Toxizität auf das

Verdauungssystem und bei Ratten verstärkte maternaltoxische Effekte beobachtet.

Diese Nebenwirkungen treten jedoch erst weit über den normalen therapeutischen Dosen auf.

Perindopril

In Studien zur chronischen Toxizität von peroral verabreichtem Perindopril (bei der Ratte und dem

Affen) war das Zielorgan die Niere, wobei die beobachteten Schädigungen reversibel waren.

Mutagene Effekte wurden weder bei In-vitro- noch bei In-vivo-Studien beobachtet. In

Langzeitstudien an Ratten und Mäusen wurde keine Kanzerogenität festgestellt.

Studien zur Reproduktionstoxizität (bei der Ratte, dem Maus, dem Kaninchen und dem Affen)

ergaben keine Hinweise auf eine Embryotoxizität oder Teratogenität. Jedoch wurde für die Klasse

der ACE-Hemmer gezeigt, dass sie in den späten fetalen Entwicklungsstadien unerwünschte

Wirkungen ausüben, die bei Nagern und Kaninchen zu fetalem Tod und kongenitalen Effekten

führen: Nierenschädigung und ein Anstieg der peri- und postnatalen Mortalität wurden beobachtet.

Bei der Ratte tritt ausserdem Perindopril in die Muttermilch über. Die Fertilität war weder bei

männlichen noch bei weiblichen Ratten beeinträchtigt.

Indapamid

Die höchsten oral verabreichten Dosen (40- bis 8000-fache therapeutische Dosis) zeigten bei

verschiedenen Tierarten eine Exazerbation der diuretischen Eigenschaften von Indapamid. Die

Hauptsymptome in den Studien zur akuten Toxizität von intravenös oder intraperitoneal

verabreichtem Indapamid, d.h. Bradypnoe und periphere Vasodilatation, waren auf die

pharmakologische Wirkung von Indapamid zurückzuführen.

In Studien mit wiederholter oraler Verabreichung von Indapamid an Ratten und Hunden wurde die

Toxizität in den Nieren und Nebennieren mit einem Sicherheitsspielraum in Bezug auf die

therapeutische Dosis >300 beobachtet.

Tests mit Indapamid auf mutagene und karzinogene Eigenschaften zeigten negative Resultate.

Bei der Prüfung der Reproduktionstoxizität von Indapamid (Fertilität, Embryofetotoxizität und peri-

postnatale Schädigungen) konnten keine Hinweise auf grosse Anomalien festgestellt werden, mit

Ausnahme einer ungenügenden Gewichtszunahme des Feten im Test der peri-postnatalen Toxizität

bei einer Dosierung von 100 mg/kg. Kein teratogenen Effekte wurden beobachtet.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 30 °C, in der Originalverpackung und für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Zulassungsnummer

58113 (Swissmedic).

Packungen

Co-Perindopril Spirig HC Tabl 4/1,25 mg: 30 (teilbar). [B]

Co-Perindopril Spirig HC Tabl 4/1,25 mg: 90 (teilbar). [B]

Zulassungsinhaberin

Spirig HealthCare AG, 4622 Egerkingen.

Stand der Information

September 2017.

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