Caspofungin Sandoz 70 mg – Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-11-2017

Fachinformation Fachinformation (SPC)

01-11-2017

Wirkstoff:
CASPOFUNGIN ACETAT
Verfügbar ab:
Sandoz GmbH
ATC-Code:
J02AX04
INN (Internationale Bezeichnung):
CASPOFUNGIN ACETATE
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
136965
Berechtigungsdatum:
2016-06-24

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Caspofungin Sandoz 70 mg – Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer

Infusionslösung

Wirkstoff: Caspofungin

Lesen

Sie

die

gesamte

Packungsbeilage

sorgfältig

durch,

bevor

Sie

mit

der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker

oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in

dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Caspofungin Sandoz und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Caspofungin Sandoz beachten?

Wie ist Caspofungin Sandoz anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Caspofungin Sandoz aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Caspofungin Sandoz und wofür wird es angewendet?

Was ist Caspofungin Sandoz

Caspofungin Sandoz enthält den Wirkstoff Caspofungin. Es gehört zu einer Gruppe von

Arzneimitteln gegen Pilzinfektionen (sogenannte „Antimykotika“).

Wofür wird Caspofungin Sandoz angewendet

Caspofungin Sandoz wird angewendet, um folgende Infektionen bei Kindern, Jugendlichen

und Erwachsenen zu behandeln:

Schwerwiegende Pilzinfektionen in Ihrem Gewebe oder Ihren Organen (sogenannte

„invasive Candidiasis“). Diese Infektion wird durch Pilz(Hefe)-Zellen verursacht, die als

Candida bezeichnet werden.

Personen, die vor kurzem operiert wurden oder an einer Abwehrschwäche leiden, sind

anfällig gegen diese Art der Infektion. Fieber und Schüttelfrost, die auf eine Behandlung

mit Antibiotika nicht ansprechen, sind die häufigsten Anzeichen einer derartigen Infektion.

Pilzinfektionen

Nase,

Nasennebenhöhlen

oder

Lunge

(sogenannte

„invasive Aspergillose“), wenn andere Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen

nicht gewirkt haben oder weil diese bei Ihnen Nebenwirkungen verursacht haben. Diese

Infektion wird durch Schimmelpilze verursacht, die als Aspergillus bezeichnet werden.

Personen, die eine Chemotherapie bekommen, denen ein Organ transplantiert wurde

oder die an einer Abwehrschwäche leiden, sind anfällig für diese Art der Infektion.

Verdacht

Pilzinfektionen,

wenn

Fieber

eine

Verminderung

Anzahl

bestimmter weißer Blutzellen haben und sich beides unter einer Antibiotikabehandlung

nicht gebessert hat.

Personen, die vor kurzem operiert wurden oder an einer Abwehrschwäche leiden, sind

gefährdet, eine Pilzinfektion zu bekommen.

Wie Caspofungin Sandoz wirkt

Caspofungin Sandoz macht Pilzzellen brüchig und verhindert das Wachstum des Pilzes.

Dies

verhindert

Ausbreitung

Infektion

ermöglicht

natürlichen

Abwehrkräften des Körpers die Infektion vollständig zu bekämpfen.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Caspofungin Sandoz beachten?

Caspofungin Sandoz darf nicht angewendet werden

wenn Sie allergisch gegen Caspofungin oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie

mit diesem Arzneimittel behandelt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie mit Caspofungin Sandoz

behandelt werden, wenn Sie:

unter anderen Arzneimittelallergien leiden

schon einmal Leberprobleme hatten oder haben

in diesem Fall könnten Sie eine andere

Dosis dieses Arzneimittels benötigen

bereits mit Ciclosporin (das eine Abstoßung nach Organtransplantationen verhindern oder

das Immunsystem unterdrücken soll) behandelt werden

da Ihr Arzt möglicherweise

zusätzliche Kontrollen Ihrer Blutwerte während der Behandlung durchführen muss

schon einmal gesundheitliche Probleme hatten oder haben

Trifft einer der oben genannten Punkte auf Sie zu (oder wenn Sie sich nicht sicher sind),

sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie mit Caspofungin Sandoz behandelt

werden.

Caspofungin Sandoz kann außerdem schwerwiegende Nebenwirkungen an der Haut wie

Stevens-Johnson-syndrom (SJS) und toxische epidermale Nekrolyse (TEN) verursachen.

Anwendung von Caspofungin Sandoz zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren

Ihren

Arzt

oder

Apotheker

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen/

anwenden,

kürzlich

andere

Arzneimittel

eingenommen/angewendet

haben

oder

beabsichtigen,

andere

Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Dies

gilt

auch

für

nicht

verschreibungspflichtige oder pflanzliche Arzneimittel. Der Grund dafür ist, dass Caspofungin

Sandoz die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen kann. Andere Arzneimittel können

wiederum die Wirkung von Caspofungin Sandoz beeinflussen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel

einnehmen/anwenden:

Ciclosporin oder Tacrolimus (die eine Abstoßung nach Organtransplantationen verhindern

oder das Immunsystem unterdrücken sollen), da Ihr Arzt möglicherweise zusätzliche

Kontrollen Ihrer Blutwerte während der Behandlung durchführen muss

einige Arzneimittel gegen das HI-Virus mit Wirkstoffen wie Efavirenz oder Nevirapin

Phenytoin und Carbamazepin (diese werden bei der Behandlung von Krampfanfällen

Epilepsie

angewendet)

Dexamethason („kortisonartiges“ Arzneimittel, ein „Steroid“)

Rifampicin (ein Antibiotikum)

Trifft einer der oben genannten Punkte auf Sie zu (oder wenn Sie sich nicht sicher sind),

sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie mit Caspofungin Sandoz behandelt

werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

liegen

keine

Daten

Anwendung

Caspofungin

Sandoz

während

Schwangerschaft

vor.

Daher

darf

Caspofungin

Sandoz

Schwangerschaft

angewendet werden, wenn der zu erwartende Nutzen das mögliche Risiko für das

ungeborene Kind rechtfertigt.

Frauen, die mit Caspofungin Sandoz behandelt werden, dürfen nicht stillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es gibt keine Informationen darüber, ob Caspofungin Sandoz die Verkehrstüchtigkeit oder

die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt.

Dieses Arzenimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) je Durchstechflasche, d.h.

es ist nahezu „natriumfrei“.

Doping

Anwendung

Caspofungin

Sandoz

kann

Doping-Kontrollen

positiven

Ergebnissen führen.

3.

Wie ist Caspofungin Sandoz anzuwenden?

Caspofungin Sandoz wird immer von einem medizinischen Fachpersonal zubereitet und

durch einen Arzt verabreicht. Sie erhalten Caspofungin Sandoz:

einmal täglich

als langsame Infusion in eine Vene (intravenöse Infusion)

über den Zeitraum von ca. einer Stunde

Ihr Arzt wird die Dauer Ihrer Behandlung und die tägliche Dosis von Caspofungin Sandoz,

die Sie erhalten, festlegen. Ihr Arzt wird auch überprüfen, wie gut das Arzneimittel bei Ihnen

wirkt. Wenn Sie mehr als 80 kg wiegen, könnten Sie eine andere Dosis benötigen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die Dosierung für Kinder und Jugendliche kann sich von der Dosierung für erwachsene

Patienten unterscheiden.

Wenn Ihnen eine größere Menge von Caspofungin Sandoz gegeben wurde als Sie

erhalten sollten

Ihr Arzt wird entscheiden, welche Dosis Caspofungin Sandoz Sie benötigen und wie lange

Sie die tägliche Dosis Caspofungin Sandoz erhalten. Wenn Sie besorgt sind, dass Sie eine

zu hohe Dosis Caspofungin Sandoz erhalten haben, teilen Sie dies umgehend Ihrem Arzt

mit.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Teilen Sie einem Arzt oder einem medizinischen Fachpersonal sofort mit, wenn Sie

eine

der

folgenden

Nebenwirkungen

bemerken

Sie

benötigen

möglicherweise

dringend medizinische Behandlung:

Hautausschlag, Juckreiz, Wärmegefühl, Schwellung von Gesicht, Lippen oder Rachen

(Angioödem) oder Atembeschwerden – möglicherweise haben Sie eine durch Histamin

verursachte Reaktion auf das Arzneimittel

Atemnot begleitet von pfeifenden Atemgeräuschen oder Verschlechterung eines bereits

bestehenden Hautausschlags – möglicherweise reagieren Sie auf dieses Arzneimittel

allergisch

Husten, schwerwiegende Atemnot – wenn Sie als Erwachsener unter einer invasiven

Aspergillose leiden, könnten Sie schwerwiegende Atembeschwerden bis hin zu einem

Atemstillstand erleiden

Hautausschlag, Hautabschälungen, wunde Stellen an den Schleimhäuten, nässender,

juckender Hautausschlag (Nesselsucht), großflächige Hautabschälungen

allen

verschreibungspflichtigen

Arzneimitteln

können

einige

Nebenwirkungen

schwerwiegend sein. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie weitere Fragen haben.

Andere Nebenwirkungen bei Erwachsenen umfassen:

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

erniedrigtes Hämoglobin (zu wenig sauerstoffbindende Substanz im Blut), erniedrigte

Anzahl weißer Blutzellen

erniedrigtes Albumin (bestimmtes Eiweiß) in Ihrem Blut, erniedrigtes Kalium oder niedrige

Kalium-Spiegel im Blut

Kopfschmerzen

Entzündung der Vene

Kurzatmigkeit

Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen

Veränderungen einiger Laborwerte des Blutes (einschließlich erhöhte Werte bei einigen

Leberfunktionstests)

Juckreiz, Hautausschlag, Hautrötung oder übermäßiges Schwitzen

Gelenksschmerzen

Schüttelfrost, Fieber

Juckreiz an der Einstichstelle

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Veränderungen einiger Laborwerte bei Blutuntersuchungen (einschließlich Bildung von

Blutgerinnseln, Blutplättchen, roter und weißer Blutkörperchen)

Appetitlosigkeit, vermehrt Flüssigkeit im Körper, gestörter Salzhaushalt im Körper, erhöhte

Blutzuckerwerte,

niedrige

Blutkalziumwerte,

erhöhte

Blutkalziumwerte,

erniedrigte

Blutmagnesiumwerte, erhöhter Säuregehalt im Blut

Verwirrung, Nervosität, Schlaflosigkeit

Schwindel, herabgesetzte Empfindlichkeit (besonders der Haut), Zittern, Schläfrigkeit,

Geschmacksstörung, Kribbeln oder Taubheitsgefühl

Verschwommensehen,

vermehrte

Bildung

Tränen,

Schwellung

Augenlids,

Gelbfärbung der Augen

Gefühl

eines

beschleunigten

oder

unregelmäßigen

Herzschlags,

beschleunigter

Herzschlag, unregelmäßiger Herzschlag, abnormaler Herzrhythmus, Herzversagen

Hautrötungen und Hitzewallungen, hoher Blutdruck, niedriger Blutdruck; Rötung entlang

einer Vene, die sehr berührungsempfindlich reagiert

Verengung der Muskeln um die Atemwege mit pfeifenden Atemgeräuschen oder Husten,

beschleunigte Atmung, Kurzatmigkeit im Schlaf, die zum Aufwachen führt, verminderter

Sauerstoffgehalt im Blut, ungewöhnliche Atemgeräusche, Rasselgeräusche in der Lunge,

Giemen, verstopfte Nase, Husten, Schmerzen im Hals

Bauchschmerzen, Oberbauchschmerzen, Blähungen, Verstopfung, Schluckbeschwerden,

trockener

Mund,

Verdauungsstörungen,

Abgang

Gasen,

Magenbeschwerden,

Schwellungen aufgrund von Flüssigkeitsansammlung im Bauch

Gallenstau, vergrößerte Leber, Gelbsucht mit Gelbfärbung der Haut und/oder Augen,

Leberschaden durch Arzneimittel- oder Chemikalieneinwirkung, Leberfunktionsstörung

Hautgewebeveränderungen, allgemeiner Juckreiz, nässender, juckender Hautausschlag

(Nesselsucht), Hautausschlag verschiedener Ausprägungen, Hautveränderungen, rote,

oft juckende Stellen an Armen und Beinen und manchmal auch im Gesicht oder an

anderen Körperstellen

Rückenschmerzen,

Schmerzen

Armen

oder

Beinen,

Knochenschmerzen,

Muskelschmerzen, Muskelschwäche

Nierenversagen, plötzliches Nierenversagen

Schmerzen an der Einstichstelle, Beschwerden an der Einstichstelle (Rötung, Verhärtung,

Schmerzen, Schwellung, Reizung, Hautausschlag, nässender, juckender Hautausschlag

(Nesselsucht),

Infusionsnadel

umliegende

Gewebe

austretende

Flüssigkeit), Venenentzündungen an der Einstichstelle

erhöhter Blutdruck und Veränderungen einiger Laborwerte bei Blutuntersuchungen (wie

erhöhte Werte in einigen Nierenfunktionstests und Blutgerinnungstests), erhöhte Spiegel

von Arzneimitteln, die das Immunsystem unterdrücken (sofern Sie solche bekommen

haben)

Beschwerden

Brustkorb,

Schmerzen

Brustkorb,

Gefühl

einer

veränderten

Körpertemperatur,

allgemeines

Unwohlsein,

allgemeine

Schmerzen,

Schwellung

Gesicht,

Schwellungen

Knöcheln,

Händen

oder

Füßen,

Schwellungen,

erhöhte

Schmerzempfindlichkeit, Müdigkeit

Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Fieber

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Kopfschmerzen

Herzrasen

Hitzewallungen, niedriger Blutdruck

Veränderungen einiger Laborwerte bei Blutuntersuchungen (wie erhöhte Werte in einigen

Leberfunktionstests)

Juckreiz, Hautausschlag

Schmerzen an der Einstichstelle

Schüttelfrost

Veränderungen einiger Laborwerte bei Blutuntersuchungen

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische

Fachpersonal.

Dies

gilt

auch

für

Nebenwirkungen,

nicht

dieser

Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

Österreich

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Caspofungin Sandoz aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton oder der Durchstechflasche

nach „Verwendbar bis“ bzw. „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Im Kühlschrank lagern (2 - 8°C).

Stammlösungs-Konzentrat

Die Lösung ist sofort zu verwenden. Stabilitätsdaten haben gezeigt, dass das Konzentrat zur

Herstellung der Infusionslösung bis zu 24 Stunden aufbewahrt werden kann, wenn die

Durchstechflasche

nicht

über

25°C

aufbewahrt

Stammlösungs-Konzentrat

Wasser für Injektionszwecke hergestellt wird.

Verdünnte Infusionslösung für den Patienten

Die Lösung ist sofort zu verwenden. Stabilitätsdaten haben gezeigt, dass das Produkt

innerhalb von 24 Stunden verwendet werden kann, wenn es nicht über 25°C aufbewahrt

wird, oder innerhalb von 48 Stunden, wenn der (die) Infusionsbeutel (-flasche) gekühlt (2 -

8°C) aufbewahrt wird, und die Verdünnung mit einer kompatiblen Infusionslösung erfolgte.

Aus mikrobiologischer Sicht ist das Produkt sofort zu verwenden. Wird das Produkt nicht

sofort verwendet, liegen die Aufbewahrungszeiten und -bedingungen für den Gebrauch in

der Verantwortung des Anwenders, und normalerweise dürfen 24 Stunden bei 2 - 8°C nicht

überschritten werden, es sei denn, Auflösung und Verdünnung finden unter kontrollierten und

validierten aseptischen Bedingungen statt.

Nach Zubereitung ist Caspofungin Sandoz umgehend zu verwenden. Der Grund dafür ist,

dass keine Konservierungsstoffe zur Verhinderung von Bakterienwachstum enthalten sind.

Nur entsprechend ausgebildetes medizinisches Fachpersonal, das mit den Hinweisen zur

Handhabung vertraut ist, darf dieses Arzneimittel zubereiten (siehe unten „Hinweise zur

Rekonstitution und Verdünnung von Caspofungin Sandoz“).

Entsorgen

Arzneimittel

nicht

Abwasser

oder

Haushaltsabfall.

Fragen

Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Caspofungin Sandoz enthält

Der Wirkstoff ist Caspofungin.

Jede Durchstechflasche enthält 70 mg Caspofungin (als Acetat). Die Konzentration der

rekonstituierten Lösung in der Durchstechflasche beträgt 7,2 mg/ml.

Die sonstigen Bestandteile sind Sucrose, Mannitol, Bernsteinsäure und Natriumhydroxid.

Wie Caspofungin Sandoz aussieht und Inhalt der Packung

Caspofungin Sandoz ist ein steriles, weißes bis gebrochen-weißes, kompaktes Pulver.

Jede Packung enthält eine Durchstechflasche mit Pulver.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Sandoz GmbH, 6250 Kundl, Österreich

Hersteller:

Xellia Pharmaceuticals ApS, 2300 Kopenhagen, Dänemark

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Z.Nr.: 136965

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2017.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Hinweise zur Rekonstitution und Verdünnung von Caspofungin Sandoz:

Rekonstitution von Caspofungin Sandoz

GLUCOSEHÄLTIGE

LÖSUNGEN

DÜRFEN

NICHT

VERWENDET

WERDEN,

Caspofungin Sandoz in glucosehältigen Lösungen nicht stabil ist. Caspofungin Sandoz

DARF

NICHT

ANDEREN

ARZNEIMITTELN

GEMISCHT

ODER

ZUSAMMEN

DIESEN

INFUNDIERT

WERDEN,

keine

Daten

Kompatibilität

Caspofungin

Belgien

Caspofungin Sandoz 70 mg poeder voor concentraat voor oplossing voor

infusie

Bulgarien

Caspofungin Sandoz Каспофунгин Сандоз

Deutschland

Caspofungin HEXAL 70 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung

einer Infusionslösung

Dänemark

Caspofungin Sandoz

Estland

Caspofungin Sandoz

Finnland

Caspofungin Sandoz

Frankreich

CASPOFUNGINE SANDOZ 70 mg, poudre pour solution à diluer pour

perfusion

Irland

Caspofungin Rowex 70mg Powder for concentrate for solution for

infusion

Italien

Caspofungin Sandoz

Kroatien

Kaspofungin Sandoz 70 mg prašak za koncentrat za otopinu za infuziju

Litauen

Caspofungin Sandoz 70 mg milteliai infuzinio tirpalo koncentratui

Lettland

Caspofungin Sandoz 70 mg pulveris infūziju šķīduma koncentrāta

pagatavošanai

Malta

Caspofungin Sandoz 70mg powder for concentrate for solution for

infusion

Niederlande

Caspofungine Sandoz 70 mg, poeder voor concentraat voor oplossing

voor infusie

Norwegen

Caspofungin Sandoz

Polen

Caspofungin Sandoz

Portugal

Caspofungina Sandoz

Rumänien

Caspofungină Sandoz 70 mg pulbere pentru concentrat pentru soluție

perfuzabilă

Schweden

Caspofungin Sandoz

Slowenien

Kaspofungin Sandoz 70 mg prašek za koncentrat za raztopino za

infundiranje

Slowakai

Caspofungin Sandoz 70 mg prášok na infúzny koncentrát

Spanien

Caspofungina Sandoz 70 mg polvo para concentrado para solución para

perfusión EFG

Tschechien

Caspofungin Sandoz 70 mg

Vereinigtes

Königreich

Caspofungin Sandoz 70mg powder for concentrate for solution for

infusion

Zypern

Caspofungin Sandoz

Sandoz

anderen

intravenös

verabreichenden

Substanzen,

Hilfsstoffen

oder

Arzneimitteln vorliegen. Die Infusionslösung ist auf sichtbare Partikel oder Verfärbung zu

prüfen.

ANWEISUNGEN FÜR DIE ANWENDUNG BEI ERWACHSENEN PATIENTEN

Schritt

1:

Zubereitung

des

Konzentrates

(Stammlösung)

mit

herkömmlichen

Durchstechflaschen

Um das Pulver aufzulösen, wird die Durchstechflasche auf Raumtemperatur gebracht. Unter

aseptischen Bedingungen werden 10,5 ml Wasser für Injektionszwecke zugegeben. Die

Konzentration der Lösung in der Durchstechflasche beträgt dann 7,2 mg/ml.

Das weiße bis gebrochen-weiße, kompakte gefriergetrocknete Pulver löst sich völlig auf. Es

wird so lange vorsichtig gemischt, bis die Lösung klar ist. Diese Stammlösung ist auf

sichtbare Partikel oder Verfärbung zu prüfen. Sie kann bis zu 24 Stunden bei

25°C

aufbewahrt werden.

Schritt 2: Herstellung der Infusionslösung für den Patienten aus der Stammlösung von

Caspofungin Sandoz

Folgende Lösungen können für die gebrauchsfertige Infusionslösung verwendet werden:

sterile physiologische Kochsalzlösung für Injektionszwecke oder Ringer-Laktat-Lösung.

Unter

aseptischen

Bedingungen

wird

entsprechende

Menge

Stammlösungs-

Konzentrates (siehe nachfolgende Tabelle) in eine(n) Infusionsbeutel oder -flasche mit

250 ml Inhalt gegeben. Wenn es medizinisch notwendig ist, können Tagesdosen von 50 mg

oder 35 mg auch in ein reduziertes Infusionslösungsvolumen von 100 ml gegeben werden.

Sollte die Lösung trüb sein oder Ausfällungen aufweisen, darf sie nicht verwendet werden.

HERSTELLUNG DER INFUSIONSLÖSUNG FÜR ERWACHSENE

DOSIS*

Volumen der

Stammlösung

Caspofungin

Sandoz für die

Zugabe in

einen

Infusionsbeutel

oder -flasche

Standard-Herstellung

(Zugabe der

Stammlösung

Caspofungin Sandoz zu

250 ml)

Endkonzentration

Volumen-

reduzierte

Infusion

(Zugabe der

Stammlösung

Caspofungin

Sandoz zu 100 ml)

Endkonzentration

70 mg

10 ml

0,28 mg/ml

Nicht empfohlen

70 mg

(aus zwei 50-mg-

Durchstechflaschen)**

14 ml

0,28 mg/ml

Nicht empfohlen

35 mg

für Patienten mit mäßig

eingeschränkter

Leberfunktion

(aus einer 70-mg-

Durchstechflasche)

5 ml

0,14 mg/ml

0,34 mg/ml

* 10,5 ml sind zur Auflösung des Pulvers für alle Durchstechflaschen zu verwenden.

** Stehen keine 70-mg-Durchstechflasche zur Verfügung, kann die 70-mg-Dosis aus zwei

50-mg-Durchstechflaschen hergestellt werden.

ANWEISUNGEN FÜR DIE ANWENDUNG BEI PÄDIATRISCHEN PATIENTEN

Berechnung der Körperoberfläche (KOF) für die pädiatrische Dosierung

Berechnen Sie vor der Zubereitung der Infusion die Körperoberfläche (KOF) des Patienten

nach folgender Formel (Mosteller-Formel)

Mosteller RD: Simplified Calculation of Body Surface Area. N Engl J Med 1987 Oct 22;317(17):1098 (letter)

Zubereitung der 70 mg/m

2

-Infusion für pädiatrische Patienten > 3 Monate (mit einer

70-mg-Durchstechflasche)

Bestimmen Sie die Initialdosis, die für den pädiatrischen Patienten verwendet wird, indem

Sie die KOF des Patienten (wie oben berechnet) und folgende Gleichung verwenden:

KOF (m

) x 70 mg/m

= Initialdosis

Maximaldosis

ersten

darf

70 mg

ungeachtet

für

Patienten

berechneten Dosis nicht überschreiten.

Bringen Sie die gekühlte Durchstechflasche Caspofungin Sandoz auf Zimmertemperatur.

Geben Sie unter aseptischen Bedingungen 10,5 ml Wasser für Injektionszwecke zu.

Diese Stammlösung kann bis zu 24 Stunden bei oder unter 25°C aufbewahrt werden.

endgültige Konzentration von Caspofungin Sandoz in der Durchstechflasche beträgt dann

7,2 mg/ml.

Entnehmen

Durchstechflasche

Volumen

Arzneimittels,

berechneten Initialdosis entspricht (Schritt 1). Unter aseptischen Bedingungen wird dieses

Volumen

(ml)

Caspofungin

Sandoz

Stammlösungs-Konzentrates

eine(n)

Infusionsbeutel (oder -flasche) mit 250 ml 0,9 %-iger, 0,45 %-iger, oder 0,225 %-iger

Natriumchloridlösung

oder

Ringer-Laktat-Lösung

gegeben.

Alternativ

kann

dieses

Volumen (ml)

des Caspofungin Sandoz Stammlösungs-Konzentrates in ein reduziertes

Volumen

0,9 %-iger,

0,45 %-iger

oder

0,225 %-iger

Natriumchloridlösung

oder

Ringer-Laktat-Lösung gegeben werden, wobei eine Endkonzentration von 0,5 mg/ml nicht

überschritten

werden

darf.

Diese

Infusionslösung

muss

innerhalb

Stunden

verbraucht werden, wenn sie bei oder unter 25°C aufbewahrt wird, oder innerhalb von 48

Stunden, wenn sie im Kühlschrank bei 2-8°C aufbewahrt wird.

Zubereitung der 50 mg/m

2

-Infusion für pädiatrische Patienten > 3 Monate (mit einer

70-mg-Durchstechflasche)

Bestimmen Sie die Initialdosis, die für den pädiatrischen Patienten verwendet wird, indem

Sie die KOF des Patienten (wie oben berechnet) und folgende Gleichung verwenden:

KOF (m

) x 50 mg/m

= Initialdosis

Maximaldosis

ersten

darf

70 mg

ungeachtet

für

Patienten

berechneten Dosis nicht überschreiten.

Bringen Sie die gekühlte Durchstechflasche Caspofungin Sandoz auf Zimmertemperatur.

Geben Sie unter aseptischen Bedingungen 10,5 ml Wasser für Injektionszwecke zu.

Diese Stammlösung kann bis zu 24 Stunden bei oder unter 25°C aufbewahrt werden.

endgültige Konzentration von Caspofungin Sandoz in der Durchstechflasche beträgt dann

7,2 mg/ml.

Entnehmen

Durchstechflasche

Volumen

Arzneimittels,

berechneten Initialdosis entspricht (Schritt 1). Unter aseptischen Bedingungen wird dieses

Volumen

(ml)

Caspofungin

Sandoz

Stammlösungs-Konzentrates

eine(n)

Infusionsbeutel

(oder

-flasche)

250 ml

0,9 %-iger,

0,45 %-iger oder

0,225 %-iger

Natriumchloridlösung

oder

Ringer-Laktat-Lösung

gegeben.

Alternativ

kann

dieses

Volumen (ml)

des Caspofungin Sandoz Stammlösungs-Konzentrates in ein reduziertes

Volumen

0,9 %-iger,

0,45 %-iger

oder

0,225 %-iger

Natriumchloridlösung

oder

Ringer-Laktat-Lösung gegeben werden, wobei eine Endkonzentration von 0,5 mg/ml nicht

überschritten

werden

darf.

Diese

Infusionslösung

muss

innerhalb

Stunden

verbraucht werden, wenn sie bei oder unter 25°C aufbewahrt wird, oder innerhalb von 48

Stunden, wenn sie im Kühlschrank bei 2-8°C aufbewahrt wird.

Hinweise zur Zubereitung

a.

Das weiße bis gebrochen-weiße, kompakte gefriergetrocknete Pulver löst sich völlig

auf. Vorsichtig so lange mischen, bis die Lösung klar ist.

b.

Die Stammlösung ist bei der Zubereitung und vor der Infusion auf sichtbare Partikel

oder Verfärbung zu prüfen. Sollte die Lösung trüb sein oder Ausfällungen aufweisen,

darf sie nicht verwendet werden.

c.

Caspofungin Sandoz ergibt normalerweise die gesamte angegebene Dosis (70 mg),

wenn 10 ml der Durchstechflasche entnommen werden.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Caspofungin Sandoz 50 mg – Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Caspofungin Sandoz 70 mg – Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Caspofungin

Sandoz

Pulver

für

Konzentrat

Herstellung

einer

Infusionslösung:

Eine

Durchstechflasche

enthält

Caspofungin

(als

Acetat).

Konzentration der rekonstituierten Lösung in der Durchstechflasche beträgt 5,2 mg/ml.

Caspofungin

Sandoz

Pulver

für

Konzentrat

Herstellung

einer

Infusionslösung:

Eine

Durchstechflasche

enthält

Caspofungin

(als

Acetat).

Konzentration der rekonstituierten Lösung in der Durchstechflasche beträgt 7,2 mg/ml.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) je Durchstechflasche.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.

Weißes bis gebrochen weißes Pulver.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung von invasiver Candidiasis bei erwachsenen oder pädiatrischen Patienten.

Behandlung von invasiver Aspergillose bei erwachsenen oder pädiatrischen Patienten,

Therapien

Amphotericin

Lipidformulierungen

Amphotericin

und/oder

Itraconazol

nicht

ansprechen

oder

diese

nicht

vertragen.

Nichtansprechen ist definiert als ein Fortschreiten der Infektion oder wenn nach

vorangegangener mindestens 7-tägiger antimykotischer Therapie in therapeutischen

Dosierungen keine Besserung eintritt.

Empirische Therapie bei Verdacht auf Infektionen durch Pilze (wie Candida oder

Aspergillus)

erwachsenen

oder

pädiatrischen

Patienten

Fieber

Neutropenie.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Behandlung

Caspofungin

Sandoz

darf

Ärzten,

Erfahrung

Behandlung invasiver Pilzinfektionen haben, eingeleitet werden.

Dosierung

Erwachsene

Die Therapie ist mit einer Initialdosis von 70 mg am ersten Tag einzuleiten und danach mit

50 mg pro Tag fortzusetzen. Für Patienten mit einem Körpergewicht über 80 kg wird nach

einer Initialdosis von 70 mg eine Dosis von 70 mg Caspofungin pro Tag empfohlen (siehe

Abschnitt

5.2).

Aufgrund

Geschlecht

oder

ethnischer

Zugehörigkeit

keine

Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Kinder und Jugendliche (im Alter von 12 Monaten bis 17 Jahren)

Die Dosierung bei pädiatrischen Patienten (12 Monate bis 17 Jahre) richtet sich nach der

Körperoberfläche des Patienten (siehe Anweisungen zur Anwendung bei pädiatrischen

Patienten, Mosteller

Formel). Für alle Indikationen ist die Therapie mit einer Initialdosis von

einmal 70 mg/m

(wobei die Dosis von 70 mg nicht überschritten werden darf) am ersten Tag

einzuleiten und danach mit 50 mg/m

pro Tag (wobei eine Dosis von 70 mg pro Tag nicht

überschritten werden darf) fortzusetzen. Wenn die Tagesdosis von 50 mg/m

gut vertragen

wird, aber nicht zu einem adäquaten klinischen Ansprechen führt, kann die Tagesdosis auf

70 mg/m

(wobei die Dosis von 70 mg pro Tag nicht überschritten werden darf) erhöht

werden.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Caspofungin wurden nicht in angemessenem Umfang in

klinischen Studien, in denen Neugeborene und Säuglinge unter 12 Monaten eingeschlossen

waren, untersucht. Bei der Behandlung von Patienten dieser Altersgruppe ist Vorsicht

geboten. Begrenzte Daten legen nahe, dass Caspofungin in einer Dosierung von 25 mg/m

pro Tag bei Neugeborenen und Säuglingen unter 3 Monaten und von 50 mg/m

pro Tag bei

Säuglingen zwischen 3 und 11 Monaten in Betracht gezogen werden kann (siehe Abschnitt

5.2).

Dauer der Therapie

Die Dauer der empirischen Therapie hat sich nach dem klinischen Ansprechen des Patienten

zu richten. Die Therapie ist bis zu 72 Stunden nach Rückgang der Neutropenie (ANC

500)

fortzusetzen. Patienten mit einer nachgewiesenen Pilzinfektion sind mindestens 14 Tage zu

behandeln, die Behandlung ist nach Rückgang der Neutropenie und Abklingen der klinischen

Symptome mindestens 7 Tage fortzusetzen.

Die Behandlungsdauer der invasiven Candidiasis richtet sich nach dem klinischen und

mikrobiologischen Ansprechen des Patienten auf die Behandlung. Nach Abklingen der

subjektiven

objektiven

Symptome

nach

negativem

Kulturnachweis

eine

Umstellung auf eine orale Therapie möglich. Im Allgemeinen ist die antimykotische Therapie

mindestens 14 Tage nach dem letzten positiven Kulturnachweis fortzusetzen.

Die Dauer der Behandlung der invasiven Aspergillose hängt vom jeweiligen Einzelfall ab und

richtet sich nach der Schwere der Grunderkrankung des Patienten, der Erholung von einer

Immunsuppression

sowie

Ansprechen

Therapie.

Allgemeinen

Behandlung mindestens 7 Tage nach Abklingen der Symptome fortzusetzen.

Informationen zur Unbedenklichkeit einer 4 Wochen überschreitenden Behandlungsdauer

sind

begrenzt.

vorhandenen

Daten

legen

jedoch

nahe,

dass

Caspofungin

längerdauernden Therapien (bis zu 162 Tage bei Erwachsenen und bis zu 87 Tage bei

Kindern und Jugendlichen) weiterhin gut vertragen wird.

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten (65 Jahre und älter) ist die Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve

(AUC) um ca. 30 % vergrößert. Jedoch ist keine systematische Dosisanpassung erforderlich.

Für Patienten ab 65 Jahren liegen begrenzte Therapieerfahrungen vor (siehe Abschnitt 5.2).

Einschränkung der Nierenfunktion

Eine Dosisanpassung aufgrund von eingeschränkter Nierenfunktion ist nicht erforderlich

(siehe Abschnitt 5.2).

Mosteller RD: Simplified Calculation of Body Surface Area. N Engl J Med 1987 Oct 22;317(17):1098

(letter)

Einschränkung der Leberfunktion

Bei erwachsenen Patienten mit leicht eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh-Score 5-6)

keine

Dosisanpassung

erforderlich.

erwachsenen

Patienten

mäßig

eingeschränkter

Leberfunktion

(Child-Pugh-Score

7-9)

wird

basierend

pharmakokinetischen Daten eine Dosis von 35 mg Caspofungin pro Tag empfohlen. Am

ersten Therapietag wird eine Initialdosis von 70 mg Caspofungin empfohlen. Es liegen keine

klinischen Erfahrungen bei erwachsenen Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion

(Child-Pugh-Score

über

sowie

pädiatrischen

Patienten

eingeschränkter

Leberfunktion jeglichen Grades vor (siehe Abschnitt 4.4).

Koadministration mit Induktoren von Stoffwechselenzymen

Begrenzte

Daten

lassen

darauf

schließen,

dass

gleichzeitiger

Anwendung

Caspofungin

bestimmten

Induktoren

Stoffwechselenzymen

erwachsenen

Patienten die Gabe einer 70-mg-Tagesdosis Caspofungin im Anschluss an eine Initialdosis

von 70 mg zu erwägen ist (siehe Abschnitt 4.5). Wenn Caspofungin bei pädiatrischen

Patienten

Monate

Jahre)

gleichzeitig

diesen

Induktoren

Stoffwechselenzymen

angewendet

wird

(siehe

Abschnitt

4.5),

eine

Tagesdosis

Caspofungin von 70 mg/m

pro Tag (wobei eine Dosis von 70 mg pro Tag nicht überschritten

werden darf) zu erwägen.

Art der Anwendung

Nach

Rekonstitution

Verdünnung

muss

Lösung

langsam

intravenös

über

1 Stunde infundiert werden. Hinweise zur Rekonstitution der Infusionslösung siehe Abschnitt

6.6.

Es stehen 70-mg- und 50-mg-Durchstechflaschen zur Verfügung.

Caspofungin Sandoz ist als einmalige tägliche Infusion zu verabreichen.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit

gegen

Wirkstoff

oder

einen

Abschnitt

genannten

sonstigen Bestandteile.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Während der Anwendung von Caspofungin wurde über Anaphylaxie berichtet. Falls diese

auftritt, ist die Behandlung mit Caspofungin abzubrechen und eine geeignete Behandlung

einzuleiten.

Möglicherweise

histamininduzierte

Nebenwirkungen

Hautausschlag,

Schwellungen im Gesicht, Angioödem, Pruritus, Wärmegefühl oder Bronchospasmus wurden

berichtet

können

Abbruch

Behandlung

Caspofungin

und/oder

Anwendung geeigneter Behandlungsmaßnahmen erfordern.

Begrenzte

Daten

deuten

darauf

hin,

dass

seltenere

Hefen

(nicht

Candida)

Schimmelpilze (nicht Aspergillus) nicht durch Caspofungin erfasst werden. Die Wirksamkeit

von Caspofungin gegen diese Pilzerreger wurde nicht untersucht.

gleichzeitige

Anwendung

Caspofungin

Ciclosporin

wurde

gesunden

erwachsenen Probanden und erwachsenen Patienten untersucht. Bei einigen gesunden

erwachsenen Probanden, die 2 Dosen von 3 mg/kg Ciclosporin gleichzeitig mit Caspofungin

erhielten, wurden vorübergehend erhöhte Werte der Alaninaminotransferase (ALT) und

Aspartataminotransferase (AST) bis zum 3-Fachen des oberen Normalwertes beobachtet,

die nach Absetzen der Therapie reversibel waren. In einer retrospektiven Studie wurden bei

40 Patienten, die nach der Markteinführung Caspofungin und Ciclosporin 1 bis 290 Tage

lang (Median 17,5 Tage) erhielten, keine schwerwiegenden Nebenwirkungen bezüglich der

Leber beobachtet. Diese Daten weisen darauf hin, dass Caspofungin bei Patienten, die

Ciclosporin erhalten, eingesetzt werden kann, wenn der potenzielle Nutzen größer ist als das

potenzielle

Risiko.

Eine

engmaschige

Überwachung

Leberenzymwerte

gleichzeitiger Anwendung von Caspofungin und Ciclosporin in Betracht zu ziehen.

Bei erwachsenen Patienten mit leicht und mäßig eingeschränkter Leberfunktion vergrößert

sich die AUC um 20 % bzw. 75 %. Für erwachsene Patienten mit mäßig eingeschränkter

Leberfunktion wird eine Reduktion der Tagesdosis auf 35 mg empfohlen. Es liegen keine

klinischen Erfahrungen bei erwachsenen Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion

oder bei pädiatrischen Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion jeglichen Grades vor,

jedoch

wird

eine

stärkere

Exposition

Patienten

mäßig

eingeschränkter

Leberfunktion erwartet. Deshalb muss Caspofungin bei diesen Patienten unter Vorsicht

angewendet werden (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

Abweichungen bei den Leberfunktionswerten wurden bei gesunden Probanden sowie bei

erwachsenen

pädiatrischen

Patienten

unter

Caspofungin

beobachtet.

einigen

erwachsenen und pädiatrischen Patienten mit schwerwiegenden Grunderkrankungen, die

mehrere Arzneimittel in Kombination mit Caspofungin erhielten, wurden Fälle von klinisch

signifikanten

Leberfunktionsstörungen,

Hepatitis

sowie

Leberversagen

berichtet.

Kausalzusammenhang mit Caspofungin wurde nicht nachgewiesen. Patienten, die während

der Therapie mit Caspofungin Abweichungen bei den Leberfunktionswerten entwickeln, sind

auf Anzeichen einer Verschlechterung der Leberfunktion zu überwachen. Das Nutzen/Risiko-

Verhältnis einer Weiterführung der Therapie mit Caspofungin muss erneut abgewogen

werden.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) je Durchstechflasche, d.h.

es ist nahezu „natriumfrei“.

Nach Marktzulassung wurden Fälle von Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und toxischer

epidermaler Nekrolyse (TEN) unter der Anwendung von Caspofungin berichtet. Vorsicht ist

geboten bei Patienten mit allergischen Hautreaktionen in der Anamnese (siehe Abschnitt

4.8).

Doping

Anwendung

Caspofungin

Sandoz

kann

Doping-Kontrollen

positiven

Ergebnissen führen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

In-vitro-Studien zeigen, dass Caspofungin keines der Enzyme im Cytochrom-P450(CYP)-

System hemmt. Caspofungin bewirkte in klinischen Studien keine Induktion des CYP3A4-

Metabolismus anderer Substanzen. Caspofungin ist kein Substrat für Glykoprotein P und ein

schwaches Substrat für Cytochrom-P450-Enzyme. Jedoch wurde in pharmakologischen und

klinischen Studien gezeigt, dass Wechselwirkungen zwischen Caspofungin und anderen

Arzneimitteln auftreten (siehe unten).

In 2 klinischen Studien mit gesunden erwachsenen Probanden vergrößerte Ciclosporin A (in

einer Dosis von 4 mg/kg oder zwei Dosen von 3 mg/kg im zeitlichen Abstand von 12

Stunden) die AUC von Caspofungin um ca. 35 %. Diese Vergrößerung der AUC beruht

vermutlich

einer

Reduktion

Aufnahme

Caspofungin

durch

Leber.

Caspofungin

erhöhte

Plasmakonzentration

Ciclosporin

nicht.

gleichzeitiger

Anwendung

Caspofungin

Ciclosporin

vorübergehend

erhöhten

Leberwerten der ALT und AST bis zum 3-Fachen des oberen Normalwertes, die nach

Absetzen der Arzneimittel reversibel waren. In einer retrospektiven Studie wurden bei 40

Patienten, die nach der Markteinführung Caspofungin und Ciclosporin 1-290 Tage lang

(Median 17,5 Tage) erhielten, keine schwerwiegenden Nebenwirkungen bezüglich der Leber

beobachtet (siehe Abschnitt 4.4). Eine engmaschige Überwachung der Leberenzymwerte ist

bei gleichzeitiger Anwendung beider Arzneimittel in Betracht zu ziehen.

Caspofungin verringerte die minimale Plasmakonzentration von Tacrolimus bei gesunden

erwachsenen Probanden um 26 %. Bei Patienten, die beide Therapien erhalten, sind

regelmäßige

Kontrollen

Blutkonzentration

Tacrolimus

entsprechende

Dosisanpassungen für Tacrolimus unbedingt erforderlich.

Klinische Studien mit gesunden erwachsenen Probanden zeigen, dass die Pharmakokinetik

Caspofungin

durch

Itraconazol,

Amphotericin

Mycophenolat,

Nelfinavir

oder

Tacrolimus nicht in klinisch relevantem Ausmaß verändert wird. Caspofungin hatte keinen

Einfluss

Pharmakokinetik

Amphotericin

Itraconazol,

Rifampicin

oder

Mycophenolatmofetil. Obwohl nur begrenzt Daten zur Unbedenklichkeit vorliegen, scheinen

keine

besonderen

Vorsichtsmaßnahmen

erforderlich

sein,

wenn

Amphotericin

Itraconazol, Nelfinavir oder Mycophenolatmofetil gemeinsam mit Caspofungin angewendet

werden.

Die Kombination mit Rifampicin führte am ersten Tag zu einer Vergrößerung der AUC von

Caspofungin um 60 % und zu einem Anstieg der minimalen Plasmakonzentration von

Caspofungin um 170 %, wenn die Behandlung mit beiden Arzneimitteln am gleichen Tag bei

gesunden

erwachsenen

Probanden

eingeleitet

wurde.

minimalen

Plasmakonzentrationen

Caspofungin

nahmen

allmählich

während

wiederholter

Anwendung ab. Nach zweiwöchiger Therapie hatte Rifampicin kaum noch eine Wirkung auf

die AUC von Caspofungin, allerdings waren die minimalen Plasmakonzentrationen von

Caspofungin um 30 % niedriger als bei erwachsenen Probanden, die Caspofungin allein

erhielten. Der Interaktionsmechanismus könnte auf eine anfängliche Hemmung und eine

darauf

folgende

Induktion

Transportproteinen

zurückzuführen

sein.

Eine

ähnliche

Wirkung kann für andere Arzneimittel, die Stoffwechselenzyme induzieren, erwartet werden.

Begrenzte Patientendaten aus Studien zur Pharmakokinetik deuten darauf hin, dass bei

gleichzeitiger Anwendung von Caspofungin mit den Induktoren von Stoffwechselenzymen

wie Efavirenz, Nevirapin, Rifampicin, Dexamethason, Phenytoin oder Carbamazepin die

AUC von Caspofungin verringert werden kann. Bei gleichzeitiger Anwendung mit Induktoren

von Stoffwechselenzymen ist bei erwachsenen Patienten zu erwägen, die Tagesdosis auf

70 mg Caspofungin im Anschluss an die Initialdosis von 70 mg zu erhöhen (siehe Abschnitt

4.2).

Alle oben beschriebenen Arzneimittelinteraktionsstudien bei Erwachsenen wurden mit einer

Caspofungin-Dosis von 50 mg oder 70 mg pro Tag durchgeführt. Die Wechselwirkungen

höherer Dosen Caspofungin mit anderen Arzneimitteln wurden nicht formal untersucht.

pädiatrischen

Patienten

legen

Ergebnisse

Regressionsanalysen

pharmakokinetischer Daten nahe, dass die gleichzeitige Anwendung von Dexamethason mit

Caspofungin

klinisch

relevanten

Abnahme

minimalen

Konzentrationen

Caspofungin

führen

könnte.

Diese

Erkenntnis

könnte

darauf

hinweisen,

dass

pädiatrischen

Patienten

ähnlichen

Abnahmen

unter

Induktoren

kommt

Erwachsenen. Wenn Caspofungin bei pädiatrischen Patienten (12 Monate bis 17 Jahre)

gleichzeitig mit Induktoren der Arzneimittelclearance wie Rifampicin, Efavirenz, Nevirapin,

Phenytoin, Dexamethason oder Carbamazepin angewendet wird, ist eine Caspofungin-

Tagesdosis von 70 mg/m

(wobei die Dosis von 70 mg pro Tag nicht überschritten werden

darf) zu erwägen.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Für Caspofungin stehen keine oder nur eingeschränkte Daten zur Anwendung während der

Schwangerschaft zur Verfügung. Daher darf Caspofungin während der Schwangerschaft nur

angewendet werden, wenn es unabdingbar ist. Tierexperimentelle Studien zeigten toxische

Auswirkungen auf die Embryonalentwicklung (siehe Abschnitt 5.3). In Tierstudien wurde

gezeigt, dass Caspofungin die Plazentaschranke passiert.

Stillzeit

nicht

bekannt,

Caspofungin

beim

Menschen

Muttermilch

übertritt.

Vorhandene

Daten

Pharmakodynamik

Toxikologie

Tieren

zeigten,

dass

Caspofungin in die Milch übertritt. Frauen, die mit Caspofungin behandelt werden, dürfen

nicht stillen.

Fertilität

In Studien an männlichen und weiblichen Ratten zeigte Caspofungin keine Auswirkungen auf

Fertilität

(siehe

Abschnitt

5.3).

Klinische

Daten

Beurteilung

Wirkung

Caspofungin auf die Fertilität stehen nicht zur Verfügung.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit

zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

4.8

Nebenwirkungen

Überempfindlichkeitsreaktionen

(Anaphylaxie

möglicherweise

histamininduzierte

Nebenwirkungen) wurden berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

Patienten

invasiver

Aspergillose

wurde

auch

über

Lungenödem,

akutes

Lungenversagen (ARDS; Adult Respiratory Distress Syndrome) und Infiltrate im Röntgenbild

berichtet.

Erwachsene Patienten

In klinischen Studien wurden 1.865 erwachsene Personen mit Einzel- oder Mehrfachdosen

Caspofungin

behandelt:

Patienten

Fieber

Neutropenie

(Studie

empirischen Therapie), 382 Patienten mit invasiver Candidiasis, 228 Patienten mit invasiver

Aspergillose, 297 Patienten mit lokalisierten Candida-Infektionen und 394 Personen in

klinischen Phase-I-Studien. In der Studie zur empirischen Therapie erhielten die Patienten

eine Chemotherapie aufgrund bösartiger Tumoren oder hatten sich einer hämatopoetischen

Stammzelltransplantation (einschließlich 39 allogener Transplantationen) unterzogen. In den

Studien,

Patienten

nachgewiesener

Candida-Infektion

einschlossen,

hatte

Mehrheit

Patienten

invasiven

Candida-Infektionen

schwerwiegende

Grunderkrankungen

hämatologische

oder

andere

Krebserkrankungen,

kurz

zurückliegende

größere

chirurgische

Eingriffe,

HIV-Infektionen),

zahlreiche

Begleitmedikationen erforderten. Die Patienten der nicht vergleichenden Aspergillose-Studie

litten oft an schwerwiegenden, für Aspergillose prädisponierenden Grunderkrankungen (z. B.

Knochenmark- oder Stammzelltransplantation, hämatologische Krebserkrankungen, solide

Tumoren oder Organtransplantation), die zahlreiche Begleitmedikationen erforderten.

häufige

lokale

Nebenwirkung

Applikationsstelle

trat

Phlebitis

allen

Patientengruppen

auf.

weiteren

lokalen

Nebenwirkungen

zählten

Erythem,

Schmerzen/Empfindlichkeit, Juckreiz, Sekretion und ein brennendes Gefühl.

Unerwünschte Ereignisse sowie Laborwertveränderungen waren bei allen mit Caspofungin

behandelten Erwachsenen (insgesamt 1.780) normalerweise mild und führten selten zum

Therapieabbruch.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Folgende Nebenwirkungen wurden in klinischen Studien und/oder im Lauf der Anwendung

nach Marktzulassung berichtet:

Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100)

Systemorgan-

klassen

Häufig (≥ 1/100,

< 1/10)

Gelegentlich (≥ 1/1.000,

< 1/100)

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf

Grundlage der

verfügbaren

Daten nicht

abschätzbar)

Erkrankungen

des Blutes und

des

Lymphsystems

erniedrigtes

Hämoglobin,

erniedrigter

Hämatokrit,

erniedrigte

Leukozytenzahl

Anämie, Thrombozytopenie,

Gerinnungsstörung,

Leukopenie, erhöhte

Eosinophilenzahl, erniedrigte

Thrombozytenzahl, erhöhte

Thrombozytenzahl, erniedrigte

Lymphozytenzahl, erhöhte

Leukozytenzahl, erniedrigte

Neutrophilenzahl

Stoffwechsel- und

Ernährungs-

störungen

Hypokaliämie

Überwässerung,

Hypomagnesiämie, Anorexie,

Elektrolytstörungen,

Hyperglykämie, Hypokalzämie,

metabolische Azidose

Psychiatrische

Erkrankungen

Angst, Verwirrung,

Schlaflosigkeit

Erkrankungen

des

Nervensystems

Kopfschmerzen

Schwindel,

Geschmacksstörung,

Parästhesie, Schläfrigkeit,

Tremor, Hypoästhesie

Augen-

erkrankungen

okulärer Ikterus,

Verschwommensehen,

Augenlidödem, vermehrte

Tränenproduktion

Herz-

erkrankungen

Herzklopfen, Tachykardie,

Arrhythmie, Vorhofflimmern,

kongestive Herzinsuffizienz

Gefäß-

erkrankungen

Phlebitis

Thrombophlebitis, Flush,

Hitzewallung, Hypertonie,

Hypotonie

Erkrankungen der

Atemwege, des

Brustraums und

des Mediastinums

Dyspnoe

verstopfte Nase, Schmerzen in

Rachen und Kehlkopf,

Tachypnoe, Bronchospasmus,

Husten, paroxysmale

nächtliche Dyspnoe, Hypoxie,

Rasseln, Giemen

Erkrankungen

des

Gastrointestinal-

trakts

Übelkeit, Diarrhö,

Erbrechen

Bauchschmerzen,

Oberbauchschmerzen,

trockener Mund, Dyspepsie,

Magenbeschwerden,

Blähungen, Aszites,

Obstipation, Dysphagie,

Flatulenz

Leber- und

Gallen-

erkrankungen

erhöhte

Leberwerte (ALT,

AST, alkalische

Phosphatase,

direktes und

Gesamt-

Cholestase, Hepatomegalie,

Hyperbilirubinämie, Gelbsucht,

Leberfunktionsstörung,

Hepatotoxizität,

Lebererkrankung, erhöhte

Gamma-Glutamyltransferase

Bilirubin)

Erkrankungen der

Haut und des

Unterhautzell-

gewebes

Ausschlag,

Pruritus,

Erythem,

Hyperhidrose

Erythema multiforme,

makulärer Ausschlag, makulo-

papulöser Ausschlag,

juckender Ausschlag, Urtikaria,

allergische Dermatitis,

generalisierter Juckreiz,

erythematöser Ausschlag,

generalisierter Ausschlag,

morbiliformer Ausschlag,

Hautläsionen

toxische

epidermale

Nekrolyse

Stevens-

Johnson-

Syndrom (siehe

Abschnitt 4.4)

Skelettmuskulatur

-, Bindegewebs-

und Knochen-

erkrankungen

Arthralgie

Rückenschmerzen, Schmerzen

in den Gliedmaßen,

Knochenschmerzen,

Muskelschwäche, Myalgie

Erkrankungen der

Nieren und

Harnwege

Nierenversagen, akutes

Nierenversagen

Allgemeine

Erkrankungen

und Beschwerden

am

Verabreichungs-

ort

Fieber,

Schüttelfrost,

Juckreiz an der

Infusionsstelle

Schmerzen, Schmerzen am

liegenden Katheter,

Erschöpfung, Frösteln,

Hitzegefühl, Erythem an der

Infusionsstelle, Verhärtung an

der Infusionsstelle, Schmerzen

an der Infusionsstelle,

Schwellung an der

Infusionsstelle, Phlebitis an der

Injektionsstelle, peripheres

Ödem, Schmerzhaftigkeit,

Beschwerden im Brustkorb,

Schmerzen im Brustkorb,

Gesichtsödem, Gefühl einer

veränderten Körpertemperatur,

Verhärtung, Extravasation an

der Infusionsstelle, Reizungen

an der Infusionsstelle, Phlebitis

an der Infusionsstelle,

Ausschlag an der

Infusionsstelle, Urtikaria an der

Infusionsstelle, Erythem an der

Injektionsstelle, Ödem an der

Injektionsstelle, Schmerzen an

der Injektionsstelle, Schwellung

an der Injektionsstelle,

Unwohlsein, Ödem

Untersuchungen

erniedrigtes

Serum-Kalium,

erniedrigtes

Serum-Albumin

erhöhtes Serum-Kreatinin,

Nachweis von Erythrozyten im

Urin, vermindertes

Gesamtprotein, Protein im

Urin, verlängerte

Prothrombinzeit, verkürzte

Prothrombinzeit, vermindertes

Serum-Natrium, erhöhtes

Serum-Natrium, erniedrigtes

Serum-Calcium, erhöhtes

Serum-Calcium, vermindertes

Serum-Chlorid, erhöhte Serum-

Glucose, Hypomagnesiämie,

erniedrigtes Serum-Phosphat,

erhöhtes Serum-Phosphat,

erhöhter Serum-Harnstoff,

Verlängerung der aktivierten

partiellen Thromboplastinzeit,

erniedrigtes Serum-Bicarbonat,

erhöhtes Serum-Chlorid,

erhöhtes Serum-Kalium,

erhöhter Blutdruck, erniedrigte

Serum-Harnsäure, Blut im Urin,

anomale Atemgeräusche,

erniedrigtes Kohlendioxid,

erhöhte Konzentration

immunsuppressiver

Arzneimittel, erhöhte INR,

Harnzylinder, positiver

Nachweis von Leukozyten im

Urin, erhöhter pH-Wert des

Urins

Caspofungin wurde auch in einer Dosis von 150 mg pro Tag (bis zu 51 Tage) bei 100

erwachsenen Patienten untersucht (siehe Abschnitt 5.1). Die Studie verglich Caspofungin in

einer Dosis von 50 mg pro Tag (nach einer Initialdosis von 70 mg an Tag 1) mit einer Dosis

150 mg

Behandlung

invasiven

Candidiasis.

dieser

Patientengruppe erschien die Sicherheit von Caspofungin in dieser höheren Dosierung

generell ähnlich zu der bei Patienten unter einer Tagesdosis von 50 mg Caspofungin. Der

Anteil an Patienten mit einer schwerwiegenden Nebenwirkung oder einer Nebenwirkung, die

zum Abbruch der Therapie mit Caspofungin führte, war in beiden Behandlungsgruppen

ähnlich.

Kinder und Jugendliche

Daten aus fünf abgeschlossenen klinischen Studien mit 171 pädiatrischen Patienten legen

nahe, dass die Gesamthäufigkeit klinischer Nebenwirkungen (26,3 %; 95 %-KI

19,9; 33,6)

bei Kindern und Jugendlichen nicht höher liegt als die bei Erwachsenen unter Caspofungin

berichtete Gesamthäufigkeit klinischer Nebenwirkungen (43,1 %; 95 %-KI

40,0; 42,2).

Möglicherweise besitzen Kinder und Jugendliche jedoch ein im Vergleich zu Erwachsenen

unterschiedliches Nebenwirkungsprofil. Die häufigsten arzneimittelbezogenen berichteten

klinischen Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen unter Caspofungin waren Fieber

(11,7 %) Ausschlag (4,7 %) und Kopfschmerzen (2,9 %).

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen wurden berichtet:

Systemorganklassen

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)

Erkrankungen des Blutes und des

Lymphsystems

erhöhte Eosinophilenzahl

Erkrankungen des Nervensystems

Kopfschmerzen

Herzerkrankungen

Tachykardie

Gefäßerkrankungen

Hitzewallung (Flush),

Hypotonie

Leber- und Gallenerkrankungen

erhöhte Leberenzymwerte

(AST, ALT)

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Ausschlag, Pruritus

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Fieber

Schüttelfrost, Schmerzen an

der Einstichstelle

Untersuchungen

vermindertes Serum-Kalium,

Hypomagnesiämie, erhöhte

Glucosewerte, erhöhtes und

erniedrigtes Phosphat

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Meldung

Verdachts

Nebenwirkungen

nach

Zulassung

großer

Wichtigkeit.

ermöglicht

eine

kontinuierliche

Überwachung

Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert,

jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Versehentliche Gaben von bis zu 400 mg Caspofungin an einem Tag wurden berichtet, ohne

dass

dabei

klinisch

bedeutenden

Nebenwirkungen

kam.

Caspofungin

nicht

dialysierbar.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antimykotikum zur systemischen Anwendung,

ATC- Code: J02AX04

Wirkmechanismus

Caspofunginacetat

eine

halbsynthetische

Lipopeptid-Verbindung

(Echinocandin),

synthetisiert aus einem Fermentationsprodukt aus Glarea lozoyensis. Caspofunginacetat

hemmt die Synthese von beta-(1,3)-D-Glukan, einem Hauptbestandteil der Zellwand vieler

Fadenpilze und Hefen. Beta-(1,3)-D-Glukan ist in Säugetierzellen nicht vorhanden.

Eine fungizide Wirkung von Caspofungin wurde gegen Candida-Hefen nachgewiesen. In-

vitro- und In-vivo-Studien zeigen, dass es zu Lyse und Absterben der Apikalenden und

Verzweigungspunkte der Hyphen, wo Zellwachstum und -teilung stattfinden, führt, wenn

Aspergillus Caspofungin ausgesetzt wird.

Pharmakodynamische Wirkungen

Caspofungin

besitzt

In-vitro-Aktivität

gegen

Aspergillus-Spezies

(Aspergillus

fumigatus

[n = 75], Aspergillus flavus [n = 111], Aspergillus niger [n = 31], Aspergillus nidulans [n = 8],

Aspergillus terreus [n = 52] und Aspergillus candidus [n = 3]). Caspofungin besitzt ebenfalls

In-vitro-Aktivität gegen Candida-Spezies (Candida albicans [n = 1.032], Candida dubliniensis

[n = 100], Candida glabrata [n = 151], Candida guilliermondii [n = 67], Candida kefyr [n = 62],

Candida krusei [n = 147], Candida lipolytica [n = 20], Candida lusitaniae [n = 80], Candida

parapsilosis [n = 215], Candida rugosa [n = 1] und Candida tropicalis [n = 258]) einschließlich

Isolate

transportbedingter

multipler

Resistenz

jener

erworbener

oder

intrinsischer

Resistenz

gegen

Fluconazol,

Amphotericin

5-Flucytosin.

Empfindlichkeitstestungen

wurden

Anlehnung

Clinical

Laboratory

Standards Institute (CLSI, vormals National Committee for Clinical Laboratory Standards

[NCCLS]) herausgegebenen Methoden M38-A2 (für Aspergillus-Spezies) und M27-A3 (für

Candida-Spezies) vorgenommen.

Standardisierte Methoden zur Empfindlichkeitstestung von Hefen wurden von EUCAST

etabliert. EUCAST-Grenzwerte (Breakpoints) wurden für Caspofungin aufgrund signifikanter

laborübergreifender

Abweichungen

Bestimmung

bislang

nicht

festgelegt.

Anstelle von Grenzwerten sind Candida-Isolate, die sowohl empfindlich gegen Anidulafungin

auch

gegen

Micafungin

sind,

empfindlich

gegenüber

Caspofungin

anzusehen.

Ebenso können C. parapsilosis-Isolate, die mäßig empfindlich gegen Anidulafungin und

Micafungin sind, als mäßig empfindlich gegen Caspofungin betrachtet werden.

Reizmechanismus

Während der Therapie wurden bei einer kleinen Anzahl von Patienten Candida-Isolate mit

verminderter

Empfindlichkeit

gegenüber

Caspofungin

identifiziert

(MHK-Werte

für

Caspofungin > 2 mg/l [4- bis 30-fache Erhöhung des MHK- Werts] wurden unter Anwendung

standardisierter,

CLSI-anerkannter

MHK-Testmethoden

berichtet).

Resistenzmechanismus wurde als FKS1/FKS2 (für C. glabrata) Genmutation identifiziert.

Diese Fälle sind mit einer schlechten klinischen Prognose in Verbindung gebracht worden.

Eine Resistenzentwicklung gegen Caspofungin in vitro wurde für Aspergillus spp. entdeckt.

Bei der begrenzten klinischen Erfahrung bei Patienten mit invasiver Aspergillose wurde eine

Resistenz gegenüber Caspofungin beobachtet. Der Resistenzmechanismus wurde noch

nicht

geklärt.

Inzidenz

einer

Resistenz

gegenüber

Caspofungin

verschiedenen

klinischen Isolaten von Candida und Aspergillus ist selten. Eine Caspofungin-Resistenz

wurde für Candida beobachtet, allerdings kann die Inzidenz je nach Spezies oder Region

abweichen.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Invasive Candidiasis bei erwachsenen Patienten: 239 Patienten wurden in eine initiale Studie

zum Vergleich von Caspofungin und Amphotericin B bei der Behandlung der invasiven

Candidiasis

eingeschlossen.

Patienten

litten

Neutropenie.

Insbesondere

wurden

Infektionen des Blutkreislaufs (Candidämie) (77 %; n = 186) und Candida-Peritonitis (8 %;

n = 19) diagnostiziert; Patienten mit Candida-Endokarditis, -Osteomyelitis oder -Meningitis

waren

dieser

Studie

ausgeschlossen.

Patienten

erhielten

nach

einer

70-mg-

Initialdosis 50-mg-Tagesdosen Caspofungin, während Amphotericin B in Dosierungen von

0,6-0,7 mg/kg/Tag bei nicht neutropenischen Patienten bzw. von 0,7-1,0 mg/kg/Tag bei

neutropenischen Patienten angewendet wurde. Die mittlere Dauer der intravenösen Therapie

betrug 11,9 Tage, mit einer Streubreite von 1 Tag bis zu 28 Tagen. Für einen Therapieerfolg

waren

sowohl

Abklingen

klinischen

Symptome

auch

mikrobiologische

Eradikation der Candida-Infektion erforderlich. In die primäre Wirksamkeitsanalyse (MITT-

Analyse)

für

Ansprechen

Beendigung

intravenösen

Therapie

Studienmedikation

wurden

Patienten

eingeschlossen.

Ansprechraten

Behandlung

invasiven

Candidiasis

waren

für

Caspofungin

[80/109])

Amphotericin B (62 % [71/115]) vergleichbar (Unterschied 12,7 % [95,6 % Konfidenzintervall-

KI –0,7; 26,0]). Bei den Patienten mit Candidämie waren die Ansprechraten in der primären

Wirksamkeitsanalyse (MITT- Analyse) bei Beendigung der intravenösen Therapie mit der

Studienmedikation unter Caspofungin (72 % [66/92]) und unter Amphotericin B (63 %

[59/94])

vergleichbar

(Unterschied

10,0

[95,0 %-KI

4,5;

24,5]).

Datenlage

Behandlung von Patienten mit Infektionen außerhalb des Blutkreislaufs war begrenzter. Die

Ansprechraten bei neutropenischen Patienten betrugen 7/14 (50 %) in der Caspofungin-

Gruppe und 4/10 (40 %) in der Amphotericin-B-Gruppe. Diese begrenzten Daten werden

durch die Ergebnisse der Studie zur empirischen Therapie unterstützt.

In einer zweiten Studie erhielten Patienten mit invasiver Candidiasis Tagesdosen von 50 mg

Caspofungin/Tag

(nach

einer

Initialdosis

70 mg

oder

150 mg

Caspofungin/Tag (siehe Abschnitt 4.8). In dieser Studie wurde die Caspofungin-Dosis über

einen Zeitraum von 2 Stunden infundiert (anstatt der üblichen Verabreichungsdauer von

1 Stunde).

dieser

Studie

waren

Patienten

Verdacht

Candida-Endokarditis,

-Meningitis oder -Osteomyelitis ausgeschlossen. Da es sich um eine Primärtherapiestudie

handelte,

waren

Patienten,

nicht

vorangegangene

antimykotische

Therapien

angesprochen hatten, ebenfalls ausgeschlossen. Die Anzahl der Patienten mit Neutropenie,

die an der Studie teilnahmen, war ebenso begrenzt (8,0 %). Wirksamkeit war ein sekundärer

Endpunkt in dieser Studie. Patienten, welche die Einschlusskriterien erfüllten und eine oder

mehrere

Dosen

Studientherapie

Caspofungin

erhielten,

wurden

Wirksamkeitsanalyse eingeschlossen. Die Gesamtansprechraten am Ende der Caspofungin-

Therapie waren in beiden Behandlungsgruppen ähnlich: 72 % (73/102) in der Gruppe unter

50 mg Caspofungin und 78 % (74/95) in der Gruppe unter 150 mg Caspofungin (Unterschied

von 6,3 % [95 %-KI

5,9; 18,4]).

Invasive Aspergillose bei erwachsenen Patienten: 69 Patienten zwischen 18 und 80 Jahren

mit invasiver Aspergillose wurden in eine offene, nicht vergleichende Studie eingeschlossen,

um Unbedenklichkeit, Verträglichkeit und Wirksamkeit von Caspofungin zu untersuchen. Es

wurden Patienten eingeschlossen, die entweder auf antimykotische Standardbehandlungen

nicht ansprachen (Fortschreiten der Krankheit oder keine Verbesserung unter anderen

antimykotischen Therapien über mindestens 7 Tage) (84 % der eingeschlossenen Patienten)

oder

diese

nicht

vertrugen

eingeschlossenen

Patienten).

meisten

Patienten

litten

Grunderkrankungen

(hämatologische

Malignome

24],

allogene

Knochenmarktransplantation oder Stammzellentransplantation [n = 18], Organtransplantation

[n = 8], solider Tumor [n = 3] oder andere Erkrankungen [n = 10]). Strenge Definitionen, die

Kriterien

Mycoses

Study

Group

folgten,

wurden

Diagnose

invasiven

Aspergillose und dem Ansprechen auf die Therapie zugrunde gelegt (ein Therapieerfolg

erforderte eine klinisch signifikante Verbesserung im Röntgenbefund sowie der subjektiven

objektiven

Symptome).

mittlere

Therapiedauer

betrug

33,7

Tage

einer

Spannbreite von 1 Tag bis zu 162 Tagen. Ein unabhängiges Expertengremium stellte bei

41 %

(26/63)

Patienten,

mindestens

eine

Dosis

Caspofungin

erhielten,

einen

Therapieerfolg

fest.

jenen

Patienten,

mehr

Tage

lang

Caspofungin

behandelt

wurden,

wurde

(26/52)

Therapieerfolg

verzeichnet.

Therapieerfolg betrug bei denjenigen Patienten, die auf vorangegangene Therapien nicht

ansprachen, 36 % (19/53), und bei denjenigen, die diese nicht vertrugen, 70 % (7/10).

Obwohl

Patienten,

vorangegangene

antimykotische

Therapien

nicht

angesprochen

hatten,

Dosierungen

niedriger

waren

sonst

invasiver

Aspergillose

verabreichten,

Therapieerfolgsrate

unter

Caspofungin

ähnlich

derjenigen

restlichen

Patienten,

vorangegangene

Therapien

nicht

angesprochen

hatten

(2/5

17/48).

Patienten

Lungenmanifestation

Ansprechrate bei 47 % (21/45) und bei Patienten mit extrapulmonaler Manifestation bei 28 %

(5/18). Unter den Patienten mit extrapulmonaler Manifestation war die Therapie bei 2 von 8

Patienten mit gesicherter, wahrscheinlicher oder möglicher ZNS-Beteiligung erfolgreich.

Empirische

Therapie

bei

erwachsenen

Patienten

mit

Fieber

und

Neutropenie:

eine

klinische Studie wurden insgesamt 1.111 Patienten mit anhaltendem Fieber und Neutropenie

eingeschlossen und entweder mit 50 mg Caspofungin/Tag im Anschluss an eine Initialdosis

von 70 mg Caspofungin oder mit liposomalem Amphotericin B 3,0 mg/kg/Tag behandelt. Die

für diese Studie auswählbaren Patienten hatten eine Chemotherapie aufgrund bösartiger

Tumoren erhalten oder sich einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation unterzogen

und wiesen eine Neutropenie (< 500 Zellen/mm

seit 96 Stunden) und Fieber (> 38,0°C), das

nicht auf eine parenterale antibakterielle Therapie von mindestens 96 Stunden ansprach,

auf. Die Patienten mussten bis zu 72 Stunden nach Rückgang der Neutropenie behandelt

werden, die maximale Behandlungsdauer war 28 Tage. Patienten mit einer nachgewiesenen

Pilzinfektion konnten jedoch länger behandelt werden. Wenn das Arzneimittel gut vertragen

wurde, das Fieber eines Patienten jedoch bestehen blieb und sich der klinische Zustand

nach

Tagen

Therapie

verschlechterte,

konnte

Studienmedikation

70 mg

Caspofungin/Tag

(13,3

behandelten

Patienten)

oder

5,0 mg/kg/Tag

liposomales

Amphotericin B (14,3 % der behandelten Patienten) erhöht werden. 1.095 Patienten wurden

in die primäre „Modified Intention-To-Treat (MITT)“-Wirksamkeitsanalyse hinsichtlich des

insgesamt positiven Ansprechens einbezogen: Caspofungin (33,9 %) war so wirksam wie

liposomales Amphotericin B (33,7 %) (0,2 % Differenz [95,2 %-KI -5,6; 6,0]). Ein insgesamt

positives Ansprechen erforderte das Erfüllen aller folgenden 5 Kriterien: (1) die erfolgreiche

Behandlung jeglicher bei Einschluss in die Studie vorliegender, aber erst nachträglich

nachgewiesener Pilzinfektion (Baseline-Infektion) (Caspofungin 51,9 % [14/27], liposomales

Amphotericin

25,9 %

[7/27]),

kein

Ausbruch

Pilzinfektionen

während

Verabreichung der Studienmedikation oder innerhalb von 7 Tagen nach Abschluss der

Behandlung (Caspofungin 94,8 % [527/556], liposomales Amphotericin B 95,5 % [515/539]),

Überleben

Tage

nach

Abschluss

Studientherapie

(Caspofungin

92,6

[515/556],

liposomales

Amphotericin

89,2

[481/539]),

kein

Abbruch

Studienmedikation

infolge

Arzneimittel-induzierter

Toxizität

oder

fehlender

Wirksamkeit

(Caspofungin

89,7

[499/556],

liposomales

Amphotericin

85,5

[461/539]),

Entfieberung

während

Dauer

Neutropenie

(Caspofungin

41,2

[229/556],

liposomales Amphotericin B 41,4 % [223/539]). Die Ansprechraten auf Caspofungin und

liposomales Amphotericin B bei durch Aspergillus spp. verursachten Baseline-Infektionen

betrugen 41,7 % (5/12) bzw. 8,3 % (1/12), und bei den durch Candida spp. Verursachten

66,7 % (8/12) bzw. 41,7 % (5/12). Bei den Patienten in der Caspofungin-Gruppe traten

Durchbruchinfektionen mit folgenden seltenen Hefen oder Schimmelpilzen auf: Trichosporon

spp. (1), Fusarium spp. (1), Mucor spp. (1) und Rhizopus spp (1).

Kinder und Jugendliche

Sicherheitsprofil und Wirksamkeit von Caspofungin wurden bei pädiatrischen Patienten im

Alter von 3 Monaten bis 17 Jahren in zwei prospektiven, multizentrischen klinischen Studien

untersucht. Studiendesign, Diagnosekriterien und Kriterien zur Bewertung der Wirksamkeit

waren

ähnlich

entsprechenden

Studien

erwachsenen

Patienten

(siehe

Abschnitt 5.1).

Die erste Studie, in die 82 Patienten zwischen 2 und 17 Jahren eingeschlossen wurden, war

eine

randomisierte,

doppelblinde

Studie

Vergleich

Caspofungin

(50 mg/m

intravenös einmal täglich nach einer Initialdosis von 70 mg/m

am ersten Tag [nicht über

70 mg pro Tag]) und liposomalem Amphotericin B (3 mg/kg intravenös einmal täglich) in

einer 2:1-Behandlungsverteilung (56 unter Caspofungin, 26 unter liposomalem Amphotericin

empirische

Therapie

pädiatrischen

Patienten

anhaltendem

Fieber

Neutropenie.

risikoadjustierten

Gesamterfolgsraten

Ergebnisse

MITT-

Wirksamkeitsanalyse waren wie folgt: 46,6 % (26/56) unter Caspofungin und 32,2 % (8/25)

unter liposomalem Amphotericin B.

Die zweite Studie war eine prospektive, offene, nicht vergleichende Studie zur Bestimmung

der Sicherheit und Wirksamkeit von Caspofungin bei pädiatrischen Patienten (6 Monate bis

17 Jahre) mit invasiver Candidiasis, ösophagealer Candidiasis und invasiver Aspergillose

(als

"Salvage"-Therapie).

Patienten

wurden

eingeschlossen

Caspofungin

50 mg/m

intravenös einmal täglich im Anschluss an eine Initialdosis von 70 mg/m

ersten

(nicht

über

70 mg

Tag)

behandelt,

denen

MITT-

Wirksamkeitsanalyse

einbezogen

wurden.

Davon

hatten

Patienten

eine

invasive

Candidiasis, 10 Patienten eine invasive Aspergillose und ein Patient hatte eine ösophageale

Candidiasis. Die Ansprechraten am Ende der Caspofungin-Therapie lagen in der MITT-

Wirksamkeitsanalyse

Indikation

folgenden

Werten:

81 %

(30/37)

invasiver

Candidiasis, 50 % (5/10) bei invasiver Aspergillose und 100 % (1/1) bei ösophagealer

Candidiasis.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Verteilung

Caspofungin bindet weitgehend an Albumin. Der Anteil von ungebundenem Caspofungin im

Plasma reicht von 3,5 % bei gesunden Probanden bis zu 7,6 % bei Patienten mit invasiver

Candidiasis. Die Verteilung spielt die herausragende Rolle in der Plasmapharmakokinetik

von Caspofungin und ist der geschwindigkeitsbestimmende Schritt sowohl der Alpha- als

auch

Beta-Phase.

Verteilung

Gewebe

erreichte

1,5-2

Tage

nach

Verabreichung

Maximum,

Dosis

Gewebe

verteilt

waren.

Wahrscheinlich

kehrt

Bruchteil

Gewebe

aufgenommenen

Caspofungin

unverändert in das Plasma zurück. Daher läuft die Elimination ab, ohne dass es zu einem

Verteilungsgleichgewicht kommt. Zurzeit ist es nicht möglich, eine realistische Schätzung

des Verteilungsvolumens von Caspofungin vorzunehmen.

Biotransformation

Caspofungin

wird

spontan

einer

ringoffenen

Verbindung

zersetzt.

weitere

Verstoffwechselung umfasst Peptid-Hydrolyse und N-Acetylierung. Zwei Zwischenprodukte,

die während des Abbaus von Caspofungin zu dieser offenen Ringverbindung entstehen,

bilden kovalente Addukte an Plasmaproteine. Dabei entstehen zu einem geringen Grad

irreversible Bindungen an Plasmaproteine.

In-vitro-Studien zeigen, dass Caspofungin keines der Enzyme 1A2, 2A6, 2C9, 2C19, 2D6

oder 3A4 im Cytochrom-P450-System hemmt. Caspofungin bewirkte in klinischen Studien

weder eine Induktion noch eine Inhibition des CYP3A4-Metabolismus anderer Arzneimittel.

Caspofungin ist kein Substrat für Glykoprotein P und ein schwaches Substrat für Cytochrom-

P450-Enzyme.

Elimination

Die Elimination von Caspofungin aus dem Plasma verläuft langsam mit einer Clearance von

10-12 ml/min.

Plasmakonzentrationen

Caspofungin

nehmen

mehrphasig

nach

einstündigen intravenösen Einzelinfusionen ab. Direkt nach der Infusion tritt eine kurze

Alpha-Phase auf, auf die eine Beta-Phase mit einer Halbwertszeit von 9-11 Stunden folgt.

Zusätzlich

wird

noch

eine

Gamma-Phase

einer

Halbwertszeit

Stunden

durchlaufen.

Verteilung

vorherrschender

Mechanismus

beeinflusst

Plasma-

Clearance mehr als Ausscheidung oder Biotransformation.

Von einer radioaktiv markierten Dosis wurden in 27 Tagen ca. 75 % wieder gefunden; dabei

fanden sich 41 % im Urin und 34 % in den Fäzes. Während der ersten 30 Stunden nach

Verabreichung von Caspofungin sind Ausscheidung und Biotransformation sehr gering. Die

Ausscheidung verläuft langsam und die terminale Halbwertszeit der Radioaktivität betrug

12-15 Tage. Eine geringe Menge Caspofungin wird unverändert im Urin ausgeschieden (ca.

1,4 % einer Dosis).

Caspofungin

zeigt

eine

leicht

nicht-lineare

Pharmakokinetik,

wobei

eine

zunehmende

Akkumulation mit Ansteigen der Dosis erfolgt und die Zeit, die nach Verabreichung von

mehrmaligen Dosen benötigt wird, um den Steady State zu erreichen, dosisabhängig ist.

Besondere Patientengruppen

Es war zu beobachten, dass erwachsene Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder

leichter Leberinsuffizienz, Frauen sowie ältere Patienten Caspofungin verstärkt ausgesetzt

waren. Im Allgemeinen handelte es sich nur um einen mäßigen Anstieg der Konzentration,

der nicht ausreicht, um eine Dosisanpassung zu rechtfertigen. Für erwachsene Patienten mit

mäßiger

Leberinsuffizienz

oder

Patienten

höherem

Körpergewicht

kann

eine

Dosisanpassung erforderlich sein (siehe unten).

Gewicht

In Analysen der Daten von erwachsenen Candidiasis-Patienten zur Pharmakokinetik stellte

sich heraus, dass das Körpergewicht die Pharmakokinetik von Caspofungin beeinflusst. Die

Plasma-Konzentrationen

nehmen

zunehmendem

Gewicht

durchschnittliche

Exposition eines erwachsenen Patienten mit 80 kg ist wahrscheinlich ca. 23 % niedriger zu

veranschlagen als die eines erwachsenen Patienten mit 60 kg (siehe Abschnitt 4.2).

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei erwachsenen Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Leberfunktion vergrößert

sich die AUC um 20 % bzw. 75 %. Es liegen keine klinischen Erfahrungen bei erwachsenen

Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion oder bei pädiatrischen Patienten mit

eingeschränkter Leberfunktion jeglichen Grades vor. In einer Studie mit mehrmaligen Dosen

konnte gezeigt werden, dass eine Reduktion der Tagesdosis auf 35 mg bei erwachsenen

Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion zu einer ähnlichen AUC führt, wie sie bei

erwachsenen Patienten mit normaler Leberfunktion, die die Standarddosis erhalten, erreicht

wird (siehe Abschnitt 4.2).

Eingeschränkte Nierenfunktion

einer

klinischen

Studie

Einzeldosen

70 mg

Pharmakokinetik

Caspofungin

erwachsenen

Probanden

leicht

eingeschränkter

Nierenfunktion

(Kreatinin-Clearance

50-80 ml/min)

Kontrollpersonen

vergleichbar.

Mäßig

eingeschränkte

Nierenfunktion

(Kreatinin-Clearance

31-49

ml/min),

fortgeschrittene

Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 5-30 ml/min) und Niereninsuffizienz

Endstadium

(Kreatinin-Clearance

< 10

ml/min

Dialyse)

erhöhten

Plasmakonzentrationen von Caspofungin mäßig nach Anwendung einer Einzeldosis (im

Bereich von 30-49 % bezogen auf die AUC). Bei erwachsenen Patienten mit invasiver

Candidiasis,

ösophagealer

Candidiasis

oder

invasiver

Aspergillose,

mehrmals

Tagesdosen von Caspofungin 50 mg erhielten, wurde jedoch keine signifikante Auswirkung

einer

leichten

fortgeschrittenen

Einschränkung

Nierenfunktion

Plasmakonzentrationen von Caspofungin festgestellt. Für Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion

daher

keine

Dosisanpassung

erforderlich.

Caspofungin

nicht

dialysierbar, so dass nach einer Hämodialyse keine zusätzliche Dosis erforderlich ist.

Geschlecht

Die Plasma-Konzentrationen von Caspofungin waren bei Frauen im Durchschnitt 17-38 %

höher als bei Männern.

Ältere Patienten

Bei älteren Männern wurde eine geringe Vergrößerung der AUC (28 %) und der C

24 h

(32 %)

im Vergleich zu jüngeren Männern beobachtet. Bei empirisch behandelten Patienten oder

Patienten mit invasiver Candidiasis wurde ein ähnlicher, geringer Einfluss des Alters bei

älteren Patienten im Vergleich zu jüngeren Patienten beobachtet.

Ethnische Zugehörigkeit

Patientendaten

Pharmakokinetik

zeigten

keine

signifikanten

Unterschiede

Pharmakokinetik von Caspofungin bei Patienten verschiedener ethnischer Zugehörigkeit

(Kaukasier, Afroamerikaner, Hispanier, Mestizen).

Kinder und Jugendliche

Jugendlichen

(12-17

Jahre),

50 mg/m

(höchstens

Tag)

Caspofungin erhielten, war die AUC

0-24 h

von Caspofungin im Plasma im Allgemeinen mit der

bei Erwachsenen unter 50 mg pro Tag vergleichbar. Alle Jugendlichen erhielten Dosen

> 50 mg

Tag,

wobei

Maximaldosis

70 mg/Tag

erhielten.

Plasmakonzentrationen von Caspofungin bei diesen Jugendlichen waren geringer als die bei

Erwachsenen unter 70 mg/Tag, der meist verwendeten Dosis für Jugendliche.

Bei Kindern (2 bis 11 Jahre), die 50 mg/m

pro Tag (höchstens 70 mg pro Tag) Caspofungin

erhielten, war die AUC

0-24 h

von Caspofungin im Plasma nach Mehrfachdosen im Allgemeinen

mit der bei Erwachsenen unter 50 mg pro Tag vergleichbar.

Bei jüngeren Kindern und Kleinkindern (12 bis 23 Monate), die 50 mg/m

pro Tag (höchstens

70 mg pro Tag) Caspofungin erhielten, war die AUC

0-24 h

von Caspofungin im Plasma nach

Mehrfachdosen im Allgemeinen mit der bei Erwachsenen unter 50 mg pro Tag und bei

älteren Kindern (2 bis 11 Jahre) unter 50 mg/m

pro Tag vergleichbar.

Insgesamt

sind

Daten

Pharmakokinetik,

Wirksamkeit

Sicherheitsprofil

für

Patienten von 3 bis 10 Monaten begrenzt. Pharmakokinetische Daten eines 10 Monate alten

Kindes unter 50 mg/m

pro Tag weisen auf eine AUC

0-24 h

im gleichen Bereich wie die bei

älteren Kindern unter 50 mg/m

pro Tag und von Erwachsenen unter 50 mg pro Tag hin,

wohingegen die AUC

0-24 h

eines 6 Monate alten Kindes unter 50 mg/m

pro Tag etwas höher

lag.

Bei Neugeborenen und Säuglingen (< 3 Monate) unter Caspofungin von 25 mg/m

pro Tag

(entsprechend einer mittleren Dosis von 2,1 mg/kg) waren die maximale Konzentration von

Caspofungin

minimale

Konzentration

Caspofungin

nach

Mehrfachdosen vergleichbar mit denen bei Erwachsenen unter 50 mg Caspofungin pro Tag.

Am ersten Tag war bei diesen Neugeborenen und Säuglingen im Vergleich zu Erwachsenen

die C

vergleichbar und C

24 h

leicht erhöht (36 %). Jedoch wurde bei beiden Werten C

Tag 4 geometrisches Mittel 11,73 µg/ml, Bereich von 2,63 bis 22,05 µg/ml) und C

24 h

(an Tag

geometrisches

Mittel

3,55 µg/ml,

Bereich

0,13

7,17 µg/ml)

eine

Variabilität

beobachtet.

dieser

Studie

wurden

wegen

geringen

Plasmaprobenanzahl

keine

Messungen

0-24

vorgenommen.

bemerken,

dass

Wirksamkeit

Sicherheitsprofil von Caspofungin nicht adäquat in prospektiven klinischen Studien mit

Neugeborenen und Säuglingen unter 3 Monaten untersucht wurden.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Toxizitätsstudien an Ratten und Affen mit wiederholt intravenös verabreichten Dosen bis zu

7-8 mg/kg

führten

Reaktionen

Applikationsstelle

Ratten

Affen,

Anzeichen einer Histaminfreisetzung bei Ratten und offenkundig zu Nebenwirkungen im

Bereich

Leber

Affen.

Studien

toxischen

Auswirkungen

Embryonalentwicklung an Ratten zeigten, dass Caspofungin in Dosierungen von 5 mg/kg zu

einer Gewichtsabnahme bei den Feten, vermehrt zu unvollständiger Ossifikation an Wirbel,

Brustbein und Kopf führte, die bei trächtigen Ratten mit Nebenwirkungen beim Muttertier wie

Anzeichen

einer

Histaminfreisetzung

verbunden

waren.

Außerdem

wurde

vermehrtes Auftreten von Halsrippen beobachtet. Caspofungin war sowohl in In-vitro-Assays

im Hinblick auf potenzielle genotoxische Wirkungen als auch in dem in vivo durchgeführten

Chromosomentest

Knochenmarkzellen

Mäusen

negativ.

wurden

keine

tierexperimentellen Langzeitstudien zur Untersuchung des kanzerogenen Potenzials von

Caspofungin

durchgeführt.

Studien

männlichen

weiblichen

Ratten

zeigte

Caspofungin bis zu 5 mg/kg/Tag keine Auswirkungen auf die Fertilität.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Sucrose

Mannitol

Bernsteinsäure

Natriumhydroxid (zur pH-Wert Einstellung)

6.2

Inkompatibilitäten

Dieses Arzneimittel darf nicht mit glucosehaltigen Lösungsmitteln gemischt werden, da

Caspofungin

Sandoz

glucosehaltigen

Lösungen

nicht

stabil

ist.

keine

Kompatibilitätsstudien

durchgeführt

wurden,

darf

dieses

Arzneimittel

nicht

anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

Stammlösungs-Konzentrat

Die Lösung ist sofort zu verwenden. Stabilitätsdaten haben gezeigt, dass das Konzentrat zur

Herstellung der Infusionslösung bis zu 24 Stunden aufbewahrt werden kann, wenn die

Durchstechflasche

nicht

über

25°C

aufbewahrt

Stammlösungs-Konzentrat

Wasser für Injektionszwecke hergestellt wird.

Verdünnte Infusionslösung für den Patienten

Die Lösung ist sofort zu verwenden. Stabilitätsdaten haben gezeigt, dass das Produkt

innerhalb von 24 Stunden verwendet werden kann, wenn es nicht über 25°C aufbewahrt wird

oder innerhalb von 48 Stunden, wenn der (die) Infusionsbeutel (-flasche) gekühlt (2

8°C)

aufbewahrt wird, und die Verdünnung mit 9 mg/ml (0,9 %-iger), 4,5 mg/ml (0,45 %-iger) oder

2,25 mg/ml (0,225

%-iger) Natriumchloridlösung für Injektionszwecke oder mit Ringer-

Laktat-Lösung erfolgte.

Aus mikrobiologischer Sicht ist das Produkt sofort zu verwenden. Wird das Produkt nicht

sofort verwendet, liegen die Aufbewahrungszeiten und -bedingungen für den Gebrauch in

der Verantwortung des Anwenders, und normalerweise dürfen 24 Stunden bei 2

8°C nicht

überschritten werden, es sei denn, Auflösung und Verdünnung finden unter kontrollierten und

validierten aseptischen Bedingungen statt.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Ungeöffnete Durchstechflaschen: im Kühlschrank lagern (2 - 8°C).

Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels, siehe

Abschnitt 6.3.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Caspofungin

Sandoz

Pulver

für

Konzentrat

Herstellung

einer

Infusionslösung:

10-ml-Typ-I-Glas-Durchstechflasche mit Brombutylstopfen und roter Aluminium-Versiegelung

mit transparenter Flip-off-Kappe

Caspofungin

Sandoz

Pulver

für

Konzentrat

Herstellung

einer

Infusionslösung:

10-ml-Typ-I-Glas-Durchstechflasche

Brombutylstopfen

oranger

Aluminium-

Versiegelung mit tranparenter Flip-off-Kappe

Packungsgröße: 1 Durchstechflasche

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Rekonstitution von Caspofungin Sandoz

GLUCOSEHALTIGE

LÖSUNGEN

DÜRFEN

NICHT

VERWENDET

WERDEN,

Caspofungin Sandoz in glucosehaltigen Lösungen nicht stabil ist. Caspofungin Sandoz

DARF

NICHT

ANDEREN

ARZNEIMITTELN

GEMISCHT

ODER

ZUSAMMEN

DIESEN

INFUNDIERT

WERDEN,

keine

Daten

Kompatibilität

Caspofungin

Sandoz

anderen

intravenös

verabreichenden

Substanzen,

Hilfsstoffen

oder

Arzneimitteln vorliegen. Die Infusionslösung ist auf sichtbare Partikel oder Verfärbung zu

prüfen.

Nicht

verwendetes

Arzneimittel

oder

Abfallmaterial

entsprechend

nationalen

Anforderungen zu beseitigen.

ANWEISUNGEN FÜR DIE ANWENDUNG BEI ERWACHSENEN PATIENTEN

Schritt

1:

Zubereitung

des

Konzentrates

(Stammlösung)

mit

herkömmlichen

Durchstechflaschen

Um das Pulver aufzulösen, wird die Durchstechflasche auf Raumtemperatur gebracht. Unter

aseptischen Bedingungen werden 10,5 ml Wasser für Injektionszwecke zugegeben. Die

Konzentration

Lösung

Durchstechflasche

beträgt

dann

5,2 mg/ml

(50-mg-

Durchstechflasche) bzw. 7,2 mg/ml (70-mg-Durchstechflasche).

Das weiße bis gebrochen-weiße, kompakte gefriergetrocknete Pulver löst sich völlig auf. Es

wird so lange vorsichtig gemischt, bis die Lösung klar ist. Diese Stammlösung ist auf

sichtbare Partikel oder Verfärbung zu prüfen. Sie kann bis zu 24 Stunden bei

25°C

aufbewahrt werden.

Schritt 2: Herstellung der Infusionslösung für den Patienten aus der Stammlösung von

Caspofungin Sandoz

Folgende Lösungen können für die gebrauchsfertige Infusionslösung verwendet werden:

sterile physiologische Kochsalzlösung für Injektionszwecke oder Ringer-Laktat-Lösung.

Unter

aseptischen

Bedingungen

wird

entsprechende

Menge

Stammlösungs-

Konzentrates (siehe nachfolgende Tabelle) in eine(n) Infusionsbeutel oder -flasche mit

250 ml Inhalt gegeben. Wenn es medizinisch notwendig ist, können Tagesdosen von 50 mg

oder 35 mg auch in ein reduziertes Infusionslösungsvolumen von 100 ml gegeben werden.

Sollte die Lösung trüb sein oder Ausfällungen aufweisen, darf sie nicht verwendet werden.

HERSTELLUNG DER INFUSIONSLÖSUNG FÜR ERWACHSENE

DOSIS*

Volumen der

Stammlösung

Caspofungin

Sandoz für die

Zugabe in

einen

Infusionsbeutel

oder -flasche

Standard-Herstellung

(Zugabe der

Stammlösung

Caspofungin Sandoz zu

250 ml)

Endkonzentration

Volumen-

reduzierte

Infusion

(Zugabe der

Stammlösung

Caspofungin

Sandoz zu 100 ml)

Endkonzentration

50 mg

10 ml

0,20 mg/ml

50 mg

volumenreduzierte Dosis

10 ml

0,47 mg/ml

35 mg für Patienten mit

mäßig eingeschränkter

Leberfunktion

(aus einer 50-mg-

Durchstechflasche)

7 ml

0,14 mg/ml

35 mg volumenreduzierte

Dosis für Patienten mit

mäßig eingeschränkter

Leberfunktion

(aus einer 50-mg-

Durchstechflasche)

7 ml

0,34 mg/ml

70 mg

10 ml

0,28 mg/ml

Nicht empfohlen

70 mg

(aus zwei 50-mg-

Durchstechflaschen)**

14 ml

0,28 mg/ml

Nicht empfohlen

35 mg

für Patienten mit mäßig

eingeschränkter

Leberfunktion

(aus einer 70-mg-

Durchstechflasche)

5 ml

0,14 mg/ml

0,34 mg/ml

* 10,5 ml sind zur Auflösung des Pulvers für alle Durchstechflaschen zu verwenden.

** Stehen keine 70-mg-Durchstechflasche zur Verfügung, kann die 70-mg-Dosis aus zwei

50-mg-Durchstechflaschen hergestellt werden.

ANWEISUNGEN FÜR DIE ANWENDUNG BEI PÄDIATRISCHEN PATIENTEN

Berechnung der Körperoberfläche (KOF) für die pädiatrische Dosierung

Berechnen Sie vor der Zubereitung der Infusion die Körperoberfläche (KOF) des Patienten

nach folgender Formel (Mosteller-Formel):

Zubereitung der 70 mg/m

2

-Infusion für pädiatrische Patienten > 3 Monate (mit einer

50-mg-Durchstechflasche oder 70-mg-Durchstechflasche)

Bestimmen Sie die Initialdosis, die für den pädiatrischen Patienten verwendet wird, indem

Sie die KOF des Patienten (wie oben berechnet) und folgende Gleichung verwenden:

KOF (m

) x 70 mg/m

= Initialdosis

Maximaldosis

ersten

darf

70 mg

ungeachtet

für

Patienten

berechneten Dosis nicht überschreiten.

Bringen Sie die gekühlte Durchstechflasche Caspofungin Sandoz auf Zimmertemperatur.

Geben Sie unter aseptischen Bedingungen 10,5 ml Wasser für Injektionszwecke zu.

Diese Stammlösung kann bis zu 24 Stunden bei oder unter 25°C aufbewahrt werden.

endgültige Konzentration von Caspofungin Sandoz in der Durchstechflasche beträgt dann

5,2 mg/ml (50-mg-Durchstechflasche) bzw. 7,2 mg/ml (70-mg-Durchstechflasche).

Entnehmen

Durchstechflasche

Volumen

Arzneimittels,

berechneten Initialdosis entspricht (Schritt 1). Unter aseptischen Bedingungen wird dieses

Volumen

(ml)

Caspofungin

Sandoz

Stammlösungs-Konzentrates

eine(n)

Infusionsbeutel (oder -flasche) mit 250 ml 0,9 %-iger, 0,45 %-iger, oder 0,225 %-iger

Natriumchloridlösung

oder

Ringer-Laktat-Lösung

gegeben.

Alternativ

kann

dieses

Volumen (ml)

des Caspofungin Sandoz Stammlösungs-Konzentrates in ein reduziertes

Volumen

0,9 %-iger,

0,45 %-iger

oder

0,225 %-iger

Natriumchloridlösung

oder

Ringer-Laktat-Lösung gegeben werden, wobei eine Endkonzentration von 0,5 mg/ml nicht

überschritten

werden

darf.

Diese

Infusionslösung

muss

innerhalb

Stunden

verbraucht werden, wenn sie bei oder unter 25°C aufbewahrt wird, oder innerhalb von 48

Stunden, wenn sie im Kühlschrank bei 2-8°C aufbewahrt wird.

Zubereitung der 50 mg/m

2

-Infusion für pädiatrische Patienten > 3 Monate (mit einer

50-mg-Durchstechflasche oder 70-mg-Durchstechflasche)

Bestimmen Sie die Initialdosis, die für den pädiatrischen Patienten verwendet wird, indem

Sie die KOF des Patienten (wie oben berechnet) und folgende Gleichung verwenden:

KOF (m

) x 50 mg/m

= Initialdosis

Maximaldosis

ersten

darf

70 mg

ungeachtet

für

Patienten

berechneten Dosis nicht überschreiten.

Bringen Sie die gekühlte Durchstechflasche Caspofungin Sandoz auf Zimmertemperatur.

Geben Sie unter aseptischen Bedingungen 10,5 ml Wasser für Injektionszwecke zu.

Diese Stammlösung kann bis zu 24 Stunden bei oder unter 25°C aufbewahrt werden.

endgültige Konzentration von Caspofungin Sandoz in der Durchstechflasche beträgt dann

5,2 mg/ml (50-mg-Durchstechflasche) bzw. 7,2 mg/ml (70-mg-Durchstechflasche).

Entnehmen

Durchstechflasche

Volumen

Arzneimittels,

berechneten Initialdosis entspricht (Schritt 1). Unter aseptischen Bedingungen wird dieses

Volumen

(ml)

Caspofungin

Sandoz

Stammlösungs-Konzentrates

eine(n)

Infusionsbeutel

(oder

-flasche)

250 ml

0,9 %-iger,

0,45 %-iger oder

0,225 %-iger

Natriumchloridlösung

oder

Ringer-Laktat-Lösung

gegeben.

Alternativ

kann

dieses

Volumen (ml)

des Caspofungin Sandoz Stammlösungs-Konzentrates in ein reduziertes

Volumen

0,9 %-iger,

0,45 %-iger

oder

0,225 %-iger

Natriumchloridlösung

oder

Ringer-Laktat-Lösung gegeben werden, wobei eine Endkonzentration von 0,5 mg/ml nicht

überschritten

werden

darf.

Diese

Infusionslösung

muss

innerhalb

Stunden

verbraucht werden, wenn sie bei oder unter 25°C aufbewahrt wird, oder innerhalb von 48

Stunden, wenn sie im Kühlschrank bei 2-8°C aufbewahrt wird.

Hinweise zur Zubereitung

a.

Das weiße bis gebrochen-weiße, kompakte gefriergetrocknete Pulver löst sich völlig

auf. Vorsichtig so lange mischen, bis die Lösung klar ist.

b.

Die Stammlösung ist bei der Zubereitung und vor der Infusion auf sichtbare Partikel

oder Verfärbung zu prüfen. Sollte die Lösung trüb sein oder Ausfällungen aufweisen,

darf sie nicht verwendet werden.

c.

Caspofungin Sandoz ergibt normalerweise die gesamte angegebene Dosis (50 mg

bzw. 70 mg), wenn 10 ml der Durchstechflasche entnommen werden.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Sandoz GmbH, 6250 Kundl, Österreich

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Caspofungin Sandoz 50 mg, Z.Nr.: 136964

Caspofungin Sandoz 70 mg, Z.Nr.: 136965

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 24.06.2016

10.

STAND DER INFORMATION

05/2017

REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten

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