Capozide forte Tabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-05-2020

Fachinformation Fachinformation (SPC)

01-05-2020

Wirkstoff:
CAPTOPRIL; HYDROCHLOROTHIAZID
Verfügbar ab:
Bristol-Myers Squibb GmbH
ATC-Code:
C09BA01
INN (Internationale Bezeichnung):
CAPTOPRIL; HYDROCHLOROTHIAZIDE
Einheiten im Paket:
30 Stueck, Laufzeit: 36 Monate,10 Stück, Laufzeit: 36 Monate,12 Stück, Laufzeit: 36 Monate,20 Stück, Laufzeit: 36 Monate,28 Stüc
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Therapiebereich:
Thiazides, plain
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-18153
Berechtigungsdatum:
1986-09-25

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GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN PATIENTEN

Capozide forte – Tabletten

50 mg Captopril/ 25 mg Hydrochlorothiazid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie

Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Capozide forte und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Capozide forte beachten?

Wie ist Capozide forte einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Capozide forte aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST CAPOZIDE FORTE UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Capozide forte ist eine Kombination von zwei Wirkstoffen, Captopril und Hydrochlorothiazid.

Captopril

gehört

einer

Gruppe

Arzneimitteln,

(Angiotensin-Converting-

Enzym)-Hemmer bekannt sind. ACE-Hemmer bewirken eine Entspannung der Blutgefäße und

dadurch eine Senkung des Blutdrucks.

Hydrochlorothiazid

gehört

einer

Gruppe

Arzneimitteln,

Thiaziddiuretika

genannt

werden. Diese erhöhen die Harnausscheidung und senken dadurch den Blutdruck.

Die Kombination beider Wirkstoffe von Capozide forte senkt den Blutdruck mehr, als wenn jeder

Wirkstoff alleine gegeben würde.

Capozide forte wird für die Behandlung von hohem Blutdruck (essentielle Hypertonie) eingesetzt,

wenn

Behandlung

Captopril

oder

Hydrochlorothiazid

allein

Ihnen

keiner

ausreichenden Blutdrucksenkung geführt hat.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON CAPOZIDE FORTE

BEACHTEN?

Bitte lesen Sie den folgenden Abschnitt sorgfältig durch. Er enthält wichtige Hinweise, die Sie und

Ihr Arzt vor der Einnahme von Capozide forte beachten sollten.

Capozide forte darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Captopril, andere ACE-Hemmer oder einen der in Abschnitt 6

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

wenn Sie allergisch gegen Hydrochlorothiazid oder andere Sulfonamid-Derivate sind,

wenn Sie in der Vergangenheit mit einem Arzneimittel aus der gleichen Gruppe wie Capozide

forte (ACE-Hemmer) behandelt wurden und eine Überempfindlichkeitsreaktion hatten, die

Schwellungen der Arme, Beine, Knöchel, des Gesichts, der Lippen und/oder des Rachens mit

Problemen

beim

Schlucken

oder

Atmen

(Angioödem)

hervorrief,

oder

wenn

Familienmitglied eine ähnliche Reaktion zeigte,

wenn Sie schwere Leber- oder Nierenprobleme haben (bitte fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie

Zweifel haben),

wenn Sie bereits mehr als 3 Monate schwanger sind (es wird empfohlen, Capozide forte auch in

der frühen Phase der Schwangerschaft nicht anzuwenden, siehe Abschnitt Schwangerschaft und

Stillzeit).

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem

blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

wenn

Sacubitril/Valsartan,

Arzneimittel

Behandlung

einer

chronischen

Herzschwäche bei Erwachsenen, eingenommen haben oder einnehmen, weil sich dadurch das

Risiko eines Angioödems (schnelle Schwellung unter der Haut, z.B. im Rachenbereich) erhöht.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Capozide forte einnehmen und falls einer der

folgenden Punke auf Sie zutrifft:

wenn Sie an starkem Erbrechen oder Durchfall leiden.

wenn

eine

salzarme

Diät

einhalten

müssen,

kaliumhaltige

Salzersatz

oder

-ergänzungspräparate einnehmen.

wenn Sie Leber- oder Nierenprobleme haben (bitte fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie Zweifel

haben).

wenn Sie wissen, dass Sie eine verringerte Blutzirkulation im Herzmuskel oder eine verengte

Aorta (Aortenstenose) oder Nierenschlagader (Nierenarterienstenose) haben.

wenn Sie nach einem Herzversagen einen Schock (kardiogener Schock) hatten.

wenn Sie an Diabetes leiden; Capozide forte kann die Wirkung von Insulin oder anderen

blutzuckersenkenden Arzneimitteln beeinflussen. Bitte fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

wenn Sie eine Dialyse benötigen; vereinzelt wurden Überempfindlichkeitsreaktionen beobachtet

wenn Patienten, die Arzneimittel wie Capozide forte einnehmen, sich einer Blutwäsche mit

bestimmten Dialyse-Membranen [sog. High-flux-Hämodialyse-Membranen oder Low-Density

Lipoprotein (LDL)-Apherese mit Dextransulfat-Absorption] unterziehen. Informieren Sie daher

Ihren Arzt vor Ihrer nächsten Dialyse-Behandlung.

wenn

sich

einer

Desensibilisierungstherapie

gegen

Wespen-

oder

Bienenstichen

unterziehen; vereinzelt wurden Überempfindlichkeitsreaktionen beobachtet, wenn Patienten, die

Arzneimittel wie Capozide forte einnehmen, sich einer solchen Desensibilisierungstherapie

unterziehen. Informieren Sie daher Ihren Arzt vor Ihrer Behandlung.

wenn Sie an Lupus oder Lupus-ähnlichen Erkrankungen leiden.

wenn Sie eine Änderung in Ihrem Sehvermögen oder Schmerzen in einem oder in beiden Augen

bemerken während Sie Capozide forte einnehmen. Dies könnten Anzeichen dafür sein, dass sich

bei Ihnen ein erhöhter Druck in Ihren Augen (Grüner Star) entwickelt. Sie sollten die Einnahme

von Capozide forte abbrechen und einen Arzt aufsuchen.

wenn

eines

folgenden

Arzneimittel

einnehmen,

erhöht

sich

Risiko

eines

Angioödems (rasche Schwellung unter der Haut in Bereichen wie dem Rachen)

Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus und andere Arzneimittel, die zur Klasse der mTOR-

Hemmer gehören (werden zur Verhinderung der Abstoßung eines Organtransplantats oder

zur Behandlung von Krebserkrankungen verwendet)

Racecadotril (zur Behandlung von Durchfallerkrankungen

Vildagliptin (zur Behandlung von Diabetes)

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet -

z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund

von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte

(z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Capozide forte darf nicht eingenommen werden“.

wenn

Hautkrebs

hatten

oder

wenn

unerwartete

Hautläsionen

während

Behandlung

entwickeln.

Behandlung

Hydrochlorothiazid,

insbesondere

eine

hochdosierte

Langzeitanwendung,

kann

Risiko

einiger

Arten

Haut-

Lippenkrebs (weißer Hautkrebs) erhöhen. Vermeiden Sie möglichst Sonneneinstrahlung

UV-Strahlen

solange

Capozide

forte

einnehmen.

Überprüfen

Ihre

Haut

regelmäßig auf neue Läsionen und melden Sie unverzüglich Ihrem Arzt, wenn Sie während

der Behandlung eine verdächtige Hautläsion entwickeln.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden

könnten). Die Einnahme von Capozide forte in der frühen Phase der Schwangerschaft wird nicht

empfohlen,

Capozide

forte

darf

nicht

mehr

nach

dritten

Schwangerschaftsmonat

eingenommen werden, da die Einnahme von Capozide forte in diesem Stadium zu schweren

Schädigungen

Ihres

ungeborenen

Kindes

führen

kann

(siehe

Abschnitt

Schwangerschaft

Stillzeit).

Lithiumhaltige Arzneimittel dürfen zusammen mit Capozide forte nicht ohne engmaschige ärztliche

Überwachung eingenommen werden.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, falls bei Ihnen folgende Nebenwirkungen auftreten:

Schwellungen der Arme, Beine, Knöchel, des Gesichts, der Lippen und/oder des Rachens mit

Problemen beim Schlucken oder Atmen,

Zeichen einer Infektion (wie Entzündung des Halses oder Fieber), die auf normale Behandlung

nicht ansprechen,

starke Schwindel- oder Ohnmachtsanfälle,

starke Bauchschmerzen,

ungewöhnlich schneller oder unregelmäßiger Puls,

Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und/oder Augen),

plötzliche,

ungeklärte

Hautreaktionen

Hautausschlag,

Hautbrennen,

Hautrötung

oder

Hautabschälung.

Bitte informieren Sie folgende Personen informieren, dass Sie Capozide forte einnehmen:

das medizinische Personal, vor allem den Narkosearzt (wenn Sie operiert werden sollen) bei

einem Krankenhausaufenthalt.

Ihren Zahnarzt, wenn Sie eine Narkose für eine Zahnbehandlung erhalten.

Wenn Sie Capozide forte das erste Mal einnehmen kann es vorkommen, dass Sie sich für eine kurze

Zeit benommen oder schwindlig fühlen. In der Regel hilft es, wenn Sie sich setzen oder hinlegen.

Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass dies bei regelmäßiger Tabletteneinnahme eintritt. Bitte fragen

Sie Ihren Arzt, wenn Sie beunruhigt sind.

Hydrochlorothiazid, das in diesem Arzneimittel enthalten ist, könnte ein positives Ergebnis in

einem Dopingtest hervorrufen.

Kinder und Jugendliche

Capozide forte sollte nicht an Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren) verabreicht werden.

Einnahme von Capozide forte zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich

andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen,

auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Dies

schließt

auch

Arzneimittel

gegen

Erkältung,

Husten,

Heuschnupfen

oder

Nebenhöhlenprobleme ein, da diese Ihren Blutdruck erhöhen können.

Dies gilt besonders, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfallerkrankungen,

Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behndlung von Diabetes,

Sacubitril/Valsartan (siehe auch die Information im Abschnitt „Capozide forte darf nicht

eingenommen werden“),

entzündungshemmende Schmerzmittel (z.B. Indomethacin, Ibuprofen),

Lithium (Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen),

Carbenoxolon (Arzneimittel zur Behandlung von Magen-Darm-Geschwüren),

Corticosteroide, Corticotropin (ACTH),

bestimmte Abführmittel,

bestimmte Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (Amphotericin B),

Arzneimittel mit muskelerschlaffender Wirkung (die bei Operationen angewendet werden),

Colestyramin- oder Colestipol-Austauscherharze (Arzneimittel zur Verminderung von erhöhten

Cholesterin-Werten),

Allopurinol (Mittel gegen Gicht),

Procainamid

Digoxin

oder

andere

Herzglykoside

(Arzneimittel

Behandlung

unregelmäßigem Puls),

zytostatische oder immunsuppressive Arzneimittel (z.B. Azathioprin und Cyclophosphamid),

Calciumsalze,

Kaliumpräparate

oder

kaliumhaltige

Salzersatzpräparate,

Diuretika

z.B.

Spironolacton,

Trimateren oder Amilorid (entwässernde Tabletten, insbesondere so genannte kaliumsparende

Diuretika), andere Arzneimittel mit Einfluss auf die Kaliumspiegel (wie Heparin, Ciclosporin

Co-Trimoxazol,

auch

bekannt

Trimethoprim

Sulfamethoxazol)

andere

Arzneimittel, die den Gehalt von Kalium in Ihrem Blut erhöhen können (z.B. Trimethoprim

Co-Trimoxazol

Behandlung

bakteriellen

Infektionen,

Ciclosporin,

Immunsuppressivum, das angewendet wird, um Abstoßungen bei Organtransplantationen zu

verhindern und Heparin, ein Arzneimittel zur Blutverdünnung um Blutgerinnsel zu verhindern),

gefäßerweiternde blutdrucksenkende Arzneimittel (z.B. Minoxidil),

Carbamazepin (Mittel bei Epilepsie),

Mittel

Diabetes

(Insulin

blutzuckersenkende

Arzneimittel

Einnehmen

z.B.

Sulfonylharnstoffe),

Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen oder Depressionen,

andere Arzneimittel zur Behandlung Ihres hohen Blutdrucks

Arzneimittel, die sehr oft zur Verhinderung einer Abstoßung des Organtransplantats verwendet

werden (Sirolimus, Everolimus und andere Arzneimittel, die zur Klasse der mTOR-Hemmer,

z.B. Temsirolimus, gehören), siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen

treffen:

wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren einnehmen (siehe auch

Abschnitte

„Capozide

forte

darf

nicht

eingenommen

werden"

„Warnhinweise

Vorsichtsmaßnahmen“).

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden

könnten). In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Capozide forte vor einer Schwangerschaft

bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes

Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von Capozide forte in der Schwangerschaft wird nicht

empfohlen

Capozide

forte

darf

nicht

mehr

nach

dritten

Schwangerschaftsmonat

eingenommen werden, da die Einnahme von Capozide forte in diesem Stadium zu schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Capozide forte wird für stillende Mütter nicht empfohlen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Besondere Vorsicht bei der Teilnahme am Straßenverkehr und beim Bedienen von Maschinen ist

geboten, wenn Nebenwirkungen wie Benommenheit, Schwindelgefühl oder Müdigkeit auftreten.

Dies gilt besonders zu Therapiebeginn, bei Änderung der Dosierung oder in Zusammenwirken mit

Alkohol.

Capozide

forte

enthält

Milchzucker

(Lactose-Monohydrat).

Bitte

nehmen

dieses

Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer

Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

WIE IST CAPOZIDE FORTE EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt hat Ihnen Capozide forte verordnet, da eine vorausgegangene Behandlung gegen hohen

Blutdruck

nicht

einer

ausreichenden

Blutdrucksenkung

geführt

hat.

Arzt

wird

informieren, wie die Umstellung von der bisherigen Behandlung auf Capozide forte erfolgen soll.

Dosierung:

Die übliche Dosis ist eine Tablette Capozide forte pro Tag (entsprechend 50 mg Captopril/ und

25 mg Hydrochlorothiazid). Dies ist gleichzeitig die Tageshöchstdosis, die nicht überschritten

werden sollte.

Art der Anwendung:

Capozide forte Tabletten sind nur zur oralen Einnahme bestimmt.

Die Tabletten sollten mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. einem Glas Wasser) geschluckt werden. Sie

können Capozide forte unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen. Sie sollten Ihre Tagesdosis

immer zur gleichen Tageszeit, bevorzugt am Morgen einnehmen. Es ist sehr wichtig, dass Sie

Capozide forte solange einnehmen, wie Ihr Arzt es Ihnen verordnet.

Spezielle

Patientengruppen:

Patienten

leichter

Nierenfunktionsstörung,

Diabetikern

Patienten mit Salz-/Flüssigkeitsverlust kann der Arzt eine geringere Dosis verschreiben, z.B.

½ Tablette

Capozide

forte

(entsprechend

Captopril

12,5

Hydrochlorothiazid).

Ältere Patienten: Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise eine geringere Dosis verschreiben, z.B.

½ Tablette

Capozide

forte

(entsprechend

Captopril

12,5

Hydrochlorothiazid).Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck

haben, dass die Wirkung von Capozide forte zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Capozide forte eingenommen haben, als Sie sollten:

Wenn Sie aus Versehen zu viele Tabletten eingenommen haben oder wenn ein Kind einige

Tabletten geschluckt hat, wenden Sie sich sofort an einen Arzt. Bitte nehmen Sie die leere

Verpackung und alle noch übrigen Tabletten mit.

Zeichen

einer

Überdosierung

können

vermehrte

Harnausscheidung,

Störungen

Elektrolythaushalt, starker Blutdruckabfall, eingeschränkte Wahrnehmung Ihrer selbst und Ihrer

Umgebung

(bis

Koma),

Krampfanfälle,

Muskelschwäche,

Herzrhythmusstörungen

(unregelmäßiger oder verlangsamter Puls), eingeschränkte Nierenfunktion sein.

Wenn eine andere Person zu viele Tabletten eingenommen hat und ohnmächtig wurde, sollten Sie

sie hinlegen und die Beine höher als den Kopf legen.

Wenn Sie die Einnahme von Capozide forte vergessen haben:

Wenn

versehentlich

vergessen

haben,

tägliche

Dosis

einzunehmen,

sollten

Behandlung wie verordnet fortsetzen. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die

vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Beenden Sie die Einnahme und suchen Sie sofort einen Arzt auf, falls bei Ihnen folgende

Nebenwirkungen auftreten:

Schwellungen der Arme, Beine, der Knöchel, des Gesichtes, der Lippen und/oder des Rachens

mit Problemen beim Schlucken oder Atmen, Entzündungen des Halses oder Fieber,

starke Schwindel- oder Ohnmachtsanfälle,

starke Bauchschmerzen,

ungewöhnlich schneller oder unregelmäßiger Puls,

Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und/oder Augen),

plötzliche,

ungeklärte

Hautreaktionen

Hautausschlag,

Hautbrennen,

Hautrötung

oder

Hautabschälung.

Anschließend finden Sie getrennt aufgeführt Nebenwirkungen, die nach Einnahme von Captopril

und/oder einem anderen ACE-Hemmer und nach Einnahme von Hydrochlorothiazid berichtet

wurden.

Nach Einnahme von Captopril und/oder einem anderen ACE-Hemmer wurden häufig (bei 1 bis 10

Behandelten von 100) folgende Nebenwirkungen beobachtet:

Schlafstörungen,

Störung der Geschmacksempfindung, Schwindel,

trockener Reizhusten ohne Auswurf, Atemnot,

Übelkeit,

Erbrechen,

Magenverstimmung,

Bauchschmerzen,

Durchfall,

Verstopfung,

Mundtrockenheit, Magen-Darm-Geschwüre,

Hautprobleme wie Juckreiz und Ausschlag, Haarausfall.

Nach Einnahme von Captopril und/oder einem anderen ACE-Hemmer wurden gelegentlich (bei 1

bis 10 Behandelten von 1.000) folgende Nebenwirkungen beobachtet:

Appetitlosigkeit (Anorexie),

Kopfschmerzen, Missempfindungen auf der Haut (Kribbeln),

Herzprobleme wie ungewöhnlich schneller oder unregelmäßiger Puls, Brustschmerzen (Angina

pectoris), Herzklopfen,

Blutdruckabfall,

Durchblutungsstörungen

Finger

(Raynaud-Syndrom),

anfallsweise

Hautrötung mit Hitzegefühl, Blässe,

Schwellungen von Händen und Gesicht, Lippen oder Zunge

Brustschmerzen, Müdigkeit, Unwohlsein.

Nach Einnahme von Captopril und/oder einem anderen ACE-Hemmer wurden selten (bei 1 bis 10

Behandelten von 10.000) folgende Nebenwirkungen beobachtet:

Benommenheit,

Entzündung der Mundschleimhaut mit Geschwürbildung,

allergische

Reaktion

Darm-Trakt,

starke

Bauchschmerzen

verursacht

(intestinales

Angioödem),

Nierenfunktionsstörungen, vermehrte bzw. verminderte Harnausscheidung.

Nach Einnahme von Captopril und/oder einem anderen ACE-Hemmer wurden sehr selten (bei

weniger als 1 von 10.000 Behandelten) folgende Nebenwirkungen beobachtet:

Veränderungen des Blutes und der Blutbestandteile wie

Anämie

(verringerte

Anzahl

roten

Blutzellen,

Leistungsabfall

Müdigkeit

verursachen kann),

ein Mangel an bestimmten weißen Blutzellen, der zu Infektionen, Entzündungen des Halses,

Fieber oder Blutungen führen kann, (Neutropenie, Agranulozytose, Panzytopenie),

eine Verminderung der Blutgerinnung (Thrombozytopenie), die zu Blutungen oder blauen

Flecken führen kann,

Verwirrung, Depression,

Schlaganfall, Ohnmacht,

verschwommenes Sehen,

Herzstillstand,

Probleme in der Brust (einschließlich Atembeschwerden oder Keuchen, Schnupfen, eine Art von

Lungenentzündung, die durch Veränderungen im Blut oder einen Zustand, der Husten, Fieber,

Kurzatmigkeit oder Keuchen hervorruft, verursacht wird),

geschwollene

Zunge,

Pankreatitis

(Entzündung

Bauchspeicheldrüse,

starke

Bauchschmerzen verursachen kann),

eingeschränkte Leberfunktion einschließlich Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und/oder Augen),

Leberentzündung (Hepatitis),

schwerwiegende Hautreaktionen wie

allergische Reaktionen, die Jucken und Rötung der Haut verursachen (Urtikaria),

starker Hautausschlag (Stevens-Johnson-Syndrom) oder allergischer Schub, der rosarote

Flecken, die deutliche Zentren haben können, auslöst (Erythema multiforme),

Lichtüberempfindlichkeit,

Hautrötung (Erythrodermie),

Hautreaktionen mit Blasen- bzw. Schuppenbildung (pemphigoide Reaktionen und exfoliative

Dermatitis),

Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen,

schwerwiegende Nierenerkrankung,

Impotenz, Brustvergrößerung beim Mann,

Fieber,

Veränderung einzelner Laborparameter.

Nach Einnahme von Hydrochlorothiazid, dem zweiten in Capozide forte enthaltenen Wirkstoff,

wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet:

Entzündung der Speicheldrüse,

Haut- und Lippenkrebs (weißer Hautkrebs), Häufigkeit nicht bekannt

Veränderungen des Blutes und der Blutbestandteile; dies kann zu Leistungsabfall, Müdigkeit,

Infektionen, Entzündungen des Halses oder Fieber als Folge eines Mangels an weißen Blutzellen

sowie zu Blutungen oder blauen Flecken als Folge eine Verminderung der Blutgerinnung führen,

Appetitlosigkeit

(Anorexie),

Zucker

Harn,

Veränderung

einzelner

Blutbestandteile

Zucker, Harnsäure (Gicht), Natrium, Kalium, Anstieg des Cholesterins und der Blutfette,

Unruhe, Depression, Schlafstörungen,

Missempfindungen auf der Haut (Kribbeln), Benommenheit,

Sehstörungen wie „Gelbsehen“ oder Verschwommensehen, Verringerung des Sehvermögens und

Augen-Schmerzen (mögliche Anzeichen eines akuten Engwinkelglaukoms),

Schwindel,

Blutdruckabfall, Herzprobleme wie unregelmäßiger Puls,

Kreislaufprobleme,

Entzündungen

Blutgefäße

Haut

oder

anderen

Organen

(nekrotisierende Angiitis)

Lungen- und Atembeschwerden wie Atemnot,

Magenreizung, Durchfall, Verstopfung, Bauchspeicheldrüsenentzündung,

Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und/oder Augen),

schwerwiegende

Hautreaktionen

Lichtüberempfindlichkeitsreaktionen,

flüchtiger

Hautausschlag,

Lupus

Lupus-ähnliche

Hautreaktionen

(typischer

roter,

klecksiger

Ausschlag in Schmetterlingsform auf den Wangen und der Nase), allergische Reaktionen, die

Jucken und Rötung der Haut verursachen (Urtikaria),

Überempfindlichkeitsreaktionen (Überreaktion des körpereigenen Abwehrsystems),

Muskelkrämpfe,

Nierenprobleme,

Fieber, Schwäche.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 Wien

ÖSTERREICH

Fax: +43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST CAPOZIDE FORTE AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und Blister angegebenen Verfalldatum

nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht über 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker,

wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Capozide forte enthält

Die Wirkstoffe sind Captopril und Hydrochlorothiazid. Jede Tablette Capozide forte enthält

50 mg Captopril und 25 mg Hydrochlorothiazid.

sonstigen

Bestandteile

sind

mikrokristalline

Cellulose,

Lactose-Monohydrat,

vorverkleisterte Maisstärke, Stearinsäure, Magnesiumstearat.

Wie Capozide forte aussieht und Inhalt der Packung

Capozide forte Tabletten sind weiß bis weißlich, oval, bikonvex; auf der einen Seite ist ein "CH"

eingeprägt und auf der anderen Seite befindet sich eine Bruchrille. Die Tabletten können in gleiche

Hälften geteilt werden.

Capozide forte Tabletten stehen in Blisterpackungen zu 30 Stück zur Verfügung.

Pharmazeutischer Unternehmer

Bristol-Myers Squibb GmbH, 1200 Wien

Hersteller

Bristol-Myers Squibb, S.r.l.

Contrada Fontana del Ceraso

03012 Anagni (FR)

Italien

Zulassungsnummer

1-18153

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Frankreich

Ecazide

Griechenland

Superace

Österreich

Capozide forte

Portugal

Lopiretic

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2019.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Capozide forte - Tabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Capozide forte

Jede Tablette enthält 50 mg Captopril und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Tablette enthält 70,20 mg Lactose-Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Tabletten

Capozide forte

Weiße bis gebrochen weiße, ovale, bikonvexe Tablette mit einer Bruchrille auf einer Seite und der

Prägung „C H“ auf der anderen Seite. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Capozide ist zur Behandlung der essentiellen Hypertonie angezeigt.

Diese fixe Kombination ist indiziert für Patienten, deren Blutdruck mit Captopril alleine oder mit

Hydrochlorothiazid alleine nicht ausreichend kontrolliert werden kann.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Patienten,

deren

Blutdruck

Captopril

alleine

oder

Hydrochlorothiazid

alleine

nicht

ausreichend kontrolliert werden kann, kann Capozide als Einzeldosis oder als auf zwei Gaben pro Tag

verteilte Dosis unabhängig von der Nahrungsaufnahme verabreicht werden.

Eine maximale Tagesdosis von 50 mg Captopril/25 mg Hydrochlorothiazid sollte nicht überschritten

werden. Falls die Hypertonie nicht zufriedenstellend reduziert werden kann, können zusätzliche

antihypertensive Arzneimittel verabreicht werden (siehe Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1).

Erwachsene

Die Verabreichung der fixen Kombination von Captopril und Hydrochlorothiazid wird üblicherweise

im Anschluss an eine stufenweise Dosiseinstellung der Einzelkomponenten empfohlen. Die übliche

Erhaltungsdosis beträgt 50 mg/25 mg einmal täglich morgens. Falls klinisch angezeigt, kann ein

direkter Wechsel von Monotherapie zu der fixen Kombination in Erwägung gezogen werden.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Kreatinin-Clearance zwischen 30 und 80 ml/min: die übliche Initialdosis beträgt 25 mg/12,5 mg

einmal täglich morgens. Die Kombination von Captopril und Hydrochlorothiazid ist bei Patienten mit

schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <30 ml/min) kontraindiziert.

Besondere Patientengruppen

Patienten

Salz-/Volumenmangel,

älteren

Patienten

Diabetikern

beträgt

übliche

Anfangsdosis 25 mg/12,5 mg einmal täglich.

Kinder und Jugendliche

Für Capozide gibt es keine Indikation für die Anwendung bei Kindern.

Art der Anwendung

Zur oralen Einnahme.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile oder einen anderen ACE-Hemmer oder andere Sulfonamid-Derivate.

Angioödeme in der Anamnese, assoziiert mit einer früheren ACE-Hemmer-Therapie.

Vererbte oder idiopathische Angioödeme.

Schwere Niereninsuffizienz (Kreatininclearance <30 mg/ml).

Schwere Leberinsuffizienz.

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitt 4.4 und 4.6).

Die gleichzeitige Anwendung von Capozide forte mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei

Patienten

Diabetes

mellitus

oder

eingeschränkter

Nierenfunktion

(GFR

< 60 ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

gleichzeitige

Anwendung

einer

Sacubitril/Valsartan-Therapie.

Behandlung

Capozide darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan begonnen

werden (siehe auch Abschnitte 4.4 und 4.5).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Captopril

Hypotonie

Hypotonie

wurde

unkomplizierten

Hypertonie-Patienten

vereinzelt

beobachtet.

Eine

symptomatische Hypotonie kann eher bei hypertensiven Patienten auftreten, bei denen infolge starker

Diuretikatherapie,

salzarmer

Ernährung,

Diarrhö,

Erbrechen

oder

Hämodialyse

Flüssigkeits-

und/oder

Salzmangel

vorliegt.

Verabreichung

eines

ACE-Hemmers

sollte

Flüssigkeits-

und/oder Salzmangel ausgeglichen und eine niedrigere Anfangsdosis in Erwägung gezogen werden.

Wie bei allen anderen Antihypertensiva kann eine zu starke Blutdrucksenkung bei Patienten mit

ischämischer kardiovaskulärer oder cerebrovaskulärer Erkrankung das Risiko eines Myokardinfarkts

oder Schlaganfalls erhöhen. Im Falle einer sich entwickelnden Hypotonie sollte der Patient in eine

liegende

Position

gebracht

werden.

Eine

Volumenauffüllung

intravenös

verabreichter

physiologischer Kochsalzlösung kann angezeigt sein.

Renovaskuläre Hypertonie

Bei Patienten mit beidseitiger Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei einer einzigen

funktionierenden Niere besteht bei Behandlung mit ACE-Hemmern ein erhöhtes Risiko für Hypotonie

und Niereninsuffizienz. Der Verlust der Nierenfunktion kann mit nur mäßigen Veränderungen des

Serum-Kreatinins

einhergehen.

diesen

Patienten

sollte

Therapie

unter

sorgfältiger

medizinischer

Überwachung

niedrigen

Dosen,

sorgfältiger

stufenweiser

Einstellung

Überwachung der Nierenfunktion begonnen werden.

Überempfindlichkeit/Angioödem

Angioneurotische Ödeme mit Beteiligung von Gesicht, Extremitäten, Lippen, Zunge, Glottis und/oder

Kehlkopf wurden unter ACE-Hemmern einschließlich Captopril berichtet. Sie können zu jedem

Zeitpunkt während der Therapie auftreten. In solchen Fällen ist Capozide sofort abzusetzen. Der

Patient ist sorgfältig zu überwachen, um eine vollständige Rückbildung der Symptome vor der

Entlassung aus der Klinik sicherzustellen. In Fällen, in denen die Schwellung auf Gesicht und Lippen

begrenzt war, bildete sich die Symptomatik meist ohne Behandlung wieder zurück. Antihistaminika

waren jedoch hilfreich bei der Linderung der Symptome.

Angioneurotische Ödeme mit Beteilung des Kehlkopfes können letal verlaufen. Sobald Zunge, Glottis

oder

Kehlkopf

betroffen

sind,

dass

eine

Atemwegsobstruktion

droht,

unverzüglich

eine

geeignete Therapie einzuleiten [z.B. subkutane Gabe von 0,3 ml-0,5 ml Adrenalin (1:1.000 verdünnt)]

und/oder es sind Maßnahmen zur Sicherung der Durchgängigkeit der Atemwege zu treffen.

Im Vergleich mit Patienten nicht-schwarzer Hautfarbe wurde bei Patienten schwarzer Hautfarbe eine

höhere Inzidenz von Angioödemen unter ACE-Hemmern berichtet.

Patienten mit anamnestisch bekanntem, nicht durch einen ACE-Hemmer ausgelöstem Angioödem

können besonders gefährdet sein, ein Angioödem zu entwickeln, wenn sie einen ACE-Hemmer

erhalten (siehe auch Abschnitt 4.3).

Eine gleichzeitige Gabe von ACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus,

Everolimus, Tensirolimus) und Vildagliptin kann zu einem erhöhten Risiko eines Angioödems führen

(z.B. Schwellung der Atemwege oder der Zunge mit oder ohne Atembeschwerden) (siehe Abschnitt

4.5). Vorsicht ist geboten, wenn die Behandlung mit Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus,

Everolimus, Tensirolimus) und Vildagliptin bei Patienten begonnen wird, die bereits einen ACE-

Hemmer einnehmen.

Selten wurden bei mit ACE-Hemmern behandelten Patienten intestinale Angioödeme beobachtet.

Diese Patienten zeigten Bauchbeschwerden (mit oder ohne Übelkeit und Erbrechen); in einigen Fällen

wurde kein vorhergehendes Angioödem im Gesicht beobachtet und die C-1 Esterase-Spiegel waren

normal. Das Angioödem wurde durch verschiedene Methoden einschließlich CT, Ultraschall oder

Operation des Bauchraumes diagnostiziert. Die Symptome sind nach Absetzen des ACE-Hemmers

abgeklungen. Daher sollte auch an ein intestinales Angioödem gedacht werden, wenn Patienten mit

Bauchbeschwerden vorsprechen (siehe Abschnitt 4.8).

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist wegen des erhöhten

Risikos eines Angioödems kontraindiziert. Eine Behandlung mit Sacubitril/Valsartan darf frühestens

36 Stunden nach der letzten Dosis Capozide begonnen werden. Eine Behandlung mit Capozide darf

frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan begonnen werden (siehe Abschnitte

4.3 und 4.5).

Husten

Verwendung

ACE-Hemmern

wurde

über

Husten

berichtet.

Husten

charakteristischerweise nicht produktiv, hartnäckig und verschwindet nach Absetzen der Therapie.

Eingeschränkte Leberfunktion

Selten wurde unter ACE-Hemmer-Behandlung ein Syndrom beobachtet, das mit cholestatischem

Ikterus beginnt, und bis zur plötzlichen hepatischen Nekrose mit (manchmal) letalem Ausgang

fortschreitet. Der Mechanismus dieses Syndroms ist unklar. Patienten, die unter einer ACE-Hemmer-

Therapie Ikterus oder deutliche Erhöhungen der Leberenzyme entwickeln, sollten den ACE-Hemmer

absetzen und entsprechend medizinisch überwacht werden.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

gibt

Belege

dafür,

dass

gleichzeitige

Anwendung

ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme

der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht.

Eine

duale

Blockade

RAAS

durch

gleichzeitige

Anwendung

ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte

4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur

unter

Aufsicht

eines

Spezialisten

unter

Durchführung

engmaschiger

Kontrollen

Nierenfunktion,

Elektrolytwerten

Blutdruck

erfolgen.

ACE-Hemmer

Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten

sollten

Patienten

diabetischer

Nephropathie

nicht

gleichzeitig

angewendet werden.

Hyperkaliämie

Einige Patienten, die mit ACE-Inhibitoren, darunter Captopril, behandelt wurden, wiesen erhöhte

Kaliumwerte im Plasma auf. ACE-Hemmer können eine Hyperkaliämie bewirken, da sie die

Freisetzung von Aldosteron verhindern. Die Wirkung ist im Allgemeinen bei Patienten mit normaler

Nierenfunktion nicht bedeutsam. Patienten, bei denen ein Risiko für die Entwicklung einer

Hyperkaliämie besteht, sind z.B. Patienten mit Nierenfunktionsstörungen, mit Diabetes mellitus,

Hypaldosteronismus und/oder Patienten, die gleichzeitig kaliumsparende Diuretika, Kalium-

Ersatzpräparate oder kaliumhaltige Salzersatzstoffe einnehmen, oder solche Patienten, die andere

Wirkstoffe einnehmen, die zu Serum-Kalium-Erhöhungen führen können (z.B. Heparin, Co-

Trimoxazol, auch bekannt als Trimethoprim/Sulfamethoxazol) und Patienten, die insbesondere

Aldosteron-Antagonisten oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker einnehmen. Falls eine gleichzeitige

Anwendung der oben genannten Substanzen für nötig gehalten wird, ist eine regelmäßige

Überwachung des Serum-Kaliums und der Nierenfunktion zu empfehlen (siehe Abschnitt 4.5).

Aorten- und Mitralklappenstenose/obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie/Kardiogener Schock

ACE-Hemmer sollten bei Patienten mit einer Behinderung der linksventrikulären Klappe und des

Ausflusstraktes

Vorsicht

Fällen

kardiogenem

Schock

hämodynamisch

signifikanter Behinderung nicht angewendet werden.

Neutropenie/Agranulozytose

Neutropenie/Agranulozytose, Thrombozytopenie und Anämie wurden bei Patienten berichtet, die mit

ACE-Hemmern,

einschließlich

Captopril,

behandelt

wurden.

Patienten

normaler

Nierenfunktion und ohne andere erschwerende Faktoren tritt Neutropenie selten auf. Captopril sollte

größter

Vorsicht

angewendet

werden

Patienten

Kollagenose-assoziierten

vaskulären

Erkrankungen, bei Patienten, die mit Immunsuppressiva, Allopurinol oder Procainamid behandelt

werden,

oder

einer

Kombination

dieser

erschwerenden

Faktoren,

insbesondere

bereits

vorliegender

eingeschränkter

Nierenfunktion.

Einige

dieser

Patienten

entwickelten

schwere

Infektionen, die in einigen Fällen auf eine intensive Antibiotika-Therapie nicht ansprachen.

Bei Anwendung von Captopril bei diesen Patienten ist es ratsam, das weiße Blutbild und das

Differentialblutbild vor der Therapie, alle 2 Wochen während der ersten 3 Therapiemonate, und

danach in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren. Während der Behandlung sollten alle Patienten

angewiesen

werden,

Arzt

über

jedes

Anzeichen

einer

Infektion

informieren

(z.B.

Halsschmerzen, Fieber), in diesem Fall sollte ein Differentialblutbild der weißen Blutkörperchen

erstellt werden. Wenn eine Neutropenie (weniger als 1000/mm

Neutrophile) entdeckt wird oder der

Verdacht darauf besteht, sollten Captopril und andere gleichzeitig eingenommene Arzneimittel (siehe

Abschnitt 4.5) abgesetzt werden.

Bei den meisten Patienten kehrt die Zahl der Neutrophilen nach Absetzen von Captopril schnell zu

normalen Werten zurück.

Proteinurie

Proteinurie kann insbesondere bei Patienten mit bereits bestehender eingeschränkter Nierenfunktion

oder bei relativ hohen Dosen von ACE-Hemmern auftreten.

Bei ca. 0,7% der Patienten, die Captopril erhielten, wurde eine Gesamt-Proteinmenge im Urin von

mehr als 1 g pro Tag gesehen. Bei einem Großteil der Patienten bestand vorher eine Nierenerkrankung

oder die verabreichten Captopril-Dosen waren relativ hoch (mehr als 150 mg/Tag) oder beides. Ein

nephrotisches Syndrom trat bei ca. einem Fünftel der Patienten mit Proteinurie auf. In den meisten

Fällen ließ die Proteinurie innerhalb von 6 Wochen nach oder verschwand ganz, unabhängig davon, ob

Captopril weiter eingenommen wurde oder nicht. Nierenfunktionsparameter wie BUN und Kreatinin

waren bei Patienten mit Proteinurie selten verändert.

Bei Patienten mit bestehender Nierenerkrankung sollte vor Beginn der Behandlung und danach in

regelmäßigen Abständen eine Bestimmung des Proteingehalts im Urin durchgeführt werden (Test-

streifen im ersten Morgenurin).

Anaphylaktoide Reaktionen während Desensibilisierung

Während

Behandlung

einem

anderen

ACE-Hemmer

wurde

selten

über

anhaltende

lebensbedrohliche anaphylaktoide Reaktionen bei Patienten während einer Desensibilisierungstherapie

mit Hymenopterengift berichtet. Bei den gleichen Patienten wurden diese Reaktionen vermieden,

wenn der ACE-Hemmer vorübergehend abgesetzt wurde, traten aber bei unbeabsichtigter nochmaliger

Exposition wieder auf. Daher ist bei Patienten, die solche Desensibilisierungstherapien erhalten und

mit ACE-Hemmern behandelt werden, Vorsicht geboten.

Anaphylaktoide Reaktionen auf High-Flux-Dialyse-/Lipoprotein-Apherese-Membranen

Bei Patienten, die sich einer Hämodialyse mit High-Flux-Dialysemembranen oder einer Low-Density

Lipoprotein-Apherese

Dextransulfat-Adsorption

unterzogen,

wurde

über

anaphylaktoide

Reaktionen berichtet. Bei diesen Patienten sollte die Verwendung einer anderen Dialysemembran oder

einer anderen Arzneimittelklasse in Erwägung gezogen werden.

Operationen/Anästhesie

Während größerer Operationen oder während einer Behandlung mit Anästhetika, die bekanntermaßen

den Blutdruck senken, kann es bei Patienten zu einer Hypotonie kommen. Wenn eine Hypotonie

auftritt, kann diese durch Volumenexpansion ausgeglichen werden.

Diabetiker

Bei Diabetikern, die in der Vergangenheit mit oralen Antidiabetika oder Insulin behandelt wurden,

sollten

Blutzuckerwerte

genau

überwacht

werden,

insbesondere

während

ersten

Behandlungsmonats mit einem ACE-Hemmer.

auch

andere

Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer,

senkt

Captopril

Blutdruck

Menschen mit schwarzer Hautfarbe weniger effektiv als bei Menschen mit nicht schwarzer Hautfarbe.

Dies könnte auf ein häufigeres Vorkommen eines Niedrig-Renin-Status in der schwarzen Bevölkerung

mit Bluthochdruck zurückzuführen sein.

Hydrochlorothiazid

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit einer Nierenerkrankung können Thiazide eine Azotämie auslösen. Bei Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion können kumulative Effekte des Arzneimittels entstehen. Bei einem

Fortschreiten der Niereninsuffizienz, charakterisiert durch ein Ansteigen des Gesamtstickstoffgehalts

des Blutes ohne Eiweißstickstoff muss kritisch über ein Weiterführen der Behandlung entschieden

werden. Ein Absetzen der Diuretikatherapie sollte in Erwägung gezogen werden (siehe Abschnitt 4.3).

Eingeschränkte Leberfunktion

Thiazide

sollten

Patienten

eingeschränkter

Leberfunktion

oder

fortschreitender

Lebererkrankung mit Vorsicht angewendet werden, da geringfügige Veränderungen im Flüssigkeits-

und Elektrolythaushalt ein hepatisches Koma auslösen können (siehe Abschnitt 4.3).

Metabolische und endokrine Effekte

Thiazidtherapie kann die Glucosetoleranz beeinträchtigen. Bei Diabetikern ist möglicherweise eine

Dosisanpassung von Insulin oder oralen blutzuckersenkenden Substanzen erforderlich. Ein latenter

Diabetes mellitus kann während der Thiazidtherapie manifest werden.

Ein Anstieg der Cholesterin- und Triglyceridspiegel wurde mit der Thiaziddiuretika-Therapie in

Zusammenhang gebracht. Bei bestimmten Patienten kann unter Thiazidtherapie eine Hyperurikämie

auftreten oder ein Gichtanfall ausgelöst werden.

Störungen im Elektrolythaushalt

Wie bei jedem Patienten unter Diuretikatherapie sollte regelmäßig in angemessenen Abständen eine

Bestimmung der Serumelektrolyte durchgeführt werden.

Thiazide,

einschließlich

Hydrochlorothiazid,

können

Störungen

Flüssigkeits-

oder

Elektrolythaushalt

(Hypokaliämie,

Hyponatriämie

hypochlorämische

Alkalose)

verursachen.

Warnhinweise für Störungen im Flüssigkeits- oder Elektrolythaushalt sind Mundtrockenheit, Durst,

Schwäche,

Lethargie,

Schläfrigkeit,

Unruhe,

Muskelschmerzen

oder

-krämpfe,

Muskelschwäche,

Hypotonie, Oligurie, Tachykardie und Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder Erbrechen. Zwar

kann bei Anwendung von Thiaziddiuretika eine Hypokaliämie auftreten, jedoch kann die gleichzeitige

Therapie

Captopril

eine

Diuretika-induzierte

Hypokaliämie

verringern.

Risiko

einer

Hypokaliämie ist am größten bei Patienten mit Leberzirrhose, bei Patienten mit gesteigerter Diurese,

bei Patienten ohne ausreichende orale Elektrolytaufnahme und bei Patienten unter gleichzeitiger

Therapie mit Corticosteroiden oder ACTH (siehe Abschnitt 4.5).

Dilutions-Hyponatriämie

kann

ödematösen

Patienten

heißem

Wetter

auftreten.

Chloridmangel ist im Allgemeinen mild und nicht behandlungsbedürftig.

Thiazide können die Kalziumausscheidung im Urin verringern und eine vorübergehende und leichte

Erhöhung des Serumkalziums ohne bekannte Störungen des Kalziumstoffwechsels verursachen. Eine

deutliche Hyperkalzämie kann ein Anzeichen für einen versteckten Hyperparathyreoidismus sein.

Thiazide sollten vor einer Untersuchung der Nebenschilddrüsenfunktion abgesetzt werden.

Es hat sich gezeigt, dass Thiazide die Magnesiumausscheidung im Urin erhöhen. Dies kann zu einer

Hypomagnesiämie führen.

Doping-Test

Das in diesem Arzneimittel enthaltene Hydrochlorothiazid könnte ein positives Analysenergebnis in

einem Doping-Test hervorrufen.

Sonstige

Überempfindlichkeitsreaktionen können bei Patienten mit oder ohne Allergien oder Bronchialasthma

in der Anamnese auftreten. Eine mögliche Verstärkung oder Aktivierung eines systemischen Lupus

erythematodes wurde berichtet.

Akute Myopie und sekundäres akutes Winkelblockglaukom

Sulfonamide und Sulfonamid-Derivate können eine idiosynkratische Reaktion auslösen, die zu

transienter Myopie und zu einem akuten Winkelblockglaukom führen kann. Für das Sulfonamid

Hydrochlorothiazid wurden bisher nur vereinzelt Fälle ohne gesicherten Kausalzusammenhang von

akutem Winkelblockglaukom berichtet. Symptome beinhalten eine akut einsetzende Verringerung der

Sehschärfe oder Augenschmerzen und treten typerischweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach

Therapiebeginn auf. Ein unbehandeltes akutes Winkelblockglaukom kann zu permanentem Sehverlust

führen. Als Erstmaßnahme ist die Arzneimitteleinnahme so schnell als möglich zu beenden. Sofortige

medizinische oder chirurgische Behandlung sollte in Erwägung gezogen werden, wenn der

Augeninnendruck unkontrolliert bleibt. Eine Allergie gegenüber Sulfonamiden oder Penicillin zählt zu

den Risikofakoren, ein akutes Winkelblockglaukom zu entwickeln.

Nicht-melanozytärer Hautkrebs

In zwei epidedmiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen Krebsregisters wurde

ein erhöhtes Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC) [Basalzellkarzinom (BCC) und

Plattenepithelkarzinom (SCC)] mit steigender kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid beobachtet.

photosensibilisierenden

Eigenschaften

Hydrochlorothiazid

stellen

möglicherweise

einen

Mechanismus für die Entstehung von NMSC dar.

Patienten, die Hydrochlorothiazid einnehmen, sollten über das NMSC-Risiko informiert werden, und

es sollte ihnen geraten werden, ihre Haut regelmäßig auf neue Läsionen zu prüfen und unverzüglich

alle verdächtigen Hautveränderungen zu melden. Den Patienten sollten mögliche vorbeugende

Maßnahmen empfohlen werden, um das Risiko von Hautkrebs zu minimieren; z.B. Einschränkung der

Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV-Strahlung oder im Fall einer Exposition Verwendung eines

angemessenen Sonnenschutzes. Verdächtige Hautveränderungen sollten unverzüglich untersucht

werden, ggf. einschließlich histologischer Untersuchungenvon Biopsien. Bei Patienten, bei denen

bereits ein NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwendung von Hydrochlorothiazid überdacht werden

(siehe auch Abschnitt 4.8.).

Captopril/Hydrochlorothiazid-Kombination

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit ACE-Hemmern sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden.

Patientinnen

Schwangerschaftswunsch

sollte

eine

Umstellung

eine

alternative

blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei

denn, eine Fortführung der Behandlung mit ACE-Hemmern ist zwingend erforderlich. Wird eine

Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu beenden und,

wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe Abschnitt 4.3 und 4.6).

Risiko einer Hypokaliämie

Die Kombination eines ACE-Hemmers mit einem Thiazid-Diuretikum schließt das Auftreten einer

Hypokaliämie nicht aus. Die Kaliumspiegel sollten regelmäßig überwacht werden.

Kombination mit Lithium

Die Anwendung von Captopril/Hydrochlorothiazid in Verbindung mit Lithium wird aufgrund einer

Potenzierung der Lithium-Toxizität nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Lactose

Patienten mit der seltenen heriditären Galactose-Intoleranz, Lapp-Lactase-Mangel oder Glucose-

Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Captopril

Kaliumsparende Diuretika, Kalium-Ergänzungsmittel oder kaliumhaltige Salzersatzmittel

ACE-Hemmer vermindern den durch Diuretika induzierten Kaliumverlust. Kaliumsparende Diuretika

(z.B. Spironolacton, Triamteren oder Amilorid), Kaliumsubstitutionspräparate oder kaliumhaltige

Salzersatzstoffe können zu signifikanten Erhöhungen des Serum-Kaliumspiegels führen. Wenn die

gleichzeitige Anwendung aufgrund einer nachgewiesenen Hypokaliämie angezeigt ist, sollten sie mit

Vorsicht und unter häufiger Kontrolle des Serum-Kaliumspiegels angewendet werden. Vorsicht ist

auch geboten, wenn Capozide zusammen mit anderen Mitteln gegeben wird, die das Serumkalium

erhöhen, wie Trimethoprim und Cotrimoxazol (Trimethoprim, Sulfamethoxazol), weil Trimethoprim

bekanntermaßen

kaliumsparendes

Diuretikum

Amiloprid

wirkt.

Deshalb

wird

Kombination

Capozide

vorgenannten

Arzneimitteln

nicht

empfohlen.

Wenn

gleichzeitige Anwendung angezeigt ist, muß sie mit Vorsicht und unter regelmäßiger Kontrolle des

Serumkaliums erfolgen (siehe Abschnitt 4.4).

Diuretika (Thiazid- oder Schleifendiuretika)

Zu Beginn der Captopril-Therapie kann eine vorhergehende Behandlung mit hoch dosierten Diuretika

einem

Volumenmangel

führen

eine

Hypotonie

begünstigen

(siehe

Abschnitt

4.4).

hypotensiven Wirkungen können reduziert werden, indem die Diuretika-Behandlung beendet wird, die

Volumen- oder Salzzufuhr erhöht werden oder die Behandlung mit einer niedrigen Captopril-Dosis

initiiert wird. Jedoch wurden in spezifischen Studien keine klinisch relevanten Wechselwirkungen mit

Hydrochlorothiazid und Furosemid festgestellt.

Andere Antihypertensiva

Die Sicherheit von Captopril bei der Verabreichung zusammen mit anderen häufig verwendeten

Antihypertensiva (z.B. Betablocker und Calciumkanalblocker mit Langzeitwirkung) wurde gezeigt.

Die gleichzeitige Anwendung dieser Substanzen kann die blutdrucksenkende Wirkung von Captopril

verstärken.

Bei Behandlung mit Nitroglycerin und anderen Nitraten oder anderen Vasodilatatoren ist Vorsicht

geboten.

Alpha-Blocker

gleichzeitige

Anwendung

Alpha-Blockern

kann

blutdrucksenkende

Wirkung

Captopril verstärken und das Risiko einer orthostatischen Hypotonie erhöhen.

Behandlung des akuten Myokardinfarkts

Patienten

Myokardinfarkt

kann

Captopril

gleichzeitig

Acetylsalicylsäure

kardiologischen Dosierungen), Thrombolytika, Betablockern und/oder Nitraten angewendet werden.

Trizyklische Antidepressiva/Antipsychotika

ACE-Hemmer können die blutdrucksenkende Wirkung von bestimmten trizyklischen Antidepressiva

und Antipsychotika verstärken (siehe Abschnitt 4.4). Eine orthostatische Hypotonie kann auftreten.

Allopurinol, Procainamid, Zytostatika oder Immunsuppressiva

Die gleichzeitige Verabreichung mit ACE-Hemmern kann das Risiko einer Leukopenie erhöhen, vor

allem falls die zuletzt Genannten in höheren Dosierungen angewendet werden, als zurzeit empfohlen.

Sympathomimetika

Diese können die blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern vermindern; die Patienten sollten

sorgfältig überwacht werden.

Antidiabetika

Pharmakologische

Studien

haben

gezeigt,

dass

ACE-Hemmer,

einschließlich

Captopril,

Diabetikern

blutzuckersenkende

Wirkung

Insulin

oralen

Antidiabetika,

z.B.

Sulfonylharnstoff, verstärken können. Sollte diese sehr seltene Wechselwirkung auftreten, kann es

erforderlich

sein,

Antidiabetika-Dosis

während

einer

gleichzeitigen

Behandlung

ACE-

Hemmern zu reduzieren.

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen auf RAAS

wirkenden

Substanz

einer

höheren

Rate

unerwünschten

Ereignissen

Hypotonie,

Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens)

einher geht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Arzneimittel, die das Risiko eines Angioödems erhöhen

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist wegen des erhöhten

Risikos eines Angioödems kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Eine

gleichzeitige

Anwendung

ACE-Hemmern

Racecadotril,

mTOR-Inhibitoren

(z.B.

Sirolimus,

Everolimus,

Temsirolimus)

Vildagliptin

kann

einem

erhöhten

Risiko

eines

Angioödems führen (siehe Abschnitt 4.4).

Ciclosporin

gleichzeitiger

Anwendung

ACE-Hemmern

Ciclosporin

kann

eine

Hyperkaliämie

auftreten. Es wird empfohlen, das Serumkalium zu überwachen.

Heparin

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Heparin kann eine Hyperkaliämie auftreten.

Es wird empfohlen, das Serumkalium zu überwachen.

Hydrochlorothiazid

Amphotericin

B

(parenteral),

Carbenoxolon,

Corticosteroide,

Corticotropin

(ACTH)

oder

stimulierende Laxanzien

Hydrochlorothiazid

kann

Störungen

Elektrolythaushalt,

insbesondere

eine

Hypokaliämie,

verstärken.

Kalziumsalze

Erhöhte Kalziumspiegel im Serum infolge einer verringerten Ausscheidung können bei gleichzeitiger

Gabe von Thiaziddiuretika auftreten.

Herzglykoside

erhöhtes Risiko einer Digitalis-Toxizität in Verbindung mit Thiazid-induzierter Hypokaliämie.

Colestyraminharz und Colestipol

Diese

können

Resorption

Hydrochlorothiazid

verzögern

oder

verringern.

Sulfonamid-

Diuretika sollten mindestens eine Stunde vor oder vier bis sechs Stunden nach diesen Arzneimitteln

eingenommen werden.

Nicht-depolarisierende Muskelrelaxanzien (z.B. Tubocurarinchlorid)

Die Wirkung dieser Substanzen kann durch Hydrochlorothiazid verstärkt werden.

Substanzen, die mit “Torsades de Pointes” in Verbindung gebracht werden

Wegen des Risikos einer Hypokaliämie ist Vorsicht geboten, wenn Captopril/Hydrochorothiazid

zusammen mit Substanzen angewendet wird, die mit “Torsades de Pointes” in Verbindung gebracht

werden, wie z.B. einige Antiarrhythmika, einige Antipsychotika und andere Substanzen, von denen

bekannt ist, dass sie “Torsades de Pointes” auslösen.

Carbamazepin

Die gleichzeitige Anwendung von Carbamazepin und Hydrochlorothiazid wurde mit dem Risiko einer

symptomatischen

Hyponatriämie

Zusammenhang

gebracht.

Elektrolyte

sollten

daher

gleichzeitiger Anwendung überwacht werden. Wenn möglich, sollte ein Diuretikum aus einer anderen

Klasse benutzt werden.

Captopril/Hydrochorothiazid Kombination

Lithium

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Lithium mit ACE-Hemmern wurde über reversible Erhöhungen

Serum-Lithium-Konzentration

Toxizität

berichtet.

gleichzeitige

Verabreichung

Thiazid-Diuretika kann das Risiko einer Lithium-Toxizität erhöhen und das bereits erhöhte Risiko

einer Lithium-Toxizität von ACE-Hemmern steigern. Daher ist eine Kombination aus Captopril und

Hydrochlorothiazid mit Lithium nicht angezeigt. Sollte sich diese Kombination dennoch als notwendig

erweisen, müssen die Serum-Lithium-Spiegel engmaschig überwacht werden.

Nicht-steroidale antiinflammatorisch wirksame Arzneimittel

Es wurde beschrieben, dass nicht-steroidale antiinflammatorisch wirksame Arzneimittel (NSAIDs)

und ACE-Hemmer einen additiven Effekt auf die Erhöhung der Serum-Kalium-Spiegel haben können,

während die Nierenfunktion vermindert werden kann. Prinzipiell sind diese Wirkungen reversibel.

Vereinzelt kann ein akutes Nierenversagen auftreten, vor allem bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion wie z.B. ältere oder dehydrierte Patienten. Lang andauernde Verabreichung von

NSAIDs kann die blutdrucksenkende Wirkung eines ACE-Hemmers reduzieren. Die Verabreichung

von NSAIDs kann die diuretische, natriuretische und blutdrucksenkende Wirkung von Thiazid-

Diuretika reduzieren.

Klinische Chemie

Captopril kann einen falsch-positiven Urintest auf Aceton bewirken. Hydrochlorothiazid kann das

diagnostische

Ergebnis

Bentiromid-Tests

verfälschen.

Thiazide

können

PBI-Spiegel

(proteingebundenes

Jod)

verringern,

ohne

dass

Anzeichen

für

eine

Störung

Schilddrüsenfunktion vorliegt.

4.6

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft:

ACE-Hemmer:

Die Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Trimesters wird nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.4). Die Anwendung von ACE-Hemmern ist kontraindiziert während des zweiten und

dritten Trimesters einer Schwangerschaft (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach

Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfügig

erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Sofern ein Fortsetzen der Therapie mit

ACE-Hemmern nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu

werden,

eine

alternative

antihypertensive

Therapie

geeignetem

Sicherheitsprofil

für

Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit

ACE-Hemmern

unverzüglich

beenden

und,

wenn

erforderlich,

eine

alternative

Therapie

beginnen.

bekannt,

dass

eine

Therapie

ACE-Hemmern

während

zweiten

dritten

Schwangerschaftstrimesters

fetotoxische

Effekte

(verminderte

Nierenfunktion,

Oligohydramnion,

verzögerte

Schädelossifikation)

neonatal-toxische

Effekte

(Nierenversagen,

Hypotonie,

Hyperkaliämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3). Im Falle einer Exposition mit ACE-Hemmern ab dem

zweiten Schwangerschaftstrimester werden Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des

Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf Hypotonie

untersucht werden (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.4).

Hydrochlorothiazid: Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid

in der Schwangerschaft vor, insbesondere während des ersten Trimesters. Ergebnisse aus Tierstudien

sind unzureichend.

Hydrochlorothiazid ist plazentagängig. Auf Grund des pharmakologischen Wirkmechanismus von

Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des zweiten und dritten Trimesters zu einer

Störung der feto-plazentaren Perfusion und zu fetalen und neonatalen Auswirkungen wie Ikterus,

Störung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien kommen.

Auf Grund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren Hypoperfusion, ohne

Krankheitsverlauf

günstig

beeinflussen,

sollte

Hydrochlorothiazid

Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie oder einer Präeklampsie nicht zur Anwendung

kommen.

Bei essentieller Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in den seltenen Fällen,

in denen keine andere Behandlung möglich ist, angewandt werden.

Stillzeit

Captopril: Einige wenige pharmakokinetische Daten zeigen, dass sehr geringe Konzentrationen von

Capozide in der Muttermilch erreicht werden (siehe Abschnitt 5.2). Auch wenn diese Konzentrationen

als klinisch nicht relevant erscheinen, wird die Anwendung von Capozide während des Stillens von

Frühgeborenen sowie in den ersten Wochen nach der Entbindung nicht empfohlen, da ein mögliches

Risiko von kardiovaskulären und renalen Effekten beim Säugling besteht und für eine Anwendung in

der Stillzeit keine ausreichende klinische Erfahrung vorliegt.

Wenn Säuglinge älter sind, kann die Anwendung von Capozide bei stillenden Müttern erwogen

werden, wenn die Behandlung für die Mutter als notwendig erachtet wird und der Säugling sorgfältig

überwacht wird.

Hydrochlorothiazid: Beim Menschen geht Hydrochlorothiazid in geringen Mengen in die Muttermilch

über. Thiazid-Diuretika, angewandt in hohen Dosen zur intensiven Diurese, können die Laktation

hemmen. Die Anwendung von Capozide während des Stillens wird nicht empfohlen. Falls Capozide

während der Stillzeit angewendet wird, sollte die Dosis so niedrig wie möglich gehalten werden.

4.7

Auswirkungen

auf

die

Verkehrstüchtigkeit

und

die

Fähigkeit

zum

Bedienen

von

Maschinen

Wie bei anderen Antihypertensiva können die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen beeinträchtigt sein, z.B. bei Beginn der Behandlung oder Änderung der Dosis, und

auch

Verbindung

Alkohol,

wobei

diese

Wirkungen

individuellen

Anfälligkeit

abhängen.

4.8

Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥1/10), Häufig (≥1/100 bis <1/10), Gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100), Selten (≥1/10.000

bis <1/1.000), Sehr selten (<1/10.000), Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren

Daten nicht abschätzbar).

Captopril

Unerwünschte Wirkungen, die bei Captopril und/oder einer ACE-Hemmer-Therapie berichtet wurden,

sind:

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr

selten:

Neutropenie/Agranulozytose

(siehe

Abschnitt

4.4),

Panzytopenie

insbesondere

Patienten mit Nierenfunktionsstörung (siehe Abschnitt 4.4), Anämie (einschließlich aplastischer und

hämolytischer),

Thrombozytopenie,

Lymphadenopathie,

Eosinophilie,

Autoimmunerkrankungen

und/oder positive ANA-Titer.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Anorexie.

Sehr selten: Hyperkaliämie, Hypoglykämie (siehe Abschnitt 4.4).

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig: Schlafstörungen.

Sehr selten: Verwirrung, Depression.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Geschmacksstörung, Schwindel.

Gelegentlich: Kopfschmerzen, Parästhesie.

Selten: Benommenheit.

Sehr selten: Cerebrovaskuläre Ereignisse, einschließlich Schlaganfall, cerebrovaskuläre Insuffizienz

und Synkope.

Augenerkrankungen

Sehr selten: Verschwommenes Sehen.

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Tachykardie oder Tachyarrhythmie, Angina pectoris, Palpitationen.

Sehr selten: Herzstillstand, kardiogener Schock.

Gefässerkrankungen

Gelegentlich: Hypotonie (siehe Abschnitt 4.4), Raynaud Syndrom, Gesichtsrötung, Blässe.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: Trockener, irritierender (nicht produktiver) Husten (siehe Abschnitt 4.4) und Dyspnoe.

Sehr selten: Bronchospasmus, Rhinitis, allergische Alveolitis/eosinophile Pneumonie.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig:

Übelkeit,

Erbrechen,

Magenverstimmung,

Bauchschmerzen,

Diarrhöe,

Verstopfung,

Mundtrockenheit, peptisches Ulkus.

Selten: Stomatitis/Ulzerationen mit Aphthen, intestinale Angioödeme (siehe Abschnitt 4.4).

Sehr selten: Glossitis, Pankreatitis.

Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr selten: Beeinträchtigung der Leberfunktion und Cholestase (einschließlich Gelbsucht), Hepatitis

einschließlich Nekrose, erhöhte Leberenzyme und Bilirubin-Werte.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Pruritus, Ausschlag, Alopezie.

Gelegentlich: Angioödeme (siehe Abschnitt 4.4).

Sehr

selten:

Urtikaria,

Stevens-Johnson-Syndrom,

Erythema

multiforme,

Photosensibilität,

pemphigoide Reaktionen, Erythrodermie und exfoliative Dermatitis.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Sehr selten: Myalgie, Arthralgie.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Selten:

Nierenfunktionsstörungen

einschließlich

Nierenversagen,

Polyurie,

Oligurie,

erhöhte

Häufigkeit des Wasserlassens.

Sehr selten: Nephrotisches Syndrom.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Sehr selten: Impotenz, Gynäkomastie.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich: Brustschmerzen, Erschöpfung, Unwohlsein.

Sehr selten: Fieber.

Untersuchungen

Sehr selten: Proteinurie, Eosinophilie, Erhöhung der Serum-Kaliumkonzentration, Abfall der Serum-

Natriumkonzentration, Erhöhung von BUN, Serumkreatinin und Serum-Bilirubin, Erniedrigung von

Hämoglobin,

Hämatokrit,

Leukozyten,

Thrombozyten,

positive

ANA-Titer,

erhöhte

Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit.

Hydrochlorothiazid

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Speicheldrüsenentzündung

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)

Nicht-melanozytärer Hautkrebs (Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom), Häufigkeit nicht

bekannt. Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen Studien wurde ein

kumulativer dosisabhängiger Zusammenhang zwischen Hydrochlorothiazid und NMSC festgestellt

(siehe auch Abschnitt 4.4 und 5.1).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:

Leukopenie,

Neutropenie/Agranulozytose,

Thrombozytopenie,

aplastische

Anämie,

hämolytische

Anämie, Knochenmarksdepression.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Anorexie,

Hyperglykämie,

Glykosurie,

Hyperurikämie,

Elektrolytstörungen

(einschließlich

Hyponatriämie und Hypokaliämie), Anstieg von Cholesterin und Triglyceriden.

Psychiatrische Erkrankungen

Unruhe, Depression, Schlafstörungen.

Erkrankungen des Nervensystems

Appetitlosigkeit, Parästhesie, Benommenheit

Augenerkrankungen

Xanthopsie,

vorübergehendes

verschwommenes

Sehen,

akute

Myopie

sekundäres

akutes

Winkelblockglaukom.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Schwindel.

Herzerkrankungen

Orthostatische Hypotonie, Herzrhythmusstörungen.

Gefässerkrankungen

Nekrotisierende Angiitis (Vaskulitis, kutane Vaskulitis).

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Dyspnoe (einschließlich Pneumonitis und Lungenödem).

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Magenverstimmung, Diarrhöe, Verstopfung, Pankreatitis.

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelbsucht (intrahepatischer cholestatischer Ikterus).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Photosensitivitätsreaktionen,

Hautausschlag,

kutane

Lupus

erythematodes-artige

Reaktionen,

Reaktivierung eines kutanen Lupus erythematodes, Urtikaria, anaphylaktische Reaktionen, toxische

epidermale Nekrolyse.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Muskelkrämpfe.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Nierenfunktionsstörungen, interstitielle Nephritis.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Fieber, Schwäche.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über

das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Symptome

einer

Überdosierung

sind

erhöhte

Diurese,

Elektrolytstörungen,

schwere

Hypotonie,

Bewusstseinsverminderung (einschließlich Koma), Konvulsionen, Parese, Herzrhythmusstörungen,

Bradykardie und Nierenversagen.

Wenn die Einnahme erst kurze Zeit zurückliegt, sollten Maßnahmen zur Resorptionsverhinderung

(z.B. Magenspülung, Verabreichung von adsorbierenden Substanzen und Natriumsulfat innerhalb von

30 Minuten nach Einnahme) und Beschleunigung der Elimination eingeleitet werden. Bei Auftreten

einer Hypotonie sollte der Patient in Schocklage gelagert werden und schnell eine Natriumchlorid-

Volumensubstitution

erhalten.

Eine

Behandlung

Angiotensin-II

kann

erwogen

werden.

Bradykardie oder ausgeprägte vagale Reaktionen sollten durch Verabreichung von Atropin behandelt

werden. Eine Schrittmachertherapie kann in Erwägung gezogen werden.

Eine

konstante

Überwachung

Wasser-,

Elektrolyt-

Säure-Basen-Haushaltes

Blutzuckers ist essentiell. Im Falle einer Hypokaliämie ist eine Kalium-Substitution notwendig.

Captopril kann durch Hämodialyse aus dem Blutkreislauf entfernt werden. Es ist nicht bekannt, in

welchem Maße Hydrochlorothiazid durch Hämodialyse entfernt werden kann.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Captopril und Diuretika

ATC-Code: C09BA01

Capozide ist eine Kombination aus einem ACE-Hemmer, Captopril, und einem antihypertensiven

Diuretikum,

Hydrochlorothiazid.

Kombination

dieser

Substanzen

eine

additive

antihypertensive Wirkung und senkt den Blutdruck stärker als eine der beiden Komponenten allein.

Captopril ist ein Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer, d.h. es hemmt ACE, das Enzym, das an

Umwandlung

Angiotensin

Angiotensin

beteiligt

ist.

Angiotensin

Vasokonstriktor, der auch die Nebenniere zur Sekretion von Aldosteron stimuliert.

Diese Hemmung führt zu:

einer Verringerung der Aldosteron-Sekretion,

einer Erhöhung der Plasma-Renin-Aktivität, da Aldosteron keine negative Rückkoppelung

mehr ausübt,

einer Verringerung des peripheren arteriellen Widerstands (vornehmlich mit Wirkung auf die

Muskeln

Nieren),

nicht

einhergeht

Wasser-

Natriumretention

oder

Reflextachykardie bei lang andauernder Behandlung. Captopril wirkt auch antihypertensiv bei

Personen mit niedriger und normaler Renin-Konzentration.

Captopril ist in allen Stadien der Hypertonie, d.h. bei milder, mäßiger oder schwerer Hypertonie,

wirksam. Eine Senkung des systolischen und diastolischen Blutdrucks im Liegen und Stehen wird

beobachtet.

Nach Verabreichung einer Einzeldosis tritt die antihypertensive Wirkung fünfzehn Minuten nach

Einnahme ein und erreicht ein Maximum zwischen 1 und 1,5 Stunden nach Verabreichung des

Arzneimittels. Die Wirkdauer ist dosisabhängig und variiert zwischen 6 und 12 Stunden.

Der Blutdruck normalisiert sich (diastolischer Blutdruck im Sitzen <90 mmHg) innerhalb von zwei

Wochen bis einem Monat nach Beginn der Behandlung und die Wirkung des Arzneimittels hält über

die Dauer der Behandlung an. Als Ansprechen auf die Behandlung gilt auch eine Senkung des

diastolischen Blutdrucks im Sitzen um 10% oder mehr gegenüber dem Ausgangswert.

Bei Absetzen der Behandlung tritt kein Rebound-Bluthochdruck auf.

Die Behandlung des Bluthochdrucks mit Captopril führt zu einer erhöhten arteriellen Compliance,

einer Zunahme des renalen Blutflusses ohne signifikante Reduktion der glomerulären Filtrationsrate,

und zu einer Abnahme der linksventrikulären Hypertrophie.

Hydrochlorothiazid ist ein Thiaziddiuretikum, dessen Wirkung auf der Hemmung der Reabsorption

von Natrium im frühdistalen Nierentubulus beruht. Es erhöht die Ausscheidung von Natrium und

Chlorid im Urin und, in geringerem Maße, die Ausscheidung von Kalium und Magnesium. Dadurch

wird das Harnvolumen erhöht und eine antihypertensive Wirkung erzielt.

Die diuretische Wirkung setzt nach ca. 2 Stunden ein, sie erreicht nach 4 Stunden ihr Maximum und

hält über 6 bis 12 Stunden an. Oberhalb einer bestimmten Dosis bleibt die therapeutische Wirkung

gleich, während die Nebenwirkungen weiterhin zunehmen. Wenn die Behandlung keine Wirkung

zeigt, ist es nicht sinnvoll, die Dosis über die empfohlene Dosis hinaus anzuheben; oft führt dies zu

einer Zunahme der Nebenwirkungen.

Die gleichzeitige Anwendung von Captopril und Hydrochlorothiazid in klinischen Studien führte zu

einer stärkeren Blutdrucksenkung als die Verabreichung einer der beiden Substanzen allein.

Die Verabreichung von Captopril hemmt das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System und tendiert

dazu, den Hydrochlorothiazid-induzierten Kaliumverlust zu verringern.

Die Kombination eines ACE-Hemmers mit einem Thiaziddiuretikum erzeugt einen synergistischen

Effekt und verringert das Risiko einer Hypokaliämie, die durch das Diuretikum allein hervorgerufen

werden kann.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS):

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan Alone

and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The Veterans

Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit

einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

„ONTARGET“-Studie

wurde

Patienten

einer

kardiovaskulären

oder

einer

zerebrovaskulären

Erkrankung

Vorgeschichte

oder

Diabetes

mellitus

nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei Patienten

mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder kardiovaskuläre

Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie, akute Nierenschädigung

und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer

pharmakodynamischer

Eigenschaften

sind

diese

Ergebnisse

auch

andere

ACE-Hemmer

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit

diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal

Disease

Endpoints)

wurde

untersucht,

Anwendung

Aliskiren

zusätzlich

einer

Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten

Diabetes

mellitus

sowie

chronischer

Nierenerkrankung

und/oder

kardiovaskulärer

Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten Risikos unerwünschter

Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der

Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte Ereignisse

besondere

schwerwiegende

unerwünschte

Ereignisse

(Hyperkaliämie,

Hypotonie,

Nierenfunktionsstörung).

Nicht-melanozytärer Hautkrebs: Auf der Basis verfügbarer epidemiologischer Studien wurde ein

kumulativer dosisabhängiger Zusammenhang zwischen Hydrochlorothiazid und NMSC festgestellt.

Eine Studie umfasste eine Grundgesamtheit aus 71.533 Fällen von BCC und 8.629 Fällen von SCC

mit Kontrollgruppen von 1.430.833 und 172.462 Personen. Eine hohe Hydrochlorothiazid-Dosierung

50.000

kumulativ)

assoziiert

einer

bereinigten

Odds-Ratio

1,29

Konfidenzintervall: 1,23 - 1,25) für BCC und 3,98 (95 % Konfidenzintervall: 3,68 - 4,31) für SCC.

Sowohl bei BCC als auch bei SCC wurde eine eindeutige kumulative Dosis-Wirkungsbeziehung

ermittelt. Eine weitere Studie ergab einen möglichen Zusammenhang zwischen Lippenkrebs (SCC)

und der Exposition gegenüber Hydrochlorothiazid: 633 Fälle von Lippenkrebs wurden mittels eines

risikoorientierten Stichprobenverfahrens mit einer Kontrollgruppe von 63.067 Personen abgeglichen.

Es wurde eine kumulative Dosis-Wirkungsbeziehung mit einer bereinigten Odds-Ratio von 2,1 (95 %

Konfidenzintervall: 1,7 - 2,6) festgestellt, die sich bei hoher Exposition (~ 25.000 mg) auf eine Odds-

Ratio von 3,9 (3,0 – 4,9) und bei der höchsten kumulativen Dosis (~ 100.000 mg) auf eine Odds-Ratio

von 7,7 (5,7 – 10,5) erhöhte (siehe auch Abschnitt 4.4).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Captopril wird nach oraler Verabreichung schnell resorbiert und maximale Serumkonzentrationen

werden ca. eine Stunde nach Verabreichung erreicht.

Die durchschnittliche minimale Resorption beträgt ca. 75%. Die höchsten Plasmakonzentrationen

werden

innerhalb

60-90

Minuten

erreicht.

Nahrung

Gastrointestinal-Trakt

reduziert

Resorption

30-40%.

25-30%

Blutkreislauf

vorhandenen

Substanz

sind

Plasmaproteine gebunden.

Die Plasmaeliminationshalbwertszeit des unveränderten Captopril im Blut beträgt ca. 2 Stunden. Mehr

als 95% der resorbierten Dosis werden innerhalb von 24 Stunden mit dem Urin ausgeschieden; 40-

50% als unveränderte Substanz, der Rest als inaktive Disulfid-Metabolite (Captoprildisulfid und

Captoprilcysteindisulfid). Eine eingeschränkte Nierenfunktion könnte zu einer Akkumulation der

Substanz führen.

Tierversuche zeigen, dass Captopril die Blut-Hirn-Schranke nicht in signifikantem Ausmaß passiert.

Hydrochlorothiazid

wird

oraler

Verabreichung

relativ

schnell

resorbiert.

mittlere

Plasmaeliminationshalbwertszeit beträgt 5 bis 15 Stunden. Hydrochlorothiazid wird schnell und

nahezu quantitativ (>95%) über die Nieren eliminiert.

Stillzeit:

In einem Bericht über 12 Frauen, die 3 mal täglich 100 mg Captopril oral einnahmen, betrug im

Durchschnitt der Spitzenwert der Konzentrationen in der Milch 4,7 μg/l, aufgetreten 3,8 Stunden nach

Einnahme. Ausgehend von diesen Daten würde die maximale tägliche Menge für einen gestillten

Säugling weniger als 0,002% der täglichen Dosis der Mutter ausmachen.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Tierstudien, die mit Captopril und/oder Hydrochlorothiazid während der Organogenese durchgeführt

wurden, haben keine teratogene Wirkung gezeigt. In der Spätphase der Trächtigkeit führte Captopril

mehreren

Spezies

einer

fetalen

Toxizität

einschließlich

fetaler

Mortalität.

Wachstumsverzögerungen und ein Anstieg der postnatalen Mortalität wurden bei Ratten beobachtet.

Präklinische Daten auf der Basis konventioneller Studien zur Sicherheitspharmakologie, chronischen

Toxizität, Genotoxizität und Kanzerogenität zeigen keine weiteren Risiken für den Menschen.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Maisquellstärke, Stearinsäure, Magnesiumstearat.

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

PVC/PVDC/Aluminium-Blister.

Capozide ist in Packungen zu 10, 12, 20, 28, 30, 42, 60, 84, 98 und 100 Tabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Bristol-Myers Squibb GesmbH, 1200 Wien

8.

ZULASSUNGSNUMMER

Z.Nr.: 1-18153

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung 25. September 1986

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung 8. Januar 2007

10.

STAND DER INFORMATION

Oktober 2019

REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig

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