Candesartan/HCT STADA GmbH 32 mg/25 mg Tabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-05-2020

Fachinformation Fachinformation (SPC)

01-05-2020

Wirkstoff:
CANDESARTAN CILEXETIL; HYDROCHLOROTHIAZID
Verfügbar ab:
STADA Arzneimittel GmbH
ATC-Code:
C09DA06
INN (Internationale Bezeichnung):
CANDESARTAN CILEXETIL; HYDROCHLOROTHIAZIDE
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-31740
Berechtigungsdatum:
2013-01-02

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Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Candesartan/HCT STADA GmbH 32 mg/25 mg Tabletten

Wirkstoffe: Candesartan Cilexetil und Hydrochlorothiazid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Candesartan/HCT STADA

GmbH

und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Candesartan/HCT STADA

GmbH

beachten?

Wie ist Candesartan/HCT STADA

GmbH

einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Candesartan/HCT STADA

GmbH

aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist

Candesartan/HCT STADA GmbH

und wofür wird es

angewendet?

Der Name Ihres Arzneimittels ist Candesartan/HCT STADA GmbH. Es wird

angewendet, um hohen Blutdruck (Hypertonie) bei erwachsenen Patienten

zu behandeln. Es beinhaltet zwei Wirkstoffe: Candesartan Cilexetil und

Hydrochlorothiazid. Diese arbeiten zusammen, um Ihren Blutdruck zu senken.

Candesartan Cilexetil gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten genannt werden. Es entspannt und

erweitert Ihre Blutgefäße. Dies hilft, Ihren Blutdruck zu senken.

Hydrochlorothiazid gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Diuretika

(Entwässerungstabletten) genannt werden. Es hilft Ihrem Körper, Wasser

und Salze wie Natrium über den Urin zu beseitigen. Dies hilft, Ihren

Blutdruck zu senken.

Ihr Arzt kann Candesartan/HCT STADA GmbH verschreiben, wenn Ihr

Blutdruck durch Candesartan Cilexetil oder Hydrochlorothiazid alleine nicht

richtig kontrolliert werden konnte.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von

Candesartan/HCT STADA

GmbH

beachten?

Candesartan/HCT STADA GmbH

darf NICHT eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Candesartan Cilexetil, Hydrochlorothiazid oder

einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses

Arzneimittels sind.

wenn Sie allergisch gegenüber Sulphonamid-Arzneimitteln sind. Falls Sie

nicht sicher sind, ob dies auf Sie zutrifft, fragen Sie bitte Ihren Arzt.

während der letzten 6 Monate einer Schwangerschaft (Es wird

empfohlen, Candesartan/HCT STADA GmbH auch in der frühen Phase der

Schwangerschaft nicht anzuwenden, siehe Abschnitt Schwangerschaft und

Stillzeit).

wenn Sie schwere Nierenprobleme haben.

wenn Sie Diabetes oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und

mit einem Blutdruck-senkenden Arzneimittel behandelt werden, das

Aliskiren enthält.

wenn Sie eine schwere Lebererkrankung oder Gallestauung haben (ein

Problem des Abflusses der Galle aus der Gallenblase).

wenn Sie dauerhaft niedrige Kaliumspiegel in Ihrem Blut haben.

wenn Sie dauerhaft hohe Calciumspiegel in Ihrem Blut haben.

wenn Sie jemals Gicht hatten.

Falls Sie sich nicht sicher sind, ob eine der Angaben auf Sie zutrifft, sprechen

Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Candesartan/HCT STADA GmbH

einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Candesartan/HCT

STADA GmbH einnehmen:

wenn Sie Diabetes haben.

wenn Sie Herz-, Leber- oder Nierenprobleme haben.

wenn Sie kürzlich eine Nierentransplantation hatten.

wenn Sie erbrechen müssen, kürzlich heftig erbrochen haben oder

Durchfall haben.

wenn Sie eine Erkrankung der Nebenniere haben, die Conn-Syndrom

genannt wird (auch primärer Hyperaldosteronismus genannt).

wenn Sie schon einmal eine Krankheit hatten, die systemischer Lupus

erythematodes (SLE) genannt wird

wenn Sie niedrigen Blutdruck haben

wenn Sie schon einmal einen Schlaganfall hatten.

wenn Sie schon einmal Allergien oder Asthma hatten.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder

schwanger werden könnten). Die Einnahme von Candesartan/HCT STADA

GmbH in der frühen Phase der Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und

Candesartan/HCT STADA GmbH darf nicht mehr nach dem dritten

Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von

Candesartan/HCT STADA GmbH in diesem Stadium zu schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe Abschnitt

Schwangerschaft).

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem

Blutdruck einnehmen:

einen ACE-Hemmer (z. B. Enalapril, Lisinopril, Ramipril),

insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes

mellitus haben.

Aliskiren.

wenn Sie einen ACE-Hemmer gemeinsam mit einem Arzneimittel

einnehmen, das zur Klasse von Arzneimitteln, die Mineral-Kortikoid-

Rezeptor-Antagonisten (MRA) genannt werden, gehört. Diese Arzneimittel

werden zur Behandlung von Herzinsuffizienz verwendet (siehe „Einnahme

von Candesartan/HCT STADA GmbH zusammen mit anderen

Arzneimitteln“).

Arzt

wird

gegebenenfalls

Ihre

Nierenfunktion,

Ihren

Blutdruck

Elektrolytwerte

Kalium)

Ihrem

Blut

regelmäßigen

Abständen

überprüfen.

Siehe

auch

Abschnitt

"Candesartan/HCT

STADA

GmbH

darf

nicht

eingenommen werden".

Wenn bei Ihnen eine Operation geplant ist, informieren Sie Ihren Arzt oder

Zahnarzt darüber, dass Sie Candesartan/HCT STADA GmbH einnehmen. Der

Grund dafür ist, dass Candesartan/HCT STADA GmbH in Kombination mit

einigen Narkosemitteln einen Blutdruckabfall verursachen könnte.

Candesartan/HCT STADA GmbH könnte eine erhöhte Sensibilität der Haut

gegenüber der Sonne hervorrufen.

Kinder

Es gibt keine Erfahrungen mit der Anwendung von Candesartan/HCT STADA

GmbH bei Kindern (unter 18 Jahren). Daher sollte Candesartan/HCT STADA

GmbH nicht an Kinder gegeben werden.

Einnahme von

Candesartan/HCT STADA GmbH

zusammen mit anderen

Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet

haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Candesartan/HCT STADA GmbH kann die Wirkung einiger anderer Arzneimittel

beeinflussen, und einige Arzneimittel können einen Einfluss auf

Candesartan/HCT STADA GmbH haben. Wenn Sie bestimmte Arzneimittel

einnehmen, wird Ihr Arzt eventuell von Zeit zu Zeit Blutuntersuchungen

durchführen müssen.

Informieren Sie Ihren Arzt insbesondere, wenn Sie eines der folgenden

Arzneimittel einnehmen:

Andere Arzneimittel, die helfen, ihren Blutdruck zu senken, einschließlich

Betablocker, Diazoxid und Angiotensin-Converting-Enzyme

(ACE)-Hemmer wie Enalapril, Captopril, Lisinopril oder Ramipril.

Nichtsteroidale entzündungshemmende Arzneimittel (NSARs) wie

Ibuprofen, Naproxen, Diclofenac, Celecoxib oder Etoricoxib

(Arzneimittel zur Linderung von Schmerz und Entzündung).

Acetylsalicylsäure (wenn Sie mehr als 3 g pro Tag einnehmen)

(Arzneimittel zur Linderung von Schmerz und Entzündung).

Kaliumpräparate oder kaliumhaltige Salzersatzmittel (Arzneimittel, die

die Menge an Kalium in Ihrem Blut erhöhen).

Calcium- oder Vitamin D-Präparate.

Arzneimittel zur Senkung Ihres Cholesterins wie Colestipol oder

Cholestyramin.

Arzneimittel gegen Diabetes (Tabletten oder Insulin).

Arzneimittel zur Kontrolle Ihres Herzschlags (Antiarrhythmika) wie Digoxin

und Betablocker.

Arzneimittel die durch den Kaliumblutspiegel beeinflusst werden können, wie

einige antipsychotische Arzneimittel.

Heparin (ein Arzneimittel zur Blutverdünnung)

Entwässerungstabletten (Diuretika).

Abführmittel.

Penicillin (ein Antibiotikum).

Amphotericin (für die Behandlung von Pilzinfektionen).

Lithium (ein Arzneimittel gegen psychische Erkrankungen).

Steroide wie Prednisolon.

Hypophysenhormone (ACTH).

Arzneimittel zur Behandlung von Krebs.

Amantadin (für die Behandlung von Parkinson´scher Krankheit oder gegen

schwere, durch Viren verursachte Infektionen).

Barbiturate (eine Art von Beruhigungsmitteln, die auch zur Behandlung von

Epilepsie angewendet werden).

Carbenoxolon (für die Behandlung von Speiseröhrenerkrankungen oder

Geschwüren im Mund).

Anticholinergika wie Atropin und Biperiden.

Ciclosporin, ein Arzneimittel, das bei Organtransplantation angewendet

wird, um Organabstoßung zu vermeiden.

Andere Arzneimittel, die zur Verstärkung des blutdrucksenkenden Effekts

führen, wie Baclofen (ein Arzneimittel zur Linderung von Spastizität),

Amifostin (angewendet in der Krebsbehandlung) und einige

antipsychotische Arzneimittel.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige

Vorsichtsmaßnahmen treffen:

wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren

einnehmen (siehe auch Abschnitte "Candesartan/HCT STADA GmbH

darf nicht eingenommen werden" und "Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen")

wenn Sie mit einem ACE-Hemmer gemeinsam mit anderen Arzneimitteln

zur Behandlung von Herzinsuffizienz, die als Mineralkortikoid-Rezeptor-

Antagonisten (MRA) bekannt sind (z.B. Spironolacton, Eplerenon),

behandelt werden.

Einnahme von

Candesartan/HCT STADA GmbH

zusammen mit

Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Sie können Candesartan/HCT STADA GmbH mit oder ohne Nahrung

einnehmen.

Wenn Ihnen Candesartan/HCT STADA GmbH verschrieben wird, sprechen

Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Alkohol trinken. Alkohol kann bei Ihnen ein

Gefühl der Ohnmacht oder Schwindel hervorrufen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu

sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme

dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Candesartan/HCT STADA GmbH

vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind,

abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die

Anwendung von Candesartan/HCT STADA GmbH in der frühen

Schwangerschaft wird nicht empfohlen und Candesartan/HCT STADA GmbH

darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen

werden, da die Einnahme von Candesartan/HCT STADA GmbH in diesem

Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen.

Candesartan/HCT STADA GmbH wird nicht zur Anwendung bei stillenden

Müttern empfohlen; Ihr Arzt kann eine andere Behandlung für Sie wählen, wenn

Sie stillen wollen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

!

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und

Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen!

Einige Personen können sich während der Einnahme von Candesartan/HCT

STADA GmbH müde oder schwindelig fühlen. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist,

führen Sie kein Fahrzeug bzw. bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen.

Die Anwendung des Arzneimittels Candesartan/HCT STADA GmbH kann bei

Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

3. Wie ist

Candesartan/HCT STADA GmbH

einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt

oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie

sich nicht sicher sind.

Es ist wichtig, Candesartan/HCT STADA GmbH jeden Tag einzunehmen.

Die empfohlene Dosis von

Candesartan/HCT STADA GmbH

beträgt

eine

Tablette einmal am Tag.

Schlucken Sie die Tablette mit einem Schluck Wasser.

Versuchen Sie die Tablette jeden Tag zur gleichen Zeit einzunehmen. Dies wird

Ihnen helfen, sich daran zu erinnern, sie zu nehmen.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Wenn Sie eine größere Menge von

Candesartan/HCT STADA GmbH

eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine größere Menge von Candesartan/HCT STADA GmbH

eingenommen haben, als Ihnen von Ihrem Arzt verschrieben wurde, wenden

Sie sich bitte umgehend an einen Arzt oder Apotheker, um Rat zu erhalten.

Wenn Sie die Einnahme von

Candesartan/HCT STADA GmbH

vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme

vergessen haben. Nehmen Sie die nächste Dosis einfach wie üblich ein.

Wenn Sie die Einnahme von

Candesartan/HCT STADA GmbH

abbrechen

Wenn Sie die Einnahme von Candesartan/HCT STADA GmbH abbrechen,

kann Ihr Blutdruck erneut ansteigen. Brechen Sie daher die Einnahme von

Candesartan/HCT STADA GmbH nicht ab, ohne zuerst mit Ihrem Arzt zu

sprechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden

Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die

aber nicht bei jedem auftreten müssen. Wichtig ist, dass Sie sich dieser

möglichen Nebenwirkungen bewusst sind. Einige der Nebenwirkungen von

Candesartan/HCT STADA GmbH werden durch Candesartan Cilexetil und

einige durch Hydrochlorothiazid hervorgerufen.

Nehmen Sie Candesartan/HCT STADA GmbH nicht weiter ein und suchen Sie

umgehend ärztliche Hilfe auf, wenn Sie eine der folgenden allergischen

Reaktionen haben:

Schwierigkeiten beim Atmen mit oder ohne Schwellung von Gesicht, Lippen,

Zunge und/oder Rachen.

Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Rachen, die

möglicherweise Schwierigkeiten beim Schlucken verursachen kann.

starker Juckreiz der Haut (mit pustelähnlichen Schwellungen).

Candesartan/HCT STADA GmbH kann zu einer Verminderung der Anzahl der

weißen Blutkörperchen führen. Ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Infektionen

kann verringert sein, und Sie bemerken möglicherweise Müdigkeit, eine

Infektion oder Fieber. Falls dies auftritt, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Möglicherweise wird Ihr Arzt gelegentlich Blutuntersuchungen durchführen, um

zu überprüfen, ob Candesartan/HCT STADA GmbH einen Einfluss auf Ihr Blut

hatte (Agranulozytose).

Andere mögliche Nebenwirkungen beinhalten:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Veränderungen bei Blutuntersuchungsergebnissen:

Eine erniedrigte Menge an Natrium in Ihrem Blut. In schweren Fällen

bemerken Sie möglicherweise Schwäche, Energiemangel oder

Muskelkrämpfe.

Eine erhöhte oder erniedrigte Menge an Kalium in Ihrem Blut, besonders

wenn Sie bereits Nierenprobleme oder eine Herzleistungsschwäche

haben. In schweren Fällen bemerken Sie möglicherweise Müdigkeit,

Schwäche, unregelmäßigen Herzschlag oder ein Kribbeln

(„Ameisenlaufen“).

Eine erhöhte Menge an Cholesterin, Zucker oder Harnsäure in Ihrem

Blut.

Zucker in Ihrem Urin.

Schwindel/Drehgefühl oder Schwäche.

Kopfschmerzen.

Atemwegsinfektion.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Niedriger Blutdruck. Dieser kann bei Ihnen ein Gefühl von Ohnmacht oder

Schwindel hervorrufen.

Appetitverlust, Durchfall, Verstopfung, Magenreizung.

Hautausschlag, beuliger Ausschlag (Nesselsucht), Ausschlag hervorgerufen

durch Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut oder des Weißen im Auge). Falls dies bei

Ihnen zutrifft, informieren Sie Ihren Arzt unverzüglich.

Beeinflussung Ihrer Nierenfunktion, besonders wenn Sie Nierenprobleme

oder eine Herzleistungsschwäche haben.

Schwierigkeiten beim Schlafen, Depression, Unruhe.

Kribbeln oder Jucken in Ihren Armen oder Beinen.

Verschwommenes Sehen über eine kurze Zeit.

Unnormaler Herzschlag.

Atemschwierigkeiten (einschließlich Lungenentzündung und Flüssigkeit in

den Lungen).

Hohe Temperatur (Fieber).

Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Dies verursacht mittelschwere bis

starke Schmerzen im Magen.

Muskelkrämpfe.

Schädigung von Blutgefäßen, die rote oder violette Punkte in der Haut

hervorruft.

Eine Abnahme Ihrer roten oder weißen Blutkörperchen oder Blutplättchen.

Möglicherweise bemerken Sie Müdigkeit, eine Infektion, Fieber oder

leichtere Blutergussbildung.

Einen erheblichen, sich rasch entwickelnden Hautausschlag, mit

Bläschenbildung oder Schälen der Haut und möglicherweise

Bläschenbildung im Mund.

Verschlechterung vorhandener Lupus-erythematodes-ähnlicher Reaktionen

oder Auftreten ungewöhnlicher Hautreaktionen.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Rachen.

Juckreiz.

Rückenschmerzen, Schmerzen in Gelenken und Muskeln.

Veränderungen Ihrer Leberfunktion, einschließlich Leberentzündung

(Hepatitis). Sie bemerken möglicherweise Müdigkeit, eine Gelbfärbung Ihrer

Haut und des Weißen im Auge sowie grippeähnliche Beschwerden.

Husten

Übelkeit.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der vorhandenen Daten

nicht abschätzbar)

Plötzliche Kurzsichtigkeit

Plötzliche Augenschmerzen (akutes Engwinkelglaukom)

Durchfall

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem

anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt

werden.

5. Wie ist

Candesartan/HCT STADA GmbH

aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen

erforderlich.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der

Blisterpackung nach „Verwendbar bis“ und „Verw. bis“ angegebenen

Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den

letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie

Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr

verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was

Candesartan/HCT STADA GmbH 32 mg/25mg Tabletten

enthält

Die Wirkstoffe sind: Candesartan Cilexetil und Hydrochlorothiazid.

Eine Tablette enthält: 32 mg Candesartan Cilexetil und 25 mg

Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind

Mannitol (E421), Maisstärke, Copovidon, Eisenoxid gelb (E172), Eisenoxid rot

(E172), Glycerol, Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

Wie

Candesartan/HCT STADA GmbH

aussieht und Inhalt der Packung

Candesartan /HCT STADA GmbH 32 mg/25 mg Tabletten sind pfirsichfarbene,

ovale, beidseitig gewölbte (~12 x 6 mm) Tabletten ohne Filmüberzug mit einer

Bruchkerbe auf einer Seite und den eingeprägten Buchstaben „C“ und „H“.

Candesartan/HCT STADA GmbH 32 mg/25 mg Tabletten sind in

Blisterpackungen mit 7, 10, 14, 15, 28, 28x1 (perforierter Blister zur Abgabe von

Einzeldosen) (Klinikpackungen), 30, 50, 50x1 (perforierter Blister zur Abgabe

von Einzeldosen) (Klinikpackungen), 56, 56x1 (perforierter Blister zur Abgabe

von Einzeldosen) (Klinikpackungen), 98, 98x1 (perforierter Blister zur Abgabe

von Einzeldosen) (Klinikpackungen), 100 und 300 Tabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

STADA Arzneimittel GmbH, A-1190 Wien

Hersteller

STADA Arzneimittel GmbH, Muthgasse 36/2, 1190 Wien, Österreich

Delorbis Pharmaceuticals Ltd. - 17, Athinon Street, Ergates Industrial Area -

2643 Nikosia – Zypern

HBM Pharma s.r.o. - Sklabinská 30 - 036 80 Martin – Slowakei

Pharmaceutical Works Polpharma S.A. - Production Solid Form Department -

19, Pelplinska Str. - 83-200 Starogard Gdanski - Polen

STADA Arzneimittel AG, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel – Deutschland

Iberfar – Indústria Farmacêutica, S.A., Rua Consiglieri Pedroso, n.o 121-123,

Queluz de Baixo, Barcarena, 2745-557, Portugal

Z.Nr.: 1-31740

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen

Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen

zugelassen:

Italien

Candesartan e Idrochlorotiazide Eurogenerici 32 mg/25 mg

compresse

Portugal

Candesartan +Hirdroclorotiazida Ciclum 32 mg/25 mg

comprimidos

Schweden

Candeasartan /Hydrochlorothiazide STADA 32 mg/25 mg tabletter

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Jänner 2019.

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Candesartan/HCT STADA GmbH 8 mg/12,5 mg Tabletten

Candesartan/HCT STADA GmbH 16 mg/12,5 mg Tabletten

Candesartan/HCT STADA GmbH 32 mg/12,5 mg Tabletten

Candesartan/HCT STADA GmbH 32 mg/25 mg Tabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Candesartan/HCT STADA GmbH 8 mg/12,5 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 8 mg Candesartan Cilexetil und 12,5 mg

Hydrochlorothiazid.

Candesartan/HCT STADA GmbH 16 mg/12,5 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 16 mg Candesartan Cilexetil und 12,5 mg

Hydrochlorothiazid.

Candesartan/HCT STADA GmbH 32 mg/12,5 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 32 mg Candesartan Cilexetil und 12,5 mg

Hydrochlorothiazid.

Candesartan/HCT STADA GmbH 32 mg/25 mg Tabletten

Jede Tablette enhält 32 mg Candesartan Cilexetil und 25 mg

Hydrochlorothiazid.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Tabletten.

Candesartan/HCT STADA GmbH 8 mg/12,5 mg Tabletten

Weiße bis fast weiße, ovale, bikonvexe (~9,5 x 4,5 mm) Tabletten ohne

Filmüberzug, mit einer Bruchkerbe auf einer Seite. Die Bruchkerbe dient nur

zum Teilen der Tablette, um das Schlucken zu erleichtern, und nicht zum Teilen

in gleiche Dosen.

Candesartan/HCT STADA GmbH 16 mg/12,5 mg Tabletten

Pfirsichfarbene, ovale, bikonvexe (~9,5 x 4,5 mm) Tabletten ohne Filmüberzug,

mit einer Bruchkerbe auf einer Seite. Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der

Tablette, um das Schlucken zu erleichtern, und nicht zum Teilen in gleiche

Dosen.

Candesartan/HCT STADA GmbH 32 mg/12,5 mg Tabletten

Gelbe, ovale, bikonvexe (~12 x 6 mm) Tabletten ohne Filmüberzug, mit einer

Bruchkerbe auf einer Seite. Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette,

um das Schlucken zu erleichtern, und nicht zum Teilen in gleiche Dosen.

Candesartan/HCT STADA GmbH 32 mg/25 mg Tabletten

Pfirsichfarbene, ovale, bikonvexe (~12 x 6 mm) Tabletten ohne Filmüberzug mit

einer Bruchkerbe auf einer Seite und den eingeprägten Buchstaben „C“ und

„H“. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Candesartan/HCT STADA GmbH ist angezeigt zur:

Behandlung der essenziellen Hypertonie bei erwachsenen Patienten, deren

Blutdruck mit einer Candesartan Cilexetil- oder Hydrochlorothiazid-

Monotherapie nicht optimal kontrolliert werden kann.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die empfohlene Dosis von Candesartan/HCT STADA GmbH ist eine Tablette

einmal täglich.

Eine Dosistitration der jeweiligen Komponenten (Candesartan Cilexetil und

Hydrochlorothiazid) wird empfohlen. Wenn klinisch angezeigt, kann ein direkter

Wechsel von der Monotherapie auf Candesartan/HCT STADA GmbH erwogen

werden. Eine Dosistitration von Candesartan Cilexetil wird beim Wechsel von

der Hydrochlorothiazid-Monotherapie empfohlen. Candesartan/HCT STADA

GmbH kann bei Patienten, deren Blutdruck mit einer Candesartan Cilexetil-

oder einer Hydrochlorothiazid-Monotherapie oder Candesartan/HCT STADA

GmbH in geringerer Dosierung nicht optimal kontrolliert werden kann,

angewendet werden (siehe Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1).

Innerhalb von vier Wochen nach Beginn der Behandlung ist der Großteil der

blutdrucksenkenden Wirkung üblicherweise erreicht.

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten ist keine Anpassung der Dosis erforderlich.

Patienten mit intravaskulärem Volumenmangel

Für Patienten mit einem Hypotonierisiko, wie z.B. Patienten mit Verdacht auf

Volumenmangel, wird eine Dosistitration von Candesartan Cilexetil empfohlen

(eine Anfangsdosis von 4 mg Candesartan Cilexetil kann bei diesen Patienten

in Betracht gezogen werden).

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

In dieser Patientengruppe werden Schleifendiuretika gegenüber Thiaziden

bevorzugt. Bei Patienten mit leicht bis mittelschwer eingeschränkter

Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance ≥30 ml/min/1,73 m

Körperoberfläche [KO])

wird eine Dosistitration von Candesartan Cilexetil vor Behandlung mit

Candesartan/HCT STADA GmbH empfohlen (die empfohlene Anfangsdosis von

Candesartan Cilexetil bei diesen Patienten ist 4 mg). Candesartan/HCT STADA

GmbH ist bei Patienten mit schwer eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-

Clearance <30 ml/min/1,73 m

KO) kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit leicht bis mittelschwer eingeschränkter Leberfunktion wird

eine Dosistitration von Candesartan Cilexetil vor Behandlung mit

Candesartan/HCT STADA GmbH empfohlen (die empfohlene Anfangsdosis

von Candesartan Cilexetil ist bei diesen Patienten 4 mg).

Candesartan/HCT STADA GmbH ist bei Patienten mit schwerer Einschränkung

der Leberfunktion und/oder Cholestase kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Candesartan/HCT STADA GmbH bei

Kindern zwischen Geburt und 18 Jahren wurde nicht belegt. Es sind keine

Daten verfügbar.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Candesartan/HCT STADA GmbH kann mit oder ohne Nahrung eingenommen

werden.

Die Bioverfügbarkeit von Candesartan wird durch Nahrung nicht beeinflusst.

Es gibt keine klinisch signifikante Wechselwirkung zwischen Hydrochlorothiazid

und Nahrung.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, gegen Sulfonamid-abgeleitete

Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Hydrochlorothiazid ist ein Sulfonamid-abgeleiteter Wirkstoff.

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und

4.6).

Schwere Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance <30

ml/min/1,73 m

KO).

Schwere Einschränkung der Leberfunktion und/oder Cholestase.

Therapieresistente Hypokaliämie und Hyperkalzämie.

Gicht.

Gleichzeitige Anwendung von Candesartan und Aliskiren-haltigen

Arzneimitteln bei Patienten mit Diabetes mellitus oder einer

Nierenfunktionsstörung (GFR < 60 ml/min/1.73 m2) (siehe Abschnitt 4.5 und

5.1).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie,

Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines

akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des RAAS durch die

gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5

und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet

wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung

engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck

erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten

mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Eingeschränkte Nierenfunktion/Nierentransplantation

In dieser Patientengruppe werden Schleifendiuretika gegenüber Thiaziden

bevorzugt. Wenn Candesartan/HCT STADA GmbH bei Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion angewendet wird, ist eine regelmäßige

Kontrolle der Kalium-, Kreatinin- und Harnsäurespiegel zu empfehlen.

Für die Anwendung der Kombination aus Candesartan Cilexetil und

Hydrochlorothiazid bei Patienten, bei denen vor Kurzem eine

Nierentransplantation vorgenommen wurde, liegen keine Erfahrungen vor.

Nierenarterienstenose

Arzneimittel, die das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen,

einschließlich Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs), können bei

Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose bzw. Arterienstenose einer

Einzelniere den Blutharnstoff und das Serumkreatinin erhöhen.

Intravaskulärer Volumenmangel

Bei Patienten mit intravaskulärem Volumen- und/oder Natriummangel kann eine

symptomatische Hypotonie auftreten, wie dies auch für andere, das Renin-

Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussende Substanzen, beschrieben wird.

Daher wird die Anwendung von Candesartan/HCT STADA GmbH nicht

empfohlen, solange dieser Zustand nicht korrigiert worden ist.

Anästhesie und Chirurgie

Aufgrund der Blockade des Renin-Angiotensin-Systems kann bei Patienten, die

mit AIIRAs behandelt werden, unter Narkose und bei chirurgischen Eingriffen

eine Hypotonie auftreten. Sehr selten kann die Hypotonie so stark sein, dass

die intravenöse Gabe von Flüssigkeiten und/oder Vasopressoren gerechtfertigt

ist.

Eingeschränkte Leberfunktion

Thiazide sollten bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder

fortschreitender Lebererkrankung mit Vorsicht angewendet werden, da schon

geringfügige Änderungen des Flüssigkeits- und Elektrolythaushaltes ein

hepatisches Koma auslösen können. Klinische Erfahrungen mit der

Kombination aus Candesartan Cilexetil und Hydrochlorothiazid bei Patienten

mit eingeschränkter Leberfunktion liegen nicht vor.

Aorten- und Mitralklappenstenose (obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie)

Wie bei anderen Vasodilatatoren ist besondere Vorsicht angezeigt bei

Patienten, die unter hämodynamisch relevanter Aorten- oder

Mitralklappenstenose oder obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie leiden.

Primärer Hyperaldosteronismus

Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht

auf blutdrucksenkende Mittel an, die über eine Hemmung des Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems wirken. Deshalb wird die Anwendung von

Candesartan/HCT STADA GmbH bei dieser Patientengruppe nicht empfohlen.

Störung des Elektrolythaushaltes

Eine regelmäßige Bestimmung der Serumelektrolyte sollte in geeigneten

Abständen durchgeführt werden. Thiazide, Hydrochlorothiazid eingeschlossen,

können ein Flüssigkeits- oder Elektrolytungleichgewicht verursachen

(Hyperkalzämie, Hypokaliämie, Hyponatriämie, Hypomagnesiämie und

hypochlorämische Alkalose).

Thiaziddiuretika können die renale Calciumausscheidung vermindern und

zeitweilig zu leicht erhöhten Serumcalciumspiegeln führen. Eine deutliche

Hyperkalzämie kann ein Anzeichen einer versteckten Überfunktion der

Nebenschilddrüse sein. Thiazide sollten vor Durchführung von Tests zur

Nebenschilddrüsenfunktion abgesetzt werden.

Hydrochlorothiazid erhöht die renale Kaliumausscheidung dosisabhängig, was

zu einer Hypokaliämie führen kann. Diese Wirkung von Hydrochlorothiazid

scheint in Kombination mit Candesartan Cilexetil weniger ausgeprägt zu sein.

Das Risiko einer Hypokaliämie kann bei Patienten mit Leberzirrhose, bei

Patienten mit forcierter Diurese, bei Patienten mit unzureichender oraler

Elektrolytaufnahme und bei Patienten die gleichzeitig eine Behandlung mit

Kortikosteroiden oder adrenokortikotropem Hormon (ACTH) erhalten, erhöht

sein.

Die Behandlung mit Candesartan Cilexetil kann eine Hyperkaliämie

verursachen, insbesondere bei Vorliegen einer Herzinsuffizienz und/oder einer

eingeschränkten Nierenfunktion. Die gleichzeitige Anwendung von

Candesartan/HCT STADA GmbH mit kaliumsparenden Diuretika,

Kaliumpräparaten oder kaliumhaltigen Salzersatzmitteln oder anderen

Arzneimitteln, die den Serumkaliumspiegel erhöhen können (z.B. Heparin-

Natrium) können zu Steigerungen des Serumkaliumspiegels führen. Soweit

erforderlich, sollte eine Kontrolle des Kaliums vorgenommen werden.

Es hat sich gezeigt, dass Thiazide die renale Ausscheidung von Magnesium

steigern, was zu einer Hypomagnesiämie führen kann.

Metabolische und endokrine Wirkungen

Die Behandlung mit einem Thiaziddiuretikum kann die Glucosetoleranz

beeinträchtigen. Eine Dosisanpassung von Antidiabetika, einschließlich Insulin,

kann erforderlich sein. Ein latenter Diabetes mellitus kann bei einer

Thiazidtherapie manifest werden. Erhöhungen der Cholesterin- und der

Triglyzeridspiegel sind mit Thiaziddiuretikatherapie in Verbindung gebracht

worden. Bei den in Candesartan/HCT STADA GmbH enthaltenen Dosen

wurden nur minimale Wirkungen beobachtet. Thiaziddiuretika erhöhen die

Serumharnsäurekonzentration und können bei prädisponierten Patienten Gicht

auslösen.

Photosensibilität

Es wurden Fälle von Photosensibilität während der Anwendung von

Thiaziddiuretika beschrieben (siehe Abschnitt 4.8). Falls Photosensibilität

auftritt, wird empfohlen, die Behandlung zu beenden. Falls die Wiederaufnahme

der Behandlung erforderlich ist, wird empfohlen, diejenigen Bereiche, die der

Sonne oder künstlicher UVA-Strahlung ausgesetzt werden, zu schützen.

Allgemeines

Bei Patienten, deren Gefäßtonus und Nierenfunktion überwiegend von der

Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängen (z.B. Patienten

mit schwerer kongestiver Herzinsuffizienz oder renaler Grunderkrankung,

einschließlich Nierenarterienstenose), wurde die Behandlung mit Arzneimitteln,

die dieses System beeinflussen, einschließlich AIIRAs, mit akuter Hypotonie,

Azotämie, Oligurie oder selten akutem Nierenversagen in Verbindung gebracht.

Wie bei jedem blutdrucksenkenden Mittel könnte ein übermäßiger

Blutdruckabfall bei Patienten mit ischämischer Herzerkrankung oder

arteriosklerotischer zerebrovaskulärer Erkrankung zu einem Myokardinfarkt

oder Schlaganfall führen.

Überempfindlichkeitsreaktionen auf Hydrochlorothiazid können bei Patienten

mit oder ohne Allergie oder Bronchialasthma in der Vorgeschichte auftreten,

sind jedoch bei Patienten mit entsprechender Vorgeschichte wahrscheinlicher.

Bei der Therapie mit Thiaziddiuretika wurde über eine Verschlimmerung oder

ein Wiederauftreten eines systemischen Lupus erythematodes berichtet.

Die blutdrucksenkende Wirkung von Candesartan/HCT STADA GmbH kann

durch andere Antihypertensiva verstärkt werden.

Schwangerschaft

Die Behandlung mit AIIRAs sollte nicht während der Schwangerschaft

begonnen werden. Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine

Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem

Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der

Behandlung mit AIIRAs ist zwingend erforderlich. Wird eine Schwangerschaft

festgestellt, ist die Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn

erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe Abschnitte 4.3 und

4.6).

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des

Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung

von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im

Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt,

mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie, Synkope,

Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines

akuten Nierenversagens) einhergeht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Substanzen, die in klinischen Pharmakokinetikstudien untersucht wurden,

umfassen Warfarin, Digoxin, orale Kontrazeptiva (d.h.

Ethinylestradiol/Levonorgestrel), Glibenclamid und Nifedipin. Es wurden keine

klinisch relevanten, pharmakokinetischen Wechselwirkungen in diesen Studien

festgestellt.

Der kaliumsenkende Effekt von Hydrochlorothiazid könnte erwartungsgemäß

durch andere Arzneimittel, die ihrerseits einen Kaliumverlust und eine

Hypokaliämie verursachen können (z.B. andere kaliuretische Diuretika,

Laxanzien, Amphotericin, Carbenoxolon, Penicillin-G-Natrium,

Salicylsäurederivate, Steroide, ACTH), verstärkt werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Candesartan/HCT STADA GmbH und

kaliumsparenden Diuretika, Kaliumpräparaten oder kaliumhaltigen

Salzersatzmitteln oder anderen Arzneimitteln, die den Serumkaliumspiegel

erhöhen können (z.B. Heparin-Natrium), kann zu Steigerungen des

Serumkaliumspiegels führen. Eine Überwachung des Kaliums sollte, soweit

erforderlich, durchgeführt werden (siehe Abschnitt 4.4).

Diuretikainduzierte Hypokaliämie und Hypomagnesiämie prädisponieren für die

potenziell kardiotoxischen Wirkungen von Digitalisglykosiden und

Antiarrhythmika. Eine regelmäßige Kontrolle der Serumkaliumspiegel wird

empfohlen, wenn Candesartan/HCT STADA GmbH zusammen mit derartigen

Arzneimitteln angewendet wird und mit den folgenden Arzneimitteln, die

Torsades de Pointes verursachen könnten:

Klasse Ia Antiarrhythmika (z.B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid)

Klasse III Antiarrhythmika (z.B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid)

Einige Antipsychotika (z.B. Thioridazin, Chlorpromazin, Levomepromazin,

Trifluperazin, Cyamemazin, Sulpirid, Sultoprid, Amisulprid, Tiaprid, Pimozid,

Haloperidol, Droperidol)

Andere (z.B. Bepridil, Cisaprid, Diphemanil, Erythromycin i.v., Halofantrin,

Ketanserin, Mizolastin, Pentamidin, Sparfloxacin, Terfenadin, Vincamin i.v.)

Bei gleichzeitiger Gabe von Lithium mit Angiotensin-Converting-Enzyme-

(ACE)-Hemmern oder Hydrochlorothiazid ist über reversible Anstiege der

Serumlithiumkonzentrationen und der Toxizität berichtet worden. Eine ähnliche

Wirkung ist ebenfalls bei AIIRAs berichtet worden. Die Anwendung von

Candesartan und Hydrochlorothiazid mit Lithium wird nicht empfohlen. Wenn

sich die Kombination als notwendig erweist, wird eine sorgfältige Überwachung

des Serumlithiumspiegels empfohlen.

Bei gleichzeitiger Gabe von AIIRAs mit nichtsteroidalen

entzündungshemmenden Arzneimitteln (NSARs) (d.h. selektiven COX-2-

Hemmern, Acetylsalicylsäure (>3 g/Tag) und nichtselektiven NSARs), kann es

zu einer Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung kommen.

Wie bei ACE-Hemmern kann die gleichzeitige Gabe von AIIRAs und NSARs zu

einem erhöhten Risiko einer sich verschlechternden Nierenfunktion führen,

einschließlich möglichem akuten Nierenversagen, und zu einem Anstieg des

Serumkaliums, besonders bei Patienten mit bereits bestehender schlechter

Nierenfunktion. Die Kombination sollte, besonders bei älteren Patienten, mit

Vorsicht angewendet werden. Die Patienten sollten ausreichend hydriert sein,

und eine Überwachung der Nierenfunktion sollte zu Beginn der Begleittherapie

und in regelmäßigen Abständen danach in Betracht gezogen werden.

Die diuretische, natriuretische und blutdrucksenkende Wirkung von

Hydrochlorothiazid wird durch NSARs abgeschwächt.

Die Resorption von Hydrochlorothiazid wird durch Colestipol und Cholestyramin

vermindert.

Die Wirkung von nichtdepolarisierenden Muskelrelaxanzien (z.B. Tubocurarin)

kann durch Hydrochlorothiazid verstärkt werden.

Thiaziddiuretika können die Serumcalciumspiegel aufgrund einer verminderten

Ausscheidung erhöhen. Wenn Calciumpräparate oder Vitamin D verschrieben

werden müssen, sollten die Calciumspiegel kontrolliert und die Dosierung

entsprechend angepasst werden.

Der hyperglykämische Effekt von Betablockern und Diazoxid kann durch

Thiazide verstärkt werden.

Anticholinergika (z.B. Atropin, Biperiden) können die Bioverfügbarkeit von

Diuretika vom Thiazidtyp erhöhen, indem sie die gastrointestinale Motilität und

die Magenentleerungsgeschwindigkeit herabsetzen.

Thiazide können das Risiko Amantadin-vermittelter Nebenwirkungen erhöhen.

Thiazide können die renale Ausscheidung von zytotoxischen Arzneimitteln (z.B.

Cyclophosphamid, Methotrexat) herabsetzen und deren myelosuppressive

Wirkung verstärken.

Eine orthostatische Hypotonie kann bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol,

Barbituraten oder Anästhetika verstärkt werden.

Die Behandlung mit einem Thiaziddiuretikum kann die Glucosetoleranz

beeinträchtigen. Eine Dosisanpassung von Antidiabetika, einschließlich Insulin,

kann erforderlich sein. Metformin sollte aufgrund des Risikos einer möglichen

Lactatazidose, induziert durch ein mögliches funktionales Nierenversagen in

Verbindung mit Hydrochlorothiazid, mit Vorsicht eingenommen werden.

Hydrochlorothiazid kann zu einer verminderten arteriellen Reaktion auf

blutdrucksteigernde Amine (z.B. Adrenalin) führen, jedoch nicht in dem Maße,

dass eine blutdruckerhöhende Wirkung ausgeschlossen wird.

Hydrochlorothiazid kann das Risiko einer akuten Niereninsuffizienz erhöhen,

insbesondere mit hohen Dosen jodierter Kontrastmittel.

Die gleichzeitige Behandlung mit Ciclosporin kann das Risiko einer

Hyperurikämie und gichtähnlichen Komplikationen erhöhen.

Die gleichzeitige Behandlung mit Baclofen, Amifostin, tricyclischen

Antidepressiva oder Neuroleptika kann zu einer Verstärkung der

blutdrucksenkenden Wirkung führen und Hypotonie hervorrufen.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs):

Die Anwendung von AIIRAs wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht

empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von AIIRAs im zweiten und

dritten Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und

4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines

teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten

Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch

nicht ausgeschlossen werden. Auch wenn keine kontrollierten

epidemiologischen Daten zum Risiko von AIIRAs vorliegen, so bestehen

möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken. Sofern ein

Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten

Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative

blutdrucksenkende Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für die

Anwendung in der Schwangerschaft umgestellt werden. Wird eine

Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu

beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit AIIRAs während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion,

Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal toxische Effekte

(Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (siehe Abschnitt 5.3).

Im Falle einer Exposition mit AIIRAs ab dem zweiten

Schwangerschaftstrimester werden Ultraschalluntersuchungen der

Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, sollten häufig wiederholt

auf Hypotonie untersucht werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Hydrochlorothiazid:

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von

Hydrochlorothiazid in der Schwangerschaft vor, insbesondere während des

ersten Trimesters. Ergebnisse aus Tierstudien sind unzureichend.

Hydrochlorothiazid ist plazentagängig. Aufgrund des pharmakologischen

Wirkmechanismus von Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während

des zweiten und dritten Trimesters zu einer Störung der feto-plazentaren

Perfusion und zu fetalen und neonatalen Auswirkungen wie Ikterus, Störung

des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien kommen.

Aufgrund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer

plazentaren Hypoperfusion, ohne den Krankheitsverlauf günstig zu

beeinflussen, sollte Hydrochlorothiazid bei Schwangerschaftsödemen,

Schwangerschaftshypertonie oder einer Präeklampsie nicht zur Anwendung

kommen.

Bei essenzieller Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorohiazid nur in

den seltenen Fällen, in denen keine andere Behandlung möglich ist, angewandt

werden.

Stillzeit

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs):

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Candesartan/HCT STADA GmbH in

der Stillzeit vorliegen, wird Candesartan/HCT STADA GmbH nicht empfohlen;

eine alternative antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten

Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere,

wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden.

Hydrochlorothiazid:

Hydrochlorothiazid geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Thiazid-

Diuretika, angewandt in hohen Dosierungen zur intensiven Diurese, können die

Laktation hemmen. Die Anwendung von Candesartan/HCT STADA GmbH

während der Stillzeit wird nicht empfohlen. Wenn Candesartan/HCT STADA

GmbH während der Stillzeit angewendet wird, sollte die Dosis so niedrig wie

möglich sein.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und

die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Beim Führen von

Kraftfahrzeugen oder beim Bedienen von Maschinen sollte berücksichtigt

werden, dass gelegentlich Schwindel oder Müdigkeit während einer

Behandlung mit Candesartan/HCT STADA GmbH auftreten können.

4.8 Nebenwirkungen

In kontrollierten klinischen Studien mit Candesartan Cilexetil/Hydrochlorothiazid

waren die Nebenwirkungen leicht und vorübergehend. Therapieabbrüche

aufgrund von unerwünschten Ereignissen waren ähnlich bei Candesartan

Cilexetil/Hydrochlorothiazid (2,3-3,3%) und bei Placebo (2,7-4,3%).

In klinischen Studien mit Candesartan Cilexetil/Hydrochlorothiazid waren

Nebenwirkungen auf diejenigen beschränkt, die zuvor über Candesartan

Cilexetil und/oder Hydrochlorothiazid berichtet wurden.

Die nachstehende Tabelle zeigt Nebenwirkungen von Candesartan Cilexetil aus

klinischen Studien und Erfahrungen nach Markteinführung. Bei einer

zusammenfassenden Analyse von Daten aus klinischen Studien mit

hypertensiven Patienten wurden Nebenwirkungen unter Candesartan Cilexetil

definiert auf Basis der Häufigkeit von unerwünschten Ereignissen unter

Candesartan Cilexetil, die mindestens 1% höher war als die Häufigkeit, die

unter Placebo beobachtet wurde.

Die Häufigkeiten, welche in den Tabellen des gesamten Abschnitts 4.8

angegeben werden, sind: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10),

gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000), sehr

selten (< 1/10.000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der

verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkung

Infektionen und parasitäre

Erkrankungen

Häufig

Atemwegsinfektion

Erkrankungen des Blutes und des

Lymphsystems

Sehr selten

Leukopenie, Neutropenie und

Agranulozytose

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Sehr selten

Hyperkaliämie, Hyponatriämie

Erkrankungen des

Nervensystems

Häufig

Schwindel/Drehschwindel,

Kopfschmerzen

Erkrankungen der Atemwege, des

Brustraums und Mediastinums

Sehr selten

Husten

Sehr selten

Übelkeit

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Nicht bekannt

Durchfall

Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr selten

Erhöhte Leberenzymwerte,

Leberfunktionsstörungen oder Hepatitis

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Sehr selten

Angioödem, Hautausschlag, Urtikaria,

Pruritus

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Sehr selten

Rückenschmerzen, Arthralgie, Myalgie

Erkrankungen der Nieren und

Harnwege

Sehr selten

Einschränkung der Nierenfunktion,

einschließlich Nierenversagen bei

anfälligen Patienten (siehe Abschnitt

4.4)

In nachfolgender Tabelle sind Nebenwirkungen unter Hydrochlorothiazid-

Monotherapie bei einer Dosierung von üblicherweise 25 mg oder höher

aufgeführt.

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkung

Erkrankungen des Blutes und des

Lymphsystems

Selten

Leukopenie,

Neutropenie/Agranulozytose,

Thrombozytopenie, aplastische Anämie,

Knochenmarkdepression, hämolytische

Anämie

Erkrankungen des Immunsystems

Selten

Anaphylaktische Reaktionen

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Häufig

Hyperglykämie, Hyperurikämie,

Ungleichgewicht des

Elektrolythaushaltes (einschließlich

Hyponatriämie und Hypokaliämie)

Psychiatrische Erkrankungen

Selten

Schlafstörungen, Depressionen, Unruhe

Häufig

Benommenheit, Drehschwindel

Erkrankungen des

Nervensystems

Selten

Parästhesie

Augenerkrankungen

Selten

Vorübergehend unscharfes Sehen

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkung

Nicht bekannt

Akute Myopie, akutes

Engwinkelglaukom

Herzerkrankungen

Selten

Kardiale Arrhythmien

Gelegentlich

Orthostatische Hypotonie

Gefäßerkrankungen

Selten

Nekrotisierende Angiitis (Vaskulitis,

kutane Vaskulitis)

Erkrankungen der Atemwege, des

Brustraums und Mediastinums

Selten

Atemnot (inklusive Pneumonie und

Lungenödem)

Gelegentlich

Anorexie, Appetitverlust, Magenreizung,

Diarrhö, Obstipation

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Selten

Pankreatitis

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten

Ikterus (intrahepatischer cholestatischer

Ikterus)

Gelegentlich

Ausschlag, Urtikaria, Photosensibilität

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Selten

Toxische epidermale Nekrolyse,

Reaktionen ähnlich einem kutanen

Lupus erythematodes, Reaktivierung

eines kutanen Lupus erythematodes

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Selten

Muskelkrämpfe

Häufig

Glukosurie

Erkrankungen der Nieren und

Harnwege

Selten

Nierenfunktionsstörungen und

interstitielle Nephritis

Häufig

Schwäche

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Selten

Fieber

Häufig

Anstieg von Cholesterol und

Triglyzeriden

Untersuchungen

Selten

Anstieg von BUN und Serumkreatinin

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von

großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des

Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall

einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9 Überdosierung

Symptome

Aufgrund pharmakologischer Überlegungen ist es wahrscheinlich, dass eine

Überdosierung von Candesartan Cilexetil sich hauptsächlich als

symptomatische Hypotonie und als Schwindel manifestiert. In

Einzelfallberichten zu Überdosierungen (von bis zu 672 mg Candesartan

Cilexetil) verlief die Erholung der Patienten ohne Zwischenfälle.

Die Hauptmanifestation einer Überdosierung von Hydrochlorothiazid ist ein

akuter Flüssigkeits- und Elektrolytverlust. Symptome wie Schwindel, Hypotonie,

Durst, Tachykardie, ventrikuläre Arrhythmien, Sedierung/Bewusstseinstrübung

und Muskelkrämpfe können ebenfalls beobachtet werden.

Maßnahmen

Zur Behandlung einer Überdosierung mit der Kombination aus Candesartan

Cilexetil und Hydrochlorothiazid liegen keine spezifischen Informationen vor.

Die folgenden Maßnahmen werden jedoch für den Fall einer Überdosierung

vorgeschlagen.

Gegebenenfalls sollte die Auslösung von Erbrechen oder eine Magenspülung in

Erwägung gezogen werden. Eine eventuell auftretende symptomatische

Hypotonie sollte symptomatisch und unter Überwachung der Vitalzeichen

behandelt werden. Der Patient sollte in Rückenlage mit hochgelagerten Beinen

gebracht werden. Falls dies nicht ausreicht, sollte das Plasmavolumen durch

Infusion von physiologischer Kochsalzlösung vergrößert werden. Der

Serumelektrolyt- und der Säurehaushalt sollten kontrolliert und gegebenenfalls

korrigiert werden. Falls die oben genannten Maßnahmen nicht ausreichen,

können Sympathomimetika verabreicht werden.

Candesartan kann durch Hämodialyse nicht entfernt werden. Es ist nicht

bekannt, in welchem Maße Hydrochlorothiazid durch Hämodialyse entfernt wird.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-II-Antagonisten und Diuretika,

ATC-Code: C09DA06

Angiotensin II ist das primäre vasoaktive Hormon des Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems und spielt eine Rolle in der Pathophysiologie des

Bluthochdrucks und anderer kardiovaskulärer Erkrankungen. Es hat darüber

hinaus Bedeutung in der Pathogenese der Organhypertrophie und

Endorganschädigung. Die hauptsächlichen physiologischen Wirkungen von

Angiotensin II, wie z.B. Vasokonstriktion, Aldosteronstimulation, Regulation der

Salz- und Wasserhomöostase und Stimulation des Zellwachstums, werden über

den Rezeptortyp 1 (AT1) vermittelt.

Candesartan Cilexetil ist ein Prodrug, welches während der Resorption aus

dem Gastrointestinaltrakt durch Esterhydrolyse rasch in die aktive Wirkform

Candesartan umgewandelt wird. Candesartan ist ein für den AT1-Rezeptor

selektiver AIIRA, der stark an den Rezeptor bindet und langsam von ihm

dissoziiert. Es hat keine agonistische Aktivität.

Candesartan beeinflusst nicht ACE oder andere Enzymsysteme, die

normalerweise mit der Anwendung von ACE-Hemmern in Zusammenhang

stehen. Da keine Effekte auf den Abbau von Kininen oder den Metabolismus

anderer Substanzen, wie z.B. der Substanz P bestehen, sind AIIRAs

wahrscheinlich nicht mit Husten verbunden. In kontrollierten klinischen

Vergleichsstudien mit Candesartan Cilexetil und ACE-Hemmern war die

Häufigkeit von Husten bei den Patienten, die Candesartan Cilexetil erhielten,

geringer. Weder bindet Candesartan an, noch blockiert es andere

Hormonrezeptoren oder Ionenkanäle, die bekannterweise für die

kardiovaskuläre Regulation bedeutend sind. Der Antagonismus des AT1-

Rezeptors führt zu einem dosisabhängigen Anstieg des Plasma-Renin-

Spiegels, Angiotensin-I- und Angiotensin-II-Spiegel und zu einer Abnahme der

Plasma-Aldosteron-Konzentration.

Die Effekte von Candesartan Cilexetil 8-16 mg (durchschnittliche Dosis 12 mg)

einmal täglich auf die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität wurden in einer

randomisierten klinischen Studie mit 4937 älteren Patienten (70-89 Jahre alt;

21% 80 Jahre oder älter) mit leichter bis mittelschwerer Hypertonie über einen

Zeitraum von durchschnittlich 3,7 Jahren beobachtet (Study on COgnition and

Prognosis in the Elderly). Die Patienten erhielten Candesartan oder Placebo

und zusätzlich nach Bedarf eine andere blutdrucksenkende Behandlung. Der

Blutdruck wurde in der Candesartan-Gruppe von 166/90 auf 145/80 mmHg und

in der Kontrollgruppe von 167/90 auf 149/82 mmHg reduziert. Es gab keinen

statistisch signifikanten Unterschied im primären Endpunkt, schwere

kardiovaskuläre Ereignisse (kardiovaskuläre Mortalität, nicht tödlicher

Schlaganfall und nicht tödlicher Myokardinfarkt). In der Candesartan-Gruppe

gab es 26,7 Ereignisse pro 1000 Patientenjahren gegenüber 30,0 Ereignissen

pro 1000 Patientenjahren in der Kontrollgruppe (relatives Risiko 0,89; 95% KI

0,75 bis 1,06; p=0,19).

Hydrochlorothiazid hemmt die aktive Reabsorption von Natrium, hauptsächlich

in den distalen Nierentubuli, und fördert die Ausscheidung von Natrium, Chlorid

und Wasser. Die renale Exkretion von Kalium und Magnesium nimmt

dosisabhängig zu, während Calcium in höherem Maße reabsorbiert wird.

Hydrochlorothiazid vermindert das Plasmavolumen und die extrazelluläre

Flüssigkeit und verringert das Herzzeitvolumen und den Blutdruck. Bei der

Langzeittherapie trägt der verminderte periphere Widerstand zur

Blutdrucksenkung bei.

Große klinische Studien haben gezeigt, dass eine Langzeitbehandlung mit

Hydrochlorothiazid das Risiko von kardiovaskulärer Morbidität und Mortalität

senkt.

Candesartan und Hydrochlorothiazid haben additive blutdrucksenkende

Wirkungen.

Bei Patienten mit Hypertonie bewirkt die Kombination aus Candesartan Cilexetil

und Hydrochlorothiazid eine dosisabhängige, lang anhaltende Senkung des

arteriellen Blutdrucks ohne reflektorische Zunahme der Herzfrequenz. Es gibt

keinen Hinweis auf eine schwerwiegende oder überschießende First-Dose-

Hypotonie oder einen Rebound-Effekt nach Beendigung der Therapie. Nach

Gabe einer Einzeldosis der Kombination aus Candesartan Cilexetil und

Hydrochlorothiazid setzt die blutdrucksenkende Wirkung in der Regel innerhalb

von 2 Stunden ein. Bei kontinuierlicher Therapie wird die blutdrucksenkende

Wirkung im Wesentlichen innerhalb von 4 Wochen erreicht und bleibt bei einer

Langzeitbehandlung erhalten. Die Kombination aus Candesartan Cilexetil und

Hydrochlorothiazid 1-mal täglich bewirkt eine effektive und schonende

Blutdrucksenkung über 24 Stunden mit geringem Unterschied zwischen dem

maximalen und minimalen Effekt im Dosierungsintervall. In einer doppelblinden,

randomisierten Studie verringerte die Kombination Candesartan

Cilexetil/Hydrochlorothiazid 16 mg/12,5 mg 1-mal täglich den Blutdruck

signifikant stärker und kontrollierte signifikant mehr Patienten als die

Kombination Losartan/Hydrochlorothiazid 50 mg/12,5 mg 1-mal täglich.

In doppelblinden, randomisierten Studien war die Inzidenz unerwünschter

Ereignisse, insbesondere Reizhusten, bei der Behandlung mit Candesartan

Cilexetil/Hydrochlorothiazid geringer als bei der Behandlung mit einer

Kombination aus ACE-Hemmern und Hydrochlorothiazid.

In zwei klinischen Studien (randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert,

parallele Gruppen) mit 275 und 1524 randomisierten Patienten führten die

Candesartan Cilexetil/Hydrochlorothiazid-Kombinationen 32 mg/12,5 mg und 32

mg/25 mg zu Senkungen des Blutdrucks von 22/15 mmHg bzw. 21/14 mmHg

und waren signifikant effektiver als die jeweiligen Monokomponenten.

In einer randomisierten, doppelblinden klinischen Studie mit parallelen Gruppen

mit 1975 randomisierten Patienten, die durch 32 mg Candesartan Cilexetil 1-

mal täglich nicht optimal kontrolliert waren, bewirkte die Zugabe von 12,5 mg

oder 25 mg Hydrochlorothiazid zusätzliche Senkungen des Blutdrucks. Die

Candesartan Cilexetil/Hydrochlorothiazid-Kombination 32 mg/25 mg war

signifikant effektiver als die Kombination mit 32 mg/12,5 mg und die gesamten

durchschnittlichen Blutdrucksenkungen betrugen 16/10 mmHg bzw. 13/9

mmHg.

Candesartan Cilexetil/Hydrochlorothiazid ist bei Patienten unabhängig von Alter

und Geschlecht ähnlich wirksam.

Derzeit gibt es keine Daten zur Anwendung von Candesartan

Cilexetil/Hydrochlorothiazid bei Patienten mit

Nierenerkrankungen/Nephropathie, verminderter linksventrikulärer

Funktion/kongestiver Herzinsuffizienz und nach Myokardinfarkt.

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien ("ONTARGET" [ONgoing

Telmisartan Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und

"VA NEPHRON-D" [The Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die

gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit einem Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten untersucht.

Die "ONTARGET"-Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder

einer zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes

mellitus Typ 2 mit nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die "VA

NEPHRON-D"-Studie wurde bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und

diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale

und/oder kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität, während ein höheres

Risiko für Hyperkaliämie, akute Nierenschädigung und/oder Hypotonie im

Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer

pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf andere

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig

angewendet werden.

In der "ALTITUDE"-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using

Cardiovascular and Renal Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die

Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu einer Standardtherapie mit einem ACE-

Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit Diabetes

mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulärer

Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten

Risikos unerwünschter Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre

Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der Aliskiren-Gruppe numerisch

häufiger auf als in der Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte Ereignisse und

besondere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (Hyperkaliämie,

Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Die gleichzeitige Gabe von Candesartan Cilexetil und Hydrochlorothiazid hat

keine klinisch signifikanten Wirkungen auf die Pharmakokinetik des jeweils

anderen Arzneimittels.

Resorption und Verteilung

Candesartan Cilexetil

Nach oraler Gabe wird Candesartan Cilexetil in die aktive Wirkform

Candesartan umgewandelt. Die absolute Bioverfügbarkeit von Candesartan

beträgt nach einer oralen Candesartan Cilexetil-Lösung etwa 40%. Die relative

Bioverfügbarkeit der Tabletten-Formulierung von Candesartan Cilexetil

verglichen mit der gleichen oralen Lösung beträgt ca. 34% mit sehr geringer

Variabilität. Die mittlere Serumhöchstkonzentration (C

) wird 3-4 Stunden

nach Tabletteneinnahme erreicht. Die Candesartan-Serumkonzentrationen

steigen innerhalb des therapeutischen Dosierungsbereichs mit steigenden

Dosen linear an. Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Pharmakokinetik

von Candesartan wurden nicht beobachtet. Die Fläche unter der

Serumkonzentration/Zeit-Kurve (AUC) von Candesartan wird durch Nahrung

nicht signifikant beeinflusst.

Candesartan wird in hohem Maße an Plasmaproteine gebunden (mehr als

99%). Das apparente Verteilungsvolumen von Candesartan beträgt 0,1 l/kg.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid wird schnell aus dem Gastrointestinaltrakt mit einer

absoluten Bioverfügbarkeit von ca. 70% resorbiert. Die gleichzeitige Einnahme

von Nahrungsmitteln erhöht die Resorption um ca. 15%. Die Bioverfügbarkeit

kann sich bei Patienten mit Herzinsuffizienz und ausgeprägten Ödemen

verringern.

Die Plasmaproteinbindung von Hydrochlorothiazid beträgt ca. 60%. Das

apparente Verteilungsvolumen beträgt ca. 0,8 l/kg.

Biotransformation und Ausscheidung

Candesartan Cilexetil

Candesartan wird hauptsächlich unverändert über Urin und Galle und nur in

einem geringfügigen Umfang durch den Leber-Metabolismus (CYP2C9)

ausgeschieden. Vorhandene Interaktionsstudien zeigen keine Wirkungen auf

CYP2C9 und CYP3A4. Basierend auf in-vitro-Daten, würden in vivo keine

Wechselwirkungen mit Arzneimitteln erwartet werden, deren Metabolismus von

den Cytochrom-P450-Isoenzymen CYP1A2, CYP2A6, CYP2C9, CYP2C19,

CYP2D6, CYP2E1 oder CYP3A4 abhängig ist. Die terminale Halbwertszeit (t

von Candesartan beträgt ca. 9 Stunden. Nach Mehrfachgabe kommt es nicht zu

einer Akkumulation. Die Halbwertszeit von Candesartan bleibt unverändert

(ungefähr 9 Stunden) nach Verabreichung von Candesartan Cilexetil in

Kombination mit Hydrochlorothiazid. Nach wiederholter Gabe der Kombination

kommt es, verglichen mit der Monotherapie, zu keiner zusätzlichen

Akkumulation von Candesartan.

Die Gesamtplasma-Clearance von Candesartan beträgt ca. 0,37 ml/min/kg mit

einer renalen Clearance von etwa 0,19 ml/min/kg. Die renale Ausscheidung von

Candesartan erfolgt sowohl durch glomeruläre Filtration als auch durch aktive

tubuläre Sekretion. Nach einer oralen Dosis von

C-markiertem Candesartan

Cilexetil werden ungefähr 26% der Dosis als Candesartan und 7% als inaktiver

Metabolit mit dem Urin ausgeschieden, während ungefähr 56% der Dosis als

Candesartan und 10% als inaktiver Metabolit in den Fäzes wiedergefunden

werden.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid wird nicht metabolisiert und fast vollständig als

unveränderter Wirkstoff durch glomeruläre Filtration und aktive tubuläre

Sekretion ausgeschieden. Die terminale t

von Hydrochlorothiazid beträgt ca.

8 Stunden. Ca. 70% einer oralen Dosis werden innerhalb von 48 Stunden über

den Urin eliminiert. Die Halbwertszeit von Hydrochlorothiazid bleibt unverändert

(ungefähr 8 Stunden) nach Verabreichung von Hydrochlorothiazid in

Kombination mit Candesartan Cilexetil. Nach wiederholter Gabe der

Kombination kommt es, verglichen mit der Monotherapie, zu keiner zusätzlichen

Akkumulation von Hydrochlorothiazid.

Pharmakokinetik bei speziellen Populationen

Candesartan Cilexetil

Bei älteren Menschen (über 65 Jahre) sind C

und AUC von Candesartan um

ca. 50% bzw. 80% im Vergleich zu jungen Probanden erhöht. Das Ansprechen

des Blutdrucks und die Häufigkeit von unerwünschten Ereignissen sind jedoch

nach Verabreichung der Dosis von

Candesartan Cilexetil/Hydrochlorothiazid bei

jungen und älteren Patienten ähnlich (siehe Abschnitt 4.2).

Bei Patienten mit leicht bis mittelschwer eingeschränkter Nierenfunktion stiegen

und AUC von Candesartan während wiederholter Dosierung im Vergleich

zu Patienten mit normaler Nierenfunktion um ca. 50% bzw. 70% an, aber die

terminale t

blieb unverändert. Die entsprechenden Veränderungen bei

Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion betrugen ca. 50%

bzw. 110%. Die terminale t

von Candesartan war bei Patienten mit schwerer

Einschränkung der Nierenfunktion ungefähr verdoppelt. Die Pharmakokinetik

bei Dialysepatienten war ähnlich der von Patienten mit schwerer Einschränkung

der Nierenfunktion.

In zwei Studien, die beide Patienten mit leicht bis mittelschwer eingeschränkter

Leberfunktion einschlossen, gab es eine Zunahme der mittleren AUC von

Candesartan von ca. 20% in der einen Studie und 80% in der anderen Studie

(siehe Abschnitt 4.2). Es liegen keine Erfahrungen bei Patienten mit schwerer

Einschränkung der Leberfunktion vor.

Hydrochlorothiazid

Die terminale t

von Hydrochlorothiazid ist bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion verlängert.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Im Vergleich zu den Einzelbestandteilen gab es keine qualitativ neuen

toxikologischen Erkenntnisse für die Kombination. In präklinischen

Sicherheitsstudien hatte Candesartan selbst in hohen Dosen bei Mäusen,

Ratten, Hunden und Affen Wirkungen auf die Nieren und auf die Parameter der

roten Blutkörperchen. Candesartan führte zu einem Rückgang der Parameter

der roten Blutkörperchen (Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit). Effekte auf

die Nieren (wie z.B. Regeneration, Dilatation und Basophilie der Tubuli; erhöhte

Plasmakonzentrationen von Harnstoff und Kreatinin) wurden durch

Candesartan hervorgerufen, was eine Folge der hypotensiven Wirkung sein

könnte, welche zu Veränderungen der Nierendurchblutung führt. Die Zugabe

von Hydrochlorothiazid erhöht die Nephrotoxizität von Candesartan. Darüber

hinaus führte Candesartan zu Hyperplasie/Hypertrophie der juxtaglomerulären

Zellen. Man nimmt an, dass diese Veränderungen durch die pharmakologische

Aktivität von Candesartan verursacht werden und von geringer klinischer

Relevanz sind.

In der späten Trächtigkeit ist eine Fetotoxizität von Candesartan beobachtet

worden. Die zusätzliche Gabe von Hydrochlorothiazid wirkte sich nicht

signifikant auf das Ergebnis von Studien zur fetalen Entwicklung bei Ratten,

Mäusen und Kaninchen aus (siehe Abschnitt 4.6).

Candesartan und Hydrochlorothiazid zeigen beide in sehr hohen

Konzentrationen/Dosen genotoxische Aktivität. Daten aus in-vitro- und in-vivo-

Genotoxizitätstests zeigen, dass Candesartan und Hydrochlorothiazid unter

klinischer Anwendung wahrscheinlich keine mutagene oder klastogene Wirkung

haben.

Es gab keinen Hinweis darauf, dass eine der beiden Substanzen kanzerogen

ist.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Candesartan/HCT STADA GmbH 8 mg/12,5 mg Tabletten

Mannitol (E421)

Maisstärke

Copovidon

Glycerol

Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

Candesartan/HCT STADA GmbH 16 mg/12,5 mg Tabletten

Candesartan/HCT STADA GmbH 32 mg/25 mg Tabletten

Mannitol (E421)

Maisstärke

Copovidon

Eisenxoid gelb (E172)

Eisenoxid rot (E172)

Glycerol

Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

Candesartan/HCT STADA GmbH 32 mg/12,5 mg Tabletten

Mannitol (E421)

Maisstärke

Copovidon

Eisenoxid gelb (E172)

Glycerol

Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen

erforderlich.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

OPA/Al/PVC-Aluminiumblister

Candesartan/HCT STADA GmbH 8 mg/12,5 mg Tabletten

Blisterpackungen mit 7, 10, 14, 15, 28, 30, 50, 56, 90, 98, 98x1 (perforierter

Blister zur Abgabe von Einzeldosen), 100 und 300 Tabletten.

Candesartan/HCT STADA GmbH 16 mg/12,5 mg Tabletten

Blisterpackungen mit 7, 10, 14, 15, 28, 28x1 (perforierter Blister zur Abgabe von

Einzeldosen), 30, 50, 50x1 (perforierter Blister zur Abgabe von Einzeldosen),

56, 56x1 (perforierter Blister zur Abgabe von Einzeldosen), 90, 98, 98x1

(perforierter Blister zur Abgabe von Einzeldosen), 100 und 300 Tabletten.

Candesartan/HCT STADA GmbH 32 mg/12,5 mg Tabletten

Candesartan/HCT STADA GmbH 32 mg/25 mg Tabletten

Blisterpackungen mit 7, 10, 14, 15, 28, 28x1 (perforierter Blister zur Abgabe von

Einzeldosen), 30, 50, 50x1 (perforierter Blister zur Abgabe von Einzeldosen),

56, 56x1 (perforierter Blister zur Abgabe von Einzeldosen), 98, 98x1

(perforierter Blister zur Abgabe von Einzeldosen), 100 und 300 Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen

7. INHABER DER ZULASSUNG

STADA Arzneimittel GmbH

1190 Wien

8. ZULASSUNGSNUMMERN

Candesartan/HCT STADA GmbH 8 mg/12,5 mg Tabletten: 1-31737

Candesartan/HCT STADA GmbH 16 mg/12,5 mg Tabletten: 1-31738

Candesartan/HCT STADA GmbH 32 mg/12,5 mg Tabletten: 1-31739

Candesartan/HCT STADA GmbH 32 mg/25 mg Tabletten: 1-31740

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

02.01.2013

10. STAND DER INFORMATION

04/2018

VERSCHREIBUNGSPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig

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