Bortezomib ratiopharm 3,5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

25-05-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

25-05-2021

Wirkstoff:
BORTEZOMIB
Verfügbar ab:
Teva B.V.
ATC-Code:
L01XX32
INN (Internationale Bezeichnung):
BORTEZOMIB
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
137004
Berechtigungsdatum:
2016-07-07

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Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Bortezomib ratiopharm 3,5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Wirkstoff: Bortezomib

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Bortezomib ratiopharm und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Bortezomib ratiopharm beachten?

Wie ist Bortezomib ratiopharm anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Bortezomib ratiopharm aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was ist Bortezomib ratiopharm und wofür wird es angewendet?

Bortezomib ratiopharm enthält den Wirkstoff Bortezomib, einen so genannten „Proteasom-Inhibitor“.

Proteasomen spielen eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Zellfunktion und des Zellwachstums.

Indem Bortezomib ihre Funktion hemmt, kann es Krebszellen abtöten.

Bortezomib ratiopharm wird für die Behandlung des

multiplen Myeloms

(Krebsform des

Knochenmarks) bei Patienten über 18 Jahre angewendet:

als einziges Arzneimittel oder zusammen mit den Arzneimitteln pegyliertes, liposomales

Doxorubicin oder Dexamethason bei Patienten, deren Erkrankung sich weiter verschlechtert

hat (fortschreitet), nachdem sie bereits mindestens eine Behandlung erhalten haben, und bei

denen eine Blutstammzelltransplantation nicht erfolgreich war oder nicht durchgeführt werden

kann.

in Kombination mit den Arzneimitteln Melphalan und Prednison bei Patienten, deren

Erkrankung nicht vorbehandelt ist und die nicht für eine Hochdosis-Chemotherapie mit

Blutstammzelltransplantation geeignet sind.

in Kombination mit den Arzneimitteln Dexamethason oder Dexamethason zusammen mit

Thalidomid bei Patienten, deren Erkrankung nicht vorbehandelt ist und bevor sie eine

Hochdosis-Chemotherapie mit Blutstammzelltransplantation erhalten (Induktionsbehandlung).

Bortezomib ratiopharm wird für die Behandlung des Mantelzell-Lymphoms (Krebsform der

Lymphknoten) in Kombination mit den Arzneimitteln Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin und

Prednison bei Patienten ab 18 Jahren angewendet, deren Erkrankung nicht vorbehandelt ist und die

nicht für eine Blutstammzelltransplantation geeignet sind.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Bortezomib ratiopharm beachten?

Bortezomib ratiopharm darf NICHT angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Bortezomib, Bor oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie bestimmte

schwere

Lungen- oder Herzprobleme haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Ihrem Apotheker oder dem medizinischem Fachpersonal bevor Sie

Bortezomib ratiopharm anwenden, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft:

verminderte Anzahl von roten oder weißen Blutkörperchen

Blutungsneigung und/oder verminderte Anzahl an Blutplättchen

Durchfall, Verstopfung, Übelkeit oder Erbrechen

Ohnmachtsanfälle, Schwindel oder Benommenheit in der Vergangenheit

Nierenprobleme

mäßige bis schwere Leberprobleme

Taubheitsgefühl, Prickeln oder Schmerzen in den Händen oder Füßen (Neuropathie) in der

Vergangenheit

Herz- oder Blutdruckprobleme

Kurzatmigkeit oder Husten

Krampfanfälle

Gürtelrose (örtlich begrenzt einschließlich um die Augen herum oder über den Körper verteilt)

Symptome eines Tumor-Lyse-Syndroms, wie zum Beispiel Muskelkrämpfe, Muskelschwäche,

Verwirrtheit, Sehverlust oder Sehstörungen und Kurzatmigkeit

Gedächtnisverlust, Probleme beim Denken, Schwierigkeiten beim Gehen oder Verlust des

Sehvermögens. Dies können Anzeichen einer ernstzunehmenden Infektion des Gehirns sein

und Ihr Arzt kann weitere Untersuchungen und Nachkontrollen empfehlen.

Vor und während der Behandlung mit Bortezomib ratiopharm müssen Ihnen regelmäßig Blutproben

entnommen werden, um die Anzahl Ihrer Blutkörperchen regelmäßig zu überprüfen.

Wenn Sie ein Mantelzell-Lymphom haben und zusammen mit Bortezomib ratiopharm das

Arzneimittel Rituximab erhalten, informieren Sie Ihren Arzt:

wenn Sie glauben, dass Sie gerade eine Hepatitis-Infektion haben oder in der Vergangenheit

eine hatten. In einigen Fällen könnte es bei Patienten, die eine Hepatitis-B-Infektion hatten, zu

einem erneuten Auftreten der Hepatitis kommen, die tödlich verlaufen kann. Wenn Sie in der

Vergangenheit eine Hepatitis-B-Infektion hatten, werden Sie von Ihrem Arzt sorgfältig auf

Anzeichen einer aktiven Hepatitis-B-Infektion untersucht.

Bevor die Behandlung mit Bortezomib ratiopharm beginnt, lesen Sie die Packungsbeilagen aller

Arzneimittel, die Sie in Kombination mit Bortezomib ratiopharm einnehmen, um Informationen zu

diesen Arzneimitteln zu erhalten. Wenn Thalidomid angewendet wird, muss besonders darauf geachtet

werden, einen Schwangerschaftstest und erforderliche Verhütungsmaßnahmen durchzuführen (siehe

Abschnitt Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit).

Kinder und Jugendliche

Bortezomib ratiopharm soll bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden, da die

Auswirkungen dieses Arzneimittels auf Kinder und Jugendliche nicht bekannt sind.

Anwendung von Bortezomib ratiopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt insbesondere, wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die einen der folgenden

Wirkstoffe enthalten:

Ketoconazol, zur Behandlung von Pilzinfektionen

Ritonavir, zur Behandlung von HIV-Infektionen

Rifampicin, ein Antibiotikum zur Behandlung bakterieller Infektionen

Carbamazepin, Phenytoin oder Phenobarbital zur Behandlung von Epilepsie

Johanniskraut (

Hypericum perforatum

), gegen Depression oder andere Beschwerden

orale Antidiabetika

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Sie dürfen Bortezomib ratiopharm

nicht

anwenden, wenn Sie schwanger sind, es sei denn, es ist

absolut erforderlich.

Sowohl Männer als auch Frauen müssen während der Behandlung mit Bortezomib ratiopharm und für

weitere 3 Monate nach Behandlungsende eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Kommt es

trotz dieser Maßnahmen zu einer Schwangerschaft, informieren Sie

unverzüglich

Ihren Arzt.

Sie dürfen während der Behandlung mit Bortezomib ratiopharm

nicht

stillen. Sprechen Sie mit Ihrem

Arzt, ab wann es unbedenklich ist, nach der Behandlung mit Bortezomib ratiopharm mit dem Stillen

wieder zu beginnen.

Thalidomid verursacht Geburtsfehler und

Tod des ungeborenen Kindes

. Wenn Sie Bortezomib

ratiopharm in Kombination mit Thalidomid erhalten, MÜSSEN Sie sich an das Thalidomid-

Schwangerschafts- Präventionsprogramm halten (siehe Packungsbeilage Thalidomid).

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und die Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Bortezomib ratiopharm kann Müdigkeit, Schwindel, Ohnmachtsanfälle oder verschwommenes Sehen

verursachen. Wenn derartige Nebenwirkungen bei Ihnen auftreten, dürfen Sie

nicht

Straßenverkehr teilnehmen oder Werkzeuge oder Maschinen bedienen; auch wenn Sie diese

Wirkungen nicht verspüren, müssen Sie dennoch vorsichtig sein.

Wie ist Bortezomib ratiopharm anzuwenden?

Ihr Arzt wird Ihre Bortezomib ratiopharm-Dosis nach Ihrer Größe und Ihrem Gewicht

(Körperoberfläche) berechnen. Die normale Anfangsdosis von Bortezomib ratiopharm beträgt 1,3

mg/m² Körperoberfläche zweimal wöchentlich.

Ihr Arzt kann die Dosis und die Gesamtzahl der Behandlungszyklen je nach Ansprechen auf die

Behandlung, dem Auftreten bestimmter Nebenwirkungen und Ihrem Gesundheitszustand ändern (z.B.

Leberprobleme).

Fortschreitendes multiples Myelom

Wenn Bortezomib ratiopharm

allein

angewendet wird, erhalten Sie 4 Dosen intravenös oder subkutan

an den Tagen 1, 4, 8 und 11, danach folgt eine 10-tägige Behandlungspause. Dieser Zeitraum von 21

Tagen (3 Wochen) entspricht einem Behandlungszyklus. Sie können bis zu 8 Zyklen (24 Wochen)

erhalten.

Möglicherweise wird Ihnen Bortezomib ratiopharm zusammen mit den Arzneimitteln pegyliertes,

liposomales Doxorubicin oder Dexamethason gegeben.

Wenn Bortezomib ratiopharm

zusammen mit pegyliertem, liposomalen Doxorubicin

gegeben wird,

erhalten Sie Bortezomib ratiopharm intravenös oder subkutan in einem Behandlungszyklus von 21

Tagen und pegyliertes, liposomales Doxorubicin 30 mg/m

wird nach der Injektion von Bortezomib

ratiopharm durch intravenöse Infusion an Tag 4 des Bortezomib ratiopharm-Behandlungszyklus von

21 Tagen angewendet.

Sie können bis zu 8 Zyklen (24 Wochen) erhalten.

Wenn Bortezomib ratiopharm

zusammen mit Dexamethason

gegeben wird, erhalten Sie Bortezomib

ratiopharm intravenös oder subkutan in einem Behandlungszyklus von 21 Tagen und Dexamethason

20 mg nehmen Sie an den Tagen 1, 2, 4, 5, 8, 9, 11 und 12 des Bortezomib ratiopharm -

Behandlungszyklus von 21 Tagen ein.

Sie können bis zu 8 Zyklen (24 Wochen) erhalten.

Nicht vorbehandeltes multiples Myelom

Wenn es sich bei Ihrer Erkrankung um ein bisher

nicht

behandeltes multiples Myelom handelt und

nicht geeignet sind

für eine Blutstammzelltransplantation, erhalten Sie Bortezomib ratiopharm

zusammen mit zwei weiteren Arzneimitteln: Melphalan und Prednison.

In diesem Fall dauert ein Behandlungszyklus 42 Tage (6 Wochen). Sie werden 9 Zyklen (54 Wochen)

erhalten.

In den Zyklen 1 bis 4 wird Bortezomib ratiopharm zweimal pro Woche angewendet an den

Tagen 1, 4, 8, 11, 22, 25, 29 und 32.

In den Zyklen 5 bis 9 wird Bortezomib ratiopharm einmal pro Woche angewendet an den

Tagen 1, 8, 22 und 29.

Melphalan (9 mg/m²) und Prednison (60 mg/m²) nehmen Sie an den Tagen 1, 2, 3 und 4 der jeweils

ersten Woche eines jeden Behandlungszyklus ein.

Wenn es sich bei Ihrer Erkrankung um ein bisher

nicht

behandeltes multiples Myelom handelt und

geeignet sind

für eine Blutstammzelltransplantation, erhalten Sie Bortezomib ratiopharm intravenös

oder subkutan zusammen mit dem Arzneimittel Dexamethason oder mit den Arzneimitteln

Dexamethason und Thalidomid als Induktionsbehandlung.

Wenn Bortezomib ratiopharm

zusammen mit Dexamethason

gegeben wird, erhalten Sie Bortezomib

ratiopharm intravenös oder subkutan in einem Behandlungszyklus von 21 Tagen und Dexamethason

40 mg nehmen Sie an den Tagen 1, 2, 3, 4, 8, 9, 10 und 11 des Bortezomib ratiopharm-

Behandlungszyklus von 21 Tagen ein. Sie werden 4 Zyklen (12 Wochen) erhalten.

Wenn Bortezomib ratiopharm

zusammen mit Thalidomid und Dexamethason

gegeben wird, dauert

ein Behandlungszyklus 28 Tage (4 Wochen).

Dexamethason 40 mg nehmen Sie an den Tagen 1, 2, 3, 4, 8, 9, 10 und 11 des Bortezomib ratiopharm-

Behandlungszyklus von 28 Tagen ein. Thalidomid nehmen Sie täglich in einer Dosis von 50 mg bis

zum Tag 14 des ersten Zyklus ein. Bei Verträglichkeit wird die Dosis auf 100 mg an Tag 15 bis 28

erhöht und kann ab dem zweiten Zyklus weiter auf 200 mg täglich erhöht werden.

Sie können bis zu 6 Zyklen (24 Wochen) erhalten.

Nicht vorbehandeltes Mantelzell-Lymphom

Wenn es sich bei Ihrer Erkrankung um ein bisher

nicht

behandeltes Mantelzell-Lymphom handelt,

erhalten Sie Bortezomib ratiopharm intravenös oder subkutan

zusammen mit den Arzneimitteln

Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin und Prednison.

Bortezomib ratiopharm erhalten Sie intravenös oder subkutan an den Tagen 1, 4, 8 und 11, gefolgt von

einer Behandlungspause. Ein Behandlungszyklus dauert 21 Tage (3 Wochen). Sie können bis zu 8 (24

Wochen) Zyklen erhalten.

Die folgenden Arzneimittel werden an Tag 1 eines jeden Bortezomib ratiopharm-Behandlungszyklus

von 21 Tagen als intravenöse Infusionen angewendet:

Rituximab 375 mg/m

, Cyclophosphamid 750 mg/m

und Doxorubicin 50 mg/m

Prednison 100 mg/m

nehmen Sie an den Tagen 1, 2, 3, 4 und 5 des Bortezomib ratiopharm-

Behandlungszyklus ein.

Wie Bortezomib ratiopharm angewendet wird

Dieses Arzneimittel ist zur intravenösen oder subkutanen Anwendung bestimmt. Bortezomib

ratiopharm wird von medizinischem Fachpersonal mit Erfahrung in der Anwendung von

zytotoxischen Arzneimitteln gegeben.

Das Bortezomib ratiopharm Pulver muss sich vor der Anwendung vollständig aufgelöst haben. Dies

wird von medizinischem Fachpersonal durchgeführt. Die gebrauchsfertige Lösung wird dann entweder

in eine Vene oder unter die Haut injiziert. Die Injektion in eine Vene erfolgt schnell, d.h. innerhalb

von 3 bis 5 Sekunden. Die Injektion unter die Haut erfolgt entweder in den Oberschenkel oder in den

Bauch.

Wenn zu viel Bortezomib ratiopharm angewendet wurde

Da Ihnen dieses Arzneimittel von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal gegeben wird, ist

es unwahrscheinlich, dass Sie zu viel erhalten. Im unwahrscheinlichen Fall einer Überdosierung wird

Ihr Arzt Sie auf Nebenwirkungen hin überwachen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt,

Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen. Einige dieser Nebenwirkungen können schwerwiegend sein.

Wenn Sie Bortezomib ratiopharm für die Behandlung eines multiplen Myeloms oder eines Mantelzell-

Lymphoms erhalten,

informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt

, wenn Sie eines der folgenden

Symptome bemerken:

Muskelkrämpfe, Muskelschwäche

Verwirrtheit, Sehverlust oder Sehstörungen, Erblindung, Krämpfe, Kopfschmerzen

Kurzatmigkeit, Schwellung der Füße oder Veränderung Ihrer Herzschlagfrequenz, hoher

Blutdruck, Müdigkeit, Ohnmacht

Schwierigkeiten beim Husten und Atmen oder Engegefühl in der Brust.

Die Behandlung mit Bortezomib ratiopharm kann sehr häufig zu einer Verminderung der roten und

weißen Blutkörperchen und Blutplättchen führen. Daher müssen Ihnen vor und während der

Behandlung mit Bortezomib ratiopharm regelmäßig Blutproben entnommen werden, um die Anzahl

Ihrer Blutkörperchen regelmäßig zu überprüfen. Es kommt bei Ihnen eventuell zu einer verminderten

Anzahl:

der Blutplättchen, wodurch Sie möglicherweise anfälliger für Blutergüsse oder Blutungen

ohne offensichtliche Verletzungen (z.B. Blutungen aus Ihrem Darm, Magen, Mund und

Zahnfleisch oder Blutungen im Gehirn oder der Leber) sind

der roten Blutkörperchen, was zu einer Blutarmut mit Symptomen wie Müdigkeit und Blässe

führen kann

der weißen Blutkörperchen, wodurch Sie möglicherweise anfälliger für Infektionen oder

grippeähnliche Symptome sind.

Im Folgenden sind die Nebenwirkungen aufgeführt, die möglicherweise bei Ihnen auftreten können,

wenn Sie Bortezomib ratiopharm für die Behandlung eines multiplen Myeloms erhalten:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Überempfindlichkeit, Taubheitsgefühl, Prickeln oder Brennen der Haut oder Schmerzen in

den Händen oder Füßen aufgrund von Nervenschädigungen

Verminderung der Anzahl roter und/oder weißer Blutkörperchen (siehe oben)

Fieber

Übelkeit oder Erbrechen, Appetitverlust

Verstopfung mit oder ohne Blähungen (kann schwerwiegend sein)

Durchfall: Wenn Sie Durchfall bekommen, ist es wichtig, dass Sie mehr Wasser als

gewöhnlich trinken. Möglicherweise verschreibt Ihnen Ihr Arzt ein zusätzliches Arzneimittel,

um den Durchfall zu behandeln

Müdigkeit (Fatigue), Schwächegefühl

Muskelschmerzen, Knochenschmerzen

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Niedriger Blutdruck, plötzlicher Abfall des Blutdrucks beim Stehen, was zu einer Ohnmacht

führen kann

Hoher Blutdruck

Verminderte Funktion Ihrer Nieren

Kopfschmerz

Generelles Krankheitsgefühl, Schmerzen, Schwindel, leichte Benommenheit, Schwächegefühl

oder Bewusstseinsverlust

Schüttelfrost

Infektionen, einschließlich Lungenentzündung, Infektionen der Atemwege, Bronchitis,

Pilzinfektionen, Husten mit Auswurf, Grippe-ähnliche Erkrankung

Gürtelrose (örtlich begrenzt einschließlich um die Augen herum oder über den Körper verteilt)

Schmerzen in der Brust oder Kurzatmigkeit unter Belastung

Verschiedene Arten von Hautausschlag

Juckreiz der Haut, Knötchen auf der Haut oder trockene Haut.

Gesichtsrötung oder feinste geplatzte Äderchen

Hautrötung

Austrocknung

Sodbrennen, Blähungen, Aufstoßen, Winde, Magenschmerzen, Darm- oder Magenblutungen

Veränderung der Leberfunktion

Entzündungen im Mund oder der Lippen, trockener Mund, Geschwüre im Mund oder

Halsschmerzen

Gewichtabnahme, Verlust des Geschmackssinnes

Muskelkrämpfe, Muskelspasmen, Muskelschwäche, Gliederschmerzen

Verschwommenes Sehen

Infektion der äußersten Schichten des Auges und der Innenseite der Augenlider

(Konjunktivitis)

Nasenbluten

Schwierigkeiten oder Probleme beim Schlafen, Schwitzen, Angstzustände,

Stimmungsschwankungen, depressive Stimmung, Unruhe oder Aufregung, Veränderungen

Ihres psychischen Zustandes, Orientierungsstörung

Anschwellungen des Körpers einschließlich um die Augen herum und anderer Körperstellen

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Herzversagen, Herzinfarkt, Schmerzen in der Brust, Beschwerden in der Brust, erhöhter oder

verminderter Herzschlag

Nierenversagen

Venenentzündung, Blutgerinnsel in Ihren Venen und Lungen

Störung der Blutgerinnung

Unzureichende Durchblutung

Entzündung des Herzbeutels oder Flüssigkeit um Ihr Herz

Infektionen einschließlich Harnwegsinfektionen, Grippe, Herpesvirus-Infektionen,

Ohreninfektion und Zellgewebsentzündung

Blutige Stühle oder Blutungen der Schleimhäute, z.B. im Mund, in der Scheide

Erkrankungen der Hirngefäße

Lähmungen, Krampfanfälle, Stürze, Bewegungsstörungen, ungewöhnliche, veränderte oder

verminderte Sinnesempfindung (Fühlen, Hören, Schmecken, Riechen),

Aufmerksamkeitsstörung, Zittern, Zuckungen

Arthritis, einschließlich Entzündung der Gelenke in den Fingern, Zehen und im Kiefer

Störungen, die Ihre Lungen beeinträchtigen und eine ausreichende Versorgung Ihres Körpers

mit Sauerstoff verhindern. Einige davon umfassen Schwierigkeiten beim Atmen,

Kurzatmigkeit, Kurzatmigkeit ohne körperliche Belastung, oberflächliche oder beschwerliche

Atmung oder Aussetzen der Atmung, Keuchen

Schluckauf, Sprachstörungen

Erhöhte oder geringere Urinproduktion (aufgrund von Nierenschädigung), Schmerzen beim

Wasserlassen oder Blut/Eiweiß im Urin, Wassereinlagerungen

Veränderte Bewusstseinslage, Verwirrtheit, Gedächtnisstörung oder Gedächtnisverlust

Überempfindlichkeit

Gehörverlust, Taubheit oder Klingeln in den Ohren, Ohrenbeschwerden

Hormonelle Störungen, die Auswirkungen auf die Salz- und Wasserrückgewinnung haben

Überaktivität der Schilddrüse

Nicht ausreichende Insulinproduktion oder vermindertes Ansprechen auf Insulin

Gereizte oder entzündete Augen, übermäßig feuchte Augen, schmerzende Augen, trockene

Augen, Augeninfektionen, Hagelkorn (Chalazion), rote und geschwollene Augenlider,

Ausfluss aus den Augen, gestörtes Sehen, Augenblutungen

Anschwellung Ihrer Lymphdrüsen

Gelenk- oder Muskelsteifigkeit, Schweregefühl, Schmerzen in der Leiste

Haarausfall und veränderte Haarstruktur

Allergische Reaktionen

Rötung oder Schmerzen an der Injektionsstelle

Schmerzen im Mund

Infektionen oder Entzündung im Mund, Geschwüre in Mund, Speiseröhre und Magen und

Darm, manchmal mit Schmerzen oder Blutungen verbunden, verlangsamte Darmtätigkeit

(einschließlich Verstopfung), Beschwerden in Bauch oder Speiseröhre, Schwierigkeiten beim

Schlucken, blutiges Erbrechen

Hautinfektionen

Bakterielle und virale Infektionen

Infektion der Zähne

Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Gallengangverstopfung

Schmerzen im Genitalbereich, Erektionsprobleme

Gewichtszunahme

Durst

Hepatitis

Beschwerden an der Injektionsstelle oder durch die Injektion ausgelöste Beschwerden

Hautreaktionen und Hauterkrankungen (die stark ausgeprägt und lebensbedrohlich sein

können), Hautgeschwüre

Blutergüsse, Stürze und Verletzungen

Entzündung oder Blutungen der Blutgefäße, die als kleine rote oder violette Punkte

(gewöhnlich an den Beinen) bis hin zu großen Blutergussartigen Flecken unter der Haut oder

dem Gewebe sichtbar sein können

Gutartige Zysten

Eine schwere reversible Erkrankung des Gehirns einschließlich Krampfanfällen,

Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Verwirrtheit, Erblindung oder anderen

Sehstörungen.

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Herzprobleme, einschließlich Herzinfarkt, Brustengegefühl (Angina)

Erröten

Verfärbung der Venen

Entzündung der Rückenmarksnerven

Ohrprobleme, Blutungen des Ohres

Unterfunktion Ihrer Schilddrüse

Budd-Chiari Syndrom (klinische Symptome werden durch einen Verschluss der Lebervenen

verursacht)

Veränderungen der Darmfunktion oder ungewöhnliche Darmfunktion

Blutungen im Gehirn

Gelbe Verfärbung der Augen und der Haut (Gelbsucht)

Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion (anaphylaktischer Schock). Diese kann

umfassen: Schwierigkeiten beim Atmen, Brustschmerz, Brustenge, Schwindel,

Schwächegefühl, starken Juckreiz der Haut, tastbare Knoten auf der Haut, Schwellung des

Gesichtes, der Lippen, der Zunge und/oder der Kehle (was zu Schwierigkeiten beim

Schlucken führen kann) und Kollaps

Erkrankung der Brust

Scheidenrisse

Schwellungen im Genitalbereich

Fehlende Alkoholverträglichkeit

Auszehrung oder Verlust von Körpermasse

Verstärkter Appetit

Fistel

Flüssigkeitsansammlung im Gelenk

Zysten im Gelenkbereich (synoviale Zysten)

Frakturen

Abbau von Bestandteilen der Muskelfasern, die zu anderen Komplikationen führen

Anschwellung der Leber, Leberblutungen

Krebserkrankung der Niere

Der Schuppenflechte ähnelnde Hauterscheinungen

Krebserkrankung der Haut

Blasse Haut

Vermehrung der Blutplättchen oder Plasmazellen (eine Art der weißen Blutkörperchen) im

Blut

Blutgerinnsel in kleinen Blutgefäßen (thrombotische Mikroangiopathie)

Ungewöhnliche Reaktion auf Bluttransfusionen

Teilweiser oder totaler Verlust des Sehvermögens

Verminderter Geschlechtstrieb

Vermehrter Speichelfluss

Geschwollene Augen

Lichtempfindlichkeit

Schnelle Atmung

Rektaler Schmerz

Gallensteine

Leistenbruch

Verletzungen

Brüchige oder weiche Nägel

Ungewöhnliche Proteinablagerungen in Ihren lebenswichtigen Organen

Koma

Darmgeschwüre

Multiorganversagen

Schwerwiegende Nervenentzündung, die Lähmungen und Schwierigkeiten beim Atmen

hervorrufen kann (Guillain-Barré-Syndrom)

Im Folgenden sind die Nebenwirkungen aufgeführt, die möglicherweise bei Ihnen auftreten

können, wenn Sie Bortezomib ratiopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln für die

Behandlung eines Mantelzell- Lymphoms erhalten:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Lungenentzündung

Appetitverlust

Überempfindlichkeit, Taubheitsgefühl, Prickeln oder Brennen der Haut oder Schmerzen in

den Händen oder Füßen aufgrund von Nervenschädigungen

Übelkeit und Erbrechen

Durchfall

Geschwüre im Mund

Verstopfung

Muskelschmerzen, Knochenschmerzen

Haarausfall und veränderte Haarstruktur

Müdigkeit (Fatigue), Schwächegefühl

Fieber

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gürtelrose (örtlich begrenzt einschließlich um die Augen herum oder über den Körper verteilt)

Herpesvirus-Infektionen

Bakterielle und virale Infektionen

Infektionen der Atemwege, Bronchitis, Husten mit Auswurf, Grippe-ähnliche Erkrankung

Pilzinfektionen

Überempfindlichkeit (allergische Reaktion)

Nicht ausreichende Insulinproduktion oder vermindertes Ansprechen auf Insulin

Wassereinlagerungen

Schwierigkeiten oder Probleme beim Schlafen

Bewusstseinsverlust

Veränderte Bewusstseinslage, Verwirrtheit

Schwindelgefühl

Erhöhter Herzschlag, hoher Blutdruck, Schwitzen

Sehstörung, verschwommenes Sehen

Herzversagen, Herzinfarkt, Schmerzen in der Brust, Beschwerden in der Brust, erhöhter oder

verminderter Herzschlag

Hoher oder niedriger Blutdruck

Plötzlicher Abfall des Blutdrucks beim Aufstehen, was zu einer Ohnmacht führen kann

Kurzatmigkeit unter Belastung

Husten

Schluckauf

Klingeln in den Ohren, Ohrenbeschwerden

Darm- oder Magenblutungen

Sodbrennen

Magenschmerzen, Blähungen

Schwierigkeiten beim Schlucken

Infektionen oder Entzündung im Magen und Darm

Magenschmerzen

Entzündungen im Mund oder der Lippen, Halsschmerzen

Veränderung der Leberfunktion

Juckreiz der Haut

Hautrötung

Hautausschlag

Muskelkrämpfe

Harnwegsinfektion

Gliederschmerzen

Anschwellungen des Körpers einschließlich um die Augen herum und anderer Körperstellen

Schüttelfrost

Rötung und Schmerzen an der Injektionsstelle

Generelles Krankheitsgefühl

Gewichtsabnahme

Gewichtszunahme

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Hepatitis

Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion (anaphylaktischer Schock). Diese kann

umfassen: Schwierigkeiten beim Atmen, Brustschmerz, Brustenge, Schwindel,

Schwächegefühl, starken Juckreiz der Haut, tastbare Knoten auf der Haut, Schwellung des

Gesichtes, der Lippen, der Zunge und/oder der Kehle (was zu Schwierigkeiten beim

Schlucken führen kann) und Kollaps

Bewegungsstörungen, Lähmungen, Zuckungen

Schwindel

Gehörverlust, Taubheit

Störungen, die Ihre Lungen beeinträchtigen und eine ausreichende Versorgung Ihres Körpers

mit Sauerstoff verhindern. Einige davon umfassen Schwierigkeiten zu atmen, Kurzatmigkeit,

Kurzatmigkeit ohne körperliche Anstrengung, oberflächliche oder beschwerliche Atmung oder

Aussetzen der Atmung, Keuchen

Blutgerinnsel in Ihren Lungen

Gelbe Verfärbung der Augen und der Haut (Gelbsucht)

Hagelkorn (Chalazion), rote und geschwollene Augenlider

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Blutgerinnsel in kleinen Blutgefäßen (thrombotische Mikroangiopathie)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Bortezomib ratiopharm aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Durchstechflasche nach „Verw. bis“ und auf dem

Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen

erforderlich. Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Lösung wurde für 24 Stunden bei

25° C nachgewiesen (Lagerung in der Original-Durchstechflasche und/oder in einer Spritze). Aus

mikrobiologischer Sicht, außer das Verfahren des Öffnens/Rekonstruierens schließt das Risiko einer

mikrobiellen Kontamination aus, muss die gebrauchsfertige Lösung nach der Zubereitung

unverzüglich angewendet werden. Wenn die gebrauchsfertige Lösung nicht unverzüglich eingesetzt

wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung vor der Anwendung

verantwortlich.

Bortezomib ratiopharm ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt. Entsorgen Sie Arzneimittel nicht

im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist,

wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Bortezomib ratiopharm enthält

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Bortezomib ratiopharm 3,5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Durchstechflasche enthält 3,5 mg Bortezomib (als ein Mannitol-Boronsäureester).

Nach Zubereitung mit 1,4 ml, enthält 1 ml der subkutanen Injektionslösung 2,5 mg Bortezomib.

Nach Zubereitung mit 3,5 ml enthält 1 ml der intravenösen Injektionslösung 1 mg Bortezomib.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung.

Weiße bis gebrochen weiße Masse oder Pulver.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Bortezomib ratiopharm als Monotherapie oder in Kombination mit pegyliertem, liposomalen

Doxorubicin oder Dexamethason ist indiziert für die Behandlung erwachsener Patienten mit

progressivem, multiplen Myelom, die mindestens 1 vorangehende Therapie durchlaufen haben und die

sich bereits einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation unterzogen haben oder für diese nicht

geeignet sind.

Bortezomib ratiopharm ist in Kombination mit Melphalan und Prednison für die Behandlung

erwachsener Patienten mit bisher unbehandeltem multiplen Myelom indiziert, die für eine Hochdosis-

Chemotherapie mit hämatopoetischer Stammzelltransplantation nicht geeignet sind.

Bortezomib ratiopharm ist in Kombination mit Dexamethason oder mit Dexamethason und

Thalidomid für die Induktionsbehandlung erwachsener Patienten mit bisher unbehandeltem multiplen

Myelom indiziert, die für eine Hochdosis-Chemotherapie mit hämatopoetischer

Stammzelltransplantation geeignet sind.

Bortezomib ratiopharm ist in Kombination mit Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin und

Prednison für die Behandlung erwachsener Patienten mit bisher unbehandeltem Mantelzell-Lymphom

indiziert, die für eine hämatopoetische Stammzelltransplantation nicht geeignet sind.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Die Behandlung mit Bortezomib ratiopharm darf nur unter Aufsicht eines Arztes, der Erfahrungen in

der Behandlung von Krebspatienten hat, initiiert werden. Jedoch kann Bortezomib ratiopharm von

medizinischem Fachpersonal angewendet werden, das Erfahrungen in der Anwendung von

Chemotherapeutika hat. Bortezomib ratiopharm muss von medizinischem Fachpersonal zubereitet

werden (siehe Abschnitt 6.6).

Dosierung bei Behandlung des progressiven multiplen Myeloms (Patienten, die mindestens eine

vorangehende Therapie durchlaufen haben)

Monotherapie

Bortezomib ratiopharm 3,5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung wird durch intravenöse

oder subkutane Injektion in der empfohlenen Dosis von 1,3 mg/m

Körperoberfläche zweimal

wöchentlich über einen Zeitraum von zwei Wochen an den Tagen 1, 4, 8 und 11 in einem

Behandlungszyklus von 21 Tagen angewendet. Dieser Zeitraum von 3 Wochen wird als ein

Behandlungszyklus angesehen.

Es wird empfohlen, Patienten 2 Zyklen lang mit Bortezomib ratiopharm zu behandeln, nachdem ein

vollständiges Ansprechen bestätigt wurde. Darüber hinaus wird empfohlen, Patienten, die auf das

Arzneimittel ansprechen, aber die keine vollständige Krankheitsremission zeigen, insgesamt 8

Behandlungszyklen lang mit Bortezomib ratiopharm zu behandeln.

Zwischen den aufeinanderfolgenden Bortezomib ratiopharm-Dosen sollen mindestens 72 Stunden

vergehen.

Dosisanpassungen während der Behandlung und nach erneutem Beginn einer Behandlung bei

Monotherapie

Die Bortezomib ratiopharm -Behandlung muss bei Auftreten jeglicher nicht-hämatologischer

Toxizitäten des Schweregrades 3 oder jeglicher hämatologischer Toxizitäten des Schweregrades 4 mit

Ausnahme einer Neuropathie (wie weiter unten besprochen) ausgesetzt werden (siehe auch Abschnitt

4.4). Nach Abklingen der Toxizitätssymptome kann die Bortezomib ratiopharm-Behandlung mit einer

um 25% reduzierten Dosis erneut aufgenommen werden (1,3 mg/m

herabgesetzt auf 1,0 mg/m

; 1,0

mg/m

herabgesetzt auf 0,7 mg/m

). Wenn die Toxizitätsreaktion nicht abklingt oder auch bei der

niedrigsten Dosierung erneut auftritt, muss ein Abbruch der Bortezomib ratiopharm -Behandlung in

Betracht gezogen werden, außer der Nutzen der Behandlung übersteigt eindeutig das Risiko.

Neuropathischer Schmerz und/oder periphere Neuropathien

Patienten, bei denen im Zusammenhang mit der Bortezomib-Behandlung neuropathische Schmerzen

und/oder periphere Neuropathien auftreten, müssen entsprechend den Angaben in Tabelle 1 behandelt

werden (siehe Abschnitt 4.4). Patienten mit vorbestehender, schwerer Neuropathie dürfen nur nach

vorheriger sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung mit Bortezomib ratiopharm behandelt werden.

Tabelle 1: Empfohlene* Dosisanpassungen bei Bortezomib-assoziierter Neuropathie

Schweregrad der Neuropathie

Dosierungsanpassung

Schweregrad 1 (asymptomatisch; Verlust von

Sehnenreflexen oder Parästhesie) ohne

Schmerzen oder Funktionsverlust

Keine

Schweregrad 1 mit Schmerzen oder

Schweregrad 2 (mäßige Symptome;

eingeschränkte instrumentelle

Alltagsaktivitäten (ADL)**)

Dosissenkung von Bortezomib ratiopharm auf 1,0

mg/m

oder Änderung des Bortezomib ratiopharm-

Behandlungsschemas

auf 1,3 mg/m

einmal

wöchentlich

Schweregrad 2 mit Schmerzen oder

Schweregrad 3 (schwere Symptome;

eingeschränkte Selbstversorgung ADL***)

Absetzen der Bortezomib ratiopharm -Behandlung

bis die Toxizitätssymptome abgeklungen sind.

Nach Abklingen der Toxizität erneuter Beginn der

Bortezomib ratiopharm -Behandlung und

Verringerung der Dosis auf 0,7 mg/m

einmal

wöchentlich.

Schweregrad 4 (lebensbedrohliche Folgen;

dringende Maßnahmen angezeigt)

und/oder schwere autonome Neuropathie

Abbruch der Bortezomib ratiopharm-Behandlung

Basierend auf Dosisanpassungen in Studien der Phase II und III zum multiplen Myelom und Post-Marketing-

Erfahrungen. Die Einteilung der Schweregrade basiert auf den NCI Common Toxicity Criteria CTCAE V. 4.0.

Instrumentelle ADL: bezieht sich auf die Zubereitung von Speisen, den Einkauf von Lebensmitteln oder Kleidung, das

Benutzen des Telefons, den Umgang mit Geld, usw.;

Selbstversorgung ADL: bezieht sich auf das Baden, das An- und Entkleiden, die selbständige Nahrungsaufnahme, die

Toilettenbenutzung, die Einnahme von Arzneimitteln und nicht bettlägerig zu sein.

Kombinationstherapie mit pegyliertem, liposomalen Doxorubicin

Bortezomib ratiopharm 3,5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung wird durch intravenöse

oder subkutane Injektion in der empfohlenen Dosis von 1,3 mg/m

Körperoberfläche zweimal

wöchentlich über einen Zeitraum von zwei Wochen an den Tagen 1, 4, 8 und 11 in einem

Behandlungszyklus von 21 Tagen angewendet. Dieser Zeitraum von 3 Wochen wird als ein

Behandlungszyklus angesehen. Zwischen den aufeinanderfolgenden Bortezomib ratiopharm-Dosen

sollen mindestens 72 Stunden vergehen. Pegyliertes, liposomales Doxorubicin wird nach der Injektion

von Bortezomib ratiopharm durch eine einstündige intravenöse Infusion in der empfohlenen Dosis von

30 mg/m

an Tag 4 des Bortezomib ratiopharm-Behandlungszyklus angewendet.

Solange die Patienten nicht progredient sind und die Behandlung vertragen, können bis zu

8 Behandlungszyklen in dieser Kombination angewendet werden. Patienten, die ein vollständiges

Ansprechen erreichen, können mit der Behandlung für mindestens 2 Behandlungszyklen nach dem

ersten Nachweis des vollständigen Ansprechens weiter behandelt werden, auch wenn dies eine

Behandlung von mehr als 8 Behandlungszyklen erfordert. Patienten, deren Paraprotein-Spiegel nach

8 Behandlungszyklen weiter abfällt, können ebenfalls weiter behandelt werden, solange die

Behandlung vertragen wird und sie weiterhin auf die Behandlung ansprechen.

Für zusätzliche Informationen zu pegyliertem, liposomalen Doxorubicin ist die entsprechende

Fachinformation zu beachten.

Kombination mit Dexamethason

Bortezomib ratiopharm 3,5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung wird durch intravenöse

oder subkutane Injektion in der empfohlenen Dosis von 1,3 mg/m

Körperoberfläche zweimal

wöchentlich über einen Zeitraum von zwei Wochen an den Tagen 1, 4, 8 und 11 in einem

Behandlungszyklus von 21 Tagen angewendet. Dieser Zeitraum von 3 Wochen wird als ein

Behandlungszyklus angesehen. Zwischen den aufeinanderfolgenden Bortezomib ratiopharm-Dosen

sollen mindestens 72 Stunden vergehen. Dexamethason 20 mg wird an den Tagen 1, 2, 4, 5, 8, 9, 11

und 12 des Bortezomib ratiopharm-Behandlungszyklus oral eingenommen.

Patienten, die nach 4 Behandlungszyklen in dieser Kombinationstherapie ein Ansprechen oder eine

Stabilisierung der Erkrankung erreichen, können die gleiche Kombination für maximal 4 weitere

Behandlungszyklen erhalten.

Für zusätzliche Informationen zu Dexamethason ist die entsprechende Fachinformation zu beachten.

Dosisanpassungen bei Kombinationstherapie bei Patienten mit progressivem multiplen Myelom

Für eine Dosisanpassung von Bortezomib ratiopharm bei Kombinationstherapie sind die Vorgaben zur

Dosisanpassung bei Monotherapie wie oben zu beachten.

Dosierung bei Patienten mit bisher unbehandeltem multiplen Myelom, die für eine hämatopoetische

Stammzelltransplantation nicht geeignet sind

Kombinationstherapie mit Melphalan und Prednison

Bortezomib ratiopharm 3,5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung wird durch intravenöse

oder subkutane Injektion in Kombination mit oralem Melphalan und oralem Prednison angewendet,

wie in Tabelle 2 dargestellt wird. Ein Behandlungszyklus entspricht einer 6-wöchigen Dauer. In den

Zyklen 1-4 wird Bortezomib ratiopharm zweimal wöchentlich angewendet an den Tagen 1, 4, 8, 11,

22, 25, 29 und 32. In den Zyklen 5-9 wird Bortezomib ratiopharm einmal wöchentlich angewendet an

den Tagen 1, 8, 22 und 29. Zwischen den aufeinanderfolgenden Bortezomib-Dosen sollen mindestens

72 Stunden vergehen. Melphalan und Prednison sollten an den Tagen 1, 2, 3 und 4 der ersten Woche

eines jeden Bortezomib ratiopharm-Behandlungszyklus oral gegeben werden.

Neun Behandlungszyklen dieser Kombinationstherapie werden angewendet.

Tabelle 2: Empfohlene Dosierung für Bortezomib ratiopharm in Kombination mit Melphalan und

Prednison

Bortezomib ratiopharm zweimal wöchentlich (Zyklen 1-4)

Woche

1

2

3

4

5

6

(1.3

mg/m

Tag -- -- Tag

1 4

Tag Tag

8 11

Ruhephase

Tag Tag

22 25

Tag Tag

29 32

Ruhephase

M (9

mg/m

P (60

mg/m

Tag Tag Tag Tag

1 2 3 4

-- --

Ruhephase

-- --

-- --

Ruhephase

Bortezomib ratiopharm zweimal wöchentlich (Zyklen 5-9)

Woche

1

2

3

4

5

6

(1.3

mg/m

Tag -- -- --

Ruhephase

Ruhephase

M (9

mg/m

P (60

mg/m

Tag Tag Tag Tag

1 2 3 4

--

Ruhephase

--

Ruhephase

Btz=Bortezomib ratiopharm; M=Melphalan, P=Prednison

Dosisanpassungen während der Behandlung und nach erneutem Beginn einer Behandlung bei

Kombinationstherapie mit Melphalan und Prednison

Vor Beginn eines neuen Therapiezyklus:

Die Zahl der Thrombozyten soll ≥ 70 x 10

/l und die Gesamt-Neutrophilenzahl (ANC) soll ≥

1,0 x 10

/l betragen

Nicht-hämatologische Toxizitäten sollen bis auf Schweregrad 1 oder den Ausgangswert

zurückgegangen sein

Tabelle 3: Dosisanpassungen während aufeinanderfolgender Zyklen der Bortezomib ratiopharm-Therapie

in Kombination mit Melphalan und Prednison

Toxizität

Dosisanpassung oder Verzögerung

Hämatologische Toxizität während eines Zyklus

Wenn im vorausgegangenen Zyklus eine

anhaltende Neutropenie oder Thrombozytopenie

vom Schweregrad 4, oder eine

Thrombozytopenie mit Blutung beobachtet

wurde

Eine Verringerung der Melphalan-Dosis um

25% im nächsten Zyklus in Betracht ziehen

Wenn an einem Tag mit Bortezomib ratiopharm-

Dosis (außer Tag 1), die Thrombozytenzahl

x 10

/l oder der ANC

0,75 x 10

/l ist

Die Bortezomib ratiopharm -Behandlung soll

ausgesetzt werden

Wenn mehrere Bortezomib ratiopharm-Dosen in

einem Zyklus ausgesetzt werden (

3 Dosen bei

zweimal wöchentlicher Anwendung oder

Dosen bei einmal wöchentlicher Anwendung)

Die Bortezomib ratiopharm-Dosis soll um ein

Dosierungsniveau reduziert werden (von

1,3 mg/m

auf 1 mg/m

oder von 1 mg/m

0,7 mg/m

Nicht-hämatologische Toxizitäten mit einem

Schweregrad

3

Die Bortezomib ratiopharm -Therapie soll

ausgesetzt werden, bis die Symptome der Toxizität

auf Schweregrad 1 oder den Ausgangswert

zurückgegangen sind. Danach kann die

Behandlung mit Bortezomib ratiopharm mit einer

um ein Niveau niedrigeren Dosis (von 1,3 mg/m

auf 1 mg/m

oder von 1 mg/m

auf 0,7 mg/m

wieder aufgenommen werden. Bei mit Bortezomib

in Verbindung gebrachtem neuropathischen

Schmerz und/oder peripherer Neuropathie soll

Bortezomib ratiopharm ausgesetzt und/oder

angepasst werden wie in Tabelle 1 beschrieben.

Für zusätzliche Informationen zu Melphalan und Prednison sind die entsprechenden

Fachinformationen zu beachten.

Dosierung bei Patienten mit bisher unbehandeltem multiplen Myelom, die für eine hämatopoetische

Stammzelltransplantation geeignet sind (Induktionstherapie)

Kombinationstherapie mit Dexamethason

Bortezomib ratiopharm 3,5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung wird durch intravenöse

oder subkutane Injektion in der empfohlenen Dosis von 1,3 mg/m

Körperoberfläche zweimal

wöchentlich über einen Zeitraum von zwei Wochen an den Tagen 1, 4, 8 und 11 in einem

Behandlungszyklus von 21 Tagen angewendet. Dieser Zeitraum von 3 Wochen wird als ein

Behandlungszyklus angesehen. Zwischen den aufeinanderfolgenden Bortezomib ratiopharm-Dosen

sollen mindestens 72 Stunden vergehen.

Dexamethason 40 mg wird an den Tagen 1, 2, 3, 4, 8, 9, 10 und 11 des Bortezomib ratiopharm-

Behandlungszyklus oral eingenommen.

Vier Behandlungszyklen dieser Kombinationstherapie werden angewendet.

Kombinationstherapie mit Dexamethason und Thalidomid

Bortezomib ratiopharm 3,5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung wird durch intravenöse

oder subkutane Injektion in der empfohlenen Dosis von 1,3 mg/m

Körperoberfläche zweimal

wöchentlich über einen Zeitraum von zwei Wochen an den Tagen 1, 4, 8 und 11 in einem

Behandlungszyklus von 28 Tagen angewendet. Dieser Zeitraum von 4 Wochen wird als ein

Behandlungszyklus angesehen. Zwischen den aufeinanderfolgenden Bortezomib ratiopharm-Dosen

sollen mindestens 72 Stunden vergehen.

Dexamethason 40 mg wird an den Tagen 1, 2, 3, 4, 8, 9, 10 und 11 des Bortezomib ratiopharm-

Behandlungszyklus oral eingenommen.

Thalidomid 50 mg täglich wird an den Tagen 1-14 oral eingenommen und bei Verträglichkeit wird die

Dosis an den Tagen 15-28 auf 100 mg erhöht und kann danach auf 200 mg täglich ab dem 2.

Behandlungszyklus weiter erhöht werden (siehe Tabelle 4).

Vier Behandlungszyklen dieser Kombinationstherapie werden angewendet. Es wird empfohlen, dass

Patienten, die mindestens teilweise ansprechen, 2 weitere Zyklen erhalten.

Tabelle 4: Dosierung der Bortezomib-Kombinationstherapie bei Patienten mit bisher unbehandeltem

multiplen Myelom, die für eine hämatopoetische Stammzelltransplantation geeignet sind

Zyklen 1 bis 4

Woche

1

2

3

Btz (1,3 mg/m

Tag 1, 4

Tag 8, 11

Ruhephase

Btz+ Dx

Dx 40 mg

Tag 1, 2, 3, 4

Tag 8, 9, 10, 11

Zyklus 1

Woche

1

2

3

4

Btz (1,3

mg/m

Tag 1, 4

Tag 8, 11

Ruhephase

Ruhephase

T 50 mg

täglich

täglich

T 100 mg

täglich

täglich

Dx 40 mg

Tag 1, 2, 3, 4

Tag 8, 9, 10,

Zyklen 2 bis 4

b

Btz (1,3

mg/m

Tag 1, 4

Tag 8, 11

Ruhephase

Ruhephase

T 200 mg

täglich

täglich

täglich

täglich

Btz+Dx+T

Dx 40 mg

Tag 1, 2, 3, 4

Tag 8, 9, 10,

Btz=Bortezomib; Dx=Dexamethason; T=thalidomid

Die Thalidomid-Dosis wird nur bei Verträglichkeit von 50 mg ab Woche 3 des Zyklus 1 auf 100 mg und bei

Verträglichkeit von 100 mg ab Zyklus 2 auf 200 mg erhöht.

Patienten, die nach 4 Zyklen mindestens ein teilweises Ansprechen erreichen, können bis zu 6 Zyklen erhalten

Dosisanpassung bei Patienten, die für eine Transplantation geeignet sind

Für eine Dosisanpassung von Bortezomib ratiopharm sind die Vorgaben zur Dosisanpassung bei

Monotherapie zu beachten.

Wenn Bortezomib ratiopharm in Kombination mit anderen chemotherapeutischen Arzneimitteln

gegeben wird, sollen zudem im Falle von Toxizitäten geeignete Dosisreduktionen für diese Produkte,

gemäß den Empfehlungen in den Fachinformationen, in Betracht gezogen werden.

Dosierung bei Patienten mit bisher unbehandeltem Mantelzell-Lymphom (MCL)

Kombinationstherapie mit Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin und Prednison (BtzR-CAP)

Bortezomib ratiopharm 3,5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung wird durch intravenöse

oder subkutane Injektion in der empfohlenen Dosis von 1,3 mg/m

Körperoberfläche zweimal

wöchentlich über einen Zeitraum von 2 Wochen an den Tagen 1, 4, 8 und 11 angewendet. Daran

schließt sich an den Tagen 12-21 eine 10-tägige Behandlungspause an. Dieser Zeitraum von 3 Wochen

wird als ein Behandlungszyklus angesehen. Sechs Behandlungszyklen werden empfohlen. Sofern das

erste Ansprechen erst im 6. Behandlungszyklus beobachtet wird, können zwei weitere

Behandlungszyklen (insgesamt 8) gegeben werden. Zwischen den aufeinanderfolgenden Bortezomib

ratiopharm-Dosen sollen mindestens 72 Stunden vergehen

Die folgenden Arzneimittel werden jeweils an Tag 1 eines jeden 3-wöchigen Bortezomib ratiopharm-

Behandlungszyklus als intravenöse Infusionen angewendet: Rituximab 375 mg/m

, Cyclophosphamid

750 mg/m

und Doxorubicin 50 mg/m

. Prednison 100 mg/m

wird oral an den Tagen 1, 2, 3, 4 und 5

eines jeden Bortezomib ratiopharm-Behandlungszyklus eingenommen.

Dosisanpassungen während der Behandlung bei Patienten mit bisher unbehandeltem Mantelzell-

Lymphom

Vor Beginn eines jeden Therapiezyklus:

Die Zahl der Thrombozyten soll ≥ 100.000/μl und die Gesamt-Neutrophilenzahl (ANC) soll ≥

1.500/μl betragen

Die Zahl der Thrombozyten soll ≥ 75.000/μl bei Patienten mit einer Knochenmarkinfiltration

und/oder einem gesteigerten Thrombozyten-Abbau durch eine MCL bedingte Splenomegalie

betragen

Hämoglobin ≥ 8 g/dl

Nicht-hämatologische Toxizitäten sollen bis auf Schweregrad 1 oder den Ausgangswert

zurückgegangen sein.

Die Bortezomib ratiopharm-Behandlung muss bei Auftreten jeglicher Bortezomib-bedingter nicht-

hämatologischer Toxizitäten ≥ Grad 3 (mit Ausnahme einer Neuropathie) oder jeglicher

hämatologischer Toxizitäten ≥ Grad 3 ausgesetzt werden (siehe auch Abschnitt 4.4). Für

Dosisanpassungen, siehe Tabelle 5 unten.

Bei hämatologischer Toxizität können Granulozyten-Kolonie stimulierende Faktoren gemäß dem

lokalen Standard angewendet werden. Im Falle wiederholter Verzögerungen bei der Anwendung der

Zyklen soll eine prophylaktische Anwendung von Granulozyten-Kolonie stimulierenden Faktoren in

Betracht gezogen werden. Falls klinisch angemessen, soll zur Behandlung einer Thrombozytopenie

eine Thrombozytentransfusion in Betracht gezogen werden.

Tabelle 5: Dosisanpassungen während der Behandlung von Patienten mit bisher unbehandeltem

Mantelzell-Lymphom

Toxizität

Dosisanpassung oder Verzögerung

Hämatologische Toxizität

Neutropenie

Grad 3 mit Fieber, Neutropenie

Grad 4, die mehr als 7 Tage anhält, eine

Thrombozytenzahl < 10.000/

Die Bortezomib ratiopharm-Behandlung soll für bis

zu 2 Wochen ausgesetzt werden, bis der Patient

eine ANC ≥ 750/

L und eine Thrombozytenzahl

25.000/

l hat.

Falls nach Aussetzen von Bortezomib

ratiopharm die Toxizität nicht auf die oben

angegebenen Werte zurückgeht, muss

Bortezomib ratiopharm abgesetzt werden.

Wenn die Toxizität zurückgeht, d.h. der Patient

eine ANC

750/

l und eine

Thrombozytenzahl

25.000/

l hat, kann die

Behandlung mit Bortezomib ratiopharm mit

einer um ein Niveau niedrigeren Dosis (von 1,3

mg/m

auf 1 mg/m

oder von 1 mg/m

auf 0,7

mg/m

) wieder aufgenommen werden.

Thrombozytenzahl < 25.000/

l oder die ANC

< 750/

l an einem Bortezomib ratiopharm

Behandlungstag (außer Tag 1 eines jeden

Zyklus)

Die Bortezomib ratiopharm-Behandlung soll

ausgesetzt werden

Nicht-hämatologische Toxizitäten mit einem

Schweregrad

3, die mit Bortezomib in

Verbindung gebracht werden

Die Bortezomib ratiopharm -Behandlung soll

ausgesetzt werden, bis die Symptome der Toxizität

auf Schweregrad 2 oder besser zurückgegangen

sind. Danach kann die Behandlung mit

Bortezomib ratiopharm mit einer um ein Niveau

niedrigeren Dosis (von 1,3 mg/m

auf 1 mg/m

oder

von 1 mg/m

auf 0,7 mg/m

) wieder aufgenommen

werden. Bei Bortezomib-assoziiertem

neuropathischen Schmerz und/oder peripherer

Neuropathie soll Bortezomib ratiopharm, wie in

Tabelle 1 beschrieben, ausgesetzt und/oder

angepasst werden.

Wenn Bortezomib ratiopharm in Kombination mit anderen chemotherapeutischen Arzneimitteln

gegeben wird, sollen zudem im Falle von Toxizitäten geeignete Dosisreduktionen für diese Produkte,

gemäß den Empfehlungen in den Fachinformationen, in Betracht gezogen werden.

Spezielle Patientengruppen

Ältere Patienten

Es liegen keine Nachweise vor, die darauf hindeuten, dass eine Dosisanpassung bei Patienten über

65 Jahren mit multiplem Myelom oder Mantelzell-Lymphom erforderlich ist.

Es gibt keine Studien zur Anwendung von Bortezomib bei älteren Patienten mit bisher unbehandeltem

multiplen Myelom, die für eine Hochdosis-Chemotherapie mit hämatopoetischer

Stammzelltransplantation geeignet sind. Daher können bei dieser Patientengruppe keine

Dosierungsempfehlungen gegeben werden.

In einer Studie mit Patienten mit bisher unbehandeltem Mantelzell-Lymphom waren 42,9% der

Patienten, die Bortezomib erhielten, 65-74 Jahre alt und 10,4% ≥ 75 Jahre. Von Patienten ≥ 75 Jahren

wurden beide Regime, BtzR-CAP sowie R-CHOP, weniger gut vertragen (siehe Abschnitt 4.8).

Leberfunktionsstörung

Patienten mit einer leichten Leberfunktionsstörung benötigen keine Dosisanpassung und sollen mit der

empfohlenen Dosis behandelt werden. Patienten mit einer mäßigen oder schweren

Leberfunktionsstörung sollen die Behandlung mit Bortezomib ratiopharm mit einer reduzierten Dosis

von 0,7 mg/m

pro Injektion während des ersten Behandlungszyklus beginnen. Abhängig von der

Verträglichkeit kann eine anschließende Dosissteigerung auf 1,0 mg/m

oder eine weitere

Dosisreduktion auf 0,5 mg/m

in Betracht gezogen werden (siehe Tabelle 6 und Abschnitte 4.4 und

5.2).

Tabelle 6: Empfohlene Anpassung der Anfangsdosis von Bortezomib bei Patienten mit

Leberfunktionsstörung

Grad der

Leberfunktionsstörung*

Bilirubin-Wert

SGOT

(AST)

Werte

Modifizierung der Anfangsdosis

≤ 1,0 x ULN

> ULN

Keine

Leicht

> 1,0 x

1,5 x

Jeder

Keine

Mittel

> 1,5 x

3 x ULN

Jeder

Schwer

> 3 x ULN

Jeder

Reduktion von Bortezomib ratiopharm

auf 0,7 mg/m

im ersten

Behandlungszyklus. Abhängig von

der Verträglichkeit ist eine

Dosissteigerung auf 1,0 mg/m

oder

eine weitere Dosisreduktion auf 0,5

mg/m

in den nachfolgenden Zyklen in

Betracht zu ziehen.

Abkürzungen: SGOT = Serum-Glutamat-Oxalacetat-Transaminase;

AST = Aspartat-Aminotransferase; ULN = Obergrenze des Normbereiches (upper limit of the normal range).

Basierend auf der Klassifizierung der NCI Organ Dysfunction Working Group für die Kategorisierung von

Leberfunktionsstörungen (leicht, mäßig, schwer).

Nierenfunktionsstörung

Die Pharmakokinetik von Bortezomib wird bei Patienten mit leichter bis mäßiger

Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance [CrCl] > 20 ml/min/1,73 m

) nicht beeinflusst; daher

sind Dosisanpassungen bei diesen Patienten nicht notwendig. Es ist nicht bekannt, ob die

Pharmakokinetik von Bortezomib bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen

(CrCl < 20 ml/min/1,73 m

) ohne Dialysetherapie beeinflusst wird. Da die Dialyse die Bortezomib-

Konzentrationen verringern kann, ist Bortezomib ratiopharm nach dem Dialysevorgang anzuwenden

(siehe Abschnitt 5.2).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Bortezomib ratiopharm bei Kindern unter 18 Jahren ist nicht

erwiesen (siehe Abschnitte 5.1 und 5.2). Zurzeit vorliegende Daten werden in Abschnitt 5.1

beschrieben; eine Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht gegeben werden.

Art der Anwendung

Bortezomib ratiopharm 2,5 mg und 3,5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung sind sowohl

zur intravenösen als auch subkutanen Anwendung bestimmt.

Bortezomib ratiopharm 1 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung ist ausschließlich zur

intravenösen Anwendung bestimmt.

Bortezomib ratiopharm darf nicht über andere Applikationswege angewendet werden. Intrathekale

Anwendungen hatten letale Ausgänge zur Folge.

Intravenöse Injektion

Die mit Bortezomib ratiopharm 3,5 mg zubereitete Lösung soll als intravenöse Bolusinjektion über 3

bis 5 Sekunden über einen peripheren oder zentralen intravenösen Katheter gegeben werden, gefolgt

von einer Spülung mit 9 mg/ml (0,9%) Natriumchloridlösung für Injektionszwecke. Zwischen den

aufeinanderfolgenden Bortezomib ratiopharm-Dosen sollen mindestens 72 Stunden vergehen.

Subkutane Injektion

Die mit Bortezomib ratiopharm 3,5 mg zubereitete Lösung soll subkutan in den Oberschenkel (rechter

oder linker) oder in die Bauchdecke (rechts oder links) gegeben werden. Die Lösung soll subkutan in

einem Winkel von 45-90° injiziert werden. Die Injektionsstellen sollen bei aufeinanderfolgenden

Injektionen gewechselt werden.

Sollten nach subkutaner Injektion von Bortezomib ratiopharm lokale Reaktionen an der

Injektionsstelle auftreten, kann entweder eine niedriger konzentrierte Bortezomib ratiopharm-Lösung

(Bortezomib ratiopharm 3,5 mg zubereitet zu 1 mg/ml statt 2,5 mg/ml) subkutan gegeben werden oder

es wird ein Wechsel zu einer intravenösen Injektion empfohlen.

Wenn Bortezomib ratiopharm in Kombination mit anderen Arzneimitteln gegeben wird, sind die

entsprechenden Fachinformationen hinsichtlich der Hinweise zur Art der Anwendung zu beachten.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, gegen Bor oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile.

Akute diffus infiltrative pulmonale und perikardiale Erkrankung.

Wenn Bortezomib ratiopharm in Kombination mit anderen Arzneimitteln gegeben wird, sind die

entsprechenden Fachinformationen hinsichtlich zusätzlicher Kontraindikationen zu beachten.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Wenn Bortezomib ratiopharm in Kombination mit anderen Arzneimitteln gegeben wird, müssen die

Fachinformationen dieser anderen Arzneimittel vor Beginn der Behandlung mit Bortezomib

ratiopharm beachtet werden. Wenn Thalidomid angewendet wird, muss besonders darauf geachtet

werden, einen Schwangerschaftstest und erforderliche Verhütungsmaßnahmen durchzuführen (siehe

Abschnitt 4.6).

Intrathekale Anwendung

Nach unbeabsichtigter intrathekaler Anwendung von Bortezomib traten Fälle mit letalem Ausgang

auf. Bortezomib ratiopharm 1 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung darf ausschließlich

intravenös angewendet werden, während Bortezomib ratiopharm 2,5 mg und 3,5 mg Pulver zur

Herstellung einer Injektionslösung zur intravenösen oder subkutanen Anwendung bestimmt sind.

Bortezomib ratiopharm darf nicht intrathekal angewendet werden.

Gastrointestinale Toxizität

Gastrointestinale Toxizität, einschließlich Übelkeit, Diarrhö, Erbrechen und Obstipation tritt sehr

häufig während der Bortezomib-Behandlung auf. Fälle von Ileus wurden gelegentlich berichtet (siehe

Abschnitt 4.8). Daher sollen Patienten, bei denen eine Obstipation auftritt, sorgfältig überwacht

werden.

Hämatologische Toxizität

Im Zusammenhang mit der Bortezomib-Behandlung treten sehr häufig hämatologische Toxizitäten auf

(Thrombozytopenie, Neutropenie und Anämie). In Studien mit Patienten mit rezidiviertem multiplen

Myelom, die mit Bortezomib behandelt wurden, und mit Patienten mit bisher unbehandeltem MCL,

die mit Bortezomib in Kombination mit Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin und Prednison

(BtzR-CAP) behandelt wurden, war eine der häufigsten hämatologischen Toxizitäten eine

vorübergehende Thrombozytopenie. Die Thrombozytenzahl war an Tag 11 eines jeden Bortezomib-

Behandlungszyklus am niedrigsten und stieg in der Regel bis zum nächsten Behandlungszyklus wieder

auf den Ausgangswert an. Es gab keinen Hinweis auf eine kumulative Thrombozytopenie. Der

niedrigste gemessene Thrombozytenwert betrug in den Monotherapiestudien bei multiplem Myelom

im Durchschnitt annähernd 40% des Ausgangswertes und in der MCL-Studie 50%. Bei Patienten mit

fortgeschrittenem Myelom korrelierte der Schweregrad der Thrombozytopenie mit der

Thrombozytenzahl vor der Behandlung: für Ausgangs-Thrombozytenwerte < 75.000/μl, 90% von 21

Patienten hatten einen Thrombozytenwert von ≤ 25.000/μl während der Studie, einschließlich 14% <

10.000/μl; im Gegensatz, mit einem Thrombozytenausgangswert von > 75.000/μl hatten nur 14% von

309 Patienten einen Wert von ≤ 25.000/μl während der Studie.

Bei Patienten mit MCL (Studie LYM-3002) war die Inzidenz einer Thrombozytopenie Grad ≥ 3 in der

Bortezomib ratiopharm-Behandlungsgruppe (BtzR-CAP) höher (56,7% versus 5,8%) als in der

Behandlungsgruppe ohne Bortezomib (Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin und

Prednison [R-CHOP]). Die beiden Behandlungsgruppen waren vergleichbar hinsichtlich der

Gesamtinzidenz der Blutungsereignisse aller Schweregrade (6,3% in the BtzR-CAP-Gruppe und 5,0%

in der R-CHOP-Gruppe) sowie der Blutungsereignisse Grad ≥ 3 (BtzR-CAP: 4 Patienten [1,7%]; R-

CHOP: 3 Patienten [1,2%]). In der BtzR-CAP-Gruppe erhielten 22,5% der Patienten

Thrombozytentransfusionen im Vergleich zu 2,9% der Patienten in der R-CHOP-Gruppe.

In Verbindung mit der Bortezomib-Behandlung wurde über gastrointestinale und intrazerebrale

Blutungen berichtet. Daher soll die Thrombozytenzahl vor jeder Gabe von Bortezomib ratiopharm

kontrolliert werden. Die Bortezomib ratiopharm-Behandlung sollte ausgesetzt werden, wenn die

Thrombozytenzahl < 25.000/μl oder im Fall der Kombination mit Melphalan und Prednison ≤

30.000/μl ist (siehe Abschnitt 4.2). Der Behandlungsnutzen sollte sorgfältig gegen die Risiken

abgewogen werden, besonders in Fällen moderater bis schwerer Thrombozytopenie und

Blutungsrisiken.

Während der gesamten Behandlung mit Bortezomib ratiopharm soll das Differentialblutbild

engmaschig kontrolliert werden. Falls klinisch angemessen, soll eine Thrombozytentransfusion in

Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 4.2).

Bei Patienten mit MCL wurde eine vorübergehende Neutropenie beobachtet, die zwischen den

Behandlungszyklen reversibel war und keine Anzeichen einer kumulativen Neutropenie zeigte. Die

Neutrophilenzahl war an Tag 11 eines jeden Bortezomib-Behandlungszyklus am niedrigsten und stieg

in der Regel bis zum nächsten Behandlungszyklus wieder auf den Ausgangswert an. In der Studie

LYM-3002 erhielten 78% der Patienten im BtzR-CAP-Arm und 61% der Patienten im R-CHOP-Arm

Granulozyten-Kolonie stimulierende Faktoren. Da Patienten mit Neutropenie ein erhöhtes

Infektionsrisiko haben, sollen sie auf Anzeichen und Symptome einer Infektion überwacht und

gegebenenfalls unverzüglich behandelt werden. Bei hämatologischer Toxizität können Granulozyten-

Kolonie stimulierende Faktoren gemäß dem lokalen Standard angewendet werden. Im Falle

wiederholter Verzögerungen bei der Anwendung der Zyklen soll eine prophylaktische Anwendung

von Granulozyten-Kolonie stimulierenden Faktoren in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 4.2).

Herpes-zoster-Virusreaktivierung

Bei mit Bortezomib ratiopharm behandelten Patienten wird eine antivirale Prophylaxe empfohlen. In

der Phase-III-Studie bei Patienten mit nicht vorbehandeltem multiplem Myelom war die

Gesamtinzidenz einer Herpes-zoster-Reaktivierung höher bei Patienten, die mit

Bortezomib+Melphalan+Prednison behandelt wurden, als bei Patienten, die mit Melphalan+Prednison

behandelt wurden (14% versus 4%).

Bei Patienten mit MCL (Studie LYM-3002) betrug die Inzidenz einer Herpes-zoster-Infektion im

BtzR-CAP-Arm 6,7% und im R-CHOP-Arm 1,2% (siehe Abschnitt 4.8).

Hepatitis-B-Virus (HBV)-Reaktivierung und -Infektion

Wenn Rituximab in Kombination mit Bortezomib ratiopharm angewendet wird, muss bei Patienten

mit dem Risiko für eine HBV-Infektion vor Beginn der Behandlung immer ein HBV-Screening

durchgeführt werden. Hepatitis-B-Träger und Patienten mit Hepatitis B in der Anamnese müssen

während und nach der Behandlung mit Rituximab in Kombination mit Bortezomib ratiopharm

engmaschig auf klinische Anzeichen und Laborwerte einer aktiven HBV-Infektion überwacht werden.

Eine antivirale Prophylaxe soll in Betracht gezogen werden. Für zusätzliche Informationen zu

Rituximab ist die entsprechende Fachinformation zu beachten.

Progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML)

Sehr seltene Fälle mit unbekanntem Zusammenhang einer John Cunningham (JC) Virusinfektion, die

zu einer PML und zum Tod führten, wurden bei Patienten berichtet, die mit Bortezomib behandelt

wurden. Patienten, bei denen eine PML diagnostiziert wurde, erhielten vorher oder gleichzeitig eine

immunsuppressive Therapie. Die meisten Fälle von PML wurden innerhalb von 12 Monaten nach

Erhalt der ersten Bortezomib -Dosis diagnostiziert. Patienten sollen in regelmäßigen Abständen

hinsichtlich jeglicher neuer oder sich verschlechternder neurologischer Symptome oder Anzeichen, die

auf eine PML als Bestandteil der Differentialdiagnose von ZNS-Störungen hinweisen, überwacht

werden. Falls eine PML als Diagnose vermutet wird, sollen Patienten an einen Spezialisten für PML

überwiesen und entsprechende diagnostische Maßnahmen für PML eingeleitet werden. Falls eine PML

diagnostiziert wird, ist die Behandlung mit Bortezomib ratiopharm abzubrechen.

Periphere Neuropathie

Im Zusammenhang mit der Bortezomib-Behandlung tritt sehr häufig eine periphere Neuropathie auf,

die vorwiegend sensorisch ist. Jedoch sind auch Fälle von schwerer motorischer Neuropathie mit oder

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