Benazeplus STADA 10 mg/12,5 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Benazeprilhydrochlorid, Hydrochlorothiazid
Verfügbar ab:
STADAPHARM, Gesellschaft mit beschränkter Haftung
ATC-Code:
C09BA07
INN (Internationale Bezeichnung):
Benazepril Hydrochloride, Hydrochlorothiazide
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Benazeprilhydrochlorid 10.mg; Hydrochlorothiazid 12.5mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
56748.00.00

Dokumenten

Packungsbeilage Packungsbeilage - Englisch

GEBRAUCHSINFORMATION: Information für Anwender

Benazeplus STADA

®

10 mg/12,5 mg Filmtabletten

Benazeprilhydrochlorid und Hydrochlorothiazid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Benazeplus STADA

und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Benazeplus STADA

beachten?

Wie ist Benazeplus STADA

einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Benazeplus STADA

aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Benazeplus STADA

®

und wofür wird es angewendet?

Benazeplus STADA

ist eine Kombination aus dem Angiotensin-Converting-

Enzym-(ACE)-Hemmer Benazeprilhydrochlorid und dem Thiaziddiuretikum

Hydrochlorothiazid. Benazeprilhydrochlorid gehört zu der Substanzklasse der

Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer, die vor allem die Umwandlung der

körpereigenen Substanz Angiotensin I in die gefäßverengende Substanz

Angiotensin II hemmen und so den Blutdruck senken. Thiaziddiuretika wie

Hydrochlorothiazid gehören zu der Stoffklasse der harntreibenden Medikamente

(Diuretika). Wie andere Diuretika dieser Gruppe bewirkt es primär eine

Mehrausscheidung von Elektrolyten (Salzen) und vergrößert sekundär durch das

osmotisch gebundene Wasser den Harnfluss. Bei Patienten mit nicht

organbedingtem Bluthochdruck hat Hydrochlorothiazid einen blutdrucksenkenden

Effekt und verstärkt die Wirkung anderer blutdrucksenkender Substanzen.

Benazeplus STADA

®

wird angewendet

zur Behandlung von nicht organbedingtem Bluthochdruck (essenzielle

Hypertonie), wenn die Behandlung mit einem Kombinationspräparat angezeigt

ist.

Die fixe Kombination Benazeplus STADA

ist nicht für den Behandlungsbeginn

oder zur Dosiseinstellung geeignet, sondern zum Ersatz der freien Kombination

aus 10 mg Benazeprilhydrochlorid und 12,5 mg Hydrochlorothiazid für die

Erhaltungstherapie.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Benazeplus STADA

®

beachten?

Benazeplus STADA

®

darf NICHT eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Benazeprilhydrochlorid, Thiazide oder

Sulfonamide (mögliche Kreuzreaktionen beachten) oder einen der in

Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

wenn Sie allergisch gegen andere ACE-Hemmer wie z.B. Ramipril sind,

wenn Sie zu Gewebeschwellung (angioneurotisches Ödem) oder sonstigen

Angioödemen (z.B. infolge einer früheren Behandlung mit einem ACE-

Hemmer) neigen,

wenn Sie kein Wasser lassen können,

wenn Sie unter einer schweren Nierenfunktionsstörung leiden (Serum-

Kreatinin über 1,8 mg/dl oder Kreatinin-Clearance kleiner als 30 ml/min),

wenn Sie Dialysepatient sind,

wenn bei Ihnen eine Nierenarterienverengung vorliegt (beidseitig oder bei

Einzelniere),

wenn Sie gerade eine Nierentransplantation hatten,

wenn bei Ihnen eine Aorten- oder Mitralklappenverengung oder andere

Ausflussbehinderungen der linken Herzkammer (z.B. hypertrophe

Kardiomyopathie) vorliegen,

wenn Sie unter Herzleistungsschwäche leiden, die nicht ausreichend

behandelt werden kann (dekompensierte Herzinsuffizienz),

wenn bei Ihnen primär erhöhte Aldosteron-Konzentration im Blut vorliegen,

wenn Sie unter primärer Lebererkrankung oder Leberfunktionsstörung

leiden,

wenn bei Ihnen schwere Elektrolytstörungen (Hyperkalzämie, Hyponatriämie,

Hypokaliämie) vorliegen,

wenn die Harnsäurekonzentration in Ihrem Blut erhöht ist (Gicht),

bei Kindern,

wenn Sie mehr als drei Monate schwanger sind (Es wird empfohlen,

Benazeplus STADA

auch in der frühen Phase der Schwangerschaft nicht

anzuwenden, siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit),

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben

und mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält,

behandelt werden,

wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer

chronischen Herzschwäche bei Erwachsenen, eingenommen haben oder

einnehmen, weil sich dadurch das Risiko eines Angioödems (schnelle

Schwellung unter der Haut z. B. im Rachenbereich) erhöht.

Während der Behandlung mit Benazeplus STADA

darf keine Blutwäsche (Dialyse

oder Hämofiltration) mit Poly(acrylonitril, natrium-2-methallylsulfonat)-high-flux-

Membranen (z.B. „AN 69“) erfolgen, da im Rahmen einer Dialyse oder

Hämofiltration die Gefahr besteht, dass Überempfindlichkeitsreaktionen

(anaphylaktoide Reaktionen) bis hin zum lebensbedrohlichen Schock auftreten

können.

Im Falle einer notfallmäßigen Dialyse oder Hämofiltration muss deshalb vorher auf

ein anderes Arzneimittel gegen hohen Blutdruck (Hypertonie) - kein ACE-Hemmer

- umgestellt werden oder eine andere Dialysemembran verwendet werden.

Teilen Sie Ihren Ärzten mit, dass Sie mit Benazeplus STADA

behandelt werden

bzw. Dialysen benötigen, damit die Ärzte dies bei der Behandlung berücksichtigen

können.

Während einer LDL-(Low-density lipoprotein-)Apherese (bei schwerer

Hypercholesterinämie) mit Dextransulfat können unter der Anwendung eines ACE-

Hemmers lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Auch

während einer Behandlung zur Schwächung bzw. Aufhebung einer allergischen

Reaktionsbereitschaft (Hyposensibilisierungsbehandlung) gegen Insektengifte (z.B.

Bienen-, Wespenstich) und gleichzeitiger Anwendung eines ACE-Hemmers

können z.T. lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B.

Blutdruckabfall, Atemnot, Erbrechen, allergische Hautreaktionen) auftreten.

Falls eine LDL-Apherese bzw. eine Hyposensibilisierungsbehandlung gegen

Insektengifte notwendig ist, ist der ACE-Hemmer vorübergehend durch andere

Arzneimittel gegen hohen Blutdruck zu ersetzen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Benazeplus STADA

einnehmen,

wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft:

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem

Blutdruck einnehmen:

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane

bezeichnet - z.B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn

Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben,

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die

Elektrolytwerte (z.B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen

überprüfen. Siehe auch Abschnitt Benazeplus STADA

darf NICHT

eingenommen werden.

übermäßiger Wasserverlust infolge von:

Arzneimitteln, die die Harnmenge steigern,

Dialyse,

kochsalzarmer Diät,

Erbrechen oder Durchfall.

Ihr Blutdruck könnte zu Beginn der Behandlung stark abfallen und Sie könnten

sich schwach oder benommen fühlen.

neben dem behandelten Problem bestehende, weitere Herzprobleme, z.B.

Herzklappenerkrankungen, Verengung der Blutgefäße oder Verdickung des

Herzmuskels,

Nieren- oder Leberprobleme oder Verengung der zur Niere führenden

Blutgefäße.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht anwenden, wenn Sie schwere Nieren- oder

Leberprobleme haben (siehe unter Abschnitt 2.: Benazeplus STADA

darf

NICHT eingenommen werden).

wenn Sie eine der folgenden Behandlungen erhalten:

Dialyse mit „High-Flux“-Membranen,

dialyseähnliche Verfahren zur Entfernung von Cholesterin aus dem Blut,

Behandlung zur Verminderung der Neigung zu allergischen Reaktionen.

Informieren Sie Ihren Arzt, dass Sie Benazeplus STADA

einnehmen. Er wird

Ihre Behandlung möglicherweise umstellen, um einer möglichen allergischen

Reaktion vorzubeugen.

wenn Sie Allergien in der Vorgeschichte hatten,

wenn Sie an einer Erkrankung leiden, bei der das körpereigene Abwehrsystem

die Haut und innere Organe angreift (systemischer Lupus erythematodes),

wenn Sie sich einer Operation unter Vollnarkose unterziehen.

Informieren Sie Ihren Arzt, dass Sie Benazeplus STADA

einnehmen.

Diabetes.

Die Dosierung des Antidiabetikums muss möglicherweise angepasst werden.

wenn Sie an einer Fettstoffwechselstörung leiden (Störungen der Resorption,

Verwertung und/oder des Abbaus von Fetten),

wenn sich Ihr Sehvermögen ändert oder wenn Sie Schmerzen in einem

oder in beiden Augen haben, während Sie Benazeplus STADA

einnehmen.

Dies könnte das Anzeichen eines Glaukoms (Grüner Star), eines steigenden

Augeninnendrucks, sein. Sie sollten die Einnahme von Benazeplus STADA

abbrechen und sofort einen Arzt aufsuchen.

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden, kann das Risiko eines

Angioödems (rasche Schwellung unter der Haut in Bereichen wie dem Rachen)

erhöht sein:

Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall.

Arzneimittel, die zur Verhinderung der Abstoßung von transplantierten

Organen oder zur Krebsbehandlung eingesetzt werden (z. B. Temsirolimus,

Sirolimus, Everolimus und andere Arzneimittel, die zur Klasse der mTOR-

Inhibitoren gehören).

Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes.

wenn Sie Hautkrebs haben oder hatten oder während der Behandlung eine

unerwartete Hautläsion entwickeln. Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid,

insbesondere eine hochdosierte Langzeitanwendung, kann das Risiko einiger

Arten von Haut- und Lippenkrebs (weißer Hautkrebs) erhöhen. Schützen Sie

Ihre Haut vor Sonneneinstrahlung und UV-Strahlen, solange Sie Benazeplus

STADA

einnehmen.

Ihr Arzt wird Ihre Nierenfunktion, die Salz- und Zuckerwerte in Ihrem Blut sowie Ihr

Blutbild regelmäßig überprüfen. Diese Untersuchungen erfolgen in kürzeren

Abständen, wenn Sie an Nierenproblemen, Diabetes oder einer Hauterkrankung

leiden.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger

werden könnten). Die Einnahme von Benazeplus STADA

in der frühen Phase der

Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und Benazeplus STADA

darf nicht mehr

nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die

Einnahme von Benazeplus STADA

in diesem Stadium zu schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe Abschnitt

Schwangerschaft und Stillzeit).

Benazeplus STADA

kann bei Patienten mit dunkler Hautfarbe den Blutdruck

weniger effektiv senken.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Benazeplus STADA

kann bei Dopingkontrollen zu positiven

Ergebnissen führen. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Benazeplus

STADA

als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende

Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.

Einnahme von Benazeplus STADA

®

zusammen mit anderen

Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen,

andere Arzneimittel anzuwenden.

Wechselwirkungen zwischen Benazeplus STADA

, ACE-Hemmern oder

Hydrochlorothiazid sind beschrieben worden bei gleichzeitiger Anwendung

folgender Arzneimittel

Kochsalz kann die blutdrucksenkende Wirkung von Benazeplus STADA

®

abschwächen.

blutdrucksenkende Arzneimittel, Nitrate (Arzneimittel bei Angina

pectoris), gefäßerweiternde Substanzen (Vasodilatatoren), Barbiturate

(Arzneimittel z.B. bei Epilepsie), Phenothiazine (Arzneimittel bei geistig-

seelischen Erkrankungen), trizyklische Antidepressiva (Arzneimittel bei

Depressionen)

Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung von Benazeplus STADA

Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (z.B.

Salicylsäurederivate, Indometacin)

Mögliche Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung von Benazeplus

STADA

. Insbesondere bei verringerter Blutmenge kann ein akutes

Nierenversagen ausgelöst werden.

Hoch dosierte Salicylat-Gaben

Verstärkung der schädigenden Wirkung von Salicylaten auf das zentrale

Nervensystem durch Hydrochlorothiazid.

Kalium-Ergänzungsmittel (einschließlich Salzersatzmittel),

kaliumsparende Diuretika (z.B. Spironolacton, Amilorid, Triamteren) und

andere Arzneimittel, die den Kaliumgehalt in Ihrem Blut erhöhen können

(z.B. Trimethoprim und Co-Trimoxazol, auch bekannt als

Trimethoprim/Sulfamethoxazol - zur Behandlung von bakteriellen Infekten;

Ciclosporin, ein Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems, um die

Abstoßung von transplantierten Organen zu verhindern; und Heparin, ein

Arzneimittel zur Blutverdünnung und Vermeidung von Blutgerinnseln).

Wenn Sie solche Arzneimittel zusammen mit Benazeplus STADA

anwenden,

sollte Ihr Arzt regelmäßig den Kaliumspiegel im Blut kontrollieren.

Einige Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika) und

andere Arzneimittel, die bestimmte Störungen der Erregungsüberleitung

am Herzen verursachen können (Torsade de pointes)

Bitte fragen Sie Ihren Arzt, ob es sich bei den von Ihnen gleichzeitig

eingenommenen Arzneimitteln um solche Arzneimittel handelt. Eine

regelmäßige Überwachung des Kaliumspiegels im Blut und des EKGs wird

empfohlen.

Lithium (bei geistig-seelischen Erkrankungen)

Erhöhung der Lithium-Konzentration im Blut (regelmäßige Kontrolle!).

Alkohol/Arzneimittel, die Alkohol enthalten: sowohl die blutdrucksenkende

Wirkung als auch der Effekt des Alkohols können verstärkt werden.

Digitalisglykoside (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung der

Herzmuskelschwäche)

Wenn eine Verminderung der Blutspiegel von Kalium oder Magnesium auftritt,

kann dies das Auftreten von Herzrhythmusstörungen, die durch

Digitalisglykoside bedingt sind, begünstigen.

blutzuckersenkende Arzneimittel zum Einnehmen (z.B.

Sulfonylharnstoff/Biguanide), Insulin

Wirkungsabschwächung durch Hydrochlorothiazid sowie Verstärkung des

blutzuckersenkenden Effektes durch Benazeprilhydrochlorid. Es könnte sein,

dass Ihr Arzt die Dosis dieser Arzneimittel anpassen muss.

Goldverbindungen, zur Behandlung von rheumatoider Arthritis.

Die Kaliumausscheidung fördernde, harntreibende Arzneimittel (z.B.

Furosemid), Glukokortikoide (entzündungshemmende Arzneimittel),

ACTH (adrenokortikotropes Hormon: zur Prüfung der

Nebennierenrindenfunktion), Carbenoxolon (ein Arzneimittel zur

Behandlung von Speiseröhrengeschwüren und -entzündung),

Amphotericin B (bei Pilzinfektionen), Benzylpenicillin-Natrium

(Antibiotikum), Salicylate (bei Schmerzen und Entzündungen) und

chronische Anwendung von Abführmitteln

Verstärkte Kalium- und Magnesiumverluste bedingt durch Hydrochlorothiazid.

Allopurinol, Arzneimittel, die die Abwehrreaktionen unterdrücken

(Zytostatika, Immunsuppressiva), systemische Kortikoide, Procainamid

Abnahme der weißen Blutzellen (Leukopenie).

die Zellteilung hemmende Arzneimittel (Zytostatika wie Cyclophosphamid,

Fluorouracil, Methotrexat)

Verstärkte knochenmarkschädigende Wirkung (insbesondere

Granulozytopenie) durch Hydrochlorothiazid.

Schlafmittel, Betäubungsmittel

Verstärkter Blutdruckabfall (Sie müssen Ihren Narkosearzt über die Therapie

mit Benazeplus STADA

informieren!).

Colestyramin oder Colestipol (Gallensäure bindende Arzneimittel)

Verminderte Aufnahme (Resorption) von Hydrochlorothiazid in den Körper.

Wenn diese Arzneimittel zusammen mit Benazeplus STADA

angewendet

werden, sollte zwischen den Einnahmen der einzelnen Mittel ein Abstand von

mehreren Stunden eingehalten werden.

Muskelrelaxanzien (entspannen die Muskulatur z.B. bei Operationen) vom

Curaretyp

Verstärkung und Verlängerung der muskelrelaxierenden Wirkung durch

Hydrochlorothiazid (Sie müssen Ihren Narkosearzt über die Therapie mit

Benazeplus STADA

informieren!).

Methyldopa (blutdrucksenkendes Arzneimittel)

Einzelfälle von Zerfall der roten Blutkörperchen (Hämolysen durch Bildung von

Antikörpern gegen Hydrochlorothiazid).

Allopurinol (Arzneimittel bei Gicht) bzw. Amantadin (Arzneimittel z.B. bei

Parkinson oder Influenza)

Das Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen auf Allopurinol bzw. das

Risiko unerwünschter Wirkungen auf Amantadin kann durch Hydrochlorothiazid

erhöht werden.

Arzneimittel gegen Gicht

Hydrochlorothiazid kann zu einem Anstieg der Harnsäure im Blut führen. Eine

Dosisanpassung von Arzneimitteln gegen Gicht kann daher erforderlich sein.

Diazoxid (Arzneimittel zur Erhöhung des Blutzuckers)

Erhöhung des Blutzuckers durch Hydrochlorothiazid möglich.

Vitamin D, Calciumsalze

Anstieg der Serum-Calcium-Konzentration im Serum durch Hydrochlorothiazid.

Ciclosporin (Arzneimittel zur Unterdrückung der Immunreaktion z.B. nach

Transplantationen oder bei schweren Hautinfektionen oder

Gelenkentzündungen)

Anstieg der Serum-Harnsäure-Konzentration durch Hydrochlorothiazid.

Arzneimittel, deren Wirkung gegen die körpereigene Substanz

Acetylcholin gerichtet ist.

Diese Arzneimittel werden zur Behandlung verschiedener Erkrankungen wie

Bauchkrämpfen, Harnblasen- und Muskelspasmen, Reisekrankheit, Parkinson-

Krankheit sowie zur Narkosevorbereitung verwendet. Beispiele sind Atropin und

Biperiden.

Carbamazepin (Anwendung vor allem zur Behandlung von Epilepsie und

bipolaren Störungen)

Arzneimittel, die sehr oft zur Verhinderung einer Abstoßung des

Organtransplantats verwendet werden (Sirolimus, Everolimus und andere

Arzneimittel, die zur Klasse der mTOR-Inhibitoren gehören). Siehe unter

Abschnitt 2.: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige

Vorsichtsmaßnahmen treffen:

wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren

einnehmen (siehe auch Abschnitte Benazeplus STADA

darf NICHT

eingenommen werden und Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen).

Einnahme von Benazeplus STADA

®

zusammen mit Nahrungsmitteln,

Getränken und Alkohol

Kochsalz

Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung von Benazeplus STADA

Alkohol

Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung von Benazeplus STADA

und der

Alkoholwirkung.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu

sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung

dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger

werden könnten). In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Benazeplus STADA

vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind,

abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die

Anwendung von Benazeplus STADA

in der frühen Schwangerschaft wird nicht

empfohlen und Benazeplus STADA

darf nicht mehr nach dem dritten

Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Benazepril

in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen

kann.

Stillzeit

Teilen sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen.

Benazeplus STADA

wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das

Reaktionsvermögen soweit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven

Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten

ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei

Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im

Zusammenwirken mit Alkohol.

Benazeplus STADA

®

enthält Lactose und Natrium

Bitte nehmen Sie Benazeplus STADA

daher erst nach Rücksprache mit Ihrem

Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber

bestimmten Zuckern leiden.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro

Filmtablette, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

3. Wie ist Benazeplus STADA

®

einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder

Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht

sicher sind.

Grundsätzlich sollte eine Behandlung des Bluthochdrucks mit niedrigen Dosen

eines Einzelwirkstoffes einschleichend begonnen werden.

Die fixe Kombination Benazeplus STADA

aus 10 mg Benazeprilhydrochlorid und

12,5 mg Hydrochlorothiazid sollte erst nach vorangegangener Behandlung mit der

freien Kombination aus Benazeprilhydrochlorid und Hydrochlorothiazid

angewendet werden, falls die Erhaltungsdosen der Einzelwirkstoffe denen der

fixen Kombination entsprechen und damit eine Normalisierung des Blutdrucks

bewirkt werden konnte. Bei Nichtansprechen der Behandlung darf die Dosierung

dieses Kombinationsarzneimittels nicht erhöht werden. In diesem Fall ist die

Behandlung z.B. mit den Einzelkomponenten in einem geeigneten Dosisverhältnis

fortzuführen.

Da es bei Erhöhung der Dosierung von Benazeprilhydrochlorid - insbesondere bei

Patienten mit Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel (z.B. Erbrechen, Durchfall,

Vorbehandlung mit harntreibenden Arzneimitteln) oder schwerem Bluthochdruck -

zu einem übermäßigen Blutdruckabfall kommen kann, sind diese Patienten

mindestens 6 Stunden zu überwachen.

Vor Beginn der Therapie mit Benazeplus STADA

sollte jeglicher Salz- und/oder

Flüssigkeitsmangel ausgeglichen werden.

Die geeignete Dosis sollte von Ihrem Arzt festgelegt werden.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosis

Die übliche Dosierung bei den Patienten, für die eine Kombinationsbehandlung

angezeigt ist, beträgt täglich 1 Filmtablette Benazeplus STADA

. Die Dosierung ist

den Erfordernissen des Patienten individuell anzupassen. Wird der Blutdruck durch

diese Kombination unzureichend gesenkt, kann nach schrittweiser Erhöhung der

Einzelkomponenten mit täglich 2 Filmtabletten Benazeplus STADA

behandelt

werden.

In begründeten Einzelfällen kann bei schwer einstellbarem, hohem Blutdruck vom

Arzt eine Behandlung mit 2-mal täglich 2 Filmtabletten Benazeplus STADA

morgens und abends in Betracht gezogen werden. Das zeitliche Intervall zwischen

den einzelnen Dosiserhöhungen sollte 3 bis 4 Wochen nicht unterschreiten.

Dosierung bei mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30 bis

60 ml pro min bzw. Serum-Kreatinin-Konzentration mehr als 1,2 und weniger als

1,8 mg pro dl) und älteren Patienten (über 65 Jahre)

Die Dosiseinstellung ist besonders sorgfältig vorzunehmen (Titration der

Einzelkomponenten).

Art der Anwendung

Die Einnahme von Benazeplus STADA

kann unabhängig von den Mahlzeiten

erfolgen. Die angegebene Tagesmenge sollte mit reichlich Flüssigkeit morgens

eingenommen werden (z.B. 1 Glas Wasser).

Die Filmtabletten dürfen nicht geteilt werden.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Anwendung bestimmt der behandelnde Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Benazeplus STADA

®

eingenommen

haben, als Sie sollten

Wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt, der über das weitere Vorgehen

entscheiden wird.

Symptome einer Überdosierung sind:

starker Blutdruckabfall,

Störungen des Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalts,

Herzrhythmusstörungen,

Muskelkrämpfe,

Schwindel,

Übelkeit,

Benommenheit.

Wenn Sie die Einnahme von Benazeplus STADA

®

vergessen haben

Wenn Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, so nehmen Sie die nächste

Dosis zum nächsten Einnahmezeitpunkt wie verordnet ein. Nehmen Sie nicht die

doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Sollten Sie unsicher sein, was zu tun ist, sprechen Sie bitte auf jeden Fall mit

Ihrem Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Benazeplus STADA

®

abbrechen

In diesem Fall kann der Blutdruck erneut ansteigen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie

sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die

aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Im Folgenden sind Nebenwirkungen von Benazeplus STADA

und der

Arzneimittelgruppen aufgeführt, denen seine beiden Wirkstoffe angehören.

Brechen Sie die Einnahme von Benazeplus STADA

®

ab und informieren Sie

unverzüglich Ihren Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des

nächstgelegenen Krankenhauses auf, wenn Sie die folgenden

schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken:

Ausschlag, Juckreiz, Schwellung von Gliedmaßen, Gesicht, Lippen, Mund oder

Rachen, die zu Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen führen können

(Angioödem).

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Herzklopfen,

Blutdruckabfall nach schnellem Aufrichten, der Schwindel und Benommenheit

hervorruft,

Magen- und Darm-Störungen,

Hautausschlag,

Rötung (z. B. im Gesicht),

Juckreiz,

erhöhte Lichtempfindlichkeit,

häufiges Wasserlassen,

Husten,

Schwierigkeiten beim Atmen,

Kopfschmerzen,

Schwindel,

Müdigkeit,

Nesselausschlag oder andere Formen von Hautausschlag,

Appetitverlust,

leichte Übelkeit,

Impotenz,

Erbrechen.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

stark eingeschränkte Nierenfunktion (Anzeichen für akutes Nierenversagen).

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

niedriger Blutdruck,

Schmerzen im Brustkorb,

Durchfall,

Verstopfung,

Übelkeit,

Bauchschmerzen,

erniedrigte Kaliumkonzentration im Blut,

Anstieg der Harnstoffkonzentration im Blut,

Anstieg der Konzentration von Kreatinin, einem Abbauprodukt des

Muskelstoffwechsels, im Serum,

Anstieg der Harnsäurekonzentration im Blut,

Benommenheit,

Schlaflosigkeit,

Nervosität,

Ohnmachtsgefühl,

Angst,

ungewöhnliche Empfindungen wie Stechen, Kribbeln und Jucken in Armen oder

Beinen,

schmerzende oder entzündete Gelenke,

Muskelschmerzen,

Schmerzen in den Skelettmuskeln,

Unterversorgung des Herzmuskels mit Blut und Sauerstoff infolge verengter

Herzkranzgefäße,

Herzrhythmusstörungen,

Leberentzündung, insbesondere infolge eines eingeschränkten Gallenabflusses,

Gelbfärbung der Haut, innerer Organe und/oder des Augenweißes infolge eines

eingeschränkten Gallenabflusses,

schwere Hauterkrankung mit Blasenbildung ohne erkennbare Ursache,

Depression,

Sehstörungen, insbesondere in den ersten wenigen Wochen der Behandlung,

Abnahme der Anzahl an Blutplättchen, die zu Blutergussbildung und erhöhter

Blutungsneigung führt,

Erbrechen,

Kopfschmerzen,

unregelmäßiger Herzschlag.

Sehr selten (kann bis zu 1 Behandelten von 10.000 betreffen):

erniedrigte Natriumkonzentration im Blut,

Ohrgeräusche, Ohrensausen,

Verlust des Geschmacksempfindens,

Herzanfall,

Bauchspeicheldrüsenentzündung,

verminderte Nierenfunktion,

schwere Hauterkrankungen:

Ausschlag mit Fieber und Blasenbildung,

lebensbedrohliche Erkrankung, bei der die oberste Hautschicht abstirbt und

sich abschält,

Erkrankungen, bei denen das körpereigene Abwehrsystem die Haut und

innere Organe angreift,

Mangel an roten Blutkörperchen infolge verstärkten Abbaus,

Mangel an weißen Blutkörperchen,

Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen, einhergehend mit plötzlichem

hohem Fieber, starken Halsschmerzen und Mundgeschwüren,

Knochenmarkschädigung, die zu einer verminderten Anzahl von

Knochenmarkzellen und Blutkörperchen führt,

Entzündung von Blutgefäßen mit Gewebeschädigung,

allergische Reaktionen,

Schwierigkeiten beim Atmen, einschließlich Lungenentzündung und Schwellung

durch Flüssigkeitsansammlungen.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar):

niedrige Konzentration von rotem Blutfarbstoff,

starke Verminderung der Blutzellen, was Schwächegefühl und Blutergüsse

verursachen kann und das Risiko für Infektionen erhöht (aplastische Anämie),

überhöhter Augeninnendruck mit Symptomen wie starke Schmerzen in den

Augen und Kopfschmerzen, Augenrötung, Verschlechterung des

Sehvermögens, Übelkeit und Erbrechen (mögliche Anzeichen einer akuten

Myopie und eines sekundaren akuten Engwinkelglaukoms),

rotfleckiger Hautausschlag (Erythema multiforme),

Muskelkrämpfe,

Nierenschädigungen, die schwerwiegend sein können (Nierenversagen),

Fieber (Pyrexie),

Schwäche (Asthenie),

Haut- und Lippenkrebs (weißer Hautkrebs).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt

werden.

5. Wie ist Benazeplus STADA

®

aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der

Blisterpackung nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr

verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen

Monats.

Nicht über 25ºC lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen

damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Benazeplus STADA

®

10 mg/12,5 mg Filmtabletten enthält

Die Wirkstoffe sind: Benazeprilhydrochlorid und Hydrochlorothiazid.

Jede Filmtablette enthält 10 mg Benazeprilhydrochlorid und 12,5 mg

Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind

Tablettenkern: Croscarmellose-Natrium, Lactose-Monohydrat, hydriertes Rizinusöl,

vorverkleisterte Stärke (Mais).

Filmüberzug: Hypromellose, Macrogol 8000, Talkum, Eisen(III)-oxid (E172),

Titandioxid (E171).

Wie Benazeplus STADA

®

10 mg/12,5 mg Filmtabletten aussieht und

Inhalt der Packung

Rosafarbene, ovale Filmtablette mit beidseitiger Bruchkerbe und der Prägung „BH“

auf der Oberseite.

Benazeplus STADA

10 mg/12,5 mg Filmtabletten ist in Packungen mit 28, 42 und

98 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

STADAPHARM GmbH, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel

Telefon: 06101 603-0, Telefax: 06101 603-3888, Internet: www.stadapharm.de

Hersteller

STADAPHARM GmbH, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel

STADA Arzneimittel AG, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen

Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland:

Benazeplus STADA 10 mg/12,5 mg Filmtabletten

Italien:

BENAZEPRIL IDROCLOROTIAZIDE EG

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Februar 2019.

Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels/SPC)

1. Bezeichnung des Arzneimittels

Benazeplus STADA

10 mg/12,5 mg Filmtabletten

Benazeplus STADA

20 mg/25 mg Filmtabletten

2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Benazeplus STADA

®

10 mg/12,5 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 10 mg Benazeprilhydrochlorid und 12,5 mg

Hydrochlorothiazid.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 139,5 mg

Lactose-Monohydrat und 0,36 mg Natrium.

Benazeplus STADA

®

20 mg/25 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 20 mg Benazeprilhydrochlorid und 25 mg

Hydrochlorothiazid.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 117 mg

Lactose-Monohydrat und 0,36 mg Natrium.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. Darreichungsform

Filmtablette

Benazeplus STADA

®

10 mg/12,5 mg

Rosafarbene, ovale Filmtablette mit beidseitiger Bruchkerbe und der Prägung „BH“

auf der Oberseite.

Benazeplus STADA

®

20 mg/25 mg

Dunkelrosafarbene, ovale Filmtablette mit beidseitiger Bruchkerbe und der

Prägung „BH“ auf der Oberseite.

Die Filmtabletten dürfen nicht geteilt werden.

4. Klinische Angaben

4.1 Anwendungsgebiete

Essenzielle Hypertonie, wenn eine Therapie mit einem Kombinationspräparat

angezeigt ist.

Die fixe Kombination Benazeplus STADA

ist nicht zur Initialtherapie oder

Dosiseinstellung geeignet, sondern zum Ersatz der freien Kombination aus 10 mg

Benazeprilhydrochlorid und 12,5 mg Hydrochlorothiazid bzw. 20 mg

Benazeprilhydrochlorid und 25 mg Hydrochlorothiazid für die Erhaltungstherapie.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Grundsätzlich sollte eine Behandlung des Bluthochdrucks mit niedrigen Dosen

eines Einzelwirkstoffes einschleichend begonnen werden.

Die fixe Kombination Benazeplus STADA

aus 10 mg Benazeprilhydrochlorid und

12,5 mg Hydrochlorothiazid bzw. 20 mg Benazeprilhydrochlorid und 25 mg

Hydrochlorothiazid sollte erst nach vorangegangener Therapie mit der freien

Kombination aus Benazeprilhydrochlorid und Hydrochlorothiazid angewendet

werden, falls die Erhaltungsdosen der Einzelwirkstoffe denen der fixen

Kombination entsprechen und damit eine Normalisierung des Blutdrucks bewirkt

werden konnte. Bei Nichtansprechen der Therapie darf die Dosierung dieses

Kombinationsarzneimittels nicht erhöht werden. In diesem Fall ist die Therapie z.B.

mit den Einzelkomponenten in einem geeigneten Dosisverhältnis fortzuführen.

Da es bei Erhöhung der Dosierung von Benazeprilhydrochlorid - insbesondere bei

Patienten mit Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel (z.B. Erbrechen, Diarrhö,

Diuretika-Vorbehandlung) oder schwerer Hypertonie - zu einem übermäßigen

Blutdruckabfall kommen kann, sind diese Patienten für mindestens 6 Stunden zu

überwachen.

Vor Beginn der Therapie mit Benazeplus STADA

sollte jeglicher Salz- und/oder

Flüssigkeitsmangel ausgeglichen werden.

Die Dosierung ist den individuellen Erfordernissen des Patienten anzupassen. Die

übliche Dosierung beträgt bei den Patienten, für die eine Kombinationsbehandlung

angezeigt ist, täglich 1 Filmtablette Benazeplus STADA

10 mg/12,5 mg.

Wird der Blutdruck durch diese Kombination unzureichend gesenkt, kann nach

schrittweiser Dosiserhöhung der Einzelkomponenten Benazeprilhydrochlorid und

Hydrochlorothiazid mit täglich 2 Filmtabletten Benazeplus STADA

10 mg/12,5 mg

bzw. 1 Filmtablette Benazeplus STADA

20 mg/25 mg behandelt werden.

In begründeten Einzelfällen kann bei schwer einstellbarem hohem Blutdruck eine

Behandlung mit 2-mal täglich 2 Filmtabletten Benazeplus STADA

10 mg/12,5 mg

bzw. 2-mal täglich 1 Filmtablette Benazeplus STADA

20 mg/25 mg morgens und

abends in Betracht gezogen werden. Das zeitliche Intervall zwischen den

einzelnen Dosiserhöhungen sollte 3 bis 4 Wochen nicht unterschreiten.

Dosierung bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-

Clearance 30-60 ml/min bzw. Serum-Kreatinin-Konzentration >1,2 bis <1,8 mg/dl

und älteren Patienten (über 65 Jahre)

Die Dosiseinstellung ist besonders sorgfältig vorzunehmen (Titration der

Einzelkomponenten).

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Einnahme von Benazeplus STADA

kann unabhängig von den Mahlzeiten

erfolgen. Die angegebene Tagesmenge sollte mit reichlich Flüssigkeit morgens

eingenommen werden.

Die Filmtabletten sind nicht zur Teilung vorgesehen.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Anwendung bestimmt der behandelnde Arzt.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, andere Thiazide oder Sulfonamide

(mögliche Kreuzreaktionen beachten) oder einen der in Abschnitt 6.1

genannten sonstigen Bestandteile,

bekannte Überempfindlichkeit gegen andere ACE-Hemmer,

anamnestisch bekanntes angioneurotisches Ödem oder sonstige Angioödeme

mit oder ohne vorheriger ACE-Hemmer-Behandlung,

Anurie, schwere Nierenfunktionsstörungen (Serum-Kreatinin über 1,8 mg/dl

bzw. Kreatinin-Clearance kleiner als 30 ml/min),

Dialyse,

Nierenarterienstenose (beidseitig oder bei Einzelniere),

Zustand nach Nierentransplantation,

hämodynamisch relevante Aorten- oder Mitralklappenstenose oder hypertrophe

Kardiomyopathie,

dekompensierte Herzinsuffizienz,

primärer Hyperaldosteronismus,

primäre Lebererkrankung oder Leberinsuffizienz,

klinisch relevante Elektrolytstörungen (Hyperkalzämie, Hyponatriämie,

Hypokaliämie),

symptomatische Hyperurikämie,

Kinder,

zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitt 4.4 und 4.6).

Die gleichzeitige Anwendung von Benazeplus STADA

mit Aliskiren-haltigen

Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter

Nierenfunktion (GFR <60 ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5

und 5.1).

Gleichzeitige Anwendung einer Sacubitril/Valsartan-Therapie. Die Behandlung

mit Benazeplus STADA

darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis

Sacubitril/Valsartan begonnen werden (siehe auch Abschnitte 4.4 und 4.5).

Während der Behandlung mit der Kombination aus Benazepril und

Hydrochlorothiazid darf keine Dialyse oder Hämofiltration mit Poly(acrylonitril,

natrium-2-methallylsulfonat)-high-flux-Membranen (z.B. „AN 69“) erfolgen. Im Falle

einer notfallmäßigen Dialyse oder Hämofiltration muss deshalb vorher auf ein

anderes Arzneimittel gegen Hypertonie - kein ACE-Hemmer - umgestellt werden

oder eine andere Dialysemembran verwendet werden. Während einer LDL-(Low-

density lipoprotein-)Apherese mit Dextransulfat können unter der Anwendung

eines ACE-Hemmers lebensbedrohliche anaphylaktoide Reaktionen auftreten.

Während einer Hyposensibilisierungstherapie gegen Insektengifte (z.B. Bienen-,

Wespenstich) und gleichzeitiger Anwendung eines ACE-Hemmers können z.T.

lebensbedrohliche anaphylaktoide Reaktionen (z.B. Blutdruckabfall, Atemnot,

Erbrechen, allergische Hautreaktionen) auftreten.

Falls eine LDL-Apherese bzw. eine Desensibilisierungstherapie gegen

Insektengifte notwendig ist, ist der ACE-Hemmer vorübergehend durch andere

Arzneimittel gegen hohen Blutdruck zu ersetzen (siehe unter Abschnitt 4.4:

Warnhinweise).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Warnhinweise

Anaphylaktoide und verwandte Reaktionen

Vermutlich wegen des Einflusses von ACE-Hemmern auf den Metabolismus von

Eicosanoiden und Polypeptiden, einschließlich des endogenen Bradykinins,

können unter der Behandlung mit einem ACE-Hemmer (einschließlich der

Kombination aus Benazepril und Hydrochlorothiazid) einige unerwünschte und

zum Teil schwerwiegende Reaktionen auftreten.

Überempfindlichkeit/Angioödem

Unter der Behandlung mit ACE-Hemmern, darunter auch Benazepril, wurden

Angioödeme im Gesicht, an den Lippen, der Zunge, Glottis und Larynx beobachtet.

Kommt es zu derartigen Erscheinungen, sollte Benazeplus STADA

sofort

abgesetzt werden; außerdem ist eine geeignete Therapie einzuleiten und der

Patient bis zur vollständigen und anhaltenden Rückbildung der Anzeichen und

Symptome zu überwachen. Schwellungen, die sich auf Gesicht und Lippen

beschränken, gehen im Allgemeinen auch ohne Behandlung oder nach

Verabreichung eines Antihistaminikums wieder zurück. Ein mit Larynxödem

einhergehendes Angioödem kann tödlich sein. Erstreckt sich das Ödem auf Zunge,

Glottis oder Larynx, sollte sofort eine entsprechende Therapie, z.B. die subkutane

Injektion von 0,3-0,5 ml einer Adrenalin-Lösung 1:1.000, durchgeführt und/oder

Maßnahmen getroffen werden, um die Atemwege offen zu halten.

Bei dunkelhäutigen Patienten afrikanischer Abstammung wurden Angioödeme

während der Behandlung mit einem ACE-Hemmer häufiger beobachtet als bei

Patienten mit anderer Hautfarbe.

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist

wegen des erhöhten Risikos eines Angioödems kontraindiziert. Eine Behandlung

mit Sacubitril/Valsartan darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis

Benazepril begonnen werden. Eine Behandlung mit Benazepril darf frühestens 36

Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan begonnen werden (siehe

Abschnitte 4.3 und 4.5).

Eine gleichzeitige Gabe von ACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-Inhibitoren

(z.B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu einem

erhöhten Risiko eines Angioödems führen (z.B. Schwellung der Atemwege oder

der Zunge mit oder ohne Atembeschwerden) (siehe Abschnitt 4.5). Vorsicht ist

geboten, wenn die Behandlung mit Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B.

Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin bei Patienten begonnen wird,

die bereits einen ACE-Hemmer einnehmen.

Anaphylaktoide Reaktionen während der Desensibilisierung

2 Patienten, bei denen während der Behandlung mit einem ACE-Hemmer eine

Desensibilisierung mit dem Gift von Insekten der Ordnung Hymenoptera

(Wespengift) durchgeführt wurde, zeigten lebensbedrohliche anaphylaktoide

Reaktionen. Diese Reaktionen blieben aus, als der ACE-Hemmer vorübergehend

abgesetzt wurde.

Anaphylaktoide Reaktionen während dem Kontakt mit Membranen

Während der Dialyse mit „High-Flux“-Membranen wurden anaphylaktoide

Reaktionen bei Patienten beobachtet, die mit einem ACE-Hemmer behandelt

wurden. Anaphylaktoide Reaktionen traten auch bei Patienten auf, bei denen eine

Low-Density-Lipoprotein(LDL)-Apherese durch Dextransulfat-Absorption

durchgeführt wurde.

Symptomatischer Blutdruckabfall

Wie bei anderen ACE-Hemmern wurde in seltenen Fällen, typischerweise bei

Patienten, die einen Flüssigkeits- oder Salzmangel aufgrund einer

Langzeitbehandlung mit Diuretika, salzarmen Diät, Dialyse, Durchfall oder

Erbrechen aufwiesen, ein symptomatischer Blutdruckabfall beobachtet. Ein

Volumen- und/oder Salzmangel sollte vor Behandlungsbeginn mit Benazepril und

Hydrochlorothiazid.

Benazepril und Hydrochlorothiazid sollte bei Patienten, die gleichzeitig mit anderen

Blutdrucksenkern behandelt werden, vorsichtig angewendet werden. Die

Thiazidkomponente in Benazplus STADA

kann die Wirkung anderer

blutdrucksenkender Arzneimittel verstärken. Tritt ein Blutdruckabfall auf, sollte der

Patient in Rückenlage gebracht werden. Die intravenöse Gabe physiologischer

Kochsalzlösung kann notwendig sein. Die Behandlung mit Benazepril und

Hydrochlorothiazid kann wieder fortgesetzt werden, sobald Blutdruck und Volumen

wieder in den normalen Bereich zurückgekehrt sind.

Bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz kann der Gebrauch von ACE-

Hemmern zu einem starken Blutdruckabfall führen, der mit Oligurie und/oder

fortschreitender Azotämie und (selten) akutem Nierenversagen verbunden ist. Bei

solchen Patienten muss die Behandlung unter engmaschiger medizinischer

Überwachung begonnen werden. Sie sollten während der ersten 2 Wochen der

Behandlung und bei jeder Dosiserhöhung von Benazepril oder des Diuretikums

sorgfältig überwacht werden.

Beeinträchtigte Nierenfunktion

Bei Patienten mit Nierenerkrankungen sollte die Kombination von Benazepril mit

Hydrochlorothiazid mit Vorsicht angewendet werden. Thiazide können bei diesen

Patienten eine Azotämie begünstigen, und es können kumulative Effekte nach

wiederholten Dosen entstehen. Infolge der Hemmung des Renin-Angiotensin-

Systems durch Benazepril können bei hierfür empfindlichen Patienten

Veränderungen der Nierenfunktion auftreten. Bei Patienten mit schwerer

Herzinsuffizienz, deren Nierenfunktion von der Aktivität des Renin-Angiotensin-

Systems abhängen kann, kann die Behandlung mit ACE-Hemmern (einschließlich

Benazepril) zu einer Nierenfunktionsstörung, Oligurie und/oder fortschreitender

Azotämie führen und zu akutem Nierenversagen führen.

In einer kleinen Studie an Patienten mit Hypertonie und ein- oder beidseitiger

Nierenarterienstenose kam es unter der Behandlung mit Benazepril zu

Nierenfunktionsstörungen, Oligurie, Erhöhungen des Harnstoff-Stickstoffs im Blut

und des Serumkreatinins; diese Erhöhungen waren reversibel, wenn Benazepril,

ein Diuretikum oder beide Arzneimittel abgesetzt oder deren Dosis reduziert

wurde. Wenn solche Patienten mit der Kombination von Benazepril mit

Hydrochlorothiazid behandelt werden, sollte die Nierenfunktion in den ersten

Wochen der Behandlung überwacht werden.

Hypertoniker ohne offensichtliche Nierengefäßerkrankung reagierten in einigen

Fällen mit einer meist geringen und vorübergehenden Erhöhung des Harnstoff-

Stickstoffs im Blut und des Serumkreatinins, und zwar vor allem, wenn Benazepril

zusammen mit einem Diuretikum gegeben wurde.

Möglicherweise ist es erforderlich, die Dosierung der Kombination von Benazepril

mit Hydrochlorothiazid zu reduzieren oder die Kombination von Benazepril mit

Hydrochlorothiazid abzusetzen. Zur Beurteilung hypertensiver Patienten sollte

immer auch die Nierenfunktion kontrolliert werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.3).

Agranulozytose, Neutropenie

Während der Behandlung mit Captopril, einem anderen ACE-Hemmer, wurden

Agranulozytose und Knochenmarksuppression berichtet; derartige Effekte waren

häufiger bei Patienten mit Niereninsuffizienz, insbesondere, wenn auch eine

Kollagengefäßkrankheit (wie systemischer Lupus erythematodes oder

Sklerodermie) vorlag. Die Daten aus klinischen Prüfungen reichen nicht aus, um

beurteilen zu können, ob Benazepril mit ähnlicher Häufigkeit eine Agranulozytose

verursacht. Bei Patienten mit einer Kollagengefäßkrankheit sollte, vor allem wenn

diese mit einer beeinträchtigten Nierenfunktion einhergeht, die Überwachung des

weißen Blutbilds in Betracht gezogen werden.

Hepatitis und Leberversagen

Selten wurde über vorwiegend cholestatische Hepatitis und vereinzelt über akutes

Leberversagen, in einigen Fällen mit letalem Ausgang, bei Patienten unter

Behandlung mit einem ACE-Hemmer berichtet. Der Mechanismus ist nicht

bekannt. Wenn es während der Behandlung mit einem ACE-Hemmer zu Ikterus

oder einer starken Erhöhung der Leberenzyme kommt, sollte der ACE-Hemmer

abgesetzt und der Patient ärztlich überwacht werden.

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei Patienten mit Leberfunktionsstörung oder mit einer fortschreitenden

Lebererkrankung sollte die Kombination von Benazepril mit Hydrochlorothiazid mit

Vorsicht gegeben werden, da geringe Veränderungen im Flüssigkeits- und

Elektrolythaushalt ein hepatisches Koma auslösen können (siehe auch unter

Hepatitis und Leberversagen).

Systemischer Lupus erythematodes

Es wurde berichtet, dass Thiazid-Diuretika zu einer Verschlechterung oder

Aktivierung eines systemischen Lupus erythematodes führen können.

Akute Myopie und sekundäres Engwinkelglaukom

Hydrochlorothiazid, ein Sulfonamid, kann eine idiosynkratische Reaktion

verursachen, die sich in akuter vorübergehender Myopie und einem akuten

Engwinkelglaukom äußert. Die Symptome beinhalten eine plötzliche

Verschlechterung der Sehschärfe oder Augenschmerzen und entwickeln sich in

der Regel innerhalb von Stunden bis Wochen nach Beginn der Behandlung. Ein

nicht behandeltes akutes Engwinkelglaukom kann zu dauerhaftem Sehverlust

führen. Die erste Maßnahme besteht im schnellstmöglichen Absetzen der

Hydrochlorothiazid-Behandlung. Es sollte eine sofortige medizinische oder

chirurgische Versorgung in Erwägung gezogen werden, wenn der

Augeninnendruck nicht kontrolliert werden kann. Unter anderem haben Patienten

mit einer Sulfonamid- oder Penicillinallergie in der Anamnese ein höheres Risiko,

ein akutes Engwinkelglaukom zu entwickeln.

Serumkalium

ACE-Hemmer können eine Hyperkaliämie bewirken, da sie die Freisetzung von

Aldosteron verhindern. Die Wirkung ist im Allgemeinen bei Patienten mit normaler

Nierenfunktion nicht bedeutsam. Allerdings kann es bei Patienten mit einer

beeinträchtigten Nierenfunktion, Diabetes mellitus, Hypoaldosteronismus und/oder

bei Patienten, die Kalium-Ergänzungsmittel (einschließlich Salzersatzmittel) oder

kaliumsparende Diuretika anwenden oder bei Patienten, die andere Wirkstoffe

anwenden, die mit einem erhöhten Serum-Kalium-Spiegel zusammenhängen (z.B.

Heparin, Trimethoprim oder Co-Trimoxazol, auch bekannt als

Trimethoprim/Sulfamethoxazol, und insbesondere Aldosteron-Antagonisten oder

Angiotensin-Rezeptor-Blocker), zu einer Hyperkaliämie kommen. Kaliumsparende

Diuretika und Angiotensin-Rezeptor-Blocker sollten bei Patienten, die ACE-

Hemmer erhalten, mit Vorsicht angewendet werden. Serumkalium und

Nierenfunktion sind zu überwachen (siehe Abschnitt 4.5).

Vorsichtsmaßnahmen

Veränderungen der Serumelektrolyte

Während der Behandlung mit ACE-Hemmern, einschließlich Benazepril, sind

Anstiege des Serumkaliumspiegels in seltenen Fällen bekannt geworden. Die

Behandlung mit Thiazid-Diuretika wurde mit Hypokaliämie, Hyponatriämie und

hypochlorämischer Alkalose in Verbindung gebracht. Diese Störungen können

gelegentlich mit einem oder mehreren der folgenden Symptome verbunden sein:

Mundtrockenheit, Durst, Schwäche, Benommenheit, Ruhelosigkeit, Myalgie oder

Myospasmen, Myasthenie, Hypotonie, Oligurie, Tachykardie und Übelkeit,

Xerostomie, Asthenie, Somnolenz, Muskelkrämpfe. Hypokaliämie kann auch die

Reaktion des Herzens auf toxische Wirkungen von Digitalis sensibilisieren oder

verstärken. Das Risiko für eine Hypokaliämie ist bei Patienten mit Leberzirrhose,

starker Diurese, ungenügender Elektrolytzufuhr oder Patienten, die gleichzeitig mit

Kortikoiden oder ACTH behandelt werden, erhöht. Serumelektrolyte sollten zu

Beginn und regelmäßig in angemessenen Abständen kontrolliert werden, um

Veränderungen des Serumelektrolytgleichgewichts festzustellen.

Die Behandlung mit Kaliumsalzen oder mit kaliumsparenden Diuretika sollte bei

Patienten, die einen ACE-Hemmer und ein Thiaziddiuretikum (einschließlich

Benazeplus STADA

) erhalten, vermieden werden - außer es ist zwingend

notwendig (siehe Abschnitt 4.5).

Die Calciumausscheidung wird durch Thiazide reduziert. Veränderungen der

Nebenschilddrüsenfunktion mit Hyperkalzämie und Hypophosphatämie wurden bei

einigen Patienten beobachtet, die über einen längeren Zeitraum mit Thiaziden

behandelt wurden. Wenn eine Hyperkalzämie auftritt, ist eine weitere

diagnostische Beurteilung notwendig. Übliche Komplikationen eines

Hyperparathyroidismus wie die Bildung von Nierensteinen, Knochenresorption und

peptisches Ulkus wurden nicht beobachtet. Thiazide erhöhen die Ausscheidung

von Magnesium im Harn, was zu einer Hypomagnesiämie führen kann.

Andere metabolische Störungen

Eine Behandlung mit Thiaziden kann die Glucosetoleranz beeinträchtigen. Bei

Diabetikern kann eine Anpassung der Dosis von Insulin oder oralen

blutzuckersenkenden Arzneimitteln erforderlich sein. Ein latenter Diabetes mellitus

kann während der Thiazid-Therapie manifest werden. Ein Anstieg der Cholesterin-

und Triglyceridspiegel wurde mit Thiaziddiuretika in Zusammenhang gebracht; es

wurden jedoch bei einer Dosierung von 12,5 mg, wie sie in Benazeplus STADA

10 mg/12,5 mg enthalten ist, minimale oder gar keine dieser Effekte berichtet.

Bei bestimmten Patienten kann unter Thiazid-Therapie eine Hyperurikämie

auftreten oder ein Gichtanfall ausgelöst werden.

Husten

Anhaltender, nicht produktiver Husten wurde unter ACE-Hemmern berichtet,

vermutlich aufgrund eines verhinderten Abbaus endogenen Bradykinins. Dieser

Husten verschwindet immer nach dem Absetzen der Therapie. Durch ACE-

Hemmer ausgelöster Husten muss bei der Differentialdiagnose eines Hustens in

Betracht gezogen werden.

Operation/Anästhesie

Vor einer Operation sollte der Anästhesist darauf aufmerksam gemacht werden,

wenn der Patient einen ACE-Hemmer einnimmt. Während der Anästhesie mit

Mitteln, die eine Hypotonie bewirken, können ACE-Hemmer die Bildung von

Angiotensin II hemmen, das infolge der kompensatorischen Reninfreisetzung

entstehen würde. Ein Blutdruckabfall, der durch diesen Mechanismus

hervorgerufen wird, sollte durch Volumenvergrößerung korrigiert werden.

Aorten- oder Mitralklappenstenose

Wie bei allen anderen Vasodilatatoren, einschließlich ACE-Hemmern, ist bei

Patienten mit Aorten- oder Mitralklappenstenose besondere Vorsicht angezeigt.

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit ACE-Hemmern sollte nicht während der Schwangerschaft

begonnen werden. Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine

Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem

Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der

Behandlung mit ACE-Hemmern ist zwingend erforderlich. Wird eine

Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich

zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe

Abschnitt 4.3 und 4.6).

Ethnische Unterschiede

Wie bei anderen ACE-Hemmern und Angiotensin-II-Antagonisten bekannt, wurde

unter Benazeprilhydrochlorid ein geringerer blutdrucksenkender Effekt bei

Patienten schwarzer Hautfarbe im Vergleich zu Patienten nicht schwarzer

Hautfarbe beobachtet, möglicherweise aufgrund der höheren Prävalenz eines

niedrigen Renin-Status in der schwarzen Bevölkerung mit Hypertonie.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie,

Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten

Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige

Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder

Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird,

sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung

engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck

erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit

diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Dopingkontrollen

Die Anwendung von Benazeplus STADA

kann bei Dopingkontrollen zu positiven

Ergebnissen führen. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Benazeplus

STADA

als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende

Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.

Nicht-melanozytärer Hautkrebs

In zwei epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen

Krebsregisters wurde ein erhöhtes Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs

(NMSC) [Basalzellkarzinom (BCC) und Plattenepithelkarzinom (SCC)] mit

steigender kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid beobachtet.

Photosensibilisierende Wirkungen von Hydrochlorothiazid könnten zur Entstehung

von NMSC beitragen.

Patienten, die Hydrochlorothiazid einnehmen, sollten über das NMSC-Risiko

informiert werden, und es sollte ihnen geraten werden, ihre Haut regelmäßig auf

neue Läsionen zu prüfen und unverzüglich alle verdächtigen Hautveränderungen

zu melden. Den Patienten sollten mögliche vorbeugende Maßnahmen empfohlen

werden, um das Risiko von Hautkrebs zu minimieren; z.B. Einschränkung der

Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV-Strahlung oder im Fall einer Exposition

Verwendung eines angemessenen Sonnenschutzes. Verdächtige

Hautveränderungen sollten unverzüglich untersucht werden, ggf. einschließlich

histologischer Untersuchungen von Biopsien. Bei Patienten, bei denen bereits ein

NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwendung von Hydrochlorothiazid überprüft

werden (siehe auch Abschnitt 4.8).

Sonstige Bestandteile

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder

Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Benazeplus STADA

nicht einnehmen.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro

Filmtablette, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von

ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich

zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt, mit einer

höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie, Hyperkaliämie und

einer Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens)

einher geht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Wechselwirkungen zwischen der Kombination von Benazepril mit

Hydrochlorothiazid oder anderen ACE-Hemmern oder Hydrochlorothiazid sind

beschrieben worden bei gleichzeitiger Anwendung folgender Arzneimittel

Kochsalz

Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung der Kombination von Benazepril

mit Hydrochlorothiazid.

Antihypertensiva, Nitrate, Vasodilatatoren, Barbiturate, Phenothiazine, trizyklische

Antidepressiva

Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung der Kombination von Benazepril mit

Hydrochlorothiazid.

Analgetika, Antiphlogistika (z.B. Salicylsäurederivate, Indometacin)

Die diuretischen, natriuretischen und antihypertensiven Wirkungen der

Thiaziddiuretika können durch die gleichzeitige Anwendung von NSAR

abgeschwächt sein. Bei manchen Patienten kann die antihypertensive Wirkung der

ACE-Hemmer vermindert sein, wenn gleichzeitig Indometacin verabreicht wird. In

einer kontrollierten klinischen Studie, zeigten sich keine Wechselwirkungen

zwischen Indometacin und der antihypertensiven Wirkung von Benazepril.

Ionenaustauschharze

Bei gleichzeitiger Anwendung von anionischen Austauschharzen wird die

Resorption von Hydrochlorothiazid verringert.

Hoch dosierte Salicylatgaben

Verstärkung der toxischen ZNS-Wirkung von Salicylaten durch Hydrochlorothiazid.

Kaliumsparende Diuretika, Kalium-Ergänzungsmittel oder kaliumhaltige

Salzersatzmittel

Obwohl der Serumkaliumwert üblicherweise im Normbereich bleibt, kann bei

einigen Patienten, die mit Benazepril behandelt werden, eine Hyperkaliämie

auftreten. Kaliumsparenden Diuretika (z.B. Spironolacton, Triamteren, Amilorid),

Kaliumergänzungsmitteln, kaliumhaltige Salzersatzmittel oder andere Arzneimittel,

die ihrerseits zu einer erhöhten Serum-Kalium-Konzentration führen (z.B. Heparin),

können zu einem signifikanten Anstieg des Serumkaliums führen. Vorsicht ist auch

geboten, wenn Benazepril zusammen mit anderen Mitteln gegeben wird, die das

Serumkalium erhöhen, wie Trimethoprim und Co-Trimoxazol

(Trimethoprim/Sulfamethoxazol), weil Trimethoprim bekanntermaßen wie ein

kaliumsparendes Diuretikum wie Amilorid wirkt. Deshalb wird die Kombination von

Benazepril mit den vorgenannten Arzneimitteln nicht empfohlen. Wenn die

gleichzeitige Anwendung angezeigt ist, muss sie mit Vorsicht und unter

regelmäßiger Kontrolle des Serumkaliums erfolgen.

Arzneimittel, die durch eine Störung des Serum-Kaliums beeinflusst werden

Eine regelmäßige Überwachung des Serum-Kaliums und EKGs wird empfohlen,

wenn die Kombination von Benazepril mit Hydrochlorothiazid zusammen mit

Arzneimitteln angewendet wird, die durch Störung des Serum-Kaliums in

Pharmakokinetik und Pharmakodynamik beeinflusst werden (z.B. Digitalis-

Glykoside, Antiarrhythmika) oder mit anderen Arzneimitteln, wie den nachfolgend

aufgeführten Arzneimitteln (einschließlich einiger Antiarrhythmika), die Torsade de

pointes auslösen, wobei Hypokaliämie ein prädisponierender Faktor ist

Klasse Ia Antiarrhythmika (z.B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid)

Klasse III Antiarrhythmika (z.B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid)

Einige Antipsychotika (z.B. Thioridazin, Chlorpromazin, Levomepromazin,

Trifluoperazin, Cyamemazin, Sulpirid, Sultoprid, Amisulprid, Tiaprid, Pimozid,

Haloperidol, Droperidol)

Andere Arzneimittel (z.B. Bepridil, Cisaprid, Diphemanil, Erythromycin

intravenös, Halofantrin, Ketanserin, Mizolastin, Pentamidin, Sparfloxacin,

Terfenadin, Vincamin intravenös).

Sympathomimetika (z.B. Noradrenalin, Adrenalin)

Die Wirkung kann abgeschwächt werden.

Tetracycline

Die gleichzeitige Anwendung von Tetracyclinen und Thiazid-Diuretika erhöht das

Risiko eines durch Tetracyclin bedingten Anstiegs des Harnstoffs. Diese

Interaktion gilt wahrscheinlich nicht für Doxycyclin.

Lithium

Erhöhte Serumlithiumspiegel und Symptome einer Lithium-Intoxikation wurden bei

Patienten unter ACE-Hemmer-Therapie, die gleichzeitig mit Lithium behandelt

wurden, berichtet. Da die renale Clearance von Lithium durch Thiazide reduziert

wird, wird das Risiko einer Lithium-Intoxikation vermutlich zusätzlich erhöht, wenn -

wie es bei einer Behandlung mit der Kombination von Benazepril mit

Hydrochlorothiazid der Fall ist - ein Thiazid-Diuretikum zusammen mit einem ACE-

Hemmer gegeben wird. Vorsicht ist bei der gleichzeitigen Behandlung mit der

Kombination von Benazepril mit Hydrochlorothiazid und Lithium erforderlich und

häufige Kontrollen des Serumlithium-Spiegels werden empfohlen.

Alkohol

Verstärkung der Blutdrucksenkung und der Alkoholwirkung.

Digitalisglykoside

Wirkungen und Nebenwirkungen von Digitalisglykosiden können bei vorhandenem

Kalium und/oder Magnesiummangel verstärkt werden.

Als unerwünschte Nebenwirkung kann eine Thiazid-induzierte Hypokaliämie oder

Hypomagnesiämie auftreten, wodurch die Entstehung Digitalis-induzierter

Herzrhythmusstörungen begünstigt wird (siehe auch Abschnitte 4.4 und 4.8).

Orale Antidiabetika (z.B. Sulfonylharnstoff/Biguanide), Insulin

Wirkungsabschwächung durch Hydrochlorothiazid sowie Verstärkung des

blutzuckersenkenden Effektes durch Benazeprilhydrochlorid.

In seltenen Fällen kommt es bei Diabetikern, die einen ACE-Hemmer

(einschließlich Benazepril) zusammen mit Insulin oder oralen Antidiabetika

erhalten, zu einer Hypoglykämie. Eine Dosisanpassung von Insulin oder dem

oralen Antidiabetikum kann erforderlich sein, wenn die Kombination von Benazepril

mit Hydrochlorothiazid gleichzeitig verabreicht wird. Die Patienten sollten daher auf

die Möglichkeit von hypoglykämischen Reaktionen hingewiesen und entsprechend

überwacht werden.

Thiazid-Diuretika (einschließlich Hydrochlorothiazid) können die Glucosetoleranz

beeinflussen. Eine erneute Dosisanpassung von Insulin und oralen Antidiabetika

kann notwendig sein.

Goldverbindungen

Nitritoide Reaktionen (Symptome wie Flush, Übelkeit, Erbrechen und Hypotonie)

wurden selten bei Patienten berichtet, die mit injizierbaren Goldverbindungen (z.B.

Natriumaurothiomalat) behandelt wurden und eine ACE-Hemmer-Therapie

erhielten.

Kaliuretische Diuretika (z.B. Furosemid), Glukokortikoide, ACTH, Carbenoxolon,

Amphotericin B, Penicillin G, Salicylate oder Laxanzienabusus

Erhöhte Kalium- und/oder Magnesiumverluste durch Hydrochlorothiazid (siehe

Abschnitt 4.4 und 4.8).

Allopurinol, Zytostatika, Immunsuppressiva, systemische Kortikoide, Procainamid

Abnahme der Leukozytenzahl im Blut, Leukopenie.

Zytostatika (z.B. Cyclophosphamid, Fluorouracil, Methotrexat)

Verstärkte Knochenmarktoxizität (insbesondere Granulozytopenie) durch

Hydrochlorothiazid.

Hypnotika, Narkotika, Anästhetika

Verstärkter Blutdruckabfall (der Anästhesist muss über die Therapie mit

Benazeplus STADA

informiert werden).

Colestyramin oder Colestipol

Einzeldosen von entweder Cholestyramin oder Colestipol-Harzen binden

Hydrochlorothiazid und vermindern dessen Resorption aus dem

Gastrointestinaltrakt um bis zu 85% bzw. 43%.

Muskelrelaxanzien vom Curaretyp

Verstärkung und Verlängerung der muskelrelaxierenden Wirkung durch

Hydrochlorothiazid (der Anästhesist muss über die Therapie mit Benazeplus

STADA

informiert werden).

Andere Antihypertensiva

Thiazide (einschließlich Hydrochlorothiazid) verstärken die Wirkung von

antihypertensiven Arzneimitteln (z.B. Guanethidin, Methyldopa, Betablocker,

Vasodilatatoren, Calciumantagonisten, ACE-Hemmer).

Methyldopa

Über hämolytische Anämie wurde in der Literatur bei einer gleichzeitigen

Behandlung mit Hydrochlorothiazid und Methyldopa berichtet.

Allopurinol und Zytostatika

Die gleichzeitige Gabe von Thiazid-Diuretika kann die Häufigkeit von

Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Allopurinol erhöhen. Und die renale

Ausscheidung von zytotoxischen Arzneimitteln (wie z.B. Cyclophosphamid,

Methotrexat) kann vermindert und deren myelosuppressive Wirkung verstärkt

werden.

Harnsäuresenkende Pharmaka

Wirkungsabschwächung durch Hydrochlorothiazid.

Amantadin und Diazoxid

Die gleichzeitige Gabe von Thiazid-Diuretika (einschließlich Hydrochlorothiazid)

kann das Risiko für Amantadin-bedingte Nebenwirkungen erhöhen und die

blutzuckersenkende Wirkung von Diazoxid verstärken.

Vitamin D, Calciumsalze

Die Gabe von Thiazid-Diuretika mit Vitamin D oder mit Calciumsalzen kann zu

einem verstärkten Anstieg des SerumCalciums führen.

Ciclosporin

Die gleichzeitige Behandlung mit Ciclosporin kann das Risiko einer Hyperurikämie

oder Gicht-artiger Komplikationen verstärken. Bei gleichzeitiger Anwendung von

ACE-Hemmern und Ciclosporin kann eine Hyperkaliämie auftreten. Es wird

empfohlen, das Serumkalium zu überwachen.

Heparin

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Heparin kann eine

Hyperkaliämie auftreten. Es wird empfohlen, das Serumkalium zu überwachen.

Anticholinergika (z.B. Atropin, Biperiden)

Die Bioverfügbarkeit von Diuretika des Thiazid-Typs kann durch anticholinerge

Wirkstoffe erhöht sein, offensichtlich infolge einer Verminderung der

gastrointestinalen Motilität und Magenentleerungsgeschwindigkeit.

Carbamazepin

Patienten, die gleichzeitig Hydrochlorothiazid und Carbamazepin erhalten, können

eine Hyponatriämie entwickeln. Diese Patienten sollten daher über die Möglichkeit

von hyponatriämischen Reaktionen informiert und entsprechend überwacht

werden.

Arzneimittel, die das Risiko eines Angioödems erhöhen

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist

wegen des erhöhten Risikos eines Angioödems kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3

und 4.4).

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-

Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu

einem erhöhten Risiko eines Angioödems führen (siehe Abschnitt 4.4).

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Benazepril

Die Anwendung von ACE-Hemmern wird im ersten Schwangerschaftstrimester

nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von ACE-Hemmern im

zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert (siehe Abschnitt

4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines

teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten

Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht

ausgeschlossen werden. Sofern ein Fortsetzen der ACE-Hemmer-Therapie nicht

als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu

werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem

Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft

festgestellt, ist eine Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu beenden und,

wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern während des zweiten und

dritten Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte

Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-

toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (siehe auch

Abschnitt 5.3). Im Falle einer Exposition mit ACE-Hemmern ab dem zweiten

Schwangerschaftstrimester werden Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion

und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten häufig

wiederholt auf Hypotonie untersucht werden (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.4).

Hydrochlorothiazid

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid in

der Schwangerschaft vor, insbesondere während des ersten Trimesters.

Ergebnisse aus Tierstudien sind unzureichend.

Hydrochlorothiazid ist plazentagängig. Auf Grund des pharmakologischen

Wirkmechanismus von Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des

zweiten und dritten Trimesters zu einer Störung der feto-plazentaren Perfusion und

zu fetalen und neonatalen Auswirkungen wie Ikterus, Störung des

Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien kommen.

Auf Grund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren

Hypoperfusion, ohne den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, sollte

Hydrochlorothiazid bei Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie

oder einer Präeklampsie nicht zur Anwendung kommen. Bei essenzieller

Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in den seltenen

Fällen, in denen keine andere Behandlung möglich ist, angewandt werden.

Stillzeit

Benazepril

Einige wenige pharmakokinetische Daten zeigen, dass sehr geringe

Konzentrationen von Benazepril in der Muttermilch erreicht werden (siehe

Abschnitt 5.2). Auch wenn diese Konzentrationen als klinisch nicht relevant

erscheinen, wird die Anwendung von Benazeplus STADA

während des Stillens

von Frühgeborenen sowie in den ersten Wochen nach der Entbindung nicht

empfohlen, da ein mögliches Risiko von kardiovaskulären und renalen Effekten

beim Säugling besteht und für eine Anwendung in der Stillzeit keine ausreichende

klinische Erfahrung vorliegt.

Wenn die Säuglinge älter sind, kann die Anwendung von Benazeplus STADA

stillenden Müttern erwogen werden, wenn die Behandlung für die Mutter als

notwendig erachtet wird und der Säugling sorgfältig überwacht wird.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Thiazid-

Diuretika, angewandt in hohen Dosen zur intensiven Diurese, können die Laktation

hemmen. Die Anwendung von Benazeplus STADA

während der Stillzeit wird nicht

empfohlen. Wenn Benazeplus STADA

während der Stillzeit angewandt wird,

sollte die Dosis so niedrig wie möglich sein.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen

Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen

Kontrolle. Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann die

Reaktionsfähigkeit dermaßen beeinträchtigt sein, dass die Fähigkeit zur aktiven

Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen oder zum

Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei

Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatwechsel sowie im

Zusammenwirken mit Alkohol. Da bei antihypertensiven Mitteln, insbesondere bei

ACE-Hemmern, Schwindel auftreten kann, ist es ratsam beim Führen eines

Fahrzeugs oder Bedienen von Maschinen Vorsicht walten zu lassen.

4.8 Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde

gelegt: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1.000, <1/100),

selten (≥1/10.000, <1/1.000), sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf

Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Die unerwünschten Wirkungen, die mit der Kombination aus Benazepril und

Hydrochlorothiazid auftraten, glichen denen, die bei Benazepril oder

Hydrochlorothiazid festgestellt wurden; sie waren meist leichter und

vorübergehender Natur. Nachfolgend sind die für die Kombination aus Benazepril

und Hydrochlorothiazid berichteten Nebenwirkungen aufgelistet.

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Angioödem, Ödeme des Gesichts und/oder der Lippen (siehe Abschnitt

4.4).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Selten: Hypokaliämie.

Sehr selten: Hyponatriämie.

Psychiatrische Erkrankungen

Selten: Nervosität, Angstgefühle.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen, Schwindelgefühl.

Selten: Insomnie, Drehschwindel, Parästhesien, Somnolenz.

Sehr selten: Tinnitus

Nicht bekannt: Synkope.

Herzerkrankungen

Häufig: Palpitationen.

Selten: Schmerzen in der Brust.

Gefäßerkrankungen

Häufig: orthostatische Hypotonie.

Selten: Hypotonie.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: Husten, Symptome einer Infektion der Atemwege.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Magen- und Darmbeschwerden.

Selten: Diarrhö, Obstipation, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen.

Sehr selten: Dysgeusie.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Hautausschlag, Hautrötung, Pruritus, Photosensibilitätsreaktion.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Selten: Arthralgie, Arthritis, Mylgie, Schmerzen des Bewegungsapparates.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig: Pollakisurie.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Fatigue

Untersuchungen

Selten: Anstieg der Harnsäurespiegel sowie von Harnstoff und Kreatinin im Blut

(bei Absetzen der Therapie reversibel). Diese Veränderungen treten bei Patienten

mit Nierenarterienstenose mit größerer Wahrscheinlichkeit auf (siehe Abschnitt

4.4).

Ein geringfügiger Anstieg von Blut-Harnstoff-Stickstoff (BUN) und Serum-Kreatinin,

der bei Absetzen der Therapie reversibel war, wurde bei Patienten beobachtet, die

Benazeprilhydrochlorid/Hydrochlorothiazid in Dosen von 20 mg/25 mg oder mehr

erhielten (siehe Abschnitt 4.4).

Eine leichte Verringerung der mittleren Serumkonzentration von Kalium wurde in

einigen klinischen Studien festgestellt, und nur 0,2% der mit der Kombination

Benazeprilhydrochlorid/Hydrochlorothiazid behandelten Patienten entwickelten

eine Hypokaliämie (mehr als 0,5 mmol/l unter dem normalen Bereich).

Hyponatriämie, erhöhte Harnsäure und verringertes Hämoglobin wurden ebenfalls

bei Patienten berichten, die die Kombination aus Benazeprilhydrochlorid mit

Hydrochlorothiazid erhielten.

Benazepril

Für die Benazepril-Monotherapie und/oder andere ACE-Hemmer liegen mehr

Erfahrungen nach Markteinführung vor und die folgenden zusätzlichen

Nebenwirkungen wurden berichtet:

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr selten: Thrombozytopenie (siehe Abschnitt 4.4), hämolytische Anämie.

Nicht bekannt: Agranulozytose, Neutropenie.

Erkrankungen des Immunsystems

Nicht bekannt: anaphylaktoide Reaktionen.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Nicht bekannt: Hyperkaliämie.

Herzerkrankungen

Selten: Angina pectoris, Arrhythmien.

Sehr selten: Myokardinfarkt.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr selten: Pankreatitis.

Nicht bekannt: Angioödem des Dünndarms.

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten: Hepatitis (vorwiegend cholestatisch), cholestatischer Ikterus (siehe unter

Abschnitt 4.4: Warnhinweise - Hepatitis und Leberversagen).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten: Pemphigus.

Sehr selten: Steven-Johnson-Syndrom.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Sehr selten: Einschränkung der Nierenfunktion.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid wurde in großem Umfang über viele Jahre verschrieben,

manchmal in höheren Dosen als die in Benazeplus STADA

enthaltenen. Die

folgenden Nebenwirkungen wurden bei Patienten berichtet, die mit Thiazid-

Diuretika, einschließlich Hydrochlorothiazid, als Monotherapie behandelt wurden.

Elektrolyte und Stoffwechselstörungen

Siehe Abschnitt 4.4.

Andere Nebenwirkungen

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und

Polypen)

Nicht bekannt: Nicht-melanozytärer Hautkrebs (Basalzellkarzinom und

Plattenepithelkarzinom).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: Thrombozytopenie, manchmal mit Purpura.

Sehr selten: Leukopenie, Agranulozytose, Knochenmarkinsuffizienz, hämolytische

Anämie.

Nicht bekannt: aplastische Anämie.

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: verminderter Appetit.

Psychiatrische Erkrankungen

Selten: Schlafstörungen, Depressionen.

Erkrankungen des Nervensystems

Selten: Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Parästhesien.

Augenerkrankungen

Selten: Beeinträchtigung des Sehvermögens, besonders in den ersten Wochen der

Behandlung.

Nicht bekannt: akute Myopie und sekundäres akutes Engwinkelglaukom.

Herzerkrankungen

Selten: Arrhythmien.

Gefäßerkrankungen

Häufig: orthostatische Hypotonie, die durch Alkohol, Anästhetika oder Sedativa

verstärkt werden kann.

Sehr selten: nekrotisierende Vaskulitis.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr selten: Atemnot einschließlich Lungenentzündung, Lungenödem.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: leichte Übelkeit, leichtes Erbrechen.

Selten: Unwohlsein im Bauch, Obstipation, Diarrhö.

Sehr selten: Pankreatitis.

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten: Cholestase, Gelbsucht.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Urtikaria und andere Formen von Hautausschlag.

Selten: Lichtempfindlichkeitsreaktionen.

Sehr selten: toxisch epidermale Nekrolyse, Lupus-erythematodes-ähnliche

Hautreaktionen, Reaktivierung eines kutanen Lupus erythematodes.

Nicht bekannt: Erythema multiforme.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Nicht bekannt: Muskelkrämpfe.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: akutes Nierenversagen.

Nicht bekannt: Nierenfunktionseinschränkung und Nierenversagen.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Häufig: erektile Dysfunktion.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Nicht bekannt: Fieber, Asthenie.

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Nicht-melanozytärer Hautkrebs: Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus

epidemiologischen Studien wurde ein kumulativer dosisabhängiger Zusammenhang

zwischen Hydrochlorothiazid und NMSC festgestellt (siehe auch Abschnitte 4.4 und

5.1).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von

großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-

Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind

aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Es liegen keine spezifischen Informationen zur Behandlung einer Überdosierung

mit der Kombination von Benazepril und Hydrochlorothiazid.

Symptome der Überdosierung

Infolge einer Überdosierung von Hydrochlorothiazid können folgende Symptome

auftreten: Schwindel, Übelkeit, Schläfrigkeit, Hypovolämie, Hypotonie und

Elektrolytstörungen in Verbindung mit Herzrhythmusstörungen und

Muskelkrämpfen.

Es liegen keine Erfahrungen zur Überdosierung von Benazepril vor. Das

Hauptanzeichen für eine Überdosierung wäre eine ausgeprägte Hypotonie.

Therapiemaßnahmen bei Überdosierung

Ein spezifisches Antidot existiert weder für Hydrochlorothiazid noch für Benazepril.

Die Behandlung sollte symptomatisch und unterstützend sein. Wenn die Einnahme

erst kurze Zeit zurückliegt, sollte Erbrechen induziert oder eine Magenspülung

durchgeführt werden. Aktivkohle kann verabreicht werden, um die Resoption zu

vermindern. Die Beine des Patienten sollten hochgelagert und verlorene

Flüssigkeit und Elektrolyte ersetzt werden. Die Nierenfunktion ist zu überwachen,

bis sich der Zustand des Patienten wieder normalisiert hat.

Obwohl der aktive Metabolit Benazeprilat nur wenig dialysierbar ist, könnte eine

Dialyse in Betracht gezogen werden, um bei stark eingeschränkter Nierenfunktion

die normale Elimination einer Überdosis zu unterstützen (siehe Abschnitt 4.3). Eine

ausgeprägte Hypotonie ist angemessen zu behandeln.

Nach der Einnahme einer Überdosis ist die Einweisung in eine

intensivmedizinische Station wünschenswert, um eine Hypotonie – die lang

anhaltend sein kann – durch intravenöse Verabreichung von Plasmaersatzmitteln

oder – wenn das Ergebnis unzureichend ist – mit Katecholaminen zu beheben.

5. Pharmakologische Eigenschaften

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: ACE-Hemmer und Diuretikum

ATC-Code: C09BA07

Wirkungsmechanismus

Benazeprilhydrochlorid

Benazeprilhydrochlorid wird in der Leber zu Benazeprilat hydrolysiert, welches ein

Hemmstoff des Angiotensin-Converting-Enzyms ist. Das Angiotensin-Converting-

Enzym (ACE) ist eine Peptidyldipeptidase, welche die Umwandlung von

Angiotensin I zu der vasokonstriktorisch wirksamen Substanz Angiotensin II

bewirkt. Eine Hemmung von ACE führt zu einer verminderten Bildung des

vasokonstriktorisch wirksamen Angiotensin II in Gewebe und Plasma, wodurch es

zur Abnahme der Aldosteron-Sekretion und somit zu einem Anstieg der Serum-

Kalium-Konzentration kommen kann. Aus dem Wegfall der negativen

Rückkoppelung von Angiotensin II auf die Reninsekretion resultiert eine Erhöhung

der Plasmareninaktivität. Da ACE auch Bradykinin, ein vasodepressorisches

Peptid, abbaut, resultiert aus der Hemmung von ACE eine erhöhte Aktivität

zirkulierender und lokaler Kallikrein-Kinin-Systeme (und somit eine Aktivierung des

Prostaglandin-Systems). Es ist möglich, dass dieser Mechanismus an der

blutdrucksenkenden Wirkung der ACE-Hemmer beteiligt und für bestimmte

Nebenwirkungen mitverantwortlich ist.

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing

Telmisartan Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA

NEPHRON-D” [The Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die

gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“–Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder

einer zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes

mellitus Typ 2 mit nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA

NEPHRON-D“-Studie wurde bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und

diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder

kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für

Hyperkaliämie, akute Nierenschädigung und/oder Hypotonie im Vergleich zur

Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer pharmakodynamischer

Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf andere ACE-Hemmer und

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig

angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular

and Renal Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren

zusätzlich zu einer Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie

chronischer Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulärer Erkrankung einen

Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten Risikos unerwünschter

Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als auch

Schlaganfälle traten in der Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der

Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte Ereignisse und besondere

schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (Hyperkaliämie, Hypotonie,

Nierenfunktionsstörung).

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid ist ein Benzothiadiazid. Thiazide wirken direkt an den Nieren,

indem sie die Natriumchlorid- und die damit verbundene Wasserausscheidung

vermehren. Ihr klinisch relevanter Hauptangriffsort ist der frühdistale Tubulus. Dort

hemmen sie den elektroneutralen NaCl-Kotransport in der luminalen Zellmembran.

Kalium und Magnesium werden vermehrt, Calcium vermindert ausgeschieden.

Hydrochlorothiazid bewirkt eine geringe Hydrogencarbonatausscheidung, und die

Chloridausscheidung überschreitet die Ausscheidung des Natriums. Unter

Hydrochlorothiazid kann sich eine metabolische Azidose entwickeln.

Hydrochlorothiazid wird aktiv in den proximalen Tubulus sezerniert. Die diuretische

Wirkung bleibt bei metabolischer Azidose oder metabolischer Alkalose erhalten.

Als Mechanismen der antihypertensiven Wirkung von Hydrochlorothiazid werden

ein veränderter Natriumhaushalt, eine Reduktion des extrazellulären Wasser- und

Plasmavolumens, eine Änderung des renalen Gefäßwiderstandes sowie eine

reduzierte Ansprechbarkeit auf Noradrenalin und Angiotensin II diskutiert.

Pharmakodynamische Eigenschaften

Die Kombination von Benazepril mit Hydrochlorothiazid hat sowohl eine

antihypertensive als auch eine diuretische Wirkung.

Benazeprilhydrochlorid und Hydrochlorothiazid werden allein und kombiniert zur

Hochdruckbehandlung eingesetzt. Die blutdrucksenkenden Wirkungen beider

Komponenten sind etwa additiv, Benazeprilhydrochlorid kann den mit

Hydrochlorothiazid einhergehenden Kaliumverlust abschwächen.

Benazeprilhydrochlorid

Benazeprilhydrochlorid führt bei Patienten mit Hypertonie zu einer Senkung des

Blutdrucks im Liegen und im Stehen, ohne dass die Herzfrequenz

kompensatorisch ansteigt. Bei hämodynamischen Untersuchungen bewirkte

Benazeprilhydrochlorid eine deutliche Verringerung des peripheren arteriellen

Widerstandes. In der Regel kam es zu keinen klinisch relevanten Veränderungen

von renalem Plasmafluss und glomerulärer Filtrationsrate.

Bei den meisten Patienten zeigte sich der Beginn der antihypertensiven Wirkung

ca. 1 Stunde nach oraler Gabe von Benazeprilhydrochlorid, die maximale Wirkung

wurde in der Regel nach ca. 2-4 Stunden erreicht. Der maximale

blutdrucksenkende Effekt einer definierten Benazeprilhydrochlorid-Dosis war in der

Regel nach 3-4 Wochen ersichtlich.

Bei der empfohlenen täglichen Dosis bleibt die antihypertensive Wirkung auch

während der Langzeittherapie erhalten. Kurzfristiges Absetzen von

Benazeprilhydrochlorid führt zu keinem schnellen, übermäßigen Blutdruckanstieg

(Rebound).

Hydrochlorothiazid

Die Elektrolyt- und Wasserausscheidung von Hydrochlorothiazid setzt nach 2

Stunden ein, erreicht ein Wirkungsmaximum nach 3-6 Stunden und hält 6-12

Stunden an. Die antihypertensive Wirkung tritt erst nach 3-4 Tagen ein und kann

bis zu einer Woche nach Therapieende anhalten.

Nicht-melanozytärer Hautkrebs: Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus

epidemiologischen Studien wurde ein kumulativer dosisabhängiger

Zusammenhang zwischen Hydrochlorothiazid und NMSC beobachtet. Eine Studie

umfasste eine Grundgesamtheit aus 71.533 Fällen von BCC und 8.629 Fällen von

SCC mit Kontrollgruppen von 1.430.833 bzw. 172.462 Personen. Eine hohe

Hydrochlorothiazid-Dosierung (≥50.000 mg kumulativ) war assoziiert mit einer

bereinigten Odds-Ratio von 1,29 (95% Konfidenzintervall: 1,23-1,35) für BCC und

3,98 (95% Konfidenzintervall: 3,68-4;31) für SCC. Sowohl bei BCC als auch bei

SCC wurde eine eindeutige kumulative Dosis-Wirkungsbeziehung ermittelt. Eine

weitere Studie ergab einen möglichen Zusammenhang zwischen Lippenkrebs

(SCC) und der Exposition gegenüber Hydrochlorothiazid: 633 Fälle von

Lippenkrebs wurden mittels eines risikoorientierten Stichprobenverfahrens mit

einer Kontrollgruppe von 63.067 Personen abgeglichen. Es wurde eine kumulative

Dosis-Wirkungsbeziehung mit einer bereinigten Odds-Ratio von 2,1 (95%

Konfidenzintervall: 1,7-2,6) festgestellt, die sich bei hoher Exposition (~ 25.000 mg)

auf eine Odds-Ratio von 3,9 (3,0-4,9) und bei der höchsten kumulativen Dosis (~

100.000 mg) auf eine Odds-Ratio von 7,7 (5,7-10,5) erhöhte (siehe auch Abschnitt

4.4).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Benazeprilhydrochlorid

Die Resorption von Benazeprilhydrochlorid erfolgt schnell nach oraler Applikation,

maximale Plasmakonzentrationen des unveränderten Benazeprilhydrochlorids

werden nach 0,5 Stunden erreicht. Der resorbierte Anteil - bestimmbar über den

Nachweis von Benazeprilhydrochlorid und der Metaboliten im Urin - beträgt

mindestens 37% der applizierten Dosis. Gleichzeitige Nahrungsaufnahme

verzögert die Resorption von Benazeprilhydrochlorid, hat aber keinen Einfluss auf

den resorbierten Anteil. Deshalb kann die Einnahme von Benazeprilhydrochlorid

gleichzeitig mit oder unabhängig von der Nahrungsaufnahme erfolgen.

Es erfolgt eine rasche biologische Aktivierung zum pharmakologisch aktiven

Metaboliten Benazeprilat, der seine maximale Plasmakonzentration nach 1,5

Stunden erreicht. Die AUC von Benazeprilat ist 10-mal größer als die von

Benazeprilhydrochlorid. Nach einer einzelnen oralen Dosis von

Benazeprilhydrochlorid ist die Plasmakinetik gekennzeichnet durch eine schnelle

Elimination der unveränderten Substanz (vollständig nach 4 Stunden) und eine

biphasische Elimination des Metaboliten Benazeprilat. Die terminale

Eliminationsphase des Benazeprilats nach Ablauf von 24 Stunden ist

wahrscheinlich Ausdruck der starken Bindung von Substanz an das Angiotensin-

Converting-Enzym. Die Kinetik ändert sich nicht nach wiederholter Applikation (5-

20 mg täglich).

Bei Dauertherapie mit 1-mal täglicher Einnahme kommt es nicht zu einer

signifikanten Akkumulation. Die effektive Halbwertszeit von Benazeprilat, die für

Erreichen der Steady-State-Wirkstoffkonzentrationen im Plasma maßgeblich ist,

beträgt 10-11 Stunden. Ein Steady State wird nach etwa 2-3 Tagen erreicht.

Nach einer oralen Dosis von Benazeprilhydrochlorid finden sich nur Spuren von

unverändertem Benazeprilhydrochlorid im Urin, wogegen ungefähr 20% der Dosis

als Benazeprilat ausgeschieden werden. Zwei weitere Metaboliten sind acylierte

Glukuronidabkömmlinge von Benazeprilhydrochlorid und Benazeprilat.

Bei Dosierungen von 5-20 mg sind die AUC und die maximalen

Plasmakonzentrationen von Benazeprilhydrochlorid und Benazeprilat ungefähr

proportional zur Höhe der applizierten Dosis. Untersuchungen haben gezeigt, dass

es bei Dosen zwischen 2 und 80 mg zu kleinen, aber statistisch signifikanten

Abweichungen von dieser Dosisproportionalität kommt. Das kann auf die gesättigte

Bindung von Benazeprilat an das Angiotensin-Converting-Enzym zurückzuführen

sein.

Die Plasmaproteinbindung von Benazeprilhydrochlorid und Benazeprilat liegt

ungefähr bei 95%. Bei hypertensiven Patienten korreliert die Tal-

Plasmakonzentration von Benazeprilat im Steady State mit der Höhe der täglichen

Dosis.

Bei älteren Patienten bzw. leichteren oder mäßigeren Einschränkungen der

Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance ≥30 ml/min wird die Kinetik von

Benazeprilhydrochlorid und Benazeprilat nur sehr geringfügig beeinflusst. Eine

Dosisanpassung ist bei diesen Patienten nicht notwendig.

Die Kinetik von Benazeprilat wird wesentlich beeinflusst durch eine

schwerwiegende Beeinträchtigung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance <30

ml/min); es kommt zu einer langsamen Elimination und zu einer stärkeren

Akkumulation, deshalb besteht die Notwendigkeit einer Dosisreduktion. Selbst bei

Patienten mit einer im Endstadium befindlichen Nierenerkrankung werden

Benazeprilhydrochlorid und Benazeprilat aus dem Plasma eliminiert mit einer

Kinetik, die der bei Patienten mit einer schweren Nierenfunktionsstörung ähnelt.

Benazeprilat ist nicht in einem klinisch relevanten Ausmaß dialysierbar.

Die Bioverfügbarkeit von Benazeprilhydrochlorid wird durch folgende Co-

Medikation nicht beeinflusst: Hydrochlorothiazid, Furosemid, Chlortalidon, Digoxin,

Propranolol, Atenolol, Nifedipin, Naproxen oder Cimetidin. Ebenso beeinflusst die

gleichzeitige Applikation von Benazeprilhydrochlorid nicht wesentlich die

Bioverfügbarkeit dieser Arzneimittel (die Kinetik von Cimetidin wurde nicht

untersucht).

Stillzeit

Bei 9 Frauen (Zeitraum post partum nicht erwähnt), die drei Tage lang eine

tägliche Dosis von 20 mg Benazepril oral erhielten, betrug eine Stunde nach

Einnahme der Spitzenwert für die Konzentrationen in der Muttermilch 0,9 μg/L

Benazepril und 1,5 Stunden nach Einnahme 2 μg/L für den aktiven Metaboliten

Benazeprilat. Es wird geschätzt, dass ein gestilltes Kind eine tägliche Dosis von

weniger als 0,14% der der Mutter verabreichten Benazeprildosis aufnehmen

würde.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid wird nach oraler Gabe zu 60-75% resorbiert.

Plasmaspitzenkonzentrationen von Hydrochlorothiazid von 70 ng/ml wurden 1,5-4

Stunden nach oraler Gabe von 12,5 mg Hydrochlorothiazid erreicht, 142 ng/ml 2-5

Stunden nach 25 mg Hydrochlorothiazid p.o. und 260 ng/ml 2-4 Stunden nach 50

mg Hydrochlorothiazid p.o. Hydrochlorothiazid wird zu 65% an Plasmaproteine

gebunden; das relative Verteilungsvolumen beträgt 0,5-1,1 l/kg.

Hydrochlorothiazid wird nahezu vollständig unverändert renal ausgeschieden

(mehr als 95%), nach oraler Einzeldosis werden 50-70% der Dosis in 24 Stunden

ausgeschieden, bereits nach 60 Minuten erschienen nachweisbare Mengen im

Urin. Die Eliminationshalbwertszeit beträgt 6-8 Stunden. Bei Niereninsuffizienz ist

die Ausscheidung vermindert und die Halbwertszeit verlängert. Die renale

Clearance von Hydrochlorothiazid zeigt dabei eine enge Korrelation zur Kreatinin-

Clearance. Bei Leberzirrhose zeigte sich keine relevante Veränderung der

Pharmakokinetik von Hydrochlorothiazid.

Bioverfügbarkeit

Die absolute Bioverfügbarkeit von Benazeprilat nach oraler Applikation von

Benazeprilhydrochlorid beträgt ca. 28%. Die Bioverfügbarkeit von

Hydrochlorothiazid beträgt nach oraler Gabe ca. 60%. Die Bioverfügbarkeit von

Benazeprilat und Hydrochlorothiazid wird durch die gleichzeitige Verabreichung

von Benazeprilhydrochlorid und Hydrochlorothiazid nicht beeinflusst.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Präklinische Daten haben kein spezifisches Gefährdungspotential für den

Menschen basierend auf konventionellen Untersuchungen zur

Sicherheitspharmakologie, zur Toxizität bei wiederholter Gabe, zur Genotoxizität

und zum karzinogenen Potential ergeben. Mit der Kombination aus Benazepril und

Hydrochlorothiazid wurden keine Reproduktionstoxizitätsstudien durchgeführt.

Tierstudien, die mit Benazepril oder Hydrochlorothiazid allein durchgeführt wurden,

induzierten embryotoxische (Benazepril) aber keine teratogenen Wirkungen bei

drei Spezies (Benazepril, Hydrochlorothiazid). Andere ACE-Hemmer hatten

Einfluss auf die späte fetale Entwicklung, die zu fetalem Tod und kongenitalen

Effekten, insbesondere am Schädel führten. Über Fetotoxizität, intrauterine

Wachstumsretardierung und offenen Ductus arteriosus wurde berichtet. Die

Entwicklungsanomalien werden teilweise auf die direkte Wirkung der ACE-

Hemmer auf das fetale Renin-Angiotensin-System und teilweise auf eine durch

eine maternale Hypotension ausgelöste Ischämie mit anschließendem Abfall des

fetal-plazentaren Blutflusses und damit einer Minderversorgung des Feten mit

Sauerstoff und Nährstoffen, zurückgeführt.

In Untersuchungen am Tier überschreitet Hydrochlorothiazid die Plazenta.

6. Pharmazeutische Angaben

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern

Croscarmellose-Natrium

Lactose-Monohydrat

vorverkleisterte Stärke (Mais)

hydriertes Rizinusöl

Filmüberzug

Hypromellose

Macrogol 8000

Talkum

Eisen(III)-oxid (E172)

Titandioxid (E171)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 ºC lagern.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Aluminium/Aluminium-Blisterpackungen

Benazeplus STADA

®

10 mg/12,5 mg Filmtabletten

Originalpackung mit 28, 42 und 98 Filmtabletten.

Benazeplus STADA

®

20 mg/25 mg Filmtabletten

Originalpackung mit 28, 42 und 98 Filmtabletten.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen

Anforderungen zu beseitigen.

7. Inhaber der Zulassung

STADAPHARM GmbH

Stadastraße 2-18

61118 Bad Vilbel

Telefon: 06101 603-0

Telefax: 06101 603-3888

Internet: www.stadapharm.de

8. Zulassungsnummern

56748.00.00

56748.01.00

9. Datum der Erteilung der Zulassung/Verlängerung der Zulassung

Datum der Erteilung der Zulassung: 24. Mai 2005

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 20. Januar 2011

10. Stand der Information

Februar 2019

11. Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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