Atracurium-hameln 10mg/ml Injektions-/Infusionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Atracuriumbesilat
Verfügbar ab:
hameln pharma plus gmbh
ATC-Code:
M03AC04
INN (Internationale Bezeichnung):
Atracurium besylate
Darreichungsform:
Injektions-/Infusionslösung
Zusammensetzung:
Atracuriumbesilat 25.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
45221.00.00

Dokumenten

Packungsbeilage Packungsbeilage - Englisch

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Atracurium-hameln 10 mg/ml Injektions-/Infusionslösung

Atracuriumbesilat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1. Was ist Atracurium-hameln und wofür wird es angewendet?

2. Was müssen Sie vor der Anwendung von Atracurium-hameln beachten?

3. Wie ist Atracurium-hameln anzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Atracurium-hameln aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. WAS IST ATRACURIUM-HAMELN UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Atracurium-hameln gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Muskelrelaxantien

bezeichnet werden und zur Muskelentspannung während Operationen eingesetzt wird.

Atracurium-hameln wird angewendet:

bei operativen und anderen Eingriffen sowie in der Intensivmedizin,

als Zusatz bei Allgemeinnarkosen, zur Erleichterung der endotrachealen Intubation

(Einführung eines Schlauches in der Luftröhre) sowie zur künstlichen Beatmung.

2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON ATRACURIUM-HAMELN

BEACHTEN?

Atracurium-hameln darf NICHT angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Atracuriumbesilat oder einen der in Abschnitt 6 genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Eine allergische Reaktion kann sich

äußern als Ausschlag, Juckreiz, Kurzatmigkeit, Schwellungen des Gesichts, der Lippen,

des Rachens oder der Zunge. Dies könnte Ihnen bereits aus früheren Erfahrungen

bekannt sein.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bevor Sie Atracurium-hameln erhalten, sagen Sie Ihrem Arzt, falls

Sie unter einer Erkrankung leiden, welche die Muskulatur beeinträchtigt und/oder deren

nervale Steuerung (neuromuskuläre Erkrankungen wie Myasthenia gravis oder Eaton-

Lambert-Syndrom),

schwere Störungen des Elektrolythaushalts vorliegen,

ein weit von seinem ursprünglichen Ort streuendes Krebsgeschwür vorhanden ist

(Karzinomatose),

Sie empfindlich gegenüber Histamin sind,

Sie unter Asthma-ähnlichen Symptomen leiden (Allergie, Asthma oder

Bronchienverengung in der Vergangenheit),

Verbrennungen vorliegen,

Sie unter einem Mangel an zirkulierendem Blut leiden (Hypovolämie).

Kinder:

Atracurium-hameln sollte bei Neugeborenen (Kinder unter 1 Monat) nicht angewendet

werden. Sollte eine Anwendung bei Neugeborenen oder Frühgeborenen erforderlich sein, so

ist die Dosis deutlich zu reduzieren. Wenn Sie weitere Fragen haben wenden Sie sich bitte

an Ihren Arzt.

Anwendung von Atracurium-hameln zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen. Dies ist insbesondere wichtig bei der Anwendung von Atracurium-hameln in

Kombination mit folgenden Arzneimitteln:

Antibiotika (z. B. Aminoglykoside, Polymyxine, Spectinomycin, Tetrazykline, Lincomycin,

Clindamycin und Vancomycin)

Antiarrhythmika (zur Steuerung des Herzrhythmus; z. B. Lidocain, Procainamid, Chinidin)

Diuretika (Wassertabletten; z. B. Furosemid, Thiazid-Diuretika, Acetazolamid, Mannitol)

Arzneimittel zur Blutdrucksenkung sowie zur Anwendung bei Angina pectoris oder

anderer Herzbeschwerden (z. B. Propranolol, Oxprenolol, Diltiazem, Nicardipin, Nifedipin,

und Verapamil)

Antiepileptika (z. B. Carbamazepin, Phenytoin)

Antirheumatika (z. B. Chloroquin, d-Penicillamin)

Kortikosteroide (zur Behandlung von Entzündungen)

Trimetaphan, Hexamethonium (zur Blutdrucksenkung während Operationen)

Dantrolen (ein Muskelrelaxans)

Magnesiumsulfat

Ketamin (ein Anästhetikum)

Lithium, Chlorpromazin (zur Anwendung psychischer Erkrankungen)

Chinin (zur Behandlung von Malaria oder Krämpfen in den Beinen)

Es dürfte dennoch die richtige Entscheidung sein, bei Ihnen Atracurium-hameln einzusetzen,

da Ihr Arzt aufgrund seiner Erfahrung einzuschätzen weiß, was das Beste für Sie ist.

Schwangerschaft und Stillzeit

Atracurium-hameln darf bei schwangeren Frauen nur nach sorgfältiger Nutzen-/Risiko-

Abwägung durch Ihren behandelnden Arzt angewendet werden. Mütter sollten bis 24

Stunden nach der Anwendung von Atracurium-hameln auf das Stillen verzichten. Wenn Sie

schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Nach Anwendung von Atracurium-hameln dürfen Sie nicht aktiv am Straßenverkehr

teilnehmen, eine Maschine bedienen oder in einem Gefahrenbereich arbeiten. Sie sollten

sich nur in Begleitung nach Hause begeben und dürfen bis zur vollkommenen Erholung

keinen Alkohol zu sich nehmen.

3. WIE IST ATRACURIUM-HAMELN ANZUWENDEN?

Atracurium-hameln darf nur durch einen erfahrenen Arzt unter sorgfältiger Kontrolle

angewendet werden.

Dosierung

Atracurium-hameln wird nur unter der Voraussetzung eingesetzt, dass der Patient

vollkommen bewusstlos oder sehr stark sediert ist.

Die Dosis wird durch den Arzt bestimmt. Atracurium-hameln darf nur direkt in eine Vene

(intravenös) und nicht in einen Muskel (intramuskulär) verabreicht werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

Informationen für medizinisches Fachpersonal befinden sich am Ende dieser

Gebrauchsinformation.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Von folgenden Nebenwirkungen wurde berichtet:

Häufige Nebenwirkungen (1 bis 10 Behandelte von 100):

- Tachykardie (schneller Herzschlag)

- vorübergehender Blutdruckabfall

- Keuchen

- Bronchospasmus (Asthma-ähnliche Symptome)

- Hautrötung

- Urticaria (Nesselsucht)

Sehr seltene Nebenwirkungen (weniger als 1 Behandelter von 10.000):

- Myasthenie und/oder Myopathie (Muskelschwäche und/oder Muskelerkrankung)

- schwere allergische Reaktionen einschließlich Schock, Kreislaufstörungen und

Herzattacken bei Patienten, die Atracurium in Kombination mit einem oder mehreren

Anästhetika bekamen

- Anfälle bei Risikopatienten nach Einnahme weiterer Arzneimittel

- Laryngospasmus (Krämpfe der Stimmbänder)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie

können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: http://www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie

dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur

Verfügung gestellt werden.

5. WIE IST ATRACURIUM-HAMELN AUFZUBEWAHREN?

- Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

- Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Ampullenetikett und dem Umkarton nach

„Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

- Im Kühlschrank lagern (2°C – 8°C). Nicht einfrieren. Die Ampullen im Umkarton

aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

- Nur zum Einmalgebrauch. Das Präparat ist sofort nach dem Öffnen der Ampulle zu

verbrauchen.

- Haltbarkeit nach Verdünnung: Die chemische und physikalische Stabilität wurde in

Natriumchlorid-Lösung BP für 24 Stunden bei 30°C nachgewiesen und in anderen

gebräuchlichen Verdünnungsmitteln für über 4 bzw. 8 Stunden (siehe Hinweise zu

Verdünnungen am Ende dieser Gebrauchsinformation unter „Die folgenden Informationen

sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt“). Aus mikrobiologischer Sicht

sollte die verdünnte Lösung sofort verwendet werden. Wenn die gebrauchsfertige

Zubereitung nicht sofort angewendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die

Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Sofern die Verdünnung nicht unter

kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht länger als

24 Stunden bei 2°C bis 8°C aufzubewahren.

- Vor Anwendung (auch nach Verdünnung) ist das Arzneimittel einer Sichtprüfung zu

unterziehen. Sie dürfen Atracurium-hameln nicht verwenden, wenn Sie bemerken, dass die

Lösung nicht klar, farblos und frei von Partikeln ist, oder das Behältnis beschädigt ist.

6. INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Atracurium-hameln enthält

Der Wirkstoff ist Atracuriumbesilat.

1 ml Atracurium-hameln enthält 10 mg Atracuriumbesilat.

Jede Ampulle mit 2,5 ml Lösung enthält 25 mg Atracuriumbesilat.

Jede Ampulle mit 5 ml Lösung enthält 50 mg Atracuriumbesilat.

Die sonstigen Bestandteile sind Wasser für Injektionszwecke und Benzolsulfonsäure.

Wie Atracurium-hameln aussieht und Inhalt der Packung

Atracurium-hameln ist eine klare, farblose Injektions- oder Infusionslösung.

3 ml oder 5 ml Klarglasampullen.

Packung zu 5 Ampullen mit 2,5 oder 5 ml.

Packung zu 10 Ampullen mit 2,5 oder 5 ml.

Packung zu 5 x 10 Ampullen mit 2,5 oder 5 ml.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

hameln pharma plus gmbh

Langes Feld 13

31789 Hameln, Deutschland

Hersteller:

Siegfried Hameln GmbH

Langes Feld 13

31789 Hameln, Deutschland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland:

Atracurium-hameln 10 mg/ml Injektions-/Infusionslösung

Italien:

Atracurium-hameln 10 mg/ml soluzione iniettabile

Niederlande:

Atracurium-hameln 10 mg/ml oplossing voor injectie en infusie

Spanien:

Besilato de Atracurio-hameln 10 mg/ml solucíon para inyección

Schweden:

Atracurium-hameln 10 mg/ml injektionsvätska, lösning

Vereinigtes Königreich: Atracurium besilate 10 mg/ml solution for injection

Zul.-Nr. 45221.00.00

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Januar 2018.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

ANWEISUNGEN ZUR ZUBEREITUNG UND ANWENDUNG VON:

Atracurium-hameln 10 mg/ml Injektions-/Infusionslösung

Bitte lesen Sie die ganze Anleitung durch, bevor Sie mit der Zubereitung des Arzneimittels

beginnen.

Ausführliche Informationen entnehmen Sie bitte der Fachinformation zu diesem Produkt.

Inkompatibilitäten

Atracuriumbesilat darf nicht in derselben Spritze mit Thiopental oder anderen alkalischen

Lösungen bzw. Substanzen gemischt werden, da alkalische pH-Werte zur Inaktivierung von

Atracuriumbesilat führen. Daher muss zwischen der Infusion von Atracuriumbesilat und

Thiopental eine Spülung der Kanüle erfolgen, um die Bildung von Aggregaten zu verhindern,

die eine anaphylaktoide Reaktion hervorrufen können.

Atracuriumbesilat ist mit folgenden Infusionslösungen kompatibel (mischbar):

Infusionslösung

Haltbarkeit

1. 0,9%ige NaCl-Lösung BP (G/V) ................................................24 Stunden

2. 5%ige Glucose-Lösung BP (G/V) .............................................. 8 Stunden

3. Ringer-Lösung USP ................................................................... 8 Stunden

4. 0,18%ige NaCl-Lösung mit 4%iger Glucose-Lösung BP (G/V) .. 8 Stunden

5. Ringer-Lactat-Lösung nach Hartmann BP ................................. 4 Stunden

Bei Mischungen mit diesen Lösungen bis zu Konzentrationen von 0,5 mg

Atracuriumbesilat/ml und darüber sind die Lösungen bei Tageslicht und Temperaturen bis zu

30°C in den genannten Zeiträumen haltbar.

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Atracurium-hameln wird als intravenöse Injektion oder Infusion angewendet.

Nur zum Einmalgebrauch. Das Präparat ist sofort nach dem Öffnen der Ampulle zu

verbrauchen.

Zur Ermittlung der individuell erforderlichen Dosis ist bei der Verabreichung von

Muskelrelaxantien wie Atracuriumbesilat ein neuromuskuläres Monitoring zu empfehlen.

Anwendung als Injektion bei Erwachsenen

Atracurium-hameln wird als intravenöse Injektion verabreicht und darf nicht intramuskulär

verabreicht werden.

Relaxation:

In Abhängigkeit von der gewünschten vollständigen Relaxationsdauer können 0,3 - 0,6 mg

Atracuriumbesilat/kg KG i.v. verabreicht werden. Die Wirkungsdauer beträgt 15 –

35 Minuten.

Intubation:

Nach der i.v. Injektion von 0,5 - 0,6 mg Atracuriumbesilat/kg KG kann die endotracheale

Intubation in der Regel innerhalb von 90 Sekunden durchgeführt werden.

Repetitions-Dosen:

Die vollständige neuromuskuläre Blockade kann mit Repetitions-Dosen von 0,1 - 0,2 mg

Atracuriumbesilat/kg verlängert werden. Im Allgemeinen muss die erste Erhaltungsdosis

20 bis 45 Minuten nach dem initialen Bolus gegeben werden, weitere Dosen werden nach

Bedarf im Abstand von jeweils 15 bis 25 Minuten verabreicht.

In jedem Fall sollte die Gabe von Repetitions-Dosen auf die individuellen Anforderungen und

Reaktionen des Patienten abgestimmt werden.

Kumulative Effekte in Bezug auf die neuromuskulär blockierende Wirkung sind bei

Verabreichung dieser Repetitions-Dosen nicht zu erwarten.

Die Spontanerholung stellt sich ca. 35 Minuten nach Ende der vollständigen Relaxation -

gemessen an der Wiederherstellung der tetanischen Antwort auf 95% der neuromuskulären

Funktion - wieder ein.

Sobald Zeichen einer Spontanerholung erkennbar sind, kann der neuromuskuläre Block,

hervorgerufen durch Atracuriumbesilat, schnell durch übliche Dosen von

Cholinesterasehemmstoffen wie Neostigmin oder Edrophonium - nach vorheriger oder

gleichzeitiger Verabfolgung von Atropin oder Glycopyrroniumbromid - ohne Anzeichen einer

Rekurarisierung aufgehoben werden.

Anwendung als Infusionslösung bei Erwachsenen

Atracurium-hameln ist hypotonisch und darf nicht über die Infusionsleitung einer

Bluttransfusion zugeführt werden. In diesem Fall muss die Substanz über eine separate

Infusionsleitung verabreicht werden.

Nach einer initialen Bolusinjektion von 0,3 - 0,6 mg Atracuriumbesilat/kg kann

Atracuriumbesilat zur Aufrechterhaltung der neuromuskulären Blockade bei operativen

Eingriffen von längerer Dauer als kontinuierliche Infusion in Dosen von 0,3 - 0,6 mg/kg/h

verabreicht werden.

Atracurium-hameln kann auch während kardiopulmonaler Bypass-Operationen in der oben

angegebenen Dosis infundiert werden.

Da bei Körpertemperaturen von 25 - 26°C (tiefe Hypothermie) die Inaktivierung von

Atracuriumbesilat verlangsamt erfolgt, reicht bei diesen niedrigen Körpertemperaturen etwa

die Hälfte der oben angegebenen Dosis zur Aufrechterhaltung der vollständigen

neuromuskulären Blockade aus.

Die Atracuriumbesilat-Injektionslösung kann mit den oben aufgeführten Infusionslösungen

verdünnt werden.

Dosisempfehlungen für Kinder, ältere Patienten, Patienten mit beeinträchtigter Leber-

und/oder Nierenfunktion, kardiovaskulären Erkrankungen oder Verbrennungen und bei

der Anwendung im intensivmedizinischen Bereich

Anwendung bei Kindern:

Kinder über 1 Monat erhalten die für Erwachsene empfohlene Dosis ebenfalls auf der Basis

mg/kg KG.

Anwendung bei Neugeborenen

Die Anwendung von Atracuriumbesilat bei Neugeborenen wird nicht empfohlen, da keine

ausreichenden Daten zur Verfügung stehen (siehe Abschnitt 5.1). Sollte eine

neuromuskuläre Blockade bei Neugeborenen oder Frühgeborenen erforderlich sein, so ist

die Dosis deutlich zu reduzieren.

Anwendung bei älteren Patienten:

Die oben angegebenen Dosierungsempfehlungen gelten auch für ältere Patienten. Die Höhe

der Initialdosen sollte sich jedoch im unteren Dosisbereich bewegen und die Verabreichung

des Arzneimittels sollte langsam erfolgen.

Anwendung bei Patienten mit beeinträchtigter Leber- und/oder Nierenfunktion:

Atracuriumbesilat kann unabhängig von dem Schweregrad einer Leber- oder Nie-

renfunktionsstörung - auch bei sehr stark eingeschränkten Funktionen dieser Organe - in

den oben genannten Standarddosen verabreicht werden.

Anwendung bei Patienten mit Herz- oder Kreislauf-Erkrankungen:

Patienten mit schweren Herz- oder Kreislauf-Erkrankungen reagieren unter Umständen

empfindlicher auf vorübergehende hypotone Zustände. Bei diesen Patienten sollte daher

Atracuriumbesilat langsam und/oder in geteilten Dosen über einen Zeitraum von ca.

1 - 2 Minuten verabreicht werden.

Anwendung bei Patienten mit Verbrennungen:

Bei Patienten mit Verbrennungen kann sich gegenüber nicht-depolarisierenden

Muskelrelaxantien wie Atracuriumbesilat eine herabgesetzte Ansprechbarkeit entwickeln. Bei

diesen Patienten können in Abhängigkeit von der Zeit, die seit der Verbrennung vergangen

ist, und dem Ausmaß der Verletzung höhere Atracuriumbesilat-Dosen erforderlich sein.

Anwendung im intensivmedizinischen Bereich (ICU):

Ergibt sich beim Einsatz von Atracuriumbesilat im intensivmedizinischen Bereich im Rahmen

der künstlichen Beatmung die Notwendigkeit zur Langzeitanwendung, so sind der Nutzen

und das Risiko einer neuromuskulären Blockade gegeneinander abzuwägen.

Nach optionaler Gabe einer initialen Bolusinjektion von 0,3 - 0,6 mg Atracuriumbesilat/kg

können zur Aufrechterhaltung der neuromuskulären Blockade durch kontinuierliche Infusion

zwischen 11 und 13 Mikrogramm/kg/min (entspr. 0,66 - 0,78 mg/kg/h) verabreicht werden.

Dabei ist zu beachten, dass nach bisherigen Erfahrungen die im Einzelfall erforderliche

Dosis stark variieren kann. So wurden 4,5 Mikrogramm/kg/min (0,27 mg/kg/h) bis

29,5 Mikrogramm/kg/min (1,77 mg/kg/h) verabreicht. Darüber hinaus können sich die

erforderlichen Dosen in Abhängigkeit von der Anwendungsdauer ändern. Aus diesem Grund

sollte die Infusionsrate durch ständige Überwachung peripherer Nerven dem Bedarf

angepasst werden.

Die Zeit bis zur Spontanerholung von der neuromuskulären Blockade nach

Atracuriumbesilatinfusion bei Intensivpatienten ist unabhängig von der

Verabreichungsdauer.

Wie in klinischen Studien beobachtet, stellt sich ein TOF (train of four)-Verhältnis (das

Verhältnis des Spitzenwertes der vierten Kontraktion zur ersten in einer Reihe von vieren)

>

0,75 durchschnittlich 60 Minuten nach Absetzen von Atracuriumbesilat ein (Bereich

zwischen 32 und 108 Minuten, n = 6).

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FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Atracurium-hameln 10 mg/ml Injektions-/Infusionslösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 ml Injektionslösung enthält 10 mg Atracuriumbesilat.

1 Ampulle mit 2,5 ml Injektionslösung enthält 25 mg Atracuriumbesilat.

1 Ampulle mit 5,0 ml Injektionslösung enthält 50 mg Atracuriumbesilat.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung und Infusionslösung

Das Produkt ist eine klare, farblose Lösung mit einem pH-Wert von 3,25 – 3,65 und

einer Osmolalität von 10 – 30 mOsmol/kg.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Intravenöse Anwendung bei operativen und anderen Eingriffen sowie in der

Intensivmedizin.

Atracuriumbesilat wird als Zusatz bei Allgemeinnarkosen, zur Erleichterung der

endotrachealen Intubation sowie der künstlichen Beatmung angewendet.

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Zur Ermittlung der individuell erforderlichen Dosis ist bei der Verabreichung von

Muskelrelaxantien wie Atracuriumbesilat ein neuromuskuläres Monitoring zu

empfehlen.

Anwendung als Injektion bei Erwachsenen

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Atracurium-hameln wird als intravenöse Injektion verabreicht und darf nicht

intramuskulär verabreicht werden.

Relaxation

In Abhängigkeit von der gewünschten vollständigen Relaxationsdauer können

0,3 - 0,6 mg Atracuriumbesilat/kg KG i.v. verabreicht werden. Die Wirkungsdauer

beträgt 15 - 35 Minuten.

Intubation

Nach der i.v. Injektion von 0,5 - 0,6 mg Atracuriumbesilat/kg KG kann die

endotracheale Intubation in der Regel innerhalb von 90 Sekunden durchgeführt

werden.

Repetitions-Dosen:

Die vollständige neuromuskuläre Blockade kann mit Repetitions-Dosen von

0,1 - 0,2 mg Atracuriumbesilat/kg verlängert werden. Im Allgemeinen muss die erste

Erhaltungsdosis 20 bis 45 Minuten nach dem initialen Bolus gegeben werden, weitere

Dosen werden nach Bedarf im Abstand von jeweils 15 bis 25 Minuten verabreicht.

In jedem Fall sollte die Gabe von Repetitions-Dosen auf die individuellen

Anforderungen und Reaktionen des Patienten abgestimmt werden.

Kumulative Effekte in Bezug auf die neuromuskulär blockierende Wirkung sind bei

Verabreichung dieser Repetitions-Dosen nicht zu erwarten.

Die Spontanerholung stellt sich ca. 35 Minuten nach Ende der vollständigen

Relaxation - gemessen an der Wiederherstellung der tetanischen Antwort auf 95%

der neuromuskulären Funktion - wieder ein.

Sobald Zeichen einer Spontanerholung erkennbar sind, kann der neuromuskuläre

Block, hervorgerufen durch Atracuriumbesilat, schnell durch übliche Dosen von

Cholinesterasehemmstoffen wie Neostigmin oder Edrophonium - nach vorheriger

oder gleichzeitiger Verabfolgung von Atropin oder Glycopyrroniumbromid - ohne

Anzeichen einer Rekurarisierung aufgehoben werden.

Anwendung als Infusionslösung bei Erwachsenen

Atracurium-hameln ist hypotonisch und darf nicht über die Infusionsleitung einer

Bluttransfusion zugeführt werden. In diesem Fall muss die Substanz über eine

separate Infusionsleitung verabreicht werden.

Nach einer initialen Bolusinjektion von 0,3 - 0,6 mg Atracuriumbesilat/kg kann

Atracuriumbesilat zur Aufrechterhaltung der neuromuskulären Blockade bei

operativen Eingriffen von längerer Dauer als kontinuierliche Infusion in Dosen von

0,3 - 0,6 mg/kg/h verabreicht werden.

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Atracurium-hameln kann auch während kardiopulmonaler Bypass-Operationen in der

oben angegebenen Dosis infundiert werden.

Da bei Körpertemperaturen von 25 - 26°C (tiefe Hypothermie) die Inaktivierung von

Atracuriumbesilat verlangsamt erfolgt, reicht bei diesen niedrigen Körpertemperaturen

etwa die Hälfte der oben angegebenen Dosis zur Aufrechterhaltung der vollständigen

neuromuskulären Blockade aus.

Die Atracuriumbesilat-Injektionslösung kann mit den unter 6.6 aufgeführten

Infusionslösungen verdünnt werden.

Dosisempfehlungen für Kinder, ältere Patienten, Patienten mit beeinträchtigter

Leber- und/oder Nierenfunktion, kardiovaskulären Erkrankungen oder

Verbrennungen und bei der Anwendung im intensivmedizinischen Bereich

Anwendung bei Kindern:

Kinder über 1 Monat erhalten die für Erwachsene empfohlene Dosis ebenfalls auf der

Basis mg/kg KG.

Atracuriumbesilat sollte bei Neugeborenen (Kinder unter 1 Monat) nicht angewendet

werden, da nur unzureichende Daten verfügbar sind. Sollte eine neuromuskuläre

Blockade bei Neugeborenen oder Frühgeborenen erforderlich sein, so ist die Dosis

deutlich zu reduzieren.

Anwendung bei älteren Patienten

Die oben angegebenen Dosierungsempfehlungen gelten auch für ältere Patienten.

Die Höhe der Initialdosen sollte sich jedoch im unteren Dosisbereich bewegen, und

die Verabreichung des Arzneimittels sollte langsam erfolgen.

Anwendung bei Patienten mit beeinträchtigter Leber- und/oder Nierenfunktion:

Atracuriumbesilat kann unabhängig von dem Schweregrad einer Leber- oder

Nierenfunktionsstörung - auch bei sehr stark eingeschränkten Funktionen dieser

Organe - in den oben genannten Standarddosen verabreicht werden.

Anwendung bei Patienten mit Herz- oder Kreislauf-Erkrankungen

Patienten mit schweren Herz- oder Kreislauf-Erkrankungen reagieren unter

Umständen empfindlicher auf vorübergehende hypotone Zustände (siehe auch 4.4).

Bei diesen Patienten sollte daher Atracuriumbesilat langsam und/oder in geteilten

Dosen über einen Zeitraum von ca. 1 - 2 Minuten verabreicht werden.

Anwendung bei Patienten mit Verbrennungen

Bei Patienten mit Verbrennungen kann sich gegenüber nicht-depolarisierenden

Muskelrelaxantien wie Atracuriumbesilat eine herabgesetzte Ansprechbarkeit

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entwickeln. Bei diesen Patienten können in Abhängigkeit von der Zeit, die seit der

Verbrennung vergangen ist, und dem Ausmaß der Verletzung höhere

Atracuriumbesilat-Dosen erforderlich sein.

Anwendung im intensivmedizinischen Bereich (ICU)

Ergibt sich beim Einsatz von Atracuriumbesilat im intensivmedizinischen Bereich im

Rahmen der künstlichen Beatmung die Notwendigkeit zur Langzeitanwendung, so

sind der Nutzen und das Risiko einer neuromuskulären Blockade gegeneinander

abzuwägen.

Nach optionaler Gabe einer initialen Bolusinjektion von 0,3 - 0,6 mg

Atracuriumbesilat/kg können zur Aufrechterhaltung der neuromuskulären Blockade

durch kontinuierliche Infusion zwischen 11 und 13 Mikrogramm/kg/min (entspr.

0,66 - 0,78 mg/kg/h) verabreicht werden. Dabei ist zu beachten, dass nach bisherigen

Erfahrungen die im Einzelfall erforderliche Dosis stark variieren kann; so wurden

4,5 Mikrogramm/kg/min (0,27 mg/kg/h) bis 29,5 Mikrogramm/kg/min (1,77 mg/kg/h)

verabreicht. Darüber hinaus können sich die erforderlichen Dosen in Abhängigkeit

von der Anwendungsdauer ändern. Aus diesem Grund sollte die Infusionsrate durch

ständige Überwachung peripherer Nerven dem Bedarf angepasst werden.

Die Zeit bis zur Spontanerholung von der neuromuskulären Blockade nach

Atracuriumbesilatinfusion bei Intensivpatienten ist unabhängig von der

Verabreichungsdauer.

Wie in klinischen Studien beobachtet, stellt sich ein TOF (train of four)-Verhältnis (das

Verhältnis des Spitzenwertes der vierten Kontraktion zur ersten in einer Reihe von

vieren)

>

0,75 durchschnittlich 60 Minuten nach Absetzen von Atracuriumbesilat ein

(Bereich zwischen 32 und 108 Minuten, n=6).

Die zurzeit vorliegenden wenigen Untersuchungsergebnisse bezüglich der

Langzeitanwendung von Atracuriumbesilat lassen nur einen geringen Einfluss einer

Hämofiltration oder Hämodialyse auf die Plasmaspiegel von Atracuriumbesilat und

seiner Metaboliten erkennen.

Die Auswirkungen der Hämoperfusion auf die Plasmaspiegel von Atracuriumbesilat

und seinen Metaboliten sind nicht bekannt.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder gegen einen der sonstigen

Bestandteile.

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4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Genau wie alle anderen Muskelrelaxantien lähmt auch Atracuriumbesilat die Atem-

und Skelettmuskulatur, ohne das Bewusstsein zu beeinträchtigen. Deshalb darf

Atracuriumbesilat ausschließlich von einem erfahrenen Anästhesisten nur an

Patienten unter Vollnarkose oder an ausreichend sedierte Intensivpatienten

verabreicht werden. Geräte und Personal zur endotrachealen Intubation und zur

künstlichen Beatmung müssen - ebenso wie ein Antidot - zur sofortigen Verfügung

stehen.

Atracurium-hameln darf nicht intramuskulär verabreicht werden.

Wie bei anderen nicht-depolarisierenden Muskelrelaxantien ist bei Patienten mit

Myasthenia gravis, Eaton-Lambert-Syndrom oder anderen neuromuskulären

Erkrankungen, bei denen die Wirkung nicht-depolarisierender Substanzen zur

neuromuskulären Blockade verstärkt wird, mit erhöhter Empfindlichkeit gegenüber

Atracuriumbesilat zu rechnen. Bei solchen Patienten ist eine Reduktion der

Atracuriumbesilat-Dosis und die Prüfung der neuromuskulären Blockade mithilfe

eines Stimulators der peripheren Nerven von besonderer Bedeutung. Ähnliche

Vorsichtsmaßnahmen sind bei Patienten mit schweren Störungen des Säure-Basen-

Gleichgewichts bzw. des Elektrolythaushalts oder mit Karzinomatose erforderlich.

Wie auch andere Muskelrelaxantien kann Atracuriumbesilat während der

Verabreichung - bei entsprechend empfindlichen Patienten - zur Histaminfreisetzung

führen. Die Verabreichung an Patienten mit einer Anamnese, die eine erhöhte

Sensibilität gegen Histamin vermuten lässt, sollte deshalb mit Vorsicht erfolgen. Die

Histaminfreisetzung kann verringert werden, wenn Atracuriumbesilat langsam oder in

mehreren Dosen über einen Zeitraum von mindestens einer Minute verabreicht wird.

Insbesondere bei Patienten mit einer Allergie- oder Asthmaanamnese ist in

vereinzelten Fällen nach der Anwendung von Atracuriumbesilat mit einem

Bronchospasmus zu rechnen. In solchen Fällen muss die Anwendung von

Atracuriumbesilat unter besonders sorgfältiger ärztlicher Beobachtung erfolgen. Bei

Asthma-Patienten, die auf der Intensivstation mit hohen Kortikosteroiddosen und

Substanzen zur neuromuskulären Blockade behandelt werden, ist die Überwachung

des Kreatinphosphokinasespiegels in Erwägung zu ziehen.

Bei Patienten, die besonders empfindlich auf einen Abfall des arteriellen Blutdrucks

reagieren können, wie z. B. bei Patienten mit Hypovolämie, sollte Atracuriumbesilat

langsam oder in mehreren Dosen über einen Zeitraum von 1 - 2 Minuten verabreicht

werden.

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Wird Atracurium-hameln in eine kleine Vene injiziert, sollte diese nach der Injektion

mit einer physiologischen Kochsalzlösung durchgespült werden.

Werden weitere Anästhetika durch den gleichen venösen Zugang verabreicht, ist es

wichtig, dass nach jedem Arzneimittel eine ausreichende Menge Wasser für

Injektionszwecke oder physiologischer Kochsalzlösung nachgespült wird.

Innerhalb des empfohlenen Dosisbereichs weist Atracuriumbesilat keine signifikanten

Vagus- oder Ganglien-blockierenden Effekte auf. Infolgedessen hat Atracuriumbesilat

innerhalb dieses Bereichs keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Herzfrequenz.

Bradykardien nach Gabe anderer bei der Anästhesie verwendeter Arzneimittel oder

nach Vagusreizung während der Operation werden durch Atracuriumbesilat nicht

kompensiert und treten daher möglicherweise verstärkt auf.

Atracurium-hameln ist hypotonisch und darf nicht über die Infusionsleitung einer

Bluttransfusion zugeführt werden, da sonst die Gefahr einer Hämolyse besteht.

Achtung: Die Lösung hat einen pH-Wert von 3,2 bis 3,7! (Näheres über

Unverträglichkeitsreaktionen siehe Abschnitt 6.2).

Wie bei anderen nicht-depolarisierenden Muskelrelaxantien kann sich bei Patienten

mit Verbrennungen eine herabgesetzte Ansprechbarkeit entwickeln (siehe auch

Abschnitt 4.2).

Hinweise:

Atracuriumbesilat hat keinen direkten Einfluss auf den Innenaugendruck und ist

deshalb auch für den Einsatz bei chirurgischen Eingriffen in der Ophthalmologie

verwendbar.

Untersuchungen an Schweinen, die für das Auftreten der malignen Hyperthermie

besonders disponiert sind, ergaben, dass Atracuriumbesilat dieses Syndrom nicht

auslöst. Klinische Untersuchungen bei entsprechend empfindlichen Patienten

erbrachten das gleiche Ergebnis.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Der durch Atracuriumbesilat hervorgerufene neuromuskuläre Block kann durch die

gleichzeitige Gabe von Inhalationsanästhetika wie z. B. Halothan, Isofluran, Enfluran,

Sevofluran und Desfluran verstärkt werden.

Die im Folgenden aufgeführten Arzneimittel können bei gleichzeitiger Verabreichung

mit nicht-depolarisierenden Muskelrelaxantien wie Atracuriumbesilat zu einer

Verstärkung und/oder Verlängerung der neuromuskulären Blockade führen:

Antibiotika einschließlich Aminoglykoside, Polymyxine, Spectinomycin,

Tetrazykline, Lincomycin, Clindamycin und Vancomycin

Antiarrhythmika: Procainamid, Chinidin, Lidocain

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Betablocker: Propranolol

Calciumantagonisten

Diuretika: Furosemid und möglicherweise Mannitol, Thiazid-Diuretika

Acetazolamid

Magnesiumsulfat

Ketamin

Lithiumsalze

Dantrolen

Ganglienblocker: Trimethaphan und Hexamethonium.

In seltenen Fällen können bestimmte Arzneimittel das Krankheitsbild einer

bestehenden Myasthenia gravis verschlechtern, einer latenten Myasthenia gravis

zum Ausbruch verhelfen oder selbst diese Erkrankung auslösen. In diesen Fällen ist

mit einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber Atracuriumbesilat zu rechnen.

Zu diesen Arzneimitteln, die die vorgenannten Ereignisse auslösen können, zählen:

Betablocker (Propranolol, Oxprenolol)

Antiarrhythmika (Procainamid, Chinidin)

Chloroquin

D-Penicillamin

verschiedene Antibiotika

Trimethaphan

Chlorpromazin

Steroide

Phenytoin

Lithium.

Bei Patienten, die regelmäßig mit Antiepileptika (Phenytoin, Carbamazepin)

behandelt werden, ist es wahrscheinlich, dass der Wirkungseintritt von

Atracuriumbesilat verzögert und die Dauer der neuromuskulären Blockade verkürzt

sind.

Die Verabreichung von Kombinationen anderer nicht-depolarisierender

Muskelrelaxantien in Verbindung mit Atracuriumbesilat kann einen Relaxationsgrad

hervorrufen, der ausgeprägter ist als nach Gabe einer äquipotenten

Atracuriumbesilat-Dosis zu erwarten wäre. Diese synergistischen Effekte können von

einer Arzneistoff-Kombination zur anderen variieren.

Depolarisierende Muskelrelaxantien wie Suxamethoniumchlorid sollten nicht zur

Verlängerung einer neuromuskulären Blockade, die durch nicht-depolarisierende

Muskelrelaxantien wie Atracuriumbesilat hervorgerufen wurde, verabreicht werden,

da dies zu einer verlängerten und komplexen neuromuskulären Blockade führen

kann, die mit Cholinesterasehemmstoffen nur schwer zu antagonisieren ist.

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4.6

Schwangerschaft und Stillzeit

Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung von

Atracuriumbesilat bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Untersuchungen zum

Einfluss auf Schwangerschaft, fötale/embryonale Entwicklung, Geburt und postnatale

Entwicklung sind unvollständig (siehe Abschnitt 5.3). Atracuriumbesilat sollte nur nach

sorgfältiger Nutzen-/Risiko-Abwägung in der Schwangerschaft verabreicht werden.

Der plazentare Übergang ist gering. Der Einsatz im empfohlenen Dosisbereich bei

Kaiserschnitt-Patientinnen hat keine nachhaltigen Folgen für die Neugeborenen

gezeigt. Atracuriumbesilat ist daher auch zur Aufrechterhaltung der Muskelrelaxation

bei Kaiserschnitt geeignet.

Es ist nicht bekannt, ob Atracuriumbesilat in die Muttermilch übertritt. Wegen der

kurzen Halbwertszeit sind Auswirkungen auf den Säugling nicht zu erwarten, wenn

die Mutter nach Abklingen der Substanzwirkung das Stillen (wieder) aufnimmt.

Vorsichtshalber sollte nach Verabreichung von Atracuriumbesilat 24 Stunden auf das

Stillen verzichtet werden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Da das Arzneimittel unter Vollnarkose verabreicht wird, darf der Patient nach der

Narkose nicht am Straßenverkehr teilnehmen, keine Maschinen bedienen und nicht

ohne sicheren Halt arbeiten. Über den Zeitfaktor hat der Arzt individuell zu

entscheiden. Der Patient sollte sich nur in Begleitung nach Hause begeben und

keinen Alkohol zu sich nehmen.

4.8

Nebenwirkungen

Sehr häufig:

(≥1/10)

Häufig:

(≥1/100 bis <1/10)

Gelegentlich:

(≥1/1000 bis <1/100)

Selten:

(≥1/10.000 bis <1/1.000)

Sehr selten:

(<1/10.000)

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem

Schweregrad angegeben.

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten:

Es wurden nach Verabreichung von Atracuriumbesilat in

Kombination mit einem oder mehreren Anästhetika schwere

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anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen bis hin zum

Schock, Kreislaufversagen und Herzstillstand beobachtet.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr selten:

Bei intensivmedizinisch betreuten Patienten, die neben

Atracuriumbesilat noch weitere Arzneimittel erhielten, wurde

von Krampfanfällen berichtet. Diese Patienten wiesen jedoch

eine oder mehrere Vorerkrankungen auf, die Krampfanfälle

auslösen können (z. B. Schädel-Hirn-Traumata, zerebrale

Ödeme, Virusenzephalitiden, hypoxische Enzephalopathien und

Urämien). In klinischen Studien konnte selbst nach

wochenlanger Dauerinfusion des Arzneimittels zwischen den

Plasma-Laudanosinspiegeln (Metabolit) und dem Auftreten von

Krampfanfällen kein Zusammenhang festgestellt werden

(s. auch Abschnitt 5.2).

Herzerkrankungen

Häufig:

Tachykardie

Gefäßerkrankungen

Häufig:

Geringer vorüber gehender Blutdruckabfall

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums

Häufig:

Bronchospasmus, Keuchen

Sehr selten:

Laryngospasmus

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig:

Urticaria, Hautrötung

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Sehr selten:

Nach prolongierter Anwendung von Atracuriumbesilat bei

schwerkranken Patienten auf der Intensivstation wurden

Muskelschwäche und/oder Myopathie beobachtet. Die meisten

Patienten erhielten begleitende Kortikosteroide. Der kausale

Zusammenhang mit der Atracuriumbesilat-Therapie ist nicht

eindeutig.

4.9

Überdosierung

Anzeichen einer Überdosierung:

Verlängerte Muskelrelaxation und deren Folgen sind die hauptsächlichen

Erscheinungsbilder einer Überdosierung.

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Therapie bei einer Überdosierung:

Patienten, die einer Kreislaufstützung bedürfen, sind entsprechend zu lagern und

benötigen neben ausreichender Flüssigkeitszufuhr/Volumenersatz ggf. ein

vasokonstriktiv wirkendes Medikament.

In solchen Fällen ist es wichtig, den Luftweg freizuhalten und bis zum Einsetzen der

Spontanatmung die künstliche Beatmung (assisted positive pressure ventilation)

fortzusetzen. Da das Bewusstsein durch Atracuriumbesilat nicht beeinträchtigt wird,

ist der Patient vollständig zu sedieren. Die Erholung kann durch die Verabreichung

von Cholinesterasehemmstoffen beschleunigt werden, die zusammen mit Atropin

oder Glycopyrroniumbromid verabreicht werden, sobald Zeichen einer

Spontanerholung erkennbar sind.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmazeutisch-therapeutische Gruppe: peripheres Muskelrelaxans (Quarternäre

Ammoniumverbindung) / ATC-Code: M03A C04.

Atracurium-hameln ist ein nicht-depolarisierendes mittellang wirkendes

Muskelrelaxans.

Atracuriumbesilat beeinflusst spezifisch die neurophysiologischen Vorgänge an der

motorischen Endplatte, indem es Acetylcholin kompetitiv von seinen Rezeptoren

verdrängt.

Durch die Besetzung der Endplatte mit Atracuriumbesilat wird deren weitere

Depolarisation verhindert. Der Skelettmuskel wird gelähmt, da die Erregung der

motorischen Nerven nicht mehr zur Muskulatur weitergeleitet wird.

Durch die Hemmung des Acetylcholin-Abbaus mittels Cholinesterasehemmstoffen,

wie z. B. Neostigmin oder Edrophonium, wird eine Erhöhung der

Acetylcholinkonzentration an allen cholinergen Synapsen erzielt. Das Gleichgewicht

zwischen Atracuriumbesilat (Antagonist) und Acetylcholin (Agonist) wird zugunsten

des Agonisten verschoben. Eine Reizüberleitung ist wieder möglich.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Der Wirkungseintritt und die Wirkdauer von Atracuriumbesilat sind dosisabhängig.

Nach Gabe von 0,3 mg Atracuriumbesilat/kg wurden beim Menschen nach 3 Minuten

Plasmakonzentrationen von ca. 3 Mikrogramm/ml gemessen.

Die Inaktivierung von Atracuriumbesilat erfolgt auf zwei Wegen:

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durch Hofmann-Eliminierung, einen nicht-enzymatischen Prozess, der bei

physiologischem pH und physiologischer Temperatur stattfindet und

durch Esterhydrolyse, die durch unspezifische Plasmaesterasen katalysiert wird.

Innerhalb des physiologischen Bereichs führen Schwankungen des Blut-pH und der

Körpertemperatur zu keiner signifikanten Änderung der Wirkdauer des Arzneimittels.

Untersuchungen mit entsprechendem Patienten-Plasma ergaben, dass die

Metabolisierung von Atracuriumbesilat durch einen Pseudocholinesterasemangel im

Plasma nicht beeinträchtigt wird.

Plasmaproteinbindung

Die Plasmaproteinbindung von Atracuriumbesilat beträgt etwa 82%. Plasmaproteine

beeinflussen weder die Geschwindigkeit noch die Art und Weise des

Atracuriumbesilat-Abbaus.

Elimination

Die Eliminationshalbwertszeit für Atracuriumbesilat beträgt 20 bis 30 Minuten. Das

Ende der neuromuskulär blockierenden Wirkung von Atracuriumbesilat erfolgt

unabhängig von seiner hepatischen Metabolisierung oder renalen Ausscheidung. Es

ist deshalb nicht zu erwarten, dass eine gestörte Nieren-, Leber- oder

Kreislauffunktion die Wirkdauer von Atracuriumbesilat beeinträchtigt.

In tierexperimentellen Untersuchungen wurde die alleinige Verabreichung von

Laudanosin - einem Metaboliten von Atracuriumbesilat - mit zerebral erregenden

Wirkungen in Verbindung gebracht. Obwohl bei Intensivpatienten nach der

Anwendung von Atracuriumbesilat Krampfanfälle beobachtet wurden, wurden diese in

keinem Fall, selbst nach wochenlanger Dauerinfusion, auf Atracuriumbesilat oder

Laudanosin zurückgeführt.

Bei intensivmedizinisch behandelten Patienten mit eingeschränkter Nieren- und/oder

Leberfunktion sind die Metaboliten in höherer Konzentration vorhanden, die aber

keinen Einfluss auf die muskelrelaxierende Wirkung haben.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Genotoxizität

Atracuriumbesilat war nicht mutagen in Bakterien und Knochenmarkszellen von

Ratten. Eine schwache mutagene Aktivität in Säugetierzellen in vitro wurde nur in

zytotoxischen Konzentrationen beobachtet.

Kanzerogenität

Untersuchungen zur Kanzerogenität von Atracuriumbesilat wurden nicht durchgeführt.

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Embryo-Fetotoxizität

Aus den Ergebnissen tierexperimenteller Untersuchungen geht hervor, dass

Atracuriumbesilat keine signifikanten Effekte auf die Embryonalentwicklung hat.

Studien zu Auswirkungen auf die foetale Entwicklungsphase wurden nicht

durchgeführt.

Fertilität

Fertilitätsstudien wurden nicht durchgeführt.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Wasser für Injektionszwecke

Benzolsulfonsäure

6.2

Inkompatibilitäten

Atracuriumbesilat darf nicht in derselben Spritze mit Thiopental oder anderen

alkalischen Lösungen bzw. Substanzen gemischt werden, da alkalische pH-Werte zur

Inaktivierung von Atracuriumbesilat führen.

Daher muss zwischen der Infusion von Atracuriumbesilat und Thiopental eine

Spülung der Kanüle erfolgen, um die Bildung von Aggregaten zu verhindern, die eine

anaphylaktoide Reaktion hervorrufen können.

Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit

anderen Arzneimitteln gemischt werden.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

Ungeöffnete Ampulle: 2 Jahre

Geöffnete Ampulle: Nach dem Öffnen der Ampulle ist das Produkt sofort zu

verwenden.

Infusionslösungen nach Herstellung:

In 0,9%iger Natriumchloridlösung wurde eine chemische und physikalische

Haltbarkeit bis zu 24 Stunden bei 30°C, in weiteren gebrauchsüblichen

Infusionslösungen bis zu 4 bzw. 8 Stunden demonstriert (siehe Abschnitt 6.6).

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Infusionslösung

Haltbarkeit

0,9%ige NaCl-Lösung BP (G/V)

24 Stunden

5%ige Glucose-Lösung BP (G/V)

8 Stunden

Ringer-Lösung USP

8 Stunden

0,18%ige NaCl-Lösung mit

8 Stunden

4%iger Glucose-Lösung BP (G/V)

Ringer-Lactat-Lösung nach Hartmann BP

4 Stunden

Bei Mischungen mit diesen Lösungen bis zu Konzentrationen von 0,5 mg

Atracuriumbesilat/ml und darüber; sind die Lösungen bei Tageslicht und

Temperaturen bis zu 30°C in den genannten Zeiträumen haltbar.

Aus mikrobiologischer Sicht ist das Produkt sofort zu verwenden. Wenn es nicht

sofort verwendet wird, liegt die Verantwortung für Dauer und Bedingungen der

Aufbewahrung beim Anwender. In der Regel darf eine maximale Aufbewahrungszeit

von 24 Stunden bei einer Temperatur von 2-8°C nicht überschritten werden, falls die

Verdünnung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen

erfolgte.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2°C – 8°C)!

Nicht einfrieren!

Die Ampullen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen!

Lagerungsbedingungen des verdünnten Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

3 ml oder 5 ml Ampullen aus farblosem Glas, Typ I.

Packung mit 5 Ampullen zu 2,5 ml

Packung mit 10 Ampullen zu 2,5 ml

Packung mit 5 x 10 Ampullen zu 2,5 ml

Packung mit 5 Ampullen zu 5 ml

Packung mit 10 Ampullen zu 5 ml

Packung mit 5 x 10 Ampullen zu 5 ml

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

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6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise

zur Handhabung

Atracurium-hameln wird zur i.v. Injektion oder Infusion verwendet.

Vor der Verabreichung ist das Aussehen des Arzneimittels zu überprüfen (ebenso

nach Verdünnung). Wenn die Lösung nicht klar, farblos und partikelfrei ist oder wenn

die Ampulle beschädigt ist, ist das Produkt zu verwerfen.

Nur zur einmaligen Verabreichung verwenden.

Nicht verwendete Injektionslösung aus angebrochenen Ampullen ist zu verwerfen!

Bewahren Sie alle Arzneimittel sorgfältig und außerhalb der Reichweite von Kindern

auf.

Atracuriumbesilat ist mit folgenden Infusionslösungen kompatibel (mischbar):

0,9%ige NaCl-Lösung BP (G/V)

5%ige Glucose-Lösung BP (G/V)

Ringer-Lösung USP

0,18%ige NaCl-Lösung mit 4%iger Glucose-Lösung BP (G/V)

Ringer-Lactat-Lösung nach Hartmann BP

7.

INHABER DER ZULASSUNG

hameln pharmaceuticals gmbh

Langes Feld 13

31789 Hameln, Deutschland

In Deutschland im Vertrieb der:

hameln pharma plus GmbH

Langes Feld 13

31789 Hameln, Deutschland

8.

ZULASSUNGSNUMMER

DE: 45221.00.00

AT: 1-24305

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Atracurium-hameln 10 mg/ml

45221.00.00

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Datum der Erteilung der Zulassung:

DE: 15.06.1999

AT: 07.12.2001

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 15.06.2009

10.

STAND DER INFORMATION

Oktober 2009

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

DE: Verschreibungspflichtig

AT: Rezept- und apothekenpflichtig

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