Xydalba

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Xydalba
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Xydalba
    Europäische Union
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Antibiotika zur systemischen Anwendung
  • Therapiebereich:
  • Weichteilinfektionen
  • Anwendungsgebiete:
  • Behandlung von akuten bakteriellen Haut- und Hautstrukturinfektionen (ABSSSI) bei Erwachsenen.

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • EMA - European Medicines Agency
  • Berechtigungsstatus:
  • Autorisiert
  • Zulassungsnummer:
  • EMEA/H/C/002840
  • Berechtigungsdatum:
  • 19-02-2015
  • EMEA-Code:
  • EMEA/H/C/002840
  • Letzte Änderung:
  • 05-03-2018

Öffentlichen Beurteilungsberichts

EMA/225270/2016

EMEA/H/C/002840

Zusammenfassung des EPAR für die Öffentlichkeit

Xydalba

Dalbavancin

Dies ist eine Zusammenfassung des Europäischen Öffentlichen Beurteilungsberichts (EPAR) für

Xydalba. Hierin wird erläutert, wie die Agentur das Arzneimittel beurteilt hat, um zu ihren

Empfehlungen für die Zulassung des Arzneimittels in der EU und die Anwendungsbedingungen zu

gelangen. Diese Zusammenfassung ist nicht als praktischer Rat zur Anwendung von Xydalba zu

verstehen.

Wenn Sie als Patient praktische Informationen über Xydalba benötigen, lesen Sie bitte die

Packungsbeilage oder wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist Xydalba und wofür wird es angewendet?

Xydalba ist ein Antibiotikum, das bei Erwachsenen zur Behandlung akuter (kurzfristiger) bakterieller

Infektionen der Haut und von Hautstrukturen (Gewebe unter der Haut), wie etwa Zellulitis

(Entzündung des Unterhautgewebes), Hautabszesse und Wundinfektionen, angewendet wird. Es

enthält den Wirkstoff Dalbavancin.

Vor der Anwendung von Xydalba sollten Ärzte die offiziellen Leitlinien zur angemessenen Anwendung

von Antibiotika beachten.

Wie wird Xydalba angewendet?

Xydalba ist als Pulver zur Herstellung einer intravenösen Infusionslösung (Tropf) erhältlich. Das

Arzneimittel ist nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich. Xydalba wird einmal pro Woche als 30-

minütige Infusion verabreicht. Die empfohlene Dosis beträgt 1 500 mg. Sie wird entweder als

einmalige Infusion verabreicht oder als Dosis von 1 000 mg in der ersten Woche, gefolgt von einer

zweiten Dosis von 500 mg eine Woche später. Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung muss

die Xydalba-Dosis verringert werden.

© European Medicines Agency, 2016. Reproduction is authorised provided the source is acknowledged.

Wie wirkt Xydalba?

Der Wirkstoff von Xydalba, Dalbavancin, ist eine Art von Antibiotikum, die als Glykopeptid bezeichnet

wird. Es wirkt, indem es bestimmte Bakterien daran hindert, eigene Zellwände zu bilden, und die

Bakterien somit abtötet. Dalbavancin hat sich gegen Bakterien (wie etwa gegen den methicillin-

resistenten Staphylococcus aureus (MRSA)), bei denen Standardantibiotika nicht wirken, als wirksam

erwiesen. Eine Liste der Bakterien, gegen die Xydalba wirksam ist, ist der Zusammenfassung der

Merkmale des Arzneimittels zu entnehmen (ebenfalls Teil des EPAR).

Welchen Nutzen hat Xydalba in den Studien gezeigt?

Xydalba wurde in drei Hauptstudien unter Beteiligung von insgesamt rund 2 000 Patienten mit

schweren Infektionen der Haut und des Unterhautzellgewebes, wie etwa Zellulitis, Hautabszesse und

Wundinfektionen, mit Vancomycin (ein anderes Glykopeptid) oder Linezolid (ein Antibiotikum zum

Einnehmen) verglichen. Es wurden auch durch MRSA verursachte Infektionen eingeschlossen.

Patienten, die Vancomycin erhielten und auf die Behandlung ansprachen, hatten die Möglichkeit, nach

drei Tagen zu Linezolid zu wechseln. Bei allen Studien war der Hauptindikator für die Wirksamkeit die

Zahl der Patienten, deren Infektion nach der Behandlung geheilt war.

Xydalba war bei der Heilung von Infektionen mindestens so wirksam wie Vancomycin oder Linezolid. In

den drei Studien wurden zwischen 87 % und 94 % der mit Xydalba behandelten Patienten im Vergleich

zu 91 % bis 93 % der mit einem der beiden Vergleichsarzneimittel behandelten Patienten geheilt.

Welche Risiken sind mit Xydalba verbunden?

Sehr häufige Nebenwirkungen von Xydalba (die 1 bis 3 von 100 Personen betreffen können) sind

Nausea (Übelkeit), Durchfall und Kopfschmerzen. Diese Nebenwirkungen waren im Allgemeinen leicht

oder mittelschwer.

Die vollständige Auflistung der im Zusammenhang mit Xydalba berichteten Nebenwirkungen und

Einschränkungen ist der Packungsbeilage zu entnehmen.

Warum wurde Xydalba zugelassen?

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Agentur gelangte zu dem Schluss, dass der Nutzen

von Xydalba gegenüber den Risiken überwiegt, und empfahl, es für die Anwendung in der EU

zuzulassen. Angesichts des Bedarfs an neuen Antibiotika gegen multiresistente Bakterien

schlussfolgerte der CHMP, dass Xydalba – das sich gegen bestimmte Bakterien, die gegen andere

Antibiotika resistent sind, als wirksam erwiesen hat – eine wertvolle alternative Behandlungsoption

darstellen könnte. Das Sicherheitsprofil von Xydalba ist vergleichbar mit dem anderer Antibiotika der

Klasse der Glykopeptide. Nebenwirkungen auf das Gehör und die Nierenfunktionen, die für

Glykopeptide typisch sind, wurden bei den vorgeschlagenen Regimes für Xydalba in den klinischen

Prüfungen nicht beobachtet.

Welche Maßnahmen werden zur Gewährleistung der sicheren und

wirksamen Anwendung von Xydalba ergriffen?

Es wurde ein Risikomanagementplan entwickelt, um sicherzustellen, dass Xydalba so sicher wie

möglich angewendet wird. Auf der Grundlage dieses Plans wurden Sicherheitsinformationen in die

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels und die Packungsbeilage für Xydalba

Xydalba

EMA/225270/2016

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aufgenommen, einschließlich geeigneter Vorsichtsmaßnahmen für Angehörige der Heilberufe und

Patienten.

Nähere Informationen sind in der Zusammenfassung des Risikomanagementplans

enthalten.

Weitere Informationen über Xydalba

Am 19. Februar 2015 erteilte die Europäische Kommission eine Genehmigung für das Inverkehrbringen

von Xydalba in der gesamten Europäischen Union.

Den vollständigen Wortlaut des EPAR und die Zusammenfassung des Risikomanagementplans für

Xydalba finden Sie auf der Website der Agentur: ema.europa.eu/Find medicine/Human

medicines/European public assessment reports. Wenn Sie weitere Informationen zur Behandlung mit

Xydalba benötigen, lesen Sie bitte die Packungsbeilage (ebenfalls Teil des EPAR) oder wenden Sie sich

an Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Zusammenfassung wurde zuletzt im 04-2016 aktualisiert.

Xydalba

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Packungsbeilage

ANHANG I

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle

Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind

aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Hinweise zur Meldung von

Nebenwirkungen, siehe Abschnitt 4.8.

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Xydalba 500 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Durchstechflasche enthält Dalbavancin-Hydrochlorid äquivalent zu 500 mg Dalbavancin.

Nach Rekonstitution enthält jeder ml 20 mg Dalbavancin.

Die verdünnte Infusionslösung muss eine endgültige Konzentration von 1 bis 5 mg/ml Dalbavancin

aufweisen (siehe Abschnitt 6.6).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung (Pulver für ein Konzentrat).

Weißes bis gebrochen weißes bis blassgelbes Pulver.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Xydalba ist für die Behandlung von akuten bakteriellen Haut- und Weichgewebeinfektionen

(ABSSSI) bei Erwachsenen indiziert (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Die allgemein anerkannten Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antibakteriellen

Wirkstoffen sind zu berücksichtigen.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Empfohlene Dosis und Behandlungsdauer für Erwachsene

Die empfohlene Dosis für Dalbavancin bei erwachsenen Patienten mit ABSSSI beträgt 1500 mg,

verabreicht als einmalige Infusion in Höhe von 1500 mg oder von 1000 mg gefolgt von einer zweiten

Dosis in Höhe von 500 mg eine Woche später (siehe Abschnitte 5.1 und 5.2).

Ältere Menschen

Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Nierenfunktionsstörung

Dosisanpassungen sind bei Patienten mit leichter oder mittelschwerer Nierenfunktionsstörung nicht

erforderlich (Kreatinin-Clearance

30 bis 79 ml/min). Dosisanpassungen sind bei Patienten, die eine

regelmäßige Hämodialyse (3 Mal/Woche) erhalten, nicht erforderlich und Dalbavancin kann ohne

Rücksicht auf den Zeitpunkt der Hämodialyse angewendet werden.

Bei Patienten mit chronischer Nierenfunktionsstörung, deren Kreatinin-Clearance < 30 ml/min ist und

die keine regelmäßige Hämodialyse erhalten, wird die empfohlene Dosis entweder auf 1000 mg

reduziert, verabreicht als einmalige Infusion, oder auf 750 mg gefolgt von einer zweiten Dosis in Höhe

von 375 mg eine Woche später (siehe Abschnitt 5.2).

Leberinsuffizienz

Für Patienten mit leichter Leberinsuffizienz wird keine Dosisanpassung von Dalbavancin empfohlen

(Child-Pugh A). Vorsicht ist geboten, wenn Patienten mit mittelschwerer oder schwerer

Leberinsuffizienz (Child-Pugh B & C) Dalbavancin verschrieben wird, da keine Daten vorliegen, um

eine geeignete Dosierung festzulegen (siehe Abschnitte 5.2).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Dalbavancin bei Kindern im Alter von der Geburt bis 18 Jahren

ist bisher noch nicht erwiesen. Zurzeit vorliegende Daten werden in Abschnitt 5.2 beschrieben; eine

Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht gegeben werden.

Art der Anwendung

Intravenöse Anwendung

Xydalba muss rekonstituiert und dann weiter verdünnt werden, bevor es über einen Zeitraum von

30 Minuten durch intravenöse Infusion angewendet wird. Hinweise zur Rekonstitution und

Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Überempfindlichkeitsreaktionen

Xydalba sollte bei Patienten, bei denen eine Überempfindlichkeit gegen andere Glykopeptide bekannt

ist, mit Vorsicht angewendet werden, da eine Kreuzreaktion auftreten könnte. Wenn eine allergische

Reaktion auf Xydalba auftritt, sollte die Anwendung abgebrochen und eine geeignete Therapie

eingeleitet werden.

Clostridium difficile

verbundene Diarrhö

Antibakteriell-assoziierte Kolitis und pseudomembranöse Kolitis wurden im Zusammenhang mit der

Anwendung fast aller Antibiotika berichtet und können im Schweregrad von mild bis lebensbedrohlich

reichen. Daher ist es wichtig, diese Diagnose bei Patienten in Erwägung zu ziehen, bei denen während

oder nach der Behandlung mit Dalbavancin eine Diarrhö auftritt (siehe Abschnitt 4.8). Unter solchen

Umständen sollten das Absetzen von Dalbavancin und der Einsatz von unterstützenden Maßnahmen

zusammen mit der Anwendung einer spezifischen Behandlung gegen Clostridium difficile in

Erwägung gezogen werden. Diese Patienten dürfen niemals mit Arzneimitteln behandelt werden, die

die Peristaltik unterdrücken.

Infusionsbedingte Reaktionen

Xydalba muss über eine intravenöse Infusion mit einer Gesamtinfusionszeit von 30 Minuten

verabreicht werden, um das Risiko von infusionsbedingten Reaktionen zu minimieren. Schnelle

intravenöse Infusionen von antibakteriellen Glykopeptid-Wirkstoffen können Reaktionen hervorrufen,

die dem "Red-Man-Syndrom" ähneln, einschließlich Rötung des Oberkörpers, Urtikaria, Pruritus

und/oder Hautausschlag. Das Anhalten oder Verlangsamen der Infusion kann zum Abklingen dieser

Reaktionen führen.

Nierenfunktionsstörung

Informationen über die Wirksamkeit und Sicherheit von Dalbavancin bei Patienten mit einer

Kreatinin-Clearance <30 ml/min sind begrenzt. Basierend auf Simulationen ist eine Dosisanpassung

bei Patienten mit chronischer Nierenfunktionsstörung, deren Kreatinin-Clearance <30 ml/min ist und

die keine regelmäßige Hämodialyse erhalten, erforderlich (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

Mischinfektionen

Bei Mischinfektionen, bei denen gramnegative Bakterien vermutet werden, sollten Patienten ebenso

mit geeigneten antibakteriellen Wirkstoffen gegen gramnegative Bakterien behandelt werden

(siehe Abschnitt 5.1).

Unempfindliche Erreger

Der Gebrauch von Antibiotika kann ein übermäßiges Wachstum nicht-sensibler Mikroorganismen

fördern. Kommt es während der Therapie zu einer Superinfektion, sollten geeignete Maßnahmen

eingeleitet werden.

Einschränkung der klinischen Daten

Es gibt nur begrenzte Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von Dalbavancin, wenn mehr als zwei

Dosen (im Abstand von einer Woche) verabreicht werden. In den wichtigsten Studien bei ABSSSI war

die Art von behandelten Infektionen lediglich auf Zellulitis/Erysipel, Abszesse und Wundinfektionen

beschränkt. Es gibt keine Erfahrung mit Dalbavancin bei der Behandlung von schwer

immungeschwächten Patienten.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Ergebnisse aus einer

in vitro

-Rezeptor-Screening-Studie geben keine Hinweise auf eine

wahrscheinliche Wechselwirkung mit anderen therapeutischen Zielen oder auf die Möglichkeit von

klinisch relevanten pharmakodynamischen Wechselwirkungen (siehe Abschnitt 5.1).

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.

Möglicher Einfluss von anderen Arzneimitteln auf die Pharmakokinetik von Dalbavancin.

Dalbavancin wird nicht durch CYP-Enzyme in vitro metabolisiert, weshalb es unwahrscheinlich ist,

dass gleichzeitig angewendete CYP- Induktoren oder -Hemmstoffe die Pharmakokinetik von

Dalbavancin beeinflussen.

Es ist nicht bekannt, ob Dalbavancin ein Substrat für die Leberaufnahme und Efflux-Transporter ist.

Die gleichzeitige Anwendung mit Hemmstoffen dieser Transporter könnte die Dalbavancin-

Exposition erhöhen. Beispiele für solche Transporterhemmstoffe sind verstärkte Proteasehemmer,

Verapamil, Chinidin, Itraconazol, Clarithromycin und Cyclosporin.

Möglicher Einfluss von Dalbavancin auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel.

Das Wechselwirkungspotenzial von Dalbavancin auf durch CYP-Enzyme metabolisierte Arzneimittel

ist erwartungsgemäß gering, da es weder ein Hemmstoff noch ein Induktor von CYP-Enzymen

in vitro

ist. Es gibt keine Daten über Dalbavancin als Hemmstoff von CYP2C8.

Es ist nicht bekannt, ob Dalbavancin ein Hemmstoff von Transportern ist. Eine erhöhte Exposition

gegenüber Transportersubstraten, die sensibel für eine gehemmte Transporteraktivität sind, z. B.

Statine und Digoxin, kann nicht ausgeschlossen werden, wenn diese mit Dalbavancin kombiniert

werden.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine Daten für die Anwendung von Dalbavancin bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle

Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).

Xydalba wird während der Schwangerschaft nicht empfohlen, es sei denn, dies ist eindeutig

erforderlich.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Dalbavancin in die Muttermilch übertritt. Allerdings wird Dalbavancin in die

Milch von säugenden Ratten ausgeschieden und könnte in die menschliche Muttermilch übergehen.

Dalbavancin wird oral nicht gut absorbiert; jedoch können Auswirkungen auf die Magen-Darm-Flora

oder Mund-Flora eines gestillten Säuglings nicht ausgeschlossen werden. Im Einzelfall ist abzuwägen,

ob das Stillen bzw. ob die Therapie mit Xydalba fortgesetzt/abgebrochen werden soll, wobei der

Nutzen des Stillens für das Kind bzw. der Nutzen der Therapie für die Mutter zu berücksichtigen sind.

Fertilität

Tierexperimentelle Studien haben eine verringerte Fruchtbarkeit gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Das

potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Xydalba könnte einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen haben, da bei einer geringen Anzahl von Patienten Schwindelerscheinungen gemeldet

wurden (siehe Abschnitt 4.8).

4.8

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

In klinischen Studien der Phasen 2/3 erhielten 2.473 Patienten Dalbavancin, verabreicht als einmalige

Infusion in Höhe von 1500 mg oder von 1000 mg gefolgt von einer zweiten Dosis in Höhe von

500 mg eine Woche später. Die häufigsten Nebenwirkungen, die bei ≥ 1 % der mit Dalbavancin

behandelten Patienten auftraten, waren Übelkeit (2,4 %), Diarrhö (1,9 %) und Kopfschmerzen (1,3 %),

und sie waren in der Regel leicht oder mittelschwer.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen (Tabelle 1)

Die folgenden Nebenwirkungen wurden in klinischen Studien der Phasen 2/3 mit Dalbavancin

erkannt. Die Nebenwirkungen sind nach Systemorganklasse und Häufigkeit geordnet. Die

Häufigkeitsgruppen sind gemäß den folgenden Konventionen abgeleitet: sehr häufig (≥ 1/10), häufig

(≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000).

Tabelle 1

Systemorganklasse

Häufig

Gelegentlich

Selten

Infektionen und parasitäre

Erkrankungen

vulvovaginale Pilzinfektion,

Harnwegstinfektion, Pilzinfektion,

Clostridium Difficile

-Kolitis, orale

Candidiasis

Erkrankungen des Blutes

und des Lymphsystems

Anämie, Thrombozytose, Eosinophilie,

Leukopenie, Neutropenie

Erkrankungen des

Immunsystems

anaphylaktoide

Reaktion

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Verminderter Appetit

Psychiatrische

Erkrankungen

Schlaflosigkeit

Erkrankungen des

Nervensystems

Kopfschmerzen

Dysgeusie, Schwindel

Gefäßerkrankungen

Rötung, Phlebitis

Erkrankungen der

Atemwege, des Brustraums

und Mediastinums

Husten

Bronchospasmus

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Übelkeit, Diarrhö

Obstipation, Abdominalschmerzen,

Dyspepsie, Unterleibsbeschwerden,

Erbrechen

Erkrankungen der Haut

und des

Unterhautzellgewebes

Pruritus, Urtikaria, Hautausschlag

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane und der

Brustdrüse

vulvovaginaler Pruritus

Allgemeine Erkrankungen

und Beschwerden am

Anwendungsort

infusionsbedingte Reaktionen

Untersuchungen

Lactatdehydrogenase im Blut erhöht,

Alaninaminotransferase erhöht,

Aspartataminotransferase erhöht,

Harnsäure im Blut erhöht,

Leberfunktionstest abnormal,

Transaminasen erhöht, alkalische

Phosphatase im Blut erhöht,

Thrombozytenzahl erhöht,

Körpertemperatur erhöht, Leberenzyme

erhöht, Gammaglutamyltransferase

erhöht

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Nebenwirkungen als Klasseneffekt

Ototoxizität wurde mit der Anwendung von Glykopeptiden (Vancomycin und Teicoplanin) in

Verbindung gebracht; Patienten, die eine Begleittherapie mit einem ototoxischen Wirkstoff, z, B.

einem Aminoglykosid, erhalten, sind möglicherweise einem erhöhten Risiko ausgesetzt.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über

das nationale Meldesystem gemäß Anhang V anzuzeigen:

Österreich

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Es liegen keine spezifischen Informationen über die Behandlung einer Überdosierung mit Dalbavancin

vor, da in klinischen Studien keine dosislimitierende Toxizität beobachtet wurde. In Phase-1-Studien

wurden gesunden Probanden Einzeldosen von bis zu 1500 mg und kumulative Dosen von bis zu

4500 mg über einen Zeitraum von bis zu 8 Wochen gegeben, ohne dass Anzeichen von Toxizität oder

Laborergebnisse von klinischer Bedeutung auftraten. In Phase-3-Studien wurden Patienten

Einzeldosen von bis zu 1500 mg verabreicht.

Die Behandlung einer Überdosierung mit Dalbavancin sollte aus der Beobachtung und allgemeinen

unterstützenden Maßnahmen bestehen. Auch wenn keine Informationen speziell über die Anwendung

von Hämodialyse zur Behandlung einer Überdosierung vorliegen, ist darauf hinzuweisen, dass in einer

Phase-1-Studie bei Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung weniger als 6 % der empfohlenen

Dalbavancin-Dosis nach einer 3-stündigen Hämodialyse beseitigt wurden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antibiotika zur systemischen Anwendung, Glykopeptid-Antibiotika,

ATC-Code: J01XA04.

Wirkmechanismus

Dalbavancin ist ein bakterizides Lipoglykopeptid-Antibiotikum.

Sein Wirkungsmechanismus bei sensiblen grampositiven Bakterien beinhaltet die Unterbrechung der

Zellwandsynthese durch Bindung an die terminalen D-Alanyl-D-Alanine des Stammpeptids im

naszierenden Zellwandpeptidoglycan, was die Kreuzbindung (Transpeptidierung und

Transglycosylierung) der Disaccharid-Untereinheiten verhindert und dadurch zum bakteriellen Zelltod

führt.

Resistenzmechanismus

Alle gramnegativen Bakterien sind anlagebedingt gegen Dalbavancin resistent.

Die Resistenz gegen Dalbavancin bei

Staphylococcus

spp. und

Enterococcus

spp. wird durch VanA

bewirkt, ein Genotyp, der zur Änderung des Ziel-Peptids in der naszierenden Zellwand führt.

Basierend auf

in vitro

-Studien wird die Wirksamkeit von Dalbavancin von anderen Klassen von

Vancomycin-Resistenz-Genen nicht beeinflusst.

Die MHK von Dalbavancin sind für Vancomycin-intermediäre Staphylokokken (VISA) höher als für

vollständig Vancomycin-sensible Stämme. Wenn die Isolate mit höheren Dalbavancin-MHK stabile

Phänotypen darstellen und mit der Resistenz gegenüber den anderen Glykopeptiden korrelieren, dann

wäre der wahrscheinlichste Mechanismus eine Erhöhung der Anzahl von Glykopeptid-Zielen in

naszierendem Peptidoglycan.

Kreuzresistenz zwischen Dalbavancin und anderen Klassen von Antibiotika wurde bei

in vitro

-Studien

nicht beobachtet. Methicillin-Resistenz hat keinen Einfluss auf die Wirksamkeit von Dalbavancin.

Wechselwirkungen mit anderen antibakteriellen Wirkstoffen

in vitro

-Studien wurde kein Antagonismus zwischen Dalbavancin und anderen häufig

verwendeten Antibiotika (d.h. Cefepim, Ceftazidim, Ceftriaxon, Imipenem, Meropenem, Amikacin,

Aztreonam, Ciprofloxacin, Piperacillin/Tazobactam und Trimethoprim/Sulfamethoxazol) beobachtet,

als dies gegen 12 Arten von gramnegativen Krankheitserregern getestet wurde (siehe Abschnitt 4.5).

Grenzwerte der Sensibilitätsuntersuchung

Grenzwerte für die Minimale Hemmkonzentration (MHK), die von EUCAST (European Committee

on Antimicrobial Susceptibility Testing) festgelegt wurden, sind:

Staphylococcus spp

: Sensibel ≤ 0,125 mg/l; resistent > 0,125 mg/l,

Beta-hämolytische Streptokokken

der Gruppen A, B, C, G: Sensibel ≤ 0,125 mg/l; resistent

> 0,125 mg/l,

Viridans-Streptokokken (nur die Gruppe

Streptococcus anginosus

): Sensibel ≤ 0,125 mg/l;

resistent > 0,125 mg/l.

PK/PD-Beziehungen:

Die bakterizide Wirkung von Dalbavancin gegen Staphylokokken

in vitro

ist zeitabhängig bei

Serumkonzentrationen von Dalbavancin, die denjenigen, die bei der empfohlenen Dosis bei Menschen

erhalten werden, ähnlich sind. Die

in vivo

-PK/PD-Beziehungen von Dalbavancin für

S. aureus

wurden

mit einem neutropenischen Tierinfektionsmodell untersucht, welches zeigte, dass die Nettoreduktion

im log

der koloniebildenden Einheiten (KBE) am größten war, wenn höhere Dosen weniger häufig

verabreicht wurden.

Klinische Wirksamkeit gegen bestimmte Krankheitserreger

In klinischen Studien wurde die Wirksamkeit gegen die für ABSSSI aufgelisteten Krankheitserreger,

in vitro

sensibel für Dalbavancin waren, nachgewiesen:

Staphylococcus aureus,

Streptococcus pyogenes,

Streptococcus agalactiae,

Streptococcus dysgalactiae,

Streptococcus anginosus

-Gruppe (beinhaltet

S. anginosus, S. intermedius

S. constellatus

Antibakterielle Wirkung gegen andere relevante Krankheitserreger

Die klinische Wirksamkeit gegen die folgenden Krankheitserreger wurde nicht nachgewiesen, obwohl

in vitro

-Studien darauf hindeuten, dass sie in Abwesenheit von erworbenen Resistenzmechanismen

sensibel für Dalbavancin sein würden:

Streptokokken der Gruppe G

Clostridium perfringens,

Peptostreptococcus

spp.

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Xydalba eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur

Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen bei ABSSSI

gewährt (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und

Jugendlichen).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Pharmakokinetik von Dalbavancin wurde bei gesunden Probanden, Patienten und besonderen

Bevölkerungsgruppen untersucht. Die systemische Aufnahme von Dalbavancin ist nach Einzeldosen

in einem Bereich von 140 bis 1120 mg dosisproportional, was eine lineare Pharmakokinetik von

Dalbavancin zeigt. Nach mehrfachen intravenösen Infusionen, die bei gesunden Erwachsenen einmal

wöchentlich für bis zu 8 Wochen (1000 mg an Tag 1, gefolgt von bis zu 7 wöchentlichen 500 mg-

Dosen) verabreicht wurden, wurde keine Akkumulation von Dalbavancin beobachtet.

Die mittlere terminale Eliminationshalbwertszeit (t

) betrug 372 (Bereich von 333 bis 405) Stunden.

Die Pharmakokinetik von Dalbavancin wird am besten mit einem Drei-Kompartiment-Modell

beschrieben (α- und β-Verteilungsphasen, gefolgt von einer terminalen Eliminationsphase). Somit lag

die Verteilungshalbwertszeit (t

1/2β

), die den größten Teil des klinisch relevanten

Konzentrationszeitprofils bildet, im Bereich von 5 bis 7 Tagen und ist konsistent mit der einmal

wöchentlichen Dosierung.

Die folgende Tabelle 2 zeigt die erwarteten pharmakokinetischen Parameter nach zwei Dosen bzw.

einer Dosis.

Tabelle 2

Mittelwert (SD) der pharmakokinetischen Parameter von Dalbavancin unter Verwendung der

populationsbasierten PK-Analyse

1

Parameter

Zwei Dosen

Einzeldosis

(mg/L)

Tag 1: 281 (52)

Tag 1: 411 (86)

Tag 8: 141 (26)

0-Day14

(mg•h/L)

18100 (4600)

20300 (5300)

CL (L/h)

0,048 (0,0086)

0,049 (0,0096)

Quelle: DAL-MS-01.

1000 mg an Tag 1 + 500 mg an Tag 8; Probanden von Studie DUR001-303 mit auswertbarer PK-

Probe.

1500 mg; Probanden von Studie DUR001-303 mit auswertbarer PK-Probe.

Die Dalbavancin-Plasmakonzentrationszeit nach zwei Dosen bzw. einer Dosis ist in Abbildung 1

dargestellt.

Abbildung 1. Dalbavancin-Konzentrationen im Plasma gegenüber der Zeit bei einem typischen

ABSSSI-Patienten (Simulation auf Basis eines bevölkerungsbezogenen

Pharmakokinetikmodells) für die Verabreichung als Einmaldosis und als zwei Dosen.

Verteilung

Die Clearance und das Verteilungsvolumen im stationären Zustand sind zwischen gesunden

Probanden und Patienten mit Infektionen vergleichbar. Das Verteilungsvolumen im stationären

Zustand war ähnlich dem extrazellulären Flüssigkeitsvolumen. Dalbavancin ist reversibel an

menschliche Plasmaproteine gebunden, hauptsächlich an Albumin. Die Plasmaproteinbindung von

Dalbavancin beträgt 93 % und wird nicht in Abhängigkeit der Wirkstoffkonzentration,

Niereninsuffizienz oder Leberinsuffizienz verändert. Nach einer intravenösen Einzeldosis von

1000 mg bei gesunden Probanden betrug der AUC in der Hautblasenflüssigkeit (gebundenes und

ungebundenes Dalbavancin) ca. 60 % des Plasma-AUC an Tag 7 nach der Dosis.

Biotransformation

Im menschlichen Plasma wurden keine signifikanten Mengen von Metaboliten festgestellt. Die

Metaboliten Hydroxy-Dalbavancin und Mannosyl-Aglykon wurden im Urin nachgewiesen (< 25 %

der verabreichten Dosis). Die Stoffwechselwege, die für die Bildung dieser Metaboliten

verantwortlich sind, wurden nicht identifiziert; jedoch sind aufgrund des relativ geringen Beitrags des

Metabolismus zur Gesamtelimination von Dalbavancin keine Wechselwirkungen zwischen

Arzneimitteln durch Hemmung oder Induktion des Metabolismus von Dalbavancin zu erwarten.

Hydroxy-Dalbavancin und Mannosyl-Aglykon zeigen gegenüber Dalbavancin deutlich geringere

antibakterielle Wirkungen.

Elimination

Nach Verabreichung einer Einzeldosis von 1000 mg bei gesunden Probanden wurden durchschnittlich

19 % bis 33 % der verabreichten Dalbavancin-Dosis als Dalbavancin und 8 % bis 12 % als

Metaboliten-Hydroxy-Dalbavancin im Urin ausgeschieden. Etwa 20 % der verabreichten Dosis

wurden in den Fäzes ausgeschieden.

Besondere Bevölkerungsgruppen

Nierenfunktionsstörung

Die Pharmakokinetik von Dalbavancin wurde bei 28 Probanden mit unterschiedlich schweren

Nierenfunktionsstörungen und bei 15 übereinstimmenden Kontrollprobanden mit normaler

Nierenfunktion untersucht. Nach einer Einzeldosis von 500 mg oder 1000 mg Dalbavancin war bei

Probanden mit leichter (CL

50 - 79 ml/min), mittelschwerer (CL

30 – 49 ml/min) und schwerer

< 30 ml/min) Nierenfunktionsstörung die mittlere Plasma-Clearance (CL

) um 11 %, 35 %

beziehungsweise 47 % im Vergleich zu Probanden mit normaler Nierenfunktion verringert. Der

mittlere AUC bei Probanden mit einer Kreatinin-Clearance < 30 ml/min lag ca. um das 2-Fache höher.

Die klinische Bedeutung der Verringerung der mittleren Plasma-CL

und des damit verbundenen

Anstiegs des AUC0-∞, die in diesen Studien zur Pharmakokinetik von Dalbavancin bei Probanden mit

schwerer Nierenfunktionsstörung festgestellt wurden, wurde nicht nachgewiesen. Die

Pharmakokinetik von Dalbavancin bei Probanden mit einer Nierenerkrankung im Endstadium, die eine

regelmäßige Dialyse (3 Mal/Woche) erhielten, war ähnlich wie bei den Probanden mit leichter bis

mittelschwerer Nierenfunktionsstörung, und weniger als 6 % der verabreichten Dosis werden nach

einer 3-stündigen Hämodialyse beseitigt. Für Dosierungsanweisungen bei Patienten mit

Nierenfunktionsstörung siehe Abschnitt 4.2.

Leberinsuffizienz

Die Pharmakokinetik von Dalbavancin wurde bei 17 Probanden mit leichter, mittelschwerer oder

schwerer Leberinsuffizienz untersucht und mit 9 übereinstimmenden gesunden Probanden mit

normaler Leberfunktion verglichen. Der mittlere AUC blieb bei Probanden mit leichter

Leberinsuffizienz im Vergleich zu Probanden mit normaler Leberfunktion unverändert; allerdings

verringerte sich bei Patienten mit mittelschwerer und schwerer Leberinsuffizienz der mittlere AUC um

28 % beziehungsweise 31 %. Die Ursache und die klinische Bedeutung der verminderten Exposition

bei Probanden mit mittelschwerer und schwerer Leberinsuffizienz sind unbekannt. Für

Dosierungsanweisungen bei Patienten mit Leberinsuffizienz siehe Abschnitt 4.2.

Geschlecht

Weder bei gesunden Probanden noch bei Patienten mit Infektionen wurden klinisch signifikante

geschlechtsbedingte Unterschiede hinsichtlich der Pharmakokinetik von Dalbavancin beobachtet. Eine

geschlechtsspezifische Dosisanpassung empfiehlt sich nicht.

Ältere Menschen

Die Pharmakokinetik von Dalbavancin änderte sich mit dem Alter nicht signifikant; daher ist eine

altersspezifische Dosisanpassung nicht erforderlich (siehe Abschnitt 4.2). Die Erfahrungen mit

Dalbavancin bei älteren Menschen sind eingeschränkt: 276 Patienten ≥ 75 Jahre wurden in klinische

Studien der Phasen 2/3 eingeschlossen, von denen 173 Dalbavancin erhielten. Es wurden Patienten im

Alter von bis zu 93 Jahren in klinische Studien aufgenommen.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Xydalba bei Kindern im Alter von der Geburt bis 18 Jahren

wurden noch nicht nachgewiesen.

Insgesamt wurden bei 10 pädiatrischen Patienten im Alter von 12 bis 16 Jahren, die rückgängige

Infektionen hatten, Einzeldosen von entweder 1000 mg Dalbavancin (Körpergewicht ≥ 60 kg) oder

15 mg/kg Dalbavancin (Körpergewicht < 60 kg) verabreicht.

Mittlere Plasma-Expositionen für Dalbavancin basierend auf AUCinf (17.495 µg•h/ml und

16.248 µg •h/ml) und C

(212 µg/ml und 191 µg/ml) waren bei der Verabreichung von 1000 mg bei

pädiatrischen Probanden (12-16 Jahre) mit einem Gewicht von > 60 kg ( 61,9 - 105,2 kg) oder von

15 mg/kg bei pädiatrischen Probanden mit einem Gewicht von < 60 kg (47,9-58,9 kg) ähnlich. Die

ersichtliche terminale Halbwertszeit t½ war bei Dalbavancin-Dosen von 1000 mg und 15 mg/kg mit

Mittelwerten von 227 beziehungsweise 202 Stunden ähnlich. Das Sicherheitsprofil von Dalbavancin

bei den Probanden zwischen 12 und 16 Jahren in dieser Studie entsprach dem beobachteten

Sicherheitsprofil bei Erwachsenen, die mit Dalbavancin behandelt wurden.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Die Dalbavancin-Toxizität wurde nach einer täglichen intravenösen Anwendung für eine Dauer von

bis zu 3 Monaten bei Ratten und Hunden untersucht. Dosisabhängige Toxizität umfasste Serumchemie

und histologische Nachweise von Nieren- und Leberschäden, reduzierten Erythrozyten-Parametern

und Reizung der Injektionsstelle. Nur bei Hunden wurden dosisabhängig Infusionsreaktionen,

charakterisiert durch Haut-Schwellung und/oder -Rötung (nicht in Verbindung mit der

Injektionsstelle), Schleimhautblässe, Salivation, Erbrechen, Sedierung und mäßige

Blutdrucksenkungen und Herzfrequenzanstiege, beobachtet. Diese Infusionsreaktionen waren

vorübergehend (innerhalb von 1 Stunde nach der Anwendung abgeklungen) und wurden auf

Histaminfreisetzung zurückgeführt. Bei Ratten entsprach das Dalbavancin-Toxizitätsprofil bei

Jungtieren demjenigen, welches zuvor bei adulten Tieren mit denselben Dosierungen (mg/kg / Tag)

beobachtet wurde.

Studien zur Reproduktionstoxizität an Ratten und Kaninchen zeigten keine Hinweise auf eine

teratogene Wirkung. Bei Ratten zeigten sich bei Expositionen, die etwa um das 3-Fache über der

klinischen Exposition lagen, verminderte Fruchtbarkeit und ein erhöhtes Auftreten von Embryo-

Letalität, Reduzierungen des Fetalgewichts und der Skelettossifikation und erhöhte

Neugeborenensterblichkeit. Bei Kaninchen traten Aborte in Verbindung mit maternaler Toxizität auf,

wobei die Expositionen unterhalb des menschlichen Therapiebereichs lagen.

Langzeitstudien zur Karzinogenität wurden nicht durchgeführt. Dalbavancin war in einer Reihe von

in vitro

- und

in vivo

-Genotoxizitätstests weder mutagen noch klastogen.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Mannitol (E421)

Laktose-Monohydrat

Salzsäure (zur pH-Einstellung)

Natriumhydroxid (zur pH-Einstellung)

6.2

Inkompatibilitäten

Natriumchlorid-Lösungen könnten eine Ausfällung verursachen und dürfen nicht zur Rekonstitution

oder Verdünnung verwendet werden (siehe Abschnitt 6.6).

Dieses Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen

Arzneimitteln oder intravenösen Lösungen gemischt werden.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

Pulver: 4 Jahre

Die chemische und physikalische Stabilität von Xydalba, sowohl für das rekonstituierte Konzentrat als

auch für die verdünnte Lösung wurde für 48 Stunden bei ≤ 25 °C nachgewiesen. Die Gesamtdauer von

der Rekonstitution bis zur Anwendung darf 48 Stunden nicht überschreiten.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel sofort verwendet werden. Sofern es nicht sofort

verwendet wird, liegen die Zeiten und Bedingungen der Aufbewahrung des angebrochenen

Arzneimittels vor der Verwendung in der Verantwortung des Anwenders und sollten normalerweise

24 Stunden bei 2 bis 8 °C nicht überschreiten, es sei denn, die Rekonstitution/Verdünnung erfolgte

unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen. Nicht einfrieren.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Aufbewahrungsbedingungen erforderlich.

Für Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels, siehe

Abschnitt 6.3.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

48-ml-Durchstechflasche zum Einmalgebrauch (Typ-I-Glas) mit Elastomer-Stopfen und grüner Flip-

Off-Kappe.

Jede Packung enthält 1 Durchstechflasche.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Xydalba muss mit sterilem Wasser für Injektionszwecke rekonstituiert und anschließend mit 50 mg/ml

(5 %) Glucose-Infusionslösung verdünnt werden.

Die Xydalba-Durchstechflaschen sind für den einmaligen Gebrauch bestimmt.

Anweisungen zur Rekonstitution und Verdünnung

Für die Rekonstitution und Verdünnung von Xydalba müssen aseptische Bedingungen eingehalten

werden.

Der Inhalt jeder Durchstechflasche muss rekonstituiert werden, indem langsam 25 ml Wasser

für Injektionszwecke zugegeben werden.

Nicht schütteln.

Um ein Aufschäumen zu verhindern, die Durchstechflasche abwechselnd

vorsichtig schwenken und umdrehen, bis deren Inhalt vollständig gelöst ist. Die

Rekonstitutionszeit kann bis zu 5 Minuten betragen.

Das rekonstituierte Konzentrat in der Durchstechflasche enthält 20 mg/ml Dalbavancin.

Das rekonstituierte Konzentrat muss eine klare, farblose bis gelbe Lösung und frei von

sichtbaren Partikeln sein.

Das rekonstituierte Konzentrat muss weiter mit 50 mg/ml (5 %) Glucose-Infusionslösung

verdünnt werden.

Zum Verdünnen muss das entsprechende Volumen von 20 mg/ml-Konzentrat von der

Durchstechflasche in einen Infusionsbeutel oder eine Infusionsflasche, die 50 mg/ml (5 %)

Glucose-Infusionslösung enthält, übertragen werden. Zum Beispiel: 25 ml des Konzentrats

enthalten 500 mg Dalbavancin.

Nach der Verdünnung muss die Infusionslösung eine endgültige Konzentration von

1 bis 5 mg/ml Dalbavancin aufweisen

Die Infusionslösung muss eine klare, farblose bis gelbe Lösung und frei von sichtbaren

Partikeln sein.

Wenn Schwebstoffe oder eine Verfärbung festgestellt werden, muss die Lösung entsorgt

werden.

Xydalba darf nicht mit anderen Arzneimitteln oder intravenösen Lösungen gemischt werden.

Lösungen mit Natriumchlorid können eine Ausfällung verursachen und dürfen NICHT zur

Rekonstitution oder Verdünnung verwendet werden. Die Kompatibilität des rekonstituierten Xydalba-

Konzentrats wurde nur mit einer 50 mg/ml (5 %) Glucose-Infusionslösung nachgewiesen.

Entsorgung

Nicht-verwendete Reste der rekonstituierten Lösung entsorgen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Allergan Pharmaceuticals International Ltd.,

Clonshaugh Industrial Estate, Coolock,

Dublin 17,

Irland

8.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

EU/1/14/986/001

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 19. Februar 2015

10.

STAND DER INFORMATION

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.

ANHANG II

A.

HERSTELLER, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE

VERANTWORTLICH IST

B.

BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE

ABGABE UND DEN GEBRAUCH

C.

SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER

GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN

D.

BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE

SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES

ARZNEIMITTELS

A.

HERSTELLER, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST

Name und Anschrift des Herstellers, der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist

Almac Pharma Services Limited

Seagoe Industrial Estate

Craigavon

Co Armagh

BT63 5UA

Großbritannien

B.

BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN

GEBRAUCH

Arzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.

C.

SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS

INVERKEHRBRINGEN

Regelmäßig aktualisierte Unbedenklichkeitsberichte

Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen legt den ersten regelmäßig

aktualisierten Unbedenklichkeitsbericht für dieses Arzneimittel innerhalb von 6 Monaten nach

der Zulassung vor. Danach muss der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen

regelmäßige, aktualisierte Unbedenklichkeitsberichte für dieses Produkts im Einklang mit den

Anforderungen in der EURD-Liste unter Artikel 107c(7) der Richtlinie 2001/83/EG,

veröffentlicht im europäischen Internetportal für Arzneimittel, einreichen.

D.

BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND

WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS

Risikomanagement-Plan (RMP)

Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen führt die notwendigen, im vereinbarten

RMP beschriebenen und in Modul 1.8.2 der Zulassung dargelegten Pharmakovigilanzaktivitäten

und Maßnahmen sowie alle künftigen vereinbarten Aktualisierungen des RMP durch.

Ein aktualisierter RMP ist einzureichen:

nach Aufforderung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur;

jedes Mal wenn das Risikomanagement-System geändert wird, insbesondere infolge neuer

eingegangener Informationen, die zu einer wesentlichen Änderung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses führen können oder infolge des Erreichens eines wichtigen Meilensteins (in

Bezug auf Pharmakovigilanz oder Risikominimierung).

Wenn die Termine für die Einreichung eines regelmäßigen, aktualisierten Unbedenklichkeitsberichts

und die Aktualisierung eines RMP zusammenfallen, können sie gleichzeitig eingereicht werden.

ANHANG III

ETIKETTIERUNG UND PACKUNGSBEILAGE

A. ETIKETTIERUNG

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

Faltschachtel

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Xydalba 500 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Dalbavancin

2.

WIRKSTOFF(E)

Jede Durchstechflasche enthält Dalbavancin-Hydrochlorid äquivalent zu 500 mg Dalbavancin.

Nach Rekonstitution enthält jeder ml 20 mg Dalbavancin.

3.

SONSTIGE BESTANDTEILE

Mannitol (E421),

Laktose-Monohydrat,

Natriumhydroxid und/oder Salzsäure (zur pH-Einstellung)

4.

DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

1 Durchstechflasche

5.

HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG

Packungsbeilage beachten.

Intravenöse Anwendung nach Rekonstitution und Verdünnung.

Nur für den einmaligen Gebrauch

6.

WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7.

WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH

8.

VERFALLSDATUM

Verw. bis:

9.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

10.

GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON

STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11.

NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Allergan Pharmaceuticals International Ltd.,

Clonshaugh Industrial Estate, Coolock,

Dublin 17,

Irland

12.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

EU/1/14/986/001

13.

CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.:

14.

VERKAUFSABGRENZUNG

Arzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.

15.

HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16.

ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

Der Begründung, keine Angaben in Blindenschrift aufzunehmen, wird zugestimmt.

MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN

Etikett der Durchstechflasche

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART(EN) DER ANWENDUNG

Xydalba 500 mg Pulver für ein Konzentrat

Dalbavancin

intravenöse Anwendung nach Rekonstitution und Verdünnung

2.

HINWEISE ZUR ANWENDUNG

3.

VERFALLSDATUM

Verw. bis.

4.

CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.:

5.

INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN

6.

WEITERE ANGABEN

Allergan Pharmaceuticals International Ltd.

B. PACKUNGSBEILAGE

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Xydalba 500 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Dalbavancin

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle

Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Sie können dabei helfen, indem Sie jede

auftretende Nebenwirkung melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Ende

Abschnitt 4.

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Ihnen dieses Arzneimittel

gegeben wird, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Xydalba und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie beachten, bevor Ihnen Xydalba gegeben wird?

Wie wird Ihnen Xydalba gegeben?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Xydalba aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Xydalba und wofür wird es angewendet?

Xydalba enthält den Wirkstoff Dalbavancin, ein

Antibiotikum

aus der Glykopeptid-Gruppe.

Xydalba wird bei

Erwachsenen für die Behandlung von Infektionen der Haut oder der unter der

Haut liegenden Gewebeschichten

angewendet.

Xydalba wirkt, indem es bestimmte Bakterien abtötet, die schwere Infektionen verursachen können. Es

tötet diese Bakterien ab, indem es die Bildung der Bakterienzellwände stört.

Wenn Ihre Infektion durch unterschiedliche Bakterien verursacht ist, kann Ihr Arzt Sie neben Xydalba

noch mit weiteren Antibiotika behandeln.

2.

Was müssen Sie beachten, bevor Ihnen Xydalba gegeben wird?

Xydalba darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Dalbavancin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Ihnen

Xydalba gegeben wird:

Wenn Sie

Nierenprobleme

haben oder hatten. Je nach Zustand Ihrer Nieren könnte Ihr Arzt

die Dosis reduzieren müssen.

Wenn Sie an

Durchfall

leiden oder zuvor an Durchfall gelitten haben, als Sie mit Antibiotika

behandelt wurden.

Wenn Sie gegen andere Antibiotika wie Vancomycin oder Teicoplanin

allergisch

sind.

Durchfall während oder nach der Behandlung

Bitte informieren Sie

sofort

Ihren Arzt, wenn bei Ihnen

während

oder

nach

der Behandlung

Durchfall

auftritt. Nehmen Sie keinerlei Arzneimittel gegen Ihren Durchfall, ohne dies zuvor mit

Ihrem Arzt abzusprechen.

Infusionsbedingte Reaktionen

Intravenöse Infusionen mit diesen Arten von Antibiotika können eine Rötung des Oberkörpers,

Nesselsucht, Juckreiz und/oder Hautausschläge verursachen. Sollte diese Art von Reaktionen bei

Ihnen auftreten, kann Ihr Arzt entscheiden, die Infusion zu stoppen oder zu verlangsamen.

Andere Infektionen

Die Anwendung von Antibiotika ermöglicht manchmal die Entwicklung einer neuen und

andersartigen Infektion. Wenn dies der Fall sein sollte, informieren Sie Ihren Arzt. Dieser wird über

das weitere Vorgehen entscheiden.

Kinder und Jugendliche

Dieses Arzneimittel darf Kindern unter 18 Jahren nicht gegeben werden. Die Anwendung von

Xydalba bei Kindern unter 18 Jahren wurde noch nicht untersucht.

Anwendung von Xydalba zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Die Anwendung von Xydalba wird in der Schwangerschaft nicht empfohlen, es sei denn, dies ist

eindeutig erforderlich. Dies liegt daran, dass nicht bekannt ist, welche Auswirkungen es auf ein

ungeborenes Kind haben könnte. Bevor Ihnen dieses Arzneimittel gegeben wird, informieren Sie

Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden. Sie und Ihr Arzt werden entscheiden, ob Xydalba bei Ihnen

angewendet wird.

Es ist nicht bekannt, ob Xydalba beim Menschen in die Muttermilch übergeht. Fragen Sie Ihren Arzt

um Rat, bevor Sie Ihr Kind stillen. Sie und Ihr Arzt werden entscheiden, ob bei Ihnen Xydalba

angewendet wird. Wenn Ihnen Xydalba gegeben wird, sollten Sie nicht stillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Xydalba kann Schwindel verursachen. Beim Lenken eines Fahrzeugs oder beim Bedienen von

Maschinen ist Vorsicht geboten, nachdem Ihnen dieses Arzneimittel verabreicht wurde.

Xydalba enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d. h., es ist nahezu

"natriumfrei".

3.

Wie wird Ihnen Xydalba gegeben?

Xydalba wird Ihnen von einem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal gegeben.

Xydalba wird als Einzeldosis von 1500 mg oder in zwei Dosen im Abstand von einer Woche gegeben:

1000 mg an Tag 1 und 500 mg an Tag 8.

Xydalba wird Ihnen durch einen Tropf 30 Minuten lang über eine Vene (intravenös) direkt in Ihren

Blutstrom gegeben.

Patienten mit chronischen Nierenproblemen

Wenn Sie an chronischen Nierenproblemen leiden, könnte Ihr Arzt entscheiden, die Dosis zu

reduzieren.

Wenn Sie eine größere Menge von Xydalba erhalten haben, als Sie sollten

Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie befürchten, dass

Ihnen zu viel Xydalba verabreicht wurde.

Wenn Sie eine Dosis von Xydalba verpassen

Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie befürchten, dass Sie

die zweite Dosis nicht erhalten haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt,

Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie eine dieser Beschwerden bemerken – Sie benötigen

möglicherweise dringend medizinische Hilfe:

Plötzliches Anschwellen von Lippen, Gesicht, Rachen oder Zunge; schwerer

Hautausschlag; Juckreiz; Engegefühl im Hals oder Rachen; Blutdruckabfall;

Schluckbeschwerden und/oder Atembeschwerden.

Diese können Anzeichen einer

Überempfindlichkeitsreaktion und lebensbedrohlich sein. Diese schwerwiegende Reaktion

wurde als eine seltene Nebenwirkung gemeldet. Dies kann bei bis zu

1 von 1000 behandelten Personen auftreten.

Bauchschmerzen (Magenschmerzen)

und/oder

wässriger Durchfall

. Die Beschwerden

können sich verschlimmern oder nicht abklingen und der Stuhlgang kann Blut oder

Schleim enthalten. Dies können Anzeichen einer Darminfektion sein. In diesem Fall

sollten Sie

keine

Arzneimittel einnehmen, die die Darmbewegung hemmen oder

verlangsamen. Darminfektion wurde als eine gelegentliche Nebenwirkung gemeldet. Dies

kann bei bis zu 1 von 100 behandelten Personen auftreten.

Veränderungen des Hörvermögens.

Dies wurde bei einem ähnlichen Arzneimittel als

eine Nebenwirkung gemeldet. Die Häufigkeit ist nicht bekannt. Die Häufigkeit ist auf

Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.

Nachfolgend sind andere Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit Xydalba gemeldet

wurden, aufgeführt.

Wenn Sie irgendwelche der folgenden Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren

Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal:

Häufig

- kann bei bis zu 1 von 10 behandelten Personen auftreten:

Kopfschmerz

Übelkeit

Durchfall

Gelegentlich

- kann bei bis zu 1 von 100 behandelten Personen auftreten:

Vaginalinfektionen, Pilzinfektionen, Mundsoor

Harnwegsinfektionen

Anämie (verringerte Zahl der roten Blutkörperchen), hohe Zahl der Blutplättchen

(Thrombozytose), erhöhte Zahl von einer Art weißer Blutkörperchen, genannt Eosinophilen,

(Eosinophilie), geringe Zahl von anderen Arten weißer Blutkörperchen (Leukopenie,

Neutropenie)

Veränderungen bei anderen Bluttests

Verminderter Appetit

Schlafstörungen

Schwindel

Verändertes Geschmacksempfinden

Entzündung und Schwellung der Oberflächenadern, Rötung

Husten

Bauchschmerzen und Bauchbeschwerden, Verdauungsstörungen, Verstopfung

Veränderte Leberfunktionswerte

Zunahme der alkalischen Phosphatase (ein im Körper vorhandenes Enzym)

Juckreiz, Nesselsucht

Juckreiz im Genitalbereich (Frauen)

Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Infusionsstelle

Hitzegefühl

Anstieg von Gamma-Glutamyltransferase (ein Enzym, das von der Leber und anderen

Körpergeweben produziert wird) im Blut

Hautausschlag

Erbrechen

Selten

- kann bei bis zu 1 von 1000 behandelten Personen auftreten:

Atembeschwerden (Bronchospasmus)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem (gemäß

Anhang V) anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Österreich

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

5.

Wie ist Xydalba aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Durchstechflasche nach "Verw. bis" angegebenen

Verfalldatum

nicht

mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Ungeöffnet in der Originalverpackung: Es sind keine besonderen Lagerbedingungen erforderlich.

Die zubereitete Xydalba-Infusionslösung darf nicht verwendet werden, wenn irgendwelche Partikel

vorhanden sind oder die Lösung trüb ist.

Xydalba ist nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Xydalba enthält ?

Der Wirkstoff ist Dalbavancin. Jede Durchstechflasche enthält Dalbavancin-Hydrochlorid

äquivalent zu 500 mg Dalbavancin.

Die sonstigen Bestandteile sind Mannitol (E421), Lactose-Monohydrat, Salzsäure und/oder

Natriumhydroxid (nur zur pH-Einstellung).

Wie Xydalba aussieht und Inhalt der Packung

Das Xydalba-Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung ist in einer 48-ml-

Durchstechflasche aus Glas mit grüner Flip-Off-Kappe enthalten. Die Durchstechflasche enthält

weißes bis blassgelbes Pulver.

Es ist in Packungen mit 1 Durchstechflasche erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Allergan Pharmaceuticals International Ltd.,

Clonshaugh Industrial Estate, Coolock,

Dublin 17,

Irland

Hersteller

Almac Pharma Services Ltd

Seagoe Industrial Estate, Craigavon, Country Armagh BT63 5UA

Großbritannien

Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem

örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

België/Belgique/Belgien

Cardiome UK Limited

Tél/Tel: +32 (0)28 08 86 20

Lettland/Lietuva

UAB MRA

Totorių str. 20-9

LT-01121 Vilnius

Tel: + 370 5264 9010

Bulgarien/България

Анджелини Фарма България ЕООД

бул. Асен Йорданов 10

BG-София 1592

Luxembourg/Luxemburg

Cardiome UK Limited

Tél/Tel: +41 848 00 79 70

Teл.: + 359 2 975 1395

office@angelini.bg

Tschechische Republik/Česká republika

Angelini Pharma Česká republika s.r.o.

Páteřní 1216/7

CZ-635 00 Brno

Tel: + 420 546 123 111

info@angelini.cz

Ungarn/Magyarország

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Dayka Gábor u. 3., 214-215. számú iroda

H-1118 Budapest

Tel: + 36 1 336 1614

office@angelini.hu

Dänemark/Danmark

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Tlf: +45 8082 6022

Malta

Cardiome UK Limited

Tel: +41 848 00 79 70

Deutschland

Cardiome UK Limited

Tel: +49 (0)69 33 29 62 76

Niederlande/Nederland

Cardiome UK Limited

Tel: +31 (0)20 808 32 06

Estland/Eesti

Lorenzo Pharma OÜ

Koidu str. 20-19

EE-10136 Tallinn

Tel: + 372 604 1669

Norwegen/Norge

Cardiome UK Limited

Tlf: +41 848 00 79 70

Griechenland/Ελλάδα

ANGELINI PHARMA HELLAS ABEE

ΠΑΡΑΓΩΓΗΣ & ΕΜΠΟΡΙΑΣ ΦΑΡΜΑΚΩΝ

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GR-14564 Νέα Κηφισιά

Τηλ: + 30 210 626 9200

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Brigittenauer Lände 50-54

1200 Wien

Tel: + 43 5 9606 0

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Spanien/España

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C. Osi, 7

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Tel: + 34 93 253 4500

Polen/Polska

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ul. Podleśna 83

PL-05-552 Łazy

Tel.: + 48 22 70 28 200

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Frankreich/France

CORREVIO

Tél: +33 (0)1 77 68 89 17

Portugal

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Rua João Chagas, 53, Piso 3

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Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im {MM.JJJJ}.

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittelagentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.

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Die nachfolgenden Informationen sind ausschließlich für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Wichtig:

Vor der Verschreibung bitte die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

beachten.

Xydalba muss mit Wasser für Injektionszwecke rekonstituiert und anschließend mit 50 mg/ml (5 %)

Glucose-Infusionslösung verdünnt werden.

Die Xydalba-Durchstechflaschen sind für den einmaligen Gebrauch bestimmt.

Anweisungen zur Rekonstitution und Verdünnung

Für die Rekonstitution und Verdünnung von Xydalba müssen aseptische Bedingungen eingehalten

werden.

Der Inhalt jeder Durchstechflasche muss rekonstituiert werden, indem langsam 25 ml Wasser

für Injektionszwecke zugegeben werden.

Nicht schütteln.

Um ein Aufschäumen zu verhindern, die Durchstechflasche abwechselnd

vorsichtig schwenken und umdrehen, bis deren Inhalt vollständig gelöst ist. Die

Rekonstitutionszeit kann bis zu 5 Minuten betragen.

Das rekonstituierte Konzentrat in der Durchstechflasche enthält 20 mg/ml Dalbavancin.

Das rekonstituierte Konzentrat muss eine klare, farblose bis gelbe Lösung und frei von

sichtbaren Partikeln sein.

Das rekonstituierte Konzentrat muss weiter mit 50 mg/ml (5 %) Glucose-Infusionslösung

verdünnt werden.

Zum Verdünnen muss das entsprechende Volumen von 20 mg/ml-Konzentrat aus der

Durchstechflasche in einen Infusionsbeutel oder eine Infusionsflasche, die 50 mg/ml (5 %)

Glucose-Infusionslösung enthält, übertragen werden. Zum Beispiel: 25 ml des Konzentrats

enthalten 500 mg Dalbavancin.

Nach der Verdünnung muss die Infusionslösung eine endgültige Konzentration von

1 bis 5 mg/ml Dalbavancin aufweisen

Die Infusionslösung muss eine klare, farblose bis gelbe Lösung und frei von sichtbaren

Partikeln sein.

Wenn Schwebstoffe oder eine Verfärbung festgestellt werden, muss die Lösung entsorgt

werden.

Xydalba darf nicht mit anderen Arzneimitteln oder intravenösen Lösungen gemischt werden.

Lösungen mit Natriumchlorid könnten eine Ausfällung verursachen und dürfen NICHT zur

Rekonstitution oder Verdünnung verwendet werden. Die Kompatibilität des rekonstituierten Xydalba-

Konzentrats wurde nur mit einer 50 mg/ml Glucose-Infusionslösung nachgewiesen.

Entsorgung

Nicht-verwendete Reste der rekonstituierten Lösung entsorgen.

Nicht-verwendete Arzneimittel oder Abfallmaterialien müssen entsprechend den nationalen

Vorschriften entsorgt werden.