Toviaz

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Toviaz Retardtabletten 8 mg
  • Darreichungsform:
  • Retardtabletten 8 mg
  • Zusammensetzung:
  • fesoterodini fumaras 8.0 mg Endwerte. fesoterodinum 6.2 mg, color.: E 132, excipiens pro Kompression.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Toviaz Retardtabletten 8 mg
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Behandlung der hyperaktiven Harnblase

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 58743
  • Berechtigungsdatum:
  • 18-12-2008
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Patienteninformation

Toviaz®

Pfizer AG

Was ist Toviaz und wann wird es angewendet?

Toviaz ist ein so genannter Muskarinrezeptor-Antagonist, der zur Behandlung einer überaktiven

Blase und der damit verbundenen Symptome wie häufiges Wasserlassen, plötzlicher

unkontrollierbarer Harndrang oder unfreiwilliger Harnverlust eingesetzt wird.

Toviaz wirkt erschlaffend auf den überaktiven Blasenmuskel. Dadurch wird das Fassungsvermögen

der Harnblase vergrössert, der erste Drang zum Wasserlösen verzögert und die Häufigkeit der

willkürlichen und unwillkürlichen Blasenentleerungen gesenkt.

Toviaz wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet.

Was sollte dazu beachtet werden?

Toviaz enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Toviaz daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw.

Ärztin ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten

Zuckern leiden.

Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht richtig dosierten Arzneimittels kann

Komplikationen verursachen. Wenden Sie es deshalb nie von sich aus für die Behandlung anderer

Erkrankungen oder anderer Personen an.

Wann darf Toviaz nicht angewendet werden?

Falls Sie überempfindlich (allergisch) gegen einen Inhaltsstoff von Toviaz oder gegen Erdnuss bzw.

Soja sind, an einem Harnverhalt, verlangsamter Magenentleerung, akuter Dickdarmerweiterung,

schweren Leberproblemen, schwerer entzündlicher Darmerkrankung (Colitis ulcerosa), einer

immunologisch bedingten Muskelschwäche (Myasthenia gravis) oder einer nicht behandelten

Erhöhung des Augeninnendrucks (sogenannter grüner Star bei Engwinkelglaukom) leiden, dürfen

Sie Toviaz nicht einnehmen.

Wenn Sie an mässigen bis schweren Leber- oder Nierenerkrankungen leiden, dürfen Sie Toviaz nicht

zusammen mit bestimmten Arzneimitteln einnehmen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre

Ärztin, falls Sie noch andere Arzneimittel einnehmen.

Wann ist bei der Einnahme von Toviaz Vorsicht geboten?

Vor einer Behandlung mit Toviaz sollten organische Ursachen für unkontrollierbaren Harndrang und

häufiges Wasserlassen ausgeschlossen werden.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Ärztin, wenn Sie an einem oder mehreren der folgenden

Zustände leiden:

·Prostataleiden sowie andere Krankheiten der unteren Harnwege, die den Harnfluss behindern;

·Abflussbehinderung im Magen-Darm-Trakt wie z.B. eine Verengung des Magenpförtners, welcher

den Übertritt des Speisebreis vom Magen in den Zwölffingerdarm ermöglicht;

·Risiko für eine Beeinträchtigung der Magen-Darmtätigkeit;

·Zwerchfellhernie

·Nierenerkrankungen;

·Lebererkrankungen;

·Nervenerkrankungen (Neuropathie);

·wenn Sie wegen einer Augenerkrankung mit der Bezeichnung Engwinkelglaukom behandelt

werden;

·Herzerkrankungen.

Falls bei der Einnahme von Toviaz Schwellungen der Haut oder Schleimhaut auftreten (Angioödem),

müssen Sie Toviaz sofort absetzen und umgehend Ihren Arzt oder Ihre Ärztin konsultieren.

Toviaz enthält Lactose. Falls Sie an einer Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker leiden, sollten

Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin kontaktieren und ihn/sie darüber informieren, bevor Sie Toviaz

einnehmen.

Bei der Einnahme von Toviaz zusammen mit anderen Arzneimitteln kann es zu Wechselwirkungen

kommen. Die Wirkung von Toviaz und/oder des anderen Arzneimittels kann dabei verstärkt oder

abgeschwächt werden und/oder Nebenwirkungen können verstärkt auftreten. Diese

Wechselwirkungen können mit vielen und sehr unterschiedlichen Arzneimitteln geschehen, und

teilweise sind Dosisanpassungen nötig. Es ist deshalb wichtig, dass Sie vor der Einnahme eines

anderen Arzneimittels (auch eines selbst gekauften!) während der Behandlung mit Toviaz Ihren Arzt

oder Ihren Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Ihre Apothekerin informieren.

Folgende Arzneimittel können die Wirksamkeit von Toviaz steigern bzw. beeinträchtigen:

Arzneimittel gegen Depressionen, Arzneimittel gegen die Parkinsonsche Krankheit, gewisse

Arzneimittel gegen Epilepsie, bestimmte Arzneimittel gegen Übelkeit und

Magenentleerungsstörungen (z.B. Paspertin), Arzneimittel zur Behandlung von HIV, sowie

bestimmte Antibiotika (Mittel gegen Infektionen) und Arzneimittel zur Pilzbehandlung.

Die gleichzeitige Einnahme mit Grapefruitsaft ist zu vermeiden.

Da dieses Arzneimittel Störungen des Nahsehens verursachen kann und die Reaktionszeit beeinflusst

(durch Schläfrigkeit und Schwindel), kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die

Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigt werden!

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen.

Darf Toviaz während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Falls Sie schwanger sind, es werden möchten oder wenn Sie stillen, dürfen Sie Toviaz nicht

einnehmen. Wenn Sie Toviaz einnehmen und im gebärfähigen Alter sind, müssen Sie für eine

zuverlässige Schwangerschaftsverhütung Sorge tragen.

Wie verwenden Sie Toviaz?

Falls von Ihrem Arzt oder Ärztin nicht anders verordnet, soll einmal täglich eine Retardtablette zu

4 mg eingenommen werden. Je nachdem wie Sie auf das Arzneimittel ansprechen, kann Ihr Arzt

bzw. Ihre Ärztin Ihre Dosis auf 8 mg täglich erhöhen. Sie können die Retardtablette zusammen mit

Ihrer Mahlzeit oder unabhängig davon einnehmen. Grapefruitsaft sollte jedoch vermieden werden, da

er die Wirkung des Arzneimittels verändern kann. Die Retardtablette muss in jedem Fall ganz, d.h.

unzerbrochen, eingenommen werden und darf nicht zerkaut werden.

Halten Sie sich an die Anordnung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin, denn er/sie hat die

Einnahmevorschrift und die Dosis auf Sie persönlich abgestimmt. Ändern Sie nicht von sich aus die

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Wenn Sie die Einnahme einer Tablette vergessen haben, holen Sie die Einnahme nach, sobald Sie

sich daran erinnern, nehmen Sie aber nicht mehr als eine Tablette pro Tag ein. Nehmen Sie nicht die

doppelte Dosis ein, um eine vergessene Dosis nachzuholen.

Da klinische Erfahrungen mit Kindern fehlen, sollte das Präparat bei dieser Patientengruppe nicht

angewendet werden.

Welche Nebenwirkungen kann Toviaz haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme oder Anwendung von Toviaz auftreten:

Sehr häufig: Mundtrockenheit.

Häufig: Kopfschmerzen, Verstopfung, Schlaflosigkeit, Schwindel, Bauchschmerzen, trockene

Augen, schmerzhaftes Wasserlösen, Harnwegsinfektionen, Schmerzen im Ober- und Unterbauch,

Magenbeschwerden, Durchfall, Übelkeit und trockener Rachen.

Gelegentlich: Schläfrigkeit, Geschmacksstörung, Drehschwindel (Vertigo), Verschwommensehen,

Ausschlag, trockene Haut, Juckreiz Blähungen, Schwierigkeiten mit der vollständigen

Blasenentleerung, verzögertes Wasserlassen, Müdigkeit, Herzklopfen, beschleunigter Herzschlag,

Husten, trockene Nase und Halsschmerzen.

Selten: Angioödem ( geschwollene Augenlider, Lippen, Zunge oder geschwollenes Gesicht),

Nesselfieber.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Nicht über 25 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu

schützen.

Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen sagt, dass Sie die Behandlung abbrechen sollen, sollten Sie

alle nicht gebrauchten Toviaz Retardtabletten Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin oder Ihrer Apotheke

zurückbringen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Toviaz enthalten?

1 hellblaue ovale Toviaz Retardtablette mit einseitiger Prägung der Buchstaben «FS» enthält als

Wirkstoff 4 mg Fesoterodinfumarat sowie die Hilfsstoffe Xylitol, Lactose, mikrokristalline

Cellulose, Hypromellose, Glyceroldibehenat, Polyvinylalkohol, Macrogol, Talk, Sojalecithin, Color.:

Titandioxid (E171) und Indigokarmin (E132).

1 blaue ovale Toviaz Retardtablette mit einseitiger Prägung der Buchstaben «FT» enthält als

Wirkstoff 8 mg Fesoterodinfumarat sowie die Hilfsstoffe Xylitol, Lactose, mikrokristalline

Cellulose, Hypromellose, Glyceroldibehenat, Polyvinylalkohol, Macrogol, Talk, Sojalecithin, Color.:

Titandioxid (E171) und Indigokarmin (E132).

Zulassungsnummer

58743 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Toviaz? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Toviaz Retardtabletten 4 mg: Blisterpackungen zu 14 oder 84.

Toviaz Retardtabletten 8 mg: Blisterpackungen zu 14 oder 84.

Zulassungsinhaberin

Pfizer AG, Zürich.

Diese Packungsbeilage wurde im April 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

PIL V005

6-9-2018

TOVIAZ®

Rote - Liste

1-8-2018

Toviaz (Pfizer Europe MA EEIG)

Toviaz (Pfizer Europe MA EEIG)

Toviaz (Active substance: fesoterodine) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5225 of Wed, 01 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/723/T/52

Europe -DG Health and Food Safety