Saridon forte

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Saridon forte Filmtabletten
  • Darreichungsform:
  • Filmtabletten
  • Zusammensetzung:
  • ibuprofenum 400 mg bestellen ibuprofenum natricum dihydricum, excipiens pro compresso Dunst.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Saridon forte Filmtabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Analgetikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 56358
  • Berechtigungsdatum:
  • 09-10-2003
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Saridon®

Bayer (Schweiz) AG

Was ist Saridon und wann wird es angewendet?

Saridon enthält den Wirkstoff Ibuprofen als Ibuprofen-Natriumdihydrat, welches die gleiche

Wirkung zeigt wie Ibuprofen, sich aber aufgrund seiner Formulierung schneller auflöst. Ibuprofen

hat schmerzlindernde, fiebersenkende und entzündungshemmende Eigenschaften.

Die Formulierung von Saridon mit dem Wirkstoff Ibuprofen als Natriumdihydratsalz und

Natriumhydrogencarbonat als Hilfsstoff führt dazu, dass die Tablette schon im sauren Milieu des

Magens zerfällt.

Saridon eignet sich zur Kurzzeitbehandlung, d.h. zur maximal 3 Tage dauernden Behandlung von:

·Kopfschmerzen;

·Schmerzen während der Monatsblutung;

·Schmerzen im Bereich von Gelenken und Bändern;

·Rückenschmerzen;

·Zahnschmerzen;

·Schmerzen nach Verletzungen;

·Fieber bei grippalen Erkrankungen.

Wann darf Saridon nicht angewendet werden?

·Wenn Sie auf einen der Inhaltsstoffe allergisch reagieren oder nach der Einnahme von

Acetylsalicylsäure oder anderen Schmerz- oder Rheumamitteln, so genannten nicht-steroidalen

entzündungshemmenden Arzneimitteln, Atemnot oder allergieähnliche Hautreaktionen hatten;

·wenn Sie schwanger sind oder stillen (siehe auch Kapitel «Darf Saridon während einer

Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?»);

·bei aktiven Magen- und/oder Zwölffingerdarmgeschwüren oder Magen-/Darm-Blutungen;

·bei chronischen Darmentzündungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa);

·bei schwerer Einschränkung der Leber- oder Nierenfunktion;

·bei schwerer Herzleistungsschwäche;

·zur Behandlung von Schmerzen nach einer koronaren Bypassoperation am Herzen (resp. Einsatz

einer Herz-Lungen-Maschine);

·bei Kindern unter 12 Jahren. Saridon wurde für die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren nicht

geprüft.

Wann ist bei der Einnahme von Saridon Vorsicht geboten?

Während der Behandlung mit Saridon können im oberen Magen-Darm-Trakt Schleimhautgeschwüre,

selten Blutungen oder in Einzelfällen Perforationen (Magen-, Darmdurchbrüche) auftreten. Diese

Komplikationen können während der Behandlung jederzeit auch ohne Warnsymptome auftreten. Um

dieses Risiko zu verringern, sollte die kleinste wirksame Dosis während der kürzest möglichen

Therapiedauer angewendet werden. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie

Magenschmerzen haben und einen Zusammenhang mit der Einnahme des Arzneimittels vermuten.

Ältere Patienten können empfindlicher auf das Arzneimittel reagieren als jüngere Erwachsene. Es ist

besonders wichtig, dass ältere Patienten eventuelle Nebenwirkungen sofort Ihrem Arzt bzw. Ihrer

Ärztin melden.

In folgenden Situationen dürfen Sie Saridon nur auf ärztliche Verschreibung und unter ärztlicher

Überwachung einnehmen:

·wenn Sie gegenwärtig wegen einer ernsthaften Krankheit in ärztlicher Behandlung sind;

·wenn Sie früher an einem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür erkrankt sind;

·wenn Sie bereits einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Venenthrombose hatten, oder falls Sie

Risikofaktoren haben (wie hoher Blutdruck, Diabetes (Zuckerkrankheit), hohe Blutfettwerte,

Rauchen); für gewisse ähnlich wirkende Schmerzmittel, die sogenannten COX-2-Hemmer, wurde

unter hohen Dosierungen und/oder Langzeitbehandlung ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und

Schlaganfall festgestellt. Ob dieses erhöhte Risiko auch für Saridon zutrifft, ist nicht bekannt.

·wenn Sie eine Herzkrankheit oder ein Nierenleiden haben, falls Sie Arzneimittel gegen

Bluthochdruck (z.B. harntreibende Mittel, ACE-Hemmer) einnehmen oder bei einem erhöhten

Flüssigkeitsverlust, z.B. durch starkes Schwitzen; die Einnahme von Saridon kann die Funktion Ihrer

Nieren beeinträchtigen, was zu einer Erhöhung des Blutdrucks und/oder zu

Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) führen kann.

·wenn Sie ein Leberleiden haben;

·wenn Sie mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln (Blutverdünner, Antikoagulantien,

Thrombozytenaggregationshemmer) behandelt werden oder an einer Störung der Blutgerinnung

leiden;

·wenn Sie an Asthma leiden;

·wenn Sie Rheumamittel oder andere Schmerzmittel (z.B. Acetylsalicylsäure, Aspirin) einnehmen;

·wenn Sie Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (mit Ausnahme von Insulin),

Arzneimittel zur Erhöhung der Urinausscheidung (harntreibende Mittel), Arzneimittel zur

Behandlung von Infektionen (Chinolon-Antibiotika) oder Arzneimittel mit einer der folgenden

Substanzen: Lithium, Digoxin, Methotrexat, Baclofen, Phenytoin, Tacrolismus, Mifepriston,

Probenecid oder Sulfinpyrazon einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin oder

Drogistin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Saridon kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen

zu bedienen, beeinträchtigen!

Darf Saridon während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Schwangerschaft

Sollten Sie schwanger sein oder eine Schwangerschaft planen, sollten Sie Saridon nur nach

Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin einnehmen. Im letzten Drittel der Schwangerschaft

darf Saridon nicht eingenommen werden.

Stillzeit

Saridon sollte während der Stillzeit nicht eingenommen werden, ausser Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin hat

es Ihnen ausdrücklich erlaubt.

Wie verwenden Sie Saridon?

Erwachsene und Kinder über 12 Jahren: 1 bis 2 Tabletten mit reichlich Flüssigkeit einnehmen.

Vor der nächsten Einnahme ist ein Abstand von 4 bis 6 Stunden einzuhalten.

Bei Schmerzen während der Monatsblutung wird empfohlen, die Behandlung bereits bei ersten

Anzeichen der Beschwerden mit 2 Tabletten Saridon zu beginnen.

Maximale Tagesdosis:

Nehmen Sie nicht mehr als 6 Tabletten Saridon innerhalb von 24 Stunden ein, ausser auf ärztliche

Verschreibung.

Verwenden Sie Saridon nicht länger als 3 Tage und nur zur Behandlung der oben aufgeführten

Beschwerden.

Falls die Beschwerden trotz Einnahme von Saridon zunehmen oder falls die schmerzende Stelle rot

oder geschwollen wird, konsultieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Eine ernsthafte Krankheit kann

die Ursache sein.

Auch wenn die Beschwerden nicht spätestens innert 3 Tagen bessern, sollten Sie Ihren Arzt bzw.

Ihre Ärztin konsultieren, damit der Grund abgeklärt werden kann.

Kinder unter 12 Jahren:

Saridon darf bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden. Die Anwendung und Sicherheit

von Saridon bei Kindern unter 12 Jahren ist bisher nicht systematisch geprüft worden.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw. von der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Saridon haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme oder Anwendung von Saridon auftreten, die

unter Umständen einer ärztlichen Behandlung bedürfen.

Häufig kommt es zu Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Völlegefühl, Sodbrennen,

Magenschmerzen, Durchfall und Verstopfung. Gelegentlich sind nicht erkennbare Magen-Darm-

Blutverluste möglich. In sehr seltenen Fällen können Magen-/Darm-Geschwüre unter Umständen mit

Blutung oder Durchbruch auftreten.

Sollten stärkere Schmerzen im Oberbauch, Erbrechen von Blut, Blut im Stuhl und/oder eine

Schwarzfärbung des Stuhls auftreten, so müssen Sie Saridon absetzen und sofort den Arzt bzw. die

Ärztin informieren.

Häufig treten Kopfschmerzen auf.

Gelegentlich wurde über Erbrechen, Schwindel, Schwächegefühl, Depressionen, Asthmaanfälle,

Hautreaktionen, Hautrötung, Juckreiz, Haarausfall und Nierenfunktionsstörungen berichtet.

Sehr selten können folgende Nebenwirkungen auftreten:

·schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, die mit Schwellungen im Gesicht, an den Füssen oder den

Beinen, keuchender Atmung und Kurzatmigkeit, Blutdruckabfall und Kreislaufschock verbunden

sein können.

·schwerwiegende Hautreaktionen mit Rötung und Blasenbildung.

·Blutbildveränderungen, Sehstörungen, Ohrensausen, Schwerhörigkeit, Leberfunktionsstörungen,

Blut im Urin, entzündlichen Nierenerkrankungen und Nierengewebsschädigungen.

·Verschlechterung einer bestehenden Herzleistungsschwäche bzw. zu einer Verschlechterung eines

bestehenden arteriellen Bluthochdrucks.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt,

Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) lagern.

Für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Saridon enthalten?

1 Filmtablette enthält 200 mg Ibuprofen als Ibuprofen-Natriumdihydrat, Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

56358 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Saridon? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 10 und 20 Filmtabletten.

Zulassungsinhaberin

Bayer (Schweiz) AG, 8045 Zürich.

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2016 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

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