Poulvac E. coli

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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Poulvac E. coli
    Europäische Union
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Huhn, Puten
  • Therapiebereich:
  • Immunologischen Arzneimitteln FÜR AVES , live-bakterielle Impfstoffe für die Haushühner.
  • Anwendungsgebiete:
  • Zur aktiven Immunisierung von Masthühnern und zukünftigen Legehennen / Züchtern, um Mortalität und Läsionen (Perikarditis, Perihepatitis, Luftsackentzündung) im Zusammenhang mit Escherichia coli Serotyp O78 zu reduzieren.
  • Produktbesonderheiten:
  • Revision: 8

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • EMA - European Medicines Agency
  • Berechtigungsstatus:
  • Autorisiert
  • Zulassungsnummer:
  • EMEA/V/C/002007
  • Berechtigungsdatum:
  • 15-06-2012
  • EMEA-Code:
  • EMEA/V/C/002007
  • Letzte Änderung:
  • 24-12-2018

Öffentlichen Beurteilungsberichts

30 Churchill Place

Canary Wharf

London E14 5EU

United Kingdom

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© European Medicines Agency, 2016. Reproduction is authorised provided the source is acknowledged.

EMA/245247/2012

EMEA/V/C/002007

Zusammenfassung des EPAR für die Öffentlichkeit

Poulvac E. coli

Geflügelcolibazillose-Impfstoff (lebend)

Dies ist eine Zusammenfassung des Europäischen Öffentlichen Beurteilungsberichts (EPAR) für

Poulvac E. coli. Hierin wird erläutert, wie die Agentur dieses Tierarzneimittel beurteilt hat, um zu ihren

Empfehlungen für die Zulassung des Arzneimittels in der Europäischen Union (EU) und die

Anwendungsbedingungen zu gelangen.

Wenn Sie als Besitzer oder Halter der Tiere praktische Informationen über Poulvac E. coli benötigen,

lesen Sie bitte die Packungsbeilage oder wenden Sie sich an Ihren Tierarzt oder Apotheker.

Was ist Poulvac E. coli und wofür wird es angewendet?

Poulvac E. coli ist ein Impfstoff, der zur aktiven Immunisierung von Hühnern und Puten gegen eine

durch Escherichia coli Serotyp 078 verursachte Infektion namens Colibazillose angewendet wird.

Colibazillose kann Verletzungen am Herzbeutel (Perikarditis), der Leberkapsel (Perihepatitis) sowie den

„Luftsäcken“, den speziellen Säcken im Körper der Vögel, in denen bei der Atmung Luft gespeichert

wird (Aerosacculitis), verursachen und zum Tod des Vogel führen. Der Impfstoff, der bei Masthühnern

(für die Fleischgewinnung), zukünftigen Legehennen oder Zuchthühnern (für die Eierproduktion) sowie

bei Puten angewendet wird, trägt dazu bei, durch die Infektion verursachte Verletzungen und

Todesfälle zu verringern.

Er enthält lebende Escherichia coli, Typ 078, Stamm EC34195, von denen ein Gen (aroA) entfernt

wurde.

Wie wird Poulvac E. coli angewendet?

Poulvac E. coli ist als gefriergetrocknetes Pulver (Lyophilisat) zur Herstellung einer Suspension

erhältlich. Es ist nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich. Bei Hühnern wird es als Einzeldosis ab

einem Alter von einem Tag als Grobspray-Impfung bzw. ab einem Alter von fünf Tagen durch Zugabe

zum Trinkwasser verabreicht. Bei Puten wird es ab einem Alter von einem Tag als Grobspray-Impfung

gegeben, wobei zwei Wochen später eine zweite Dosis erfolgt.

Poulvac E. coli

EMA/397372/2012

Seite 2/3

Bei Verabreichung als Grobspray-Impfung sollte der aufgelöste Impfstoff verdünnt und auf die Vögel

gesprayt werden, sodass jeder Vogel mit einer Dosis ausreichend Impfstoff erhält. Die Vögel nehmen

den Impfstoff auf, wenn sie ihre Federn putzen.

Bei Zugabe von Poulvac E. coli zum Trinkwasser sollte für jedes Huhn eine ausreichende Menge von

einer Dosis des aufgelösten Impfstoffes zu so viel Wasser zugegeben werden, wie die Hühner in drei

Stunden zu sich nehmen.

Nähere Informationen sind der Packungsbeilage zu entnehmen.

Wie wirkt Poulvac E. coli?

Poulvac E. coli enthält geringe Mengen des Bakteriums E. coli Serotyp 078. Es handelt sich um ein

lebendes Bakterium, das jedoch durch die Entfernung eines Gens (aroA) abgeschwächt wurde, sodass

es nicht krankheitsverursachend und für die Anwendung in einem Impfstoff geeignet ist. Wie alle

Impfstoffe wirkt auch Poulvac E. coli, indem er dem Immunsystem (der natürlichen Abwehr des

Körpers) „beibringt“, wie es sich gegen eine Krankheit wehren kann. Wenn Poulvac E. coli einem Huhn

oder einer Pute verabreicht wird, erkennt deren Immunsystem die im Impfstoff enthaltenen

Bakterienanteile als „fremd“ und bildet Antikörper gegen sie. Wenn die Tiere später erneut mit dem

Bakterium in Kontakt kommen, ist ihr Immunsystem in der Lage, schneller Antikörper zu bilden. Dies

trägt zum Schutz gegen die Krankheit bei.

Welchen Nutzen hat Poulvac E. coli in diesen Studien gezeigt?

In Laborstudien wurde nachgewiesen, dass der Impfstoff sicher ist und der Schutz gegen Colibazillose

bei Hühnern zwei Wochen und bei Puten drei Wochen nach der Impfung eintritt. Die Studien zeigten

zudem, dass der Impfstoff Hühnern bei Spray-Impfung acht Wochen Schutz gegen Colibazillose-

assoziierte Läsionen und 12 Wochen Schutz gegen Mortalität aufgrund von Colibazillose und bei

Trinkwasserimpfung 12 Wochen Schutz gegen Läsionen und Mortalität bieten kann. Die Feldstudie an

über 200 000 kommerziell gehaltenen Masthühnern zeigte eine signifikante Verringerung von

Colibazillose-assoziierten Läsionen und Todesfällen bei geimpften Tieren. Darüber hinaus zeigte sich

eine positive Wirkung des Impfstoffs im Hinblick auf die durchschnittliche tägliche Gewichtszunahme,

die Anzahl der Antibiotika-Behandlungstage und den prozentualen Anteil der verkauften Tiere

verglichen mit den Kontrollen.

Welche Risiken sind mit Poulvac E. coli verbunden?

Der Impfstamm kann bei Hühnern in Geweben (Leber und Herz) bis zu sechs Tage nach der Impfung

und bei Puten in Geweben (Luftsäcken) bis zu vier Tage nach der Impfung nachgewiesen werden. Er

kann zudem bei Hühnern bis zu fünf Wochen und bei Puten bis zu sieben Tage nach der Impfung im

Kot und bei Hühnern bis zum Ende der Mast (Schlachtzeit) oder der Aufzuchtperiode und bei Puten bis

zu sieben Tage in der Umgebung vorhanden sein. Deshalb wird empfohlen, die Stallanlagen, in denen

der Impfstoff zur Anwendung kam, nach dem Abschluss der Mast oder der Aufzuchtperiode zu säubern

und zu desinfizieren. Der Impfstoff kann auf andere Vögel, die mit den Hühnern in Kontakt kommen,

übertragen werden.

Tiere, die unter antibakterieller oder immunsuppressiver Behandlung (einer Behandlung, mit der die

Aktivität des Immunsystems reduziert wird) stehen, sollten nicht geimpft werden. Der Impfstoff sollte

innerhalb von sechs Wochen vor dem Beginn der Legeperiode bzw. bei brütenden (zurzeit Eier

legenden) Vögeln nicht angewendet werden. Innerhalb einer Woche vor und nach der Impfung sollte

keine Behandlung mit Antibiotika erfolgen.

Poulvac E. coli

EMA/397372/2012

Seite 3/3

Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen von Personen, die das

Tierarzneimittel verabreichen oder mit dem Tier in Kontakt kommen,

getroffen werden?

Es wird empfohlen, dass der Anwender während der Verabreichung Augenschutz, Handschuhe und eine

Nasen-Mund-Maske trägt. Immunsupprimierte Personen sollten während der Verabreichung der

Impfung nicht anwesend sein. Hände und Gerätschaften sollten nach Anwendung desinfiziert werden.

Mit geimpften Tieren in Kontakt kommendes Personal sollte die allgemein gültigen Hygieneprinzipien

beachten und beim Umgang mit Einstreu von kürzlich geimpften Tieren besondere Vorsicht walten

lassen.

Wie lange beträgt die Wartezeit für Tiere, die der Lebensmittelerzeugung

dienen?

Die Wartezeit ist die Zeitdauer, die nach Verabreichung eines Arzneimittels abgewartet werden muss,

bevor das Tier geschlachtet und das Fleisch für den menschlichen Verzehr verwendet werden kann. Sie

ist ebenfalls nach Verabreichung eines Arzneimittels zu beachten, bevor Eier für den menschlichen

Verzehr verwendet werden können.

Die Wartezeit für Fleisch und Eier von Hühnern und Puten, die mit Poulvac E. coli behandelt wurden,

beträgt null Tage. Dies bedeutet, dass es keine vorgeschriebene Wartezeit gibt.

Warum wurde Poulvac E. coli zugelassen?

Der Ausschuss für Tierarzneimittel (CVMP) der Agentur gelangte zu dem Schluss, dass der Nutzen von

Poulvac E. coli gegenüber den Risiken überwiegt, und empfahl, es für die Anwendung in der EU

zuzulassen.

Weitere Informationen über Poulvac E. coli

Am 15. Juni 2012 erteilte die Europäische Kommission eine Genehmigung für das Inverkehrbringen

von Poulvac E. coli in der gesamten Europäischen Union. Informationen über den Verschreibungsstatus

dieses Arzneimittels finden Sie auf dem Etikett bzw. der äußeren Verpackung.

Den vollständigen Wortlaut des EPAR für Poulvac E. coli finden Sie auf der Website der Agentur:

ema.europa.eu/Find medicine/Veterinary medicines/European public assessment reports. Wenn Sie als

Besitzer oder Halter der Tiere praktische Informationen über Poulvac E. coli benötigen, lesen Sie bitte

die Packungsbeilage oder wenden Sie sich an Ihren Tierarzt oder Apotheker.

Diese Zusammenfassung wurde zuletzt im Februar 2016 aktualisiert.

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

B. PACKUNGSBEILAGE

GEBRAUCHSINFORMATION

Poulvac E. coli

Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension zur Impfung von Hühnern und Puten mittels

Sprayapplikation oder über das Trinkwasser für Hühner.

1.

NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND,

WENN

UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE

VERANTWORTLICH IST

Zulassungsinhaber:

Zoetis Belgium SA

Rue Laid Burniat 1

1348 Louvain-la-Neuve

BELGIEN

Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller:

Zoetis Manufacturing & Research Spain, S.L.

Ctra. Camprodón s/n "la Riba"

17813 Vall de Bianya

Girona

SPANIEN

2.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

Poulvac E. coli Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension zur Impfung von Hühnern und Puten

mittels Sprayapplikation oder über das Trinkwasser für Hühner.

3.

WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE

Eine Dosis enthält:

Lebende aroA- Gen deletierte

Escherichia coli

, Typ O78, Stamm EC34195

5,2 x 10

- 9,1 x 10

KBE*

* Koloniebildende Einheiten bei Kultivierung auf Tryptic-Soja-Agarplatten

Cremefarbenes Lyophilisat.

Nach Rekonstitution: durchsichtige bis weiß-gelbliche, opake Suspension (abhängig von der Menge

des verwendeten Lösungsmittels).

4.

ANWENDUNGSGEBIET(E)

Aktive Immunisierung von Masthühnern, zukünftigen Legehennen/Zuchthühnern und Puten zur

Verminderung der mit

Escherichia coli

Serotyp O78 assoziierten Mortalität und Läsionen

(Pericarditis, Perihepatitis, Aerosacculitis).

Beginn der Immunität:

Hühner: 2 Wochen nach der Impfung für die Reduktion von Läsionen. Der Beginn der Immunität für

die Reduktion der Mortalität wurde nicht nachgewiesen.

Puten: 3 Wochen nach der zweiten Impfung für die Reduktion von Läsionen und Mortalität

Dauer der Immunität:

Hühner: 8 Wochen für die Reduktion von Läsionen und 12 Wochen für die Reduktion der Mortalität

(Spray). 12 Wochen für die Reduktion von Läsionen und Mortalität (Trinkwasser).

Puten: Die Dauer der Immunität wurde nicht belegt.

Eine Studie zur Kreuzimmunität zeigte bei Hühnern für die Sprayapplikation eine reduzierte

Häufigkeit und Schwere von Aerosacculitis, die durch die

E. coli

Serotypen O1, O2 und O18

verursacht wurde. Für diese Serotypen wurden Beginn und Dauer der Immunität nicht belegt.

5.

GEGENANZEIGEN

Nicht anwenden bei Tieren, die unter antibakterieller oder immunsuppressiver Behandlung stehen.

6.

NEBENWIRKUNGEN

Keine bekannt

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei

Ihren Tieren feststellen, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt mit.

7.

ZIELTIERART(EN)

Hühner (Masthühner, Nachzucht von Legehennen/Zuchthühnern) und Puten.

8.

DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Hühner: Eine Impfdosis ab einem Alter von einem Tag bei Verabreichung über Grobspray oder eine

Impfdosis ab einem Alter von 5 Tagen bei Anwendung über das Trinkwasser.

Puten: Eine Impfdosis ab einem Alter von einem Tag gefolgt von einer zweiten Impfdosis 3 Wochen

später durch Verabreichung über Grobspray.

9.

HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

Verabreichung als Grobspray an Hühner/Puten oder über das Trinkwasser an Hühner.

Anwendung als Grobspray:

Saubere Impfmaterialien verwenden. Die Lüftung bis 15 Minuten nach der Impfung ausschalten.

Entfernen Sie die Versiegelung und den Stopfen. Füllen Sie die Flasche zur Hälfte mit chlorfreiem

Wasser, das Raumtemperatur besitzt. Setzen Sie den Stopfen wieder auf die Flasche und schütteln Sie

gut bis das Lyophilisat vollständig gelöst ist.

Gießen Sie den aufgelösten Impfstoff in ein sauberes Behältnis und fügen Sie chlorfreies Wasser

hinzu, um den Impfstoff so zu verdünnen, dass damit eine gleichmäßige Verteilung bei der

Sprayapplikation auf die Tiere erreicht werden kann.

Im Sprühgerät keine Desinfektionsmittel oder andere Substanzen verwenden, die den Lebendimpfstoff

beeinträchtigen könnten.

Verdünnen und verabreichen Sie den aufgelösten Impfstoff in einer Menge von einer Dosis pro Tier

entsprechend den Anweisungen Ihres spezifischen Gerätes, das zur Ausbringung von grobem Spray

geeignet ist. Das empfohlene Volumen für eine Dosis beträgt zwischen 0,1 und 0,5 ml. Die

Tröpfchengröße sollte größer als 100 µm sein. Der Sprühabstand zu den Tieren sollte zwischen 30

und 80 cm betragen, um eine gleichmäßige Verteilung zu gewährleisten.

Verabreichung über das Trinkwasser:

Stellen Sie sicher dass alle Leitungsrohre, Anschlussrohre, Tröge und Tränken gründlich gereinigt

und frei von Rückständen von Desinfektionsmitteln, Detergentien, Seife usw. sowie von Antibiotika

sind. Der Kontakt mit den genannten Substanzen kann den Impfstoff unwirksam machen.

Vor der Impfung sollten die Tiere das Trinkwasser soweit verbrauchen, dass nur noch minimale

Restmengen in den Tränken verbleiben. Verbliebenes Trinkwasser sollte aus den Rohren abgelassen

werden, so dass die Tränken bei der Verabreichung des Impfstoffes ausschließlich impfstoffhaltiges

Wasser enthalten.

Es kann notwendig werden, das Trinkwasser vor der Impfung vollständig zu entziehen, um

sicherzustellen, dass alle Tiere während des Impfzeitraums Wasser aufnehmen.

Öffnen Sie die Impfstoffflasche unter Wasser und lösen Sie den Impfstoff gründlich in einem

Behältnis auf. Achten Sie darauf, dass die Flasche und ihr Stopfen durch Ausspülen mit Wasser

vollständig geleert werden. Teilen Sie den Inhalt einer Impfstoffflasche nicht auf mehr als einen Stall

oder Tränkesystem auf, da das zu Mischfehlern führen kann.

Verwenden Sie kaltes, frisches Wasser, das frei von Chlor und Metallionen ist. Fettarmes

Magermilchpulver (< 1% Fett, 2-4 Gramm pro Liter) oder aber Magermilch (20 – 40 ml pro Liter

Wasser) kann dem Wasser beigemischt werden um die Wasserqualität zu verbessern und um die

Lebensfähigkeit der Bakterien zu erhöhen.

Der Impfstoff sollte in einer Wassermenge verabreicht werden, die von den Tieren innerhalb von 3

Stunden vollständig aufgenommen werden kann. Ziel ist, jedem Tier eine volle Impfdosis zukommen

zu lassen. Als Faustregel sollte der rekonstituierte Impfstoff mit chlorfreiem Frischwasser in einem

Verhältnis von 1.000 Dosen auf einen Liter Wasser pro Anzahl der Lebenstage für jeweils 1.000 Tiere

verabreicht werden. Für 1.000 zehn Tage alte Küken würden dementsprechend 10 Liter Wasser

benötigt. Im Zweifelsfall sollte die exakte Wasseraufnahme der Tiere am Tag vor der Impfung

gemessen werden.

Der aufgelöste Impfstoff ist den Tieren unmittelbar nach dem Anmischen zu verabreichen.

Die Impfstoff-Lösung sollte nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt werden.

10.

WARTEZEIT(EN)

Null Tage

11.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Kühl lagern und transportieren (2

C - 8

C). Nicht einfrieren.

Das Behältnis im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr

anwenden.

Haltbarkeit nach Rekonstitution gemäß den Anweisungen: 2 Stunden

12.

BESONDERE WARNHINWEISE

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für jede Zieltierart:

Nur gesunde Tiere impfen.

Innerhalb einer Woche vor und nach der Impfung sollte keine Behandlung mit Antibiotika erfolgen,

weil dies die Wirksamkeit der Impfung beeinträchtigen kann.

Es liegen keine Informationen zum Einfluss hoher maternaler Antikörpertiter auf die Wirksamkeit vor.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:

Der Impfstamm kann in Geweben bei Hühnern (Leber, Herz) bis zu 6 Tage oder bei Puten (thorakale

Luftsäcke) bis zu 4 Tage nach der Impfung nachgewiesen werden. Geimpfte Tiere können den

Impfstamm über den Kot bis zu 5 Wochen (Hühner) oder 7 Tage (Puten) lang ausscheiden. Bei

Hühnern kann der Impfstamm bis zum Ende der Mast oder der Aufzuchtperiode in der Umgebung

vorhanden sein; bei Puten wurde dies für 7 Tage beobachtet. Es wird daher empfohlen, die

Stallanlagen, in denen der Impfstoff zur Anwendung kam, nach der Ausstallung zu säubern und zu

desinfizieren.

Der Impfstamm kann auf Vögel übertragen werden, die in Kontakt mit geimpften Vögeln kommen.

Der Impfstamm kann durch seine Wachstumseigenschaften auf biologischen Nährmedien identifiziert

werden: er zeigt normales Wachstum auf MacConkey und Trypticase-Soja Agar, wohingegen auf

Nährböden ohne aromatische Aminosäuren (Minimalagar) keine Kolonien beobachtet werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Die üblichen aseptischen Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung sind zu beachten.

Es wird empfohlen, dass der Anwender während der Verabreichung Augenschutz, Handschuhe und

eine Nasen-Mund-Maske trägt. Immunsupprimierte Personen sollten während der Vakzinierung nicht

anwesend sein. Hände und Gerätschaften sind nach Anwendung zu desinfizieren.

Mit geimpften Tieren in Kontakt kommendes Personal sollte die allgemein gültigen

Hygieneprinzipien beachten und beim Umgang mit Einstreu von kürzlich geimpften Tieren besondere

Vorsicht walten lassen.

Andere Vorsichtsmaßnahmen:

Die Impfung ist als Teil eines komplexen Kontrollprogrammes, das alle bedeutsamen Hygiene- und

Gesundheitsfaktoren für Geflügel berücksichtigt, zu betrachten.

Anwendung während der Legeperiode:

Nicht anwenden innerhalb von 6 Wochen vor dem Legebeginn und während der gesamten

Legeperiode.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:

Es liegen keine Informationen zur Unschädlichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffes bei gleichzeitiger

Anwendung eines anderen veterinärmedizinischen Produktes vor. Ob der Impfstoff vor oder nach

Verabreichung eines anderen veterinärmedizinischen Produktes verwendet werden sollte, muss daher

fallweise entschieden werden.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel), falls erforderlich:

Es wurden nach der Anwendung einer 10fachen Überdosierung keine Nebenwirkungen beobachtet.

Inkompatibilitäten:

Nicht mit anderen veterinärmedizinischen Produkten mischen.

13.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT

VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN

ERFORDERLICH

Nicht verwendete Tierarzneimittel oder davon stammende Abfallmaterialien sind entsprechend den

nationalen Vorschriften zu entsorgen. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

14.

GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel finden Sie auf der Website der Europäischen

Arzneimittel-Agentur unter http://www.ema.europa.eu/

15.

WEITERE ANGABEN

Der Impfstoff wird bereitgestellt in Typ I Borosilikatglasflaschen mit 10 ml Füllvolumen (2.500 oder

5.000 Dosen enthaltend) oder 50 ml Füllvolumen (10.000 oder 20.000 Dosen enthaltend),

verschlossen durch Brombutylgummistopfen mit Aluminiumbördelkappe.

Faltschachtel mit einer Flasche zu 2.500, 5.000, 10.000 oder 20.000 Dosen.

Faltschachtel mit 10 Flaschen zu 2.500, 5.000, 10.000 oder 20.000 Dosen.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

26-10-2018

Safety and efficacy of l‐threonine produced by fermentation using Escherichia coli CGMCC 7.232 for all animal species

Safety and efficacy of l‐threonine produced by fermentation using Escherichia coli CGMCC 7.232 for all animal species

Published on: Thu, 25 Oct 2018 00:00:00 +0200 The product subject of this assessment is l‐threonine produced by fermentation with a genetically modified strain of Escherichia coli (CGMCC 7.232). It is intended to be used in feed and water for drinking for all animal species and categories. The production strain and its recombinant DNA were not detected in the additive. The product l‐threonine, manufactured by fermentation with E. coli CGMCC 7.232, does not raise any safety concern with regard to the gen...

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