Metopiron

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Metopiron Kapseln
  • Darreichungsform:
  • Kapseln
  • Zusammensetzung:
  • metyraponum 250 mg, arom.: ethylvanillinum, conserv.: E 215, E 217, excipiens für die Kapsel.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Metopiron Kapseln
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Adrenocorticostaticum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 27867
  • Berechtigungsdatum:
  • 14-06-1961
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Transferiert von Medius AG

Metopiron® Kapseln

HRA-Pharma Switzerland Sàrl

Was ist Metopiron und wann wird es angewendet?

Metopiron hemmt die Bildung von Hormonen der Nebennierenrinde.

Diagnostisch wird Metopiron zur Abklärung von Störungen im Bereich der Hirnanhangsdrüse

eingesetzt.

Therapeutisch wird es bei Krankheitszuständen, die mit einer Überproduktion von

Nebennierenrindenhormonen verbunden sind, angewendet.

Metopiron darf nur auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin angewendet werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Bevor der Test mit Metopiron bei Ihnen durchgeführt wird, wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin bei Ihnen

durch Gabe einer entsprechenden Hormonmedikation die Ansprechbarkeit der Nebennierenrinde

(NNR) auf äusserlich zugeführtes Hormon prüfen. Da Metopiron die Hormonproduktion der

Nebenniere senkt, ist so zu ermitteln, ob durch den Metopiron-Test eine vorübergehende

Nebennierenunterfunktion bei Ihnen bewirkt werden kann.

Vor der Durchführung des Metopiron-Tests bei Ihnen sind nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder

Ihrer Ärztin Medikamente, welche die Hirnanhangsdrüse - oder Nebennierenfunktion beeinflussen,

abzusetzen (s. «Wann ist bei der Einnahme von Metopiron Vorsicht geboten?»).

Wenn die Funktion der Nebennierenrinde bzw. der Hirnanhangsdrüse stärker eingeschränkt ist als

aufgrund der vorgängig gewonnenen Testresultate zu erwarten ist, kann durch Metopiron eine

vorübergehende NNR-Unterfunktion bei Ihnen ausgelöst werden. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird

dieser NNR-Unterfunktion durch entsprechende Hormongaben rasch entgegen wirken können.

Leiden Sie an einer bestimmten seltenen Form von körperlichen Veränderungen, die durch einen

hohen Kortisolspiegel im Blut verursacht werden (ektopisches Cushing Syndrom) kommt es zur

Unterdrückung Ihres Immunsystems (Immunsuppression). Dies kann zu Infektionen führen, zu deren

Abwehr Ihr Immunsystem nicht mehr in der Lage ist (opportunistischen Infektionen), z.B. zu

bestimmten Formen von Lungenentzündungen (s. «Wann ist bei der Einnahme von Metopiron

Vorsicht geboten?»). Bei Behandlung mit Metopiron wird Ihr Immunsystem beeinflusst, dies kann in

der Folge bei Ihnen starke Entzündungen nach Infektionen auslösen.

Metopiron kann eine angeborene Stoffwechselerkrankung auslösen, bei der ein lebenswichtiger

Blutfarbstoff nicht in ausreichenden Mengen produziert wird (akute Porphyrie). Zeichen dafür

können intensive dauerhafte Bauchschmerzen, Erbrechen, Herzrasen, Muskelschwäche,

Lähmungserscheinungen, Angstzustände und Verwirrtheit sein. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre

Ärztin, wenn bei Ihnen solche Symptome auftreten.

Wann darf Metopiron nicht angewendet werden?

Bei bekannter Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff und bei Unterfunktion der Nebennierenrinde.

Wann ist bei der Einnahme von Metopiron Vorsicht geboten?

Metopiron kann die Verträglichkeit von Paracetamol (Schmerzmittel) verringern.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Während der Behandlung mit Metopiron ist das folgende zu beachten:

·Metopiron kann zeitweise die Hormonproduktion der Nebenniere senken. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin

wird dies durch Gabe einer entsprechenden Hormonmedikation korrigieren.

·Wenn Sie kurzatmig werden mit Fieber über mehrere Stunden oder Tage, informieren Sie Ihren Arzt

bzw. Ihre Ärztin so schnell wie möglich, da Sie vielleicht eine schwere Lungeninfektion ausbilden

könnten.

Darf Metopiron während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie schwanger sind oder Ihr Kind stillen möchten.

Während der Schwangerschaft soll Metopiron nicht angewendet werden, ausser wenn der Arzt bzw.

die Ärztin dies für unbedingt nötig hält.

Es ist nicht bekannt, ob Metopiron in die Muttermilch übertritt. Deshalb sollen Mütter, die unter

Behandlung mit Metopiron stehen, ihr Kind nicht stillen.

Wie verwenden Sie Metopiron?

Diagnostische Anwendung

Die Voraussetzungen zur Durchführbarkeit des Metopiron-Testes sind in «Was sollte dazu beachtet

werden?» oben aufgeführt.

Einzeldosis-Kurztest: 1-2 g Metopiron (30 mg/kg, auch bei Kindern) werden um Mitternacht mit

Joghurt oder Milch verabreicht. Das zur Hormonbestimmung vorgesehene Blut wird am folgenden

Morgen durch Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin entnommen.

Patienten mit Verdacht auf NNR-Unterfunktion, sollten sicherheitshalber über Nacht hospitalisiert

werden, obwohl mit dem Einzeldosis-Kurztest bisher keine Fälle von akuter NNR- Unterfunktion

bekannt geworden sind.

Mehrdosentest: Dieser wird nur im Spital durchgeführt. Detaillierte Angaben befinden sich in der

Fachinformation.

Therapeutische Anwendung

Die Dosierung von Metopiron wird vom Arzt bzw. der Ärztin für jeden Fall einzeln festgesetzt. Zur

Normalisierung erhöhter Werte von Nebennierenrindenhormon (Cortisol) schwankt die Tagesdosis

zwischen 1 und 24 Kapseln. Bei erhöhtem Aldosteron (ein anderes Nebennierenhormon) werden im

Allgemeinen 12 Kapseln Metopiron täglich verordnet, verteilt auf mehrere Einzeldosen sowie

weitere Arzneimittel.

Bitte nehmen Sie Metopiron nach dem Essen, um die Möglichkeit von Übelkeit und Erbrechen so

gering wie möglich zu halten.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin

oder Apothekerin.

Die Anwendung und Sicherheit von Metopiron, Kapseln bei Kindern und Jugendlichen zu

therapeutischen Zwecken ist bisher nicht geprüft worden.

Welche Nebenwirkungen kann Metopiron haben?

Folgende Nebenwirkungen können häufig bei der Einnahme von Metopiron auftreten:

Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerzen, tiefer Blutdruck, Übelkeit, Erbrechen.

Folgende Nebenwirkungen können selten bei der Einnahme von Metopiron auftreten: reduzierte

Funktion der Nebennieren (führt zu hormonellem Ungleichgewicht), verstärkter Haarwuchs, hoher

Blutdruck, Bauchschmerzen, allergische Hautreaktionen.

Folgende Nebenwirkungen können sehr selten bei der Einnahme von Metopiron auftreten:

Knochenmark-Störungen (führt zu einem Mangel der Blutkörperchen), Haarausfall.

Informieren Sie beim Auftreten solcher Beschwerden bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Arzneimittel sollen für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel soll vor Feuchtigkeit geschützt und nicht über 30 °C aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Metopiron enthalten?

1 Kapsel Metopiron enthält 250 mg Metyrapon, Konservierungsmittel: Ethyl- und Propylparaben

Natriumsalz (E215, E217), Aromastoff: Ethylvanillin sowie weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

27867 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Metopiron? Welche Packungen sind erhältlich?

Metopiron ist in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung erhältlich.

Packung mit 50 Kapseln.

Zulassungsinhaberin

HRA-Pharma Switzerland Sàrl, 1260 Nyon.

Diese Packungsbeilage wurde im November 2011 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.