Lexotanil 6

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Lexotanil 6 Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • bromazepamum 6 mg, color.: E 132, excipiens pro Kompression.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Lexotanil 6 Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Anxiolytikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 38294
  • Berechtigungsdatum:
  • 15-07-1974
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Lexotanil®

ROCHE

Was ist Lexotanil und wann wird es angewendet?

Sie erhielten Lexotanil auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin. Es ist ein Vertreter der

sogenannten Benzodiazepine und enthält als Wirkstoff Bromazepam. Lexotanil wird bei Angst- und

Spannungszuständen, ängstlicher Verstimmung, nervöser Gespanntheit, Unruhe und Schlaflosigkeit,

die durch Angst und Spannung bedingt ist, angewendet. Durch Angst und nervöse Verspannung

verursachte Herz-, Kreislauf- und Atembeschwerden sowie Magen-Darm-Störungen hilft Lexotanil

ebenfalls beseitigen. Der Anlass für die Angst und die Spannung selbst werden durch Lexotanil

allerdings nicht aus dem Wege geräumt.

Wann darf Lexotanil nicht angewendet werden?

Sie dürfen Lexotanil nicht anwenden:

wenn Sie auf einen oder mehrere der Inhaltsstoffe überempfindlich (allergisch) reagieren (dies

äussert sich z.B. durch Hautausschläge),

bei schwerer Beeinträchtigung der Atemfunktion,

wenn Sie an Atembeschwerden während der Nacht leiden (sog. Schlafapnoe-Syndrom),

bei schwerer Beeinträchtigung der Leberfunktion,

bei krankhafter Muskelschwäche (sog. Myasthenia gravis) oder

wenn Sie alkohol-, arzneimittel- oder drogenabhängig sind.

Wann ist bei der Einnahme von Lexotanil Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge

oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!

Alkoholische Getränke verstärken die Wirkung von Lexotanil. Das kann dazu führen, dass Sie

unsorgfältig, unbeholfen oder langsam reagieren. Besonders beim Autofahren oder beim Bedienen

einer Maschine ist dies gefährlich. Deshalb sollten Sie während der Behandlung mit Lexotanil auf

alkoholische Getränke am besten verzichten.

Lexotanil Tabletten enthalten Milchzucker (Laktose). Sie sollten das Arzneimittel nicht einnehmen,

wenn Sie an gewissen erblichen Störungen des Stoffwechsels von Zuckern leiden.

Schwere psychische Krankheiten oder die Depression können mit Lexotanil allein nicht behandelt

werden.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie an Erkrankungen der Lunge oder Leber

leiden.

Wie bei anderen Benzodiazepinen sollte Lexotanil von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren

nur nach ausdrücklicher Verordnung durch den Arzt bzw. die Ärztin eingenommen werden.

Sie sollten neben Lexotanil nur dann noch andere Arzneimittel einnehmen, wenn Ihr Arzt bzw. Ihre

Ärztin einverstanden ist, denn Beruhigungsmittel, Schlafmittel, Mittel gegen Epilepsie oder starke

Schmerzmittel sowie ähnliche auf Gehirn und Nerven wirkende Arzneimittel können die Wirkung

von Lexotanil verstärken.

Wie andere Benzodiazepine kann eine Behandlung mit Lexotanil eine Gedächtnisstörung auslösen.

Die äussert sich indem meist einige Stunden nach der Einnahme unter Umständen Handlungen

ausgeführt werden, an die sich der Patient später nicht mehr erinnern kann.

Wenn Sie muskelrelaxierende Arzneimittel einnehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer

Ärztin, da Lexotanil auch eine gewisse muskelrelaxierende Wirkung besitzt.

Abhängigkeitsgefährdung

Die Einnahme von Lexotanil kann – wie bei allen Benzodiazepinen-haltigen Arzneimitteln – zu einer

Abhängigkeit führen. Diese kann vor allem bei einer ununterbrochenen Einnahme über längere Zeit

(in gewissen Fällen bereits nach einigen Wochen) auftreten und hat nach abruptem Absetzen des

Arzneimittels Entzugssymptome zur Folge. Es können dann Unruhe, Angstzustände, Schlaflosigkeit,

Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen und Schweissausbrüche auftreten. Diese Erscheinungen

klingen in der Regel nach zwei bis drei Wochen ab.

Um das Risiko der Entwicklung einer Abhängigkeit möglichst klein zu halten, beachten Sie bitte

folgende Hinweise:

Nehmen Sie Lexotanil nur auf Anordnung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin ein.

Erhöhen Sie auf keinen Fall die vom Arzt bzw. von der Ärztin verschriebene Dosis.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie das Arzneimittel absetzen wollen.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird periodisch darüber entscheiden, ob die Behandlung weitergeführt

werden muss.

Eine Einnahme über längere Zeit (in der Regel mehr als vier Wochen) darf nur unter sorgfältiger

ärztlicher Überwachung erfolgen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden!

Darf Lexotanil während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Bei bestehender oder beabsichtigter Schwangerschaft ist von der Einnahme von Lexotanil

abzusehen.

Bei vorliegenden zwingenden Gründen kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin jedoch eine Ausnahme

machen. Selbstverständlich müssen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin immer über eine bestehende oder

geplante Schwangerschaft orientieren.

Lexotanil tritt in die Muttermilch über, daher sollten stillende Mütter Lexotanil nicht einnehmen oder

es sollte abgestillt werden.

Wie verwenden Sie Lexotanil?

Im Allgemeinen genügen kleine Dosen bis 6 mg täglich; Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann es aber auch

für nötig halten, Ihnen eine höhere Dosis zu verschreiben. Wenn Beruhigungsmittel über längere Zeit

in hohen Dosen eingenommen werden, können sie zur Gewöhnung führen. Halten Sie sich bitte an

die Anordnungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin; nehmen Sie nicht selbständig Dosisanpassungen

vor und beenden Sie die Behandlung nicht, ohne Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin zu befragen.

Falls Sie über 60 Jahre alt sind, reagieren Sie empfindlicher auf Lexotanil als jüngere Personen; Ihr

Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Ihnen unter Umständen niedrigere Dosen verschreiben und Ihr

Ansprechen auf das Arzneimittel beobachten. Halten Sie sich an seine bzw. ihre Vorschriften.

Nehmen Sie Lexotanil vor oder während der Mahlzeiten ein und schlucken Sie die Tabletten – ohne

sie zu zerkauen – mit einem halben Glas Wasser oder Fruchtsaft.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin

oder Apothekerin.

Wann und wie endet die Behandlung mit Lexotanil?

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird mit Ihnen besprechen, wann Sie mit der Einnahme von Lexotanil

aufhören können. Denken Sie aber auch selber daran, dass Lexotanil kein Arzneimittel zur

Dauereinnahme ist und dass sich nach einigen Wochen ein Versuch lohnt, nach Rücksprache mit

dem Arzt bzw. der Ärztin, ohne Arzneimittel auszukommen. Wenn Sie Lexotanil über längere Zeit

und in hohen Dosen eingenommen haben und dann die Einnahme plötzlich beenden, so kann Ihr

Körper wie folgt reagieren: nach zwei bis drei problemlosen Tagen treten unvermittelt

Krankheitszeichen ähnlich den ursprünglichen, insbesondere Schlafstörungen, wieder auf. Dies ist

eine natürliche Anpassungsreaktion Ihres Körpers und soll Sie keinesfalls dazu verleiten, Lexotanil

sofort wieder einzunehmen. Wenn Sie Schwierigkeiten beim Absetzen des Arzneimittels haben,

sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin. Um eine solche Anpassungsreaktion möglichst zu

umgehen, wird der Arzt bzw. die Ärztin Ihnen eventuell vor Beenden der Behandlung eine langsame

Verminderung der Dosis empfehlen.

Eine spätere erneute Behandlung auf Anordnung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin ist jederzeit möglich.

Welche Nebenwirkungen kann Lexotanil haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Lexotanil auftreten:

Am Häufigsten ist mit Müdigkeit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen,

Doppelsehen und Schwindel zu rechnen. Diese Erscheinungen treten vor allem zu

Behandlungsbeginn auf und verschwinden bei fortgesetzter Verabreichung im Allgemeinen wieder.

Gelegentlich treten Magen-Darm-Störungen, Hautreaktionen und sexuelle Unlust auf.

Weitere beobachtete Nebenwirkungen sind Verwirrtheit, Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit und

des Gedächtnisses, Bewegungsstörungen, Atembeschwerden, Übelkeit, Mundtrockenheit,

Blutdruckabfall, Appetitsteigerung und Muskelschwäche. Bei älteren Patienten ist zudem ein

erhöhtes Risiko für Stürze und Brüche gemeldet worden.

Seltener ist das Gegenteil der zu erwartenden Wirkung wie Unruhe, Erregung, Reizbarkeit,

Aggressivität und Albträume. Achten Sie zu Beginn der Behandlung auf solche Erscheinungen und

melden Sie diese sogleich Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Lexotanil Tabletten sind nicht über 30 °C zu lagern und ausserhalb der Reichweite von Kindern

aufzubewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit EXP bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Lexotanil enthalten?

1 weisse Tablette enthält als Wirkstoff 1,5 mg, 1 hellrote Tablette 3 mg und 1 grüne Tablette 6 mg

Bromazepam.

Hilfsstoffe: Farbstoffe: Indigocarmin (E 132) nur bei 6 mg Tabletten; Milchzucker und weitere

Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

38294 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Lexotanil? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Tabletten (Bruchrille) zu 1,5 mg: 30 und 100.

Tabletten (Bruchrille) zu 3 mg: 30 und 100.

Tabletten (Bruchrille) zu 6 mg: 30 und 100.

Zulassungsinhaberin

Roche Pharma (Schweiz) AG, 4153 Reinach.

Diese Packungsbeilage wurde im April 2009 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.