Insulin NovoNordisk NovoMix 30 Penfill

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Insulin NovoNordisk NovoMix 30 Penfill Injektionssuspension
  • Darreichungsform:
  • Injektionssuspension
  • Zusammensetzung:
  • insulinum aspartum 100 U., insulinum löslich 30 % und insulinum isophanum 70 %, protamini sulfas, Zink als zinci chloridum, glycerolum, natrii chloridum, natrii phosphates oder, conserv.: phenolum 1.50 mg, metacresolum 1.72 mg, Wasser iniectabilia q.s. um die suspension für 1 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Insulin NovoNordisk NovoMix 30 Penfill Injektionssuspension
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Biotechnologika
  • Therapiebereich:
  • Diabetes mellitus

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 55415
  • Berechtigungsdatum:
  • 23-06-2000
  • Letzte Änderung:
  • 11-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

NovoMix® 30 Penfill®

NOVO NORDISK

Was ist NovoMix 30 Penfill und wann wird es angewendet?

NovoMix 30 ist ein Insulinanalogon und wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin zur

Behandlung von Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) eingesetzt. Der Wirkstoff ist durch

rekombinante DNS-Technologie in Hefezellen hergestelltes Insulin Aspart.

NovoMix 30 ist eine Mischung von schnell wirkendem Insulinanalogon (30%) und lang wirkendem

Insulinanalogon (70%). Das heisst, es beginnt 10–20 Minuten nachdem Sie es verabreicht haben, den

Blutzucker zu senken; das Wirkmaximum wird nach 1 bis 4 Stunden erreicht und die Wirkung hält

bis zu 24 Std. an. Es kann in Kombination mit gewissen oralen Antidiabetika angewendet werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin und des Diabetesteams bezüglich

Insulintyp, Dosierung, Zeitpunkt der Verabreichung, Blutzuckerkontrolle, Ernährung und

körperlicher Betätigung, um eine optimale Regulierung des Blutzuckerspiegels sicherzustellen.

Wann darf NovoMix 30 Penfill nicht angewendet werden?

NovoMix 30 darf nicht angewendet werden

– wenn Sie allergisch (hypersensitiv) auf dieses Insulin, auf Metacresol, Phenol oder auf einen der

sonstigen Bestandteile reagieren. Achten Sie auf die unter «Welche Nebenwirkungen kann NovoMix

30 Penfill haben?» beschriebenen Symptome einer Allergie.

– wenn Sie erste Anzeichen einer Unterzuckerung (Hypoglykämie, Kurzform: Hypo) spüren (siehe

unter «Welche Nebenwirkungen kann NovoMix 30 Penfill haben?»).

Wann ist bei der Anwendung von NovoMix 30 Penfill Vorsicht geboten?

Wenn Ihr Blutzucker zu stark absinkt: Beim mit Insulin behandelten Zuckerkranken besteht

grundsätzlich das Risiko einer Unterzuckerung (Hypoglykämie, Kurzform: Hypo), dies besonders

bei unregelmässigen Injektionen, unregelmässiger Nahrungsaufnahme, bei stark schwankenden oder

durchschnittlich tiefen Blutzuckerwerten oder zu Beginn der Behandlung.

Wenn Sie ein Auto fahren, Werkzeuge oder Maschinen bedienen: Achten Sie auf die Anzeichen

einer Unterzuckerung. Ihre Konzentrations- oder Reaktionsfähigkeit kann während einer

Unterzuckerung verringert sein. Bitte denken Sie an dieses mögliche Problem in allen Situationen,

wann immer Sie sich oder andere einem Risiko aussetzen könnten (z.B. beim Fahren eines Autos

oder wenn Sie Maschinen bedienen). Fahren Sie niemals ein Auto und bedienen Sie nie Maschinen,

wenn Sie erste Anzeichen einer Unterzuckerung spüren. Beraten Sie sich mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer

Ärztin, ob Sie überhaupt Auto fahren oder Maschinen bedienen sollten, wenn Sie häufig an

Unterzuckerung leiden oder wenn Sie Probleme haben, die Anzeichen einer Unterzuckerung zu

erkennen.

Wenn Sie Alkohol trinken (auch Bier und Wein) achten Sie auf Anzeichen einer Unterzuckerung und

trinken Sie nie Alkohol auf leeren Magen.

Vorsicht ist auch geboten, wenn Sie früher schwere Zustände von Unterzuckerung durchgemacht

haben.

Um einer Unterzuckerung vorbeugen zu können, sollten Sie immer Trauben- oder Würfelzucker o.ä.

(keine Zuckerersatzstoffe) bei sich tragen und bei ersten Anzeichen einnehmen.

Sie sollten Ihren Diabetikerausweis immer bei sich tragen und Ihre Umgebung über Ihre

Zuckerkrankheit informieren (siehe unter «Welche Nebenwirkungen kann NovoMix 30 Penfill

haben?»).

Wenn Ihr Blutzucker zu hoch ansteigt: Ihr Blutzucker kann zu hoch ansteigen (dies wird

Hyperglykämie genannt).

Die Warnzeichen treten allmählich auf. Zu ihnen gehören: verstärkter Harndrang, Durst,

Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen, Benommenheit oder Müdigkeit, gerötete, trockene Haut,

Mundtrockenheit, schnelle und tiefe Atmung und fruchtig (nach Aceton) riechender Atem.

Falls Sie irgendeines dieser Warnzeichen bemerken: Überprüfen Sie Ihren Blutzuckerspiegel und

untersuchen Sie wenn möglich Ihren Urin auf Ketone. Suchen Sie dann unverzüglich einen Arzt

bzw. eine Ärztin auf.

Diese Symptome können Anzeichen eines sehr ernsten Zustandes sein, den man diabetische

Ketoazidose nennt. Unbehandelt kann dieser Zustand in einem diabetischen Koma oder mit dem Tod

enden. Das diabetische Koma entwickelt sich in der Regel langsam über Stunden bis zu einem Tag.

Ursachen für hohen Blutzucker

– Sie haben eine Insulininjektion vergessen;

– wiederholtes Verabreichen von weniger Insulin als Sie benötigen;

– eine Infektion oder Fieber;

– mehr Essen als üblich;

– weniger körperliche Bewegung als üblich.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen

oder äusserlich anwenden (Externa!). Dies ist wichtig, weil diese die Wirkung von Insulin und/oder

den Blutzucker beeinflussen können. In diesem Fall kann es notwendig sein, die verabreichte

Insulinmenge entsprechend anzupassen, um zu niedrige oder zu hohe Blutzuckerspiegel zu

vermeiden. Berücksichtigen Sie dies nicht nur dann, wenn Sie ein neues Arzneimittel einnehmen,

sondern auch, wenn Sie es wieder absetzen. Die nachfolgende Liste erwähnt Beispiele von

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln. Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder

Apothekerin ist im Besitz einer ausführlichen Liste!

Zu den Arzneimitteln, die den Blutzucker senken können, zählen u.a. gewisse Arzneimittel zur

Behandlung des Bluthochdrucks, von Infektionskrankheiten, von Depression und von

Fieber/Schmerzen (Aspirin). Alkohol kann eine Hypoglykämie (Unterzuckerung) gefährlich

verstärken. β-Blocker können die Anzeichen einer Hypoglykämie abschwächen oder maskieren.

Zu den Arzneimitteln, die den Blutzucker erhöhen können, zählen u.a. orale Kontrazeptiva,

Kortikosteroide, gewisse Aids-, Asthma- oder Allergiebehandlungen, sowie gewisse Neuroleptika

und Diuretika.

Mit einigen Arzneimitteln kann der Blutzucker sowohl ansteigen als auch abfallen.

Marihuana-Konsum kann auch einen erhöhten Blutzucker verursachen (andere illegale Substanzen

wurden nicht getestet).

Pioglitazon (orales Antidiabetikum zur Behandlung von Typ 2 Diabetes mellitus)

Einige Patienten mit bereits seit langem bestehendem Typ 2 Diabetes mellitus und Herzerkrankung

oder Schlaganfall, die mit Pioglitazon und Insulin behandelt wurden, entwickelten eine

Herzinsuffizienz. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin so schnell wie möglich, wenn bei

Ihnen Symptome einer Herzinsuffizienz wie ungewöhnliche Kurzatmigkeit oder eine schnelle

Gewichtszunahme oder lokale Schwellungen (Ödeme) auftreten.

Fragen Sie immer nach möglichen Wechselwirkungen, wenn Ihnen ein Arzneimittel neu

verschrieben wird oder Sie in der Apotheke ein Heilmittel kaufen. Denken Sie daran, dass

Interaktionen mit anderen Heilmitteln nicht immer voraussagbar sind und dass Blutzuckermessungen

häufig stattfinden sollten.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von NovoMix 30 ist erforderlich,

– wenn Sie an einer Funktionsstörung der Nieren oder der Leber leiden. Ihr Arzt kann sich dazu

entscheiden, die Insulindosis zu verändern;

– wenn Sie sich mehr körperlich bewegen als üblich oder wenn Sie Ihre übliche Ernährung ändern

wollen;

– wenn Sie krank sind: Wenden Sie Ihr Insulin weiter an. Ihr Insulinbedarf kann sich aber ändern;

– wenn Sie an einer Infektion leiden, Fieber haben oder operiert werden. Es kann sein, dass Sie dann

mehr Insulin als gewöhnlich benötigen;

– wenn Sie an Durchfall (Diarrhö) oder Erbrechen leiden oder weniger essen als üblich. Es kann

sein, dass Sie dann weniger Insulin als gewöhnlich benötigen;

– wenn Sie ins Ausland reisen: Reisen über mehrere Zeitzonen hinweg können Ihren Insulinbedarf

und den Zeitpunkt Ihrer Insulininjektionen beeinflussen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer

Ärztin, wenn Sie eine solche Reise planen.

NovoMix 30 kann bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 Jahren und älter angewendet

werden, wenn eine Insulinmischung bevorzugt wird. Die klinischen Daten für Kinder im Alter von

6–9 Jahren sind limitiert.

Darf NovoMix 30 Penfill während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Wenn Sie eine Schwangerschaft planen, schwanger sind oder ein Kind stillen: Bitte fragen Sie Ihren

Arzt bzw. Ihre Ärztin um Rat. Eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) bzw. Überzuckerung

(Hyperglykämie) kann für das Ungeborene schädlich sein.

Es gibt nur begrenzte klinische Erfahrungen mit der Anwendung von Insulin Aspart während der

Schwangerschaft.

Die Verabreichung von Insulin während der Stillzeit stellt kein Risiko für das Neugeborene dar,

Insulindosis und Ernährung müssen aber u.U. angepasst werden.

Wie verwenden Sie NovoMix 30 Penfill?

Die Dosierung und der Zeitpunkt der Insulin-Injektion hängen von Ihrer individuellen

Stoffwechsellage und von Ihrer Lebensweise ab.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin und Ihrer Diabetesschwester über Ihren Insulinbedarf.

Befolgen Sie ihre Ratschläge sorgfältig. Diese Packungsbeilage ist ein allgemeiner Leitfaden.

Wenn NovoMix 30 in Kombination mit oralen Antidiabetika angewendet wird, muss die Dosierung

angepasst werden.

Wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Sie von einer Insulinart oder -marke auf eine andere umgestellt hat,

muss möglicherweise die Dosis durch Ihren Arzt bzw. durch Ihre Ärztin angepasst werden.

NovoMix 30 wird unmittelbar vor einer Mahlzeit verabreicht. Essen Sie innerhalb von 10 Minuten

nach Injektion eine kohlenhydrathaltige Mahlzeit oder einen Snack. NovoMix 30 Penfill kann auch

kurz nach der Mahlzeit verabreicht werden.

Es ist empfehlenswert, den Blutzucker regelmässig zu messen.

NovoMix 30 Penfill darf nur von einer Person verwendet werden, um eine mögliche Übertragung

von Krankheiten zu vermeiden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, NovoMix 30 wirke

zu stark oder zu schwach, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Anwendungshinweise

Vor der Anwendung von NovoMix 30 Penfill

Kontrollieren Sie anhand der Etikette, ob es sich um das richtige Insulin handelt.

Kontrollieren Sie immer die Patrone, einschliesslich des Gummikolbens. Verwenden Sie sie nicht,

wenn Beschädigungen sichtbar sind oder wenn ein Spalt zwischen Gummikolben und weissem Band

ersichtlich ist. Bringen Sie sie in diesem Fall in Ihre Apotheke zurück. Weitere Instruktionen finden

Sie in der Bedienungsanleitung Ihres Injektionsgerätes. Lesen Sie diese bitte sorgfältig durch.

Desinfizieren Sie die Gummimembran mit einem medizinischen Tupfer.

Verwenden Sie immer für jede Injektion eine neue Nadel, um eine Kontamination zu vermeiden.

Verwenden Sie NovoMix 30 Penfill nicht,

– in Infusionspumpen;

– wenn die Patrone oder das Injektionsgerät heruntergefallen, beschädigt oder zerdrückt ist. Es

besteht die Gefahr, dass Insulin ausläuft;

– wenn das Insulin nicht korrekt aufbewahrt wurde oder wenn es gefroren war (siehe unter «Was ist

ferner zu beachten?»);

– wenn das Insulin nach dem Mischen nicht gleichmässig weisslich trüb aussieht;

– wenn sich Klumpen gebildet haben oder feste weisse Partikel am Boden oder an der Wand der

Patrone haften, wodurch diese wie gefroren aussehen.

Wie ist das Insulin anzuwenden?

NovoMix 30 wird unter die Haut (subkutan) gespritzt. Verabreichen Sie Ihr Insulin niemals direkt in

eine Vene oder einen Muskel.

Wechseln Sie immer die Injektionsstelle, um Verdickungen unter der Haut zu vermeiden (siehe unter

«Welche Nebenwirkungen kann NovoMix 30 Penfill haben?»). Die besten Stellen, um das Insulin zu

verabreichen sind: Ihre Bauchdecke (Abdomen), Ihr Gesäss, die Vorderseite Ihrer Oberschenkel oder

Ihrer Oberarme. Die Wirkung tritt schneller ein, wenn in die Bauchdecke injiziert wird. Die Injektion

in eine Hautfalte vermindert das Risiko einer intramuskulären Injektion (Injektion in den Muskel).

NovoMix 30 Penfill ist zur Anwendung mit Novo Nordisk Insulin- Injektionssystemen und

NovoFine Nadeln entwickelt worden.

Wenn Sie mit NovoMix 30 Penfill und einer anderen Insulin Penfill Patrone behandelt werden,

müssen Sie je ein Insulin-Injektionssystem für jeden Insulintyp benutzen.

NovoMix 30 Penfill Patronen dürfen nicht wieder aufgefüllt werden.

Nehmen Sie als Vorsichtsmassnahme immer eine Ersatz-Penfill Patrone mit sich, für den Fall, dass

Ihre Penfill Patrone verloren geht oder beschädigt wird.

Resuspendieren (Mischen) des Insulins

Bevor Sie die Patrone in das Insulin-Injektionssystem einsetzen:

Bei der ersten Anwendung von NovoMix 30 Penfill rollen Sie die Patrone 10mal zwischen Ihren

Handflächen – dabei ist es wichtig, die Patrone horizontal zu halten (siehe Abbildung A). Bewegen

Sie die Patrone zwischen der Position a und b 10mal auf und ab (siehe Abbildung B), so, dass sich

die Glaskugel von einem Ende der Patrone zum anderen bewegt. Wiederholen Sie das Rollen und

Auf-und-ab-Bewegen, bis die Flüssigkeit gleichmässig weisslich trüb erscheint. Es ist leichter,

NovoMix 30 zu resuspendieren, wenn es Raumtemperatur erreicht hat. Führen Sie die anderen

Injektionsschritte ohne Verzögerung durch.

Für jede weitere Injektion gilt: Bewegen Sie das Injektionssystem, das die Patrone enthält,

mindestens 10mal zwischen a und b (siehe Abbildung B) auf und ab, bis die Flüssigkeit gleichmässig

weisslich trüb erscheint. Führen Sie die anderen Injektionsschritte ohne Verzögerung durch.

(Abbildungen, welche in der Packungsbeilage enthalten sind, werden hier nicht gedruckt).

Überprüfen Sie, ob noch mindestens 12 Einheiten Insulin in der Patrone übrig sind, damit eine

gleichmässige Resuspendierung sichergestellt ist. Verwenden Sie eine neue Patrone, falls weniger als

12 Einheiten übrig sind.

Injizieren des Insulins

Injizieren Sie das Insulin unter die Haut. Wenden Sie hierbei die Injektionstechnik an, die Ihnen Ihr

Arzt bzw. Ihre Ärztin oder Ihre Diabetesschwester gezeigt hat oder in der Bedienungsanleitung Ihres

Insulin-Injektionssystems beschrieben ist.

Lassen Sie die Nadel für mindestens 6 Sekunden unter der Haut, um sicherzustellen, dass die ganze

Dosis verabreicht wurde.

Achten Sie darauf, nach jeder Injektion die Nadel zu entfernen und zu entsorgen und NovoMix 30

Penfill ohne aufgeschraubte Nadel aufzubewahren. Andernfalls könnte Flüssigkeit austreten und dies

zu Dosierungsungenauigkeiten führen.

Achten Sie darauf, dass keine Spuren von Alkohol oder anderen Desinfektionsmitteln mit der

Insulinlösung in Kontakt kommen (z.B. Reste in Spritze oder Nadeln), da diese die Wirksamkeit des

Insulins vermindern können.

Welche Nebenwirkungen kann NovoMix 30 Penfill haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von NovoMix 30 Penfill auftreten:

Die häufigste Nebenwirkung von NovoMix 30 ist eine Unterzuckerung (Hypo). Die Warnzeichen

einer Unterzuckerung können plötzlich auftreten und beinhalten: kalter Schweiss, kalte blasse Haut,

Kopfschmerzen, Herzrasen, Übelkeit, grosser Hunger, vorübergehende Sehstörungen,

Benommenheit, ungewöhnliche Müdigkeit und Schwäche, Nervosität oder Zittern, Angstgefühle,

Verwirrung, Reizbarkeit, Aggressivität, Konzentrationsschwierigkeiten, Koordinations- und

Sprachstörungen.

Falls Sie irgendeines dieser Warnzeichen bemerken, essen Sie Traubenzucker oder ein stark

zuckerhaltiges Produkt (Süssigkeiten, Kekse, Fruchtsaft), ruhen Sie sich anschliessend aus.

Nehmen Sie keinerlei Insulin, wenn Sie erste Anzeichen einer Unterzuckerung spüren. Sie sollten

immer Traubenzucker, Süssigkeiten, Kekse oder Fruchtsaft bei sich haben, für den Fall, dass Sie

diese benötigen.

Informieren Sie Ihre Verwandten, Freunde und engen Arbeitskollegen, dass sie Sie im Falle einer

Bewusstlosigkeit in die stabile Seitenlage bringen und unverzüglich einen Arzt oder eine Ärztin

verständigen sollen. Sie dürfen Ihnen nichts zu essen oder trinken geben, da Sie daran ersticken

könnten.

– Wenn eine schwere Unterzuckerung nicht behandelt wird, kann das zu (vorübergehenden oder

dauernden) Hirnschäden oder sogar zum Tod führen.

– Wenn Sie eine Unterzuckerung mit Bewusstlosigkeit haben oder bei häufig auftretenden

Unterzuckerungen, suchen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf. Möglicherweise müssen Ihre

Insulindosis, der Zeitpunkt der Anwendung, Ihre Ernährung oder Ihre körperliche Bewegung

angepasst werden.

Verwendung von Glucagon

Sie können das Bewusstsein schneller wiedererlangen, wenn Ihnen das Hormon Glucagon von einer

Person, die mit dessen Verabreichung vertraut ist, injiziert wird. In diesem Fall sollten Sie, sobald

Sie wieder bei Bewusstsein sind, Glucose (Traubenzucker) oder ein zuckerhaltiges Produkt zu sich

nehmen. Wenn Sie nicht auf die Glucagonbehandlung reagieren, müssen Sie im nächsten Spital

weiterbehandelt werden. Nehmen Sie nach einer Glucagoninjektion mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin

oder einer Notfallstation Kontakt auf: Sie müssen den Grund für Ihre Unterzuckerung herausfinden,

um weitere Unterzuckerungen zu vermeiden.

Ursachen einer Unterzuckerung

Sie bekommen eine Unterzuckerung, wenn Ihr Blutzucker zu niedrig ist. Dies kann eintreten:

– wenn Sie zuviel Insulin verabreichen;

– wenn Sie zuwenig essen oder eine Mahlzeit auslassen;

– wenn Sie sich mehr als sonst körperlich anstrengen;

– wenn Sie erbrechen müssen oder Durchfall haben.

Gelegentlich gemeldete Nebenwirkungen (weniger als 1 von 100)

Sehstörungen. Zu Beginn einer Insulinbehandlung können gelegentlich Sehstörungen auftreten, die

aber normalerweise wieder abklingen.

Diabetische Retinopathie. Wenn Sie an diabetischer Retinopathie (Netzhauterkrankung der Augen)

leiden und sich Ihre Blutzuckerwerte sehr rasch bessern, kann sich die Retinopathie verschlimmern.

Befragen Sie hierzu Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Veränderungen an der Injektionsstelle (Lipodystrophie). Wenn Sie sich zu oft eine Injektion an der

gleichen Stelle verabreichen, kann Fettgewebe unter der Haut an dieser Stelle abnehmen

(Lipatrophie) oder zunehmen (Lipohypertrophie). Durch einen Wechsel der Injektionsstelle bei jeder

Injektion können diese Hautveränderungen verhindert werden. Falls Sie Vertiefungen oder

Verdickungen Ihrer Haut an der Injektionsstelle bemerken, berichten Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer

Ärztin oder Diabetesschwester darüber, da sich diese Reaktionen verschlimmern können oder sich

die Resorption des Insulins verändern kann, falls Sie an dieser Stelle injizieren.

Symptome einer Allergie. Es können lokale Reaktionen (Rötung, Schwellung oder Juckreiz) an der

Injektionsstelle auftreten. Diese klingen normalerweise nach einigen Wochen der Insulinanwendung

ab. Falls diese nicht abklingen, suchen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf.

Suchen Sie sofort einen Arzt bzw. eine Ärztin auf

– wenn sich die Symptome einer Allergie auf andere Teile des Körpers ausbreiten oder

– wenn Sie sich plötzlich unwohl fühlen und Sie Schweissausbrüche, Übelkeit (Erbrechen),

Atembeschwerden, Herzrasen, Schwindel haben.

Sie haben möglicherweise eine sehr seltene schwere allergische Reaktion auf NovoMix 30 oder

einen seiner Bestandteile (eine so genannte systemische allergische Reaktion, siehe auch unter

«Wann darf NovoMix 30 Penfill nicht angewendet werden?»).

Geschwollene Gelenke. Zu Beginn einer Insulinbehandlung kann eine Wasseransammlung

Schwellungen um Ihre Knöchel und andere Gelenke verursachen. Diese klingen normalerweise bald

Selten gemeldete Nebenwirkungen (weniger als 1 von 1000)

Schmerzende Neuropathie. Wenn sich Ihre Blutzuckerwerte sehr rasch bessern, können

Nervenschmerzen auftreten – dies wird als akute schmerzhafte Neuropathie bezeichnet und ist

normalerweise vorübergehender Natur.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

NovoMix 30 Penfill Patronen sind im Kühlschrank (2–8 °C), aber nicht in der Nähe des Gefrierfachs

oder von Kühlelementen, zu lagern. NovoMix 30 Penfill nicht einfrieren und in der

Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

In Gebrauch befindliche (angebrochene sowie als Ersatz mitgenommene) NovoMix 30 Penfill

Patronen sollten nicht mehr im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sie können bei einer Temperatur

von nicht über 30 °C und vor Licht geschützt bis zu 4 Wochen lang mit sich herumgetragen und

gebraucht werden. Danach müssen sie entsorgt werden. Daher wird empfohlen, das Anbruchsdatum

auf der Etikette der Penfill Patronen zu notieren.

NovoMix 30 Penfill muss vor übermässiger Hitze oder Sonnenlicht geschützt werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP.» bezeichneten Datum verwendet

werden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Für Kinderhand unerreichbar aufbewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in NovoMix 30 Penfill enthalten?

NovoMix 30 ist eine Injektionssuspension und enthält als Wirkstoff 30% lösliches Insulin Aspart und

70% kristallisiertes Protamin Insulin Aspart (total 100 E/ml).

Hilfsstoffe: Glycerol, Zinkchlorid, Natriumchlorid, Natriumphosphat, Protaminsulfat, Wasser für

Injektionszwecke.

Konservierungsmittel: Phenol 1,5 mg/ml, Metacresol 1,72 mg/ml.

Zulassungsnummer

55415 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie NovoMix 30 Penfill? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen mit 5 Penfill (Patronen) zu 3 ml (100 E/ml; 300 E pro Penfill Patrone).

Zulassungsinhaberin

Novo Nordisk Pharma AG, 8700 Küsnacht/ZH.

Herstellerin

Novo Nordisk A/S, DK-2880 Bagsvaerd.

Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2011 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.