Hyperiforce

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Hyperiforce Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • hyperici perforierte summitatis mit Blumen-frisch-Extrakt ethanolicum Dicke Endwerte. hypericinum 0.14-1.35 mg, ratio: 1-2:1 (Endwerte. massa siccata 66 mg ), excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Pflanzliches für Menschengebrauch

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Hyperiforce Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Phytoarzneimittel
  • Therapiebereich:
  • Bei gedrückter Stimmung

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 53790
  • Berechtigungsdatum:
  • 27-09-1996
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

was ist in Hyperiforce enthalten?

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, denn sie enthält wichtige Informationen. Dieses

Arzneimittel haben Sie entweder persönlich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin verschrieben erhalten,

oder Sie haben es ohne ärztliche Verschreibung in der Apotheke bezogen. Wenden Sie das

Arzneimittel gemäss Packungsbeilage bzw. nach Anweisung des Arztes oder Apothekers bzw. der

Ärztin oder Apothekerin an, um den grössten Nutzen zu haben. Bewahren Sie die Packungsbeilage

auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Hyperiforce®

Gemütsverstimmungs-Tabletten

Pflanzliches Arzneimittel

Wichtiger Hinweis: Johanniskrautpräparate können die Wirkung zahlreicher anderer Arzneimittel

ungünstig beeinflussen. Wenn Sie schon andere, insbesondere rezeptpflichtige Arzneimittel

einnehmen, dürfen Sie Hyperiforce Tabletten erst anwenden, nach dem Ihr Arzt/Ihre Ärztin oder Ihr

Apotheker/Ihre Apothekerin dies gutgeheissen hat.

Was ist Hyperiforce und wann wird es angewendet?

Hyperiforce ist ein Frischpflanzen-Präparat aus den frischen Triebspitzen von blühendem

Johanniskraut (Hypericum perforatum), aus kontrolliert biologischem Anbau. Hyperiforce wird

angewendet bei gedrückter Stimmung, Antriebsmangel, Unausgeglichenheit, Stimmungslabilität,

Spannungszuständen, nervöser Unruhe und damit verbundenen Schlafstörungen.

Was sollte dazu beachtet werden?

Bei Anhalten der Beschwerden über einen Monat soll ärztliche Hilfe beansprucht werden.

Wann darf Hyperiforce nicht oder nur mit Vorsicht eingenommen werden?

Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Johanniskraut-Extrakte oder weitere Bestandteile des

Arzneimittels (siehe Zusammensetzung) bzw. bei bekannter Lichtüberempfindlichkeit darf

Hyperiforce nicht angewendet werden. Johanniskraut-Präparate dürfen bei Kindern ab 6 Jahren nur

nach ausdrücklicher Anweisung eines Arztes angewendet werden. Johanniskraut-Präparate können

die Wirkung anderer Arzneimittel abschwächen! Hyperiforce darf deshalb nicht mit folgenden

Arzneimitteln angewendet werden:

–Gewisse Arzneimittel zur Hemmung des Immunsystems (z. B. mit dem Wirkstoff Ciclosporin,

Tacrolimus oder Sirolimus), wie sie namentlich nach Organtransplantationen gegeben werden

–Anti-retrovirale Arzneimittel in der HIV-Behandlung aus der Gruppe der nichtnukleosidalen

Reverse-Transkriptase Hemmer (z. B. Nevirapin) und HIV Proteinase Hemmer (z. B. Indinavir)

–Gewisse Arzneimittel gegen Krebs (Zytostatika z. B. Imatinib, Irinotecan)

–Tabletten zur Hemmung der Blutgerinnung (sogenannte orale Antikoagulantien z.B. mit den

Wirkstoffen Acenocoumarol, Phenprocoumon oder Warfarin).

Vorsichtsmassnahmen:

In sehr seltenen Fällen und vor allem bei hellhäutigen Personen kann es nach Einnahme von

Johanniskraut-Präparaten und nachfolgender Sonnenlichtbestrahlung zu Hautreaktionen, wie z.B.

sonnenbrandähnlichen Hautrötungen, kommen. Lichtempfindliche Personen sollten sich daher in der

Zeit der Anwendung vor länger dauernder direkter Sonneneinstrahlung

schützen und auf den Besuch von Solarien verzichten. Auch sollte Hyperiforce mit folgenden

verschreibungspflichtigen Arzneimitteln nur unter ärztlicher Überwachung (relative

Kontraindikationen) eingenommen werden: Digoxin (sog. Herzglycoside gegen Herzinsuffizienz);

der Antibabypille oder anderen hormonalen Verhütungsmitteln (z. B. injizierte Depot-Präparate,

unter der Haut angebrachte Implantate, auf die Haut angebrachte Hormon-Pflaster, vaginal

angewendete Produkte mit Hormonfreisetzung u.a.) aufgrund von Zwischenblutungen sowie der

Gefahr einer ungewollten Schwangerschaft; Methadon; bestimmte Antidepressiva (Arzneimittel

gegen Depressionen) oder andere serotoninerge Wirkstoffe (z.B. Amitriptylin, Fluoxetin oder

Buspiron u.a.); gewisse Arzneimittel gegen erhöhte Blutfette wie Simvastatin (Komedikation mit

Paravastatin scheint jedoch möglich; Midazolam (starkes Schlafmittel bzw. Sedativum aus der

Gruppe der Benzodiazepine) oder Steroidhormone wie Cortison und Prednison, die eingenommen

werden müssen oder mittels Infusion gegeben werden. Wegen möglicher schwerer Interaktionen mit

Arzneimitteln, die vor oder während einer Operation eingesetzt werden, sollte Hyperiforce

mindestens 5 Tage vor einer Operation abgesetzt werden und auch nach einer Operation erst nach

Rücksprache mit

einem Arzt bzw. einer Ärztin eingenommen werden. Wenn Sie neben Hyperiforce noch andere,

insbesondere vom Arzt bzw. der Ärztin verschriebene Arzneimittel einnehmen, besprechen Sie dies

bitte mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin

oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere

Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder anwenden.

Darf Hyperiforce während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Auf Grund der bisherigen Erfahrungen ist bei bestimmungsgemässer Anwendung kein Risiko für das

Kind bekannt. Systematische wissenschaftliche Untersuchungen wurden aber nie durchgeführt.

Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf Arzneimittel

verzichten oder den Arzt oder Apotheker bzw. die Ärztin oder Apothekerin um Rat fragen.

Wie verwenden Sie Hyperiforce?

Erwachsene: Zu Beginn der Behandlung 3mal täglich 1 Tablette zu den Mahlzeiten mit etwas

Flüssigkeit einnehmen. Das Präparat sollte während mindestens 14 Tagen eingenommen werden, bis

es seine Wirkung entfaltet. Nach 2 Wochen 2mal täglich 1 Tablette. Es wird eine Therapiedauer von

4 – 6 Wochen empfohlen. Eine länger dauernde Anwendung sollte ausschliesslich unter ärztlicher

Kontrolle erfolgen. Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw.

von der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder

zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Hyperiforce haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Hyperiforce auftreten: Gelegentlich

Magen-Darmstörungen, Reaktionen der Haut, Müdigkeit oder Unruhe. Im Falle von auftretenden

Hautrötungen soll Hyperiforce nicht weiter eingenommen werden und die auftretenden

Hautsymptome sind von einem Arzt bzw. einer Ärztin abklären zu lassen. Wenn Sie

Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker

bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Hyperiforce soll bei Raumtemperatur (15 – 25 °C) und ausserhalb der Reichweite von Kindern

aufbewahrt werden. Hyperiforce darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten

Datum verwendet werden. Nicht aufgebrauchte oder verfallene Packungen sollen an Ihren Apotheker

bzw. Ihre Apothekerin zur Entsorgung zurückgebracht werden. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr

Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die

ausführliche Fachinformation.

Was ist in Hyperiforce enthalten?

1 Tablette Hyperiforce enthält: Spissumextrakt (entspr. 66 mg Trockenmasse) aus frischen,

blühenden Triebspitzen des Johanniskrautes, Droge- Extrakt-Verhältnis 1-2:1, entspr. 0.14 mg -1.35

mg Gesamt-Hypericin, Auszugsmittel Ethanol 68% (V/V). Dieses Präparat enthält zusätzlich

Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

53790 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Hyperiforce? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken ohne ärztliche Verschreibung, in Packungen zu 60 Tabletten und 120 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

Bioforce AG, CH-9325 Roggwil TG

Diese Packungsbeilage wurde im April 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.