Eusaprim Infusionszusatz - Ampullen

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Eusaprim Infusionszusatz - Ampullen
  • Einheiten im Paket:
  • 20 x 5 ml, Laufzeit: 36 Monate,10 x 5 ml, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Eusaprim Infusionszusatz - Ampullen
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Sulfamethoxazol und Tri
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 16002
  • Berechtigungsdatum:
  • 11-02-1977
  • Letzte Änderung:
  • 07-03-2018

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Eusaprim Infusionszusatz-Ampullen

Trimethoprim/Sulfamethoxazol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Ihnen dieses Arzneimittels

verabreicht wird, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Eusaprim und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Verabreichung von Eusaprim wissen?

Wie ist Eusaprim zu verabreichen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Eusaprim aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Eusaprim und wofür wird es angewendet?

Bei Eusaprim Injektionslösung (in dieser Packungsbeilage als „Eusaprim“ bezeichnet) handelt es sich

um eine Kombination aus zwei verschiedenen Antibiotika namens Sulfamethoxazol und

Trimethoprim, die zur Behandlung von durch Bakterien verursachten Infektionen angewendet wird.

Diese Arzneimittelkombination wird auch als Cotrimoxazol bezeichnet. Wie alle Antibiotika wirkt

auch Eusaprim nur gegen bestimmte Bakterienarten. Das heißt, dass dieses Arzneimittel nur zur

Behandlung bestimmter Arten von Infektionen geeignet ist.

Eusaprim kann angewendet werden zur Behandlung oder Prophylaxe von:

Infektionen der Lunge (Lungenentzündung [Pneumonie] oder Pneumocystis jirovecii-

Pneumonie), verursacht durch das Bakterium Pneumocystis jirovecii (früher als Pneumocystis

carinii bezeichnet).

Eusaprim kann angewendet werden zur Behandlung von:

Infektionen von Blase oder Harnwegen (Harnwegsinfekte),

Infektionen der Lunge wie Bronchitis,

Infektionen des Ohrs wie Mittelohrentzündung (Otitis media),

Nokardiose, (Infektion, die vor allem abwehrgeschwächte Patienten befällt) die Lunge, Haut

und Gehirn beeinträchtigen kann,

Infektionen des Genitaltrakts wie Granuloma venereum (Granuloma inguinale),

Infektionen des Magen-Darm-Trakts, z.B. Typhus, Paratyphus A und B, Bakterienruhr

(Shigellose), Durchfall (nur wenn nachweislich durch bestimmte Keime [enterotoxische

Escherichia coli] verursacht), Salmonelleninfektionen des Darmes mit schwerem

Krankheitsverlauf bei Patienten mit verminderter Abwehrkraft,

Brucellose, wenn andere Therapien nicht gewirkt haben und in Kombination mit Gentamicin

oder Rifampicin,

Melioidose (Pseudorotz), in Kombination mit Doxycyclin und Chloramphenicol,

durch das Bakterien Toxoplasma hervorgerufenen Infektionen (Toxoplasmose),

anderen seltenen Infektionskrankheiten wie z. B. nicht echt mykotisches Myzetom,

südamerikanische Blastomykose.

Eusaprim wird Ihnen in der Regel nur dann verabreicht, wenn Sie nicht in der Lage sind, Arzneimittel

über den Mund einzunehmen.

2.

Was sollten Sie vor der Verabreichung von Eusaprim wissen?

Ihnen wird kein Eusaprim gegeben

Wenn Sie allergisch gegen Sulfamethoxazol, Trimethoprim, Cotrimoxazol, andere ähnliche

Wirkstoffe (z.B. Tetroxoprim) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile

dieses Arzneimittels sind,

Wenn Sie allergisch gegen Sulfonamid-haltige Arzneimittel sind. Beispiele sind

Sulfonylharnsäuren (wie Gliclazid und Glibenclamid) oder Thiazid-Diuretika (wie

Bendroflumethiazid – „Wassertabletten“),

wenn Sie schwere Leber- oder schwere Nierenprobleme haben,

Bei bestimmten Erkrankungen des Blutes (megaloblastische Anämie, Folsäureanämie,

Hämoglobinanomalien wie Hb-Köln und Hb-Zürich, hämolytische Erkrankungen),

Bei bestimmten seltenen Stoffwechselerkrankungen (Porphyrie),

Bei einer schweren Hauterkrankung (Erythema exsudativum multiforme),

Bei gleichzeitiger Einnahme eines Dofetilid-haltigen Arzneimittels (zur Behandlung von

Herzrhythmusstörungen),

Wenn Ihnen gesagt wurde, dass Sie eine seltene Bluterkrankung (Porphyrie) haben, die Haut

oder Nervensystem befallen kann.

wenn Sie eine Erkrankung haben, die als Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel

bezeichnet wird und zu Gelbsucht oder spontaner Zerstörung der roten Blutkörperchen führen

kann,

wenn Sie an früheren (welche möglicherweise unter der Behandlung mit Trimethoprim

und/oder Sulfonamiden aufgetreten sind) oder aktuellen Bluterkrankungen leiden, zum Beispiel

an einer starken Verminderung der roten Blutkörperchen (Anämie), einer starken Verminderung

der weißen Blutkörperchen (Leukopenie) oder einer starken Verminderung der Blutplättchen,

die Blutungen und vermehrtes Auftreten von Blutergüssen verursachen kann

(Thrombozytopenie).

Außerdem darf Eusaprim nicht bei Frühgeborenen und bei Neugeborenen mit erhöhtem

Bilirubinspiegel angewendet werden.

Eusaprim soll nicht bei Kindern unter 6 Lebenswochen angewendet werden, außer bei Pneumocystis

jirovecii (carinii)-Pneumonie (durch einen bestimmten Erreger hervorgerufene Lungenentzündung).

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob einer oder mehrere der vorgenannten Punkte auf Sie zutreffen,

sprechen Sie vor der Verabreichung von Eusaprim mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Es kann Fälle geben, in denen Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz mit TMP/SMX behandelt

werden müssen (siehe Abschnitt 3)

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Ihnen Eusaprim verabreicht wird,

Wenn Sie an leichteren Störungen der Leberfunktion oder an Schilddrüsenfunktionsstörungen

leiden,

Wenn Sie gegen bestimmte Arzneimittel, die zur Behandlung der Zuckerkrankheit, des hohen

Blutdrucks oder von Herz-Nieren-Erkrankungen eingesetzt werden (Sulfonylharnstoff-

Antidiabetika und Diuretika auf Sulfonamidbasis), überempfindlich reagieren,

Wenn Sie älter als 60 Jahre alt sind, vor allem dann, wenn Sie noch andere Arzneimittel

einnehmen.

Wenn Sie an einer leichteren Nierenerkrankung leiden,

Wenn Sie möglicherweise einen Mangel an Folsäure (einem Vitamin) haben; Sie haben dann

blasse Haut, sind müde, schwach und kurzatmig. Dies wird als Blutarmut (Anämie) bezeichnet,

Wenn Sie eine schwere Allergie oder Bronchialasthma haben,

Wenn Sie die Stoffwechselstörung Phenylketonurie haben und zu deren Behandlung keine

bestimmte Diät einhalten,

Wenn Ihnen gesagt wurde, dass bei Ihnen das Risiko der seltenen Bluterkrankung Porphyrie

besteht,

Wenn Ihnen Ihr Arzt gesagt hat, dass Ihr Kaliumspiegel im Blut besonders hoch ist,

Wenn Sie untergewichtig oder unterernährt sind

Bei einer bestimmten Erbkrankheit (fragilem X-Chromosom in Kombination mit einer mangelnden

geistigen Entwicklung bei Kindern) darf Eusaprim nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden.

Es wurde von potenziell lebensbedrohlichen Hautausschlägen (Stevens-Johnson-Syndrom,

toxisch epidermale Nekrolyse) bei der Verwendung von Eusaprim berichtet, die zunächst als

rötliche Flecken mit dunklerem Zentrum oder als kreisförmige Flecken mit zentraler

Blasenbildung am Rumpf erscheinen.

Zusätzliche Anzeichen, auf die zu achten sind, sind Geschwüre im Bereich von Mund, Rachen

und Nase und im Genitalbereich sowie Konjunktivitis (rote und geschwollene Augen).

Diese potenziell lebensbedrohlichen Hautausschläge werden oft von grippeähnlichen

Symptomen begleitet. Der Ausschlag kann zu einer großflächigen Blasenbildung oder zu einem

Abschälen der Haut führen.

Das höchste Risiko für das Auftreten von schweren Hautreaktionen besteht während der ersten

Wochen der Behandlung.

Wenn sich bei Ihnen das Stevens-Johnson-Syndrom oder eine toxisch epidermale Nekrolyse

während der Anwendung von Eusaprim entwickelt hat, darf die Behandlung mit Eusaprim zu

keinem Zeitpunkt wieder aufgenommen werden.

Wenn Sie einen Ausschlag oder die genannten Hautsymptome entwickeln, setzen Sie Eusaprim

sofort ab, nehmen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch und sagen Sie dem Arzt, dass

Ihnen dieses Arzneimittel verabreicht wurde.

Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie an eingeschränkter Nierenfunktion, Bronchialasthma oder

Allergien leiden, Sie schwanger sind oder stillen.

Informieren Sie sofort einen Arzt, wenn schwere, anhaltende Durchfälle während oder nach einer

Behandlung mit Eusaprim auftreten. Diese Erscheinungen können ein Hinweis für eine sehr selten

beobachtete schwere Darmerkrankung sein. Ihr Arzt wird in diesem Fall Eusaprim sofort absetzen und

eine entsprechende Therapie einleiten. Arzneimittel, die die Darmtätigkeit hemmen, dürfen nicht

angewendet werden.

Bei einer Anwendung über einen längeren Zeitraum wird Ihr Arzt regelmäßige Blutbildkontrollen

anordnen, vor allem dann, wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist oder Sie unter Folsäuremangel

leiden. Halten Sie diese Kontrolltermine unbedingt ein!

Eventuell wird Ihr Arzt eine gleichzeitige Gabe von Folsäure in Betracht ziehen.

Während der Behandlung mit Eusaprim sollen Sie täglich mindestens 1 1/2 Liter Flüssigkeit (Wasser,

Tee, Fruchtsäfte) trinken, um die Nierenfunktion zu fördern.

Meiden Sie starke Sonnen- bzw. UV-Bestrahlung, da Ihre Haut empfindlicher ist.

Wie bei anderen Antibiotika kann es auch unter Eusaprim zu vermehrtem Wachstum von nicht

empfindlichen Keimen kommen. Sollte während der Behandlung eine Superinfektion auftreten, wird

ihr Arzt geeignete Maßnahmen treffen.

Bei AIDS-Patienten ist die Häufigkeit von Nebenwirkungen (insbesondere allergische Reaktionen der

Haut unterschiedlichen Schweregrades, Fieber) besonders hoch, bedingt durch die hohen

erforderlichen Dosen bei der Therapie der Pneumocystis jirovecii (carinii)-Pneumonie.

Die Anwendung des Arzneimittels Eusaprim Infusionszusatz-Ampullen kann bei Dopingkontrollen zu

positiven Ergebnissen führen.

Anwendung von Eusaprim zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden. Dies ist wichtig, da Eusaprim die Wirkweise anderer Arzneimittel

beeinflussen kann. Umgekehrt können auch einige andere Arzneimittel die Wirkweise von Eusaprim

beeinflussen.

Dofetilid-haltige Arzneimittel (zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen) dürfen nicht gleichzeitig

mit Eusaprim eingenommen werden, da dies zu einer Erhöhung des Dofetilid- Gehaltes im Blut führen

kann, verbunden mit dem Auftreten von schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker insbesondere, wenn Sie ein oder mehrere der nachfolgend

genannten Arzneimittel einnehmen:

Harntreibende Arzneimittel (Wassertabletten), die die Harnmenge erhöhen

Arzneimittel zur Behandlung einer Infektion durch das HI-Virus (Humanes

Immundefizienzvirus) namens Zidovudin oder Lamivudin

Antimalaria-Mittel (z.B. Chloroguanid)

Pyrimethamin, das zur Behandlung und Prophylaxe von Malaria und zur Behandlung von

Durchfall eingesetzt wird

Krampflösende Arzneimittel (Phenobarbital, Phenytoin und Primidon)

Mittel gegen Magenübersäuerung (Antazida)

Arzneimittel, die den Harn alkalisieren oder ansäuern (z.B. Hexamethylentetramin)

Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit, z.B. Glibenclamid, Glipizid oder Tolbutamid

(Sulfonylharnstoffe) und Repaglinid

Bestimmte Schlafmittel bzw. Antiepileptika (Barbiturate)

Bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (trizyklische Antidepressiva)

Bestimmte Antibiotika (Rifampicin, Isoniazid und Clindamycin)

Bestimmte Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Antikoagulanzien vom Cumarin-

Typ, z. B. Warfarin)

Cyclosporin, das nach Organtransplantationen eingesetzt wird

Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, z.B. Digoxin oder Procainamid

Bestimmte Zytostatika

Methotrexat, ein Arzneimittel, das zur Behandlung bestimmter Krebsarten oder bestimmter

Erkrankungen des Immunsystems eingesetzt wird

Amantadin, das zur Behandlung der Parkinson-Krankheit, multiplen Sklerose, Grippe oder

Gürtelrose eingesetzt wird

Arzneimittel, die den Kaliumgehalt im Blut erhöhen können, wie bestimmte harntreibende

Arzneimittel (Wassertabletten, die die Harnmenge erhöhen) oder ACE-Hemmer (die verwendet

werden, um Bluthochdruck oder einige Herzprobleme zu behandeln) oder

Kaliumergänzungsmittel und kaliumreiche Lebensmittel, können zu schweren Hyperkaliämien

(erhöhter Kaliumspiegel im Blut) führen. Die Anzeichen einer schweren Hyperkaliämie können

Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen, Durchfall, Übelkeit, Schwindel oder Kopfschmerzen

umfassen.

Azathioprin kann bei Patienten nach Organtransplantation oder zur Behandlung von Störungen

des Immunsystems oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen verwendet werden

Folinsäure

die sogenannte „Pille“ zur Verhütung

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, bevor Ihnen dieses Arzneimittel

verabreicht wird. Über die Anwendung von Eusaprim während der Schwangerschaft und Stillzeit

entscheidet der Arzt.

Weitere Informationen zum Ethanolgehalt der Rezeptur sind dem nächsten Abschnitt zu entnehmen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Nach der Anwendung von Eusaprim können sehr selten Nebenwirkungen wie Schwindel, Störungen

von Bewegungsabläufen oder Halluzinationen auftreten. Es ist daher möglich, dass Eusaprim Ihre

Fahrtüchtigkeit oder Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt.

Eusaprim enthält Natriummetabisulfit, Alkohol und Natrium

Natriummetabisulfit. Dieser Inhaltsstoff kann Reaktionen des allergischen Typs hervorrufen wie

Hautausschlag, Schwellung von Augenlidern, Gesicht oder Lippen oder Atemnot. Diese

Reaktion ist selten, aber Sie können ein erhöhtes Risiko haben, wenn Sie an Allergien oder

Asthma leiden.

12,7 vol-% Ethanol (Alkohol). Es können bis zu 500 mg pro Dosis enthalten sein. Dies

entspricht 12,7 ml Bier oder 5,3 ml Wein. Diese Menge könnte für Alkoholiker schädlich sein.

Der Ethanolgehalt sollte auch bei Schwangeren oder Stillenden, Kindern oder Patienten mit

Leberproblemen oder Epilepsie berücksichtigt werden.

1,66 mmol (oder 38,27 mg) Natrium. Zu berücksichtigen bei Patienten, die eine natriumarme

Diät einhalten müssen.

3.

Wie ist Eusaprim zu verabreichen?

Die Verabreichung erfolgt üblicherweise durch einen Arzt oder das Krankenhauspersonal.

Eusaprim wird Ihnen nur solange über die Vene verabreicht (intravenöse Anwendung), solange Ihnen

auch andere Infusionen verabreicht werden oder Sie keine Tabletten einnehmen können.

Vor Verabreichung des Arzneimittels wird dieses verdünnt.

Welche Dosis Sie erhalten und wie oft Sie diese Dosis erhalten, ist abhängig von:

der Art Ihrer Infektion,

Ihrem Gewicht,

Ihrem Alter.

Bei schweren Unverträglichkeitserscheinungen (z.B. starke Hautausschläge oder schwere Durchfälle)

siehe Abschnitt „Was sollten Sie vor der Verabreichung von Eusaprim wissen?“ ist die

Behandlung sofort abzubrechen.

Die intravenöse Applikation von Eusaprim sollte möglichst kurz und nur so lange durchgeführt

werden, wie eine orale Medikation nicht möglich ist.

Wenn Ihnen eine größere Menge von Eusaprim verabreicht wurde, als empfohlen wird

Es ist unwahrscheinlich, dass Sie zu viel Eusaprim erhalten werden. Informieren Sie jedoch

unverzüglich Ihren Arzt oder das Pflegepersonal, wenn Sie den Eindruck haben, dass Sie zu viel

Eusaprim erhalten haben.

Bei akuter Überdosierung sind folgende Symptome möglich: Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen,

Schwindel, Benommenheit, Verwirrtheit, psychische und visuelle Störungen; in schweren Fällen

Kristallausscheidung oder Blutausscheidung im Harn und fehlende oder nur minimale

Harnausscheidung.

Bei chronischer Überdosierung: Knochenmarksdepression unter dem Erscheinungsbild eines

Blutplättchenmangels, verminderter Leukozytengehalt im Blut oder andere fehlerhafte

Blutzusammensetzungen als Folge von Folsäuremangel.

In diesem Fall kann es zu Magenproblemen (Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall) oder Krampfanfällen

kommen.

Hinweis für den Arzt: Bei Überdosierung beachten Sie die Unterstrich-Information am Ende

der Gebrauchsinformation.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Dieses Arzneimittel kann bei Ihnen die nachfolgend aufgeführten Nebenwirkungen hervorrufen.

Wenden Sie sich sofort an einen Arzt, wenn Sie eine allergische Reaktion haben. Die

Wahrscheinlichkeit einer allergischen Reaktion ist sehr selten (weniger als 1 von 10.000 Behandelten

ist betroffen). Anzeichen einer allergischen Reaktion sind u. a.:

Allergische Reaktionen

Atemnot

Ohnmacht

Schwellung des Gesichts

Schwellung von Mund, Zunge oder Rachen mit Rötung und Schmerzen in der betroffenen

Region und/oder Schluckbeschwerden

Schmerzen in der Brust

Rote Flecken auf der Haut

Bei schweren, anhaltenden blutigen Durchfällen (pseudomembranöse Kolitis) wenden Sie sich bitte

sofort an einen Arzt.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Erhöhter Kaliumgehalt im Blut, was zu Herzklopfen oder Herzstolpern (Palpitationen) führen

kann.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Pilzinfektionen (Soor oder Candidiasis), die Mund oder Scheide betreffen können

Kopfschmerzen

Übelkeit

Durchfall

Hautausschläge

Lokale Entzündung der Venenwand an der Einstichstelle (Thrombophlebitis)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Erbrechen

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Fieber (erhöhte Temperatur) oder häufige Infektionen

Plötzlich auftretende pfeifende Atemgeräusche oder Atemnot, Husten, Lungeninfiltrate

Schwere Hautausschläge (Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse), die

lebensbedrohlich sein können, wurden berichtet (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen)

Geschwüre und Fieberbläschen im Mund und Geschwüre oder Wundsein der Zunge

Hautknötchen oder Nesselsucht (erhabene, rötliche oder weiße juckende Flecken auf der Haut)

Blasenbildung auf der Haut oder in Mund, Nase, Scheide oder Gesäß

Entzündung des Auges mit Schmerzen und Rötung

Auftreten von Hautausschlag oder Sonnenbrand nach Aufenthalt im Freien (selbst an bedeckten

Tagen)

Bestimmte Form einer Dickdarmentzündung (pseudomembranöse Kolitis), Entzündung der

Bauchspeicheldrüse

Erniedrigter Natriumgehalt im Blut, erniedrigter Blutzucker, Übersäuerung des Blutes

Blutbildveränderungen: Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie, Neutropenie,

Agranulozytose), verminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie), bestimmte Formen von

Blutarmut (Anämie), Vermehrung einer bestimmten Form des roten Blutfarbstoffes

(Methämoglobinämie), Vermehrung von bestimmten weißen Blutkörperchen (Eosionophilie),

Abbau der roten Blutkörperchen (Hämolyse) bei bestimmten Patienten mit Glucose-6-Phosphat-

Dehydrogenase Mangel)

Haut- und Schleimhautblutungen (Purpura)

Gefühl von Schwäche, Müdigkeit oder Lustlosigkeit, blasse Haut (Anämie)

Herzprobleme (allergische Myokarditis)

Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und des weißen Teils der Augen). Absterben von Leberzellen,

Anstieg der Bilirubinspiegel. Dies kann gleichzeitig mit unerwarteten Blutungen oder

Blutergüssen auftreten.

Magenschmerzen, eventuell mit gleichzeitigem Auftreten von Blut im Stuhl

Schmerzen in Brust, Muskeln oder Gelenken und Muskelschwäche

Nierenfunktionsstörungen: Probleme mit dem Urin, Schwierigkeiten beim Wasserlassen,

Veränderung der Urinmenge (mehr oder weniger als gewöhnlich), Blut im Urin, Trübung des

Urins und bestimmte Form der Nierenentzündung

Plötzliche Kopfschmerzen oder Nackensteife, begleitet von Fieber (erhöhter Temperatur)

Störung im geordneten Bewegungsablauf

Anfälle (Schüttelkrämpfe oder Krampfanfälle)

Gefühl von Unsicherheit oder Taumeln, Schwindel

Ohrensausen oder andere ungewöhnliche Ohrgeräusche (Tinnitus)

Kribbeln oder Taubheit in Händen und Füßen

Sehen von seltsamen oder ungewöhnlichen Erscheinungen (Halluzinationen)

Depression

Muskelschmerzen und/oder Muskelschwäche bei HIV-Patienten (Rhabdomyolyse)

Appetitlosigkeit.

Nebenwirkungen in Verbindung mit der Therapie von Pneumocystis jirovecii (carinii)- Pneumonie:

Sehr selten: schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, Hautausschlag, Fieber, Verminderung der

weißen Blutkörperchen (Neutropenie), verminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie),

Erhöhung der Leberenzyme, Rhabdomyolyse, erhöhte Kaliumwerte im Blut, verminderte

Natriumwerte im Blut

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Eusaprim aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Nicht über 25 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Ampulle und dem Umkarton angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Eusaprim enthält

Die Wirkstoffe sind: Trimethoprim (TMP) und Sulfamethoxazol (SMZ). 1 Ampulle enthält 80 mg

Trimethoprim (TMP) und 400 mg Sulfamethoxazol (SMZ) in 5 ml stabilisierter wässriger Lösung.

Die sonstigen Bestandteile sind: Propylenglykol (40 % w/v), Tromethamin (TRIS), Natriumhydroxyd,

Natriummetabisulfit, Ethanol 96 %, Wasser für Injektionszwecke

Wie Eusaprim aussieht und Inhalt der Packung

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.

Klare, schwach gelbe bis gelb-braune Flüssigkeit.

Der pH-Wert der Lösung liegt zwischen 9,6 und 10,5.

5 ml Ampulle aus Neutralglas.

Packungsgröße: 10 x 5 ml, 20 x 5 ml.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Aspen Pharma Trading Limited

3016 Lake Drive

Citywest Business Campus

Dublin 24

Irland

Hersteller:

Aspen Bad Oldesloe, 23843 Bad Oldesloe, Deutschland

Z.Nr.: 16002

Anfragen über medizinische Informationen:

Wenn Sie medizinische Informationen zu diesem Arzneimittel wünschen, wenden Sie sich bitte an:

Tel: 0043 19284015

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2017.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Hinweise für den Arzt bei Überdosierung:

Symptome und Anzeichen

Bei akuter Überdosierung sind folgende Symptome möglich: Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen,

Schwindel, Benommenheit, Verwirrtheit, psychische und visuelle Störungen; in schweren Fällen

Kristallurie, Hämaturie und Anurie.

Bei chronischer Überdosierung: Knochenmarksdepression unter dem Erscheinungsbild einer

Thrombozytopenie, Leukopenie oder andere Blutdyskrasien als Folge von Folsäuremangel.

Therapie

Je nach Symptom sind folgende Maßnahmen in Betracht zu ziehen: Beschleunigung der renalen

Ausscheidung durch forcierte Diurese (Alkalisierung des Harns beschleunigt die Ausscheidung von

SMZ), Hämodialyse (Hinweis: Sowohl TMP als auch SMZ sind mittels Hämodialyse dialysierbar.

Peritonealdialyse ist nicht wirksam), Blutbild- und Elektrolytkontrolle.

Bei bekannter, vermuteter oder versehentlicher Überdosierung ist die Behandlung sofort zu beenden.

Eine Übersäuerung des Harns beschleunigt die Ausscheidung von Trimethoprim. Die Einleitung einer

Diurese plus Alkalisierung des Harns beschleunigt die Ausscheidung von Sulfamethoxazol. Eine

Alkalisierung reduziert die Ausscheidungsrate von Trimethoprim. Abhängig von der Nierenfunktion

wird bei geringer Harnausscheidung die Verabreichung von Flüssigkeit empfohlen. Bei deutlicher

Blutdyskrasie oder Ikterus sollten diese Komplikationen spezifisch behandelt werden. Ein durch

Trimethoprim verursachter Folatmangel mit Auswirkung auf das Knochenmark kann durch Gabe von

Kalziumfolinat (5-10 mg/Tag) behoben werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Wichtig! Eusaprim darf nur mit folgenden Infusionslösungen gemischt werden:

Glukose 5 % (w/v)

Glukose 10 % (w/v)

Laevulose (Fruktose) 5 %

Dextran 70 6 % in 5 % Glukose

Dextran 40 10 % in 5 % Glukose

Natriumchlorid 0,9 %

Natriumchlorid 0,18 % + Glukose 4%

Ringer-Lösung.

Sulfit ist eine sehr reaktionsfähige Verbindung. Von Mischungen mit anderen Arzneimitteln ist daher,

wenn die Kompatibilität nicht gesichert ist, abzusehen.

Hierbei ist folgendes Verdünnungsschema, welches 1 ml Ampullenlösung Eusaprim auf 25-35 ml

Infusionslösung vorsieht, zu beachten:

1 Ampulle Eusaprim (= 5 ml) auf 125 ml Infusionslösung

2 Ampullen Eusaprim (= 10 ml) auf 250 ml Infusionslösung

3 Ampullen Eusaprim (= 15 ml) auf 500 ml Infusionslösung.

Diese Mischungen mit Eusaprim sind unmittelbar vor Gebrauch herzustellen.

Nach Zugabe von Eusaprim zur Infusionslösung muss durch Schütteln bzw. Umschwenken für

einwandfreies Vermischen gesorgt werden. Treten vor oder im Laufe der Infusion sichtbare

Trübungen bzw. Auskristallisationen in der Lösung auf, so ist diese durch eine frisch zubereitete

Lösung zu ersetzen.

Eusaprim darf nur in Form der oben erwähnten Infusionslösung intravenös verabreicht werden und

muss vor der Verabreichung verdünnt werden.

Die Dauer der Infusion sollte 60-90 Minuten betragen; die insgesamt verabreichte Flüssigkeitsmenge

muss allerdings mit dem Hydrationszustand des Patienten in Einklang gebracht werden.

Wenn eine Restriktion des Infusionsvolumens erforderlich ist kann 1 Ampulle (5 ml) in 75 ml Glukose

5 % w/v in Wasser gelöst werden. Die Infusionsdauer dieser Lösung darf eine Stunde nicht

überschreiten.

Hinweise für den Arzt zur Dosierung

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren

Standarddosis: 2 x täglich 2 Ampullen (= 2 x 10 ml).

Hohe Dosierung (für besonders schwere Fälle): 2 x täglich 3 Ampullen (= 2 x 15 ml).

Die Standarddosis soll nicht länger als an 5 aufeinander folgenden Tagen und die hohe Dosis nicht

länger als an 3 aufeinander folgenden Tagen verabreicht werden.

Kinder und Jugendliche

Kinder zwischen 6 Lebenswochen und 12 Jahren

Die empfohlene Tagesdosis beträgt 6 mg Trimethoprim und 30 mg Sulfamethoxazol/kg

Körpergewicht pro Tag.

Bei schweren Infektionen kann die Dosierung auf 9 mg Trimethoprim und 45 mg Sulfamethoxazol/kg

Körpergewicht pro Tag erhöht werden.

Die Dosis ist auf 2 gleiche Gaben im Abstand von 12 Stunden aufzuteilen

Kinder unter 6 Lebenswochen

Bei Kindern in diesem Alter soll Eusaprim nicht angewendet werden (Ausnahme siehe Abschnitt 4.3).

Nierenfunktionsstörung

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren (es liegen keine Daten für Kinder unter 12 Jahren vor):

Kreatinin-Clearance (ml/min)

Empfohlene Dosierung

über 30 ml/min

Standarddosis

15-30 ml/min

Hälfte der Standarddosis

unter 15 ml/min

Verwendung kontraindiziert

Bei einer Nierenfunktionsstörung sollten Bestimmungen der Plasmakonzentration von

Sulfamethoxazol in Intervallen von 2 bis 3 Tagen durchgeführt werden; die Probennahme soll

12 Stunden nach Verabreichung der letzten Dosis erfolgen. Wenn die Plasmakonzentration des

Gesamt-SMZ über 150 μg/ml ansteigt, sollte die Behandlung unterbrochen werden bis der Wert unter

120 μg/ml fällt (z.B. nach Hämodialyse), dann kann die Behandlung fortgesetzt werden.

Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung darf Eusaprim nicht angewendet werden. (siehe

Abschnitt 4.3).

Ältere Patienten

Ältere Patienten mit normaler Nierenfunktion können mit der üblichen Erwachsenen-Dosis behandelt

werden. Die jeweils angegebene Behandlungsdauer sollte aber unbedingt eingehalten werden, um die

Gefahr unerwünschter Wirkungen auf ein Minimum zu reduzieren.

Spezielle Dosierungen

Unkomplizierte Harnwegsinfekte der Frau

Einmalige Gabe von 480 mg TMP + 2400 mg SMZ, d.h. 6 Ampullen am besten abends.

Granuloma venereum

2-mal täglich 2 Ampullen, in der Regel über einen Zeitraum von 2 Wochen

Pneumocystis jirovecii (carinii)-Pneumonie

Therapie:

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren:

Es wird eine höhere Dosis von bis zu 20 mg TMP + 100 mg SMZ pro kg Körpergewicht und

pro 24 Stunden empfohlen, verteilt auf 2 oder mehrere gleiche Dosen, über einen Zeitraum von

14 Tagen.

Kinder zwischen 6 Lebenswochen und 12 Jahren

15-20 mg TMP + 75-100 mg SMZ pro kg Körpergewicht pro Tag, aufgeteilt auf 3–4 gleiche

Dosen.

Kinder bis 6 Lebenswochen

Die Wirksamkeit, Dosierung und Sicherheit von Eusaprim bei dieser Altersstufe wurden nicht

ausreichend belegt (siehe Abschnitt 4.3).

Prophylaxe:

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren

Folgende Dosierungen können für die Dauer des Risikos verwendet werden:

160 mg TMP und 800 mg SMZ täglich, an 3 aufeinander folgenden Tagen pro Woche

160 mg TMP und 800 mg SMZ, 3x pro Woche an alternierenden Tagen

320 mg TMP und 1600 mg SMZ auf 2 Dosen pro Tag aufgeteilt, 3 x pro Woche an

alternierenden Tagen

Kinder zwischen 6 Lebenswochen und 12 Jahren

Die Dosis an einem Behandlungstag ist 150 mg TMP/m

Körperoberfläche/Tag und 750 mg

SMZ/m

Körperoberfläche/Tag. Die tägliche Dosis darf 320 mg TMP und 1600 mg SMZ nicht

überschreiten.

Folgenden Schemata können für die Dauer des Risikos verwendet werden:

Dosis auf 2 gleiche Dosen pro Tag aufgeteilt, an 3 aufeinander folgenden Tagen pro

Woche

Dosis auf 2 gleiche Dosen pro Tag aufgeteilt, an 7 Tagen der Woche

Toxoplasmose

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren

- Standarddosierung:

je 160 mg TMP + 800 mg SMZ bis 240 mg TMP + 1200 mg SMZ, d.h. 2 bis 3 Ampullen,

morgens und abends

- bei Chorioretinitis und bei AIDS-Patienten:

je 480 mg TMP + 2400 mg SMZ, d.h. je 6 Ampullen, morgens und abends.

Dauer der Behandlung: je nach klinischem Erscheinungsbild zwischen 2 Wochen und 3

Monaten, in einzelnen Fällen auch länger.

Kinder zwischen 6 Lebenswochen und 12 Jahren:

Die Wirksamkeit, Dosierung und Sicherheit von Eusaprim bei dieser Altersstufe wurden nicht

ausreichend belegt.

Brucellose

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren

In einer klinischen Studie wurde folgende Dosierung verwendet: 8 mg TMP/ 40 mg SMZ pro

kg pro Tag, verteilt auf 3 Dosen. Die Therapie sollte mindestens 4 Wochen dauern, wiederholte

Therapiezyklen könnten sich als nützlich erweisen. Eusaprim wird als Kombinationstherapie

mit Gentamicin oder Rifampicin verabreicht.

Kinder zwischen 6 Lebenswochen und 12 Jahren

Die Wirksamkeit, Dosierung und Sicherheit von Eusaprim bei dieser Altersstufe wurden nicht

ausreichend belegt.

Melioidose (Pseudorotz)

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren

In der oralen Erhaltungstherapie als Kombinationstherapie über mindestens 20 Wochen:

5 mg TMP + 25 mg SMZ/kg Körpergewicht 2 x tgl. (mit Doxycyclin: 2 mg/kg 3 x tgl. und

Chloramphenicol 10 mg/kg 4 x tgl.)

Kinder zwischen 6 Lebenswochen und 12 Jahren

Die Wirksamkeit, Dosierung und Sicherheit von Eusaprim bei dieser Altersstufe wurden nicht

ausreichend belegt.

Nokardiose

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren

4 x 160 mg TMP/800 mg SMZ/Tag über einen Zeitraum von 3 – 6 Monaten (8 Ampullen tgl.)

Kinder zwischen 6 Lebenswochen und 12 Jahren

Die Wirksamkeit, Dosierung und Sicherheit von Eusaprim bei dieser Altersstufe wurden nicht

ausreichend belegt.