Diaphin SR 200

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Diaphin SR 200 Filmtabletten
  • Darreichungsform:
  • Filmtabletten
  • Zusammensetzung:
  • diamorphini hydrochloridum anhydricum 200 mg Endwerte. diamorphinum 182 mg, excipiens pro compresso Dunst.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Diaphin SR 200 Filmtabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Ergänzung der Behandlung von schwer heroinabhängigen Personen

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 57720
  • Berechtigungsdatum:
  • 21-12-2010
  • Letzte Änderung:
  • 18-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Information für Patienten sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel anwenden. Dieses

Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden, und Sie dürfen es nicht an andere Personen

weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen das

Arzneimittel schaden. Bewahren Sie diese Information auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals

lesen.

Diaphin

10g i.v., Injektionspräparat

IR 200, Tabletten

SR 200, Filmtabletten

Was ist Diaphin und wann wird es angewendet?

Der Wirkstoff von Diaphin ist Diamorphin, die chemische Bezeichnung für Heroin. Es wird durch

synthetische Umwandlung des aus den Kapseln der Mohnpflanze (Papaver somniferum)

gewonnenen Morphins hergestellt. Diaphin wird zur Substitutionsbehandlung bei schwerer

Heroinabhängigkeit im Rahmen der heroingestützten Behandlung verschrieben.

Was sollte dazu beachtet werden?

Diaphin im Rahmen der ärztlichen Verschreibung von Heroin kann nur beziehen, wer gleichzeitig in

einer für die heroingestützte Behandlung geeigneten Institution an den medizinischen und

sozialtherapeutischen Behandlungs- und Betreuungsangeboten teilnimmt, vorgängig eine

Behandlungsvereinbarung unterzeichnet und von einem Arzt behandelt wird, der im Besitz einer

vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) erteilten Ausnahmebewilligung ist.

Wann darf Diaphin nicht oder nur mit Vorsicht eingenommen/angewendet werden?

Die Abgabe von Diaphin wird Ihnen in folgenden Fällen verweigert:

·Ausschluss (Behandlungsabbruch) bei Zuwiderhandlungen gegen die Teilnahmekriterien an der

ärztlichen Verschreibung von Betäubungsmitteln (Konsum illegaler Betäubungsmittel in der

Institution, Weitergabe oder Verkauf des bezogenen Diaphin, Gewalt und Drohungen in der

Institution und Nichtteilnahme am Betreuungsprogramm).

·Bei offensichtlichem übermässigem Beikonsum kann die übliche Dosis Diaphin aus medizinischen

Sicherheitsgründen entweder reduziert oder gänzlich verweigert werden.

Wenn Sie überempfindlich sind gegenüber Diaphin oder unter einer der folgenden Krankheiten

leiden, teilen Sie dies bitte sofort Ihrem Arzt mit:

Atemprobleme, plötzlich auftretende starke Leibschmerzen mit Erbrechen, Darmlähmung, erhöhter

Hirndruck, Hirnverletzungen, Kopf- und Bauchschmerzen unbekannten Ursprungs,

Phäochromozytom (bestimmte Geschwulst der Nebenniere).

Auch wenn Sie mit gewissen Medikamenten gegen Depression oder Parkinson-Krankheit (sog.

MAO-Hemmern) behandelt werden, sollten Sie Ihren Arzt unbedingt informieren.

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Diaphin Vorsicht geboten?

Bei epileptischen Patienten, Leber- und Nierenerkrankungen, Unterfunktion der Schilddrüse,

eingeschränkter Atmung, tiefem Blutdruck, langsamem Puls, Krampfleiden, Vergrösserung der

Prostata und Zuckerkrankheit .

Diaphin verstärkt zudem die Wirkung von anderen Betäubungsmitteln, Beruhigungsmitteln und

Alkohol.

Dieses Arzneimittel kann die kognitiven Fähigkeiten, die Aufmerksamkeit und das

Reaktionsvermögen so stark beeinflussen, dass die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Werkzeugen oder Maschinen beeinträchtigt oder nicht mehr gegeben sind. Innerhalb der ersten

halben Stunde nach der Injektion sollten Sie zudem keine Maschinen oder Werkzeuge bedienen.

Da sich der Körper sehr rasch an erhöhten oder verminderten Heroinkonsum gewöhnt, besteht bereits

nach wenigen Tagen Abstinenz bei erneuter Injektion der üblichen Heroindosis die Gefahr einer

Überdosierung.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie

·ausser dem Diaphin noch weitere, auf die Psyche wirkende Substanzen einnehmen,

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Medikamente (auch selbstgekaufte!) einnehmen!

Darf Diaphin während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet

werden?

Heroin und einige seiner Stoffwechselprodukte gelangen via Plazenta in das ungeborene Kind.

Bei Neugeborenen von Frauen, die bis zur Geburt Heroin konsumieren, besteht eine

Heroinabhängigkeit. Nach der Geburt zeigen die Kinder Entzugssymptome. Die Symptome

umfassen Weinen, Zittern, erhöhte Muskelspannung, Fieber und schnelle, oberflächliche Atmung.

Oft sind diese Kinder auch untergewichtig. Das Entzugsyndrom kann behandelt werden und

hinterlässt nach bisherigem Wissensstand keine Folgen.

Morphin, ein Stoffwechselprodukt des Heroins, wird mit der Muttermilch ausgeschieden. Vom

Stillen ist während der heroingestützten Behandlung dringend abzuraten.

Wie verwenden Sie Diaphin?

Diaphin darf nur innerhalb der für die heroingestützte Behandlung vorgesehenen Institutionen

verwendet werden. Der behandelnde Arzt bestimmt Ihre Dosis. Diaphin Injektionslösung ist

ausschliesslich zum Spritzen in die Venen vorgesehen. Die Lösung sollte nicht in den Muskel

gespritzt werden, da örtliche Verhärtungen und Blutergüsse auftreten können. Nur klare Lösungen,

die frei von sichtbaren Partikeln sind, dürfen verwendet werden.

Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem

Arzt/Ihrer Ärztin.

Die Diaphin SR Filmtabletten mit verzögerter Wirkstofffreisetzung müssen ganz geschluckt werden.

Deren Einnahme mit dem Essen verzögert die Zeitdauer bis zur maximalen Wirkung.

Welche Nebenwirkungen kann Diaphin haben?

Hauptrisiko der akuten Diaphin - Vergiftung ist eine lähmende Wirkung auf das Atemzentrum mit

allenfalls tödlichem Ausgang. Das Risiko steigt mit der Dosis. Seltenere Gefahren betreffen

Gefässerweiterung mit Blutdruckabfall, Schwindel, Juckreiz, Kopfschmerzen und Hautrötung.

Psychisch sind bei höherer Dosierung Schläfrigkeit bis Benommenheit zu erwarten, mit

entsprechender Verminderung von Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit.

Diaphin kann in seltenen Fällen epileptische Anfälle auslösen.

Bei längerem Gebrauch können Verdauungsprobleme (Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen),

Veränderungen des Menstruationszyklus, sexuelle Störungen, Anstieg des Blutzuckerspiegels und

Probleme beim Wasserlösen auftreten.

Die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten kann allenfalls erhöht sein.

Es können auch Schlafstörungen auftreten.

Das Zustandekommen körperlicher und psychischer Abhängigkeit zeigt sich im Auftreten von

Entzugserscheinungen (Stunden bis Tage anhaltende innere Unruhezustände, chronische

Schmerzzustände und nervlich bedingte Störungen) bei Absetzen des Heroins.

Anzeichen einer Intoxikation mit Diaphin bzw. Überdosierung umfassen enge Pupillen,

Atemdepression, Blutdruckabfall, Schock, Bewusstseinsstörungen, niedrige Körpertemperatur. Bei

Verdacht auf Überdosierung bzw. Intoxikation ist umgehend ärztliche Hilfe nötig.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt bzw.

Ihre Ärztin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Die fachgerechte Lagerung des Diaphin und die Zubereitung der individuellen Dosen obliegt dem

Fachpersonal der Institution. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Was ist in Diaphin enthalten?

Diaphin 10g i.v. Injektionspräparat:

Diamorphin (als Diamorphinhydrochlorid Monohydrat) in Form eines gefriergetrockneten Pulvers,

das vor dem Gebrauch in sterilem Wasser gelöst wird. Die Injektionslösung enthält 100mg

Diamorphinhydrochlorid Monohydrat (entsprechend 87mg Diamorphin) pro ml.

Diaphin IR 200 Tablette, Diaphin SR 200 Filmtablette:

1 Tablette/Filmtablette enthält 200mg Diamorphinhydrochlorid als Diamorphinhydrochlorid

Monohydrat (entsprechend 182mg Diamorphin)

Hilfsstoffe:

Diaphin SR200/IR 200: weitere Hilfsstoffe

Diaphin SR 200: Farbstoff: Eisenoxide und -hydroxide (E 172)

Zulassungsnummer

Diaphin 10g i.v. Injektionspräparat

55561 (Swissmedic)

Diaphin IR 200 Tabletten

57724 (Swissmedic)

Diaphin SR200 Filmtabletten

57720 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Diaphin? Welche Packungen sind erhältlich?

Ausschließlich von hierfür spezialisierten und vom BAG bewilligten Institutionen.

Untersteht der Kontrolle gemäss Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen

Stoffe.

Zulassungsinhaberin

DiaMo Narcotics GmbH, Thun

Diese Packungsbeilage wurde im Juli 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

31-7-2018

ADM Animal Nutrition Recalls Mintrate® 36-15 Breed Right Cattle Tub - A specific lot of product may contain elevated levels of non-protein nitrogen, could harm cattle

ADM Animal Nutrition Recalls Mintrate® 36-15 Breed Right Cattle Tub - A specific lot of product may contain elevated levels of non-protein nitrogen, could harm cattle

ADM Animal Nutrition, a division of Archer Daniels Midland Company (NYSE: ADM), is recalling 200-pound tubs of Mintrate® 36-15 Breed Right Tub cattle feed, product number 54549AAA6H, because the product may contain elevated levels of non-protein nitrogen, which could be harmful to cattle. Excessive levels of non-protein nitrogen can be toxic to cattle and can cause muscle tremors (especially of face and ears), abdominal pain, bloat, frothy salivation, excessive urination, teeth grinding, incoordination, ...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

6-3-2018

Rota-TS ad us. vet., Pulver

Rota-TS ad us. vet., Pulver

● Neue Packungsgrössen: Dose zu 200 g und 750 g

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

27-2-2018

Panacur AquaSol 200 mg/ml ad us. vet., fluessige Arzneimittelvormischung

Panacur AquaSol 200 mg/ml ad us. vet., fluessige Arzneimittelvormischung

● Die Neuzulassung erfolgte am 27.02.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

31-7-2018

XALKORI® 200/250 mg Hartkapseln

Rote - Liste

30-7-2018

Dolgit® 200/400

Rote - Liste

19-7-2018

Zebinix® 200/800 mg Tabletten

Rote - Liste

13-7-2018

Fenofibrat 200 Heumann

Rote - Liste

13-7-2018

Soledum® Kapseln forte 200 mg

Rote - Liste

12-7-2018

Ibuprofen AbZ 200 mg Filmtabletten

Rote - Liste

12-7-2018

Nexavar® 200 mg Filmtabletten

Rote - Liste

28-6-2018

Sulpirid-CT 200 mg Tabletten

Rote - Liste

14-6-2018

Votrient 200 mg/400 mg Filmtabletten

Rote - Liste

11-6-2018

Kaletra® 200 mg/50 mg Filmtabletten

Rote - Liste

5-6-2018

Viramune® 200 mg Tabletten

Rote - Liste

5-6-2018

Tasigna® 50 mg / 200 mg Hartkapseln

Rote - Liste

30-5-2018

Diflucan® 100 mg/200 mg, Hartkapseln

Rote - Liste

30-5-2018

Azi-TEVA® 200 mg/5 ml Pulver

Rote - Liste