Buscopan

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Buscopan dragees
  • Darreichungsform:
  • dragees
  • Zusammensetzung:
  • scopolamini butylbromidum 10 mg, excipiens pro compresso obducto.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Buscopan dragees
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • krampflösend

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 17353
  • Berechtigungsdatum:
  • 14-06-1952
  • Letzte Änderung:
  • 23-01-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Transferiert von Boehringer Ingelheim (Schweiz) GmbH

Buscopan® Dragées/Suppositorien

sanofi-aventis (schweiz) ag

Was ist Buscopan und wann wird es angewendet?

Buscopan besitzt eine krampflösende und damit schmerzlindernde Wirkung auf die Muskulatur des

Magendarmtraktes.

Buscopan lindert die Schmerzen bei Krämpfen des Magendarmtraktes sowie bei Verstopfung mit

Krämpfen.

Wann darf Buscopan nicht angewendet werden?

Buscopan soll nicht bei den sehr seltenen Erkrankungen Myasthenia gravis (Muskelerkrankung) und

Megakolon (Dickdarmerkrankung) sowie bei Überempfindlichkeit gegenüber

Scopolaminbutylbromid oder einem anderen Bestandteil des Arzneimittels angewendet werden.

Ein Buscopan Dragée enthält 41,2 mg Saccharose. Bei der maximal empfohlenen Dosierung

entspricht dies täglich 411,8 mg Saccharose. Wenn Sie an einer Fruktose-Intoleranz leiden, sollten

Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Wann ist bei der Anwendung von Buscopan Vorsicht geboten?

Wenn starke Schmerzen im Unterleib bestehen bleiben, sich verschlechtern oder zusammen mit

Symptomen wie Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung oder Blut im Stuhl,

schmerzhaft verspanntem Bauch, niedrigem Blutdruck oder Ohnmacht auftreten, sollten Sie

unverzüglich Ihren Arzt oder Ihre Ärztin aufsuchen, um die Ursache der Schmerzen abzuklären.

Patientinnen und Patienten mit grünem Star (Glaukom), Einengungen des Darmes oder der

ableitenden Harnwege, vergrösserter Prostata oder zu hohem Puls (Tachykardie) sollen sich vor

Anwendung des Präparates vom Arzt bzw. von der Ärztin beraten lassen.

Auch Patientinnen und Patienten, die andere Arzneimittel verwenden, besonders Arzneimittel gegen

Depressionen, Asthma (Beta-Adrenergika), Herzleiden, oder Patientinnen und Patienten, die

antiallergische Arzneimittel (Antihistaminika) oder Metoclopramid (Magendarm-Präparat)

einnehmen, sollen vorher ihren Arzt bzw. ihre Ärztin konsultieren.

Buscopan kann die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden.

Darf Buscopan während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Aufgrund der bisherigen Erfahrungen ist bei bestimmungsgemässer Anwendung kein Risiko für das

Kind bekannt. Systematische wissenschaftliche Untersuchungen an schwangeren Frauen wurden

aber nie durchgeführt. Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit auf die

Einnahme oder Anwendung von Buscopan Dragées oder Suppositorien verzichten oder den Arzt

oder die Ärztin bzw. den Apotheker oder die Apothekerin um Rat fragen.

Wie verwenden Sie Buscopan?

Soweit vom Arzt bzw. von der Ärztin nicht anders verschrieben:

Dragées

Erwachsene und Schulkinder über 6 Jahre

3–5-mal täglich 1–2 Dragées. Die Dragées sollen unzerkaut mit etwas Flüssigkeit geschluckt werden.

Suppositorien (Zäpfchen)

Erwachsene und Schulkinder über 6 Jahre

3–5-mal täglich 1–2 Suppositorien. Die Zäpfchen werden von der Umhüllung befreit und mit dem

spitzen Ende in den Enddarm eingeführt.

Buscopan Dragées und Suppositorien sollten nicht ununterbrochen oder über einen längeren

Zeitraum hinweg eingenommen oder angewendet werden. Falls Ihre Beschwerden bestehen bleiben

oder sich verschlechtern, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin aufsuchen um die Ursache

abzuklären.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Buscopan haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Buscopan auftreten:

Gelegentlich wurde über Mundtrockenheit und Pulsbeschleunigung berichtet. Diese Erscheinungen

sind meist leichter Art und gehen von selbst zurück.

Gelegentlich können auch verschiedene Hautausschläge, Dyshidrose (Ekzem mit kleinen Bläschen)

und Juckreiz auftreten.

Selten ist eine Harnverhaltung beobachtet worden.

Anaphylaktische Reaktionen und anaphylaktischer Schock, Atemnot, Rash, Erythem und

Überempfindlichkeitsreaktionen können ebenfalls auftreten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Buscopan ausserhalb der Reichweite von Kindern bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Buscopan enthalten?

1 Dragée enthält: 10 mg Scopolaminbutylbromid sowie Hilfsstoffe.

1 Suppositorium enthält: 10 mg Scopolaminbutylbromid sowie Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

17353, 17354 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Buscopan? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken ohne ärztliche Verschreibung.

Dragées zu 10 mg: 20, 40.

Suppositorien zu 10 mg: 6.

Zulassungsinhaberin

sanofi-aventis (schweiz) ag, 1214 Vernier/GE.

Diese Packungsbeilage wurde im November 2011 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.