Becetamol

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Becetamol Tropfen
  • Darreichungsform:
  • Tropfen
  • Zusammensetzung:
  • paracetamolum 100 mg, saccharinum, antiox.: E 223, excipiens zur Lösung pro 1 ml Endwerte. 20 Tropfen.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Becetamol Tropfen
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Fieber und Schmerzmittel für Kinder

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 51390
  • Berechtigungsdatum:
  • 15-11-1991
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, denn sie enthält wichtige Informationen. Dieses

Arzneimittel haben Sie entweder persönlich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin verschrieben erhalten

oder Sie haben es ohne ärztliche Verschreibung in der Apotheke oder Drogerie bezogen. Wenden Sie

das Arzneimittel gemäss Packungsbeilage beziehungsweise nach Anweisung des Arztes, des

Apothekers oder des Drogisten bzw. der Ärztin, der Apothekerin oder der Drogistin an, um den

grössten Nutzen zu haben. Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später

nochmals lesen.

Becetamol® Tropfen für Säuglinge und Kleinkinder

Was ist Becetamol und wann wird es angewendet?

Der Wirkstoff von Becetamol, Paracetamol, wirkt schmerzlindernd und fiebersenkend.

Becetamol wird angewendet zur kurzfristigen Behandlung von Kopfschmerzen, Zahnschmerzen,

Schmerzen im Bereich von Gelenken und Bändern, Rückenschmerzen, Schmerzen nach

Verletzungen (z.B. Sportverletzungen), Schmerzen bei Erkältungskrankheiten und Fieber.

Was sollte dazu beachtet werden?

Wie alle Fieber- oder Schmerzmittel soll auch Becetamol nicht ohne Verordnung des Arztes/der

Ärztin länger als 3 Tage angewendet werden. Schmerzmittel sollen nicht ohne ärztliche Kontrolle

über längere Zeit regelmässig eingenommen werden. Längerdauernde Schmerzen bedürfen einer

ärztlichen Abklärung. Die angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosierung darf

nicht überschritten werden. Um das Risiko einer Überdosierung zu verhindern, sollten Sie darauf

achten, dass Sie während der Verabreichung von Becetamol gleichzeitig keine anderen

paracetamolhaltigen Medikamente beim zu behandelnden Kind anwenden. Es ist auch zu bedenken,

dass die langdauernde Einnahme von Schmerzmitteln ihrerseits dazu beitragen kann, dass

Kopfschmerzen weiterbestehen.

Die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer

schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines

Nierenversagens führen.

Wann darf Becetamol nicht eingenommen werden?

In folgenden Fällen darf Becetamol nicht angewendet werden:

– Wenn Ihr Kind auf den Wirkstoff Paracetamol oder einen der Hilfsstoffe überempfindlich ist.

Eine solche Überempfindlichkeit äussert sich z.B. durch Asthma, Atemnot, Schwellungen

der Haut und Schleimhäute oder Hautausschläge (Nesselfieber).

– Bei schweren Lebererkrankungen.

– Bei einer erblichen Leberstörung (sogenannte Meulengracht-Krankheit).

– Bei versehentlicher Einnahme von Alkohol.

Wann ist bei der Einnahme von Becetamol Vorsicht geboten?

Bei vorgeschädigter Niere oder Leber ist sollten Sie vor der Einnahme Ihren Arzt oder Ihre Ärztin

konsultieren.

Bei einer seltenen erblichen Krankheit der roten Blutkörperchen, dem sogenannten ”Glucose-6-

Phosphat-Dehydrogenase-Mangel“ sowie beim gleichzeitigen Gebrauch von Arzneimittel, welche

die Leber beeinflussen, namentlich gewisse Mittel gegen Tuberkulose

und Anfallsleiden (Epilepsie) oder bei Arzneimittel mit dem Wirkstoff Zidovudin, die bei

Immunschwäche (AIDS) eingesetzt werden, soll die Einnahme nur nach strengen Anweisungen des

Arztes/der Ärztin erfolgen.

Falls Sie eine schwere Infektion haben (z.B. eine Blutvergiftung), sollten Sie vor der Einnahme Ihren

Arzt bzw. Ihre Ärztin konsultieren.

Einzelne Kinder mit Überempfindlichkeit auf Schmerz- oder Rheumamittel können auch auf

Paracetamol überempfindlich reagieren (siehe Nebenwirkungen).

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin,

wenn Ihr Kind an anderen Krankheiten leidet, Allergien hat oder Sie ihm noch andere Arzneimittel

(auch selbstgekaufte) geben.

Darf Becetamol während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Dieses Präparat ist nur für die Anwendung bei Kindern bestimmt.

Bei eventueller Einnahme von Becetamol-Tropfen durch jugendliche oder erwachsene Frauen gelten

folgende Hinweise:

Paracetamol ist ein Wirkstoff, der bei kurzfristiger Anwendung in der angegebenen Dosierung auch

in der Schwangerschaft verwendet werden kann.

Obwohl Paracetamol in sehr geringen Mengen in der Muttermilch auftritt, darf gestillt werden. Es

kann jedoch zu Hautausschlägen bei gestillten Säuglingen kommen.

Wie verwenden Sie Becetamol?

Fläschchen beim Tropfenzählen senkrecht halten.

Die Tropfen können unverdünnt oder mit etwas Wasser, Tee, Orangensaft, etc. verdünnt verabreicht

werden.

Die angegebene maximale Tagesdosis darf nicht überschritten werden.

Säuglinge bis 6 Monate (bis 7 kg): 15 Tropfen als Einzeldosis, mindestens 4 Std. warten bis zur

nächsten Einnahme, maximal 4 x pro Tag (= 300 mg).

Kleinkinder 6–12 Monate (7–10 kg): 25 Tropfen als Einzeldosis, mindestens 4 Std. warten bis zur

nächsten Einnahme, maximal 4 x pro Tag (= 500 mg).

Kleinkinder 1–3 Jahre (10–15 kg): 35 Tropfen als Einzeldosis, mindestens 4 Std. warten bis zur

nächsten Einnahme, maximal 4 x pro Tag (= 700 mg).

Kinder 3–6 Jahre (15–22 kg): 40–50 Tropfen als Einzeldosis, mindestens 4 Std. warten bis zur

nächsten Einnahme, maximal 4 x pro Tag (= 1 g).

Für Kinder ab 3 Jahren eignen sich auch Becetamol-Kautabletten zu 250 mg Paracetamol. Eine

Überdosierung kann zu sehr schweren Leberschäden führen.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt/der Ärztin verschriebene

Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit

dem Arzt/der Ärztin Ihres Kindes, Ihrem Apotheker oder Drogisten bzw. Ihrer Apothekerin oder

Drogistin.

Besonders bei Kleinkindern erfordert hohes Fieber oder eine Verschlechterung des Zustandes immer

die frühzeitige Konsultation des Arztes bzw. der Ärztin.

Welche Nebenwirkungen kann Becetamol haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Becetamol auftreten:

In seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen wie Schwellungen der Haut und

Schleimhäute oder Hautausschläge, Übelkeit, Atemnot oder Asthma auftreten. Sehr selten können

schwere Hautreaktionen auftreten.

Ausserdem wurden Veränderungen des Blutbildes, wie eine verringerte Anzahl von Blutplättchen

(Thrombozytopenie) oder eine starke Verminderung bestimmter weisser Blutkörperchen

(Agranulozvtose) beobachtet.

Treten Zeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion oder Blutergüsse/Blutungen auf, ist das

Arzneimittel abzusetzen und der Arzt oder die Ärztin zu konsultieren.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt,

Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern. Ausser Reichweite von Kindern aufzubewahren. Becetamol

darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit ”Exp.“ bezeichneten Datum verwendet werden.

An Kinder, die versehentlich Alkohol eingenommen haben, dürfen paracetamolhaltige Arzneimittel

nicht verabreicht werden.

Bei unkontrollierter Einnahme (Überdosis) ist unverzüglich ein Arzt oder eine Ärztin zu

konsultieren. Eine Überdosierung kann zu sehr schweren Leberschäden führen. Übelkeit, Erbrechen,

Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, allgemeines Krankheitsgefühl können ein Hinweis auf eine

Überdosierung sein, treten aber erst mehrere Stunden bis einen Tag nach Einnahme auf.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen der Arzt Ihres Kindes, Ihr Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin,

Ihre Apothekerin oder Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Becetamol enthalten?

1 ml (= 20 Tropfen) enthalten:

Paracetamol 100 mg, Saccharin, Aromastoffe, Antioxydans: Natriumdisulfit (E 223), weitere

Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

51390 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Becetamol ? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung.

Fläschchen mit 20 ml.

Zulassungsinhaberin

Gebro Pharma AG, 4410 Liestal

Diese Packungsbeilage wurde im August 2016 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.