Arimidex

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Arimidex Filmtabletten
  • Darreichungsform:
  • Filmtabletten
  • Zusammensetzung:
  • anastrozolum 1 mg, excipiens pro compresso obducto.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Arimidex Filmtabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Oncologicum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 53535
  • Berechtigungsdatum:
  • 21-05-1996
  • Letzte Änderung:
  • 11-09-2017

Packungsbeilage

Patienteninformation

Arimidex®

AstraZeneca AG

Was ist Arimidex und wann wird es angewendet?

Arimidex enthält den Wirkstoff Anastrozol. Dieser hemmt das Enzym Aromatase, welches an der

Produktion der weiblichen Geschlechtshormone den Östrogenen beteiligt ist. Das Enzym spielt v.a.

bei der Östrogenbildung nach den Wechseljahren eine Rolle. Unter Behandlung mit Arimidex

kommt es zu einer Senkung der Östrogene auf sehr tiefe Werte und damit zu einem verminderten

Wachstumsreiz auf die Krebszellen bei Brustkrebs. Arimidex wird bei Frauen nach den

Wechseljahren eingesetzt als Zusatzbehandlung bei Brustkrebs im Frühstadium nach der Operation

sowie zur Behandlung beim fortgeschrittenen Brustkrebs.

Arimidex darf nur auf Verschreibung und unter ständiger Kontrolle eines Arztes oder einer Ärztin

verwendet werden.

Wann darf Arimidex nicht angewendet werden?

Arimidex darf nicht von schwangeren oder stillenden Frauen eingenommen werden.

Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe darf

Arimidex nicht angewendet werden.

Wann ist bei der Einnahme von Arimidex Vorsicht geboten?

Unter der Behandlung mit Arimidex kann es zu Schwäche und Schläfrigkeit kommen. Deshalb ist

bei der Teilnahme am Strassenverkehr und der Bedienung von Maschinen Vorsicht geboten.

Arimidex soll nicht bei Frauen vor den Wechseljahren d.h. wenn sie noch Monatsblutungen haben,

oder bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie an Leber- oder Nierenerkrankungen

leiden.

Arimidex senkt die Blutspiegel der Östrogene (siehe «Was ist Arimidex und wann wird es

angewendet?»). Dies kann zu einer Abnahme des Knochenmineralgehaltes führen, was die

Knochenstärke verringern und deshalb das Risiko für Knochenbrüche erhöhen könnte.

Sie sollten gleichzeitig mit Arimidex keine Arzneimittel einnehmen, welche Östrogene enthalten, da

diese die Wirkung von Arimidex aufheben würden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an andern Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Arimidex während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Arimidex darf nicht während der Schwangerschaft oder der Stillzeit eingenommen werden.

Wie verwenden Sie Arimidex?

Die übliche Dosierung beträgt 1 Filmtablette (= 1 mg) pro Tag unabhängig von den Mahlzeiten.

Nehmen Sie die ganze Filmtablette immer zur gleichen Tageszeit mit einem Glas Wasser ein.

Die Dauer der Behandlung mit Arimidex wird von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin festgelegt.

Falls Sie an einem Tag vergessen haben, die Filmtablette einzunehmen, sollten Sie dies nicht

nachholen, sondern nehmen Sie am darauf folgenden Tag die nächste Filmtablette zur üblichen Zeit

ein. Falls Sie mehr als die vorgeschriebene Dosis eingenommen haben, sollten Sie Ihren Arzt bzw.

Ihre Ärztin konsultieren. Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie

glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder

Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Arimidex haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Arimidex auftreten: Aufgrund der

Verminderung der im Körper zirkulierenden weiblichen Geschlechtshormone, den Östrogenen,

können sehr häufig Hitzewallungen, häufig Vaginaltrockenheit sowie leichter Haarausfall und in den

ersten paar Behandlungswochen Vaginalblutungen auftreten.

Im Weiteren wurde über folgende Nebenwirkungen berichtet:

Sehr häufig: Kopfschmerzen, Übelkeit, Stimmungsschwankungen, Erschöpfung/Müdigkeit,

Schwäche, Muskel-/Knochenbeschwerden, Knochenbrüche, Gelenkschmerzen/-steifigkeit, Arthritis,

Hautausschläge.

Häufig: Schläfrigkeit, allergische Reaktionen, Karpaltunnelsyndrom (Schwund der

Daumenballenmuskulatur mit Sensibilitätsstörungen in der Hand und den Fingern aufgrund eines

Druckes auf den Nerv), Sensibilitätsstörungen wie Gefühlslosigkeit und oder Prickeln der Haut,

Verlust des Geschmackssinns oder mangelnder Geschmackssinn, Durchfall, Erbrechen, Erhöhung

des Cholesterols im Blut, Appetitlosigkeit, Trübung der Augenlinse, Blutgerinnselbildung in den

Venen, Gehirn-/Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Scheidenausfluss, Knochenschmerzen,

Muskelschmerzen, Erhöhung des Kalziums im Blut. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin,

falls Sie Übelkeit und/oder Erbrechen bekommen. Dies sind die Symptome eines erhöhten

Kalziumwertes im Blut. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird möglicherweise mit einer Blutuntersuchung

bestimmen. ob Sie einen erhöhten Kalziumwert im Blut haben.

Gelegentlich: Veränderung von Leberwerten, Entzündung der Leber, schnellender Finger,

Nesselfieber. Falls Sie sich schwach oder schläfrig fühlen, fragen Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre

Ärztin um Rat.

Selten und sehr selten: Schwere allergische Reaktionen mit Blutdruckabfall und Atembeschwerden,

schwerwiegende Hautreaktionen mit Verletzungen, Geschwür- oder Bläschenbildung. Allergische

Reaktionen mit Schwellungen im Gesicht, der Lippen, Zunge und/oder Kehle (Angioödem), welche

zu Schluck- und/oder Atemschwierigkeiten führen können, Hautausschlag aufgrund einer

Entzündung der kleinen Blutgefässe der Haut.

Nehmen Sie sofort Kontakt mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin auf, wenn Sie solche Reaktionen bei

sich feststellen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Arimidex muss für Kinder unerreichbar gelagert werden.

Es ist in der Originalverpackung nicht über 30 °C aufzubewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Schachtel mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden. Falls Sie nach Beenden der Therapie noch übrige Filmtabletten haben oder Filmtabletten

besitzen sollten, deren Haltbarkeit abgelaufen ist, so bringen Sie diese bitte in Ihre Apotheke zur

Vernichtung zurück. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder

Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Arimidex enthalten?

Arimidex enthält den Wirkstoff Anastrozol sowie Hilfsstoffe und ist erhältlich als Filmtablette zu 1

Zulassungsnummer

53535 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Arimidex? Welche Packungen sind erhältlich?

Arimidex erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Es gibt Packungen zu 30 und 100 Filmtabletten.

Zulassungsinhaberin

AstraZeneca AG, 6301 Zug.

Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.