Aripiprazol-neuraxpharm 5 mg Tabletten

Deutschland - Deutsch - myHealthbox

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

28-01-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

28-01-2021

Wirkstoff:
Aripiprazol
Verfügbar ab:
neuraxpharm Arzneimittel GmbH
ATC-Code:
N05AX12
INN (Internationale Bezeichnung):
Aripiprazole
Dosierung:
5mg
Darreichungsform:
Tablette
Verabreichungsweg:
Zum Einnehmen
Einheiten im Paket:
Packungsgrößen: 14, 49 oder 98 Tabletten
Verschreibungstyp:
Verschreibungspflichtig
Hergestellt von:
neuraxpharm Arzneimittel GmbH , Rontis Hellas S.A. , Genepharm S.A.
Therapiegruppe:
Nervensystem, Psycholeptika, Antipsychotika, andere Antipsychotika
Anwendungsgebiete:
Aripiprazol-neuraxpharm wird angewendet für die Behandlung der Schizophrenie bei Erwachsenen und bei Jugendlichen ab 15 Jahren.
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähig
Zulassungsnummer:
92511.00.00
Berechtigungsdatum:
2015-08-12

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Englisch

28-01-2021

Fachinformation Fachinformation - Englisch

28-01-2021

Text Gebrauchsinformation

Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Aripiprazol-neuraxpharm ® 5 mg

Tabletten

Aripiprazol-neuraxpharm ® 10 mg

Tabletten

Aripiprazol-neuraxpharm ® 15 mg

Tabletten

Aripiprazol-neuraxpharm ® 30 mg

Tabletten

Wirkstoff:Aripiprazol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilagesorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittelsbeginnen, denn sie enthält wichtige

Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf.Vielleicht möchten Sie diesespäter

nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschenschaden,auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1.Was ist Aripiprazol-neuraxpharmund wofür wird es angewendet?

2.Was sollten Sie vor der Einnahme vonAripiprazol-neuraxpharmbeachten?

3.Wie ist Aripiprazol-neuraxpharmeinzunehmen?

4.Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5.Wie ist Aripiprazol-neuraxpharmaufzubewahren?

6.Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Aripiprazol-neuraxpharmund wofür wird es angewendet?

Aripiprazol-neuraxpharmenthält den Wirkstoff Aripiprazol und gehört zu einer Gruppe

von Arzneimitteln, die Antipsychotika genanntwerden. Eswird angewendet für die

Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichenab 15 Jahren, die an einer Krankheit

leiden, die gekennzeichnet ist durch Symptomewie das Hören, Sehen oder Fühlen von

Dingen, die nicht vorhanden sind,Misstrauen, Wahnvorstellungen,

unzusammenhängende Sprache, wirres Verhalten und verflachte Stimmungslage.

Text Gebrauchsinformation

Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

Menschen mit dieser Krankheit können auchdeprimiert sein, sich schuldig fühlen,

ängstlich oder angespannt sein.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Aripiprazol-neuraxpharm

beachten?

Aripiprazol-neuraxpharm darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Aripiprazol oder einen der in Abschnitt 6.genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit IhremArzt, bevorSie Aripiprazol-neuraxpharmeinnehmen, wenn

Sie an Folgendemleiden:

hoher Blutzucker (gekennzeichnet durchSymptomewie übermäßiger Durst,

Ausscheiden großer Harnmengen, Appetitsteigerung und Schwächegefühl) oder Fälle

von Diabetes (Zuckerkrankheit) in der Familie

Anfallsleiden

unwillkürliche, unregelmäßige Muskelbewegungen, insbesondere imGesicht

Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Fällevon Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der

Familie, Schlaganfall oder vorübergehende Mangeldurchblutung des Gehirns

(transitorische ischämische Attacke/TIA), ungewöhnlicher Blutdruck

Blutgerinnsel oder Fälle vonBlutgerinnseln in der Familie, da Antipsychotika mit der

Bildung von Blutgerinnseln inVerbindung gebracht werden

bereits aus der Vergangenheit bekannte Spielsucht

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an Gewicht zunehmen, wenn Sie

ungewöhnliche Bewegungen entwickeln, wenn Sieeine Schläfrigkeit verspüren, die sich

auf die normalen täglichen Aktivitäten auswirkt, wenn Sie bemerken, dass Ihnen das

Schlucken Schwierigkeiten bereitet, oder wenn Sie allergische Symptomehaben.

Wenn Sie als älterer Patient anDemenz (Verlust des Gedächtnisses oder anderergeistiger

Fähigkeiten)leiden, sollten Sie oder ein Pfleger / ein Verwandter IhremArzt mitteilen,

ob Sie jemals einen Schlaganfall oder eine vorübergehende Mangeldurchblutung des

Gehirns hatten.

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wennSie daran denken oder sich danach fühlen,

sich etwas anzutun. Selbsttötungsgedanken und entsprechendes Verhalten wurden

während der Behandlung mitAripiprazol berichtet.

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wennSie anMuskelsteifigkeit oder Steifheit

verbunden mit hohem Fieber, Schwitzen, verändertemGeisteszustand oder sehr

schnellemoder unregelmäßigemHerzschlag leiden.

Kinder und Jugendliche

Aripiprazol-neuraxpharmist nicht zurAnwendung bei Kindern und Jugendlichen unter

15 Jahren bestimmt. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, bevor Sie Aripiprazol-

neuraxpharm einnehmen.

Text Gebrauchsinformation

Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

Einnahme von Aripiprazol-neuraxpharmzusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker,wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere

Arzneimittel einzunehmen.

Blutdruck senkende Arzneimittel: Aripiprazol-neuraxpharmkann die Wirkung von

Arzneimitteln verstärken, die den Blutdruck senken. Informieren Sie bitte Ihren Arzt,

wenn Sie Arzneimittel zur Blutdruckeinstellung einnehmen.

Bei der Einnahmevon Aripiprazol-neuraxpharmzusammenmit anderen Arzneimitteln

kann es bei manchen dieser Arzneimittel erforderlich sein, Ihre Dosis von Aripiprazol-

neuraxpharm zu ändern. Es ist besonderswichtig, IhremArzt mitzuteilen, ob Sie die

folgenden Arzneimittel einnehmen:

Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen

Antidepressiva oder pflanzlicheArzneimittel, die zur Behandlung von Depressionen

und Angstzuständen angewendet werden

Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen

Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung einer HIV-Infektion

Antikonvulsiva, die zur Behandlung vonEpilepsie angewendet werden

Arzneimittel, die den Serotoninspiegelerhöhen: Triptane,Tramadol, Tryptophan,

selektive Serotonin- Wiederaufnahmehemmer [SSRI (wie z. B. Paroxetin und

Fluoxetin)], Trizyklika (wie z.B. Clomipramin, Amitriptylin), Pethidin, Johanniskraut

und Venlafaxin. Diese Arzneimittel erhöhendasNebenwirkungsrisiko. Wenn Sie bei der

Einnahme eines dieser Arzneimittel zusammen mit Aripiprazol-neuraxpharm

ungewöhnliche Symptomebekommen, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Einnahme von Aripiprazol-neuraxpharm zusammen mitAlkohol

Sie sollten Alkohol meiden, wenn SieAripiprazol-neuraxpharmeinnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden,fragen Sie vor der Einnahmedieses Arzneimittels

Ihren Arzt um Rat.

Bei neugeborenen Babys von Müttern, die Aripiprazol-neuraxpharmimletzten Trimenon

(letzte drei Monate der Schwangerschaft) einnahmen, können folgende Symptome

auftreten: Zittern, Muskelsteifheit und/oder -schwäche, Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit,

Atembeschwerden und Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme.Wenn Ihr Baby eines

dieser Symptomeentwickelt, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.

Informieren Sie Ihren Arzt umgehend, wenn Sie stillen.

Wenn Sie Aripiprazol-neuraxpharmeinnehmen, sollten Sie nicht stillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Sie dürfen kein Fahrzeug führen und keineWerkzeuge oder Maschinen bedienen, bis Sie

wissen, wie Aripiprazol-neuraxpharm bei Ihnen wirkt.

Text Gebrauchsinformation

Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

Aripiprazol-neuraxpharm enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Aripiprazol-neuraxpharmdaher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt

ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie untereiner Unverträglichkeitgegenüber bestimmten

Zuckern leiden.

Aripiprazol-neuraxpharm enthält Aspartam (E 951)

Aspartamist eine Quelle für Phenylalanin und kann schädlich sein, wenn Sie eine

Phenylketonurie haben.

3. Wie ist Aripiprazol-neuraxpharm einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit IhremArzt oder

Apotheker ein. Fragen Sie bei IhremArzt oderApotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher

sind.

Die empfohlene Dosis für Erwachsene beträgt 15 mg einmal täglich.Ihr Arzt kann

Ihnen jedoch eine niedrigere oder höhere Dosis bis zu maximal 30 mgeinmal täglich

verschreiben.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die Behandlung kann in einer niedrigen Dosierung begonnenwerden, z. B. mit einer

Lösung zum Einnehmen. Die Dosis kann allmählich auf dieempfohlene Dosis für

Jugendliche von 10 mg einmal täglichgesteigert werden. Ihr Arzt kann Ihnen jedoch

eine niedrigere oder höhere Dosis bis zu maximal 30 mgeinmal täglich verschreiben.

Bittesprechen Siemit IhremArzt oder Apotheker, wenn Sieden Eindruck haben,dass

die Wirkung von Aripiprazol-neuraxpharmzu stark oder zu schwach ist.

Aripiprazol-neuraxpharm ist zumEinnehmen.

Versuchen Sie, die Tablette jedenTag zur gleichen Zeit einzunehmen. Es ist nicht

wichtig, ob Sie sie mit demEssen oder auf nüchternen Magen einnehmen. Nehmen Sie

die Tabletteimmer mit Wasser ein und schlucken Sie sie im Ganzen.

Auch wenn Sie sich besser fühlen,verändern oder setzen Sie die tägliche Dosis von

Aripiprazol-neuraxpharmnicht ab, ohne vorher mit IhremArzt zu sprechen.

Wenn Sie eine größere Menge von Aripiprazol-neuraxpharm eingenommen haben,

als Sie sollten

Wenn Sie feststellen, dass Sie mehr Tabletten eingenommen haben als von IhremArzt

empfohlen (oder wenn jemand anders einige Ihrer Tabletten eingenommen hat),

kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt. Wenn Sie Ihren Arzt nicht erreichen können,

suchen Sie das nächste Krankenhausauf und nehmen Sie die Packung mit.

Wenn Sie die Einnahme von Aripiprazol-neuraxpharm vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmenSie die vergessene Dosis ein, sobald Sie

daran denken, nehmen Sie jedoch nichtan einemTag die doppelte Dosis ein.

Wenn Sie weitere Fragenzur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sichan

Ihren Arzt oder Apotheker.

Text Gebrauchsinformation

Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

4.Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wiealle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungenhaben, die aber

nicht bei jedemauftretenmüssen.

Häufige Nebenwirkungen (kann biszu1 von 10 Behandelten betreffen)

Unkontrollierbare Zuckbewegungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen,

ein unangenehmes Gefühl imMagen, Verstopfung, vermehrte Speichelproduktion,

Benommenheit, Schlafprobleme, Ruhelosigkeit,Angstgefühl, Schläfrigkeit, Zittern und

verschwommenes Sehen.

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu1 von 100 Behandelten betreffen)Einige

Personen können sich schwindelig fühlen, besonders wenn sie aus einer liegenden oder

sitzenden Positionaufstehen, oder sie können einen beschleunigten Pulsfeststellen oder

doppelt sehen. Einige Patientenkönnen sich deprimiert fühlen. Einige Patienten können

ein verändertes oder verstärktes sexuelles Interesse zeigen.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden seit der Markteinführung von Aripiprazol

berichtet,aber dieHäufigkeit, mit der diese auftreten, istnicht bekannt (Häufigkeit auf

Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Veränderungen der Werte bestimmter Blutzellen; ungewöhnlicher Herzschlag,

plötzlicher unerklärbarer Tod, Herzanfall; allergische Reaktion (z. B. Anschwellungen

imMund- und Rachenraum, Anschwellen der Zunge und des Gesichts, Jucken,

Ausschlag); hoher Blutzucker, Beginnoder Verschlechterung von Diabetes

(Zuckerkrankheit), Ketoazidose (Ausscheidung von Ketonen ins Blut und in den Urin)

oder Koma, erniedrigte Natriumspiegel imBlut; Gewichtszunahme, Gewichtsverlust,

Appetitlosigkeit; Aggression, Nervosität, gesteigerte Unruhe; Angstgefühl, Spielsucht;

Selbsttötungsgedanken, Selbsttötungsversuch und Selbsttötung; Sprachstörungen,

Krampfanfall, Serotonin-Syndrom(eine Reaktion, die Glücksgefühle, Schläfrigkeit,

Schwerfälligkeit, Ruhelosigkeit, Trunkenheitsgefühl, Fieber, Schwitzen oder steife

Muskeln verursachen kann), Kombination ausFieber, Muskelsteifheit, beschleunigtem

Atmen, Schwitzen, verringertemBewusstseinszustand und plötzlicher Veränderung des

Blutdrucks und Pulsschlags, Ohnmacht, hoherBlutdruck; Blutgerinnsel in den Venen,

insbesondere in den Beinen (Symptome beinhalten Schwellungen, Schmerzen und

Rötung im Bein), die durch die Blutgefäße zu den Lungen gelangen und dort

Brustschmerzen und Atembeschwerden verursachen können (wenn Sie eines dieser

Symptomebemerken, holenSie sofort medizinischenRat ein); Verkrampfung der

Stimmritze, versehentliches Inhalieren von Nahrung mit Gefahr einer

Lungenentzündung, Schluckbeschwerden;Entzündung der Bauchspeicheldrüse,

Leberversagen, Leberentzündung, Gelbfärbung der Haut und des Augapfels, Berichte

über abnormale Leberwerte; Bauch- und Magenbeschwerden, Durchfall; Hautausschlag

und Lichtempfindlichkeit, ungewöhnlicherHaarausfall oder schütteres Haar,

übermäßiges Schwitzen; Steifheit oderKrämpfe, Muskelschmerzen, Schwäche;

ungewollter Harnabgang, SchwierigkeitenbeimWasserlassen; länger andauernde und /

oder schmerzhafte Erektion; Schwierigkeiten,dieKörperkerntemperatur unter Kontrolle

zu halten oder Überhitzung, Brustschmerzen und Anschwellen der Hände, Fußknöchel

oder Füße.

Bei älteren Patienten mit Demenz wurdenwährend der Einnahmevon Aripiprazol mehr

Todesfälle berichtet. Außerdemwurden Fälle von Schlaganfall oder vorübergehender

Mangeldurchblutung desGehirns berichtet.

Text Gebrauchsinformation

Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

ZusätzlicheNebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen

Die Nebenwirkungen bei Jugendlichen ab 13 Jahren waren in Häufigkeit und Art ähnlich

denen bei Erwachsenen mit dem Unterschied, dass Schläfrigkeit,unkontrollierbare

Zuckbewegungen, Unruhe und Müdigkeit sehr häufig auftraten (kann mehr als 1 von 10

Behandelten betreffen) und Oberbauchschmerzen, ein Trockenheitsgefühl imMund,

erhöhte Herzfrequenz, Gewichtszunahme,gesteigerter Appetit, Muskelzucken,

unkontrollierte Bewegungen der Gliedmaßenund Schwindelgefühl, besonders beim

Aufrichten aus demLiegen oder Sitzen,häufig auftraten (kann bis zu 1 von 10

Behandelten betreffen).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Siesich anIhren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nichtin dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

IndemSie Nebenwirkungen melden, können Siedazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Aripiprazol-neuraxpharm aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf!

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach demauf der Blisterpackung unddemUmkarton

angegebenen Verfalldatumnicht mehr verwenden. Das Verfalldatumbezieht sich auf den

letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht imAbwasser. FragenSie Ihren Apotheker,wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie esnicht mehr verwenden. Sietragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packungund weitere Informationen

Was Aripiprazol-neuraxpharm enthält

Der Wirkstoffist Aripiprazol.

Aripiprazol-neuraxpharm 5 mgTabletten

Jede Tablette enthält 5 mg Aripiprazol.

Aripiprazol-neuraxpharm 10 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 10 mg Aripiprazol.

Aripiprazol-neuraxpharm 15 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 15 mg Aripiprazol.

Text Gebrauchsinformation

Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

Aripiprazol-neuraxpharm 30 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 30 mg Aripiprazol.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Lactose-Monohydrat, mikrokristallineCellulose, Croscarmellose-Natrium,

hochdisperses Siliciumdioxid, Aspartam(E 951), Magnesiumstearat (Ph. Eur.),

Indigocarmin-Aluminiumsalz (E 132) (nur Aripiprazol-neuraxpharm5 mg), Eisen(III)-

oxid (E 172) (nur Aripiprazol-neuraxpharm10 mg und 30 mg), Eisen(III)-hydroxid-oxid

O (E 172) (nur Aripiprazol-neuraxpharm15 mg), Vanille-Aroma, Pulver (enthält

arabisches Gummi undMaltodextrin)

Wie Aripiprazol-neuraxpharm aussieht und Inhalt der Packung

Aripiprazol-neuraxpharm 5 mgTabletten

Rechteckige, bikonvexe, blaue, beidseitig glatte Tabletten mit den Abmessungen: 7,6 x

4,3 mm± 0,1 mm

Aripiprazol-neuraxpharm 10 mg Tabletten

Rechteckige, bikonvexe, pinkfarbene, beidseitig glatte Tabletten mit den Abmessungen:

9,3 x 5,2 mm ± 0,1 mm

Aripiprazol-neuraxpharm 15 mg Tabletten

Runde, flache, gelbe, beidseitig glatteTablettenmit einemDurchmesser von 9,0 mm ±

0,1 mm

Aripiprazol-neuraxpharm 30 mg Tabletten

Runde, flache, pinkfarbene, beidseitig glatte Tabletten mit einem Durchmesser von 10,0

mm ± 0,1 mm

Aripiprazol-neuraxpharm ist erhältlich in Al//PVC/Al/oPA Blisterpackungen.

Packungsgrößen

14, 49 oder 98 Tabletten

Pharmazeutischer Unternehmer

neuraxpharm Arzneimittel GmbH

Elisabeth-Selbert-Str. 23

40764 Langenfeld

Deutschland

Hersteller

neuraxpharm Arzneimittel GmbH

Elisabeth-Selbert-Str. 23

40764 Langenfeld

Deutschland

oder

Rontis HellasS.A.

Text Gebrauchsinformation

Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

Industrial Area of Larissa

41004 Larissa

Griechenland

oder

GenepharmS.A.

18th kmMarathonos Avenue

15351 Pallini Attiki

Griechenland

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2015.

1506

Text Fachinformation Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

Fachinformation

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Aripiprazol-neuraxpharm 5 mg

Tabletten

Aripiprazol-neuraxpharm 10 mg

Tabletten

Aripiprazol-neuraxpharm 15 mg

Tabletten

Aripiprazol-neuraxpharm 30 mg

Tabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Aripiprazol-neuraxpharm 5 mgTabletten

Jede Tablette enthält 5 mg Aripiprazol.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: JedeTablette enthält 45,15 mgLactose (als

Monohydrat) und 0,50 mg Aspartam(E 951).

Aripiprazol-neuraxpharm 10 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 10 mg Aripiprazol.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: JedeTablette enthält 90,30 mgLactose (als

Monohydrat) und 1,00 mg Aspartam(E 951).

Aripiprazol-neuraxpharm 15 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 15 mg Aripiprazol.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Tablette enthält135,45 mgLactose (als

Monohydrat) und 1,50 mg Aspartam(E 951).

Aripiprazol-neuraxpharm 30 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 30 mg Aripiprazol.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Tablette enthält270,89 mgLactose (als

Monohydrat) und 3,00 mg Aspartam(E 951).

Vollständige Auflistung der sonstigenBestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Tablette

Aripiprazol-neuraxpharm 5 mgTabletten

Rechteckige, bikonvexe, blaue, beidseitig glatte Tabletten mit den Abmessungen: 7,6 x 4,3 mm

± 0,1 mm

Text Fachinformation Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

Aripiprazol-neuraxpharm 10 mg Tabletten

Rechteckige, bikonvexe, pinkfarbene, beidseitigglatte Tabletten mit den Abmessungen: 9,3 x

5,2 mm± 0,1 mm

Aripiprazol-neuraxpharm 15 mg Tabletten

Runde, flache, gelbe, beidseitig glatte Tabletten mit einem Durchmesser von 9,0 mm± 0,1 mm

Aripiprazol-neuraxpharm 30 mg Tabletten

Runde, flache, pinkfarbene, beidseitig glatte Tabletten miteinemDurchmesser von 10,0 mm ±

0,1 mm

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Aripiprazol-neuraxpharm wird angewendetfür die Behandlung der Schizophrenie bei

Erwachsenen und bei Jugendlichen ab 15 Jahren.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene

Schizophrenie:

Die empfohlene Anfangsdosis für Aripiprazol beträgt 10 oder 15 mg/Tag bei einer

Erhaltungsdosis von 15 mg/Tag einmaltäglich unabhängig von den Mahlzeiten.

Aripiprazol ist wirksamin einemDosisbereichzwischen 10 und 30 mg/Tag. Eine gesteigerte

Wirksamkeit bei Dosierungen über einer Tagesdosis von 15 mgwurdenicht nachgewiesen,

obwohl einzelne Patienten von einer höheren Dosis profitieren können. Die maximale

Tagesdosis sollte 30 mgnicht überschreiten.

Kinder und Jugendliche

Schizophrenie bei Jugendlichen ab 15 Jahren:

Die empfohlene Dosierung von Aripiprazol ist 10 mg/Tag, einzunehmen einmal täglich

unabhängig von den Mahlzeiten. Die Behandlung sollte für zwei Tage mit 2 mgeingeleitet

werden (z. B. unter Anwendung einer Lösung zumEinnehmen) und für 2 weitere Tage auf 5

mg titriert werden, um dann die empfohlene täglicheDosis von 10 mg zu erreichen. Sofern

angebracht, sollten weitere Dosiserhöhungen in 5 mg-Schritten erfolgen, ohne dass die

Maximaldosis von 30 mg pro Tag überschritten wird (siehe Abschnitt 5.1).

Aripiprazol wirkt in einem Dosisbereich von 10bis 30 mg/Tag. Eine erhöhte Wirksamkeit bei

höheren Dosen als 10 mgpro Tag wurde nicht nachgewiesen, obwohl einzelne Patienten von

einer höheren Dosierungprofitieren können.

Aripiprazol wird bei Patienten mit Schizophrenie unter 15 Jahren aufgrund unzureichender

Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.8 und 5.1).

Reizbarkeit imZusammenhang mit autistischer Störung:

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Aripiprazol bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren

ist bisher noch nicht erwiesen. Zurzeit vorliegendeDaten werden in Abschnitt 5.1 beschrieben,

eine Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht gegeben werden.

Text Fachinformation Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

Mit demTourette-Syndromassoziierte Tics:

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Aripiprazolbei Kindern und Jugendlichen imAlter von 6

bis 18 Jahren ist bisher noch nicht erwiesen. Zurzeit vorliegende Daten werden in Abschnitt 5.1

beschrieben, eine Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht gegeben werden.

Patienten mit Leberinsuffizienz

Bei Patienten mit leichter bis mäßiger Leberinsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Die vorhandenen Daten reichen nicht aus, umbei Patientenmit schwerer Leberinsuffizienz

Dosierungsempfehlungen festzulegen. Bei diesenPatienten sollte dieDosierung vorsichtig

eingestellt werden. Die Maximaldosis von 30 mgsollte jedoch bei Patienten mit schwerer

Leberinsuffizienz mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitt 5.2).

Patienten mit Niereninsuffizienz

Bei Patientenmit Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Ältere Patienten

Die Wirksamkeit von Aripiprazol in der Behandlung von Schizophrenie bei Patienten ab 65

Jahren wurde nicht nachgewiesen.Mit Rücksicht auf die größere Empfindlichkeit dieser

Patientengruppe sollte eine niedrigere Initialdosis in Betracht gezogen werden, wenn klinische

Faktoren dies rechtfertigen (siehe Abschnitt 4.4).

Geschlecht

Bei Frauen ist keine DosisanpassungimVergleich zu Männern erforderlich (siehe Abschnitt

5.2).

Raucher

Aufgrund der Verstoffwechselung von Aripiprazol ist keine Dosisanpassung für Raucher

erforderlich (siehe Abschnitt 4.5).

Dosierungsanpassung aufgrund von Interaktionen

Wenn hochwirksame CYP3A4- oder CYP2D6-Inhibitoren mit Aripiprazol zusammen gegeben

werden, sollte die Aripiprazol-Dosis reduziert werden. Wenn der CYP3A4- oder CYP2D6-

Inhibitor aus der Kombinationstherapie abgesetzt wird,sollte die Aripiprazol-Dosisgesteigert

werden (siehe Abschnitt 4.5).

Wenn hochwirksame CYP3A4-Induktoren mit Aripiprazol zusammen gegeben werden, sollte

die Aripiprazol-Dosis gesteigert werden. Wenn der CYP3A4-Induktor aus der

Kombinationstherapie abgesetzt wird, sollte dieAripiprazol-Dosis aufdie empfohlene Dosis

reduziert werden (siehe Abschnitt 4.5).

Art der Anwendung

Die Tabletten sind zumEinnehmen bestimmt.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Text Fachinformation Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung

Während der Behandlung mit einem Antipsychotikumkann es mehrere Tage bis zu einigen

Wochen dauern, bis sich der klinische Zustanddes Patientenbessert. DiePatienten sollten in

dieser Zeit durchgängig engmaschig überwacht werden.

Suizidalität

Das Auftreten von suizidalemVerhalten gehörtzu psychotischen Erkrankungen und affektiven

Störungen und wurde in einigen Fällen nach Beginn oder nach Wechsel einer antipsychotischen

Therapie berichtet, auch bei Behandlung mit Aripiprazol (sieheAbschnitt 4.8). Eine

engmaschige Überwachung sollte die antipsychotische Therapie von Patienten mit hohem

Risiko begleiten. Ergebnisse einer epidemiologischen Studie ließen darauf schließen, dass es

bei erwachsenen Patienten mit Schizophrenie keinerhöhtes Suizidalitätsrisiko mit Aripiprazol

imVergleich zu anderen Antipsychotika gab. Wegen unzureichender Datenlage kann dieses

Risiko bei Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren) nicht eingeschätzt werden, aber es gibt

Hinweise, dass das Suizidrisiko über die ersten4 Wochen einer Behandlung mit atypischen

Antipsychotika (einschließlich Aripiprazol) hinaus fortbesteht.

Kardiovaskuläre Erkrankungen

Aripiprazol sollte mit Vorsicht bei Patientenmit bekannten kardiovaskulären Erkrankungen

(Myokardinfarkt oder ischämische Herzerkrankung, Herzinsuffizienz,Überleitungsstörungen),

zerebrovaskulären Erkrankungen, Bedingungen, die für Hypotonie prädisponieren

(Dehydratation, Hypovolämie, Behandlung mit blutdrucksenkenden Arzneimitteln) oder

Hypertonie (einschließlich akzelerierte und maligne Form) angewendet werden.

Fälle von venöser Thromboembolie(VTE) sind mit Antipsychotika berichtet worden. Da mit

Antipsychotika behandelte Patienten oft mitbereits bestehenden Risikofaktoren für VTE

vorstellig werden, sollten vorund während der Behandlung mitAripiprazol alle möglichen

Risikofaktoren für VTE identifiziert werdenund Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.

Überleitungsstörungen

In klinischen Studien mit Aripiprazol war die Inzidenz einerQT-Verlängerung vergleichbar zu

Placebo. Wie bei anderen Antipsychotika sollteAripiprazol mit Vorsicht bei Patienten

angewendet werden, bei denen in der Familienanamnese eine QT-Verlängerung auftrat.

Spätdyskinesien

In klinischen Studien, die ein Jahr oder weniger dauerten, gab es gelegentliche Berichte über

während der Behandlung mit Aripiprazol auftretende Dyskinesie. Wenn bei einemmit

Aripiprazol behandeltenPatienten Anzeichenund Symptomeeiner Spätdyskinesie auftreten,

sollte in Erwägung gezogen werden, die Dosis zureduzieren oder die Behandlung abzubrechen.

Nach Abbruch der Behandlung können sich diese Symptome kurzzeitigverschlechtern oder

sogar erst auftreten.

Andere extrapyramidale Symptome

In klinischenStudien mit Aripiprazol bei pädiatrischen Patienten wurden Akathisie sowie

parkinsonoide Symptomebeobachtet. Bei Anzeichen undSymptomen für extrapyramidale

Störungen sollte eine Dosisreduktion erwogen undder Patient engmaschig überwacht werden.

Text Fachinformation Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

Malignes neuroleptisches Syndrom (MNS)

MNS ist ein potenziell tödlicher Symptomkomplex, der mit der Einnahme von Antipsychotika

in Zusammenhang gebracht wird. In klinischenStudien wurden seltene Fälle von MNS

während der Behandlung mit Aripiprazol berichtet. KlinischeManifestationen eines MNS sind

hohes Fieber, Muskelrigidität, wechselndeBewusstseinslagen und Anzeichen autonomer

Instabilität (unregelmäßiger Puls oder Blutdruck, Tachykardie,Schwitzen und

Herzrhythmusstörungen). WeitereSymptomekönnen eine Erhöhung der

Kreatinphosphokinase, Myoglobinurie (Rhabdomyolyse) und akutesNierenversagen sein.

Jedoch wurden auch Erhöhungen der Kreatinphosphokinase und Rhabdomyolyse, die nicht

notwendigerweise mit einemMNS assoziiert waren, berichtet. Wenn ein Patient Anzeichen und

Symptomeentwickelt, die auf ein MNS hindeuten, oder unklares hohes Fieber ohne eine

zusätzliche klinische Manifestation von MNS hat, müssen alleAntipsychotika, einschließlich

Aripiprazol, abgesetzt werden.

Krampfanfälle

In klinischen Studien wurdengelegentlich Fälle von Krampfanfällen während der Behandlung

mit Aripiprazol berichtet. Daher sollte Aripiprazol bei Patienten mit Krampfanfällen in der

Anamnese oder bei Zuständen, die mit Krampfanfällen imZusammenhang stehen, mit Vorsicht

angewendet werden.

Ältere Patienten mit Demenz-assoziierter Psychose

Erhöhte Mortalität:

In drei Placebo-kontrollierten Studien (n = 938,Durchschnittsalter: 82,4 Jahre; Bereich: 56 -

99 Jahre) mit Aripiprazol bei älteren Patientenmit Psychosen, die mit der Alzheimer Krankheit

assoziiert werden, hatten Patienten, die mitAripiprazol behandelt wurden, ein erhöhtes

Sterberisiko imVergleich zu Placebo. Die Sterblichkeitsrate bei Patienten, die mit Aripiprazol

behandelt wurden, lag bei 3,5 % verglichenmit 1,7 % in der Placebogruppe. Obwohl es

unterschiedliche Todesursachengab, schienen die meisten Todesfälle entweder

kardiovaskulärer (z. B. Herzversagen, plötzlicher Tod)oderinfektiöser (z.B.

Lungenentzündung) Natur zu sein.

Zerebrovaskuläre unerwünschte Reaktionen:

In denselben Studien wurden unerwünschte zerebrovaskuläre Reaktionen (z. B. Schlaganfall,

transitorisch-ischämische Attacke) einschließlichTodesfällen bei Patienten

(Durchschnittsalter: 84 Jahre, Bereich: 78 - 88 Jahre)berichtet. Insgesamtberichteten 1,3 % der

mit Aripiprazol behandeltenPatienten unerwünschte zerebrovaskuläre Reaktionen im

Vergleich zu 0,6 % der in diesen Studien mit Placebo behandelten Patienten. Der Unterschied

war statistisch nicht signifikant. Es gab jedochin einer dieser Studien, einer Studie mit fixer

Dosierung, eine signifikanteDosis-Wirkungs-Beziehung für unerwünschte zerebrovaskuläre

Reaktionen bei mit Aripiprazol behandelten Patienten.

Aripiprazol-neuraxpharmist nicht zur Behandlung der mit Demenz in Verbindung stehenden

Psychose angezeigt.

Hyperglykämie und Diabetes mellitus

Hyperglykämie, in einigen Fällen extremund assoziiert mit Ketoazidose oder hyperosmolarem

Komaoder Tod, wurde bei Patienten berichtet, die mit atypischen antipsychotischen

Wirkstoffen, einschließlich Aripiprazol behandelt wurden. Risikofaktoren, die Patienten für

schwerwiegende Komplikationen prädisponieren können, beinhalten Fettleibigkeit und

Diabetes inder Familienanamnese. In klinischen Studienmit Aripiprazol gab eskeine

Text Fachinformation Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

signifikanten Unterschiede imVergleich zuPlacebo bei den Inzidenzraten unerwünschter

Reaktionenin Bezugauf Hyperglykämie (einschließlich Diabetes) oder bei anormalen

glykämischen Laborwerten. Es gibt keine genauen Risikoeinschätzungen für Hyperglykämie-

bezogene unerwünschte Reaktionen bei mit Aripiprazol und anderen atypischen

antipsychotischen Wirkstoffen behandeltenPatienten, die direkte Vergleiche zulassen.

Patienten, die mit antipsychotischen Wirkstoffen einschließlich Aripiprazol behandelt werden,

sollten auf Anzeichen und Symptomeeiner Hyperglykämie (wie z. B. Polydipsie, Polyurie,

Polyphagie und Schwäche) beobachtet werdenund Patienten mit Diabetes mellitus oder mit

Risikofaktoren für Diabetes mellitus sollten regelmäßig in Bezug aufeine Verschlechterung

der Glukosewerte überwacht werden.

Überempfindlichkeit

Wie bei anderen Arzneimitteln können Überempfindlichkeitsreaktionen,charakterisiert durch

allergische Symptome,bei derEinnahmevon Aripiprazol auftreten (siehe Abschnitt 4.8).

Gewichtszunahme

Eine Gewichtszunahme wird im Allgemeinen bei schizophrenen Patienten aufgrund von

Komorbiditäten, der Anwendung von Antipsychotika, bei denen Gewichtszunahme als

Nebenwirkung bekannt ist, bzw. einer ungesunden Lebensführung beobachtet und könnte zu

schwerwiegenden Komplikationen führen. Eine Gewichtszunahme wurde nach

Markteinführung bei Patienten berichtet, denen Aripiprazol verschrieben wurde. In den

beobachteten Fällen weisen die Patienten gewöhnlichsignifikante Risikofaktorenwie Diabetes,

Schilddrüsenerkrankung oder Hypophysenadenom in der Anamneseauf. In klinischen Studien

hat Aripiprazol nicht zu einer klinischrelevanten Gewichtszunahme bei Erwachsenen geführt

(siehe Abschnitt 5.1). In klinischen Studien bei Jugendlichen, bei denen Aripiprazol in einer

anderen Indikation eingesetzt wurde, zeigtesich, dassAripiprazol nach vierwöchiger

Behandlung mit einer Gewichtszunahme assoziiert ist. Die Gewichtszunahme sollte bei

Jugendlichen überwacht werden. Bei klinischsignifikanter Gewichtszunahme sollte eine

Dosisreduktion erwogen werden (siehe Abschnitt 4.8).

Dysphagie

Motilitätsstörungen der Speiseröhre und Aspiration sind mit antipsychotischer Behandlung,

einschließlich Aripiprazol, assoziiert worden. Aripiprazol und andere antipsychotische

Wirkstoffesollten mit Vorsicht bei Patienten mit einemRisiko für Aspirationspneumonie

angewendet werden.

Pathologische Spielsucht

Nach Markteinführung wurde bei Patienten, denen Aripiprazol verschrieben wurde, von

pathologischer Spielsucht berichtet, unabhängig davon, ob bei diesen Patienten bereits eine

Spielsucht anamnestisch bekannt war. Patienten mit bereits bekannter pathologischer

Spielsucht könnten ein höheres Risiko aufweisen und sollten engmaschig beobachtet werden

(siehe Abschnitt 4.8).

Patientenmit ADHS-Komorbidität

Es stehen nur sehr wenigeSicherheitsdaten zur gleichzeitigen Einnahme von Stimulanzien und

Aripiprazol zur Verfügung. Daher sollte die gemeinsameAnwendung dieser Arzneimittel unter

größter Vorsicht erfolgen.

Text Fachinformation Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

Lactose: Aripiprazol-neuraxpharmenthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären

Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses

Arzneimittel nicht einnehmen.

Aspartam(E 951): Aripiprazol-neuraxpharmenthält Aspartam(E 951) als Quelle für

Phenylalanin und kann schädlich seinfür Patienten mit Phenylketonurie.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Aufgrund seinesα

-adrenergen Rezeptorantagonismus kann Aripiprazol die Wirkung

bestimmter antihypertensiver Wirkstoffe verstärken.

Aufgrund der primären Wirkung von Aripiprazolauf das Zentralnervensystemist Vorsicht

geboten, wenn Aripiprazol in Kombination mit Alkohol oder anderen zentral wirksamen

Arzneimitteln mit sich überlagernden unerwünschten Reaktionen wie Sedierung eingenommen

wird (siehe Abschnitt 4.8).

Aripiprazol sollte mit Vorsicht zusammen mit anderen Arzneimitteln, die eine QT-

Verlängerung oder Störungen des Elektrolythaushalts verursachen, eingenommen werden.

Möglicher Einfluss von anderenArzneimitteln auf Aripiprazol

Der H

-Antagonist Famotidin, ein Magensäure-Blocker, verringert dieResorptionsrate von

Aripiprazol, wobei dieser Effekt jedoch als klinisch nicht relevant erachtet wird.

Aripiprazol wird über verschiedene Wegeunter Beteiligung der EnzymeCYP2D6 und

CYP3A4, aber nicht der CYP1A-Enzyme, metabolisiert. Daher ist für Raucher keine

Dosisanpassung erforderlich.

Chinidin und andere CYP2D6 Inhibitoren:

In einer klinischen Studie mit gesunden Probanden steigerte einhochwirksamer CYP2D6-

Inhibitor (Chinidin) die AUC von Aripiprazol um 107 %,während die C

unverändert blieb.

Die AUC und C

von Dehydro-Aripiprazol, dem aktivenMetaboliten, verringerte sich um32

% bzw. 47 %. Die Aripiprazol-Dosis sollte aufetwa die Hälfte der verschriebenen Dosis

verringert werden, wenn Aripiprazol zusammen mitChinidin gegeben wird. Es ist zu erwarten,

dass andere hochwirksameInhibitoren von CYP2D6, wie Fluoxetin und Paroxetin, ähnliche

Effekte haben und deshalb sollten ähnliche Dosisreduktionen vorgenommen werden.

Ketoconazol und andere CYP3A4 Inhibitoren:

In einer klinischen Studie mit gesunden Probanden steigerte ein hochwirksamer Inhibitor von

CYP3A4 (Ketoconazol) die AUC und C

von Aripiprazol um63 % bzw. 37 %. Die AUC und

von Dehydro-Aripiprazol stiegen um77 %bzw. 43 %. Bei CYP2D6 „schlechten“ (=

„poor“) Metabolisierern kann die gemeinsameAnwendung mit hochwirksamen Inhibitoren von

CYP3A4 in höheren Plasmakonzentrationen vonAripiprazol resultieren imVergleich zu

CYP2D6 extensiven Metabolisierern. Wenn man die gemeinsameGabe von Ketoconazol oder

anderen hochwirksamen CYP3A4-Inhibitoren mit Aripiprazol in Betracht zieht, sollte der

potenzielle Nutzen die potenziellenRisikenfür den Patienten überwiegen. Wenn Ketoconazol

zusammen mit Aripiprazol gegeben wird, solltedie Aripiprazol-Dosis auf ungefähr die Hälfte

der verschriebenen Dosis reduziert werden. Andere hochwirksame Inhibitoren von CYP3A4,

wie Itraconazol und HIV-Proteaseinhibitoren, dürften ähnliche Wirkungen haben und deshalb

sollten ähnliche Dosisreduktionen vorgenommen werden.

Nach Absetzen des CYP2D6- oder CYP3A4-Inhibitors sollte die Dosierung von Aripiprazol

auf die Dosishöhe vor Beginn derBegleittherapie angehoben werden.

Text Fachinformation Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

Wenn schwache Inhibitoren von CYP3A4 (z. B.Diltiazem oder Escitalopram) oder CYP2D6

gemeinsam mit Aripiprazol angewendet werden, kann mit einemmäßigen Anstieg der

Aripiprazol-Konzentrationen gerechnet werden.

Carbamazepin und andere CYP3A4 Induktoren:

Nach gemeinsamer Anwendung mit Carbamazepin, einemhochwirksamen Induktor von

CYP3A4, waren diegeometrischen Mittel der C

und AUC von Aripiprazol um68 % bzw.

73 % niedriger imVergleich zur Monotherapiemit Aripiprazol (30 mg). Ebenso waren für

Dehydro-Aripiprazol die geometrischen Mittel der C

und AUC nach der gemeinsamen

Anwendung mit Carbamazepin um 69 % bzw.71 % niedriger als nach Monotherapie mit

Aripiprazol.

Die Aripiprazol-Dosis sollte bei gemeinsamer Gabe von Aripiprazol mit Carbamazepin

verdoppelt werden. Es ist zu erwarten, dass andere hochwirksameInduktoren von CYP3A4

(wie Rifampicin, Rifabutin, Phenytoin, Phenobarbital, Primidon, Efavirenz, Nevirapin und

Johanniskraut) ähnliche Wirkungen haben unddeshalb sollten ähnliche Dosiserhöhungen

vorgenommen werden. Nach Absetzen der hochwirksamen CYP3A4-Induktoren sollte die

Dosierung von Aripiprazol auf die empfohlene Dosis reduziert werden.

Valproat und Lithium:

Wenn entweder Valproat oder Lithiumgleichzeitig mit Aripiprazol eingenommen wurde, gab

es keine klinisch signifikante Veränderung der Aripiprazol-Konzentrationen.

Serotonin-Syndrom:

Bei Patienten, die Aripiprazol eingenommen haben, wurden Fälle eines Serotonin-Syndroms

berichtet. Mögliche Anzeichen und Symptomedieses Syndromskönnen insbesondere bei

gleichzeitiger Anwendung von anderen serotonergen Arzneimitteln wie SSRI/SNRI oder

Arzneimitteln, bei denen bekannt ist, dasssie die Aripiprazol-Konzentrationenerhöhen,

auftreten (siehe Abschnitt 4.8).

Möglicher Einfluss von Aripiprazol auf andere Arzneimittel

In klinischen Studien zeigten Dosen von 10 - 30mg Aripiprazol pro Tag keinen signifikanten

Effekt auf den Metabolismus der Substrate von CYP2D6 (Dextromethorphan/3-

Methoxymorphinan-Ratio), CYP2C9 (Warfarin), CYP2C19 (Omeprazol) und CYP3A4

(Dextromethorphan). AußerdemzeigtenAripiprazol und Dehydro-Aripiprazolin vitrokein

Potenzial für eineVeränderung desüber CYP1A2vermitteltenStoffwechsels.Daher ist nicht

zu erwarten, dass Aripiprazol klinisch bedeutsameArzneimittelinteraktionen über diese

Enzymeverursacht.

Wenn Aripiprazol gleichzeitig mit Valproat,Lithiumoder Lamotrigin eingenommen wurde,

gab es keine klinisch signifikante Veränderungder Valproat-, Lithium-oder Lamotrigin-

Konzentrationen.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine hinreichenden und kontrollierten Studien mit Aripiprazol bei schwangeren

Frauen vor. Es liegen Berichte von kongenitalen Anomalien vor; ein kausaler Zusammenhang

mit Aripiprazol wurde jedoch nicht nachgewiesen. Tierstudien konnten eine potenzielle

Entwicklungstoxizität nicht ausschließen (sieheAbschnitt 5.3). Patientinnen sollte geraten

werden, ihren Arzt zu benachrichtigen, wenn sie schwanger werden oder eine Schwangerschaft

während der Behandlung mit Aripiprazol planen. Aufgrund der unzureichenden Datenlage zur

Text Fachinformation Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

Sicherheit beimMenschen und aufgrund der in den Reproduktionsstudien beimTier

entstandenen Bedenken darf dieses Arzneimittel in der Schwangerschaft nicht angewendet

werden, es sei denn, der mögliche Nutzen rechtfertigt eindeutig das potenzielle Risiko für den

Fötus.

Neugeborene, die während des dritten Trimenons der Schwangerschaft Antipsychotika

(einschließlich Aripiprazol) exponiert sind, sind durch Nebenwirkungen einschließlich

extrapyramidaler Symptomeund/oder Absetzerscheinungen gefährdet, deren Schwere und

Dauer nach der Entbindung variieren können. Esgab Berichte über Agitiertheit, erhöhten oder

erniedrigten Muskeltonus,Tremor, Somnolenz, Atemnot oder Störungen bei der

Nahrungsaufnahme. Dementsprechend solltenNeugeborene sorgfältig überwacht werden.

Stillzeit

Aripiprazol wird indie Muttermilch ausgeschieden. Patientinnen sollte geratenwerden,

während der Einnahme von Aripiprazol nicht zu stillen.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeitzum

Bedienen von Maschinen

Wie auch bei anderen Antipsychotika solltendiePatientendavor gewarnt werden,gefährliche

Maschinen, einschließlich Kraftfahrzeuge, zu bedienen, bissie sicher sind, dass Aripiprazol auf

sie keinen negativen Einfluss hat.

Bei einigen pädiatrischen Patienten, die Aripiprazol ineinemanderen Anwendungsgebiet

erhalten haben, bestand eineerhöhte Inzidenz von Somnolenz und Fatigue (siehe Abschnitt

4.8).

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung desSicherheitsprofils

Die amhäufigsten berichteten unerwünschtenReaktionen inPlacebo-kontrollierten Studien

sind Akathisie und Übelkeit, die jeweils bei mehr als 3 %der mit oral eingenommenem

Aripiprazol behandelten Patienten auftraten.

Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen

Die folgenden unerwünschten Reaktionen traten häufiger auf (≥1/100) als unter Placebo oder

wurden als mögliche medizinisch relevante Nebenwirkungen (*) eingestuft.

Die Häufigkeit der unten aufgeführten Nebenwirkungen ist nach den folgenden Kriterien

definiert: häufig (≥1/100 bis < 1/10); gelegentlich (≥1/1000 bis < 1/100).

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig: Ruhelosigkeit, Schlaflosigkeit, Angstgefühl

Gelegentlich:Depression*, Hypersexualität

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: extrapyramidale Störung, Akathisie,Tremor, Schwindel, Schläfrigkeit,

Sedierung, Kopfschmerzen

Augenerkrankungen

Häufig: verschwommenes Sehen

Gelegentlich:Diplopie

Herzerkrankungen

Text Fachinformation Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

Gelegentlich:Tachykardie*

Gefäßerkrankungen

Gelegentlich:orthostatische Hypotonie*

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Dyspepsie, Erbrechen, Übelkeit,Verstopfung, Speichelüberproduktion

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Abgeschlagenheit

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Extrapyramidale Symptome(EPS):

Schizophrenie- In einer kontrollierten Langzeitstudieüber 52Wochen tratbei Patienten, die

mit Aripiprazol behandelt wurden, eine insgesamt geringere Inzidenz (25,8 %) von EPS

einschließlich Parkinsonismus,Akathisie, Dystonie undDyskinesie auf, verglichen mit

Patienten, die mit Haloperidol behandelt wurden (57,3 %). In einer Placebo-kontrollierten

Langzeitstudie über 26 Wochen betrug die Inzidenz von EPS 19 % bei Patienten unter

Aripiprazol-Behandlung und 13,1 % bei Patienten unter Placebo. In eineranderen kontrollierten

Langzeitstudie über 26 Wochen betrug die Inzidenz von EPS 14,8 % bei Patienten, die mit

Aripiprazol behandelt wurden, und 15,1 % bei Patienten unter Olanzapin-Therapie.

Akathisie:

Bei schizophrenen Patienten betrug die Inzidenz von Akathisie 6,2 % mit Aripiprazol und 3,0

% mit Placebo.

Dystonie:

Substanzklasseneffekt: Symptomeder Dystonie, verlängerte abnormaleMuskelkontraktionen,

können bei anfälligen Personen während derersten Behandlungstage auftreten.

Dystoniesymptome umfassen: Krampf der Genickmuskulatur, der manchmalzu einem

Schlundkrampf fortschreitet, Schluckbeschwerden, Atembeschwerden und/oder Heraushängen

der Zunge. Obwohl diese Symptomebei niedriger Dosierung auftreten können, treten sie

häufiger und stärker bei hochpotenten und beihöheren Dosen von Antipsychotika der ersten

Generation auf. Ein erhöhtes Risiko für eineakute Dystonie wird bei Männern und jüngeren

Altersgruppen beobachtet.

Ein Vergleich zwischen den Patientengruppenunter Aripiprazol undPlacebo, bei denen

potenziell klinisch signifikante Veränderungen der routinemäßig kontrollierten Labor- und

Lipidparameter (siehe Abschnitt 5.1) auftraten, ergab keine medizinisch bedeutsamen

Unterschiede. Erhöhungen der CPK (Kreatinphosphokinase), generell vorübergehend und

asymptomatisch, wurden bei 3,5 % der mit Aripiprazol behandeltenPatienten beobachtet,im

Vergleich zu 2,0 % der mit Placebo behandelten Patienten.

Andere Befunde:

Zu den unerwünschten Reaktionen, die in Zusammenhang mit einer antipsychotischen Therapie

auftreten können und über deren Auftreten auchbei der Behandlung mit Aripiprazol berichtet

wurde, gehören das maligne neuroleptischeSyndrom, Spätdyskinesie und Krampfanfälle,

unerwünschte zerebrovaskuläre Reaktionen underhöhte Sterblichkeit bei älteren Demenz-

Patienten, Hyperglykämie und Diabetes mellitus (siehe Abschnitt 4.4).

Text Fachinformation Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

Kinder und Jugendliche

Schizophrenie bei Jugendlichen ab 15 Jahren:

In einer Placebo-kontrollierten klinischen Kurzzeitstudie, in die 302 Jugendliche (13 - 17 Jahre)

mit Schizophrenie eingeschlossen waren, waren die Häufigkeit und Art der Nebenwirkungen

ähnlich denen bei Erwachsenen mit Ausnahmefolgender Reaktionen, die bei Jugendlichen, die

Aripiprazol erhielten, häufiger berichtet wurdenals bei Erwachsenen, dieAripiprazol erhielten

(und häufiger als inder Placebo-Gruppe): Schläfrigkeit/Sedierung und extrapyramidale Störung

wurden sehr häufig berichtet (≥1/10) und Trockenheitsgefühl imMund, erhöhter Appetit und

orthostatische Hypotonie wurden häufig berichtet (≥1/100, < 1/10).

Das Sicherheitsprofil einer 26-wöchigen entblindeten Verlängerung der Studie war mit demin

der Placebo-kontrollierten Kurzzeitstudie vergleichbar.

Niedrige Serum-Prolaktin-Spiegel traten beiJugendlichen (13 - 17 Jahre) mit Schizophrenie

bei einer Expositionvon bis zu 2Jahren mit einer Häufigkeit von 29,5 % bei weiblichen

Patienten (< 3 ng/ml) bzw. von 48,3 % bei männlichen Patienten (< 2 ng/ml) auf (gepoolte

Daten).

Niedrige Serum-Prolaktin-Spiegel traten beiJugendlichen (13 - 17 Jahre) mit Schizophrenie

bei einer Aripiprazol-Exposition von5 bis 30 mgfür bis zu 72 Monate, mit einer Häufigkeit

von 25,6 % bei weiblichen Patienten (< 3 ng/ml)bzw. von 45,0 % bei männlichen Patienten (<

2 ng/ml) auf.

Jugendliche, bei denen Aripiprazol in einer anderen Indikation eingesetzt wurde:

Die Häufigkeit und Art der Nebenwirkungen beidiesen Jugendlichen waren mit denen bei

Erwachsenen vergleichbar mit Ausnahmefolgender Reaktionen: sehr häufig (≥1/10)

Somnolenz (23,0 %), extrapyramidale Störungen (18,4 %), Akathisie (16,0 %) und

Abgeschlagenheit (11,8%); und häufig (≥1/100, < 1/10) Oberbauchschmerzen, erhöhte

Herzfrequenz, Gewichtszunahme, Appetitsteigerung, Muskelzucken und Dyskinesie.

Folgende Nebenwirkungen zeigten eine mögliche Dosisabhängigkeit: Extrapyramidale

Störungen (die Häufigkeiten waren 10 mg9,1 %,30 mg28,8 %, Placebo 1,7 %) und Akathisie

(die Häufigkeiten waren 10 mg12,1 %, 30 mg20,3 %, Placebo 1,7 %).

Die mittlere Veränderungdes Körpergewichtsbei diesen Jugendlichen nach 12 und 30 Wochen

war 2,4 kg und 5,8 kg bei Aripiprazol bzw. 0,2 kg und 2,3 kg bei Placebo.

Bei diesen Kindern und Jugendlichen wurden SomnolenzundAbgeschlagenheit häufiger

beobachtet als bei Patienten mit Schizophrenie.

In der Population der Kinder und Jugendlichen (10- 17 Jahre), bei denenAripiprazol in einer

anderen Indikation eingesetzt wurde, miteiner Expositionbis zu 30 Wochen, betrug die

Häufigkeit von niedrigen Serumprolaktinspiegelnbei weiblichen Patienten (< 3 ng/ml) und

männlichen Patienten (< 2 ng/ml) 28,0 % bzw. 53,3 %.

Post-Marketing

Die folgenden unerwünschten Reaktionen wurden während der Post-Marketing-Überwachung

berichtet. Die Häufigkeit dieser Reaktionen wird als nicht bekannt erachtet (Häufigkeit auf

Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Erkrankungen des Blutes und

des Lymphsystems Leukopenie, Neutropenie,Thrombozytopenie

Text Fachinformation Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

Erkrankungen des

Immunsystems Allergische Reaktion (z. B.anaphylaktische Reaktion,

Angioödemeeinschließlich geschwollener Zunge,

Zungenödeme, Gesichtsödeme, Pruritus oder Urtikaria)

Endokrine Erkrankungen Hyperglykämie, Diabetesmellitus,diabetische Ketoazidose,

diabetisches hyperosmolaresKoma

Stoffwechsel-und

Ernährungsstörungen Gewichtszunahme, Gewichtsabnahme, Anorexie,

Hyponatriämie

Psychiatrische Erkrankungen Aggression, Agitiertheit, Nervosität, pathologische

Spielsucht, Suizidversuch, Suizidgedanken undSuizid(siehe

Abschnitt 4.4)

Erkrankungen des

Nervensystems Sprachstörungen, Malignes Neuroleptisches Syndrom(MNS),

Grand-mal-Anfall, Serotonin-Syndrom

Herzerkrankungen QT-Verlängerung, ventrikuläreArrhythmien, plötzlicher

unerklärbarer Tod, Herzstillstand, Torsades-de-Pointes,

Bradykardie

Gefäßerkrankungen Synkope, Hypertonie, venöse Thromboembolie

(einschließlich Lungenembolie undtiefer Venenthrombose)

Erkrankungen der Atemwege,

des Brustraums und

Mediastinums Oropharyngealer Spasmus, Laryngospasmus,

Aspirationspneumonie

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts Pankreatitis, Dysphagie, Bauch- und Magenbeschwerden,

Diarrhoe

Leber- und

Gallenerkrankungen Leberversagen, Ikterus, Hepatitis, erhöhte Alanin-

Aminotransferase (ALT), erhöhte Aspartat-Aminotransferase

(AST), erhöhte Gamma-Glutamyl-Transferase (GGT), erhöhte

alkalische Phosphatase

Erkrankungen der Hautund

des Unterhautzellgewebes Ausschlag, Lichtempfindlichkeitsreaktion, Alopezie,

Hyperhidrose

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen Rhabdomyolyse, Myalgie,Steifheit

Erkrankungen der Nieren und

Harnwege Harninkontinenz, Harnverhaltung

Schwangerschaft, Wochenbett

und perinatale Erkrankungen Arzneimittelentzugssyndromdes Neugeborenen (siehe

Abschnitt 4.6)

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane und der

Brustdrüse Priapismus

AllgemeineErkrankungen und

Beschwerdenam

Verabreichungsort Störungder Temperaturregulation (z. B.Hypothermie,

Pyrexie), Brustschmerzen,periphere Ödeme

Untersuchungen erhöhte Kreatinphosphokinase, erhöhter Blutzucker,

Blutzuckerschwankung,erhöhtes glykosyliertes Hämoglobin

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörigevon Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden

Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Text Fachinformation Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Anzeichen und Symptome

In klinischen Studien und seit der Markteinführung wurden unbeabsichtigte oder absichtliche

akute Überdosen mit Aripiprazol allein bei erwachsenen Patienten mit geschätzten Dosen von

bis zu 1260 mg und ohne Todesfolge beobachtet.Potenziell medizinisch relevante Zeichen und

Symptomebeinhalteten Lethargie, erhöhten Blutdruck, Schläfrigkeit, Tachykardie, Übelkeit,

Erbrechen und Durchfall. Außerdem wurden unbeabsichtigte Aripiprazol-Überdosen (bis zu

195 mg) ohne Todesfolge bei Kindern berichtet.Die potenziell medizinisch ernsten Anzeichen

und Symptome, die berichtet wurden, beinhaltetenSchläfrigkeit, vorübergehenden Verlust des

Bewusstseins und extrapyramidale Symptome.

Behandlung einer Überdosierung

Die Behandlung einer Überdosierungsollte sichauf unterstützende Maßnahmen konzentrieren,

Freihaltung der Atemwege, Sauerstoffversorgung und Beatmung, sowie auf eine

symptomatische Behandlung. Die Möglichkeit vonmultipler Arzneimittelbeteiligung sollte

erwogen werden. Daher sollte sofort einMonitoring der kardiovaskulären Funktionen

eingeleitet werden inklusive kontinuierlicher elektrokardiographischer Überwachung zur

Identifizierung möglicher Arrhythmien.

Nach jeder vorliegenden oder vermuteten Überdosierungmit Aripiprazol ist eine engmaschige

medizinischeÜberwachung solange angezeigt, bis sich der Patienterholt hat.

Aktivkohle (50 g), eine Stunde nach Aripiprazol gegeben, verringerte die C

von Aripiprazol

umca. 41 % und die AUC umca. 51 %. Dies deutet darauf hin, dass Aktivkohle ein wirksames

Mittel in der Behandlung einer Überdosierung sein kann.

Hämodialyse:

Zwar liegen keine Informationen über die Wirksamkeit einer Hämodialyse bei der Behandlung

einerÜberdosierungmit Aripiprazol vor; es ist jedoch unwahrscheinlich, dass Hämodialyse in

der Behandlung einer Überdosierung von Nutzen ist, da Aripiprazol eine hohe

Plasmaproteinbindung aufweist.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:Nervensystem; Psycholeptika;Antipsychotika; andere

Antipsychotika

ATC-Code:N05AX12

Wirkmechanismus

Es wird vermutet, dass die Wirksamkeit von Aripiprazol bei Schizophrenie über die

Kombination einer partiell agonistischen Wirkung auf Dopamin D2-und Serotonin 5HT1A-

Rezeptoren und einer antagonistischen Wirkungauf Serotonin 5HT2A-Rezeptoren vermittelt

wird.

Text Fachinformation Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

Aripiprazol zeigte im Tiermodell antagonistische Eigenschaften bei dopaminerger

Hyperaktivität und agonistische Eigenschaftenbei dopaminerger Hypoaktivität. Aripiprazol

zeigte invitro einehohe Affinität zumDopamin D2- und D3-Rezeptor und zumSerotonin

5HT1A- und 5HT2A-Rezeptor sowie eine mäßigeAffinität zumDopamin D4-, zum Serotonin

5HT2C- und 5HT7-, zumalpha-1-adrenergen und zumHistamin-H1-Rezeptor. Außerdem

zeigte Aripiprazol eine mäßige Affinität zur Serotonin-Wiederaufnahme-Stelle und keine

nennenswerte Affinität zu Muscarin-Rezeptoren.Die Interaktion mit anderen Rezeptoren als

den Dopamin- und Serotonin-Subtypen könnte einige der anderen klinischen Effekte von

Aripiprazol erklären.

Bei Gabe von Aripiprazol in Dosierungen von 0,5bis 30 mgeinmal täglich über 2 Wochen an

gesunde Probanden zeigte die Positronen-Emissions-Tomographie eine dosisabhängige

Verringerung der Bindung von 11 C-Racloprid, einemD2/D3-Rezeptor-Liganden, amNucleus

caudatus und amPutamen.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Schizophrenie

In drei Placebo-kontrollierten Kurzzeit-Studien (4 bis 6 Wochen) an 1228 schizophrenen

erwachsenen Patienten mit positiven oder negativen Symptomen zeigte Aripiprazol im

Vergleich zu Placebo eine statistisch signifikant stärkere Besserung der psychotischen

Symptome.

Aripiprazol ist wirksamin der Aufrechterhaltungdes Therapieerfolges bei Weiterbehandlung

von erwachsenen Patienten, die initial auf die Behandlung angesprochen haben. In einer

Haloperidol-kontrollierten Studie war in Woche 52 der Anteil der Responder-Patienten, die ein

Ansprechen auf die Studienmedikation beibehielten, in beiden Gruppenähnlich (Aripiprazol

77 % und Haloperidol 73 %). Die Gesamt-Rate der Patienten, die die Studie vollendet haben,

war signifikant höher bei Patienten unter Aripiprazol (43 %)als bei der Haloperidol-Gruppe

(30 %). Aktuelle Werte aus Messskalen, dieals sekundäre Studienziele definiert wurden,

inklusive PANSS und die Montgomery-Asberg-Depressionsraten-Skala, zeigten eine

signifikant stärkere Besserung als bei Haloperidol.

In einer Placebo-kontrollierten Studie über 26 Wochen an erwachsenen stabilisierten Patienten

mit chronischer Schizophrenie zeigte sich für Aripiprazol eine signifikant höhere Reduktion

der Rückfallrate, die bei 34 % in der Aripiprazol-Gruppe und bei 57 % unter Placebo lag.

Gewichtszunahme:

In klinischenStudientrat unterAripiprazol keine klinischrelevante Gewichtszunahme auf. In

einer Olanzapin-kontrollierten, multinationalenDoppelblind-Studie bei Schizophrenie über 26

Wochen, die 314 erwachsene Patienten umfasste und in der das primäre Studienziel

„Gewichtszunahme“ war, trat unter Aripiprazol (n = 18 oder 13 % der auswertbaren

Patientendatensätze) bei signifikant weniger Patienten eineGewichtszunahme von mindestens

7 % gegenüber demAusgangswert auf (d.h.eine Zunahme von mindestens 5,6 kg bei einem

durchschnittlichen Ausgangsgewicht von ca. 80,5kg) imVergleich zu Patienten unter

Olanzapin (n = 45 oder 33 % der auswertbaren Patientendatensätze).

Lipidparameter:

Eine gepoolte Analyse der Lipidparameter beiPlacebo-kontrolliertenklinischen Studien mit

Erwachsenen ergab keineklinisch relevanten Änderungen der Gesamtcholesterin-, Triglycerid-

, HDL- und LDL-Spiegeldurch Aripiprazol.

Text Fachinformation Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

-Gesamtcholesterin: Eine Erhöhung der Werte von normal (<5,18 mmol/l) zu hoch (≥6,22

mmol/l) trat mit einer Inzidenz von2,5 % bei Aripiprazol und 2,8 % bei Placebo auf; die

durchschnittliche Änderung vomBasiswert betrug für Aripiprazol -0,15 mmol/l (95 % KI: -

0,182; -0,115) und -0,11mmol/l (95 %KI: -0,148; -0,066) für Placebo.

-Nüchtern-Triglyceride: Eine Erhöhung derWerte von normal (< 1,69mmol/l) zu hoch (≥

2,26 mmol/l) trat mit einer Inzidenz von 7,4 %bei Aripiprazol und 7,0 % bei Placebo auf;

die durchschnittlicheÄnderung vom Basiswert betrug für Aripiprazol -0,11 mmol/l (95 %

KI: -0,182; 0,046) und -0,07 mmol/l (95 %KI: -0,148; -0,007) für Placebo.

-HDL: Eine Verringerung der Werte von normal (≥1,04 mmol/l) zu niedrig (< 1,04 mmol/l)

trat mit einer Inzidenz von 11,4 % bei Aripiprazol und12,5 % bei Placebo auf; die

durchschnittliche Änderung vomBasiswert betrug für Aripiprazol -0,03 mmol/l (95 % KI: -

0,046; -0,017) und -0,04mmol/l (95 %KI: -0,056; -0,022) für Placebo.

-Nüchtern-LDL: Eine Erhöhung der Werte vonnormal (< 2,59 mmol/l) zu hoch(≥4,14

mmol/l) trat mit einer Inzidenz von0,6 % bei Aripiprazol und 0,7 % bei Placebo auf; die

durchschnittliche Änderung vomBasiswert betrug für Aripiprazol -0,09 mmol/l (95 % KI: -

0,139; -0,047) und -0,06mmol/l (95 %KI: -0,116; -0,012) für Placebo.

Kinder und Jugendliche

Schizophrenie bei Jugendlichen:

In einer 6-wöchigen Placebo-kontrolliertenStudie mit 302 schizophrenen jugendlichen

Patienten (13 - 17 Jahre), die positive oder negative Symptomeaufwiesen, war Aripiprazol im

Vergleich zuPlacebomit einer statistisch signifikant stärkeren Verbesserungder psychotischen

Symptomeverbunden.

In einer Subanalyse der jugendlichen PatientenimAlter von 15 bis17 Jahren, die 74 % der

Gesamtpopulation der Studie darstellten, wurde dieser Effekt auch während der 26-wöchigen

unverblindeten Verlängerung der Studie beobachtet.

Reizbarkeit imZusammenhang mit autistischerStörung bei Kindern und Jugendlichen (siehe

Abschnitt 4.2):

Aripiprazol wurde bei Patienten imAlter von6bis 17 Jahren in zwei 8-wöchigen Placebo-

kontrollierten Studien (eine mit flexibler Dosis[2 - 15 mg/Tag] und eine mit fester Dosis [5, 10

oder 15 mg/Tag]) und in einer 52-wöchigen offenen Studie untersucht. In diesen Studien wurde

die Initialdosis von 2 mg/Tag nach einer Wocheauf 5 mg/Tag gesteigert und in wöchentlichen

Schritten um 5 mg/Tag bis zur Zieldosis erhöht.Über 75 % der Patientenwaren unter 13 Jahre

alt. Aripiprazol zeigte bei der Unterskala „Reizbarkeit“ der „AberrantBehaviour Checklist“

statistisch eine bessere Wirksamkeit als Placebo. Die klinische Relevanz dieses Befundes

wurde nicht nachgewiesen. In das Sicherheitsprofil wurden Gewichtszunahme und

Veränderungen des Prolaktinspiegels miteinbezogen. Die Studiendauer zur Langzeit-

Sicherheit war auf 52 Wochen begrenzt. NiedrigeSerum-Prolaktin-Spiegel bei weiblichen (< 3

ng/ml) und männlichen (< 2 ng/ml) Patienten traten bei Behandlung mit Aripiprazol mit einer

Häufigkeit von 27/46 (58,7 %) bzw. 258/298 (86,6 %)auf (gepoolte Studien). In Placebo-

kontrollierten Studien betrug die mittlereGewichtszunahme 0,4 kg unter Placebo und 1,6 kg

unter Aripiprazol.

Aripiprazol wurde auchin einer Placebo-kontrollierten Langzeitstudie zur Erhaltungsphase

untersucht.

Text Fachinformation Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

Nach einer 13- bis 26-wöchigenStabilisierungmit Aripiprazol (2 - 15 mg/Tag) wurden

Patienten mit stabilemAnsprechen für 16 Wochen entweder auf Aripiprazol belassen oder auf

Placebo umgestellt.

In der Woche 16 betrug die Kaplan-Meier-Ratefür einen Rückfall 35 % für Aripiprazol und 52

% für Placebo. Hazard-ratio für einen Rückfall innerhalb von 16 Wochen (Aripiprazol/Placebo)

war 0,57 (kein statistisch signifikanter Unterschied). Die mittlere Gewichtszunahme in der

Stabilisierungsphase (bis zu 26 Wochen) mit Aripiprazol betrug3,2 kg und eine weitere mittlere

Zunahmevon 2,2 kg für Aripiprazol verglichenmit 0,6 kg für Placebo wurde im zweiten Teil

(16 Wochen) der Studie beobachtet. Extrapyramidale Symptomewurden hauptsächlich

während der Stabilisierungsphase bei 17 % der Patienten beobachtet, 6,5 % davon Tremor.

Mit demTourette-Syndromassoziierte Tics bei Kindern und Jugendlichen (siehe Abschnitt

4.2):

Die Wirksamkeit von Aripiprazol bei Kindern und Jugendlichen mit Tourette-Syndrom

(Aripiprazol: n = 99, Placebo: n = 44) wurde in einer randomisierten, doppelblinden,

placebokontrollierten 8-wöchigen Studie untersucht, die so angelegt war, dass die

Behandlungsgruppen eine vomKörpergewicht abhängige Festdosis imDosisbereich von 5

mg/Tag bis 20 mg/Tag und eine Anfangsdosisvon 2 mgerhielten.Die Patienten waren

zwischen 7 - 17 Jahre alt und wiesen zu Beginn einen mittleren Gesamt-Tic-Score-Wert von 30

auf der Yale Global Tic Severity Scale (TTS-YGTSS)auf. Aripiprazol zeigte bei der

Veränderung ab Studienbeginn bis Woche 8eine Verbesserung auf der TTS-YGTSS von 13,35

bei der Gruppe mit niedriger Dosis (5 mgoder 10 mg) und 16,94 bei der Gruppe mit hoher

Dosis (10 mgoder 20 mg) imVergleich zueiner Verbesserungvon 7,09 in der Placebogruppe.

Die Wirksamkeit von Aripiprazol bei Kindern und Jugendlichen mit Tourette-Syndrom

(Aripiprazol: n = 32, Placebo: n = 29) wurde ebenfalls in einer in Süd-Korea durchgeführten

10-wöchigen randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studiemit einemflexiblen

Dosisbereich von 2 mg/Tag bis 20 mg/Tag undeiner Anfangsdosis von 2 mguntersucht. Die

Patienten waren zwischen 6 - 18 Jahre alt undwiesen zu Beginn einen mittleren Wert von 29

auf der TTS-YGTSS auf. Bei der Veränderungab Studienbeginn bisWoche 10 zeigte die

Aripiprazol-Gruppe auf der TTS-YGTSS eine Verbesserung von 14,97 imVergleich zu einer

Verbesserung von 9,62 in der Placebogruppe.

In diesen beiden Kurzzeitstudienkonnte die klinische Relevanz der Ergebnisse zur

Wirksamkeit, angesichts des Ausmaßes derBehandlungswirkung imVergleich zu der großen

Placebowirkung und den unklaren Wirkungenhinsichtlich der psychosozialen

Funktionsfähigkeit, nicht erwiesenwerden. Es liegen keine Langzeitdaten zur Wirksamkeit und

Unbedenklichkeit von Aripiprazol bei dieser fluktuierenden Erkrankung vor.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat fürdas Referenzarzneimittel, das Aripiprazol

enthält, eine Zurückstellung vonder Verpflichtung zur Vorlagevon Ergebnissen zu Studien in

einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen in der Behandlung der Schizophrenie und der

Behandlung einer anderen psychiatrischenErkrankung gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl.

Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Aripiprazol wird gut resorbiert, wobei maximalePlasmaspiegel innerhalb von 3 - 5 Stunden

nach der Einnahme erreicht werden.Aripiprazol unterliegt einemminimalen präsystemischen

Metabolismus.

Text Fachinformation Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

Die absolute orale Bioverfügbarkeit der Tablettenformulierung beträgt 87 %. Eine Mahlzeit mit

hohemFettgehalt hat keine Auswirkungen aufdie Pharmakokinetik von Aripiprazol.

Verteilung

Aripiprazol wird im gesamten Körper mit einem scheinbaren Verteilungsvolumen von 4,9 l/kg

verteilt, was auf extensive extravaskuläreVerteilungdeutet. Bei therapeutischen

Konzentrationen wird Aripiprazol und Dehydro-Aripiprazol zu über 99 % an Plasmaproteine,

hauptsächlich Albumin, gebunden.

Biotransformation

Aripiprazol wird überwiegend in der Leber hauptsächlich über drei Biotransformationswege

metabolisiert: Dehydrierung, Hydroxylierung und N-Dealkylierung. Basierend aufIn-vitro-

Studien sind die EnzymeCYP3A4 und CYP2D6 für die Dehydrierung und Hydroxylierung von

Aripiprazol verantwortlich, die N-Dealkylierungwird durch CYP3A4 katalysiert. Aripiprazol

macht den Hauptanteil des Arzneimittels imsystemischenKreislaufaus. ImSteady-state

beträgt der Anteil von Dehydro-Aripiprazol, dem aktiven Metaboliten, ca. 40 % der AUC von

Aripiprazol imPlasma.

Elimination

Die mittlere Eliminationshalbwertszeitliegtbei annähernd75 Stunden für Aripiprazol bei

extensiven Metabolisierern über CYP2D6 und bei annähernd 146 Stunden bei „schlechten“ (=

„poor“) Metabolisierern über CYP2D6.

Die Gesamtkörper-Clearance von Aripiprazol beträgt 0,7 ml/min/kg, die hauptsächlich über die

Leber stattfindet.

Nach oraler Gabe einer Einzeldosis von 14 C-markiertemAripiprazol wurden ca. 27 % der

gegebenen Radioaktivität imUrin und annähernd 60 % in den Faeces gefunden. Weniger als 1

% Aripiprazol wurde unverändert imUrin ausgeschieden und ca. 18 % wurden unverändert in

den Faeces gefunden.

Pharmakokinetik in speziellen Patientengruppen

Kinder und Jugendliche:

Die Pharmakokinetik von Aripiprazol und Dihydro-Aripiprazol bei pädiatrischen Patienten im

Alter von 10 bis 17 Jahren war vergleichbarmit derjenigen von Erwachsenen nach Korrektur

des Unterschieds imKörpergewicht.

Ältere Menschen:

Bei Aripiprazol gibt es keinen Unterschiedin der Pharmakokinetik zwischen älteren und

jüngeren gesunden erwachsenen Probanden. Ebensozeigten sich bei der pharmakokinetischen

Untersuchung schizophrener Patienten keine altersabhängigen Effekte.

Geschlecht:

Bei Aripiprazol gibt es keine Unterschiedein der Pharmakokinetik zwischen männlichen und

weiblichen gesunden Probanden, ebenso zeigten sich bei einer pharmakokinetischen

Untersuchung schizophrener Patientenkeine geschlechtsabhängigen Effekte.

Rauchen und ethnische Zugehörigkeit:

Eine Populations-spezifische Auswertung zur Pharmakokinetik ergab keinen Hinweis auf

klinisch signifikante Unterschiedehinsichtlich der ethnischen Zugehörigkeit oder der

Auswirkung des Rauchens auf die Pharmakokinetik von Aripiprazol.

Text Fachinformation Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

Nierenschaden:

Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Aripiprazol und Dehydro-Aripiprazol waren bei

Patienten mit schwerer Nierenerkrankung imVergleich zu jungen gesunden Probanden ähnlich.

Leberschaden:

Eine Einzeldosis-Studie bei Probanden mit verschiedengradiger Leberzirrhose (Child-Pugh

Klassen A, B und C) zeigte keinen signifikanten Effekt hinsichtlich der Beeinträchtigung der

Leberfunktion auf die Pharmakokinetik von Aripiprazol und Dehydro-Aripiprazol, aber die

Studie umfasste nur 3 Patientenmit Leberzirrhose derKlasseC, wasnicht ausreicht,um

Schlüsse aufderen metabolische Kapazität zu ziehen.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei

wiederholter Gabe, Reproduktions- und Entwicklungstoxizität, Genotoxizität und zum

kanzerogenen Potential lassen die präklinischen Daten keinebesonderen Gefahren für den

Menschen erkennen.

Toxikologisch signifikante Effekte wurdenlediglich bei Dosierungenoder Expositionen

beobachtet,die die maximale Dosierungoder Exposition beim Menschendeutlich

überschritten, damit haben sie für die klinische Anwendung nur begrenzte oder keine

Bedeutung. Die Effekte umfassten eine dosisabhängige Nebennierenrinden-Toxizität

(Lipofuscin-Pigment-Akkumulation und/oderParenchymzellverlust) bei Ratten nach 104

Wochen bei 20 bis 60 mg/kg/Tag (entspricht dem3- bis 10-Fachen dermittleren Steady-state-

AUC bei der empfohlenen Maximaldosis beimMenschen) und eine Zunahmevon

Nebennierenrinden-Karzinomen undkombinierten Nebennierenrinden-

Adenomen/Karzinomen bei weiblichen Rattenbei 60 mg/kg/Tag (das10-Fache der mittleren

Steady-state-AUC bei der empfohlenen Maximaldosis beimMenschen). Die höchste

Exposition in weiblichen Ratten, die keinenTumor induzierte, war 7-mal höher als die

Exposition des Menschen bei empfohlener Dosierung.

Außerdemwurde eineCholelithiasis als Folge der Ausfällung von Sulfat-Konjugaten der

Hydroxy-Metaboliten von Aripiprazol in der Gallevon Affen nach wiederholter oraler Gabe

von 25 bis 125 mg/kg/Tag festgestellt (das 1- bis3-Fache der mittleren Steady-state-AUC bei

der empfohlenen klinischen Maximaldosis oder dem 16- bis 81-Fachen der empfohlenen

Maximaldosis beimMenschen basierend aufmg/m 2 ). Allerdings betrugen die in der

menschlichen Galle bei der höchsten empfohlenen Tagesdosis von 30 mggefundenen

Konzentrationen der Sulfat-Konjugate von Hydroxy-Aripiprazol nicht mehr als 6 % der

Konzentrationen, die in der Studie über 39 Wochen in der Galle von Affen festgestellt wurden,

und liegen weit unter den Grenzwerten (6 %) derIn-vitro-Löslichkeit.

In Studien mit wiederholter Gabe bei jungenRatten und Hunden war dasToxizitätsprofil von

Aripiprazol mit demvon erwachsenen Tierenvergleichbar und es gab keine Hinweise auf

Neurotoxizität oder nachteilige Auswirkungen aufdie Entwicklung.

Basierendauf den Ergebnissen des kompletten Satzesan Standarduntersuchungen zur

Genotoxizität wurde Aripiprazol alsnicht genotoxisch eingestuft. Aripiprazol beeinträchtigte

die Fruchtbarkeit in Studienzur Reproduktionstoxizität nicht. Bei Ratten wurden nach

Dosierungen,die zusubtherapeutischen Expositionen (basierendauf der AUC) führten,

toxische Effekte auf die Entwicklung,einschließlich dosisabhängiger fötaler

Ossifikationsverzögerungen und möglicher teratogener Effekte beobachtet. Bei Kaninchen

wurden diese Effekte nach Dosierungen, die zu Expositionen des 3- und 11-Fachen der

Text Fachinformation Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

mittleren Steady-state-AUC bei der empfohlenen klinischen Maximaldosis führten, beobachtet.

Maternaltoxische Effekte tratenin demDosisbereich auf, in demauch toxische Effekte auf die

intrauterine Entwicklungbeobachtet worden waren.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Lactose-Monohydrat

Mikrokristalline Cellulose

Croscarmellose-Natrium

Hochdisperses Siliciumdioxid

Aspartam(E 951)

Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

Indigocarmin-Aluminiumsalz (E 132)(nur Aripiprazol-neuraxpharm 5 mg)

Eisen(III)-oxid (E 172)(nur Aripiprazol-neuraxpharm 10 mg und 30 mg)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)(nur Aripiprazol-neuraxpharm 15 mg)

Vanille-Aroma, Pulver (enthält arabisches Gummi und Maltodextrin)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Al//PVC/Al/oPA-Blisterpackungen

Packungsgrößen:

14, 49 oder 98 Tabletten

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen

Anforderungen zu beseitigen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

neuraxpharm

Arzneimittel GmbH

Elisabeth-Selbert-Straße 23

40764 Langenfeld

Text Fachinformation Aripiprazol-neuraxpharm Tabletten

Version: Stand: 07/2015

Tel. 02173 / 1060 - 0

Fax 02173 / 1060 - 333

8. ZULASSUNGSNUMMERN

92511.00.00

92512.00.00

92513.00.00

92514.00.00

9. DATUMDER ERTEILUNG DER ZULASSUNG

31.03.2015

10. STAND DER INFORMATION

07/2015

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

1506

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Dokumentverlauf anzeigen

Teilen Sie diese Informationen