Alendronsäure-ratiopharm plus Alfacalcidol 70 mg Tabletten und 1 Mikrogramm Weichkapseln Tablette und Weichkapsel

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Mononatriumalendronat 1 H<2>O, Alfacalcidol
Verfügbar ab:
TEVA GmbH
ATC-Code:
M05BB05
INN (Internationale Bezeichnung):
Mono Sodium Alendronate 1 H<2>O, Alfacalcidol
Darreichungsform:
Tablette und Weichkapsel
Zusammensetzung:
Mononatriumalendronat 1 H<2>O 81.2mg; Alfacalcidol 1.µg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
65624.00.00

Gebrauchsinformation:

Information für den Anwender

Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol 70 mg Tabletten und 1 Mikrogramm

Weichkapseln

Alendronsäure als Mononatriumalendronat-Monohydrat (Tabletten) und Alfacalcidol

(Weichkapseln)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, auch wenn Sie es schon längere Zeit einnehmen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

Was ist Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Einnahme von Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol beachten?

Wie ist Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol aufzubewahren?

Weitere Informationen

1.

WAS IST ALENDRONSÄURE-RATIOPHARM

®

PLUS ALFACALCIDOL UND WOFÜR

WIRD ES ANGEWENDET?

Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol ist ein Medikament aus zwei Bestandteilen:

Alendronsäure-Tabletten (von denen Sie einmal pro Woche morgens eine Tablette einnehmen) und

Alfacalcidol-Weichkapseln (von denen Sie einmal täglich abends eine Kapsel einnehmen).

Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol wird angewendet zur Behandlung einer nach den

Wechseljahren auftretenden (= postmenopausalen) Osteoporose.

Was ist Alendronsäure?

Alendronsäure gehört zur Arzneimittel-Gruppe der so genannten Bisphosphonate. Alendronsäure

verhindert den Verlust von Knochenmasse, der bei Frauen nach den Wechseljahren auftritt, und hilft

beim Wiederaufbau des Knochens. Auf diese Weise vermindert Alendronsäure das Risiko von

Knochenbrüchen, die häufig im Zusammenhang mit einer Osteoporose auftreten. Dies sind

insbesondere Wirbel- und Hüftbrüche. Alendronsäure ist kein Hormon-Präparat.

Was ist Alfacalcidol?

Alfacalcidol gehört zur Arzneimittelgruppe der so genannten „Vitamin-D-Analoga“, die die Menge

von Kalzium und Phosphat im Körper regulieren.

Alfacalcidol bewirkt, dass im Dünndarm vermehrt Kalzium und Phosphat aus der Nahrung

aufgenommen wird und fördert den Einbau von Mineralstoffen in den Knochen. Gleichzeitig reduziert

Alfacalcidol die Freisetzung von Kalzium aus dem Knochen und verhindert den Knochenabbau. Es

konnte nachgewiesen werden, dass Alfacalcidol bei älteren Menschen die Häufigkeit von Stürzen

deutlich verminderte.

2.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON ALENDRONSÄURE-RATIOPHARM

®

PLUS ALFACALCIDOL BEACHTEN?

Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol

darf nicht eingenommen werden

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Alfacalcidol, Alendronsäure oder andere

Arzneimittel aus der Gruppe der Bisphosphonate sind

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Erdnüsse, Soja oder einen der sonstigen Bestandteile

sind

wenn bei Ihnen eine Verengung der Speiseröhre, Schluckbeschwerden oder andere Probleme

vorliegen, die dazu führen, dass die Nahrung nicht ungehindert aus der Speiseröhre in den Magen

gelangen kann

wenn Sie nicht in der Lage sind, mindestens 30 Minuten lang aufrecht zu stehen oder zu sitzen.

Sie dürfen nicht liegen, weil es sonst bei der Einnahme von Alendronsäure-ratiopharm

plus

Alfacalcidol zu Reizungen im Bereich der Speiseröhre kommen kann

wenn Ihr Arzt Ihnen gesagt hat, dass die Magnesium-Konzentration in Ihrem Blut zu hoch ist

wenn Ihr Arzt Ihnen gesagt hat, dass die Kalzium-Konzentration in Ihrem Blut zu niedrig oder

aber zu hoch ist

wenn Sie an einem so genannten Milch-Alkali-Syndrom oder Burnett-Syndrom leiden. Dabei sind

bestimmte Blutwerte (Kalzium-Konzentration und Kalzium-Phosphat-Produkt) und der pH-Wert

des Blutes erhöht (so genannte Alkalose)

wenn Sie an einer bekannten Vitamin-D-Überempfindlichkeit leiden

wenn Sie an einer Vitamin-D-Vergiftung leiden

wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden und eine Dialysebehandlung benötigen

wenn Sie früher einmal an Nierensteinen gelitten haben oder an Sarkoidose (Morbus Boeck)

erkrankt sind, besteht für Sie ein höheres Risiko, wenn Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol sollte nicht an Kinder und Jugendliche verabreicht

werden.

Wenn Sie denken, dass einer oder mehrere dieser Punkte auf Sie zutreffen, nehmen Sie diese Tabletten

nicht ein. Sprechen Sie zunächst mit Ihrem Arzt und befolgen Sie seine Ratschläge.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol ist

erforderlich,

wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden

wenn Sie unter einer Störung der Nierenfunktion leiden, bereits einmal Nierensteine hatten oder

an einer anderen Nierenerkrankung leiden, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt. Er wird entscheiden,

ob Sie Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol einnehmen sollten.

wenn Sie an Allergien leiden

wenn Sie eine niedrige Kalzium-Konzentration im Blut haben, muss diese erst ausgeglichen

werden, bevor Sie Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol einnehmen. Auch andere

Erkrankungen wie Nebenschilddrüsenunterfunktion, die mit einer Störung des Kalzium- oder

Phosphat-Haushaltes in Ihrem Körper einhergehen, bedürfen gegebenenfalls einer vorherigen

Behandlung und einer engmaschigen Überwachung während der Einnahme von Alendronsäure-

ratiopharm

plus Alfacalcidol.

wenn Sie an den Krankheiten Sarkoidose (Morbus Boeck), Leukämie oder Lymphom leiden,

besteht für Sie ein höheres Risiko, wenn sie dieses Arzneimittel einnehmen

wenn Sie an Erkrankungen im Bereich des oberen Magen-Darm-Trakts leiden wie

Schluckstörungen, Erkrankungen der Speiseröhre, Entzündungen der Magen- oder der

Dünndarmschleimhaut oder Geschwüren, oder wenn Sie vor kurzem (innerhalb des vergangenen

Jahres) an schweren Magen-Darm-Erkrankungen gelitten haben wie einem peptischen Ulkus oder

aktiven Magen-Darm-Blutungen, oder wenn ein chirurgischer Eingriff im Bereich des oberen

Magen-Darm-Trakts vorgenommen wurde (außer einem als Pyloroplastik bezeichneten operativen

Eingriff am Magenausgang).

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol einnehmen:

wenn Ihnen der Arzt mitgeteilt hat, dass bei Ihnen eine Erkrankung vorliegt, die mit

Veränderungen der Zellen im unteren Speiseröhrenbereich einhergeht (Barrett-Syndrom).

Bitte teilen Sie Ihrem Arzt unbedingt mit, bevor Sie mit der Einnahme von Alendronsäure-

ratiopharm

plus Alfacalcidol beginnen, wenn:

Sie schlechte Zähne bzw. eine Zahnfleischerkrankung haben, Ihnen ein Zahn gezogen werden

soll oder Sie nicht regelmäßig zum Zahnarzt gehen,

Sie Krebs haben,

Sie eine Chemotherapie oder Strahlenbehandlung erhalten,

Sie Kortisonpräparate (wie

Prednison

oder

Dexamethason

) einnehmen,

Sie rauchen oder früher geraucht haben (dadurch wird das Risiko für Zahnerkrankungen

erhöht).

Vor der Behandlung mit Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol wurde Ihnen möglicherweise

eine zahnärztliche Kontrolluntersuchung empfohlen.

Während der Behandlung mit Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol sollten Sie Ihre Zähne

sorgfältig pflegen. Im Verlauf der Behandlung sollten Sie regelmäßige Kontrolluntersuchungen vom

Zahnarzt durchführen lassen. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihren Zahnarzt, wenn Sie

Beschwerden im Mundbereich bemerken, wie lockere Zähne, Schmerzen oder Schwellungen.

Während der Einnahme von Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol kann es zu Reizungen,

Entzündungen oder Geschwüren der Speiseröhre kommen, die in seltenen Fällen von Verengungen

der Speiseröhre gefolgt sein können. Diese sind oft mit Symptomen wie Brustschmerzen, Sodbrennen

oder Schwierigkeiten bzw. Schmerzen beim Schlucken verbunden und können so schwerwiegend sein,

dass eine Einweisung in ein Krankenhaus erforderlich wird.

Diese Probleme treten seltener auf, wenn Sie zusammen mit der Einnahme von Alendronsäure-

Tabletten ein volles Glas Wasser trinken (mindestens 200 ml,

kein

Mineralwasser!) und/oder wenn

Sie es nach Einnahme der Alendronsäure-Tabletten über 30 Minuten vermeiden, sich hinzulegen. Bitte

beachten Sie, dass sich diese Nebenwirkungen verschlechtern können, wenn Sie die Alendronsäure-

Tabletten nach Auftreten der Symptome weiter einnehmen. Außerdem ist das Risiko für derartige

Nebenwirkungen erhöht, wenn Sie das Arzneimittel nicht korrekt einnehmen. Beachten Sie daher bitte

unbedingt die Angaben in Abschnitt 3 „WIE IST ALENDRONSÄURE-RATIOPHARM

PLUS

ALFACALCIDOL EINZUNEHMEN“.

Schwerwiegende Hautreaktionen mit Rötung und Blasenbildung oder anderen Auswirkungen auf die

Haut oder Schleimhäute wurden berichtet (Stevens-Johnson-Syndrom oder toxische epidermale

Nekrolyse). Falls Sie das Gefühl haben, dass es bei Ihnen zu einer derartigen Reaktion gekommen ist,

müssen Sie sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Bei Einnahme von Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol zusammen mit anderen

Arzneimitteln:

Arzneimittel, die die Wirkung von Alendronsäure beeinflussen:

Kalziumhaltige Nahrungsergänzungsmittel, Magensäure-Neutralisierer (Antazida) und manche

anderen oral (über den Mund) anzuwendenden Medikamente können die Aufnahme von

Alendronsäure-Tabletten in den Körper beeinflussen, wenn sie gleichzeitig eingenommen werden.

Daher ist es wichtig, dass Sie die Hinweise befolgen, die im Abschnitt 3 “WIE IST

ALENDRONSÄURE-RATIOPHARM

PLUS ALFACALCIDOL EINZUNEHMEN?“ gegeben

werden.

Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Rheuma oder lang anhaltenden Schmerzen, die als

nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) bezeichnet werden (wie z. B. Acetylsalicylsäure [ASS]

oder Ibuprofen), können zu Verdauungsbeschwerden führen. Daher ist Vorsicht geboten, wenn diese

Arzneimittel gleichzeitig mit Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol eingenommen werden.

Arzneimittel, die die Wirkung von Alfacalcidol beeinflussen:

Vitamin D und seine Abkömmlinge dürfen nicht gleichzeitig mit Alfacalcidol eingenommen werden,

da Alfacalcidol selbst ein sehr wirksamer Vitamin-D-Abkömmling ist. Die gleichzeitige Gabe mit

anderen Vitamin-D-Abkömmlingen kann das Risiko für eine erhöhte Kalzium-Konzentration im Blut

(Hyperkalzämie) stark erhöhen. Eine stark erhöhte Kalzium-Konzentration im Blut kann

lebensbedrohlich sein.

Ebenso können kalziumhaltige Präparate, Thiazide (bestimmte Entwässerungsmittel – „Diuretika“)

und andere Arzneimittel, die die Kalzium-Konzentration im Blut erhöhen, das Risiko für erhöhte

Kalzium-Konzentrationen steigern.

Bei Patienten, die ein Digitalispräparat einnehmen, kann bereits ein leichter Anstieg der Kalzium-

Konzentration im Blut Herzrhythmusstörungen hervorrufen. Daher müssen Patienten, die Digitalis und

Alfacalcidol-Weichkapseln einnehmen, streng überwacht werden.

Wenn Sie gleichzeitig ein Barbiturat (starkes Schlafmittel bzw. Mittel gegen Krampfleiden) oder ein

anderes Mittel gegen Krampfleiden (Antikonvulsivum) einnehmen, teilen Sie dies bitte Ihrem Arzt

mit, damit er gegebenenfalls die Menge Alfacalcidol, die Sie einnehmen, anpasst.

Außerdem können die folgenden Arzneimittel-Gruppen die Wirkung von Alfacalcidol beeinträchtigen:

Glukokortikoide (Kortison und verwandte Substanzen)

gallensäurebindende Mittel (Colestyramin, Colestipol)

Sucralfat (ein die Magenschleimhaut schützendes Medikament)

stark aluminiumhaltige Neutralisierer der Magensäure (Antazida).

Alfacalcidol-Weichkapseln und aluminiumhaltige Antazida sollten daher nicht gleichzeitig, sondern in

einem zeitlichen Abstand von 2 Stunden eingenommen werden.

Wenn Sie aufgrund Ihrer Wechseljahre Hormone nach Art des Östrogens einnehmen, können diese die

Wirkung von Alfacalcidol verstärken.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor

kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel

handelt.

Bei Einnahme von Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol zusammen mit

Nahrungsmitteln und Getränken

Speisen und Getränke (auch Mineralwasser!) führen wahrscheinlich zu einer verminderten

Wirksamkeit von Alendronsäure-Tabletten, wenn sie zusammen mit dem Medikament

eingenommen werden. Es ist daher wichtig, dass Sie die Hinweise befolgen, die im Abschnitt 3

“WIE IST ALENDRONSÄURE-RATIOPHARM

®

PLUS ALFACALCIDOL

EINZUNEHMEN?“ gegeben werden.

Schwangerschaft und Stillzeit:

Sie dürfen Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind

oder glauben, schwanger zu sein. Sie dürfen Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol auch nicht

einnehmen, wenn Sie stillen.

Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol ist nur für die Anwendung bei Frauen nach den

Wechseljahren bestimmt.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es ist unwahrscheinlich, dass Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol Auswirkungen auf Ihre

Fähigkeit hat, am Straßenverkehr teilzunehmen und Maschinen zu bedienen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol

Alfacalcidol-Weichkapseln enthalten Erdnussöl. Wenn Sie allergisch gegen Erdnüsse oder Soja sind,

dürfen Sie dieses Medikament nicht einnehmen.

Alfacalcidol-Weichkapseln enthalten Sorbitol. Bitte nehmen Sie Alendronsäure-ratiopharm

plus

Alfacalcidol erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer

Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3.

WIE IST ALENDRONSÄURE-RATIOPHARM

®

PLUS ALFACALCIDOL

EINZUNEHMEN?

Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol besteht aus Alendronsäure-Tabletten und Alfacalcidol-

Weichkapseln.

Nehmen Sie Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol immer genau nach Anweisung des Arztes

ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis

Alendronsäure-Tabletten

Nehmen Sie

einmal pro Woche

eine Tablette ein.

Wählen sie einen Tag der Woche, der am besten in Ihren allgemeinen Zeitplan passt. Nehmen Sie jede

Woche an dem von Ihnen gewählten Tag eine Tablette ein.

Alendronsäure-Tabletten können Reizungen im Bereich von Mund und Speiseröhre hervorrufen. Um

das Risiko einer Schleimhautreizung zu vermindern, gehen Sie bei der Einnahme der Alendronsäure-

Tabletten bitte unbedingt folgendermaßen vor:

1) Nehmen Sie die Alendronsäure-Tablette an dem von Ihnen gewählten Wochentag nach dem

Aufstehen ein und bevor Sie etwas essen, trinken oder andere Medikamente einnehmen.

Schlucken Sie die Alendronsäure-Tablette herunter und trinken Sie anschließend

sofort

ein volles

Glas Wasser (mindestens 200 ml). Sie dürfen die Tablette

nicht

kauen und

nicht

im Mund

zergehen lassen.

Nehmen Sie die Tablette

nicht

mit Mineralwasser ein (weder mit noch ohne Kohlensäure).

Nehmen Sie die Tablette

nicht

mit Kaffee oder Tee ein.

Nehmen Sie die Tablette

nicht

mit Saft oder Milch ein.

Legen Sie sich nach der Einnahme der Tablette

nicht

hin, sondern halten Sie Ihren Oberkörper

nach Einnahme der Tablette über mindestens 30 Minuten in aufrechter Position (sitzen, stehen

oder gehen). Legen Sie sich danach nicht hin, ohne zuvor eine Mahlzeit zu sich zu nehmen. Auf

diese Weise verhindern Sie, dass die Tabletten aus dem Magen zurück in die Speiseröhre

gelangen und dort Reizungen hervorrufen.

Nehmen Sie die ersten Speisen, Getränke oder anderen Medikamente [einschließlich

Magensäure-Neutralisierer (Antazida), kalziumhaltige Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine]

des Tages aber frühestens 30 Minuten nach der Einnahme der Alendronsäure-Tablette zu sich.

Alendronsäure-Tabletten sind nur dann wirksam, wenn Sie sie auf leeren Magen einnehmen.

Nehmen Sie Alendronsäure-Tabletten nicht vor dem Schlafengehen oder vor dem Aufstehen ein.

Wenn Sie Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Schlucken oder Brustschmerzen verspüren oder

wenn bei Ihnen plötzlich Sodbrennen auftritt oder sich ein häufig von Ihnen verspürtes

Sodbrennen verstärkt, müssen Sie die Einnahme der Alendronsäure-Tabletten unterbrechen und

Ihren Arzt benachrichtigen.

Alfacalcidol-Weichkapseln

Nehmen Sie

einmal täglich eine Kapsel

ein.

Nehmen Sie die Alfacalcidol-Weichkapsel jeweils am Abend ein.

Schlucken Sie die Kapsel im Ganzen mit ausreichend Flüssigkeit.

Ihr Arzt sollte regelmäßig die Kalzium-Konzentration in Ihrem Blut bestimmen. Falls es zu einem

Anstieg dieser Konzentration kommt, kann es sein, dass Sie gegebenenfalls auf die Einnahme von

kalziumhaltigen Produkten verzichten oder aber die Einnahme der Alfacalcidol-Weichkapseln

unterbrechen müssen, bis die Kalzium-Konzentration in Ihrem Blut wieder normal ist.

Es ist wichtig, dass Sie die Einnahme von Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol so lange

fortsetzen, wie Ihr Arzt Ihnen das Medikament verschreibt. Alendronsäure-ratiopharm

®

plus

Alfacalcidol kann Ihre Osteoporose nur dann verbessern, wenn Sie die Tabletten und Kapseln auch

einnehmen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung

von Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol eingenommen

haben als Sie sollten

Fragen Sie in jedem Fall unverzüglich einen Arzt (z. B. Vergiftungsnotruf) um Rat. Dieser kann den

Schweregrad der Überdosierung beurteilen und die erforderlichen Maßnahmen festlegen.

Wenn Sie aus Versehen zu viele Alendronsäure-Tabletten eingenommen haben

Trinken Sie ein volles Glas Milch. Führen Sie kein Erbrechen herbei und legen Sie sich nicht hin.

Informieren Sie einen Arzt (z. B. Vergiftungsnotruf).

Bei Überdosierung von Alendronsäure kann es zu einer Erniedrigung der Kalzium- und Phosphat-

Konzentration in Ihrem Blut (Hypokalzämie, Hypophosphatämie) und Beschwerden im Magen-Darm-

Trakt wie Magenverstimmungen, Sodbrennen, Speiseröhren- und Magenschleimhaut-Entzündungen

oder Geschwüren kommen.

Wenn Sie aus Versehen zu viele Alfacalcidol-Weichkapseln eingenommen haben

Bei längerer Überdosierung von Alfacalcidol kann es zu einer unter Umständen lebensbedrohlichen

Erhöhung der Kalzium-Konzentration in Ihrem Blut (Hyperkalzämie) kommen.

Die Symptome dieser Störung können schleichend sein und mit einem allgemeinen Unwohlsein

verwechselt werden. Mögliche Ausprägungen sind:

Schwäche, Müdigkeit, Abgespanntheit, Kopfschmerzen

Beschwerden im Verdauungstrakt wie Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung oder Durchfall

Sodbrennen, Mundtrockenheit

Muskel-, Knochen- und Gelenkschmerzen

Juckreiz oder Herzklopfen (Palpitationen).

Wenn Ihre Nieren nicht mehr in der Lage sind, den Urin zu konzentrieren, kann es außerdem zu

folgenden Störungen kommen:

vermehrte Harnmenge, vermehrtes Durstempfinden und Trinken, nächtlicher Harndrang

Auftreten von Eiweiß im Urin.

Wenden Sie sich, wenn Sie zu viele Alfacalcidol-Weichkapseln eingenommen haben oder wenn Sie

aufgrund der genannten Symptome meinen, dass Ihre Kalzium-Konzentration im Blut zu hoch sein

könnte, an Ihren Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Alendronsäure-Tabletten vergessen haben

Wenn Sie eine Alendronsäure-Tablette vergessen haben, nehmen Sie am folgenden Morgen, nachdem

Sie Ihr Versäumnis bemerkt haben, eine Alendronsäure-Tablette ein.

Nehmen Sie nicht zwei Tabletten

an einem Tag ein!

Setzen Sie danach Ihr übliches Behandlungsschema fort und nehmen Sie wieder

wie gewohnt an dem von Ihnen gewählten Wochentag eine Alendronsäure-Tablette ein.

Wenn Sie die Einnahme von Alfacalcidol-Weichkapseln vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Führen

Sie die Einnahme einfach wie im Behandlungsschema vorgesehen fort.

Wenn Sie die Einnahme von Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol abbrechen

Sie sollten die Behandlung mit Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol nicht ohne Rücksprache

mit Ihrem behandelnden Arzt eigenständig unterbrechen oder vorzeitig beenden. Ist eine

Unterbrechung oder vorzeitige Beendigung aus ärztlicher Sicht angezeigt, so beachten Sie bitte die

von Ihrem Arzt gegebenen Hinweise.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol Nebenwirkungen haben, die

aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

sehr häufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

häufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1000

selten:

1 bis 10 Behandelte von 10 000

sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10 000

nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, nehmen Sie

Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol nicht weiter ein und suchen Sie Ihren Arzt möglichst

umgehend auf.

Mögliche Nebenwirkungen der Alendronsäure-Tabletten

Erkrankungen des Immunsystems:

Selten:

allergische Reaktionen wie Nesselsucht, Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge

und/oder Rachen, die zu Atem- oder Schluckbeschwerden führen können

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

Selten:

Symptome eines niedrigen Calciumspiegels im Blut einschließlich Muskelkrampf oder

–zuckung und/oder ein kribbelndes Gefühl in den Fingern oder um den Mund

Erkrankungen des Nervensystems:

Häufig:

Kopfschmerzen

Augenerkrankungen:

Selten:

Verschwommensehen, Augenschmerzen oder gerötete Augen (Uveitis, Skleritis,

Episkleritis)

Erkrankungen des Verdauungstrakts:

Häufig:

Bauchschmerzen; Verdauungsbeschwerden; Verstopfung; aufgetriebener Leib;

Durchfall; Blähungen; saures Aufstoßen; Schluckbeschwerden; Schmerzen beim

Schlucken; Geschwüre der Speiseröhre, die Schmerzen im Brustkorb, Sodbrennen und

Schmerzen oder Beschwerden beim Schlucken verursachen können

Gelegentlich:

Übelkeit; Erbrechen; Reizungen und Entzündungen der Speiseröhre oder der

Magenschleimhaut; schwarzer oder teerähnlicher Stuhl

Selten:

Verengungen der Speiseröhre; Geschwüre im Mund nach Kauen oder Lutschen der

Tablette; Magen- oder Darmgeschwüre (manchmal schwerwiegend oder mit Blutungen)

Erkrankungen der Haut:

Gelegentlich:

Hautausschlag; Juckreiz; gerötete Haut

Selten:

durch Sonnenlicht verstärkter Ausschlag, schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-

Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse)

Skelettmuskulaturerkrankungen:

Häufig:

Knochen-, Muskel- und/oder Gelenkschmerzen

Selten:

Schmerzen im Mund und/oder Kiefer, Schwellungen oder wunde Mundschleimhaut,

Taubheits- oder Schweregefühl des Kiefers, oder Lockerung eines Zahnes. Diese

Beschwerden können Anzeichen einer Schädigung des Knochens am Kiefer sein

(Osteonekrose), im Allgemeinen in Verbindung mit verzögerter Wundheilung und

Infektionen, oft nach dem Ziehen von Zähnen. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Ihren Zahnarzt, wenn bei Ihnen solche Beschwerden auftreten.

Starke Knochen-, Muskel- und/oder Gelenkschmerzen

Ungewöhnliche (atypische) Brüche des Oberschenkelknochens, insbesondere bei

Patienten unter Langzeitbehandlung gegen Osteoporose, können selten auftreten.

Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie Schmerzen, Schwäche oder Beschwerden in

Oberschenkel, Hüfte oder Leiste verspüren, da es sich dabei um ein frühes Anzeichen

eines möglichen Oberschenkelknochenbruchs handeln könnte.

Sehr selten:

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn bei Ihnen Ohrenschmerzen, Ausfluss aus dem Ohr

und/oder eine Ohreninfektion auftreten. Diese könnten Anzeichen für eine Schädigung

der Knochen im Ohr sein.

Allgemeine Erkrankungen:

Selten:

vorübergehende grippeartige Symptome, wie Muskelschmerzen, allgemeines

Unwohlsein und manchmal mit Fieber, üblicherweise bei Behandlungsbeginn

Nach Markteinführung wurden folgende Reaktionen berichtet (Häufigkeit unbekannt):

Erkrankungen des Nervensystems:

(Dreh-)Schwindel.

Skelettmuskulaturerkrankungen:

Gelenkschwellungen.

Allgemeine Erkrankungen:

Müdigkeit; Schwellungen an Händen oder Beinen

Laborwerte:

Sehr häufig:

vorübergehender, leichter Abfall der Kalzium- und/oder Phosphat-Konzentration im

Blut, im Allgemeinen innerhalb der Normwerte

Mögliche Nebenwirkungen der Alfacalcidol-Weichkapseln

Es wurde über allergische Hautreaktionen und anaphylaktische Schockzustände berichtet (sehr

starke und lebensbedrohliche allergische Reaktion). Möglicher Auslöser ist das Erdnussöl, das ein

Bestandteil von Alfacalcidol-Weichkapseln ist.

Wenn Sie nicht die korrekte Dosis von Alfacalcidol-Weichkapseln einnehmen, kann die Kalzium-

Konzentration in Ihrem Blut ansteigen. Anzeichen für eine mögliche Erhöhung der Kalzium-

Konzentration sind Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden, vermehrtes Durstgefühl oder Juckreiz.

Wenn bei Ihnen derartige Anzeichen auftreten, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, damit er die

Kalzium-Konzentration in Ihrem Blut kontrolliert. Eine derartige Erhöhung der Kalzium-

Konzentration ist besonders gefährlich, wenn Sie gleichzeitig aufgrund einer Herzschwäche

Digitalis einnehmen (siehe hierzu auch unter Abschnitt 2 „Bei Einnahme von Alendronsäure-

ratiopharm

plus Alfacalcidol zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Bisher kam es unter Alfacalcidol-Weichkapseln nur selten zu leichten und vorübergehenden Anstiegen

der Phosphat-Konzentration im Blut.

Während der Behandlung mit Alfacalcidol-Weichkapseln muss Ihr Arzt regelmäßige Kontrollen der

Kalzium- und Phosphat-Konzentration in Ihrem Blut vornehmen. Diese Kontrollen sollten in

wöchentlichen bis monatlichen Abständen durchgeführt werden. Zu Beginn der Behandlung können

häufigere Bestimmungen notwendig sein.

Sehr selten (bei weniger als 1 von 10.000 Behandelten) wurde über Kalkablagerungen in Geweben,

wie z. B. der Hornhaut des Auges oder den Blutgefäßen berichtet, die sich jedoch zurückbilden

konnten.

Für Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol gilt

Die beiden Bestandteile von Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol, Alendronsäure und

Alfacalcidol, können beide die Kalzium-Konzentration in Ihrem Blut beeinflussen: Alendronsäure

kann sie vermindern und Alfacalcidol kann Sie erhöhen. Auf diese Weise wird das Risiko für

Störungen des Kalzium-Haushaltes vermindert.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST ALENDRONSÄURE-RATIOPHARM

®

PLUS ALFACALCIDOL

AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton angegebenen

Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Nicht über 25 °C lagern.

6.

WEITERE INFORMATIONEN

Was Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol enthält:

Der Wirkstoff der Alendronsäure-Tabletten ist: Alendronsäure als Mononatriumalendronat-

Monohydrat.

1 Tablette enthält 81,2 mg Mononatriumalendronat-Monohydrat, entsprechend 70 mg Alendronsäure.

Die sonstigen Bestandteile der Alendronsäure-Tabletten sind:

mikrokristalline Cellulose, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph.Eur.).

Der Wirkstoff der Alfacalcidol-Weichkapseln ist: Alfacalcidol.

1 Weichkapsel enthält 1 Mikrogramm Alfacalcidol.

Die sonstigen Bestandteile der Alfacalcidol-Weichkapseln sind:

Citronensäure, Propylgallat (Ph.Eur.), all-rac-alpha-Tocopherol, Ethanol, Erdnussöl, Gelatine,

Glycerol 85 %, D-Mannitol-D-Glucitol-Sorbitan-höhere Polyole-Gemisch (0-6 % / 25-40 % / 20-30 %

/ 12,5-19 %) und Titandioxid (E 171).

Drucktinte: Schellack, Eisen(II,III)-oxid (E 172), Butan-1-ol, Propylenglycol.

Wie Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol aussieht und Inhalt der Packung:

Alendronsäure-Tabletten

sind weiße bis weißliche, auf beiden Seiten platte, runde Tabletten mit abgeschrägten Kanten. Auf der

einen Seite der Tablette ist ein „T” aufgeprägt, die andere Seite trägt keine Aufprägung.

Alfacalcidol-Weichkapseln

sind matte, weiße bis gebrochen weiße, ovale Weichkapseln mit dem schwarzen Aufdruck „1,0“.

Jeweils eine Alendronsäure-Tablette und sieben Alfacalcidol-Weichkapseln sind zusammen in einer

Blisterpackung enthalten.

Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol ist erhältlich in Packungen mit

4 Alendronsäure-Tabletten und 28 Alfacalcidol-Weichkapseln.

12 Alendronsäure-Tabletten und 84 Alfacalcidol-Weichkapseln.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Zulassungsinhaber

TEVA GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

Mitvertreiber:

ratiopharm GmbH

Graf-Arco-Straße 3

89079 Ulm

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

89143 Blaubeuren

Pharmachemie B.V.

Swensweg 5

2031 GA Haarlem

Niederlande

TEVA Pharma B.V.

Swensweg 5

2031 GA Haarlem

Niederlande

TEVA UK Ltd.

Brampton Road, Hampden Park

Eastbourne, EastSussex BN22 9AG

Vereinigtes Königreich

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im November 2015.

Versionscode: Z14

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Alendronsäure-ratiopharm

plus Alfacalcidol 70 mg Tabletten und 1 Mikrogramm Weichkapseln

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Tablette enthält 81,2 mg Mononatriumalendronat-Monohydrat, entsprechend 70 mg Alendronsäure.

1 Weichkapsel enthält 1 µg Alfacalcidol.

Sonstige Bestandteile: Erdnussöl, Mannitol-Sorbitol-Sorbitan-höhere Polyole-Gemisch

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Tablette und Weichkapsel

Alendronsäure-Tabletten 70 mg

Weiße bis gebrochen weiße, biplane runde Tabletten mit abgeschrägten Kanten,

aufgeprägtem „T”

auf der einen Seite und ohne Kennzeichnung auf der anderen Seite.

Alfacalcidol-Weichkapseln 1 Mikrogramm

Matte, weiße bis gebrochen weiße, ovale Weichkapsel mit dem schwarzen Aufdruck „1,0“.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung der postmenopausalen Osteoporose. Alendronsäure vermindert das Risiko von Wirbel-

und Hüftfrakturen und für Alfacalcidol wurde eine signifikante Verminderung der Sturzrate bei

Älteren nachgewiesen.

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol

besteht aus zwei

eigenständigen Formulierungen:

einer Tablette mit Alendronsäure, die einmal pro Woche eingenommen wird und einer Weichkapsel

mit Alfacalcidol, die einmal pro Tag eingenommen wird. Die Dosierung und Art der Anwendung für

beide Formulierungen sind zu beachten:

Hinweise, um eine ausreichende Resorption von Alendronsäure zu gewährleisten:

Alendronsäure

-Tabletten 70 mg sind einmal pro Woche einzunehmen, nur mit reinem Wasser und

mindestens 30 Minuten vor der ersten Aufnahme von Nahrungsmitteln, Getränken oder

Medikamenten für den Tag. Andere Getränke, einschließlich Mineralwasser, Nahrungsmittel und

einige Medikamente können möglicherweise die Resorption von Alendronsäure beeinträchtigen (siehe

Abschnitt 4.5).

Damit die Tabletten so schnell wie möglich in den Magen gelangen und somit die Möglichkeit lokaler

und ösophagealer Reizungen bzw. unerwünschter Wirkungen vermindert wird (siehe Abschnitt 4.4),

sollten folgende Hinweise beachtet werden:

Alendronsäure-Tabletten 70 mg sollen nur nach dem täglichen Aufstehen mit einem vollen Glas

Wasser (mindestens 200 ml) geschluckt werden.

Die Patienten sollen die Tablette nicht kauen oder im Mund zergehen lassen, da das Risiko für die

Ausbildung oropharyngealer Ulzera besteht.

Die Patienten sollen sich nach Einnahme von Alendronsäure-Tabletten 70 mg mindestens 30

Minuten nicht hinlegen.

Die erste Nahrungsaufnahme des Tages darf frühestens 30 Minuten nach Einnahme der Tablette

erfolgen.

Alendronsäure-Tabletten 70 mg sollen nicht vor dem Schlafengehen oder vor dem ersten

Aufstehen des Tages eingenommen werden.

Die Patienten sollten ergänzend Calcium erhalten, sofern die Versorgung über die Nahrung nicht

ausreichend ist (siehe Abschnitt 4.4).

Die optimale Dauer einer Bisphosphonat-Behandlung bei Osteoporose ist nicht festgelegt. Die

Notwendigkeit einer Weiterbehandlung sollte in regelmäßigen Abständen auf Grundlage des Nutzens

und potenzieller Risiken von Alendronsäure für jeden Patienten individuell beurteilt werden,

insbesondere bei einer Anwendung über 5 oder mehr Jahre.

Anwendung bei älteren Menschen:

In klinischen Studien gab es keinen altersabhängigen Unterschied im Wirksamkeits- oder

Sicherheitsprofil von Alendronsäure. Daher ist eine Dosisanpassung bei älteren Menschen nicht

erforderlich.

Anwendung bei Nierenfunktionsstörungen:

Bei Patienten mit einer glomerulären Filtrationsrate (GFR) über 35 ml/min ist eine Dosisanpassung

nicht erforderlich. Für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit einer GFR unter 35 ml/min

wird Alendronsäure auf Grund mangelnder Erfahrung nicht empfohlen.

Alendronsäure-Tabletten 70 mg wurden zur Behandlung der Glucocorticoid-induzierten Osteoporose

nicht untersucht.

Alfacalcidol

sollte am Abend eingenommen werden.

Die empfohlene Dosierung beträgt 1 µg pro Tag. Während der Therapie sollte die

Serumcalciumkonzentration überwacht werden und bei erhöhten Werten (> 2,6 mmol/l) muss

überprüft werden, ob zusätzlich calciumhaltige Substanzen aufgenommen werden. Ist dies der Fall,

muss deren Einnahme abgebrochen werden. Ist dies nicht möglich, muss die Einnahme der

Alfacalcidol-Weichkapseln unterbrochen werden, bis wieder normale Serumcalciumkonzentrationen

erreicht sind

(2,2-2,6 mmol/l).

Die Kapseln sollten im Ganzen mit einer ausreichenden Menge Flüssigkeit geschluckt werden. Über

die Dauer der Behandlung ist vom Arzt für jeden Patienten individuell zu entscheiden.

Die Einnahme von

Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol

muss unterbrochen werden, wenn

eine der Formulierungen für den Patienten nicht geeignet ist.

Die beiden Bestandteile von

Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol

, Alendronsäure und

Alfacalcidol,

können entgegengesetzte Wirkungen ausüben, um größere Schwankungen der

Serumcalciumkonzentration zu vermeiden. Beide Substanzen können die Calciumkonzentration im

Blut beeinflussen: Alendronsäure kann sie vermindern, Alfacalcidol erhöhen. Der behandelnde Arzt

sollte dies beachten.

Auf Grund der Art des Krankheitsprozesses bei Osteoporose ist

Alendronsäure-ratiopharm

®

plus

Alfacalcidol

für den Langzeitgebrauch bestimmt.

Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol

ist kontraindiziert bei Kindern und Jugendlichen.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegenüber Alendronsäure und/oder Alfacalcidol oder einen der sonstigen

Bestandteile

Erkrankungen des Ösophagus und andere Faktoren, die die Ösophagusentleerung verzögern wie

Strikturen oder Achalasie

Unfähigkeit, für mindestens 30 Minuten aufrecht zu stehen oder zu sitzen

Hypokalzämie. Siehe auch Abschnitt 4.4 - Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für

die Anwendung

Bekannte Vitamin-D-Überempfindlichkeit

Manifeste Vitamin-D-Intoxikation

Calciumkonzentrationen im Plasma über 2,6 mmol/l, ein Calcium-Phosphat-Produkt über 3,7

(mmol/l)

und Alkalose mit pH-Werten über 7,44 im venösen Blut (Milch-Alkali-Syndrom,

Burnett-Syndrom)

Hyperkalzämie

Hypermagnesiämie

Dialysepatienten

Patienten mit Nierensteinen in der Vorgeschichte oder mit Sarkoidose haben ein größeres Risiko

Kinder und Jugendliche.

Die beiden Bestandteile von

Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol

, Alendronsäure und

Alfacalcidol,

können entgegengesetzte Wirkungen ausüben, um größere Schwankungen der

Serumcalciumkonzentration zu vermeiden. Beide Substanzen können die Calciumkonzentration im

Blut beeinflussen: Alendronsäure kann sie vermindern, Alfacalcidol erhöhen. Der behandelnde Arzt

sollte dies beachten.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Nebenwirkungen im oberen Gastrointestinaltrakt

Alendronsäure kann zu lokalen Reizungen der Schleimhaut des oberen Gastrointestinaltrakts führen.

Da eine vorbestehende Erkrankung sich möglicherweise verschlechtern kann, sollte Alendronsäure nur

mit besonderer Vorsicht bei folgenden Personen verabreicht werden: Patienten mit aktiven Problemen

im Bereich des oberen Gastrointestinaltrakts wie Dysphagie, Ösophaguserkrankungen, Gastritis,

Duodenitis oder Ulzera sowie Patienten mit einer kurz zurückliegenden Vorgeschichte (innerhalb des

vergangenen Jahres) schwerer gastrointestinaler Erkrankungen wie peptischen Ulzera oder aktiver

gastrointestinaler Blutung oder chirurgischen Eingriffen am oberen Gastrointestinaltrakt mit

Ausnahme einer Pyloroplastik (siehe auch Abschnitt 4.3).

Ösophageale Reaktionen (manchmal von schwerem Ausmaß mit der Notwendigkeit einer stationären

Einweisung) wie Ösophagitis, Ösophagusulzera und Ösophaguserosionen, selten gefolgt von

Ösophagusstrikturen, wurden bei Patienten beschrieben, die Alendronsäure erhalten hatten. Der

behandelnde Arzt sollte daher aufmerksam auf Anzeichen oder Symptome achten, die auf mögliche

ösophageale Reaktionen hinweisen. Die Patienten sollten darüber hinaus angewiesen werden,

Alendronsäure abzusetzen und ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn sie Symptome einer

ösophagealen Reizung bemerken wie Dysphagie, Schmerzen beim Schlucken oder retrosternale

Schmerzen oder neu aufgetretenes oder verschlimmertes Sodbrennen.

Das Risiko schwerer unerwünschter Wirkungen von Seiten des Ösophagus scheint größer zu sein bei

Patienten, die Alendronsäure nicht korrekt und/oder weiterhin einnehmen, nachdem Symptome

aufgetreten sind, die auf eine ösophageale Reizung hinweisen. Es ist von großer Bedeutung, dem

Patienten die vollständigen Dosierungsangaben zu geben und sicherzustellen, dass er sie auch versteht

(siehe Abschnitt 4.2). Die Patienten sollten darüber informiert werden, dass ein Nichtbefolgen dieser

Anweisungen das Risiko für Ösophagusprobleme erhöhen kann.

Bei Patienten mit bekanntem Barrett-Ösophagus sollte der verordnende Arzt den Nutzen und die

möglichen Risiken von Alendronsäure jeweils individuell abwägen.

Während in ausgedehnten klinischen Studien kein erhöhtes Risiko beobachtet wurde, hat es (nach der

Markteinführung) seltene Berichte über Magen- und Duodenalulzera gegeben, einige davon schwer

und mit Komplikationen verbunden. Ein kausaler Zusammenhang kann nicht ausgeschlossen werden.

Die Patienten sollten angewiesen werden, dass sie nach Vergessen einer Dosis von Alendronsäure eine

Tablette an dem Morgen einnehmen sollten, nachdem sie ihr Versäumnis bemerkt haben. Sie sollten

nicht zwei Tabletten am gleichen Tag einnehmen, sondern weiterhin eine Tablette einmal wöchentlich

wie ursprünglich vorgesehen an dem von ihnen gewählten Tag.

Osteonekrose des Kiefers

Osteonekrose des Kiefers, üblicherweise im Zusammenhang mit einer Zahnextraktion und/oder einer

lokalen Infektion (einschließlich Osteomyelitis), wurde bei Krebspatienten berichtet, deren

Therapieregime vorwiegend intravenös verabreichte Bisphosphonate enthielten. Viele dieser Patienten

erhielten auch eine Chemotherapie und Kortikosteroide. Osteonekrose des Kiefers wurde auch bei

Osteoporosepatienten unter oralen Bisphosphonaten berichtet.

Bei der Beurteilung des individuellen Risikos für die Entwicklung einer Osteonekrose des Kiefers

sollten folgende Risikofaktoren beachtet werden:

Potenz des Bisphosphonats (am höchsten für Zoledronsäure), Art der Anwendung (siehe oben)

und kumulative Dosis

Krebs, Chemotherapie, Strahlentherapie, Kortikosteroide, Rauchen

Zahnerkrankungen in der Krankengeschichte, schlechte Mundhygiene, Parodontitis, invasive

zahnärztliche Eingriffe und schlecht angepasster Zahnersatz.

Bei Patienten mit einer schlechten Zahngesundheit sollte eine zahnärztliche Untersuchung mit

geeigneten Präventionsmaßnahmen vor einer Behandlung mit Bisphosphonaten in Betracht gezogen

werden.

Während der Behandlung sollten diese Patienten kieferchirurgische Eingriffe soweit möglich

vermeiden. Wenn Patienten während einer Bisphosphonattherapie eine Osteonekrose entwickeln, kann

ein kieferchirurgischer Eingriff zu einer Verschlechterung führen. Es stehen keine Daten zur

Verfügung, die Hinweise geben, ob das Absetzen einer Bisphosphonattherapie bei Patienten, die einen

kieferchirurgischen Eingriff benötigen, das Risiko einer Osteonekrose des Kiefers vermindert.

Die klinische Einschätzung durch den behandelnden Arzt ist maßgebend für die Therapieplanung bei

jedem Patienten auf Basis einer individuellen Nutzen-Risiko-Bewertung.

Während einer Bisphosphonat-Behandlung sollten alle Patienten zu einer guten Mundhygiene sowie

zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt angehalten werden und sie sollten über alle

oralen Symptome wie bewegliche Zähne, Schmerzen oder Schwellungen berichten.

Knochennekrosen des äußeren Gehörgangs

Bei der Anwendung von Bisphosphonaten wurde über Knochennekrosen des äußeren Gehörgangs

berichtet, und zwar hauptsächlich im Zusammenhang mit Langzeitbehandlungen. Zu den möglichen

Risikofaktoren für eine Knochennekrose des äußeren Gehörgangs zählen die Anwendung von

Steroiden und chemotherapeutischen Behandlungen und/oder lokale Risikofaktoren wie z. B.

Infektionen oder Traumata. Die Möglichkeit einer Knochennekrose des äußeren Gehörgangs sollte bei

Patienten, die Bisphosphonate erhalten und mit Ohrsymptomen, einschließlich chronischer

Ohreninfektionen, vorstellig werden, in Betracht gezogen werden.

Muskuloskelettale Schmerzen

Knochen-, Gelenk- und/oder Muskelschmerzen wurden bei Patienten unter Therapie mit

Bisphosphonaten berichtet. Nach Markteinführung waren diese Symptome selten schwerwiegend

und/oder mit Einschränkungen der Beweglichkeit verbunden (siehe Abschnitt 4.8 - Nebenwirkungen).

Der Zeitpunkt des Auftretens dieser Symptome variierte von einem Tag bis zu mehreren Monaten

nach Therapiebeginn. Bei den meisten Patienten gingen die Beschwerden nach dem Absetzen der

Therapie zurück. Bei einem Teil der Patienten traten die Symptome erneut auf, wenn die Therapie mit

demselben oder einem anderen Bisphosphonat wieder aufgenommen wurde.

Schwerwiegende Hautreaktionen

Nach Markteinführung wurde selten über schwere Hautreaktionen einschließlich Stevens-Johnson-

Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse berichtet.

Atypische Femurfrakturen

Atypische subtrochantäre und diaphysäre Femurfrakturen wurden unter Bisphosphonat-Therapie

berichtet, vor allem bei Patienten unter Langzeitbehandlung gegen Osteoporose. Diese transversalen

oder kurzen Schrägfrakturen können überall entlang des Oberschenkelknochens auftreten, direkt

unterhalb des Trochanter minor bis direkt oberhalb der Femurkondylen. Diese Frakturen entstehen

nach einem minimalen Trauma oder ohne Trauma und manche Patienten verspüren Oberschenkel-

oder Leistenschmerzen oft im Zusammenhang mit Anzeichen einer Niedrig-Energie Fraktur in

bildgebenden Verfahren Wochen bis Monate vor dem Auftreten einer manifesten Femurfraktur.

Frakturen treten häufig bilateral auf. Aus diesem Grund sollte bei Patienten, die mit Bisphosphonaten

behandelt werden und eine Femurschaftfraktur hatten, der kontralaterale Femur ebenfalls untersucht

werden. Über eine schlechte Heilung dieser Frakturen ist ebenfalls berichtet worden. Bei Patienten mit

Verdacht auf eine atypische Femurfraktur sollte ein Absetzen der Bisphosphonat-Therapie,

vorbehaltlich einer Beurteilung des Patienten, auf Grundlage einer individuellen Nutzen-Risiko-

Bewertung in Betracht gezogen werden.

Während einer Behandlung mit Bisphosphonaten sollte den Patienten geraten werden, über jegliche

Oberschenkel-, Hüft- oder Leistenschmerzen zu berichten und jeder Patient mit diesen Symptomen

sollte auf eine unvollständige Femurfraktur hin untersucht werden.

Niereninsuffizienz

Alendronsäure wird für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit einer GFR unter 35 ml/min

(siehe Abschnitt 4.2) nicht empfohlen.

Da auf Grund unzureichender Erfahrungen Alendronsäure für Patienten mit stark eingeschränkter

Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance unter 35 ml/min) nicht empfohlen werden kann, wird

Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol

nicht zur Behandlung von Dialysepatienten

empfohlen.

Knochen- und Mineralstoffwechsel

Weitere Ursachen für eine Osteoporose außer Östrogenmangel und Alter sollten erwogen werden.

Eine Hypokalzämie muss ausgeglichen werden, bevor die Therapie mit Alendronsäure begonnen wird

(siehe Abschnitt 4.3). Andere Störungen des Mineralstoffhaushalts (wie Vitamin-D-Mangel und

Hypoparathyreoidismus) sollten ebenfalls wirksam behandelt werden. Bei Patienten mit diesen

Erkrankungen sollten unter der Therapie mit Alendronsäure die Serumcalciumkonzentrationen und

Symptome einer Hypokalzämie überwacht werden. Auf Grund der positiven Wirkungen von

Alendronsäure auf die Zunahme des Knochenmineralgehalts können Verminderungen der Calcium-

und Phosphatkonzentrationen auftreten. Diese sind im Allgemeinen gering und asymptomatisch.

Jedoch gibt es seltene Berichte über symptomatische Hypokalzämien, die gelegentlich von schwerem

Ausmaß waren und oft bei Patienten mit prädisponierenden Erkrankungen auftraten (z. B.

Hypoparathyreoidismus, Vitamin-D-Mangel und Calciummalabsorption). Die Sicherstellung einer

angemessenen Calciumaufnahme ist von besonderer Bedeutung bei Patienten, die Glucocorticoide

erhalten.

Alfacalcidol kann das Ausmaß einer Hyperkalzämie und/oder Hyperkalzurie erhöhen, wenn es an

Patienten mit Erkrankungen verabreicht wird, die mit einer unkontrollierten Überproduktion von

Calcitriol verbunden sind (z. B. Leukämien, Lymphome, Sarkoidose). Urin- und

Serumcalciumkonzentrationen sollten bei diesen Patienten überwacht werden.

Sonstige Bestandteile

Erdnussöl kann in seltenen Fällen schwere allergische Reaktionen hervorrufen.

Patienten mit der seltenen hereditären Fructoseintoleranz sollten Alfacalcidol-Weichkapseln 1

Mikrogramm nicht einnehmen und daher nicht mit

Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol

behandelt werden.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Einnahme besteht die Wahrscheinlichkeit von Wechselwirkungen von Speisen und

Getränken (einschließlich Mineralwasser), Calciumsupplementen, Antazida sowie einigen oral

einzunehmenden Arzneimitteln mit der Resorption von Alendronsäure. Daher müssen Patienten nach

der Einnahme von Alendronsäure mindestens 30 Minuten warten, bevor sie andere orale Medikamente

einnehmen (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

Da die Anwendung von nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR) mit gastrointestinalen Irritationen

einhergehen kann, ist bei gleichzeitiger Anwendung mit Alendronsäure Vorsicht geboten.

Weitere klinisch bedeutsame Wechselwirkungen mit Medikamenten werden nicht erwartet. In den

klinischen Studien erhielt eine Reihe von Patientinnen ein Östrogenpräparat (intravaginal, transdermal

oder oral), während Alendronsäure eingenommen wurde. Es wurden keine unerwünschten Wirkungen

beobachtet, die der gemeinsamen Verabreichung zugeschrieben wurden.

Auch wenn keine speziellen Interaktionsstudien durchgeführt wurden, wurde Alendronsäure in

klinischen Studien gemeinsam mit einem breiten Spektrum häufig verschriebener Medikamente

eingesetzt, ohne dass sich Hinweise auf klinisch bedeutsame unerwünschte Wirkungen ergeben hätten.

Vitamin D und seine Derivate dürfen nicht zusammen mit Alfacalcidol verabreicht werden.

Da es sich bei Alfacalcidol um ein hochwirksames Vitamin-D-Derivat handelt, verursacht die

gleichzeitige Einnahme wahrscheinlich einen additiven Effekt und bringt damit ein höheres Risiko

einer Hyperkalzämie mit sich.

Eine Hyperkalzämie kann bei Patienten, die mit Digitalispräparaten behandelt werden, zu kardialen

Arrhythmien führen.

Patienten, die gleichzeitig ein Digitalispräparat und Alfacalcidol-Weichkapseln 1 Mikrogramm

einnehmen, müssen daher engmaschig überwacht werden.

Patienten, die Alfacalcidol-Weichkapseln 1 Mikrogramm und Barbiturate oder enzyminduzierende

Antikonvulsiva einnehmen, benötigen höhere Dosierungen von Alfacalcidol, um den erwünschten

Effekt zu erzielen. Diphenylhydantoin kann die Wirkung von Alfacalcidol ebenfalls beeinträchtigen.

Ebenso können Glucocorticoide den Effekt von Alfacalcidol abschwächen.

Da Gallensalze eine wichtige Rolle bei der Resorption von Alfacalcidol spielen, kann eine

Langzeitbehandlung mit Medikamenten, die Gallensäuren binden (Colestyramin, Colestipol), mit

Sucralfat und mit Antazida mit einem hohen Aluminiumgehalt von Nachteil sein.

Alfacalcidol-Weichkapseln 1 Mikrogram und aluminiumhaltige Antazida sollten daher nicht zur

gleichen Zeit eingenommen werden, sondern es sollte ein Abstand von 2 Stunden eingehalten werden.

Die Wirkung von Alfacalcidol wird durch die gleichzeitige Verabreichung von Östrogenen bei peri-

und postmenopausalen Frauen verstärkt.

Das Risiko einer Hyperkalzämie wird erhöht durch die gleichzeitige Verabreichung von

calciumhaltigen Produkten, Thiaziden oder anderen Medikamenten, die die Calciumkonzentration im

Blut erhöhen.

4.6

Schwangerschaft und Stillzeit

Anwendung während der Schwangerschaft:

Es liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Alendronsäure bei Schwangeren vor.

Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft,

embryonale/fetale Entwicklung oder postnatale Entwicklung schließen. Alendronsäure verursachte bei

schwangeren Ratten eine Dystokie auf Grund einer Hypokalzämie (siehe Abschnitt 5.3). In Anbetracht

der Indikation darf Alendronsäure nicht während der Schwangerschaft eingesetzt werden.

Es existieren keinerlei Beobachtungen über schädliche Wirkungen von Alfacalcidol auf den Fetus. Die

Überdosierung von Vitamin-D-Derivaten während der Schwangerschaft ist zu vermeiden, da eine

anhaltende Hyperkalzämie beim Kind eine körperliche und geistige Retardierung, eine supravalvuläre

Aortenstenose und eine Retinopathie hervorrufen kann.

Anwendung während der Stillzeit:

Es ist nicht bekannt, ob Alendronsäure in die Muttermilch übergeht.

In Anbetracht der Indikation darf Alendronsäure nicht während der Stillzeit eingesetzt werden.

Die Verabreichung von Alfacalcidol während der Stillzeit könnte den Calcitriolgehalt der Muttermilch

erhöhen. Dies ist zu beachten, wenn das Kind zusätzlich Vitamin-D-Supplemente erhält.

Auf Grund unzureichender Datenlage (Alendronsäure) bzw. des Risikos einer Überdosierung

(Alfacalcidol) darf

Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol

nicht von schwangeren oder

stillenden Frauen eingenommen werden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Alendronsäure und Alfacalcidol haben keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8

Nebenwirkungen

Alendronsäure:

In einer 1-Jahres-Studie an postmenopausalen Frauen mit Osteoporose waren die

Gesamtsicherheitsprofile von Alendronsäure-Tabletten 70 mg einmal pro Woche (n = 519) und

Alendronsäure 10 mg einmal pro Tag (n = 370) vergleichbar.

In zwei 3-Jahres-Studien mit praktisch identischem Design an postmenopausalen Frauen

(Alendronsäure 10 mg: n = 196, Placebo: n = 397) waren die Gesamtsicherheitsprofile von

Alendronsäure 10 mg einmal täglich und Placebo vergleichbar.

Unerwünschte Ereignisse, die von den Untersuchern als möglicherweise, wahrscheinlich oder sicher

medikamentenbezogen eingeschätzt wurden, sind unten dargestellt, falls sie bei ≥ 1 % der mit

Alendronsäure 10 mg einmal täglich behandelten Patienten auftraten und mit höherer Inzidenz als bei

Patienten, die in den 3-Jahres-Studien Placebo erhalten hatten. Siehe Tabelle 1.

Tabelle 1

1-Jahres-Studie

3-Jahres-Studien

Alendronsäure

70 mg einmal pro

Woche

(n = 519)

Alendronsäure

10 mg einmal pro

(n = 370)

Alendronsäure

10 mg einmal pro

(n = 196)

Placebo

(n = 397)

Gastrointestinal

Abdominal-

schmerzen

Dyspepsie

Säurereflux

Übelkeit

abdominale

Auftreibungen

Obstipation

Diarrhoen

Dysphagie

Blähungen

Gastritis

Magenulkus

Ösophagusulkus

Muskuloskelettal

muskulo-

skelettale

Schmerzen

(Knochen,

Muskel oder

Gelenke)

Muskelkrämpfe

Neurologisch

Kopfschmerzen

Wie alle Arzneimittel kann

Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol

Nebenwirkungen haben,

die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zu Grunde gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10 000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10 000

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Folgende Nebenwirkungen wurden ebenfalls während klinischer Studien und/oder nach

Markteinführung berichtet:

Alendronsäure-Tabletten:

Erkrankungen des Immunsystems:

Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Urtikaria und Angioödemen.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

Selten: symptomatische Hypokalzämie [meist bei Patienten mit prädisponierenden Faktoren (siehe

Abschnitt 4.4 - Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung)].

Erkrankungen des Nervensystems:

Häufig: Kopfschmerzen.

Augenerkrankungen:

Selten: Uveitis, Skleritis, Episkleritis.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Häufig: Bauchschmerzen, Dyspepsie, Verstopfung, Durchfall, Flatulenz, ösophageales Ulkus*,

Dysphagie*, aufgetriebenes Abdomen, saures Aufstoßen.

Gelegentlich: Übelkeit, Erbrechen, Gastritis, Ösophagitis*, ösophageale Erosionen*, Meläna.

Selten: Ösophagusstriktur*, oropharyngeale Ulzerationen*, Perforationen, Ulzera und Blutungen im

oberen Gastrointestinaltrakt (PUBs) (siehe Abschnitt 4.4 - Besondere Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung).

Siehe Abschnitte 4.2 „Dosierung, Art und Dauer der Anwendung“ und 4.4 „Besondere

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Gelegentlich: Hautausschlag, Pruritus, Erythem.

Selten: Ausschlag mit Photosensitivität, schwere Hautreaktionen einschließlich Stevens-Johnson-

Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

Häufig: muskuloskelettaler (Knochen-, Muskel- oder Gelenk-)Schmerz.

Selten: Osteonekrose des Kiefers

Sehr selten: Knochennekrose des äußeren Gehörgangs (Nebenwirkung der Arzneimittelklasse der

Bisphosphonate).

: Siehe Abschnitt 4.4

: Diese Nebenwirkung wurde nach Markteinführung beobachtet. Die Häufigkeit „selten“ wurde auf

Grundlage relevanter klinischer Studien geschätzt.

Starke muskuloskelettale (Knochen-, Muskel- oder Gelenk-)Schmerzen (siehe Abschnitt 4.4

„Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“).

Nach Markteinführung wurden die folgenden Nebenwirkungen berichtet (Häufigkeit selten):

Atypische subtrochantäre und diaphysäre Femurfrakturen (unerwünschte Wirkung der Substanzklasse

der Bisphosphonate).

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Selten: vorübergehende Symptome einer Akute-Phase-Reaktion (Myalgie, Unwohlsein und selten

Fieber), üblicherweise bei Therapiebeginn.

Nach Markteinführung wurden folgende Reaktionen berichtet (Häufigkeit unbekannt):

Erkrankungen des Nervensystems:

(Dreh-)Schwindel.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

Gelenkschwellungen.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Asthenie, peripheres Ödem.

Laborwerte:

In klinischen Studien wurden asymptomatische, leichte und vorübergehende Abnahmen des Serum-

Kalziums und -Phosphats bei ca. 18 bzw. 10 % der Patienten beobachtet, die Alendronsäure 10

mg/Tag einnahmen, gegenüber ca. 12 und 3 % derjenigen, die Placebo einnahmen. Dennoch traten

Abnahmen des Serum-Kalziums bis < 8,0 mg/dl (2,0 mmol/l) und des Serum-Phosphats bis ≤ 2,0

mg/dl (0,65 mmol/l) in beiden Behandlungsgruppen mit ähnlicher Häufigkeit auf.

Alfacalcidol-Weichkapseln:

Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden bei Patienten beobachtet, die mit Alfacalcidol-

Weichkapseln 1 Mikrogramm behandelt wurden:

Es existieren Berichte über allergische Hautreaktionen und anaphylaktischen Schock, letzterer durch

Erdnussöl hervorgerufen, einen der Inhaltsstoffe von Alfacalcidol-Weichkapseln 1 Mikrogramm.

Erdnussöl kann in seltenen Fällen zu schweren allergischen Reaktionen führen.

Wird die Dosierung von Alfacalcidol-Weichkapseln 1 Mikrogramm nicht individuell angepasst, kann

es zu erhöhten Calciumkonzentrationen im Blut kommen. Die Konzentration kehrt in den

Normbereich zurück, wenn das Medikament vorübergehend abgesetzt wird. Fatigue, gastrointestinale

Symptome, Durstgefühl und Juckreiz können Anzeichen für eine Erhöhung der

Calciumkonzentrationen im Blut sein.

Heterotope Kalzifizierungen (Hornhaut und Blutgefäße) treten bei Patienten unter Alfacalcidol-

Einnahme sehr selten auf und haben sich als reversibel erwiesen.

Frühere Erfahrungen haben gezeigt, dass leichte, vorübergehende Anstiege der Phosphatkonzentration

bei Patienten unter Alfacalcidol-Einnahme nur selten auftreten. Solchen Anstiegen kann durch Gabe

von Inhibitoren der Phosphatresorption (z. B. Calciumpräparate) begegnet werden.

Bei Patienten unter Therapie mit Alfacalcidol-Weichkapseln 1 Mikrogramm müssen die

Konzentrationen von Calcium und Phosphat im Blut regelmäßig kontrolliert werden. Diese Kontrollen

sollten in wöchentlichen bis monatlichen Abständen durchgeführt werden. Zu Beginn der Behandlung

können häufigere Bestimmungen notwendig sein.

Erdnussöl kann selten schwere allergische Reaktionen hervorrufen.

Die beiden Bestandteile von

Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol

, Alendronsäure und

Alfacalcidol,

können entgegengesetzte Wirkungen ausüben, um größere Schwankungen der

Serumcalciumkonzentration zu vermeiden. Beide Substanzen können die Calciumkonzentration im

Blut beeinflussen: Alendronsäure kann sie vermindern, Alfacalcidol erhöhen. Der behandelnde Arzt

sollte dies beachten.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Alendronsäure:

Hypokalzämien, Hypophosphatämien und unerwünschte Wirkungen von Seiten des oberen

Gastrointestinaltrakts wie Magenverstimmungen, Sodbrennen, Ösophagitis, Gastritis oder Ulzera

können bei einer oralen Überdosierung auftreten. Es gibt keine speziellen Erfahrungen zur

Behandlung einer Überdosierung von Alendronsäure. Zur Bindung der Alendronsäure sollten Milch

oder Antazida eingenommen werden. Auf Grund des Risikos von Ösophagusreizungen sollte kein

Erbrechen induziert werden und der Patient sollte vollständig in aufrechter Position verbleiben.

Alfacalcidol:

Bei Patienten, die eine einzelne versehentliche Überdosis (25-30 µg Alfacalcidol) eingenommen

hatten, wurden keine Schädigungen beobachtet.

Länger andauernde Überdosierungen von Alfacalcidol-Weichkapseln 1 Mikrogramm können

Hyperkalzämien hervorrufen, die unter bestimmten Umständen lebensbedrohlich sein können.

Das klinische Bild eines Hyperkalzämiesyndroms ist uncharakteristisch: Schwäche, Fatigue,

Erschöpfung, Kopfschmerzen, gastrointestinale Symptome (Übelkeit, Erbrechen, Obstipation oder

Diarrhöen, Sodbrennen), trockener Mund, Schmerzen in Muskeln, Knochen und Gelenken, Juckreiz

oder Palpitationen.

Polyurie, Polydipsie, Nykturie und Proteinurie können ebenfalls auftreten, wenn die

Konzentrationsfähigkeit der Nieren beeinträchtigt ist. Zusätzlich zu einer Dosisreduktion oder dem

vorübergehenden Absetzen von Alfacalcidol können die folgenden Maßnahmen ergriffen werden, in

Abhängigkeit von der Schwere der Hyperkalzämie: calciumarme oder calciumfreie Ernährung,

Flüssigkeitsgabe, Dialyse, Schleifendiuretika, Glucocorticoide und Calcitonin.

Im Falle einer akuten Überdosierung können eine Magenspülung zu einem frühen Zeitpunkt und/oder

die Gabe von Paraffinöl die Resorption vermindern und die Ausscheidung über den Stuhl

beschleunigen.

Es gibt kein spezifisches Antidot.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:

Mittel mit Einfluss auf die Knochenstruktur und die Mineralisation: Bisphosphonate, Kombinationen

ATC-Code: M05BB05

Alendronsäure:

Der aktive Bestandteil ist ein Bisphosphonat, das die Knochenresorption durch Osteoklasten hemmt,

ohne einen direkten Einfluss auf die Knochenneubildung auszuüben. Präklinische Studien haben

gezeigt, dass sich Alendronsäure bevorzugt an Orten aktiver Knochenresorption anreichert. Die

Aktivität der Osteoklasten wird gehemmt, aber die Rekrutierung oder Anbindung der Osteoklasten

wird nicht beeinflusst. Der Knochen, der unter Behandlung mit Alendronsäure gebildet wird, ist von

normaler Qualität.

Behandlung der postmenopausalen Osteoporose

Eine Osteoporose liegt definitionsgemäß vor bei einer Knochendichte (bone mineral density,

BMD) im Bereich der Wirbelsäule oder der Hüfte, die 2,5 Standardabweichungen unterhalb des

Mittelwerts einer normalen jungen Population liegt oder bei vorbestehenden pathologischen

Frakturen, unabhängig von der BMD.

Die therapeutische Äquivalenz von Alendronsäure 70 mg einmal wöchentlich (n = 519) und

Alendronsäure 10 mg einmal täglich (n = 370) wurde in einer multizentrischen Studie an

postmenopausalen Frauen mit Osteoporose über 1 Jahr gezeigt. Der mittlere Anstieg der

Lendenwirbelsäulen-BMD betrug nach 1 Jahr gegenüber dem Ausgangswert 5,1 % (95 %-

Konfidenzintervall [KI]: 4,8-5,4 %) in der Gruppe mit Gabe von 70 mg einmal wöchentlich und 5,4 %

(95 %-KI: 5,0-5,8 %) in der Gruppe mit Gabe von 10 mg einmal täglich. Die mittleren Anstiege der

BMD betrugen 2,3 % bzw. 2,9 % im Bereich des Schenkelhalses und 2,9 % bzw. 3,1 % in der

gesamten Hüfte in der Gruppe mit Gabe von 70 mg einmal wöchentlich bzw. 10 mg einmal täglich.

Auch in Bezug auf den Anstieg der BMD an anderen Orten des Skeletts waren die beiden

Behandlungsgruppen vergleichbar.

Die Wirkungen von Alendronsäure auf die Knochenmasse und Inzidenz von Frakturen bei

postmenopausalen Frauen wurden in zwei ersten Wirksamkeitsstudien von identischem Design (n =

994) untersucht und ebenso im Fracture Intervention Trial (FIT, n = 6459).

In den Wirksamkeitsstudien betrugen nach 3 Jahren die mittleren Anstiege der BMD unter

Alendronsäure 10 mg einmal täglich im Vergleich zu Placebo 8,8 %, 5,9 % bzw. 7,8 % in der

Wirbelsäule, im Schenkelhals bzw. Trochanter. Die BMD des Gesamtskeletts stieg ebenfalls

signifikant an. Der Anteil der Patientinnen, bei denen es zu einer oder mehreren Wirbelfrakturen kam,

war unter Therapie mit Alendronsäure im Vergleich zu Placebo um 48 % vermindert (Alendronsäure

3,2 % versus Placebo 6,2 %). In der 2-Jahres-Verlängerung dieser Studien nahm die BMD im Bereich

der Wirbelsäule und des Trochanters weiter zu und die BMD im Bereich des Schenkelhalses und des

Skeletts insgesamt bleiben erhalten.

FIT bestand aus zwei placebokontrollierten Studien mit täglicher Gabe von Alendronsäure (5 mg

einmal täglich über 2 Jahre und 10 mg einmal täglich über 1 oder 2 zusätzliche Jahre):

FIT 1: Eine 3-Jahres-Studie mit 2027 Patientinnen, die zu Studienbeginn mindestens eine

Wirbel(kompressions)fraktur hatten. In dieser Studie verminderte die tägliche Gabe von

Alendronsäure die Inzidenz von einer oder mehr weiteren Wirbelfrakturen um 47 %

(Alendronsäure 7,9 % versus Placebo 15,0 %). Darüber hinaus fand sich eine statistisch

signifikante Verminderung bei der Inzidenz von Hüftfrakturen (1,1 % versus 2,2 %, eine

Verminderung um 51 %).

FIT 2: Eine 4-Jahres-Studie an 4432 Patientinnen mit geringer Knochenmasse, aber ohne

Wirbelfraktur zu Studienbeginn. In dieser Studie zeigte sich bei der Subgruppenanalyse von

Frauen mit Osteoporose (37 % der Gesamtpopulation, die der oben genannten Definition der

Osteoporose entsprachen) ein signifikanter Unterschied bei der Inzidenz von Hüftfrakturen

(Alendronsäure 1,0 % versus Placebo 2,2 %, eine Verminderung von 56 %) und bei der Inzidenz

von einer oder mehreren Wirbelfrakturen (2,9 % versus 5,8 %, eine Verminderung von 50 %).

Alfacalcidol:

Alfacalcidol (1-alpha-Hydroxycholecalciferol) wird in der Leber sehr schnell in Calcitriol (1,25-

Dihydroxycholecalciferol) umgewandelt. Calcitriol wird als Hauptmetabolit von Cholecalciferol

(Vitamin D

) betrachtet und erhält das Gleichgewicht im Calcium- und Phosphatstoffwechsel aufrecht.

Der hauptsächliche Wirkungsmechanismus von Alfacalcidol beruht auf der Erhöhung der

Konzentration von 1,25-Dihydroxycholecalciferol im Kreislauf, was zu einem Anstieg der intestinalen

Resorption von Calcium und Phosphat führt. Dies fördert die Knochenmineralisation, vermindert die

Konzentration von Parathormon und hemmt die Knochenresorption.

Bei Personen mit gestörter 1-alpha-Hydroxylierung in der Niere erlaubt die Gabe von Alfacalcidol

eine ausreichende Bildung von Calcitriol und wirkt damit einem Vitamin-D-Mangel entgegen.

Kombination von Alendronsäure und Alfacalcidol (Alendronsäure-ratiopharm

®

plus Alfacalcidol):

Die Kombination erleichtert die Behandlung der Osteoporose. Beide aktiven Wirksubstanzen,

Alendronsäure und Alfacalcidol, erhöhen den Mineralgehalt der Knochen, aber die Wirkmechanismen

sind unterschiedlich und synergistisch. Die Hemmung der katabolen Vorgänge am Knochen durch

Alendronsäure wird durch die anabolen Wirkungen am Knochen von Alfacalcidol unterstützt.

Alendronsäure vermindert das Risiko für vertebrale und nicht-vertebrale Frakturen wie z. B. der

Hüftfraktur und Alfacalcidol reduziert signifikant die Häufigkeit von Stürzen bei älteren Menschen.

Die möglichen Risiken von Hypokalzämie, Hyperkalzämie und Hyperkalzurie werden auf Grund der

pharmakologischen Wirkungen beider Stoffe durch die kombinierte Einnahme vermindert.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Alendronsäure:

Resorption

Bezogen auf eine intravenöse Referenzdosis betrug die mittlere orale Bioverfügbarkeit von

Alendronsäure bei Frauen 0,64 % für Dosierungen zwischen 5 und 70 mg mit Gabe nach nächtlichem

Fasten und 2 Stunden vor Aufnahme eines standardisierten Frühstücks. Die Bioverfügbarkeit nahm

entsprechend auf etwa 0,46 % und 0,39 % ab, wenn Alendronsäure eine oder eine halbe Stunde vor

einem standardisierten Frühstück eingenommen wurde. In Osteoporosestudien war Alendronsäure

wirksam, wenn es mindestens 30 Minuten vor dem ersten Essen oder Trinken des Tages eingenommen

wurde.

Die Bioverfügbarkeit war zu vernachlässigen, wenn Alendronsäure mit oder bis zu 2 Stunden nach

einem standardisierten Frühstück eingenommen wurde. Die gemeinsame Einnahme von

Alendronsäure mit Kaffee oder Orangensaft verminderte die Bioverfügbarkeit um etwa 60 %.

Bei gesunden Personen führte die orale Gabe von Prednison (20 mg dreimal täglich über 5 Tage) zu

keiner klinisch bedeutsamen Veränderung der oralen Bioverfügbarkeit von Alendronsäure (mittlerer

Anstieg im Bereich von 20 % bis 44 %).

Verteilung

Studien an Ratten haben gezeigt, dass Alendronsäure sich nach intravenöser Gabe von 1 mg/kg

vorübergehend im Weichteilgewebe verteilt, dann aber rasch in den Knochen umverteilt oder über den

Urin ausgeschieden wird. Das mittlere Steady-State-Verteilungsvolumen beim Menschen beträgt, den

Knochen ausgenommen, mindestens 28 Liter. Die Plasmakonzentrationen des Medikaments nach

oraler Aufnahme therapeutischer Dosierungen sind zu niedrig für einen analytischen Nachweis (< 5

ng/ml). Die Proteinbindung im menschlichen Plasma beträgt ca. 78 %.

Biotransformation

Es gibt keine Hinweise darauf, dass Alendronsäure beim Tier oder beim Menschen metabolisiert wird.

Ausscheidung

Nach intravenöser Gabe einer Einzeldosis von

C-Alendronsäure wurden innerhalb von 72 Stunden

etwa 50 % der Radioaktivität in den Urin ausgeschieden, während wenig oder keine Radioaktivität in

den Fäzes gefunden wurde. Nach intravenöser Gabe einer Einzeldosis von 10 mg betrug die renale

Clearance von Alendronsäure 71 ml/min und die systemische Clearance überschritt nicht 200 ml/min.

Die Plasmakonzentrationen fielen innerhalb von 6 Stunden nach intravenöser Gabe um mehr als 95 %.

Die terminale Halbwertszeit beim Menschen wird, unter Berücksichtigung der Freisetzung von

Alendronsäure aus dem Skelett, auf über 10 Jahre geschätzt. Alendronsäure wird bei Ratten nicht über

Säure- oder Basentransportsysteme der Nieren ausgeschieden und daher wird nicht angenommen, dass

die Substanz beim Menschen die Ausscheidung anderer Arzneimittel durch diese Transportsysteme

beeinflusst.

Charakteristika für Patienten

Präklinische Studien zeigen, dass der Anteil des Medikaments, der nicht im Knochen abgelagert wird,

schnell in den Urin ausgeschieden wird. Bei Tieren wurden nach Langzeitgabe von kumulativen

intravenösen Dosen bis zu 35 mg/kg keine Hinweise auf eine Sättigung der Aufnahmefähigkeit des

Knochens gefunden. Obwohl keine klinischen Daten darüber vorliegen, ist es dennoch wahrscheinlich,

dass die Elimination von Alendronsäure über die Niere wie im Tiermodell auch bei Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion reduziert sein wird. Daher ist bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion eine etwas erhöhte Kumulation von Alendronsäure im Knochen zu erwarten (siehe

Abschnitt 4.2 - Dosierung, Art und Dauer der Anwendung).

Alfacalcidol:

Alfacalcidol, die aktive Substanz in Alfacalcidol-Weichkapseln 1 Mikrogramm, wurde als Vorstufe

von 1-alpha-25-Dihydroxycholecalciferol mittels radioaktiver Markierung in Tierversuchen und beim

Menschen geprüft. Bei Vorliegen eines Nierenversagens wurde eine schnelle hepatische 25-

Hydroxylierung gezeigt.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Alendronsäure:

Die präklinischen Daten auf Grundlage konventioneller Studien zur Sicherheitspharmakologie, zur

chronischen Toxizität, zur Genotoxizität und zum kanzerogenen Potenzial weisen auf keine

besonderen Gefahren für den Menschen hin. Studien haben gezeigt, dass die Behandlung von

trächtigen Ratten mit Alendronsäure bei den Muttertieren zum Auftreten einer Dystokie unter der

Geburt führte, die auf eine Hypokalzämie zurückzuführen war. Bei Feten von Ratten verursachten

hohe Dosierungen in Studien ein vermehrtes Auftreten von unvollständiger Ossifikation. Die

Bedeutung dieser Beobachtung für den Menschen ist nicht bekannt.

Alfacalcidol:

a) Akute Toxizität

Die akute Toxizität von Alfacalcidol wird im Vergleich zu der therapeutischen Dosierung als sehr

gering betrachtet. Bei Ratten und Mäusen wurden nach oraler Gabe einer Einzeldosis von Alfacalcidol

LD-50-Werte von ca. 500 mg/kg Körpergewicht gefunden.

b) Chronische Toxizität

Die Ergebnisse chronischer Toxizitätsstudien wurden im Hinblick auf die pharmakologischen

Wirkungen von Alfacalcidol auf den Calciumstoffwechsel bewertet; sie umfassen vor allem

Hyperkalzämie und Gewebeverkalkungen.

c) Reproduktionstoxizität

In Studien zur Embryotoxizität wurden bei Ratten und Kaninchen, die bis zu 0,9 µg Alfacalcidol/kg

Körpergewicht und Tag erhalten hatten, keine teratogenen Wirkungen beobachtet. Bei Kaninchenfeten

wurde unter Dosierungen von 0,3 µg Alfacalcidol/kg Körpergewicht und Tag und darüber eine

intrauterine Wachstumsverzögerung gesehen. Fertilitätsstudien bei Ratten zeigten geringere

Trächtigkeitsraten und verringerte Wurfgrößen bei Dosierungen von 0,9 g Alfacalcidol/kg

Körpergewicht und Tag.

d) Mutagenes Potenzial

Alfacalcidol wird in Bezug auf mutagene Wirkungen als sicher betrachtet.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Sonstige Bestandteile

Alendronsäure 70 mg Tabletten:

Mikrokristalline Cellulose, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph.Eur.).

Alfacalcidol 1 Mikrogramm Weichkapseln:

Citronensäure, Propylgallat (Ph.Eur.), all-rac-alpha-Tocopherol, Ethanol, Erdnussöl, Gelatine,

Glycerol 85 %, D-Mannitol-D-Glucitol-Sorbitan-höhere Polyole-Gemisch (0-6 % / 25-40 % / 20-30 %

/ 12,5-19 %) und Titandioxid (E 171).

Drucktinte: Schellack, Eisen(II,III)-oxid (E 172), Butan-1-ol, Propylenglycol.

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 25 °C lagern.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Alendronsäure 70 mg Tabletten: Aluminium/Aluminiumblisterpackung

Alfacalcidol 1 Mikrogramm Weichkapseln: Aluminium/Aluminiumblisterpackung

Packungsgrößen:

4 Alendronsäure-Tabletten und 28 Alfacalcidol-Weichkapseln

12 Alendronsäure-Tabletten und 84 Alfacalcidol-Weichkapseln

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Maßnahmen zum Umgang

Keine speziellen Hinweise.

7.

PHARMAZEUTISCHER UNTERNEHMER

Zulassungsinhaber:

TEVA GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

Mitvertreiber:

ratiopharm GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

8.

ZULASSUNGSNUMMER

65624.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 3. Juni 2008

Datum der Verlängerung der Zulassung: 1. Juli 2013

10.

STAND DER INFORMATION

November 2015

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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