Aciclobene "ratiopharm" - Fieberblasencreme

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

22-02-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

22-02-2021

Wirkstoff:
ACICLOVIR
Verfügbar ab:
Teva B.V.
ATC-Code:
D06BB03
INN (Internationale Bezeichnung):
ACICLOVIR
Einheiten im Paket:
2 g, Laufzeit: 36 Monate
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Therapiebereich:
Aciclovir
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-24029
Berechtigungsdatum:
2001-03-20

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GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme

Wirkstoff: Aciclovir

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw.

genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers an.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Wenn Sie sich nach 5 bis 10 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an

Ihrem Arzt.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme

beachten?

Wie ist Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

WAS IST Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme UND WOFÜR WIRD ES

ANGEWENDET?

Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme enthält einen Virus-Hemmstoff, der eine hohe Aktivität

gegen bestimmte Viren der Herpes-Gruppe aufweist.

Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme wird angewendet zur Lokalbehandlung von Fieberblasen

(Herpes labialis).

Wenn Sie sich nach 5 bis 10 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren

Arzt.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON Aciclobene „ratiopharm“-

Fieberblasencreme BEACHTEN?

Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Aciclovir und/oder Valaciclovir oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Aciclobene „ratiopharm“-

Fieberblasencreme anwenden.

Die Creme darf nicht auf die Schleimhaut im Mund und in der Scheide aufgebracht werden, da dies zu

örtlich begrenzten Schleimhautreizungen führen könnte.

Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme darf keinesfalls am Auge angewendet werden.

Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme ist nur zur äußerlichen Anwendung bestimmt und darf

nicht geschluckt werden.

Wenn Ihre körpereigene Abwehr stark geschwächt ist, ist vor der Anwendung von Aciclobene

„ratiopharm“-Fieberblasencreme ein Arzt um Rat zufragen.

Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme ist nicht zur Vorbeugung der Herpes simplex-Infektionen

einzusetzen.

Bei Fortbestand der Beschwerden oder wenn der erwartete Erfolg durch die Anwendung nicht eintritt,

ist ehestens ärztliche Beratung erforderlich.

Anwendung von Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme zusammen mit anderen

Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden

bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht

verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bisher wurden bei äußerlicher Anwendung keine klinisch signifikanten Wechselwirkungen

beobachtet.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Über die Anwendung von Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme während der Schwangerschaft

entscheidet im Einzelfall der Arzt. Bei Verwendung von Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme

ist die Aufnahme des Wirkstoffs in den Körper sehr gering.

Bei Herpes-Hauterkrankungen auf oder nahe der Brust soll nicht gestillt werden. Die Dosis, die von

einem gestillten Baby nach Anwendung von Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme an der

Mutter erreicht wird, ist zu vernachlässigen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Äußerlich verabreichtes Aciclovir beeinträchtigt nicht die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit,

Maschinen zu bedienen.

Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme enthält Propylenglycol und Cetylalkohol

Dieses Arzneimittel enthält 250 mg Propylenglycol pro 1 g Creme.

Propylenglycol kann Hautreizungen hervorrufen.

Cetylalkohol kann örtlich begrenzt Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.

WIE IST Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme ANZUWENDEN?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau

nach Anweisung Ihes Arztes oder Apothekers an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach,

wenn Sie sich nicht sicher sind.

Folgende Dosierung wird empfohlen:

Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme soll 5 x täglich in vierstündigen Intervallen dünn auf die

befallenen Hautstellen aufgetragen werden, sodass alle Hautveränderungen ausreichend bedeckt sind.

Wenn Sie Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme mit dem Finger auf die Lippen auftragen,

sollten Sie die Hände vor und nach dem Auftragen gründlich reinigen, um eine Infektion anderer

Stellen des Körpers (vor allem des Auges und der Schleimhäute im Mund- und Scheidenbereich) zu

vermeiden. Es kann nützlich sein, einen Fingerschutz oder Gummihandschuhe zu tragen. Nach

Gebrauch die Tube sorgfältig verschließen.

Die Behandlungsdauer beträgt üblicherweise 5 Tage, kann jedoch im Einzelfall, abhängig vom

Heilungsfortschritt auf bis zu 10 Tage ausgedehnt werden.

Die Behandlung mit Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme sollte zum frühestmöglichen

Zeitpunkt nach Ausbruch der Infektion begonnen werden. Bei häufig wiederkehrenden Infektionen

sollte die Behandlung möglichst schon dann begonnen werden, wenn erste Anzeichen wie Jucken,

Rötung und Spannungsgefühl auftreten (Prodromalstadium).

Wenn Sie eine größere Menge von Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme angewendet

haben, als Sie sollten

Auch bei Verschlucken des gesamten Inhalts einer 2 g Tube Aciclobene „ratiopharm“-

Fieberblasencreme, die 100 mg Aciclovir enthält, sind keine unerwünschten Wirkungen zu erwarten.

Im Zweifelsfall nehmen Sie Kontakt mit einem Arzt, Apotheker oder dem nächsten Spital auf.

Wenn Sie die Anwendung von Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Setzen Sie die Anwendung wie gewohnt fort.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 Behandelten):

Akute Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich angioneurotischem Ödem (plötzlich auftretende

Schwellungen v.a. im Gesichtsbereich, bei Beteiligung von Kehlkopf und Zunge unter Umständen mit

Atemnot und Schluckbeschwerden) und Nesselausschlag (Urtikaria).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich (weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten):

Vorübergehendes Brennen oder Stechen auf den behandelten Hautabschnitten nach

dem Auftragen der Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme.

Leichte Trockenheit oder Schuppung der Haut, Jucken.

Selten (weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten):

Hautrötung, lokale Hautentzündung (Kontaktdermatitis) nach der Anwendung.

Eine Kontaktdermatitis ist daran zu erkennen, dass die oben genannten Nebenwirkungen verstärkt

auftreten und über die mit der Creme behandelten Hautabschnitte hinausgehen

Wurden Allegietests durchgeführt, erwiesen sich in den meisten Fällen die Hilfsstoffe der Creme-

Grundlage und nicht der Wirkstoff Aciclovir als deren Ursache für allergische Reaktionen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website:

http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

WIE IST Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme AUFZUBEWAHREN?

Nicht über 30°C lagern.

Nach erstmaligem Öffnen: Nicht über 25°C lagern.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nach erstmaligem Öffnen 1 Jahr verwendbar.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Tube und dem Umkarton nach „Verwendbar bis:“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren

Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme

hilft die Umwelt zu schützen.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme enthält

Der Wirkstoff ist: Aciclovir.

1 g Creme enthält 50 mg Aciclovir.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Propylenglycol, Weißes Vaselin, Flüssiges Paraffin, Macrogolglycerolstearat, Cetylalkohol,

Dimeticon, Gereinigtes Wasser

Wie Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme aussieht und Inhalt der Packung

Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme ist eine weiche, weiße, glatte, geruchlose Creme.

Tuben aus Aluminium mit 2 g Creme.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

TEVA B.V.

Swensweg 5

2031 GA Haarlem

Niederlande

Tel.-Nr.: +43/1/97007-0

Fax-Nr.:+43/1/97007-66

e-mail: info@ratiopharm.at

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Straße 3

89143 Blaubeuren

Deutschland

Z.Nr.:

1-24029

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2020.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 g Creme enthält 50 mg Aciclovir.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Dieses Arzneimittel enthält 250 mg Propylenglycol pro 1 g Creme.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Weiche, weiße, glatte, geruchlose Creme

KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Zur Lokalbehandlung von Herpes labialis-Infektionen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme soll 5mal täglich in 4stündigen Intervallen dünn auf die

befallenen Hautbezirke aufgetragen werden, sodass alle Läsionen ausreichend bedeckt sind.

Behandlung

Aciclobene

„ratiopharm“-Fieberblasencreme

sollte

frühestmöglichen

Zeitpunkt nach Ausbruch der Infektion begonnen werden.

Bei rezidivierender Infektion sollte die Behandlung bereits im Prodromalstadium einsetzen, wenn

Spannungsgefühl und Juckreiz auftreten.

Die Behandlungsdauer beträgt 5 Tage Sie kann in manchen Fällen, abhängig vom Heilungsfortschritt,

auf bis zu 10 Tage ausgedehnt werden.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen Aciclovir und/oder Valaciclovir

oder einen der in Abschnitt 6.1. genannten

sonstigen Bestandteile.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme sollte nicht am Auge oder bei Läsionen der Mund- bzw.

Vaginalschleimhaut angewendet werden, da dies zu lokalen Reizungen der Schleimhäute führen

könnte.

Aciclobene „ratiopharm“-Fieberblasencreme darf keinesfalls am Auge angewendet werden.

Aciclobene

„ratiopharm“-Fieberblasencreme

darf

ausschließlich

topisch

angewendet

werden

sollte nicht verschluckt werden.

Aciclobene

„ratiopharm“-Fieberblasencreme

sollte

nicht

Vorbeugung

Herpes

labialis

eingesetzt werden, da keine ausreichenden Erfahrungen über die Langzeitanwendung zur Verfügung

stehen.

Beim Vorliegen von schweren Störungen der körpereigenen Immunabwehr (z.B. AIDS-Patienten oder

Empfänger einer Knochenmarktransplantation) sollte die Möglichkeit einer oralen Verabreichung von

Aciclobene

Betracht

gezogen

werden,

Patienten

sollten

diesbezüglich

Behandlungsbeginn einen Arzt konsultieren.

Anwendung in der Pädiatrie und Geriatrie:

Es wurden keine spezifischen Probleme für diese Patientengruppen beobachtet.

Sonstige Bestandteile

Propylenglycol

Propylenglycol kann Hautreizungen hervorrufen.

Cetylalkohol

Cetylalkohol kann örtlich begrenzt Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Bisher

wurden

topischer

Anwendung

Aciclovir

keine

klinisch

signifikanten

Wechselwirkungen beobachtet.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Fertilität

Siehe klinische Studien in Abschnitt 5.3.

Schwangerschaft

Ein post-marketing Schwangerschaftsregister dokumentierte den Ausgang von Schwangerschaften

nach Anwendung von Aciclovir. Es zeigte sich bei Personen, die Aciclovir ausgesetzt waren, keine

erhöhte Anzahl an kongenitalen Anomalien im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung. Aufgetretene

Anomalien zeigten weder Eindeutigkeit noch ein konsistentes Muster, das auf eine gemeinsame

Ursache hindeuten würde.

Der mögliche Nutzen für die Mutter muss gegen ein potentielles Risiko für das Kind abgewogen

werden.

Allerdings ist die systemische Exposition zu Aciclovir nach topischer Anwendung von Aciclobene

„ratiopharm“-Fieberblasencreme sehr gering.

Systemische Administration von Acclovir zeigte in international akzeptierten Standardtests keine

embryotoxischen oder teratogenen Effekte in Hasen, Ratten oder Mäusen.

In einem Nicht-Standardtest bei Ratten wurden fötale Anomalien beobachtet, aber nur nach so hohen

subkutanen Dosen, dass eine Toxizität bei der Mutter bewirkt wurde. Die klinische Relevanz von

diesen Ergebnissen ist unklar.

Stillzeit

Bei Herpes-Läsionen auf oder nahe der Brust soll nicht gestillt werden.

Limitierte Daten zeigen, dass Aciclovir nach systemischer Anwendung in die Muttermilch übertritt.

Die Dosis, die von einem gestillten Baby nach Anwendung von Aciclobene „ratiopharm“-

Fieberblasencreme an der Mutter erreicht wird, ist jedoch zu vernachlässigen.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Topisch verabreichtes Aciclovir beeinträchtigt nicht die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen

zu bedienen.

4.8 Nebenwirkungen

Die folgende Einteilung wurde für die Häufigkeitsbeschreibungen der Nebenwirkungen verwendet:

Sehr häufig:

1/10

Häufig:

1/100, <1/10

Gelegentlich:

1/1.000, <1/100

Selten:

1/10.000, <1/1.000

Sehr selten:

<1/10.000

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der

verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten:

Akute Überempfindlichkeitsreaktion einschließlich angioneurotischem Ödem und Urtikaria.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich:

Vorübergehendes

Brennen

oder

Stechen

nach

Auftragen

Aciclobene

„ratiopharm“-

Fieberblasencreme.

Leichte Trockenheit oder Schuppung der Haut, Jucken.

Selten:

Erythem, Kontaktdermatitis nach Anwendung.

Eine Kontaktdermatitis ist daran zu erkennen, dass die oben genannten Nebenwirkungen verstärkt

auftreten und über die mit der Creme behandelten Hautabschnitte hinausgehen

Wurden allergologische Untersuchungen durchgeführt, erwiesen sich in den meisten Fällen die

Hilfsstoffe der Creme-Grundlage und nicht der Wirkstoff Aciclovir als deren Ursache.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung direkt

über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9 Überdosierung

Auch bei Verschlucken des gesamten Inhalts einer 2 g Tube Aciclobene „ratiopharm“-

Fieberblasencreme, die 100 mg Aciclovir enthält, sind keine unerwünschten Wirkungen zu erwarten.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antivirale Mittel, topisch

ATC-Code: D06BB03

Aciclovir ist ein synthetisches Purinnukleosid-Analog mit in vitro und in vivo

Hemmwirkung auf menschliche Herpesviren, einschließlich Herpes simplex-Viren

(HSV) Typ 1 und 2, Varicella-Zoster-Viren (VZV), Epstein Barr-Virus (EBV) und

Cytomegalievirus (CMV).

In normalen, nicht-infizierten Zellen wird Aciclovir von der Thymidinkinase (TK) nicht

als Substrat angenommen, daher ist die Toxizität gegenüber vom Virus nicht

befallenen menschlichen Zellen sehr gering. Durch die virale Thymidinkinase wird

Aciclovir zunächst zum Monophosphat, einem Nukleosid-Analog, in weiteren

Schritten unter Beteiligung zelleigener Enzyme zum Di- und Triphosphat

umgewandelt. Aciclovir-Triphosphat interferiert mit der Virus-DNS-Polymerase und

hemmt die virale DNS-Replikation, indem nach seinem Einbau in die virale DNS ein

Kettenabbruch erfolgt.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Nach lokaler Applikation auf die intakte Haut werden keine messbaren Aciclovir-Spiegel in Plasma

oder Harn gefunden. Auch scheint die systemische Verfügbarkeit nach Applikation auf die erkrankte

Haut äußerst gering zu sein.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Die Ergebnisse einer großen Anzahl von Mutagenitätstests in vitro und in vivo lassen keine

besonderen Gefahren von Aciclovir für den Menschen erkennen.

Aciclovir erwies sich in Langzeitstudien an Ratten und Mäusen als nicht kanzerogen.

Nur bei systemischen Dosen, die weit über den therapeutisch angewendeten liegen, wurden

größtenteils reversible Wirkungen auf die Spermatogenese in Verbindung mit der Gesamttoxizität bei

Ratten und Hunden berichtet. Untersuchungen von oral verabreichtem Aciclovir an zwei Generationen

in Mäusen ergaben keinen Hinweis einer Wirkung auf die Fertilität.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Propylenglycol

Weißes Vaselin

Flüssiges Paraffin

Macrogolglycerolstearat

Cetylalkohol

Dimeticon

Gereinigtes Wasser

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Nach erstmaligem Öffnen 1 Jahr verwendbar.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30°C lagern.

Nach erstmaligem Öffnen: Nicht über 25°C lagern.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Tube aus Aluminium mit 2 Gramm Creme

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Es wird empfohlen, vor und nach dem Auftragen der Creme die Hände gründlich zu waschen, um eine

Kontamination anderer Körperstellen zu vermeiden. Es kann nützlich sein, einen Fingerschutz oder

Gummihandschuhe zu verwenden.

Die Tube nach der Verwendung sorgfältig verschließen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

TEVA B.V.

Swensweg 5

2031 GA Haarlem

Niederlande

Tel.Nr.: +43/1/97007-0

Fax-Nr.: +43/1/97007-66

e-mail: info@ratiopharm.at

8.

ZULASSUNGSNUMMER

1-24029

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 20. März 2001

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 20. Oktober 2011

10.

STAND DER INFORMATION

10.2020

REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezeptfrei, apothekenpflichtig

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