Mircera 75 ug / 0.3 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze

Suïssa - alemany - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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25-10-2018

ingredients actius:
methoxy polyethylene glycol-epoetinum beta
Disponible des:
Roche Pharma (Schweiz) AG
Codi ATC:
B03XA03
Designació comuna internacional (DCI):
methoxy polyethylene glycol-epoetinum beta
formulario farmacéutico:
Injektionslösung in einer Fertigspritze
Composición:
methoxy polyethylene glycol-epoetinum beta 75 µg, natrii sulfas anhydricus, natrii dihydrogenophosphas monohydricus, mannitolum, poloxamerum 188, acidum hydrochloridum q.s. ad pH, natrii hydroxidum q.s. ad pH, methioninum, aqua ad iniectabile q.s. ad solutionem pro 0.3 ml corresp. natrium 0.62 mg.
clase:
A
Grupo terapéutico:
Biotechnologika
Área terapéutica:
Stimulierung der Erythropoese
Número d'autorització:
57860
Data d'autorització:
2007-09-27

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Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen

das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Mircera®

Roche Pharma (Schweiz) AG

Was ist Mircera und wann wird es angewendet?

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen verschrieben, weil Sie an einer symptomatischen Blutarmut (Anämie)

leiden. Das heisst, dass Sie zu wenige rote Blutkörperchen haben und Ihr Hämoglobinspiegel zu niedrig

ist (so, dass die Körpergewebe möglicherweise nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden). Die

Symptome einer Anämie können Müdigkeit, Schwäche und Kurzatmigkeit sein.

Mircera ist ein gentechnisch hergestelltes Arzneimittel. Der Wirkstoff ist methoxy-polyethylenglycolum

epoetinum beta. Mircera erhöht wie das natürliche Hormon Erythropoetin die Zahl der roten

Blutkörperchen und den Hämoglobinspiegel im Blut.

Im Vergleich zu anderen ähnlichen Arzneimitteln, die die Bildung des roten Blutfarbstoffs anregen,

kann Mircera länger im Körper verweilen, so dass für die Behandlung weniger Injektionen ausreichend

sind.

Mircera wird zur Behandlung der durch eine chronische Nierenerkrankung verursachten Blutarmut

verwendet und kann sowohl bei dialysierten als auch bei nicht dialysierten erwachsenen Patienten

verwendet werden.

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Wann darf Mircera nicht angewendet werden?

Mircera darf von Patientinnen und Patienten, die an einem schwer kontrollierbaren Bluthochdruck

(Hypertonie) leiden, nicht angewendet werden sowie bei Überempfindlichkeit gegenüber methoxy-

polyethylenglycolum epoetinum beta bzw. den anderen Inhaltsstoffen.

Wann ist bei der Anwendung von Mircera Vorsicht geboten?

Vor der Behandlung mit Mircera

·Bei einigen mit Epoetinen, einschliesslich Mircera, behandelten Patienten wurde eine Erkrankung

namens Erythroblastopenie (fehlende oder verminderte Bildung roter Blutkörperchen) infolge von Anti-

Erythropoetin-Antikörpern beobachtet. Wenn Ihr Arzt oder Ihre Ärztin den Verdacht hat oder bestätigt,

dass Sie solche Antikörper im Blut haben, dürfen Sie nicht mit Mircera behandelt werden.

·Wenn Sie an Krebs leiden, beachten Sie bitte, dass Epoetine und Mircera als Wachstumsfaktoren

wirken können. Besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

·Es ist nicht bekannt, ob die Wirkung von Mircera bei Patienten mit Hämoglobinopathien

(Erkrankungen mit Auftreten von anomalem Hämoglobin), gegenwärtigen Blutungen oder Blutungen in

der Vorgeschichte, Anfallsleiden oder bei zu hoher Menge von Blutplättchen (Thrombozytose)

verändert ist. Wenn Sie an einer dieser Erkrankungen leiden, wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin dies mit

Ihnen besprechen und Sie vorsichtig behandeln.

·Missbräuchliche Verwendung bei Gesunden, z.B. zu Dopingzwecken, kann zu einem übermässigen

Anstieg des Hämoglobinspiegels führen. In diesem Zusammenhang können lebensbedrohliche

Komplikationen des Herz-Kreislauf-Systems (Thrombosen) auftreten.

Während der Behandlung mit Mircera

·Ihr Arzt oder Ihre Ärztin leitet die Behandlung mit Mircera ein, wenn Ihr Hämoglobinspiegel bei 10

g/dl (6,21 mmol/l) oder darunter liegt. Nach Einleitung der Therapie stellt Ihr Arzt oder Ihre Ärztin

Ihren Hämoglobinspiegel auf einen Wert zwischen 10 und 12 g/dl (7,45 mmol/l) ein.

·Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird vor und während der Behandlung mit Mircera den Eisengehalt in Ihrem

Blut bestimmen. Bei einem zu niedrigen Eisengehalt erhalten Sie eventuell zusätzlich ein Eisenpräparat.

·Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird vor und während der Behandlung mit Mircera Ihren Blutdruck

kontrollieren. Bei zu hohem Blutdruck, der weder mit Arzneimitteln noch einer besonderen Diät gesenkt

werden kann, wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin die Behandlung mit Mircera unterbrechen oder die Dosis

senken.

·Es wurde über schwere Hautreaktionen, einschliesslich Stevens-Johnson Syndrom (SJS) und Toxischer

Epidermaler Nekrolyse (TEN), im Zusammenhang mit Epoetin-Behandlungen berichtet. Schwerere

Fälle wurden im Zusammenhang mit langwirksamen Epoetinen beobachtet. SJS/TEN können zu Beginn

als rötliche, zielscheibenartige Punkte oder als kreisrunde Flecken, oft mit in der Mitte gelegenen Blasen

auf dem Rumpf, auftreten. Es können auch Geschwüre im Bereich von Mund, Rachen, Nase, Genitalien

und Augen (rote und geschwollene Augen) auftreten. Diesen schweren Hautreaktionen gehen oftmals

Fieber und/oder grippeähnliche Symptome voraus. Die Hautausschläge können zu einem grossflächigen

Ablösen der Haut und lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Wenn bei Ihnen ein

schwerwiegender Hautausschlag oder ein anderes dieser Hautsymptome auftritt, beenden Sie sofort die

Behandlung mit Mircera und setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin in

Verbindung oder begeben Sie sich unverzüglich in medizinische Behandlung.

·Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Ihren Hämoglobinspiegel überwachen, damit er nicht über einen

Schwellenwert ansteigt. Ein erhöhter Hämoglobinspiegel könnte dazu führen, dass Sie Probleme mit

dem Herzen oder den Blutgefässen wie Thrombose (Blutgerinnsel in Gefässen) haben und könnte das

Todesfallrisiko erhöhen.

·Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie sich müde oder schwach fühlen oder an

Kurzatmigkeit leiden, da dies ein Hinweis darauf sein kann, dass die Behandlung mit Mircera nicht

wirkt. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird andere Ursachen für die Blutarmut ausschliessen und eventuell

Bluttests oder eine Knochenmarkuntersuchung bei Ihnen veranlassen. Wenn sich bei Ihnen eine

Erythroblastopenie entwickelt, wird die Behandlung mit Mircera abgebrochen. In diesem Fall dürfen Sie

auch kein anderes Epoetin erhalten und Ihr Arzt wird Sie wegen dieser Erkrankung entsprechend

behandeln.

In klinischen Studien fanden sich keine Hinweise auf Wechselwirkungen von Mircera mit anderen

Arzneimitteln.

Nahrungsmittel und Getränke haben keinen Einfluss auf Mircera.

Mircera hat aller Voraussicht nach keinen Einfluss auf Ihre Fahrtüchtigkeit oder Fähigkeit, Maschinen

zu bedienen.

Aufgrund begrenzter Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit können keine Dosierungsempfehlungen für

die Anwendung bei Patienten unter 18 Jahren gegeben werden.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Fertigspritze, d.h. es ist nahezu

«natriumfrei».

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden (Externa!).

Darf Mircera während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Aufgrund der bisherigen Erfahrungen ist bei bestimmungsgemässer Anwendung kein Risiko für das

Kind bekannt. Systematische wissenschaftliche Untersuchungen wurden aber nie durchgeführt.

Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf Arzneimittel

verzichten oder den Arzt, Apotheker bzw. die Ärztin, Apothekerin um Rat fragen.

Wie verwenden Sie Mircera?

Verwenden Sie Mircera stets nach den ärztlichen Anweisungen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen

Sie bitte Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin um Rat.

Die Behandlung mit Mircera muss unter ärztlicher Überwachung eingeleitet werden. Weitere

Injektionen kann Ihnen eine Medizinalperson verabreichen oder Sie können sich Mircera nach

entsprechender Einweisung selbst spritzen (siehe «Gebrauchsanweisung für die Mircera Fertigspritzen»

am Ende dieser Broschüre).

Mircera kann sowohl subkutan (unter die Haut) am Bauch, Arm oder Schenkel als auch intravenös (in

eine Vene) gespritzt werden. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird entscheiden, was für Sie am besten ist.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird regelmässige Bluttests veranlassen, um anhand des Hämoglobinspiegels

zu überprüfen, wie Ihre Blutarmut auf die Behandlung anspricht.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Behandlung mit Mircera bei Patientinnen und Patienten, die derzeit kein Epoetin erhalten

·Wenn Sie nicht dialysiert werden, beträgt die empfohlene Anfangsdosis Mircera 1,2 µg/kg Ihres

Körpergewichts und wird einmal jeden Monat als einmalige Injektion unter die Haut verabreicht.

Alternativ kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin entscheiden, eine Startdosis von Mircera von 0,6 µg/kg Ihres

Körpergewichts zu verabreichen. Die Dosis wird einmal alle zwei Wochen als einzelne Injektion unter

Ihre Haut oder in eine Vene verabreicht. Sobald Ihre Anämie korrigiert ist, kann Ihr Arzt bzw. ihre

Ärztin Ihre Dosierung auf eine einmal monatliche Verabreichung umstellen.

·Wenn Sie dialysiert werden, beträgt die empfohlene Anfangsdosis 0,6 µg/kg Ihres Körpergewichts. Die

Dosis wird einmal alle zwei Wochen als einzelne Injektion unter die Haut oder in eine Vene verabreicht.

Sobald Ihre Anämie korrigiert ist, kann Ihr Arzt bzw. ihre Ärztin Ihre Dosierung auf eine einmal

monatliche Verabreichung umstellen.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann Ihre Dosis je nach Ihrem individuellen Bedarf erhöhen oder senken oder

Ihre Behandlung zeitweilig unterbrechen, um Ihren Hämoglobinspiegel entsprechend einzustellen.

Dosisänderungen werden nicht öfter als einmal im Monat vorgenommen.

Behandlung mit Mircera bei Patientinnen und Patienten, die bereits ein Epoetin erhalten

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann Ihr derzeitiges Arzneimittel durch Mircera ersetzen, welches Sie als

Einmalinjektion einmal im Monat erhalten werden. Ihre Anfangsdosis wird auf der Grundlage der

letzten Dosis Ihres bisherigen Arzneimittels berechnet. Die erste Dosis Mircera erhalten Sie am

vorgesehenen Tag der Injektion Ihres bisherigen Arzneimittels.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann Ihre Dosis je nach Ihrem individuellen Bedarf erhöhen oder senken oder

Ihre Behandlung zeitweilig unterbrechen, um Ihren Hämoglobinspiegel entsprechend einzustellen.

Dosisänderungen werden nicht öfter als einmal im Monat vorgenommen.

Wenn Sie mehr Mircera angewendet haben, als Sie sollten

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie eine zu hohe Dosis

Mircera angewendet haben, da in diesem Fall Blutuntersuchungen und eine Unterbrechung Ihrer

Behandlung notwendig sein könnten.

Wenn Sie die Anwendung von Mircera vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis Mircera vergessen haben, spritzen Sie sich die vergessene Dosis, sobald Sie sich

daran erinnern, und besprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, wann Sie die nächsten Dosen

anwenden sollten.

Wenn Sie die Behandlung mit Mircera abbrechen

Die Behandlung mit Mircera ist normalerweise eine Langzeitbehandlung. Eine Unterbrechung kann

gegebenenfalls vom Arzt oder von der Ärztin veranlasst werden und jederzeit erfolgen.

Die Anwendung und Sicherheit von Mircera bei Kindern unter 5 ist bisher nicht geprüft worden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Mircera haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Mircera auftreten:

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

Erhöhung des Blutdruckes.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

Thrombosen am Gefässzugang (Blutgerinnsel im Gefässzugang für die Dialyse), Kopfschmerzen.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

Makulo-papulöser Hautausschlag (rote Hautreaktion mit Pickeln oder Flecken).

Überempfindlichkeit (schwere allergische Reaktion, die zu ungewöhnlichem Giemen oder Atemnot

führen kann, zu einer Schwellung von Zunge, Gesicht oder Hals, einer Schwellung um die

Injektionsstelle herum oder zu Benommenheit, Ohnmacht oder Kollaps, schwere Hautreaktion,

Hautausschlag, Geschwüre und Blasen an Mund, Nase, Genitalien, Händen, Füssen und Augen,

Hautrötung und wunde Stellen, Hautablösung). Bei solchen Symptomen muss sofort ein Arzt bzw. eine

Ärztin beigezogen werden, der bzw. die die notwendigen Behandlungsmassnahmen einleitet.

Hypertensive Enzephalopathie (Blutdruckentgleisung, die zu plötzlichen stechenden, migräneartigen

Kopfschmerzen, Verwirrtheitszuständen, Sprachstörungen sowie Krampfanfällen führen kann). In

diesen Fällen muss sofort ein Arzt bzw. eine Ärztin beigezogen werden, der bzw. die die notwendigen

Notfallmassnahmen einleitet.

Schwere Hautausschläge, einschliesslich Stevens-Johnson Syndrom und Toxische Epidermale

Nekrolyse, die folgendes beinhalten können:

·Rötliche, zielscheibenartige Punkte oder kreisrunde Flecken, oft mit in der Mitte gelegenen Blasen auf

dem Rumpf,

·Ablösen der Haut,

·Geschwüre an Mund, Rachen, Nase, Genitalien und Augen,

·Vorangehendes Fieber und grippeähnliche Symptome.

Einzelfälle

In klinischen Studien wurde bei Patienten eine geringfügige Abnahme der Blutplättchenzahl

(Thrombozytenzahl) beobachtet. Bei einigen Patienten lag die Blutplättchenzahl unterhalb des

Normbereichs.

Beenden Sie sofort die Behandlung mit Mircera, wenn bei Ihnen diese Symptome auftreten, und

setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin in Verbindung oder begeben Sie sich

unverzüglich in medizinische Behandlung.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt, Apotheker

bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Lagerungshinweis

Im Kühlschrank (2-8 °C) lagern.

Nicht einfrieren.

Den Behälter im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Die Mircera Fertigspritze kann einmalig für einen Zeitraum von maximal 1 Monat ausserhalb des

Kühlschranks bei Raumtemperatur (nicht über 25 °C) gelagert werden. Ab erstmaliger Entnahme von

der Mircera Fertigspritze aus dem Kühlschrank müssen Sie es innerhalb von 1 Monat verwenden.

Weitere Hinweise

Die sterile Fertigspritze enthält keine Konservierungsmittel und ist nur für eine einmalige Injektion

bestimmt. Nach der Injektion muss sie entsorgt werden.

Arzneimittel dürfen nicht in das Abwasser oder den Hausmüll entsorgt werden. Fragen Sie Ihren

Apotheker oder Ihre Apothekerin, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Diese Personen

verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Mircera enthalten?

Mircera Injektionslösung in einer Fertigspritze: 30, 50, 75, 100, 120, 150, 200, 250 μg/0,3 ml.

Wirkstoffe

Mircera enthält als Wirkstoff methoxy-polyethylenglycolum epoetinum beta (gentechnologisch

hergestellt in CHO-Zellen).

Hilfsstoffe

Natriumdihydrogenphosphat, Natriumsulfat, Mannitol, L-Methionin, Poloxamer 188, Salzsäure,

Natriumhydroxid, Wasser für Injektionszwecke.

Zulassungsnummer

57860 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Mircera? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Mircera 30 μg/0,3 ml

Packung mit 1 Fertigspritze und 1 Kanüle 27G ½.

Mircera 50 μg/0,3 ml

Packung mit 1 Fertigspritze und 1 Kanüle 27G ½.

Mircera 75 μg/0,3 ml

Packung mit 1 Fertigspritze und 1 Kanüle 27G ½.

Mircera 100 μg/0,3 ml

Packung mit 1 Fertigspritze und 1 Kanüle 27G ½.

Mircera 120 μg/0,3 ml

Packung mit 1 Fertigspritze und 1 Kanüle 27G ½.

Mircera 150 μg/0,3 ml

Packung mit 1 Fertigspritze und 1 Kanüle 27G ½.

Mircera 200 μg/0,3 ml

Packung mit 1 Fertigspritze und 1 Kanüle 27G ½.

Mircera 250 μg/0,3 ml

Packung mit 1 Fertigspritze und 1 Kanüle 27G ½.

Zulassungsinhaberin

Roche Pharma (Schweiz) AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im März 2021 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Gebrauchsanweisung für die Mircera Fertigspritzen

In den folgenden Hinweisen wird erläutert, wie Sie die Mircera Fertigspritze verwenden, um sich selbst

oder einer anderen Person eine Injektion zu verabreichen.

Es ist wichtig, diese Anweisungen sorgfältig zu lesen und zu befolgen, damit Sie die Fertigspritze richtig

und sicher verwenden können.

Versuchen Sie nicht, eine Injektion zu verabreichen, bis Sie sicher sind, dass Sie verstanden haben, wie

die Fertigspritze verwendet wird.

Wenden Sie Mircera stets nach den Anweisungen des Arztes bzw. der Ärztin an. Fragen Sie Ihren Arzt

oder Ihre Ärztin, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Verwenden Sie Mircera Fertigspritzen nur, wenn Ihnen dieses Arzneimittel verschrieben worden ist.

Mircera wird als gebrauchsfertige Injektionslösung in Fertigspritzen angeboten. Die Lösung können Sie

sich nach den Anweisungen Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin selbst subkutan (das heisst unter die Haut)

spritzen. Wenn Sie Dialysepatient oder –patientin sind, kann die Lösung auch in den Gefässzugang für

die Dialyse gespritzt werden. Jede Fertigspritze darf nur für eine einzige Injektion verwendet werden.

Die Mircera-Lösung darf nicht mit anderen Arzneimitteln zur Injektion gemischt werden. Mircera muss

im Umkarton aufbewahrt werden.

Sicherheitstipps

·Lesen Sie die Angaben auf der Verpackung und vergewissern Sie sich, dass Sie die von Ihrem Arzt

bzw. Ihrer Ärztin verschriebene Dosis anwenden.

·Beachten Sie, dass die Fertigspritze mit Mircera einmal für einen Zeitraum von 1 Monat ausserhalb des

Kühlschranks gelagert werden kann. Mircera muss ab erstmaliger Entnahme aus dem Kühlschrank

innerhalb von 1 Monat verwendet werden.

·Eine Fertigspitze, die eingefroren oder Temperaturen von über 25oC ausgesetzt war, nicht verwenden.

·Verwenden Sie Mircera nicht, wenn die Spritze, die Schachtel oder die Kunststoffschale mit der Spritze

beschädigt zu sein scheint.

·Die Fertigspritze nach dem auf dem Etikett mit «EXP» angegebenen Verfallsdatum nicht mehr

verwenden.

·Die Fertigspritze nur verwenden, wenn die Lösung klar, farblos (leicht gelblich ist in Ordnung) und frei

von sichtbaren Schwebeteilchen ist.

·Die Fertigspritze nicht schütteln.

·Versuchen Sie auf keinen Fall, die Spritze zu zerlegen.

·Halten Sie die Spritze auf keinen Fall am Kolben fest und ziehen Sie niemals am Kolben.

·Entfernen Sie den Nadelschutz erst, wenn Sie bereit sind, eine Injektion durchzuführen.

·Berühren Sie bei der Handhabung der Fertigspritze niemals die Nadel.

·Schlucken Sie das Arzneimittel in der Spritze nicht.

·Führen Sie die Injektion nicht durch Kleidung hindurch aus.

·Eine Spritze darf auf keinen Fall ein zweites Mal verwendet werden.

·Berühren Sie nicht die Sperrclips (siehe Abb. A), da dies die Spritze beschädigen und unbrauchbar

machen kann.

INHALT DER PACKUNG (Abb. A):

·Eine Fertigspritze mit Mircera

·Eine separate Injektionsnadel

ZUSÄTZLICH ERFORDERLICHES MATERIAL (Abb. B):

Legen Sie alle Teile, die Sie für eine Injektion benötigen, auf einer sauberen, gut beleuchteten ebenen

Fläche, zum Beispiel auf einem Tisch, bereit.

DURCHFÜHRUNG DER INJEKTION

Schritt 1: Lassen Sie die Spritze Raumtemperatur annehmen

Nehmen Sie die Schachtel mit der Mircera

Fertigspritze vorsichtig aus dem

Kühlschrank. Lassen Sie die Spritze in der

Schachtel, um sie vor Licht zu schützen, und

lassen Sie sie mindestens 30 Minuten lang

ruhen, bis sie Raumtemperatur erreicht hat

(Abb. C).

·Wenn das Arzneimittel bei der Injektion

nicht Raumtemperatur hat, kann die Injektion

unangenehm sein, und es kann schwierig

sein, den Kolben zu drücken.

·Erwärmen Sie die Spritze nicht auf andere

Weise.

Öffnen Sie die Schachtel und nehmen Sie die

Kunststoffschale mit der

Mircera Fertigspritze heraus, ohne die

Schutzfolie abzuziehen (Abb. D).

Schritt 2: Reinigen Sie Ihre Hände

Desinfizieren Sie Ihre Hände gut mit Seife

und warmem Wasser oder einem

Händedesinfektionsmittel (Abb. E).

Schritt 3: Packen Sie die Fertigspritze aus und unterziehen Sie sie einer Sichtprüfung

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Fachinformation

MIRCERA®

Roche Pharma (Schweiz) AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: methoxy-polyethylenglycolum epoetinum beta (gentechnologisch hergestellt in CHO-

Zellen).

Hilfsstoffe: natrii dihydrogenophosphas, natrii sulfas, mannitolum, methioninum, poloxamerum 188,

aqua ad iniectabilia q.s. ad solutionem.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Mircera 30 µg/0,3 ml, Injektionslösung in einer Fertigspritze

1 Fertigspritze enthält 30 µg methoxy-polyethylenglycolum epoetinum beta.

Excip. q.s. ad solutionem 0,3 ml.

Mircera 50 µg/0,3 ml, Injektionslösung in einer Fertigspritze

1 Fertigspritze enthält 50 µg methoxy-polyethylenglycolum epoetinum beta.

Excip. q.s. ad solutionem 0,3 ml.

Mircera 75 µg/0,3 ml, Injektionslösung in einer Fertigspritze

1 Fertigspritze enthält 75 µg methoxy-polyethylenglycolum epoetinum beta.

Excip. q.s. ad solutionem 0,3 ml.

Mircera 100 µg/0,3 ml, Injektionslösung in einer Fertigspritze

1 Fertigspritze enthält 100 µg methoxy-polyethylenglycolum epoetinum beta.

Excip. q.s. ad solutionem 0,3 ml.

Mircera 120 µg/0,3 ml, Injektionslösung in einer Fertigspritze

1 Fertigspritze enthält 120 µg methoxy-polyethylenglycolum epoetinum beta.

Excip. q.s. ad solutionem 0,3 ml.

Mircera 150 µg/0,3 ml, Injektionslösung in einer Fertigspritze

1 Fertigspritze enthält 150 µg methoxy-polyethylenglycolum epoetinum beta.

Excip. q.s. ad solutionem 0,3 ml.

Mircera 200 µg/0,3 ml, Injektionslösung in einer Fertigspritze

1 Fertigspritze enthält 200 µg methoxy-polyethylenglycolum epoetinum beta.

Excip. q.s. ad solutionem 0,3 ml.

Mircera 250 µg/0,3 ml, Injektionslösung in einer Fertigspritze

1 Fertigspritze enthält 250 µg methoxy-polyethylenglycolum epoetinum beta.

Excip. q.s. ad solutionem 0,3 ml.

Die Angabe der Dosierungsstärke in µg bezieht sich auf den Proteinanteil des Methoxy-

Polyethylenglycol-Epoetin-beta-Moleküls, ohne Berücksichtigung der Glykosylierung.

MIRCERA liegt als klare, farblose bis schwach gelbliche Lösung vor.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Behandlung der symptomatischen renalen Anämie bei chronischer Nierenerkrankung bei dialysierten

und nicht dialysierten erwachsenen Patienten.

Die Sicherheit und Wirksamkeit der MIRCERA Therapie wurde bei anderen Indikationen nicht

belegt.

Dosierung/Anwendung

Die Behandlung mit MIRCERA muss unter Aufsicht eines/einer, in der Behandlung von Patienten

mit beeinträchtiger Nierenfunktion, erfahrenen Arztes oder Ärztin eingeleitet werden.

Behandlung der symptomatischen Anämie bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung

Patienten sollten engmaschig überwacht werden, um sicherzustellen, dass die niedrigste zugelassene

wirksame Dosis von Mircera angewandt wird um die Symptome der Anämie adäquat zu

kontrollieren und dabei einen Hämoglobinwert unter oder gleich 12 g/dl (7.5 mmol/l) einzuhalten.

Mircera-Dosissteigerungen bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz sollten mit Vorsicht

erfolgen. Bei Patienten mit schlechtem Ansprechen des Hämoglobinwerts auf Mircera sollten

verschiedene Ursachen für das schlechte Ansprechen abgeklärt werden (siehe Abschnitt

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Eigenschaften/Wirkungen»).

Die Anämiesymptome und ihre Folgeerscheinungen können sich abhängig von Alter, Geschlecht und

allgemeinem Schweregrad der Erkrankung unterscheiden; daher ist eine Beurteilung des klinischen

Verlaufs und des Zustandes des jeweiligen Patienten durch einen Arzt erforderlich. MIRCERA sollte

entweder subkutan oder intravenös verabreicht werden, um das Hämoglobin auf einen Wert von

maximal 12 g/dl (7,45 mmol) anzuheben. Bei nicht hämodialysierten Patienten ist die subkutane

Anwendung zu bevorzugen, um eine Punktion peripherer Venen zu vermeiden.

MIRCERA kann subkutan in das Abdomen, in den Arm oder Schenkel injiziert werden. Alle drei

Injektionsstellen eignen sich gleichermassen für die subkutane Injektion von MIRCERA.

Aufgrund intraindividueller Schwankungen bei den Patienten können gelegentlich einzelne

Hämoglobinwerte beobachtet werden, die über oder unter dem erwünschten Hämoglobinspiegel

liegen. Derartige Hämoglobin-Schwankungen sollten mittels Anpassung der Dosis ausgeglichen

werden, wobei der Hämoglobin-Zielbereich von 10 g/dl (6,21 mmol/l) bis 12 g/dl (7,45 mmol/l) zu

berücksichtigen ist. Ein anhaltender Hämoglobinspiegel über 12 g/dl (7,45 mmol/l) sollte vermieden

werden; Leitlinien für die richtige Anpassung der Dosis bei Auftreten von Hämoglobinwerten über

12 g/dl (7,45 mmol/l) werden weiter unten beschrieben.

Ein Hämoglobin-Anstieg um mehr als 2 g/dl (1,24 mmol/l) innerhalb eines Zeitraums von vier

Wochen ist zu vermeiden. Falls es dazu kommt, ist wie vorgesehen eine geeignete Dosisanpassung

vorzunehmen.

Die Patienten sind engmaschig zu überwachen, um sicherzustellen, dass die niedrigste zugelassene

Dosis von MIRCERA verwendet wird, bei der eine ausreichende Kontrolle der Anämiesymptome

erreicht wird.

Es wird empfohlen, den Hämoglobinspiegel bis zur Stabilisierung alle 2 Wochen und danach in

regelmässigen Abständen zu kontrollieren.

Patienten, die derzeit nicht mit einem ESA (erythropoiesis stimulating agent) behandelt werden

Nicht-Dialysepatienten – Zur Anhebung des Hämoglobins auf Werte oberhalb 10 g/dl (6,21 mmol/l)

beträgt die empfohlene Anfangsdosis 1,2 µg/kg Körpergewicht, verabreicht einmal monatlich als

subkutane Einzelinjektion. Alternativ kann eine Anfangsdosis von 0,6 µg/kg Körpergewicht einmal

alle zwei Wochen als i.v. oder s.c. Einzelinjektion verabreicht werden.

Dialysepatienten – Zur Anhebung des Hämoglobins auf Werte oberhalb 10 g/dl (6,21 mmol/l), kann

die empfohlenen Anfangsdosis von 0,6 µg/kg Körpergewicht einmal alle zwei Wochen in Form einer

i.v. oder s.c. Einzelinjektion verabreicht werden.

Falls der Anstieg des Hämoglobinwertes weniger als 1,0 g/dl (0,621 mmol/l) innerhalb 1 Monat

beträgt, kann die Dosis von MIRCERA um etwa 25% der vorigen Dosis erhöht werden. Weitere

Dosiserhöhungen um etwa 25% sind in Abständen von 4 Wochen möglich, bis der individuelle

Hämoglobin-Zielwert erreicht ist.

Falls der Anstieg des Hämoglobinwerts über 2 g/dl (1,24 mmol/l) innerhalb 1 Monat beträgt oder

wenn der Hämoglobinwert ansteigt und sich dem Wert 12 g/dl (7,45 mmol/l) nähert, ist die Dosis um

etwa 25% zu reduzieren. Wenn der Hämoglobinspiegel weiter ansteigt, ist die Therapie zu

unterbrechen, bis der Hämoglobinspiegel beginnt abzufallen. An diesem Punkt sollte die Therapie

mit einer Dosis, die etwa 25% unter der zuletzt angewendeten Dosis liegt, fortgesetzt werden. Nach

der Unterbrechung der Anwendung ist ein Hämoglobinabfall von etwa 0.35 g/dl (0.22 mmol/l) in der

Woche zu erwarten. Eine Dosisanpassung sollte nicht häufiger als einmal im Monat vorgenommen

werden.

Patienten, die einmal alle zwei Wochen behandelt werden und deren Hämoglobinkonzentration mehr

als 10 g/dl (6,21 mmol/l) beträgt, können MIRCERA einmal monatlich erhalten, wobei die Dosis das

Zweifache der bisher einmal alle zwei Wochen verabreichten Dosis beträgt.

Patienten, die derzeit mit einem ESA (erythropoiesis stimulating agent) behandelt werden

Bisher mit einem ESA behandelte Patienten können auf MIRCERA umgestellt werden, das 1× pro

Monat als einmalige intravenöse oder subkutane Injektion verabreicht wird. Die Anfangsdosis

MIRCERA wird auf der Grundlage der vorherigen wöchentlichen Dosis von ESA zum Zeitpunkt der

Therapieumstellung berechnet, wie dies in Tabelle 1 beschrieben wird. Die erste Injektion von

MIRCERA sollte zum Zeitpunkt der nächsten planmässigen Dosis des bisher verabreichten

Darbepoetin alfa oder Epoetin stattfinden.

Tabelle 1. Anfangsdosen von MIRCERA

Bisherige wöchentliche i.v. oder

s.c. Dosis Darbepoetin alfa

(µg/Woche)

Bisherige wöchentliche i.v.

oder s.c. Dosis Epoetin

(IE/Woche)

Monatliche i.v. oder s.c. Dosis

MIRCERA (µg/ 1× pro Monat)

<40

<8000

40-80

8000-16000

>80

>16000

Falls eine Dosisanpassung erforderlich ist, um den Hämoglobin-Zielwert über 10 g/dl (6,21 mmol/l)

zu halten, kann die Dosis um etwa 25% erhöht werden.

Falls der Anstieg des Hämoglobinwerts über 2 g/dl (1,24 mmol/l) innerhalb 1 Monat beträgt oder

wenn der Hämoglobinwert ansteigt und sich dem Wert 12 g/dl (7,45 mmol/l) nähert, ist die Dosis um

etwa 25% zu reduzieren. Wenn der Hämoglobinspiegel weiter ansteigt, ist die Therapie zu

unterbrechen, bis der Hämoglobinspiegel beginnt abzufallen. An diesem Punkt sollte die Therapie

mit einer Dosis, die etwa 25% unter der zuletzt angewendeten Dosis liegt, fortgesetzt werden. Nach

der Unterbrechung der Anwendung ist ein Hämoglobinabfall von etwa 0.35 g/dl (0.22 mmol/l) in der

Woche zu erwarten. Eine Dosisanpassung sollte nicht häufiger als einmal im Monat vorgenommen

werden.

Vergessene Dosis

Falls eine Dosis von MIRCERA vergessen wurde, ist die vergessene Dosis so bald wie möglich zu

verabreichen und die Behandlung mit MIRCERA in der verordneten Dosisfrequenz fortzusetzen.

Anwendung bei Kindern

MIRCERA wird wegen fehlender Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit nicht zur Anwendung bei

Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren empfohlen.

Anwendung bei älteren Patienten

In klinischen Studien waren 24% der mit MIRCERA behandelten Patienten 65 bis 74 Jahre alt und

20% waren 75 Jahre alt oder älter. Bei Patienten ≥65 Jahren ist keine Dosisanpassung notwendig.

Anwendung bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Patienten mit Leberfunktionsstörungen jeglichen Schweregrads erfordern weder eine Anpassung der

Anfangsdosis noch Regeln zur Dosismodifikation (siehe «Kinetik spezieller Patientengruppen»).

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss

Zusammensetzung.

MIRCERA darf bei unbehandelter oder schwer kontrollierbarer Hypertonie nicht eingesetzt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Hämoglobinzielspiegel über 12 g/dl können mit einem gesteigerten Risiko kardiovaskulärer

Ereignisse einschliesslich Tod einhergehen. Kontrollierte klinische Studien zeigten keinen auf eine

Anwendung von Epoetinen zurückzuführenden signifikanten Nutzen, wenn die

Hämoglobinkonzentration höher ist als das Niveau, welches zur Kontrolle der Anämiesymptome und

zur Vermeidung der Bluttransfusion notwendig ist.

Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz

Mircera-Dosissteigerungen bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz sollten mit Vorsicht

erfolgen, da hohe kumulative Epoetin-Dosen mit einem erhöhten Mortalitätsrisiko, schweren

kardiovaskulären und cerebrovaskulären Ereignissen assoziiert sein können. Bei Patienten mit

schlechtem Ansprechen des Hämoglobinwerts auf Epoetine sollten verschiedene Ursachen für das

schlechte Ansprechen abgeklärt werden (siehe Abschnitte «Dosierung/Anwendung» und

«Eigenschaften/Wirkungen»).

Eisen-Substitution

Eine Eisen-Substitution wird bei allen Patienten mit Serumferritinwerten unter 100 µg/l oder mit

einer Transferrinsättigung unter 20% empfohlen. Um eine effektive Erythropoese sicherzustellen,

muss der Eisenstatus bei allen Patienten vor und während der Behandlung kontrolliert werden.

Bei fehlendem Ansprechen auf die MIRCERA Therapie sollte sofort eine Suche nach den Ursachen

erfolgen.

Ein Mangel an Eisen, Folsäure oder Vitamin B12 vermindert die Wirkung von Erythropoese-

stimulierenden Substanzen und sollte deshalb korrigiert werden. Interkurrente Infektionen,

entzündliche oder traumatische Episoden, okkulter Blutverlust, Hämolyse, schwere

Aluminiumtoxizität, grundlegende hämatologische Erkrankungen oder Knochenmarkfibrose können

auch das erythropoetische Ansprechen beeinträchtigen. Eine Retikulozytenzählung sollte als Teil der

Evaluierung in Betracht gezogen werden.

Wenn alle genannten Umstände ausgeschlossen werden können und bei dem Patienten ein

plötzlicher Abfall des Hämoglobins in Verbindung mit einer Retikulozytopenie und Antikörpern

gegen Erythropoetin auftritt, sollte eine Untersuchung des Knochenmarks zur Feststellung einer

Erythroblastopenie (Pure Red Cell Aplasia, PRCA) in Betracht gezogen werden. Wird eine PRCA

diagnostiziert, muss die Therapie mit MIRCERA abgebrochen werden, und die Patienten dürfen

nicht auf ein anderes EPO-Präparat umgestellt werden.

Erythroblastopenie (PRCA)

Bei Behandlung mit ESAs, einschliesslich MIRCERA, wurde eine Erythroblastopenie (PRCA)

aufgrund von Anti-Erythropoietin-Antikörpern angegeben. Diese Antikörper zeigen eine

Kreuzreaktion mit allen Epoetin-Präparaten. Patienten mit vermuteten oder nachgewiesenen

Antikörpern gegen Erythropoetin dürfen nicht auf MIRCERA umgestellt werden.

Blutdrucküberwachung

Wie bei anderen ESAs kann es auch während einer Behandlung mit MIRCERA zu einem

Blutdruckanstieg kommen. Der Blutdruck sollte bei allen Patienten vor, bei Einleitung der Therapie

und während der Behandlung mit MIRCERA ausreichend überwacht werden. Bei medikamentös

oder diätetisch schwer kontrollierbarem Bluthochdruck muss die MIRCERA-Dosis reduziert oder die

Behandlung unterbrochen werden (siehe «Kontraindikationen»).

Auswirkung auf das Tumorwachstum

MIRCERA ist wie andere Erythropoiese-stimulierende Arzneimittel (ESA) ein Wachstumsfaktor,

welcher in erster Linie die Bildung von Erythrozyten stimuliert. Erythropoietin-Rezeptoren können

auf der Oberfläche verschiedener Tumorzellen exprimiert werden. Wie bei allen Wachstumsfaktoren

bestehen Bedenken, ob ESA das Wachstum gewisser Malignomtypen stimulieren könnte.

MIRCERA ist nicht zugelassen für die Behandlung einer Anämie bei Krebspatienten.

Anderes

Die Sicherheit und Wirksamkeit einer Behandlung mit MIRCERA wurden bei Patienten mit

Hämoglobinopathien, Anfallsleiden, Blutungen oder kürzlich aufgetretenen Blutungen, die

Transfusion erfordern, oder Thrombozytenwerten über 500× 109/l nicht untersucht. Bei diesen

Patienten ist daher Vorsicht geboten.

Missbrauch

Der Missbrauch durch Gesunde (z.B. für Dopingzwecke) kann zu einem übermässigen Anstieg des

Hämoglobinwertes führen. Dies ist mit dem Risiko lebensbedrohlicher Komplikationen des Herz-

Kreislauf-Systems (Thromboserisiko durch Hämokonzentration bei Polyglobulie) verbunden.

Hämoglobinkonzentration

Bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung sollte die Erhaltungs-Hämoglobinkonzentration die

im Kapitel Dosierung/Anwendung empfohlene obere Grenze der Hämoglobin-Zielkonzentration

über einen längeren Zeitraum nicht überschreiten. In klinischen Studien wurde bei der Anwendung

von Erythropoese stimulierenden Wirkstoffen (ESAs) zur Erzielung eines Hämoglobin-Zielwerts

über 12 g/dl (7,5 mmol/l) ein erhöhtes Risiko für Todesfälle und schwerwiegende kardiovaskuläre

Ereignisse beobachtet.

Kontrollierte klinische Studien zeigten keine signifikanten Vorteile, der auf die Verabreichung von

Epoetinen zurückzuführen war, wenn die Hämoglobin-Konzentration über das für die Beherrschung

der Anämiesymptome und zur Vermeidung einer Bluttransfusion erforderliche Mass hinaus erhöht

wurde.

Interaktionen

Es wurden keine Interaktionsstudien durchgeführt. Klinische Studien erbrachten keine Hinweise auf

eine Interaktion von MIRCERA mit anderen Arzneimitteln. Der Effekt anderer Arzneimittel auf die

Pharmakokinetik und Pharmakodynamik von MIRCERA wurde in einer Populationsanalyse

untersucht. Es fanden sich keine Hinweise auf eine Auswirkung auf die Pharmakokinetik und

Pharmakodynamik von MIRCERA.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine ausreichenden Daten zur Verwendung von MIRCERA bei schwangeren Frauen vor.

Tierstudien zeigten keine schädlichen Wirkungen auf Trächtigkeit, embryonale/fetale Entwicklung

und Geburtsverlauf (siehe «Präklinische Daten»). Bei der Verordnung von MIRCERA für

schwangere Frauen ist Vorsicht geboten.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob methoxy-polyethylenglycolum epoetinum beta beim Menschen in die

Muttermilch übertritt. Eine Tierstudie zeigte, dass methoxy-polyethylenglycolum epoetinum beta in

die Muttermilch übertritt. Bei der Entscheidung, ob das Stillen unter einer Therapie mit MIRCERA

abgesetzt oder fortgeführt werden sollte oder die Therapie mit MIRCERA abgesetzt werden sollte,

ist der Nutzen des Stillens für das Kind gegen den Nutzen der MIRCERA-Therapie für die Frau

abzuwägen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

MIRCERA hat keinen oder vernachlässigbaren Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit,

Maschinen zu bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Erfahrungen aus klinischen Prüfungen

Die Sicherheitsdaten für MIRCERA aus klinischen Studien stammen von 3042 Patienten mit

chronischer Nierenerkrankung, darunter 1939 mit MIRCERA und 1103 mit einem anderen ESA

behandelten Patienten. Bei etwa 6% der mit MIRCERA behandelten Patienten ist das Auftreten

unerwünschter Wirkungen zu erwarten. Die am häufigsten angegebene unerwünschte Wirkung war

eine Hypertonie (häufig).

Tabelle 2. Auf die Behandlung mit MIRCERA zurückgeführte unerwünschte Wirkungen in

kontrollierten klinischen Studien bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung

Organklasse

Häufigkeit

Unerwünschte Reaktion

Gefässe

Häufig

Hypertonie

Reaktionen an der

Applikationsstelle

Gelegentlich Thrombose am Gefässzugang

Nervensystem

Gelegentlich Kopfschmerzen

Selten

Hypertensive Enzephalopathie

Haut

Selten

Exanthem (makulo-papulös, schwerwiegend)

Immunsystem

Selten

Überempfindlichkeit

Alle anderen auf MIRCERA zurückgeführten Reaktionen waren selten und in der Mehrzahl von

leichter bis mässiger Intensität. Diese Reaktionen liessen sich durch die in der Population bekannten

Begleiterkrankungen erklären.

In klinischen Studien wurde während der Behandlung mit MIRCERA eine geringfügige Abnahme

der Thrombozytenzahl beobachtet, die jedoch im Normbereich blieb.

Bei 7.5% der mit MIRCERA und 4.4% der mit ESAs behandelten Patienten wurden

Thrombozytenzahlen unter 100× 109/l festgestellt.

Post Marketing Phase

In Zusammenhang mit der Behandlung mit MIRCERA wurde aus der Erfahrung nach

Markteinführung über das Auftreten einer durch neutralisierende Anti-Erythropoietin-Antikörper

vermittelten Erythroblastopenie (AEAB-PRCA) berichtet (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»). Stevens-Johnson Syndrom/Toxische Epidermale Nekrolyse wurde

gemeldet.

Überdosierung

MIRCERA hat einen breiten therapeutischen Bereich. Bei Einleitung einer Behandlung mit

MIRCERA muss das individuelle Ansprechen berücksichtigt werden. Eine Überdosis kann zu einer

Verstärkung des pharmakodynamischen Effekts führen, z.B. zu einer übermässigen Erythropoese.

Bei zu hohen Hämoglobinspiegeln sollte die Behandlung mit MIRCERA zeitweilig unterbrochen

werden (siehe «Dosierung/Anwendung»). Bei entsprechender klinischer Indikation kann eine

Phlebotomie durchgeführt werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: B03XA03

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

Methoxy-polyethylenglycolum epoetinum beta, der Wirkstoff von MIRCERA, ist ein

kontinuierlicher Erythropoetinrezeptoraktivator, der im Unterschied zu Erythropoietin auf

Rezeptorebene eine andersartige Aktivität zeigt. Diese ist gekennzeichnet durch eine langsamere

Assoziation zum und eine schnellere Dissoziation vom Rezeptor, eine verringerte spezifische

Aktivität in vitro und eine grössere Aktivität in vivo sowie durch eine verlängerte Halbwertszeit. Das

durchschnittliche Molekulargewicht beträgt etwa 60 kDa, wobei der Proteinanteil zusammen mit

dem Kohlenhydratanteil etwa 30 kDa ausmacht.

MIRCERA stimuliert die Erythropoese durch Interaktion mit dem Erythropoetinrezeptor auf

Vorläuferzellen im Knochenmark. Das natürliche Hormon Erythropoetin wird als primärer

Wachstumsfaktor für die Entwicklung der roten Blutkörperchen von der Niere gebildet und

entsprechend dem Grad der Sauerstoffsättigung der Gewebe in die Blutbahn abgegeben. In Reaktion

auf eine Hypoxie kommt es zu einer Interaktion des natürlichen Hormons Erythropoetin mit

erythroiden Vorläuferzellen, deren Bildung daraufhin gesteigert wird.

In zwei randomisierten kontrollierten Studien bei nicht dialysierten Patienten mit chronischer

Nierenerkrankung, BA16738 und NH20052 wurde mit MIRCERA bei 97,5% bzw. 94.1% der

Patienten eine Korrektur der Anämie erreicht. Während der ersten 8 Behandlungswochen betrug in

der Studie BA16738 der Anteil der Patienten mit einem Hämoglobinwert über 13 g/dl in der

MIRCERA-Gruppe 11,4% und 34% in der Darboetin alfa-Gruppe. In der Studie NH20052 betrugen

die entsprechenden Anteile der Patienten, die Hämoglobinkonzentrationen über 12 g/dl erreichten,

25,8% in der MIRCERA-Gruppe und 47,7% in der Darbepoetin alfa-Gruppe. In einer randomisierten

kontrollierten Studie bei chronischer Niereninsuffizienz unter Dialyse erzielte man mit MIRCERA

bei 93,3% der Patienten eine Korrektur ihrer Anämie.

Bei derzeit mit ESA behandelten Dialysepatienten wurden vier randomisierte kontrollierte Studien

durchgeführt. Die Patienten wurden randomisiert einer Fortsetzung ihrer bisherigen Behandlung oder

einer Umstellung auf MIRCERA zugeteilt, um stabile Hämoglobinspiegel zu erreichen. In der

Evaluationsphase (Woche 29-36) war der mittlere und mediane Hämoglobinspiegel bei den mit

MIRCERA behandelten Patienten ungefähr mit ihrem Hämoglobinausgangswert identisch.

In einer randomisierten Studie mit Epoetin beta bei Prädialyse-Patienten (CREATE), in der 603

Patienten mit renaler Anämie in einer Gruppe mit hohem (13-15 g/dl) bzw. tiefem (10,5-11,5 g/dl)

Hämoglobin-Zielwert zugeteilt wurden, betrug die Häufigkeit kardiovaskulärer Ereignisse in der

Gruppe mit höheren Hämoglobinwerten 19% gegenüber 16% in der Gruppe mit tieferen

Hämoglobin-Zielwerten (58 bzw. 47 Fälle; p = 0,20). Die Häufigkeit thromboembolischer Ereignisse

betrug in dieser Studie 11% in der Gruppe mit hohem Hämoglobin-Zielwert und 7% in derjenigen

mit tieferem Hämoglobin-Zielwert als Behandlungsziel (p = 0,06). Wie früher berichtet, war die

Häufigkeit von Thrombosen im Gefässzugang bei den zur Dialyse überwiesenen Patienten bei

denjenigen mit einem höheren Hämoglobin-Behandlungsziel ebenfalls höher (4% gegenüber 3%) (p

= 0,42).

In einer randomisierten Studie mit Epoetin alpha bei Prädialyse-Patienten (CHOIR), in der 1'432

Patienten einem Studienarm mit hohem Hämoglobin-Zielwert von 13,5 g/dl oder einem solchen mit

tiefem Hämoglobin-Zielwert von 11,5 g/dl zugeteilt wurden, gab es in der Gruppe mit höheren

Hämoglobinwerten signifikant mehr kardiovaskuläre Ereignisse als in derjenigen mit tieferen

Hämoglobin-Zielwerten (17% gegenüber 14%; 125 bzw. 97 Fälle; p = 0,03). Die Häufigkeit

thromboembolischer Ereignisse betrug im Studienarm mit hohem Hämoglobin 18% und in

demjenigen mit tiefem Hämoglobin 17% (p = 0,65).

Im MIRCERA-Entwicklungsprogramm wurde keine Studie zum Vergleich von hohen und tiefen

Hämoglobin-Zielwerten in einer ähnlichen Patientenpopulation durchgeführt.

Pharmakokinetik

Die pharmakokinetischen und pharmakologischen Eigenschaften von MIRCERA erlauben wegen der

langen Eliminationshalbwertszeit eine 1× monatliche Behandlung der Patienten. Die

Eliminationshalbwertszeit von MIRCERA nach intravenöser Verabreichung ist 15– bis 20-mal

länger als die von rekombinantem humanem Erythropoetin.

Die Pharmakokinetik von MIRCERA wurde bei gesunden Probanden sowie bei dialysierten und

nicht dialysierten Patienten mit renaler Anämie bei chronischer Nierenerkrankung untersucht.

Bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung waren die Clearance und das Verteilungsvolumen

von MIRCERA nicht dosisabhängig.

Bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung wurde die Pharmakokinetik von MIRCERA nach

der ersten Dosis und nach Verabreichung in Woche 9 und in Woche 19 oder 21 untersucht. Die

wiederholte Gabe hatte keine Auswirkungen auf die Clearance, das Verteilungsvolumen und die

Bioverfügbarkeit von MIRCERA. Nach Verabreichung von MIRCERA alle 4 Wochen an Patienten

mit chronischer Nierenerkrankung kam es praktisch zu keiner Kumulation von MIRCERA, wie der

Kumulationsquotient von 1,03 zeigte. Nach Verabreichung alle 2 Wochen betrug der

Kumulationsquotient 1,12.

Ein Vergleich der Serumkonzentrationen von MIRCERA vor und nach einer Hämodialyse bei 41

Patienten mit chronischer Nierenerkrankung zeigte, dass die Hämodialyse keinen Effekt auf die

Pharmakokinetik von MIRCERA hat.

Eine Analyse bei 126 Patienten mit chronischer Nierenerkrankung ergab keinen

pharmakokinetischen Unterschied zwischen dialysierten und nicht dialysierten Patienten.

Absorption

Nach subkutaner Verabreichung an Patienten mit chronischer Nierenerkrankung wurde die

Serummaximalkonzentration von methoxy-polyethylenglycolum epoetinum beta bei

Dialysepatienten 72 Stunden nach der Injektion erreicht (Medianwert) und bei Patienten, die keine

Dialyse erhielten, 95 Stunden nach der Verabreichung festgestellt.

Die absolute Bioverfügbarkeit von methoxy-polyethylenglycolum epoetinum beta nach subkutaner

Verabreichung betrug bei dialysierten Patienten 62% und bei nicht dialysierten Patienten 54%.

Distribution

Eine Studie bei 400 Patienten mit chronischer Nierenerkrankung hat ergeben, dass das

Verteilungsvolumen von MIRCERA zirka 5 l beträgt.

Elimination

Nach intravenöser Verabreichung an Patienten mit chronischer Nierenerkrankung betrug die

Halbwertszeit von MIRCERA 134 Stunden (5,6 Tage) und die systemische Gesamtclearance 0,494

ml/h pro kg. Nach subkutaner Verabreichung betrug die terminale Halbwertszeit bei

Dialysepatienten mit chronischer Nierenerkrankung 139 Stunden (5,8 Tage) und bei Patienten, die

keine Dialyse erhielten, 142 Stunden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Die Pharmakokinetik von Mircera ist bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz ähnlich wie bei

Gesunden (siehe «Spezielle Dosierungsanweisungen»).

Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz

Zusammenfassende Post-hoc-Analysen von klinischen Sudien mit Erythropoese-stimulierenden

Wirkstoffen (ESAs) wurden bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz (dialysepflichtigen

Patienten, Diabetikern und nicht-Diabetikern) durchgeführt. Mit höheren kumulativen ESA-Dosen

wurde, unabhängig vom Diabetes- oder Dialyse-Status, ein Trend zu erhöhten

Risikoereigniswahrscheinlichkeiten für Gesamtmortalität, kardiovaskuläre und cerebrovaskuläre

Ereignisse beobachtet (siehe Abschnitte «Dosierung/Anwendung» und «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Andere Spezialpopulationen

Populationsanalysen ergaben keine Hinweise auf eine relevante Beeinflussung der Pharmakokinetik

durch Alter, Geschlecht oder ethnische Zugehörigkeit. Auch eine populationsbasierte

pharmakokinetische Analyse zeigte keinen relevanten Unterschied der Pharmakokinetik zwischen

Dialysepatienten und Patienten, die keine Dialyse erhalten.

Präklinische Daten

Basierend auf den konventionellen Studien zur kardiovaskulären Sicherheitspharmakologie,

Toxizität bei wiederholter Gabe, Reproduktionstoxizität und zum kanzerogenen Potenzial lassen die

präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

Das kanzerogene Potenzial von MIRCERA wurde nicht in tierexperimentellen Langzeitstudien

unersucht. MIRCERA induzierte in vitro keine proliferative Reaktion in nicht-hämatologischen

Tumorzelllinien. In einer 6-monatigen Toxizitätsstudie bei Ratten wurden in nicht-hämatologischen

Geweben keine tumorigenen oder mitogenen Reaktionen festgestellt. Zudem wurde in einem Panel

humaner Gewebe nur in Zielzellen (Knochenmarkvorläuferzellen) eine In-vitro-Bindung von

MIRCERA beobachtet.

Tierstudien erbrachten keinen Hinweis auf schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft,

embryonale/fetale Entwicklung und Geburtsverlauf. In peri-postnatalen Untersuchungen wurde eine

verminderte Gewichtszunahme in Neugeborenen beobachtet. Nach subkutaner Verabreichung von

MIRCERA an männliche und weibliche Ratten vor und während der Paarung wurden weder

Reproduktionsfähigkeit, Fruchtbarkeit noch die untersuchten Spermienparameter beeinflusst.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf MIRCERA nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Im Kühlschrank lagern (2-8 °C).

Nicht einfrieren.

Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Fertigspritze

Der Patient kann die Fertigspritze einmalig für einen Zeitraum von 1 Monat ausserhalb des

Kühlschranks bei Raumtemperatur (nicht über 25 °C) aufbewahren. Ab erstmaliger Entnahme aus

dem Kühlschrank muss das Präparat innerhalb von 1 Monat verbraucht werden.

Hinweise für die Handhabung

Die MIRCERA-Fertigspritze ist gebrauchsfertig. Die sterile Fertigspritze enthält keine

Konservierungsmittel und ist nur für eine einmalige Injektion bestimmt. Pro Spritze darf nur eine

Dosis verabreicht werden. Es dürfen nur Lösungen injiziert werden, die klar, farblos bis leicht

gelblich und frei von sichtbaren Partikeln sind.

Nicht schütteln.

Die Fertigspritze soll vor der Injektion Raumtemperatur erreicht haben.

Alle nicht verbrauchten Präparate oder Abfälle entsprechend den örtlichen Bestimmungen entsorgen.

Zulassungsnummer

57860 (Swissmedic).

Packungen

MIRCERA 30 µg/0,3 ml, Fertigspritze und Kanüle 27 G½: 1. A

MIRCERA 50 µg/0,3 ml, Fertigspritze und Kanüle 27 G½: 1. A

MIRCERA 75 µg/0,3 ml, Fertigspritze und Kanüle 27 G½: 1. A

MIRCERA 100 µg/0,3 ml, Fertigspritze und Kanüle 27 G½: 1. A

MIRCERA 120 µg/0,3 ml, Fertigspritze und Kanüle 27 G½: 1. A

MIRCERA 150 µg/0,3 ml, Fertigspritze und Kanüle 27 G½: 1. A

MIRCERA 200 µg/0,3 ml, Fertigspritze und Kanüle 27 G½: 1. A

MIRCERA 250 µg/0,3 ml, Fertigspritze und Kanüle 27 G½: 1. A

Zulassungsinhaberin

Roche Pharma (Schweiz) AG, 4153 Reinach.

Stand der Information

Mai 2016.

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