Zestoretic Tabletten

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01-07-2020

产品特点 产品特点 (SPC)

24-10-2018

有效成分:
lisinoprilum, hydrochlorothiazidum
可用日期:
AstraZeneca AG
ATC代码:
C09BA03
INN(国际名称):
lisinoprilum, hydrochlorothiazidum
药物剂型:
Tabletten
组成:
lisinoprilum 20 mg zu lisinoprilum dihydricum, hydrochlorothiazidum 12.5 mg, excipiens pro compresso.
类:
B
治疗组:
Synthetika
治疗领域:
Hypertonie
授权号:
51117
授权日期:
1991-06-27

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Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen

das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Zestoretic®/- mite

AstraZeneca AG

Was ist Zestoretic/Zestoretic mite und wann wird es angewendet?

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Zestoretic/Zestoretic mite ist ein Arzneimittel mit zwei Wirksubstanzen zur Behandlung des hohen

Blutdruckes. Die Wirkung des einen Bestandteiles (Lisinopril) beruht auf der Hemmung von

körpereigenen Stoffen, die für den erhöhten Blutdruck verantwortlich sind. Der andere Bestandteil

(Hydrochlorothiazid) erhöht die Salz- und Wasserausscheidung durch die Nieren. Die

Wirkmechanismen der beiden Substanzen unterstützen sich gegenseitig. Dadurch kann der Blutdruck

wirkungsvoll gesenkt werden.

Wann darf Zestoretic/Zestoretic mite nicht eingenommen werden?

Bei Überempfindlichkeit auf einen der Inhaltsstoffe des Produkts oder auf bestimmte Antibiotika (sog.

Sulfonamidderivate) sollten Sie Zestoretic/Zestoretic mite nicht verwenden.

Wenn Sie an Diabetes mellitus (Typ 1 oder Typ 2) leiden oder eine eingeschränkte Nierenfunktion

haben und Aliskiren-enthaltende Arzneimittel zur Blutdrucksenkung einnehmen (z.B. Rasilez®), dürfen

Sie Zestoretic/Zestoretic mite nicht einnehmen.

Wenn Sie Probleme mit Ihren Nieren haben, z.B. keinen Harn ausscheiden (Anurie), dürfen Sie

Zestoretic/Zestoretic mite nicht einnehmen.

Falls früher anlässlich der Einnahme eines blutdrucksenkenden Arzneimittels Juckreiz, Nesselsucht,

plötzlicher Abfall des Blutdrucks, Schwellungen an den Händen, Füssen oder Fussknöcheln, im Gesicht,

an den Lippen, der Zunge oder im Rachen (Schluck- oder Atembeschwerden) auftraten, dürfen Sie

Zestoretic/Zestoretic mite ebenfalls nicht einnehmen. Auch wenn bei einem Ihrer Familienmitglieder

ähnliche Krankheitszeichen aus irgendwelchen anderen Gründen aufgetreten sind, sollten Sie Ihren Arzt

bzw. Ihre Ärztin informieren.

Bei gleichzeitiger Anwendung mit Arzneimitteln, welche die Wirkstoffkombination Sacubitril/Valsartan

(eingesetzt zur Behandlung der Herzinsuffizienz) oder Racecadotril (eingesetzt zur Behandlung von

Durchfall) enthalten darf Zestoretic/Zestoretic mite nicht angewandt werden, da ein erhöhtes Risiko für

Angioödeme (Schwellungen im Gesicht, an Augen, Lippen oder Zunge, Atemprobleme) besteht.

Zestoretic/Zestoretic mite darf nicht an schwangere Frauen sowie Kinder und Jugendliche verabreicht

werden.

Wann ist bei der Einnahme von Zestoretic/Zestoretic mite Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder

Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Dies gilt vor allem zu Beginn einer Behandlung sowie im

Zusammenhang mit Alkohol.

Ihrem behandelnden Arzt bzw. Ihrer behandelnden Ärztin sollten alle Krankheiten die Sie durchgemacht

haben oder an denen Sie jetzt leiden, bekannt sein, insbesondere hoher Blutzucker (Diabetes) und

Erkrankungen der Leber oder der Nieren (starke Verengung der Nierenarterien). Ihr Arzt bzw. Ihre

Ärztin sollte auch informiert sein, wenn Sie an einer Verengung der Aorta oder einer krankhaften

Vergrösserung des Herzmuskels leiden.

Wenn Sie sogenannte mTOR Hemmer, wie z.B. Temsirolimus, Everoliums, Sirolimus oder Arzneimittel

mit NEP Hemmern, wie z.B Racecadotril oder Sacubitril einnehmen, muss Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin

darüber informiert sein, weil Sie das Risiko für ein Angioödem erhöhen können. Zeichen eines

Angioödems sind Schwellungen im Gesicht, der Lippen, Zunge und/oder des Hals mit Schwierigkeiten

beim Schlucken und Atmen.

Teilen Sie ebenfalls mit, wenn Sie eine Diät befolgen oder wenn Sie an Durchfall oder Erbrechen leiden.

Falls Sie nach der Einnahme von Zestoretic/Zestoretic mite Schwellungen im Gesicht, an Augen, Lippen

oder Zunge bemerken oder wenn Schwierigkeiten beim Atmen auftreten, melden Sie dies bitte sofort

Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin. Nehmen Sie Zestoretic/Zestoretic mite ohne Rücksprache mit dem Arzt

bzw. der Ärztin nicht mehr weiter ein.

Wenn Sie sich einer Dialyse unterziehen müssen, so müssen Sie das zuständige medizinische Personal

darüber informieren, dass Sie Zestoretic/Zestoretic mite (ein Kombinationspräparat, das einen ACE-

Hemmer enthält) einnehmen, da gewisse Blutfiltermembranen resp. gewisse Dialyseverfahren in diesem

Fall nicht angewendet werden dürfen. Falls Sie operiert werden müssen, sollten Sie dem Arzt bzw. der

Ärztin vorher mitteilen, dass Sie Zestoretic/Zestoretic mite einnehmen.

Wenn Sie schon einmal Hautkrebs hatten oder falls Sie während der Behandlung eine unerwartete

Hautveränderung bemerken. Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid (einem der Wirkstoffe von

Zestoretic/Zestoretic mite), insbesondere über längere Zeit und in höherer Dosierung, kann zu einem

erhöhten Risiko für bestimmte Arten von Haut- und Lippenkrebs (nicht-melanozytärer, «weisser»

Hautkrebs) führen. Schützen Sie lhre Haut vor Sonnenlicht und UV-Strahlen, solange Sie

Zestoretic/Zestoretic mite anwenden, und kontrollieren Sie lhre Haut regelmässig, um lhrem Arzt bzw.

lhrer Ärztin unerwartete Veränderungen zeigen zu können.

Wenn Sie sich einer Desensibilisierungstherapie gegen Bienen- oder Wespenstiche unterziehen wollen,

informieren Sie vorher Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, da Ihre Therapie mit Zestoretic/Zestoretic mite

geändert werden muss. Selten kann es nach Insektenstichen zu allergischen Reaktionen kommen.

Die Anwendung von Zestoretic/Zestoretic mite in Kombination mit Arzneimitteln, die den Wirkstoff

Aliskiren enthalten, wird nicht empfohlen.

Zestoretic/Zestoretic mite kann in seltenen Fällen die Wirkung von Insulin resp. oralen Antidiabetika

verstärken. Wenn Sie an Diabetes leiden und mit Insulin oder oralen Antidiabetika behandelt werden,

sollten Sie daher besonders aufmerksam auf Zeichen einer Hypoglykämie (Unterzuckerung) achten.

Bei der erstmaligen Tabletteneinnahme kann Ihr Blutdruck stärker beeinflusst werden als während der

späteren Behandlung. Falls Ihr Blutdruck sehr tief ist, Sie sich schwach und/oder schwindlig fühlen,

legen Sie sich hin, bis es Ihnen besser geht und informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Falls Sie einen Sehkraftverlust bemerken oder Augenschmerzen auftreten, kann dies auf eine

Flüssigkeitsansammlung im Gefässbett des Auges zurückführbar sein (Aderhauterguss) oder auf eine

Druckzunahme im Auge. Dies kann nach Einnahme von Zestoretic/ Zestoretic mite innerhalb von

Stunden bis Wochen auftreten und kann zu einem permanentem Sehkraftverlust führen, falls nicht

rechtzeitig eine Behandlung eingeleitet wird. Falls sie eine Penicillin- oder Sulfonamid-Allergie haben,

ist das Risiko einen Aderhauterguss zu erleiden möglicherweise erhöht.

Bestimmte Arzneimittel können die Wirkung von Zestoretic/Zestoretic mite beeinflussen. Informieren

Sie deshalb Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

·Blutdrucksenkende Arzneimittel inklusive solche, die den Wirkstoff Aliskiren enthalten,

·Arzneimittel, die mit einem niedrigen Kaliumblutspiegelwert in Verbindung gebracht werden (z.B.

harntreibende Mittel (Diuretika), Abführmittel (Laxantien), Amphotericin (ein Pilzmittel), Salicylsäure-

Derivate (Aspirin-Derivate), Adenokortikotropes Hormon),

·Arzneimittel mit Kaliumzusätzen oder Kalium enthaltenden Ersatzsalzen und andere Arzneimittel, die

den Kaliumserumspiegel erhöhen können,

·Nicht-Steroidale-entzündungshemmende Arzneimittel (NSAID) gegen Rheuma, Arthritis,

Muskelschmerzen (z.B. Aspirin, Ibuprofen oder Indomethacin),

·Gold Injektionen (wie z.B. Natriumaurothiomalat), welche üblicherweise für die Behandlung von

chronischem Gelenkrheumatismus verwendet werden,

·Lithiumhaltige Arzneimittel gegen Depressionen,

·Arzneimittel zur Behandlung von Krebs (z.B. Cyclophosphamide, Methotrexate, Everolimus) und

Arzneimittel, die das Abstossen eines transplantierten Organes verhindern z.B. Niere oder Leber (wie

Temsirolimus, Sirolimus),

·Racecadotril zur Behandlung von Durchfall,

·Alteplase, ein Fibrinolytikum, welcher zur Auflösung von Blutgerinnseln bei verschiedenen

Gefässerkrankungen eingesetzt wird,

·Ergänzungsmittel, die Kalzium oder Vitamin D enthalten,

·Arzneimittel zur Behandlung von Herzbeschwerden (z.B. Digoxin),

·Arzneimittel zur Behandlung von Herzrythmustörungen,

·Ciclosporin (Arzneimittel zur Beeinflussung des Immunsystems),

·Cholesterinsenkende Arzneimittel (Cholestyramin oder Cholestipol),

·Arzneimittel mit der Wirkstoffkombination Sacubitril/Valsartan (eingesetzt zur Behandlung der

Herzinsuffizienz).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Zestoretic/Zestoretic mite während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen

werden?

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen.

Zestoretic/Zestoretic mite darf in der Schwangerschaft und während der Stillzeit nicht eingenommen

werden.

Falls Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen Zestoretic/Zestoretic mite während der Stillzeit ausdrücklich

verordnet, sollte abgestillt werden.

Wie verwenden Sie Zestoretic/Zestoretic mite?

Zestoretic/Zestoretic mite kann vor, während oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden.

Zestoretic/Zestoretic mite wird einmal täglich verabreicht, wenn möglich immer zur selben Tageszeit.

Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird die

Anfangsdosis festlegen. Die übliche Dosis beträgt in den meisten Fällen 1 Tablette Zestoretic einmal

täglich, in leichteren Fällen 1 Tablette Zestoretic mite einmal täglich.

Es ist wichtig, dass Sie während der Einnahme von Zestoretic/Zestoretic mite die

Kontrolluntersuchungen bei Ihrem Arzt bzw. bei Ihrer Ärztin regelmässig einhalten, damit die Therapie

individuell Ihren Beschwerden angepasst werden kann.

Wenn Sie vor Beginn der Therapie bereits harntreibende Arzneimittel (Diuretika) eingenommen haben

oder eine salzarme Diät einhalten, wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin entweder das Diuretikum 2-3 Tage vor

der Behandlung absetzen oder Ihnen vorerst Lisinopril in kleiner Dosis verabreichen.

Zestoretic/Zestoretic mite Tabletten haben eine Zierrille, sind jedoch zum Teilen nicht geeignet.

Die Anwendung und Sicherheit von Zestoretic/Zestoretic mite bei Kindern und Jugendlichen ist bisher

nicht geprüft worden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Zestoretic/Zestoretic mite haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Zestoretic/ Zestoretic mite auftreten:

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

Häufig können Schwindel, Kopfschmerzen, Kribbeln in den Händen und Füssen, tiefer Blutdruck (vor

allem beim Aufstehen), Ohnmachtsanfälle, Herzrhythmusstörungen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen,

Hautausschlag, trockener Husten, Muskelkrämpfe, Impotenz, Müdigkeit und Schwächegefühl auftreten.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

Gelegentlich ist über Gicht, Herzklopfen, Mundtrockenheit, Schmerzen im Brustraum, Appetitlosigkeit,

Stimmungsschwankungen und andere Anzeichen von Depression, Geschmacksstörungen,

Schlafstörungen, Halluzinationen, erhöhter Puls, Schnupfen, Atemnot, Halsentzündung, Heiserkeit,

Bronchitis, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Juckreiz, verschwommenes Sehen, Verstopfung,

Lichtempfindlichkeit und Nesselfieber berichtet worden.

Falls während der Behandlung mit Zestoretic/Zestoretic mite Schwellungen im Gesicht, an Lippen,

Zunge oder im Rachen (Schluck- oder Atembeschwerden) auftreten, so unterbrechen Sie die Einnahme

sofort und benachrichtigen unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Unterbrechen Sie die Behandlung

auch, wenn ein starkes Jucken der Haut mit Schwellungen auftreten sollte. Obwohl diese Beschwerden

vorübergehend sein können, ist es notwendig, dass Sie bis zum Abklingen der Beschwerden, mit oder

ohne medikamentöse Gegenmassnahmen, unter ärztlicher Beobachtung stehen.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

Selten können heftige Oberbauchbeschwerden (Entzündung der Bauchspeicheldrüse), Muskelschwäche,

Verwirrtheit, Lungenentzündung, Nesselfieber, Haarausfall, Schuppenflechte (Psoriasis),

Geruchsstörungen und ein niedriger Natriumspiegel im Blut (mögliche Symptome: Müdigkeit,

Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen) sowie Lupus erythematodes (Autoimmunerkrankung mit

Befall der Haut oder Organe) auftreten.

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern)

Sehr seltene unerwünschte Wirkungen sind Gelbsucht, Leberversagen, Entzündung der

Nasennebenhöhlen und der Mundschleimhaut, verstärktes Schwitzen und schwerwiegende

Hautveränderungen (mit Symptomen wie Rötung, Blasenbildung, Schälungsreaktionen und

Knotenbildung). Weitere mögliche unerwünschte Wirkungen sind kleinflächige Blutungen in der Haut,

Unruhe, Gelbsehen, Magenirritation, Entzündung der Speicheldrüsen, akute Kurzsichtigkeit, akuter

grüner Star (Engwinkelglaukom) und Fieber.

Seit der Markteinführung sind bei einigen Patienten schwere allergische Reaktionen beobachtet worden.

Selten kann es während der Behandlung mit Zestoretic/Zestoretic mite zu Blutbildveränderungen

kommen. Es ist deshalb möglich, dass Ihnen der Arzt bzw. die Ärztin gelegentlich Blut entnimmt, um

festzustellen, ob Zestoretic/Zestoretic mite eine Wirkung auf Ihr Blutbild hat. Eine solche Beeinflussung

könnte sich durch Müdigkeit oder einen rauen Hals bemerkbar machen.

Zudem wurde über das Auftreten von Haut- und Lippenkrebs (nicht-melanozytärer, «weisser»

Hautkrebs) berichtet. Deshalb sollten Sie lhrem Arzt bzw. lhrer Ärztin umgehend jegliche unerwarteten

Veränderungen der Haut zeigen, die Sie während der Behandlung mit Zestoretic/Zestoretic mite

beobachten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin

oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Lagerungshinweis

Vor Licht geschützt in der Originalpackung, nicht über 30 °C und für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Zestoretic/Zestoretic mite enthalten?

Wirkstoffe

Zestoretic enthält als Wirkstoffe 20 mg Lisinopril als Lisinopril-Dihydrat und 12,5 mg

Hydrochlorothiazid und ist erhältlich als nicht teilbare Tablette mit Zierrille.

Zestoretic mite enthält als Wirkstoffe 10 mg Lisinopril als Lisinopril-Dihydrat und 12,5 mg

Hydrochlorothiazid und ist erhältlich als nicht teilbare Tablette mit Zierrille.

Hilfsstoffe

Zestoretic enthält Hilfsstoffe und ist erhältlich als nicht teilbare Tablette mit Zierrille.

Zestoretic mite enthält Hilfsstoffe und ist erhältlich als nicht teilbare Tablette mit Zierrille.

Zulassungsnummer

51117 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Zestoretic/Zestoretic mite? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Zestoretic: Packungen zu 30 und 100 Tabletten mit Zierrille.

Zestoretic mite: Packungen zu 30 und 100 Tabletten mit Zierrille.

Zulassungsinhaberin

AstraZeneca AG, 6340 Baar

Diese Packungsbeilage wurde im Juli 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

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Fachinformation

Zestoretic®/- mite

AstraZeneca AG

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Lisinoprilum ut Lisinoprilum dihydricum, Hydrochlorothiazidum.

Hilfsstoffe: Excipiens pro compresso.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Zestoretic: Eine Tablette Zestoretic mit Zierrille enthält 20 mg Lisinoprilum und 12,5 mg

Hydrochlorothiazidum.

Zestoretic mite: Eine Tablette Zestoretic mite mit Zierrille enthält 10 mg Lisinoprilum und 12,5 mg

Hydrochlorothiazidum.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Essentielle Hypertonie, bei Patienten, bei denen eine Kombinationstherapie angebracht ist.

Dosierung/Anwendung

Initial wird eine Tablette Zestoretic (20 mg/12,5 mg), in leichteren Fällen eine Tablette Zestoretic

mite (10 mg/12,5 mg), einmal täglich verabreicht. Wie alle Arzneimittel, die einmal täglich

verabreicht werden, sollte auch Zestoretic/Zestoretic mite möglichst immer zur gleichen Tageszeit

eingenommen werden. Die Einnahme von Zestoretic/Zestoretic mite kann unabhängig von den

Mahlzeiten erfolgen. Falls der gewünschte therapeutische Effekt innerhalb von 2-4 Wochen nicht

erreicht worden ist, kann die Dosis auf 2 Tabletten Zestoretic bzw. Zestoretic mite einmal täglich

erhöht werden.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Dosierung bei Niereninsuffizienz

Thiazide können bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion als Diuretika ungeeignet sein, und

bei einer Kreatininclearance von 30 ml/min oder weniger (d.h. einer mittelschweren oder schweren

Niereninsuffizienz) sind sie unwirksam. Zestoretic/Zestoretic mite ist bei Patienten mit

Niereninsuffizienz nicht als Initialbehandlung einzusetzen. Es sollte bei Patienten mit einer

Kreatininclearance zwischen 30 und 80 ml/min nur dann verabreicht werden, wenn die Titrierung der

Einzelkomponenten die Notwendigkeit für die in der Kombinationstablette vorhandene Dosierung

erwies. Bei leichter Niereninsuffizienz beträgt die empfohlene Anfangsdosis von Lisinopril bei

alleinigem Gebrauch 5-10 mg.

Dosierung unter diuretischer Therapie

Nach Beginn der Behandlung mit Zestoretic/Zestoretic mite kann eine symptomatische Hypotonie

auftreten, vor allem bei Patienten die als Folge einer Diuretikavorbehandlung hypovolämisch oder

hyponatriämisch sind. Deshalb ist in Fällen, wo ein Volumen- und/oder Salzmangel vorliegt,

Vorsicht geboten. Das Diuretikum ist 2-3 Tage vor Behandlungsbeginn mit Zestoretic/Zestoretic

mite abzusetzen. Falls dies nicht möglich ist, sollte die Behandlung mit Lisinopril alleine, mit einer

Anfangsdosierung von 5 mg, begonnen werden.

Pädiatrie

Bei Kindern und Jugendlichen wurde die Sicherheit und Wirksamkeit von Zestoretic/Zestoretic mite

nicht nachgewiesen.

Dosierung bei älteren Patienten

In den klinischen Studien waren Wirksamkeit und Verträglichkeit von Lisinopril und

Hydrochlorothiazid bei gleichzeitiger Verabreichung bei älteren und jüngeren Hypertonikern

vergleichbar.

Lisinopril in Tagesdosen von 20-80 mg war bei Hypertonikern, die über 65 Jahre alt waren, gleich

gut wirksam wie bei jüngeren Patienten.

Kontraindikationen

Anurie.

Überempfindlichkeit auf einen der Wirkstoffe oder der Hilfsstoffe.

Überempfindlichkeit gegen Sulfonamidderivate.

Patienten mit hereditärem oder idiopathischem Angioödem oder bei denen sich unter einer früheren

Behandlung mit einem ACE-Hemmer oder einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten eine

anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktion oder ein angioneurotisches Ödem entwickelt hatte.

Während einer Schwangerschaft (siehe «Schwangerschaft/Stillzeit»).

Die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern bzw. Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten mit

Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder mit eingeschränkter

Nierenfunktion (GFR <60 ml/min/1,73 m2) kontraindiziert.

ACE-Inhibitoren, inkl. Zestoretic/Zestoretic mite, sind in Kombination mit Sacubitril/Valsartan oder

Racecadotril aufgrund eines erhöhten Risikos für Angioödeme kontraindiziert (siehe «Warnhinweise

und Vorsichtsmassnahmen» und «lnteraktionen»).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Hypotonie, Elektrolyt- und Volumenmangel

Eine symptomatische Hypotonie kann, wie bei jeder antihypertensiven Therapie, bei bestimmten

Patienten auftreten. Dies wurde bei unkomplizierten Hypertoniefällen selten beobachtet, aber es ist

wahrscheinlicher bei Störungen des Elektrolytgleichgewichtes, d.h. bei Volumenmangel,

Hyponatriämie, hypochlorämischer Alkalose, Hypomagnesiämie oder Hypokaliämie, die nach

vorgängiger Diuretikatherapie, bei Diät mit Salzeinschränkung, unter Dialyse oder bei

interkurrentem Durchfall oder Erbrechen auftreten können. Bei solchen Patienten sollten die

Serumelektrolyte in geeigneten Zeitabständen bestimmt werden. Auch bei Patienten, die an einer

Herzinsuffizienz mit oder ohne Nierenfunktionsstörung leiden, wurde eine Hypotonie beobachtet.

Wenn Patienten mit ischämischer Herz- oder Gehirnerkrankung behandelt werden, ist besondere

Vorsicht am Platz, da ein übermässiger Blutdruckabfall zu einem Myokardinfarkt oder einem

zerebrovaskulären Insult führen könnte.

Bei Patienten mit einem erhöhten Risiko einer symptomatischen Hypotonie sollte der

Therapiebeginn und jede Dosiserhöhung unter strenger ärztlicher Überwachung erfolgen. Bei

schwerer begleitender Herzinsuffizienz und maligner Hypertonie sollte der Therapiebeginn sowie

jede Dosisanpassung stationär erfolgen.

Sollte eine Hypotonie auftreten, muss sich der Patient hinlegen, und es ist nötigenfalls isotone

Kochsalzlösung intravenös zu verabreichen. Eine vorübergehende hypotensive Reaktion stellt jedoch

keine Kontraindikation für eine Weiterführung der Therapie mit Zestoretic/Zestoretic mite dar. Nach

Wiederherstellung normaler Volumen- und Druckverhältnisse kann die Therapie mit einer

reduzierten Dosis wieder aufgenommen werden, oder jede der Komponenten kann in angemessener

Dosierung allein verwendet werden.

Zestoretic/Zestoretic mite sollte bei Patienten mit Aortenstenose oder hypertropher Kardiomyopathie

nur mit Vorsicht verabreicht werden.

«Duale Blockade» des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

Siehe Rubrik «Interaktionen».

Chirurgie/Anästhesie

Bei grosschirurgischen Eingriffen oder während der Narkose mit Mitteln, die Hypotonie hervorrufen,

kann Zestoretic/Zestoretic mite die Angiotensin-II-Bildung blockieren, die sekundär auf die

kompensatorische Reninfreisetzung hin erfolgt. Falls eine Hypotonie auftritt und angenommen wird,

dass sie auf diesem Mechanismus beruht, kann sie durch Volumenexpansion korrigiert werden.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Thiazide können bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion als Diuretika ungeeignet sein, und

bei einer Kreatininclearance von 30 ml/min oder weniger (d.h. einer mittelschweren oder schweren

Niereninsuffizienz) sind sie unwirksam. Zestoretic/Zestoretic mite ist bei Patienten mit

Niereninsuffizienz nicht als Initialbehandlung einzusetzen. Es sollte bei Patienten mit einer

Kreatininclearance zwischen 30 und 80 ml/min nur dann verabreicht werden, wenn die Titrierung der

Einzelkomponenten die Notwendigkeit für die in der Kombinationstablette vorhandene Dosierung

erwies (siehe «Dosierung bei Niereninsuffizienz»).

Bei gewissen Patienten, die mit einem ACE-Hemmer behandelt worden waren und an einer

bilateralen Nierenarterienstenose oder einer Stenose der Arterie einer Einzelniere litten, traten

Erhöhungen der Blutharnstoff- und Serumkreatininwerte auf. Nach Abbruch der Behandlung waren

die Erhöhungen reversibel. Besonders wahrscheinlich ist dies bei Patienten mit Niereninsuffizienz.

Bei Patienten, die zusätzlich an einer renovaskulären Hypertonie leiden, ist die Gefahr einer

schweren Hypotonie oder einer Niereninsuffizienz erhöht. Bei diesen Patienten muss der

Therapiebeginn unter strenger medizinischer Überwachung mit niederen Dosen und sorgfältiger

Dosis-Titration erfolgen. Da eine Diuretikatherapie eine zusätzliche Belastung darstellen kann, sind

entsprechende Arzneimittel abzusetzen. Die Nierenfunktion muss während den ersten Wochen der

Zestoretic-/Zestoretic mite-Therapie überwacht werden.

Bei einigen Hypertonikern ohne Anzeichen einer vorbestehenden Nierenschädigung wurden

gewöhnlich geringfügige und vorübergehende Erhöhungen von Blutharnstoff und Serumkreatinin

beobachtet, wenn Lisinopril zusammen mit einem Diuretikum verabreicht wurde. Falls dies während

der Therapie mit Zestoretic/Zestoretic mite auftritt, sollte die Kombinationstherapie unterbrochen

werden. Die Therapie kann mit einer reduzierten Dosis wieder aufgenommen werden, oder jede der

Komponenten kann in angemessener Dosierung allein verwendet werden.

Lebererkrankungen

Thiazide sollten bei Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion oder progressiver Lebererkrankung

mit Vorsicht angewendet werden, da schon geringe Veränderungen des Flüssigkeits- und

Elektrolytgleichgewichts ein Leberkoma auslösen können.

Überempfindlichkeit/Angioneurotisches Ödem

Bei Patienten, die mit ACE-Hemmern – Zestoretic/Zestoretic mite eingeschlossen – behandelt

wurden, sind gelegentlich angioneurotische Ödeme des Gesichtes, der Extremitäten, der Lippen,

Zunge, Glottis und/oder des Larynx beobachtet worden. Diese können jederzeit während der

Therapie auftreten. Zestoretic/Zestoretic mite sollte in diesen Fällen abgesetzt und der Patient

sorgfältig überwacht und nicht entlassen werden, bis die Schwellung verschwunden ist. Auch bei den

Patienten, bei denen nur die Zunge angeschwollen ist (ohne Atemnot), ist unter Umständen eine

längere Beobachtung nötig, da die Behandlung mit Antihistaminika und Kortikosteroiden

möglicherweise nicht ausreichend wirksam ist.

Sehr selten wurde über Todesfälle wegen eines Angioödems im Bereich des Larynx oder der Zunge

berichtet. Es ist wahrscheinlich, dass Patienten, bei denen die Zunge, die Glottis oder der Larynx

betroffen sind, einen Verschluss der Atemwege erleiden, insbesondere wenn diese eine Operation im

Bereich der Atemwege in ihrer Anamnese aufweisen. In diesen Fällen sollte sofort eine

Notfallbehandlung eingeleitet werden. Diese kann aus der Verabreichung von Adrenalin und/oder

dem Freihalten der Atemwege bestehen.

Der Patient sollte medizinisch streng überwacht werden (evtl. Hospitalisation) bis die Symptome

vollständig und andauernd abgeklungen sind.

ACE-Hemmer rufen bei der schwarzen Bevölkerung häufiger angioneurotische Ödeme herbei, als

bei der nicht-schwarzen Bevölkerung.

Patienten, welche ein Angioödem ohne Zusammenhang mit einer ACE-Hemmer-Therapie in ihrer

Anamnese aufweisen, könnten einem höheren Risiko ausgesetzt sein, dass durch die Therapie mit

einem ACE-Hemmer ein Angioödem ausgelöst würde (siehe «Kontraindikationen»).

Einige Arzneimittel wie mTOR (mammalian target of rapamycin)-Hemmer, NEP (neutral

endopeptidase)-Hemmer oder gewebespezifischer Plasminogenaktivator können das Risiko für ein

Angioödem erhöhen, wenn sie zusammen mit einem ACE-Hemmer angewendet werden (siehe

«Interaktionen»).

ACE-Inhibitoren, inkl. Zestoretic/Zestoretic mite, dürfen aufgrund eines Angioödem-Risikos nicht

zusammen mit Sacubitril/Valsartan oder Racecadotril verabreicht werden. Bei Patienten, die

gleichzeitig eine Therapie mit Sacubitril/Valsartan oder Racecadotril erhalten, kann ein erhöhtes

Risiko von Angioödemen bestehen.

Eine Behandlung mit Zestoretic/Zestoretic mite darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis

von Sacubitril/Valsartan eingeleitet werden. Eine Behandlung mit Sacubitril/Valsartan darf

frühestens 36 Stunden nach Einnahme der letzten Dosis einer Zestoretic/Zestoretic mite-Therapie

eingeleitet werden (siehe «Kontraindikationen» und «Interaktionen»).

Bei Patienten, die Thiazide erhalten, können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten mit oder ohne

Allergien oder Asthma in der Anamnese. Unter Thiazidbehandlung wurde eine Verschlimmerung

oder Aktivierung des systemischen Lupus erythematodes beobachtet.

Metabolische und endokrine Wirkungen

Die Thiazidtherapie kann die Glukosetoleranz beeinträchtigen. Unter ACE-Hemmern wurden

Hypoglykämien beschrieben. Möglicherweise muss die Dosierung von Antidiabetika einschliesslich

Insulin neu angepasst werden.

Thiazide können die renale Kalziumexkretion vermindern, und sie können eine intermittierende

leichte Erhöhung des Serumkalziums bewirken. Eine ausgeprägte Hyperkalzämie kann auf einem

verborgenen Hyperparathyreoidismus beruhen. Thiazide sollten abgesetzt werden, bevor die

Parathyreoideafunktion geprüft wird.

Erhöhungen der Cholesterin- und Triglyzeridspiegel können mit einer Diuretikatherapie einhergehen.

Die Thiazidtherapie kann bei gewissen Patienten eine Hyperurikämie und/oder Gicht auslösen.

Lisinopril dagegen kann die Harnsäure im Urin erhöhen und vermindert deshalb möglicherweise die

hyperurikämische Wirkung des Hydrochlorothiazids.

Desensibilisierung

Bei Patienten, welche ACE-Hemmer einnehmen und sich einer Desensibilisierung (z.B. mit

Hymenoptera-Gift) unterziehen, können anaphylaktoide Reaktionen beobachtet werden. Bei den

gleichen Patienten verschwanden diese Erscheinungen, wenn die ACE-Hemmer-Therapie zeitweise

unterbrochen wurde; bei unbeabsichtigter Reexposition waren sie wieder feststellbar.

Zestoretic/Zestoretic mite muss daher abgesetzt werden, bevor mit einer Desensibilisierungstherapie

begonnen wird. In solchen Fällen darf Zestoretic/Zestoretic mite überdies nicht durch einen

Betablocker ersetzt werden. Selten kann es auch nach Insektenstichen zu anaphylaktischen

Reaktionen kommen.

Patienten unter Hämodialyse

Die Anwendung von Zestoretic/Zestoretic mite ist nicht indiziert für Patienten, die wegen

Niereninsuffizienz dialysiert werden (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Bei Patienten, die sich gewissen Hämodialyse-Verfahren unterziehen müssen (z.B mit High-Flux-

Membran AN 69; LDL-Apherese mit Dextransulfat) und die gleichzeitig mit einem ACE-Hemmer

behandelt worden sind, wurden anaphylaktische Reaktionen beobachtet. Bei diesen Patienten sollten

andere Membrantypen oder ein Antihypertonikum einer anderen Substanzklasse in Betracht gezogen

werden.

Rasse

ACE-Hemmer rufen bei der schwarzen Bevölkerung häufiger angioneurotische Ödeme herbei, als

bei der nicht-schwarzen Bevölkerung.

Kaliumzusätze und kaliumsparende Diuretika

Siehe «Interaktionen».

Husten

Husten wurde im Zusammenhang mit der Anwendung von ACE-Hemmern beobachtet.

Charakteristisch ist ein unproduktiver, resistenter Husten, der nach Absetzen der Therapie reversibel

ist. Bei der Differentialdiagnose des Hustens sollte die ACE-Hemmer-Therapie berücksichtigt

werden.

Interaktionen

Arzneimittel die das Risiko für ein Angioödem erhöhen können

Die gleichzeitige Behandlung mit ACE-Hemmern und mTOR (mammalian target of rapamycin)-

Hemmern (z.B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus), NEP (neutral endopeptidase)-Hemmern (z.B.

Racecadotril, Sacubitril) oder gewebespezifischem Plasminogenaktivator (z.B. Alteplase) kann das

Risiko für ein Angioödem erhöhen.

Bei gleichzeitiger Anwendung eines ACE-Inhibitors, inkl. Zestoretic/Zestoretic mite mit

Sacubitril/Valsartan oder Racecadotril kann ein erhöhtes Risiko von Angioödemen bestehen (siehe

«Kontraindikationen» und «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Kaliumzusätze, kaliumsparende Mittel oder Kalium enthaltende Ersatzsalze und andere Arzneimittel,

die den Kaliumserumspiegel erhöhen können

Der Kaliumverlust wegen des Thiaziddiuretikums wird gewöhnlich durch die kaliumsparende

Wirkung von Lisinopril abgeschwächt. Das Serumkalium bleibt in der Regel innerhalb der Norm,

obschon in klinischen Studien in einigen Fällen eine Hyperkaliämie aufgetreten ist (siehe

«Unerwünschte Wirkungen»).

Die Verwendung von Kaliumzusätzen, kaliumsparenden Mitteln oder kaliumhaltigen

Salzersatzstoffen und andere Arzneimittel, die den Kaliumserumspiegel erhöhen können (z.B.

Heparin, Cotrimoxazol) kann zu einer signifikanten Erhöhung des Serumkaliums führen, besonders

bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion. Wenn die gleichzeitige Verabreichung von

Zestoretic/Zestoretic mite und eines solchen Mittels angebracht erscheint, sollten diese mit Vorsicht

und häufigen Kontrollen des Serumkaliums angewendet werden.

Lithium

Im Allgemeinen sollte Lithium nicht zusammen mit Diuretika oder ACE-Hemmern verabreicht

werden. Diuretika und ACE-Hemmer verringern die renale Clearance von Lithium und tragen so zu

einem erhöhten Risiko für eine Lithiumtoxiziät bei. Eine gemeinsame Anwendung sollte darum

sorgfältig überdacht und die Lithiumspiegel regelmässig überwacht werden.

Gold

Bei Patienten mit einer ACE-Hemmer Therapie wurde häufiger über vasomotorische Reaktionen

(Symptome von Erweiterungen der Blutgefässe einschliesslich Wallung, Nausea, Schwindel und

Hypotonie, welche sehr schwerwiegend sein können) nach Injektionen von einspritzbarem Gold

(z.B. Natriumaurothiomalat) berichtet.

Antihypertensiva

Die Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Mitteln kann zu einer Verstärkung der

Blutdrucksenkung führen. Ganglienblocker oder Blocker der adrenergen Neuronen dürfen in

Kombination mit Lisinopril nur unter strenger Kontrolle des Patienten angewandt werden.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme

der Nierenfunktion (einschliesslich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des

RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Rubrik «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur

unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Antidiabetika

Epidemiologische Studien haben darauf hingedeutet, dass die gleichzeitige Verabreichung von ACE-

Hemmern und antidiabetischer Arzneimittel (Insuline, orale Antidiabetika) eine verstärkte Senkung

des Blutzuckerspiegels mit einem Hypoglykämierisiko verursachen kann. Dieser Effekt scheint

häufiger während der ersten Wochen einer gleichzeitigen Therapie sowie bei Patienten mit

beeinträchtigter Nierenfunktion aufzutreten.

Begleitmedikation

Indometacin kann die antihypertensive Wirkung von Zestoretic/Zestoretic mite herabsetzen.

Bei Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion kann die gleichzeitige Einnahme von

Zestoretic/Zestoretic mite und nicht steroidalen Antirheumatika eine Verschlechterung der

Nierenfunktion herbeiführen.

Thiazide können die Ansprechbarkeit auf nicht-depolarisierende Muskelrelaxantien (z.B.

Tubocurarin) steigern.

Hydrochlorothiazid kann Kaliumverluste verursachen. Dieser Effekt kann durch gleichzeitig

verabreichte Substanzen verstärkt werden, die ebenfalls zu Kaliumverlusten und zu Hypokaliämie

führen können (z.B. kaliumausschwemmende Diuretika, Laxantien, Amphotericin, Carbenoxolon,

Salicylsäure-Derivate).

Digitalis-Glykoside: Eine durch Diuretika verursachte Hypokaliämie macht anfällig für eine

potentielle kardiotoxische Wirkung der Digitalis-Glykoside (z.B. increased ventricular irritability).

Antidiabetika (orale Substanzen und Insulin): Dosisanpassung der antidiabetischen Medikation kann

notwendig sein.

Katecholamine (z.B. Adrenalin): Eine Reduktion der Wirkung von Vasopressoren ist möglich, was

deren Anwendung aber nicht verbietet.

Kortikosteroide, ACTH: Verstärkung eines Elektrolytmangels, insbesondere Hypokaliämie.

Die Absorption von Hydrochlorothiazid ist durch Colestipol oder Cholestyramien reduziert.

Vitamin D: Verstärkung des Anstiegs von Serumkalzium.

Diazoxid: Verstärkung des hyperglykämischen Effekts von Diazoxid.

Amantadin: Erhöhung des Risikos unerwünschter Wirkungen von Amantadin.

Antineoplastika (z.B. Methotrexat, Cyclophosphamid): Verminderung der renalen Ausscheidung von

Antineoplastika.

Alkohol, Barbiturate, Narkotika: Verstärkung der orthostatischen Hypotonie.

Cyclosporin: Erhöhung des Risikos einer Hyperurikämie und gichtartiger Komplikationen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Während der Schwangerschaft ist Zestoretic/-mite kontraindiziert. Ist eine Schwangerschaft geplant

oder bestätigt, sollte so schnell wie möglich eine alternative Behandlung initiiert werden.

Lisinopril

Es gibt keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen. Es gibt eine limitierte Anzahl Fälle von

Lisinopril-Exposition während dem ersten Trimester, die nicht mit den unter «Fetotoxizität»

beschriebenen Malformationen einhergingen.

Eine retrospektive epidemiologische Studie wies darauf hin, dass eine mütterliche Exposition mit

einem ACE-Hemmer während des ersten Trimesters der Schwangerschaft zu einem erhöhten Risiko

von Fehlbildungen führen kann, insbesondere der Herz- und Gefässsysteme und des Zentralen

Nervensystems.

Alle Neugeborenen sollen nach Exposition in utero sorgfältig auf genügende Harnausscheidung,

Hyperkaliämie und Blutdruck untersucht werden. Nötigenfalls müssen angebrachte medizinische

Massnahmen ergriffen werden, wie z.B. Rehydrierung oder Dialyse, um den ACE-Hemmer aus dem

Kreislauf zu entfernen.

Hydrochlorothiazid

Die Anwendung von Diuretika bei im Übrigen gesunden Schwangeren wird nicht empfohlen und

setzt die Mutter resp. das Kind unnötigen Gefahren aus, einschliesslich fetalem und neonatalem

Ikterus, Thrombozytopenie und möglicherweise anderen Nebenwirkungen, die beim Erwachsenen

auftreten.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Lisinopril beim Menschen in die Muttermilch ausgeschieden wird. Lisinopril

wird bei Ratten in die Muttermilch ausgeschieden. Thiazide erscheinen in der Muttermilch.

Während der Anwendung von Zestoretic/Zestoretic mite soll nicht gestillt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Da Schwindel und Müdigkeit auftreten können, kann Zestoretic/Zestoretic mite einen Einfluss haben

auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen. Dies gilt vor allem zu Beginn der

Behandlung sowie bei gleichzeitigem Genuss von Alkohol.

Unerwünschte Wirkungen

In klinischen Studien waren unerwünschte Wirkungen gewöhnlich vorübergehender Natur und

führten selten zu Therapieabbruch. Die beobachteten Nebenwirkungen beschränken sich auf solche,

die bereits mit Lisinopril oder Hydrochlorothiazid beschrieben wurden.

Folgende Häufigkeitsangaben werden verwendet:

Sehr häufig (>10%), häufig (1-10%), gelegentlich (0.1-1%), selten (0.01-0.1%), sehr selten

(<0.01%).

Häufig trat Schwindel auf, der im Allgemeinen auf eine Dosisreduktion ansprach und selten zum

Abbruch der Behandlung führte.

Während der Behandlung mit Zestoretic/-mite wurden die folgenden unerwünschten Wirkungen

beobachtet:

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Häufig: verminderter Hämoglobinwert.

Gelegentlich: verminderter Hämatokritwert.

Selten: Anämie, erhöhtes Serumbilirubin.

Sehr selten: Knochenmarkdepression, Thrombozytopenie, Leukopenie, Agranulozytose,

hämolytische Anämie.

Erkrankungen des Immunsystems

Unbekannt: anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktion.

Endokrine Erkrankungen

Selten: Unangemessene Sekretion des antidiuretischen Hormons

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Gicht.

Selten: Hyperglykämie, Hypokaliämie, Hyperurikämie, Hyperkaliämie.

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Depressive Symptome.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Schwindel, Kopfschmerzen, Parästhesie.

Selten: Störungen des Geruchsinnes.

Gefässerkrankungen

Häufig: Hypotonie einschliesslich orthostatische Hypotonie, Synkopen.

Gelegentlich: Palpitationen.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: trockener Husten.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen.

Gelegentlich: Mundtrockenheit.

Selten: Pankreatitis.

Sehr selten: intestinales Angioödem.

Leber- und Gallenerkrankungen

Häufig: erhöhte Leberenzyme.

Sehr selten: hepatozelluläre oder cholestatische Hepatits, Gelbsucht, Leberversagen.

Sehr selten wurde berichtet, dass sich bei einigen Patienten das unerwünschte Auftreten einer

Hepatitis zu einem Leberversagen weiterentwickelte. Patienten unter Zestoretic/Zestoretic mite, die

eine Gelbsucht entwickeln oder die eine markante Erhöhung der Leberenzyme aufweisen, sollen die

Therapie mit Zestoretic/Zestoretic mite abbrechen und eine angemessene medizinische Betreuung

erhalten.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Exanthem.

Gelegentlich: angioneurotisches Ödem von Gesicht, Extremitäten, Lippen, Zunge, Glottis und/oder

Larynx (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Muskelkrämpfe.

Selten: Muskelschwäche.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig: erhöhte Harnstoffspiegel im Blut, erhöhtes Serumkreatinin.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Häufig: Impotenz.

Allgemeine Erkrankungen

Häufig: Müdigkeit, Asthenie.

Gelegentlich: Brustschmerzen.

Ein Komplex von Symptomen, welcher einzeln oder in Kombination Fieber, Vaskulitis, Myalgie,

Arthralgie/Arthritis, positive antinukleäre Antikörper, erhöhte Erythrozytensedimentation,

Eosinophilie und Leukozytose einschliessen kann, wurde beschrieben. Hautausschläge,

Lichtempfindlichkeit oder andere dermatologische Manifestationen können ebenfalls auftreten.

Zusätzliche unerwünschte Wirkungen, die mit den Monosubstanzen, jedoch nicht mit dem

Kombinationsprodukt aufgetreten sind, und möglicherweise auch unerwünschte Wirkungen von

Zestoretic/Zestoretic mite sein können:

Lisinopril

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr selten: Neutropenie.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Anorexie.

Selten: Hyponatriämie.

Sehr selten: Hypoglykämie.

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Stimmungsschwankungen, Depression, Schlaflosigkeit, Schlafstörungen,

Halluzinationen.

Selten: Verwirrtheit.

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich: Vertigo, Geschmacksstörungen.

Selten: Synkope.

Gefässerkrankungen

Häufig: Rhythmusstörungen.

Gelegentlich: Myokardinfarkt oder zerebrovaskulärer Insult, möglicherweise als Folge übermässiger

Hypotonie bei Hochrisikopatienten (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»),

Tachykardie, Angina pectoris.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich: Rhinitis, Dyspnoe, Halsentzündung und Heiserkeit, Bronchitis

Selten: Pneumonie.

Sehr selten: Bronchospasmus, Sinusitis.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich: Abdominalschmerzen, Verdauungsstörungen wie Dyspepsie.

Selten: Verstopfung.

Sehr selten: Stomatitis.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Pruritus.

Selten: Urticaria, Alopezie, Psoriasis.

Sehr selten: Diaphorese, Pemphigus, toxisch epidermale Nekrolyse, Stevens Johnson Syndrom,

Erythema multiforme, Dermatitis exfoliativa, kutanes Pseudolymphom.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig: Nierenstörungen.

Selten: Urämie, akutes Nierenversagen.

Sehr selten: Oligurie/Anurie.

Hydrochlorothiazid

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: aplastische Anämie.

Es wurde auch über Purpura berichtet.

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten: anaphylaktoide Reaktionen.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Anorexie, Glukosurie, Elektrolytstörungen einschliesslich Hyponatriämie.

Psychiatrische Erkrankungen

Unruhe.

Erkrankungen des Nervensystems

Vertigo.

Augenerkrankungen

Gelegentlich: verschwommenes Sehen.

Es wurde auch über Gelbsehen berichtet.

Nicht bekannt: akute Myopie, akutes Engwinkelglaukom.

Gefässerkrankungen

Nekrotisierende Angiitis.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr selten: respiatorischer Notfall mit Pneumonitis und Lungenödem.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich: Obstipation.

Es wurde auch über Magenirritation und Speicheldrüsenentzündung berichtet.

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten: Intrahepatischer cholestatischer Ikterus.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Photosensibilität, Urticaria.

Selten: systemischer Lupus erythematodes, kutaner Lupus erythematodes.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Nierenfunktionsstörungen.

Sehr selten: Nierenversagen, interstitielle Nephritis.

Allgemeine Erkrankungen

Fieber.

Überdosierung

Zur Behandlung einer Überdosierung durch Zestoretic/Zestoretic mite stehen keine Informationen

zur Verfügung. Die Therapie ist symptomatisch und stützend. Die Behandlung mit

Zestoretic/Zestoretic mite sollte unterbrochen und der Patient sorgfältig überwacht werden. Allfällige

therapeutische Massnahmen richten sich nach dem Schweregrad der auftretenden Symptome. Auf

jeden Fall sollte man versuchen, die Absorption zu verhindern und die Elimination zu beschleunigen.

Lisinopril

Die wahrscheinlichsten Symptome einer Überdosierung mit Lisinopril wären Hypotonie,

Elektrolytstörungen und Niereninsuffizienz. Falls eine schwerwiegende Hypotonie auftritt, sollte der

Patient schockgelagert werden und eine intravenöse Kochsalzlösung möglichst schnell verabreicht

werden. Eine Behandlung mit Angiotensin II (falls verfügbar) sollte in Erwägung gezogen werden.

ACE-Hemmer können mittels Hämodialyse aus dem Kreislauf entfernt werden. Dabei ist zu

beachten, dass die Verwendung einer «High-Flux» Membran aus Polyacrylnitril vermieden werden

sollte. Serumelektrolyte und Kreatininwerte sollten regelmässig kontrolliert werden.

Hydrochlorothiazid

Die häufigsten Zeichen und Symptome einer Überdosierung mit Hydrochlorothiazid werden durch

den Elektrolytverlust (Hypokaliämie, Hypochlorämie, Hyponatriämie) und die Dehydrierung infolge

übermässiger Diurese verursacht. Falls gleichzeitig Digitalis verabreicht wird, kann eine

Hypokaliämie zu Herzrhythmusstörungen führen.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C09BA03

Zestoretic/Zestoretic mite ist eine Kombination eines Angiotensin-Converting-Enzym (ACE)-

Hemmers (Lisinopril) und eines Thiazid-Diuretikums (Hydrochlorothiazid). Beide Komponenten

ergänzen sich in ihrem Wirkmechanismus und üben einen additiven antihypertensiven Effekt aus.

Lisinopril ist ein Peptidyldipeptidase-Hemmer. Es hemmt das Angiotensin-Converting-Enzym

(ACE), welches die Umformung von Angiotensin I in Angiotensin II, einem vasokonstriktorisch

wirksamen Peptid, katalysiert. Angiotensin II stimuliert auch die Aldosteronsekretion in der

Nebennierenrinde. Die Hemmung des ACE führt zu einer tieferen Angiotensin-II-Konzentration, was

eine Vasodilatation und eine verminderte Aldosteronsekretion hervorruft. Letzteres resultiert in

einem Anstieg des Serumkaliums.

Obwohl angenommen wird, dass Lisinopril den Blutdruck in erster Linie durch die Hemmung des

Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems senkt, konnte auch eine antihypertensive Wirkung bei

Hypertonikern mit tiefen Renin-Werten festgestellt werden. ACE ist identisch mit der Kininase II,

einem Enzym welches Bradykinin abbaut. Es ist noch nicht geklärt, ob erhöhte Konzentrationen des

Bradykinins, eines potenten vasodilatatorisch wirksamen Peptids, für die therapeutische Wirkung

von Lisinopril mitverantwortlich sind.

ACE-Hemmer zeigen bei schwarzen hypertensiven Patienten einen geringeren Effekt auf die

Blutdrucksenkung, als bei nicht schwarzen Patienten.

Hydrochlorothiazid ist ein diuretischer und antihypertensiver Wirkstoff. Es wirkt auf die

Elektrolytreabsorption im distalen Nierentubulus und erhöht die Natrium- und Chloridausscheidung

zu gleichen Teilen. Die Natriumausscheidung kann mit einem Verlust von Kalium und Bicarbonat

einhergehen. Der Mechanismus der antihypertensiven Wirkung von Thiaziden ist noch nicht geklärt.

Thiazide beeinflussen üblicherweise den normalen Blutdruck nicht.

Pharmakokinetik

Die gleichzeitige Verabreichung von Lisinopril und Hydrochlorothiazid hat einen geringen oder

keinen Einfluss auf die Bioverfügbarkeit dieser Substanzen. Die Kombinationstablette ist

bioäquivalent zur gleichzeitigen Verabreichung der Einzelsubstanzen.

Lisinopril

Absorption

Nach der oralen Verabreichung von Lisinopril wurden maximale Serumkonzentrationen innerhalb

ca. 7 Stunden erreicht. Bei Patienten mit akutem Herzinfarkt werden die maximalen

Serumkonzentrationen tendenziell etwas später erreicht. Aufgrund der im Urin wiedergefundenen

Substanzmengen beträgt die relative Absorption von Lisinopril rund 25% mit einer interindividuellen

Variabilität von 6-60% bei allen untersuchten Dosen (5-80 mg). Die absolute Bioverfügbarkeit ist bei

Patienten mit Herzinsuffizienz im Vergleich zu Herzgesunden um ungefähr 13% reduziert (ca. 16%

im Vergleich zu ca. 29%). Die Nahrungsaufnahme hat keinen Einfluss auf die Resorption im

Gastrointestinaltrakt.

Distribution

Eine Bindung von Lisinopril an andere Plasmaproteine als das ACE wurde nicht festgestellt. Studien

an Ratten haben gezeigt, dass Lisinopril die Blut-Hirn-Schranke in geringem Masse passiert.

Humandaten liegen nicht vor.

Metabolismus

Lisinopril wird nicht metabolisiert.

Elimination

Lisinopril wird vollständig und unverändert im Urin ausgeschieden. Nach mehrfachen Dosen

berechnet sich die effektive Kumulations-Halbwertszeit auf 12,6 Stunden. Bei Gesunden beträgt die

Lisinopril-Clearance rund 50 ml/min. Der Abfall der Serumkonzentrationen weist eine verlängerte

Terminalphase auf, welche jedoch nicht zu einer Kumulierung führt. Diese Terminalphase spiegelt

die wahrscheinlich gesättigte Bindung an das ACE wider und ist nicht dosisabhängig.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Niereninsuffizienz

Bei einer verminderten Nierenfunktion nimmt die Elimination des Lisinoprils ab, da es renal

ausgeschieden wird. Dies wird jedoch erst dann klinisch relevant, wenn die glomeruläre

Filtrationsrate unter 30 ml/min abfällt.

Bei einer Kreatininclearance von 30-80 ml/min. war die mittlere AUC um nur 13% erhöht, während

bei einer Kreatininclearance von 5-30 ml/min. die mittlere AUC 4-5 mal erhöht war.

Lisinopril kann mittels Dialyse aus dem Kreislauf entfernt werden. Während einer 4-stündigen

Hämodialyse sind die Lisinopril konzentrationen im Durchschnitt um 50% gesunken, mit einer

Dialysen-Clearance zwischen 40 und 55 ml/min.

Leberinsuffizienz

Eine verminderte Leberfunktion bei zirrhotischen Patienten resultierte in einer verminderten

Absorption von Lisinopril (ungefähr 30%, bestimmt durch Wiederfindung im Urin). Wegen der

erniedrigten Clearance ist jedoch die Exposition um ungefähr 50% erhöht, verglichen mit gesunden

Patienten.

Herzinsuffizienz

Patienten mit Herzinsuffizienz haben eine grössere Lisinopril-Exposition als Gesunde (im

Durchschnitt ist die AUC um 125% erhöht), aber basierend auf der Urin-Wiederfindungsrate von

Lisinopril ist die Absorption im Vergleich zu Herzgesunden um ungefähr 13% reduziert (ca. 16% im

Vergleich zu ca. 29%).

Ältere Patienten

Ältere Patienten (65 Jahre und älter) haben höhere Blutspiegel und höhere AUC-Werte als jüngere

Patienten.

Hydrochlorothiazid

Absorption und Distribution

Wenn die Plasmaspiegel mindestens 24 Stunden lang verfolgt wurden, ergaben sich

Plasmahalbwertszeiten zwischen 5,6 und 14,8 Stunden. Hydrochlorothiazid passiert die

Plazentaschranke, nicht aber die Blut-Hirn-Schranke.

Metabolismus

Hydrochlorothiazid wird nicht metabolisiert.

Elimination

Hydrochlorothiazid wird rasch durch die Nieren eliminiert. Nach oraler Verabreichung von

Hydrochlorothiazid setzt die Diurese nach 2 Stunden ein, erreicht ein Maximum nach ungefähr 4

Stunden und hält für 6-12 Stunden an. Mindestens 61% der oralen Dosis werden innert 24 Stunden

unverändert ausgeschieden.

Präklinische Daten

Kombination Lisinopril/Hydrochlorothiazid

Mutagenes Potential

Lisinopril und Hydrochlorothiazid zeigten in einer ausreichenden in vitro und in vivo Prüfung

sowohl einzeln als auch in der Kombination keine relevanten mutagenen Wirkungen.

Lisinopril

Präklinische Daten basierend auf konventionellen Studien (allgemeine Pharmakologie, Toxizität

nach wiederholter Verabreichung, Genotoxizität, Kanzerogenität) zeigten keine speziellen Risiken

für den Menschen.

Es wurde gezeigt, dass die Klasse der ACE-Hemmer unerwünschte Wirkungen auf die späte fetale

Entwicklung hervorrufen kann. Dies kann zu fetalem Tod und congenitalen Fehlbildungen, die vor

allem den Schädel betreffen, führen. Es wurde auch über Fetotoxizität, intrauterine

Wachstumsverzögerung und offenen Ductus arteriosus berichtet. Diese Entwicklungsanomalien

scheinen zum einen Teil auf eine direkte Wirkung der ACE-Hemmer auf das fetale Renin-

Angiotensin-System und zum anderen Teil auf eine Ischämie (basierend auf einer mütterlichen

Hypotonie, einem erniedrigten Blutfluss zwischen Fetus und Plazenta sowie einer erniedrigten

Zufuhr von Sauerstoff resp. Nährstoffen zum Fetus) zurückzuführen sein.

Hydrochlorothiazid

Untersuchungen zur Kanzerogenität (in vivo) und zur Mutagenität (in vivo und in vitro) verliefen

alle negativ.

Hydrochlorothiazid passiert im Tierversuch die Plazentaschranke. Untersuchungen an drei Tierarten

(Ratte, Maus, Kaninchen) ergaben keine Hinweise auf eine teratogene Wirkung. Bei der Exposition

in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft kann bei Neugeborenen eine Thrombozytopenie ausgelöst

werden. Auswirkungen von Störungen des Elektrolyt-Haushaltes der Schwangeren auf den Fetus

sowie eine verminderte Plazentadurchblutung sind möglich.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

«High-Flux» Dialyse-Filter: siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Vor Licht geschützt in der Originalpackung, nicht über 30 °C und für Kinder unerreichbar

aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung

Zestoretic/Zestoretic mite Tabletten haben eine Zierrille, sind jedoch zum Teilen nicht geeignet.

Zulassungsnummer

51117 (Swissmedic).

Packungen

Zestoretic: 30 und 100 Tabletten mit Zierrille [B]

Zestoretic mite: 30 und 100 Tabletten mit Zierrille [B]

Zulassungsinhaberin

AstraZeneca AG, 6340 Baar.

Stand der Information

Juni 2018.

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