Gonal-f 150 U.I.(11 µg) Injektionspräparat

Thụy Sĩ - Tiếng Đức - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Tờ rơi thông tin Tờ rơi thông tin (PIL)

01-10-2019

Thành phần hoạt chất:
follitropinum alfa
Sẵn có từ:
Merck (Schweiz) AG
Mã ATC:
G03GA05
INN (Tên quốc tế):
follitropinum alfa
Dạng dược phẩm:
Injektionspräparat
Thành phần:
Vorbereitung cryodesiccata: follitropinum alfa 150 U. I., Kunststoff, dinatrii phosphas dihydricus, natrii dihydrogenophosphas monohydricus, methioninum, polysorbatum 20, Säure phosphoricum oder natrii hydroxidum, für Glas-Endwerte. Natrium 0.36 mg. Loslassen: Wasser iniectabilia, für Glas.
Lớp học:
A
Nhóm trị liệu:
Biotechnologika
Khu trị liệu:
Stimulierung der Follikelreifung bei anovulatorischen Zuständen, bei ärztlich assistierten Reproduktionsprogrammen und bei Frauen mit schwerem LH- und FSH-Mangel; Stimulierung der Spermatogenese
Số ủy quyền:
52971
Ngày ủy quyền:
1995-11-23

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01-10-2019

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01-10-2019

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Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel anwenden. Dieses Arzneimittel

ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere Personen weitergeben. Auch

wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

GONAL-f®

Merck (Schweiz) AG

Was ist GONAL-f und wann wird es angewendet?

GONAL-f enthält den Wirkstoff Follitropin alfa. Follitropin alfa gehört zur Gruppe der follikel-

stimulierenden Hormone (FSH), welche zur Familie der Gonadotropine zählen. Die Gonadotropine sind

Geschlechtshormone und spielen eine wichtige Rolle bei der Fortpflanzung. Follitropin alfa in GONAL-

f wird mit einer speziellen gentechnologischen Technik hergestellt.

Bei der Frau besteht die Hauptwirkung von GONAL-f in der Unterstützung zur Entwicklung reifer

Graaf'scher Follikel in den Eierstöcken.

Die Verabreichung von GONAL-f erfolgt ausschliesslich auf ärztliche Verschreibung und unter strenger

Kontrolle durch Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Bei folgenden Indikationen wird GONAL-f bei Frauen eingesetzt:

·Zur Behandlung von Fertilitätsstörungen infolge eines FSH-Mangels. Es unterstützt die Entwicklung

eines einzigen Follikels im Eierstock. In diesem Follikel wächst ein Ei heran, das bei der Ovulation

unter dem Einfluss eines anderen Hormons (humanes Choriongonadotropin oder hCG) ausgestossen

wird und anschliessend befruchtet werden kann.

·Zur Entwicklung mehrerer Follikel (und folglich mehrerer Eizellen) bei Frauen, die sich einer Technik

der assistierten Reproduktion unterziehen, wie «In Vitro-Fertilisation», «intratubarer Gametentransfer»

oder «intratubarer Zygotentransfer».

·Bei Frauen, die aufgrund einer sehr geringen Produktion von Fruchtbarkeitshormonen (FSH und LH)

keinen Eisprung haben. GONAL-f wird zusammen mit einem anderen Hormon, genannt Lutropin alfa

(rekombinantes luteinisierendes Hormon oder r-LH) verabreicht, um das Wachstum und die

Entwicklung von Eizellen herbeizuführen.

Beim Mann ist die wichtigste Wirkung von GONAL-f die Anregung der Spermatogenese

(Spermienproduktion).

·GONAL-f wird in Kombination mit einem anderen Hormon (humanes Choriongonadotropin oder hCG)

angewendet, um die Produktion der Spermien bei Männern anzuregen, welche infolge einer zu geringen

Konzentration bestimmter Hormone unfruchtbar sind.

Die Behandlung muss von einem auf Andrologie spezialisierten Arzt durchgeführt werden. Dieser wird

Ihnen zuvor eine Behandlung mit hCG verordnen.

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Was sollte dazu beachtet werden?

Der Arzt bzw. die Ärztin wählt für jeden Patienten die angemessene Behandlung aus. Befolgen Sie bitte

gewissenhaft seine bzw. ihre Anweisungen und gehen Sie zu den Kontrolluntersuchungen.

Wann darf GONAL-f nicht eingenommen / angewendet werden?

GONAL-f darf bei Überempfindlichkeit gegenüber Gonadotropinen oder einem der Hilfsstoffe nicht

angewendet werden.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über unerwünschte Symptome bei früheren Injektionen.

GONAL-f darf nicht angewendet werden, falls bei Ihnen ein Gehirntumor (Hypothalamus oder

Hypophyse) diagnostiziert wurde.

Bei der Frau:

GONAL-f darf im Falle einer Schwangerschaft, in der Stillzeit, bei Ovarialvergrösserungen und

bestimmten Eierstockzysten, bei Eierstock-, Gebärmutter- und Mammakarzinomen (Brustkrebs), bei

gynäkologischen Blutungen unbekannter Ursache und bei nicht behandelter Funktionsstörung der

Schilddrüse oder der Nebenniere nicht angewendet werden.

Darüber hinaus darf GONAL-f nicht angewendet werden, wenn Ihr Zustand keine Schwangerschaft

erlaubt, z.B. wenn Sie eine Anomalie der Eierstöcke haben, die primäre Ovarialinsuffizienz genannt

wird oder im Fall von Missbildungen der Geschlechtsorgane oder fibrösen Tumoren des Uterus, die eine

Schwangerschaft unmöglich machen.

Beim Mann:

GONAL-f darf im Fall einer irreversiblen Schädigung des Hodens nicht angewendet werden.

Wann ist bei der Einnahme / Anwendung von GONAL-f Vorsicht geboten?

Porphyrie

Wenn Sie oder eines Ihrer Familienmitglieder an Porphyrie (eine Erkrankung, die von den Eltern auf die

Kinder vererbt werden kann) leiden, informieren Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin vor Beginn der

Behandlung, da die Anwendung bestimmter Medikamente einen Anfall dieser Krankheit auslösen kann.

Wenn Sie bemerken, dass Ihre Haut verletzlich wird und schnell zur Blasenbildung neigt (besonders an

Stellen, die häufig der Sonnenstrahlung ausgesetzt sind) und/oder Sie Bauch- oder Gliederschmerzen

haben, informieren Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Er bzw. sie wird Ihnen gegebenenfalls

empfehlen, die Behandlung abzusetzen.

Bei der Frau:

Ovarielles Überstimulationssyndrom (OHSS)

Obwohl die strikte Einhaltung der empfohlenen Dosierung und der vorgeschriebenen

Kontrolluntersuchungen das Risiko von Nebenwirkungen reduziert, ist das Risiko eines ovariellen

Überstimulationssyndroms zu berücksichtigen. Dieses Syndrom ist durch eine übermässige

Vergrösserung der Eierstöcke und Symptome wie Unterleibsschmerzen, möglicherweise in Verbindung

mit Übelkeit, Erbrechen, Krankheitsgefühl, Atembeschwerden oder schneller Gewichtszunahme

gekennzeichnet (siehe Welche Nebenwirkungen kann GONAL-f haben?).

Sollten die geschilderten Symptome bei Ihnen auftreten, setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrem Arzt

bzw. Ihrer Ärztin in Verbindung.

In Fällen, in denen sich die Entwicklung eines OHSS abzeichnet, ist es ratsam, kein hCG zu geben und

während mindestens 4 Tagen Geschlechtsverkehr zu vermeiden oder geeignete Verhütungsmittel

(Barrieremethoden) zu benutzen.

Das Syndrom der ovariellen Überstimulation zeigt sich aber im Allgemeinen 1 bis 2 Wochen nach der

Injektion von hCG. Sein Schweregrad kann erheblich schwanken.

Bei Frauen, die sich einer Behandlung zur Reifung mehrerer Follikel unterziehen, ist das Risiko eines

ovariellen Überstimulationssyndroms grösser, kann jedoch durch Absaugen aller Follikel vor der

Ovulation reduziert werden.

Die gleichzeitige Anwendung von GONAL-f zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der

Sterilität kann die Wirkung von GONAL-f verstärken oder vermindern.

Mehrlingsschwangerschaften

Das Risiko von Mehrlingsschwangerschaften nach assistierten Reproduktionstechniken steht im

Zusammenhang mit Ihrem Alter sowie mit der Anzahl transferierter Eizellen/Embryonen. Bei

Patientinnen, die sich einer Behandlung zur Auslösung des Eisprungs unterziehen, ist die Häufigkeit

einer Mehrlingsschwangerschaft bzw. Mehrlingsgeburt im Vergleich zur natürlichen Empfängnis erhöht.

Die Häufigkeit solcher Ereignisse kann jedoch durch die Anwendung der empfohlenen Dosierung und

des empfohlenen Behandlungsschemas verringert werden.

Ektopische Schwangerschaft

Insbesondere bei Frauen mit einer früheren Eileitererkrankung kann eine ektope Schwangerschaft

auftreten, das heisst, der Embryo nistet sich ausserhalb der Gebärmutter ein.

Fehlgeburten

Bei der Anwendung der assistierten Reproduktionstechnik oder der Stimulierung der Eierstöcke ist eine

Fehlgeburt eher möglich als beim Durchschnitt der Frauen.

Blutgerinnungsstörungen (Thromboembolische Ereignisse)

Falls Sie bekannte Risikofaktoren für das Auftreten von Blutgerinnseln in den grossen Blutgefässen

(thromboembolische Ereignisse) haben (Übergewicht, Rauchen, eigene oder in der Familie liegende

Krankheitsgeschichte), dann kann sich das Risiko während der Behandlung mit GONAL-f weiter

erhöhen. Es ist jedoch anzumerken, dass eine Schwangerschaft selbst dieses Risiko ebenfalls erhöht

(siehe Welche Nebenwirkungen kann GONAL-f haben?).

Tumore

Bei Frauen, die sich mehrfachen Behandlungszyklen zur Fertilitätsbehandlung unterzogen haben, wurde

sowohl über gutartige wie auch über bösartige Tumore der Eierstöcke und anderer Fortpflanzungsorgane

berichtet. Es wurden Einzelfälle von malignen Melanomen gemeldet. Bisher wurde noch nicht

nachgewiesen, ob eine Fertilitätsbehandlung das Risiko für diese Tumore erhöht oder nicht.

Beim Mann:

Erhöhte FSH-Werte im Blut können auf eine Schädigung des Hodens hindeuten. Solche Patienten

sprechen auf eine Therapie mit GONAL-f/hCG nicht an.

Um den Behandlungsverlauf zu verfolgen, wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin 4 bis 6 Monate nach

Behandlungsbeginn eine Spermauntersuchung durchführen.

GONAL-f 450 IE/0.75 ml (33 Mikrogramm/0.75 ml) enthält 9 mg Benzylalkohol pro Fertigspritze,

GONAL-f 1050 IE/1.75 ml (77 Mikrogramm/1.75 ml) enthält 18 mg Benzylalkohol pro Fertigspritze.

Benzylalkohol kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d.h. es ist nahezu

«natriumfrei».

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden (Externa)!

Darf GONAL-f während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen / angewendet

werden?

GONAL-f darf nicht während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit verabreicht werden.

Wie verwenden Sie GONAL-f?

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin passt die Behandlung mit GONAL-f speziell an jeden Patienten an und nimmt

eine strenge Kontrolle der Wirksamkeit vor.

GONAL-f wird unter die Haut (subkutan) injiziert.

Ein ständiges Wechseln der Körperregion wird nicht empfohlen. Innerhalb dieser Region sollte aber die

Einstichstelle gewechselt werden. Die Injektionsstelle sollte nicht massiert werden.

Nach Absprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin können Sie diese Injektion selber vornehmen. Das

Fachpersonal soll Ihnen zeigen, wie Sie die Injektionslösung vorbereiten und verabreichen sollen. Lesen

Sie dazu auch sorgfältig die Anweisungen am Ende der Patienteninformation Anweisung zur

Zubereitung und Verabreichung der Injektionslösung.

Da GONAL-f 75 IE (5.5 Mikrogramm) kein Konservierungsmittel enthält, soll die Injektionslösung

unmittelbar vor der Verabreichung vorbereitet und sofort injiziert werden.

Hat Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin GONAL-f 450 IE/0.75 ml (33 Mikrogramm/0.75 ml) oder GONAL-

f 1050 IE/1.75 ml (77 Mikrogramm/1.75 ml) verschrieben, kann nach einer Injektion die restliche

unverbrauchte Injektionslösung in der Durchstechflasche aufbewahrt werden, muss dann nicht über

25 °C (nicht einfrieren) gelagert und innerhalb von 28 Tagen verwendet werden.

Therapieschemata

Bei der Frau:

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird mittels Blutproben (Bestimmung der Östrogenmenge im Blut) und

Ultraschalluntersuchungen den Verlauf der Follikelreifung sorgfältig überwachen. Es ist deshalb

wichtig, dass Sie seine bzw. ihre Anweisungen und Empfehlungen genau befolgen.

Es gibt folgende Behandlungsmöglichkeiten:

a) Behandlung mit dem Ziel der Reifung eines einzigen Follikels

Bei menstruierenden Frauen sollte die Behandlung innerhalb der ersten 7 Tage des Menstruationszyklus

beginnen.

Ohne adäquates Ansprechen nach einer vierwöchigen Behandlung sollte dieser Zyklus abgebrochen

werden.

Wenn jedoch das gewünschte Ergebnis erreicht ist, d.h. wenn der Follikel zur gewünschten Reife

gelangt ist, wird der Arzt bzw. die Ärztin eine einmalige Injektion eines anderen Hormons, des hCG, 24

bis 48 Stunden nach der letzten GONAL-f-Injektion vornehmen, um den Follikelsprung (Ovulation)

auszulösen. In diesem Stadium der Behandlung ist eine Befruchtung möglich. Man wird Ihnen daher

empfehlen, an diesem und am nächsten Tag Geschlechtsverkehr zu haben.

Bei übermässiger Stimulierung der Eierstöcke unterbricht der Arzt bzw. die Ärztin die Behandlung.

Geschlechtsverkehr während dieser Zeit wird nicht empfohlen. Die Behandlung kann im

darauffolgenden Zyklus mit einer geringeren Dosierung als im vorangegangenen Zyklus wieder

beginnen.

b) Behandlung mit dem Ziel einer medizinisch assistierten Reproduktion

Zur Reifung mehrerer Follikel beginnt die Behandlung am 2. oder 3. Zyklustag.

Die Dosierung wird an das Ansprechen angepasst, soll aber 450 IE pro Tag nicht überschreiten.

Wenn die Follikel als reif angesehen werden, wird der Arzt bzw. die Ärztin 24 bis 48 Stunden nach der

letzten GONAL-f-Injektion eine einzige Injektion eines anderen Hormons (hCG) vornehmen, um die

Ovulation auszulösen.

Die Fortsetzung der Behandlung wird von der medizinisch assistierten Reproduktions-methode

abhängen, die Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin ausgewählt hat.

c) Frauen, die keinen Eisprung und überhaupt keine Regelblutungen haben und bei denen ein FSH- und

LH-Mangel festgestellt wurde

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kontrolliert den Wirkungsverlauf und wird eine individuell für Sie angepasste

Dosierung und Behandlungsdauer festlegen. Die nachfolgend aufgeführten Dosierungsangaben gelten

deshalb nur als Richtwerte.

GONAL-f wird in der Regel täglich für bis zu 3 Wochen lang gleichzeitig mit Lutropin alfa verabreicht.

Bei Anwendung des üblichen Behandlungsschemas wird mit einer Dosis von 75 – 150 IE GONAL-f

zusammen mit 75 IE Lutropin alfa begonnen.

Je nach Ansprechen wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die GONAL-f-Dosis um 37.5 IE – 75 IE in 7- bis 14-

tägigen Intervallen und die Dosis von Lutropin alfa auf bis zu 225 IE erhöhen.

Wenn die gewünschte Reaktion erreicht ist, wird 24 - 48 Stunden nach den letzten Injektionen von

GONAL-f und Lutropin alfa einmalig hCG verabreicht. Sie sollten am Tag der Verabreichung von hCG

und am darauffolgenden Tag Geschlechtsverkehr haben, alternativ kann eine intrauterine Insemination

(IUI) durchgeführt werden.

Bei einer zu starken Reaktion ist die Behandlung zu beenden und kein hCG zu verabreichen (siehe

Welche Nebenwirkungen kann GONAL-f haben?).

Der Arzt bzw. die Ärztin kann auch ein anderes Therapieschema anwenden, das GONAL-f mit einer

anderen Hormonbehandlung kombiniert.

Beim Mann:

Der Arzt bzw. die Ärztin entscheidet über die Behandlungsdauer. Die übliche Dosierung ist 150 IE

GONAL-f in Kombination mit hCG dreimal pro Woche während mindestens 4 Monaten. Die

Behandlung kann bis zu 18 Monate fortgeführt werden, je nach Ansicht des Arztes bzw. der Ärztin.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

GONAL-f darf bei Kindern und Jugendlichen nicht eingesetzt werden.

Anwendung bei älteren Patienten

GONAL-f darf bei älteren Patienten nicht eingesetzt werden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann GONAL-f haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von GONAL-f auftreten:

Bei der Frau und beim Mann:

Sehr häufig treten lokale Reaktionen an der Injektionsstelle (Schmerz, Rötung, Bluterguss, Schwellung

und/oder Reizung) auf.

In sehr seltenen Fällen kam es nach Gabe von GONAL-f zu allergischen Reaktionen wie Hautrötung,

Hautausschlag, Schwellungen, Nesselausschlag und Atembeschwerden.

Diese Reaktionen können manchmal schwerwiegend sein. Wenn eines dieser Symptome auftritt, sollten

Sie sich sofort an Ihren Arzt bzw. Ärztin wenden.

Sehr selten kann bei Asthma-Patienten eine Verschlechterung Ihres Befindens eintreten.

Bei der Frau:

Die folgenden Nebenwirkungen können sehr häufig auftreten: Kopfschmerzen, Ovarialzysten. Weitere

häufige Nebenwirkungen sind: Unterleibsschmerzen und Magen-Darmbeschwerden wie Übelkeit,

Erbrechen, Durchfall und Blähungen.

Bei der Behandlung mit GONAL-f kann es zu einer Überstimulierung der Eierstöcke kommen. Diese

Reaktion wird ovarielles Überstimulationssyndrom oder OHSS genannt (siehe Wann ist bei der

Anwendung von GONAL-f Vorsicht geboten?). Die ersten Anzeichen sind Unterleibsschmerzen,

möglicherweise in Verbindung mit Übelkeit und Erbrechen. In diesem Zusammenhang treten häufig ein

Krankheitsgefühl, Durchfall, Bauchkrämpfe und Blähungen auf.

Gelegentlich kann ein OHSS schwerwiegend werden, was sich in klar vergrösserten Eierstöcken,

erniedrigter Urinproduktion, einer Gewichtszunahme, erschwertem Atmen und/oder möglicher

Flüssigkeitsansammlung im Bauch- oder Brustbereich äussert.

Wenn eines dieser Symptome auftritt, sollten Sie sich sofort an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin wenden.

Selten sind Komplikationen eines OHSS wie Verdrehung der Eierstöcke.

Schwerwiegende Komplikationen wie thromboembolische Ereignisse (Blutgerinnsel), unabhängig von

einem OHSS, werden selten beobachtet. Dies könnte Brustschmerzen, Atemlosigkeit, Hirnschlag oder

einen Herzinfarkt zur Folge haben.

Wenn die erwähnten Symptome während der Behandlung mit GONAL-f auftreten, müssen Sie die

Behandlung sofort abbrechen und sich zu einer gründlichen Untersuchung bei Ihrem Arzt bzw. Ihrer

Ärztin anmelden. Der Arzt bzw. die Ärztin wird dann über den weiteren Therapieverlauf entscheiden.

Das hCG darf nicht verabreicht werden und Sie müssen eventuell die Behandlung unterbrechen.

Beim Mann:

Eine Behandlung mit GONAL-f kombiniert mit dem Hormon hCG kann ein Anschwellen der Venen

oberhalb und hinter den Hoden (Varikozelen), Brustwachstum, Akne oder eine Gewichtszunahme

bewirken.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin,

Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Aufbrauchfrist nach Anbruch

Da die Lösung GONAL-f 75 IE (5.5 Mikrogramm) kein Konservierungsmittel enthält, sollte sie

unmittelbar nach der Herstellung verwendet werden und ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt.

Die hergestellten Lösungen GONAL-f 450 IE/0.75 ml (33 Mikrogramm/0.75 ml) und GONAL-f 1050

IE/1.75 ml (77 Mikrogramm/1.75 ml) sind während 28 Tagen bei Lagerung nicht über 25 °C (nicht

einfrieren) stabil.

Lagerungshinweis

Nicht über 25 °C lagern.

Nicht einfrieren.

In der Originalverpackung aufbewahren.

Den Behälter im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Weitere Hinweise

GONAL-f mit dem beigefügten Lösungsmittel auflösen und mit anderen Arzneimitteln nicht mischen,

mit der folgenden Ausnahme: GONAL-f 75 IE (5.5 Mikrogramm) darf mit Lutropin alfa gemischt

werden (siehe die entsprechenden Anweisungen zur Zubereitung der Injektionslösung). Die

Injektionslösung darf nicht verwendet werden, wenn sie Partikel enthält oder nicht klar ist.

Bringen Sie allfällig verbleibende Arzneimittel nach Ende der Behandlung oder solche mit

abgelaufenem Verfalldatum bitte zur fachgerechten Entsorgung zu Ihrer Verkaufsstelle (Arzt oder

Apotheker) zurück.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in GONAL-f enthalten?

GONAL-f 75 IE (5.5 Mikrogramm)

Wirkstoffe

Eine Durchstechflasche mit Pulver enthält als Wirkstoff 5.5 Mikrogramm Follitropin alfa (r-FSH, aus

gentechnisch veränderten CHO (Chinese Hamster Ovary)-Zellen hergestellt), entsprechend 75 IE

(Internationale Einheiten).

Hilfsstoffe

Pulver: Saccharose, Natriumdihydrogenphosphat-Monohydrat, Natriummonohydrogen-phosphat-

Dihydrat, Polysorbat 20, konzentrierte Phosphorsäure, Natriumhydroxid, Methionin.

Eine Fertigspritze mit Lösungsmittel enthält 1 ml Wasser für Injektionszwecke.

GONAL-f 450 IE/0.75 ml (33 Mikrogramm/0.75 ml)

Wirkstoffe

Eine Durchstechflasche mit Pulver zur Mehrfachanwendung enthält als Wirkstoff 33 Mikrogramm

Follitropin alfa (r-FSH, aus gentechnisch veränderten CHO (Chinese Hamster Ovary)-Zellen

hergestellt), entsprechend 450 IE (Internationale Einheiten).

Hilfsstoffe

Pulver: Saccharose, Natriumdihydrogenphosphat-Monohydrat, Natriummonohydrogenphosphat-

Dihydrat, konzentrierte Phosphorsäure und Natriumhydroxid.

Eine Fertigspritze mit Lösungsmittel enthält 1 ml Wasser für Injektionszwecke mit 9 mg Benzylalkohol.

GONAL-f 1050 IE/1.75 ml (77 Mikrogramm/1.75 ml)

Wirkstoffe

Eine Durchstechflasche mit Pulver zur Mehrfachanwendung enthält als Wirkstoff 77 Mikrogramm

Follitropin alfa (r-FSH, aus gentechnisch veränderten CHO (Chinese Hamster Ovary)-Zellen

hergestellt), entsprechend 1050 IE (Internationale Einheiten).

Hilfsstoffe

Pulver: Saccharose, Natriumdihydrogenphosphat-Monohydrat, Natriummonohydrogenphosphat-

Dihydrat, konzentrierte Phosphorsäure und Natriumhydroxid.

Eine Fertigspritze mit Lösungsmittel enthält 2 ml Wasser für Injektionszwecke mit 18 mg

Benzylalkohol.

Zulassungsnummer

52971 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Gonal-f? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

GONAL-f 75 IE (5.5 Mikrogramm)

Packungen mit 1 Durchstechflasche Pulver und 1 Fertigspritze mit Lösungsmittel.

Zusätzlich enthalten die Packungen für jede Durchstechflasche:

·eine Injektionsnadel zur Injektion des Lösungsmittels in die Durchstechflasche und zur Entnahme aus

der Durchstechflasche

·eine feine Injektionsnadel zur subkutanen Injektion der Lösung.

GONAL-f 450 IE/0.75 ml (33 Mikrogramm/0.75 ml)

GONAL-f 1050 IE/1.75 ml (77 Mikrogramm/1.75 ml)

Packungen mit 1 Durchstechflasche Pulver und 1 Fertigspritze mit Lösungsmittel sowie 6 resp. 15

Einwegspritzen zur Injektion, skaliert in FSH-Einheiten.

Zulassungsinhaberin

Merck (Schweiz) AG, Zug

Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2019 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Anweisungen zur Zubereitung und Verabreichung der Injektionslösung

GONAL-f 75 IE (5.5 Mikrogramm)

1) Vorbereitungen vor der Injektion:

·Waschen Sie sich zunächst die Hände. Es ist wichtig, dass Ihre Hände und die verwendeten

Gegenstände, die Sie für die Injektion benötigen, so sauber wie möglich sind.

·Stellen Sie alles zusammen, was Sie brauchen und legen Sie alles auf eine saubere Fläche: zwei mit

Alkohol getränkte Wattebäusche, eine Fertigspritze mit Lösungsmittel, die Durchstechflasche, die das

Arzneimittel GONAL-f (kompaktes weisses Pulver) enthält, und das sterile Material für die Injektion

(eine grosse Nadel für die Zubereitung der Lösung (Rekonstitutionsnadel) und eine feinere

Injektionsnadel für die subkutane Injektion).

2) Zubereitung der Injektionslösung:

·Entfernen Sie die Schutzkappe der Durchstechflasche mit GONAL-f und von der Fertigspritze mit dem

Lösungsmittel.

·Befestigen Sie die grosse Nadel (Rekonstitutionsnadel) an der Fertigspritze und injizieren Sie langsam

das gesamte Lösungsmittel in die Durchstechflasche mit GONAL-f.

·Schwenken Sie die Durchstechflasche behutsam, ohne dabei die Fertigspritze herauszuziehen. Nicht

schütteln. (1)

·Nachdem sich das Pulver aufgelöst hat, was in der Regel sofort eintritt, vergewissern Sie sich, dass die

entstandene Lösung klar ist und keine Partikel enthält.

·Drehen Sie die Durchstechflasche um und ziehen Sie die Lösung wieder behutsam in die Fertigspritze

auf. (2)

Handhabung für die Anwendung mehrerer Durchstechflaschen von GONAL-f 75 IE (5.5 Mikrogramm):

Hat Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin mehr als eine Durchstechflasche von GONAL-f 75 IE (5.5

Mikrogramm) verordnet, spritzen Sie die bereits rekonstituierte Lösung in der Fertigspritze langsam in

eine weitere Durchstechflasche mit Pulver ein, bis Sie die vorgeschriebene Anzahl Durchstechflaschen

mit Pulver aufgelöst haben. Maximal kann der Inhalt von drei Behältnissen in 1 ml Lösungsmittel

aufgelöst werden (1 ml Lösungsmittel entspricht dem Volumen einer Fertigspritze).

Wenn Ihnen zusätzlich zu GONAL-f 75 IE (5.5 Mikrogramm) Lutropin alfa verschrieben wurde, können

Sie die beiden Arzneimittel auch zusammen mischen, anstatt jedes einzeln zu injizieren. Gehen Sie dann

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Fachinformation

GONAL-f®

Merck (Schweiz) AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Follitropin alfa (r-FSH, aus gentechnisch veränderten CHO (Chinese Hamster Ovary)-

Zellen hergestellt).

Hilfsstoffe:

GONAL-f 75 IE (5.5 µg):

Sucrose, Natriumdihydrogenphosphat-Monohydrat, Dinatriumhydrogenphosphat-Dihydrat,

Polysorbat 20, konzentrierte Phosphorsäure, Natriumhydroxid, Antiox.: Methionin 0.1 mg

Lösungsmittel: Wasser für Injektionszwecke.

GONAL-f 450 IE/0.75 ml (33 µg/0.75 ml), 1050 IE/1.75 ml (77 µg/1.75 ml):

Sucrose, Natriumdihydrogenphosphat-Monohydrat, Dinatriumhydrogenphosphat-Dihydrat,

konzentrierte Phosphorsäure, Natriumhydroxid.

Lösungsmittel: Wasser für Injektionszwecke, Benzylalkohol 0.9%.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung.

GONAL-f 75I E (5.5 µg):

Eine Durchstechflasche enthält 6 µg Follitropin alfa (rekombinantes humanes follikelstimulierendes

Hormon (r-FSH)), damit 5.5 µg, entsprechend 75 IE, entnommen werden können. Die rekonstituierte

Lösung enthält 75 IE/ml.

Eine Fertigspritze mit Lösungsmittel enthält 1 ml Wasser für Injektionszwecke.

GONAL-f 450 IE/0.75 ml (33 µg/0.75 ml):

Eine Durchstechflasche zur Mehrfachanwendung enthält 44 µg Follitropin alfa (rekombinantes

humanes follikelstimulierendes Hormon (r-FSH)), damit 33 µg, entsprechend 450 IE, entnommen

werden können.

Eine Fertigspritze mit Lösungsmittel enthält 1 ml Wasser für Injektionszwecke, Benzylalkohol

(0.9%).

GONAL-f 1050 IE/1.75 ml (77 µg/1.75 ml):

Eine Durchstechflasche zur Mehrfachanwendung enthält 87 µg Follitropin alfa (rekombinantes

humanes follikelstimulierendes Hormon (r-FSH)), damit 77 µg, entsprechend 1050 IE, entnommen

werden können.

Eine Fertigspritze mit Lösungsmittel enthält 2 ml Wasser für Injektionszwecke, Benzylalkohol

(0.9%).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Bei Frauen

a.Eine Behandlung mit GONAL-f mit anschliessender Ovulationsauslösung durch humanes

Choriongonadotropin (hCG) ist indiziert zur Stimulation des Follikelwachstums und der Ovulation

bei Frauen mit hypothalamisch-hypophysärer Dysfunktion, die eine Oligomenorrhoe oder eine

Amenorrhoe aufweisen.

Diese Frauen werden der WHO-Gruppe II zugeordnet. Sie erhalten üblicherweise Clomifencitrat als

Primärtherapie. Sie weisen eine endogene Östrogenproduktion auf und menstruieren daher entweder

spontan oder nach Gestagengabe.

Viele dieser Patientinnen weisen ein polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS) auf. Dieses Syndrom ist

der WHO-Gruppe II zugeordnet.

b.GONAL-f ist indiziert zu einer gezielten, multifollikulären ovariellen Stimulation bei Frauen, die

an ärztlich assistierten Reproduktionsprogrammen teilnehmen wie In-Vitro-Fertilisation (IVF),

intratubarer Gametentransfer oder intratubarer Zygotentransfer.

c.GONAL-f wird zusammen mit einer Zubereitung aus luteinisierendem Hormon (LH) zur

Stimulation der Follikelreifung bei Frauen empfohlen, die einen schweren LH- und FSH-Mangel

aufweisen. In klinischen Studien wurden diese Patientinnen durch einen endogenen LH-Spiegel im

Serum <1.2 IE/l definiert.

Bei Männern

GONAL-f wird zusammen mit humanem Choriongonadotropin zur Stimulierung der

Spermatogenese bei Männern angewendet, die an angeborenem oder erworbenem

hypogonadotropem Hypogonadismus leiden.

Dosierung/Anwendung

Eine Behandlung mit gonadotropen Hormonen sollte nur von einem Facharzt durchgeführt werden,

der mit der Diagnose und Behandlung von Fertilitätsstörungen vertraut ist.

Eine Behandlung mit GONAL-f soll nur nach sorgfältigem Ausschluss aller anderen Ursachen einer

Infertilität (mechanisch, immunologisch und andrologisch) begonnen werden und nur, wenn

adäquate endokrinologische und klinische Kontrollen gewährleistet sind.

Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird

empfohlen Handelsname und Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.

Art der Verabreichung

GONAL-f wird subkutan verabreicht.

Zur Rekonstitution siehe Sonstige Hinweise – Hinweise für die Handhabung.

Die Patientin/der Patient kann die subkutane Injektion selber vornehmen, sofern sie/er strikt den

Anweisungen des Arztes folgt.

Nur solche Patienten dürfen GONAL-f selbst anwenden, die motiviert und entsprechend ausgebildet

sind und die jederzeit die Möglichkeit haben, ärztlichen Rat einzuholen. Die erste Injektion von

GONAL-f muss in jedem Fall unter direkter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Dosierung bei der Frau

Klinische Vergleichsstudien haben gezeigt, dass die Patientinnen mit GONAL-f (r-FSH) im

Vergleich zu urinärem FSH (u-FSH) durchschnittlich eine niedrigere Gesamtdosis und eine kürzere

Behandlungsdauer benötigen. Deshalb wird empfohlen, eine niedrigere Dosis von GONAL-f zu

wählen als für u-FSH.

a) Frauen mit Oligo- oder Amenorrhoe aufgrund hypothalamisch-hypophysärer Dysfunktion (WHO-

GruppeII)

Das Ziel der Behandlung mit GONAL-f ist die Entwicklung eines einzigen reifen Graaf'schen

Follikels zur Freisetzung einer Eizelle nach Anwendung von hCG.

GONAL-f kann täglich injiziert werden.

Bei menstruierenden Frauen sollte die Behandlung innerhalb der ersten 7 Tage des

Menstruationszyklus beginnen.

Die Behandlung muss der individuellen ovariellen Reaktion der Patientin angepasst werden,

abhängig von der sonographisch gemessenen Follikelgrösse und vom Östrogenspiegel im Serum.

Einzig die Sonographie liefert zuverlässige Informationen über die Anzahl der reifenden Follikel

sowie deren Grösse.

Im Allgemeinen beginnt die Therapie mit 75-150 IE GONAL-f täglich. Die Dosis sollte in etwa

wöchentlichen oder 14-tägigen Abständen um 37.5 IE (bis zu 75 IE) r-FSH/Tag erhöht oder

erniedrigt werden, um eine genügende, jedoch nicht exzessive ovarielle Reaktion zu erzielen

(Östrogenspiegel im Serum: 1.1-2.9 nMol/L = 300-800 pg/ml mit einer Erhöhung von ≤100% in 2-3

Tagen; Durchmesser des dominierenden Follikels ≥18 mm). Die maximale Tagesdosis soll 225 IE

FSH nicht übersteigen.

Spricht eine Patientin nach vierwöchiger Behandlung nicht auf die Therapie an, sollte dieser

Behandlungszyklus abgebrochen werden.

Sobald eine optimale ovarielle Reaktion erreicht ist, wird 24-48 Stunden nach der letzten GONAL-f

Injektion hCG in einer einmaligen Dosis (250 μg r-hCG oder 5'000-10'000 IE) verabreicht. Der

Patientin und ihrem Partner sollte empfohlen werden, am Tag der hCG-Gabe und am

darauffolgenden Tag Geschlechtsverkehr zu haben. Alternativ dazu kann eine intrauterine

Insemination (IUI) durchgeführt werden.

Bei exzessiver ovarieller Reaktion muss die Behandlung abgebrochen und auf die hCG-Gabe

verzichtet werden (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen). Im nächsten Zyklus sollte dann

mit einer niedrigeren Dosis begonnen werden.

b) Frauen, die sich einer Superovulation im Rahmen einer In-Vitro-Fertilisation (IVF) oder anderen

ärztlich assistierten Reproduktionsprogrammen unterziehen

Die Behandlung für die Superovulation beginnt am 2. oder 3. Zyklustag mit der Verabreichung von

150-225 IE GONAL-f täglich. Die Behandlung wird fortgesetzt, bis eine ausreichende

Follikelentwicklung erreicht ist, wobei die Dosis der ovariellen Reaktion der Patientin angepasst

wird (bis maximal 450 IE täglich). In der Regel wird eine adäquate Follikelreifung nach

durchschnittlich 10 Tagen erreicht (zwischen 5 und 20 Tagen).

Eine ausreichende Follikelentwicklung wird anhand der Östrogenspiegel im Serum und mittels

Sonographie der Ovarien kontrolliert.

Einzig die Sonographie liefert zuverlässig Informationen über die Anzahl der reifenden Follikel

sowie deren Grösse.

Um die Endreifung des Follikels zu induzieren und die Ovulation auszulösen, wird hCG in einer

Dosis von 250 μg r-hCG oder 5'000-10'000 IE urinäres hCG einmalig 24-48 Stunden nach der letzten

GONAL-f Injektion verabreicht.

Eine Downregulierung mit einem GnRH-Agonisten oder -Antagonisten wird häufig zur

Unterdrückung des endogenen LH-Peaks und zur Kontrolle einer tonisch erhöhten LH-Sekretion

angewendet.

In dem am häufigsten angewandten Therapieschema wird mit der Gabe von GONAL-f etwa zwei

Wochen nach Beginn der Behandlung mit einem Agonisten begonnen. Die Behandlung mit beiden

Präparaten wird fortgeführt, bis eine ausreichende Follikelentwicklung erzielt ist. Während der ersten

7 Tage werden beispielsweise täglich 150-225 IE GONAL-f subkutan verabreicht. Anschliessend

wird die Dosis der ovariellen Reaktion angepasst.

Wird ein Antagonisten-Schema angewendet, beginnt die Downregulierung am 5. oder 6. Tag der

Ovarialstimulierung mit GONAL-f und soll bis zum Abend vor oder am Tag der Ovulation

fortgeführt werden.

c) Frauen mit Anovulation aufgrund eines schweren LH- und FSH-Mangels

Bei Frauen, die an LH- und FSH-Mangel (hypogonadotropem Hypogonadismus) leiden, ist das Ziel

der Anwendung von GONAL-f in Verbindung mit Lutropin alfa die Entwicklung eines einzelnen,

reifen Graaf'schen Follikels, aus dem nach Verabreichung von humanem Choriongonadotropin

(hCG) die Eizelle freigesetzt wird. GONAL-f muss zusammen mit LH täglich durch subkutane

Injektion verabreicht werden. Da diese Patientinnen unter einer Amenorrhoe leiden und ihre

endogene Östrogensekretion niedrig ist, kann mit der Behandlung jederzeit begonnen werden.

Die Behandlung sollte der individuellen Reaktion der Patientin, bestimmt durch

Ultraschalluntersuchungen der Follikelgrösse und Messungen des Östrogenspiegels, angepasst

werden. Üblicherweise wird die Therapie mit 75 IE Lutropin alfa und 75-150 IE FSH täglich

begonnen.

In klinischen Studien wurde belegt, dass die Sensitivität der Ovarien auf GONAL-f erhöht wird,

wenn GONAL-f zusammen mit Lutropin alfa angewendet wird. Wenn eine Erhöhung der FSH-Dosis

angezeigt ist, sollte diese vorzugsweise in 7-14 tägigen Intervallen und vorzugsweise in Schritten

von 37.5–75 IE erfolgen. Eine Dosisanpassung von Follitropin alfa sollte vor einer Dosisanpassung

von Lutropin alfa vorgenommen werden.

Klinische Studien haben gezeigt, dass manche Patientinnen bis zu 225IE Lutropin alfa und 150 IE

Follitropin alfa pro Tag benötigen, um eine optimale Follikelreifung zu erzielen.

Falls eine Patientin nach 3 Behandlungswochen nicht auf die Therapie anspricht, sollte der Zyklus

abgebrochen und die Behandlung mit einer höheren Anfangsdosis Follitropin alfa und Lutropin alfa

als im vorhergehenden Zyklus wieder begonnen werden.

Nach erfolgreicher Stimulation werden 24-48 Stunden nach der letzten Injektion von GONAL-f und

Lutropin alfa einmalig 250 μg r-hCG oder 5'000-10'000 IE hCG injiziert. Der Patientin wird

empfohlen, am Tag der Injektion von hCG und am darauffolgenden Tag Geschlechtsverkehr zu

haben.

Als Alternative kann auch eine intrauterine Insemination (IUI) durchgeführt werden.

Eine Lutealphasenunterstützung kann in Betracht gezogen werden, da nach der Ovulation ein Mangel

an luteotropen Substanzen (LH/hCG) zu einer frühen Inaktivierung des Corpus Luteum führen

könnte.

Bei überschiessender Reaktion ist die Behandlung zu beenden und kein hCG zu verabreichen. Die

Behandlung sollte dann im nächsten Zyklus mit einer niedrigeren FSH-Dosis wiederaufgenommen

werden.

Dosierung beim Mann

Die Behandlung soll durch einen Arzt eingeleitet werden, der in Andrologie spezialisiert ist.

Um eine zufriedenstellende Virilisierung zu erreichen, muss eine Behandlung mit hCG vorausgehen.

GONAL-f soll in einer Dosierung von 150 IE dreimal pro Woche zusammen mit hCG mindestens 4

Monate lang verabreicht werden. Wenn die Spermatogenese nach dieser Zeit noch nicht erreicht

wurde, wird die Behandlung fortgesetzt. Die gegenwärtige klinische Erfahrung zeigt, dass eine

Behandlung bis zu 18 Monaten erforderlich sein kann, um die Spermatogenese zu induzieren.

Spezielle Dosierungsempfehlungen

Kinder und Jugendliche

GONAL-f wurde bei Kindern und Jugendlichen nicht untersucht. Deshalb darf GONAL-f bei dieser

Patientengruppe nicht eingesetzt werden.

Ältere Patienten

Die Sicherheit und Wirksamkeit von GONAL-f bei älteren Patienten wurde nicht untersucht. In

dieser Altersgruppe besteht keine Indikation.

Nieren- oder Leberfunktionsstörungen

Die Sicherheit, Wirksamkeit und Pharmakokinetik von GONAL-f bei Patienten mit Nieren- oder

Leberfunktionsstörungen wurde nicht untersucht. Daher können keine Dosierungsempfehlungen

gemacht werden.

Kontraindikationen

·Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff (r-FSH) oder einem der Hilfsstoffe gemäss

Zusammensetzung;

·Tumoren des Hypothalamus oder der Hypophyse.

Bei Frauen

·Schwangerschaft, Stillzeit;

·Ovarialvergrösserungen oder Ovarial-Zysten, die nicht auf einem polyzystischen Ovarialsyndrom

beruhen;

·Ovarial-, Uterus- oder Mammakarzinom;

·Gynäkologische Blutungen unbekannter Ursache;

·Unbehandelte Endokrinopathie der Schilddrüse oder der Nebenniere.

GONAL-f darf nicht angewendet werden, wenn abzusehen ist, dass das Therapieziel nicht erreicht

werden kann. Dies gilt z.B., wenn folgende Situationen vorliegen:

Bei Frauen

·Erhöhte Plasma-FSH-Werte, die auf eine primäre Ovarialinsuffizienz hindeuten;

·Missbildungen der Geschlechtsorgane, die eine Schwangerschaft unmöglich machen;

·Uterusmyome, die eine Schwangerschaft unmöglich machen.

Bei Männern

·Primäre testikuläre Insuffizienz.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

GONAL-f darf nur von Ärzten angewendet werden, die mit Fertilitätsproblemen und deren

Behandlung umfassend vertraut sind.

Die Gonadotropintherapie erfordert eine bestimmte zeitliche Verpflichtung von Ärzten und

medizinischem Personal sowie die Verfügbarkeit geeigneter medizinischer

Überwachungseinrichtungen. Bei Frauen verlangt ein sicherer und wirksamer Einsatz von GONAL-f

die Überwachung der ovariellen Response mittels Ultraschall, vorzugsweise in Kombination mit

regelmässigen Messungen der Östradiolspiegel im Serum.

Der Injektionsort sollte täglich gewechselt werden (siehe Hinweise für die Handhabung), bei den

Benzylalkohol enthaltenden Dosierungsstärken (GONAL-f 450 IE und GONAL-f 1050 IE) nicht

zuletzt auch wegen einer möglichen lokalen Reaktion auf Benzylalkohol.

Die Reaktion verschiedener Patientinnen auf die FSH-Verabreichung kann zu einem gewissen Grad

variieren bis hin zu einer mangelhaften Reaktion auf FSH bei einigen Patientinnen. Es sollte bei

Männern wie Frauen jeweils die in Bezug auf das Behandlungsziel geringste wirksame Dosis

verwendet werden.

Sehr seltene Fälle von schwerwiegenden allergischen bzw. anaphylaktischen Reaktionen wurden

nach vorausgehenden leichten allergischen Reaktionen und/oder nach Reexposition in späteren

Behandlungszyklen, aber auch nach Erstinjektion beobachtet.

Patienten mit einer Porphyrie in der Eigen- oder Familienanamnese müssen während der Behandlung

mit GONAL-f engmaschig überwacht werden, und bei einer Verschlechterung der Symptome ist ein

Abbruch der Behandlung notwendig.

GONAL-f darf bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden.

Behandlung bei Frauen

Bevor mit einer Behandlung begonnen wird, müssen die Ursachen für die Infertilität des Paares

genau abgeklärt und mögliche Kontraindikationen für eine Schwangerschaft ausgeschlossen sein.

Insbesondere müssen die Patientinnen auf Hypothyreose, Nebennierenrindeninsuffizienz und

Hyperprolaktinämie sowie auf Tumoren der Hypophyse und des Hypothalamus untersucht und

entsprechend behandelt werden.

Ovarielles Hyperstimulationssyndrom (OHSS)

Eine gewisse Vergrösserung der Ovarien ist bei einer kontrollierten Stimulation der Ovarien zu

erwarten. Bei zu starker Stimulierung kann es jedoch zu einem ovariellen Hyperstimulationssyndrom

(OHSS) kommen. Dieses umfasst eine deutliche Ovarialvergrösserung, hohe

Sexualsteroidkonzentrationen im Serum und eine erhöhte vaskuläre Permeabilität, welche zu einer

Flüssigkeitsverschiebung in den peritonealen, den pleuralen und selten auch in den perikardialen

Raum führen kann.

Sehr häufig tritt das OHSS auf, nachdem die Hormonbehandlung beendet wurde, und erreicht ein

Maximum etwa 7 bis 10 Tage nach der Behandlung.

Bei Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom wird ein OHSS häufiger beobachtet und bildet sich

normalerweise ohne Behandlung wieder zurück.

Das OHSS kann in drei Schweregraden auftreten:

Ein leichtes OHSS geht mit Unterleibsschmerzen und einer Vergrösserung der Ovarien einher. Bei

einem moderat verlaufenden OHSS können zusätzlich Übelkeit, Erbrechen, Anzeichen eines Aszites

(Nachweis sonographisch) und eine deutliche Ovarialvergrösserung auftreten.

Mild oder moderat verlaufende OHSS heilen normalerweise spontan nach 2 bis 3 Wochen (bzw. mit

Eintreten der Menstruation) wieder ab.

Bei einem schweren OHSS (ca. 1%) werden folgende Symptome beobachtet: Unterleibsschmerzen,

aufgeblähter Bauch, starke Ovarialvergrösserung, Gewichtszunahme, Dyspnoe, Oligurie und

gastrointestinale Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Es kann zu Hypovolämie, Hämokonzentration, Elektrolytstörungen, sekundärem

Hypoaldosteronismus, Hyperkoagulabilität des Blutes, Aszites, Hämoperitoneum, Pleuraergüssen

und akuter Atemnot kommen. Selten können bei einem schweren OHSS Komplikationen auftreten

wie Ovarialtorsion oder thromboembolische Ereignisse, z.B. Lungenembolie, Schlaganfall oder

Herzinfarkt.

Ein OHSS kann sich rasch (innerhalb von 24 Stunden bis hin zu einigen Tagen) entwickeln und zu

einem schwerwiegenden medizinischen Notfall werden. Eine sorgfältige Überwachung während der

Behandlung und bis zu 2 Wochen nach Verabreichung von hCG muss daher gewährleistet sein.

Um das Risiko für OHSS oder eine Mehrlingsschwangerschaft zu verringern, werden

Ultraschalluntersuchungen sowie Bestimmungen der Östradiolspiegel im Serum empfohlen. Bei

anovulatorischen Patientinnen ist das Risiko für OHSS oder eine Mehrlingsschwangerschaft erhöht

bei Östradiolspiegeln im Serum von mehr als 900 pg/ml (3'300 pmol/l) und bei mehr als drei

Follikeln mit einem Durchmesser von ≥14 mm. Beim Einsatz von GONAL-f in der assistierten

Reproduktion ist das Risiko eines OHSS erhöht, wenn ein Östradiolspiegel im Serum von mehr als

3'000 pg/ml (11'000 pmol/l) und 20 oder mehr Follikel mit einem Durchmesser von ≥12 mm

vorliegen. Wenn der Östradiolspiegel im Serum höher ist als 5'500 pg/ml (20'200 pmol/l) und die

Gesamtzahl der Follikel 40 oder mehr beträgt, sollte kein hCG verabreicht werden.

Bei einer einfachen ovariellen Stimulation wird durch Einhaltung der empfohlenen Dosierung und

der Überwachungsintervalle (Ultraschall und Messungen der Östradiolspiegel im Serum) das Risiko

eines OHSS reduziert.

Bei Patientinnen, die sich einer Superovulation unterziehen, ist die Gefahr einer Hyperstimulation

aufgrund einer überschiessenden Östrogenreaktion und einer multifollikulären Entwicklung erhöht.

Die Häufigkeit eines OHSS kann durch Absaugen sämtlicher Follikel vor der Ovulation vermindert

werden.

Vor Verabreichung von hCG zur Auslösung der Ovulation führt eine überschiessende Reaktion der

Ovarien auf die Gonadotropinbehandlung selten zu einem OHSS. Es ist deshalb empfehlenswert, in

Fällen einer ovariellen Hyperstimulation kein hCG zu verabreichen und die Patientin anzuweisen, für

mindestens 4 Tage keinen Coitus zu haben oder geeignete Verhütungsmethoden anzuwenden.

Sollten unter der Behandlung mit GONAL-f die oben erwähnten Symptome auftreten, ist eine

sorgfältige ärztliche Untersuchung angezeigt. Die Behandlung mit GONAL-f sollte in diesen Fällen

abgebrochen werden, und es darf kein hCG verabreicht werden.

Ein OHSS kann schwerer und langwieriger verlaufen, wenn eine Schwangerschaft eintritt. Darüber

hinaus ist das Risiko für einen Spontanabort erhöht, wenn eine Schwangerschaft zusammen mit

einem OHSS auftritt.

Bei einer mässiggradigen Hyperstimulation ist im Allgemeinen eine Überwachung der Patientin

ausreichend.

Im Falle eines schweren OHSS, muss die Patientin hospitalisiert und eine Therapie des OHSS

eingeleitet werden. Die Behandlung des OHSS erfolgt symptomatisch. Insbesondere muss auf einen

Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts geachtet werden.

Mehrlingsschwangerschaften

Bei Patientinnen, die sich einer Ovulationsinduktion mit GONAL-f unterziehen, ist die

Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft im Vergleich zur natürlichen Konzeption

erhöht. Bei der Mehrzahl der Mehrlingsschwangerschaften handelt es sich um Zwillinge. Um das

Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft zu minimieren, wird die sorgfältige Überwachung der

ovariellen Response empfohlen.

Bei Patientinnen, die sich auf eine assistierte Reproduktion vorbereiten, ist das Risiko einer

Mehrlingsschwangerschaft hauptsächlich abhängig von der Anzahl der transferierten Embryonen,

ihrer Qualität und dem Alter der Patientin.

Die Patientinnen müssen vor Behandlungsbeginn über das potentielle Risiko einer

Mehrlingsschwangerschaft informiert werden.

Ektopische Schwangerschaften

Bei Frauen mit vorhergehenden Eileitererkrankungen besteht das Risiko einer ektopischen

Schwangerschaft, unabhängig davon, ob die Schwangerschaft durch spontane Konzeption oder durch

Fertilitätsbehandlung eingetreten ist. Die Häufigkeit einer ektopischen Schwangerschaft nach IVF

liegt bei 2 bis 5% verglichen mit 1 bis 1.5% in der Allgemeinbevölkerung.

Fehlgeburten

Die Häufigkeit von Fehlgeburten ist bei Patientinnen, die sich einer Stimulationsbehandlung oder

einer Technik der assistierten Reproduktion unterziehen, höher als bei der Durchschnittsbevölkerung.

Kongenitale Missbildungen

Die Häufigkeit kongenitaler Missbildungen nach Anwendung von Techniken der assistierten

Reproduktion könnte etwas höher liegen als nach spontaner Konzeption. Es wird angenommen, dass

dies auf Unterschiede in den Eigenschaften der Eltern (z.B. Alter der Mutter, Eigenschaften der

Spermien) und auf Mehrlingsschwangerschaften zurückzuführen ist.

Thromboembolische Ereignisse

Bei Frauen mit Risikofaktoren für venöse oder arterielle thromboembolische Ereignisse, wie

Adipositas (BMI >30 kg/m2), Rauchen oder positiver Eigen- oder Familienanamnese, kann eine

Gonadotropinbehandlung das Risiko solcher Ereignisse (tiefe Venenthrombosen, Lungenembolie,

zerebrovaskulärer Insult, etc.) weiter erhöhen.

Bei diesen Frauen müssen die Vorteile einer Gonadotropinbehandlung gegenüber den Risiken

abgewogen werden. Es ist anzumerken, dass eine Schwangerschaft ebenfalls mit einem erhöhten

Risiko für thromboembolische Ereignisse assoziiert ist.

Neoplasmen

Bei Frauen, die sich multiplen Behandlungszyklen zur Ovulationsinduktion unterzogen, wurde über

gutartige wie auch über bösartige Neoplasmen der Ovarien und anderer Fortpflanzungsorgane

berichtet. Nach Markteinführung wurden Einzelfälle von malignen Melanomen gemeldet, die de

novo oder als Rezidiv (letzteres nach mehrjährigem Intervall) auftraten. Bisher wurde noch nicht

nachgewiesen, ob eine Behandlung mit Gonadotropinen das Risiko für diese Tumoren bei infertilen

Frauen erhöht.

Behandlung bei Männern

Erhöhte endogene FSH-Spiegel deuten auf eine primäre testikuläre Insuffizienz hin. Solche Patienten

sprechen auf eine Therapie mit GONAL-f/hCG nicht an (siehe Kontraindikationen).

Es wird empfohlen, 4 bis 6 Monate nach Beginn der Behandlung eine Spermauntersuchung

durchzuführen, um den Behandlungsverlauf zu verfolgen.

Interaktionen

Es wurden keine Interaktionsstudien mit Follitropin alfa durchgeführt. Pharmakokinetische

Interaktionen von GONAL-f mit anderen Arzneimitteln wurden bisher nicht beobachtet.

Bei gleichzeitiger Anwendung von GONAL-f zusammen mit anderen Arzneimitteln, die zur

Ovulationsstimulierung verwendet werden (z.B. hCG, Clomifencitrat), kann die follikuläre Reaktion

verstärkt werden, wohingegen bei gleichzeitiger Anwendung eines GnRH-Agonisten oder

-Antagonisten zur hypophysären Desensibilisierung eine höhere Dosis von GONAL-f erforderlich

sein kann, um eine adäquate ovarielle Reaktion zu erzielen.

Schwangerschaft/Stillzeit

GONAL-f ist während der Schwangerschaft kontraindiziert.

Die klinischen Daten sind nicht ausreichend, um im Falle einer Exposition während der

Schwangerschaft eine teratogene Wirkung von rekombinantem FSH auszuschliessen. Jedoch wurde

bis jetzt keine bestimmte teratogene Wirkung berichtet. In Tierversuchen wurde keine teratogene

Wirkung beobachtet.

Es ist nicht bekannt, ob r-FSH in die Muttermilch übertritt und wie es sich ggf. auf das Kind

auswirkt. GONAL-f ist daher während der Stillzeit kontraindiziert.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das

Bedienen von Maschinen durchgeführt.

Unerwünschte Wirkungen

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

Untenstehend aufgeführte Nebenwirkungen wurden nach der Häufigkeit ihres Auftretens wie folgt

klassifiziert: sehr häufig: ≥1/10, häufig: ≥1/100–<1/10, gelegentlich: ≥1/1'000–<1/100, selten:

≥1/10'000–<1/1'000, sehr selten <1/10'000.

Folgende unerwünschte Wirkungen können bei der Behandlung sowohl von Frauen als auch von

Männern auftreten:

Erkrankungen des Immunsystems:

Sehr selten: leichte bis schwere Hypersensitivitätsreaktionen einschliesslich anaphylaktischer

Reaktionen und Schock.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums:

Sehr selten: Verschlechterung eines vorbestehenden Asthmas

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Sehr häufig: leichte bis schwere Reaktionen an der Injektionsstelle (23%; z.B. Erytheme,

Schwellung, Schmerzen oder Hämatom).

Behandlung von Frauen:

Erkrankungen des Nervensystems:

Sehr häufig: Kopfschmerzen (25.4%).

Gefässerkrankungen:

Selten: Thromboembolien.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Häufig: Bauchschmerzen, aufgeblähter Bauch, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse:

Sehr häufig: Ovarialzysten (15%).

Häufig: Unterleibsschmerzen, leichtes bis mässiges OHSS (siehe Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen).

Gelegentlich: schweres OHSS (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen).

Selten: Ovarialtorsion (als Komplikation eines schweren OHSS).

Behandlung von Männern:

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

Häufig: Gewichtszunahme.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Häufig: Akne.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse:

Häufig: Gynäkomastie, Varikozelen.

Überdosierung

Die Auswirkungen einer Überdosierung von GONAL-f sind nicht bekannt. Man kann aber

annehmen, dass es dadurch zum Auftreten eines ovariellen Hyperstimulationssyndroms kommen

kann (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen).

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: G03GA05

GONAL-f besteht aus gentechnologisch hergestelltem follikelstimulierendem Hormon (r-FSH), das

von gentechnisch modifizierten Ovarialzellen des chinesischen Hamsters (CHO-Zellen) produziert

wird. Bei Frauen besteht die Hauptwirkung von parenteral verabreichtem r-FSH in der Entwicklung

reifer Graaf'scher Follikel.

In klinischen Studien wurden Patientinnen mit schwerem FSH- und LH-Mangel durch endogene LH-

Spiegel im Serum von <1.2 IE/l definiert, welche in einem Zentrallabor bestimmt wurden. Es sollte

jedoch berücksichtigt werden, dass es Unterschiede bei LH-Bestimmungen in verschiedenen Labors

gibt.

Bei Patientinnen mit supprimierter endogener Gonadotropinsekretion führte die Verabreichung von

GONAL-f zu einer Stimulation der Follikelentwicklung und Steroidbildung, obwohl die LH-Werte

nicht messbar waren.

Bei Männern mit FSH-Mangel wird bei gleichzeitiger Gabe von GONAL-f und hCG über

mindestens 4 Monate die Spermatogenese induziert.

Pharmakokinetik

Absorption

Nach subkutaner Verabreichung beträgt die absolute Bioverfügbarkeit etwa 70%.

Nach wiederholter Verabreichung von GONAL-f wird der Steady-State mit einem

Akkumulationsfaktor von etwa 3 nach 3 bis 4 Tagen erreicht.

Distribution

Nach intravenöser Verabreichung wird GONAL-f in den extrazellulären Flüssigkeiten mit einer

initialen Halbwertszeit von ungefähr 2 Stunden verteilt. Das Verteilungsvolumen beträgt ca. 10 Liter.

Metabolismus

Rekombinantes FSH wird auf dieselbe Weise metabolisiert wie humanes FSH. Spezifische Studien

zur Metabolisierung von GONAL-f wurden jedoch nicht durchgeführt.

Elimination

Die Gesamtclearance beträgt unter Steady-State-Bedingungen 0.6 Liter/Stunde, die terminale

Halbwertszeit liegt bei etwa 24 Stunden. Nur ein Achtel der verabreichten GONAL-f Dosis wird mit

dem Urin ausgeschieden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Die Pharmakokinetik von r-FSH wurde bei Patienten mit Nieren- oder Leberinsuffizienz nicht

untersucht.

Präklinische Daten

Studien zur Mutagenität blieben ohne Befunde.

Die Kanzerogenität wurde aufgrund der vorgesehenen Indikation nicht untersucht.

Bei Kaninchen führte die einmalige subkutane Injektion der Formulierung mit 0.9% Benzylalkohol

und auch die einmalige subkutane Injektion von nur 0.9% Benzylalkohol in beiden Fällen zu einem

leichten Hämatom und einer subkutanen Entzündung oder entsprechend nach einmaligen

intramuskulären Injektionen zu leichten entzündlichen und degenerativen Veränderungen.

Eine Reduktion der Fertilität wurde bei Ratten beobachtet, denen über einen längeren Zeitraum

pharmakologische Dosen von Follitropin alfa (≥40 IE/kg/Tag) verabreicht wurden.

Bei der Verabreichung von hohen Dosen (≥5 IE/kg/Tag) verursachte Follitropin alfa eine Abnahme

der Anzahl an lebensfähigen Feten ohne dabei teratogen zu sein, sowie eine Wehenanomalie ähnlich

jener, wie sie nach Verabreichung von urinärem hMG beobachtet wurde.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Das Arzneimittel darf, ausser mit den unter Hinweise für die Handhabung aufgeführten, nicht mit

anderen Arzneimitteln, ausser mit Lutropin alfa, gemischt oder in derselben Spritze verabreicht

werden.

Haltbarkeit

24 Monate.

GONAL-f darf nach Ablauf des auf der Packung angegebenen Verfalldatums nicht mehr verwendet

werden (EXP).

Da die Lösung GONAL-f 75 IE (5.5 µg) kein Konservierungsmittel enthält, sollte sie unmittelbar

nach der Rekonstitution verwendet werden und ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt.

Die rekonstituierten Lösungen GONAL-f 450 IE/0.75 ml (33 µg/0.75 ml) und GONAL-f 1050

IE/1.75 ml (77 µg/1.75 ml) sind während 28 Tagen bei Lagerung nicht über 25 °C (nicht einfrieren)

stabil.

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 25 °C lagern. Nicht einfrieren.

Vor Licht geschützt und in der Originalverpackung lagern.

Zur Aufbewahrung nach Anbruch siehe Abschnitt Haltbarkeit.

Hinweise für die Handhabung

GONAL-f muss vor Gebrauch mit dem beigefügten Lösungsmittel rekonstituiert werden.

Ein ständiges Wechseln der Körperregion wird nicht empfohlen. Innerhalb einer Region sollte jedoch

die Einstichstelle gewechselt werden. Dabei soll in dieselbe Stelle nicht mehr als einmal im Monat

injiziert werden. Die Injektionsstelle soll nicht massiert werden.

Die rekonstituierte Lösung darf nicht angewendet werden, wenn sie Partikel enthält oder nicht klar

ist.

Benutzte Injektionsnadeln sind nach der Injektion unverzüglich zu entsorgen.

Nicht verwendete Arzneimittel oder Abfallmaterial sind zu verwerfen und entsprechend den

kantonalen Anforderungen zu entsorgen.

GONAL-f 75 IE (5.5 µg)

Das Pulver ist unmittelbar vor der Anwendung mit dem beigefügten Lösungsmittel zu

rekonstituieren. Um die Injektion zu grosser Volumina zu vermeiden, können bis zu 3

Durchstechflaschen Pulver in 1 ml Lösungsmittel aufgelöst werden.

GONAL-f 75 IE (5.5 µg) kann mit Lutropin alfa gemischt und zusammen mit Lutropin alfa in einer

einzigen Injektion verabreicht werden. In diesem Fall muss das Lutropin alfa zuerst aufgelöst

werden. Mit der so entstandenen Lösung kann dann die Rekonstitution des GONAL-f Pulvers

erfolgen.

GONAL-f 450 IE/0.75 ml (33 µg/0.75 ml), 1050 IE/1.75 ml (77 µg/1.75 ml)

Das Pulver ist unmittelbar vor der ersten Anwendung mit dem beigefügten Lösungsmittel zu

rekonstituieren. Zu den rekonstituierten Lösungen darf kein weiteres GONAL-f Produkt zugemischt

werden.

Die beigefügte Fertigspritze mit Lösungsmittel darf nur zur Rekonstitution verwendet werden und ist

anschliessend entsprechend den lokalen Anforderungen zu entsorgen. Um die Injektion präziser

Volumina zu sichern, ist eine der beigefügten Einweg-Spritzen (in FSH-Einheiten skaliert) oder

alternativ eine 1 ml Spritze zur subkutanen Anwendung mit einer 0.01 ml-Skalierung und bereits

fixierter Nadel zu verwenden. Jeder ml der rekonstituierten Injektionslösung enthält 600 IE/ml r-

FSH.

Folgende Tabelle gibt die Volumina wieder, welche zum Erhalt der verschriebenen Dosen injiziert

werden müssen:

Dosis (IE)

Zu injizierendes Volumen (ml)

0.13

0.25

0.38

0.50

0.63

0.75

Um Anwendungsfehler zu vermeiden müssen die Patienten eindeutig darauf hingewiesen werden,

dass die Mehrfachdosenformulierung von GONAL-f für mehrere Injektionen vorgesehen ist.

Für jede Injektion soll entweder eine neue Einwegspritze mit einer Skalierung in FSH-Einheiten

verwendet, oder in die 1ml-Spritze mit 0.01 ml Skalierung eine neue Nadel eingesetzt werden.

Zulassungsnummer

52971 (Swissmedic).

Packungen

GONAL-f 75 IE (5.5 µg)

Packungen zu 1 Durchstechflasche mit Pulver und 1 Fertigspritze mit Lösungsmittel. [A]

GONAL-f 450 IE/0.75 ml (33 µg/0.75 ml), 1050 IE/1.75 ml (77 µg/1.75 ml)

Packungen zu 1 Durchstechflasche mit Pulver und 1 Fertigspritze mit Lösungsmittel sowie 6 oder 15

Einwegspritzen zur Injektion, skaliert in FSH-Einheiten. [A]

Zulassungsinhaberin

Merck (Schweiz) AG, Zug.

Stand der Information

März 2017.

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