CoAprovel 300/25 filmtabletten

Uswisi - Kijerumani - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

Nunua Sasa

Taarifa za kipeperushi Taarifa za kipeperushi (PIL)

01-10-2020

Tabia za bidhaa Tabia za bidhaa (SPC)

24-10-2018

Viambatanisho vya kazi:
irbesartanum, hydrochlorothiazidum
Inapatikana kutoka:
Sanofi-Aventis (Suisse) SA
ATC kanuni:
C09DA04
INN (Jina la Kimataifa):
irbesartanum, hydrochlorothiazidum
Dawa fomu:
filmtabletten
Tungo:
irbesartanum 300 mg, hydrochlorothiazidum 25 mg, excipiens pro compresso Dunst.
Darasa:
B
Kundi la matibabu:
Synthetika
Eneo la matibabu:
Hypertonie essentiell
Idhini idadi:
54842
Idhini ya tarehe:
1999-02-10

Nyaraka katika lugha zingine

Taarifa za kipeperushi Taarifa za kipeperushi - Kifaransa

01-10-2020

Tabia za bidhaa Tabia za bidhaa - Kifaransa

01-10-2020

Taarifa za kipeperushi Taarifa za kipeperushi - Kiitaliano

01-10-2020

Tabia za bidhaa Tabia za bidhaa - Kiitaliano

01-10-2020

Soma hati kamili

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden, und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen

das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

CoAprovel® 150/12,5; 300/12,5; 300/25

Sanofi-Aventis (Suisse) SA

Was ist CoAprovel und wann wird es angewendet?

CoAprovel ist ein Kombinationspräparat bestehend aus zwei Wirkstoffen, Irbesartan und

Hydrochlorothiazid, welches nur auf Verschreibung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin eingenommen

werden darf.

Irbesartan gehört zu einer Klasse von Substanzen, die als Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bekannt

sind. Angiotensin II ist eine körpereigene Substanz, welche die Blutgefässe verengt und somit zu einem

Blutdruckanstieg führt. Durch Blockierung der Angiotensin-II-Rezeptoren bewirkt Irbesartan eine

Entspannung der Blutgefässe und eine Senkung des Blutdrucks.

Hydrochlorothiazid gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln (sogenannte Thiaziddiuretika), welche die

Ausscheidung von Wasser und Salz durch die Nieren erhöhen und dadurch den Blutdruck senken.

Irbesartan und Hydrochlorothiazid wirken zusammen und senken den Blutdruck stärker, als wenn jeder

Wirkstoff alleine gegeben würde.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin hat Ihnen CoAprovel 150/12,5 mg, CoAprovel 300/12,5 mg oder CoAprovel

300/25 mg verschrieben, weil Sie an zu hohem Blutdruck, auch essentielle Hypertonie genannt, leiden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin hat Ihnen womöglich eine Änderung Ihrer Lebensweise empfohlen, um die

Blutdrucksenkung zu unterstützen (Gewichtsreduktion, das Rauchen vermeiden, den Alkoholkonsum

reduzieren, die Salzzufuhr in der Nahrung einschränken). Empfehlenswert ist auch die regelmässige

Ausübung von sanften Sportarten wie Gehen, Schwimmen, usw.

Wenn ein hoher Blutdruck nicht behandelt wird, können lebenswichtige Organe wie das Herz, die

Nieren und das Hirn geschädigt werden. Sie können sich wohlauf fühlen und keine Symptome haben,

aber die unbehandelte Hypertonie kann eventuell einen Hirnschlag, einen Herzinfarkt, eine

Herzschwäche, eine Nierenfunktionsstörung oder ein Erblinden verursachen.

Wann darf CoAprovel nicht eingenommen / angewendet werden?

CoAprovel darf nicht eingenommen werden, wenn Sie:

·auf irgendeinen der Inhaltsstoffe von CoAprovel überempfindlich (allergisch) reagieren.

·auf Medikamente allergisch sind, welche von Sulfonamiden abstammen (im Zweifelsfall fragen Sie

Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin).

·an einem erblich bedingten Angioödem leiden oder wenn bei Ihnen infolge einer früheren Behandlung

mit einem anderen Blutdruckmittel (ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonist) ein

allergisches Angioödem aufgetreten ist. Bei einem Angioödem handelt es sich um eine

Überempfindlichkeitsreaktion, die sich vor allem als Schwellungen der Lippen, der Zunge und/oder im

Gesicht, als Brustverengung oder als Atmungs- oder Schluckbeschwerden äussern kann.

·eine Schwangerschaft planen.

·schwanger sind oder dies zumindest vermuten.

·stillen.

·Schwierigkeiten mit der Harnproduktion haben.

·an einer starken Leber- oder Nierenfunktionsstörung, therapieresistenter Hypokaliämie (verminderter

Kaliumgehalt im Blut), Hyponatriämie (verminderter Natriumgehalt im Blut), Hyperkalzämie (erhöhter

Kalziumgehalt im Blut) oder symptomatischer Hyperurikämie (Gicht oder Uratsteine in der Anamnese)

leiden.

·bereits ein anderes Medikament nehmen, das Aliskiren enthält (z.B. Rasilez), und an Zuckerkrankheit

(Diabetes Typ 1 oder Typ 2) oder an einer Nierenfunktionsstörung leiden.

·bereits ein Medikament aus der Gruppe der Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer (z.B. Ramipril,

Enalapril), das zur Behandlung von Bluthochdruck, Funktionsstörungen des Herzens oder der Niere

eingesetzt wird, einnehmen und Sie an diabetischer Nephropathie leiden.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen CoAprovel nicht einnehmen.

Wann ist bei der Einnahme / Anwendung von CoAprovel Vorsicht geboten?

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin vor Beginn der Behandlung mit CoAprovel, wenn Sie an

übermässigem Erbrechen oder Durchfall, an Nieren-, Leber- oder Herzproblemen, an Gicht, Diabetes,

Lupus erythematodes, Laktoseunverträglichkeit oder Schuppenflechte (Psoriasis) leiden oder wenn Sie

in der Vergangenheit unter Schüben von Schuppenflechte gelitten haben, da diese Zustände eine

besondere Aufmerksamkeit erfordern.

Bitte sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt bevor Sie CoAprovel einnehmen, falls Sie schon einmal

Hautkrebs hatten oder falls Sie während der Behandlung eine unerwartete Hautveränderung bemerken.

Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid (einem der Wirkstoffe von CoAprovel), insbesondere über

längere Zeit und in höherer Dosierung, kann zu einem erhöhten Risiko für bestimmte Arten von Haut-

und Lippenkrebs (nicht-melanozytärer, «weisser» Hautkrebs) führen. Schützen Sie Ihre Haut vor

Sonnenlicht und UV-Strahlen, solange Sie CoAprovel anwenden, und kontrollieren Sie Ihre Haut

regelmässig, um Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin unerwartete Veränderungen zeigen zu können.

Wenn Sie vor einer Operation oder einem zahnärztlichen Eingriff stehen und entsprechende

Arzneimittel (z.B. Muskelrelaxantien oder Narkosemittel) erhalten, müssen Sie den Arzt oder Zahnarzt

bzw. die Ärztin oder Zahnärztin informieren, dass Sie CoAprovel einnehmen, da in diesem Fall spezielle

Massnahmen erforderlich sind.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit, Werkzeuge oder

Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Für Ihren Arzt ist es besonders wichtig, über die Einnahme von folgenden Arzneimitteln informiert zu

sein: Medikamente, die Aliskiren enthalten, andere Substanzen zur Senkung des Blutdrucks, Diuretika

(harntreibende Mittel), Arzneimittel zur Senkung des Cholesterins, Arzneimittel zur Behandlung der

Zuckerkrankheit (Diabetes) [orale Arzneimittel oder Insulin], Kortisonpräparate, gewisse Arzneimittel

gegen Schmerzen und Gelenkentzündungen, Substanzen zur Erhöhung des Blutdrucks (z.B. Adrenalin),

Arzneimittel im Zusammenhang mit einer Operation oder einem zahnärztlichen Eingriff (z.B.

Muskelrelaxantien, Narkosemittel), Arzneimittel zur Behandlung von Gicht, Kalziumpräparate, Lithium,

Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen; Arzneimittel mit dem Wirkstoff Carbamazepin aus der

Klasse der Antiepileptika, Arzneimittel aus der Klasse der Sulfonamide (Hydrochlorothiazid) oder ein

Arzneimittel aus der Klasse der Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer (gegen Bluthochdruck und

Herz- sowie Nierenbeschwerden), Kaliumpräparate, Kaliumsalze, kaliumsparende Diuretika (z.B.

Spironolacton).

Hydrochlorothiazid kann zu einer Flüssigkeitsansammlung in der Gefässschicht des Auges

(Aderhauterguss), akuten Glaukomanfällen (plötzlicher Anstieg des Augendrucks) und/oder akuter

Kurzsichtigkeit führen. Die Symptome können plötzliche Sehstörungen oder kurzfristig andauernder

Verlust des Sehvermögens, schmerzende Augen mit Augenrötungen, Wahrnehmung von

Haloerscheinungen (Lichtbögen) um Lampen, begleitet von Kopf- oder Bauchschmerzen,

Schwindelanfällen und Erbrechen (Symptome eines akuten Glaukomanfalls) sein. Sollten Sie diese

Symptome verspüren, die normalerweise in den ersten Stunden oder Wochen nach der ersten Einnahme

des Medikaments auftreten, kontaktieren Sie bitte sofort einen Arzt oder eine Ärztin und stoppen Sie die

Einnahme von CoAprovel. Unbehandelt kann dies zu einem permanenten Verlust der Sehkraft führen.

Wenn Sie in der Vergangenheit allergisch auf Penizillin oder Sulfonamide (wie Hydrochlorothiazid)

reagiert haben, kann Ihr Risiko für das Auftreten eines Aderhautergusses oder einen akutes

Glaukomanfalls erhöht sein.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie Kochsalz durch

kaliumhaltige Diätsalze ersetzen.

Alkohol, Schlafmittel, Beruhigungsmittel, Narkotika und gewisse Schmerzmittel können die Wirkung

von CoAprovel verstärken und zu einem Abfall des Blutdrucks führen.

CoAprovel enthält Laktose. Patienten mit der seltenen Erbkrankheit Galaktose-Unverträglichkeit,

Laktase-Mangel oder einer Malabsorption von Glukose und Galaktose dürfen CoAprovel nicht

einnehmen.

Darf CoAprovel während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen / angewendet

werden?

CoAprovel darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden.

Informieren Sie vor Beginn einer Behandlung mit CoAprovel Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie

schwanger sind, wenn Sie die Vermutung haben, schwanger zu sein, oder wenn Sie eine

Schwangerschaft planen. In diesem Fall wird Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin üblicherweise ein anderes

Arzneimittel verschreiben, da die Einnahme von CoAprovel während der Schwangerschaft

(insbesondere nach den ersten 3 Monaten) zu ernsthaften fötalen Schädigungen führen kann.

Falls Sie während der Behandlung mit CoAprovel schwanger werden, müssen Sie umgehend Ihren Arzt

bzw. Ihre Ärztin davon in Kenntnis setzen, damit Ihre Therapie entsprechend angepasst werden kann.

Sie dürfen Ihr Kind nicht stillen, wenn Sie CoAprovel einnehmen.

Wie verwenden Sie CoAprovel?

Die CoAprovel Filmtabletten sollen regelmässig und immer zur gleichen Tageszeit, gemäss den

Angaben Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin, eingenommen werden. Die Filmtabletten können unzerkaut vor,

während oder nach dem Essen mit etwas Wasser geschluckt werden.

Die übliche Dosis beträgt 1 Filmtablette CoAprovel 150/12,5 mg, CoAprovel 300/12,5 mg oder

CoAprovel 300/25 mg täglich.

Wenn Ihr Blutdruck mit CoAprovel nicht ausreichend gesenkt wird, ist es möglich, dass Ihr Arzt bzw.

Ihre Ärztin eine Anpassung der verschriebenen Dosierung oder die zusätzliche Einnahme eines weiteren

Arzneimittels zur Behandlung des Bluthochdrucks verordnet.

Der maximale blutdrucksenkende Effekt wird im Allgemeinen 6-8 Wochen nach Behandlungsbeginn

erreicht.

Falls Sie die Einnahme des Arzneimittels an einem Tag vergessen haben, sollten Sie am darauffolgenden

Tag zur gewohnten Tageszeit die normale Tagesdosis von CoAprovel 150/12,5 mg, CoAprovel 300/12,5

mg oder CoAprovel 300/25 mg einnehmen und auf keinen Fall die verpasste Dosis nachholen.

Wenn Sie unbeabsichtigt zu viele CoAprovel 150/12,5 mg, CoAprovel 300/12,5 mg oder CoAprovel

300/25 mg Filmtabletten geschluckt haben, nehmen Sie sofort mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin oder

dem Tox-Zentrum Kontakt auf.

Die Anwendung und die Anwendungssicherheit von CoAprovel Tabletten bei Kindern und Jugendlichen

wurden bisher nicht untersucht.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann CoAprovel haben?

Die häufigsten Nebenwirkungen, die während der Behandlung mit CoAprovel (bei gleichzeitiger

Anwendung von Irbesartan/Hydrochlorothiazid oder einem der Wirkstoffe von Irbesartan oder

Hydrochlorothiazid) beobachtet wurden, sind:

Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)

Wenn Sie an zu hohem Blutdruck und Diabetes Typ 2 mit Nierenerkrankung leiden, können

Blutuntersuchungen eine Erhöhung des Kaliumspiegels ergeben.

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

Kopfschmerzen, Schwindelgefühl/Benommenheit, Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Störungen beim

Wasserlassen, Blutuntersuchungen können einen Anstieg der Werte eines Enzyms anzeigen, das den

Zustand der Muskel- und Herzfunktion anzeigt (Kreatinkinase) oder einen Anstieg der Substanzen, die

den Zustand der Nierenfunktion (Blutharnstoffstickstoff, Kreatinin) anzeigen, belegen.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

Durchfall, Schwindel (beim Aufstehen aus einer liegenden oder sitzenden Position), Ohnmacht, zu tiefer

Blutdruck (kann durch Alkohol oder Beruhigungs- und Schlafmittel verstärkt werden), Beschleunigung

des Herzschlags, Hautrötungen und -ausschläge, Hitzewallungen, Juckreiz, Appetitverlust, leichte

Übelkeit, Erbrechen, Libido-Veränderungen, Impotenz, Schwellungen der Extremitäten (Hände und

Füsse), Brustschmerzen, Gelbsucht (die sich durch eine Gelbfärbung der Haut und/oder des Augenweiss

zeigt), Blutuntersuchungen können eine Verminderung der Kalium- und Natriumwerte im Blut, sowie

einen erhöhten Harnsäurewert, der zur Gicht führen kann, aufzeigen.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

Herzrhythmusstörungen, plötzlich auftretender und starker Anstieg des Blutdrucks, Verminderung der

Plättchenzahl (Blutbestandteil, der für die Blutgerinnung erforderlich), Muskelschmerzen und -

schwäche, Krämpfe, Haarausfall, Schlafstörungen, Depression, Schwächegefühl, Kribbeln in Händen

und Füssen, Verstopfung, Beschwerden im Magen- und Darmbereich, Abdominalbeschwerden,

Zunahme der Lichtempfindlichkeit der Haut, Anstieg bestimmter Blutfettwerte.

Einzelfälle

Hautallergien (Ausschlag, Nesselsuch), lokalisierte Schwellungen des Gesichts, der Lippen und/oder der

Zunge und des Rachens (Angioödeme), Schwierigkeiten beim Atemholen (Asthma) oder

anaphylaktische Reaktionen (eine unmittelbare allergische Reaktion mit allgemeinem Unwohlsein)

wurden berichtet (siehe auch Abschnitt „Wann darf CoAprovel nicht angewendet werden?“). Wenn Sie

glauben, dass eine solche Reaktion bei Ihnen vorliegt, stoppen Sie die Einnahme von CoAprovel und

informieren Sie sofort einen Arzt bzw. eine Ärztin. Hierbei handelt es sich um einen ernsten Notfall.

Falls die Rettungskräfte nicht schnell eingreifen, besteht Todesgefahr.

Seit der Markteinführung von CoAprovel wurden folgende Nebenwirkungen mit unbekannter

Häufigkeit berichtet: Haut- und Lippenkrebs (nicht-melanozytärer, «weisser» Hautkrebs); Husten,

Atembeschwerden, Ohrensausen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Sehstörungen,

Flüssigkeitsansammlung in der Gefässschicht des Auges (Aderhauterguss), akuter Glaukomanfall

(plötzlicher Anstieg des Augendrucks) und/oder akute Kurzsichtigkeit (vor allem in den ersten

Behandlungsstunden oder -wochen) – falls Sie Symptome an den Augen und am Kopf verspüren (siehe

«Wann ist bei der Einnahme von CoAprovel Vorsicht geboten?»), müssen Sie sofort einen Arzt oder

eine Ärztin aufsuchen und die Einnahme von CoAprovel stoppen –, Unruhe, Fieber, Verminderung der

Anzahl roter Blutkörperchen (Anämie), die sich durch Müdigkeit, Kopfschmerzen, Atemnot bei

Anstrengung, Schwindel und Blässe äussert, Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen im Blut,

Blutungsgefahr), erhöhte Leberwerte, eingeschränkte Nierenfunktion, Lungenerkrankungen

(Pneumonie, Flüssigkeitsansammlung in den Lungen), kutaner Lupus erythematodes, der sich durch

einen Ausschlag im Gesicht, auf dem Hals und der Kopfhaut äussern kann, Schuppenflechte (und

Verschlimmerung der Schuppenflechte), Lichtempfindlichkeit (rote Haut, Bläschen, Juckreiz an den

Körperstellen, die der Sonne ausgesetzt sind), erhöhte Kaliumwerte im Blut (Hyperkaliämie),

Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die sich durch starke Schmerzen im Magenbereich äussern kann.

Darüber hinaus sollten Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin umgehend jegliche unerwarteten

Veränderungen der Haut zeigen, die Sie während der Behandlung mit CoAprovel beobachten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin

oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Lagerungshinweis

CoAprovel sollte in der Originalverpackung bei Raumtemperatur (15-25°C), vor Feuchtigkeit geschützt

und ausser Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Was ist in CoAprovel enthalten?

Wirkstoffe

CoAprovel enthält zwei Wirkstoffe: Irbesartan und Hydrochlorothiazid.

Es gibt Filmtabletten zu

·150 mg Irbesartan und 12,5 mg Hydrochlorothiazid (CoAprovel 150/12,5 mg)

·300 mg Irbesartan und 12,5 mg Hydrochlorothiazid (CoAprovel 300/12,5 mg)

·300 mg Irbesartan und 25 mg Hydrochlorothiazid (CoAprovel 300/25 mg)

Hilfsstoffe

CoAprovel enthält Hilfsstoffe, unter anderem Lactose.

Zulassungsnummer

54842 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie CoAprovel? Welche Packungen sind erhältlich?

Sie erhalten CoAprovel in Apotheken nur gegen ärztliches Rezept.

·CoAprovel 150/12,5 mg Filmtabletten (150 mg Irbesartan und 12,5 mg Hydrochlorothiazid):

Packungen zu 28 und 98

·CoAprovel 300/12,5 mg Filmtabletten (300 mg Irbesartan und 12,5 mg Hydrochlorothiazid):

Packungen zu 28 und 98

·CoAprovel 300/25 mg Filmtabletten (300 mg Irbesartan und 25 mg Hydrochlorothiazid): Packungen

zu 28 und 98

Zulassungsinhaberin

sanofi-aventis (suisse) sa, 1214 Vernier/GE

Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Soma hati kamili

Fachinformation

CoAprovel® 150/12,5; 300/12,5; 300/25

Sanofi-Aventis (Suisse) SA

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Irbesartan, Hydrochlorothiazid.

Hilfsstoffe

Kern: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Croscarmellose-Natrium, vorverkleisterte

Stärke, Eisenoxid rot, Eisenoxid gelb, Magnesiumstearat, Siliziumdioxid.

Filmüberzug: Opadry® rosa 32F24304 (Lactose-Monohydrat, Hypromellose, Macrogol 3350,

Titandioxid, Eisenoxid rot und schwarz), Carnaubawachs.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

CoAprovel 150/12.5: Filmtabletten zu 150 mg Irbesartan und 12.5 mg Hydrochlorothiazid.

CoAprovel 300/12.5: Filmtabletten zu 300 mg Irbesartan und 12.5 mg Hydrochlorothiazid.

CoAprovel 300/25: Filmtabletten zu 300 mg Irbesartan und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Behandlung der essentiellen Hypertonie, wenn mittels Monotherapie ein nur ungenügender Effekt

erzielt werden kann.

Als Initialtherapie bei ausgeprägter Hypertonie, wenn eine schnelle Kontrolle des Blutdrucks

(innerhalb von Tagen oder Wochen) von primärer klinischer Bedeutung ist.

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung

CoAprovel kann bei Patienten, deren Blutdruck mit Hydrochlorothiazid oder Irbesartan allein nicht

ausreichend eingestellt ist, angewendet werden. Bei Patienten mit ausgeprägter Hypertonie kann

direkt eine Therapie mit CoAprovel 150/12.5 eingeleitet werden.

Die Einnahme von CoAprovel Tabletten erfolgt 1× täglich, unabhängig von den Mahlzeiten.

Wenn klinisch vertretbar, kann eine Umstellung von der Monotherapie auf die Fixkombination wie

folgt vorgenommen werden:

·Irbesartan 150 mg/Hydrochlorothiazid 12.5 mg (1 Filmtablette CoAprovel 150/12.5 pro Tag) für

Patienten, deren Blutdruck mit Hydrochlorothiazid oder Irbesartan 150 mg (Aprovel 150) allein nicht

ausreichend eingestellt ist.

·Irbesartan 300 mg/Hydrochlorothiazid 12.5 mg (1 Filmtablette CoAprovel 300/12.5 pro Tag) für

Patienten, deren Blutdruck mit Irbesartan 300 mg (Aprovel 300) oder Irbesartan 150

mg/Hydrochlorothiazid 12.5 mg (CoAprovel 150/12.5) nicht ausreichend eingestellt ist.

·Irbesartan 300 mg/Hydrochlorothiazid 25 mg (1× täglich 1 Filmtablette CoAprovel 300/25 pro Tag)

für Patienten, deren Blutdruck mit Irbesartan 150 mg/Hydrochlorothiazid 12.5 mg (CoAprovel

150/12.5) oder Irbesartan 300 mg/Hydrochlorothiazid 12.5 mg (CoAprovel 300/12.5) nicht

ausreichend eingestellt ist. Siehe auch «Eigenschaften/Wirkungen».

Eine höhere Dosierung als 300 mg Irbesartan und 25 mg Hydrochlorothiazid 1× pro Tag wird nicht

empfohlen.

Wenn der Blutdruck mit CoAprovel alleine nicht ausreichend gesenkt wird, kann ein anderes

blutdrucksenkendes Arzneimittel (z.B. β-Blocker, Kalziumantagonist mit langer Wirksamkeit)

zusätzlich verabreicht werden (siehe auch «Interaktionen: Diuretika und andere Antihypertonika»).

Spezielle Dosierungsanweisungen

Intravasaler Flüssigkeitsmangel

Ein Flüssigkeits- und/oder ein Natriummangel sollen vor der Verabreichung von CoAprovel

ausgeglichen werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Eingeschränkte Nierenfunktion

Wegen seines Bestandteils Hydrochlorothiazid ist CoAprovel bei Patienten mit schwerer

Niereninsuffizienz (Kreatininclearance ≤30 ml/min) kontraindiziert. Bei diesen Patienten sind

Schleifendiuretika vorzuziehen. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und einer

Kreatininclearance >30 ml/min ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Eingeschränkte Leberfunktion

CoAprovel ist bei Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion kontraindiziert, da bei diesen

Patienten keine klinischen Erfahrungen vorliegen.

Thiaziddiuretika sollten bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion mit Vorsicht eingesetzt

werden.

Eine Dosisanpassung von CoAprovel 150/12.5 ist bei Patienten mit leicht oder mässig

eingeschränkter Leberfunktion nicht erforderlich. Eine Dosis von 150 mg Irbesartan, d.h. 1

Filmtablette CoAprovel 150/12.5 pro Tag soll nicht überschritten werden (siehe auch unter

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen: Leberfunktionsstörung»).

Ältere Patienten:

Eine Dosisanpassung ist bei älteren Patienten nicht erforderlich (siehe «Pharmakokinetik»).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit der Anwendung und die Wirksamkeit von CoAprovel bei Kindern und Jugendlichen

sind nicht belegt.

Operationen

Anwendung von Muskelrelaxantien und Anästhetika: siehe «Interaktionen: Weitere Angaben zu

Arzneimittel-Interaktionen mit Hydrochlorothiazid».

Kontraindikationen

·Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss

Zusammensetzung.

·Überempfindlichkeit gegen andere Sulfonamid-Derivate.

·Gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln mit Aliskiren bei Patienten mit Diabetes (Typ 1 oder

Typ 2) oder mit eingeschränkter Nierenfunktion (glomeruläre Filtrationsrate [GFR]

<60 ml/min/1,73 m2).

·Gleichzeitige Anwendung mit Angiotensin-Converting-Enzym (ACE)-Hemmern bei Patienten mit

diabetischer Nephropathie.

·Patienten mit hereditärem Angioödem oder bei denen sich unter einer früheren Behandlung mit

einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten ein angioneurotisches Ödem

entwickelt hat.

·Anurie.

·Schwangerschaft (siehe «Schwangerschaft/Stillzeit»).

·Stark eingeschränkte Leber- und Nierenfunktion (Kreatininclearance ≤30 ml/min; siehe «Kinetik

spezieller Patientengruppen».)

·Therapieresistente Hypokaliämie, Hyponatriämie, Hyperkalzämie, symptomatische Hyperurikämie

(Gicht oder Uratsteine in der Anamnese).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Hypotonie

CoAprovel wurde gelegentlich mit einer symptomatischen Hypotonie in Verbindung gebracht. Dies

sowohl bei Patienten mit speziellen Risikofaktoren (Flüssigkeits- und/oder Salzmangel in Folge von

beispielsweise Diuretikabehandlung, salzarmer Kost, Diarrhoe, Erbrechen, Hämodialyse) als auch

bei Patienten ohne diese Risikofaktoren.

Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz soll die tägliche Dosis von 150 mg

Irbesartan/12.5 mg Hydrochlorothiazid (1 Filmtablette CoAprovel 150/12.5) nicht überschritten

werden. Thiaziddiuretika sollten Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder fortschreitender

Lebererkrankung nur mit Vorsicht verabreicht werden, da geringfügige Änderungen des Flüssigkeits-

oder Elektrolytspiegels zu einem Coma hepaticum führen können.

Renovaskuläre Hypertonie

Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder Stenose der Nierenarterie bei Einzelniere, die mit

anderen Arzneimitteln - welche das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen - behandelt

werden, haben ein erhöhtes Risiko einer schweren Hypotonie und Niereninsuffizienz. Obwohl dies

für CoAprovel nicht belegt ist, kann ein ähnlicher Effekt mit einem Angiotensin II-

Rezeptorantagonist angenommen werden.

Eingeschränkte Nierenfunktion und Nierentransplantation

Wenn CoAprovel an Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion verabreicht wird, wird eine

regelmässige Kontrolle des Serumkalium-, -kreatinin- und -harnsäurespiegels empfohlen. Es liegen

keine Erfahrungen zur Verabreichung von CoAprovel bei Patienten nach kürzlich erfolgter

Nierentransplantation vor. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann bei Verabreichung

von Thiaziddiuretika eine Azotämie auftreten. Bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen

(Kreatininclearance ≤30 ml/min) ist CoAprovel kontraindiziert.

Aorten- und Mitralklappenstenose, obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie

Wie bei anderen Vasodilatatoren ist bei Patienten mit Aorten- oder Mitralklappenstenose oder

obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie besondere Vorsicht angezeigt.

Primärer Aldosteronismus

Patienten mit primärem Aldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf Antihypertonika an,

deren Wirkung auf der Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems beruht. Daher wird die

Anwendung von CoAprovel nicht empfohlen.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Siehe Abschnitt «Interaktionen».

Metabolische oder endokrine Effekte

Eine Therapie mit Thiaziddiuretika kann zu einer Verschlechterung der Glukosetoleranz führen. Bei

Diabetikern ist unter Umständen eine Anpassung der Insulindosis oder der Dosierung von oralen

Antidiabetika erforderlich. Unter einer Therapie mit Thiaziddiuretika kann ein latenter Diabetes

mellitus manifest werden.

Eine Erhöhung des Cholesterin- und Triglycerid- und Harnsäurespiegels wurde mit einer

Thiaziddiuretika-Behandlung in Verbindung gebracht.

Bei prädisponierten Patienten kann unter Behandlung mit Thiaziddiuretika eine Hyperurikämie

auftreten oder ein Gichtanfall ausgelöst werden.

Elektrolytstörungen

Wie bei allen Patienten unter Diuretikatherapie sollten in angemessenen Intervallen die

Serumelektrolytspiegel bestimmt werden.

Thiaziddiuretika, einschliesslich Hydrochlorothiazid, können Störungen im Flüssigkeits- oder

Elektrolythaushalt (Hypokaliämie, Hyponatriämie und hypochlorämische Alkalose) hervorrufen.

Obwohl sich unter Thiaziddiuretika eine Hypokaliämie entwickeln kann, kann die gleichzeitige Gabe

von Irbesartan eine diuretika-induzierte Hypokaliämie reduzieren.

Ein Chloridmangel ist im Allgemeinen leicht ausgeprägt und muss nicht behandelt werden.

Thiaziddiuretika können die renale Kalziumausscheidung vermindern und vorübergehend zu einer

leichten Erhöhung des Serumkalziumspiegels führen, auch wenn keine Störung des

Kalziumstoffwechsels bekannt ist. Eine ausgeprägte Hyperkalzämie kann ein Zeichen für einen

versteckten Hyperparathyreoidismus sein. Thiaziddiuretika sollten vor einer Kontrolle der

Nebenschilddrüsenfunktion abgesetzt werden.

Thiaziddiuretika erhöhen die renale Ausscheidung von Magnesium. Dies kann eine

Hypomagnesiämie hervorrufen.

Doping-Test

Hydrochlorothiazid, das in diesem Arzneimittel enthalten ist, könnte bei einem Doping-Test zu

einem positiven Analyseergebnis führen.

Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz oder Nierenkrankheit

Bei Patienten, deren Gefässtonus und Nierenfunktion vorwiegend von der Aktivität des Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängig ist (z.B. Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz oder

bereits bestehender Nierenkrankheit einschliesslich einer Nierenarterienstenose), wurde eine

Behandlung mit anderen Arzneimitteln, welche dieses System beeinflussen, mit akuter Hypotonie,

Azotämie, Oligurie und selten mit einem akuten Nierenversagen in Zusammenhang gebracht.

Obwohl für CoAprovel nicht belegt, kann die Möglichkeit eines ähnlichen Effektes mit Angiotensin

II-Rezeptorantagonisten nicht ausgeschlossen werden.

Patienten mit ischämischer Kardiomyopathie oder ischämischer kardiovaskulärer Erkrankung

Wie bei jedem blutdrucksenkenden Arzneimittel könnte ein übermässiger Blutdruckabfall bei

Patienten mit ischämischer Kardiomyopathie oder ischämischer kardiovaskulärer Erkrankung zu

einem Myokardinfarkt oder Schlaganfall führen.

Patienten nach Sympathektomie

Die blutdrucksenkende Wirkung von Thiaziddiuretika kann bei diesen Patienten verstärkt sein.

Überempfindlichkeitsreaktionen

Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Hydrochlorothiazid können bei Patienten mit oder ohne

anamnestisch bekannter Allergie oder Bronchialasthma auftreten, sind aber bei Patienten, bei denen

dies in der Anamnese bekannt ist, eher wahrscheinlich.

Systemischer Lupus erythematodes

Unter Thiaziddiuretika wurde über Verschlechterung oder Aktivierung eines systemischen Lupus

erythematodes berichtet.

Akutes sekundäres Engwinkelglaukom und/oder akute Myopie

Hydrochlorothiazid (HCTZ) ist ein Sulfonamid. Sulfonamide oder Sulfonamidderivate können

idisynkratische Reaktionen hervorrufen, welche zu akutem sekundären Engwinkelglaukom und/oder

akuter Myopie führen können. Dies äussert sich in akut verminderter Sehschärfe oder

Augenschmerz, welche typischerweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach Beginn der

Medikamentengabe auftreten. Unbehandelte akute Engwinkelglaukome können zu permanentem

Visusverlust führen. Die Initialbehandlung besteht im schnellstmöglichen Absetzen des HCTZs.

Chirurgische und medizinische Massnahmen müssen in Betracht gezogen werden, sollte der

intraokulare Druck auf andere Weise unkontrollierbar bleiben. Ein Risikofaktor für die Entstehung

eines akuten Engwinkelglaukoms unter der Behandlung mit HCTZ könnte eine vorbestehende

Sulfonamid- oder Penicillin-Allergie sein.

Psoriasis

Der Einsatz von CoAprovel bei Patienten, die an Psoriasis leiden, oder bei Patienten mit Psoriasis-

Schüben in der Anamnese ist aufgrund der Gefahr einer Exazerbation der Psoriasis sorgfältig

abzuwägen.

Neugeborene

Alle Neugeborenen, deren Mütter während der Schwangerschaft mit CoAprovel behandelt worden

sind, sollen sorgfältig auf genügende Harnausscheidung, Hyperkaliämie und Blutdruck untersucht

werden. Geeignete medizinische Massnahmen, wie zum Beispiel Rehydrierung, können erforderlich

sein, um das Arzneimittel aus dem Kreislauf zu entfernen (siehe auch «Schwangerschaft/Stillzeit»).

CoAprovel Tabletten enthalten Lactose. Patienten mit der seltenen Erbkrankheit Galactose-

Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose- und Galactose-Malabsorption dürfen CoAprovel nicht

einnehmen.

Interaktionen

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) durch einen ACE-Hemmer,

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (ARA II) und Aliskiren

Im Vergleich zur Anwendung von nur einem dieser Wirkstoffe führt die duale Blockade des RAAS

durch einen ARA II, einen ACE-Hemmer oder Aliskiren zu einer erhöhten Inzidenz von Hypotonie,

Synkopen, Hyperkaliämie und Nierenfunktionsstörungen (einschliesslich akutem Nierenversagen),

insbesondere zu Beginn der Behandlung bei Patienten mit normalem bis erhöhtem Bluthochdruck.

Folglich ist die duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Verabreichung eines ACE-

Hemmers oder ARA II oder Aliskiren nicht empfohlen (siehe Abschnitte «Kontraindikationen»).

Falls die gleichzeitige Verabreichung jedoch als unvermeidbar angesehen wird, ist sie auf individuell

beurteilte Einzelfälle zu beschränken und in jedem Fall durch einen Experten mittels engmaschiger

und häufiger Kontrollen des Blutdrucks, des Ionenblutspiegels und der Nierenfunktion zu begleiten.

Die gleichzeitige Anwendung von CoAprovel und Aliskiren wird nicht empfohlen. Bei einigen

Patientengruppen ist die Kombination auch kontraindiziert (siehe Abschnitt «Kontraindikationen»).

Die gleichzeitige Einnahme von ACE-Hemmern ist bei Patienten mit diabetischer Nephropathie

kontraindiziert und bei allen anderen Patienten nicht empfohlen.

Diuretika und andere Antihypertonika

Die blutdrucksenkende Wirkung von CoAprovel kann durch die Koadministration mit anderen

Antihypertonika verstärkt werden. Irbesartan und Hydrochlorothiazid (in einer Dosierung bis zu 300

mg Irbesartan und 25 mg Hydrochlorothiazid) wurden problemlos mit anderen blutdrucksenkenden

Mitteln wie β-Blockern oder langwirksamen Kalziumantagonisten verabreicht. Vorbehandlung mit

hohen Dosen von Diuretika kann bei einem Therapiebeginn mit CoAprovel, wenn der

Volumenmangel nicht zuvor ausgeglichen wurde, zu Flüssigkeitsmangel und zum Risiko einer

Hypotonie führen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Lithium

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Lithium und ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptorantagonisten oder Thiaziden wurde ein reversibler Anstieg der Serumlithiumkonzentration

und der Lithiumtoxizität beobachtet. Da Thiazide die renale Lithium-Clearance reduzieren, kann die

Lithiumtoxizität nach der Anwendung von CoAprovel erhöht sein. Bei gleichzeitiger Anwendung

wird daher eine sorgfältige Überwachung der Serumlithiumkonzentration empfohlen.

Kaliumzufuhr, kaliumsparende Diuretika oder andere Arzneimittel, die den Kaliumspiegel erhöhen

können

Der durch Thiaziddiuretika hervorgerufene Kaliumverlust wird normalerweise durch die Wirkung

von Irbesartan vermindert. Andererseits kann die gleichzeitige Verabreichung von kaliumsparenden

Diuretika, Kaliumpräparaten, Salzersatzpräparaten, die Kalium enthalten, oder anderen

Arzneimitteln, die eine Erhöhung des Serumkaliumspiegels verursachen können (z.B. Heparin), zu

einem gelegentlich starken Anstieg des Serumkaliums führen, wie aus der Erfahrung mit anderen

Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-System beeinflussen, bekannt ist. Eine gleichzeitige

Verabreichung mit Irbesartan erfordert eine engmaschige Überwachung des Serumkaliumspiegels.

Hypokaliämie kann bei gleichzeitiger Verabreichung von Digitalisglykosiden oder bestimmten

Antiarrhythmika zu einer Verstärkung von Herzrhythmusstörungen führen.

Eine regelmässige Kontrolle des Serumkaliums wird daher bei gleichzeitiger Verabreichung von

Arzneimitteln, die durch das Serumkalium beeinflusst werden, empfohlen.

Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR)/Selektive COX-2 Hemmer

Wenn Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten gleichzeitig mit NSAR (d.h. mit selektiven COX-2-

Hemmern, Acetylsalicylsäure [>3 g/Tag] und nicht-selektiven NSAR) verabreicht werden, kann eine

Reduktion der antihypertensiven Wirkung auftreten.

Bei älteren Patienten, Patienten mit Flüssigkeitsmangel (inkl. jene unter Behandlung mit Diuretika)

oder Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann die Koadministration von nicht-steroidalen

Antirheumatika (inkl. selektive COX-2-Hemmer) mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (inkl.

Irbesartan) zu einer (in der Regel reversiblen) Verschlechterung der Nierenfunktion (einschliesslich

akutem Nierenversagen) führen. Die Behandlung mit Irbesartan und nicht-steroidalen

Antirheumatika soll mit Vorsicht erfolgen und die Nierenfunktion periodisch überwacht werden. Die

antihypertensive Wirkung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (inkl. Irbesartan) kann durch

nicht-steroidale Antirheumatika (inkl. selektive COX-2-Hemmer) abgeschwächt werden.

Weitere Angaben zu Arzneimittel-Interaktionen mit Irbesartan

Die Pharmakokinetik von Digoxin und Simvastatin wurde bei gesunden männlichen Probanden

durch die gleichzeitige Gabe von 150 mg Irbesartan nicht beeinflusst. Die Pharmakokinetik von

Irbesartan wird durch die gleichzeitige Gabe von Hydrochlorothiazid nicht beeinflusst. Irbesartan

wird hauptsächlich durch CYP2C9 und in geringerem Masse durch Glukuronidierung metabolisiert.

Es ist unwahrscheinlich, dass eine Hemmung des Glukuronyl-Transferaseweges zu klinisch

signifikanten Interaktionen führt.

In-vitro wurden Interaktionen zwischen Irbesartan und Warfarin, Tolbutamid (CYP2C9-Substrat)

und Nifedipin (CYP2C9-Inhibitor) beobachtet. Eine signifikante pharmakokinetische oder

pharmakodynamische Interaktion bei gleichzeitiger Verabreichung von Irbesartan und Warfarin an

gesunde männliche Probanden wurde jedoch nicht beobachtet. Die Pharmakokinetik von Irbesartan

wird durch die gleichzeitige Verabreichung von Nifedipin nicht beeinflusst. Die gleichzeitige

Verabreichung von Irbesartan und Acenocoumarol führte im weiteren zu keiner signifikanten

pharmakodynamischen Interaktion. Die Wirkungen von CYP2C9-Induktoren wie Rifampicin auf die

Pharmakokinetik von Irbesartan wurden nicht untersucht. Aufgrund von in-vitro-Daten sind keine

Interaktionen mit anderen Arzneimitteln, deren Metabolismus von den Cytochrom-P450-Isoenzymen

CYP1A1, CYP1A2, CYP2A6, CYP2B6, CYP2D6, CYP2E1 oder CYP3A4 abhängig ist, zu

erwarten.

Weitere Angaben zu Arzneimittel-Interaktionen mit Hydrochlorothiazid

Die nachfolgend beschriebenen Interaktionen sind aufgrund der Thiazidkomponente in CoAprovel

nicht auszuschliessen:

Diuretika und Antihypertonika: Hydrochlorothiazid kann die Wirkung anderer Antihypertonika

verstärken. Zudem kann Hydrochlorothiazid mit Diazoxid interagieren. Die Glukose- und

Harnsäurespiegel sowie der Blutdruck sollten überwacht werden.

Alkohol, Barbiturate oder Narkotika: Orthostatische Hypotonie kann verstärkt werden.

Antidiabetika (Insulin und orale Antidiabetika): Eine Dosisanpassung von Antidiabetika kann

erforderlich sein.

Cholestyramin- und Colestipol-Harze: Bei gleichzeitiger Gabe von Anionenaustauscherharzen wie

Cholestyramin oder Colestipol kann die Absorption von Hydrochlorothiazid verringert sein.

Kortikosteroide, Glukokortikoide, ACTH, kaliuretische Diuretika (z.B. Furosemid), Amphotericin B,

Carbenoxolon, Penicillin G und Salicylate: Elektrolytverlust, insbesondere Hypokaliämie, kann

verstärkt werden.

Digitalis-Glykoside: Eine durch Thiazide verursachte Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie kann

das Auftreten digitalis-induzierter Arrhythmien begünstigen.

Nichtsteroidale Antiphlogistika (z.B. Salicylsäurederivate, Indometacin): Bei einigen Patienten kann

der diuretische, natriuretische und blutdrucksenkende Effekt von Thiaziddiuretika durch

nichtsteroidale Antiphlogistika reduziert werden. Bei gleichzeitiger Hypovolämie kann ein akutes

Nierenversagen ausgelöst werden.

Sympathomimetika (z.B. Noradrenalin): Die Wirkung von Sympathomimetika kann vermindert

werden; dies ist jedoch nicht genügend ausgeprägt, um ihre Anwendung auszuschliessen.

Muskelrelaxantien/Anästhetika: Die Wirkung nicht-depolarisierender Muskelrelaxantien,

Präanästhetika und Hauptanästhetika (z.B. Tubocurarin) kann durch Hydrochlorothiazid verstärkt

werden. Eine Dosisanpassung kann erforderlich sein (Prä- und Hauptanästhetika sollten in

reduzierter Dosierung verabreicht werden). Falls möglich, sollte die Therapie mit Hydrochlorothiazid

eine Woche vor der Operation abgesetzt werden.

Arzneimittel gegen Gicht: Eine Dosisanpassung von Arzneimitteln gegen Gicht kann notwendig

sein, da Hydrochlorothiazid zu einem Anstieg der Harnsäure im Blut führt. Eine Dosiserhöhung von

Probenecid oder Sulfinpyrazon kann notwendig sein. Die gleichzeitige Gabe von Thiaziddiuretika

kann die Häufigkeit des Auftretens von Ueberempfindlichkeitsreaktionen auf Allopurinol erhöhen.

Vitamin D oder Kalziumsalze: Aufgrund einer verminderten Ausscheidung können Thiaziddiuretika

zu einem Anstieg der Serumkalziumkonzentration führen. Falls eine Verschreibung von

Kalziumergänzungspräparaten notwendig ist, sollte die Serumkalzium-Konzentration kontrolliert

und die Kalziumdosis entsprechend angepasst werden.

Betablocker und Diazoxid: Der hyperglykämische Effekt von Betablockern und Diazoxid kann

verstärkt werden.

Zytostatika: Thiazide können die renale Ausscheidung von Zytostatika (z.B. Cyclophosphamid,

Methotrexat) herabsetzen und damit deren Knochenmarkstoxizität verstärken.

Anticholinergika (z.B. Atropin, Biperiden): Die Bioverfügbarkeit von Thiaziddiuretika kann bei

einer gleichzeitigen Gabe von Anticholinergika (z.B. Atropin, Biperiden) erhöht werden,

wahrscheinlich aufgrund einer verringerten gastrointestinalen Motilität und einer Verzögerung der

Magenentleerung.

Amantadin: Das Risiko unerwünschter Nebenwirkungen durch Amantadin kann zunehmen.

Methyldopa: Bei gleichzeitiger Gabe von Methyldopa mit Hydrochlorothiazid wurden Einzelfälle

von hämolytischer Anämie beschrieben.

Ciclosporin: Durch die gleichzeitige Anwendung von Ciclosporin wird möglicherweise das Risiko

einer Hyperurikämie erhöht, und es können Symptome einer Gicht auftreten.

Carbamazepin: Die gleichzeitige Anwendung von Carbamazepin und Hydrochlorothiazid wurde mit

dem Risiko einer symptomatischen Hyponatriämie in Zusammenhang gebracht. Während der

Komedikation dieser Arzneimittel sollten die Elektrolytspiegel überwacht werden. Falls möglich,

sollte ein Diuretikum aus einer anderen Arzneimittelklasse eingesetzt werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

1. Trimenon:

Es existieren keine kontrollierten Studien bei Menschen, aber Tierstudien mit Irbesartan zeigten

toxische Wirkungen (Vergrösserung des Nierenbeckens, Hydroureter oder subkutane Ödeme) auf die

Föten von Ratten; diese Effekte waren reversibel und verschwanden nach der Geburt.

Epidemiologische Hinweise über das teratogene Risiko bei Exposition gegenüber ACE-Inhibitoren

im 1. Trimenon der Schwangerschaft sind nicht schlüssig, aber ein gering erhöhtes Risiko ist nicht

auszuschliessen. Obwohl diesbezüglich keine kontrollierten epidemiologischen Daten mit

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten existieren, kann ein ähnliches Risiko für diese Klasse von

Arzneimitteln nicht ausgeschlossen werden.

2. und 3. Trimenon:

Eine Exposition von ACE-Hemmern in utero während des 2. und 3. Trimesters führte zu Schädigung

und Absterben des Fötus.

Es ist bekannt, dass unter einer Therapie mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten während des 2.

und 3. Trimenons der Schwangerschaft Fötotoxizität (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnie,

verzögerte Bildung des Schädelknochens) und neonatale Toxizität (Nierenversagen, Hypotension,

Hyperkaliämie) auftreten kann.

Es gibt keine Erfahrungen mit CoAprovel bei schwangeren Frauen.

Thiaziddiuretika passieren die Plazentaschranke und sind im Nabelschnurblut nachweisbar. Deshalb

können sie pränatal zu Elektrolystörungen und möglicherweise auch anderen Reaktionen führen, die

bei Erwachsenen aufgetreten sind. Fälle von Thrombozytopenie bei Neugeborenen sowie Gelbsucht

bei Föten oder Neugeborenen wurden im Zusammenhang mit einer Thiazidtherapie berichtet.

Aus den obenerwähnten Gründen ist CoAprovel, wie jedes Arzneimittel, welches direkt auf das

Renin-Angiotensin-Aldosteron-System wirkt, während der Schwangerschaft kontraindiziert.

Wenn eine Behandlung mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten nicht zwingend

erforderlich ist, sollten Patientinnen, welche eine Mutterschaft planen, auf eine alternative

antihypertensive Therapie mit einem etablierten Sicherheitsprofil während der Schwangerschaft

umgestellt werden.

Falls während der Behandlung mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten eine

Schwangerschaft diagnostiziert wird, muss die bestehende Therapie sofort abgebrochen und

gegebenenfalls eine alternative Behandlung eingeleitet werden.

Sollte im 2. Trimenon der Schwangerschaft die Einnahme eines Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten erfolgt sein, werden Ultraschall-Untersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels

empfohlen.

Neugeborene

Neugeborene, deren Mütter mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten behandelt wurden,

sollten engmaschig auf Hypotension überwacht werden (siehe auch «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen: Neugeborene»).

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Irbesartan oder seine Metaboliten in die Muttermilch sezernieren. Thiazide

gelangen in die Muttermilch und können in hoher Dosierung eine intensive Diurese bewirken, was

die Milchproduktion hemmen kann. Während der Behandlung mit CoAprovel soll nicht gestillt

werden. Wegen einer möglichen schädlichen Wirkung auf den Säugling sollte entschieden werden,

ob abgestillt oder das Arzneimittel abgesetzt wird. Dabei muss die Wichtigkeit des Arzneimittels für

die Mutter berücksichtigt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen (z.B. Schwindel oder Müdigkeit) während der

Behandlung mit CoAprovel ist beim Lenken von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen Vorsicht

geboten.

Unerwünschte Wirkungen

Verabreichung mit Irbesartan/Hydrochlorothiazid:

Unter den 898 hypertonen Diabetikern, die in placebokontrollierten Studien

Irbesartan/Hydrochlorothiazid in unterschiedlichen Dosierungen erhalten haben (von 37,5 mg/6,25

mg bis 300 mg/25 mg) traten bei 29,5% der Patienten unerwünschte Wirkungen auf. Die am

häufigsten berichteten unerwünschten Wirkungen waren Schwindel (5,6%), Müdigkeit (4,9%),

Übelkeit/Erbrechen (1,8%) und Miktionsstörungen (1,4%). Zudem wurden in klinischen Studien

Anstiege von Blutharnstoffstickstoff (BUN) (2,3%), Kreatinkinase (1,7%) und Kreatinin (1,1%)

häufig beobachtet.

Die Häufigkeit der unerwünschten Wirkungen wird wie folgt angegeben: sehr häufig (≥1/10), häufig

(<1/10, ≥1/100), gelegentlich (<1/100, ≥1/1'000), selten (<1/1'000, ≥1/10'000), sehr selten

(<1/10'000).

Spontan gemeldete sowie in placebokontrollierten klinischen Studien beobachtete unerwünschte

Wirkungen:

Erkrankungen des Immunsystems

Nicht bekannt: Fälle von Überempfindlichkeitsreaktionen wie Angioödem, Ausschlag, Urtikaria.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Nicht bekannt: Hyperkaliämie.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Schwindel, Kopfschmerzen.

Gelegentlich: Schwindel (orthostatisch).

Selten: Hypertensive Krise.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Nicht bekannt: Tinnitus.

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Synkope, Hypotonie, Tachykardie, Ödeme.

Gefässerkrankungen

Gelegentlich: Hautrötung.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Nicht bekannt: Husten.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Übelkeit/Erbrechen.

Gelegentlich: Diarrhöe.

Nicht bekannt: Dyspepsie.

Erkrankungen der Leber und der Galle

Gelegentlich: Ikterus.

Nicht bekannt: Leberfunktionsstörungen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten: Alopezie.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich: Ödeme der Extremitäten.

Selten: Myalgie.

Nicht bekannt: Arthralgie.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Nicht bekannt: Veränderung der Nierenfunktion, einschliesslich von Fällen der Niereninsuffizienz

bei Risikopatienten (siehe Abschnitt «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Erkrankungen des Reproduktionssystems und der Brust

Häufig: Miktionsstörungen.

Gelegentlich: Sexuelle Dysfunktionen, Libido-Veränderungen.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Müdigkeit.

Untersuchungen

Häufig: Erhöhung der Werte von Blutharnstoffstickstoff, Kreatinin und Kreatinkinase im Blut.

Gelegentlich: Verminderung des Kalium- und Natriumwerte im Plasma.

Postmarketing-Erfahrung

Unter CoAprovel wurden seit der Markteinführung Hypersensibilitätsreaktionen (Urtikaria,

Angioödeme, anaphylaktische Reaktionen inkl. anaphylaktischem Schock) beobachtet. Zudem wurde

selten über Benommenheit, Husten, Dyspnoe, Synkope, Hypotonie, hypertensive Krise, Myalgie und

Alopezie berichtet.

Über folgende Nebenwirkungen wurde während der Postmarketing-Phase - berichtet: Vertigo,

Tinnitus, Asthenie, Hyperkaliämie, Thrombozytopenie (inkl. thrombopenische Purpura), Ikterus,

erhöhte Leberwerte, Hepatitis, eingeschränkte Nierenfunktion (inkl. Fälle von Nierenversagen),

Psoriasis (und Exazerbation der Psoriasis), Lichtempfindlichkeit.

Zusätzliche Informationen zu den Einzelkomponenten

Neben den unerwünschten Wirkungen, die für die Kombination der Wirkstoffe angegeben wurden,

wurden auch andere unerwünschte Ereignisse mit jeweils einem der Wirkstoffe berichtet, die auch

bei der Anwendung von CoAprovel auftreten können.

Die Häufigkeit der unerwünschten Wirkungen wird wie folgt angegeben: sehr häufig (≥1/10), häufig

(<1/10, ≥1/100), gelegentlich (<1/100, ≥1/1'000), selten (<1/1'000, ≥1/10'000), sehr selten

(<1/10'000).

Unerwünschte Wirkungen, die bei alleiniger Gabe von Irbesartan berichtet wurden:

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Gelegentlich: Brustschmerzen.

Untersuchungen

Sehr häufig: Eine Hyperkaliämie trat häufiger bei diabetischen Patienten auf, die mit Irbesartan

behandelt wurden, als unter Placebo. Bei hypertonen Diabetikern mit Mikroalbuminurie und

normaler Nierenfunktion trat eine Hyperkaliämie (≥5,5 mEq/l) bei 29,4% (d. h. sehr häufig) der

Patienten aus der Gruppe mit Irbesartan 300 mg und bei 22% der Patienten aus der Placebo-Gruppe

auf.

Bei hypertonen Diabetikern mit chronischer Niereninsuffizienz und offenkundiger Proteinurie trat

eine Hyperkaliämie (≥5,5 mEq/l) bei 46,3% der Patienten aus der Gruppe mit Irbesartan und bei

26,3% der Patienten aus der Placebo-Gruppe auf.

Häufig: Ein signifikanter Anstieg der Plasma-Kreatinkinase wurde häufig (1,7%) bei Patienten

beobachtet, die mit Irbesartan behandelt wurden. In keinem Fall konnte dieser Anstieg mit klinisch

nachweisbaren muskuloskelettalen Ereignissen in Zusammenhang gebracht werden.

Bei 1,7% der hypertonen Patienten mit fortgeschrittener und mit Irbesartan behandelter diabetischer

Nephropathie wurde eine klinisch nicht signifikante Verminderung des Hämoglobins beobachtet.

Unerwünschte Wirkungen, die bei alleiniger Gabe von Hydrochlorothiazid berichtet wurden:

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: Thrombozytopenie, manchmal mit Purpura.

Nicht bekannt: Leukopenie, Neutropenie/Agranulozytose, Knochenmarkdepression und

hämolytische Anämie, aplastische Anämie.

Psychiatrische Erkrankungen

Selten: Depression, Schlafstörungen.

Erkrankungen des Nervensystems

Selten: Kopfschmerzen, Schwindel oder Benommenheit, Parästhesien, Leeregefühl im Kopf,

Unruhe.

Augenerkrankungen

Nicht bekannt: Vorübergehende Sehstörungen (vor allem in den ersten Behandlungswochen),

Xanthopsie, akutes sekundäres Engwinkelglaukom und/oder akute Myopie (siehe auch unter

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Herzerkrankungen

Selten: Herzrhythmusstörungen.

Gefässerkrankungen

Gelegentlich: Orthostatische Hypotonie, die durch Alkohol, Anästhetika oder Sedativa verstärkt

werden kann.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Nicht bekannt: Atemnot (einschliesslich Pneumopathie und Lungenödem).

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich: Appetitverlust, leichte Übelkeit und Erbrechen.

Selten: Abdominalbeschwerden, Verstopfung, Diarrhöe und gastrointestinale Beschwerden.

Nicht bekannt: Pankreatitis, Sialadenitis.

Erkrankungen der Leber und der Galle

Selten: Ikterus (intrahepatischer cholestatischer Ikterus).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Urtikaria und andere Hautausschläge.

Selten: Photosensibilisierung.

Nicht bekannt: Anaphylaktische Reaktionen, nekrotisierende Vaskulitis, Epidermolysis acuta toxica,

Lupus-erythematodes-ähnliche Reaktionen und Reaktivierung eines Lupus erythematodes.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Nicht bekannt: Muskelspasmen, Schwächegefühl.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Nicht bekannt: interstitielle Nephritis, Veränderung der Nierenfunktion.

Erkrankungen des Reproduktionssystems und der Brust

Gelegentlich: Impotenz.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Nicht bekannt: Fieber.

Untersuchungen

Häufig: Hypokaliämie.

Gelegentlich: Hyponatriämie, Hypomagnesiämie und Hyperurikämie.

Selten: Hyperkalzämie, Hyperglykämie, Glykosurie, Verschlechterung einer diabetischen

Stoffwechsellage.

Nicht bekannt: Hypochlorämische Alkalose.

Die dosisabhängigen Nebenwirkungen von Hydrochlorothiazid (insbesondere Störungen des

Elektrolythaushalts) können sich durch eine Dosiserhöhung von Hydrochlorothiazid verstärken.

Überdosierung

In einer klinischen Studie waren Dosierungen von 600 oder 900 mg Irbesartan/Tag nicht häufiger mit

unerwünschten Wirkungen verbunden als Dosierungen von 150 oder 300 mg/Tag.

Es gibt kein spezifisches Antidot für die Behandlung einer Überdosierung mit CoAprovel. Der

Patient sollte sorgfältig überwacht werden, und die Behandlung sollte symptomatisch und

unterstützend sein.

Die wahrscheinlichsten Symptome einer Irbesartan-Überdosierung sind vermutlich Hypotonie und

Tachykardie; ebenso könnte eine Bradykardie auftreten.

Eine Überdosierung von Hydrochlorothiazid ist verbunden mit Elektrolytverlust (Hypokaliämie,

Hypochlorämie, Hyponatriämie) und Dehydrierung infolge exzessiver Diurese.

Irbesartan ist nicht hämodialysierbar. Es ist nicht bekannt, in welchem Ausmass Hydrochlorothiazid

durch Hämodialyse entfernt werden kann.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C09DA04

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

CoAprovel ist eine Kombination aus einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten, Irbesartan, und

einem Thiaziddiuretikum, Hydrochlorothiazid. Die Kombination dieser beiden Komponenten zeigt

einen additiven antihypertensiven Effekt, d.h. die Kombination senkt den Blutdruck in stärkerem

Masse als jede der beiden Komponenten allein.

Irbesartan ist ein oral wirksamer, selektiver Angiotensin II-Rezeptor-Antagonist (Typ AT1). Es

blockiert die physiologische Wirkung von Angiotensin II, welches durch den AT1-Rezeptor

gesteuert wird, unabhängig des Ursprungs oder des Synthesewegs von Angiotensin II. Der selektive

Antagonismus auf die Angiotensin II (AT1)-Rezeptoren resultiert in einem Anstieg des Plasmarenin-

und des Angiotensin II-Spiegels sowie in einem Abfall der Plasmaaldosteronkonzentration. Die

Serumkaliumkonzentration wird durch Irbesartan allein im empfohlenen Dosisbereich nicht

signifikant beeinflusst. Irbesartan inhibiert ACE (Kininase II) nicht, ein Enzym, welches Angiotensin

II bildet und Bradykinin in nicht wirksame Metaboliten abbaut.

Die Wirksamkeit von Irbesartan ist nicht abhängig von einer Stoffwechselaktivierung.

Hydrochlorothiazid ist ein Thiaziddiuretikum. Der antihypertensive Wirkmechanismus von

Thiaziddiuretika ist nicht vollständig bekannt. Thiaziddiuretika beeinflussen die Elektrolyt-

Reabsorption in den Nierentubuli, wobei sie die Natrium- und Chloridausscheidung in ungefähr

gleichem Masse erhöhen. Die diuretische Wirkung von Hydrochlorothiazid reduziert das

Plasmavolumen, erhöht die Plasmareninaktivität und die Aldosteronsekretion und infolgedessen den

renalen Kalium- und Bikarbonatverlust und senkt den Serumkaliumspiegel. Durch die Blockade des

Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems zeigt sich bei gleichzeitiger Gabe eines Angiotensin II-

Rezeptor-Antagonisten eine Tendenz zur Umkehrung des Kaliumverlustes, der mit diesen Diuretika

in Zusammenhang steht. Mit Hydrochlorothiazid setzt die Diurese innerhalb von 2 Stunden ein und

hält ungefähr 6 bis 12 Stunden an, wobei die maximale Wirkung nach 4 Stunden erreicht ist.

Die Kombination von Hydrochlorothiazid und Irbesartan führt zu einer weiteren dosisabhängigen

Blutdrucksenkung im Rahmen ihres therapeutischen Dosisbereichs. Die 1mal tägliche Verabreichung

von 150 mg Irbesartan und 12,5 mg Hydrochlorothiazid führte nach Abzug des Placebo-Effektes zu

einer durchschnittlichen Senkung des systolischen/diastolischen Blutdrucks 24 Stunden nach

Verabreichung der letzten Dosis von 12,9/6,9 mm Hg. Die maximale Wirkung trat nach 3-6 Stunden

ein. Die kombinierte Gabe von 150 mg Irbesartan und 12,5 mg Hydrochlorothiazid 1mal täglich

führte zu einer konsistenten Blutdrucksenkung über 24 Stunden mit einer durchschnittlichen

Senkung des systolischen/diastolischen Blutdrucks um 15,8/10,0 mm Hg über 24 Stunden nach

Abzug des Placebo-Effektes (ambulante Blutdruckmessung). Die Blutdrucksenkung am Ende des

Dosierungsintervalles beträgt mindestens 68% der entsprechenden maximalen diastolischen und

systolischen Blutdrucksenkung nach Abzug des Placebo-Effektes.

Die zusätzliche Gabe von 12,5 mg Hydrochlorothiazid zu 300 mg Irbesartan 1mal täglich bei

Patienten, deren Blutdruck mit 300 mg Irbesartan allein nicht ausreichend gesenkt werden konnte,

führt nach Abzug des Placebo-Effektes zu einer weiteren Senkung des diastolischen Blutdrucks um

6,1 mm Hg 24 Stunden nach Verabreichung der letzten Dosis. Die Kombination von 300 mg

Irbesartan und 12,5 mg Hydrochlorothiazid führte zu einer systolischen/diastolischen

Blutdrucksenkung von bis zu 13,6/11,5 mm Hg nach Abzug des Placebo-Effektes.

Aufgrund limitierter Daten können Patienten, deren Blutdruck mit einer Dosierung von 300 mg

Irbesartan und 12.5 mg Hydrochlorothiazid nicht ausreichend eingestellt werden kann, auf eine

erhöhte Dosis von 300 mg Irbesartan und 25 mg Hydrochlorothiazid ansprechen. Bei diesen

Patienten wurde eine zusätzliche blutdrucksenkende Wirkung beobachtet (7,2 bis 13.3 mm Hg

[systolisch] bzw. -0.6 bis 8.3 mm Hg [diastolisch]).

Bei Patienten, deren Blutdruck mit 25 mg Hydrochlorothiazid alleine nicht ausreichend gesenkt

werden konnte, führte die zusätzliche Gabe von Irbesartan zu einer weiteren durchschnittlichen

Senkung des systolischen/diastolischen Blutdrucks um 11,1/7,2 mm Hg nach Abzug des Placebo-

Effektes.

Die blutdrucksenkende Wirkung von Irbesartan in Kombination mit Hydrochlorothiazid tritt nach der

ersten Dosis auf und ist innerhalb von 1-2 Wochen deutlich nachweisbar, wobei die maximale

Wirkung nach 6-8 Wochen erreicht ist. In Langzeitstudien hielt die Wirkung von

Irbesartan/Hydrochlorothiazid über 1 Jahr an. Ein «Rebound-Hochdruck» wurde weder mit

Irbesartan noch mit Hydrochlorothiazid beobachtet.

Die Wirksamkeit von CoAprovel wird durch Alter, ethnische Zugehörigkeit oder Geschlecht nicht

beeinflusst.

Es wurden 2 Studien durchgeführt, in welchen CoAprovel als Initialtherapie bei Hypertonie

angewendet wurde.

·In einer Studie (697 Personen randomisiert, 695 Personen behandelt) wurden Patienten mit

schwerwiegender Hypertonie (SeDBP >110 mmHg) mit Irbesartan 150 mg oder

Irbesartan/Hydrochlorothiazid 150/12.5 mg behandelt und nach einer Woche auf Irbesartan 300 mg

oder Irbesartan/Hydrochlorothiazid 300/25 mg umgestellt.

Der durchschnittliche Blutdruck (baseline) betrug ca. 172/113 mmHg in jeder Behandlungsgruppe.

Die Reduktion des Blutdrucks (SeSBP/SeDBP) nach 5 Wochen war 30.8/24.0 mmHg für

Irbesartan/Hydrochlorothiazid bzw. 21.1/19.3 mmHg für Irbesartan (p <0.0001). Bei den Patienten

unter Irbesartan/Hydrochlorothiazid erreichte ein grösserer Anteil einen diastolischen Blutdruck <90

mmHg (47.2% mit Irbesartan/Hydrochlorothiazid gegenüber 33.2% mit Irbesartan; p = 0.0005).

Ebenso war auch der Anteil von Patienten unter Irbesartan/Hydrochlorothiazid, die eine gleichzeitige

Kontrolle des SeSBP <140 mmHg und des SeDBP <90 mmHg erreichten, grösser (34.6% mit

Irbesartan/Hydrochlorothiazid gegenüber 19.2% mit Irbesartan; p <0.0001). Zudem waren nach 5

Wochen hohe Blutdruckwerte (SeSBP ≥180 mmHg oder SeDBP ≥110 mmHg) weniger häufig unter

Irbesartan/Hydrochlorothiazid als unter Irbesartan allein (5.4% gegenüber 13.8%; p = 0.0003).

·In der anderen Studie (538 Personen randomisiert) wurden Patienten mit moderater Hypertonie mit

Irbesartan 150 mg, Hydrochlorothiazid 12.5 mg oder Irbesartan/Hydrochlorothiazid 150/12.5 mg

behandelt und nach 2 Wochen auf Irbesartan 300 mg, Hydrochlorothiazid 25 mg oder

Irbesartan/Hydrochlorothiazid 300/25 mg umgestellt.

Der durchschnittliche Blutdruck (baseline) betrug ca. 162/98 mmHg in allen Behandlungsgruppen.

Pharmakokinetik

Die gleichzeitige Verabreichung von Hydrochlorothiazid und Irbesartan hat keinen Effekt auf die

Pharmakokinetik von Irbesartan.

Irbesartan und Hydrochlorothiazid sind oral wirksame Substanzen und benötigen für ihre Wirkung

keine Biotransformation.

Absorption

Nach oraler Verabreichung von CoAprovel beträgt die absolute Bioverfügbarkeit von Irbesartan 60-

80% bzw. von Hydrochlorothiazid 50-80%. Gleichzeitige Nahrungseinnahme beeinflusst die

Bioverfügbarkeit von Irbesartan nicht. Die maximale Plasmakonzentration von Irbesartan ist 1,5-2

Stunden nach oraler Verabreichung erreicht, die von Hydrochlorothiazid nach 1-2,5 Stunden.

Irbesartan zeigt im Dosisbereich von 10 bis 600 mg eine lineare und dosis-proportionale

Pharmakokinetik. Ein unterproportionaler Anstieg der Absorption nach oraler Gabe wurde bei Dosen

über 600 mg beobachtet; der zugrundeliegende Mechanismus ist unbekannt.

Die Steady-State-Plasmakonzentration wird 3 Tage nach Beginn eines Dosierungsschemas mit 1mal

täglicher Gabe erreicht. Nach wiederholter 1mal täglicher Gabe wird nur eine limitierte

Akkumulation von Irbesarten (<20%) beobachtet.

Distribution

Die Plasmaeiweissbindung von Irbesartan beträgt etwa 96%, und die Bindung an die zellulären

Blutbestandteile ist minimal. Das Verteilungsvolumen beträgt 53-93 Liter. Hydrochlorothiazid ist zu

68% an Plasmaproteine gebunden und das nachweisbare Verteilungsvolumen beträgt 3,6-7,8 l/kg.

Hydrochlorothiazid passiert die Plazentaschranke, jedoch nicht die Blut-Hirnschranke, und wird in

die Muttermilch ausgeschieden.

Metabolismus

Nach oraler oder intravenöser Verabreichung von 14C-Irbesartan gehen 80-85% der Radioaktivität

im Blutplasma auf unverändertes Irbesartan zurück. Irbesartan wird durch die Leber mittels

Glukuronidkonjugation und Oxidation metabolisiert. Der Hauptmetabolit ist Irbesartanglukuronid

(ungefähr 6%). In-vitro-Studien zeigten, dass Irbesartan in erster Linie durch das Cytochrom P450-

Enzym CYP2C9 oxidiert wird. Der Effekt des Isoenzyms CYP3A4 ist vernachlässigbar.

Elimination

Irbesartan hat im therapeutischen Dosisbereich eine lineare Pharmakokinetik mit einer terminalen

Eliminationshalbwertszeit von 11-15 Stunden.

Die Gesamtkörperclearance und die renale Clearance von Irbesartan (nach intravenöser

Verabreichung) beträgt 157-176 bzw. 3-3,5 ml/Minute.

Irbesartan und seine Metaboliten werden sowohl über die Galle als auch über die Nieren

ausgeschieden. Nach oraler und nach intravenöser Verabreichung von 14C-Irbesartan werden etwa

20% der Radioaktivität im Urin, der Rest in den Faeces wiedergefunden. Weniger als 2% der

verabreichten Dosis werden als nicht metabolisiertes Irbesartan im Urin ausgeschieden.

Hydrochlorothiazid wird nicht metabolisiert, sondern rasch renal eliminiert. Die durchschnittliche

Plasmahalbwertszeit von Hydrochlorothiazid beträgt 5-15 Stunden. Mindestens 61% der oralen

Dosis werden innerhalb von 24 Stunden unverändert ausgeschieden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

In einer Studie wurden bei weiblichen Patienten mit Bluthochdruck etwas höhere

Plasmakonzentrationen von Irbesartan beobachtet. Es bestand jedoch kein Unterschied in der

Halbwertszeit und Akkumulation von Irbesartan nach Mehrfachdosierung. Bei weiblichen Patienten

ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Eingeschränkte Nierenfunktion: Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder bei Patienten

unter Hämodialyse ist die Pharmakokinetik von Irbesartan nicht wesentlich verändert. Irbesartan ist

nicht hämodialysierbar. Es wird berichtet, dass die Eliminationshalbwertszeit von

Hydrochlorothiazid bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (<20 ml/min) auf 21 Stunden

ansteigt.

CoAprovel darf Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatininclearance ≤30 ml/min)

nicht verabreicht werden (siehe «Kontraindikationen»).

Eingeschränkte Leberfunktion: Bei Patienten mit einer geringen oder mässigen Leberzirrhose sind

sowohl die AUC wie auch die Cmax von Irbesartan erhöht. Die Werte unterscheiden sich statistisch

aber nicht signifikant von denjenigen bei Personen ohne Leberschädigung.

Patienten mit einer schweren Leberzirrhose wurden nicht untersucht.

Ältere Patienten: Bei älteren Probanden (≥65 Jahre) waren die Plasma-AUC und Cmax-Werte höher

als bei jungen Probanden (18–40 Jahre). Die terminale Halbwertszeit war jedoch nicht wesentlich

verändert. Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Präklinische Daten

Mutagenität/Karzinogenität/Teratogenität

Irbesartan: Es gibt keine Hinweise auf eine mutagene oder kanzerogene Wirkung.

Bei Kaninchen wurde in einer signifikant toxischen Dosis auf das Muttertier Abort und Resorption in

der Frühphase (einschliesslich Absterben der Föten) festgestellt.

Sowohl bei Ratten als auch bei Kaninchen wurden keine teratogenen Wirkungen beobachtet.

Irbesartan wird in die Milch laktierender Ratten ausgeschieden: Bei den Nachkommen der

Muttertiere, die während der Laktationsperiode Irbesartan erhielten, wurde vor dem Abstillen eine

leicht verzögerte Zunahme des Körpergewichts festgestellt.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Medikament darf nicht nach dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

CoAprovel in der Originalpackung bei Raumtemperatur (15-25 °C), vor Feuchtigkeit geschützt und

ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

54842 (Swissmedic).

Packungen

CoAprovel 150/12.5: Filmtabletten zu 150 mg Irbesartan und 12.5 mg Hydrochlorothiazid: 28 und

98 (B)

CoAprovel 300/12.5: Filmtabletten zu 300 mg Irbesartan und 12.5 mg Hydrochlorothiazid: 28 und

98 (B)

CoAprovel 300/25: Filmtabletten zu 300 mg Irbesartan und 25 mg Hydrochlorothiazid: 28 und

98 (B)

Zulassungsinhaberin

sanofi-aventis (schweiz) ag, 1214 Vernier/GE.

Stand der Information

April 2018.

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