Alendronat Helvepharm 10 mg Tabletten

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25-10-2018

Lastnosti izdelka Lastnosti izdelka (SPC)

25-10-2018

Aktivna sestavina:
Säure alendronicum
Dostopno od:
Helvepharm AG
Koda artikla:
M05BA04
INN (mednarodno ime):
acid alendronicum
Farmacevtska oblika:
Tabletten
Sestava:
Säure alendronicum 10 mg, natrii alendronas trihydricus, excipiens pro compresso.
Razred:
B
Terapevtska skupina:
Synthetika
Terapevtsko območje:
Osteoporose
Številka dovoljenja:
58010
Datum dovoljenje:
2007-09-05

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Patienteninformation

Alendronat Helvepharm

Helvepharm AG

Was ist Alendronat Helvepharm und wann wird es angewendet?

Alendronat ist ein sogenanntes Bisphosphonat. Es stoppt den bei Frauen nach der Menopause

(Wechseljahre) und auch den bei Männern auftretenden Knochenschwund (Osteoporose). Alendronat

Helvepharm hilft den Knochen wieder aufzubauen und trägt dazu bei, dass der Knochen weniger

leicht bricht.

Alendronat Helvepharm erhalten Sie ausschliesslich auf Verschreibung des Arztes bzw. Ihrer Ärztin.

Was sollte dazu beachtet werden?

Was ist Osteoporose und warum sollte sie behandelt werden?

Unter Osteoporose versteht man ein Dünner- und Schwächerwerden der Knochen, wie dies häufig

bei Frauen nach der Menopause aber auch bei Männern beobachtet wird.

Im frühen Stadium zeigt die Osteoporose üblicherweise keine Symptome. Wenn sie unbehandelt

bleibt, können Knochenbrüche auftreten. Obwohl Brüche normalerweise schmerzhaft sind, können

Wirbelbrüche auch unbemerkt bleiben bis sie durch einen Verlust an Körpergrösse entdeckt werden.

Die Knochenbrüche können während normalen alltäglichen Aktivitäten auftreten, wie z.B. beim

Aufstehen oder bei leichten Belastungen, welche beim normalen Knochen nicht zu einem Bruch

führen würden. Die Brüche treten üblicherweise an der Hüfte, an der Wirbelsäule oder am

Handgelenk auf und können nicht nur Schmerzen verursachen, sondern auch erhebliche

Deformierungen (wie stark gebeugte Haltung durch Verkrümmung der Wirbelsäule) und

Behinderungen (Mobilitätsverlust).

Osteoporose bei Frauen nach der Menopause

Die Menopause tritt ein, wenn die Eierstöcke entfernt werden oder aufhören, das weibliche Hormon

Östrogen zu produzieren. Nach der Menopause wird Knochen schneller abgebaut als aufgebaut, so

dass Knochenschwund auftritt und die Knochen schwächer werden. Je früher die Menopause eintritt,

desto grösser ist das Osteoporoserisiko.

Osteoporose bei Männern

Es gibt manche Faktoren, die zu einer Osteoporose bei Männern führen können.

Wie kann die Osteoporose behandelt werden?

Zusätzlich zu Alendronat Helvepharm kann Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin auch eine oder mehrere

Veränderungen in Ihren Lebensgewohnheiten empfehlen:

Sport: Fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, bevor Sie mit irgendeinem Übungsprogramm

beginnen, da bei schon bestehender Osteoporose gewisse Sportarten eher riskant sind.

Essen: Beachten Sie eine ausgewogene Ernährung. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann Sie über eine

Änderung Ihrer Ernährung oder eine Ergänzung zur Diät beraten.

Warum ist eine kontinuierliche Behandlung wichtig?

Die Langzeitbehandlung ist wichtig, um ein weiteres Fortschreiten des Knochenschwundes zu

verhindern, den Knochen wieder aufzubauen und dadurch das Risiko für Knochenbrüche zu

vermindern. Es ist deshalb wichtig, dass Sie die Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin

bezüglich der Einnahme von Alendronat Helvepharm befolgen.

Wann darf Alendronat Helvepharm nicht eingenommen/angewendet werden?

Nehmen Sie Alendronat Helvepharm nicht ein, wenn Sie auf irgendeinen der Inhaltsstoffe

überempfindlich (allergisch) reagieren.

Sie dürfen Alendronat Helvepharm ebenfalls nicht einnehmen, wenn Sie

·bestimmte Beschwerden in der Speiseröhre haben,

·nicht in der Lage sind, nach Einnahme von Alendronat Helvepharm mindestens 30 Minuten lang

aufrecht zu stehen, zu sitzen oder zu gehen,

·an einer akuten Entzündung des Magen-Darm-Traktes leiden,

·Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen gesagt hat, dass Sie gegenwärtig einen tiefen Kalziumspiegel im

Blut haben,

·an einem mangelhaften Einbau von Mineralstoffen in das Skelett leiden,

·eine schwer eingeschränkte Nierenfunktion haben,

·schwanger sind oder stillen.

Alendronat Helvepharm ist nicht indiziert für die Verwendung bei Kindern und Jugendlichen.

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Alendronat Helvepharm Vorsicht geboten?

Berichten Sie Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin über alle

medizinischen oder zahnmedizinischen Probleme, die Sie haben oder früher gehabt haben, sowie

über Ihnen bekannte Nierenleiden, Allergien und ob Sie rauchen oder früher geraucht haben. Wenn

Sie Schluckprobleme oder regelmässig schwerwiegende Verdauungsprobleme haben, informieren

Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, bevor Sie Alendronat Helvepharm einnehmen.

Nahrungsmittel und Getränke (ausgenommen Leitungswasser), sowie andere Arzneimittel, die

innerhalb 30 Minuten nach der Einnahme von Alendronat Helvepharm eingenommen werden,

vermindern die Wirkung von Alendronat Helvepharm, weil diese seine Aufnahme in den Körper

verhindern. Dies gilt insbesondere für Antazida (Arzneimittel gegen Magenbrennen wie z.B.

Alucol®, Gelusil®, Rennie®, Ulcogant®), Kalziumzusätze und Vitamine (siehe auch «Wie

verwenden Sie die Alendronat Helvepharm Tabletten zu 70 mg?»).

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin immer über alle Arzneimittel, die Sie gerade einnehmen

oder einzunehmen gedenken (insbesondere Vitamin-D-Analoga, wie Rocaltrol®), auch über solche,

die Sie ohne Rezept erhalten.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen.

Unter Alendronat Helvepharm wurde über Nebenwirkungen berichtet, welche die

Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen können. Die

individuelle Reaktion auf Alendronat Helvepharm kann variieren (siehe «Welche Nebenwirkungen

kann Alendronat Helvepharm haben?»).

Alendronat Helvepharm enthält Milchzucker (Laktose). Wenn bei Ihnen eine Milchzucker-

Unverträglichkeit besteht, sollten Sie Alendronat Helvepharm nicht einnehmen.

Darf Alendronat Helvepharm während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit

eingenommen/angewendet werden?

Nehmen Sie Alendronat Helvepharm nicht ein, wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Wie verwenden Sie die Alendronat Helvepharm Tabletten zu 70 mg?

Um vollumfänglich von Alendronat Helvepharm zu profitieren und damit eine Reizung der

Speiseröhre verhindert wird, sollten Sie auf folgende Punkte achten:

·Wählen Sie denjenigen Wochentag, der am besten in Ihren Terminplan passt. Nehmen Sie an

diesem von Ihnen gewählten Tag jede Woche eine Tablette zu 70 mg Alendronat Helvepharm.

·Nehmen Sie Alendronat Helvepharm Tablette zu 70 mg morgens nach dem Aufstehen auf

nüchternen Magen, zusammen mit genügend Leitungswasser (2 dl), andere Getränke wie

Mineralwasser, Fruchtsaft, Tee oder Kaffee können die Wirkung vermindern. Die Tablette darf nicht

gelutscht oder gekaut werden. Es ist wichtig, dass Alendronat Helvepharm mit Leitungswasser und

nicht mit Mineralwasser eingenommen wird. Sollte das Leitungswasser ungeniessbar sein (z.B. auf

Reisen), ist ein kalziumarmes (weniger als 100 mg Kalzium pro Liter), kohlensäurefreies Wasser zu

verwenden.

·Bleiben Sie für mindestens 30 Minuten in aufrechter Haltung (sitzen, stehen oder gehen), nachdem

Sie Alendronat Helvepharm eingenommen haben, und legen Sie sich bis zur ersten

Nahrungsaufnahme nicht wieder hin. So gelangt die Alendronat Helvepharm Tablette rasch in den

Magen und kann ihre Wirkung optimal entfalten, zudem wird so eine Reizung der Speiseröhre

verhindert. Aus diesem Grund sollten Sie Alendronat Helvepharm auf keinen Fall vor dem

Aufstehen oder vor dem Schlafengehen einnehmen.

·Nehmen Sie während den 30 Minuten nach Einnahme von Alendronat Helvepharm keine andere

Nahrung, Getränke oder andere Arzneimittel (einschliesslich Antazida, Kalziumzusätze und

Vitamine) zu sich. Normales Leitungswasser ist erlaubt. Alendronat Helvepharm wirkt nur dann,

wenn es mit Wasser auf leeren Magen eingenommen wird.

·Falls Beschwerden oder Schmerzen beim Schlucken oder Brustschmerzen auftreten, oder

Sodbrennen auftritt oder sich verschlimmert, nehmen Sie Alendronat Helvepharm nicht weiter ein

und verständigen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

·Falls Sie einmal eine Tablette vergessen haben, warten Sie bis zum nächsten Morgen und nehmen

Sie dann die Tablette ein. Nehmen Sie nie zwei Tabletten am gleichen Tag ein. Nehmen Sie die

nächste Tablette zu 70 mg wie gewohnt an dem von Ihnen ursprünglich gewählten Wochentag ein.

·Es ist wichtig, dass Sie Alendronat Helvepharm solange einnehmen, wie es Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre

Ärztin verschrieben hat. Da nicht bekannt ist, wie lange Sie Alendronat Helvepharm einnehmen

sollten, sollten Sie die Notwendigkeit dieses Arzneimittel weiterhin einzunehmen mit Ihrem Arzt

bzw. Ihrer Ärztin periodisch besprechen, um zu entscheiden, ob Alendronat Helvepharm immer noch

richtig ist für Sie.

·Sollten Sie zuviele Tabletten eingenommen haben: Trinken Sie ein volles Glas Milch und setzen Sie

sich sofort mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin in Verbindung. Versuchen Sie nicht zu erbrechen und

legen Sie sich nicht hin.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung des Arzneimittels. Wenn Sie glauben, das

Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw.

mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Alendronat Helvepharm haben?

Bei einigen Patientinnen und Patienten können Magen-Darmstörungen (z.B. Magenschmerzen,

Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Verstopfung, Völlegefühl, Durchfall, Blähungen,

Schluckstörungen, Übelkeit, Erbrechen, schwarzer und/oder blutiger Stuhl) auftreten. Es können

schwerwiegende Verdauungsstörungen, wie Reizung oder Geschwürbildung der Speiseröhre

auftreten, welche Brustschmerzen, Sodbrennen, Schluckbeschwerden oder Schmerzen beim

Schlucken verursachen können. Dies kann insbesondere dann auftreten, wenn die Patientinnen oder

Patienten die Tablette zu 70 mg Alendronat Helvepharm mit weniger als 2 dl Leitungswasser

einnehmen und/oder wenn sie sich innerhalb von weniger als 30 Minuten nach Einnahme bzw. vor

Einnahme der ersten Mahlzeit wieder hinlegen. Eine solche Reizung kann sich verstärken, wenn die

Behandlung mit Alendronat Helvepharm trotz Auftreten der Symptome fortgesetzt wird.

Es können Kopfschmerzen, Knochen-, Muskel- und/oder Gelenkschmerzen auftreten, die selten

schwerwiegend sind. Patienten die schwerwiegende Knochen-, Muskel- und/oder Gelenkschmerzen

beobachten, sollten Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren. Bei den meisten Patienten verschwinden

die Symptome nach dem Absetzen des Arzneimittels. Schwellungen der Gelenke oder

Anschwellungen der Hände oder Füsse können ebenfalls selten auftreten.Vorübergehende

grippeähnliche Symptome (selten mit Fieber), typischerweise bei Beginn der Behandlung, sind

aufgetreten. In seltenen Fällen wurde Juckreiz, Augenschmerzen oder Augenentzündungen,

Ohrenschmerzen oder Hautausschlag beobachtet, der gelegentlich durch Sonnenlicht verschlimmert

wurde. Über Haarausfall wurde berichtet. Selten können schwere Hautreaktionen auftreten.

Allergische Reaktionen, wie Nesselfieber oder Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder

Rachen, was Atem- oder Schluckprobleme verursachen kann, treten selten auf. Schwindel oder ein

veränderter Geschmackssinn können auftreten. Magengeschwüre (wenige davon schwerwiegend)

sind selten aufgetreten. Geschwüre im Mund können auftreten, wenn die Tablette gekaut oder

gelutscht wird.

Selten wurde nach Zahnextraktion über verspätete Heilung und Infektionen im Kiefer berichtet.

Es wurden Fälle von Oberschenkelfrakturen ohne Gewalteinwirkung berichtet. Kontaktieren Sie

Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie neue oder ungewöhnliche Schmerzen im Bereich der Hüfte

oder des Oberschenkels bemerken.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin sofort, wenn Sie

solche oder andere ungewöhnliche Symptome beobachten.

Was ist ferner zu beachten?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel ausserhalb der Reichweite von Kindern auf.

Bewahren Sie die Tabletten Alendronat Helvepharm 70 mg bei Raumtemperatur (15–25 °C) auf.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Diese Personen

verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in der Tablette Alendronat Helvepharm 70 mg enthalten?

1 Tablette Alendronat Helvepharm 70 mg enthält als Wirkstoff 70 mg Alendronat (als Alendronat-

Natrium) und Hilfsstoffe zur Herstellung der Tablette.

Zulassungsnummer

58010 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie die Tabletten Alendronat Helvepharm 70 mg? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Die Tabletten Alendronat Helvepharm 70 mg sind in Monatspackungen zu 4 und

Dreimonatspackungen zu 12 Tabletten erhältlich.

Zulassungsinhaberin

Helvepharm AG, Frauenfeld.

Diese Packungsbeilage wurde im November 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

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Fachinformation

Alendronat Helvepharm

Helvepharm AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Alendronsäure als Alendronat Natriumtrihydrat.

Hilfsstoffe: Tabletten: Excipiens pro compresso.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Tabletten mit 70 mg Alendronsäure als Alendronat Natriumtrihydrat 91,36 mg.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Alendronat Helvepharm ist indiziert zur Behandlung der Osteoporose bei Frauen nach der

Menopause und bei Männern.

Dosierung/Anwendung

Behandlung der Osteoporose

Die empfohlene Dosierung beträgt eine Wochentablette (70 mg) pro Woche.

Die optimale Anwendungsdauer ist nicht bestimmt worden. Bei allen Patienten unter Bisphosphonat-

Therapie sollte die Notwendigkeit für das Fortsetzen der Therapie auf periodischer Basis reevaluiert

werden (siehe «Klinische Wirksamkeit»).

Alendronat Helvepharm sollte mindestens eine halbe Stunde vor dem ersten Essen, Trinken oder der

Einnahme von anderen Arzneimitteln mit einem vollen Glas (Leitungs-)Wasser eingenommen

werden, da andere Getränke (wie z.B. Mineralwasser, Fruchtsaft, Kaffee), Nahrungsmittel und

gewisse Arzneimittel die Absorption von Alendronat Helvepharm beeinträchtigen können (siehe

«Interaktionen» und «Pharmakokinetik»).

Um den Transport zum Magen zu erleichtern und dem Risiko von lokalen und ösophagealen

Reizungen/Nebenwirkungen vorzubeugen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»),

·soll Alendronat Helvepharm nur nach dem Aufstehen mit einem vollen Glas Wasser geschluckt

werden;

·die Patienten sollen die Tablette nicht kauen und vermeiden, dass sich die Tablette bereits im Mund

auflöst;

·die Patienten sollten sich nach Einnahme frühestens nach 30 Minuten und nach der ersten

Nahrungsaufnahme bei Bedarf wieder hinlegen; Alendronat Helvepharm soll nicht vor dem

Schlafengehen oder vor dem Aufstehen eingenommen werden.

Die Patienten sollten zusätzlich Calcium und Vitamin D erhalten, wenn die Aufnahme mit der

Nahrung ungenügend ist (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Spezielle Populationen

Bei älteren Patienten oder solchen mit leicht und mässig gradig eingeschränkter Nierenfunktion

(Kreatinin-Clearance 30 bis 60 ml/min) ist keine Anpassung der Dosierung notwendig. Alendronat

Helvepharm wird bei Patienten mit stärker ausgeprägter Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <30

ml/min) aufgrund mangelnder Erfahrungen nicht empfohlen (siehe «Kontraindikationen»).

Kinder und Jugendliche

Alendronat Helvepharm ist nicht indiziert für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen.

Kontraindikationen

Akute Entzündungen des GI-Traktes.

Klinisch manifeste Osteomalazie.

Erkrankungen des Oesophagus, die den Transport in den Magen verzögern können, wie Strikturen

oder Achalasie.

Unvermögen, 30 Minuten lang eine aufrechte Haltung einzunehmen (sitzen, stehen oder gehen).

Niereninsuffizienz mit einer Kreatinin-Clearance <30 ml/min.

Überempfindlichkeit auf irgendeinen Bestandteil des Produkts.

Hypokalzämie (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Schwangerschaft/Stillzeit.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Eine Hypokalzämie muss vor Einleitung der Behandlung mit Alendronat Helvepharm korrigiert

werden (siehe «Kontraindikationen»). Deshalb ist bei diesen Patienten auf eine angemessene

Calciumzufuhr zu achten. Andere Störungen des Mineralstoffwechsels (z.B. ein Mangel an Vitamin

D) sollten ebenfalls behandelt werden (siehe auch «Interaktionen»). Bei Patienten mit diesen

Störungen sollten das Serum Kalzium monitoriert und auf Symptome einer Hypokalzämie während

der Therapie mit Alendronat Helvepharm geachtet werden.

Im Rahmen der Behandlung mit Alendronat können geringe asymptomatische Senkungen von

Serumkalzium und Phosphat auftreten, besonders bei Patienten, die Glucocorticoide erhalten, kann

die Kalziumabsorption vermindert sein. Jedoch wurden selten Fälle symptomatischer Hypokalzämie

berichtet, manche auch schwer, die oft bei Patienten mit entsprechenden prädisponierenden Faktoren

auftraten (z.B. Hypoparathyreoidismus, Vitamin-D-Mangel und Calcium-Malabsorption) (siehe

«Unerwünschte Wirkungen»).

Alendronsäure kann, ebenso wie andere Bisphosphonate, eine lokale Irritation der Mukosa des

oberen Gastrointestinaltraktes verursachen. Es wurde über Nebenwirkungen im Oesophagus – wie

Oesophagitis, Ulcera und Erosion des Oesophagus, selten gefolgt von Strikturen oder Perforationen –

während einer Therapie mit Alendronsäure berichtet. In einigen Fällen waren diese Nebenwirkungen

schwer und erforderten eine Hospitalisierung. Der Arzt sollte daher auf Anzeichen oder Symptome

einer möglichen Reaktion des Oesophagus achten und die Patienten sollen angewiesen werden, bei

Auftreten von Schluckbeschwerden, Schluckschmerzen, retrosternalen Schmerzen bzw. Auftreten

oder Verschlechterung von Sodbrennen, Alendronat Helvepharm abzusetzen und sich an ihren Arzt

zu wenden. Das Risiko schwerer unerwünschter Wirkungen auf den Oesophagus scheint bei

Patienten, die Alendronat Helvepharm nicht vorschriftsgemäss einnehmen oder nach Auftreten von

Symptomen, die auf eine oesophageale Reizung hinweisen, weiterhin einnehmen, grösser zu sein.

Für die Wirksamkeit und gute Verträglichkeit ist es daher besonders wichtig, dass den Patienten die

Dosierungsanleitung erklärt wird und darauf zu achten, dass sie diese auch verstanden haben (siehe

«Dosierung/Anwendung»). Die Patienten sollen darauf hingewiesen werden, dass eine Missachtung

der Anwendungshinweise das Risiko von Nebenwirkungen im Oesophagus erhöhen kann.

Während in den grossen klinischen Studien kein erhöhtes Risiko festgestellt werden konnte, gab es

seltene postmarketing Berichte von gastrischen und duodenalen Ulcera, einige schwerwiegend und

mit Komplikationen.

Aufgrund einer möglichen Reizung der Mukosa des oberen Gastrointestinaltrakts und dem

möglichen Potential zur Verschlechterung einer bereits vorliegenden Erkrankung soll Alendronat

Helvepharm bei bestehenden Problemen im oberen Gastrointestinaltrakt – wie Schluckbeschwerden,

oesophagealem Reflux, Barrett's Ösophagus, Gastritis, Duodenitis oder Ulcera – nur mit Vorsicht

gegeben werden.

Lokalisierte Osteonekrose des Kiefers im Allgemeinen in Verbindung mit Zahnextraktion und/oder

lokaler Infektion (einschliesslich Osteomyelitis), verbunden mit verzögerter Heilung, wurde selten

mit oralen Bisphosphonaten berichtet (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Die meisten Fälle von

Bisophosphonat-assoziierter Osteonekrose des Kiefers traten bei Krebspatienten auf, die mit

intravenös verabreichten Bisphosphonaten behandelt wurden. Bekannte Risikofaktoren für

lokalisierte Kiefernekrose sind maligne Erkrankungen und deren Behandlungen (z.B.

Chemotherapie, Radiotherapie, Kortikosteroide, Angiogenese-Inhibitoren), schlechte Mundhygiene,

Ko-Morbiditäten wie vorbestehende parodontale und dentale Erkrankungen, Anämie, Koagulopathie,

Infektionen sowie Rauchen. Patienten, die lokalisierte Kiefernekrosen entwickeln, sollten die

Behandlung eines entsprechenden Spezialisten erhalten und ein Therapieabbruch sollte basierend auf

der individuellen Nutzen-Risikosituation erwogen werden. Operative Zahnbehandlungen können die

Problematik verstärken. Wenn bei Patienten invasive dentalchirugische Massnahmen (wie

Zahnextraktion, Implantate) notwendig sind, sollte der behandelnde Arzt und/oder Dentalchirurg den

Behandlungsplan, einschliesslich Bisphosphonatbehandlung, für jeden Patienten individuell nach

entsprechender Nutzen-Risikoanalyse anpassen.

Knochen-, Gelenk- und/oder Muskelschmerzen wurden bei Patienten unter Behandlung mit

Bisphosphonaten beobachtet. Diese Symptome wurden in den Berichten nach Markteinführung

selten als schwerwiegend und/oder einschränkend beschrieben (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).

Der Zeitraum bis zum Auftreten dieser Symptome variierte von einem Tag bis zu mehreren Monaten

nach Beginn der Behandlung. Bei den meisten Patienten verschwanden die Symptome nach dem

Absetzen der Behandlung wieder. Bei einem Teil der Patienten traten die Symptome nach

Wiederaufnahme mit dem gleichen oder einem anderen Bisphosphonat wieder auf.

Über «low-energy» Frakturen, welche subtrochanter oder im Bereich des proximalen Femurschaftes

lokalisiert sind, ist bei einer geringen Anzahl von Patienten, welche über längere Zeit (gewöhnlich

länger als 3 Jahre) mit Bisphosphonaten behandelt wurden, berichtet worden. Einige davon waren

Stressfrakturen (wobei einige davon als Insuffizienz-Frakturen bezeichnet wurden), welche in

Abwesenheit eines offensichtlichen Traumas aufgetreten sind. Einige Patienten verspürten

vorausgehend Schmerzen in der betroffenen Lokalisation, oft assoziiert mit radiologischen Zeichen

einer Stressfraktur, welche der kompletten Fraktur Wochen bis Monate vorausgingen. Ungefähr ein

Drittel dieser Frakturen waren bilateral. Deshalb sollte bei Patienten, welche eine Femurschaft-

Stressfraktur erlitten haben, der kontralaterale Femur ebenfalls untersucht werden. Stressfrakturen

mit ähnlicher Klinik sind auch bei Patienten bekannt, welche nicht mit Bisphosphonaten behandelt

wurden. Patienten mit vermuteten Stressfrakturen sollten evaluiert werden, inklusive Evaluation von

bekannten Ursachen und Risikofaktoren (z.B. Vitamin D Mangel, Malabsorption,

Glucocorticoidbehandlung, vorausgehende Stressfraktur, Arthritis oder Fraktur der unteren

Extremität, extreme oder erhöhte körperliche Belastung, Diabetes mellitus, chronischer

Alkoholabusus) und angemessen orthopädisch behandelt werden. Bei Patienten mit Stressfrakturen

sollte bis zur Evaluation des Patienten ein Absetzen der Bisphosphonat-Therapie in Betracht gezogen

werden, basierend auf einer individuellen Risiko-Nutzen-Analyse.

Die Patienten sollten darauf hingewiesen werden, dass sie wenn sie eine Dosis der Alendronat

Helvepharm Wochentablette 70 mg vergessen haben, diese auch noch am nächsten Morgen

einnehmen können. Sie sollten keinesfalls 2 Tabletten am selben Tag einnehmen. Es sollte dann

wieder zum wöchentlichen Einnahmeschema übergegangen und die Tablette am ursprünglich

gewählten Wochentag eingenommen werden.

Neben Hormonmangel, Alter und Glucocorticoidbehandlung sollten auch andere Ursachen für eine

Osteoporose in Betracht gezogen werden.

In klinischen Studien erhielten viele Patienten neben Alendronsäure auch Multivitamin-Präparate

(inkl. Vitamin-D-Präparate). Die zusätzliche Gabe von aktiven Vitamin-D-Analoga (z.B. Calcitriol)

oder Vitamin D in Dosen höher als die Substitutionsdosis ist nicht untersucht worden und wird

deshalb nicht empfohlen.

Alendronat Helvepharm Tabletten enthalten Lactose. Wegen dieses Laktosegehaltes sollten

Patienten, die unter seltenen Erbkrankheiten leiden wie z.B. Galaktoseintoleranz, Laktasemangel

oder Glukose-/Galaktose-Malabsorption, Alendronat Helvepharm nicht einnehmen.

Interaktionen

Nahrungsmittel mit hohem Calciumgehalt, wie z.B. Milch und Milchprodukte, und zusätzliche

Calciumgaben (Mineralpräparate, Vitamine mit Mineralzusatz), Antacida, Magnesium und gewisse

oral eingenommene Arzneimittel beeinflussen die Absorption von Alendronsäure. Aus diesem Grund

müssen Patienten nach der Einnahme von Alendronat Helvepharm mindestens eine halbe Stunde

warten, bevor sie ein anderes Arzneimittel oder Nahrungsmittel/Getränke einnehmen. Eine Co-

Medikation mit aktiven Vitamin-D-Analoga (z.B. Calcitriol) oder Fluorid zur Behandlung der

Osteoporose ist nicht untersucht worden und wird nicht empfohlen (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

In Studien wo bei Frauen mit postmenopausaler Osteoporose Alendronsäure in Kombination mit

Östrogenen (intravaginal, transdermal oder oral) verabreicht wurde, wurden keine unerwünschten

Wirkungen beobachtet, welche mit der gleichzeitigen Einnahme der beiden Substanzen in

Zusammenhang standen.

Im Hinblick einer Interaktion auf die Proteinbindung, die Ausscheidung im Urin oder den

Metabolismus von anderen Arzneimitteln wurden keine systematischen Studien durchgeführt; es

werden jedoch keine klinisch bedeutsamen Interaktionen mit anderen Arzneimitteln erwartet (siehe

«Pharmakokinetik»). In Osteoporosestudien bei Männern, postmenopausalen Frauen und

glucocorticoid-induzierter Osteoporose bei Männern und Frauen wurden auch keine entsprechenden

Beobachtungen gemacht.

Intravenös verabreichtes Ranitidin verdoppelte die Bioverfügbarkeit von oral appliziertem

Alendronat. Die klinische Relevanz dieses Befundes, sowie ob auch orale

Protonenpumpeninhibitoren ähnliche Erhöhungen bewirken, ist nicht bekannt.

Da die Anwendung von NSAR mit gastrointestinalen Irritationen einhergehen kann, sollen NSAR

nur mit Vorsicht gleichzeitig mit Alendronat angewendet werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Reproduktionsstudien bei Tieren haben keine Risiken für die Föten gezeigt, aber man verfügt über

keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen. Alendronat Helvepharm sollte deshalb

schwangeren Frauen nicht verabreicht werden (siehe «Kontraindikationen»).

Alendronat Helvepharm wurde bei stillenden Müttern nicht untersucht und sollte bei diesen nicht

angewendet werden (siehe «Kontraindikationen»).

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es sind keine Studien über die Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen durchgeführt worden. Jedoch können gewisse unerwünschte Wirkungen,

über welche bei der Anwendung von Alendronat Helvepharm berichtet wurden, die

Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen. Die

individuelle Reaktion auf Alendronat Helvepharm kann variieren (siehe «Unerwünschte

Wirkungen»).

Unerwünschte Wirkungen

Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden in klinischen Studien und/oder nach

Markteinführung mit Alendronat beobachtet: häufig: ≥1/100, <1/10; gelegentlich: ≥1/1000, <1/100;

selten: ≥1/10'000, <1/1000; sehr selten <1/10'000, einschliesslich Einzelfälle:

Störungen des Immunsystems

Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen einschliesslich Urticaria und Angioödem.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Selten: symptomatische Hypokalzämie, im Allgemeinen in Verbindung mit prädisponierenden

Faktoren (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Störungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen.

Über Schwindel und Dysgeusie wurde seit der Markteinführung berichtet.

Augenleiden

Selten: Uveitis, Skleritis, Episkleritis.

Gastrointestinale Beschwerden

Häufig: Bauchschmerzen, Dyspepsie, Verstopfung, Diarrhö, Flatulenz, Oesophagusulkus,

Dysphagie, Völlegefühl, Reflux.

Gelegentlich: Nausea, Erbrechen, Gastritis, Oesophagitis, Oesophaguserosionen, Melaena.

Selten: oesophagale Strikturen, oropharyngale Ulcera, gastrische Ulcera, duodenale Ulcera, obere

gastrointestinale PUB (Perforationen, Ulcera, Blutung) (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Hautausschlag, Pruritus, Erythem.

Selten: Hautausschlag mit Photosensibilität, Alopezie.

Sehr selten und Einzelfälle: schwerwiegende Hautreaktionen, einschliesslich Stevens-Johnsons

Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse.

Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und der Knochen

Häufig: muskuloskeletale Schmerzen (Knochen, Muskel oder Gelenk).

Selten: geschwollene Gelenke, schwere muskuloskeletale Schmerzen (Knochen, Muskel oder

Gelenk) (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Über lokalisierte Osteonekrose des Kiefers im Allgemeinen in Verbindung mit Zahnextraktion

und/oder lokaler Infektion (einschliesslich Osteomyelitis), verbunden mit verzögerter Heilung, wurde

seit Markteinführung berichtet.

Über «low-energy» Frakturen des Femurschafts wurde seit Markteinführung berichtet (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Allgemeine Störungen

Selten: periphere Ödeme, transiente Symptome im Sinne einer Akut-Phasen-Reaktion (Myalgie,

Malaise, Asthenie und Fieber) wurden beobachtet, die meist bei Therapiebeginn auftraten.

Funktionsstörungen des Ohrs und des Innenohrs

Über Vertigo und selten über Cholesteatom des äusseren Gehörgangs (fokale Osteonekrose) wurde

seit der Markteinführung berichtet.

Laborresultate

In klinischen Studien wurde ein asymptomatisches, leichtes und vorübergehendes Absinken von

Serum-Calcium und -Phosphat bei etwa 18% bzw. 10% der Patientinnen unter Alendronat 10 mg pro

Tag versus 12% bzw. 3% unter Placebo beobachtet. Ein Absinken von Serum-Calcium unter 8,0

mg/dl (2,0 mmol/l) und von Serum-Phosphat ≤2,0 mg/dl (0,65 mmol/l) wurde jedoch in beiden

Behandlungsgruppen gleich häufig beobachtet.

Überdosierung

Über die Behandlung einer Überdosierung von Alendronat Helvepharm beim Menschen liegen keine

spezifischen Informationen vor. Hypokalzämie, Hypophosphatämie und obere gastrointestinale

unerwünschte Wirkungen, wie Magenverstimmung, Sodbrennen, Oesophagitis, Gastritis oder Ulcera

können auf orale Überdosierung zurückgehen. Es sollen Milch oder Antazida verabreicht werden,

welche Alendronat binden. Aufgrund des Risikos einer Oesophagusirritation sollte kein Erbrechen

herbeigeführt werden und der Patient soll in aufrechter Position bleiben.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: M05BA04

Wirkungsmechanismus

Alendronat ist ein Bisphosphonat, das sich aufgrund von tierexperimentellen Studien vorwiegend in

Zonen der Knochenresorption (speziell unter Osteoklasten) anlagert und die osteoklastische

Knochenresorption ohne direkte Auswirkungen auf die Knochenbildung hemmt. Weil

Knochenbildung und Knochenresorption gekoppelt sind, nimmt als Folge die Knochenbildung ab,

allerdings weniger stark als die Knochenresorption. Dies führt zu einer fortschreitenden Zunahme der

Knochenmasse. Unter einer Behandlung mit Alendronat wird normaler Knochen gebildet und

Alendronat in einer pharmakologisch inaktiven Form in die Matrix integriert.

Klinische Wirksamkeit

Behandlung der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen

Wirkung auf die Knochendichte

Die Wirksamkeit einer täglichen Dosis von 10 mg Alendronsäure bei Frauen mit Osteoporose nach

der Menopause konnte in 4 klinischen Studien mit einer Dauer von 2 oder 3 Jahren bestätigt werden.

Bei den mit 10 mg Alendronsäure pro Tag behandelten Patientinnen betrug die durchschnittliche

Zunahme der Knochendichte (Bone Mineral Density [BMD]) im Vergleich zu Placebo in

Lendenwirbelsäule 8,82%, Schenkelhals 5,90% und Trochanter 7,81% (gepoolte Daten nach 3

Jahren der beiden grössten Studien mit praktisch gleicher Studienanlage, alle Studienteilnehmer in

beiden Gruppen erhielten 500 mg Calciumsupplement).

Diese Zunahmen waren in jeder Studie und für jede der untersuchten Lokalisationen statistisch

signifikant sowohl im Vergleich zu den Ausgangswerten als auch im Vergleich mit der Placebo-

Kontrollgruppe. Auch die Knochendichte des gesamten Skeletts nahm in beiden Studien signifikant

zu, sodass angenommen werden kann, dass die Knochenmasse im Bereich von Wirbelsäule und

Hüfte nicht zu Lasten anderer Skeletteile zunahm. Eine Zunahme der Knochendichte wurde schon

nach 3 Monaten und anschliessend während der ganzen Behandlungsdauer von 3 Jahren beobachtet.

Somit kehrt Alendronsäure das Fortschreiten der Osteoporose um.

In der 2-Jahresextension dieser Studien ergab die einmal tägliche Behandlung mit Alendronsäure

eine kontinuierliche Zunahme der Knochendichte an Lendenwirbelsäule und Trochanter (absolute

zusätzliche Erhöhung zwischen 3 und 5 Jahren: Lendenwirbelsäule 0,94%, Trochanter 0,88%). Die

Knochendichte an Schenkelhals, Handgelenk sowie die Gesamtknochendichte konnte erhalten

werden.

Die Wirksamkeit von Alendronsäure war unabhängig von Alter, Rasse, Knochenumsatzrate vor der

Therapie, Nierenfunktion (siehe auch «Kinetik spezieller Patientengruppen») und Begleitmedikation

(siehe auch «Interaktionen»).

Bei Patientinnen mit postmenopausaler Osteoporose wurde der Verlauf nach Absetzen einer ein-

oder zweijährigen Behandlung mit Alendronsäure geprüft. Nachdem die Behandlung mit

Alendronsäure abgesetzt wurde, kehrte die Knochenumsatzrate stufenweise wieder auf das Niveau

vor Behandlung zurück und es wurde weder eine weitere Zunahme der Knochenmasse noch ein

beschleunigter Knochenabbau beobachtet. Diese Daten weisen darauf hin, dass die tägliche

Behandlung mit Alendronsäure fortgesetzt werden muss, um eine progressive Steigerung der

Knochenmasse zu erreichen.

Die therapeutische Äquivalenz der Alendronsäure Wochentablette mit Alendronsäure 10 mg täglich

wurde in einer Einjahresstudie bei Frauen mit postmenopausaler Osteoporose gezeigt. Der mittlere

Anstieg der Knochendichte an der Lendenwirbelsäule nach einem Jahr war 5,1% (4,8, 5,4%; 95%

CI) in der Gruppe mit der Wochentablette und 5,4% (5,0, 5,8%, 95% CI) in der Gruppe mit 10 mg

Alendronsäure täglich. Die beiden Behandlungsgruppen waren ebenfalls vergleichbar in Bezug auf

die Knochendichteerhöhung an anderen Stellen des Skeletts. Mit der Wochentablette wurde nur die

Beeinflussung der Knochendichte nicht aber die Auswirkung auf die Häufigkeit der Frakturen

untersucht. Diese Daten unterstützen aber die Erwartung, dass die Alendronsäure Wochentablette die

Frakturinzidenz ähnlich wie die tägliche Behandlung reduziert (siehe unten).

Wirkung auf die Frakturhäufigkeit

Eine Auswertung der gepoolten 3-Jahres-Daten der zwei grossen Studien von postmenopausalen

Frauen mit Osteoporose (N=881; Alendronsäure: 526; Placebo: 355) ergab eine statistisch

signifikante und klinisch relevante Abnahme der Anzahl der Patientinnen, die unter Alendronsäure

einmal täglich eine oder mehrere Wirbelfrakturen erlitten hatten um 48%, im Vergleich zur mit

Placebo behandelten Gruppe (p=0,034; 3,2% unter Alendronsäure vs. 6,2% unter Placebo). Wurden

alle Patientinnen mit Wirbelfrakturen analysiert, so wurde unter Alendronsäure ein geringerer

Verlust an Körpergrösse (5,9 mm vs. 23,3 mm) gemessen, bedingt durch eine Reduktion der Zahl

und des Schweregrades der Frakturen.

Die 3-Jahres-Ergebnisse der Fracture-Intervention-Studie (FIT) bei postmenopausalen Frauen mit

Osteoporose, die mindestens eine vertebrale (Kompressions-)Fraktur vor Beginn der Studie

aufwiesen, zeigten weiter die Reduktion der Frakturinzidenz durch Alendronsäure. Die Behandlung

mit Alendronsäure ergab eine statistisch signifikante und klinisch relevante Reduktion des Anteils

Patientinnen mit: einer oder mehr neuen Wirbelfrakturen (Alendronsäure7,9% vs. Placebo 15,0%;

eine 47%ige Senkung); zwei oder mehr neuen Wirbelfrakturen (0,5% vs. 4,9%; eine 90%ige

Reduktion); einer oder mehr schmerzhaften Wirbelfrakturen (2,3% vs. 5,0%; eine 54%ige

Reduktion); irgendeiner klinischen (d.h. schmerzhaften) Fraktur (13,8% vs. 18,1%; eine 26%ige

Reduktion); Hüftfrakturen (1,1% vs. 2,2%; eine 51%ige Reduktion, p= 0,047) und

Handgelenkfrakturen (2,2% vs. 4,1%; eine 48%ige Reduktion, p= 0,013). Die Auswertung von

gepoolten Daten aus 5 anderen Osteoporose-Studien ergab eine proportional ähnliche Reduktion von

Hüft- und Handgelenksfrakturen.

Über drei Jahre war die Reduktion der Häufigkeit von Wirbelfrakturen (Alendronsäure vs. Placebo)

in der Vertebral-Fracture-Studie von FIT (in der alle Frauen mindestens eine Wirbelfraktur als

Einschlusskriterium aufwiesen) kongruent mit den Ergebnissen der vorangegangenen zwei grossen

Studien (siehe oben), bei denen 20% der Frauen eine Wirbelfraktur vor Beginn der Studie hatten.

Gesamthaft zeigen diese konsistenten Resultate die Wirksamkeit von Alendronat zur Reduktion der

Inzidenz von osteoporotischen Frakturen im Bereich der Wirbelsäule, Hüfte und Handgelenk und

somit im Bereich der häufigsten Lokalisationen von osteoporotischen Frakturen bei

postmenopausalen Frauen.

Behandlung von Osteoporose bei Männern

Obwohl Osteoporose bei Männern weniger häufig ist als bei postmenopausalen Frauen, kommt ein

signifikanter Teil der osteoporotischen Frakturen bei Männern vor. Die Prävalenz von vertebralen

Deformierungen scheint bei Männern und Frauen ähnlich zu sein. Die 2-jährige Behandlung von

Männern mit Osteoporose mit Alendronat in einer Dosierung von 10 mg täglich reduzierte die renale

Ausscheidung von cross-linked N-Telopeptiden vom Typ I Kollagen um ca. 60% und die

knochenspezifische alkalische Phosphatase um ca. 40%. Ähnliche Reduktionen wurden in einer

Einjahresstudie mit Alendronsäure 70 mg wöchentlich bei Männern mit Osteoporose beobachtet.

Die Wirksamkeit von Alendronsäure wurde bei Männern mit Osteoporose in zwei klinischen Studien

untersucht.

In einer 2 Jahresstudie hatten alle Patienten (Alter 31 bis 87, Durchschnitt 63 Jahre) entweder 1) eine

Knochendichte (BMD) T-score ≤–2 am Schenkelhals und ≤–1 an der Lendenwirbelsäule, oder 2)

eine vorliegende osteoporotische Fraktur und einen BMD T-score ≤–1 am Schenkelhals. 86 Männer

hatten verminderte freie Testosteronspiegel bei Studienbeginn. Männer mit einer ernsthafteren

Erkrankung des oberen Gastrointestinaltraktes (Ulcus usw.) innerhalb eines Jahres vor Studienbeginn

waren von der Studienteilnahme ausgeschlossen. Die Patienten der Placebo- bzw. Verum-Gruppen

erhielten 500 mg Kalzium und 400 IU Vitamin D täglich. Nach 2 Jahren war die durchschnittliche

Erhöhung der Knochendichte unter Alendronsäure 10 mg täglich im Vergleich zu Placebo wie folgt:

Lendenwirbelsäule 5,3%; Schenkelhals 2,6%; Trochanter 3,1% und Gesamtknochendichte 1,6% (alle

p ≤0,001). Konsistent mit den umfangreicheren Studien bei postmenopausalen Frauen reduzierte

Alendronsäure 10 mg täglich bei diesen Männern die Inzidenz von neuen vertebralen Frakturen

(beurteilt mit quantitativer Röntgendiagnostik) relativ zu Placebo (0,8% vs. 7,1%, p= 0,017) und

entsprechend auch den Grössenverlust (–0,6 vs. –2,4 mm; p= 0,022).

In einer Einjahresstudie (Alter 38 bis 91, Durchschnitt 66 Jahre) war die durchschnittliche Erhöhung

der Knochendichte unter Behandlung mit Alendronsäure 70 mg wöchentlich im Vergleich zu

Placebo an folgenden Stellen signifikant: Lendenwirbelsäule 2,8% (p ≤0,001); Schenkelhals 1,9%

(p= 0,007); Trochanter 2,0% (p ≤0,001) und Gesamtknochendichte 1,2% (p= 0,018). Die

Erhöhungen der Knochendichte waren vergleichbar mit denjenigen, die nach einem Jahr in der

Studie mit 10 mg Alendronsäure beobachtet wurden.

Die Wirksamkeit von Alendronsäure war in beiden Studien unabhängig von Alter, Gonadenfunktion

oder Ausgangswert der Knochendichte (Femur und Lendenwirbelsäule).

Pharmakokinetik

Absorption

Verglichen mit einer intravenösen Referenzdosis entsprach die mittlere biologische Verfügbarkeit

nach oraler Einnahme von Alendronat bei Frauen 0,64% bei Dosen von 5 bis 70 mg, welche nach

nächtlicher Nahrungskarenz und 2 Stunden vor einem standardisierten Frühstück verabreicht wurden.

Bei Männern war die orale Bioverfügbarkeit ähnlich (0,6%) wie bei Frauen. Wenn Alendronat eine

oder ½ Stunde vor einem standardisierten Frühstück verabreicht wurde, verminderte sich die

Bioverfügbarkeit in beiden Gruppen um ca. 40%. Die beiden umfangreichsten kontrollierten Studien

bei Frauen mit Osteoporose nach der Menopause zeigten, dass Alendronat 10 mg pro Tag, eine

Stunde vor dem ersten Essen oder Getränk eingenommen, wirksam ist. In den Osteoporosestudien

war Alendronsäure bei Einnahme mindestens 30 Minuten vor dem ersten Essen oder Getränk

wirksam.

Die Bioverfügbarkeit reduzierte sich dagegen auf zu vernachlässigende Werte, wenn Alendronat mit

oder bis zu 2 Stunden nach einem standardisierten Frühstück eingenommen wurde. Die gleichzeitige

Einnahme von Alendronat mit Kaffee oder Orangensaft verminderte die Bioverfügbarkeit um ca.

60%.

Bei gesunden Probanden veränderte die orale Gabe von Prednison (dreimal täglich 20 mg für 5 Tage)

die orale Bioverfügbarkeit von Alendronat nicht wesentlich (eine mittlere Erhöhung von 20 bis

44%).

Distribution

Präklinische Studien zeigen, dass sich Alendronat nach der Einnahme vorübergehend in die

Weichteile verteilt, sich dann aber schnell in den Knochen verlagert oder im Urin ausgeschieden

wird. Das durchschnittliche Verteilungsvolumen im Steady-state, ausserhalb des Knochens, ist beim

Menschen mindestens 28 l. Nach oraler Einnahme in therapeutischer Dosis ist die Konzentration des

Wirkstoffs im Plasma zu niedrig, um nachgewiesen werden zu können (unter 5 ng/ml). Im

menschlichen Plasma wird Alendronat zu ca. 78% an Proteine gebunden.

Metabolismus

Es gibt keine Hinweise darauf, dass Alendronat bei Mensch oder Tier metabolisiert wird.

Elimination

Nach einer einmaligen intravenösen Dosis von 14C-Alendronat wurden ca. 50% der Radioaktivität

innerhalb von 72 Stunden im Urin ausgeschieden; nahezu keine Radioaktivität konnte im Stuhl

wiedergefunden werden. Nach einer einmaligen iv-Dosis von 10 mg betrug die renale Clearance von

Alendronat 71 ml/min. Die Plasmakonzentration fiel um mehr als 95% innerhalb von 6 Stunden nach

iv-Injektion. Die terminale Halbwertszeit beim Menschen, welche die Freisetzung von Alendronat

aus dem Skelett reflektiert, wird auf mehr als 10 Jahre geschätzt, und ist abhängig von der

Umbaurate des Knochens. Bei der Ratte wird Alendronat weder durch saure noch basische

Transportsysteme der Niere ausgeschieden, sodass beim Menschen keine Beeinflussung der

Ausscheidung anderer Arzneimittel durch diese Systeme zu erwarten ist.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Präklinische Studien zeigen, dass nicht im Knochen eingelagertes Alendronat im Urin rasch

ausgeschieden wird. In Tierversuchen mit kumulativen chronischen Gaben von iv-Dosen bis zu 35

mg/kg wurden keine Anzeichen für eine Sättigung der Aufnahme in den Knochen gefunden.

Obschon dazu keine klinischen Ergebnisse vorliegen, kann man davon ausgehen, dass ähnlich wie im

Tierversuch, die Ausscheidung von Alendronat bei eingeschränkter Nierenfunktion absinkt. Deshalb

könnte bei Patientinnen mit eingeschränkter Nierenfunktion eine erhöhte Einlagerung von

Alendronat im Skelett erwartet werden (siehe «Dosierung/Anwendung» und «Kontraindikationen»).

Leberinsuffizienz: es wurden keine Studien durchgeführt. Da Alendronat nicht metabolisiert und

nicht biliär ausgeschieden wird, sind wahrscheinlich keine Wechselwirkungen zu erwarten.

Präklinische Daten

Die präklinischen Daten auf Grundlage konventioneller Studien zur Sicherheitspharmakologie, zur

chronischen Toxizität, zur Genotoxizität und zum kanzerogenen Potenzial lassen keine besonderen

Gefahren für den Menschen erkennen. Studien an Ratten zeigten, dass die Gabe von Alendronat an

trächtige Ratten mit dem Auftreten von Dystokie bei den Muttertieren während der Geburt

einherging, die auf eine Hypocalcämie zurückzuführen war. In Studien verursachten hohe Dosen bei

Ratten ein vermehrtes Auftreten von unvollständiger Ossifikation bei den Feten. Die Bedeutung

dieser Beobachtung für den Menschen ist nicht bekannt.

In Entwicklungstoxizitätsstudien mit Alendronat bei Tieren zeigten sich keine Nebenwirkungen bei

Ratten mit Dosen bis 25 mg/kg/Tag und bei Kaninchen mit Dosen bis 35 mg/kg/Tag.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Alendronat Helvepharm darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum

verwendet werden.

Lagerungshinweis

Alendronat Helvepharm Tabletten bei Raumtemperatur (15–25 °C) und ausser Reichweite von

Kindern lagern.

Zulassungsnummer

58010 (Swissmedic).

Packungen

Alendronat Helvepharm Tabl 70 mg 4. (B)

Alendronat Helvepharm Tabl 70 mg 12. (B)

Zulassungsinhaberin

Helvepharm AG, Frauenfeld.

Stand der Information

März 2016.

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