Teveten plus Filmtabletten

Švajčiarsko - nemčina - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Príbalový leták Príbalový leták (PIL)

01-08-2020

Aktívna zložka:
eprosartanum, hydrochlorothiazidum
Dostupné z:
Mylan Pharma GmbH
ATC kód:
C09DA02
INN (Medzinárodný Name):
eprosartanum, hydrochlorothiazidum
Forma lieku:
Filmtabletten
Zloženie:
eprosartanum 600 mg ut eprosartani mesilas, hydrochlorothiazidum 12.5 mg, cellulosum microcristallinum, lactosum monohydricum 43.3 mg, amylum pregelificatum, crospovidonum, magnesii stearas, aqua purificata, Überzug: poly(alcohol vinylicus), macrogolum 3350, talcum, E 171, E 172 (flavum), E 172 (nigrum), pro compresso obducto.
Trieda:
B
Terapeutické skupiny:
Synthetika
Terapeutické oblasti:
Hypertonie
Číslo povolenia:
55783
Dátum Autorizácia:
2002-06-07

Dokumenty v iných jazykoch

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Súhrn charakteristických Súhrn charakteristických - taliančina

01-02-2021

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Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen

das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Teveten® plus

Mylan Pharma GmbH

Was ist Teveten plus und wann wird es angewendet?

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Teveten plus ist ein Kombinationsarzneimittel zur Behandlung des hohen Blutdruckes.

Die eine Komponente (Eprosartan) blockiert Rezeptoren (Bindungsstellen) von körpereigenen

Transmittern (Überträgersubstanzen), die für den erhöhten Blutdruck verantwortlich sind. Dies führt zu

einer Senkung des erhöhten Blutdruckes.

Hydrochlorothiazid gehört zur Gruppe der sogenannten Diuretika (harntreibende Mittel). Es fördert die

Ausscheidung von Natrium, Chlorid und Wasser durch die Nieren und bewirkt dadurch eine Senkung

des Blutdruckes.

Teveten plus wird zur Behandlung von hohem Blutdruck angewendet.

Was sollte dazu beachtet werden?

Die Anwendung von Teveten plus beschränkt sich auf Erwachsene.

Wann darf Teveten plus nicht eingenommen werden?

Sie dürfen Teveten plus nicht einnehmen:

·bei bekannter Überempfindlichkeit gegen einen Bestandteil des Arzneimittels oder gegen Sulfonamide.

·bei ungenügender Harnausscheidung, bei Mangelerscheinungen an Kalium und Natrium im Blut sowie

bei Kalziumstörungen, bei gleichzeitiger Einnahme gewisser Antikoagulantien (Blutverdünner), bei

Gicht, Gallenstauung und Gallenwegsverengungen.

·während der Schwangerschaft und der Stillzeit (siehe Abschnitt «Darf Teveten plus während einer

Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?».)

·bei schweren Leber- und Nierenerkrankungen

·wenn Sie an Diabetes (Typ 1 oder Typ 2) oder eingeschränkter Nierenfunktion leiden und gleichzeitig

Aliskiren, einen blutdrucksenkenden Wirkstoff einnehmen.

·wenn Sie an diabetesbedingten Nierenproblemen (einer sogenannten diabetischer Nephropathie) leiden

und gleichzeitig ACE-Hemmer (wie z.B. Enalapril, Lisinopril oder Ramipril) einnehmen.

·wenn bei Ihnen früher anlässlich der Einnahme eines blutdrucksenkenden Arzneimittels Schwellungen

im Gesicht, an Lippen, Zunge oder im Rachen (Schluck- oder Atembeschwerden) auftraten.

Wann ist bei der Einnahme von Teveten plus Vorsicht geboten?

Bei nachfolgend aufgelisteten Bedingungen muss Ihr Arzt oder Ihre Ärztin je nach Umständen von einer

Behandlung mit Teveten plus absehen, Ihre bisherige Medikation anpassen und/oder zu Ihrer Sicherheit

ergänzende Massnahmen, wie z.B. vermehrte Kontrolluntersuchungen durchführen. Informieren Sie

daher Ihren Arzt oder Ihre Ärztin unbedingt vor Beginn der Behandlung mit Teveten plus

·wenn Sie in der Vergangenheit allergisch auf harntreibende Arzneimittel (Sulfonamidderivate) reagiert

haben

·wenn Sie an einer Nierenfunktionsstörung wie z.B. Verengung der Nierenarterie oder dem Ausfall einer

Niere leiden

·wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden

·wenn Sie an Diabetes (Zuckerkrankheit) leiden. Eine Anpassung der Dosierung der Grundtherapie kann

erforderlich sein

·wenn Sie an einer Herzerkrankung oder einer Arterienverkalkung leiden

·wenn Sie an Gicht oder Lupus erythematodes leiden

·wenn Sie an übermässigem Erbrechen oder Durchfall leiden oder gelitten haben

·wenn Sie an primärem Hyperaldosteronismus (Überproduktion von Aldosteron) leiden

·Falls Sie schon einmal Hautkrebs hatten oder falls Sie während der Behandlung eine unerwartete

Hautveränderung bemerken. Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid (einem der Wirkstoffe von

Teveten plus), insbesondere über längere Zeit und in höherer Dosierung, kann zu einem erhöhten Risiko

für bestimmte Arten von Haut- und Lippenkrebs (nicht-melanozytärer, «weisser» Hautkrebs) führen.

Schützen Sie ihre Haut vor Sonnenlicht und UV-Strahlen, solange Sie Teveten plus anwenden, und

kontrollieren Sie ihre Haut regelmässig, um Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin unerwartete Veränderungen

zeigen zu können

·Falls Sie einen Sehkraftverlust bemerken oder Augenschmerzen auftreten, kann dies auf eine

Flüssigkeitsansammlung im Gefässbett des Auges zurückführbar sein (Aderhauterguss) oder auf eine

Druckzunahme im Auge. Dies kann nach Einnahme von Teveten plus innerhalb von Stunden bis

Wochen auftreten und kann zu einem permanentem Sehkraftverlust führen, falls nicht rechtzeitig eine

Behandlung eingeleitet wird. Falls sie eine Penicillin- oder Sulfonamid-Allergie haben, ist das Risiko

einen Aderhauterguss zu erleiden möglicherweise erhöht.

·wenn Sie eine der folgenden Arzneimittel einnehmen:

·ACE-Hemmer wie z.B. Enalapril, Lisinopril oder Ramipril.

·aliskirenhaltige Arzneimittel wie Rasilamlo oder Rasilez.

·kaliumsparenden Diuretika (harntreibende Mittel), Kaliumpräparaten, kaliumhaltigen Salzersatzmitteln

oder anderen Arzneimitteln, die den Serumkaliumspiegel erhöhen (z.B. Heparin, Trimethoprim-haltige

Arzneimittel).

·andere blutdrucksenkende Mittel oder Herzmedikamente.

·Antidepressiva mit dem Wirkstoff Lithium oder andere Arzneimittel gegen psychische Erkrankungen.

·Muskelrelaxantien oder Arzneimittel welche gewisse Muskeln entspannen (sogenannte

Anticholinergika).

·Schmerzmittel oder Entzündungshemmer.

·Gichtmittel, Arzneimittel gegen Parkinson oder Epilepsie, Antibiotika, Immunsuppressiva oder

Krebsmittel.

Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Einnahme von Teveten plus und Alkohol, da es dadurch beim

Aufstehen aus dem Sitzen oder Liegen verstärkt zu einem plötzlichen Abfall des Blutruckes und damit

zu Schwindel bis hin zur Ohnmacht kommen kann.

Teveten plus sollte mindestens 4 Stunden vor oder nach sogenannten Anionenaustauscherharzen (z.B.

Arzneimittel mit dem Wirkstoff Cholestyramin oder Colestipol) eingenommen werden, da ansonsten die

Wirkung von Teveten plus vermindert sein kann.

Der in Teveten plus enthaltene Wirkstoff Hydrochlorothazid kann bei Dopingtests zu positiven

Ergebnissen führen.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder

Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!

Bitte nehmen Sie Teveten erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie

unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Teveten plus während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Schwangerschaft

Teveten plus darf während einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Teilen Sie Ihrem Arzt

bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie schwanger sind oder vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger

werden könnten). Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird für Sie eine andere Behandlung auswählen.

Stillzeit

Sie dürfen Teveten plus nicht einnehmen, solange Sie Ihr Kind stillen. Teilen sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer

Ärztin mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird für Sie

eine andere Behandlung auswählen.

Wie verwenden Sie Teveten plus?

Erwachsene

Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Teveten plus nicht anders

verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Teveten plus sonst nicht richtig

wirken kann!

Die übliche Dosierung beträgt über die gesamte Behandlungsdauer 1mal täglich 1 Filmtablette

(entsprechend 600 mg Eprosartan + 12,5 mg Hydrochlorothiazid).

Die Dosierung ist unabhängig vom Alter.

Teveten plus wird mit Flüssigkeit geschluckt. Die Einnahme kann unabhängig von einer Mahlzeit

erfolgen. Es empfiehlt sich jedoch, Teveten plus täglich zur selben Zeit (z.B. morgens) einzunehmen.

Wenn Sie vergessen haben zur gewohnten Zeit die Tablette einzunehmen, holen Sie dies sobald wie

möglich nach. Nehmen Sie die nächste Dosis zur üblichen Zeit ein. Verdoppeln Sie die Dosis nicht!

Benachrichtigen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie mehr Tabletten eingenommen haben, als er

Ihnen verschrieben hat.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung und Sicherheit von Teveten plus bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft

worden. Teveten plus sollte daher bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Teveten plus haben?

Bei der Einnahme von Teveten plus können in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit folgende unerwünschte

Wirkungen auftreten:

Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)

Kopfschmerzen.

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

Schwindel, Kribbeln, tiefer Blutdruck, Entzündung der Nasenschleimhäute, Übelkeit, Durchfall,

Erbrechen, erhöhter Blutzucker, Hautausschlag (bei starken Hautausschlägen sollten Sie Ihren Arzt oder

Ihre Ärztin konsultieren), Schwächezustände.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

Erhöhte Empfindlichkeit, Gicht, Depression, Angstzustände, Schlaflosigkeit, Nervosität, veränderte

sexuelle Lust, Müdigkeit, Nervenschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Bronchitis, Husten, Nasenbluten,

Rachenentzündungen, Infektion der oberen Atemwege, Verstopfung, Verdauungsstörungen,

Bauchschmerzen, Reizmagen, Schwellungen z.B. im Gesicht oder an den Gliedmassen (wenn diese

Nebenwirkung auftritt, müssen Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin benachrichtigen), Krämpfe,

Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen und -entzündungen, Infektion der Harnwege, verminderte sexuelle

Fähigkeiten, Impotenz, Fieber, Mundtrockenheit, Schwitzen.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

Wasserlunge, Lungenentzündung, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Verschlechterung des Diabetes.

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern)

Allergische Reaktionen, Appetitlosigkeit, Ruhelosigkeit, Sehstörungen, Gefässentzündung, Gelbsucht,

blasige Ablösungen der Epidermis der Haut (Lyell-Syndrom), Lichtsensibilität, Schmetterlingsgeflecht

(Systemischer Lupus Erythematodes), Nierenversagen, Nierenfunktionsstörungen.

Einzelfälle

Haut und Lippenkrebs (Nicht-melanozytärer, «weisser» Hautkrebs).

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin

oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind.Darüber hinaus sollen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin umgehend jegliche unerwarteten

Veränderungen der Haut zeigen, die Sie während der Behandlung mit Teveten plus beobachten.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Lagerungshinweis

Bei Raumtemperatur (15-25°C) lagern.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Teveten plus enthalten?

Filmtabletten (Butterscotch) zu 600 mg Eprosartan (als Eprosartan-Mesylat) und 12,5 mg

Hydrochlorothiazid.

Wirkstoffe

Eprosartan als Eprosartan-Mesylat und Hydrochlorothiazid.

Hilfsstoffe

Mikrokristalline Cellulose, Lactose Monohydrat, vorverkleisterte Stärke, Crospovidon,

Magnesiumstearat, gereinigtes Wasser, Überzug: Poly(vinyl Alkohol), Macrogol 3350, Talk,

Titandioxid (E171), gelbes Eisenoxid (E172), schwarzes Eisenoxid (E172).

Zulassungsnummer

55783 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Teveten plus? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 28 und 98 Filmtabletten (Kalenderpackung).

Zulassungsinhaberin

Mylan Pharma GmbH, 6312 Steinhausen.

Diese Packungsbeilage wurde im August 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

[Version 206 D]

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Fachinformation

Teveten® plus

BGP Products GmbH

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Eprosartan ut Eprosartani mesilas und Hydrochlorothiazidum.

Hilfsstoffe: Excipiens pro compresso obducto.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Filmtabletten zu 735.8 mg Eprosartan mesilas entsprechend 600 mg Eprosartan und 12,5 mg

Hydrochlorothiazid.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Behandlung der essentiellen Hypertonie wenn mittels Monotherapie ein nur ungenügender Effekt

erzielt werden kann.

Dosierung/Anwendung

Die empfohlene Anfangs-Tagesdosis und Erhaltungsdosis beträgt 1 Filmtablette täglich,

eingenommen als Einmaldosis.

Teveten plus kann alleine, oder wenn eine verstärkte Blutdrucksenkung erwünscht ist, mit anderen

Antihypertonika kombiniert werden (siehe Rubriken «Kontraindikationen», «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen», «Interaktionen» und «Eigenschaften/Wirkungen»).

Teveten plus kann mit oder unabhängig von der Mahlzeit eingenommen werden.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Da die Wirksamkeit und Sicherheit bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht

nachgewiesen wurden, wird die Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht

empfohlen.

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Eine Dosisanpassung von Teveten plus ist bei Patienten mit leichten bis mittelschweren

Leberfunktionsstörungen nicht erforderlich. Bei schwerer Leberinsuffizienz liegen nur begrenzte

Erfahrungen vor (siehe «Kontraindikationen»).

Patient mit Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit leichten bis mittelschweren Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance ≥30

ml/Min.) ist keine Dosisanpassung erforderlich. In schwerwiegenden Fällen ist bei der Anwendung

von Teveten plus äusserste Vorsicht geboten (siehe auch unter «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»). Das gleiche gilt für Dialysepatienten.

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile des Präparates oder gegen

Sulfonamidderivate oder wenn bei einer früheren Behandlung mit einem ACE-Hemmer oder

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten ein angioneurotisches Ödem aufgetreten ist.

In der Schwangerschaft und Stillzeit (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und

«Schwangerschaft/Stillzeit»).

Bei Vorhandensein einer schweren Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance ≤30 ml/Min.) oder

schweren Leberinsuffizienz, bei Cholestase, Gallenwegsobstruktion sowie Gicht darf Teveten plus

ebenfalls nicht eingenommen werden. Teveten plus sollte auch nicht bei therapieresistenter

Hypokaliämie, Hyponatriämie, Hyperkalzämie und Anurie verwendet werden.

Hämodynamische, klinisch relevante, beidseitige Nierengefässerkrankungen oder schwere Stenose

einer einzeln funktionierenden Niere.

Gleichzeitige Anwendung von Teveten plus mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln bei Patienten mit

Diabetes mellitus (Typ 1 und Typ 2) oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR <60 ml/min/1,73 m2

(siehe Rubrik «Interaktionen» und «Eigenschaften/Wirkung»).

Gleichzeitige Anwendung von Teveten plus mit ACE-Hemmern bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Die Wahrscheinlichkeit von Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Hydrochlorothiazid ist besonders

gross bei Patienten mit anamnestisch bekannten Allergien einschliesslich Überempfindlichkeit

gegenüber Sulfonamidderivaten.

Vorsichtsmassnahmen

Renales System

Die Nierenfunktion sollte bei Patienten, deren Gefässtonus und Nierenfunktion hauptsächlich von

der Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängen, (z.B. Patienten mit schwerer

Herzinsuffizienz (NYHA-Klassifizierung: Klasse IV), zweiseitiger oder einseitiger renaler – bei

Einzelniere - Arterienstenose) streng überwacht werden. Da es zurzeit ungenügend klinische

Erfahrung bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz oder Nierenarterienstenose gibt, kann keine

Aussage über eine Verschlechterung der Nierenfunktion durch die Hemmung des Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems durch Eprosartan gemacht werden.

Bei solchen Patienten kann eine progressive Azotämie, Oligurie, akute Hypotonie oder selten akute

Niereninsuffizienz unter Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten auftreten.

Bei Patienten mit einer Niereninsuffizienz wird eine Überwachung des Kalium-, Kreatinin- und

Harnsäurespiegels bereits vor und während der Behandlung empfohlen. Sollte eine Verschlechterung

der Nierenfunktion beobachtet werden, sollte die Behandlung mit Teveten plus überdacht werden.

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lapp Lactase-Mangel oder Glucose-

Galactose-Malabsorption sollten Teveten plus nicht einnehmen.

Hepatisches System

Hydrochlorothiazid sollte bei Patienten mit leicht bis mittelschwer eingeschränkter Leberfunktion

nur mit Vorsicht angewendet werden, da es eine intrahepatische Cholestase verursachen kann.

Hydrochlorothiazid kann bei diesen Patienten Elektrolytdysbalancen, hepatische Enzephalopathien

bis zum hepatischen Koma sowie ein hepatorenales Syndrom auslösen. Es gibt keine klinischen

Erfahrungen mit Teveten plus bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz (siehe

«Kontraindikationen»).

Metabolische und endokrine Störungen

Die Behandlung mit Thiazid-Diuretika kann die Glukosetoleranz verschlechtern. Eine

Dosisanpassung der Antidiabetika, einschliesslich Insulin, ist erforderlich. Ein latenter Diabetes

mellitus kann sich während einer Thiazid-Behandlung manifestieren. Eine Erhöhung der Cholesterol-

und der Triglycerid-Werte wurde im Zusammenhang mit einer Thiaziddiuretika-Behandlung

beobachtet. Die Dosierung von 12,5 mg Hydrochlorothiazid in Teveten plus ist jedoch so gering,

dass nur mit minimalen oder keinen solchen Auswirkungen zu rechnen ist.

Thiazid-Diuretika können die renale Kalzium-Ausscheidung vermindern und eine vorläufige, leichte

Erhöhung des Serumkalziums verursachen.

Thiazid-Diuretika erhöhen die Harnsäure-Konzentration im Serum und können einen Gichtanfall bei

gefährdeten Patienten auslösen.

Elektrolythaushalt

Hydrochlorothiazid kann ein Ungleichgewicht des Wasser- und Elektrolythaushaltes hervorrufen

(Hypokaliämie, Hyponatriämie, Hyperkalzämie, Hypomagnesiämie und hypochlorämische

Alkalose).

Wie bei allen Patienten, die mit Diuretika therapiert werden, sollte eine regelmässige Kontrolle des

Elektrolythaushaltes durchgeführt werden.

Kaliumsparende Diuretika, Kaliumersatzpräparate oder kaliumhaltiger Salzersatz sollten in

Verbindung mit Teveten plus nur mit Vorsicht eingenommen werden (siehe auch «Interaktionen»).

Herz-Kreislauf-System

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Synkope, Hyperkaliämie und eine

Abnahme der Nierenfunktion (einschliesslich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale

Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Rubriken «Interaktionen»

und «Eigenschaften/Wirkung»). Bei gewissen Patienten ist diese Kombination kontraindiziert (siehe

«Kontraindikationen»).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur

unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Koronare Herzkrankheit

Die Erfahrung bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit ist begrenzt.

Die im Folgenden genannten Vorsichtsmassnahmen beruhen auf Erfahrungen mit anderen

Arzneimitteln dieser Klasse sowie mit ACE-Hemmern:

Schwere Herzinsuffizienz

Patienten, deren Nierenfunktion von der Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

abhängt (z.B. Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz), entwickelten unter der Behandlung mit

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten eine Oligurie und/oder progressive Azotämie sowie in

seltenen Fällen akutes Nierenversagen. Da derzeit keine ausreichenden therapeutischen Erfahrungen

bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz vorliegen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch

Teveten plus die Nierenfunktion bei diesen Patienten infolge der Hemmung des Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems beeinträchtigt werden kann.

Aorten- und Mitralklappenstenose, hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie

Wie andere Vasodilatatoren sollte Teveten plus bei Patienten mit Aorten- und Mitralklappenstenose

bzw. hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie oder anderen Abflussbehinderungen nur mit

grösster Vorsicht angewendet werden.

Hypotonie, intravaskuläre Hypovolämie

Eine symptomatische Hypotonie kann besonders bei Patienten mit Natrium- und/oder

Volumenmangel auftreten, verursacht z.B. durch hochdosierte Diuretikatherapie, andere auf das

Renin-Angiotensin-Aldosteron-System wirkende Arzneimittel, salzarme Kost, Diarrhö oder

Erbrechen. Ein Natrium- und/oder Volumendefizit ist vor der Behandlung mit Teveten plus

auszugleichen.

Wie bei allen Antihypertonika kann eine exzessive Blutdrucksenkung bei Patienten mit einer

ischämischen Herzkrankheit oder arteriosklerotisch cerebro-vaskulären Erkrankungen zu einem

Myokardinfarkt oder einem Schlaganfall führen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Teveten plus ist in der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen» und

«Schwangerschaft/Stillzeit»). Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine

alternative Therapie zu beginnen. Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, sind

engmaschig auf Hypotonie zu überwachen.

Andere

Primärer Hyperaldosteronismus

Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sprechen nicht ausreichend auf Antihypertonika an,

deren Wirkung auf der Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems beruht. Deshalb wird

die Behandlung mit Teveten plus nicht empfohlen.

Nierenarterienstenose

Es liegen keine Erfahrungen in der Behandlung von Patienten mit unilateraler oder bilateraler

Nierenarterienstenose vor (siehe unter «Kontraindikationen»).

Nierentransplantation

Es liegen keine Erfahrungen bei Patienten mit Zustand nach Nierentransplantation vor.

Systemischer Lupus erythematodes

Thiazid-Diuretika können eine Exazerbation oder Aktivierung eines systemischen Lupus

erythematodes hervorrufen.

Laboruntersuchungen

Hydrochlorothiazid kann bei Dopingtests zu positiven Ergebnissen führen.

Interaktionen

Interaktionen mit der Kombination

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die

auf das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie, Synkope,

Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschliesslich eines akuten

Nierenversagens) einher geht (siehe Rubriken «Kontraindikationen» und «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Lithium:

Ein reversibler Konzentrationsanstieg an Lithium im Serum und Lithium-Toxizität wurden bei

gleichzeitiger Verabreichung von Lithium und ACE Inhibitoren oder Angiotensin II Rezeptor

Antagonisten oder Thiaziden beobachtet. Da Thiazide die renale Lithium-Clearance reduzieren, kann

die Lithium Toxizität nach der Anwendung von Teveten Plus erhöht sein. Die genaue Überwachung

der Lithium-Konzentration im Serum bei gleichzeitiger Anwendung wird daher empfohlen.

Baclofen:

Die antihypertensive Wirkung kann verstärkt werden.

Nichtsteroidale antiinflammatorische Arzneimittel (NSAID) inklusive selektive Cyclooxygenase-2-

Inhibitoren (COX-2 Hemmer):

Wie bei ACE-Hemmern kann die gleichzeitige Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptorblockern

und NSAID inklusive selektiven COX-2 Inhibitoren, Acetylsalicylsäure oder anderen nicht

selektiven NSAR zu einem erhöhten Risiko für eine Verschlechterung der Nierenfunktion,

einschliesslich eines möglichen akuten Nierenversagens, sowie zu einem Anstieg des Serumkaliums

führen, insbesondere bei Patienten mit vorbestehender eingeschränkter Nierenfunktion. Speziell bei

älteren Patienten sollte die Kombination mit Vorsicht angewendet werden. Die Patienten sollten

adäquat hydriert sein und eine Überwachung der Nierenfunktion nach Beginn der

Kombinationstherapie und anschliessend in regelmässigen Abständen sollte in Erwägung gezogen

werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Angiotensin-II-Antagonisten inklusive Teveten plus, zusammen

mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) inklusive selektiven COX-2 Inhibitoren,

Acetylsalicylsäure oder anderen nicht selektiven NSAR kann eine Verminderung der

Blutdrucksenkung auftreten.

Amifostin:

Die antihypertensive Wirkung kann verstärkt werden.

Weitere Antihypertensiva:

Die blutdrucksenkende Wirkung von Teveten plus kann durch die gleichzeitige Einnahme anderer

Antihypertensiva verstärkt werden.

Alkohol, Barbiturate, Anästhetika oder Antidepressiva:

Möglicherweise kommt es zu einer verstärkten orthostatischen Hypotonie.

Interaktionen mit Eprosartan

In vitro zeigte Eprosartan keine Hemmung der humanen Cytochrom-P450-Iso-Enzymer CYP 1A,

2A6, 2C9/8, 2C19, 2D6, 2E und 3A.

Arzneimittel, die den Kaliumspiegel beeinflussen:

Wie die Erfahrungen mit anderen auf das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System wirkenden

Arzneimitteln zeigen, kann die gleichzeitige Gabe von kaliumsparenden Diuretika,

Kaliumpräparaten, kaliumhaltigen Salzersatzmitteln oder anderen Arzneimitteln, die den

Kaliumspiegel erhöhen können (z.B. Heparin, ACE-Hemmer), zu einem Anstieg des Kaliumspiegels

im Serum führen. Wenn ein Arzneimittel, das den Kaliumspiegel beeinflusst, in Kombination mit

Teveten plus verordnet werden muss, wird eine engmaschige Kontrolle der Kaliumkonzentration im

Plasma empfohlen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Interaktionen mit Hydrochlorothiazid

Arzneimittel, die den Kaliumspiegel beeinflussen:

Hydrochlorothiazid kann Kaliumverluste verursachen. Dieser Effekt kann bei gleichzeitiger

Anwendung mit anderen Arzneimittel, die mit Kaliumverlust oder Hypokaliämie assoziiert sind (z.B.

andere kaliuretische Diuretika, Laxanzien, Kortikosteroide, ACTH, Amphotericin, Carbenoxolon,

Penicillin-G-Natrium oder Salizylsäurederivate), verstärkt werden. Derartige Kombinationen werden

deshalb nicht empfohlen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Kalziumsalze und Vitamin D:

Hydrochlorothiazid kann durch die Erhöhung der tubulären Rückresorption von Kalzium zu einer

Hyperkalzämie führen. Wenn Kalziumpräparate oder kalziumsparende Arzneimittel (z.B. zur

Vitamin-D-Therapie) verordnet werden müssen, sollte der Kalziumspiegel im Serum sorgfältig

überwacht und die Kalzium-Dosierung entsprechend angepasst werden.

Cholestyramin- und Colestipol-Ionenaustauscherharze:

Die Absorption von Hydrochlorothiazid wird durch die Anwesenheit von Anionenaustauschharze

wie Cholestyramin und Colestipol verschlechtert und kann mit einer Verringerung des

pharmakologischen Effekts gerechnet werden. Einzeldosen von Cholestyramin bzw. Colestipol

binden Hydrochlorothiazid und reduzieren die gastrointestinale Absorption um bis zu 85 bzw. 43%.

Die Wechselwirkung kann jedoch gering gehalten werden, indem Hydrochlorothiazid und

Ionenaustauscher sequenziell angewendet werden, d.h. dass Hydrochlorothiazid jeweils mindestens 4

Stunden vor oder 4-6 Stunden nach den Ionenaustauschern eingenommen wird.

Digitalisglykoside:

Eine Thiazid-induzierte Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie kann eine potentielle kardiotoxische

Wirkung der Digitalis-Glykoside und Antiarrhythmika begünstigen.

Arzneimittel, deren Wirkung durch Störungen des Kaliumspiegels im Serum beeinflusst wird:

Kaliumspiegel im Serum und EKG müssen regelmässig kontrolliert werden, wenn Teveten plus

zusammen mit Arzneimitteln verabreicht wird, die durch Kaliumspiegel beeinflusst werden (z.B.

Digitalisglykoside und Antiarrhythmika). Dasselbe gilt für die folgenden Arzneimittel (darunter

einige Antiarrhythmika), die Torsades de pointes (ventrikuläre Tachykardien) auslösen können,

wofür die Hypokaliämie einen prädisponierenden Faktor darstellt:

·Klasse-Ia-Antiarrythmika (z.B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid).

·Klasse-III-Antiarrythmika (z.B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid).

·Manche Neuroleptika (z.B. Thioridazin, Chlorpromazin, Levomepromazin, Trifluoperazin,

Cyamemazin, Sulpirid, Sultoprid, Amisulprid, Tiaprid, Pimozid, Haloperidol, Droperidol).

·Sonstige (z.B. Bepridil, Cisaprid, Diphemanil, Erythromycin i.v., Halofantrin, Mizolastin,

Pentamidin, Terfenadin, Vincamin i.v.).

Nicht-depolarisierende Muskelrelaxanzien (z.B. Tubocurarin):

Die Wirkung nicht-depolarisierender Muskelrelaxanzien kann durch Hydrochlorothiazid verstärkt

werden.

Anticholinergika (z.B. Atropin, Biperiden):

Zunahme der Bioverfügbarkeit von Thiazid-Diuretika infolge verminderter gastrointestinaler

Motilität und langsamerer Magenentleerung.

Antidiabetika (orale Antidiabetika und Insulin):

Die Behandlung mit Thiazid-Diurektika kann die Glukosetoleranz verschlechtern. Eine

Dosisanpassung der Antidiabetika, einschliesslich Insulin, kann erforderlich werden. Ein latenter

Diabetes mellitus kann sich während einer Thiazid-Behandlung manifestieren (siehe auch

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Metformin:

Metformin ist mit Vorsicht anzuwenden, da das Risiko einer Laktazidose als Folge einer möglichen

Hydrochlorothiazid-bedingten Nierenfunktionsstörung besteht.

Betablocker und Diazoxid:

Die blutzuckersteigernde Wirkung von Betablockern und Diazoxid kann durch Thiazid-Diurektika

verstärkt werden.

Katecholamine (z.B. Noradrenalin):

Die Wirkung von Katecholaminen kann abgeschwächt sein.

Medikamente zur Behandlung der Gicht (Probenecid, Sulfinpyrazon und Allopurinol):

Eine Anpassung der Dosis urikosurischer Medikamente kann erforderlich sein, da

Hydrochlorothiazid den Harnsäurespiegel im Serum anhebt. Bei Probenecid oder Sulfinpyrazon kann

eine Dosissteigerung erforderlich sein. Die gleichzeitige Anwendung von Thiazid-Diuretika kann die

Häufigkeit von Überempfindlichkeitsreaktionen auf Allopurinol erhöhen.

Amantadin:

Die gleichzeitige Anwendung von Thiazid-Diuretika kann das Risiko unerwünschter Wirkungen von

Amantadin erhöhen.

Antineoplastika (z.B. Cyclophosphamid, Methotrexat):

Die gleichzeitige Anwendung von Thiazid-Diuretika kann die renale Ausscheidung zytotoxischer

Substanzen herabsetzen und die Knochenmarkdepression verstärken.

Tetrazykline:

Durch gleichzeitige Anwendung von Tetrazyklinen und Thiaziden erhöht sich das Risiko für einen

Tetrazyklin-induzierten Anstieg des Harnstoffspiegels.

Arzneimittel, die den Natriumspiegel im Serum senken:

Die Hydrochlorothiazid bedingte Hyponatriämie kann durch gleichzeitige Verabreichung von

Arzneimitteln wie z.B. Antidepressiva, Neuroleptika, Antiepileptika etc. verstärkt werden. Bei

langfristiger Anwendung dieser Substanzen wird zu Vorsicht geraten. Bei der Anwendung dieser

Substanzen muss der Natriumspiegel im Serum periodisch kontrolliert werden.

Blutdrucksenkenden Arzneimittel

Thiazide verstärken die Wirkung von blutdrucksenkenden Arzneimitteln, z.B. Guanethidin,

Methyldopa, Betablocker, Vasodilatatoren, Kalziumantagonisten, ACE-Hemmer.

Nichtsteroidale Antiphlogistika:

Bei einigen Patienten kann die Verabreichung von nichtsteroidalen Antiphlogistika die diuretische,

natriuretische und antihypertensive Wirkung der Diuretika vermindern. Bei prädisponierten Patienten

wurde in Einzelfällen eine Verschlechterung der Nierenfunktion beobachtet.

Cyclosporin:

Die gleichzeitige Behandlung mit Diuretika kann das Risiko einer Hyperurikämie und gichtartiger

Komplikationen erhöhen.

Methyldopa:

In der Literatur finden sich Berichte darüber, dass bei gleichzeitiger Verabreichung von

Hydrochlorothiazid und Methyldopa hämolytische Anämie auftreten kann.

Interaktionen mit Medikamenten/Laboruntersuchungen

Aufgrund ihrer Wirkung auf den Kalziumstoffwechsel können Thiazide die Untersuchungsmethoden

für die Nebenschilddrüsen beeinflussen.

Es gibt keine klinisch signifikanten Interaktionen zwischen Hydrochlorothiazid und gleichzeitiger

Nahrungsaufnahme.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Teveten plus ist während der Schwangerschaft kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen» und

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Die vorliegenden epidemiologischen Daten erlauben hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach

Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) während des ersten

Schwangerschaftstrimesters keine abschliessende Beurteilung. Ein geringfügig erhöhtes Risiko kann

jedoch nicht ausgeschlossen werden. Es ist bekannt, dass die Gabe von Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten während des zweiten und dritten Schwangerschaftstrimesters zu foetotoxischen

Effekten (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und

neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) führen kann (siehe auch

«Präklinische Daten»).

Auch wenn keine kontrollierten epidemiologischen Daten zum Risiko von Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten (AIIRAs) vorliegen, so bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklasse

vergleichbare Risiken. Sofern ein Fortsetzen der Therapie mit AIIRAs als notwendig erachtet wird,

sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie

mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft

festgestellt, ist eine Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine

alternative Therapie zu beginnen.

Hydrochlorothiazid ist plazentagängig. Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von

Hydrochlorothiazid in der Schwangerschaft vor, insbesondere während des ersten Trimesters.

Ergebnisse aus Tierstudien sind unzureichend (siehe «Präklinische Daten»). Aufgrund des

pharmakologischen Wirkmechanismus von Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des

zweiten und dritten Trimesters zu einer Störung der foeto-plazentaren Perfusion und zu foetalen und

neonatalen Auswirkungen wie Ikterus, Störung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien

kommen.

Neugeborene

Alle Neugeborenen, deren Mütter während der Schwangerschaft mit Teveten plus behandelt worden

sind, sollen sorgfältig auf genügende Harnausscheidung, Hyperkaliämie und Blutdruck untersucht

werden. Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels werden empfohlen.

Stillzeit

Teveten plus ist während der Stillzeit kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen» und

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Säuglinge, deren Mütter Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten eingenommen haben, sind

engmaschig auf Hypotonie zu überwachen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Der Einfluss von Teveten plus auf die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr oder zum

Bedienen von Maschinen wurde nicht untersucht. Bei der aktiven Teilnahme am Strassenverkehr

oder beim Bedienen von Maschinen sollte berücksichtigt werden, dass während einer

Hypertoniebehandlung gelegentlich Schwindel und Müdigkeit auftreten können.

Unerwünschte Wirkungen

Häufigkeitsangaben:

Sehr häufig: ≥10%

Häufig: ≥1% bis <10%

Gelegentlich: ≥0,1% bis <1%

Selten: ≥0,01% bis <0,1%

Sehr selten:<0,01%, einschl. Einzelfälle

Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden in placebokontrollierten klinischen Studien

beobachtet oder in der wissenschaftlichen Literatur gemeldet. Innerhalb jeder Häufigkeitskategorie

werden die unerwünschten Arzneimittelwirkungen auf der Basis von Daten für Eprosartan, die

Kombination von Eprosartan + Hydrochlorothiazid sowie Hydrochlorothiazid gemeinsam aufgelistet

(siehe auch Fussnoten der Tabelle).

Blut- und Lymphsystem

Gelegentlich: Leukopenie.

Sehr selten: hämolytische Anämie*, Agranulozytose, Aplastische Anämie, Thrombozytopenie,

vereinzelt mit Purpura und Knochenmarksdepression.

Immunsystems

Gelegentlich: Hypersensitivität.

Sehr selten: Anaphylaktische Reaktionen.

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Häufig: Hyperglykämie.

Gelegentlich: Hypokaliämie, Hyponatriämie, Hypochlorämie, Hyperurikämie, Gicht und

Hypercholesterinämie.

Selten: Glykosurie, Verschlechterung der diabetischen Stoffwechsellage.

Sehr selten: Hyperkalzämie Hypomagnesiämie, Hypertriglyzeridämie, Anorexie und

Hypochlorämische Alkalose.

Psychiatrische Störungen

Gelegentlich: Depression, Angstzustände, Schlaflosigkeit, Nervosität, Veränderung der Libido und

Müdigkeit.

Sehr selten: Ruhelosigkeit.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerzen**.

Häufig: Schwindel und Parästhesie.

Gelegentlich: Neuralgie.

Augen

Sehr selten: Akute Kurzsichtigkeit und sekundäres Engwinkel-Glaukom*.

Herz

Gelegentlich: Herzrhythmusstörungen.

Gefässe

Häufig: Hypotension, einschliesslich orthostatischer Hypotension.

Sehr selten: Vaskulitis.

Atmungsorgane

Häufig: Rhinitis.

Gelegentlich: Bronchitis, Husten, Nasenbluten, Pharyngitis, Infektion der oberen Atemwege.

Selten: Lungenödem*, Pneumonitis*.

Gastrointestinale Störungen

Häufig: Unspezifische gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, Diarrhö und Erbrechen.

Gelegentlich: Obstipation**, Bauchschmerzen, Gastroenteritis.

Selten: Pankreatitis*.

Leber und Galle

Sehr selten: Ikterus (intrahepatisch cholestatischer Ikterus).

Haut

Häufig: Allergische Hautreaktionen (Exanthem, Pruritus, Urtikaria).

Gelegentlich: Angioödem.

Sehr selten: Toxische epidermale Nekrolyse, Photosensibilisierung, kutaner Lupus erythematodes.

Muskelskelettsystem

Gelegentlich: Muskelspasmen**, Rückenschmerzen, Arthrose, Gelenkschmerzen und Arthritis.

Sehr selten: Systemischer Lupus erythematosus.

Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Albuminuria, Harnwegsinfekte.

Sehr selten: Interstitielle Nephritis, Nierenversagen, Nierenfunktionsstörungen, einschliesslich

Niereninsuffizienz bei Risikopatienten (z.B. mit Nierenarterienstenose).

Reproduktionssystems und Brust

Gelegentlich: Sexuelle Dysfunktion und Impotenz.

Allgemeine Störungen/Reaktionen an der Applikationsstelle

Häufig: Asthenie.

Gelegentlich: Fieber, Mundtrockenheit, Schwitzen.

Untersuchungen

Gelegentlich Hyperglykämie, Erhöhung der Transaminasen, Diabetes mellitus, Leukocytose, eine

Zunahme von BUN, Blutglukose und Kreatinphosphokinase sowie eine Abnahme der Kalium-

Serum-Konzentration.

* Häufigkeit basierend auf Literaturdaten zu Hydrochlorothiazid.

** Keine erhöhte Häufigkeit im Vergleich zu Placebo.

Überdosierung

Informationen zu Überdosierung mit Teveten plus beim Menschen sind limitiert. Das

wahrscheinlichste Anzeichen einer Überdosierung dürfte das Auftreten einer Hypotonie sein.

Andere Symptome können im Zusammenhang mit einer Dehydration und Elektrolytmangel stehen

(Hypokaliämie, Hypochlorämie, Hyponatriämie) und werden sich wahrscheinlich in Form von

Übelkeit und Benommenheit äussern. Die Behandlung sollte symptombezogen und unterstützend

erfolgen. Abhängig von dem Zeitpunkt der Einnahme, sollte das Erbrechen herbeigeführt werden,

eine Magenspülung durchgeführt und/oder Aktivkohle verabreicht werden. Bei Hypotonie sollte eine

symptomatische Behandlung vorgenommen und die lebensnotwendigen Funktionen überwacht

werden sowie der Patient in Rückenlage gebracht werden und ein Natrium- und/oder Volumenersatz

sollte verabreicht werden.

Eprosartan wird durch Hämodialyse nicht ausgeschieden. Inwieweit Hydrochlorothiazid durch

Dialyse ausgeschieden wird, ist nicht bekannt.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C09DA02

Eprosartan

Angiotensin II-Rezeptor-Antagonisten werden nach ihrer chemischen Struktur in drei Gruppen

unterteilt: nicht-Biphenyl, nicht-Tetrazole, nicht-Heterozyklen.

Eprosartan ist ein potenter, nicht peptidischer, oral wirksamer nicht-Biphenyl, nicht-Tetrazole

Angiotensin II-Antagonist. Eprosartan bindet selektiv an AT1-Rezeptoren.

Angiotensin II ist ein potenter Vasokonstriktor und das primär aktive Hormon des Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems, als welches es eine wichtige Rolle in der Pathophysiologie der

Hypertonie spielt. Angiotensin II bindet an den AT1-Rezeptor, welcher in vielen Körpergeweben

(z.B. glatte Gefässmuskulatur, Nebennieren, Nieren und Herz) vorkommt, wo es für verschiedene

wichtige biologische Wirkungen verantwortlich ist, wie Vasokonstriktion, Natrium-Retention und

Aldosteron-Freisetzung.

Seit kurzem wird Angiotensin II durch seinen Einfluss auf das Wachstum von Herzzellen und glatten

Muskelzellen mit der Entstehung von Herz- und vaskulärer Hypertrophie in Verbindung gebracht.

Bei gesunden Freiwilligen antagonisiert Eprosartan die Wirkung von Angiotensin II auf den

Blutdruck, den renalen Blutfluss und die Aldosteron-Freisetzung.

Eine maximale Blutdrucksenkung wurde bei den meisten Patienten nach 2-3 Wochen erreicht. Die

bei Hypertonikern erreichte Blutdrucksenkung ist unabhängig davon, ob die Tagesdosis als

Einzeldosis eingenommen oder auf zwei Dosen aufgeteilt wird. Die Blutdruckkontrolle bleibt über

24 Stunden gleichmässig erhalten, ohne dass es nach einer ersten Gabe zu einer orthostatischen

Hypotonie oder Reflextachykardie kommt. Das Absetzen von Eprosartan führt nicht zu einem

schnellen Blutdruckanstieg (Rebound).

Bei Patienten mit Hypertonie bewirkt die Blutdrucksenkung keine Änderung der Herzfrequenz.

Bei Patienten mit Hypertonie hat Eprosartan keinen Einfluss auf die Gesamtcholesterin-, Triglycerid-

und LDL-Cholesterin-Spiegel im Nüchternzustand. Im weiteren hat es auch keinen Einfluss auf den

Blutzuckerspiegel im Nüchternzustand.

Eprosartan hat keinen Einfluss auf die autoregulativen Mechanismen der Nieren. Bei gesunden

jungen Männern wurde gezeigt, dass Eprosartan den durchschnittlichen effektiven renalen

Plasmafluss erhöht. Bei Patienten mit essentieller Hypertonie oder bei Patienten mit

Niereninsuffizienz wird bei der Einnahme von Eprosartan die renale Funktion aufrechterhalten.

Eprosartan vermindert weder bei gesunden Männern, noch bei Patienten mit essentieller Hypertonie

oder Patienten mit Niereninsuffizienz verschiedenen Grades die glomeruläre Filtrationsrate.

Eprosartan hat bei gesunden Personen, die eine salzarme Diät einhalten, einen natriuretischen Effekt.

Bei Patienten mit essentieller Hypertonie und bei Patienten mit Niereninsuffizienz verschiedenen

Grades kann Eprosartan sicher angewendet werden, ohne dass eine Natriumretention oder eine

Verschlechterung der renalen Funktion verursacht wird.

Eprosartan hat keinen signifikanten Einfluss auf die Harnsäureausscheidung im Urin.

Wirkungen, welche mit Bradykinin in Zusammenhang stehen (wie z.B. unter ACE-Hemmern), wie

z.B. Husten, werden durch Eprosartan nicht verstärkt. In einer prospektiven Studie konnte gezeigt

werden, dass die Inzidenz von trockenem Husten bei Patienten, welche mit Eprosartan behandelt

wurden (1.5%), signifikant (p<0.05) tiefer war als bei den Patienten, welche mit einem ACE-

Hemmer behandelt wurden (5.4%). Ebenso war die Inzidenz von Husten jeglicher Art bei der

Behandlung mit Eprosartan signifikant tiefer (p<0.05) als bei der Behandlung mit ACE-Hemmern

(21.2% vs. 29.9%).

In einer weiteren Studie, bei Patienten, welche bei einer vorherigen Behandlung mit einem ACE-

Hemmer unter Husten litten, betrug die Inzidenz unter Eprosartan 2.6%, unter ACE-Hemmern 25%

und unter Placebo 2.7%. Die Inzidenz von trockenem Husten war somit unter Eprosartan signifikant

niedriger als unter dem ACE-Hemmer (p<0.01); gegenüber Placebo war der Unterschied nicht

signifikant. Die Inzidenz von Husten jeglicher Art war unter Eprosartan (24%) ebenfalls signifikant

(p<0.01) tiefer als unter dem ACE-Hemmer (57%), jedoch nicht gegenüber Placebo (25%). Weiter

wurde in einer Analyse von 6 doppelblinden klinischen Studien mit insgesamt 1554 Patienten

festgestellt, dass die Inzidenz von Husten, welcher von den Patienten spontan angegeben wurde,

unter Eprosartan (3.5%) im gleichen Bereich lag wie unter Placebo (2.6%).

In drei klinischen Studien mit insgesamt 791 Probanden wurde gezeigt, dass der Effekt auf den

Blutdruck bei Eprosartan ebenso gross war wie beim ACE-Hemmer Enalapril.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid ist ein Diuretikum aus der Klasse der Thiazide (Benzothiadiazine). Thiazide

beeinflussen die Elektrolyt-Reabsorption in den Nierentubuli, wobei sie die Natrium- und

Chloridausscheidung in ungefähr gleichem Masse erhöhen. Die diuretische Wirkung von

Hydrochlorothiazid senkt das Plasmavolumen, steigert die Plasmareninaktivität und die

Aldosteronsekretion und als Folge davon den renalen Kalium- und Bikarbonatverlust und senkt den

Serumkaliumspiegel. Die antihypertensive Wirkung von Hydrochlorothiazid ist auf die diuretische

Wirkung (Abnahme des Plasmavolumens) und bei Langzeittherapie auf die Senkung des peripheren

Widerstandes zurückzuführen.

Eprosartan/Hydrochlorothiazid

Die Kombination von Hydrochlorothiazid und Eprosartan führt dosisabhängig zu einer stärkeren

Blutdrucksenkung als mit den Einzelsubstanzen. Die Gabe von Eprosartan wirkt dem

Hydrochlorothiazid-bedingten Kaliumverlust entgegen, vermutlich aufgrund der Blockade des

Renin-Angiotensin-Aldosteronsystems. Das Einsetzen der Diurese beginnt innerhalb von zwei

Stunden nach Einnahme von Teveten plus, mit einem Höchstwert nach ca. 3-4 Stunden.

In zwei grossen randomisierten, kontrollierten Studien («ONTARGET» [ONgoing Telmisartan

Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und «VA NEPHRON-D» [The

Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-

Hemmers mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht. Die «ONTARGET»–Studie

wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder einer zerebrovaskulären Erkrankung in der

Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt.

Die «VA NEPHRON-D»-Studie wurde bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer

Nephropathie durchgeführt. Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf

renale und/oder kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für

Hyperkaliämie, akute Nierenschädigung und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie

beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese

Ergebnisse auch auf andere ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten

mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der «ALTITUDE»-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal

Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu einer

Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten

mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulärer

Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten Risikos unerwünschter

Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der

Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte

Ereignisse und besondere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (Hyperkaliämie, Hypotonie,

Nierenfunktionsstörung).

Pharmakokinetik

Die gleichzeitige Verabreichung von Hydrochlorothiazid und Eprosartan hat keine klinisch

bedeutsame Wirkung auf die Pharmakokinetik der beiden einzelnen Wirkstoffe.

Eprosartan

Absorption

Die absolute Bioverfügbarkeit von Eprosartan nach einer oralen Dosis von 300 mg beträgt aufgrund

einer beschränkten oralen Resorption ungefähr 13%. Maximale Plasmakonzentrationen von

Eprosartan werden nach einer oralen Dosis in nüchternem Zustand nach 1-2 Stunden erreicht. Die

Höhe der Plasmaspiegel ist bei Dosen von 100 bis 200 mg proportional zur Dosierung und steigt bei

Dosen von 400 und 800 mg unterproportional an.

Einfachdosierungen von 600 mg sind bioäquivalent zu gleichzeitig verabreichten Dosen von 2× 300

Die gleichzeitige Einnahme von Nahrung verzögert die Absorption in variablem Ausmass, während

bezüglich der maximalen Plasmakonzentration (cmax) als auch der Area Under the Curve (AUC)

Veränderungen von weniger als 25% festgestellt wurden. Diese Veränderungen haben jedoch keine

klinischen Konsequenzen.

Distribution

Eprosartan ist zu rund 98% an Plasmaproteine gebunden. Dieser Wert ist über den therapeutischen

Konzentrationsbereich konstant. Das Ausmass der Proteinbindung wird weder durch Geschlecht und

Alter, noch durch eine Funktionsstörung der Leber oder eine leichte bis mässige

Nierenfunktionsstörung beeinflusst. Bei schwerer Nierenfunktionsstörung wurde jedoch bei einigen

Patienten eine tiefere Proteinbindung beobachtet.

Das Verteilungsvolumen von Eprosartan beträgt etwa 13 Liter.

Metabolismus

Nach intravenöser und oraler Gabe von 14C-markiertem Eprosartan beim Menschen wurde in

Plasma und Stuhl nur unverändertes Eprosartan gefunden. Im Urin wurden 20% der Radioaktivität

als Acylglucuronid des Eprosartans und die restlichen 80% als unverändertes Eprosartan gemessen.

Elimination

Die terminale Eliminationshalbwertszeit von Eprosartan beträgt nach oraler Gabe in den meisten

Fällen 5-9 Stunden. Die Plasma-Clearance von Eprosartan beträgt 130 ml/min. Zur Elimination von

Eprosartan tragen sowohl die biliäre als auch die renale Ausscheidung bei. Nach intravenöser Gabe

von 14C-markiertem Eprosartan wurden 61% der Radioaktivität im Stuhl und 37% im Urin

wiedergefunden. Nach oraler Gabe von 14C-markiertem Eprosartan wurden 90% der Radioaktivität

im Stuhl und 7% im Urin wiedergefunden. Eprosartan kumuliert bei Langzeiteinnahme nicht.

Hydrochlorothiazid

Absorption

Die Bioverfügbarkeit von Hydrochlorothiazid beträgt ungefähr 70%. Nach oraler Einnahme werden

maximale Plasmakonzentrationen nach ca. 3 Stunden erreicht. Die Bioverfügbarkeit von

Hydrochlorothiazid wird durch die Nahrung nicht beeinflusst.

Distribution

Hydrochlorothiazid passiert die Plazenta, aber nicht die Blut-Hirn-Schranke und wird in der

Muttermilch ausgeschieden.

Hydrochlorothiazid ist zu etwa 40-70% an Plasmaproteine gebunden. Das Verteilungsvolumen wird

auf 5-6 l/kg geschätzt.

Metabolismus/Elimination

Es wurden über einen Zeitraum von 24 Stunden Plasma-Halbwertszeiten zwischen 6 und 15 Stunden

gemessen. Mindestens 61% einer oralen Dosis werden innerhalb von 24 Stunden über die Nieren

ausgeschieden, wobei der Wirkstoff weitgehend unverändert erscheint. Bis zu 24% einer oralen

Dosis können in den Fäzes gefunden und eine unbedeutende Menge über die Galle eliminiert

werden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Eprosartan

Bei älteren Patienten sind sowohl die AUC als auch die maximalen Plasmakonzentrationen um

annähernd das 2fache erhöht. Diese Erhöhung erfordert jedoch keine Anpassung der Dosierung.

Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen waren nach Gabe einer Einzeldosis von 100 mg

Eprosartan die AUC-Werte, jedoch nicht die maximalen Plasmakonzentrationen, im Durchschnitt um

etwa 40% erhöht. Bei Patienten mit mässig schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance

30-59 ml/min) wurden im Vergleich zu Patienten mit normaler Nierenfunktion mittlere AUC-Werte

und maximale Plasmakonzentrationen gemessen, die um etwa 30% erhöht waren. Bei einer kleinen

Anzahl Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance 5-29 ml/Min.) waren

die mittleren AUC und die maximale Plasmakonzentrationen im Vergleich zu gesunden Patienten

um rund 50% erhöht.

Die Pharmakokinetik von Eprosartan ist unabhängig vom Geschlecht.

Hydrochlorothiazid

Im Vergleich zu jungen ist bei älteren Patienten die Hydrochlorothiazid-Plasmakonzentration im

Steady-State höher und die systemische Clearance beträchtlich geringer.

Bei Nierenfunktionsstörungen sind die mittleren Maximalkonzentrationen im Plasma und die AUC-

Werte von Hydrochlorothiazid erhöht und die Ausscheidung im Urin verringert. Bei Patienten mit

Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance zwischen 30 und 70 ml/Min.) ist die mittlere Halbwertszeit

der Elimination fast verdoppelt.

Präklinische Daten

Allgemeine Toxizität

Die orale Gabe der Kombination von Eprosartan und Hydrochlorothiazid während 3 Monaten

erzeugte bei Mäusen und Hunden leichte bis mittelschwere Nierenschäden bei Hydrochlorothiazid-

Dosierungen ≥31.25 mg/kg/Tag, während Dosierungen von 300/9.4 mg/kg/Tag

(Eprosartan/Hydrochlorothiazid) von Mäusen und von 1000/1 mg/kg/Tag von Hunden gut toleriert

wurden.

Reproduktion

In trächtigen Kaninchen zeigte Eprosartan ab einer Dosis von 3 mg/kg/Tag eine erhöhte Mortalität

beim Muttertier und ab einer Dosis von 10 mg/kg/Tag eine erhöhte Mortalität bei Muttertier und

Fötus in der Spätschwangerschaft. Hydrochlorothiazid hat die maternale und embryo-fötale Toxizität

von Eprosartan nicht erhöht.

Die oral verabreichte Kombination von bis zu 3/1 mg/kg/Tag (Eprosartan/Hydrochlorothiazid) führte

weder beim Muttertier noch beim Fötus zu toxischen Wirkungen.

Fertilität

Nicht-klinische Daten zu Eprosartan (1000 mg/kg/Tag oral) zeigten keinerlei Auswirkungen auf die

männliche oder weibliche Fertilität bei der Ratte. Präklinische Informationen über mögliche

Wirkungen von Hydrochlorothiazid auf die Fertilität liegen nicht vor.

Klinische Daten zur Fertilität liegen für keine der beiden Wirksubstanzen vor.

Genotoxizität

Weder Eprosartan noch Hydrochlorothiazid noch die Kombination beider Substanzen (Verhältnis

48:1) induzierte Genmutationen oder chromosomale Aberrationen in nicht-zytotoxischen

Konzentrationen/Dosierungen in einer Serie von genotoxischen in vitro und in vivo Assays.

Karzinogenität

Es wurden keine Studien mit Teveten plus durchgeführt. Bei Ratten und Mäusen, die bis zu 600 oder

2000 mg/kg/Tag Eprosartan während zwei Jahren erhielten, wurden keine statistisch signifikanten

neoplastischen oder nicht-neoplastischen Veränderungen beobachtet.

Aus Langzeitstudien bei Ratten und Mäusen, die bis zu 96 bzw. 600 mg/kg/Tag Hydrochlorothiazid

oral erhielten, ergeben sich keine Hinweise auf ein für den Menschen relevantes karzinogenes

Potential.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Keine bekannt.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Aufbewahrung bei Raumtemperatur (15-25 °C)

Arzneimittel ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

55783 (Swissmedic).

Packungen

Filmtabletten (Kalenderpackung): 28 und 98 (B)

Zulassungsinhaberin

BGP Products GmbH, 6341 Baar.

Stand der Information

Oktober 2015.

[Version 102 D]

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