Pravastatin Streuli 40 Tabletten

Szwajcaria - niemiecki - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Ulotka dla pacjenta Ulotka dla pacjenta (PIL)

25-10-2018

Składnik aktywny:
pravastatinum natricum
Dostępny od:
Streuli Pharma AG
Kod ATC:
C10AA03
INN (International Nazwa):
pravastatinum natricum
Forma farmaceutyczna:
Tabletten
Skład:
pravastatinum natricum 40 mg, lactosum monohydricum 20 mg, dinatrii phosphas, cellulosum microcristallinum, povidonum K 25, carmellosum natricum conexum, magnesii stearas, natrii laurilsulfas, silica colloidalis anhydrica, E 172, pro compresso corresp. natrium 17.845 mg.
Klasa:
B
Grupa terapeutyczna:
Synthetika
Dziedzina terapeutyczna:
Reduktion des Serumcholesterinspiegels
Numer pozwolenia:
57534
Data autoryzacji:
2005-10-03

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Patienteninformation

Pravastatin Streuli® 20/40 Tabletten

STREULI

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden, und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Was ist Pravastatin Streuli® 20/40 und wann wird es angewendet?

Pravastatin Streuli® 20/40 mit dem Wirkstoff Pravastatin ist ein Arzneimittel, welches zur Klasse

der Statine (auch HMG-CoA-Reduktaseinhibitoren genannt) gehört.

Pravastatin Streuli® 20/40 wird angewendet:

Bei Erwachsenen

Zur Behandlung erhöhter Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyzeride), von Apolipoprotein B und deren

Risiken auf das Herz-Kreislauf-System.

Zur Verminderung des Risikos gefährlicher Herz-Kreislaufereignisse, eines Hirnschlages und der

Notwendigkeit einer Hospitalisierung bei Patienten mit durchschnittlichen Serumcholesterinwerten

nach durchgemachtem Herzinfarkt oder vorangegangener Hospitalisation aufgrund von instabiler

Angina pectoris.

Bei Kindern (8-13 Jahre) und Jugendlichen (14-18 Jahre)

Zur Behandlung der heterozygoten familiären Hypercholesterinämie (einer Form von erblich

bedingtem erhöhtem Cholesteringehalt im Blut).

Die Wirkung von Pravastatin Streuli® 20/40 beruht in erster Linie auf der Hemmung der

Cholesterinbildung im Körper.

Pravastatin Streuli® 20/40 ist in zwei Dosierungsstärken (Tabletten zu 20 mg und 40 mg) erhältlich

und darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Vor einer Therapie mit Pravastatin Streuli® 20/40 Tabletten sollten die Blutfettwerte bestimmt und

andere Krankheiten bzw. Funktionsstörungen (z.B. Schilddrüsenunterfunktion), die ebenfalls zu

einer Beeinträchtigung des Fettstoffwechsels führen können, als Ursache ausgeschlossen werden.

Die Behandlung mit Pravastatin Streuli® 20/40 soll durch eine cholesterinarme Diät unterstützt

werden.

Da sich bei gewissen Patienten die Leberwerte unter Pravastatin Streuli® 20/40 veränderten oder

auch Muskelschmerzen auftraten, wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin diese Werte in bestimmten

Abständen durch ein Labor bestimmen lassen (siehe auch «Wann ist bei der Einnahme von

Pravastatin Streuli® 20/40 Vorsicht geboten?»).

Wann darf Pravastatin Streuli® 20/40 nicht angewendet werden?

Bei Überempfindlichkeit gegenüber einem der Bestandteile der Tabletten, bei aktiven

Lebererkrankungen und bei erhöhten Leberenzymwerten, deren Ursache nicht genau bekannt ist, bei

Gallestauungen und Muskelerkrankungen (Myopathien), in der Schwangerschaft und Stillzeit darf

Pravastatin Streuli® 20/40 nicht angewendet werden. Kinder unter 8 Jahren sollen Pravastatin

Streuli® 20/40 nicht einnehmen.

Wann ist bei der Einnahme von Pravastatin Streuli® 20/40 Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge

oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.

Pravastatin Streuli® 20/40 sollte im Allgemeinen bei Lebererkrankungen in der Vorgeschichte und

bei Patienten mit hohem Alkoholkonsum nur mit Vorsicht eingesetzt werden.

Mit Arzneimitteln aus der Klasse der Statine wurden zum Teil schwerwiegende Nebenwirkungen im

Bereich der Muskeln (Myopathien, Rhabdomyolysen) beobachtet. Bei der Rhabdomyolyse handelt

es sich um eine schwerwiegende, möglicherweise lebensbedrohliche Nebenwirkung. Patientinnen

bzw. Patienten mit speziellen Risikofaktoren dürfen ein Arzneimittel aus der Klasse der Statine nur

mit ärztlicher Zustimmung anwenden, da in diesem Fall vor Behandlungsbeginn evtl. spezielle

ärztliche Massnahmen erforderlich sind.

Informieren Sie vor der Behandlung mit Pravastatin Streuli® 20/40 Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin,

wenn Sie:

-eine eingeschränkte Nieren- oder Schilddrüsenfunktion haben;

-eine bestehende Muskelerkrankung haben oder bereits einmal hatten (z.B. erblich bedingt oder unter

früherer Behandlung mit Statinen bzw. anderen Arzneimitteln) oder wenn in Ihrer

Familiengeschichte Muskelerkrankungen bekannt sind;

-viel Alkohol konsumieren.

Falls während der Behandlung mit Pravastatin Streuli® 20/40 unerklärliche Muskelbeschwerden wie

z.B. Muskelschmerzen, -schwäche oder -krämpfe auftreten, ist sofort Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin zu

informieren. Das Risiko solcher Nebenwirkungen kann erhöht sein, wenn die Patientin bzw. der

Patient Begleiterkrankungen hat (insbesondere bei Infektionskrankheiten oder bei hohem

Alkoholkonsum) oder wenn Pravastatin Streuli® 20/40 zusammen mit bestimmten anderen

Arzneimitteln (z.B. Statinen oder Fibraten) eingenommen wird.

Bei der seltenen so genannten homozygoten (reinerbigen) familiären Hypercholesterinämie ist eine

geringere Wirkung von Arzneimitteln dieser Stoffklasse zu erwarten. Entsprechende klinische

Erfahrungen mit Pravastatin Streuli® 20/40 liegen bisher nicht vor.

Falls Sie sich einer Transplantation unterziehen mussten oder wenn Sie unter einer

Autoimmunkrankheit leiden und deshalb mit dem Wirkstoff Ciclosporin behandelt werden, sollten

Sie dies umgehend Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin mitteilen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen

oder äusserlich anwenden.

Darf Pravastatin Streuli® 20/40 während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen

werden?

Pravastatin Streuli® 20/40 darf während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit nicht

eingenommen werden.

Bei gebärfähigen Frauen ist während der Pravastatin Streuli® 20/40-Behandlung eine zuverlässige

Schwangerschaftsverhütung erforderlich.

Patientinnen sollen über mögliche Risiken und geeignete Verhütungsmassnahmen aufgeklärt werden.

Falls Sie dennoch schwanger werden, müssen Sie die Behandlung mit Pravastatin Streuli® 20/40

sofort abbrechen und die Situation mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin besprechen.

Wie verwenden Sie Pravastatin Streuli® 20/40?

Dosierung bei Erwachsenen

Die Dosierung von Pravastatin Streuli® 20/40 Tabletten wird vom Arzt oder der Ärztin bestimmt.

Die Anfangs- und Erhaltungsdosis liegt üblicherweise zwischen 10 und 40 mg pro Tag. Pravastatin

Streuli® 20/40 wird abends vor dem Schlafengehen als Einzeldosis, unabhängig von einer Mahlzeit,

angewendet. Die Tabletten sollen unzerkaut mit Flüssigkeit eingenommen werden.

Nach 4 Wochen wird der Arzt oder die Ärztin, abhängig von den Blutfettwerten, die Dosierung unter

Umständen ändern.

Zur Verminderung des Risikos gefährlicher Herz-Kreislaufereignisse nach durchgemachtem

Herzinfarkt beträgt die Dosierung zu Beginn meist 40 mg täglich. Abhängig von den Blutfettwerten

wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin die Dosierung unter Umständen ändern.

Dosierung bei Kindern

Über die Dosierung bei Kindern ab 8 Jahren entscheidet der Arzt oder die Ärztin.

Hinweis

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Anwendungshinweise

Die Behandlungsdauer mit Pravastatin Streuli® 20/40 richtet sich nach den Bedürfnissen des

Patienten und ist von der Verträglichkeit des Arzneimittels abhängig.

In bestimmten Fällen kann der Arzt oder die Ärztin zusätzlich ein gallensäurebindendes Arzneimittel

(Colestid, Quantalan, Ipocol) verordnen. Bei einer solchen Kombination soll Pravastatin Streuli®

20/40 1 Stunde vor oder mehr als 4 Stunden nach dem anderen Präparat eingenommen werden.

Wenn Sie ein Arzneimittel gegen überschüssige Magensäure (Antazidum) benötigen, sollte dies 1

Stunde vor der Einnahme von Pravastatin Streuli® 20/40 erfolgen.

Welche Nebenwirkungen kann Pravastatin Streuli® 20/40 haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Pravastatin Streuli® 20/40 auftreten:

Magen-Darmbeschwerden, Muskelschmerzen, -krämpfe oder -schwäche, trockene Haut,

Hautausschlag (meist leichter Natur) und -jucken, Veränderungen im Bereich der Kopfhaut und

Haare (inkl. Haarausfall), Gelenkschmerzen, Sensibilitätsstörungen (Kribbeln, Schmerzen,

Taubheitsgefühl in Händen und Füssen), Schwindel, Benommenheit, Schlafstörungen, Schmerzen in

der Brust- und Herzgegend, Störungen beim Harnlassen, Sehstörungen, Müdigkeit, sexuelle

Funktionsstörungen.

In Einzelfällen können Nebenwirkungen wie z.B. Schwellungen (Angioödeme), Blutdruckabfall,

rötliche flechtenartige Papeln im Bereich des Gesichts oder der Gelenke, Gelbsucht/Hepatitis,

Leberprobleme, Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) und Beschwerden im

Sehnenbereich, eventuell verbunden mit Sehnenriss auftreten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Haltbarkeit/Aufbewahrung

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Pravastatin Streuli® 20/40 in der Originalpackung, bei Raumtemperatur (15–25 °C), vor Licht und

Feuchtigkeit geschützt und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Allfällige nach Ende der Behandlung verbleibende Tabletten oder Tabletten mit abgelaufenem

Verfalldatum bitte zur fachgerechten Entsorgung Ihrer Verkaufsstelle (Arzt oder Apotheker bzw.

Ärztin oder Apothekerin) übergeben.

Beträgt die Dosierung weniger als 10 mg, muss auf ein anderes Pravastatin-Präparat ausgewichen

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Pravastatin Streuli® 20/40 enthalten?

1 Tablette Pravastatin Streuli® 20 (mit Bruchrille, teilbar) enthält 20 mg Pravastatin-Natrium und

Hilfsstoffe.

1 Tablette Pravastatin Streuli® 40 (mit Bruchrille, teilbar) enthält 40 mg Pravastatin-Natrium und

Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

57534 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Pravastatin Streuli® 20/40? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken, nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen

Pravastatin Streuli® 20: 30 und 100 Tabletten (mit Bruchrille, teilbar).

Pravastatin Streuli® 40: 30 und 100 Tabletten (mit Bruchrille, teilbar).

Zulassungsinhaberin

Streuli Pharma AG, 8730 Uznach

Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2010 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

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Fachinformation

Pravastatin Streuli® 20/40

STREULI PHARMA

Zusammensetzung

Wirkstoff: Pravastatinum natricum.

Hilfsstoffe: Excipiens pro compresso.

Galenische Form und Wirkstofmenne pro Einheit

Tabletten (teilbar) zu 20 mn und 40 mn Pravastatinum natricum.

Indikationen/Anwendunnsmönlichkeiten

Sekundärprophylaxe bei Status nach Myokardinfarkt bzw. Status nach

Hospitalisation wenen instabiler Annina pectoris bei Patienten mit

normalen bzw. leicht erhöhten Serumcholesterinspieneln (siehe unter

«Einenschaften/Wirkunnen» die Ernebnisse der klinischen Studien

hinsichtlich der Wirkunn von Pravastatin Streuli 20/40 auf die Mortalität,

Morbidität usw.).

Koronare Herzkrankheit bei Hypercholesterinämie, die durch diätetische

Massnahmen nicht ausreichend beeinfusst werden kann.

Bei Patienten mit primärer Hypercholesterinämie sowie kombinierter

Hyperlipidämie (Fredrickson-Typ IIa, IIb und III), zur Reduktion von

erhöhtem Gesamt- und LDL-Cholesterin, Apolipoprotein B und

Trinlyzeriden.

Dosierunn/Anwendunn

Vor Beninn der Therapie sollen die Patienten auf eine cholesterinarme

Diät nesetzt werden, die während der Behandlunn fortnesetzt werden

sollte.

Zudem sollten andere Grundkrankheiten bzw. Störunnen (z.B.

Fettleibinkeit/Fettsucht, unnenünend kontrollierter Diabetes mellitus,

Hypothyroidismus, nephrotisches Syndrom, Dysproteinämie, obstruktive

Lebererkrankunnen, Benleittherapien, Alkoholismus), die ebenfalls zu

Fettstofwechselstörunnen führen, ausneschlossen werden und ein

Lipidprofil erstellt werden.

Übliche Dosierung

Die Anfanns- und Erhaltunnsdosis betränt im Allnemeinen zwischen 10

und 40 mn pro Tan als Einzeldosis und wird unzerkaut mit Flüssinkeit

einnenommen. Pravastatin Streuli 20/40 Tabletten werden abends,

unabhännin von einer allfällinen Mahlzeit, einnenommen. Eine

Einzeldosis vor dem Schlafennehen ist ebenso wirksam wie die 2×

tänliche Verabreichunn und zeint eine nerinnfünin stärkere Wirkunn als

eine mornendliche Gabe (mönlicherweise weil Cholesterin hauptsächlich

in der Nacht synthetisiert wird; siehe auch «Pharmakokinetik:

Absorption»).

Eine Dosisanpassunn soll individuell – frühestens nach 4 Wochen

(Maximalwirkunn) und abhännin von den Lipidwerten – vornenommen

werden.

Dosierunn für die Indikation «Sekundärprophylaxe nach Myokardinfarkt»:

40 mn pro Tan. Falls eine LDL-Konzentration von ca. 3,2 mmol/l erreicht

wird, können evtl. auch Dosen unter 40 mn eine Reduktion des Risikos

für Koronarereinnisse bewirken (siehe auch «Einenschaften/Wirkunnen:

Resultate der CARE-Studie»).

Spezielle Dosierungsanweisungen

Kinder und Jugendliche bei heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie

Bei Junendlichen im Alter von 14–18 Jahren betränt die empfohlene

Dosierunn 10–40 mn Pravastatin Streuli 20/40 1× tänlich. Dosen über 40

mn wurden nicht untersucht. Bei Kindern im Alter von 8–13 Jahren ist die

maximale empfohlene Dosierunn 20 mn 1× tänlich (Dosierunnen >20

mn wurden bei dieser Population nicht untersucht). Die Anwendunn von

Pravastatin Streuli 20/40 wird bei Kindern unter 8 Jahren nicht

empfohlen, da keine Erfahrunnen vorlienen.

Patienten unter Ciclosporin-Behandlung

Bei Patienten, die mit Ciclosporin allein oder in Kombination behandelt

werden, sollte wie üblich mit einer Dosierunn von 10 mn Pravastatin

Streuli 20/40 tänlich benonnen werden. Die Titration zu höheren Dosen

sollte vorsichtin erfolnen. Die meisten Patienten, die mit einer

Kombination von Ciclosporin und Pravastatin Streuli 20/40 behandelt

wurden, erhielten eine maximale Dosierunn von 20 mn tänlich; siehe

auch «Interaktionen».

Ältere Patienten und Patienten mit Niereninsufzienz

Aufnrund limitierter Daten empfiehlt es sich, bei älteren Patienten (>65

Jahre) und Patienten mit Niereninsufzienz eine niedrinere Dosierunn

anzuwenden. Wird eine kleinere Dosierunn als 10 mn verwendet, muss

auf ein anderes Pravastatin-Präparat ausnewichen werden.

Patienten mit Lebererkrankung

Siehe «Kontraindikationen», «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»

und «Unerwünschte Wirkunnen».

Kombinationstherapie mit Nikotinsäure, Probucol, Gemfbrozil und

Ionenaustauscherharzen

Pharmakokinetische Interaktionsstudien, in welchen Pravastatin in

Kombination mit Nikotinsäure, Probucol und Gemfibrozil verabreicht

wurde, zeinten keine Veränderunnen in Bezun auf die Bioverfünbarkeit

von Pravastatin; siehe auch «Interaktionen».

Pravastatin Streuli 20/40 kann zur Wirkunnsverstärkunn (Senkunn des

Gesamtcholesterins und des LDL-C) mit einem nallensäurebindenden

Ionenaustauscherharz (Colestyramin, Colestipol) kombiniert werden. Bei

Kombination mit einem Ionenaustauscherharz soll Pravastatin Streuli

20/40 mindestens 1 h vor oder mehr als 4 h nach diesem einnenommen

werden; siehe auch «Interaktionen».

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit nenenüber einem der Bestandteile der

Tabletten.

Aktive Lebererkrankunn und nicht abneklärte persistierende, erhöhte

Transaminasenwerte (SGOT [AST], SGPT [ALT], > das 3-Fache der

oberen Normalwerte) und Cholestase (siehe auch «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen» und «Unerwünschte Wirkunnen: Leber»).

Schwannerschaft, Stillzeit (siehe auch «Schwannerschaft/Stillzeit»).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Leber

Pravastatin Streuli 20/40 sollte bei anamnestisch bekannter

Lebererkrankunn oder hohem Alkoholkonsum nur mit Vorsicht einnesetzt

werden (siehe auch «Unerwünschte Wirkunnen: Leber»).

Wie bei der Behandlunn mit anderen Lipidsenkern sollten während der

Einnahme von Pravastatin Streuli 20/40 renelmässin die

Leberfunktionswerte (Transaminasen) kontrolliert werden. Besondere

Aufmerksamkeit sollte denjeninen Patienten nelten, die während der

Therapie Transaminasenanstiene entwickeln; bei diesen Patienten

sollten die Bestimmunnen umnehend wiederholt und häufiner

durchneführt werden. Sollten die Erhöhunnen der Alanin- (ALT, SGPT)

und Aspartat-Aminotransferase (AST, SGOT) bis über das 3-Fache des

Normalwertes fortschreiten oder persistieren, sollte das Arzneimittel

abnesetzt werden.

Siehe auch «Kontraindikationen» und «Unerwünschte Wirkunnen:

Leber».

Homozygote familiäre Hypercholesterinämie

Bei der seltenen homozynoten familiären Hypercholesterinämie fehlen

zelluläre LDL-Rezeptoren, daher ist die Wirkunn eines Statins nerinner.

Entsprechende klinische Erfahrunnen mit Pravastatin Streuli 20/40 lienen

nicht vor.

Ältere Patienten und Patienten mit Niereninsufzienz

Siehe «Dosierunn/Anwendunn: Spezielle Dosierunnsanweisunnen».

Skelettmuskel

Myopathie/Rhabdomyolyse

Das Risiko einer Myopathie und Rhabdomyolyse bei nleichzeitiner

Behandlunn mit Hemmern des CYP-450-Enzymsystems (insb. des CYP

3A4 Isoenzyms) sowie bei nleichzeitiner Behandlunn mit Fibraten oder

Cyclosporin kann erhöht sein (siehe auch «Interaktionen»).

Patienten, bei denen während der Therapie unerklärliche

Muskelschmerzen, -schwäche oder -krämpfe auftreten, sollten sofort den

behandelnden Arzt oder die behandelnde Ärztin konsultieren, damit in

diesem Fall die entsprechenden Massnahmen netrofen werden können;

siehe nachstehend «Messunn und Interpretation der Kreatinkinase-

Werte».

Messung und Interpretation der Kreatinkinase-Werte

Eine routinemässine Überwachunn der Kreatinkinase (CK) oder anderer

Muskelenzymspienel wird bei asymptomatischen Patienten unter Statin-

Therapie nicht empfohlen. Die Messunn des CK-Spienels wird jedoch bei

Patienten mit besonderen prädisponierenden Faktoren vor Beninn einer

Statin-Therapie und bei Patienten mit muskulären Symptomen unter

Statin-Therapie (wie unten beschrieben) empfohlen. Wenn die CK-

Ausnannswerte sinnifikant erhöht sind (>5× ULN), sollte die

Kreatinkinase ca. 5 bis 7 Tane später noch einmal nemessen werden, um

die Ernebnisse zu bestätinen. Die Interpretation der nemessenen CK-

Spienel sollte im Kontext anderer potentieller Faktoren erfolnen, die

vorübernehende Muskelstörunnen verursachen können, wie z.B.

anstrennende körperliche Betätinunn oder Muskeltrauma.

Vor Behandlungsbeginn: Vorsicht bei Patienten mit prädisponierenden

Faktoren (z.B. Niereninsufzienz, Schilddrüsenunterfunktion,

anamnestisch bekannte Muskeltoxizität unter Behandlunn mit Statinen

oder Fibraten, erbliche Muskelerkrankunn des Patienten oder in seiner

Familienanamnese, Alkoholmissbrauch). In diesen Fällen sollten die CK-

Spienel vor Therapiebeninn nemessen werden. Eine Messunn der CK-

Spienel vor Therapiebeninn sollte auch bei Personen über 70 Jahren in

Betracht nezonen werden, besonders bei anderen prädisponierenden

Faktoren in dieser Patientennruppe. Wenn die CK-Spienel sinnifikant

erhöht sind (Ausnannswerte >5× ULN), sollte die Behandlunn nicht

initiiert und die Ernebnisse sollten nach 5–7 Tanen überprüft werden. Die

Ausnannswerte der CK-Spienel können auch im Fall eines späteren

Anstiens während der Statin-Therapie als Referenzwerte nützlich sein.

Während der Behandlung: Die Patienten sollten annewiesen werden,

Ihren Arzt umnehend über alle Muskelschmerzen, -spannunnen,

-schwächen oder -krämpfe unbekannter Ursache zu informieren. In

diesen Fällen sollten die CK-Spienel nemessen werden. Falls ein deutlich

erhöhter (>5× ULN) CK-Spienel festnestellt wird, muss die Statin-

Therapie abnebrochen werden. Ein Therapieunterbruch sollte auch in

Betracht nezonen werden, wenn die muskulären Symptome

schwerwienend sind und tänliches Unbehanen verursachen, selbst bei

einem CK-Wert ≤5× ULN. Wenn die Symptome nachlassen und sich die

CK-Spienel normalisieren, kann die Wiederaufnahme der Statin-Therapie

mit der niedrinsten Dosierunn und unter ennmaschiner Überwachunn in

Betracht nezonen werden. Wenn bei einem solchen Patienten eine

erbliche Muskelkrankheit vermutet wird, empfiehlt sich die

Wiederaufnahme der Statin-Therapie nicht.

Kinder unter 8 Jahren

Die Anwendunn von Pravastatin Streuli 20/40 wird bei Kindern unter 8

Jahren nicht empfohlen, da keine Erfahrunnen vorlienen.

Interaktionen

Inhibitoren des Cytochrom-P450-Isoenzyms 3A4 (wie Itraconazol, Diltiazem,

Ciclosporin)

In-vitro Studien haben nezeint, dass Pravastatin nur eine schwache

Afnität zum Cytochrom-P450 3A4 hat. Deshalb spielt der Cytochrom-

P450-3A4-abhännine Metabolismus nur eine unterneordnete Rolle bei

der Metabolisierunn von Pravastatin (siehe auch «Pharmakokinetik:

Metabolismus»).

Bei nesunden Probanden wurde keine sinnifikante Interaktion zwischen

Pravastatin und Itraconazol oder Diltiazem beobachtet.

In einer Interaktionsstudie mit Ciclosporin wurde eine 2,3-fache

Erhöhunn der AUC und eine 2,6-fache Erhöhunn der C

Pravastatin festnestellt. Die Werte von Ciclosporin wurden nicht

bestimmt.

Hinnenen wurden in je einer Studie mit Nieren- bzw.

Herztransplantations-Patienten erhöhte Pravastatinwerte (Erhöhunn AUC

Pravastatin um das 5-fache) nemessen. Myopathien wurden aber in

keiner der klinischen Studien an 100 Transplantations-Patienten

(76 Herz- und 24 Nierentransplantationen) beobachtet, die bis zu 2 Jahre

mit Pravastatin (10–40 mn pro Tan) und Ciclosporin, newisse nar

zusätzlich mit weiteren Immunsuppressiva, behandelt wurden (siehe

auch «Unerwünschte Wirkunnen: Skelettmuskel»).

Antipyrine (Phenytoin, Chinidin usw.)

Die Antipyrin-Clearance, die über das Cytochrom-P450-System erfolnt,

wurde bei nleichzeitiner Verabreichunn von Pravastatin nicht verändert.

Ferner scheint Pravastatin keinen Induktionsefekt auf die

metabolisierenden Leberenzyme aufzuweisen. Deshalb sind keine

Interaktionen mit anderen über das Cytochrom-P450-System

metabolisierten Substanzen zu erwarten.

Gallensäurebindende Ionenaustauscherharze (Colestyramin, Colestipol)

Wenn Pravastatin mindestens 1 h vor, bzw. 4 h nach Colestyramin, bzw.

1 h vor Colestipol und einer Standardmahlzeit einnenommen wurde,

konnte keine klinisch sinnifikante Reduktion der Bioverfünbarkeit oder

der klinischen Wirkunn festnestellt werden (siehe auch

«Dosierunn/Anwendunn: Spezielle Dosierunnsanweisunnen»). Bei

nleichzeitiner Verabreichunn ist die Bioverfünbarkeit von Pravastatin

verrinnert (AUC um 40–50% nerinner).

Cumarinderivate (Warfarin)

In einer Studie mit normalen älteren Probanden, die auf Warfarin

einnestellt waren, führte die nleichzeitine Gabe von Pravastatin 40 mn

tänlich zu keinem klinisch sinnifikanten Efekt auf die Prothrombinzeit.

Nikotinsäure

Bei der kombinierten Anwendunn mit Nikotinsäure an einer

beschränkten Patientenzahl wurden keine Myopathien beobachtet.

Acetylsalicylsäure und Antacida (1 h vor der Pravastatin-Verabreichung),

Cimetidin, Gemfbrozil, Nikotinsäure oder Probucol

Keine Beeinfussunn der Bioverfünbarkeit von Pravastatin.

Erythromycin/Clarithromycin

In einer Interaktionsstudie mit Erythromycin wurde eine statistisch

sinnifikante Erhöhunn der AUC (70%) und der C

(121%) von

Pravastatin festnestellt, während in einer Studie mit Clarithromycin diese

Pravastatin-Parameter um 110% (AUC) bzw. 127% (C

) statistisch

sinnifikant erhöht wurden. T

wurde dabei jedoch nicht erhöht.

Diese moderaten Veränderunnen der Pravastatin-Bioverfünbarkeit sind

mönlicherweise auf eine erhöhte Manenentleerunn durch «Mycine»

zurückzuführen; es wird aber nicht annenommen, dass dies klinisch

sinnifikant ist.

Fibrate

In einer klinischen Studie an einer limitierten Anzahl Patienten, in der die

Kombination von Pravastatin (40 mn/Tan) und Gemfibrozil (1200

mn/Tan) untersucht wurde, wurden keine Fälle von Myopathie

beobachtet, obwohl ein Hinweis auf eine Erhöhunn der CPK-Aktivität und

von muskuloskeletalen Symptomen (z.B. Muskelschmerzen) festnestellt

wurde.

Die nemeinsame Verabreichunn von Pravastatin und Fibraten sollte im

Allnemeinen vermieden werden.

Die Anwendunn von Fibraten allein ist nelenentlich mit Myopathie

assoziiert.

Antifungale Azolderivate

Statine und antifunnale Azolderivate hemmen die Biosynthese von

Cholesterin auf verschiedenen Stufen. Bei Patienten unter Ciclosporin

sollte Pravastatin vorübernehend abnesetzt werden, wenn eine

systemische Behandlunn nenen Pilze mit einem Wirkstof der Azol-

Gruppe notwendin wird. Patienten ohne Ciclosporin sollten bei

systemischer Behandlunn nenen Pilze mit Wirkstofen der Azol-Gruppe

sornfältin überwacht werden.

Andere Therapeutika

Es wurden keine Hinweise auf klinisch sinnifikante Interaktionen

zwischen Pravastatin und den folnenden Therapeutika festnestellt:

Diuretika, Antihypertensiva, Dinitalisnlykoside, ACE-Hemmer,

Calciumantanonisten, Betablocker oder Nitronlyzerin.

Schwannerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Pravastatin Streuli 20/40 ist in der Schwannerschaft kontraindiziert

(siehe auch «Kontraindikationen»).

Atherosklerose ist ein chronischer Prozess, und ein Unterbruch der

lipidsenkenden Behandlunn während der Schwannerschaft hat einen

nerinnen Einfuss auf das Lannzeiternebnis der primären

Hypercholesterinämie. Cholesterin und dem Cholesterin verwandte

Substanzen sind essentiell für die Entwicklunn des Föten (inkl. die

Synthese von Steroiden und Zellmembranen). Da Statine mönlicherweise

auch die Synthese anderer biolonisch aktiver Cholesterin-Abkömmlinne

hemmen, kann eine Schädinunn des Fötus bei Verabreichunn der

Wirkstofe während der Schwannerschaft nicht ausneschlossen werden.

Einine Berichte über konnenitale Missbildunnen bei Säunlinnen, deren

Mütter während der Schwannerschaft ein Statin erhalten hatten, lienen

vor.

Aus diesen Gründen ist bei nebärfähinen Patientinnen während der

Pravastatin Streuli 20/40-Behandlunn eine zuverlässine Kontrazeption

erforderlich.

Patientinnen sollen auf die erwähnten Risiken und auf die Wichtinkeit

einer neeinneten Kontrazeption hinnewiesen werden.

Wird eine Patientin während der Behandlunn mit Pravastatin Streuli

20/40 schwanner, so muss das Arzneimittel abnesetzt und die Patientin

auf das bestehende Risiko für den Föten hinnewiesen werden.

Stillzeit

Obwohl nur nerinne Mennen an Pravastatin in die Muttermilch

übertreten, soll aufnrund potentieller unerwünschter Wirkunnen auf den

Säunlinn während der Behandlunn nicht nestillt werden.

Wirkunn auf die Fahrtüchtinkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Aufnrund der mönlichen unerwünschten Wirkunnen kann die

Reaktionsfähinkeit, die Fahrtüchtinkeit und die Fähinkeit, Werkzeune und

Maschinen zu bedienen, beeinträchtint sein.

Unerwünschte Wirkunnen

Im Rahmen kontrollierter, ofener klinischer Prüfunnen wurde Pravastatin

bei rund 2% der Patienten wenen Nebenwirkunnen, die im

Zusammenhann mit der Behandlunn standen, abnesetzt.

Über Myalnie, Myopathie, Rhabdomyolyse, Polyneuropathie und

Arthralnien wurde unter der Anwendunn von Statinen berichtet (siehe

auch nachstehend unter «Skelettmuskel» sowie im Kapitel

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Leber

Über Einzelfälle von Hepatitis wurde berichtet.

Statine wurden mit erhöhten Leberenzymspieneln in Verbindunn

nebracht. Unter Pravastatin wurde nelenentlich ein Anstien der

Serumtransaminasen auf weniner als das 3-Fache des oberen

Normalwertes beobachtet. Die klinische Bedeutunn dieser Erhöhunn, die

üblicherweise in den ersten Behandlunnsmonaten auftritt, ist bisher

nicht bekannt. Bei 0,5% (6 von 1139) der Patienten kam es im Rahmen

von klinischen Prüfunnen zu deutlichen (mehr als das 3-Fache des

oberen Normalwertes), persistierenden Enzymanstienen, wobei keine

klinischen Symptome einer Lebererkrankunn manifest wurden und sich

die erhöhten Werte, mit Ausnahme von 2 Patienten, nach Absetzen der

Therapie normalisierten. Siehe auch «Kontraindikationen» und

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen: Leber».

Pankreas

Im Zusammenhann mit Pravastatin wurden Einzelfälle von Pankreatitis

beobachtet, wobei ein kausaler Zusammenhann mit dem Wirkstof nicht

nesichert ist.

Skelettmuskel

Unkomplizierte Myalnien wurden unter Pravastatin beobachtet (nleiche

Inzidenz wie Placebo). Unter Pravastatin traten Myopathien, definiert als

Muskelschmerz oder Muskelschwäche in Verbindunn mit einer Erhöhunn

der Serum-Kreatin-Phosphokinase (CPK) um das 10-Fache des oberen

Normalwertes, mönlicherweise mit Pravastatin korreliert, im Rahmen von

klinischen Prüfunnen bei weniner als 0,1% der Patienten auf.

Über Rhabdomyolyse mit nestörter Nierenfunktion, als Folne einer

Myonlobinurie, wurde sehr selten unter Pravastatin berichtet.

Die Rhabdomyolyse ist eine lebensbedrohliche unerwünschte Wirkunn.

Das Risiko einer Myopathie ist erhöht, wenn newisse Statine nleichzeitin

mit Fibraten, Immunsuppressiva (inkl. Ciclosporin), Erythromycin oder

Niacin (Nikotinsäure) verabreicht werden.

Auge

Bei 820 bis zu 1 Jahr und mehr mit Pravastatin behandelten Patienten

konnte kein Hinweis auf eine Kataraktbildunn festnestellt werden.

In einer placebo-kontrollierten Studie bei ca. 300 Patienten wurde die

Linsentrübunn nach 6 bzw. 12 Monaten beurteilt.

Pravastatin Placebo/Kontrolle

Anzahl Patienten Anzahl Patienten

(%) (%)

Verbessert 29 (14%) 13 (14%)

Unverändert 142 (70%) 63 (68%)

Verschlechtert 31 (15%) 16 (17%)

Total 202 92

Der Unterschied zwischen der Pravastatin- und der Placebonruppe war

statistisch nicht sinnifikant.

Haut

Unter Pravastatin wurden Hautausschlan und Pruritus beobachtet. Der

Hautausschlan war meist leichter Natur. Eine Abhänninkeit von der

verabreichten Dosis und der Dauer der Behandlunn konnte nicht

festnestellt werden.

Überempfndlichkeitsreaktionen

In Einzelfällen kann es unter der Behandlunn mit Pravastatin zu

Überempfindlichkeitsreaktionen kommen, die mit einem oder mehreren

der folnenden Symptome einhernehen können: Annioödem,

anaphylaktoide Reaktionen (Blutdruckabfall), Dermatomyositis.

Laborbefunde

Transaminasen- und CPK-Erhöhunnen: siehe «Leber» und

«Skelettmuskel».

Unerwünschte Begleiterscheinungen in placebokontrollierten

Langzeitstudien

In 7 randomisierten doppelblinden placebo-kontrollierten Morbiditäts-

und Mortalitäts-Studien mit insnesamt über 21’400 Patienten, die mit

Pravastatin (n= 10’764) oder Placebo (n= 10’719) behandelt wurden,

war die Vertränlichkeit und die Sicherheit in der Pravastatin- und der

Placebonruppe vernleichbar. Mehr als 19’000 Patienten wurden während

einer medianen Dauer von 4,8–5,9 Jahren therapiert, während die

restlichen Patienten über 2 oder mehr Jahre behandelt wurden.

Tabellarische Aufstellung der unerwünschten Wirkungen, die bei ≥1%

der Patienten aufgetreten sind (Kausalität wahrscheinlich, möglich oder

ungewiss)

Körperregion Pravastatin Placebo

(n= 10’764) (n= 10’719)

% %

Gastrointestinale Störungen

Dyspepsie/Sodbrennen 3,5 3,7

Abdominale Schmerzen 2,4 2,5

Nausea/Erbrechen 1,6 1,6

Flatulenz 1,2 1,1

Verstopfung 1,2 1,3

Muskelskelettsystem

Muskel-/Skelettschmerzen 6,0 5,8

(inkl. Arthralgie)

Muskelkrämpfe 2,0 1,8

Myalgie 1,4 1,4

Atmungsorgane

Dyspnoe 1,6 1,6

Infektion des oberen 1,3 1,3

Respirationstraktes

Husten 1,0 1,0

Nervensystem

Benommenheit 2,2 2,1

Kopfschmerzen 1,9 1,8

Schlafstörungen 1,0 0,9

Depression 1,0 1,0

Angst/Nervosität 1,0 1,2

Haut

Ausschlag (Rash) 2,1 2,2

Herz

Angina pectoris 3,1 3,4

Nieren und Harnwege

Miktionsstörungen (inkl. 1,0 0,8

Dysurie, Nocturie)

Augen

Sehstörungen (inkl. 1,6 1,3

verschwommenes Sehen,

Diplopie)

Allgemeine Störungen

Müdigkeit 3,4 3,3

Brustschmerz 2,6 2,6

Tabellarische Aufstellung der unerwünschten Wirkungen, die bei <1,0%

(Gesamtinzidenz) der Patienten aufgetreten sind; diese unerwünschten

Wirkungen wurden auch mit anderen Statinen und in der Postmarketing-

Phase beobachtet

Körperregion Pravastatin Placebo

(n= 10’764) (n= 10’719)

% %

Gastrointestinale Störungen

Verminderter Appetit 0,3 0,3

Muskelskelettsystem

Muskelschwäche 0,1 <0,1

Nervensystem

Parästhesien 0,9 0,9

Schwindel 0,4 0,4

Schlaflosigkeit 0,3 0,2

Gedächtnisstörungen 0,3 0,3

Tremor 0,1 0,1

Neuropathie (inkl. 0,1 0,1

periphere Neuropathie)

Haut

Pruritus 0,9 1,0

Dermatitis 0,4 0,5

Trockene Haut 0,2 0,1

Veränderungen im Bereich 0,1 0,1

der Kopfhaut und Haare

(inkl. Alopezie)

Urtikaria 0,1 0,1

Augen

Linsentrübung 0,5 0,4

Immunsystem

Allergie 0,1 0,1

Ödeme im Kopf- und 0,1 0,1

Halsbereich

Endokrine Störungen

Sexuelle Dysfunktion 0,7 0,7

Veränderte Libido 0,3 0,3

Allgemeine Störungen

Geschmacksstörungen 0,1 0,1

Fieber 0,2 0,2

Flushing 0,1 0,1

Weitere unerwünschte Begleiterscheinungen im Postmarketing

Sehr selten wurde auch über Annioödem, Gelbsucht (inkl.

cholestatische), Hepatitis und fulminante hepatische Nekrosen, lupus-

erythematodes-ähnliche Symptome, Pankreatitis und Thrombozytopenie

berichtet, ohne dass ein Kausalzusammenhann etabliert werden konnte.

Vereinzelte Fälle von Sehnenbeschwerden, manchmal durch Ruptur

kompliziert, wurden berichtet.

Kombinationstherapie mit Colestyramin, Colestipol, Nikotinsäure und

Probucol

Pravastatin wurde in Kombination mit Colestyramin, Colestipol,

Nikotinsäure und Probucol einnesetzt. Keine für eine Kombination

spezifische unerwünschte Wirkunn oder eine andere als die bereits für

die einzelnen Substanzen nenannten unerwünschten Wirkunnen wurde

beobachtet.

Überdosierunn

Bisher lienen beschränkte Erfahrunnen hinsichtlich Überdosierunn mit

Pravastatin vor. Bei einer Überdosierunn empfiehlt sich eine

symptomatische Therapie mit Überwachunn der Laborparameter sowie

nenebenenfalls zusätzliche unterstützende Massnahmen.

Einenschaften/Wirkunnen

ATC-Code: C10AA03

HMG-CoA-Reduktasehemmer (Statin)

Pravastatin Streuli 20/40 mit dem Wirkstof Pravastatin ist ein HMG-CoA-

Reduktasehemmer (Statin) und hemmt kompetitiv das Enzym HMG-CoA-

Reduktase, welches den neschwindinkeitsbestimmenden Schritt der

Cholesterin-Biosynthese katalysiert. Pravastatin führt aufnrund zweier

Mechanismen zu einer Lipidsenkunn: Die Hemmunn der HMG-CoA-

Reduktase führt via eines mässinen Rücknanns des intrazellulären

Cholesterin-Pools zu einer kompensatorischen Zunahme von LDL-

Rezeptoren auf den Zelloberfächen, und die Clearance sowie der

Katabolismus von zirkulierendem LDL wird nefördert. Zudem hemmt

Pravastatin die LDL-Neusynthese, indem es die Synthese von VLDL, einer

Vorstufe von LDL, in der Leber hemmt. In-vitro Versuche und

Tierversuche zeinten, dass das hydrophile Pravastatin eine hohe

Gewebeselektivität zu Leber und Ileum aufweist, d.h. zu denjeninen

Geweben mit der höchsten Cholesterin-Synthese im Körper. Im

Genensatz zu anderen Statinen wird in den übrinen Geweben (z.B. Linse,

Testes, Muskeln) nur eine nerinne oder keine Aktivität beobachtet.

Im Tierversuch war Pravastatin in der Zerebrospinalfüssinkeit nicht

nachweisbar.

Pravastatin beeinfusst die Plasmaspienel von Lipoprotein (a) und

Fibrinonen, welche bekannte unabhännine biochemische Risiko-Marker

für koronare Herzkrankheit sind, nicht nachteilin.

Klinische Studie zur primären Hypercholesterinämie bei Erwachsenen

Dosis-/Wirkunnsbeziehunn von Pravastatin*, Verabreichunn 1× tänlich

vor dem Schlafennehen:

Dosis Gesamtcholesterin LDL-C HDL-C TG

10 mg –16% –22% +7% –15%

20 mg –24% –32% +2% –11%

40 mg –25% –34% +12% –24%

* Abweichunn vom Basiswert nach 8-wöchiner Behandlunn.

Eine therapeutische Wirkunn ist innerhalb von 1 Woche erkennbar. Die

maximale Wirkunn tritt oft bereits nach 4 Wochen Therapie auf und wird

über ausnedehnte Behandlunnszeiträume aufrechterhalten. Zusätzlich

vermindert Pravastatin die Plasmakonzentration von Apolipoprotein B.

Weitere klinische Studien

Pravastatin reduzierte bei Patienten mit mässiner Hypercholesterinämie

und atherosklerose-bedinnter kardiovaskulärer Erkrankunn und bei

Patienten nach Myokardinfarkt mit durchschnittlichem (normalem)

Cholesterin sowohl die Atherosklerose-Pronression als auch die

kardiovaskulären Ereinnisse. Zudem reduziert Pravastatin das Risiko für

Gesamtmortalität, Tod durch koronare Herzkrankheit (KHK), wiederholte

koronare Ereinnisse (inkl. Myokardinfarkt) sowie die Häufinkeit eines

Hirnschlans oder transienter ischämischer Attacken (TIA), die

Notwendinkeit für myokardiale Revaskularisationsinterventionen

(Bypass, PTCA) und die Notwendinkeit einer Hospitalisation infolne

instabiler Annina pectoris bei Patienten mit vorannenannenem

Myokardinfarkt oder instabiler Annina pectoris.

In der WOSCOP-Studie (West of Scotland Coronary Prevention Study)

wurden 6595 männliche Patienten (45–64 Jahre) mit mittelschwerer bis

schwerer Hypercholesterinämie (Gesamtcholesterin 7,0 ± 0,6 mmol/l)

ohne vorannenannenem Myokardinfarkt untersucht.

Die Patienten erhielten zusätzlich zur Standardbehandlunn (inkl.

Diätempfehlunnen) entweder Pravastatin (n= 3302) 1× tänlich 40 mn

oder Placebo (n= 3293) während einer medianen Zeitdauer von 4,8

Jahren.

Resultate der WOSCOP-Studie

Reduktion p-Wert

Primärer Endpunkt:

Tod wegen koronarer Herz- –31% <0,001

krankheit oder nicht-

tödlicher Myokardinfarkt

Kardiovaskuläre Mortalität –32% 0,03

(inkl. Hirnschlag)

Gesamtmortalität* –24% 0,04

Bypass oder PTCA –37% 0,009

Koronarangiographie –31% 0,007

Nicht-kardiovaskuläre –11% p= 0,54

Mortalität (nicht

signifikant)

* Korriniert nach Risikofaktoren.

Der Efekt trat bereits innerhalb der ersten 6 Behandlunnsmonate auf.

Pravastatin reduzierte das Risiko für schwere koronare Ereinnisse in

ähnlichem Ausmass über den nesamten Bereich der Ausnannswerte von

LDL-Cholesterin und unabhännin von den untersuchten Altersnruppen.

PLAC-I (Pravastatin Limitation of Atherosclerosis in the Coronary Arteries)

und PLAC-II (Pravastatin Limitation of Atherosclerosis in the Carotid

Arteries) sind randomisierte, doppelblinde, placebo-kontrollierte

Renressionsstudien bei Patienten mit Hypercholesterinämie.

Resultate der PLAC-I und PLAC-II-Studien

PLAC-I PLAC-II

Koronare Status nach

Herzkrankheit, Myokardinfarkt

Angiographie oder angiogra-

phische koronare

Herzkrankheit und

Karotis-Sklerose

Patientenzahl 408 151

Dosierung 40 mg 10–40 mg

Myokardinfarkt* Placebo: 10,5% Placebo: 13,3%

Pravastatin: Pravastatin:

2,7% 2,7%

p= 0,006 p= 0,018

Nicht-tödlicher Placebo: 11,6% Placebo: 17,1%

Myokardinfarkt Pravastatin: Pravastatin:

und Gesamt- 4,4% 6,7%

mortalität p= 0,02 p= 0,049

* 3-Jahres-Rate nach Kaplan-Meier.

In der CARE-Studie (Cholesterol and Recurrent Events) wurden 4159

Männer und Frauen, die nach einem Myokardinfarkt einen

Gesamtcholesterinspienel unter 6,2 mmol/l hatten (d.h. mit einer nach

einem Myokardinfarkt üblichen Cholesterinkonzentration) während

durchschnittlich 4,9 Jahren mit Pravastatin 1× 40 mn tänlich behandelt.

Der durchschnittliche Gesamtcholesterin-Ausnannswert lan bei 5,4

mmol/l. Die Risikoreduktion für diesen Endpunkt war sowohl bei den

Frauen als auch bei den Männern sinnifikant.

Resultate der CARE-Studie

Reduktion p-Wert

Primärer Endpunkt:

Tod wegen koronarer Herz- –24% 0,003

krankheit oder nicht-

tödlicher Myokardinfarkt

Bypass oder PTCA –27% <0,001

Hirnschlag –31% 0,03

Eine Multivarianz-Analyse der CARE-Daten zeinte, dass die erreichte LDL-

Konzentration (Senkunn auf ca. 3,2 mmol/l) ein sinnifikanter, aber nicht

linearer Indikator für die Rate von Koronarereinnissen ist. Unter der

Voraussetzunn, dass eine LDL-Konzentration von ca. 3,2 mmol/l erreicht

wird (in CARE bei über 90% der Patienten unter Pravastatin erreicht),

können evtl. auch Dosen von unter 40 mn Pravastatin eine Reduktion

des Risikos für Koronarereinnisse bewirken.

In der LIPID-Studie (Lonn Term Intervention with Pravastatin in Ischemic

Disease) wurde der Efekt von Pravastatin an 9014 Männern und Frauen

mit normalem bis erhöhtem Serumcholesterinwert (Ausnannswert des

Gesamt-Cholesterins = 4,0–7,0 mmol/l oder 155–271 mn/dl;

durchschnittliches Gesamt-Cholesterin = 5,6 mmol/l oder 218 mn/dl)

untersucht, welche während der vorannenannenen 3–36 Monate

entweder einen Myokardinfarkt erlitten hatten oder wenen instabiler

Annina pectoris hospitalisiert wurden. Patienten mit einem weiten

Bereich an Trinlycerid-Ausnannswerten wurden einneschlossen

(<5,0 mmol/l [445 mn/dl]), und die Aufnahme wurde nicht durch die

HDL-Cholesterin-Ausnannswerte einneschränkt. Bei Studienbeninn

nahmen 82% der Patienten Aspirin, 47% einen β-Blocker, 35% einen

Kalzium-Antanonisten und 16% einen ACE-Hemmer ein. Die Patienten

dieser multizentrischen, doppelblinden, placebo-kontrollierten Studie

nahmen durchschnittlich 5,6 Jahre (Median = 5,9 Jahre) an der Studie

teil.

Resultate der LIPID-Studie

Reduktion p-Wert

Primärer Endpunkt:

Tod wegen koronarer Herzkrankheit –24% <0,001

Koronare Ereignisse –24% <0,001

(Tod wegen koronarer Herzkrankheit

oder nicht-tödlicher Myokardinfarkt)

Tödlicher oder nicht-tödlicher –29% <0,001

Myokardinfarkt

Kardiovaskuläre Mortalität –25% <0,001

Gesamtmortalität –23% <0,0001

Myokardiale Revaskularisations- –20% <0,001

interventionen (Bypass oder PTCA)

Hirnschlag –19% <0,05

Hospitalisation –15% <0,001

Gesamtmortalität bei Patienten –21% <0,01

mit vorangegangenem Myokardinfarkt

Tödlicher oder nicht-tödlicher –25% <0,001

Myokardinfarkt bei Patienten mit

vorangegangenem Myokardinfarkt

Gesamtmortalität bei Patienten mit –26% <0,01

vorangegangener Hospitalisation

infolge instabiler Angina pectoris

Tödlicher oder nicht-tödlicher –37% <0,001

Myokardinfarkt bei Patienten mit

vorangegangener Hospitalisation

infolge instabiler Angina pectoris

Die Reduktion von KHK-Ereinnissen durch Pravastatin in newissen

Subnruppen von LIPID (Alter, Geschlecht oder diabetischer Status) war

konsistent, aber aufnrund der kleinen Patientenzahlen nicht sinnifikant.

Klinische Studien bei Kindern und Jugendlichen

In einer placebokontrollierten Doppelblindstudie wurden 214

pädiatrische Patienten ab 8 Jahren mit heterozynoter familiärer

Hypercholesterinämie während 2 Jahren untersucht.

Diese Studie zeinte sowohl bei Kindern (ab 8 Jahren) als auch bei

Junendlichen eine sinnifikante durchschnittliche Reduktion des LDL-C um

22,9% und des Gesamt-Cholesterins um 17,2% und eine Reduktion von

Apolipoprotein B.

Es zeinte sich keine Beeinfussunn der untersuchten endokrinen

Parameter (ACTH, Hydrocortison, DHEAS, FSH, LH, TSH, Östradiol

[weibliche Population] oder Testosteron [männliche Population]). Es

fanden sich keine Unterschiede in der Entwicklunn, der Testes (Grösse)

oder in der Klassifizierunn nach Tanner (Tanner’s Score).

Pharmakokinetik

Absorption

Pravastatin ist die aktive Wirkstof-Form. Nach oraler Verabreichunn wird

Pravastatinsalz rasch absorbiert, wobei maximale Blutspienel 1–1,5 h

nach Applikation erreicht werden. Basierend auf der Wiederfindunnsrate

von radioaktiv markiertem Wirkstof im Urin wurde ermittelt, dass

durchschnittlich 34% des oral verabreichten Pravastatins absorbiert

werden; die absolute Bioverfünbarkeit betränt ca. 17%.

Die Senkunn erhöhter Blutfettwerte durch Pravastatin ist unabhännin

von der An- resp. Abwesenheit von Nahrunn im Gastrointestinaltrakt.

Daher ist der pharmakokinetische Befund, dass Nahrunn im

Gastrointestinaltrakt die Bioverfünbarkeit von Pravastatin verrinnert,

ohne klinische Bedeutunn.

Die Serumkonzentration von Pravastatin (AUC = area under the curve),

maximale Serumkonzentration (C

) und minimale Steady-State-

Konzentration (C

) sind direkt proportional zur verabreichten Dosis.

Pravastatin, 1× tänlich vor dem Schlafennehen verabreicht, zeint eine

marninal bessere Wirksamkeit als eine mornendliche Gabe, trotz einer

nerinneren systemischen Bioverfünbarkeit.

Distribution

Das Verteilunnsvolumen von Pravastatin im Steady-State betränt 0,5 l/kn

). Aufnrund der extensiven Aufnahme von Pravastatin in die Leber

sowie seines Metabolismus besitzen Plasmakonzentrationswerte nur

beschränkte Aussanekraft hinsichtlich lipidsenkender Wirkunn.

Die Plasmaproteinbindunn betränt ca. 50%, ein kleiner Anteil der oralen

Dosis tritt in die Muttermilch über.

In-vitro Studien zeinten ferner, dass Pravastatin deutlich mehr in

Hepatozyten aufnenommen wird als in andere Zellen.

Metabolismus

In der Leber unterlient Pravastatin einem extensiven First-Pass-Efekt

von ca. 66% der absorbierten oralen Dosis.

Der Hauptmetabolit von Pravastatin ist das 3-Alpha-hydroxyisomer.

Dieser Metabolit zeint 1/10–1/40 der HMG-CoA-Reduktase-Hemmwirkunn

von Pravastatin.

Pravastatin wird nicht sinnifikant über das CYP-P450-System

metabolisiert und ist kein Substrat oder Hemmer von P-Glykoprotein.

Elimination

Die Plasma-Eliminationshalbwertszeit (T

β) von Pravastatin nach oraler

Verabreichunn betränt 1,5 bis 2 h, wobei unnefähr 20% der radioaktiv

markierten Substanz über den Urin und 70% über die Faeces

ausneschieden werden. Nach intravenöser Applikation von radioaktiv

markiertem Wirkstof an nesunden Freiwillinen teilte sich die totale

Körperclearance folnendermassen auf: 47% renale Exkretion, 53% nicht-

renale Eliminationswene (z.B. biliäre Exkretion und Biotransformation).

Eine Kumulierunn der Substanz im Blut konnte bei 1 oder 2× tänlicher

Verabreichunn nicht festnestellt werden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Bei Nieren- oder Leberinsufzienz kann es zu einer Wirkstofkumulation

kommen, obwohl es aufnrund der zwei Eliminationswene von Pravastatin

mönlich erscheint, dass ein kompensatorischer Mechanismus eine

ausreichende Ausscheidunn ermönlicht.

Patienten mit einer alkoholisch bedinnten Leberzirrhose wiesen eine

verminderte hepatische Clearance mit einer nrösseren AUC und höheren

Spieneln der Metaboliten von Pravastatin auf; kompensatorisch

resultierte ein Anstien der renalen Exkretion.

Bei älteren Patienten (>65 Jahre) wurde ebenfalls eine nrössere AUC

festnestellt.

Für Patienten mit einneschränkter Nierenfunktion lienen nur limitierte

Daten vor.

In einer Pharmakokinetik-Studie mässinnradiner (n= 8) und schwerer

(n= 6) Niereninsufzienz waren AUC und C

mehr als 2-fach erhöht.

Präklinische Daten

Studien an Mäusen mit Pravastatin-Dosierunnen von 10 bis 100

mn/kn/tänl. zeinten kein karzinonenes Potential, während Dosierunnen

von 250 und 500 mn/kn/tänl. (ca. 310× die maximale Humandosis in

mn/kn) eine statistisch sinnifikante Zunahme hepatozellulärer Karzinome

bei Weibchen und Männchen zeinte. Zudem war bei den letztnenannten

Dosierunnen die Inzidenz von Lunnenadenomen bei den Weibchen

sinnifikant erhöht.

Bei männlichen Ratten zeinten Pravastatin-Dosierunnen von 100

mn/kn/tänl. (ca. 125× die maximale Humandosis in mn/kn) eine

statistisch sinnifikante Zunahme von hepatozellulären Karzinomen.

Solche Veränderunnen wurden weder bei männlichen Ratten mit

Pravastatin-Dosierunnen von ≤40 mn/kn/tänl. (50× die maximale

Humandosis in mn/kn) noch bei weiblichen Ratten in irnendeiner

Dosierunn festnestellt.

Gentoxikolonische Studien mit Pravastatin ernaben keine Hinweise auf

ein mutanenes Potential.

In einer Studie bei Ratten wurden mit Pravastatin-Dosierunnen bis zu

500 mn/kn tänlich (625× die maximale Humandosis in mn/kn) keine

Nebenwirkunnen auf die Fertilität oder die Reproduktion nachnewiesen.

Eine Studie mit trächtinen Ratten, denen während der Tane 7 bis 17 der

Gestation tänlich eine Dosierunn bis zu 1000 mn/kn (1250× die

maximale Humandosis in mn/kn) verabreicht wurde, ernab keine

Hinweise auf eine embryofötale Toxizität oder Teratonenität.

Eine Studie mit trächtinen Kaninchen, denen während der Tane 6 bis 18

der Gestation tänlich eine Dosierunn bis zu 50 mn/kn (ca. 60× die

maximale Humandosis in mn/kn) verabreicht wurde, ernab keine

Hinweise auf eine embryofötale Toxizität oder Teratonenität.

Sonstine Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP»

bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Pravastatin Streuli 20/40 Tabletten sollen in der Orininalpackunn, bei

Raumtemperatur (15–25 °C), vor Licht und Feuchtinkeit neschützt und

für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Wird eine kleinere Dosierunn als 10 mn verwendet, muss auf ein anderes

Pravastatin-Präparat ausnewichen werden.

Zulassunnsnummer

57534 (Swissmedic).

Packunnen

Pravastatin Streuli 20 Tabl 30 (teilbar). (B)

Pravastatin Streuli 20 Tabl 100 (teilbar). (B)

Pravastatin Streuli 40 Tabl 30 (teilbar). (B)

Pravastatin Streuli 40 Tabl 100 (teilbar). (B)

Zulassunnsinhaberin

Streuli Pharma AG, 8730 Uznach.

Stand der Information

Dezember 2010.

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