Candesartan Sandoz 16 mg Tabletten

Šveice - vācu - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Lietošanas instrukcija Lietošanas instrukcija (PIL)

25-10-2018

Produkta apraksts Produkta apraksts (SPC)

25-10-2018

Aktīvā sastāvdaļa:
candesartanum cilexetilum
Pieejams no:
Sandoz Pharmaceuticals AG
ATĶ kods:
C09CA06
SNN (starptautisko nepatentēto nosaukumu):
candesartanum cilexetilum
Zāļu forma:
Tabletten
Kompozīcija:
candesartanum cilexetilum 16 mg, lactosum monohydricum 139 mg, maydis amylum, povidonum, carrageen, carmellosum natricum conexum corresp. natrium 0.006 mg, magnesii stearas, E 171, E 172 (rubrum), pro compresso.
Klase:
B
Ārstniecības grupa:
Synthetika
Ārstniecības joma:
Essentielle Hypertonie und Herzinsuffizienz
Autorizācija numurs:
58670
Autorizācija datums:
2010-04-13

Dokumenti citās valodās

Lietošanas instrukcija Lietošanas instrukcija - franču

23-10-2018

Produkta apraksts Produkta apraksts - franču

23-10-2018

Lietošanas instrukcija Lietošanas instrukcija - itāļu

19-10-2018

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Patienteninformation

Candesartan Sandoz®

Sandoz Pharmaceuticals AG

Was ist Candesartan Sandoz und wann wird es angewendet?

Candesartan Sandoz enthält als Wirkstoff Candesartan cilexetil und dient zur Behandlung des

Bluthochdrucks (Hypertonie) bei Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen im Alter von 1–17

Jahren und der Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) bei Erwachsenen. Candesartan Sandoz

blockiert spezifisch körpereigene Bindungsstellen (sog. Angiotensin-II-Rezeptoren). Dadurch

werden die Blutgefässe erweitert und somit der Blutdruck gesenkt, respektive die Leistung des

Herzens verbessert. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann Candesartan Sandoz zur Verbesserung der

Herzleistung in Kombination mit anderen Arzneimitteln oder als Ersatz für Arzneimittel, die wegen

bestimmten unerwünschten Wirkungen ungeeignet sind, einsetzen.

Candesartan Sandoz darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin verwendet werden.

Wann darf Candesartan Sandoz nicht angewendet werden?

Candesartan Sandoz darf bei bekannter Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff Candesartan cilexetil

oder einen der Hilfsstoffe, bei Patienten mit schweren Lebererkrankungen und/oder Gallenstauung

sowie in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden. Candesartan Sandoz darf

nicht von Kindern unter 1 Jahr eingenommen werden.

Wenn Sie an Diabetes mellitus (Typ 1 oder Typ 2) leiden oder eine eingeschränkte Nierenfunktion

haben und Aliskiren-enthaltende Arzneimittel zur Blutdrucksenkung einnehmen (z.B. Rasilez®),

dürfen Sie Candesartan Sandoz nicht einnehmen.

Falls früher anlässlich der Einnahme eines blutdrucksenkenden Arzneimittels Schwellungen im

Gesicht, an Lippen, Zunge oder im Rachen (Schluck- oder Atembeschwerden) auftraten, dürfen Sie

Candesartan Sandoz nicht einnehmen.

Wann ist bei der Einnahme von Candesartan Sandoz Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge

oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!

Es ist besonders wichtig, dass Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, wenn Sie an einer

Erkrankung der Niere oder der Leber leiden, oder wenn Sie gleichzeitig gewisse Antikoagulantien

(Blutverdünner) einnehmen müssen.

Besondere Vorsicht ist auch bei Herzklappenerkrankungen geboten.

Im Weiteren sollten Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mitteilen, wenn Sie gleichzeitig zu Candesartan

Sandoz andere Arzneimittel gegen Bluthochdruck, Arzneimittel, welche die Kaliumwerte im Blut

erhöhen können (z.B. bestimmte harntreibende Mittel wie kaliumsparende Diuretika,

Kaliumpräparate oder Heparin), Lithiumpräparate oder regelmässig Schmerzmittel gegen

rheumatische Beschwerden (nicht-steroidale Antirheumatika oder COX2-Hemmer) oder

Acetylsalicylsäure (Wirkstoff von Aspirin und anderen Schmerzmitteln) einnehmen.

Die Anwendung von Candesartan Sandoz in Kombination mit Medikamenten, die den Wirkstoff

Aliskiren enthalten, wird nicht empfohlen.

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Zahnarzt bzw. Ihrer Ärztin oder Zahnärztin vor einem operativen Eingriff

mit, dass Sie Candesartan Sandoz einnehmen. Wird dieses Arzneimittel gleichzeitig mit gewissen

Anästhetika angewendet, kann ein Blutdruckabfall auftreten.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Candesartan Sandoz während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen

werden?

Wenn Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder Ihr Kind stillen, dürfen Sie

Candesartan Sandoz nicht einnehmen. Von ähnlichen Arzneimitteln ist bekannt, dass sie bei der

Anwendung während der Schwangerschaft den Fötus schädigen können.

Wenn Sie während der Einnahme von Candesartan Sandoz schwanger werden, informieren Sie sofort

Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, damit über eine Absetzung des Präparates entschieden werden kann.

Wie verwenden Sie Candesartan Sandoz?

Der Arzt bzw. die Ärztin wird aufgrund regelmässiger Kontrollen die für Sie zutreffende Dosierung

festlegen. Es ist sehr wichtig, dass Sie Candesartan Sandoz jeden Tag so einnehmen, wie es Ihnen

verschrieben wurde.

Candesartan Sandoz kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Am besten

nehmen Sie die Tabletten immer zur gleichen Zeit, z.B. morgens, ein.

Bluthochdruck bei Erwachsenen

Bei der Behandlung des Bluthochdruckes beträgt die empfohlene Dosierung 8 mg einmal täglich. Ihr

Arzt bzw. Ihre Ärztin kann die Dosis bei Bedarf auf 16 mg einmal täglich erhöhen. Falls der

Blutdruck nach 4-wöchiger Behandlung mit 16 mg einmal täglich nicht ausreichend gesenkt werden

kann, kann die Dosis weiter auf maximal 32 mg einmal täglich erhöht werden.

Bluthochdruck bei Kindern und Jugendlichen 1–17 Jahre

Der Arzt oder die Ärztin wird die genaue Dosierung festlegen.

Für Kinder, die keine Tabletten schlucken können, besteht die Möglichkeit die Candesartan Sandoz

Tabletten zu suspendieren. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann Ihnen ein Rezept für die speziell

zubereitete Suspension ausstellen.

Herzinsuffizienz bei Erwachsenen

Bei der Behandlung der Herzinsuffizienz beträgt die übliche Anfangsdosierung 4 mg Candesartan

Sandoz einmal täglich. Anschliessend wird die Dosierung über einen Zeitraum von mehreren

Wochen langsam auf maximal 32 mg einmal täglich erhöht. Es ist wichtig, dass Sie die ärztliche

Verschreibung genau befolgen.

Die Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen mit Herzinsuffizienz wurde nicht geprüft. Daher darf

Candesartan Sandoz von Kindern und Jugendlichen mit Herzinsuffizienz nicht eingenommen

werden.

Bei älteren Patienten und Patientinnen oder Patienten und Patientinnen mit einer leicht bis mässig

eingeschränkten Nieren- oder Leberfunktion ist keine Dosisanpassung notwendig. Wenn Sie an einer

schweren Nierenerkrankung leiden, ist es möglich, dass Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen eine

niedrigere Anfangsdosierung verschreibt.

Über die Anwendung von Candesartan Sandoz bei Kindern unter 1 Jahr liegen keine Erfahrungen

vor.

Wenn Sie mehr als die vorgeschriebene Dosis eingenommen haben, kontaktieren Sie unverzüglich

Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Wenn Sie vergessen haben eine Tablette einzunehmen, dann holen Sie dies nach, sobald Sie sich

daran erinnern. Ist es jedoch bald Zeit, die nächste Tablette einzunehmen, dann nehmen Sie die

vergessene Tablette nicht mehr ein.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin

oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Candesartan Sandoz haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Candesartan Sandoz auftreten:

Häufig ist von Atemwegsinfektionen, Benommenheit und Schwindel, Kopfschmerzen,

Rückenschmerzen sowie tiefem Blutdruck (häufig bei Herzinsuffizienz-Patienten) berichtet worden.

Sehr selten können Schwellungen der Haut (v.a. des Gesichts, der Lippen, der Zunge, der Augen)

und/oder der Schleimhaut (Angioödem), Juckreiz oder Nesselausschlag auftreten. In diesem Fall

müssen Sie sofort die Einnahme von Candesartan Sandoz unterbrechen und den Arzt oder die Ärztin

aufsuchen. Sehr selten ist auch von Schwindel, Husten, Übelkeit, Lebererkrankungen (z.B.

Hepatitis), Hautausschlägen, Nesselfieber, Juckreiz, eingeschränkter Funktionsfähigkeit der Niere

sowie Gelenk- und Muskelschmerzen berichtet worden.

Weitere mögliche unerwünschte Wirkungen sind: Fieber, beschleunigter Puls, Herzklopfen,

Brustschmerzen, Angina pectoris (Symptome wie Schmerzen im Brustkorb und/oder Schulter-Arm-

Bereich, Atemnot), Herzinfarkt, Kribbeln in den Händen und Füssen, Nasenbluten, Ängstlichkeit,

Depression, Atemnot und Wasseransammlungen im Gewebe.

Diese Nebenwirkungen sind nicht zwingend durch Candesartan Sandoz verursacht, denn sie wurden

auch an Patienten festgestellt, die das Arzneimittel nicht eingenommen haben.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15−25 °C) und ausser Reichweite von Kindern

lagern.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden. Falls Sie im Besitz von verfallenen Arzneimitteln sind, bringen Sie diese bitte zur

Entsorgung in Ihre Apotheke zurück.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Candesartan Sandoz enthalten?

1 Tablette (mit Bruchrille, teilbar) Candesartan Sandoz enthält als Wirkstoff 4 mg, 8 mg, 16 mg bzw.

32 mg Candesartan-Cilexetil und Tablettenhilfsstoffe.

Zulassungsnummer

58670 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Candesartan Sandoz? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Folgende Packungen sind erhältlich:

Candesartan Sandoz 4: Packungen zu 7 Tabletten (mit Bruchrille, teilbar).

Candesartan Sandoz 8: Packungen zu 28 und 98 Tabletten (mit Bruchrille, teilbar).

Candesartan Sandoz 16: Packungen zu 28 und 98 Tabletten (mit Bruchrille, teilbar).

Candesartan Sandoz 32: Packungen zu 28 und 98 Tabletten (mit Bruchrille, teilbar).

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

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Fachinformation

Candesartan Sandoz®

Sandoz Pharmaceuticals AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Candesartanum cilexetilum.

Hilfsstoffe: Excipiens pro compresso.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Tabletten (mit Bruchrille, teilbar) zu 4 mg, 8 mg, 16 mg und 32 mg Candesartan Cilexetil.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Erwachsene

Essentielle Hypertonie.

Herzinsuffizienz mit einer linksventrikulären Auswurffraktion ≤40%, wenn ACE-Hemmer nicht

toleriert werden oder als Add-on-Therapie zu ACE-Hemmern bei Patienten, die trotz optimaler

Therapie eine symptomatische Herzinsuffizienz aufweisen, wenn Mineralkortikoid-Rezeptor-

Antagonisten nicht vertragen werden.

Kindern und Jugendlichen 1−17 Jahre

Hypertonie bei Kindern und Jugendlichen 1−17 Jahre.

Dosierung/Anwendung

Candesartan Sandoz wird einmal täglich mit oder ohne Mahlzeiten eingenommen.

Dosierung bei Hypertonie

Initialdosis

Erhaltungsdosis

Erwachsene

8 mg einmal täglich

8-32 mg maximale Dosis täglich*

Kinder (1-6 Jahre)

0,20 mg/kg orale

Suspension einmal täglich

0,05–0,4 mg/kg orale Suspension einmal

täglich oder verteilt über den Tag

Kinder und Jugendliche

(6-17 Jahre)

<50 kg: 4 mg Tabletten

einmal täglich

<50 kg: 4–16 mg Tabletten einmal täglich

oder verteilt über den Tag

>50 kg: 8 mg Tabletten

einmal täglich

>50 kg: 4–32 mg Tabletten einmal täglich

oder verteilt über den Tag

Dosierung bei

Herzinsuffizienz

Initialdosis

Erhaltungsdosis

Erwachsene

4 mg Tablette einmal

täglich

32 mg Tablette einmal täglich**

* Bei Patienten mit einer ungenügenden Blutdrucksenkung durch Candesartan Sandoz wird eine

Kombination mit einem Thiazid-Diuretikum empfohlen.

** In Abständen von mindestens 2 Wochen wird durch Verdoppeln der jeweiligen Dosis bis zur

Zieldosis von 32 mg oder bis zur höchsten tolerierten Dosis titriert (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Begleitmedikation

Candesartan Sandoz kann zusammen mit anderen Antihypertensiva und mit anderen Arzneimitteln

zur Behandlung der Herzinsuffizienz, einschliesslich ACE-Hemmer, Betablocker, Diuretika und

Digitalis oder einer Kombination dieser Arzneimittel, angewendet werden.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Anwendung bei älteren Patienten: Es ist keine Anpassung der Initialdosierung bei älteren Patienten

notwendig.

Anwendung bei Niereninsuffizienz: Es ist keine Anpassung der Initialdosis bei Patienten mit einer

leichten bis mässigen Reduktion der Nierenfunktion (d.h. Kreatinin-Clearance 30-89 ml/min/1,73 m²

Körperoberfläche) notwendig. Bei Patienten mit einer schweren Niereninsuffizienz (d.h. Kreatinin-

Clearance <30 ml/min/1,73 m² Körperoberfläche) ist die klinische Erfahrung limitiert. Die

Initialdosis sollte 4 mg betragen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Die Kombination aus einem ACE-Hemmer, einem kaliumsparenden Diuretikum und Candesartan

Sandoz wird nicht empfohlen und sollte nur nach sorgfältiger Bewertung des möglichen Nutzens und

der möglichen Risiken in Betracht gezogen werden.

Candesartan Sandoz wurde nicht geprüft bei Kindern mit einer glomerulären Filtrationsrate unter 30

ml/min/1,73 m2.

Anwendung bei Leberinsuffizienz: Bei Patienten mit leichten bis mässigen chronischen

Lebererkrankungen wird eine Dosistitration empfohlen. Es sollte eine niedrige Initialdosis von 4 mg

in Betracht gezogen werden. Candesartan Sandoz sollte nicht an Patienten mit einer schweren

Leberfunktionsstörung und/oder Cholestase verabreicht werden (siehe «Kontraindikationen»).

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen: Candesartan Sandoz ist kontraindiziert bei Kindern unter

1 Jahr (siehe «Kontraindikationen»). Die Sicherheit und die Wirksamkeit bei Kindern und

Jugendlichen mit Herzinsuffizienz wurde nicht geprüft.

Kontraindikationen

·Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff oder einen der Hilfsstoffe.

·Schwere Leberfunktionsstörung und/oder Cholestase.

·Schwangerschaft und Stillzeit.

·Kinder unter 1 Jahr.

·Candesartan ist kontraindiziert bei Patienten mit hereditärem Angioödem oder bei denen sich unter

einer früheren Behandlung mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten ein

angioneurotisches Ödem entwickelt hat.

·Die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern bzw. Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten mit

Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter

Nierenfunktion (GFR <60 ml/min/1,73 m2 kontraindiziert.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Überempfindlichkeit/Angioödem

Bei Patienten, die mit Candesartan behandelt wurden, sind in sehr seltenen Fällen angioneurotische

Ödeme des Gesichts, der Extremitäten, der Lippen, Zunge, Glottis und/oder des Larynx beobachtet

worden. Candesartan Sandoz sollte in diesen Fällen sofort abgesetzt und der Patient sorgfältig

überwacht werden, bis die Schwellung verschwunden ist. Patienten, welche ein Angioödem ohne

Zusammenhang mit einer antihypertensiven Therapie in der Anamnese aufweisen, könnten einem

höheren Risiko ausgesetzt sein, dass durch die Therapie mit Candesartan Sandoz ein Angioödem

ausgelöst würde (siehe «Kontraindikationen»).

Allgemeines

Bei Patienten, deren vaskulärer Tonus und die Nierenfunktion hauptsächlich von der Aktivität des

Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängig sind (z.B. Patienten mit schwerer dekompensierter

Herzinsuffizienz oder Nierenerkrankungen, einschliesslich Nierenarterien-Stenose), wurden bei einer

gleichzeitigen Behandlung mit Arzneimitteln, die auf dieses System wirken, Veränderungen wie

akute Hypotonie, Azotämie, Oligurie oder selten akute Niereninsuffizienz beobachtet.

Bei der Behandlung von Herzinsuffizienz-Patienten mit Candesartan Sandoz kann eine Hypotonie

auftreten. Wie für andere auf das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System wirkende Substanzen

beschrieben, kann eine Hypotonie bei Patienten mit Volumenmangel auftreten. Vor Beginn der

Therapie sollte die Hypovolämie korrigiert werden, und der Beginn der Behandlung sollte unter

enger medizinischer Überwachung erfolgen.

Wie bei allen Antihypertonika kann eine exzessive Blutdrucksenkung bei Patienten mit einer

ischämischen Herzkrankheit oder arteriosklerotisch zerebrovaskulären Erkrankungen zu einem

Myokardinfarkt oder einem Schlaganfall führen.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme

der Nierenfunktion (einschliesslich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des

RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Rubrik «Interaktionen»).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur

unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (z.B. Candesartan Sandoz) sollten bei

Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Eine Dreifachkombination aus einem ACE Hemmer, einem Mineralokortikoid-Rezeptor-

Antagonisten und Candesartan Sandoz wird ebenfalls nicht empfohlen. Solche Kombinationen

sollten nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck angewendet werden (siehe Rubrik «Interaktionen»).

Patienten mit Nierenarterien-Stenosen

Andere das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussende Arzneimittel wie ACE-Hemmer

können bei Patienten mit einer bilateralen Nierenarterienstenose oder einer Stenose der Arterie einer

Einzelniere die Blutharnstoff- und Serumkreatininwerte erhöhen. Dies könnte auch bei Angiotensin-

II-Rezeptor-Antagonisten auftreten.

Niereninsuffizienz

Wie bei anderen Substanzen, die das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System hemmen, können bei

empfindlichen Patienten unter Candesartan Sandoz Veränderungen in der Nierenfunktion erwartet

werden.

Bei Hypertonikern mit schwerer Niereninsuffizienz, welche mit Candesartan Sandoz behandelt

werden, sollte eine periodische Überwachung des Kalium- und Kreatininspiegels in Betracht

gezogen werden. Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz sind Dosisanpassungen notwendig

(siehe «Dosierung/Anwendung»). Die Erfahrungen bei Patienten mit sehr schwerer

Niereninsuffizienz oder mit Niereninsuffizienz im Endstadium sind gering (z.B. Kreatinin-Clearance

<15 ml/min/1,73 m² BSA).

Die Nierenfunktion sollte bei Patienten mit Herzinsuffizienz periodisch überprüft werden. Während

der Dosistitration wird eine Überwachung des Serumkreatinins und des Kaliums empfohlen.

Pädiatrische Patienten mit Niereninsuffizienz

Candesartan Sandoz wurde nicht geprüft bei Kindern mit einer glomerulären Filtrationsrate unter

30 ml/min/1,73 m2.

Nierentransplantation

Es liegen beschränkte klinische Erfahrungen in der Anwendung von Candesartan bei Patienten mit

einer Nierentransplantation vor.

Aorten- und Mitralklappen-Stenose oder obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie

Bei Patienten, die an einer hämodynamisch relevanten Aorten- oder Mitralklappen-Stenose oder an

einer obstruktiven hypertrophen Kardiomyopathie leiden, ist wie bei der Anwendung anderer

Vasodilatatoren besondere Vorsicht geboten.

Hyperkaliämie

Basierend auf den Erfahrungen mit anderen Arzneimitteln mit Auswirkung auf das Renin-

Angiotensin-Aldosteron-System, können gleichzeitig mit Candesartan Sandoz verabreichte

kaliumsparende Diuretika, Kalium enthaltende Medikamente (zur Ergänzung oder Kaliumsalz-

Substitution) und andere Substanzen, die die Kaliumkonzentration erhöhen (z.B. Heparin,

Cotrimoxazol) zu ansteigenden Kaliumserumspiegeln bei hypertensiven Patienten führen.

Bei Herzinsuffizienz-Patienten, die mit Candesartan Sandoz behandelt werden, kann eine

Hyperkaliämie auftreten. Es wird empfohlen, dass bei Patienten mit Herzinsuffizienz während der

Behandlung mit Candesartan Sandoz periodisch das Serumkalium überprüft wird, insbesondere wenn

gleichzeitig ACE-Hemmer und kaliumsparende Diuretika wie z.B Spironolacton eingenommen

werden.

Anästhesie und operative Eingriffe

Bei Patienten, die mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten behandelt werden, kann auf Grund

einer Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems während einer Anästhesie und operativen

Eingriffen eine Hypotonie auftreten. Sehr selten kann die Hypotonie so schwerwiegend sein, dass die

intravenöse Gabe von Flüssigkeit und/oder eines Vasopressors gerechtfertigt ist.

Interaktionen

In-vitro Interaktionsstudien weisen darauf hin, dass CYP2C9 und CYP3A4 durch Candesartan nicht

gehemmt werden.

Basierend auf in-vitro-Daten werden in-vivo keine Interaktionen mit Arzneimitteln erwartet, deren

Metabolismus von den Cytochrom P450 Isoenzymen CYP1A2, CYP2A6, CYP2C9, CYP2C19,

CYP2D6, CYP2E1 oder CYP3A4 abhängig ist.

Wirkstoffe, welche in pharmakokinetischen Studien in der Klinik untersucht wurden, sind unter

anderem Hydrochlorothiazid, Warfarin, Digoxin, orale Kontrazeptiva (z.B.

Ethinylestradiol/Levonorgestrel), Glibenclamid, Nifedipin und Enalapril. Interaktionen von

klinischer Relevanz wurden in diesen Studien nicht festgestellt.

Da die am Metabolismus von Acenocoumarol und Phenprocoumon beteiligten Enzyme zum grössten

Teil unbekannt sind und die Interaktion mit Candesartan Cilexetil nicht untersucht wurde, ist bei der

gleichzeitigen Einnahme von Candesartan Cilexetil mit den genannten Antikoagulantien Vorsicht

geboten. Eine engmaschige Kontrolle der Gerinnung (Prothrombinzeit) ist zumindest zu Beginn der

Behandlung, bei Therapieabbruch und bei Dosisänderungen unerlässlich.

Ein reversibler Konzentrationsanstieg an Lithium im Serum und Lithium-Toxizität wurden bei

gleichzeitiger Verabreichung von Lithium und ACE Inhibitoren oder Angiotensin-II-Rezeptor

Antagonisten inklusive Candesartan Cilexetil beobachtet. Die genaue Überwachung der Lithium-

Konzentration im Serum bei gleichzeitiger Anwendung wird daher empfohlen. Bei gleichzeitiger

Anwendung von Diuretika und Candesartan Sandoz kann das Risiko von Lithiumtoxizität zusätzlich

erhöht werden.

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten inklusive Candesartan

Sandoz, zusammen mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) inklusive selektiven COX-2

Inhibitoren, Acetylsalicylsäure oder anderen nicht selektiven NSAR kann eine Verminderung der

Blutdrucksenkung auftreten. Die Kombination von ACE-Hemmern oder Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten mit nichtsteroidalen NSAR kann zu einem erhöhten Risiko für die Verschlechterung

der Nierenfunktion führen, bis hin zu akutem Nierenversagen. Insbesondere bei Patienten mit einer

bestehenden Niereninsuffizienz können auch erhöhte Kaliumwerte im Serum auftreten. Die genannte

Arzneimittelkombination besonders bei älteren Patienten sollte mit Vorsicht angewendet werden.

Patienten sollen angemessen hydriert sein und die Nierenfunktion bei Beginn und während der

Behandlung periodisch überwacht werden.

Die blutdrucksenkende Wirkung von Candesartan Sandoz kann durch andere gleichzeitig

verabreichte Antihypertensiva verstärkt werden.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron Systems (RAAS)

(Siehe Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Die Bioverfügbarkeit von Candesartan wird durch die Nahrung nicht beeinflusst.

Bei Kindern und Jugendlichen (1−17 Jahre) wurden keine Interaktionsstudien durchgeführt.

Schwangerschaft/Stillzeit

In der Schwangerschaft ist die Anwendung von Candesartan Sandoz kontraindiziert (siehe

«Kontraindikationen»). Patientinnen unter Candesartan Sandoz-Behandlung müssen darauf

hingewiesen werden, ehe sie eine Schwangerschaft erwägen, sodass mit dem behandelnden Arzt die

angemessenen Optionen erörtert werden können. Wenn eine Schwangerschaft festgestellt wird, ist

die Behandlung mit Candesartan Sandoz sofort abzubrechen und gegebenenfalls eine alternative

Therapie einzuleiten.

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten induzieren beim Menschen bekanntermassen toxische Effekte

beim Fetus (Nierenfunktionsbeeinträchtigung, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation)

und beim Neugeborenen (Niereninsuffizienz, Hypotonie, Hyperkaliämie).

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob beim Menschen Candesartan in die Muttermilch ausgeschieden wird. Bei der

Ratte jedoch wurde Candesartan in der Milch gefunden. Candesartan Sandoz darf während der

Stillzeit nicht verabreicht werden. Um potentielle unerwünschte Wirkungen auf das zu stillende Kind

auszuschliessen, wird empfohlen abzustillen, falls eine Behandlung mit Candesartan Sandoz

essentiell ist (siehe «Kontraindikationen»).

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es gibt keine Untersuchungen über die Auswirkung von Candesartan Sandoz bezüglich der

Reaktionsfähigkeit im Strassenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen. Aufgrund von

möglichen Nebenwirkungen (Schwindel, Müdigkeit) ist beim Lenken von Fahrzeugen und Bedienen

von Maschinen Vorsicht geboten.

Unerwünschte Wirkungen

Behandlung der Hypertonie

Kontrollierte klinische Studien haben gezeigt, dass Candesartan ein mit Placebo vergleichbares

Nebenwirkungsprofil aufweist. Allgemein waren die unerwünschten Wirkungen leicht und

vorübergehend. Das Auftreten von unerwünschten Wirkungen hat keinen Zusammenhang mit

Dosierung, Alter oder Geschlecht. Ein Absetzen der Behandlung infolge unerwünschter Wirkungen

war bei Candesartan Cilexetil (2,4%) und Placebo (2,6%) annähernd gleich.

Kinder und Jugendliche 1–17 Jahre

Studien zu Nebenwirkungen bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Hypertonie

ergaben vergleichbare Resultate, wie die Studien mit Erwachsenen. Bei Kindern und Jugendlichen

sind die Daten begrenzt.

Behandlung der Herzinsuffizienz

Das Profil der unerwünschten Wirkungen von Candesartan bei Patienten mit Herzinsuffizienz

entsprach der Pharmakologie des Wirkstoffes und dem Gesundheitszustand der Patienten. Im

klinischen Studienprogramm CHARM, das Candesartan in Dosen bis zu 32 mg (n= 3803) mit

Placebo (n= 3796) verglich, haben in der Candesartan-Cilexetil-Gruppe 21% und in der Placebo-

Gruppe 16,1% die Behandlung wegen unerwünschten Wirkungen beendet.

Infektionen und Infestationen

Häufig: Atemwegsinfektionen.

Störungen des Blut- und Lymphsystems

Sehr selten: Leukopenie, Neutropenie, Agranulozytose.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr selten: Hyperkaliämie*, Hyponaträmie.

Störungen des Nervensystems

Häufig: Benommenheit/Schwindel, Kopfschmerzen.

Sehr selten: Schwindel*.

Funktionsstörungen der Gefässe und des Herzens

Häufig (nur bei Herzinsuffizienz-Patienten häufig): Hypotonie.

Funktionsstörungen der Atmungsorgane

Sehr selten: Husten*.

Gastrointestinale Beschwerden

Sehr selten: Nausea.

Funktionsstörungen der Leber und der Galle

Sehr selten: erhöhte Leberenzymwerte, abnormale Leberfunktion oder Hepatitis.

Funktionsstörungen der Haut

Sehr selten: Angioödem, Rash, Urtikaria, Pruritus.

Funktionsstörungen des Bewegungsapparates

Häufig: Rückenschmerzen.

Sehr selten: Arthralgie, Myalgie.

Funktionsstörungen der Nieren und der ableitenden Harnwege

Sehr selten: Niereninsuffizienz*, einschliesslich Nierenversagen bei empfindlichen Patienten (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Untersuchungen

Sehr selten: erhöhte Spiegel von Kreatinin, Harnstoff und Kalium*.

* Diese unerwünschten Wirkungen wurden bei Hypertonie-Patienten nach Markteinführung sehr

selten beobachtet, häufig hingegen in klinischen Studien bei Patienten mit Herzinsuffizienz.

Weitere unerwünschte Wirkungen, die während klinischen Hypertonie-Studien beobachtet wurden,

sind: Brustschmerzen, Albuminurie, Fieber, Parästhesie, Tachykardie, Palpitationen, erhöhte

Kreatinphosphokinasewerte, Hyperglykämie, Hypertriglyceridämie, Hyperurikämie, Epistaxis,

Ängstlichkeit, Depression, Dyspnoe, Hämaturie, Angina pectoris, Ödeme und Myokardinfarkt.

Kausale Zusammenhänge dieser unerwünschten Wirkungen mit Candesartan Cilexetil sind unklar.

Labor

Im Allgemeinen hatte Candesartan keinen klinisch relevanten Einfluss auf die routinemässig

bestimmten Laborwerte. Wie bei anderen Inhibitoren des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

zeigte sich ein geringes Absinken des Hämoglobins. Erhöhungen von Kreatinin, Harnstoff oder

Kalium und eine Abnahme von Natrium wurden beobachtet.

Eine Zunahme von Serum-ALAT (S-GPT) wurde unter Candesartan etwas häufiger beobachtet als

unter Placebo (1,3% vs. 0,5%). Für Hypertonie-Patienten, welche mit Candesartan Sandoz behandelt

werden, sind keine routinemässigen Laboruntersuchungen notwendig.

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz wird eine periodische Überwachung des Serumkreatinins und des

Kaliums empfohlen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Überdosierung

Symptome

Aufgrund pharmakologischer Überlegungen dürfte sich eine Überdosierung von Candesartan Sandoz

in Form einer Hypotonie und Schwindel manifestieren. In Einzelfällen mit Candesartan Cilexetil in

Dosen von bis zu 672 mg erholten sich die Patienten.

Massnahmen

Wenn eine Hypotonie auftritt, sollte eine symptomatische Behandlung veranlasst und die

lebensnotwendigen Funktionen überwacht werden. Der Patient sollte in Rückenlage gebracht und die

Beine sollten hochgelagert werden. Falls dies nicht ausreicht, sollte das Plasmavolumen mit einer

Infusion, z.B. einer isotonischen Salzlösung, erhöht werden. Ein Sympathomimetikum kann

verabreicht werden, wenn alle diese Massnahmen nicht ausreichen.

Candesartan kann durch Hämodialyse nicht ausgeschieden werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C09CA06

Wirkungsmechanismus

Angiotensin II ist das wichtigste vasoaktive Hormon des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

und spielt eine signifikante Rolle in der Pathophysiologie der Hypertonie, der Herzinsuffizienz und

anderen kardiovaskulären Krankheiten. Es spielt auch eine wichtige Rolle in der Pathogenese der

Hypertrophie und von Endorgan-Schäden. Die wichtigsten physiologischen Effekte von Angiotensin

II, wie Vasokonstriktion, Aldosteronstimulation, Regulierung des Salz- und Wasser-Haushaltes und

Stimulation des Zellwachstums, werden über Typ 1 Rezeptoren (AT1) ausgelöst.

Candesartan Cilexetil ist ein Prodrug, welches zur oralen Einnahme geeignet ist. Es wird während

der Absorption im Gastrointestinaltrakt durch Esterhydrolyse schnell in die aktive Substanz

Candesartan umgewandelt. Candesartan ist ein Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonist, selektiv für

AT1-Rezeptoren und ohne agonistische Aktivität. Candesartan weist eine feste Bindung zum und

eine langsame Dissoziation vom Rezeptor auf.

Candesartan hemmt das ACE, welches Angiotensin I in Angiotensin II umwandelt und Bradykinin

abbaut, nicht. Da keine Wirkung auf den Abbau von Kininen oder den Metabolismus von anderen

Substanzen wie Substanz P vorhanden ist, ist es unwahrscheinlich, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten mit Husten in Verbindung zu bringen. Dies wurde in kontrollierten klinischen Studien

mit Candesartan im Vergleich zu ACE-Hemmern bestätigt.

Candesartan bindet oder blockiert keine anderen Hormonrezeptoren oder Ionenkanäle, welche für die

Herz-Kreislaufsteuerung von Bedeutung sind.

Die antagonistische Wirkung des Angiotensin II-(AT1)-Rezeptors resultiert in einem

dosisabhängigen Anstieg des Renin-, Angiotensin I sowie Angiotensin II Plasmaspiegels. Die

Aldosteron-Plasmakonzentration wird gesenkt.

Pharmakodynamik

Hypertonie

Erwachsene

Bei Hypertonie bewirkt Candesartan Sandoz eine dosisabhängige, langanhaltende Reduktion des

arteriellen Blutdruckes. Die antihypertensive Wirkung ist zurückzuführen auf eine Verminderung des

totalen peripheren Widerstandes, während die Herzfrequenz, das Schlagvolumen und das

Herzminutenvolumen nicht beeinflusst werden. Es gibt keine Hinweise auf eine ernsthafte oder

übertriebene first-dose Hypotonie oder einen Rebound-Effekt nach Absetzen der Behandlung.

Nach Verabreichung einer Einzeldosis setzt die antihypertensive Wirkung im Allgemeinen innert 2

Stunden ein. Bei weiterführender Behandlung wird die maximale Blutdrucksenkung mit jeder

Dosierung innerhalb 4 Wochen erreicht und kann mit einer Langzeitbehandlung aufrechterhalten

werden. Candesartan Sandoz bewirkt eine wirkungsvolle Blutdrucksenkung während des gesamten

24 Stunden Dosierungsintervalls mit einem Trough/Peak-Verhältnis, welches eine einmal tägliche

Verabreichung bestätigt. Candesartan Sandoz kann als Monotherapie oder bei ungenügendem

Ansprechen, in Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Mitteln wie Thiazid-Diuretika und

Dihydropyridin-Kalziumantagonisten eingenommen werden. Candesartan Sandoz ist unabhängig

von Alter und Geschlecht bei allen Patienten gleich wirksam.

Candesartan Sandoz besitzt hämodynamische Effekte in der Niere. Es erhöht den renalen Blutfluss

und hält die glomeruläre Filtrationsrate konstant oder erhöht diese, während der renale vaskuläre

Widerstand und die Filtrationsfraktion reduziert werden.

Bei hypertensiven Patienten mit Typ-II-Diabetes mellitus zeigt eine 12-wöchige Behandlung mit

Candesartan Sandoz 8 mg bis 16 mg keine Auswirkungen auf die Blutglucose oder das Lipidprofil.

In der SCOPE-Studie (Study on Cognition and Prognosis in the Elderly) wurden die Wirkungen

einer antihypertensiven Behandlung mit Candesartan Cilexetil auf die kardiovaskuläre Morbidität

und Mortalität, die kognitive Funktion und die Lebensqualität an 4'937 älteren Patienten (Alter 70–

89 Jahre) mit Hypertonie (systolischer Blutdruck 160–179 mmHg und/oder diastolischer Blutdruck

90–99 mmHg) untersucht.

Die Tabelle zeigt die Studienergebnisse für den primären Endpunkt (schwere kardiovaskuläre

Ereignisse) und deren Komponenten. Beide Behandlungsschemata führten zu einer wirkungsvollen

Senkung des systolischen und des diastolischen Blutdrucks und waren im Allgemeinen gut

verträglich. In beiden Studienarmen zeigte sich eine gute Aufrechterhaltung der kognitiven Funktion

und der Lebensqualität.

Patientenzahl mit einem ersten Ereignis

Candesartan

Cilexetil*

(N= 2477)

Kontrollgruppe*

(N= 2460)

Relatives

Risiko (95%

p-Wert

Schwere kardiovaskuläre

0,89

0,19

Ereignisse

(0,75-1,06)

·kardiovaskuläre Mortalität

0,95

(0,75-1,19)

0,63

·nicht tödliche Schlaganfälle

0,72

(0,53-0,99)

0,04

·nicht tödliche Myokardinfarkte

1,14

(0,77-1,68)

0,52

* Jede vorherige antihypertensive Behandlung wurde vor der Randomisierung standardmässig auf

Hydrochlorothiazid 12,5 mg einmal täglich eingestellt. Bei anhaltenden systolischen

Blutdruckwerten ≥160 mmHg und/oder diastolischen Blutdruckwerten ≥90 mmHg wurde zusätzlich

zur doppelblinden Studienmedikation (Candesartan Cilexetil 8–16 mg oder Placebo einmal täglich)

eine weitere antihypertensive Therapie verabreicht. Diese Zusatzbehandlung erhielten 49% der

Patienten der Candesartan-Cilexetil-Gruppe bzw. 66% der Patienten der Kontrollgruppe.

Kinder und Jugendliche

Die antihypertensive Wirkung von Candesartan Cilexetil wurde bei hypertonischen Kindern und

Jugendlichen (1–6 Jahre und 6–17 Jahre) in zwei vierwöchigen randomisierten, doppelblinden und

multizentrischen Dosisfindungsstudien geprüft.

93 Kinder zwischen 1 und 6 Jahren, von denen 74% an einer Nierenerkrankung litten, wurden für

eine Dosis von Candesartan Cilexetil Suspension zu 0,05, 0,20 oder 0,40 mg/kg einmal täglich oral

randomisiert. Diese Studie untersuchte die Veränderung des systolischen Blutdrucks in Abhängigkeit

zur Dosis. Da es keine Placebogruppe gab, ist der Unterschied zum Ausgangswert verglichen mit der

tatsächlichen Blutdrucksenkung wahrscheinlich zu hoch eingeschätzt worden. Gleichwohl wurde der

systolische Blutdruck und der diastolische Blutdruck im Vergleich zum Ausgangswert um 6,0/5,2

auf 12,0/11,1 mmHg gesenkt (über den gesamten Dosierungsbereich von Candesartan).

In einer zweiten Studie wurden 240 Kinder zwischen 6 und 17 Jahren auf Placebo, eine niedrige,

eine mittlere oder eine hohe Dosis Candesartan Cilexetil im Verhältnis von 1:2:2:2 randomisiert.

Kinder mit weniger als 50 kg Körpergewicht (KG), erhielten einmal täglich eine Dosis von 2, 8 oder

16 mg Candesartan Cilexetil. Kinder mit einem KG über 50 kg, erhielten einmal täglich eine Dosis

von 4, 16 oder 32 mg Candesartan Cilexetil. 47% der Kinder waren schwarze 29% weiblich. Das

Durchschnittsalter lag bei 12,9 Jahren.

Der korrigierte Placeboeffekt des jeweils im Sitzen gemessenen systolischen/diastolischen

Blutdrucks lag bei den verschiedenen Dosen zwischen 4,9/3,0 bis 7,5/7,2 mmHg.

Bei Kindern zwischen 6 und 17 Jahren wurde bei den Schwarzen im Vergleich zu den anderen

Patienten eine geringere Auswirkung auf den Blutdruck festgestellt. Diese Aussage kann in der

Altersgruppe 1 bis 6 Jahre nicht bestätigt werden, da zu wenig Kinder dieser Altersgruppe an der

Studie teilgenommen haben.

Herzinsuffizienz

In einer hämodynamischen Studie bei 174 Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz (CHF) und

verringerter linksventrikulärer systolischer Funktion (linksventrikuläre Auswurffraktion LVEF

≤40%) verringerte Candesartan den systemischen Gefässwiderstand und den Lungenkapillardruck.

Die Wirkung von Candesartan auf Mortalität und Morbidität wurde in zwei multinationalen, placebo-

kontrollierten, doppelblinden Studien bei Herzinsuffizienz-Patienten (NYHA-Klasse II-IV und

LVEF ≤40%), die entweder mit Candesartan (n= 2'028) oder einer Kombination aus Candesartan und

ACE-Hemmer (n= 2'548) behandelt wurden, untersucht. Patienten unter einer optimalen

Basistherapie wurden entweder auf Placebo oder Candesartan randomisiert (titriert von 4 mg oder

8 mg einmal täglich auf 32 mg einmal täglich oder die höchste tolerierte Dosis, im Durchschnitt 23

mg) und im Mittel über 40 Monate beobachtet. Nach 6 Monaten Behandlung erhielten 60% der

Patienten, die immer noch Candesartan Cilexetil einnahmen (89%), die Zieldosis von 32 mg.

Der kombinierte Endpunkt aus kardiovaskulärer Mortalität oder erster Hospitalisierung aufgrund von

chronischer Herzinsuffizienz wurde mit Candesartan (hazard ratio [HR] 0,77, 95% CI 0,67–0,89, p

<0,001) und mit Candesartan in Kombination mit einem ACE-Hemmer (HR 0,85, 95% CI 0,75–0,96,

p= 0,011) signifikant gesenkt. Dies entspricht einer relativen Risikoreduktion von 23%, resp. 15%.

Auch der kombinierte Endpunkt aus Gesamtmortalität oder erster Hospitalisierung aufgrund von

chronischer Herzinsuffizienz wurde mit Candesartan (HR 0,80, 95% CI 0,70–0,92, p= 0,001) und

Candesartan in Kombination mit einem ACE-Hemmer (HR 0,87, 95% CI 0,78–0,98, p= 0,021)

signifikant reduziert.

Die Gesamtmortalität in der gepoolten Analyse beider Studien ergab HR 0,88, 95% CI 0,79–0,98, p=

0,018.

Die Behandlung mit Candesartan führte zu einer Verbesserung der funktionellen NYHA-Klasse in

beiden Studien (p= 0,008, resp. p= 0,020).

Pharmakokinetik

Absorption und Distribution

Nach oraler Verabreichung wird Candesartan Cilexetil in die aktive Substanz Candesartan

umgewandelt. Die durchschnittliche absolute Bioverfügbarkeit von Candesartan beträgt nach oraler

Gabe einer Candesartan Cilexetil-Lösung ungefähr 40%. Die relative Bioverfügbarkeit der

Tablettenformulierung verglichen mit der Lösung ist ungefähr 34% bei sehr geringer Variabilität.

Die mittlere Peak-Serumkonzentration (Cmax) wird 3 bis 4 Stunden nach Tabletteneinnahme

erreicht. Die Candesartan Serumkonzentration nimmt im therapeutischen Dosierungsbereich mit

steigender Dosierung linear zu. In der Pharmakokinetik von Candesartan wurden keine

geschlechtsabhängigen Unterschiede beobachtet. Die Fläche unter der Serumkonzentration versus

Zeitkurve (AUC) von Candesartan wird nicht signifikant durch Nahrung beeinflusst.

Candesartan ist zu mehr als 99% an Plasmaproteine gebunden. Das sichtbare Verteilungsvolumen

beträgt 0,1 l/kg.

Metabolismus und Elimination

Candesartan wird hauptsächlich unverändert via Urin und Galle ausgeschieden und nur in geringem

Mass durch hepatische Metabolisierung eliminiert (CYP2C9). Die terminale Halbwertszeit von

Candesartan beträgt ungefähr 9 Stunden. Es gibt keine Kumulation nach mehrmaliger

Verabreichung.

Die totale Plasmaclearance von Candesartan beträgt ca. 0,37 ml/min/kg, mit einer renalen Clearance

von ca. 0,19 ml/min/kg. Die renale Elimination erfolgt sowohl durch glomeruläre Filtration als auch

durch aktive tubuläre Sekretion.

Nach einer oralen Verabreichung von 14C-markiertem Candesartan Cilexetil werden ungefähr 26%

der Dosis im Urin als Candesartan und 7% als inaktiver Metabolit ausgeschieden. Ca. 56% der

verabreichten Dosis werden in den Faeces als Candesartan und 10% als inaktiver Metabolit

gefunden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Patienten mit Niereninsuffizienz

Erwachsene

Bei Patienten mit einer schwachen bis mässigen Nierenfunktionsstörung wurden bei wiederholter

Gabe eine um ca. 50% erhöhte Cmax und um ca. 70% erhöhte AUC von Candesartan beobachtet,

verglichen mit denjenigen mit einer normalen Nierenfunktion. Die terminale Halbwertszeit war

jedoch nicht erhöht.

Bei Patienten mit einer stark verminderten Nierenfunktion wurden eine um ca. 50% erhöhte Cmax

und eine um ca. 110% erhöhte AUC beobachtet. Die terminale Halbwertszeit war bei diesen

Patienten praktisch doppelt so hoch.

Bei Hämodialysepatienten verhält sich die Pharmakokinetik vergleichbar wie bei Patienten mit stark

eingeschränkter Nierenfunktion (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Kinder und Jugendliche 1–17 Jahre

Die Pharmakokinetik von Candesartan Cilexetil wurde bei Kindern und Jugendlichen mit

Niereninsuffizienz nicht bestimmt.

Patienten mit Leberinsuffizienz

Erwachsene

Bei Patienten mit einer leichten bis mässigen Leberfunktionsstörung (Child-Pugh Score 6–9) wurde

im Mittel eine Erhöhung von Cmax um 64% und eine Erhöhung der AUC um 78% beobachtet.

Die Erfahrung bei Patienten mit schweren Lebererkrankungen (Child-Pugh Score >9) und/oder

Cholestase, welche mit Candesartan behandelt wurden, ist limitiert (siehe «Kontraindikationen»).

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten (über 65jährig) sind im Vergleich zu jüngeren Patienten Cmax von Candesartan

um ca. 50% und AUC um ca. 80% erhöht. Das Ansprechen des Blutdrucks und das Auftreten von

unerwünschten Wirkungen nach einer Verabreichung von Candesartan Sandoz sind bei jüngeren und

älteren Patienten vergleichbar.

Pädiatrische Patienten

Bei Kindern und Jugendlichen (1–17 Jahre) ist der Plasmaspiegel beim Peak (nach ca. 4 Stunden) um

mehr als das Zehnfache höher als 24 Stunden nach einer Einzeldosis.

Bei Kindern zwischen 1 und 6 Jahren, die 0,2 mg/kg erhalten haben, verhielten sich die

Plasmaspiegel ähnlich denen von Erwachsenen, die 8 mg erhalten haben.

Kinder über 6 Jahre zeigten die Plasmaspiegel ein ähnliches Verhalten wie die von Erwachsene,

welche die gleiche Dosis erhalten haben.

Anhand der Dosisfindungsstudien mit Candesartan Cilexetil wurde ein Zusammenhang zwischen der

Dosis und dem Anstieg der Candesartan-Konzentrationen im Plasma festgestellt.

Die Pharmakokinetik (Cmax und AUC) veränderten sich nicht durch Alter, Geschlecht oder

Körpergewicht.

Die Pharmakokinetik von Candesartan Cilexetil wurde bei Kindern unter 1 Jahr nicht untersucht.

Präklinische Daten

Toxizität

Unter klinisch relevanten Dosen gab es keine Hinweise auf eine abnorme systemische Toxizität oder

eine Toxizität am Zielorgan. In präklinischen Sicherheitsstudien zeigte Candesartan in hohen Dosen

bei Mäusen, Ratten, Hunden und Affen Wirkungen auf die Nieren und auf das rote Blutbild.

Candesartan führte zu einem Rückgang der von den roten Blutkörperchen abhängigen Parameter

(Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit).

Effekte auf die Nieren (wie z.B. interstitielle Nephritis, Tubulusvergrösserung, basophile Tubuli,

erhöhte Harnstoff- und Kreatininplasmakonzentrationen) wurden durch Candesartan ausgelöst. Dies

könnte ein Sekundäreffekt der blutdrucksenkenden Wirkung sein, der zu Veränderungen der

Nierendurchblutung führt. Darüber hinaus führte Candesartan zu Hyperplasie/Hypertrophie der

juxtaglomerulären Zellen. Man nimmt an, dass diese Veränderungen auf die pharmakologische

Wirkung von Candesartan zurückzuführen sind. Für therapeutische Dosen von Candesartan beim

Menschen scheint die Hyperplasie/Hypertrophie der renalen juxtaglomerulären Zellen keinerlei

Bedeutung zu haben.

Reproduktionstoxizität

In Tierstudien mit Candesartan Cilexetil wurden spätfetale und neonatale Nierenschäden festgestellt.

Es wird angenommen, dass der zugrundeliegende Mechanismus pharmakologisch über die

Wirkungen auf das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System vermittelt wird.

Mutagenes und tumorerzeugendes Potential

Daten aus in-vitro- und in-vivo-Mutagenitätstests zeigen, dass Candesartan unter klinischen

Bedingungen keine mutagenen oder klastogenen Wirkungen hat. Es gab keine Hinweise auf eine

Kanzerogenität.

Das Renin-Angiotensin-Aldosterone-System (RAAS) spielt eine entscheidende Rolle in der

Entwicklung der Nieren. Bei jungen Mäusen konnte nachgewiesen werden, dass Blockaden im

RAAS zu einer abnormalen Nierenentwicklung führen. Die Verabreichung von Arzneimitteln, die

direkten Einfluss auf das RAAS haben, kann Auswirkungen auf die normale Nierenentwicklung

haben. Daher darf Kindern unter 1 Jahr Candesartan Sandoz nicht verabreicht werden.

Sonstige Hinweise

Suspension zur oralen Verabreichung

Für Kinder, die keine Tabletten schlucken können besteht die Möglichkeit die Candesartan Sandoz

Tabletten zu suspendieren.

Die Candesartan Sandoz Suspension zur oralen Verabreichung kann in Konzentrationen zwischen

0,1 bis 2,0 mg/ml hergestellt werden. In der Regel ist eine Konzentration von 1 mg/ml für die

vorgeschriebene Dosis ausreichend. Zur Herstellung der Suspension können alle Stärken der

Candesartan Sandoz Tabletten verwendet werden, sofern die Gesamtsumme der Wirkstoffe und das

Trägervolumen (z.B. Ora-Plus®, Ora-Sweet SF® oder Ora-Blend SF®) zur Herstellung einer

Suspension mit der gewünschten Konzentration richtig berechnet werden.

Inkompatibilitäten

Keine bekannt.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15−25 °C) und ausser Reichweite von Kindern

lagern.

Zulassungsnummer

58670 (Swissmedic).

Packungen

Candesartan Sandoz 4: 7 Tabletten (mit Bruchrille, teilbar). [B]

Candesartan Sandoz 8: 28 und 98 Tabletten (mit Bruchrille, teilbar). [B]

Candesartan Sandoz 16: 28 und 98 Tabletten (mit Bruchrille, teilbar). [B]

Candesartan Sandoz 32: 28 und 98 Tabletten (mit Bruchrille, teilbar). [B]

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Stand der Information

Dezember 2015.

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