Maxalt 10 mg Tabletten

Sviss - þýska - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Vara einkenni Vara einkenni (SPC)

24-10-2018

Virkt innihaldsefni:
rizatriptanum
Fáanlegur frá:
MSD Merck Sharp & Dohme AG
ATC númer:
N02CC04
INN (Alþjóðlegt nafn):
rizatriptanum
Lyfjaform:
Tabletten
Samsetning:
rizatriptanum 10 mg zu rizatriptani benzoas, excipiens pro compresso.
Tegund:
B
Meðferðarhópur:
Synthetika
Lækningarsvæði:
Akutbehandlung von Migräneanfällen mit oder ohne Aura
Leyfisnúmer:
54590
Leyfisdagur:
2000-06-27

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23-10-2018

Vara einkenni Vara einkenni - franska

01-06-2020

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Vara einkenni Vara einkenni - ítalska

01-06-2020

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Patienteninformation

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Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie sollten es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden. Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht

später nochmals lesen.

MAXALT® / MAXALT® lingual

Was ist Maxalt/Maxalt lingual und wann wird es angewendet?

Maxalt/Maxalt lingual wird verwendet, um Migräneanfälle bei Erwachsenen zu behandeln.

Maxalt/Maxalt lingual darf nicht zur Vorbeugung (Prophylaxe) von Migräneanfällen verwendet

werden. Maxalt/Maxalt lingual gehört zu einer Klasse von Arzneimitteln, welche selektive 5-

HT1B/1D-Rezeptor-Agonisten genannt werden.

Die Behandlung mit Maxalt/Maxalt lingual vermindert die Erweiterung der das Gehirn umgebenden

Blutgefässe. Diese Erweiterung bewirkt die Kopfschmerzen bei einem Migräneanfall.

Maxalt/Maxalt lingual Tabletten dürfen nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin

eingenommen werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Migräne ist ein intensiver, klopfender, typischerweise einseitig auftretender Kopfschmerz, der oft

von Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet wird.

Bei einigen Menschen können vor dem Auftreten der Kopfschmerzen visuelle Symptome auftreten,

wie zum Beispiel das Wahrnehmen von Blitzlichtern oder Wellenlinien, was als Aura bezeichnet

wird.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird auf Grund Ihrer Symptome entscheiden, ob Sie an einer Migräne

leiden.

Gewisse Umstände können einen Migräneanfall auslösen. Dazu gehören:

-gewisse Speisen oder Getränke (z.B. Käse, Schokolade, Zitrusfrüchte, Kaffee, Alkohol);

-Stress;

-Änderung von Gewohnheiten (z.B. zu wenig/zu viel Schlaf, Auslassen von Mahlzeiten,

Veränderung von Essgewohnheiten);

-hormonale Veränderungen bei Frauen (z. B. Monatsblutung).

Sie können einem Migräneanfall vorbeugen oder deren Häufigkeit senken, wenn Sie herausfinden,

was speziell bei Ihnen einen Anfall auslösen kann. Das Führen eines Kopfschmerzkalenders wird

Ihnen helfen, alle Ihre möglichen Migräneauslöser zu erkennen und zu beobachten. Ist der Auslöser

erst einmal bekannt, können Sie und Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Ihre Behandlung sowie Ihren

Lebensstil in geeigneter Weise verändern.

Wann darf Maxalt/Maxalt lingual nicht eingenommen/angewendet werden?

Nehmen Sie Maxalt/Maxalt lingual nicht ein, falls Sie:

-allergisch auf irgendeinen der Inhaltsstoffe reagieren;

-einen unbehandelten hohen Blutdruck haben;

-an einer Herzkrankheit leiden oder in der Vergangenheit an einer Herzkrankheit gelitten haben

(Herzinfarkt);

-an Durchblutungsstörungen des Herzens (Angina pectoris) leiden;

-einen Hirnschlag oder eine vorübergehende Durchblutungsstörung des Gehirns (TIA) haben oder

hatten;

-Durchblutungsstörungen der Gliedmassen, andere Durchblutungsstörungen oder eine ischämische

Darmerkrankung (Erkrankung infolge Durchblutungsstörung des Darms) haben oder hatten;

-eine schwere Leberfunktionsstörung haben;

-zur Zeit Monoaminoxidase (MAO)-Hemmer einnehmen, wie zum Beispiel Moclobemide

(Aurorix®) oder innerhalb der letzten zwei Wochen MAO-Hemmer eingenommen haben.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie Maxalt/Maxalt lingual einnehmen dürfen, so nehmen Sie mit

Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin Kontakt auf.

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Maxalt/Maxalt lingual Vorsicht geboten?

Ein Migräneanfall oder die Behandlung mit Maxalt/Maxalt lingual kann bei einigen Patienten

Schläfrigkeit auslösen. Von einigen Patienten, welche Maxalt/Maxalt lingual erhielten, wurde auch

über Schwindel berichtet. Beim Lenken eines Fahrzeuges oder beim Bedienen von Maschinen ist

deshalb spezielle Vorsicht geboten.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, sowie

-über alle Ihre früheren oder aktuellen medizinischen Probleme

-über alle Risikofaktoren für eine Herzkrankheit

-Hoher Blutdruck oder Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

-Rauchen

-Herzkrankheiten in der Familiengeschichte

-wenn bei Ihnen die Diagnose "ischämische Kolitis" (Erkrankung infolge Durchblutungsstörung des

Dickdarms) gestellt wurde

-über irgendwelche Allergien, die Sie haben oder gehabt haben

-falls Sie gegenüber Laktose überempfindlich sind. Jede Maxalt Tablette enthält eine kleine Menge

Laktose, aber diese Menge ist wahrscheinlich nicht hoch genug, um spezifische Symptome der

Intoleranz hervorzurufen.

-über alle Arzneimittel, die Sie zur Zeit einnehmen oder vorhaben einzunehmen, auch solche, die Sie

ohne Rezept selbst gekauft haben und jene, die Sie normalerweise bei einer Migräne einnehmen.

-Sie sollten Maxalt/Maxalt lingual nur bei einem Migräneanfall einnehmen. Maxalt/Maxalt lingual

sollte nicht angewendet werden, um Kopfschmerzen zu behandeln, die durch eine andere,

schwerwiegendere Ursache bedingt sein können.

Nehmen Sie Maxalt/Maxalt lingual nicht zusammen mit anderen Arzneimitteln aus der gleichen

Wirkstoffklasse, wie zum Beispiel Sumatriptan (Imigran®), oder andere Migränemittel vom

Ergotamin-Typ, wie zum Beispiel Ergotamin (Cafergot®), Dihydroergotamin (Dihydergot®) oder

Methysergid (Deseril® retard) ein.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wie Sie Maxalt/Maxalt lingual einnehmen sollen, wenn Sie

zur Zeit Propranolol (Inderal®) einnehmen.

In seltenen Fällen kann ein sogenanntes „Serotonin-Syndrom“ auftreten, wenn Triptane wie

Maxalt/Maxalt lingual zusammen mit anderen Arzneimitteln mit serotonerger Wirkung angewendet

werden. Dazu gehören bestimmte Arzneimittel gegen Depression (z.B. sogenannte selektive

Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer oder selektive Serotonin/Noradrenalin-Wiederaufnahme-

Hemmer, sog. MAO-Hemmer, L-Tryptophan, Lithium, trizyklische Antidepressiva u.a.). Informieren

Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie mit diesen Arzneimitteln behandelt werden. Das

„Serotonin-Syndrom“ kann folgende Symptome umfassen: Gesteigerte Erregbarkeit der

Muskeleigenreflexe, Muskelzuckungen, Zittern, Unruhe, Angst, Halluzinationen, Reizbarkeit,

Verwirrtheitszustand und Bewusstlosigkeit, schneller Herzschlag, Blutdruckschwankungen,

Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Durchfall. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn nach

der Einnahme von Maxalt/Maxalt lingual eines dieser Symptome auftritt.

Es liegen noch keine Erfahrungen über die Anwendung von Maxalt/Maxalt lingual bei Kindern und

Jugendlichen unter 18 Jahren vor. Deshalb ist die Anwendung von Maxalt/Maxalt lingual bei diesen

Patienten nicht empfohlen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

- an anderen Krankheiten leiden,

- Allergien haben oder

- andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Maxalt/Maxalt lingual während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit

eingenommen/angewendet werden?

Es ist nicht bekannt, ob Maxalt/Maxalt lingual für ein ungeborenes Baby schädlich ist, wenn das

Arzneimittel von einer schwangeren Frau eingenommen wird.

Falls Sie schwanger sind oder schwanger werden möchten, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw.

Ihrer Ärztin. Sie dürfen Maxalt/Maxalt lingual nur einnehmen, falls dies Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin

ausdrücklich erlaubt hat.

Dasselbe gilt, falls Sie stillen oder stillen möchten.

Wie verwenden Sie Maxalt/Maxalt lingual?

Die Dosierung von Maxalt/Maxalt lingual zur Behandlung Ihres Migräneanfalls wird von Ihrem Arzt

bzw. Ihrer Ärztin festgelegt. Die übliche Dosierung für Erwachsene und Jugendliche über 18 Jahre

beträgt 5 mg oder 10 mg Maxalt/Maxalt lingual. Beim ersten Anzeichen eines Migräneanfalls oder

auch während des Anfalls ist eine Tablette Maxalt/Maxalt lingual zu 5 mg oder 10 mg einzunehmen.

Schlucken Sie die Tablette Maxalt ganz zusammen mit etwas Flüssigkeit. Maxalt Lingualtabletten

können ohne Flüssigkeit eingenommen werden.

Falls Ihre Migräne wieder auftritt, so können Sie eine weitere Tablette Maxalt/Maxalt lingual

einnehmen. Innerhalb von 24 Stunden dürfen jedoch nicht mehr als 30 mg (z.B. 3 Tabletten

Maxalt/Maxalt lingual zu 10 mg) eingenommen werden und zwischen der Einnahme der einzelnen

Dosen sollten immer mindestens zwei Stunden vergangen sein.

Falls Sie bei einem Migräneanfall nicht auf die erste Tablette Maxalt/Maxalt lingual ansprechen, so

wird empfohlen, für die Behandlung des gleichen Anfalls nicht noch einmal Maxalt/Maxalt lingual

einzunehmen.

Falls sich Ihr Zustand verschlechtert, so suchen Sie um medizinische Hilfe nach.

Nehmen Sie im Falle einer Überdosierung unverzüglich mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin Kontakt

auf, so dass sofort medizinische Hilfe geleistet werden kann.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung des Arzneimittels. Wenn Sie glauben, das

Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw.

mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Maxalt/Maxalt lingual haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Maxalt auftreten: Es können Schwindel,

Schläfrigkeit und Müdigkeit auftreten. Andere gelegentliche unerwünschte Wirkungen waren

Unwohlsein im Magen oder Magenschmerzen, Durchfall, Brustschmerzen, Gefühle von Schwere

oder Steifheit in gewissen Körperpartien, Nackenschmerzen, Muskelschwäche, Durst,

Mundtrockenheit, Unwohlsein im Rachen, Kribbeln, Hautrötung (kurzandauernde Rötung des

Gesichtes), Wärmegefühl, Herzrasen, Schlaflosigkeit, Nervosität, verminderte geistige Wachsamkeit,

Zittern, Atembeschwerden, Schwitzen, Juckreiz oder verschwommenes Sehvermögen. Selten wurde

über Schwächeanfälle, hohen Blutdruck oder Krampfanfälle berichtet.

Zusätzlich wurde über Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen aller Schweregrade)

einschliesslich Schwellung des Gesichts, der Lippen, Zunge und/oder des Rachens (mit Schluck-

oder Atembeschwerden), pfeifende Atmung, Atemnot, Nesselausschlag, Hautausschlag, blasige

Ablösung der Haut, Störung des Geschmackempfindens, Gesichtsschmerzen, Muskelschmerzen und

mangelnde Durchblutung der Gliedmassen (einschliesslich Kälte und Taubheit der Hände und Füsse)

berichtet. Über Veränderungen des Herzschlagrhythmus oder der Herzschlagrate (Verlangsamung

der Herzschlagrate) und über krampfartige Verengung der Blutgefässe des Dickdarms (ischämische

Kolitis) ist ebenfalls berichtet worden. Über Abnormalitäten im Elektrokardiogramm (ein Test,

welcher die elektrische Aktivität Ihres Herzens aufzeichnet) wurde ebenfalls berichtet.

Wie bei anderen Arzneimitteln dieser Klasse wurde selten über Herzanfall und Schlaganfall bei

Patienten mit Risikofaktoren für eine Herzkreislauferkrankung (Bluthochdruck, Zuckerkrankheit,

Rauchen, Herzkrankheit oder Schlaganfall in der Familiengeschichte) berichtet.

Berichten Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin sofort, wenn Sie Symptome solcher Art oder andere

ungewöhnlichen Symptome empfinden. Sollten die Symptome länger anhalten oder sich

verschlimmern, wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Informieren Sie ausserdem Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie nach der Einnahme von

Maxalt/Maxalt lingual irgendwelche Symptome verspüren, die an eine allergische Reaktion (wie

zum Beispiel eine Hautrötung oder Juckreiz) denken lassen.

Wenn Sie Maxalt/Maxalt lingual zu häufig einnehmen, kann dies zu chronischen Kopfschmerzen

führen. In solchen Fällen sollten Sie sich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin wenden, da Sie die

Einnahme von Maxalt/Maxalt lingual eventuell beenden sollten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Bewahren Sie Maxalt/Maxalt lingual bei Raumtemperatur (15-25°C) an einem sicheren Ort

ausserhalb der Reichweite von Kindern auf.

Nach Ablauf des mit «EXP» auf der Verpackung bezeichneten Datums darf Maxalt/Maxalt lingual

nicht mehr verwendet werden.

Entnehmen Sie die Blisterpackung Maxalt lingual nicht aus dem Sachet, bevor Sie bereit sind, das

darin enthaltene Arzneimittel einzunehmen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Diese Personen

verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Maxalt/Maxalt lingual enthalten?

Maxalt (Rizatriptan aus Rizatriptanbenzoat) ist als blass-rosa Tablette zu 5 mg oder 10 mg erhältlich,

welche entweder 5 mg oder 10 mg Rizatriptan enthalten.

Im Weiteren enthalten Maxalt Tabletten folgende inaktive Hilfsstoffe: Laktosemonohydrat sowie

weitere Hilfsstoffe zur Herstellung einer Tablette.

Maxalt lingual (Rizatriptan aus Rizatriptanbenzoat) ist als weisse bis eierschalenfarbene, schnell

lösliche Lingualtablette zu 5 mg oder 10 mg erhältlich. Die Lingualtabletten enthalten 5 mg oder 10

mg Rizatriptan.

Im Weiteren enthalten Maxalt Lingualtabletten folgende inaktive Hilfsstoffe: Aspartam, Aromastoff

(Pfefferminz) sowie weitere Hilfsstoffe zur Herstellung einer Lingualtablette.

Zulassungsnummer

54590/54591 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Maxalt/Maxalt lingual? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Maxalt 10 mg: Blisterpackungen mit 3, 6 und 12 Tabletten.

Maxalt 5 mg: Blisterpackungen mit 6 Tabletten.

Maxalt lingual 10 mg: Blisterpackungen mit 3, 6 und 12 Lingualtabletten.

Maxalt lingual 5 mg: Blisterpackungen mit 6 Lingualtabletten.

Zulassungsinhaberin

MSD MERCK SHARP & DOHME AG

Luzern

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2012 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

WPPI-MXT-T/R-032012/0462-CHE-2012-004683

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Fachinformation

Maxalt®/- lingual

Zusammensetzung

Wirkstoff: Rizatriptanum ut Rizatriptani benzoas.

Hilfsstoffe Tabletten: Lactosum monohydricum, excipiens pro

compresso.

Hilfsstoffe Lingualtabletten: Aspartamum, Aromatica (Pfeferminz-

Geschmack), excipiens pro compresso.

Galenische Form und Wirkstofmenge pro Einheit

Maxalt steht als blass-rosa Tablette oder als schnell lösliche, weiss bis

eierschalenfarbene lyophilisierte Lingualtablette zu 5 mg und 10 mg

Rizatriptan für die orale Verabreichung zur Verfügung.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Akutbehandlung von Migräneanfällen bei Erwachsenen, mit oder ohne

Aura.

Dosierung/Anwendung

Allgemeines

Maxalt/Maxalt lingual sollte nicht prophylaktisch verwendet werden.

Maxalt Tabletten sollten ganz und mit etwas Flüssigkeit geschluckt

werden. Die lyophilisierten Maxalt Lingualtabletten können ohne

Flüssigkeit eingenommen werden.

Die Lingualtablette ist in einer Blisterpackung mit einem Sachet

verpackt. Die Patienten sollten angewiesen werden, die Blisterpackung

erst unmittelbar vor der Anwendung aus dem Sachet zu entnehmen. Die

Blisterpackung sollte dann mit trockenen Händen geöfnet und die

Lingualtablette auf die Zunge gelegt werden, worauf sie sich auföst und

mit dem Speichel geschluckt werden kann.

Erwachsene von 18 Jahren und älter

Die Einzeldosis soll je nach Ansprechen des Patienten individuell

angepasst werden und beträgt 5–10 mg.

Diese Empfehlung stützt sich auf Ergebnisse kontrollierter klinischer

Studien (vgl. «Eigenschaften/Wirkungen»).

Wiederholte Einnahme: die Dosen sollten in einem Abstand von nicht

weniger als 2 Stunden eingenommen werden; innerhalb von 24 Stunden

sollten nicht mehr als 30 mg eingenommen werden.

Bei wiederholten Kopfschmerzen innerhalb von 24 Stunden: wenn die

Kopfschmerzen nach Linderung des initialen Anfalls wieder auftreten,

können weitere Dosen eingenommen werden. Die obgenannten

Dosierungslimiten sollen eingehalten werden.

Bei fehlendem initialen Ansprechen: die Wirksamkeit einer zweiten Dosis

für die Behandlung des gleichen Anfalls, wenn die initiale Dosis

wirkungslos war, ist bisher nicht in kontrollierten Studien untersucht

worden.

Patienten, welche Propranolol erhalten: bei Patienten, welche Propranolol

erhalten, sollte ausschliesslich die 5 mg Dosis Maxalt/Maxalt lingual

verwendet werden bis zu maximal 3 Dosen während eines Zeitraumes

von 24 Stunden (vgl. «Interaktionen»).

Spezielle Dosierungsanweisungen

Nierenfunktionsstörungen: es ist keine Dosisanpassung bei Patienten mit

Niereninsuffizienz nötig.

Leberfunktionsstörungen: es besteht keine Erfahrung über die

Anwendung von Maxalt bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz.

Ältere Patienten: die Sicherheit und Wirksamkeit von Maxalt bei

Patienten über 65 Jahren ist nicht systematisch untersucht worden.

Pädiatrische Patienten

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Rizatriptan bei pädiatrischen

Patienten wurden bisher nicht untersucht. Deshalb wird die Anwendung

von Maxalt/Maxalt lingual bei pädiatrischen Patienten unter 18 Jahren

nicht empfohlen.

Kontraindikationen

Überempfndlichkeit gegenüber Rizatriptan oder einem der Inhaltsstofe.

Maxalt/Maxalt lingual sollte nicht an Patienten mit Migräne basilaris oder

hemiplegischer Migräne abgegeben werden.

Gleichzeitige Verabreichung von Monoaminoxidase (MAO)-Hemmern

oder Anwendung innerhalb von 2 Wochen nach Absetzen einer MAO-

Hemmer-Therapie.

Weitere Kontraindikationen basierend auf den pharmokodynamischen

Eigenschaften dieser Stofklasse:

Nicht kontrollierte Hypertonie.

Nachgewiesene koronare Herzkrankheit, inklusive ischämische

Herzkrankheit (Angina Pectoris, Vorgeschichte eines Myokardinfarktes

oder dokumentierte stumme Ischämie), Zeichen und Symptome der

ischämischen Herzkrankheit oder Prinzmetal-Angina, koronare

Vasospasmen.

Apoplexie (CVI) oder transitorische ischämische Attacken (TIA) in der

Vorgeschichte.

Periphere vaskuläre Erkrankung, einschliesslich (aber nicht limitiert auf)

ischämische Darmerkrankung.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Maxalt/Maxalt lingual sollte nur an Patienten abgegeben werden, bei

denen die klare Diagnose einer Migräne gestellt wurde.

Es liegt keine Erfahrung vor bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz.

Maxalt/Maxalt lingual sollte nicht verwendet werden, um sog.

«atypische» Kopfschmerzen zu behandeln, d.h. solche, die mit einem

möglicherweise ernsthaften medizinischen Problem verbunden sein

könnten (z.B. Schlaganfall, rupturiertes Aneurysma), bei welchen eine

zerebrale Vasokonstriktion schwerwiegende Folgen haben könnte.

Bei dieser Klasse von Medikamenten, einschliesslich Maxalt (siehe

«Unerwünschte Wirkungen»), wurde in seltenen Fällen über

schwerwiegende koronare Ereignisse berichtet.

Bei einem der 3700 Patienten mit Migräne, welche in den klinischen

Premarketing Studien mit Maxalt teilnahmen, wurde nach Verabreichung

einer einzelnen 10 mg Dosis über Brustschmerzen mit möglichen

ischämischen EKG-Veränderungen berichtet.

Bevor dieses Medikament verschrieben wird, sollte bei Patienten mit

Risiko für eine koronare Herzkrankheit (KHK) (z.B. Patienten mit

Hypertonie, Diabetes mellitus, Raucher und solche mit einer eindeutigen

Familienanamnese für KHK) eine kardiovaskuläre Beurteilung in Betracht

gezogen werden. Bei Patienten mit nachgewiesener KHK sollte

Maxalt/Maxalt lingual nicht verschrieben werden (vgl.

«Kontraindikationen»).

Zerebrovaskuläre Ereignisse und Fatalitäten in Verbindung mit 5-HT

1

-

Agonisten: Bei Patienten, die mit anderen 5-HT

-Agonisten behandelt

wurden, ist über zerebrale Blutungen, Subarachnoidalblutung,

Schlaganfall und andere zerebrovaskuläre Ereignisse berichtet worden;

einzelne haben zu einem fatalen Ausgang geführt. In mehreren Fällen

scheint es möglich, dass die zerebrovaskulären Ereignisse primär

vorhanden waren und die Agonisten im irrtümlichen Glauben verabreicht

wurden, bei den vom Patienten wahrgenommenen Symptome handle es

sich um eine Folge von Migräne, obwohl dies nicht zutraf. Es sollte

beachtet werden, dass Patienten mit Migräne möglicherweise einem

erhöhten Risiko für zerebrovaskuläre Ereignisse (wie z.B. Schlaganfall,

Hämorrhagien, transitorische ischämische Attacken) unterworfen sein

könnten.

Andere vasospasmusbezogene Ereignisse: 5-HT

-Agonisten können

möglicherweise auch andere nicht koronar-arterielle Vasospasmen

verursachen. Sowohl über periphere vaskuläre Ischämien, wie auch über

Kolonischämien mit Abdominalschmerzen und blutiger Diarrhö wurde im

Zusammenhang mit 5-HT

berichtet.

Erhöhung des Blutdrucks: In seltenen Fällen wurde bei Patienten unter 5-

-Agonisten, mit und ohne Hypertonie in der Vorgeschichte, über

signifkante Erhöhungen des Blutdrucks, einschliesslich hypertensiver

Krisen, berichtet. Bei gesunden männlichen und weiblichen Probanden,

welche Maximaldosen Maxalt (10 mg alle 2 Stunden, 3 Dosierungen)

bekamen, wurden geringe Erhöhungen des Blutdrucks (ungefähr 2–3

mmHg) beobachtet. Rizatriptan ist bei Patienten mit unkontrolliertem

Bluthochdruck kontraindiziert (s. «Kontraindikationen»).

Andere 5-HT

1B/1D

Agonisten (z.B. Sumatriptan) sollten nicht gleichzeitig

mit Maxalt/Maxalt lingual verwendet werden.

Die Verabreichung von Medikamenten des Ergotamin-Typs (z.B.

Ergotamin, Dihydro-Ergotamin oder Methysergid) und Maxalt/Maxalt

lingual innerhalb eines 6-Stunden-Abstands wird nicht empfohlen.

Obwohl in einer klinisch pharmakologischen Studie mit 16 gesunden

männlichen Probanden, welche oral Rizatriptan und parenteral

Ergotamin erhielten, keine additiven vasokonstriktorischen Wirkungen

beobachtet wurden, sind solche Additivwirkungen theoretisch möglich.

Die Laktosemenge in jeder Tablette (30,25 mg in der 5 mg Tablette und

60,50 mg in der 10 mg Tablette) ist wahrscheinlich nicht ausreichend,

um spezifsche Symptome einer Laktoseintoleranz hervorzurufen.

Serotonin Syndrom: Über Fälle von lebensbedrohlichem Serotonin-

Syndrom wurde berichtet während der kombinierten Einnahme von

Arzneimitteln mit serotonerger Wirkung wie selektiven Serotonin-

Wiederaufnahmehemmern (SSRIs)/Serotonin-Noradrenalin-

Wiederaufnahmehemmern (SNRIs) und Triptanen. Falls die gleichzeitige

Verwendung von Maxalt und einem SSRI (z.B. Sertralin, Escitalopram

Oxalat, und Fluoxetin) oder einem SNRI (z.B. Venlafaxin, Duloxetin)

klinisch nötig ist, sollte der Patient sorgfältig beobachtet werden,

insbesondere zu Beginn der Behandlung und bei Dosiserhöhungen. Die

Symptome des Serotonin-Syndromes können Veränderungen des

Mentalzustandes (z.B. Erregung, Halluzinationen, Unruhe, Angst,

Reizbarkeit, Delirium und Koma), autonome Instabilität (z.B.

Tachykardie, labiler Blutdruck, Hyperthermie), neuromuskuläre

Aberration (z.B. Hyperrefexie, Unkoordiniertheit) und/oder

gastrointestinale Symptome (z.B. Nausea, Erbrechen, Durchfall)

beeinhalten (s. «Interaktionen»).

Übermässige Anwendung von Arzneimitteln zur akuten Behandlung von

Migräneanfällen wurde bei diesbezüglich empfndlichen Patienten mit

einer Exazerbation der Kopfschmerzen in Verbindung gebracht

(Medikamentenübergebrauchskopfschmerz).

Medikamentenübergebrauchskopfschmerz kann sich als Migräne-

ähnliche tägliche Kopfschmerzen oder als eine deutliche Erhöhung der

Frequenz von Migräneattacken präsentieren trotz (oder aufgrund)

regelmässiger oder übermässiger Anwendung von Arzneimitteln gegen

Migräne. Es kann nötig sein, die Patienten zu detoxifzieren, inklusive

Entzug der übermässig angewendeten Arzneimittel und Behandlung von

Entzugssymptomen (was oft mit vorübergehender Verschlechterung der

Kopfschmerzen einhergeht).

Interaktionen

Monoaminoxidase-Hemmer: Rizatriptan wird hauptsächlich über die

Monoaminoxidase, Subtyp «A» (MAO-A), metabolisiert. Die

Plasmakonzentrationen von Rizatriptan und seines aktiven N-

Monodesmethyl-Metaboliten waren erhöht bei gleichzeitiger

Verabreichung eines selektiven, reversiblen MAO-A-Hemmers. Ähnliche

oder ausgeprägtere Wirkungen werden mit nicht-selektiven, irreversiblen

MAO-Hemmern erwartet. Die Verabreichung von Maxalt/Maxalt lingual

an Patienten, welche MAO-Hemmer einnehmen, ist kontraindiziert (vgl.

«Kontraindikationen»).

Beta-Blocker: Die Plasmakonzentrationen von Rizatriptan sind bei

gleichzeitiger Verabreichung von Propranolol um 70% erhöht. Dieser

Anstieg von Rizatriptan ist wahrscheinlich auf eine Abnahme im First-

Pass-Metabolismus zurückzuführen, da MAO-A im Metabolismus von

beiden, Rizatriptan und Propranolol, eine Rolle spielt. Für Patienten,

welche Propranolol erhalten, sollte ausschliesslich die 5 mg Dosierung

von Maxalt/Maxalt lingual verwendet werden (vgl.

«Dosierung/Anwendung»). Zwischen Rizatriptan und den Beta-Blockern

Nadolol und Metoprolol wurde keine pharmakokinetische Interaktion

beobachtet. Basierend auf in vitro Resultaten wird keine

pharmakokinetische Interaktion mit Timolol und Atenolol erwartet.

Orale Kontrazeptiva: In einer Studie mit gleichzeitiger Verabreichung

eines oralen Kontrazeptivums mit Maxalt (10–30 mg/Tag) während 6

Tagen bei gesunden Frauen (n= 18) wurden die Plasmakonzentrationen

von Ethinylöstradiol oder Norethindron durch Rizatriptan nicht

beeinfusst.

Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer/Serotonin-Noradrenalin-

Wiederaufnahmehemmer und Serotonin-Syndrom: Bei der gleichzeitigen

Einnahme von Triptanen mit anderen Arzneimitteln mit mehr oder

weniger ausgeprägter serotonerger Wirkung wie «Selektive Serotonin-

Wiederaufnahme-Hemmer» (SSRI’s), «Selektive Serotonin/Noradrenalin-

Wiederaufnahme Hemmer» (SNRI’s), MAO-Hemmern, L-Tryptophan,

Lithium, trizyklische Antidepressiva u.a. kann es in seltenen Fällen zu

einem Serotonin-Syndrom als lebensbedrohliche unerwünschte

Arzneimittelwirkung kommen (vgl. Rubrik «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Schwangerschaft/Stillzeit

Es gibt keine klinischen Studien über die Anwendung von Rizatriptan bei

schwangeren Frauen.

In Studien über die Entwicklungs- und Reproduktionstoxizität, welche bei

Ratten und Kaninchen durchgeführt wurden, sind keine fetalen Folgen

oder Malformationen, welche mit der Behandlung in Zusammenhang

stehen, beobachtet worden. Hingegen wurden bei Exposition während

der späten Gestationszeit oder während der Laktationszeit eine

verminderte Körpergewichtszunahme der Nachkommen beobachtet,

ohne dass bei den Muttertieren Anzeichen von Toxizität aufgetreten

wären. In diesen Studien wurden eine hohe mütterliche

Medikamentenbelastung, eine hohe fetale Gewebebelastung und eine

hohe Belastung in der Muttermilch erreicht.

Da Studien über die Entwicklungs- und Reproduktionstoxizität beim Tier

nicht immer eine Voraussage über die Reaktion beim Menschen

erlauben, sollte Maxalt/Maxalt lingual während einer Schwangerschaft

nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig notwendig.

Anwendung während der Stillzeit

Studien bei Ratten deuten auf eine sehr hohe Milchgängigkeit von

Rizatriptan hin. Für den Menschen liegen keine Resultate vor.

Muss Maxalt angewendet werden, soll nicht gestillt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Eine Migräne an und für sich oder die Behandlung mit Maxalt/Maxalt

lingual kann bei einigen Patienten Schläfrigkeit bewirken. Sehstörungen

können auch mit Migräne auftreten. Bei einigen Patienten, welche

Maxalt/Maxalt lingual erhielten, ist auch Schwindel festgestellt worden.

Die Patienten sollten deshalb ihre Fähigkeit abwägen, während eines

Migräneanfalls oder nach der Einnahme von Maxalt/Maxalt lingual

anspruchsvolle Aufgaben auszuführen.

Spezifsche Untersuchungen auf die Fahrtüchtigkeit wurden nicht

durchgeführt. Ebenso ist nicht bekannt, ob es zu einer

pharmakodynamischen Interaktion mit Alkohol kommt.

Unerwünschte Wirkungen

Inzidenz in kontrollierten klinischen Untersuchungen: Die Verträglichkeit

von Maxalt wurde in kontrollierten klinischen Studien an über 3700

Patienten geprüft, welche Einzel- oder Mehrfachdosen von Maxalt

Tabletten bekamen. Die häufgsten unerwünschten Wirkungen waren

Asthenie/Müdigkeit, Schläfrigkeit, Schmerz/Engegefühle und Schwindel.

Diese Wirkungen schienen dosisabhängig zu sein. In

Langzeituntersuchungen, in denen die Patienten bis zu einem Jahr

mehrere Attacken behandeln konnten, brachen 4% (59 von 1525

Patienten) die Studie wegen unerwünschter Wirkungen ab.

In der untenstehenden Tabelle sind die unerwünschten Wirkungen

ungeachtet des Zusammenhangs mit dem Medikament (Inzidenz ≥2%

und grösser als Placebo) aufgeführt, welche nach einer Einzeldosis

Maxalt auftraten. Die aufgeführten Ereignisse refektieren die unter eng

überwachten Bedingungen und einem selektionierten Patientengut

gewonnenen Erfahrungen. In der klinischen Praxis oder in anderen

klinischen Untersuchungen trift dieses Häufgkeitsmuster

möglicherweise nicht zu, da die Bedingungen, unter denen das

Medikament verwendet wird, das Rückmeldeverhalten sowie die Art der

behandelten Patienten unterschiedlich sein können.

Inzidenz (≥2% und grösser als Placebo) unerwünschter Wirkungen nach

einer Einzeldosis Maxalt Tabletten oder Placebo in kontrollierten

klinischen Studien

% der Patienten

Unerwünschte Maxalt Maxalt Placebo

Wirkungen 5 mg 10 mg

(N = 977) (N = 1167) (N = 627)

Atypische

Empfindungen 4 5 4

Parästhesie 3 4 <2

Schmerz und andere

Druckgefühle 6 9 3

Brustschmerz:

Enge/Druck und/

oder Schwere <2 3 1

Nacken/Hals/Kiefer:

Schmerz/Enge/Druck <2 2 1

Lokale Schmerzen:

Enge/Druck/Schwere <1 2 0

Schmerz,

Lokalisation nicht

spezifiziert 3 3 <2

Verdauungstrakt 9 13 8

Trockener Mund 3 3 1

Nausea 4 6 4

Neurologische 14 20 11

Schwindel 4 9 5

Kopfschmerzen <2 2 <1

Schläfrigkeit 4 8 4

Andere

Asthenie/Müdigkeit 4 7 2

Die unerwünschten Wirkungen waren üblicherweise vorübergehend. Die

Häufgkeit der unerwünschten Wirkungen in klinischen Studien nahm

nicht zu, wenn bis zu 3 Dosen innerhalb von 24 Stunden eingenommen

wurden. Auch blieb die Häufgkeit unerwünschter Wirkungen bei

gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten, welche üblicherweise zur

Migräne-Prophylaxe eingesetzt werden (einschliesslich Propranolol),

oralen Kontrazeptiva oder Analgetika unverändert. Die Inzidenz

unerwünschter Wirkungen wurde nicht von Alter oder Geschlecht

beeinfusst. Es gab nicht genügend Daten, um den Einfuss der Rasse auf

die Inzidenz der unerwünschten Wirkungen zu beurteilen.

Andere Ereignisse, die im Zusammenhang mit der Verabreichung von

Maxalt beobachtet wurden: Im folgenden Abschnitt wird die Häufgkeit

der eher unüblichen unerwünschten Wirkungen aufgeführt. Da in den

Berichten über unerwünschte Wirkungen auch jene eingeschlossen sind,

die in ofenen Studien beobachtet wurden, kann die Rolle von Maxalt

hinsichtlich der Kausalität nicht schlüssig beurteilt werden. Ferner wird

der Aussagewert der ermittelten Häufgkeiten unerwünschter Wirkungen

durch die Schwankungen im Zusammenhang mit den Berichten

unerwünschter Wirkungen sowie durch die zu deren Beschreibung

verwendeten Terminologie beschränkt. Die Häufgkeiten unerwünschter

Wirkungen wurden berechnet, indem die Anzahl der Patienten, bei denen

unter Maxalt eine unerwünschte Wirkung auftrat, durch die gesamte

Anzahl Patienten, die Maxalt ausgesetzt waren, dividiert wurde.

Sämtliche gemeldeten Ereignisse sind eingeschlossen, ausgenommen

jene, die schon in obenstehender Tabelle aufgeführt sind und solche, die

zu allgemein abgefasst wurden, um informativen Wert zu haben oder

nach vernünftigem Ermessen nicht mit der Verwendung des

Medikamentes in Verbindung gebracht werden können. Die Ereignisse

wurden in weitere Kategorien nach Körpersystemen unterteilt und in

absteigender Reihenfolge geordnet. Dabei wurden die folgenden

Defnitionen angewendet: «häufg» (>1/100, <1/10), «gelegentlich»

(>1/1000, <1/100), «selten» (>1/10’000, <1/1000).

Infektionen und Infestationen

Gelegentlich: Pharyngitis, Infektionen der oberen Luftwege.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Dehydration.

Selten: Anorexie, gesteigerter Appetit.

Psychische Störungen und Störungen des Nervensystems

Häufg: Hypästhesie, herabgesetzte Bewusstseinsschärfe, Euphorie und

Tremor.

Gelegentlich: Nervosität, Vertigo, Insomnie, Ängstlichkeit, Depressionen,

Desorientierung, Ataxie, Dysarthrie, Verwirrtheit, abnormale Träume,

Gehstörungen, Irritabilität, Gedächtnisstörungen, Erregtheit und

Hyperästhesie.

Selten: Paralyse (Zunge), Synkope, Hyperkinesie, Hypersomnie,

Refexverminderung, Dysästhesie, Depersonalisation,

Akinesie/Bradykinesie, Geruchsstörungen, Befürchtung/Besorgnis.

Augenleiden

Gelegentlich: verschwommenes Sehen, trockene Augen, Augenbrennen,

Augenschmerzen, Augenreizungen, Tränen.

Selten: Photophobie, Photopsie, Jucken und Schwellen der Augen.

Funktionsstörungen des Ohrs und des Innenohrs

Gelegentlich: Tinnitus, Ohrenschmerzen.

Selten: Hyperakusis.

Funktionsstörungen des Herzens

Häufg: Herzklopfen.

Gelegentlich: Arrhythmie, Bradykardie, Tachykardie.

Selten: Angina pectoris. Es gab einen Fall mit Verdacht auf koronare

Ischämie.

Funktionsstörungen der Gefässe

Häufg: Erröten, Hitzewallungen.

Gelegentlich: kalte Extremitäten, Hypertonie.

Respiratorische, thorakale und mediastinale Funktionsstörungen

Häufg: Dyspnoe.

Gelegentlich: Reizung der Nase, verstopfte Nase, trockener Hals,

Gähnen, Verengung der Atemwege (nasal), trockene Nase, Epistaxis und

Sinusstörung.

Selten: Husten, Schluckauf, Heiserkeit, Nasenausfuss, Niesen,

Tachypnoe und Rachenödem.

Gastrointestinale Beschwerden

Häufg: Diarrhö und Erbrechen.

Gelegentlich: Dyspepsie, Konstipation, Flatulenz, Zungenödem,

Abdominalblähungen.

Selten: Gastritis, Aufstossen, Dysphagie, saures Aufstossen.

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Gesichtsödem, Schwitzen, Pruritus, Hautausschlag und

Urtikaria.

Selten: Erytheme, Akne und Photosensibilität.

Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und

der Knochen

Gelegentlich: Muskelschwäche, Versteifungen, Myalgie, Muskelkrämpfe,

Muskel-/Skelettschmerzen, Arthralgie, Muskelspasmen.

Funktionsstörungen der Niere und ableitenden Harnwege

Gelegentlich: häufges Wasserlassen, Polyurie.

Selten: Dysurie.

Funktionsstörungen der Fortpfanzungsorgane und der Brust

Gelegentlich: Menstruationsstörungen.

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationstelle

Häufg: Wärme/Kälte-Empfndungen.

Gelegentlich: Durst, Frösteln, Wärmeempfndlichkeit, «Hangover Efekt».

Selten: Fieber, orthostatische Efekte, und Ödeme/Schwellungen.

Das Profl der mit Maxalt Lingualtabletten beobachteten unerwünschten

Wirkungen war vergleichbar mit jenem der Maxalt Tabletten.

Meldungen nach Markteinführung

Sehr selten wurden die folgenden zusätzlichen unerwünschten

Wirkungen gemeldet und die meisten wurden bei Patienten mit

Risikofaktoren für eine Herzkreislauferkrankung berichtet:

Myokardischämie oder Myokardinfarkt, zerebro-vaskulärer Insult.

Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden ebenfalls gemeldet:

Störungen des Immunsystems

Überempfndlichkeitsreaktionen, anaphylaktische/anaphylaktoide

Reaktionen.

Psychische Störungen und Störungen des Nervensystems

Dysgeusie, Serotonin-Syndrom, Krampfanfall.

Funktionsstörungen des Herzens

EKG-Abnormalitäten.

Funktionsstörungen der Gefässe

Periphere vaskuläre Ischämie.

Respiratorische, thorakale und mediastinale Funktionsstörungen

Pfeifende Atmung.

Gastrointestinale Störungen

Ischämische Kolitis.

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Angioödem (z.B. Gesichtsödem, Zungenschwellung, Kehlkopfödem),

Urtikaria, Hautausschlag, toxisch epidermale Nekrolyse.

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationstelle

Gesichtsschmerzen.

Überdosierung

Von über 300 Patienten wurde Rizatriptan 40 mg (als Einzeldosis oder in

zwei Dosierungen mit einem 2-stündigen Dosierungsintervall

verabreicht) im Allgemeinen gut vertragen; Schwindel und Schläfrigkeit

waren die am häufgsten beschriebenen mit dem Medikament in

Zusammenhang stehenden unerwünschten Wirkungen.

In einer klinischen pharmakologischen Studie mit 12 Probanden, welche

Rizatriptan in einer totalen kumulativen Dosis von 80 mg erhielten

(verabreicht innerhalb von vier Stunden), erlitten zwei Probanden eine

Synkope und/oder eine Bradykardie. Ein Proband, eine Frau im Alter von

29 Jahren, entwickelte drei Stunden nach Erhalt einer Gesamtdosis von

80 mg Rizatriptan (verabreicht innerhalb von zwei Stunden) Erbrechen,

Bradykardie und Schwindel. Ein auf Atropin ansprechender AV-Block

dritten Grades wurde eine Stunde nach Beginn der anderen Symptome

beobachtet. Der zweite Proband, ein 25-jähriger Mann, verspürte eine

vorübergehende Benommenheit, eine Synkope, eine Inkontinenz und

eine 5 Sekunden dauernde systolische Pause (auf dem EKG Monitor)

unmittelbar nach einer schmerzhaften Venenpunktion. Die Blutentnahme

wurde zwei Stunden, nachdem der Proband eine Gesamtdosis von 80 mg

Rizatriptan (verabreicht innerhalb von vier Stunden) erhalten hatte,

durchgeführt.

Basierend auf der Pharmakologie von Rizatriptan können im weiteren

eine Hypertonie oder andere schwerwiegendere kardiovaskuläre

Symptome nach einer Überdosierung auftreten. Bei Patienten mit

vermuteter Überdosierung mit Maxalt/Maxalt lingual sollte eine

gastrointestinale Dekontamination (z.B. Magenspülung mit

anschliessender Gabe von Aktivkohle) in Erwägung gezogen werden.

Eine klinische Überwachung und elektrokardiographisches Monitoring

sollten während mindestens 12 Stunden weitergeführt werden, auch

wenn keine klinischen Symptome beobachtet werden.

Die Wirkung einer Hämo- oder Peritonealdialyse auf die

Serumkonzentration von Rizatriptan ist nicht bekannt.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: N02CC04

Wirkungsmechanismus

Rizatriptan ist ein oral wirksamer Serotonin Agonist, der selektiv an den

5-HT

1B/1D

Rezeptoren wirkt, wie in Bindungsstudien mit radioaktiven

Liganden und in funktionellen, pharmakologischen Bioassays gezeigt

wurde. Rizatriptan hat weder eine signifkante klinische Wirkung an den

Rezeptorsubtypen 5-HT

oder 5-HT

, noch an den Alpha- und Beta-

Adrenergen, den Dopaminergen, den Histaminergen, den

muscarinischen oder den Benzodiazepin-Rezeptoren.

Rizatriptan wirkt auf die kraniovaskulären 5-HT

Rezeptoren und

bewirkt eine selektive Konstriktion der extrazerebralen, intrakranialen

Arterien, von welchen angenommen wird, dass sie während eines

Migräneanfalls dilatiert sind.

Die Vasodilatation dieser Arterien und die Stimulation der sensorischen

Schmerzbahn des Nervus Trigeminus gelten als die wichtigsten,

grundlegenden Mechanismen in der Pathogenese der Migräne.

Bei anästhesierten Hunden vermindert Rizatriptan selektiv den Blutfuss

durch die Arteria Carotis und übt einen nur sehr geringen Einfuss auf

den Blutfuss des koronaren und pulmonalen arteriellen Gefässbettes

aus.

Es gibt Hinweise, dass Rizatriptan auch kraniale sensorische Bahnen

hemmt, indem es auf die peripheren und zentralen hemmenden 5-HT

Rezeptoren wirkt, welche bei Tieren und beim Menschen im Nervus

Trigeminus vorhanden sind. Bei Stimulation setzen diese Trigeminus-

Nerven Peptide frei (d.h. Substanz P, sog. Calcitonin Gen-bezogenes

Peptid und Neurokinin A), welche in sensiblen Geweben eine

perivaskuläre Vasodilatation, eine lokale Entzündungsreaktion und die

Überleitung nozizeptiver Informationen ins Zentrale Nervensystem

bewirken. Bei Tieren verhindert eine hohe Dosis Rizatriptan die

Freisetzung dieser Peptide, was zu einer verminderten Dilatation

sensibler Blutgefässe, zu einer verminderten Entzündungsreaktion in der

Dura mater und zu einer geringeren zentralen Schmerzüberleitung führt.

Es ist jedoch nicht gesichert, ob diese Vorgänge auch bei einer

therapeutischen Dosis zur klinischen Wirksamkeit von Rizatriptan bei der

Linderung einer Migräne beitragen.

Rizatriptan hat nur eine geringe, partielle konstriktorische

Agonistenwirkung auf isolierte menschliche Segmente der

Koronararterien in vitro. Dieser Befund stimmt mit seiner fehlenden

Aktivität an den 5-HT

Rezeptoren überein, welche bekannterweise die

Konstriktion dieser Blutgefässe beeinfussen.

Pharmakodynamik

Die Wirksamkeit der Maxalt Tabletten bei der Behandlung eines akuten

Migräneanfalls wurde in vier Plazebo-kontrollierten Phase III-Studien

nachgewiesen, welche über 2000 Patienten einschlossen, die Maxalt in

einer Dosierung zu 5 oder 10 mg während bis zu einem Jahr erhielten.

Eine Linderung der Kopfschmerzen trat bereits 30 Minuten nach

Einnahme auf und die Ansprechrate (d.h. Verminderung von mässigen

bis schweren Kopfschmerzen zu keinem oder leichtem Schmerz) 2

Stunden nach Behandlung lagen bei 67–77% mit der 10 mg Tablette, bei

60–63% mit der 5 mg Tablette und bei 23–40% mit Plazebo. Maxalt

verminderte die funktionelle Beeinträchtigung und linderte die mit

Migräneanfällen verbundene Nausea, Geräusch- und

Lichtempfndlichkeit.

Maxalt verbesserte auch die Arbeitsfähigkeit und die soziale

Eingliederung und verminderte die Angstgefühle während den 24

Stunden nach einem Anfall. Die Wirksamkeit war unabhängig von:

Vorhandensein einer Aura, Rasse, Geschlecht, Alter des Patienten,

gleichzeitigem Gebrauch von oralen Kontrazeptiva oder von üblichen

Medikamenten zur Vorbeugung eines Migräneanfalls (z.B. Beta-Blocker,

Kalzium-Antagonisten, selektive Hemmer der Wiederaufnahme von

Serotonin, trizyklische Antidepressiva oder Valproinsäure).

Innerhalb von 24 Stunden traten bei 44% der initial mit 5 mg bzw. bei

47% der initial mit 10 mg erfolgreich behandelten Patienten erneut

mittelstarke bis starke Schmerzen auf (Rückfall). Im Weiteren wurde

gezeigt, dass eine Dosis von 2,5 mg unwirksam ist.

In einer Placebo-kontrollierten Studie mit Maxalt lingual lag die

Ansprechrate (d.h. Abnahme von mässigen bis schweren Kopfschmerzen

zu keinen oder leichten Schmerzen) 2 Stunden nach Behandlung bei

66% mit 5 bzw. 10 mg und bei 47% unter Placebo. Im Vergleich zu

Placebo war die Wirkung von Maxalt lingual ab 60 Minuten signifkant,

d.h. gegenüber der Normaltablette etwas später.

Resultate des primären Endpunkts «Schmerzlinderung nach 2 Stunden»

in den pivotalen klinischen Studien

Studie Primärer Behandlung Resultate p-

Wert

Endpunkt n/N (%) vs.

Wirksam- Placebo

keit

022 Schmerz- Rizatriptan

linderung 5 mg 285/457 (62,4) <0,001

nach 2 Rizatriptan

Stunden 10 mg 322/455 (70,8) <0,001

Placebo 106/302 (35,1)

025 Schmerz- Rizatriptan

linderung 10 mg 246/320 (76,9) <0,001

nach 2 Placebo 30/82 (36,6)

Stunden

029 Schmerz- Rizatriptan

linderung 5 mg 223/352 (63,4) <0,001

nach 2 Placebo 18/80 (22,5)

Stunden

030 Schmerz- Rizatriptan

linderung 5 mg 99/164 (60,4) <0,001

nach 2 Rizatriptan

Stunden 10 mg 258/385 (67,0) <0,001

Placebo 64/159 (40,3)

039 Schmerz- Rizatriptan

linderung lingual

nach 2 5 mg 66/100 (66,0) <0,01

Stunden Rizatriptan

lingual

10 mg 75/113 (66,4) <0,01

Placebo 46/98 (46,9)

In zwei zusätzlichen multizentrischen, randomisierten,

plazebokontrollierten Studien war die Wirksamkeit von Rizatriptan

Tabletten bei 1038 Frauen unbeeinfusst von der Monatsregel.

Pharmakokinetik

Absorption

Nach oraler Verabreichung wird Rizatriptan schnell und vollständig

absorbiert. Infolge eines First-pass Metabolismus ist die mittlere orale

Bioverfügbarkeit der Tablette ungefähr 40–45%, und die mittleren

Plasmaspitzenkonzentrationen (C

) werden nach ungefähr 1–1,5

Stunden erreicht (T

). Die mittlere orale Bioverfügbarkeit der

lyophilisierten Lingualtablette liegt bei ungefähr 40–45%, und die

mittleren Plasmaspitzenkonzentrationen (C

) werden nach ungefähr

1,6–2,5 Stunden erreicht (T

). Die Absorption erfolgt etwas langsamer

im Vergleich zur Normaltablette. Die Verabreichung einer oralen

Tablettendosis mit einem fettreichen Frühstück hatte keine Auswirkung

auf das Ausmass der Rizatriptan-Absorption; die Absorption war jedoch

leicht verlangsamt. In den klinischen Studien wurde Maxalt ohne

Rücksicht auf die Nahrungsaufnahme verabreicht.

Die AUC von Rizatriptan war bei Männern etwa 25% tiefer verglichen mit

den Frauen, C

lag 11% niedriger, und T

trat ungefähr zur gleichen

Zeit auf. Dieser scheinbare pharmakokinetische Unterschied war ohne

klinische Signifkanz.

Distribution

Maxalt wird minimal an Plasmaproteine gebunden (14%). Das

Verteilungsvolumen liegt ungefähr bei 140 Litern für Männer und bei 110

Litern für Frauen. Studien bei Ratten zeigen, dass Maxalt die Blut-Hirn-

Schranke in einem beschränkten Mass durchdringt, was auch für den

Menschen angenommen wird (s. «Unerwünschte Wirkungen»).

Metabolismus

Der Hauptabbauweg von Rizatriptan geht über die oxidative

Deaminierung durch die Monoaminoxidase-A (MAO-A) zum

Indolessigsäure-Metaboliten, welcher pharmakologisch nicht aktiv ist. N-

Monodesmethyl-Rizatriptan, ein Metabolit mit doppelt so grosser

Aktivität als die Ausgangssubstanz am 5-HT

1B/1D

Rezeptor, wird zu

einem geringeren Grad (AUC ungefähr 15% der Ausgangssubstanz)

gebildet, trägt aber nicht signifkant zur pharmakodynamischen Aktivität

von Rizatriptan bei. Die Halbwertszeit von N-Monodesmethyl-Rizatriptan

ist ähnlich wie diejenige der Muttersubstanz. Die Bildung dieses

Metaboliten erfolgt über CYP 450. Andere weniger bedeutende

Metaboliten umfassen das N-Oxid, den 6-Hydroxy-Anteil und das

sulfatierte Konjugat des 6-Hydroxy-Metaboliten. Keiner dieser weniger

wichtigen Metaboliten ist pharmakologisch aktiv. Nach oraler

Verabreichung von

C-markiertem Rizatriptan stellt Rizatriptan etwa

17% der zirkulierenden Radioaktivität im Plasma dar.

Elimination

Die Plasmahalbwertszeit von Rizatriptan bei Männern und Frauen liegt

bei etwa 2–3 Stunden. Die Pharmakokinetik von Rizatriptan nach

intravenöser Gabe von ≤60 mcg/kg ist bei Männern linear und bei

Frauen annähernd linear. Die Plasmaclearance von Rizatriptan liegt bei

etwa 1000–1500 ml/min für Männer und bei etwa 900–1100 ml/min für

Frauen; ungefähr 20–30% davon ist renale Clearance (225–375 ml/min).

Im Anschluss an eine orale Dosis von

C-markiertem Rizatriptan wird

etwa 80% der Radioaktivität im Urin ausgeschieden, und etwa 10% der

Dosis wird in den Faeces ausgeschieden. Dies zeigt, dass die Metaboliten

primär über die Nieren ausgeschieden werden.

Nach oralen Dosen von 2,5–10 mg ist die Pharmakokinetik von

Rizatriptan annähernd linear. In Übereinstimmung mit seinem First-Pass-

Metabolismus werden etwa 14% einer oralen Dosis als unverändertes

Rizatriptan im Urin ausgeschieden, während 51% als Indolessigsäure-

Metaboliten ausgeschieden werden.

Wenn Maxalt 10 mg in drei Dosen, alle 2 Stunden, an vier

aufeinanderfolgenden Tagen verabreicht wurde, stieg die

Plasmakonzentration von Rizatriptan mit jedem Tag in Übereinstimmung

mit seiner Halbwertszeit; eine Plasmaakkumulation des Medikamentes

von Tag zu Tag trat jedoch nicht auf.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Ältere Patienten: Bei älteren Probanden (Altersbereich 65–77 Jahre)

waren die Plasmakonzentrationen von Rizatriptan ähnlich zu denjenigen,

welche bei jungen Probanden beobachtet wurden.

Jüngere Patienten: Es liegen keine Daten über die Behandlung von

Patienten unter 18 Jahren mit Maxalt vor.

Eingeschränkte Leberfunktion: Nach oraler Gabe bei Patienten mit

eingeschränkter Leberfunktion, verursacht durch eine leichte bis

mässige alkoholische Leberzirrhose, waren die Plasmakonzentrationen

von Rizatriptan ähnlich zu denjenigen, welche bei jungen männlichen

und weiblichen Personen beobachtet worden waren.

Eingeschränkte Nierenfunktion: Bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion (Creatininclearance 10–60 ml/min/1,73m²) unterschied

sich die AUC von Rizatriptan nicht signifkant von derjenigen bei

gesunden Personen. Bei Patienten unter Hämodialyse war die AUC für

Rizatriptan ungefähr 44% höher als bei Patienten mit normaler

Nierenfunktion. Die maximale Plasmakonzentration von Rizatriptan bei

Patienten mit allen Graden der Niereninsuffizienz war ähnlich derjenigen

bei gesunden Personen.

Präklinische Daten

Chronische Toxizität

Das Toxizitätspotential von Rizatriptan wurde in einer Reihe von

Toxizitätsstudien untersucht, bei denen Hunde und Ratten bis ein Jahr

und Mäuse bis 14 Wochen wiederholte Dosen von Rizatriptan oral

erhielten. Es wurden keine unerwünschten Wirkungen beobachtet, die

die Verwendung von Rizatriptan in den empfohlenen therapeutischen

Dosierungen ausschliessen würden.

Karzinogenität

Das karzinogene Potential von Rizatriptan wurde in einer 106-wöchigen

Studie bei Ratten und in einer 100-wöchigen Studie bei Mäusen mit

oralen Dosierungen von bis zu 125 mg/kg/Tag untersucht (entspricht

dem 625-fachen der humanen Dosis von 10 mg oder 0,2 mg/kg). Diese

Dosierungen führten zu Expositionsgrenzen (AUC Verhältnissen) von bis

zum 600- und 400-fachen in Ratten und Mäusen, verglichen mit der

systemischen Exposition beim Menschen bei einer therapeutischen

Dosierung von 10 mg (0,2 mg/kg). Sowohl bei Ratten wie auch bei

Mäusen wurde bei zunehmender Dosierung von Rizatriptan keine

Karzinogenität beobachtet.

Mutagenität

Rizatriptan, mit oder ohne metabolische Aktivierung, war weder

genotoxisch, mutagen, noch clastogen in allen in vitro und in vivo

genetischen Toxizitätsstudien, einschliesslich: mikrobische Mutagenität,

in vitro Chromosomen Aberrations-Tests, in vitro V-79 Säugetier

Mutagenitätsversuchen, und in vitro alkalischen Auswaschungs- und

Ratten-Hepatozyt-Tests, und in vivo Chromosomen Aberrations-Tests in

Knochenmark von Mäusen.

Fortpfanzung

In weiblichen und männlichen Ratten, die orale Dosen von Rizatriptan

von bis zu 100 und 250 mg/kg/Tag erhielten (500- und 1250-faches der

humanen Dosis von 10 mg oder 0,2 mg/kg), wurden keine

unerwünschten Wirkungen bezüglich der Fruchtbarkeit oder der

Fortpfanzungsfähigkeit und keine fetale Toxizität oder Deformationen

beobachtet (ausser wenig vermindertes Körpergewicht bei hohen

Dosierungen). Zusätzlich wurden keine unerwünschten Wirkungen auf

reproduktive Parameter während der frühen oder späten

Schwangerschaftsperioden oder während der Stillzeit beobachtet. Diese

Dosen stellen eine Expositionsgrenze von mehr als dem 900-fachen der

humanen, systemischen Dosis dar, basierend auf dem AUC-Verhältnis

abgeleitet von Konzentrationen bei weiblichen Ratten verglichen mit

Menschen, die mit 10 mg (0,2 mg/kg) behandelt wurden. Der Übertritt in

die Plazenta ist hoch – fetale Plasmakonzentrationen entsprachen 20 bis

40% der mütterlichen Plasmakonzentrationen bei Ratten. Der Übertritt in

die Muttermilch bei Ratten waren ebenfalls hoch und resultierte in

Konzentrationen, die dem 5-fachen oder mehr der mütterlichen

Plasmakonzentration entsprach. Obwohl in diesen Studien hohe

mütterliche, fetale und neonatale Expositionen stattfanden, wurden

keine Efekte bedingt durch unerwünschte Wirkungen auf F

Überleben,

Entwicklung, Verhalten, reproduktive Leistung, oder testikuläre

Histologie gefunden. Bei F

Nachkommen wurden ebenfalls keine

unerwünschten Wirkungen beobachtet. In einer weiteren

Entwicklungsstudien bei Ratten wurde eine kleine Erhöhung der

Mortalität der Jungtiere beobachtet und eine kleine Verminderung beim

Gewichtszuwachs und bei der Leistung in einem passiven Ausweichtests

beobachtet bei einer Dosis von 100 mg/kg/Tag oder mehr.

Bei schwangeren Kaninchen wurden keine unerwünschten Wirkungen

bezüglich der Entwicklung, keine fetale Toxizität oder Fehlbildungen

beobachtet (ausser einer kleinen Verminderung des Körpergewichtes bei

hohen Dosierungen) und dies bei oralen Dosierungen von bis zu

50 mg/kg/Tag Rizatriptan (250-faches der humanen Dosis von 10 mg

oder 0,2 mg/kg). Diese Dosierungen resultierten in hohen maternalen

Substanz-Konzentrationen von bis zum 475-fachen der

Expositionsgrenze, basierend auf dem AUC-Verhältnis berechnet aus der

Blutkonzentration der mütterlichen Kaninchen im Vergleich zu

Menschen, die mit 10 mg (0,2 mg/kg) behandelt wurden. Der Übertritt in

die Plazenta ist hoch – fetale Plasmakonzentrationen entsprachen 42 bis

49% der mütterlichen Plasmakonzentrationen bei Kaninchen.

Entwicklung

Es wurden keine unerwünschten Wirkungen auf die fetale Entwicklung

bei Ratten oder Kaninchen beobachtet, die dem Vielfachen der humanen

therapeutischen Dosis von Rizatriptan während der frühen und späten

Schwangerschaft entsprachen. Hoher Übertritt von Rizatriptan in die

Plazenta wurde durch fetale Plasma- und Gewebekonzentrationen

dokumentiert.

Sonstige Hinweise

Das Medikament muss ausserhalb der Reichweite von Kindern

aufbewahrt werden.

Haltbarkeit

Bitte beachten Sie das aufgedruckte Verfalldatum auf der Packung.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung

Die Patienten sollten unterrichtet werden, den Blister mit der

Lingualtablette erst unmittelbar vor der Anwendung aus dem Sachet zu

entnehmen.

Zulassungsnummer

54590, 54591 (Swissmedic).

Packungen

Maxalt Tabl 10 mg 3. (B)

Maxalt Tabl 10 mg 6. (B)

Maxalt Tabl 10 mg 12. (B)

Maxalt Tabl 5 mg 6. (B)

Maxalt lingual Tabl 10 mg 3. (B)

Maxalt lingual Tabl 10 mg 6. (B)

Maxalt lingual Tabl 10 mg 12. (B)

Maxalt lingual Tabl 5 mg 6. (B)

Zulassungsinhaberin

MSD Merck Sharp & Dohme AG, Luzern.

Stand der Information

Juli 2012.

SPC-MXT-T/R-032012/0462-CHE-2012-004962

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