Dengvaxia

Evrópusambandið - þýska - EMA (European Medicines Agency)

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Virkt innihaldsefni:
Chimäre gelb-Fieber dengue-virus Serotyp 1 (lebend, attenuiert) / Chimären gelb-Fieber dengue-virus Serotyp 2 (lebend, attenuiert) / Chimären Gelbfieber-dengue-virus-Serotyp 3 (lebend, attenuiert) / Chimären Gelbfieber-dengue-virus-Serotyp 4 (lebend, attenuiert)
Fáanlegur frá:
Sanofi Pasteur
ATC númer:
J07BX
INN (Alþjóðlegt nafn):
dengue tetravalent vaccine (live, attenuated)
Meðferðarhópur:
Impfstoffe,
Lækningarsvæði:
Dengue
Ábendingar:
Dengvaxia ist indiziert für die Prävention des dengue-Erkrankung, verursacht durch dengue-virus, Serotypen 1, 2, 3 und 4 Personen 9 bis 45 Jahren mit vor dengue-virus-Infektion und Leben in endemischen Gebieten. Die Verwendung von Dengvaxia sollte in übereinstimmung mit den offiziellen Empfehlungen.
Vörulýsing:
Revision: 2
Leyfisstaða:
Autorisiert
Leyfisnúmer:
EMEA/H/C/004171
Leyfisdagur:
2018-12-12
EMEA númer:
EMEA/H/C/004171

Skjöl

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Samantekt á eiginleikum vöru Samantekt á eiginleikum vöru - norskt bókmál
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B. PACKUNGSBEILAGE

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Dengvaxia, Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension in einer

Fertigspritze

Tetravalenter Dengue-Impfstoff (lebend, attenuiert)

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle

Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Sie können dabei helfen, indem Sie jede

auftretende Nebenwirkung melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Ende

Abschnitt 4.

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie bzw. Ihr Kind geimpft

werden, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische

Fachpersonal.

Dieser Impfstoff wurde Ihnen bzw. Ihrem Kind persönlich verschrieben. Geben Sie ihn nicht an

Dritte weiter.

Wenn Sie bzw. Ihr Kind Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker

oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Dengvaxia und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie bzw. Ihr Kind vor der Anwendung von Dengvaxia beachten?

Wie ist Dengvaxia anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Dengvaxia aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Dengvaxia und wofür wird es angewendet?

Dengvaxia ist ein Impfstoff. Er wird angewendet, um Sie bzw. Ihr Kind vor dem sog. Denguefieber zu

schützen, das durch die Dengue-Virus-Serotypen 1, 2, 3 und 4 hervorgerufen wird. Die im Impfstoff

enthaltenen Versionen dieser 4 Virusvarianten wurden abgeschwächt, so dass sie die Krankheit nicht

auslösen können.

Dengvaxia wird Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern (im Alter von 9 bis 45 Jahren) mit

dokumentierter, vorheriger Dengue-Virus-Infektion verabreicht, die in Endemiegebieten leben.

Endemiegebiete sind Regionen, in denen die Krankheit bei den dort lebenden Menschen ständig

vorkommt und in denen Ausbrüche oder Epidemien aufgetreten sind.

Dengvaxia sollte gemäß den offiziellen Empfehlungen angewendet werden.

Wie der Impfstoff wirkt

Dengvaxia regt die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers (Immunsystem) zur Produktion von

Antikörpern an, die zum Schutz vor den Viren beitragen, die Denguefieber verursachen, wenn der

Körper zukünftig diesen Viren ausgesetzt ist.

Was ist das Dengue-Virus und Denguefieber?

Das Denguefieber ist eine Virusinfektion, die durch den Stich einer infizierten Stechmücke der

Gattung

Aedes

verbreitet wird. Nach dem Auftreten der ersten Symptome kann das Virus von einer

infizierten Person ungefähr 4 bis 5 Tage (maximal 12 Tage) lang durch Mückenstiche auf andere

Menschen übertragen werden. Das Dengue-Virus wird nicht direkt von Mensch zu Mensch

weitergegeben.

Denguefieber ruft u. a. folgende Symptome hervor: Fieber, Kopfschmerzen, Schmerzen hinter den

Augen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, geschwollene Lymphknoten oder

Hautausschlag. Diese Symptome dauern normalerweise 2 bis 7 Tage an. Sie können auch mit dem

Dengue-Virus infiziert sein, aber keine Symptome zeigen (sog. „asymptomatische“ Erkrankung).

Gelegentlich ist das Denguefieber so stark ausgeprägt, dass es einen Krankenhausaufenthalt

erforderlich macht, und in seltenen Fällen kann die Krankheit zum Tod führen. Schwerwiegendes

Denguefieber kann zu hohem Fieber und folgenden Symptomen führen: starke Bauchschmerzen,

ständiges Erbrechen, schnelles Atmen, starke Blutungen, Magenblutung, Zahnfleischblutungen,

Müdigkeit, Unruhe, Koma, Krampfanfälle und Organversagen.

2.

Was sollten Sie bzw. Ihr Kind vor der Anwendung von Dengvaxia beachten?

Um sicherzugehen, dass Dengvaxia für Sie bzw. Ihr Kind geeignet ist, ist es wichtig, dass Sie Ihren

Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal informieren, wenn einer der nachstehenden

Punkte auf Sie bzw. Ihr Kind zutrifft. Sollten Sie etwas nicht verstehen, bitten Sie Ihren Arzt,

Apotheker oder das medizinische Fachpersonal um Erklärung.

Dengvaxia darf nicht angewendet werden,

wenn Sie bzw. Ihr Kind allergisch gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile von Dengvaxia sind.

wenn bei Ihnen bzw. Ihrem Kind nach vorheriger Anwendung von Dengvaxia eine allergische

Reaktion aufgetreten ist. Anzeichen einer allergischen Reaktion können u. a. ein juckender

Hautausschlag, Atemnot sowie eine Schwellung von Gesicht und Zunge sein.

wenn Sie bzw. Ihr Kind ein schwaches Immunsystem (natürliche Abwehrkräfte des Körpers)

haben. Dies kann aufgrund eines genetischen Defekts oder einer HIV-Infektion der Fall sein oder

wenn Sie ein Arzneimittel anwenden, welches das Immunsystem beeinträchtigt (z. B. hoch

dosierte Kortikosteroide oder eine Chemotherapie). Im letzteren Fall wird Ihr Arzt Dengvaxia

frühestens 4 Wochen nach Beendigung der Behandlung anwenden.

wenn Sie bzw. Ihre Tochter schwanger sind oder stillen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Dengvaxia

angewendet wird, wenn Sie bzw. Ihr Kind:

noch nie zuvor mit dem Dengue-Virus infiziert waren oder wenn Sie nicht wissen, ob Sie bzw. Ihr

Kind jemals mit dem Dengue-Virus infiziert waren.

Wenn Sie bzw. Ihr Kind vor der Impfung noch nicht mit dem Dengue-Virus infiziert

waren, besteht möglicherweise eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass Sie bzw. Ihr Kind

bei einem späteren Stich durch eine mit dem Dengue-Virus infizierte Mücke eine

schwerwiegendere Form der Erkrankung bekommen, die zu einer Krankenhauseinweisung

führen könnte.

Wenn Sie nicht wissen, ob Sie oder ihr Kind jemals mit Dengue-Virus infiziert wurden,

muss ein serologischer Test zur Kontrolle durchgeführt werden, bevor Dengvaxia

entsprechend den offiziellen lokalen Impfempfehlungen verabreicht wird.

an einer fiebrigen oder akuten Erkrankung leiden. Dengvaxia wird erst verabreicht, wenn Sie bzw.

Ihr Kind wieder genesen sind.

nach Verabreichung eines Impfstoffs schon einmal gesundheitliche Beschwerden hatten. Ihr Arzt

wird die Risiken und den Nutzen der Impfung sorgfältig abwägen.

schon einmal durch eine Injektion ohnmächtig geworden sind. Ohnmachtsanfälle und mitunter

Stürze können nach oder sogar vor Injektionen mit einer Nadel auftreten (meist bei Jugendlichen).

eine allergische Reaktion auf Latex hatten. Die Kanülenschutzkappen der Fertigspritze enthält

einen Naturkautschuk-Latex, welcher eine allergische Reaktion verursachen kann.

Reisende

Eine Impfung wird nicht empfohlen, wenn Sie in einem Gebiet leben, in dem Dengue-Erkrankungen

normalerweise nicht vorkommen und wenn Sie vorhaben, in ein Gebiet zu reisen, in dem regelmäßig

Dengue-Infektionen auftreten.

Ausbrüche

Dengvaxia sollte nicht im Zusammenhang mit einem Dengue-Ausbruch (plötzliches Auftreten der

Krankheit) in nicht-endemischen Gebieten verwendet werden.

Wichtige Informationen zum Impfschutz

Wie bei allen Impfstoffen bietet Dengvaxia möglicherweise nicht allen Geimpften einen Schutz vor

einer Erkrankung. Auch nach der Impfung müssen Sie sich weiter vor Mückenstichen schützen.

Nach der Impfung sollten Sie einen Arzt konsultieren, wenn Sie bzw. Ihr Kind mutmaßlich mit dem

Dengue-Virus infiziert sind und eines der folgenden Symptome entwickeln: hohes Fieber, starke

Bauchschmerzen, ständiges Erbrechen, schnelles Atmen, Zahnfleischblutungen, Müdigkeit, Unruhe

und Blut im Erbrochenen.

Weitere Schutzmaßnahmen

Sie sollten Vorsichtsmaßnahmen treffen, um Mückenstichen vorzubeugen. Dazu gehören die

Anwendung von Insektenschutzmitteln, das Tragen von Schutzkleidung und die Benutzung von

Mückennetzen.

Jüngere Kinder

Kinder im Alter von unter 9 Jahren dürfen den Impfstoff nicht erhalten.

Anwendung von Dengvaxia zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie bzw. Ihr Kind andere Impfstoffe oder

Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Impfstoffe oder Arzneimittel angewendet haben oder

beabsichtigen, andere Impfstoffe oder Arzneimittel anzuwenden.

Insbesondere müssen Sie Ihren Arzt oder Apotheker informieren, wenn Sie eines der folgenden

Arzneimittel anwenden:

Arzneimittel, welche die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers (Immunsystem) beeinträchtigen,

z. B. hoch dosierte Kortikosteroide oder eine Chemotherapie. In diesem Fall wird Ihr Arzt

Dengvaxia frühestens 4 Wochen nach Beendigung der Behandlung anwenden. Der Grund dafür

ist, dass Dengvaxia sonst nicht so gut wirken könnte.

sogenannte „Immunglobuline“ oder Blutprodukte, die Immunglobuline enthalten, wie Blut oder

Plasma. In diesem Fall wird Ihr Arzt Dengvaxia frühestens 6 Wochen und vorzugsweise erst

3 Monate nach Beendigung der Behandlung anwenden. Der Grund dafür ist, dass Dengvaxia sonst

nicht so gut wirken könnte.

Schwangerschaft und Stillzeit

Dengvaxia darf nicht angewendet werden, wenn Sie bzw. Ihre Tochter schwanger sind oder stillen.

Wenn Sie bzw. Ihre Tochter:

im gebärfähigen Alter sind, müssen Sie mindestens einen Monat lang nach jeder Dengvaxia-

Dosis eine wirksame Verhütungsmethode anwenden, um eine Schwangerschaft zu vermeiden.

vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der

Anwendung von Dengvaxia Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Dengvaxia hat geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen.

Dengvaxia enthält Phenylalanin, Natrium und Sorbitol

Dengvaxia enthält 41 Mikrogramm Phenylalanin pro 0,5-ml-Dosis. Phenylalanin kann schädlich sein,

wenn Sie eine Phenylketonurie haben, eine seltene angeborene Erkrankung, bei der sich Phenylalanin

anreichert, weil der Körper es nicht ausreichend abbauen kann.

Dengvaxia enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro 0,5-ml-Dosis, d. h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

Dengvaxia enthält 9,38 Milligramm Sorbitol pro 0,5-ml-Dosis.

3.

Wie ist Dengvaxia anzuwenden?

Dengvaxia wird von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal als Spritze unter die Haut

(subkutane Injektion) in den Oberarm verabreicht. Der Impfstoff darf nicht in ein Blutgefäß gespritzt

werden.

Sie bzw. Ihr Kind werden 3 Injektionen zu 0,5 ml erhalten – eine alle 6 Monate.

Die erste Injektion wird am gewählten oder vereinbarten Datum verabreicht.

Die zweite Injektion erfolgt 6 Monate nach der ersten Injektion.

Die dritte Injektion erfolgt 6 Monate nach der zweiten Injektion.

Dengvaxia sollte gemäß den offiziellen Empfehlungen angewendet werden.

Eine frühere Dengue-Infektion muss mittels labortechnisch bestätigter Dengue-Anamnese oder durch

serologische Testung gemäß offizieller Empfehlung untersucht werden.

Für medizinisches Fachpersonal bestimmte Anweisungen zur Zubereitung des Impfstoffs sind

am Ende dieser Packungsbeilage zu finden.

Wenn Sie bzw. Ihr Kind eine Injektion von Dengvaxia verpasst haben

Wenn Sie bzw. Ihr Kind eine geplante Injektion verpasst haben, wird Ihr Arzt entscheiden, wann

die ausgelassene Injektion verabreicht werden soll. Es ist wichtig, dass Sie bzw. Ihr Kind sich

bezüglich der nachfolgenden Injektion an die Anweisungen Ihres Arztes, Apothekers oder des

medizinischen Fachpersonals halten.

Wenn Sie den Impftermin vergessen haben oder zur vereinbarten Zeit nicht erscheinen können,

fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal um Rat.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt,

Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch Dengvaxia Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Schwere allergische (anaphylaktische) Reaktionen

Wenden Sie sich umgehend an einen Arzt

, wenn nach Verlassen des Ortes, an dem Sie bzw. Ihr

Kind die Injektion erhalten haben, eines der folgenden Symptome auftritt:

Atemnot

Blaufärbung von Zunge oder Lippen

ein Hautausschlag

Schwellung von Gesicht oder Rachen

niedriger Blutdruck, der Schwindel oder Ohnmacht hervorruft

plötzlich auftretendes, starkes Krankheitsgefühl oder Unwohlsein mit Blutdruckabfall, der zu

Schwindel und Bewusstlosigkeit führen kann, schneller Herzschlag in Verbindung mit Atemnot

Diese Anzeichen oder Symptome (anaphylaktische Reaktionen) treten normalerweise bald nach

Verabreichung der Injektion auf, d. h. während Sie bzw. Ihr Kind sich noch in der Klinik oder der

Arztpraxis befinden. In sehr seltenen Fällen können diese Reaktionen auch nach jeder Impfung

auftreten (kann bei bis zu 1 von 10.000 Geimpften auftreten).

Weitere schwere Reaktionen

Bei einigen Personen, die vor der Impfung noch nicht mit dem Dengue-Virus infiziert waren, könnte

ein erhöhtes Risiko bestehen, dass sie bei einem späteren Stich durch eine mit dem Dengue-Virus

infizierte Mücke eine schwerwiegendere Form von Denguefieber bekommen, die eine

Krankenhauseinweisung erforderlich macht. Dieses erhöhte Risiko könnte hauptsächlich während des

dritten Jahres nach der ersten Injektion beginnen.

Weitere Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen wurden in Studien an Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

beobachtet. Die meisten Nebenwirkungen traten innerhalb von 3 Tagen nach Injektion von Dengvaxia

auf.

Sehr häufig:

(kann mehr als 1 von 10 Personen betreffen)

Kopfschmerzen

Muskelschmerzen (Myalgie)

allgemeines Unwohlsein (Malaise)

Schwäche (Asthenie)

Schmerzen an der Injektionsstelle

Fieber

Häufig:

(kann bis zu 1 von 10 Personen betreffen)

Reaktionen an der Injektionsstelle: Rötung (Erythem), Bluterguss (Hämatom), Schwellung und

Juckreiz (Pruritus).

Gelegentlich:

(kann bis zu 1 von 100 Personen betreffen)

Infektionen von Nase oder Rachen (obere Atemwege)

Schwindelgefühl

Halsschmerzen (oropharyngeale Schmerzen)

Husten

Übelkeit

Hautausschlag

Nackenschmerzen

Verhärtung der Haut an der Injektionsstelle (Induration an der Injektionsstelle)

Sehr selten:

(kann bis zu 1 von 10.000 Personen betreffen)

allergische Reaktionen

Zusätzliche Nebenwirkungen bei Erwachsenen:

Gelegentlich:

(kann bis zu 1 von 100 Personen betreffen)

Schmerzen oder Schwellung von Nase oder Rachen (Nasopharyngitis)

geschwollene Lymphknoten (Lymphadenopathie)

Mundtrockenheit

Hautausschlag am ganzen Körper (generalisierter Hautausschlag)

Gelenkschmerzen (Arthralgie)

Wärmegefühl an der Injektionsstelle

Schüttelfrost

Ermüdung

Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen (von 9 bis einschließlich

17 Jahren):

Gelegentlich:

(kann bis zu 1 von 100 Personen betreffen)

juckender Hautausschlag (Urtikaria)

Selten:

(kann bis zu 1 von 1.000 Personen betreffen)

laufende Nase (Rhinorrhoe)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale

Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Dengvaxia aufzubewahren?

Bewahren Sie Dengvaxia für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen Dengvaxia nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Im Kühlschrank lagern (2

C–8

Nicht einfrieren.

Den Impfstoff im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Nach dem Mischen (Rekonstitution) mit dem mitgelieferten Lösungsmittel sollte das Arzneimittel

sofort verwendet werden.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Dengvaxia enthält

Nach der Rekonstitution enthält eine Dosis (0,5 ml) 4,5 – 6,0 log

CCID

* jedes Serotyps des

chimären Gelbfieber-Dengue-Virus** (1, 2, 3 und 4) (lebend, attenuiert).

* CCID

: Zellkultur-infektiöse Dosis 50 %.

** Produziert in Vero-Zellen durch rekombinante DNA-Technologie. Dieses Arzneimittel enthält

gentechnisch veränderte Organismen (GVO).

Die sonstigen Bestandteile sind: essentielle Aminosäuren einschließlich Phenylalanin,

nichtessentielle Aminosäuren, Argininhydrochlorid, Saccharose, Trehalosedihydrat, Sorbitol

(E420), Trometamol, Harnstoff, Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke sowie Salzsäure

und Natriumhydroxid zur pH-Einstellung.

Wie Dengvaxia aussieht und Inhalt der Packung

Dengvaxia ist ein Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension. Dengvaxia

wird als Pulver in einer Durchstechflasche geliefert, und einem Lösungsmittel in einer Fertigspritze

(0,5 ml) mit oder ohne 2 separate Kanülen beiliegt. Das Pulver und das Lösungsmittel müssen vor der

Anwendung gemischt werden.

Dengvaxia ist in 1er- oder 10er-Packungen erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle

Packungsgrößen in den Markt gebracht.

Das Pulver ist ein weißes, homogenes, gefriergetrocknetes Pulver mit eventueller Retraktion an der

Basis (ringförmiger Kuchen möglich).

Das Lösungsmittel (0,4%ige Natriumchloridlösung) ist eine klare und farblose Lösung.

Nach Rekonstitution mit dem mitgelieferten Lösungsmittel ist Dengvaxia eine klare, farblose

Flüssigkeit, in der weiße bis durchscheinende Partikel vorhanden sein können.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Sanofi Pasteur, 14 Espace Henry Vallée, 69007 Lyon, Frankreich

Hersteller:

SANOFI PASTEUR, Parc Industriel d'Incarville, 27100 Val de Reuil, Frankreich

oder

SANOFI PASTEUR NVL, 31-33 Quai Armand Barbès, 69250 Neuville-sur-Saône, Frankreich

Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem

örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

België/

Belgique /Belgien

Sanofi Belgium

Tel.: +32 2 710.54.00

Lietuva

Sanofi – Aventis Lietuva, UAB

Tel.: +370 5 2755224

България

Sanofi Bulgaria EOOD

Teл.: +359 2 970 53 00

Luxembourg/Luxemburg

Sanofi Belgium

Tel.: +32 2 710.54.00

Česká republika

Sanofi Pasteur

divize. vakcín sanofi-aventis, s.r.o.

Tel: +420 233 086 111

Magyarország

sanofi-aventis zrt

Tel.: +36 1 505 0055

Danmark

sanofi-aventis Denmark A/S

Tel: +45 4516 7000

Malta

Sanofi S.p.A.

Tel: +39 02 39394983

Deutschland

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

Tel.: 0800 54 54 010

Tel. aus dem Ausland: +49 69 305 21 130

Nederland

sanofi-aventis Netherlands B.V.

Tel: +31 20 245 4000

Eesti

Sanofi-Aventis Estonia OÜ

Tel.: +372 627 3488

Norge

Sanofi-aventis Norge AS

Tel: + 47 67 10 71 00

Ελλάδα

Sanofi-aventis AEBE

Τηλ.+30 210 900 16 00

Österreich

Sanofi-Aventis GmbH

Tel: +43 (1) 80185-0.

España

sanofi-aventis, S.A.

Tel: +34 93 485 94 00

Polska

Sanofi Pasteur Sp. z o.o.

Tel.: +48 22 280 05 00

France

Sanofi Pasteur Europe

Tél: 0800 42 43 46

Appel depuis l’étranger : + 33 1 57 63 67 97

Portugal

Sanofi – Produtos Farmacêuticos, Lda.

Tel: + 351 21 35 89 400

Hrvatska

sanofi-aventis Croatia d.o.o

Tel.: +385 1 6003 400

România

Sanofi Romania SRL

Tel.: +40(21) 317 31 36

Ireland

sanofi-aventis Ireland T/A SANOFI

Tel: + 353 (0) 1 4035 600

Slovenija

sanofi-aventis d.o.o. Tel.: +386 1 560 48 00

Ísland

Vistor

Tel : +354 535 7000

Slovenská

republika

sanofi-aventis Pharma Slovakia s.r.o.

divízia vakcín Sanofi Pasteur

Tel.: +421 2 33 100 100

Italia

Sanofi S.p.A.

Tel: 800536389

Tel dall'estero: +39 02 39394983

Suomi/Finland

Sanofi Oy

Tel: +358 (0) 201 200 300

Κύπρος

sanofi-aventis Cyprus Ltd.Τηλ.: +357 – 871600

Sverige

Sanofi AB

Tel: +46 8-634 50 00

Latvija

Sanofi Aventis Latvia SIA Vakcīnu nodaļa

Tel.: +371 67332451

United Kingdom

Sanofi

Tel: +44 845 372 7101

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im {MM.JJJJ}.

Weitere Informationsquellen

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.

Für weitere Informationen zum Denguefieber und zur Impfung bitte QR-Code auf dem Umkarton mit

einem Smartphone scannen. Die gleichen Informationen sind auch auf folgender Internetseite

verfügbar: http://qr.sanofi.com/dengvaxia

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen muss für den Fall einer anaphylaktischen Reaktion nach

der Verabreichung von Dengvaxia eine geeignete medizinische Behandlung und Überwachung

stets unmittelbar verfügbar sein.

Dengvaxia darf nicht mit anderen Arzneimitteln in derselben Spritze gemischt werden.

DENGVAXIA DARF UNTER KEINEN UMSTÄNDEN ALS INTRAVASALE INJEKTION

VERABREICHT WERDEN.

Die Immunisierung darf nur als subkutane (s.c.) Injektion erfolgen, vorzugsweise in den

Oberarm im Bereich des Deltamuskels.

Nach jeder Impfung kann eine Synkope (Ohnmacht) auftreten, oder sogar vor der Impfung als

psychogene Reaktion auf die Injektion mit einer Nadel. Es sollten Maßnahmen zur Verfügung

stehen, um Verletzungen durch Stürze vorzubeugen und um synkopale Reaktionen zu

behandeln.

Rekonstitution und Handhabung von Einzeldosen-Packungen

Dengvaxia muss vor der Anwendung rekonstituiert werden.

Dengvaxia wird rekonstituiert, indem das gesamte Lösungsmittel (0,4%ige Natriumchloridlösung)

mithilfe einer blaumarkierten Fertigspritze in die Durchstechflasche des gefriergetrockneten Pulvers

mit dem gelb-grünen Flip-Off-Deckel überführt wird.

Für die Überführung des Lösungsmittels ist eine sterile Nadel an die Fertigspritze

anzubringen.

Den gesamten Inhalt der Fertigspritze in die Durchstechflasche mit dem Pulver überführen.

Vorsichtig verwirbeln, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat.

Vor der Anwendung ist die Suspension einer Sichtprüfung zu unterziehen. Nach der Rekonstitution ist

Dengvaxia eine klare, farblose Flüssigkeit, in der weiße bis durchscheinende Partikel (endogener

Natur) vorhanden sein können.

Nach vollständiger Auflösung wird eine Dosis von 0,5 ml der rekonstituierten Suspension in die

gleiche sterile Spritze aufgezogen. Für die Injektion sollte eine neue sterile Nadel verwendet werden.

Ein Kontakt mit Desinfektionsmitteln ist zu vermeiden, da diese die im Impfstoff enthaltenen Viren

deaktivieren könnten.

Nach Rekonstitution mit dem mitgelieferten Lösungsmittel muss Dengvaxia sofort verwendet werden.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu beseitigen.

ANHANG I

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle

Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind

aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Hinweise zur Meldung von

Nebenwirkungen, siehe Abschnitt 4.8.

1

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Dengvaxia, Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension in einer Fertigspritze

Tetravalenter Dengue-Impfstoff (lebend, attenuiert)

2

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Nach der Rekonstitution enthält eine Dosis (0,5 ml):

Chimäres Gelbfieber-Dengue-Virus Serotyp 1 (lebend, attenuiert)

......... 4,5 - 6,0 log

CCID

/Dosis

Chimäres Gelbfieber-Dengue-Virus Serotyp 2 (lebend, attenuiert)

......... 4,5 - 6,0 log

CCID

/Dosis

Chimäres Gelbfieber-Dengue-Virus Serotyp 3 (lebend, attenuiert)

......... 4,5 - 6,0 log

CCID

/Dosis

Chimäres Gelbfieber-Dengue-Virus Serotyp 4 (lebend, attenuiert)

......... 4,5 - 6,0 log

CCID

/Dosis

Produziert in Vero-Zellen durch rekombinante DNA-Technologie. Dieses Arzneimittel enthält

gentechnisch veränderte Organismen (GVO).

CCID

: Zellkultur-infektiöse Dosis 50 %.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: (siehe Abschnitt 4.4)

Phenylalanin………………41 Mikrogramm

Sorbitol……………………9,38 Milligramm

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3

DARREICHUNGSFORM

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension

Vor der Rekonstitution ist der Impfstoff ein weißes, homogenes, gefriergetrocknetes Pulver mit

eventueller Retraktion am Boden (ringförmiger Kuchen möglich).

Das Lösungsmittel ist eine klare und farblose Lösung.

4

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Dengvaxia wird angewendet zur Prävention von Denguefieber, das durch die Dengue-Virus-

Serotypen 1, 2, 3 und 4 hervorgerufen wird. Dengvaxia wird angewendet bei Personen zwischen 9 und

45 Jahren mit dokumentierter, vorheriger Dengue-Virus Infektion, die in Endemiegebieten leben

(siehe Abschnitte 4.2, 4.4 und 4.8).

Dengvaxia sollte gemäß den offiziellen Empfehlungen angewendet werden.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Kinder und Erwachsene im Alter von 9 bis 45 Jahren

Das Impfschema besteht aus 3 Injektionen einer rekonstituierten Dosis (0,5 ml), die in 6-monatigen

Abständen verabreicht werden.

Jüngere Kinder

Dengvaxia darf nicht bei Kindern unter 9 Jahren angewendet werden (siehe Abschnitt 4.8). Bei

Impflingen zwischen 2 und 8 Jahren ohne vorherige Dengue-Infektion ergaben Langzeitstudien zur

Nachverfolgung der Impfstoff-Sicherheit ein erhöhtes Risiko für eine Dengue-Erkrankung, welche

eine Hospitalisierung erforderte, einschließlich klinisch schwerwiegenden Formen von Denguefieber.

Verfügbare Daten sind nicht ausreichend um die Sicherheit und Wirksamkeit in Personen zu

bestätigen, die zuvor mit Dengue-Virus infiziert waren und jünger als 9 Jahre sind.

Art der Anwendung

Eine frühere Dengue-Infektion muss vor der Impfung mittels labortechnisch bestätigter Dengue-

Anamnese oder durch serologische Testung untersucht werden (siehe Abschnitt 4.4).

Die Immunisierung sollte nur als subkutane (s.c.) Injektion erfolgen, vorzugsweise in den Oberarm im

Bereich des Deltamuskels.

NICHT ALS INTRAVASALE INJEKTION VERABREICHEN.

Hinweise zur Rekonstitution von Dengvaxia vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile oder nach früherer Anwendung von Dengvaxia oder eines Impfstoffs mit den

gleichen Bestandteilen.

Personen mit angeborener oder erworbener zellvermittelter Immundefizienz, einschließlich

Personen, die in den 4 Wochen vor der Impfung immunsuppressive Therapien wie

Chemotherapie oder hoch dosierte systemische Kortikosteroide (z. B. 20 mg oder 2 mg/kg

Prednison über mindestens 2 Wochen) erhalten haben.

Personen mit symptomatischer HIV-Infektion oder einer asymptomatischen HIV-Infektion,

bei der Hinweise auf eine eingeschränkte Immunfunktion vorliegen.

Schwangere (siehe Abschnitt 4.6).

Stillende Frauen (siehe Abschnitt 4.6).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Impfschutz

Möglicherweise wird nicht bei allen Geimpften durch Dengvaxia eine schützende Immunantwort

hervorgerufen. Es wird empfohlen nach der Impfung die persönlichen Schutzmaßnahmen gegen

Mückenstiche weiter anzuwenden.

Besondere Patientengruppen

Personen, die noch nicht mit dem Dengue-Virus infiziert waren oder für die diese Information nicht

vorliegt

Personen, die zuvor noch nicht mit Dengue-Virus infiziert wurden oder für die diese Information

unbekannt ist, sollten nicht geimpft werden, da in Langzeitnachbeobachtungen von klinischen Studien

festgestellt wurde, dass bei diesen Personen ein erhöhtes Risiko für eine Hospitalisierung aufgrund

von Denguefieber und klinisch schwerwiegende Formen der Erkrankung (hauptsächlich

hämorrhagisches Denguefieber vom Schweregrad 1 oder 2) bestand (siehe Abschnitt 4.8).

Falls keine Dokumentation einer vorherigen Dengue-Virus Infektion vorliegt, muss eine vorherige

Infektion mittels serologischer Testung bestätigt werden. Um die Impfung von falsch-positiven

Personen zu vermeiden, sollten nur Testmethoden mit adäquater Leistung hinsichtlich Spezifität und

Kreuzreaktivität unter Berücksichtigung der lokalen Krankheitsepidemiologie verwendet werden.

Reisende

Es liegen keine Daten zur Sicherheit, Immunogenität oder Wirksamkeit zur Impfung von Personen,

die in nicht-endemischen Gebieten leben und in Endemiegebiete reisen, vor. Aufgrund dessen wird

eine Impfung dieser Personen nicht empfohlen.

Ausbrüche

Dengvaxia sollte nicht im Zusammenhang mit einem Dengue-Ausbruch in nicht-endemischen

Gebieten verwendet werden.

Andere

Bei Personen, die an einer mittelschweren bis schweren fiebrigen oder akuten Erkrankung leiden,

muss die Anwendung von Dengvaxia aufgeschoben werden.

Vor der Impfung ist die individuelle Anamnese zu prüfen (insbesondere frühere Impfungen und

mögliche Nebenwirkungen, die nach einer Impfung aufgetreten sind).

Für den Fall einer anaphylaktischen Reaktion nach Verabreichung des Impfstoffs muss eine geeignete

medizinische Behandlung und Überwachung stets unmittelbar verfügbar sein.

Nach oder sogar vor einer Impfung kann es infolge einer psychogenen Reaktion auf die Injektion mit

einer Nadel zu Synkopen (Ohnmachtsanfällen) kommen. Es sollten Maßnahmen zur Verfügung

stehen, um Verletzungen durch Stürze vorzubeugen und um synkopale Reaktionen zu behandeln.

Die Kanülenschutzkappen der Fertigspritzen enthalten ein Naturkautschuk-Latexderivat, das bei

Latex-empfindlichen Personen allergische Reaktionen hervorrufen kann.

Frauen im gebärfähigen Alter müssen nach jeder Dosis mindestens einen Monat lang eine zuverlässige

Verhütungsmethode anwenden (siehe Abschnitt 4.6).

Dengvaxia darf unter keinen Umständen als intravasale Injektion verabreicht werden.

Dengvaxia enthält Phenylalanin, Natrium und Sorbitol

Dengvaxia enthält 41 Mikrogramm Phenylalanin pro 0,5-ml-Dosis. Phenylalanin kann für Personen

schädlich sein, die eine Phenylketonurie (PKU) haben, eine seltene angeborene Erkrankung, bei der

sich Phenylalanin anreichert, weil der Körper es nicht ausreichend abbauen kann.

Dengvaxia enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro 0,5-ml-Dosis, d. h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

Dengvaxia enthält 9,38 Milligramm Sorbitol pro 0,5-ml-Dosis.

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des

Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert

werden.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Bei Patienten, die eine Behandlung mit Immunglobulinen oder Immunglobulin-haltigen Blutprodukten

wie Blut oder Plasma erhalten, empfiehlt es sich, mit der Anwendung von Dengvaxia mindestens

6 Wochen, bevorzugt bis 3 Monate nach dem Ende der Behandlung zu warten, um eine

Neutralisierung der im Impfstoff enthaltenen attenuierten Viren zu vermeiden.

Dengvaxia sollte nicht an Personen verabreicht werden, die in den 4 Wochen vor der Impfung

immunsuppressive Therapien wie Chemotherapie oder hoch dosierte systemische Kortikosteroide

erhalten haben (siehe Abschnitt 4.3).

Da keine Daten für die zeitgleiche Anwendung von Dengvaxia mit anderen Impfstoffen in der

Patientengruppe ab 9 Jahren vorliegen, wird nicht empfohlen, Dengvaxia zusammen mit anderen

Impfstoffen anzuwenden.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte

gesundheitsschädliche Wirkungen hinsichtlich einer Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3).

Bisher liegen nur sehr begrenzte Daten zu der Anwendung von Dengvaxia bei schwangeren

Frauen vor. Diese Daten reichen nicht aus, um mögliche Auswirkungen von Dengvaxia auf die

Schwangerschaft, embryofetale Entwicklung, Geburt und postnatale Entwicklung auszuschließen.

Dengvaxia ist ein attenuierter Lebendimpfstoff, daher ist Dengvaxia während der Schwangerschaft

kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Frauen im gebärfähigen Alter müssen nach jeder Dosis mindestens einen Monat lang eine

zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.

Stillzeit

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte

gesundheitsschädliche Wirkungen hinsichtlich des Stillens.

Es liegen nur sehr begrenzte Erfahrungen zur Ausscheidung des Dengue-Virus in die Muttermilch

vor.

Außerdem ist angesichts der Tatsache, dass es sich bei Dengvaxia um einen attenuierten

Lebendimpfstoff handelt, und der sehr begrenzten Erfahrungen aus der Anwendungsbeobachtung

mit Dengvaxia bei stillenden Müttern eine Anwendung des Impfstoffs während der Stillzeit

kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Fertilität

Es wurden keine speziellen Studien zur Fertilität durchgeführt.

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug

auf die weibliche Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Dengvaxia hat geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen.

4.8

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Bei Personen zwischen 9 und 45 Jahren waren die am häufigsten gemeldeten Reaktionen, unabhängig

vom Dengue-Serostatus vor der Impfung, Kopfschmerzen (54 %), Schmerzen an der Injektionsstelle

(49 %), Unwohlsein (44 %), Myalgie (43 %), Asthenie (34 %) und Fieber (16 %).

Die Nebenwirkungen traten innerhalb von 3 Tagen nach der Impfung auf, mit Ausnahme von Fieber,

welches 14 Tage nach der Injektion auftrat. Die Nebenwirkungen waren üblicherweise leicht bis

mittelschwer ausgeprägt und von kurzer Dauer (0 bis 3 Tage).

Systemische Nebenwirkungen traten nach der zweiten und dritten Injektion von Dengvaxia im

Vergleich zur ersten Injektion tendenziell weniger auf.

In sehr seltenen Fällen wurde über allergische einschließlich anaphylaktischer Reaktionen berichtet.

Insgesamt wurden die gleichen Nebenwirkungen in Dengue-seropositiven Personen beobachtet, aber

mit geringeren Häufigkeiten.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen sind gemäß folgenden Häufigkeitskategorien aufgeführt:

Sehr häufig: ≥ 1/10

Häufig: ≥ 1/100, < 1/10

Gelegentlich: ≥ 1/1.000, < 1/100

Selten: ≥ 1/10.000, < 1/1.000

Sehr selten: (< 1/10.000)

Nebenwirkungen, die während klinischer Studien innerhalb von 28 Tagen nach einer Injektion bei 9-

bis 45-jährigen Personen und in einer Untergruppe von 1.306 Erwachsenen und 3.067 Kindern zur

Untersuchung der Reaktogenität erfasst wurden, sowie bei der kommerziellen Anwendung

beobachtete Nebenwirkungen sind für Kinder und Jugendliche von 9 bis 17 Jahren in

Tabelle 1

für Erwachsene zwischen 18 und 45 Jahren in

Tabelle 2

dargestellt.

Tabelle 1:

Nebenwirkungen aus klinischen Studien und während der kommerziellen

Anwendung gemeldete Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen (9 bis 17 Jahre)

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkungen

Infektionen und parasitäre

Erkrankungen

Selten

Infektion der oberen Atemwege

Erkrankungen des

Immunsystems

Sehr selten

Allergische einschließlich anaphylaktischer

Reaktionen*

Erkrankungen des

Nervensystems

Sehr häufig

Kopfschmerzen

Selten

Schwindel

Erkrankungen der

Atemwege, des Brustraums

und Mediastinums

Selten

Oropharyngeale Schmerzen

Husten

Rhinorrhoe

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Selten

Übelkeit

Erkrankungen der Haut

und des

Unterhautzellgewebes

Gelegentlich

Urtikaria

Selten

Hautausschlag

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Sehr häufig

Myalgie

Selten

Nackenschmerzen

Allgemeine Erkrankungen

und Beschwerden am

Verabreichungsort

Sehr häufig

Schmerzen an der Injektionsstelle

Unwohlsein

Asthenie

Fieber

Häufig

Reaktionen an der Injektionsstelle (Erythem,

Schwellung)

Gelegentlich

Reaktionen an der Injektionsstelle (Hämatom,

Pruritus)

Induration an der Injektionsstelle

* Nebenwirkungsmeldungen aus Spontanberichten.

Tabelle 2: Nebenwirkungen aus klinischen Studien und während der kommerziellen

Anwendung gemeldete Nebenwirkungen bei Erwachsenen (18 bis 45 Jahre)

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkungen

Infektionen und parasitäre

Erkrankungen

Gelegentlich

Infektion der oberen Atemwege

Nasopharyngitis

Erkrankungen des Blutes

und des Lymphsystems

Gelegentlich

Lymphadenopathie

Erkrankungen des

Immunsystems

Sehr selten

Allergische einschließlich anaphylaktischer

Reaktionen*

Erkrankungen des

Nervensystems

Sehr häufig

Kopfschmerzen

Gelegentlich

Schwindel

Erkrankungen der

Atemwege, des Brustraums

und Mediastinums

Gelegentlich

Oropharyngeale Schmerzen

Husten

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich

Übelkeit

Mundtrockenheit

Erkrankungen der Haut

und des

Unterhautzellgewebes

Gelegentlich

Hautausschlag

Generalisierter Hautausschlag

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Sehr häufig

Myalgie

Gelegentlich

Nackenschmerzen

Arthralgie

Allgemeine Erkrankungen

und Beschwerden am

Verabreichungsort

Sehr häufig

Schmerzen an der Injektionsstelle

Unwohlsein

Asthenie

Häufig

Fieber

Reaktionen an der Injektionsstelle (Erythem,

Hämatom, Schwellung, Pruritus)

Gelegentlich

Induration an der Injektionsstelle

Wärmegefühl an der Injektionsstelle

Schüttelfrost

Ermüdung

* Nebenwirkungsmeldungen aus Spontanberichten.

Hospitalisierte und/oder klinisch schwerwiegende Fälle von Denguefieber aus

Nachbeobachtungsdaten zur Langzeitsicherheit

In einer exploratorischen Analyse einer Langzeitbeobachtung nach der ersten Injektion in drei

Wirksamkeitsstudien, wurde bei Geimpften ohne vorherige Dengue-Infektion ein erhöhtes Risiko für

eine Hospitalisierung aufgrund von Denguefieber einschließlich klinisch schwerwiegender Formen der

Erkrankung (hauptsächlich hämorrhagisches Denguefieber vom Schweregrad 1 oder 2 [WHO 1997])

beobachtet. Während eines Zeitraums von 6 Jahren war bei Probanden zwischen 9 und 16 Jahren, die

noch keine Dengue-Infektion hatten, das Risiko für schweres Denguefieber nach der Impfung mit

Dengvaxia um das 2,41fache (95 % KI: 0,50; 11,75) erhöht im Vergleich zu nicht-geimpften

Probanden in der gleichen Altersgruppe. Bei Personen ab 9 Jahren könnten während einer 6-jährigen

Nachbeobachtungszeit nach der Impfung schätzungsweise fünf zusätzliche Fälle einer

Hospitalisierung aufgrund von Denguefieber oder drei zusätzliche schwerwiegende Denguefieber-

Fälle pro 1.000 geimpften Personen ohne frühere Dengue-Infektion auftreten. Schätzungen aus der

Langzeitanalyse deuten darauf hin, dass die Risikoerhöhung überwiegend während des dritten Jahres

nach der ersten Injektion begann.

Dieses erhöhte Risiko wurde nicht bei Personen festgestellt, die bereits zuvor mit dem Dengue-Virus

infiziert waren. Bei diesen Personen schätzt man, dass während der 6-jährigen Nachbeobachtungszeit

ab der ersten Injektion 16 hospitalisierte Fälle von Denguefieber oder 4 schwerwiegende

Denguefieber-Fälle pro 1.000 Geimpfte mit früherer Dengue-Infektion verhindert werden könnten.

Die oben beschriebenen Einschätzungen für einen 6-Jahres Zeitraum wurden aus pivotalen klinischen

Studien in Ländern mit bestimmter Dengue Seroprävalenz und epidemiologischen Kontext gewonnen.

Diese Zahlen sollten nicht auf andere Regionen mit abweichender Seroprävalenz und

epidemiologischem Kontext extrapoliert werden.

Kinder und Jugendliche

Daten von Kindern und Jugendlichen im Alter von 9 bis 17 Jahren

Die Häufigkeit von Fieber war bei Kindern und Jugendlichen (sehr häufig) größer als bei Erwachsenen

(häufig).

Über Urtikaria (gelegentlich) wurde nur bei Personen zwischen 9 und 17 Jahren berichtet (nicht bei

Erwachsenen).

Daten von Kindern und Jugendlichen im Alter von unter 9 Jahren, d. h. außerhalb der für die

Anwendung vorgesehenen Altersgruppe

Die Untergruppe zur Untersuchung der Reaktogenität bei Probanden unter 9 Jahren umfasste

2.960 Personen: 1.287 Kinder unter 2 Jahren, 905 Kinder im Alter zwischen 2 und 5 Jahren sowie

768 Kinder zwischen 6 und 8 Jahren.

Bei Studienteilnehmern von 2 bis 8 Jahren wurden im Vergleich zu Probanden ab 9 Jahren häufiger

Erytheme und Schwellungen an der Injektionsstelle gemeldet (Häufigkeit: sehr häufig), und es wurden

weitere Nebenwirkungen berichtet (Häufigkeit: gelegentlich): Blutung an der Injektionsstelle,

verminderter Appetit und Erbrechen.

Bei 2- bis 8-jährigen Studienteilnehmern ohne vorherige Dengue-Infektion zeigten die Langzeitdaten

der Sicherheitsnachbeobachtung bei Geimpften ein erhöhtes Risiko für ein Denguefieber, das eine

Hospitalisierung erforderlich machte, einschließlich klinisch schwerwiegender Fälle von Denguefieber

im Vergleich zu nicht geimpften Studienteilnehmern.

Bei Probanden unter 2 Jahren wurden nach Injektionen von Dengvaxia folgende Nebenwirkungen am

häufigsten gemeldet: Fieber, Reizbarkeit, Appetitlosigkeit, abnormes Weinen und

Schmerzempfindlichkeit an der Injektionsstelle.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über

das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Es wurden keine Fälle einer Überdosierung gemeldet.

5

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Impfstoffe, Virale Impfstoffe, ATC-Code: J07BX/ Noch nicht

zugewiesen

Wirkmechanismus

Dengvaxia enthält lebende, attenuierte Viren. Nach der Verabreichung kommt es zu einer lokalen

Replikation der Viren, was die Bildung neutralisierender Antikörper und eine zellvermittelte

Immunantwort gegen die vier Dengue-Virus-Serotypen hervorruft (siehe nachfolgende detaillierte

Daten im Unterabschnitt 3 zur Immunogenität).

Klinische Wirksamkeit

Die klinische Wirksamkeit von Dengvaxia wurde in 3 Studien beurteilt: einer unterstützenden Phase-

IIb-Wirksamkeitsstudie in Thailand (CYD23) und 2 großangelegten pivotalen Wirksamkeitsstudien

der Phase III, CYD14 in Asien (Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand, Vietnam) und CYD15 in

Lateinamerika (Brasilien, Kolumbien, Honduras, Mexiko, Puerto Rico).

Die Kontrollgruppe in den Dengue-Studien waren Personen, die mindestens eine Injektion Placebo

oder Vergleichsimpfstoff erhalten haben.

In der Phase-IIb-Studie erhielten insgesamt 4.002 Personen im Alter von 4 bis 11 Jahren randomisiert

entweder Dengvaxia oder einen Kontroll-Impfstoff, unabhängig von einer vorherigen Dengue-

Infektion. Die Wirksamkeit bei Personen von 9 bis 11 Jahren wurde in 1.554 Personen untersucht

(1.032 in der Impfstoffgruppe und 522 in der Kontrollgruppe).

In den beiden pivotalen Phase-III-Studien (CYD14 und CYD15) erhielten insgesamt

ca. 31.000 Personen zwischen 2 und 16 Jahren randomisiert entweder Dengvaxia oder Placebo,

unabhängig von einer vorherigen Dengue-Infektion. Die Wirksamkeit bei Personen ab 9 Jahren wurde

in 17.230 Personen untersucht, die Dengvaxia erhalten hatten (3.316 Personen in CYD14 und

13.914 in CYD15) und 8.596 Personen, welche Placebo erhalten hatten (1.656 in CYD14 und 6.940 in

CYD15).

Zu Beginn der Studien CYD14 und CYD15 lag die Seroprävalenz für Denguefieber an den

Prüfzentren im Bereich von 52,8 % bis 81,1 % in CYD14 (Asia-Pazifik Region) und 55,7 % bis

92,7 % in CYD15 (Lateinamerika).

Die Wirksamkeit wurde während einer aktiven Phase von 25 Monaten untersucht. Dabei wurde die

Überwachung entsprechend gestaltet, um die Detektion aller symptomatischen virologisch-bestätigten

Fälle von Denguefieber (

virologically confirmed dengue

, VCD), unabhängig vom Schweregrad, zu

maximieren. Die aktive Detektion der symptomatischen Dengue-Fälle begann am Tag der ersten

Injektion und dauerte an, bis jeder Proband mindestens 13 Monate nach der dritten Injektion

nachverfolgt wurde. Diese Phase schließt somit den primären Endpunkt des Beobachtungszeitraums

von 28 Tagen nach der dritten Injektion bis zum Ende der aktiven Phase ein.

Für den primären Endpunkt wurde die Inzidenz von symptomatischen VCD-Fällen, die während des

12-monatigen Zeitraums ab 28 Tage nach der dritten Injektion auftraten, mit der Kontrollgruppe

verglichen.

Explorative Analysen der Impfstoff-Wirksamkeit in Abhängigkeit des Dengue-Serostatus wurde durch

plaque reduction neutralization test

(PRNT50) zum Ausgangszeitpunk (vor der ersten Injektion) in

einer Immunogenitäts-Untergruppe von jeweils 2.000 Probanden in CYD14 und CYD15 und

300 Probanden in CYD23 durchgeführt. Von den 2.930 Probanden zwischen 9 und 16 Jahren

, die in

dieser Teilgruppe

(ca. 80 %) zu Studienbeginn Dengue-seropositiv

waren, er

hielten 1.974

Probanden den Impfstoff (901 Probanden in CYD14 und 1.073 in CYD15) und 956 Probanden

erhielten Placebo (444 in CYD14 und 512 in CYD15) (siehe auch Unterabschnitt 3).

2.1.

Klinische Wirksamkeitsdaten für Probanden von 9 bis 16 Jahren in Endemiegebieten, beliebiger

Ausgangs-Serostatus

Die Ergebnisse zur Wirksamkeit des Impfstoffs (

vaccine efficacy

, VE) gemäß dem primären Endpunkt

(symptomatische VCD-Fälle, die während des 12-monatigen Zeitraums ab 28 Tage nach der dritten

30 Churchill Place

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EMEA/H/C/004171

Dengvaxia (tetravalenter Dengue-Impfstoff [lebend,

attenuiert])

Übersicht über Dengvaxia und Begründung für die Zulassung in der EU

Was ist Dengvaxia und wofür wird es angewendet?

Dengvaxia ist ein Impfstoff und wir angewendet, um zum Schutz gegen die Dengue-Erkrankung

beizutragen.

Die Dengue-Erkrankung ist eine Tropenkrankheit, die durch Mücken übertragbar ist und durch das

Dengue-Virus ausgelöst wird. Während sie bei den meisten Menschen zu leichten, grippeähnlichen

Symptomen führt, entwickelt eine Minderheit der Patienten eine schwere Erkrankung, die mit potenziell

tödlichen Blutungen und Organschädigungen verbunden ist. Bei Patienten mit Zweitinfektion ist das

Risiko einer schweren Erkrankung höher.

Es gibt verschiedene Varianten (so genannte Serotypen) des Dengue-Virus; Dengvaxia schützt gegen

die Serotypen 1, 2, 3 und 4.

Dengvaxia ist nur für Menschen zwischen 9 und 45 Jahren bestimmt, die in der Vergangenheit bereits

mit dem Dengue-Virus infiziert waren und in Endemiegebieten leben. Endemiegebiete sind Gebiete, in

denen die Erkrankung im Jahresverlauf regelmäßig auftritt.

Dengvaxia enthält attenuierte (abgeschwächte) Gelbfieberviren, die so verändert wurden, dass sie

Proteine des Dengue-Virus enthalten.

Wie wird Dengvaxia angewendet?

Dengvaxia darf nur bei Personen angewendet werden, die positiv auf eine vorherige Dengue-Virus-

Infektion getestet wurden. Der Impfstoff wird als 3 Einzeldosen im Abstand von jeweils 6 Monaten

verabreicht. Er wird unter die Haut, vorzugsweise des Oberarms, injiziert.

Dengvaxia ist nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich und sollte gemäß den offiziellen Empfehlungen

angewendet werden. Weitere Informationen zur Anwendung von Dengvaxia entnehmen Sie der

Packungsbeilage, oder wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dengvaxia (tetravalenter Dengue-Impfstoff [lebend, attenuiert])

EMA/739699/2018

Seite 2/3

Wie wirkt Dengvaxia?

Impfstoffe wirken, indem sie dem Immunsystem (der natürlichen Abwehr des Körpers) „beibringen“,

wie es den Körper vor einer Krankheit schützen kann. Dengvaxia enthält abgeschwächte Viren, die

keine Erkrankung hervorrufen. Nach der Verabreichung des Impfstoffs erkennt das Immunsystem die

Dengue-Proteine in den abgeschwächten Viren als „körperfremd“ und bildet Antikörper dagegen.

Kommt die Person später mit dem Dengue-Virus in Kontakt, sind diese Antikörper zusammen mit

anderen Komponenten des Immunsystems in der Lage, das Virus abzutöten und die Person vor der

Krankheit zu schützen.

Welchen Nutzen hat Dengvaxia in den Studien gezeigt?

In Asien und Lateinamerika wurden drei Studien mit über 35 000 Kindern im Alter von 2 bis 16 Jahren

durchgeführt. Dazu gehörten sowohl Kinder mit als auch Kinder ohne Dengue-Virus-Infektion in der

Vergangenheit. Die Kinder enthielten im Abstand von jeweils 6 Monaten entweder 3 Dengvaxia-

Injektionen oder 3 Placebo-Injektionen (einen Scheinimpfstoff). Nach der letzten Injektion wurden

Fälle von Dengue-Erkrankung über ein Jahr hinweg erfasst.

Bei den Kindern im Alter von 9 bis 16 Jahren, die früher bereits eine Dengue-Infektion hatten, wurden

rund 79 % weniger Dengue-Erkrankungsfälle verzeichnet als bei den Kindern, die Placebo erhalten

hatten. Die verfügbaren Daten sind nicht ausreichend, um Aussagen darüber zu treffen, wie gut der

Impfstoff bei unter 9-jährigen Kindern mit früherer Dengue-Infektion wirkt.

Bei Kindern im Alter von 9 bis 16 Jahren, die keine frühere Dengue-Infektion hatten, war das Risiko

einer schweren Dengue-Erkrankung bei späterer Infektion mit dem Virus jedoch größer als bei

Personen, die Placebo erhalten hatten (in einem Zeitraum von 5 Jahren schätzungsweise 2 zusätzliche

Fälle je 1 000 geimpfte Personen).

Weitere Studien zeigten, dass der Impfstoff auch bei Personen zwischen 16 und 45 Jahren wirkt.

Welche Risiken sind mit Dengvaxia verbunden?

Sehr häufige Nebenwirkungen von Dengvaxia (die mehr als 1 von 10 Personen betreffen können) sind

Kopfschmerzen, Schmerzen an der Injektionsstelle, Unwohlsein, Muskelschmerzen, Schwäche und

Fieber. Teilweise schwere allergische Reaktionen sind eine sehr seltene Nebenwirkung von Dengvaxia.

Personen mit geschwächtem Immunsystem dürfen kein Dengvaxia erhalten. Dazu gehören Personen,

deren Immunsystem durch eine HIV-Infektion oder Arzneimittel wie z. B. Krebsarzneimittel oder hohe

Dosen von Kortikosteroiden geschwächt wurde. Dengvaxia darf auch nicht bei schwangeren oder

stillenden Frauen angewendet werden.

Die vollständige Auflistung der im Zusammenhang mit Dengvaxia berichteten Nebenwirkungen und

Einschränkungen ist der Packungsbeilage zu entnehmen.

Warum wurde Dengvaxia in der EU zugelassen?

Dengvaxia reduziert die Anzahl der Dengue-Erkrankungen bei Personen im Alter von 9 bis 45 Jahren,

die bereits früher mit dem Dengue-Virus infiziert waren. Allerdings haben Personen ohne frühere

Dengue-Infektion möglicherweise ein erhöhtes Risiko einer schweren Dengue-Erkrankung, wenn sie

sich nach der Dengvaxia-Impfung mit dem Virus infizieren. Deshalb sollte der Impfstoff im Einklang mit

den Erkenntnissen der Laboruntersuchungen nur Personen gegeben werden, die früher bereits eine

Dengue-Infektion hatten.

Dengvaxia (tetravalenter Dengue-Impfstoff [lebend, attenuiert])

EMA/739699/2018

Seite 3/3

Es gibt weder einen anderen Impfstoff gegen die Dengue-Erkrankung noch eine spezifische

Behandlung. Die Nebenwirkungen von Dengvaxia sind in der Regel leicht oder mittelschwer und dauern

nicht mehr als drei Tage an.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur gelangte daher zu dem Schluss, dass der Nutzen von Dengvaxia

gegenüber den Risiken überwiegt und dass es in der EU für die Verwendung in Dengue-

Endemiegebieten zugelassen werden kann.

Welche Maßnahmen werden zur Gewährleistung der sicheren und

wirksamen Anwendung von Dengvaxia ergriffen?

Das Unternehmen, das Dengvaxia in Verkehr bringt, wird Angehörigen der Heilberufe

Schulungsmaterialien zur Anwendung von Dengvaxia bereitstellen, aus denen u. a. hervorgehen wird,

dass die zu impfenden Personen auf eine frühere Dengue-Infektion zu testen sind und wie eine

Dengue-Erkrankung früh erkannt werden kann.

Empfehlungen und Vorsichtsmaßnahmen zur sicheren und wirksamen Anwendung von Dengvaxia, die

von Angehörigen der Heilberufe und Patienten befolgt werden müssen, wurden auch in die

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels und die Packungsbeilage aufgenommen.

Wie bei allen Arzneimitteln werden Daten zur Anwendung von Dengvaxia kontinuierlich überwacht.

Gemeldete Nebenwirkungen von Dengvaxia werden sorgfältig ausgewertet und alle notwendigen

Maßnahmen zum Schutz der Patienten ergriffen.

Weitere Informationen über Dengvaxia

Weitere Informationen über Dengvaxia finden Sie auf den Internetseiten der Agentur:

ema.europa.eu/medicines/human/EPAR/Dengvaxia

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