Ramipril Sandoz 10 Tabletten

Շվեյցարիա - գերմաներեն - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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PIL PIL (PIL)

25-10-2018

SPC SPC (SPC)

25-10-2018

active_ingredient:
ramiprilum
MAH:
Sandoz Pharmaceuticals AG
ATC_code:
C09AA05
INN:
ramiprilum
pharmaceutical_form:
Tabletten
composition:
ramiprilum 10 mg, excipiens pro compresso.
class:
B
therapeutic_group:
Synthetika
therapeutic_area:
Antihypertensivum
authorization_number:
57383
authorization_date:
2007-06-07

documents_in_other_languages

PIL PIL - ֆրանսերեն

23-10-2018

SPC SPC - ֆրանսերեն

23-10-2018

PIL PIL - իտալերեն

19-10-2018

Patienteninformation

Ramipril Sandoz® 1,25/2,5/5/7,5/10

Sandoz Pharmaceuticals AG

Was ist Ramipril Sandoz und wann wird es angewendet?

Ramipril Sandoz ist ein Arzneimittel, das auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin bei

folgenden Krankheiten eingesetzt wird:

·zur Behandlung des zu hohen Blutdrucks (Hypertonie);

·zur Behandlung der Herzschwäche;

·zur Nachbehandlung des Herzinfarktes;

·zur Verminderung des Risikos von Herzinfarkt, Schlaganfall und Herz- Kreislauf bedingtem Tod

bei erhöhtem Herz-Kreislauf Risiko und/oder bei nicht insulinabhängiger Zuckerkrankheit (Diabetes

mellitus vom Typ 2);

·zur Behandlung von bestimmten Nierenfunktionsstörungen; Ramipril Sandoz verlangsamt das

Fortschreiten der Nierenfunktionsstörung und die Entwicklung eines endgültigen Nierenversagens.

Ramipril, der Wirkstoff von Ramipril Sandoz bzw. Ramiprilat, der aktive Metabolit hemmt

körpereigene Substanzen, die Bluthochdruck verursachen können. Ramipril Sandoz gehört zur

Gruppe der sog. ACE-Hemmer, die das Angiotensin-converting-Enzym blockieren.

Dadurch wird der Blutdruck gesenkt und die Herzleistung verbessert. Ramipril ist ein langwirksamer

ACE-Hemmer. Die blutdrucksenkende Wirkung zeigt sich 1-2 Stunden, ihre stärkste Wirkung 3-6

Stunden nach Einnahme einer Dosis. Die Wirkung einer Einzeldosis hält meist über 24 Stunden an.

Was sollte dazu beachtet werden?

Zur Behandlung des zu hohen Blutdrucks kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin weitere Massnahmen wie

Gewichtsabnahme, Kochsalzreduktion und sportliche Aktivitäten empfehlen.

Wann darf Ramipril Sandoz nicht eingenommen werden?

Ramipril Sandoz darf nicht angewendet werden:

·bei Überempfindlichkeit gegen Ramipril, andere ACE-Hemmer, Stärke, oder einen Hilfsstoff;

·falls früher bei der Einnahme eines Blutdruckmittels Schwellungen (Ödeme) im Gesicht, an Lippen,

Zunge oder Rachen (Schluck- oder Atembeschwerden) auftraten (Gefahr der Auslösung eines

lebensbedrohlichen Angiödem);

·wenn Sie sich einer Dialyse unterziehen müssen, so müssen Sie den zuständigen Arzt und die

Mitarbeiter der Dialysestation informieren, dass Sie Ramipril Sandoz Tabletten (einen ACE-

Hemmer) einnehmen, da gewisse Blutfiltermembrane in diesem Fall nicht benutzt werden dürfen.

Aus dem gleichen Grund müssen Patienten den Arzt bzw. die Ärztin informieren, die sich einer

LDL-Apherese (Entfernung von Fett aus dem Blut durch Filtration) unterziehen, dass Sie Ramipril

Sandoz Tabletten einnehmen;

·bei gleichzeitiger Behandlung mit Medikamenten die Aliskiren enthalten vor allem wenn Sie an

Diabetes oder an mittelschwerer oder schwerer Niereninsuffizienz leiden;

·bei gewissen schweren Nieren- und Herzerkrankungen;

·bei gleichzeitiger Behandlung mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (Sartanen), wenn Sie an

diabetischer Nephropathie leiden;

·im Falle einer Schwangerschaft.

Zum Einsatz von Ramipril Sandoz, bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen sowie bei

Dialysepatienten allgemein liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.

Wann ist bei der Einnahme von Ramipril Sandoz Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu

bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.

Die Behandlung mit Ramipril Sandoz erfordert regelmässige ärztliche Kontrollen, insbesondere in

bestimmten Risikosituationen. So muss die Gabe der ersten Dosis oder eine erste Dosiserhöhung

durch eine enge Blutdrucküberwachung begleitet werden.

In seltenen Fällen sind bei Patienten unter ACE-Hemmer-Therapie lebensbedrohliche allergische

Reaktionen während der Desensibilisierung gegenüber Insektengift aufgetreten. Teilen Sie dem

behandelnden Arzt bzw. Ärztin vor der Desensibilisierung mit, dass Sie Ramipril Sandoz Tabletten

einnehmen. Diese Reaktionen konnten vermieden werden, wenn die Behandlung mit dem ACE-

Hemmer vor der Desensibilisierung vorübergehend unterbrochen wurde. Selten kann es auch nach

Insektenstichen zu allergischen Reaktionen kommen.

Ramipril Sandoz kann die Wirkung von Alkohol verstärken.

Gewisse Arzneimittel können die Wirkung von Ramipril Sandoz Tabletten beeinflussen,

insbesondere harntreibende oder entzündungshemmende (z.B. gegen Rheuma) Arzneimittel sowie

Präparate, welche gegen Depressionen eingesetzt werden oder die Abwehrreaktion des Körpers

vermindern.

Die gleichzeitige Einnahme von Kalium, Kaliumsalzen, kaliumsparenden Mitteln wie Diuretika (z.B.

Spironolacton) kann zu einer bisweilen schwerwiegenden Erhöhung des Serumkaliums führen. Diese

Kombinationen mit Ramipril Sandoz werden nicht empfohlen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie Kochsalz

durch kaliumhaltige Diätsalze ersetzen.

Bei Patienten, die gleichzeitig mit einem ACE-Hemmer und Vildagliptin behandelt wurden, sowie

bei Patienten, die gleichzeitig mit einem ACE-Hemmer und einem mTOR-Hemmer (z.B. das für die

Behandlung von Nierenkrebs zugelassene Arzneimittel Temsirolimus) oder einem NEP-Hemmer

(z.B. Racecadotril zur Behandlung von Diarrhoe) behandelt wurden, kam es zu einem verstärkten

Auftreten von Angioödemen.

Falls Sie operiert werden müssen, sollten Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mitteilen, dass Sie

Ramipril Sandoz einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden, vor allem Sartane

oder Medikamente, welche Aliskiren oder einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten enthalten.

Darf Ramipril Sandoz während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Ramipril Sandoz darf während einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Vor Beginn der

Behandlung mit Ramipril Sandoz ist daher eine Schwangerschaft auszuschliessen. Frauen im

gebärfähigen Alter sollen während der Behandlung mit Ramipril Sandoz eine zuverlässige

Schwangerschaftsverhütung einhalten. Falls Sie während der Behandlung mit Ramipril Sandoz

schwanger werden, müssen Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren.

Ist während der Stillzeit eine Behandlung mit Ramipril erforderlich, darf nicht mehr gestillt werden,

um zu verhindern, dass das Kind über die Muttermilch geringe Mengen Ramipril aufnimmt.

Wie verwenden Sie Ramipril Sandoz?

Übliche Dosierung

Die Dosierung richtet sich nach erwünschtem Effekt und Verträglichkeit im Einzelfall. Die

Dosierung und Dauer der Behandlung mit Ramipril Sandoz bestimmt im Einzelfall der Arzt bzw. die

Ärztin.

Bluthochdruck:

Es wird empfohlen, Ramipril Sandoz einmal täglich einzunehmen, beginnend mit einer Tablette

Ramipril Sandoz 2,5 mg; die Dosis kann vom Arzt bzw. der Ärztin, wenn nötig, langsam gesteigert

werden.

Die Erhaltungsdosis beträgt im Allgemeinen 1-2 Tabletten Ramipril Sandoz 2,5 mg oder 1 Tablette

Ramipril Sandoz 5 mg täglich; die höchstzulässige Tagesdosis beträgt 10 mg Ramipril (2 Tabletten

Ramipril Sandoz 5 mg oder 1 Tablette Ramipril Sandoz 10 mg).

Herzschwäche:

Die empfohlene Anfangsdosierung beträgt eine Tablette Ramipril Sandoz 1,25 mg einmal täglich.

Wenn nötig, wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Dosierung steigern.

Nachbehandlung des Herzinfarktes:

Die Dosierung wird von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin nach Ihrem individuellen Ansprechen

verordnet.

Verminderung des Risikos von Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herz-Kreislauf-bedingtem Tod bei

erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko:

Die empfohlene Anfangsdosierung beträgt eine Tablette Ramipril Sandoz 2,5 mg einmal täglich. Je

nach Verträglichkeit wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Dosierung stufenweise erhöhen. Die übliche

Erhaltungsdosis beträgt 10 mg Ramipril (2 Tabletten Ramipril Sandoz 5 mg oder 1 Tablette Ramipril

Sandoz 10 mg).

Nierenfunktionsstörungen:

Die empfohlene Anfangsdosierung beträgt eine Tablette Ramipril Sandoz 1,25 mg einmal täglich. Je

nach Verträglichkeit wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Dosierung steigern. Die maximal zulässige

Tagesdosis beträgt 5 mg Ramipril (1 Tablette Ramipril Sandoz 5 mg).

Spezielle Dosierung

Wenn Sie vor der Behandlung mit Ramipril Sandoz ein wassertreibendes Arzneimittel (Diuretikum)

eingenommen haben, wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin das Absetzen des Diuretikums 2 bis 3 Tage vor

Beginn der Einnahme von Ramipril Sandoz anordnen oder die Dosierung des Diuretikums oder von

Ramipril Sandoz verringern.

In besonderen Fällen, zum Beispiel bei schweren Nieren- oder Leberleiden, bei Flüssigkeitsmangel,

schwerem Bluthochdruck und bei erhöhtem Risiko für einen Blutdruckabfall, wird Ihr Arzt bzw. Ihre

Ärztin Ihnen eine niedrigere Dosierung verschreiben.

Die Anwendung von Ramipril Sandoz bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird aufgrund

fehlender Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit nicht empfohlen.

Einnahme

Ramipril Sandoz Tabletten sind unzerkaut und mit ausreichend Flüssigkeit (etwa 1 Glas Wasser)

einzunehmen. Die Einnahme kann vor, während oder nach einer Mahlzeit erfolgen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin

oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Ramipril Sandoz haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Ramipril Sandoz auftreten:

Die häufigsten Nebenwirkungen sind:

Erhöhter Kaliumspiegel im Blut (gekennzeichnet durch Zittern oder Kribbeln in den Gliedmassen,

Herzrhythmusstörungen), Kopfschmerzen, leichter Schwindel, Blutdruckabfall, Hypotonie,

Ohnmacht, Husten, Bronchitis, Sinusitis, Atembeschwerden, entzündliche Reaktionen des Magen-

Darm-Trakt, Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen,

Hautreaktionen, Thorax- Schmerzen, Müdigkeit, Muskelkrämpfe, Muskelschmerzen.

·Bereits als Folge der Senkung des erhöhten Blutdrucks auf das optimale Niveau können,

insbesondere zu Beginn der Behandlung, Symptome wie Leeregefühl im Kopf, zusammen mit

Konzentrationsstörungen, sowie eine Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens, Müdigkeit,

Schwäche und Schwindel auftreten.

·Als Folge eines übermässigen Blutdruckabfalls bei der Behandlung mit Ramipril können folgende

Nebenwirkungen vorkommen: beschleunigter Puls, Herzklopfen, orthostatische Kreislaufstörungen

(mit z.B. einem Schwächegefühl oder einer Ohnmacht beim Aufstehen aus dem Liegen),

Gleichgewichtsstörungen, periphere Ödeme (Wasseransammlung im Gewebe), Übelkeit, Schwitzen,

Hörstörungen (z.B. Ohrensausen), Sehstörungen, Kopfschmerzen, Angstgefühl, Angina pectoris,

Herzrhythmusstörungen und kurzzeitiger Bewusstseinsverlust.

Ein zu starker Blutdruckabfall kann folgende Massnahmen erfordern: Hinlegen mit hochgelagerten

Beinen und Flüssigkeitszufuhr oder weitere therapeutische Massnahmen.

Ein unerwünscht starker Blutdruckabfall lässt sich insbesondere nach der ersten Gabe von Ramipril

Sandoz sowie nach der ersten Gabe einer höheren Ramipril Sandoz-Dosis beobachten.

Im Falle einer Erkrankung der Herzkranzgefässe oder einer Verengung der Hirnarterien, durch

welche sich der Blutfluss vermindert, kann es zu einer möglicherweise lebensbedrohlichen

Minderdurchblutung des Herzens bzw. des Gehirns kommen, vor allem wenn der Blutdruck zu stark

abfällt. Derartige Durchblutungsstörungen können einen Anfall von Angina pectoris oder sogar einen

Herzinfarkt bzw. vorübergehende Störungen der Hirnfunktion oder sogar einen Schlaganfall

hervorrufen.

Bei Anzeichen von Hypotonie müssen Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren.

Trockener, nicht produktiver Reizhusten, Rhinitis und vor allem trockener Husten. Bei

Atembeschwerden ist sofort ein Arzt bzw. eine Ärztin zu benachrichtigen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:

Eosinophilie (erhöhte Eosinophile (eine Art von weissen Blutkörperchen) im Blut), depressive

Stimmung, Angst, Nervosität, Unruhe, Schlafstörungen einschliesslich Schläfrigkeit, Schwindel,

Störung des Tastsinns, Störungen des Geschmacks oder Geschmacksverlust, Abnahme oder Verlust

des Appetits, Sehstörungen, Herzstörungen, periphere Ödeme (Ansammlung von Wasser in den

Gliedmassen), intensive rasch vorübergehende Rotfärbung des Gesichts, Hals und Rumpfs,

Bronchospasmus mit Verschlimmerung von Asthma, verstopfte Nase,

Bauchspeicheldrüsenentzündung (es wurde von aussergewöhnlichen tödlichen Fälle mit ACE-

Hemmern berichtet), Anstieg der Bauchspeicheldrüse-Enzyme, Darm Angiödem,

Oberbauchbeschwerden einschliesslich Magenentzündung, Verstopfung, Mundtrockenheit,

Erhöhung der Leberenzyme und/oder der Bilirubin-Konzentration, Angiödem: sehr selten

Obstruktion der Atemwege infolge eines Angiödems mit möglichem fatalen Ausgang; Juckreiz,

übermässiges Schwitzen, Gelenkschmerzen, Nierenfunktionsstörungen einschliesslich

Nierenversagen, vorübergehende erektile Impotenz, verminderte Libido, Fieber.

Durch eine Behandlung mit Ramipril kann sich die Nierenfunktion verschlechtern, manchmal bis hin

zum lebensbedrohlichen akuten Nierenversagen. Dazu kommt es vor allem bei einer Erkrankung der

Nieren-Blutgefässe, nach einer Nierentransplantation und bei sehr niedrigem Blutdruck,

insbesondere bei Patienten mit Herzschwäche.

Vorbestehende Proteinausscheidung durch die Nieren kann durch Ramipril Sandoz verschlimmert

werden.

Eine Störung der Nierenfunktion äussert sich durch die folgenden allgemeinen Symptome:

Müdigkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Schläfrigkeit, Verwirrtheit, Apathie, Muskelkrämpfe

und Tetanie, aber auch Muskelschwäche, Magen-Darm-Störungen und übermässiger Durst.

Infolge der verbesserten Herzleistung kann es vorübergehend zu starkem Flüssigkeitsverlust

kommen.

Es können Haut- und Schleimhautreaktionen, Juckreiz, Hautrötungen einhergehend mit

Wärmegefühl, Nesselsucht, Konjunktivitis (Entzündung der Augenbindehaut), Atemnot und

gelegentlich Fieber auftreten. Im Allgemeinen verschwinden diese Symptome nach Abbruch der

Behandlung spontan. Beobachtet wurden auch Lichtüberempfindlichkeit der Haut, verschiedene

Haut- und Schleimhautausschläge, Haarausfall, Auslösung oder Verstärkung eines Raynaud-

Syndroms (Durchblutungsstörungen der Finger oder Zehen, die blass werden) und Nagelablösung.

Tritt Juckreiz mit Nesselsucht auf, ist sofort ein Arzt bzw. eine Ärztin zu benachrichtigen, da

schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktischer Schock) möglich sind. Wenn die

Einnahme von Ramipril Sandoz Schwellungen im Bereich des Gesichts (z.B. Augenlider, Lippen),

der Zunge, des Rachens oder des Kehlkopfs verursacht, die zu Schluck- oder Atembeschwerden

führen, besteht die Möglichkeit, dass sich dahinter ein sog. Angiödem verbirgt. In diesem Fall muss

der Patient unverzüglich seinen Arzt bzw. seine Ärztin informieren und darf die nächste geplante

Ramipril Sandoz-Dosis nicht einnehmen. Auch jede weitere Therapie mit einem ähnlichen

Medikament wie Ramipril Sandoz (ACE-Hemmer) kommt angesichts dieser Nebenwirkung nicht

mehr in Frage.

Ebenfalls möglich ist die Bildung eines leichten Ödems z.B. im Knöchelbereich, bei dem es sich

nicht um ein Angiödem handelt.

Eine Behandlung mit Ramipril Sandoz kann Symptome wie Entzündung der Zunge, Reizung oder

Entzündung der Mundschleimhaut, Magenschmerzen, Oberbauchbeschwerden, Gelbsucht durch

unzureichende Ausscheidung des Gallenfarbstoffes sowie andere Leberfunktionsstörungen bis hin

zur Leberentzündung (Hepatitis) oder Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), die tödlich

verlaufen können.

Folgende Nebenwirkungen wurden nur selten beobachtet:

Abnahme der Anzahl Zellen im Blut (rote Blutkörperchen, weisse Blutkörperchen und

Thrombozyten), Verwirrtheit, Zittern, Gleichgewichtsstörungen, Bindehautentzündung,

Schwerhörigkeit, Tinnitus, Durchblutungsstörungen, Entzündung der Blutgefässwände, Entzündung

der Zunge, Leberfunktionsstörungen, Haut und Nägel Erkrankung, Müdigkeit.

Bei Anzeichen für eine Abnahme der weissen Blutkörperchen (z.B. Fieber,

Lymphknotenschwellungen oder Mandelentzündung) oder für Blutungen (z.B. winzige rotbraune

Pünktchen auf Haut oder Schleimhäuten, Blutergüsse oder blaue Flecken an Haut bzw.

Schleimhäuten oder schwer stillbares Zahnfleischbluten) müssen Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre

Ärztin kontaktieren.

Sonstige Nebenwirkungen mit unbekannter Häufigkeit:

Vergrösserung des Brustvolumens beim Mann.

Dieses Syndrom ist durch eine Freisetzung von übermässigem ADH charakterisiert mit als Folge

eine Verringerung des Natriumspiegels im Blut und mit Folge von Erbrechen und Verwirrtheit.

Da gewisse Nebenwirkungen von Ihnen nicht wahrgenommen werden können (eventuelle Probleme

mit dem Blut oder der Nieren- bzw. Leberfunktion), müssen Sie die regelmässigen Termine für

Kontrolluntersuchungen bei Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin unbedingt einhalten.

Wenn Sie Nebenwirkungen beobachten, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern

lagern.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Ramipril Sandoz enthalten?

Ramipril Sandoz 1,25: 1 Tablette (mit Bruchrille) enthält 1,25 mg Ramipril und Hilfsstoffe.

Ramipril Sandoz 2,5: 1 Tablette (mit Bruchrille) enthält 2,5 mg Ramipril und Hilfsstoffe.

Ramipril Sandoz 5: 1 Tablette (mit Bruchrille) enthält 5 mg Ramipril und Hilfsstoffe.

Ramipril Sandoz 7,5: 1 Tablette (mit Bruchrille) enthält 7,5 mg Ramipril und Hilfsstoffe.

Ramipril Sandoz 10: 1 Tablette (mit Bruchrille) enthält 10 mg Ramipril und Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

57383 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Ramipril Sandoz? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Ramipril Sandoz 1,25/2,5/5/7,5/10 mg: Packungen zu 20 und 100 Tabletten (mit Bruchrille).

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Diese Packungsbeilage wurde im September 2016 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

Fachinformation

Ramipril Sandoz®

Sandoz Pharmaceuticals AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Ramiprilum.

Hilfsstoffe: Excipiens pro compresso.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Ramipril Sandoz 1,25: Tabletten (mit Bruchrille) mit 1,25 mg Ramiprilum.

Ramipril Sandoz 2,5: Tabletten (mit Bruchrille) mit 2,5 mg Ramiprilum.

Ramipril Sandoz 5: Tabletten (mit Bruchrille) mit 5 mg Ramiprilum.

Ramipril Sandoz 7,5: Tabletten (mit Bruchrille) mit 7,5 mg Ramiprilum.

Ramipril Sandoz 10: Tabletten (mit Bruchrille) mit 10 mg Ramiprilum.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Hypertonie.

Langzeitprophylaxe nach Myokardinfarkt bei Patienten mit klinisch manifester Herzinsuffizienz.

Behandlung der symptomatischen Herzinsuffizienz zur Unterstützung einer Behandlung mit

Diuretika mit oder ohne Herzglykoside.

Verminderung des Risikos von Myokardinfarkt, Schlaganfall oder kardiovaskulärem Tod bei

Patienten mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko und/oder Diabetes mellitus vom Typ 2.

Glomeruläre Nephropathie mit Proteinurie von über 3 g/Tag.

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung

Die Dosierung orientiert sich am erwünschten Effekt und individueller Verträglichkeit.

Hypertonie

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt bei Patienten, die nicht mit Diuretika vorbehandelt sind,

2,5 mg Ramipril 1× täglich. Eine Erhöhung der Dosis auf 5 mg bzw. auf 10 mg Ramipril 1× täglich

kann in Abständen von 2-3 Wochen in Abhängigkeit vom therapeutischen Erfolg vorgenommen

werden. Übliche Erhaltungsdosis sind 2,5 mg bis 5 mg Ramipril täglich.

Falls der therapeutische Erfolg nach einer Behandlung mit 10 mg (höchst zulässige Tagesdosis)

ungenügend ist, wird eine Kombination mit einem anderen Antihypertensivum, z.B. einem

Diuretikum oder Kalziumantagonisten, empfohlen.

Herzinsuffizienz

Die empfohlene Anfangsdosierung beträgt 1,25 mg Ramipril einmal täglich. Abhängig vom

Ansprechen des Patienten kann die Dosis gesteigert werden. Hierzu wird empfohlen, die Dosis im

Abstand von 1 bis 2 Wochen zu verdoppeln. Ist eine Tagesdosis von 2,5 mg Ramipril oder mehr

erforderlich, so kann diese auf einmal eingenommen oder auf zwei Gaben verteilt werden.

Die maximal zulässige Tagesdosis beträgt 10 mg Ramipril.

Bei Patienten, die gleichzeitig mit einem Diuretikum behandelt werden, kann gelegentlich nach der

Initialdosis von Ramipril eine symptomatische Hypotonie auftreten. Das Diuretikum sollte deshalb,

falls möglich, 2-3 oder mehr Tage (falls von der Wirkdauer des Diuretikums her erforderlich) vor

Therapiebeginn abgesetzt werden. Falls das Diuretikum nicht vorher abgesetzt werden kann, sollte

die Initialdosis von Ramipril 1,25 mg betragen. Über die Möglichkeit und Dauer einer solchen

Therapiepause oder Dosisreduktion entscheidet im Einzelfall der Arzt.

Post-Myokardinfarkt

Ab 3. Tag nach Infarkt beträgt die empfohlene Anfangsdosis 5 mg Ramipril täglich, aufgeteilt in

zwei Einzeldosen von 2,5 mg morgens und abends. Bei Unverträglichkeit wird eine

Anfangsdosierung von 1,25 mg Ramipril zweimal täglich für zwei Tage empfohlen. In beiden Fällen

sollte die Dosierung in Abhängigkeit vom Ansprechen des Patienten erhöht werden. Eine reduzierte

Anfangsdosis von 1,25 mg Ramipril täglich ist zu erwägen bei Patienten, die mit einem Diuretikum

vorbehandelt sind. Für die Erhaltungsdosierung wird eine zweimalige Gabe pro Tag von 5 mg

Ramipril empfohlen. Eine Verdoppelung der Dosierung sollte nach Intervallen von 1-3 Tagen

erfolgen. Zu einem späteren Zeitpunkt kann die Tagesdosis auf einmal eingenommen werden. Die

Maximaldosis beträgt 10 mg Ramipril täglich. Zur Behandlung der schweren Herzinsuffizienz

(NYHA IV) unmittelbar nach dem Myokardinfarkt besteht noch zuwenig Erfahrung. Sollten diese

Patienten dennoch behandelt werden, so wird empfohlen, mit der kleinst möglichen Tagesdosierung

von 1,25 mg Ramipril zu beginnen. Die Dosierung darf dann nur mit äusserster Vorsicht erhöht

werden.

Prävention bei Patienten mit erhöhtem kardiovaskulären Risiko und/oder Diabetes mellitus Typ 2

In Kombination mit Betablockern, Diuretika, Kalziumantagonisten, Lipidsenkern und

Acetylsalicylsäure senkt Ramipril die Häufigkeit eines Myokardinfarktes, Schlaganfalls oder

kardiovaskulärem Tod:

Die empfohlene Anfangsdosierung beträgt 2,5 mg Ramipril täglich. In Abhängigkeit von der

Verträglichkeit ist die Dosierung stufenweise zu erhöhen. Es wird empfohlen, die Dosis nach einer

Woche Behandlung und dann nach weiteren drei Behandlungswochen zu verdoppeln, bis zu 10 mg

täglich (1 Tablette Ramipril Sandoz 10 mg).

Hinweis: Dosierungsempfehlungen für die unten stehenden Risikogruppen sind identisch wie diese

in Verbindung mit den anderen Indikationen, siehe «Spezielle Dosierungsanweisungen»:

Patienten mit eingeschränkter Nieren- und Leberfunktion;

Patienten mit nicht vollständig korrigiertem Flüssigkeits- oder Salzmangel;

Patienten mit schwerer Hypertonie;

Patienten, bei denen eine hypotensive Reaktion ein besonderes Risiko bedeuten würde;

Patienten mit Diuretika Vorbehandlung.

Nephropathie

Die empfohlene Anfangsdosierung von Ramipril Sandoz beträgt 1,25 mg Ramipril einmal täglich.

Abhängig von der Verträglichkeit sollte die Dosis erhöht werden. Hierzu wird empfohlen, die Dosis

im Abstand von 2 bis 3 Wochen zu verdoppeln. Die maximal zulässige Tagesdosis beträgt 5 mg

Ramipril.

Bei Patienten, die gleichzeitig mit einem Diuretikum behandelt werden, sollte das Diuretikum 2 bis 3

oder mehr Tage (falls von der Wirkdauer des Diuretikums her erforderlich) vor Therapiebeginn

abgesetzt werden oder zumindest die Dosis des Diuretikums verringert werden.

Patienten mit gleichzeitiger Leberinsuffizienz, siehe «Spezielle Dosierungsanweisungen».

Spezielle Dosierungsanweisungen

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Ramipril Sandoz bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird aufgrund

fehlender Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit nicht empfohlen.

Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit mässig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance von 20 bis 50

ml/min/1,73 m2 Körperoberfläche) beträgt die Anfangsdosierung 1,25 mg Ramipril täglich. Die

höchst zulässige Tagesdosis beträgt in diesen Fällen 5 mg.

Ist es nicht möglich, die Kreatinin-Clearance zu messen, so kann sie auf Grundlage des Serum-

Kreatinin nach der folgenden Formel (Cockcroft-Formel) errechnet werden:

Männer: Kreatinin-Clearance (ml/min.) = KG (kg) × (140-Alter [J]) : 72 × Serum-Kreatinin (mg/dl).

Frauen: Multiplikation des Ergebnisses mit 0,85.

Bei der Behandlung der Hypertonie oder nach Myokardinfarkt ist eine reduzierte Anfangsdosis von

1,25 mg Ramipril zu erwägen bei:

Patienten mit nicht vollständig korrigiertem Flüssigkeits- oder Salzmangel.

Patienten mit schwerer Hypertonie.

Patienten, bei denen eine hypotensive Reaktion ein besonderes Risiko bedeuten würde (z.B. bei

relevanten Stenosen der hirnzuführenden Gefässe oder der Koronargefässe).

Bei älteren Patienten muss die Dosierung von Ramipril entsprechend der Nierenfunktion angepasst

werden. Die Nierenfunktion muss vor einer Behandlung mit Ramipril Sandoz abgeklärt werden

(siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Leberfunktionsstörungen

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion kann die Bildung von Ramiprilat verzögert sein,

wodurch es zu erhöhten Ramipril-Plasmaspiegeln kommt. Zudem kann die Elimination von

Ramiprilat verzögert sein. Die Wirkung von Ramipril Sandoz kann erhöht oder erniedrigt sein. Daher

darf die Behandlung bei diesen Patienten nur unter strenger ärztlicher Überwachung eingeleitet

werden.

Maximale zulässige Tagesdosis: 2,5 mg.

Therapiedauer

Zumeist eine Langzeittherapie: die Dauer der Therapie bestimmt im Einzelfall der Arzt.

Korrekte Art der Einnahme

Ramipril Sandoz Tabletten sind unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (etwa einem Glas Wasser)

vor, während oder nach dem Essen einzunehmen.

Kontraindikationen

·Bekannte Allergie gegen Ramipril, andere ACE-Hemmer oder einen Hilfsstoff.

·Vorgeschichte von hereditärem oder idiopatischem Angioödem. Vorgeschichte von Angioödem

unter einer früheren Behandlung mit einem ACE-Hemmer oder einem Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonist.

·Hämodynamisch relevante Nierenarterienstenose (beidseitig oder bei Einzelniere) und bei

hypotensiv oder hämodynamisch instabilen Patienten.

·Bei schweren Nierenfunktionsstörungen (Kreatininclearance <20 ml/min.) und Dialysepatienten

liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.

·Eine gleichzeitige Behandlung mit ACE-Hemmern und extrakorporalen Behandlungen, die zu

einem Kontakt von Blut mit negativ geladenen Oberflächen führt, muss vermieden werden, da sonst

schwere lebensbedrohliche anaphylaktoide Reaktionen bis hin zum Schock auftreten könnten. Solche

extrakorporale Behandlungen schliessen Dialyse oder Hämofiltration mit bestimmten High-Flux

Membranen (z.B. Polyacrilnitril) und LDL-Apheresen mit Dextransulfat ein (Hinweise der

Membranhersteller beachten).

·Einnahme von Aliskiren-haltigen Arzneimitteln bei Diabetikern (Typ 1 und Typ 2) oder Patienten

mit mässiger oder schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <60 ml/min/1,73 m2).

·Kombination mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (ARA-II) bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie.

·Ramipril Sandoz darf im Falle einer Schwangerschaft nicht angewandt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Die Behandlung mit Ramipril erfordert regelmässige ärztliche Kontrollen.

Von der Doppelblockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) durch die

Kombination von Ramipril Sandoz mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (ARA-II) oder

mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln wird abgeraten, da hierdurch im Vergleich zu einer

Monotherapie insbesondere bei Patienten, die mit einer Behandlung beginnen und einen normalen

bis hohen Blutdruck haben, das Risiko für Hypotonie, Synkopen, Hyperkaliämie sowie für

Veränderungen der Nierenfunktion (bis hin zur akuten Niereninsuffizienz) steigt.

Wenn die Therapie mit einer Doppelblockade jedoch als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies

nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

Die Anwendung von Ramipril Sandoz in Kombination mit Aliskiren ist kontraindiziert bei Patienten,

die an Diabetes (Typ 1 oder Typ 2) oder Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <60 ml/min/1,73

m2) leiden (siehe «Kontraindikationen» und «Interaktionen»).

Ramipril Sandoz stellt keine First-line-Therapie des primären Hyperaldosteronismus dar.

Hyperstimuliertes Renin-Angiotensin-System

Bei der Behandlung von Patienten mit hyperstimuliertem Renin-Angiotensin-System ist besondere

Vorsicht angezeigt. Es besteht ein erhöhtes Risiko eines akuten Blutdruckabfalls und einer

Verschlechterung der Nierenfunktion infolge der ACE-Hemmung. Eine erste Dosis oder eine erste

Dosiserhöhung muss durch eine Blutdrucküberwachung solange begleitet werden bis dass keine

weitere akute Blutdrucksenkung mehr zu erwarten ist.

Eine Dehydratation, Hypovolämie oder Salzmangel sollte vor Beginn der Behandlung ausgeglichen

werden (bei Patienten mit Herzinsuffizienz muss dies allerdings gegenüber der Gefahr einer

Volumenüberlastung abgewogen werden). Ist ein solcher Zustand klinisch relevant, darf die

Behandlung mit Ramipril nur begonnen oder fortgesetzt werden, wenn gleichzeitig angemessene

Vorkehrungen zur Verhinderung eines übermässigen Blutdruckabfalles und einer Verschlechterung

der Nierenfunktion getroffen werden (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Eine signifikante Aktivierung des Renin-Angiotensin-Systems kann bei folgenden Patienten erwartet

werden:

Patienten mit schwerer, insbesondere aber maligner Hypertonie;

Patienten, die einen Flüssigkeits- oder Salzmangel aufweisen oder entwickeln könnten;

Patienten mit vorbestehender Diuretikatherapie;

Patienten mit Herzinsuffizienz (insbesondere einer schweren) und besonders dann, wenn diese noch

zusätzlich mit anderen Substanzen mit blutdrucksenkendem Potential behandelt sind;

Patienten mit hämodynamisch relevanter linksventrikulärer Ein- oder Ausflussbehinderung (z.B.

Mitralklappen- oder Aortenklappenstenose).

Patienten mit hämodynamisch relevanter Nierenarterienstenose. Ein Abbruch der

Diuretikabehandlung kann erforderlich werden.

Patienten mit Lebererkrankungen; siehe weiter unten.

Patienten mit einem erhöhten Risiko für einen ausgeprägten Blutdruckabfall

Eine besonders sorgfältige Überwachung zu Beginn der Behandlung ist auch erforderlich bei

Patienten, die durch einen unerwünscht starken Blutdruckabfall besonders gefährdet wären (z.B. bei

hämodynamisch relevanten Koronarstenosen oder cerebrovaskulären Stenosen).

Um das Ausmass einer akuten Blutdrucksenkung erfassen und nötigenfalls Gegenmassnahmen

treffen zu können, muss im Allgemeinen:

nach erstmaliger Gabe von Ramipril;

nach jeder ersten erhöhten Dosis;

nach erstmaliger zusätzlicher Gabe eines Diuretikums sowie

bei Erhöhung der Dosis eines zusätzlichen Diuretikums der Blutdruck so lange kontrolliert werden,

bis keine weitere bedeutsame akute Blutdrucksenkung mehr zu erwarten ist.

Bei schwerer begleitender Herzinsuffizienz und maligner Hypertonie sollte der Therapiebeginn

sowie jede Dosisanpassung stationär erfolgen.

Ein zu starker Blutdruckabfall kann eine Flachlagerung des Patienten mit Anheben der Beine,

Flüssigkeits- oder Volumenersatz sowie weitere Massnahmen erfordern.

Patienten mit Nierenerkrankungen

Besonders in den Anfangswochen der Behandlung sollte die Nierenfunktion überwacht werden. Bei

Patienten mit Herzinsuffizienz, renovaskulärer Erkrankung (z.B. mit hämodynamisch noch

unwirksamer Nierenarterienstenose oder bei hämodynamisch relevanter einseitiger

Nierenarterienstenose), vorbestehender Nierenfunktionsstörung und bei nierentransplantierten

Patienten ist eine besonders sorgfältige Überwachung im Hinblick auf eine Verschlechterung der

Nierenfunktion erforderlich. Weiterhin besteht bei Patienten mit Niereninsuffizienz ein Risiko zur

Hyperkaliämie.

Patienten mit Lebererkrankungen

Bei Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion kann die Wirkung von Ramipril Sandoz entweder

erhöht oder erniedrigt sein. Zusätzlich kann bei vorliegender schwerer Leberzirrhose mit Ödeme

und/oder Aszites das Renin-Angiotensin-System signifikant aktiviert sein. Deshalb ist bei diesen

Patienten besondere Vorsicht angezeigt.

Laborwerte

Es werden regelmässige Kontrollen des Serum-Kaliums und des Serum-Natriums empfohlen. Bei

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen sind häufigere, bei gleichzeitiger Behandlung mit

kaliumretinierenden Diuretika (z.B. Spironolacton) engmaschige Kontrollen erforderlich.

Bei gleichzeitiger Diuretikabehandlung sind regelmässige Kontrollen des Serum-Natriums

notwendig.

Da bei älteren Patienten ebenfalls eine verminderte Nierenfunktion vorliegen kann, sollte die

Ramiprilbehandlung der Nierenfunktion angepasst werden.

Chirurgie/Anästhesie

Im Zusammenhang mit einer Anästhesie (Vollnarkose oder Regionalanästhesie) oder Blut- oder

Volumenverlusten (z.B. während eines operativen Eingriffs) muss bei der Beurteilung und

Behandlung von hypotensiven Reaktionen und Hypovolämie berücksichtigt werden, dass infolge der

ACE-Hemmung Angiotensin-II-Bildung und Aldosteronausschüttung reduziert sind. Als

vorbeugende und Gegenmassnahme kommt z.B. eine Erhöhung des Plasmavolumens in Betracht.

Kaliumzusätze und kaliumsparende Diuretika: siehe «Interaktionen».

Leukopenie/Thrombozytopenie

Die Leukozyten sollten kontrolliert werden. Besonders zu Beginn der Therapie und bei den im

Kapitel «Unerwünschte Wirkungen» genannten Risikogruppen werden häufigere Kontrollen

empfohlen, sowie bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, bei Patienten mit gleichzeitig

bestehender Kollagenose (z B. Lupus erythermatodes oder Sklerodermie) und allen Patienten, die

gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln behandelt werden, die Veränderungen des Blutbildes

verursachen können.

Treten Leukopenie- (z.B. Fieber, Lymphknotenschwellungen oder Tonsillitis) oder

Thrombozytopenie-bedingte Blutungsneigung (Petechien, Purpura, oder schwer stillbares

Zahnfleischbluten) auf, so ist Ramipril abzusetzen.

Angioödem

Ein Angioödem (siehe «Unerwünschte Wirkungen») kann lebensbedrohlich werden und

Notfallmassnahmen erfordern. Die Behandlung mit einem ACE-Hemmer muss unverzüglich

abgebrochen werden. Ein Angioödem kann das Gesicht, die Zunge, die Lippe, den Stimmapparat und

den Kehlkopf miteinbeziehen.

Auch intestinale Angioödeme sind unter ACE-Hemmern beobachtet worden.

Anaphylaktische Reaktionen während Hymenoptera-Desensibilisierung

In seltenen Fällen sind bei Patienten unter ACE-Hemmer-Therapie lebensbedrohliche

anaphylaktische Reaktionen während der Desensibilisierung gegenüber Insektengift aufgetreten.

Diese Reaktionen konnten vermieden werden, wenn die Behandlung mit dem ACE-Hemmer vor der

Desensibilisierung vorübergehend unterbrochen wurde. In diesem Fall darf Ramipril überdies nicht

durch einen Betablocker ersetzt werden. Selten kann es auch nach Insektenstichen zu

anaphylaktischen Reaktionen kommen.

Hypoglykämie bei Diabetikern

Siehe «Interaktionen».

Interaktionen

Kontraindizierte und nicht empfohlene Kombinationen

Extrakorporale Behandlungen, die zu einem Kontakt von Blut mit negativ geladenen Oberflächen

führen, wie z.B. Dialyse oder Hämofiltration mit bestimmten High-Flux-Membranen oder LDL-

Apheresen mit Dextransulfat: Gefahr von schweren anaphylaktoiden Reaktionen (siehe

«Kontraindikationen»).

Kaliumsparende Diuretika, Kaliumsalze und alle anderen Arzneimittel, die die Kaliämie verstärken

können: Gefahr einer Hyperkaliämie, die bisweilen schwerwiegend sein kann. Gleichzeitige

Behandlung mit kaliumretinierenden Diuretika, Kaliumsalzen oder mit Arzneimitteln, die das Risiko

einer Hyperkaliämie verstärken erfordert eine enge Überwachung des Serumkaliumspiegels.

Die Kombination von Ramipril mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes

(Typ 1 und Typ 2) oder mässiger bis schwerer Niereninsuffizienz kontraindiziert. Ebenfalls wird bei

anderen Patientenkategorien davon abgeraten (siehe Abschnitte «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen» und «Kontraindikationen»).

Die Kombination von Ramipril mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (ARA-II) ist bei Patienten

mit diabetischer Nephropathie kontraindiziert und bei allen anderen Patienten nicht empfohlen (siehe

Abschnitte «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Kontraindikationen»).

Kombination unter Vorsichtsmassnahmen oder besonderer Aufmerksamkeit

Die Kombination von Ramipril mit Diuretika oder anderen Substanzen mit blutdrucksenkendem

Potential (z.B. Nitropräparate, trizyklische Antidepressiva, Anästhetika) kann die blutdrucksenkende

Wirkung potenzieren (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen», «Dosierung/Anwendung»

und «Unerwünschte Wirkungen»).

Vermehrte Kochsalzzufuhr mit der Nahrung kann die blutdrucksenkende Wirkung von Ramipril

vermindern.

Gefässverengende Sympathomimetika können die antihypertensive Wirkung von Ramipril Sandoz

beeinträchtigen; eine engmaschige Blutdruckkontrolle wird empfohlen.

Wie bei anderen ACE-Hemmern kann die blutdrucksenkende Wirkung bei Patienten, die

nichtsteroidale Antiphlogistika einnehmen (z.B. Acetylsalicylsäure, Indometacin), vermindert

werden. Zudem kann eine gleichzeitige Behandlung von ACE-Hemmern und nichtsteroidalen

Antiphlogistika zu einem erhöhten Risiko einer Nierenfunktionsverschlechterung und zu einer

Zunahme des Serumkaliums führen.

Wie bei anderen Medikamenten, die Natrium ausschwemmen, kann sich die Ausscheidung von

Lithium reduzieren und so zu erhöhtem Lithiumspiegel und erhöhter Lithiumtoxizität führen.

Deshalb sollen die Lithiumspiegel sorgfältig überwacht werden, falls Lithiumsalze verabreicht

werden müssen.

Heparin verstärkt das Risiko einer Hyperkaliämie.

Bei Patienten, die Allopurinol, Immunsuppressiva, Kortikosteroide, Procainamid, Zytostatika und

andere blutbildverändernde Substanzen einnehmen, können Blutbildveränderungen auftreten.

Mit Antidiabetika (Insulin, Sulfonylharnstoffe, Biguanide) besteht die Möglichkeit einer verstärkten

Blutzuckersenkung. Es wird vermutet, dass ACE-Hemmer die Insulinsensitivität des Gewebes

erhöhen. Diabetiker sollten daher auf das Auftreten hypoglykämischer Reaktionen hingewiesen und

entsprechend überwacht werden.

Ramipril kann die Wirkung von Alkohol verstärken.

Desensibilisierungstherapie: Die Wahrscheinlichkeit von anaphylaktischen und anaphylaktoiden

Reaktionen auf Insektengift und deren Schweregrad ist unter ACE-Hemmung erhöht.

Bei Patienten, die gleichzeitig mit ACE-Hemmern und Vildagliptin behandelt wurden, kam es zu

einem verstärkten Auftreten von Angioödemen.

Bei Patienten, die gleichzeitig mit ACE-Hemmern und mTOR-Hemmern (mTor: Ziel des

Rapamycins bei Säugetieren) behandelt wurden, kam es zu einem verstärkten Auftreten von

Angioödemen.

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und NEP-Hemmern

(neutrale Endopeptidase), z.B. Racecadotril, das potenzielle Risiko von Angioödemen erhöht (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Schwangerschaft/Stillzeit

Ramipril Sandoz darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Eine Einnahme von

Ramipril Sandoz im 2. und 3. Trimenon kann zu fetalen Nierenschäden und Fehlbildung im Gesicht

und am Schädel führen. Der Fetus ist in utero einem potentiellen Hypotonie-Risiko ausgesetzt. Bei

Neugeborenen wurde ein erniedrigtes Geburtsgewicht, eine erniedrigte Nierendurchblutung und

Anurie beobachtet. Bei der Mutter wurde über Oligohydramnie berichtet, die wahrscheinlich im

Zusammenhang mit einer erniedrigten Nierenfunktion des Feten steht. Alle Neugeborenen sollen

nach Exposition in utero sorgfältig auf genügende Harnausscheidung, Hyperkaliämie und Blutdruck

untersucht werden. Nötigenfalls müssen angebrachte medizinische Massnahmen ergriffen werden,

wie z.B. Rehydrierung oder Dialyse, um den ACE-Hemmer aus dem Kreislauf zu entfernen.

Vor Beginn der Behandlung mit Ramipril ist daher eine Schwangerschaft auszuschliessen. Wenn auf

die ACE-Hemmer-Therapie nicht verzichtet werden kann, sind Verhütungsmassnahmen zu ergreifen.

Ist eine Schwangerschaft beabsichtigt, so muss die Behandlung der Hypertonie mit ACE-Hemmern

beendet oder durch eine andere Behandlungsform ersetzt werden.

Stillzeit

Im Tierversuch wurde gezeigt, dass Ramipril in die Muttermilch übergeht. Zwar induzierte eine orale

Einzeldosis Ramipril nicht nachweisbare Mengen von Ramipril und seinen Metaboliten in der

Muttermilch, aber die Auswirkungen multipler Dosen sind nicht bekannt. Angesichts der

unzureichenden Datenlage zur Anwendung von Ramipril in der Stillzeit wird Ramipril Sandoz nicht

empfohlen, weshalb in der Stillzeit eine Behandlungsalternative mit besser abgesichertem

Sicherheitsprofil in Betracht zu ziehen ist, insbesondere beim Stillen von Früh- oder Neugeborenen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Eine Senkung des Blutdrucks kann Konzentrationsfähigkeit und Reaktionsvermögen und somit z.B.

die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr und zum Bedienen von Maschinen

beeinträchtigen. Dies gilt in verstärktem Masse zu Behandlungsbeginn sowie beim gleichzeitigen

Genuss von Alkohol.

Unerwünschte Wirkungen

Die Auftretenshäufigkeit unerwünschter Wirkungen wird nach folgender Konvention angegeben:

sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1'000, <1/100); selten (≥1/10'000,

<1/1'000); sehr selten (<1/10'000); unbekannt (lässt sich anhand der verfügbaren Daten nicht

einschätzen). Innerhalb jeder Häufigkeitskategorie werden unerwünschte Wirkungen in der

Reihenfolge nachlassender Schwere genannt.

Störungen des Blut- und Lymphsystems

Gelegentlich: Eosinophilie.

Selten: Abnahme der Anzahl der Leukozyten einschliesslich Neutropenie oder Agranulozytose,

Abnahme der Anzahl der Erythrozyten, Sinken des Hämoglobinspiegels, Abnahme der Anzahl der

Thrombozyten.

Unbekannte Häufigkeit: Knochenmarkinsuffizienz, Panzytopenie, hämolytische Anämie.

Störungen des Immunsystems

Unbekannte Häufigkeit: anaphylaktische oder anaphylaktoide Reaktionen (die Verabreichung von

ACE-Hemmern begünstigt schwere anaphylaktische bzw. anaphylaktoide Reaktionen auf

Insektenstiche), erhöhte Spiegel antinukleärer Antikörper.

Endokrine Störungen

Unbekannte Häufigkeit: Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: erhöhte Kaliumspiegel im Blut.

Gelegentlich: Anorexie, Appetitlosigkeit.

Unbekannte Häufigkeit: Hyponatriämie.

Psychiatrische Störungen

Gelegentlich: depressive Verstimmung, Angstzustände, Nervosität, Ruhelosigkeit, Schlafstörungen

einschliesslich Schläfrigkeit.

Selten: Verwirrungszustände.

Unbekannte Häufigkeit: Aufmerksamkeitsstörungen (Konzentrationsschwierigkeiten).

Störungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen, leichte Benommenheit.

Gelegentlich: Schwindel, Parästhesie, Geschmacksverlust, Geschmacksstörungen.

Selten: Zittern, Gleichgewichtsstörungen.

Unbekannte Häufigkeit: Minderdurchblutung des Gehirns einschliesslich Schlaganfall und

transitorischer ischämischer Attacke, gestörte psychomotorische Fähigkeiten (verminderte

Reaktionsfähigkeit), brennendes Gefühl, Parosmie (Geruchstäuschung).

Augenleiden

Gelegentlich: Sehstörungen einschliesslich verschwommenes Sehen.

Selten: Konjunktivitis.

Funktionsstörungen des Ohrs und des Innenohrs

Selten: Hörstörungen, Ohrgeräusche.

Funktionsstörungen des Herzens

Gelegentlich: Minderdurchblutung des Herzmuskels einschliesslich Angina pectoris oder

Myokardinfarkt, Tachykardie, Arrhythmie, Herzklopfen, peripheres Ödem.

Funktionsstörungen der Gefässe

Häufig: Senkung des Blutdrucks, orthostatische Hypotonie (Störung des orthostatischen

Regelsystems), Ohnmacht.

Gelegentlich: Flush.

Selten: Gefässstenose, Hypoperfusion (Verschlimmerung von Durchblutungsstörungen),

Vaskularisation.

Unbekannte Häufigkeit: Raynaud-Syndrom.

Atmungsorgane (Respiratorische, thorakale und mediastinale Funktionsstörungen)

Häufig: trockener Reizhusten, Bronchitis, Sinusitis, Atemnot.

Gelegentlich: Bronchospasmus einschliesslich Verschlimmerung von Asthma, verstopfte Nase.

Gastrointestinale Störungen

Häufig: entzündliche Reaktionen des Magen-Darm-Trakts, Verdauungsstörungen, abdominale

Beschwerden, Dyspepsie, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen.

Gelegentlich: Pankreatitis (es liegen vereinzelte Berichte über Fälle mit tödlichem Ausgang unter

ACE-Hemmer-Therapie vor), erhöhte Pankreasenzyme, intestinales Angioödem, Schmerzen im

Oberbauch einschliesslich Gastritis, Verstopfung, Mundtrockenheit.

Selten: Glossitis.

Unbekannte Häufigkeit: Gingivostomatitis herpetica (entzündliche Reaktion in der Mundhöhle).

Funktionsstörungen der Leber und der Galle

Gelegentlich: erhöhte Leberenzyme und/oder Bilirubinkonzentration.

Selten: cholestatischer Ikterus, Leberzellläsionen.

Unbekannte Häufigkeit: akutes Leberversagen, cholestatische oder zytolytische Hepatitis (in seltenen

Ausnahmefällen mit Todesfolge).

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Ausschlag, insbesondere makulopapulös.

Gelegentlich: Angioödem (in seltenen Ausnahmefällen kann die Verlegung der Atemwege aufgrund

eines Angioödems den Tod zur Folge haben), Juckreiz, Hyperhidrose (übermässiges Schwitzen).

Selten: Dermatitis exfoliativa, Urtikaria, Onycholysis.

Sehr selten: Photosensibilitätsreaktion.

Unbekannte Häufigkeit: Lyell-Syndrom, Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema multiforme,

Pemphigus, Verschlimmerung einer Psoriasis, psoriasiforme Dermatitis, psoriasiforme oder

pemphigoide Exantheme und Enantheme, Alopezie.

Muskelskelettsystem (Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und der

Knochen)

Häufig: Muskelkrämpfe, Muskelschmerzen.

Gelegentlich: Gelenkschmerzen.

Funktionsstörungen der Nieren und ableitenden Harnwege

Gelegentlich: Beeinträchtigung der Nierenfunktion einschliesslich akuter Niereninsuffizienz,

Erhöhung der Harnausscheidung, Verschlimmerung einer vorbestehenden Proteinurie, erhöhte

Harnstoff- und Kreatininspiegel im Serum.

Funktionsstörungen des Reproduktionssystems und der Brust

Gelegentlich: transitorische erektile Dysfunktion, verminderte Libido.

Unbekannte Häufigkeit: Gynäkomastie.

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Häufig: Brustschmerzen, Müdigkeit.

Gelegentlich: Fieber.

Selten: Asthenie.

Überdosierung

Die klinischen Symptome einer Überdosierung zeigen sich in der Regel in Form von übermässiger

peripherer Vasodilatation (mit ausgeprägter Hypotonie und Schock), Bradykardie,

Elektrolytstörungen und Nierenversagen. Die Therapie richtet sich nach Art und Zeitpunkt der

Einnahme sowie nach Art und Schwere der Symptome. Als Massnahme, die der Elimination von

noch nicht resorbiertem Ramipril dienen (wie z.B. Magenspülung, Verabreichung von Adsorbantien

und Natriumsulfat, möglichst innerhalb der 1. halben Stunde) müssen unter intensivmedizinischen

Bedingungen die Vital- und Organfunktionen überwacht und nötigenfalls gesichert werden. Bei

Hypotonie kann neben Volumensubstitution mit physiologischer Kochsalzlösung auch die Gabe von

α-adrenergen Agonisten und Angiotensin II (falls verfügbar) erwogen werden.

Es liegen keine Erfahrungen zur Effektivität von forcierter Diurese, Änderungen des Urin pH, einer

Dialyse oder Hämofiltration zur Beschleunigung der Elimination von Ramipril oder Ramiprilat vor.

Wird dennoch eine Dialyse oder Hämofiltration erwogen, so siehe auch «Kontraindikationen».

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C09AA05

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

Ramipril ist ein Inhibitor des Angiotensin-Converting-Enzyms (ACE-Hemmer), der als «pro-drug»

vorliegt und nach der Resorption aus dem Gastrointestinaltrakt durch hepatische Esterasen in die

aktive Form Ramiprilat umgewandelt wird. Ramiprilat steigert die Renin-Aktivität im Plasma und

senkt gleichzeitig die Plasmakonzentration von Angiotensin II und Aldosteron.

Die blutdrucksenkende Wirkung von Ramipril beruht im Wesentlichen auf einer ACE-Hemmung.

Als Folge davon wird die Angiotensin II-Konzentration vermindert, was zu einer Dilatation der

peripheren Gefässe und Reduktion des Gefässwiderstandes führt. Es bestehen Hinweise darauf, dass

das Gewebe-ACE des Gefässsystems - mehr als das frei zirkulierende ACE - der primäre

Angriffspunkt für die hämodynamische Wirkung von Ramipril ist.

Das ACE ist mit der Kininase II, einem am Abbau von Bradykinin beteiligten Enzym, identisch. Die

ACE-Hemmung durch Ramipril hat deshalb wahrscheinlich auch einen Einfluss auf das Kallikrein-

Kinin-Prostaglandin-System.

Klinische Wirksamkeit

Hypertonie

Ein bis zwei Stunden nach Einnahme von Ramipril wird bei Patienten mit Hypertonie der Blutdruck

sowohl in liegender als auch in stehender Position gesenkt. Der maximale Effekt wird 3-6 Stunden

nach der Medikamenteneinnahme erreicht und hält in der Regel mit den empfohlenen Dosierungen

mindestens 24 Stunden an.

Herzinsuffizienz

Durch eine Reduktion der Vor- und Nachlast führt Ramipril Sandoz zu einer Senkung der

Arbeitsbelastung des Herzens. Die Herzleistung wird verbessert; das Herzminutenvolumen wird

erhöht. Die Herzfrequenz bleibt im Allgemeinen unverändert oder wird bei Tachykardien gesenkt.

Ramipril Sandoz senkt die Mortalität bei Patienten nach Myokardinfarkt.

Risikominderung bei Patienten mit erhöhtem kardiovaskulären Risiko

Bei Patienten im Alter von 55 Jahren oder älter und normaler Auswurffraktion (≥40%) sowie mit

einem erhöhten kardiovaskulären Risiko aufgrund vaskulärer Erkrankung (wie manifeste koronare

Herzkrankheit, Schlaganfall oder periphere arterielle Verschlusskrankheit in der Anamnese)

und/oder Diabetes mellitus vom Typ 2 mit zumindest einem zusätzlichen Risikofaktor

(Mikroalbuminurie, Hypertonie mit einem systolischem Blutdruck >160 mm Hg oder einem

diastolischen Blutdruck >90 mm Hg, Cholesterinspiegel >5,2 mmol/l, HDL-Cholesterinspiegel <0,9

mmol/l, Rauchen) wurde Ramipril in einer placebokontrollierten Studie an über 9200 Patienten

zusätzlich zur Standardtherapie angewendet. Diese Studie zeigte, dass Ramipril die Häufigkeit von

Myokardinfarkten, Schlaganfällen oder kardiovaskulären Todesfällen hochsignifikant verringert.

Ausserdem reduziert Ramipril die Gesamtsterblichkeit und verzögert das Entstehen bzw. die

Progression einer Herzinsuffizienz.

Glomeruläre Nephropathie

Ramipril verlangsamt das Fortschreiten der Niereninsuffizienz und die Entwicklung von terminalen

Nierenversagen. Die Wirkung von Ramipril ist vorallem bei höheren Proteinuriewerten und einem

grösseren Nierenschaden belegt.

Pharmakokinetik

Absorption

Die Absorption von Ramipril aus dem Gastrointestinaltrakt erfolgt nach oraler Gabe schnell und wird

durch gleichzeitig aufgenommene Nahrung nur wenig beeinflusst. Maximale Plasmakonzentrationen

werden innerhalb von einer Stunde erreicht.

Ramipril wird durch Esterasen in der Leber zum wirksamen Metaboliten Ramiprilat (Dicarbonsäure)

hydrolisiert. Maximale Plasmakonzentrationen von Ramiprilat werden 2-4 Stunden nach der oralen

Einnahme gemessen. Die absolute Bioverfügbarkeit beträgt für Ramiprilat nach oraler Gabe von

Ramipril 28%.

Distribution

Die Verteilungsvolumen von Ramipril beträgt etwa 90 Liter, das relative Verteilungsvolumen von

Ramiprilat etwa 500 Liter. Steady-state-Plasmakonzentrationen von Ramiprilat werden nach

täglicher Einmaldosierung mit den empfohlenen Dosen ca. am 4. Behandlungstag eingereicht.

Die Serum-Proteinbindung beträgt für Ramipril ca. 73% und die für Ramiprilat ca. 56%.

Metabolismus

Das Prodrug Ramipril unterliegt einem extensiven First-pass-Metabolismus (Hydrolyse), welcher für

die Bildung des einzig aktiven Metaboliten Ramiprilat wesentlich ist. Ramipril wird im weiteren

abgebaut zu den inaktiven Metaboliten wie Glucuronsäure-Konjugaten und Diketopiperazin-Ester.

Ramiprilat wird glucuroniert und in Ramiprilatdiketopiperazin umgewandelt.

Elimination

Nach oraler Verabreichung von 10 mg radioaktiv markiertem Ramipril wurden ca. 40% der totalen

Radioaktivität durch die Fäzes und ca. 60% im Urin ausgeschieden. Nach intravenöser

Verabreichung von Ramipril konnte ca. 50-60% der Dosis im Urin nachgewiesen werden. Nach

intravenöser Verabreichung von Ramiprilat beträgt die Nachweisbarkeit im Urin ca. 70% und der

nicht-renal eliminierte Anteil ca. 30-50%. Nach oraler Verabreichung von 5 mg Ramipril bei

Patienten mit einer Gallengangdrainage wurden während den ersten 24 Stunden ungefähr dieselben

Mengen von Ramipril und seinen Metaboliten im Urin und Galle ausgeschieden. Ca. 80-90% der

Metaboliten in Urin und Galle konnten als Ramiprilat oder Ramiprilat-Metaboliten identifiziert

werden.

Die effektive Halbwertzeit, die für die Dosierung relevant ist, beträgt 13-17 Stunden unter «multiple-

dose conditions». Die initiale Distributions- und Eliminations-Halbwertzeit ist ungefähr 3 Stunden.

Die terminale Phase mit sehr niedrigen Ramiprilat-Plasmakonzentrationen hat eine Halbwertzeit von

ungefähr 4-5 Tagen. Diese terminale Eliminationsphase ist dosisunabhängig und weist auf eine

Sättigung der Enzymbindungskapazität für Ramiprilat hin. Trotz dieser langen terminalen Phase

erreicht eine 1× tägliche Gabe von 2,5 mg Ramipril oder mehr Steady-state-Plasmakonzentrationen

von Ramiprilat nach ca. 4 Tagen.

Laboruntersuchungen haben eine konstante Gesamthemmung von Ramiprilat von 7 pmol/l und eine

Eliminationshalbwertzeit von Ramiprilat durch ACE von 10,7 Stunden gezeigt. Bei gesunden

Patienten und bei Patienten mit Bluthochdruck konnte auch nach 2wöchiger oraler Behandlung mit

1× 5 mg Ramipril täglich keine erhebliche Ansammlung von Ramipril und Ramiprilat festgestellt

werden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist die Ausscheidung von Ramipril und Ramiprilat

verzögert und erfordert eine Dosisanpassung entsprechend der Kreatinin-Clearance.

Leberinsuffizienz

Bei Leberfunktionsstörungen ist die Umwandlung von Ramipril zu seinem aktiven Metaboliten

verzögert. Bei hohen Dosen (10 mg Ramipril) tritt eine langsamere Elimination von Ramiprilat auf.

Deshalb sollte bei diesen Patienten die Behandlung mit niedrigen Dosen begonnen werden (vgl.

«Spezielle Dosierungsanweisungen»).

Präklinische Daten

In chronischen Toxizitätsstudien wurden Blutbildveränderungen sowie eine Elektrolytverschiebung

bei allen Spezies, inklusive Affen gefunden.

Mutagenität/Karzinogenität

Langzeituntersuchungen mit Ramipril an der Maus und an der Ratte ergaben keine neoplastischen

Eigenschaften. Ausführliche Mutagenitätsuntersuchungen in mehreren Systemen verliefen negativ.

Reproduktionstoxizität

Untersuchungen zur Reproduktionstoxizität von Ramipril an der Ratte, am Kaninchen und am Affen

erbrachten keine teratogenen Eigenschaften der Substanz.

Eine Verabreichung von Ramipril an Ratten während der Fetalperiode und während der

Laktationszeit führt bei den Nachkommen ab Dosen von 10 mg/kg KG/Tag zu nicht reversiblen

Schädigungen der Nieren (Nierenbeckenerweiterung).

Fertilitätsstörungen bei männlichen und weiblichen Ratten wurden nicht beobachtet. Im Tierversuch

geht Ramipril in die Muttermilch über.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern

lagern.

Zulassungsnummer

57383 (Swissmedic).

Packungen

Ramipril Sandoz 1,25 Tabletten (mit Bruchrille): 20 und 100. [B]

Ramipril Sandoz 2,5 Tabletten (mit Bruchrille): 20 und 100. [B]

Ramipril Sandoz 5 Tabletten (mit Bruchrille): 20 und 100. [B]

Ramipril Sandoz 7,5 Tabletten (mit Bruchrille): 20 und 100. [B]

Ramipril Sandoz 10 Tabletten (mit Bruchrille): 20 und 100. [B]

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Stand der Information

September 2016.

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