Inhibace submite 1 mg Filmtabletten

Շվեյցարիա - գերմաներեն - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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PIL PIL (PIL)

01-03-2020

SPC SPC (SPC)

24-10-2018

active_ingredient:
cilazaprilum anhydricum, cilazaprilum monohydricum
MAH:
CPS Cito Pharma Services GmbH
ATC_code:
C09AA08
INN:
cilazaprilum anhydricum, cilazaprilum monohydricum
pharmaceutical_form:
Filmtabletten
composition:
cilazaprilum anhydricum 1 mg ut cilazaprilum monohydricum, excipiens pro compresso obducto.
class:
B
therapeutic_group:
Synthetika
therapeutic_area:
ACE-Hemmer
authorization_number:
50373
authorization_date:
1990-02-21

documents_in_other_languages

PIL PIL - ֆրանսերեն

01-03-2020

SPC SPC - ֆրանսերեն

01-03-2020

PIL PIL - իտալերեն

01-03-2020

SPC SPC - իտալերեն

01-03-2020

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie diese Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Inhibace®

Was ist Inhibace und wann wird es angewendet?

Inhibace ist ein Arzneimittel zur Behandlung des hohen Blutdruckes und zur Behandlung der

schweren Leistungsschwäche des Herzens. Seine Wirkung beruht auf der Hemmung von

körpereigenen Stoffen, die für den erhöhten Blutdruck oder die Leistungsschwäche des Herzens

mitverantwortlich sind. Dadurch kann der Blutdruck gesenkt und die Leistung des Herzens

verbessert werden.

Inhibace darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Zur Behandlung des hohen Blutdruckes empfiehlt es sich, in Absprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer

Ärztin, neben der Einnahme des Arzneimittels auch Ihr Gewicht zu reduzieren und sich mehr

Bewegung zu verschaffen.

Wann darf Inhibace nicht angewendet werden?

Inhibace darf nicht angewendet werden

-bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Cilazapril, gegen einen der Hilfsstoffe oder gegen

Arzneimittel mit Wirkstoffen der gleichen Klasse;

-in der Schwangerschaft und in der Stillzeit;

-bei Kindern und Jugendlichen;

-bei Blutabflussstörungen aus dem Herzen;

-bei Patienten bzw. Patientinnen, bei denen unter einer früheren Behandlung mit einem ACE-

Hemmer ein angioneurotisches Ödem (Schwellungen im Gesicht oder Hals) auftrat;

-falls Sie an Diabetes mellitus (Typ 1 oder Typ 2) oder an eingeschränkter Nierenfunktion leiden und

Aliskiren, einen blutdrucksenkenden Wirkstoff, einnehmen;

-wenn Sie Arzneimittel, welche die Wirkstoffkombination Sacubitril/Valsartan (eingesetzt zur

Behandlung der Herzinsuffizienz) enthalten, eingenommen haben oder einnehmen, da ein erhöhtes

Risiko für Angioödeme (schnelle Schwellungen unter der Haut z.B. im Rachenbereich, im Gesicht,

an Augen, Lippen oder Zunge, welche Atemprobleme verursachen können) besteht.

Wann ist bei der Einnahme von Inhibace Vorsicht geboten?

Inhibace kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen

zu bedienen, beeinträchtigen! Dies gilt in verstärktem Masse bei Behandlungsbeginn und

Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Bei schwerer Leber- oder Nierenerkrankung wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin vor allem zu Beginn der

Behandlung die Dosis entsprechend anpassen.

Wenn Sie unter Schwellungen im Gesicht oder im Hals leiden, sollten Sie dies Ihrem Arzt oder Ihrer

Ärztin mitteilen. Treten diese Schwellungen nach der Einnahme von Inhibace auf, sollten Sie Ihren

Arzt oder Ihre Ärztin umgehend aufsuchen und das Arzneimittel erst wieder einnehmen, wenn Ihnen

der Arzt oder die Ärztin dies gestattet.

Falls Sie operiert werden müssen, sollten Sie dem Arzt oder der Ärztin vorher mitteilen, dass Sie

Inhibace einnehmen.

Die Anwendung von ACE-Hemmern (z.B. Inhibace) in Kombination mit Arzneimitteln, die den

Wirkstoff Aliskiren enthalten, wird nicht empfohlen.

Gewisse Patienten bzw. Patientinnen, die nach der Einnahme von Inhibace eine Dialysebehandlung

(Hämofiltration oder Entfernung von Abbauprodukten aus dem Blut) erhielten, erlitten schwere

allergische Reaktionen. Sie müssen deshalb Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren, falls Sie vor

einer Dialysebehandlung Inhibace einnehmen. Aus dem gleichen Grund müssen Patienten bzw.

Patientinnen den Arzt oder die Ärztin informieren, die sich einer LDL-Apherese (Entfernung von

Fett aus dem Blut durch Filtration) unterziehen, falls Sie Inhibace einnehmen, bevor die Apherese

durchgeführt wird.

Werden Sie dialysiert, nehmen Sie Inhibace nur an den dialysefreien Tagen ein.

Allergische Reaktionen können auch bei Patienten bzw. Patientinnen auftreten, die während der

Behandlung mit einem ACE-Hemmer - zum Beispiel Inhibace - eine Therapie zur Desensibilisierung

mit Wespen- oder Bienengift erhalten. Falls Sie Inhibace einnehmen, müssen Sie dies dem Arzt oder

der Ärztin mitteilen. Bevor Sie mit der Desensibilisierung beginnen, müssen Sie die Einnahme von

Inhibace beenden. Selten kann es auch nach Insektenstichen zu allergischen Reaktionen kommen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, falls Sie Lithium einnehmen, weil bei gleichzeitiger

Gabe von Lithium und Inhibace sich der Lithium-Blutspiegel erhöhen und zu vermehrten Lithium-

bedingten Nebenwirkungen führen kann.

Bestimmte Arzneimittel können die Wirksamkeit von Inhibace beeinflussen, insbesondere

harntreibende Mittel (Diuretika), kaliumhaltige Mittel, Präparate zur Blutzuckersenkung und

bestimmte Rheumamittel inkl. Aspirin, Goldpräparate, Mittel gegen Depression (hier trizyklische

Antidepressiva z.B. Amitriptylin, Clomipramin), Mittel gegen Schizophrenie (psychotrope

Substanzen mit antipsychotischer, sedierender und psychomotorischer Wirkung), Arzneimittel, die

z.B. bei Operationen oder operativen Eingriffen eingesetzt werden, um Bewusstlosigkeit oder

Schmerzunempfindlichkeit zu erzeugen, Mittel zur Anregung des Kreislaufs, der Atmung und des

Herzens (Wirkung auf das vegetative Nervensystem), Mittel zur Stärkung des Herzschlags und der

Senkung der Herzfrequenz (Digitalis-Präparate). Es ist Vorsicht geboten, wenn Inhibace gleichzeitig

mit anderen Wirkstoffen angewendet wird, die den Kaliumspiegel im Blutserum erhöhen, u.a. mit

Kaliumpräparaten (inklusive Salzersatz) oder kaliumhaltigen Infusionen, Antibiotika wie

Trimethoprim oder Cotrimoxazol (Antibiotikum, auch bekannt als Trimethoprim/Sulfamethoxazol),

oder mit Ciclosporin (Immunsuppressivum, das zur Verhinderung der Organabstossung in der

Transplantationsmedizin eingesetzt wird), oder Heparin (Gerinnungshemmer mit Einsatz in der

Thromboseprophylaxe), oder mit harntreibenden Mitteln (kaliumsparende Diuretika).

Inhibace enthält Milchzucker (Laktose). Sie sollten das Arzneimittel nicht einnehmen, wenn Sie an

gewissen erblichen Störungen des Stoffwechsels von Zuckern leiden.

Bei Patienten afrikanischer Abstammung mit schwarzer Hautfarbe sind ACE-Hemmer weniger

wirksam in der Blutdrucksenkung. Bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe ist darüber hinaus das

Risiko für das Auftreten von bestimmten Schwellungen, sogenannten Angioödemen, erhöht.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben, oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen

oder äusserlich anwenden!

Dies gilt insbesondere für gewisse Arzneimittel, die bei einigen Krebsarten oder zur Verhinderung

der Abstossung von Organtransplantaten eingesetzt werden (sogenannte mTOR-Hemmer wie zum

Beispiel Temsirolimus, Sirolimus oder Everolimus), bestimmte Arzneimittel gegen Diabetes

(sogenannte DPP IV-Hemmer wie zum Beispiel Vildagliptin), Arzneimittel mit der

Wirkstoffkombination Sacubitril/Valsartan (eingesetzt zur Behandlung der Herzinsuffizienz) oder

Racecadotril (eingesetzt zur Behandlung von Durchfall). Eine Kombination dieser Arzneimittel mit

(ACE-Hemmern wie) Inhibace kann das Risiko für das Auftreten von Angioödemen (ebenfalls)

erhöhen.

Darf Inhibace während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Während der Schwangerschaft und Stillzeit darf Inhibace nicht eingenommen werden.

Wie verwenden Sie Inhibace?

Inhibace sollte immer etwa zur gleichen Tageszeit vor oder nach dem Essen, gemäss den Angaben

Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin, eingenommen werden.

Falls Sie die Einnahme von Inhibace an einem Tag vergessen, sollten Sie am darauffolgenden Tag

zur gewohnten Tageszeit die übliche Anzahl Filmtabletten Inhibace einnehmen und auf keinen Fall

die verpasste Dosis nachholen.

Bluthochdruck

Die Dosis von Inhibace wird von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin festgelegt. Sie liegt meistens zwischen

2,5 und 5 mg pro Tag. In besonderen Fällen, zum Beispiel bei schweren Nierenleiden, wird der Arzt

oder die Ärztin Ihnen eine niedrigere Dosierung verschreiben. Zu Beginn der Behandlung wird Ihnen

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin eventuell 1 Filmtablette zu 1 mg Inhibace submite oder ½ Filmtablette zu

2,5 mg (½ Filmtablette Inhibace mite) einmal pro Tag verschreiben.

In manchen Fällen wird der Arzt oder die Ärztin nach einiger Zeit zusätzlich ein wassertreibendes

Arzneimittel (Diuretikum) verordnen, da sich diese beiden Arzneimittel ideal ergänzen. Wenn Sie

vor der Behandlung mit Inhibace bereits Diuretika eingenommen haben, wird der Arzt oder die

Ärztin das Absetzen der Diuretika zwei bis drei Tage vor Beginn der Einnahme von Inhibace

anordnen oder Ihnen ½ Filmtablette zu 1 mg (= ½ Filmtablette Inhibace submite) als erste Dosis in

seiner/ihrer Praxis verabreichen und dabei den Blutdruck überwachen.

Schwere Herzschwäche

Die Dosis von Inhibace liegt zwischen 0,5 und 2,5 mg pro Tag. Der Arzt oder die Ärztin legt die

genaue Dosis fest und bestimmt eventuell weitere Arzneimittel, die Sie mit Inhibace gemeinsam

einnehmen sollten. Sie müssen sich strikt daran halten.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin

oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Inhibace haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Inhibace auftreten:

Häufig beobachtet werden: Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Benommenheit, Husten,

Übelkeit.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:

Gelegentlich: Hautausschläge, Juckreiz, Schwellungen im Gesicht oder Hals, Geschmacksstörung,

Erbrechen, Durchfall, Herzklopfen, Ohnmacht, Brustschmerzen, niedriger Blutdruck.

Selten: allergische Reaktionen, Ekzeme, akute Oberbauchbeschwerden, Nierenbeschwerden bzw.

Verschlechterung der Nierenfunktion, Blutarmut, akute arterielle Durchblutungsstörung, Herzinfarkt,

Hirninfarkt, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, Leberfunktionsstörungen (ggf. mit Gelbsucht),

Haarausfall.

Diese Nebenwirkungen sind meistens vorübergehend. Lassen Sie sich daher nicht davon abhalten,

Inhibace in der Dosierung einzunehmen, die Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin verschrieben hat. Sollten

jedoch unerwünschte Wirkungen länger andauern oder Sie sehr stören oder wenn Sie

Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker

bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, falls Sie kurz nach der Einnahme von Inhibace an

Schwindel und/oder Ohnmacht leiden sollten. Dies könnte auf einen zu starken Blutdruckabfall

zurückzuführen sein.

Wenn Sie unter Schwellungen im Gesicht oder im Hals leiden, sollten Sie dies Ihrem Arzt oder Ihrer

Ärztin mitteilen. Treten diese Schwellungen nach der Einnahme von Inhibace auf, sollten Sie Ihren

Arzt oder Ihre Ärztin umgehend aufsuchen und das Arzneimittel erst wieder einnehmen, wenn Ihnen

der Arzt oder die Ärztin dies gestattet (siehe auch Kapitel «Wann ist bei der Einnahme von Inhibace

Vorsicht geboten?»).

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Das Arzneimittel ist nicht über 25 °C und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Bitte bringen Sie nicht mehr benötigte Arzneimittel zur Entsorgung in Ihre Apotheke zurück.

Was ist in Inhibace enthalten?

Wirkstoffe

Die Filmtabletten zu 1 mg (hellgelb), zu 2,5 mg (rosa) und zu 5 mg (rotbraun) enthalten als Wirkstoff

wasserfreies Cilazapril (als Cilazapril-Monohydrat).

Hilfsstoffe

Farbstoffe: Titandioxyd (E 171), Eisenoxyd (E 172) im Überzug; Milchzucker (Laktose) sowie

weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

50373 (Swissmedic) [B]

Wo erhalten Sie Inhibace? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Inhibace submite: Packung mit 30 Filmtabletten (mit Bruchrille) zu 1 mg.

Inhibace mite: Packungen mit 28 und 100 Filmtabletten (mit Bruchrille) zu 2,5 mg.

Inhibace: Packungen mit 28 und 100 Filmtabletten (mit Bruchrille) zu 5 mg.

Zulassungsinhaberin

CPS Cito Pharma Services GmbH, 8610 Uster

Diese Packungsbeilage wurde im März 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Fachinformation

Inhibace®

Roche Pharma (Schweiz) AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Cilazaprilum anhydricum ut Cilazaprilum monohydricum.

Hilfsstoffe: excip. pro compr. obduct.

Die Filmtabletten enthalten Laktose.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Inhibace submite 1 mg: Hellgelbe Filmtabletten mit Bruchrille zu 1 mg wasserfreiem Cilazapril.

Inhibace mite 2.5 mg: Rosa Filmtabletten mit Bruchrille zu 2,5 mg wasserfreiem Cilazapril.

Inhibace 5 mg: Rotbraune Filmtabletten mit Bruchrille zu 5 mg wasserfreiem Cilazapril.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Behandlung der Hypertonie sowie der schweren Herzinsuffizienz der NYHA-Klassen III und IV.

Dosierung/Anwendung

Allgemeine Bemerkungen

Inhibace sollte einmal täglich verabreicht werden. Da die Einnahme von Nahrung keinen klinisch

relevanten Einfluss auf die Resorption hat, kann der Patient Inhibace vor oder während des Essens

einnehmen. Das Arzneimittel sollte immer etwa zur gleichen Tageszeit eingenommen werden.

Hypertonie

Die empfohlene Initialdosierung beträgt einmal täglich 1,0-1,25 mg. Die übliche Dosierung von

Inhibace beträgt einmal täglich 2,5-5 mg. Die Dosierung sollte je nach Ansprechen des Blutdrucks

individuell angepasst werden. Der volle therapeutische Effekt stellt sich in der Regel erst nach zwei

bis vier Wochen ein.

Schwere Herzinsuffizienz der NYHA-Klassen III und IV

Initialdosierung

Die Behandlung mit Inhibace sollte mit der empfohlenen Initialdosierung von einmal täglich 0,5 mg

unter ärztlicher Überwachung begonnen werden.

Erhaltungsdosierung

Die Dosis wird dann je nach Verträglichkeit und Gesundheitszustand auf die niedrigste

Erhaltungsdosierung von einmal täglich 1 mg erhöht.

Während der Erhaltungstherapie ist eine weitere Dosiseinstellung innerhalb der Erhaltungsdosierung

(einmal täglich 1-2,5 mg), je nach Verträglichkeit und Gesundheitszustand, vorzunehmen.

Die maximale Dosis beträgt gewöhnlich einmal täglich 5 mg.

Ergebnisse aus klinischen Prüfungen haben gezeigt, dass die Ausscheidung von Cilazaprilat bei

Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz mit der Kreatinin-Clearance korreliert. Daher gelten bei

Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz und gestörter Nierenfunktion spezielle

Dosierungsempfehlungen (siehe auch «Pharmakokinetik, Kinetik spezieller Patientengruppen» und

«Spezielle Dosierungsanweisungen»).

Spezielle Dosierungsanweisungen

Patienten mit aktiviertem Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS)

Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit aktiviertem RAAS. Dies kann beispielsweise der

Fall sein bei renovaskulärer Hypertonie oder anderen schweren Hypertonieformen, Volumenmangel,

kardialer Dekompensation oder begleitender Therapie mit Diuretika oder Vasodilatantien. Bei

solchen Patienten kann es nach der initialen Dosis zu einem exzessiven Blutdruckabfall kommen.

Deswegen ist für solche Patienten eine niedrigere Startdosis von 0,5 mg einmal täglich empfohlen.

Ein Salz- oder Volumenmangel sowie eine kardiale Dekompensation sollte vor Beginn der

Behandlung behoben werden. Bei Hypertoniepatienten sollten Diuretika für 2-3 Tage vor

Initialdosierung von Inhibace pausiert werden. Der Beginn der Behandlung sollte unter

medizinischer Überwachung stattfinden.

Patienten mit Niereninsuffizienz

In Abhängigkeit von der Kreatinin-Clearance ist bei niereninsuffizienten Patienten die Dosis nach

folgendem Schema zu reduzieren:

Kreatinin-Clearance

Initialdosis von

Inhibace

Höchstdosis von Inhibace

>40 ml/min

1 mg einmal täglich

5 mg einmal täglich

10-40 ml/min

0,5 mg einmal täglich

2,5 mg einmal täglich

<10 ml/min

Nicht empfohlen

Bei Patienten, die einer Hämodialyse bedürfen, sollte Inhibace an Tagen verabreicht werden, an

denen keine Dialyse durchgeführt wird. Die Dosierung sollte dem Ansprechen des Blutdrucks auf

das Arzneimittel angepasst werden. Wie für andere ACE-Hemmer erhöht sich die

Wahrscheinlichkeit anaphylaktoider Reaktionen bei Verwendung von Polyacrylnitril-Membranen

(«AN69»). Diese Kombination muss daher vermieden werden, und zwar entweder durch die

Verwendung anderer blutdrucksenkender Arzneimitteln oder anderer Membranen für die

Hämodialyse.

Patienten mit Leberzirrhose

Bei Patienten mit Leberzirrhose (aber ohne Aszites), die eine Therapie wegen Bluthochdruck

benötigen, ist Inhibace sehr vorsichtig zu dosieren. Die Dosis sollte 0,5 mg/Tag nicht überschreiten

und es sollte parallel eine sorgfältige Überwachung des Blutdrucks erfolgen, da es zu einer

ausgeprägten Hypotonie kommen könnte.

Betagte Patienten mit Bluthochdruck

Die Behandlung sollte mit einmal täglich 0,5 bis 1 mg Inhibace beginnen, je nach

Flüssigkeitshaushalt und Allgemeinzustand des Patienten. Die Erhaltungsdosis von Inhibace muss

sodann dem individuellen Ansprechen des Patienten angepasst werden.

Betagte Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz

Bei älteren Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz (NYHA-Klassen III und IV), die hohe Dosen

von Diuretika erhalten, darf die Therapie absolut strikte nur mit einer Dosierung von 0,5 mg

begonnen werden.

Kinder und Jugendliche

Siehe «Kontraindikationen».

Kontraindikationen

Inhibace ist kontraindiziert:

·bei Patienten die eine Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Cilazapril oder einem der

Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung oder anderen ACE-Hemmern aufweisen;

·bei Patienten, bei denen es in der Vergangenheit unter der Therapie mit anderen ACE-Hemmern

zum Auftreten von Angioödemen gekommen ist und bei Patienten mit angeborenem oder

idiopathischem Angioödem;

·ACE-Inhibitoren, inkl. Inhibace, sind in Kombination mit Sacubitril/Valsartan aufgrund eines

erhöhten Risikos für Angioödeme kontraindiziert (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»

und «Interaktionen»);

·während der Schwangerschaft sowie während der Stillperiode (siehe «Schwangerschaft/Stillzeit»);

·in Kombination mit Aliskiren bei Patienten mit Diabetes mellitus (Typ 1 und Typ 2) sowie Patienten

mit eingeschränkter Nierenfunktion (GFR <60 ml/min/1,73 m2) (siehe «Interaktionen»).

Die Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden bei Kindern und Jugendlichen nicht untersucht.

Deshalb darf Inhibace bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Überempfindlichkeit/Angioödem

Unter der Therapie mit ACE-Hemmern kann es zum Auftreten von Angioödemen kommen, wobei

die berichtete Inzidenz zwischen 0,1 und 0,5% liegt. Durch ACE-Hemmer ausgelöste Angioödeme

können sich als wiederholte Episoden von Gesichtsschwellungen manifestieren, die sich nach

Abbruch der Therapie zurückbilden, oder als akutes oropharyngeales Ödem und potentiell

lebensbedrohlicher Atemwegsobstruktion, welche einer notfallmässigen Behandlung bedarf. Als

Variante kann es auch zu einem intestinalen Angioödem kommen, welches meist innert der ersten

24-48 Stunden der Behandlung auftritt. Patienten, bei denen in der Vorgeschichte Angioödeme ohne

einen Zusammenhang mit ACE-Hemmern aufgetreten sind, weisen eventuell ein höheres Risiko auf

(siehe «Kontraindikationen»).

Die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und mTOR-Hemmern (mammalian Target of

Rapamycin) oder Hemmern der Dipeptidylpeptidase IV (DPP-IV-Hemmer) kann zu einem erhöhten

Risiko für Angioödeme führen. Bei gleichzeitiger Anwendung von mTOR-Hemmern oder DPP-IV-

Hemmern mit ACE-Hemmern ist Vorsicht geboten (siehe «Interaktionen»).

Sobald ein angioneurotisches Ödem an den Extremitäten, im Gesicht, an den Lippen, auf der Zunge,

an Glottis und/oder Kehlkopf auftritt, muss die Behandlung mit Inhibace sofort abgebrochen werden.

Der Patient muss streng überwacht werden, bis die Schwellung abklingt.

ACE-Inhibitoren, inkl. Inhibace, dürfen aufgrund eines Angioödem-Risikos nicht zusammen mit

Sacubitril/Valsartan verabreicht werden. Bei Patienten, die gleichzeitig eine Therapie mit

Sacubitril/Valsartan erhalten, kann ein erhöhtes Risiko von Angioödemen bestehen. Eine

Behandlung mit Sacubitril/Valsartan darf frühestens 36 Stunden nach Einnahme der letzten Dosis

einer Inhibace-Therapie eingeleitet werden. Eine Behandlung mit Inhibace darf frühestens 36

Stunden nach der letzten Dosis von Sacubitril/Valsartan eingeleitet werden (siehe

«Kontraindikationen» und «Interaktionen»).

Anaphylaxie

Hämodialyse

Bei Patienten unter einer Therapie mit ACE-Hemmern, die mit High-Flux-Membranen (z.B. AN 69)

dialysiert werden, ist es zum Auftreten von Anaphylaxien gekommen. Die Verwendung einer

anderen Art von Dialysemembran oder einer anderen Klasse von Antihypertensiva sollte bei diesen

Patienten in Erwägung gezogen werden.

Low-Density-Lipoprotein-Apherese (LDL-Apherese)

Bei Patienten unter einer Therapie mit ACE-Hemmern ist es während der Durchführung von LDL-

Apheresen mit Dextransulfat zum Auftreten von lebensbedrohlichen Anaphylaxien gekommen.

Deswegen sollte die Behandlung mit ACE-Hemmern vor jeder Apherese zeitweise sistiert werden.

Desensibilisierung

Anaphylaktische Reaktionen können bei Patienten unter einer Behandlung mit ACE-Hemmern

während einer desensibilisierenden Therapie mit Wespen- oder Bienengift auftreten. Vor Beginn

einer desensibilisierenden Therapie muss die Behandlung mit Inhibace beendet werden und sollte

nicht mit einem Betablocker ersetzt werden.

Hämatologische Funktionsstörungen

Thrombozytopenie, Neutropenie und Agranulozytosen sind mit ACE-Hemmern in Verbindung

gebracht worden. Agranulozytosen wurden vor allem bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion oder Kollagenosen, oder bei Patienten unter immunsuppressiver Therapie beobachtet.

Vor allem bei solchen Patienten ist daher eine regelmässige Überwachung der Leukozytenzahl

angeraten.

Aortenstenose/Hypertrophe Kardiomyopathie

Bei Patienten mit obstruktiven kardialen Störungen (z.B. Mitralstenose, Aortenstenose, hypertrophe

Kardiomyopathie) sollten ACE-Hemmer mit Vorsicht angewendet werden, da eine Steigerung des

kardialen Outputs zur Kompensierung einer systemischen Vasodilatation nicht möglich ist und das

Risiko einer schweren Hypotonie besteht.

Hypotonie

ACE-Hemmer können, insbesondere zu Behandlungsbeginn, zu einer schweren Hypotonie führen.

Eine Hypotonie nach der ersten Dosis tritt mit der grössten Wahrscheinlichkeit bei Patienten auf,

deren Renin-Angiotensin-Aldosteron-System aktiviert ist. Dies ist häufig der Fall bei Patienten mit

beispielsweise renovaskulärer Hypertonie oder anderen schweren Hypertonieformen,

Volumenmangel, kardialer Dekompensation oder begleitender Therapie mit Diuretika oder

Vasodilatantien. Bei solchen Patienten kann es nach der initialen Dosis zu einem exzessiven

Blutdruckabfall kommen. Deswegen ist für solche Patienten eine niedrigere Startdosis empfohlen.

Eine Salz- oder Volumenmangel sowie eine kardiale Dekompensation sollte vor Beginn der

Behandlung behoben werden. Der Beginn der Behandlung sollte unter medizinischer Überwachung

stattfinden (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Bei Patienten mit Angina pectoris oder einer zerebrovaskulären Erkrankung sollten ähnliche

Vorsichtsmassnahmen ergriffen werden, da eine Hypotonie bei ihnen zu einer myokardialen oder

zerebralen Ischämie führen kann.

Leberzirrhose und Leberschäden

Bei Patienten mit einer Leberzirrhose (aber ohne Aszites), die eine antihypertensive Therapie

benötigen, sollte die Behandlung mit Inhibace mit einer niedrigeren Dosis und mit grosser Vorsicht

begonnen werden, da es zum Auftreten einer signifikanten Hypotonie kommen kann. Bei Patienten

mit Aszites ist eine Verabreichung von Inhibace nicht empfehlenswert (siehe auch «Spezielle

Dosierungsanweisungen»).

Es ist zum Auftreten von Leberfunktionsstörungen gekommen, wie z.B. zu erhöhten Leberwerten

(Transaminasen, Bilirubin, alkalischer Phosphatase, Gamma-GT) und cholestatischer Hepatitis.

Patienten, die unter der Behandlung mit Inhibace einen Ikterus entwickeln oder einen deutlichen

Anstieg der Leberenzyme aufweisen, sollten die Behandlung beenden und entsprechend medizinisch

nachuntersucht werden

Niereninsuffizienz

Für Patienten mit Niereninsuffizienz sind je nach Kreatinin-Clearance eventuell niedrigere Dosen

erforderlich (siehe «Spezielle Dosierungsanweisungen»). Bei der Behandlung mit ACE-Hemmern

kann es zu einer Erhöhung des Serum-Harnstoffes und/oder des Serumkreatinins kommen. Obwohl

diese Veränderungen im Allgemeinen nach Absetzen von Inhibace und/oder des Diuretikums

reversibel sind, wurden Fälle von schwerer Nierendysfunktion und, seltener, akutem Nierenversagen

gemeldet.

Insbesondere Patienten mit Nierenarterienstenosen weisen unter der Behandlung mit Inhibace ein

erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Niereninsuffizienz auf, inklusive eines akuten

Nierenversagens. Bei der Behandlung dieser Patienten ist daher Vorsicht geboten.

Die Nierenfunktion sollte in disponierten Patientengruppen in den ersten Behandlungswochen

überwacht werden. Falls es zu einer klinisch relevanten Verschlechterung der Nierenfunktion

kommt, sollte die Therapie sistiert werden.

«Duale Blockade» des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme

der Nierenfunktion (einschliesslich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des

RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen. Wenn die Therapie mit einer dualen

Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und

unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck

erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Serumkalium

ACE-Hemmer können durch die Hemmung der Freisetzung von Aldosteron zu einer Hyperkaliämie

führen. Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion ist dieser Effekt normalerweise nicht bedeutsam.

Es kann jedoch bei Patienten mit Niereninsuffizienz und/oder bei Patienten unter einer Behandlung

mit Kaliumsupplementen (inklusive Kochsalzsubstituten), kaliumsparenden Diuretika und

insbesondere Aldosteronantagonisten zum Auftreten einer Hyperkaliämie kommen. Deswegen sollte

regelmässig eine Überwachung der Kaliumspiegel im Serum und der Nierenfunktion erfolgen.

Kaliumsparende Diuretika sollten bei Patienten, die gleichzeitig ACE-Hemmer erhalten, nur mit

besonderer Vorsicht zur Anwendung kommen.

Operationen, Anästhesie

Anästhetika mit blutdrucksenkenden Eigenschaften können bei Patienten unter einer Therapie mit

ACE-Hemmern eine Hypotonie verursachen.

Diabetes

Die Verabreichung von ACE-Hemmern an Patienten mit Diabetes, insbesondere bei Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion, kann die blutzuckersenkende Wirkung oraler Antidiabetika oder

von Insulin potenzieren. Bei diesen Patienten sollten die Blutzuckerspiegel während des Beginns der

Behandlung mit Inhibace sorgfältig überwacht werden.

Laktoseintoleranz

Die galenische Zubereitung enthält Laktosemonohydrat. Patienten, die an den seltenen

Erbkrankheiten Galaktoseintoleranz, Lapp-Laktase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption

leiden, sollten daher dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Ethnische Zugehörigkeit

Bei Patienten afrikanischer Abstammung mit schwarzer Hautfarbe wurde eine verminderte

Wirksamkeit von ACE-Hemmern zur Blutdrucksenkung beschrieben. Bei Patienten mit schwarzer

Hautfarbe wurde ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Angioödemen beschrieben.

Interaktionen

Andere Antihypertensiva

Eine additive Wirkung kann sich ergeben, wenn Inhibace in Kombination mit anderen

blutdrucksenkenden Arzneimitteln verabreicht wird.

Lithium

Unter gleichzeitiger Verabreichung von Lithium mit ACE-Hemmern ist es zu reversiblen

Erhöhungen der Lithiumspiegel im Serum gekommen. Die gleichzeitige Anwendung von

Thiaziddiuretika kann das Risiko einer Lithium-Toxizität erhöhen und das bereits erhöhte Risiko

einer Lithiumtoxizität bei gleichzeitiger Gabe mit ACE-Hemmern noch verstärken. Die gleichzeitige

Verabreichung von Inhibace und Lithium wird nicht empfohlen; falls die Kombination jedoch

notwendig ist, sollten die Serumspiegel von Lithium sorgfältig überwacht werden.

Kaliumzufuhr, kaliumsparende Diuretika, Arzneimittel mit Einfluss auf den Serum-Kaliumspeigel

Unter der Kombinationsbehandlung mit ACE-Hemmern mit kaliumsparenden Diuretika (z.B.

Spironolacton, Triamteren oder Amilorid), Kaliumsupplementen oder kaliumhaltigen

Infusionslösungen kann das Risiko für die Entwicklung einer Hyperkaliämie erhöht sein. Daher ist

die Kombination von Inhibace mit den oben genannten Arzneimitteln nicht empfohlen (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Wenn eine Kalium-Substitution indiziert ist, sollte

diese mit Vorsicht erfolgen und mit einer häufigen Überprüfung der Kaliumspiegel einhergehen.

Vorsicht ist auch geboten bei der Kombination von ACE-Hemmern mit Arzneimittel, welche den

Serum-Kaliumspiegel erhöhen können, beispielsweise Heparin.

Diuretika (Thiazide oder Schleifendiuretika)

Eine vorhergehende Behandlung mit hohen Diuretikadosen kann zu einer Volumendepletion und

damit zum Risiko einer Hypotonie bei Beginn einer Behandlung mit Inhibace führen (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Die hypotensive Wirkung kann reduziert werden,

indem das Diuretikum abgesetzt, die Volumenzufuhr oder Salzaufnahme gesteigert oder die Therapie

mit Inhibace mit einer niedrigen Dosis begonnen wird.

Trizyklische Antidepressiva, Antipsychotika, Anaesthetika oder Narkotika

Die gleichzeitige Anwendung von Anaesthetika im Rahmen einer Allgemeinanästhesie kann genau

wie die Anwendung von trizyklischen Antidepressiva und Antipsychotika mit ACE-Hemmern zu

einer weiteren Senkung des Blutdrucks führen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) inklusive Cyclooxygenase (COX)-2 Hemmer und Aspirin

≥3 g/Tag

Die Verabreichung von NSAR kann zu einer Minderung des antihypertensiven Effekts von ACE-

Hemmern führen. Bei älteren Patienten, Patienten mit Nierenfunktionsstörungen und solchen mit

Volumenmangel (auch unter Diuretikatherapie) kann die gleichzeitige Verabreichung von NSAR mit

einem ACE-Hemmer das Risiko einer Verschlechterung der Nierenfunktion (inklusive akutem

Nierenversagen) und einem Anstieg des Serumkaliums erhöhen. Bei solchen Patienten sollten diese

Arzneimittel deswegen nur mit Vorsicht und unter Kontrolle der Nierenfunktion und des Kaliums

kombiniert werden.

Sympathomimetika

Sympathomimetika können die antihypertensive Wirkung von ACE-Hemmern abschwächen.

mTOR-Hemmer

Die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und mTOR-Hemmern kann zu einem erhöhten

Risiko für Angioödeme führen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Antidiabetika

Epidemiologische Studien haben Hinweise auf eine verstärkte Senkung des Blutzuckerspiegels mit

dem Risiko einer Hypoglykämie bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und

Antidiabetika (Insuline, orale blutzuckersenkende Antidiabetika) ergeben. Dieses Phänomen scheint

häufiger in den ersten Wochen einer Kombinationsbehandlung und bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion aufzutreten.

Die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und DPP-IV-Hemmern kann zu einem erhöhten

Risiko für Angioödeme führen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Gold

Bei Patienten unter der Therapie mit injizierbarem Gold (Natriumaurothiomalat) und gleichzeitiger

Verabreichung von ACE-Hemmern wurden selten über nitritoide Reaktionen (Symptome beinhalten

Gesichtsrötung, Übelkeit, Erbrechen und Hypotonie) berichtet.

«Dual Blockade» des Renin-Angiotensin-Aldosteron (RAA)-Systems mit ACE-Inhibitor (ACE-I),

Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker (ARB) oder Aliskiren

Siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».

Heilmittel gegen Herzinsuffizienz

Bei gleichzeitiger Anwendung eines ACE-Inhibitors, inkl. Inhibace, mit Sacubitril/Valsartan kann

ein erhöhtes Risiko von Angioödemen bestehen (siehe «Kontraindikationen» und «Warnhinweise

und Vorsichtsmassnahmen»).

Andere Arzneimittel

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Inhibace mit Digoxin kam es zu keiner Erhöhung der

Plasmaspiegel von Digoxin. Es wurden keine klinisch signifikanten Arzneimittelinteraktionen bei

gleichzeitiger Anwendung von Inhibace mit Nitraten, Coumarin-Antikoagulanzien und H2-Rezeptor-

Blockern beobachtet. Es gab keine signifikanten pharmakokinetischen Arzneimittelinteraktionen

zwischen Inhibace und Furosemid oder Thiaziden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und bestimmten Hämodialyse-Membranen (z.B.

Polyacrylnitrat-metalylsulfonat-Membranen oder LDL-Apherese mit Dextransulfat) wurden im

Rahmen der Dialyse Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide Reaktionen) beschrieben

(siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Inhibace ist bei schwangeren Frauen kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen»).

Patientinnen, die eine Schwangerschaft planen, sollten auf eine alternative antihypertensive Therapie

umgestellt werden, die ein etabliertes Sicherheitsprofil für die Anwendung während der

Schwangerschaft aufweist. Wenn eine Schwangerschaft diagnostiziert wird, sollte die Behandlung

mit Inhibace sofort sistiert werden. Falls nötig, sollte eine angemessene alternative Behandlung

eingeleitet werden.

Eine foetale Exposition gegenüber ACE-Hemmern im ersten Trimester der Schwangerschaft führt

nach Berichten zu einem erhöhten Risiko für Missbildungen des Herz-Kreislauf-Systems (Vorhof-

und/oder Ventrikelseptumdefekt, Pulmonalstenose, offener Ductus arteriosus), des

Zentralnervensystems (Mikrozephalie, Spina bifida) und der Nieren.

Eine foetale Exposition gegenüber ACE-Hemmern im zweiten und dritten Trimester der

Schwangerschaft führt bekanntermassen zu einer humanen Foetotoxizität (eingeschränkte

Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Ossifikation der Schädelknochen) und neonatalen

Toxizität (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie). Sollte eine Exposition gegenüber ACE-

Hemmern ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester vorgekommen sein, wird eine

Ultraschallkontrolle der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen. Neugeborene, deren Mütter

ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten engmaschig in Hinblick auf eine Hypotonie überwacht

werden.

Stillzeit

Daten aus Tierstudien zeigen eine Ausscheidung von Cilazapril in die Milch von Ratten. Für den

Menschen liegen keine Informationen zur Sicherheit von Cilazapril in der Stillzeit vor. Inhibace darf

an stillende Mütter nicht verabreicht werden (siehe «Kontraindikationen»). Alternative

Behandlungen mit besser etablierten Sicherheitsprofilen sind während der Stillzeit vorzuziehen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann Inhibace einen Einfluss auf die

Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen haben. Beispielsweise kann es

gelegentlich zum Auftreten von Schwindel, Kopfschmerzen und Müdigkeit kommen, insbesondere

zu Beginn der Behandlung (siehe «Unerwünschte Wirkungen») sowie bei Dosiserhöhung und

Präparatewechsel und im Zusammenwirken mit Alkohol.

Unerwünschte Wirkungen

Kopfschmerzen und Schwindel waren die häufigsten berichteten unerwünschten Wirkungen bei

Patienten, die Inhibace gegen Hypertonie eingenommen haben. Bei Patienten mit chronischer

Herzinsuffizienz, die Inhibace einnahmen, wurden Schwindel und Husten als häufigste unerwünschte

Wirkungen beobachtet.

Folgende Nebenwirkungen wurden in Verbindung mit Cilazapril und/oder anderen ACE-Hemmern

beobachtet, wobei Häufigkeitsangaben auf klinischen Studien (sehr häufige (≥1/10), häufige (>1/100,

<1/10), gelegentliche (>1/1000, <1/100) und seltene (>1/10'000, <1/1000) Nebenwirkungen) und

Erfahrungen nach der Markteinführung (sehr seltene Nebenwirkungen) beruhen:

Blut- und Lymphsystem

Selten: Neutropenie, Agranulozytose, Thrombozytopenie, Anämie.

Immunsystem

Gelegentlich: Angioödem (kann das Gesicht, die Lippen, die Zunge, den Larynx oder den

Gastrointestinaltrakt betreffen) (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Selten: Anaphylaxie (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»), lupusartige Syndrome

(Symptome können unter anderem sein: Vaskulitis, Myalgie, Arthralgie/Arthritis, positive

antinukleäre Antikörper, erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit, Eosinophilie und Leukozytose).

Nervensystem

Häufig: Kopfschmerzen.

Gelegentlich: Dysgeusie.

Selten: Transiente ischämische Attacke, ischämischer Insult.

Herz-Kreislauf

Gelegentlich: Angina pectoris, Tachykardie, Palpitationen, Synkope.

Selten: Myokardinfarkt.

Gefässe

Häufig: Schwindel, Benommenheit.

Gelegentlich: Hypotonie (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Atmungsorgane

Häufig: Husten.

Gastrointestinale Störungen

Häufig: Nausea.

Gelegentlich: Erbrechen, Durchfall.

Selten: Pankreatitis.

Leber und Galle

Selten: Erhöhte Leberwerte (inklusive Transaminasen, Bilirubin, alkalische Phosphatase, Gamma-

GT) und cholestatische Hepatitis mit oder ohne Nekrose.

Haut

Gelegentlich: Exanthem, Pruritus.

Selten: Toxische epidermale Nekrolyse (TEN), Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema multiforme,

Pemphigus, bullöses Pemphigoid, exfoliative Dermatitis, psoriasiforme Dermatitis, Psoriasis

(Exazerbation), Lichen planus, Urtikaria, Vaskulitis/Purpura, Photosensitivitätsreaktionen, Alopezie,

Onycholyse.

Nieren und Harnwege, Elektrolyte

Selten: Verschlechterung der Nierenfunktion, akutes Nierenversagen, Anstieg der Kreatininwerte im

Blut, Anstieg der Harnstoffwerte im Blut, Hyperkaliämie, Hyponatriämie/SIADH.

Allgemeine Störungen

Häufig: Müdigkeit.

Zu Beginn der Therapie oder bei Dosissteigerungen kann es zu Hypotonie kommen, insbesondere bei

Risikopatienten (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Symptome einer Hypotonie

können unter anderen Synkopen, Schwäche, Schwindel und Sehstörungen sein.

Eine Verschlechterung der Nierenfunktion und ein akutes Nierenversagen treten häufiger bei

Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz, Nierenarterienstenose, vorbestehenden Nierenerkrankungen

oder Volumendepletion auf (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Eine Hyperkaliämie tritt am ehesten bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion auf bzw. bei

Patienten, die kaliumsparende Diuretika oder Kaliumsupplemente einnehmen.

Das in Zusammenhang mit ACE-Hemmern selten berichtete Auftreten von transienten ischämischen

Attacken und ischämischen Insulten kann möglicherweise mit einer Hypotonie bei Patienten mit

vorbestehender zerebrovaskulärer Erkrankung zusammenhängen. Ebenso können myokardiale

Ischämien möglicherweise mit einer Hypotonie bei Patienten mit vorbestehender ischämischer

Herzerkrankung zusammenhängen.

Überdosierung

Die Datenlage zu Überdosierungen beim Menschen ist begrenzt. Symptome, die bei einer

Überdosierung mit ACE-Hemmern auftreten können, sind unter anderem Hypotonie,

Kreislaufschock, Elektrolytstörungen, Nierenversagen, Hyperventilation, Tachykardie, Palpitationen,

Bradykardie, Schwindel, Angstgefühl und Husten.

Im Falle einer Überdosierung sind geeignete Massnahmen zur Behandlung des Patienten indiziert.

Vitalparameter, Serumelektrolyte und Nierenfunktion sollten streng, ggf. kontinuierlich überwacht

werden.

Cilazaprilat, die aktive Form von Cilazapril, kann falls nötig mittels Hämodialyse aus der Zirkulation

entfernt werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C09AA08

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

Der Wirkstoff Cilazapril wird nach oraler Gabe zu Cilazaprilat umgewandelt. Cilazaprilat greift ins

Renin-Angiotensin-Aldosteron-System ein, indem es das Konvertierungsenzym für die Umwandlung

von inaktivem Angiotensin I ins aktive Angiotensin II hemmt. Damit nimmt die Aktivität von

Angiotensin II, einem starken Vasokonstriktor, ab.

In der empfohlenen Dosierung bleibt die Wirkung von Inhibace bei Hypertonikern und bei Patienten

mit schwerer Herzinsuffizienz (NYHA-Klassen III und IV) bis zu 24 Stunden bestehen.

Klinische Wirksamkeit

Hypertonie

Inhibace ist bei essentieller und bei renaler Hypertonie jeglichen Schweregrades wirksam, in der

Regel als Monotherapie. Inhibace senkt sowohl den systolischen als auch den diastolischen

Blutdruck im Liegen und im Stehen. Inhibace kann - falls seine Wirkung nicht ausreichen sollte - mit

anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln kombiniert werden, zum Beispiel mit nichtkalium-

sparenden Diuretika, β-Blockern und Kalziumantagonisten.

Die antihypertensive Wirkung von Inhibace tritt im Allgemeinen innerhalb einer Stunde nach

Verabreichung ein, wobei der stärkste Effekt drei bis sieben Stunden nach der Gabe zu erwarten ist.

Die Herzfrequenz bleibt in der Regel unverändert. Das Präparat löst keine reflektorische Tachykardie

aus, obwohl geringfügige, klinisch unbedeutende Veränderungen der Herzfrequenz auftreten können.

In den empfohlenen Dosierungen bleibt die blutdrucksenkende Wirkung von Inhibace bis zu 24

Stunden erhalten. Bei einzelnen Patienten kann die Blutdruckreduktion gegen Ende des

Verabreichungsintervalls nachlassen. Die antihypertensive Wirkung von Inhibace bleibt auch

während einer Langzeittherapie unvermindert erhalten. Nach plötzlichem Absetzen von Inhibace ist

kein rapider Blutdruckanstieg beobachtet worden.

Schwere Herzinsuffizienz (NYHA-Klassen III und IV)

Bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz sind das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System und das

sympathische Nervensystem im allgemeinen aktiviert, was zu einer erhöhten systemischen

Vasokonstriktion und zu einer Verstärkung der Natrium- und Wasserretention führt. Bei Patienten,

die unter Diuretika und/oder Digitalis stehen, verbessert Inhibace durch Unterdrückung des Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems einerseits die Füllungsbedingungen des geschwächten Herzens

durch Herabsetzung des systemischen Gefässwiderstandes (Nachlast) sowie den pulmonal-arteriellen

Verschlussdruck (Vorlast). Die körperliche Belastbarkeit dieser Patienten wird erhöht, was als

Verbesserung der Lebensqualität empfunden wird. Die hämodynamischen und klinischen Wirkungen

setzen prompt ein und halten an.

Pharmakokinetik

Absorption

Cilazapril wird gut resorbiert und rasch in die aktive Form, Cilazaprilat, umgewandelt. Nimmt der

Patient unmittelbar vor der Verabreichung von Inhibace Nahrung zu sich, so wird die Resorption

geringfügig verzögert und verringert (um 15%), doch ist dies therapeutisch nicht von Belang. Die

Bioverfügbarkeit von Cilazaprilat, anhand der Urinausscheidung gemessen, beträgt annähernd 60%.

Die Maximalkonzentration im Plasma stellt sich innerhalb zweier Stunden nach Verabreichung ein

und verhält sich proportional zur Dosis.

Metabolismus

Cilazaprilat wird unverändert über die Nieren ausgeschieden.

Elimination

Die Elimination erfolgt biphasisch, mit Halbwertzeiten von 2 und 40 Stunden. Die effektive

Halbwertzeit (das heisst, die Halbwertzeit, welche die Zeit bis zum Erreichen des

Fliessgleichgewichts bestimmt) beträgt unter einmal täglicher Gabe von Inhibace neun Stunden.

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz: siehe «Kinetik spezieller Patientengruppen».

Kinetik spezieller Patientengruppen

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz beobachtet man höhere Plasmakonzentrationen von Cilazaprilat

als bei Patienten mit normaler Nierenfunktion, da die Elimination des Präparats mit sinkender

Kreatinin-Clearance proportional abnimmt. Bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz findet

keine Ausscheidung statt, doch senkt die Hämodialyse sowohl die Konzentration von Cilazapril als

auch von Cilazaprilat in beschränktem Masse (siehe auch «Spezielle Dosierungsanweisungen»).

Bei betagten Patienten, deren Nierenfunktion dem Alter entsprechend normal ist, kann die

Plasmakonzentration von Cilazaprilat gegenüber jüngeren Patienten um bis zu 40% höher liegen und

die Elimination entsprechend der tieferen Kreatinin-Clearance reduziert sein. Ähnliche

pharmakokinetische Veränderungen kommen bei Patienten mit einer mässigen bis schweren

Leberzirrhose vor (siehe auch «Spezielle Dosierungsanweisungen»).

Bei Patienten mit Leberinsuffizienz: Bei Patienten mit Leberzirrhose wurden erhöhte

Plasmakonzentrationen sowie eine verminderte Plasma- und renale Clearance beobachtet, wobei sich

diese stärker auf Cilazapril als auf seinen aktiven Metaboliten Cilazaprilat auswirkten.

Bei Patienten mit chonischer Herzinsuffizienz ist die Ausscheidung von Cilazaprilat abhängig von

der Nierenfunktion und korreliert mit der Kreatinin-Clearance. Dosierungsanpassungen sind daher

wie bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion angezeigt (siehe auch «Spezielle

Dosierungsanweisungen»).

Präklinische Daten

Wie bei anderen ACE-Hemmern waren in subchronischen und chronischen Toxizitätsstudien die

Nieren das primäre Zielorgan einer systemischen Toxizität. Es kam zu erhöhten Plasmaspiegeln von

Harnstoff und Kreatinin, darüber hinaus zu einer Verdickung der glomerulären Arteriolen,

gelegentlich in Verbindung mit einer Hyperplasie der juxtaglomerulären Zellen. Diese

Veränderungen waren teilweise reversibel; es handelt sich um die Folgen der übermässigen

pharmakodynamischen Aktivität von Cilazapril.

Karzinogenität

Bei der Untersuchung von Cilazapril an Mäusen und Ratten ergaben sich keine Hinweise auf eine

Karzinogenität.

Mutagenität

In verschiedenen Untersuchungen zur Mutagenität (in vitro und in vivo) zeigte Cilazapril keine

mutagenen oder zytotoxischen Wirkungen.

Beeinträchtigung der Fertilität

Cilazapril hatte bei männlichen und weiblichen Ratten keinen Einfluss auf die Fertilität.

Teratogenität

Cilazapril war bei Ratten und Cynomolgus-Affen nicht teratogen.

Reproduktionstoxizität

Wie auch bei anderen ACE-Hemmern wurden in Reproduktionstoxizitätsstudien mit Cilazapril bei

Ratten Anzeichen einer Foetotoxizität beobachtet. Die Hauptbefunde waren erhöhter

Präimplantationsverlust, weniger lebensfähige Foeten und Verringerung des Körpergewichts. Bei

Ratten wurde bei einer Dosis über 7 mg/kg/Tag eine leicht erhöhte Inzidenz einer Dilatation der

Nierenbecken beobachtet.

Plazentagängigkeit

Nach Verabreichung von 14C-markiertem Cilazapril an trächtige Mäuse, Ratten und Affen liess sich

auch in den Feten Radioaktivität nachweisen.

Milchgängigkeit

Daten aus Tierstudien zeigen eine Ausscheidung von Cilazapril in die Milch von Ratten.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 25 °C lagern und für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Hinweise für die Entsorgung

Die unsachgemässe Freisetzung von Arzneimitteln in die Umwelt sollte möglichst vermieden

werden. Arzneimittel sollen nicht mit dem Abwasser entsorgt werden und ihre Entsorgung mit dem

Haushaltsmüll ist zu vermeiden.

Zulassungsnummer

50373 (Swissmedic).

Packungen

Inhibace submite Filmtabletten: 30 [B]

Inhibace mite Filmtabletten: 28 und 100 [B]

Inhibace Filmtabletten: 28 und 100 [B]

Zulassungsinhaberin

Roche Pharma (Schweiz) AG, 4153 Reinach.

Stand der Information

Mai 2018.

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