Losartan-HCT-Mepha 100/25mg Lactab

Svájc - német - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Betegtájékoztató Betegtájékoztató (PIL)

01-10-2020

Termékjellemzők Termékjellemzők (SPC)

25-10-2018

Aktív összetevők:
losartanum kalicum, hydrochlorothiazidum
Beszerezhető a:
Mepha Pharma AG
ATC-kód:
C09DA01
INN (nemzetközi neve):
losartanum kalicum, hydrochlorothiazidum
Gyógyszerészeti forma:
Lactab
Összetétel:
losartanum kalicum 100 mg, hydrochlorothiazidum 25 mg, excipiens pro compresso Dunst.
Osztály:
B
Terápiás csoport:
Synthetika
Terápiás terület:
Antihypertensivum
Engedély száma:
58787
Engedély dátuma:
2009-05-19

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Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen

das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Losartan-HCT-Mepha Lactab®

Mepha Pharma AG

Was ist Losartan-HCT-Mepha und wann wird es angewendet?

Losartan-HCT-Mepha ist ein Kombinationspräparat bestehend aus einem Hemmer der Angiotensin II

Rezeptoren (Losartan) und einem Diuretikum (Hydrochlorothiazid), welches nur auf Verschreibung

Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin verwendet werden darf. Losartan und Hydrochlorothiazid wirken

zusammen zur Senkung des hohen Blutdrucks.

Die in Losartan-HCT-Mepha enthaltene Substanz Losartan senkt den Blutdruck durch spezifische

Blockierung des sogenannten Angiotensin II. Angiotensin II verengt normalerweise die Blutgefässe. Das

in Losartan-HCT-Mepha enthaltene Losartan führt zu einer Erweiterung der Blutgefässe. Die in

Losartan-HCT-Mepha enthaltene Substanz Hydrochlorothiazid erhöht die Ausscheidung von Wasser

und Salz durch Ihre Nieren. Zusammen senken Losartan und Hydrochlorothiazid Ihren hohen Blutdruck.

Obwohl Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin durch Messung des Blutdrucks die Wirksamkeit des Arzneimittels

nachweisen kann, werden Sie in Ihrem Wohlbefinden wahrscheinlich keinen Unterschied spüren, wenn

Sie Losartan-HCT-Mepha einnehmen.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin hat Ihnen Losartan-HCT-Mepha verschrieben, weil Sie an zu hohem

Blutdruck, auch Hypertonie genannt, leiden. Falls Sie hohen Blutdruck und eine Linksherzvergrösserung

(eine Vergrösserung der zum Pumpen wichtigsten Herzkammer) haben, hat Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre

Ärztin Losartan-HCT-Mepha verschrieben, um das Risiko eines kardiovaskulären Ereignisses wie z.B.

einem Schlaganfall, zu reduzieren.

Was sollte dazu beachtet werden?

Wieso sollte ein hoher Blutdruck (Hypertonie) behandelt werden?

Wenn ein hoher Blutdruck nicht behandelt wird, können lebenswichtige Organe, wie das Herz und die

Nieren geschädigt werden. Sie können sich wohlauf fühlen und keine Symptome haben, aber die

unbehandelte Hypertonie kann eventuell einen Hirnschlag, einen Herzinfarkt, eine Herzschwäche, eine

Nierenfunktionsstörung oder Erblinden verursachen.

Wann darf Losartan-HCT-Mepha nicht eingenommen / angewendet werden?

Nehmen Sie Losartan-HCT-Mepha nicht ein, wenn Sie

·auf irgendeinen Bestandteil von Losartan-HCT-Mepha allergisch reagieren;

·auf Arzneimittel allergisch sind, welche von Sulfonamiden abstammen (fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Ihnen unklar ist, welche Arzneimittel von

Sulfonamiden abstammen);

·keinen Urin ausscheiden;

·eine eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion haben;

·Diabetes oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und das Arzneimittel Aliskiren (z.B.

Rasilez®) zur Senkung des Blutdrucks einnehmen;

·schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen (Siehe «Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von

Losartan-HCT-Mepha Vorsicht geboten?» und «Darf Losartan-HCT-Mepha während einer

Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet werden?»).

·Falls früher anlässlich der Einnahme eines blutdrucksenkenden Arzneimittels Schwellungen im

Gesicht, an Lippen, Zunge oder im Rachen (Schluck- oder Atembeschwerden) auftraten, dürfen Sie

Losartan-HCT-Mepha nicht einnehmen.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie Losartan-HCT-Mepha einnehmen dürfen, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Wann ist bei der Einnahme / Anwendung von Losartan-HCT-Mepha Vorsicht geboten?

Teilen Sie Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden

könnten). Die Einnahme von Losartan-HCT-Mepha in der frühen Phase der Schwangerschaft wird nicht

empfohlen, und Losartan-HCT-Mepha darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat

eingenommen werden, da die Einnahme von Losartan-HCT-Mepha in diesem Stadium zu schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe «Wann darf Losartan-HCT-Mepha nicht

eingenommen/angewendet werden?» und «Darf Losartan-HCT-Mepha während einer Schwangerschaft

oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet werden?»).

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin sollte unbedingt informiert werden, wenn Sie an Leber- oder Nierenkrankheit,

Gicht, Zuckerkrankheit (Diabetes) oder Lupus erythematodes leiden. Wichtig ist auch eine allfällige

Behandlung mit Diuretika (harntreibende Mittel). In diesen Fällen kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin eine

Anpassung der Dosis als notwendig erachten.

Vor einer Operation oder Anästhesie (auch beim Zahnarzt) sollten Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt bzw.

Ihre Ärztin oder Zahnärztin über die Einnahme von Losartan-HCT-Mepha informieren, da während der

Anästhesie ein plötzlicher Abfall des Blutdrucks auftreten kann.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, falls Sie schon einmal Hautkrebs hatten oder falls Sie

während der Behandlung eine unerwartete Hautveränderung bemerken. Die Behandlung mit

Hydrochlorothiazid (einem der Wirkstoffe von Losartan-HCT-Mepha), insbesondere über längere Zeit

und in höherer Dosierung, kann zu einem erhöhten Risiko für bestimmte Arten von Haut- und

Lippenkrebs (nicht-melanozytärer Hautkrebs) führen. Schützen Sie Ihre Haut vor Sonnenlicht und UV-

Strahlen, solange Sie Losartan-HCT-Mepha anwenden, und kontrollieren Sie Ihre Haut regelmässig, um

Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin unerwartete Veränderungen zeigen zu können.

Falls Sie einen Sehkraftverlust bemerken oder Augenschmerzen auftreten, kann dies auf eine

Flüssigkeitsansammlung im Gefässbett des Auges zurückführbar sein (Aderhauterguss) oder auf eine

Druckzunahme im Auge. Dies kann nach Einnahme von Losartan-HCT-Mepha innerhalb von Stunden

bis Wochen auftreten und kann zu einem permanenten Sehkraftverlust führen, falls nicht rechtzeitig eine

Behandlung eingeleitet wird. Falls sie eine Penicillin- oder Sulfonamid-Allergie haben, ist das Risiko

einen Aderhauterguss zu erleiden möglicherweise erhöht.

Über die Einnahme von Losartan-HCT-Mepha bei Kindern liegen keine Erfahrungen vor. Losartan-

HCT-Mepha sollte deshalb nicht an Kinder verabreicht werden.

Die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Losartan-HCT-Mepha bei älteren und jüngeren Patienten ist

im Allgemeinen gleich gut. Die meisten älteren Patienten benötigen die gleiche Dosis wie die jüngeren

Patienten.

Für Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin ist es besonders wichtig, über die

Einnahme von folgenden Arzneimitteln informiert zu sein: Kaliumzusätze, kaliumsparende Mittel,

Kalium enthaltende Diätsalze oder andere Arzneimittel, die das Serumkalium erhöhen können (z.B.

Trimethoprim-haltige Antibiotika), Substanzen zur Senkung des Blutdrucks, Diuretika (harntreibende

Mittel), Arzneimittel zur Senkung des Cholesterins, Medikamente zur Behandlung der Zuckerkrankheit

(Diabetes) einschliesslich Insulin, Muskelrelaxantien, Substanzen zur Erhöhung des Blutdrucks wie

Adrenalin, blutverdünnende Arzneimittel, Cortisonpräparate, gewisse Arzneimittel gegen Schmerzen

und Gelenkentzündung sowie Lithium (ein Arzneimittel, welches zur Behandlung von Depressionen

verwendet wird). Weil Schlafmittel, Beruhigungsmittel, Narkotika, Alkohol und Schmerzmittel die

Blutdrucksenkung von Losartan-HCT-Mepha verstärken können, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker

bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren, wenn Sie eines dieser Arzneimittel einnehmen.

Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen ist beim Lenken von Fahrzeugen und Bedienen von

Maschinen Vorsicht geboten.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen, an

übermässigem Durchfall/Erbrechen leiden.

Darf Losartan-HCT-Mepha während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen /

angewendet werden?

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden

könnten). Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird Ihnen empfehlen, Losartan-HCT-Mepha vor einer Schwangerschaft

abzusetzen, und er/sie wird Ihnen ein anderes Arzneimittel anstelle von Losartan-HCT-Mepha

empfehlen. Losartan-HCT-Mepha darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, da

die Einnahme von Losartan-HCT-Mepha zu schweren Schädigungen oder zum Tod des ungeborenen

Kindes führen kann.

Falls Sie während der Behandlung mit Losartan-HCT-Mepha schwanger werden, müssen Sie umgehend

Ihren Arzt oder Ihre Ärztin davon in Kenntnis setzen, damit Ihre Therapie angepasst werden kann.

Stillzeit

Sie dürfen Ihr Kind nicht stillen, wenn Sie Losartan-HCT-Mepha einnehmen.

Wie verwenden Sie Losartan-HCT-Mepha?

Nehmen Sie Losartan-HCT-Mepha täglich ein, genau wie von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin verordnet.

Es ist wichtig, dass Sie die Einnahme von Losartan-HCT-Mepha solange fortsetzen, wie Ihr Arzt bzw.

Ihre Ärztin es verschrieben hat. Nur so erreichen Sie eine zuverlässige Kontrolle Ihres Blutdrucks.

Losartan-HCT-Mepha kann mit oder ohne Mahlzeiten eingenommen werden. Die Einnahme ist am

einfachsten und geht auch am wenigsten vergessen, wenn Sie Losartan-HCT-Mepha immer zur gleichen

Tageszeit einnehmen.

Patienten mit hohem Blutdruck: Die übliche Dosis beträgt 1 Lactab Losartan-HCT-Mepha 50 mg/12,5

mg pro Tag. Damit kann bei den meisten Patienten der Blutdruck über 24 Stunden kontrolliert werden.

Patienten mit hohem Blutdruck und Linksherzvergrösserung: Die übliche Dosis beträgt 50 mg Losartan

einmal täglich. Falls die erzielte Blutdruck-Senkung nicht erreicht wird mit Losartan 50 mg, so kann Ihr

Arzt bzw. Ihre Ärztin eine Kombination von Losartan mit einer tiefen Dosierung von

Hydrochlorothiazid (12,5 mg) verschreiben. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird die Dosierung von Losartan

und Hydrochlorothiazid schrittweise erhöhen, bis die für Sie richtige Dosierung erreicht ist.

Sollten Sie jedoch einmal die Einnahme vergessen, so nehmen Sie keine Extradosis ein, sondern fahren

Sie am folgenden Tag wie gewohnt mit der Einnahme fort.

Bei einer Überdosierung sollten Sie sofort mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin Kontakt aufnehmen, sodass

eine medizinische Behandlung rechtzeitig erfolgen kann.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Losartan-HCT-Mepha haben?

Jedes Arzneimittel kann unbeabsichtigte oder unerwünschte Wirkungen, sogenannte Nebenwirkungen,

haben.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden für die Kombination von Losartan-Kalium/Hydrochlorothiazid

(Losartan-HCT-Mepha) und/oder eine der einzelnen Wirksubstanzen (Losartan-Kalium und/oder

Hydrochlorothiazid) beobachtet:

Sehr häufig: Kopfschmerzen.

Häufig: Schwindel, Drehschwindel, Schwächegefühl, Müdigkeit, Infektionen der oberen Atemwege,

Schlaflosigkeit, Ruhelosigkeit, Herzklopfen, schneller Herzschlag, zu tiefer Blutdruck, Husten,

Rachenentzündung, Nasenverstopfung, Nebenhöhlenerkrankungen, Übelkeit, Erbrechen,

Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Rückenschmerzen, Muskelkrämpfe, Muskelschmerzen,

Gelenkschmerzen, Flüssigkeitsansammlung in den Geweben (Ödeme)/Schwellungen, Brustschmerzen,

Unwohlsein, Erhöhung oder Senkung des Kaliumblutspiegels, erhöhte Leberenzyme, abnormale Menge

Protein im Urin, Leberfunktionsstörungen.

Gelegentlich: Orthostatische Hypotonie (Blutdruckabfall beim Aufstehen, welche durch Alkohol,

Anästhetika oder Beruhigungsmittel verstärkt werden kann), Erhöhung der Blutharnsäurespiegel,

Senkung der Natrium- und Magnesiumspiegel im Blut, Appetitverlust, Nesselsucht und andere

Hautausschläge.

Selten: Hautausschlag, Hautblutungen, Leberentzündung, Ansammlung von Gallenflüssigkeit oder

Gelbsucht, Depression, Herzrhythmusstörungen, Erhöhung der Kalziumblutspiegel, Erhöhung der

Blutzuckerspiegel, Verschlechterung des diabetischen Stoffwechsels, Zucker im Urin,

Bewusstseinsstörung, Kribbelgefühl, Beeinträchtigung des Geschmacksempfindens, Bauchbeschwerden,

Verstopfung, gastrointestinale Beschwerden, Entzündungsreaktionen der Blutgefässe (die mit einem

Hautausschlag oder Bluterguss verbunden sein können), Impotenz, Migräne.

Sehr selten: Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Abnahme der roten Blutzellen, weissen Blutzellen und

der Blutplättchen, Lupus erythematodes (Immunstörung mit Beteiligung der Haut).

Über Überempfindlichkeitsreaktionen, hypochlorämische Alkalose (Ungleichgewicht von Säure und

Base im Blut), Entzündung der Blutgefässwände, Atemwegsbeschwerden einschliesslich entzündliche

Lungenerkrankung und Lungenödem, Durchfall, Sehstörungen (insbesondere in den ersten Wochen der

Behandlung), Juckreiz, Lichtempfindlichkeit der Haut, schwere Hautreaktionen, Haut- und Lippenkrebs

(nicht-melanozytärer Hautkrebs) wurde ebenfalls berichtet.

Häufigkeit «unbekannt»: Flüssigkeitsansammlung im Gefässbett des Auges (Aderhauterguss).

Für die vollständige Liste der Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre

Ärztin oder Apothekerin.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin sofort, wenn Sie solche

oder andere ungewöhnliche Symptome beobachten.

Wenn Sie eine allergische Reaktion mit Schwellung des Gesichts, der Lippen, des Rachens und/oder der

Zunge (mit Schluck- oder Atembeschwerden) verspüren, unterbrechen Sie die Einnahme von Losartan-

HCT-Mepha und setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin in Verbindung.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Darüber hinaus sollten Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin umgehend jegliche unerwarteten

Veränderungen der Haut zeigen, die Sie während der Behandlung mit Losartan-HCT-Mepha

beobachten.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Lagerungshinweis

In der Originalpackung, vor Licht geschützt und nicht über 25°C lagern.

Für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Weitere Hinweise

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, der/die

über die ausführliche Fachinformation verfügt.

Was ist in Losartan-HCT-Mepha enthalten?

1 Lactab (mit Bruchrille, teilbar) Losartan-HCT-Mepha 50 mg/12,5 mg enthält 50 mg Losartan-Kalium

und 12,5 mg Hydrochlorothizid als Wirkstoffe sowie Hilfsstoffe.

1 Lactab Losartan-HCT-Mepha 100 mg/12.5 mg enthält 100 mg Losartan-Kalium und 12.5 mg

Hydrochlorothizid als Wirkstoffe sowie Hilfsstoffe.

1 Lactab Losartan-HCT-Mepha 100 mg/25 mg enthält 100 mg Losartan-Kalium und 25 mg

Hydrochlorothizid als Wirkstoffe sowie Hilfsstoffe.

Wenn auch Losartan-HCT-Mepha eine sehr geringe Menge Kalium enthält, kann es Kaliumzusätze nicht

ersetzen. Falls Ihnen vom Arzt oder Ärztin Kaliumzusätze verordnet wurden, halten Sie sich weiter an

seine/ihre Anweisungen.

Zulassungsnummer

58787 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Losartan-HCT-Mepha? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliches Rezept.

Losartan-HCT-Mepha 50 mg/12,5 mg: Packungen zu 28 und 98 Lactab.

Losartan-HCT-Mepha 100 mg/12,5 mg: Packungen zu 28 und 98 Lactab.

Losartan-HCT-Mepha 100 mg/25 mg: Packungen zu 28 und 98 Lactab.

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Interne Versionsnummer: 9.1

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Fachinformation

Losartan-HCT-Mepha Lactab®

Mepha Pharma AG

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Losartan-Kalium und Hydrochlorothiazid.

Hilfsstoffe: Excipiens pro compresso obducto.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Losartan-HCT-Mepha 50 mg/12,5 mg Lactab (mit Bruchrille) zu 50 mg Losartan-Kalium und

12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Losartan-HCT-Mepha 100 mg/12,5 mg Lactab zu 100 mg Losartan-Kalium und 12,5 mg

Hydrochlorothiazid.

Losartan-HCT-Mepha 100 mg/25 mg Lactab zu 100 mg Losartan-Kalium und 25 mg

Hydrochlorothiazid.

Der Kaliumgehalt pro Lactab Losartan-HCT-Mepha 50 mg/12,5 mg beträgt 4,24 mg (0,108 mAeq).

Der Kaliumgehalt pro Lactab Losartan-HCT-Mepha 100 mg/12,5 mg und 100/25 mg beträgt 8.48 mg

(0,216 mAeq).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Hypertonie

Losartan-HCT-Mepha ist indiziert zur Behandlung von Patienten mit Hypertonie, bei denen eine

Kombinationsbehandlung angemessen ist.

Hypertonie mit linksventrikulärer Hypertrophie

Reduktion des Schlaganfallrisikos bei Hypertonikern mit linksventrikulärer Hypertrophie (siehe

«Eigenschaften/Wirkungen», LIFE Studie, Patienten mit schwarzer Hautfarbe).

Dosierung/Anwendung

Hypertonie

Die übliche Anfangs- und Erhaltungsdosis beträgt 1 Lactab Losartan-HCT-Mepha 50 mg/12,5 mg

pro Tag. Für Patienten, welche ungenügend auf Losartan-HCT-Mepha 50 mg/12,5 mg ansprechen,

kann die Dosis auf 1 Lactab Losartan-HCT-Mepha 100 mg/25 mg einmal täglich oder auf 2 Lactab

Losartan-HCT-Mepha 50 mg/12,5 mg einmal täglich erhöht werden. Die maximale Dosierung

beträgt 1 Lactab Losartan-HCT-Mepha 100 mg/25 mg einmal täglich oder 2 Lactab Losartan-HCT-

Mepha 50 mg/12,5 mg einmal täglich. Die antihypertensive Wirkung wird im Allgemeinen innerhalb

von 3 Wochen nach Therapiebeginn erreicht. Losartan-HCT-Mepha 100 mg/12,5 mg ist für

Patienten vorgesehen, die bereits auf 100 mg Losartan eingestellt sind und eine zusätzliche Kontrolle

des Blutdruckes benötigen.

Hypertonie mit linksventrikulärer Hypertrophie

Die normale Anfangsdosierung ist 50 mg Losartan einmal täglich. Falls die Ziel-Blutdruckwerte mit

Losartan 50 mg nicht erreicht werden, dann sollte die Behandlung durch das Kombinieren von

Losartan mit einer tiefen Dosierung von Hydrochlorothiazid (12,5 mg) angepasst werden. Falls nötig,

kann die Dosierung dann auf 100 mg Losartan/12,5 mg Hydrochlorothiazid einmal täglich, oder auf

100 mg Losartan/25 mg Hydrochlorothiazid einmal täglich erhöht werden. Losartan-HCT-Mepha ist

eine angemessene alternative Formulierung für Patienten, die ansonsten mit Losartan und

gleichzeitigem Hyrochlorothiazid behandelt würden.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Volumenmangel

Losartan-HCT-Mepha sollte bei Patienten mit intravaskulärer Volumendepletion nicht angewendet

werden (z.B. Patienten unter Behandlung mit hohen Dosen von Diuretika).

Ältere Patienten/Nieren- und Leberfunktionsstörungen

Bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion und der Nierenfunktion

(Kreatininclearance ≤30 ml/min) wird die Anwendung von Losartan-HCT-Mepha nicht empfohlen.

Für ältere Patienten ist keine initiale Dosisanpassung von Losartan-HCT-Mepha 50 mg/12,5 mg

erforderlich. Losartan-HCT-Mepha 100 mg/12,5 mg und Losartan-HCT-Mepha 100 mg/25 mg

sollten nicht als Initialtherapie bei älteren Patienten verwendet werden.

Kinder und Jugendliche

Losartan-HCT-Mepha sollte bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden, da die

Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen nicht untersucht wurde.

Losartan-HCT-Mepha kann auch mit anderen Antihypertonika kombiniert werden.

Losartan-HCT-Mepha kann vor, während oder nach einer Mahlzeit eingenommen werden.

Kontraindikationen

Losartan-HCT-Mepha ist kontraindiziert:

·bei Patienten, welche eine Überempfindlichkeit auf die Wirksubstanzen oder einen anderen

Inhaltsstoff des Produkts aufweisen;

·bei Patienten mit Anurie;

·bei Patienten, welche eine Überempfindlichkeit gegenüber anderen Sulfonamidderivaten aufweisen;

·in der Schwangerschaft (siehe «Schwangerschaft/Stillzeit»);

·bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Leber- oder Nierenfunktion (Kreatininclearance ≤30

ml/min);

·Losartan-HCT-Mepha ist ferner kontraindiziert bei Patienten mit hereditärem Angioödem oder bei

denen sich unter einer früheren Behandlung mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten ein angioneurotisches Ödem entwickelt hatte.

·Die gleichzeitige Anwendung von Losartan-HCT-Mepha mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist

bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR <60ml/min/1,73m²)

kontraindiziert.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Losartan – Hydrochlorothiazid

Fetale Toxizität

Die Anwendung von Arzneimitteln wie zum Beispiel Losartan-HCT-Mepha, das auf das Renin-

Angiotensin-System wirkt, im zweiten und dritten Trimester einer Schwangerschaft reduziert die

fetale Nierenfunktion und erhöht die fetale und neonatale Morbidität und Mortalität. Ein daraus

resultierendes Oligohydramnion kann mit einer fetalen Lungenhypoplasie und einer Deformation des

Skeletts assoziiert sein. Potenzielle neonatale unerwünschte Wirkungen beinhalten

Schädelhypoplasie, Anurie, Hypotonie, Nierenversagen und Tod. Sobald eine Schwangerschaft

festgestellt wird, muss Losartan-HCT-Mepha sobald wie möglich abgesetzt werden (siehe

«Schwangerschaft/Stillzeit»).

Überempfindlichkeit: Angioödem – siehe «Unerwünschte Wirkungen».

Potentielle Interaktionen von Losartan-HCT-Mepha mit oralen Antikoagulantien sind nicht

untersucht worden.

Losartan

Einschränkung der Nierenfunktion

Als Folge der Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems wurde bei einzelnen Personen über

Veränderungen der Nierenfunktion einschliesslich Nierenversagen berichtet; diese Veränderungen

der Nierenfunktion können nach Absetzen der Therapie reversibel sein.

Bei Nierenarterien-Stenosen kann das Arzneimittel möglicherweise zu einer massiven Hypotonie

führen.

Andere das Renin-Angiotensin-System beeinflussende Arzneimittel können bei Patienten mit

bilateraler Nierenarterienstenose oder einer Stenose der Arterie einer Einzelniere die Blutharnstoff-

und Serumkreatininwerte erhöhen. Ähnliche Effekte wurden mit Losartan gemeldet; diese

Veränderungen der Nierenfunktion können nach Absetzen der Therapie reversibel sein.

Bei Patienten mit Hypovolämie (z.B. nach hochdosierter Diuretikabehandlung) muss mit

symptomatischem Blutdruckabfall gerechnet werden. Losartan-HCT-Mepha sollte bei Patienten mit

intravaskulärer Volumendepletion nicht angewendet werden.

Einschränkung der Leberfunktion

Aufgrund pharmakokinetischer Daten konnte bei zirrhotischen Patienten eine signifikante Erhöhung

der Plasmakonzentrationen von Losartan gezeigt werden. Daher sollte bei Patienten mit

Leberfunktionsstörungen in der Anamnese eine niedrigere Anfangsdosis in Betracht gezogen werden

(siehe «Dosierung/Anwendung» und «Pharmakokinetik»).

«Duale Blockade» des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

Siehe «Interaktionen».

Hydrochlorothiazid

Hypotonie und Störungen des Elektrolyt- und Flüssigkeitsgleichgewichts

Wie mit jeder anderen antihypertensiven Therapie kann bei einigen Patienten eine symptomatische

Hypotonie auftreten. Während diese Nebenwirkung bei Patienten mit unkomplizierter Hypertonie

nur selten beobachtet wurde, ist sie bei gestörter Flüssigkeits- und Elektrolytbalance

wahrscheinlicher. Die Patienten sollten auf klinische Anzeichen von Flüssigkeits- oder

Elektrolytgleichgewichtsstörungen überwacht werden, z.B. Volumenmangel, Hyponatriämie,

hypochlorämische Alkalose, Hypomagnesiämie oder Hypokaliämie, welche während hinzutretendem

Durchfall oder Erbrechen auftreten können. Bei Patienten unter diuretischer Behandlung sollten

deshalb periodisch Bestimmungen der Serumelektrolyte durchgeführt werden.

Metabolische und endokrine Effekte

Thiazide können die Glucosetoleranz verschlechtern. Eine Anpassung der antidiabetischen

Behandlung, inkl. Insulin, kann deshalb notwendig sein (siehe «Interaktionen»).

Thiazide können die renale Ausscheidung von Kalzium vermindern und zu vorübergehender und

leichter Erhöhung von Serumkalzium führen. Eine ausgeprägte Hypercalcämie kann auf einen

verborgenen Hyperparathyreoidismus hinweisen. Thiazide sollten deshalb vor Funktionsprüfungen

der Nebenschilddrüsen abgesetzt werden.

Die diuretische Behandlung mit Thiaziden kann zu erhöhten Werten für Cholesterin und Triglyceride

führen.

Thiazide können bei prädisponierten Patienten zu Hyperurikämie und/oder Gicht führen. Weil

Losartan die Harnsäure senkt, vermindert die Kombination von Hydrochlorothiazid mit Losartan das

Risiko einer Diuretika-induzierten Hyperurikämie.

Andere

Unter Behandlung mit Thiaziden können bei Patienten mit oder ohne Anamnese einer Allergie oder

eines Asthma bronchiale Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Eine Exacerbation oder das

Auftreten eines systemischen Lupus erythematodes wurde unter Behandlung mit Thiaziden

beobachtet.

Kinder und Jugendliche

Die Wirksamkeit und Sicherheit der Behandlung bei Kindern und Jugendlichen wurden nicht

überprüft.

Neugeborene mit einer Anamnese einer in utero Exposition durch Losartan-HCT-Mepha

Wenn eine Oligurie oder eine Hypotonie auftritt, soll die Aufmerksamkeit der Unterstützung des

Blutdrucks und der Nierendurchblutung zugewandt werden. Eine Austauschtransfusion oder eine

Dialyse kann notwendig sein, um eine Hypotonie rückgängig zu machen und/oder eine

Nierenfunktionsstörung zu substituieren.

Anwendung bei älteren Patienten

In klinischen Versuchen ergaben sich keine altersabhängigen Unterschiede bezüglich der

Wirksamkeit oder Sicherheit einer Behandlung mit Losartan-Hydrochlorothiazid.

Interaktionen

Losartan

In klinischen pharmakokinetischen Studien wurden keine klinisch bedeutsamen Interaktionen mit

folgenden Substanzen beobachtet: Hydrochlorothiazid, Digoxin, Warfarin, (siehe unten:

Hydrochlorothiazid, Alkohol, Barbiturate oder Narkotika), Ketoconazol und Erythromycin.

Phenobarbital als Enzyminduktor führte zu einer ca. 20%-igen Abnahme der AUC von Losartan und

seines aktiven Metaboliten. Cimetidin als Enzymhemmer führte zu einer 18%-igen Zunahme der

AUC von Losartan, nicht aber seines aktiven Metaboliten. Diese Effekte werden nicht als klinisch

signifikant erachtet. Bei Rifampicin und Fluconazol wurde über reduzierte Spiegel des aktiven

Metaboliten berichtet. Die klinischen Folgen dieser Interaktionen wurden nicht evaluiert.

Wie bei anderen Arzneimittel, welche Angiotensin II oder seine Wirkungen blockieren, kann die

gleichzeitige Anwendung von kaliumsparenden Diuretika (z.B. Spironolakton, Triamteren,

Amilorid), Kaliumzusätzen oder kaliumhaltigen Diätsalzen zu einer Erhöhung der

Serumkaliumspiegel führen.

Wie bei anderen Arzneimitteln, die die Ausscheidung von Natrium beeinflussen, kann die

Ausscheidung von Lithium vermindert sein. Deshalb sollten die Serum-Lithiumwerte sorgfältig

überwacht werden, falls Lithiumsalze zusammen mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

verabreicht werden.

Potentielle Interaktionen von Losartan-HCT mit oralen Antikoagulantien wurden nicht untersucht.

Studien mit Losartan-HCT und Acenocoumarol und Phenprocoumon wurden nicht durchgeführt.

Nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel (NSAIDs) inklusive selektive

Cyclooxygenase-2-Inhibitoren (COX-2-Inhibitoren) können den Effekt von Diuretika und anderen

blutdrucksenkenden Arzneimitteln abschwächen. Aus diesem Grund kann die blutdrucksenkende

Wirkung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder ACE-Hemmern durch NSAIDs inklusive

selektive COX-2-Inhibitoren vermindert werden.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (z.B. älteren Patienten oder Patienten mit

Volumenmangel, inkl. solchen unter Diuretikatherapie), die mit nicht-steroidalen

entzündungshemmenden Arzneimitteln inklusive selektiven Cyclooxygenase-2-Inhibitoren behandelt

werden, kann die gleichzeitige Verabreichung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder ACE-

Hemmern zu einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion führen, inkl. möglichem akutem

Nierenversagen. Diese Effekte sind normalerweise reversibel. Deshalb sollte die Kombination bei

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit Vorsicht angewendet werden.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme

der Nierenfunktion (einschliesslich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des

RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen.

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur

unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Hydrochlorothiazid

Die folgenden Substanzen können bei gleichzeitiger Verabreichung zu Interaktionen führen:

Alkohol, Barbiturate, Narkotika: Verstärkung der orthostatischen Hypotension.

Antidiabetika: (orale Substanzen und Insulin): Dosisanpassung der antidiabetischen Medikation kann

notwendig sein.

Andere Antihypertonika: additiver Effekt.

Cholestyramin und Colestipol Ionenaustauscherharze: Die Absorption von Hydrochlorothiazid wird

durch Anionenaustauschharze verschlechtert. Einzeldosen von Cholestyramin bzw. Colestipol

binden Hydrochlorothiazid und reduzieren die gastrointestinale Absorption um bis zu 85 bzw. 43%.

Corticosteroide, ACTH, oder Glycyrrhizin (in Lakritze vorhanden), Amphotericin, Carbenoxolon:

Verstärkung eines Elektrolytmangels, insbesondere Hypokaliämie.

Katecholamine (z.B. Adrenalin): Eine Reduktion der Wirkung von Vasopressoren ist möglich, was

deren Anwendung aber nicht verbietet.

Nicht-depolarisierende Muskelrelaxantien (z.B. Tubocurarin): Verstärkte Wirkung der

Muskelrelaxantien ist möglich.

Lithium: Diuretika reduzieren die renale Ausscheidung von Lithium und erhöhen das Risiko einer

Lithium-Intoxikation. Eine gleichzeitige Behandlung wird deshalb nicht empfohlen.

Packungsbeilagen von Lithiumpräparaten sind vor deren Gebrauch zu konsultieren.

Nichtsteroidale Antirheumatika inklusive Cyclooxygenase-2 Inhibitoren: Die Verabreichung von

nichtsteroidalen Antirheumatika inklusive selektiven Cyclooxygenase-2 Inhibitoren kann die

diuretische, natriuretische und antihypertensive Wirkung der Diuretika vermindern.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (z.B. ältere Patienten oder Patienten mit

Volumenmangel, inkl. solchen unter Diuretikatherapie), die mit nicht-steroidalen

entzündungshemmenden Arzneimitteln, inklusive selektiven Cyclooxygenase-2-Inhibitoren

behandelt werden, kann die gleichzeitige Verabreichung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

oder ACE-Hemmern zu einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion führen, inkl. möglichem

akutem Nierenversagen. Diese Effekte sind normalerweise reversibel. Deshalb sollte die

Kombination bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit Vorsicht angewendet werden.

Allopurinol: Erhöhung der Häufigkeit von Überempfindlichkeitsreaktionen auf Allopurinol.

Antineoplastika (z.B. Methotrexat, Cyclophosphamid): Verminderung der renalen Ausscheidung von

Antineoplastika.

Amantadin: Erhöhung des Risikos unerwünschter Wirkungen von Amantadin.

Anticholinergika (z.B. Atropin, Biperiden): Erhöhung der Bioverfügbarkeit thiazidartiger Diuretika.

Vitamin D: Verstärkung des Anstiegs von Serumkalzium.

Cyclosporin: Erhöhung des Risikos einer Hyperurikämie und gichtartiger Komplikationen.

Kalziumsalze: Thiazidartige Diuretika können durch Erhöhung der tubulären Rückresorption von

Kalzium zu einer Hyperkalzämie führen.

Diazoxid: Verstärkung des hyperglykämischen Effekts von Diazoxid.

Interaktionen mit Arzneimittel/Laboruntersuchungen

Aufgrund ihrer Wirkungen auf den Calziumstoffwechsel können Thiazide die

Untersuchungsmethoden für die Nebenschilddrüsen beeinflussen (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Losartan-HCT-Mepha ist während der Schwangerschaft kontraindiziert (siehe

«Kontraindikationen»). Sobald eine Schwangerschaft festgestellt wird, muss Losartan-HCT-Mepha

sobald wie möglich abgesetzt werden.

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach

Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein

geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Auch wenn keine

kontrollierten epidemiologischen Daten zum Risiko von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

(AIIRAs) vorliegen, so bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken.

Sofern ein Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen,

die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem

Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine

Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie

zu beginnen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Kinder mit einer Anamnese einer in utero Exposition durch Losartan-HCT-Mepha, sollten

engmaschig auf Hypotonie, Oligurie und Hyperkaliämie untersucht werden.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit AIIRAs während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion,

verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie,

Hyperkaliämie) hat (siehe «Präklinische Daten»).

Im Falle einer Exposition mit AIIRAs ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden

Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels dringend empfohlen.

Normalerweise sind diese unerwünschten Wirkungen mit der Anwendung dieser Arzneimittel

während des zweiten und dritten Trimesters assoziiert. Die meisten epidemiologischen Studien, in

denen fetale Abnormalitäten nach antihypertensiver Therapie im ersten Trimester untersucht wurden,

zeigten keine Unterschiede zwischen Antihypertensiva die das Renin-Angiotensin-System

beeinflussen, und anderen Antihypertensiva. Das angemessene Management einer Hypertonie bei der

Mutter ist während der Schwangerschaft wichtig, um die Folgen sowohl für Mutter als auch Foetus

zu optimieren.

Hydrochlorothiazid ist plazentagängig. Aufgrund des pharmakologischen Wirkmechanismus von

Hydrochlorothiazid kann es zu einer Störung der fetoplazentaren Perfusion und zu fetalen und

neonatalen Auswirkungen wie Ikterus, Störung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien

kommen.

Aufgrund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren Hypoperfusion,

ohne den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, sollte Hydrochlorothiazid bei

Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie oder einer Präeklampsie nicht zur

Anwendung kommen.

Stillzeit

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Losartan/HCT in der Stillzeit vorliegen und

Hydrochlorothiazid in die menschliche Muttermilch übergeht, wird Losartan-HCT-Mepha nicht

empfohlen. Eine alternative antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil

bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere, wenn Neugeborene oder Frühgeborene

gestillt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Bei Teilnahme am Strassenverkehr und beim Bedienen von Maschinen ist Vorsicht geboten.

Unerwünschte Wirkungen

In klinischen Studien wurden unter der Kombinationsbehandlung mit Losartan Kalium und

Hydrochlorothiazid keine neuen unerwünschten Wirkungen beobachtet. Die unerwünschten

Wirkungen waren beschränkt auf Effekte, welche schon aus früheren Studien mit Losartan und/oder

Hydrochlorothiazid festgestellt wurden. Die Häufigkeit von unerwünschten Wirkungen unter

Kombinationsbehandlung war vergleichbar mit der Placebobehandlung. Ebenso war der Prozentsatz

des Behandlungsabbruchs vergleichbar mit Placebo. Unerwünschte Wirkungen waren meistens leicht

und vorübergehend; ein Abbruch der Therapie war nicht notwendig.

Unerwünschte Wirkungen sind nach Organklassen aufgeteilt und mit abnehmender Häufigkeit

erwähnt: Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1'000, <1/100), selten

(≥1/10'000, <1/1'000), sehr selten (<1/10'000, einschliesslich gemeldeter Einzelfälle).

In klinischen Studien mit Losartan Kalium/Hydrochlorothiazid bei Patienten mit essentieller

Hypertonie und Hypertonie mit linksventrikulärer Hypertrophie wurden die folgenden

unerwünschten Ereignisse beobachtet:

Störungen des Nervensystems

Häufig: Schwindel.

Funktionsstörungen des Ohrs und des Innenohrs

Häufig: Vertigo.

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten: Hautausschlag.

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Häufig: Schwächegefühl, Müdigkeit.

Die weiteren folgenden unerwünschten Wirkungen wurden für Losartan Kalium/Hydrochlorothiazid

nach Markteinführung und/oder in Klinischen Studien oder nach Markteinführung für beide

Komponenten unabhängig beobachtet (es kann keine Häufigkeit für Berichte nach Markteinführung

angegeben werden):

Infektionen und Infestationen

Häufig: obere Atemwegsinfektionen.

Störungen des Blut- und Lymphsystems

Selten: Purpura.

Sehr selten einschliesslich Einzelfälle: Agranulozytose, Knochenmarkdepression und hämolytische

Anämie, Leukopenie.

Anämie, Thrombozytopenie.

Störungen des Immunsystems

Sehr selten einschliesslich Einzelfälle: Überempfindlichkeitsreaktionen.

Anaphylaktische Reaktionen, Angioödem einschliesslich Schwellung von Larynx und Glottis

(Ursache für Atemwegsobstruktion) und/oder Schwellung des Gesichts, der Lippen, des Rachens

und/oder Zunge wurde selten bei Patienten unter Behandlung mit Losartan berichtet; einige dieser

Patienten hatten früher mit anderen Arzneimittel einschliesslich ACE-Hemmern ein Angioödem

durchgemacht.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Hyperkaliämie, Hypokaliämie.

Gelegentlich: Appetitverlust, Hyperurikämie, Hyponatriämie, Hypomagnesiämie.

Selten: Hyperkalzämie, Hyperglykämie, Verschlechterung einer diabetischen Stoffwechsellage.

Sehr selten einschliesslich Einzelfälle: Hypochlorämische Alkalose.

Psychiatrische Störungen

Häufig: Schlaflosigkeit, Ruhelosigkeit.

Selten: Depressionen.

Störungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerzen.

Selten: Schwindel oder Benommenheit, Parästhesien.

Dysgeusie, Migräne.

In doppel-blinden, kontrollierten Studien bei Patienten mit essentieller Hypertension wurden

Kopfschmerzen bei 14,1% der mit Losartan behandelten Patienten beobachtet im Vergleich zu

17,2% in der Plazebo-Gruppe.

Augenleiden

Sehstörungen, besonders in den ersten Behandlungswochen.

Funktionsstörungen des Herzens

Häufig: Hypotension, Palpitationen, Tachykardie.

Gelegentlich: dosisabhängige orthostatische Probleme, orthostatische Hypotonie, die durch Alkohol,

Anästhetika oder Sedativa verstärkt werden kann.

Selten: Herzrhythmusstörungen.

Funktionsstörungen der Gefässe

Selten: Vaskulitis, einschliesslich Henoch-Schoenlein.

Sehr selten einschliesslich Einzelfälle: nekrotisierende Vaskulitis.

Respiratorische, thorakale und mediastinale Funktionsstörungen

Häufig: Nasenverstopfung, Husten, Pharyngitis, Sinus-Störungen.

Sehr selten einschliesslich Einzelfälle: respiratorische Beschwerden einschliesslich Pneumonitis und

Lungenödem.

Gastrointestinale Beschwerden

Häufig: Bauchschmerzen, Dyspepsie, Nausea, Erbrechen.

Selten: Abdominalbeschwerden, Verstopfung, gastrointestinale Beschwerden.

Sehr selten einschliesslich Einzelfälle: Pankreatitis.

Diarrhoe.

Funktionsstörungen der Leber und der Galle

Selten: Hepatitis, intrahepatische Cholestase oder Ikterus.

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Urtikaria, andere Hautausschläge.

Sehr selten einschliesslich Einzelfälle: Epidermolysis acuta toxica, Lupus-erythematodes-ähnliche

Reaktionen und Reaktivierung eines Lupus erythematodes.

Erythrodermie, Photosensibilität, Pruritus.

Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und der Knochen

Häufig: Rückenschmerzen, Muskelkrämpfe.

Arthralgie, Myalgie.

Funktionsstörungen der Nieren und ableitenden Harnwege

Selten: Glykosurie.

Funktionsstörungen des Reproduktionssystems und der Brust

Selten: Impotenz.

Erektile Dysfunktion.

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Häufig: Brustschmerzen, Ödeme/Schwellung.

Malaise.

Untersuchungen

Häufig: Anstieg der ALT, Proteinurie.

Leberfunktionsstörungen.

Überdosierung

Es gibt keine spezifischen Informationen zur Behandlung einer Überdosierung mit Losartan-HCT-

Mepha. Die Therapie mit Losartan-HCT-Mepha sollte abgebrochen werden und der Patient genau

beobachtet werden. Falls die Einnahme kürzlich stattgefunden hat, soll eine Emesis erwirkt werden

und Flüssigkeitsverlust, Elektrolytstörungen, Leberkoma und Hypotonie durch geeignete

Massnahmen korrigiert werden.

Losartan

Beim Menschen sind nur beschränkte Angaben zur Überdosierung bekannt. Das wahrscheinlichste

Anzeichen von Überdosierung müssten Blutdruckabfall und Tachykardie sein. Bradykardie könnte

infolge parasympathischer (vagaler) Stimulation auftreten. Bei symptomatischem Blutdruckabfall

müsste eine entsprechende, kreislaufstützende Behandlung erfolgen.

Weder Losartan noch sein aktiver Metabolit können durch Hämodialyse eliminiert werden.

Hydrochlorothiazid

Die wichtigsten Symptome und Befunde, welche auf eine Überdosierung hinweisen, sind

Elektrolytstörungen (Hypokaliämie, Hypochlorämie, Hyponatriämie) und Dehydration als Folge

einer exzessiven Diurese. Wenn gleichzeitig Digitalis eingenommen wird, kann die Hypokaliämie

kardiale Rhythmusstörungen verstärken.

Es ist nicht bekannt, in welchem Ausmass Hydrochlorothiazid durch Hämodialyse entfernt wird.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C09DA01

Losartan

Losartan ist ein oraler Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonist (Typ AT1). Angiotensin II bindet sich an

den AT1-Rezeptor, welcher in vielen Körpergeweben zu finden ist (z.B. glatte Gefässmuskulatur,

Nebennieren, Nieren und Herz), wo es verschiedene wichtige biologische Wirkungen einschliesslich

Gefässverengung und Freigabe von Aldosteron auslöst. Angiotensin II stimuliert auch die

Proliferation glatter Muskelzellen. Gemäss pharmakologischen und biologischen Versuchen bindet

es sich selektiv an den AT1-Rezeptor. Sowohl in vitro wie in vivo blockieren Losartan und sein

pharmakologisch aktiver Carboxylsäure-Metabolit (E-3174) alle physiologisch bedeutsamen

Wirkungen von Angiotensin II, unabhängig von dessen Herkunft oder Syntheseweg.

Während der Verabreichung von Losartan führt die Unterdrückung der negativen Rückkopplung von

Angiotensin II auf die Reninsekretion zu einer erhöhten Renin-Aktivität im Plasma. Die Zunahme

der Plasmareninaktivität führt zu einem Anstieg des Angiotensin II im Plasma. Trotz dieser Zunahme

bleibt die blutdrucksenkende Wirkung und Verminderung der Aldosteron-Konzentration im Plasma

erhalten, was auf eine wirkungsvolle Blockade der Angiotensin-II-Rezeptoren hinweist.

Losartan bindet sich selektiv an die AT1-Rezeptoren, es bindet oder blockiert jedoch keine anderen

Hormonrezeptoren oder Ionenkanäle, welche für die Herz-Kreislauf-Steuerung von Bedeutung sind.

Das Enzym ACE (Kininase II), welches Bradykinin abbaut, wird durch Losartan nicht gehemmt.

Demzufolge sind Wirkungen, welche nicht direkt auf der AT1-Rezeptoren-Blockade beruhen, wie

die Erhöhung der Bradykininwirkungen oder Ödembildung (Losartan 1,7%, Placebo 1,9%) nicht auf

Losartan zurückzuführen.

Klinische Wirksamkeit

In klinischen Studien bewirkte eine einmal tägliche Verabreichung von Losartan bei Patienten mit

leichter bis mässiger essentieller Hypertonie eine statistisch signifikante Senkung des systolischen

und diastolischen Blutdrucks. Diese blutdrucksenkende Wirkung blieb in klinischen Versuchen bis

zu einem Jahr erhalten. Messungen des Blutdrucks am Ende des Dosierungsintervalls (24 Stunden

nach Einnahme) zeigten, verglichen mit der maximalen Wirkung (nach 5–6 Stunden), gleichmässige

Blutdruckkontrolle über 24 Stunden. Die antihypertensive Wirkung entsprach dem natürlichen

Tagesrhythmus. Die Blutdrucksenkung nach Ende des Dosierungsintervalls entsprach noch 70–80%

der Wirkung nach 5–6 Stunden. Ein Absetzen der Behandlung mit Losartan hatte keinen abrupten

Wiederanstieg des Blutdrucks zur Folge. Trotz der erheblichen Blutdrucksenkung hatte Losartan

keine klinisch bedeutsame Auswirkung auf die Herzfrequenz.

Bei nicht-diabetischen Patienten mit Bluthochdruck und Proteinurie, vermindert Losartan statistisch

signifikant die Proteinurie, die fraktionale Ausscheidung von Albumin und IgG. Losartan erhält die

glomeruläre Filtration aufrecht und reduziert die Filtrationsfraktion. Losartan bewirkte eine leichte

Senkung der Harnsäurespiegel, auch während der Langzeittherapie.

Bei Patienten mit Links-Herzinsuffizienz bewirkten Dosen von 25 bis 50 mg Losartan positive

hämodynamische und neurohormonale Reaktionen, wie die Erhöhung des Herzindex und die

Verminderung des pulmonalen Kapillardrucks, des systemischen Gefässwiderstandes, des

durchschnittlichen arteriellen Drucks, der Herzfrequenz und der Blutspiegel von Aldosteron bzw.

Noradrenalin. Bei diesen herzinsuffizienten Patienten war das Auftreten einer Hypotonie

dosisabhängig.

Losartan ist bei Männern und Frauen und bei jüngeren (bis 65-jährigen) und älteren (über 65-

jährigen) Hypertonikern gleich wirksam. Bei Schwarzen jedoch war Losartan weniger wirksam als

bei Kaukasiern.

Die Erfahrung mit Losartan/HCT bei Patienten mit anderen kardiovaskulären Erkrankungen (z.B.

Herzinsuffizienz und koronare Herzkrankheit) ist begrenzt.

Wird Losartan-HCT-Mepha zusammen mit Diuretika vom Thiazidtyp verabreicht, so kann eine

additive Wirkung auf die Blutdrucksenkung erwartet werden.

Hydrochlorothiazid

Der Mechanismus der antihypertensiven Wirkung der Thiazide ist nicht bekannt. Bei normalen

Blutdruckwerten führen Thiazide nicht zu einer Blutdrucksenkung.

Hydrochlorothiazid ist ein Diuretikum und Antihypertonikum. Es wirkt auf die Reabsorption der

Elektrolyte im distalen Nierentubulus. Hydrochlorothiazid erhöht die Ausscheidung von Natrium und

Chlorid in etwa gleichem Ausmass. Die Natriurese kann von einem leichten Kalium- und

Bikarbonatverlust begleitet sein.

Die Diurese beginnt innerhalb von 2 Stunden nach oraler Einnahme, zeigt ein Maximum nach etwa 4

Stunden und dauert ca. 6–12 Stunden an.

Losartan – Hydrochlorothiazid

Die beiden Komponenten von Losartan-HCT-Mepha haben einen additiven Effekt auf die

Blutdrucksenkung, welche grösser ist als jene einer einzelnen Komponente. Es wird vermutet, dass

dieser Effekt das Resultat einer komplementären Wirkung der beiden Substanzen ist. Als Folge des

diuretischen Effektes erhöht Hydrochlorothiazid die Aktivität von Plasma-Renin, die Sekretion von

Aldosteron sowie die Plasmaspiegel von Angiotensin II und senkt das Serumkalium. Durch

Verabreichung von Losartan werden alle physiologisch relevanten Wirkungen von Angiotensin II

blockiert. Zusätzlich könnte der Diuretika-induzierte Kaliumverlust durch Hemmung von Aldosteron

vermindert werden.

Es wurde gezeigt, dass Losartan einen leichten und vorübergehenden urikosurischen Effekt hat.

Unter Hydrochlorothiazid wurde ein mässiger Anstieg der Harnsäure beobachtet. Die Kombination

von Losartan und Hydrochlorothiazid vermindert tendenziell die Diuretika-induzierte

Hyperurikämie.

Die antihypertensive Wirkung von Losartan/HCT bleibt während 24 Stunden erhalten. In klinischen

Studien über mindestens ein Jahr blieb die antihypertensive Wirkung erhalten. Trotz einer

signifikanten Senkung des Blutdrucks führte die Behandlung mit Losartan/HCT nicht zu klinisch

fassbaren Effekten auf die Herzfrequenz. In klinischen Studien wurde nach zwölfwöchiger Therapie

mit Losartan 50 mg/Hydrochlorothiazid 12,5 mg, am Ende des Dosierungsintervalls, eine Senkung

des im Sitzen gemessenen diastolischen Blutdrucks um durchschnittlich bis zu 13,2 mm Hg

nachgewiesen.

In einer Studie, in welcher die Kombination von Losartan 50 mg/Hydrochlorothiazid 12,5 mg mit der

Kombination von Captopril 50 mg/Hydrochlorothiazid 25 mg bei jüngeren (<65 Jahre) und älteren

(≥65 Jahre) Patienten mit Hypertonie untersucht wurde, konnte kein Unterschied zwischen den

beiden Behandlungs- und Altersgruppen nachgewiesen werden.

LIFE Studie

Die Losartan Interventionsstudie zur Endpunktreduktion bei Hypertonie (Losartan Intervention for

Endpoint Reduction in Hypertension, LIFE) war eine grosse, multinationale, randomisierte, dreifach-

blinde und aktiv-kontrollierte Studie mit 9193 Hypertonikern zwischen 55 und 80 Jahren (Mittelwert

67 Jahre) mit EKG-dokumentierter linksventrikulärer Hypertrophie. Von den zu Studienbeginn

aufgenommenen Patienten hatten 1195 (13%) einen Diabetes mellitus, 1326 (14%) eine isolierte

systolische Hypertonie, 1468 (17%) eine koronare Herzkrankheit und 728 (8%) eine

zerebrovaskuläre Erkrankung.

Ziel dieser Studie war es, einen über die Blutdrucksenkung hinausgehenden kardiovaskulär

protektiven Effekt von Losartan im Vergleich zu Atenolol nachzuweisen. Der Blutdruck wurde 24 h

nach Verabreichung der letzten Dosis gemessen. Dazu sollte gemäss Studiendesign eine

vergleichbare Blutdrucksenkung in beiden Behandlungsgruppen erreicht werden. Die Patienten

erhielten randomisiert entweder Losartan 50 mg oder Atenolol 50 mg einmal täglich. Wenn der

Zielblutdruck (<140/90 mm Hg) nicht erreicht wurde, wurde zusätzlich Hydrochlorothiazid (12,5

mg) zugegeben und dann gegebenenfalls die Losartan oder Atenolol Dosis auf 100 mg einmal täglich

erhöht. Falls notwendig, wurden andere Antihypertensiva (z.Bsp. Dosiserhöhung von

Hydrochlorothiazid auf 25 mg oder Zugabe anderer Diuretika, Calciumantagonisten, alpha-Blocker,

zentral wirksame Antihypertensiva, jedoch nicht ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Antagonisten oder

beta-Blocker) zusätzlich gegeben, um den Zielblutdruck zu erreichen. Mit dem Ziel, den Blutdruck

zu kontrollieren, erhielten die Patienten in beiden Armen der LIFE-Studie zusätzlich

Hydrochlorothiazid während der meisten Zeit, in der sie auch mit Studienmedikation behandelt

wurden (73,9% bzw. 72,4% der Tage in der Losartan bzw. Atenolol-Gruppe).

In beiden Behandlungsgruppen wurde der Blutdruck signifikant auf vergleichbare Werte gesenkt und

ein vergleichbar grosser Anteil der Patienten erreichte den Zielblutdruck. Die mittlere

Beobachtungsdauer betrug 4,8 Jahre.

Der primäre Endpunkt war die Kombination von kardiovaskulärer Morbidität und Mortalität

gemessen als Reduktion der kombinierten Ereignisse kardiovaskulärer Tod, Schlaganfall und

Myokardinfarkt. Die Ergebnisse zeigten, dass die Behandlung mit Losartan im Vergleich zu Atenolol

zu einer Risikoreduktion von 13% (p= 0,021) in Bezug auf den primären zusammengesetzten

Endpunkte führte (siehe Graphik 1).

Die statistische Signifikanz wurde in der Reduktion des Schlaganfalls gezeigt, während die

kardiovaskuläre Mortalität und Myokard-Infarkt-Endpunkte keine statistische Signifikanz hatten.

Graphik 1) Kaplan-Meier-Kurven des primären kombinierten Endpunkts kardiovaskulärer Tod,

Schlaganfall oder Myokardinfarkt in den mit Losartan und mit Atenolol behandelten Gruppen,

adjustiert auf den «Framingham Baseline Risk Score» und den Grad der EKG-dokumentierten

Linkherzhypertrophie.

Die Behandlung mit Losartan reduzierte das Risiko eines Schlaganfalls im Vergleich zu Atenolol um

25% (p= 0,001). Die Rate der Ereignisse kardiovaskulärer Mortalität und Myokardinfarkt war nicht

signifkant unterschiedlich zwischen den Behandlungsgruppen. Die Wirkung von Losartan auf den

primären kombinierten Endpunkt schien über den Vorteil der alleinigen Blutdrucksenkung

hinauszugehen (siehe Tabelle unten).

Life Studien Endpunkte

Ergebnis

Losartan

(N=4605)

n (%)

Rate*

Atenolol

(N=4588)

n (%)

Rate* Risikoreduktion** p-Wert

Primärer kombinierter

Endpunkt

508 (11%) 23,8

588 (13%) 27,9

0,021

Komponenten des primären kombinierten Endpunkts

Kardiovaskuläre Mortalität

204 (4%)

234 (5%)

10,6

0,206

Schlaganfall

232 (5%)

10,8

309 (7%)

14,5

0,001

Myokardinfarkt

198 (4%)

188 (4%)

0,491

* Pro 1000 Patientenjahre Weiterbeobachtung.

** Adjustiert auf den «Framingham Baseline Risk Score» und auf EKG-dokumentierten Messungen

der LVH.

Andere klinische Endpunkte der LIFE Studie waren: Gesamtmortalität, Hospitalisierung wegen

Herzinsuffizienz oder Angina pectoris, koronare oder periphere Revaskularisierungsmassnahmen,

sowie Reanimation nach Herzstillstand. Es traten keine signifikanten Unterschiede in der Häufigkeit

dieser Endpunkte zwischen den Behandlungsgruppen auf. Mit Losartan behandelte Patienten zeigten

im Vergleich zu mit Atenolol behandelten Patienten eine signifikant grössere Reduktion der LVH-

Werte im EKG.

Die Wirkung von Losartan im Vergleich zu Atenolol auf kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität

wurde in Subgruppen bei Patienten mit Diabetes mellitus (n= 1195) und mit isolierter systolischer

Hypertonie (ISH) (n= 1326) in der Vorgeschichte untersucht. Im Hinblick auf den primären

kombinierten Endpunkt entsprachen die Ergebnisse dieser Subgruppen dem vorteilhaften Ergebnis

der Losartan-Behandlung der Studien-Gesamtpopulation: bei Diabetikern wurde eine 24%

Risikoreduktion (p= 0,03) und bei Patienten mit isolierter systolischer Hypertonie (ISH) wurde eine

25% Risikoreduktion (p= 0,06) beobachtet. Bei Bluthochdruck-Patienten mit linksventrikulärer

Hypertrophie ist Losartan-HCT-Mepha eine angemessene alternative Formulierung für Patienten, die

ansonsten gleichzeitig mit Losartan und Hydrochlorothiazid einmal täglich behandelt würden zur

Reduktion der kardiovaskulären Morbidität und Mortalität.

Unterschiede betreffend Hautfarbe

Die in der LIFE Studie beobachteten vorteilhaften Ergebnisse von Losartan im Vergleich zu Atenolol

auf die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität gelten nicht für Patienten mit schwarzer Hautfarbe,

die an Bluthochdruck und linksventrikulärer Hypertrophie leiden, obwohl beide Therapeutika den

Blutdruck bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe effektiv senkten.

Dagegen senkte Losartan in der LIFE Studie im Vergleich zu Atenolol das Risiko kardiovaskulärer

Morbidität und Mortalität bei nicht-schwarzen Hypertonikern mit linksventrikulärer Hypertrophie

(n= 8660) signifikant (p= 0,003) in Bezug auf den primären kombinierten Endpunkt kardiovaskulärer

Tod, Schlaganfall und Myokardinfarkt.

Es zeigte sich, dass mit Atenolol behandelte Patienten schwarzer Hautfarbe ein geringeres Risiko den

kombinierten primären Endpunkt zu erreichen hatten als mit Losartan behandelte Patienten (p= 0,03)

schwarzer Hautfarbe. In der Subgruppe der Patienten mit schwarzer Hautfarbe (n= 533; 6% der

Patienten der LIFE Studie) gab es 29 primäre Endpunkte unter den 263 mit Atenolol behandelten

Patienten (11%, 25,9 pro 1000 Patientenjahre) und 46 primäre Endpunkte unter den 270 mit Losartan

behandelten Patienten (17%, 41,8 pro 1000 Patientenjahre).

In der LIFE Studie war eine signifikant geringere Häufigkeit der Therapieabbrüche auf Grund von

unerwünschten Nebenwirkungen unter Losartan im Vergleich zu Atenolol nachweisbar.

Pharmakokinetik

Absorption

Losartan

Nach oraler Einnahme wird Losartan gut absorbiert und unterliegt einem first-pass Effekt, wobei ein

aktiver Carboxylsäure-Metabolit und weitere inaktive Metaboliten gebildet werden. Die

Bioverfügbarkeit von Losartan-Tabletten beträgt ungefähr 33%. Durchschnittliche

Spitzenkonzentrationen von Losartan werden nach 1 Stunde, die des aktiven Metaboliten nach 3 bis

4 Stunden erreicht. Bei gleichzeitiger Einnahme mit einer normalen Mahlzeit wurden im

Plasmakonzentrationsprofil von Losartan keine klinisch signifikanten Veränderungen beobachtet.

Hydrochlorothiazid

Die Bioverfügbarkeit von Hydrochlorothiazid-Tabletten beträgt ungefähr 70%. Nach oraler

Einnahme einer Einzeldosis von 12,5, 25, 50 und 75 mg werden mittlere Maximalkonzentrationen im

Plasma von 70, 142, 260 und 376 ng/ml durchschnittlich nach 2 Stunden erreicht. Innerhalb des

therapeutischen Dosierungsbereichs ist die systemische Verfügbarkeit von Hydrochlorothiazid

proportional zur Dosis.

Distribution

Losartan

Sowohl Losartan und sein aktiver Metabolit sind zu mindestens 99% an Plasmaproteine, vor allem

Albumin gebunden. Das Verteilungsvolumen von Losartan beträgt 34 Liter. Versuche an Ratten

zeigten, dass Losartan die Blut-Liquorschranke kaum durchdringt.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid passiert die Plazenta, aber nicht die Blut/Hirn-Schranke und wird in der

Muttermilch ausgeschieden.

Hydrochlorothiazid ist zu etwa 40–70% an Plasmaproteine gebunden. Das apparente

Verteilungsvolumen wird auf 5–6 l/kg geschätzt.

Metabolismus

Losartan

Ungefähr 14% einer peroral verabreichten Losartan-Dosis werden zum aktiven Metaboliten

umgewandelt. In vitro Studien zeigen, dass Cytochrom P450 2C9 und 3A4 an der Umwandlung von

Losartan in seine Metaboliten beteiligt sind. Bei 1% der Patienten wurde aufgrund einer genetisch

bestimmten Enzympolymorphie eine geringere Umwandlung beobachtet (weniger als 1% der Dosis

im Vergleich zu 14% der Dosis bei normalen Patienten). Nach oraler Gabe von 14C-markiertem

Losartan ist die im Plasma zirkulierende Radioaktivität hauptsächlich auf Losartan und seinen

aktiven Metaboliten zurückzuführen.

Neben dem aktiven Metaboliten werden inaktive Metaboliten gebildet, so zwei Hauptmetaboliten

durch Hydroxylierung der Butylseitenkette und ein weiterer Metabolit, ein N-2 Tetrazole

Glucuronid.

Elimination

Losartan

Die Plasma-Clearance von Losartan beträgt 600 ml/min, beim aktiven Metaboliten 50 ml/min. Die

renale Clearance von Losartan ist 74 ml/min, resp. beim aktiven Metaboliten 26 ml/min. Bei oraler

Verabreichung werden ungefähr 4% der Dosis unverändert, ungefähr 6% der Dosis als aktiver

Metabolit im Urin ausgeschieden. Die Pharmakokinetik von Losartan und seinem aktiven

Metaboliten verlaufen bis zu Dosen von 200 mg Losartan linear.

Nach oraler Einnahme nehmen die Plasmakonzentrationen von Losartan und seinem aktiven

Metaboliten polyexponentiell ab mit einer Halbwertszeit von ca. 2 bzw. 6–9 Stunden. Bei einmaliger

Tagesdosierung mit 100 mg kommt es weder bei Losartan noch beim aktiven Metaboliten zu einer

signifikanten Kumulation im Plasma.

Sowohl biliäre wie renale Ausscheidung tragen zur Elimination von Losartan und dessen

Metaboliten bei. Nach oraler Einnahme von 14C-markiertem Losartan werden beim Menschen 35%

der Radioaktivität im Urin und 58% im Stuhl wiedergefunden.

Hydrochlorothiazid

In Studien mit Bestimmung der Plasmaspiegel über mindestens 24 Stunden wurden Plasma-

Halbwertszeiten zwischen 5,6 und 14,8 Stunden gemessen. Mindestens 61% einer oralen Dosis wird

innerhalb von 24 Stunden über die Nieren ausgeschieden, 95% davon in unveränderter Form und

etwa 4% als Hydrolysat des 2-Amino-4-chlor-m-benzoldisulfonamids. Bis zu 24% einer oralen Dosis

können in den Fäzes gefunden und eine unbedeutende Menge über die Galle ausgeschieden werden.

Kinetik in besonderen klinischen Situationen

Losartan-Hydrochlorothiazid

Die AUC für Losartan (aber nicht für den aktiven Metaboliten von Losartan) und Hydrochlorothiazid

ist bei älteren Patienten im Vergleich zu jüngeren Patienten erhöht.

Losartan

Bei Patienten mit leichter bis mässiger alkoholischer Leberzirrhose waren nach peroraler Einnahme

die Plasmakonzentrationen von Losartan und seinem aktiven Metaboliten im Vergleich zu jungen,

gesunden Männern 5-, bzw. 1,7-fach erhöht.

Weder Losartan noch sein aktiver Metabolit können durch Hämodialyse eliminiert werden.

Hydrochlorothiazid

Im Vergleich zu jungen ist bei älteren Patienten die Hydrochlorothiazid-Plasmakonzentration im

Steady-state höher und die systemische Clearance beträchtlich langsamer.

Bei Nierenfunktionsstörungen sind die mittleren Maximalkonzentrationen im Plasma und die AUC-

Werte von Hydrochlorothiazid erhöht. Bei Patienten mit Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance

zwischen 30 und 70 ml/min) ist die mittlere Halbwertszeit der Elimination fast verdoppelt.

Präklinische Daten

Die präklinischen Studien einschliesslich konventioneller Studien zur allgemeinen Pharmakologie,

zur Genotoxizität und zum kanzerogenen Potenzial lassen keine besonderen Gefahren für den

Menschen erkennen. Das toxische Potenzial einer Kombination von Losartan/Hydrochlorothiazid

nach oraler Gabe wurde in Studien zur chronischen Toxizität mit bis zu sechsmonatiger Dauer mit

Ratten und Hunden bewertet. Die in diesen Studien mit der Kombination beobachteten

Veränderungen wurden hauptsächlich durch den Bestandteil Losartan bewirkt. Die Verabreichung

der Losartan/ Hydrochlorothiazid-Kombination führte zu einer Abnahme der roten Blutzellparameter

(Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit), einem Anstieg des Harnstoff-Stickstoffs im Serum, einer

Abnahme im Herzgewicht (ohne histologisches Korrelat) und gastrointestinalen Veränderungen

(Schleimhautläsionen, Ulzera, Erosionen, Hämorrhagien).

Kein Hinweis auf Teratogenität ergab sich bei Ratten oder Kaninchen bei Gabe von

Losartan/Hydrochlorothiazid. Bei Ratten wurde fetale Toxizität, erkennbar an einem leichten Anstieg

überzähliger Rippen in der F1-Generation, beobachtet, wenn weibliche Tiere vor und während der

Gestation therapiert wurden. Wie auch in Studien mit Losartan allein festgestellt, kam es zu

unerwünschten Wirkungen an Feten und Neonaten, wie renaler Toxizität oder Tod der Feten, wenn

trächtigen Ratten während der späten Gestation und/oder Laktation Losartan-Hydrochlorothiazid

verabreicht wurde.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

In der Originalpackung, vor Licht geschützt und nicht über 25 °C lagern.

Für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Zulassungsnummer

58787 (Swissmedic).

Packungen

Losartan-HCT-Mepha 50 mg/12.5 mg: Packungen zu 28 und 98 Lactab. [B]

Losartan-HCT-Mepha 100 mg/12.5 mg: Packungen zu 28 und 98 Lactab. [B]

Losartan-HCT-Mepha 100 mg/25 mg: Packungen zu 28 und 98 Lactab. [B]

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Stand der Information

Juni 2015.

Interne Versionsnummer: 7.2

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