Helixor P 30 mg Injektionslösung (s.c.)

Švicarska - njemački - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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01-02-2020

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25-10-2018

Aktivni sastojci:
viscum album (pini) recens
Dostupno od:
Target BioScience AG
ATC koda:
L01CX
INN (International ime):
viscum album (pini) recens
Farmaceutski oblik:
Injektionslösung (s.c.)
Sastav:
Auszug aquosum Flüssigkeit 600 mg ex viscum album (pini) frisch 30 mg, natrii chloridum, aqua q.s. zu einer Lösung anstelle von 1 ml.
Razred:
A
Terapijska grupa:
Anthroposophische Arzneimittel
Područje terapije:
Gemäss der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis als Zusatzbehandlung bei malignen Erkrankungen
Broj odobrenja:
56208
Datum autorizacije:
2006-09-08

Dokumenti na drugim jezicima

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04-08-2021

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Helixor®

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel anwenden. Dieses Arzneimittel

ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere Personen weitergeben. Auch

wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Helixor® A Helixor® M Helixor® P

Anthroposophisches Arzneimittel

Was ist Helixor® und wann wird es angewendet?

Gemäss der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis kann Helixor® auf Verschreibung

Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin als Zusatzbehandlung bei malignen Erkrankungen angewendet werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Wenn Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin andere Medikamente verschrieben hat, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, ob Helixor® gleichzeitig angewendet werden darf.

Wann darf Helixor® nicht eingenommen / angewendet werden?

Helixor® darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit (Allergie) gegenüber

Mistelzubereitungen sowie bei akut entzündlichen oder hochfieberhaften Erkrankungen.

Wann ist bei der Einnahme / Anwendung von Helixor® Vorsicht geboten?

Bei zeitnaher Anwendung anderer immunwirksamer Arzneistoffe (z. B. Thymusextrakte), bei

Allergieneigung, Schilddrüsenüberfunktion, chronisch granulomatösen Entzündungen oder

Autoimmunkrankheiten sowie bei Anwendung während einer Bestrahlung oder Chemotherapie ist eine

sorgfältige Verlaufskontrolle durch Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, evt. verbunden mit einer Anpassung der

Dosierung, erforderlich.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen!

Darf Helixor® während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen / angewendet werden?

Über die Anwendung von Helixor® während der Schwangerschaft entscheidet Ihr Arzt oder Ihre Ärztin.

Während der Stillzeit darf Helixor® nicht angewendet werden.

Wie verwenden Sie Helixor®?

Dosierung/Anwendung:

Die Dosierung und die Häufigkeit der Anwendung werden von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin individuell

festgelegt. Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das

Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit

Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Helixor® wird als subkutane Injektion (Spritze unter die Haut) an wechselnden Stellen der intakten Haut

(z. B. Bauchhaut, Vorder- und Aussenseite der Oberschenkel) angewendet. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin

wird Sie bezüglich Vorbereiten der Spritzen und Injektionstechnik genau informieren. Halten Sie sich

genau an diese Anweisungen.

Spritzen Sie nicht in entzündete Hautbezirke (z. B. entzündliche Reaktionen an früheren Einspritzstellen,

Venenentzündungen), meiden Sie Bestrahlungsfelder.

Vorsichtshalber sollte Helixor® nicht zusammen mit anderen Arzneimitteln in einer Spritze aufgezogen

werden.

Die Anwendung muss unterbrochen werden, sobald eine Entzündungsreaktion grösser als 5 cm

Durchmesser an der Einspritzstelle (Rötung, Schwellung, Verhärtung im Unterhautgewebe), Fieber oder

grippeähnliche Symptome (Krankheitsgefühl, Frösteln, Kopf- oder Gliederschmerzen) im Anschluss an

die Anwendung von Helixor® auftreten. In diesem Fall kontaktieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Die Anwendungsdauer ist prinzipiell nicht begrenzt. Sie wird vom Arzt oder der Ärztin festgelegt. Die

Dosierung sollte in Abständen von 3 - 6 Monaten von Ihrem Arzt oder von Ihrer Ärztin überprüft

werden.

Wenn Sie versehentlich eine zu hohe Dosis angewendet haben

Zeichen einer Überdosierung können übermässige entzündliche Reaktionen an der Einspritzstelle, oder

andere unter „Welche Nebenwirkungen kann Helixor® haben?“ beschriebene Symptome sein.

Wenn Sie die Anwendung von Helixor® versäumt haben...

holen Sie die Anwendung von Helixor® zum nächstmöglichen Zeitpunkt in gleicher Dosis nach.

Nach längeren Behandlungspausen von über 4 Wochen sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin fragen,

wie resp. in welcher Dosierung Sie Helixor® weiterverwenden sollen.

Welche Nebenwirkungen kann Helixor® haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Helixor® auftreten:

Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern): Grössere örtliche Entzündungsreaktionen

(Rötung, Schwellung, Verhärtung) an der Einspritzstelle. Entzündungsreaktionen an der Einspritzstelle

unter 5 cm Durchmesser und leichte Steigerung der Körpertemperatur sind meist unbedenklich. Wenden

Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin und fragen Sie, wie Sie die Behandlung fortsetzen sollen.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern): Juckreiz am ganzen Körper, örtliche oder

ausgebreitete Nesselsucht, Hautausschlag, Fieber, Abgeschlagenheit, Frösteln, allgemeines

Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Lymphknotenschwellung, Aktivierung von

Entzündungen.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10‘000 Anwendern): Knotige Verhärtungen im Unterhautgewebe am

Injektionsort, Blasenbildung, Haut- und Schleimhautschwellung im Gesichtsbereich (Quincke-Ödem),

Augenbrennen und -tränen, heuschnupfenartige Beschwerden, Atemnot, Bronchialverkrampfung

(Bronchospasmus), Schüttelfrost, Schwindel.

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10‘000 Anwendern), Einzelfälle: schwerwiegende allergische

Hautreaktionen (Erythema exsudativum multiforme), Schock (Kreislaufversagen im Rahmen einer

allergischen Reaktion).

Bei allergischen Reaktionen (Juckreiz am ganzen Körper, Nesselsucht, Hautausschlag,

Gesichtsschwellung, Atemnot, Schock) muss Helixor® abgesetzt und sofort Kontakt mit einem Arzt

oder einer Ärztin aufgenommen werden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin

oder Apothekerin.

Was ist ferner zu beachten?

Das Präparat darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit „EXP“ bezeichneten Datum verwendet werden.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Angebrochene Ampullen dürfen Sie für eine spätere Injektion nicht aufbewahren.

Lagerungshinweis

Lagern Sie Helixor®-Ampullen unter Lichtschutz in der geschlossenen Ampullenschachtel. Nicht über

30 °C lagern.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Helixor® enthalten?

Die verschiedenen Dosierungsstärken werden mit Gehalt an Frischpflanzenmaterial in mg pro Ampulle

bezeichnet.

Wirkstoffe

Ampullen zu 1 ml Injektionslösung. 1 Ampulle enthält den wässrigen Auszug aus 0,01 – 50 mg frischem

Mistelkraut (Viscum album) des jeweiligen Wirtsbaums. Auszugsmittel: Wasser.

Ampullen zu 2 ml Injektionslösung. 1 Ampulle enthält den wässrigen Auszug aus 100 mg frischem

Mistelkraut (Viscum album) des jeweiligen Wirtsbaums. Auszugsmittel: Wasser.

Hilfsstoffe

Kochsalz, Wasser für Injektionszwecke.

Zulassungsnummer

56206 Helixor® A, Injektionslösung

56207 Helixor® M, Injektionslösung

56208 Helixor® P, Injektionslösung

Wo erhalten Sie Helixor®? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Es stehen 3 Sorten von Helixor® zur Verfügung, die von Misteln unterschiedlicher Wirtsbäume

gewonnen wurden:

Helixor® A: Tannenmistel (Viscum album abietis)

Helixor® M: Apfelbaummistel (Viscum album mali)

Helixor® P: Kiefernmistel (Viscum album pini).

Serienpackungen (SE)

mit je 7 Ampullen in

steigender

Konzentration

Originalpackungen (OP)

mit je 8 Ampullen der

gleichen Konzentration

SE I

SE II

SE III

SE IV OP

1 mg

10 mg

1 mg

20 mg

OP 0,01 mg (zurzeit nicht im Handel)

1 mg

10 mg

5 mg

20 mg

OP 0,1 mg (zurzeit nicht im Handel)

OP 1 mg

1 mg

20 mg

5 mg

30 mg

OP 5 mg

OP 10 mg

5 mg

20 mg

10 mg

30 mg

OP 20 mg

OP 30 mg

5 mg

30 mg

10 mg

50 mg

OP 50 mg

OP 100 mg

5 mg

30 mg

10 mg

50 mg

10 mg 30 mg

20 mg

50 mg

Zulassungsinhaberin

Target BioScience AG, 8803 Rüschlikon.

Herstellerin

Helixor Heilmittel GmbH, Fischermühle 1, 72348 Rosenfeld, Deutschland

Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

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Fachinformation

Helixor®

Anthroposophisches Arzneimittel

Zusammensetzung

Wirkstoffe

Helixor A: Wässriger Auszug aus frischem Tannenmistel-Kraut (Viscum album abietis).

Helixor M: Wässriger Auszug aus frischem Apfelbaummistel-Kraut (Viscum album mali).

Helixor P: Wässriger Auszug aus frischem Kiefernmistel-Kraut (Viscum album pini).

Hilfsstoffe

Natriumchlorid zur Isotonisierung, Wasser für Injektionszwecke.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Ampullen zu 1 ml Injektionslösung. 1 Ampulle enthält den Auszug aus 0,01–50 mg frischem

Mistelkraut (Verhältnis Frischpflanze: Extrakt 1:20) des jeweiligen Wirtsbaumes. Auszugsmittel:

Wasser.

Die verschiedenen Dosierungsstärken werden mit Gehalt an Frischpflanzenmaterial in mg/Ampulle

bezeichnet. Es sind Ampullen mit dem Auszug aus 0,01, 0,1, 1, 5, 10, 20, 30 und 50 mg frischem

Mistelkraut erhältlich.

Ampullen zu 2 ml Injektionslösung. 1 Ampulle enthält den Auszug aus 100 mg frischem Mistelkraut

(Verhältnis Frischpflanze: Extrakt 1:20) des jeweiligen Wirtsbaumes. Auszugsmittel: Wasser.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Anthroposophisches Arzneimittel zur Zusatzbehandlung bei malignen Erkrankungen.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene ab 18 Jahren

Subcutane Injektion 2–3× wöchentlich, in speziellen Fällen täglich.

Injektion nach Möglichkeit in Tumor- bzw. Metastasennähe, ansonsten an stets wechselnden

Körperstellen (z.B. Bauchhaut, Oberarm oder Oberschenkel). Nicht in entzündete Hautareale oder

Bestrahlungsfelder injizieren.

Eine intravenöse oder intramuskuläre Injektion darf nicht erfolgen.

Einleitungstherapie

Soweit nicht anders verordnet, wird die Therapie mit einer Ampulle der Dosierungsstärke 1 mg

begonnen. Wenn in seltenen Fällen bereits auf 1 mg übermässige örtliche Reaktionen oder Fieber

auftreten, wird die Dosierungsstärke vorübergehend auf 0,1 mg bzw. 0,01 mg reduziert. Bei guter

Verträglichkeit wird die Dosierungsstärke bzw. die Dosis schrittweise bis zum Erreichen der

optimalen Dosierungsstärke bzw. Dosis gesteigert. Hierfür können Serienpackungen (SE I, evtl.

gefolgt von SE II und SE IV) oder Originalpackungen zu 1, 5, 10, 20, 30, 50 und 100 mg in

stufenweiser Steigerung der Dosierungsstärke verwendet werden. SE III kann anstelle von SE I und

SE II Verwendung finden, wenn eine schnelle Dosissteigerung erforderlich ist. Die maximale

Tagesdosis beträgt 400 mg s.c.

Die optimale Dosierungsstärke bzw. Dosis muss individuell ermittelt werden. Hierzu sind folgende

Reaktionen zu beachten, die einzeln oder in Kombination auftreten können:

a) Änderung des Befindens

Am Injektionstag evtl. auftretende Abgeschlagenheit, Frösteln, Grippegefühl, Kopfschmerzen und

kurzzeitige Schwindelgefühle weisen auf eine möglicherweise schon zu hohe Dosierung hin. Wenn

diese Erscheinungen am Folgetag noch nicht abgeklungen sind oder ein tolerables Mass übersteigen,

sollte die Dosierungsstärke bzw. Dosis reduziert werden.

b) Temperaturreaktion

Es kann eine Temperaturreaktion in Form eines Anstiegs der Körpertemperatur wenige Stunden nach

Injektion und/oder ein Anstieg des mittleren Temperaturniveaus unter Behandlung auftreten. Bei

Fieber über 38 °C sollte jedoch die Dosierungsstärke bzw. Dosis reduziert werden.

Auch kann eine Wiederherstellung der physiologischen Zirkadianrhythmik mit einer Amplitude von

mindestens 0,5 °C festgestellt werden.

c) Lokale Entzündungsreaktion

Rötung, Schwellung und Induration an der Einspritzstelle bis max. 5 cm Durchmesser sind häufig.

Bei einer Grösse über 5 cm Durchmesser sollte die Dosierungsstärke bzw. Dosis reduziert werden.

Erhaltungstherapie

Mit der so ermittelten optimalen individuellen Dosierungsstärke bzw. Dosis wird die Behandlung

fortgesetzt. Zur Vermeidung von Gewöhnungseffekten empfiehlt sich eine rhythmische Anwendung:

Dies kann auf verschiedene Weise geschehen:

-Abwechslung mit geringeren Dosierungsstärken bzw. Dosen in Form auf- und evtl. auch

absteigender Dosierungsreihen.

-Rhythmisierung der Injektionsintervalle, z.B. Injektion am Tag 1, 2 und 5 jeder Woche.

-Einführung von Pausen, z.B. 1–2 Wochen Pause nach 4 Wochen Therapie.

Nach Therapiepausen von über 4 Wochen sollte die Dosis vorsichtshalber zunächst auf die Hälfte

reduziert werden.

In Abständen von 3–6 Monaten sollte die Dosierung anhand der Patientenreaktion (s.

Einleitungstherapie) sowie des Tumorverhaltens überprüft werden.

Therapiedauer

Die Anwendungsdauer ist prinzipiell nicht begrenzt. Sie wird vom Arzt oder der Ärztin festgelegt

und richtet sich nach dem jeweiligen Rezidivrisiko und dem individuellen Befinden bzw. Befund des

Patienten/der Patientin. Sie sollte mehrere Jahre betragen, wobei in der Regel Pausen in

zunehmender Länge eingelegt werden.

Wahl des Wirtsbaumes von Viscum album

Gemäss der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis erfolgt die Wahl des Wirtsbaumes

nach der Organlokalisation der Erkrankung sowie nach Konstitution und Geschlecht des Patienten,

nach Erfahrung des behandelnden Arztes oder der behandelnden Ärztin.

Kontraindikationen

Bekannte Allergie auf Mistelzubereitungen.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

-Bei akuten entzündlichen bzw. hoch fieberhaften Erkrankungen sollte die Behandlung bis zum

Abklingen der Entzündungszeichen unterbrochen werden.

-Bei allergischer Diathese, Autoimmunkrankheiten, chronisch granulomatösen Entzündungen oder

Schilddrüsenüberfunktion ist zum Ausschluss einer möglichen Verstärkung der

Krankheitssymptomatik auf eine besonders vorsichtige Dosierung unter sorgfältiger

Verlaufskontrolle zu achten.

-Bei zeitnaher Anwendung anderer immunmodulierender Substanzen ist eine vorsichtige Dosierung

und Kontrolle geeigneter Immunparameter empfehlenswert.

-Während Bestrahlung oder Chemotherapie kann eine Dosisreduktion erforderlich sein.

-Für Mistelpräparate generell gibt es wenig Sicherheitsdaten aus klinischen Studien. Am häufigsten

sind Lokalreaktionen zu erwarten (siehe unter «Unerwünschte Wirkungen»). Aufgrund der noch

unzureichenden klinischen Datenlage kann eine ungünstige Beeinflussung des Krankheitsverlaufes

bei einzelnen Patienten oder Tumortypen nicht völlig ausgeschlossen werden.

Interaktionen

Zu Interaktionen mit anderen Medikamenten liegen keine Untersuchungen vor.

Schwangerschaft, Stillzeit

Das potentielle Risiko einer Behandlung für den Menschen während der Schwangerschaft ist nicht

bekannt. Es existieren keine kontrollierten klinischen Studien an schwangeren Frauen und es wurden

keine tierexperimentellen Studien zur Reproduktionstoxizität von Helixor durchgeführt. Während der

Schwangerschaft darf das Medikament nicht verabreicht werden, es sei denn, dies ist nach strenger

Indikationsstellung eindeutig erforderlich.

Es ist nicht bekannt, ob Helixor oder seine Bestandteile in die Muttermilch übergehen. Ist eine

Behandlung mit Helixor während der Stillzeit unumgänglich, soll abgestillt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Helixor hat keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Die Aufzählung umfasst alle bekannt gewordenen Nebenwirkungen unter der Behandlung mit

Helixor:

Haut und Schleimhäute

Sehr häufig: örtliche Entzündungsreaktionen (Rötung, Schwellung, subcutane Infiltration) an der

Injektionsstelle.

Gelegentlich: generalisierter Juckreiz, lokale oder generalisierte Urtikaria, Exanthem.

Selten: Blasenbildung oder knotige subcutane Infiltration am Injektionsort, Konjunktivitis.

Sehr selten (Einzelfälle): Erythema exsudativum multiforme.

Immunsystem

Selten: Quincke-Ödem.

Sehr selten (Einzelfälle): Anaphylaktischer Schock.

Respirationstrakt

Selten: Rhinitis, Atemnot, Bronchospasmus.

Allgemeines

Gelegentlich: Fieber über 38 °C, Abgeschlagenheit, Frösteln, allgemeines Krankheitsgefühl,

Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen; regionale Lymphknotenschwellung, Aktivierung von

Entzündungen.

Selten: Schüttelfrost, Schwindel.

Massnahmen

Bei örtlichen Entzündungsreaktionen über 5 cm Durchmesser, Fieber oder grippeartigen Symptomen

sollte die nächste Injektion erst nach Abklingen dieser Symptome und in deutlich reduzierter

Dosierungsstärke bzw. Dosis gegeben werden.

Überdosierung

Die Symptome entsprechen den im Abschnitt «Unerwünschte Wirkungen» beschriebenen

Nebenwirkungen und können eine symptomatische Therapie erforderlich machen.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: L01CZ

Für Viscum album-Gesamtextrakte sind in vitro zytotoxische (Apoptose-Induktion),

immunmodulierende und DNA-stabilisierende Eigenschaften beschrieben.

Beim Menschen sind für Viscum album-Gesamtextrakte eine Besserung der Lebensqualität und

Chemotherapie-bedingter Nebenwirkungen in Studien beschrieben. Ausserdem sind

immunmodulierende Eigenschaften, Besserung von Tumorschmerzen sowie in Einzelfällen

Tumorrückbildungen in der Literatur beschrieben.

Eine Verlängerung des Überlebens ist bisher nicht durch adäquate kontrollierte, randomisierte

klinische Studien belegt.

Pharmakokinetik

Untersuchungen zur Pharmakokinetik und Bioverfügbarkeit liegen nicht vor.

Präklinische Daten

Es wurde für Helixor das Fehlen jeglicher Interaktionen mit Cytochrom P 450 Isoenzymen

nachgewiesen. Bei der Prüfung an Bakterienstämmen (Ames-Salmonella/Mikrosomen-Platten-

Inkorporationstest) ergaben sich keine Hinweise auf Mutagenität.

In vitro Experimente an Zellkulturen ergaben eine erhöhte Häufigkeit von Chromosomenbrüchen bei

hohen Dosierungsstärken von Helixor M und P, nicht aber von Helixor A. Diese chromosomalen

Veränderungen werden als Folge des programmierten Zelltodes (Apoptose) betrachtet und sind von

fraglicher klinischer Relevanz. Studien zur Karzinogenität und Reproduktionstoxizität von Helixor

wurden nicht durchgeführt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Nicht bekannt.

Haltbarkeit

Angebrochene Ampullen dürfen für eine spätere Injektion nicht aufbewahrt werden.

Besondere Lagerungshinweise

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Nicht über 25 °C

lagern.

Zulassungsnummer

56206 Helixor A, Injektionslösung

56207 Helixor M, Injektionslösung

56208 Helixor P, Injektionslösung

Packungen

Abgabekategorie A

Helixor Originalpackung Amp 8 (Dosisstärke 0.01 mg - 20 mg)

Helixor Originalpackung Amp 8 (Dosisstärke 30 mg)

Helixor Originalpackung Amp 8 (Dosisstärke 50 mg)

Helixor Originalpackung Amp 8 (Dosisstärke 100 mg)

Helixor Serienpackung SE 1 Amp 7 (3 × 1 mg, 3 × 5 mg, 1 × 10 mg)

Helixor Serienpackung SE 2 Amp 7 (2 × 10 mg, 2 × 20 mg, 3 × 30 mg)

Helixor Serienpackung SE 3 Amp 7 (1 × 1 mg, 2 × 5 mg, 3 × 10 mg, 1 × 20 mg)

Helixor Serienpackung SE 4 Amp 7 (2 × 20 mg, 2 × 30 mg, 3 × 50 mg)

Zulassungsinhaberin

Target BioScience AG, 8803 Rüschlikon.

Herstellerin

Helixor Heilmittel GmbH, Fischermühle 1, 72348 Rosenfeld/Deutschland.

Stand der Information

Juli 2006.

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